Erscheint MenStag, Donnerstag und SamStag. Abonnements-Preis mit den Gratis - Beilagen Jtlustrirrtes Sonntagsblatt - und dem - Amtlich. Berkiindigungsblatt durch die Post bezogen monatlich 37 Pfennig am Postschalter abgeholt, »urch den Briefträger und unsere Agenten frei ins Haus gebracht monatlich 45 Pfg. er Landbote Deitung Elsenz- und Schwarzbachtal Omsheimer General-Anzeiger für das Aelteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-Insertions-Organ. Anzeigen: Die einspaltige Garmondzeil» oder deren Raum IS Pfg. Reklamen 40 Pfg. (Petitzeile) Schluß d. Anzeigenannahme für größere Anzeigen Tag- zuvor 4 Uhr nachm. RedaktionSfchluß 8 Uhr vormittags. Bei schriftlichen Anfragen ist Freimarke für Antwort - beizufügen. - Telephon Rr. 1L M 42. ^- 1 — , " ■_ \r Die Lrnährungsfrage. So viel menschliche Vorsorge und menschliches Können vermögen, ist — das darf wohl gesagt werden — die so überaus wichtige Frage der Ernährung des deutschen Volkes für die Dauer des Kriegs gelöst, und der englische Aushungerungsplan wie so manche andere Rechnung der Engländer unbedingt durchkreuzt. In erster Reihe handelt es sich darum, dafür zu sorgen, daß wir mit unseren Rahrungsmittrlvorräten bis zur Ernte reichen. Durch die Maßnahmen zur Streckung unserer Vorräte, was Brot und Fleisch und das andere Hauptnahrungsmittel des deutschen Volkes, die Kartoffeln, betrifft, ist die Ernährung gesichert. Die geringen Einschränkungen,^ dir von dir Regierung und durch die gleich falls nach Möglichkeit geregelten Höchstpreise dem Einzelnen auferlegt werden mußten, kommen kaum in Betracht im Vergleich zu den Entbehrungen, die unsere braven Truppen erleiden müssen, abgesehen von den Gefahren für Leben und Gesundheit, die sie bestehen müssen, denen sie täglich, stündlich, jede Minute ausgesetzt sind. Wir werden nach den Versicherungen von fachmännischer und verantwortlicher Seite bis zu der nächsten Ernte genügend, wenn auch nicht im Uebermaße alles haben, was wir brauchen. Nun handelt es sich aber auch darum, dafür zu sorgen, daß auch die nächste Ernte uns das bringt, was zur Ernährung des deutschen Volkes notwendig ist. Soweit dies von menschlicher Vorsorge geschehen kann — gegen eine etwaige Mißernte kann der menschliche Geist nicht viel tun, aber die klimatischen und anderen Verhältnisse, die von Einfluß auf den Ernteaussall sind, schließen in Deutschland glücklicherweise eine vollständige Mißernte geradezu aus — ist auch in dieser Beziehung alles denkbare geschehen und dafür gesorgt, daß es geschieht. Es ist dafür gesorgt, daß alle möglichen brach liegenden Länder angebaut werden, daß Kriegsgefangene, Schulkinder u. a. m. zur Aushilfe bei den landwirtschaftlichen Arbeiten, bei der Bestellung der Aecker sowohl wie bei der Ernte heran» gezogen werden, es ist empfohlen für Frühgemüse zu sorgen, und daß bei der Saat gespart wird. Diese letztere Empfehlung des preußischen Landwirtschaflsministers könnt« manchen befremden, da ja eine reichere Aussaat eine reichere Ernte erhoffen läßt. Aber wenn man bei reichlich zur Verfügung stehenden Kartoffeln kleinere Knollen nicht verwendete, sich nicht die Mühe gab, Kartoffeln zu zerschneiden, wird man in diesem Frühjahr gut tun, um für den augenblicklichen Bedarf genug zu behalten, sorgsamer zu Werke zu gehen und zu sparen. Man darf auch nicht auf jedem bisher für den Kartoffelanbau nicht benutzten Boden Kartoffel pflanzen. Das Auslegen von Kartoffeln, für das brachliegendes Land in erster Reihe benutzt wird, auf gänzlich unfruchtbarem, ungedüngten Boden wäre bei den heutigen Verhältnissen schlimmste Verschwendung und sollte daher Der Wächter. Humoristischer Roman von Archibald Ep re. Frei bearbeitet von Helmut tan Mor. 20 (Nachdruck verboten.) „(Sie weroen jetzt nach Schottland sah reu." „Jawohl." „Sie werden mir sobald als möglich Nachricht geben, und zwar auf telegraphischem Wege/' „Jawohl." _ „Dann wüßte ich nichts weiter zu sagen. Halt — einen Augenblick I Wünschen Sie Fritz z» Ihrem Beistand?" Ich zögerte. „Ich werde ihn nur schwer entbehren können, denn er ist in Wahrheit meine rechte Hand. Liber wenn Sie sich mit seiner Unterstützung sicherer fühlen, sollen Sie ihn haben." Das entschied. „Nein, ich danke sehr — ,ch fühle mich lieber ganz aus mich selbst gestellt." „Wie Sie wollen. Fritz hat Order, abzureisen?" „Ich depeschierte ihm heute morgen." „So reisen Sie denn mit Gott!" Er schüttelte mir die Hand, lächelte freundlich und nickte mir zu. Als ich jedoch die Tür hinter mir zu- qezogen hatte, hörte ich ihn drinnen weinen. 10 Als ich den Anhalter Bahnhof erreichte, hatte ich erst einen schwachen Anfang gemacht, mich von dem Schrecken und der Verwirrung zu erholen, in die mich die Unterredung mit dem Grafen gestürzt hatte. Ich fand, daß ich unterwegs versucht hatte, mir einen Plan zurechtzulegen, ich. noch immer versuchte, mir einen Plan znrecht- znlegen, und daß ich wahrscheinlich noch lange versuchen würde, mir einen Plan zurechtzulegen. Wenn ein junger Mann beauftragt ist, die Heirat zwischen dem Sohne eines Edelmannes und der Tochter eines Fürsten zu himerSamstag, den 1(0. April \9\5. unterbleiben. Auf Park- und Rasenflächen, die für die Ernährung nutzbar gemacht werden, ist eher der Anbau von Gemüsen aller Art zu empfehlen, da hierfür es an Samen nicht fehlt und die Ernte für die Ernährung gleichfalls wertvoll ist. Not macht erfinderisch. Unsere Gelehrten und Techniker haben aber eine eigentliche Not nicht abgewartet und mancherlei Erfindungen gemacht, die für den Augenblick, aber auch für die Zukunft von außerordentlicher Bedeutung für die deutsche Landwirtschaft sind. Di« bedeutsamsten sind diejenigen, die uns für alle Zukunft von der Einfuhr aus dem nahen oder fernen Ausland unabhängig machen. So werden wir in Zukunft von der Einfuhr des kostspieligen Chilesalpeters unabhängig sein, da wir in der Lage sein werden die nötigen Slickstoffdüngungsmittel selbst und billiger herzustellen. Und wie wir den Stickstoff zur Düngung aus dem unerschöpflichen Luftmeer uns werden Herstellen können, so werden wir auch das für die Viehfütterung notwendige Eiweiß selbst und zwar indirekt auch aus der Luft holen können. So hat sich England mit seinem teuflischen Aushungerungsplan als der Geist erwiesen, der das Böse wollte aber das Gute schuf. Von diesem Guten wird in erster Reihe die deutsche Landwirtschaft, in zweiter aber auch das ganze deutsche Volk ungeheuren Nutzen ziehen. Deutsches Reich. bo. Karlsruhe 7. April. Beim Badischen Staatsschuld buch sind jetzt 1427 Konten mit 45 574100 Mk. Buchforderungen vorhanden. Die Eintragungen auf Grund von Bareinzahlungen belaufen sich seit 1. Januar 1913 d. i. seit Einrichtung des Staatsschuldbuches auf 8 656100 M. de. Karlsruhe, 8. April. Großherzozin Luise traf heute früh 10.30 Uhr im Kraftwagen in Heidelberg rin. Nach kurzem Empfang am Hauptbahnhof begab sich die hohe Frau zur Besichtigung der Einrichtungen des Roten Kreuzes im Hauptbahnhof, dann fuhr ste in das Gelände am Güterbahnhof, wo sie ebenfalls die Einrichtungen des Roten Kreuzes in Augenschein nahm. Di« Abreise nach Karlsruhe erfolgte mit dem Schnellzug um 8.20 Uhr abends. Freudiges Ereignis im Hohenzollernhause. Berlin, 7. April Ihre Kaiserliche und König!. Hoheit die Frau Kronprinzessin ist heute nachmittag 4 Uhr von einer gesunden Prinzessin glücklich entbunden worden. Ihre Königl. Hoheit und die Prinzessin befinden sich wohl. tretveu — was soll der junge Mann Da machen y Da? schien mir ein Problem, und doch wieder kein Problein, da einem jungen Manne wohl schwerlich so ein Auftrag erteilt werden wird. Hinwiederum stand ich unleugbar mit einem Billett nach Obau in der Tasche auf dem Bahnsteig, und das mußte doch irgend einen Zweck haben. Also war ich wirklich beauftragt, zu verhindern, daß Wilhelm eine Ehe mit der Prinzessin cingehen konnte, und wenn mir das nicht gelang, würde ich eine gutbezahlte Anstellung verlieren und bei einer Gräfin, die meine Großmutter war. als Dummkopf gelten. Ich stellte mir vor, wie ich mit einer Prinzessin in schleppendem Seidengewaude und mit langen blonden Haaren durch die Straßen einer schottischen Stadl marschierte, um ste quasi in ein Gefängnis zu bringen, ivo sie — ebenfalls nur quasi — in meiner Gewalt war, und da erlöste mich ein Lachen aus meiner schrecklichen Verzweiflung. Ja, ich lachte, lachte den Gepäckträger an, der sich bei mir erkundigte, in welcher Klasse ich reiste, lachte den Zugführer an, und bin gewiß, daß ich ihnen samt und sonders für blödsinnig galt. Ich spann das Bild von dem Gesangenivärter weiter aus. stellte mir die Prinzessin in einen hohen, halb verfallenen Turm gesperrt vor und mich als Hüterdrachen davor. So lachte ich noch, als ich in einem Coups erster Klasse geborgen war, lachte — „Hallo!" sagte da jemand. „Hallo!" sagte ich ebenfalls. Und ich lachte nicht mehr Denn unter der Tür stand, ein elegantes Handtäschchen in der Rechte». Graf Wilhelm Tarnsdorf. „Haben Sie ineinen alten Herrn zu Hause gelassen?" fragte er, während er sein Gepäck mit einem kühnen Schwung in das Netz beförderte, sich seine Beinkleider abklopfte und daun mir gegenüber Platz nahm. Ich antivortete ihm nicht. Es war ja doch ganz klar, daß sein „alter Herr" nicht da war — er müßte sich denn utlter meinen Sitz verkrochen haben. „Ich ivußte, daß er nicht miuommeu würde," memte mein Gegenüber behaglich. 76. Jahrgang..) : e Ausland. Schweiz. Eine neuse Vergewaltigung der Neutralen^ Idurch England.-;■** Zürich, 8. Aprils Nach "dem"äüf" WUsün^^'bri- tischrn Admiralstabs ein französisches Kriegsschiff auf der Höhe von Villa France den von Genua nach Südamerika bestimmten italienischen Postdampfer „Regina Elena" angehalten und sämtliche deutsche und österreichische P o sitz eutcl, über 130 an der Zahl, mit Wertbriefen, Geldsendungen uni, Paketen mit Beschlag belegt und dies dem italienischen Kapitän durch Quittung vom 13. März dieses Jahres bescheinigt hat, ist jeder direkte Verkehr Deutschlands und Oesterreich-Ungarns mit überseeischen Ländern unmöglich geworden. Die Sperre ist absolut. Die Erklärung von Postbeuteln aus neutralen Schiffen als Konterbande ist englisches Originalgewächs. Man muß nur abwarten, ob die neutralen Regierungen auch diese Vergew altigung widerspruchslos hinnehmen werden. § Oesterreich-Ungarn. Freiherr von der Goltz in Wien und Budapest. Wie«, 7. April. Freiherr von der G o l tz ist gestern vom Kaiser in Audienz empfangen worden. Vorher besuchte er den Minister des Aeußern und den türkischen Botschafter. Freiherr von der Goltz äußerte sich zu dem Vertreter der neuen Freien Presse über die Audienz beim Kaiser. Der Kaiser sei nicht nur mit allen Ereignissen auf dem zentral-europäischen, sondern auch auf den türkischen Kriegsschauplätzen vertraut. Der Kaiser zeige eine ernste, aber feste und zuversichtliche Stimmung. Die Neue Freie Presse veröffentlicht die Unterredung mit Frriherrn von der Goltz. Dieser äußerte sich zunächst über die Eindrücke, die er von der österreichisch-ungarischen Armee gewonnen habe. Er erklärte, er habe zwar die österreichisch-ungarischen Truppen nur im Vorbeifliegen gesehen; das Wenige aber, das er habe sehen können, habe auf ihn den besten Eindruck gemacht. Freiherr von der Goltz ist überzeugt, daß die österreich-ungarische Armee ungeheuren Schwierigkeiten, die sich ihr entgegen- stellen, überwältigen und siegen werde. Spanien erhebt Anspruch auf Tanger. Wie», 7. April. Dem „Neuen Wiener Tageblatt" zufolge weist die Regierungskreisen nachstehende Madrider Zeitung „Patria" darauf hin, daß die spanische Armee und die Nation die Besetzung von Tanger fordere. Das Blatt sagt: „England und Frankreich würden sich in keiner Weise gegen die Besetzung Tangers durch spanische Truppen auflehnen, da dadurch erst das Friedenswerk der internationalen Zone Marokkos gesichert erscheint. Diese Besetzung ist eine unausweichliche Verpflichtung Spaniens, „Sie wußten es?" Die Vermutung über die Herkunft des Telegramms, der ich dem Grafen gegenüber Ausdruck gegeben hatte, bemächtigte sich meiner von neuem. „Wie konnten Sie das wissen?" „Ich las von der Erkrankung des Fürsten in der Zeitung", antwortete er. „Ich wußte wohl, daß das meinem Vater nicht sehr gelegen kommen würde, denn wenn der Fürst im Sterben liegt — er scheint im Sterben ju liegen — muß er nach Erlheim. Ich dachte mir wohl, daß wir beide die Reise miteinander machen würden." Er nickte mir freundlich zu. „Das hat mich natürlich sehr gefreut. Sie wissen, daß ich Sie liebe." „Wirklich?" erwiderte ich kalt. „Ihr geniales Antlitz muß man nach den ersten fünf Minmen liebgewinnen." Diese Bemerkung fand ich einigermaßen impertinent und suchte nach einer recht vernichtenden Antwort. Da mir aber leider im Augenblick keine einfallen wollte, nahm ich die Zeitung vor und vertiefte mich in die Lektüre, ohne daß es mir entgangen wäre, wie er mich mit einem belustigten Lächeln beobachtete. „Ich hoffe, Sie haben nichts gegen eine kleine Kon- oersation," sagte er. „Ich bin überaus zum Spreche» aufgelegt." Ich sah ihn über den Rand meiner Zeitung hinweg ourchvohrend an. „Ich wüßte nicht, was wir beide miteinander zu reden hätten", sagte ich mit vernichtender Schärfe. „Wir haben nichts miteinander gemein." Er lächelte noch vergnügter. „Ich denke, wir haben dies miteinander gemein?" sagte er und bot mir seine Zigarrentasche. „Danke sehr. Ich rauche Zigaretten." „Ah, in der Tat? Ich bedaure lebhaft. Ihnen damit nicht dienen zu können. Ich habe leider keine Zigaretten bei mir -- sonst würde ich, der Gemeinsamkeit wegen, ebenfalls auf die Zigarren verzichten und Zigaretten cauchen." 5(ch reichte ibm mit ironischer Löslichkeit mein Etui. Nr. 42. Telephon Nr. 11. _ die in nichts die Neutralität beeinflußt, die unsere Regierung und Nation im europäischen Kriege beobachten. Tanger ist der Schlüssel zur Meerenge von Gibraltar; niemand kann Spanien verhindern, kich zeitweilig dieses Schlüssels zu bemächtigen. Wenn Spanien eines Tages denselben jemand sollte zurückgeben muffen, so ist es klar, daß Spanien dadurch ein Anrecht auf Kompensationen erworben hat. Italien.^ Italien bewahrt seine bisherige Haltung. Rom, 8. April. Am Ostersamstag hat in Anwesenheit des Königs wieder ein Minister rat stattgefunden, in dem die Stellung Italiens und neue Vorschläge des Dreiverbandes beraten wurden. Der Ministerrat hat keine Veranlassung gefunden, seine bisherige Stellungnahme im europäischen Konflikt gegenwärtig einer Revision zu unterziehen. Holland. Ein deutsch amerikanisch holländischer Schutzvertrag? Amsterdam, 8. April. Das Bestehen eines niederländisch-amerikanischen Vertrages zum gemeinsamen Schutze der Holland und den Vereinigten Staaten gehörenden Kolonien in Ostasten ist amtlich dementiert worden. In Holland aber, so meldet der Korrespondent der Kreuzzeitung, herrscht doch die Ueberzeugung, daß über kurz oder lang ein solcher Vertrag zustande kommen wird und daß auch Deutschland sich anschließen wird. Daß Japan die unumschränkte Alleinherrschaft im fernen Osten und damit den Besitz aller Länder anstrebt, die dort gelegen sind, daran zweifelt hier niemand. Die bisherigen europäischen Hauptinten ssenien in den pazifischen Gewässern, England, Frankreich und Rußland, find gebunden. Auf sie kann man zur Zeit der Verteidigung des Besitzstandes der weißen Raffe im Stillen Ozean nicht mehr bauen. Es verbleiben somit die Vereinigten Staaten von Amerika, welche die Philippinen zu verteidigen haben und Deutschland, das zwar nach dem Verluste seiner Kolonie als ostastatischer Faktor vorläufig ausscheidet, aber nach der Meinung der Holländer nicht daran denkt, stch endgültig damit zu bescheiden. — Wir denken: Deutschland wird jeden Schutzvertrag mit Amerika solange ablehnen, wie die Vereinigten Staaten der Hauptwaffenlieferant unserer Feinde bleiben. Mag Amerika allein sehen, wie es mit Japan fertig wird. Dänemark. Gescheiterte schwedisch-russische Verhandlungen. Kopenhagen, 8. April. Nach einer Stockholmer Meldung der Berlinske Tidende hätten in Stockholm Verhandlungen zwischen den schwedischen Eisenbahnbehörden und finnländischen und russischen Delegierten stattgefunden, die eine stärkere Verbindung zwischen den schwedischen und finnischen Bahnen zum Zweck hatten. Die Verhandlungen scheiterten aber vorläufig. Amerika. Amerikas Antwortnote. Newyork, 6. April. Reuter veröffentlicht den Inhalt der Note der Vereinigten Staaten an England wegen der englisch-französischen Maßnahmen zur Vernichtung des deutschen Handels. Darnach weist die Note darauf hin, daß die englische Blockade ein Novum einführe, indem fie den freien Zugang zu vielen neutralen Häfen behindere, die zu blockieren England nicht berechtigt sei. Wenn auch die Note anerkennt, daß große Veränderungen in der Art der Kriegführung zur See Platz gegriffen haben, so weist fie doch darauf hin, daß es leicht durchzufahren gewesen wäre, dem rechtmäßigen Handel freie Durchfahrt zu und von neutralen Häfen durch den Blockade-Kordon zu verschaffen, selbst wenn die streitenden Parteien, so fährt die Note fort, sich nicht an das Kciegsrecht halten würden, das von den Kulturstaaten anerkannt :st. Es müsse doch an die Grundsätze erinnert werden, an die England stch bisher immer sorgfältig gehalten habe, und Amerika könne stch deshalb nicht vor stellen, daß England j tzt einen Flecken auf seine Handlungen fallen laffen wolle. Schließlich spricht die Note die Meinung aus, daß England volle Entschädigung geben werde, falls die Rechte der Neu tralen verletzt werden. Gegen die amerikanischen Munitions- und Waffenlieferungen. Newyork, 7. April. Verschiedene amerikanische Zeitungen, darunter auch die bekannten ententefreund- lichen Blätter, bringen laut Berl. Tagebl. in Form eines Inserats einen Aufruf, in welchem die Forderung erhoben wird, daß di« Ausfuhr von Munition und Waffen nach den kriegführenden Ländern e i n g e st e l l t werde. Der Aufruf ist von 400 Herausgebern nichtenglischcr Zeitungen und Zeitschriften in den Bereinigten Staaten unterschrieben. Er wendet stch an das ganze amerikanische Volk, besonders aber an die Arbeiter, die Munition anfertigen. Der Wksierkrieg. Die Rümpfe im westen. Englands Sorgen. Daß Englands Staatsmänner, wie Englands Volk den ganzen Uebrrmut der ersten Kriegszeiten gänzlich verloren haben und von schweren Sorgen bedrückt find, leugnet heute wohl kein einsichtiger Brite mehr. Es wurde gegen Ende des vorigen Monats ein Wiederaufflackern der türkischen Unternehmungen gegen den Suez!anal gemeldet. Man ist nicht gleichgültig gegen sie und englische Blätter Der Landbote * Sirrsheimer Zeitung. warnten sogleich vor Unterschätzung der Bedeutung dieser Vorläufer großer Ereigniffe, die mit Eintritt besserer Witterung sicher zu erwarten seien. Der Angriff auf die Dardanellen scheint also auch nach englischer Ansicht die erwartete Ablenkung der Türken von Aegypten nicht gebracht zu haben und nicht bringen zu wollen. Dann erregen ohne Zweifel die Ereignisse in Indien schwere Bedenken. Es ist ziemlich sicher, daß in der Schatzkammer des britischen Weltreiches eine nicht alltägliche Gärung herrscht und die Nachrichten darüber haben stch eben doch nicht völlig unterdrücken lassen. Es kommt dazu die d e u t s ch e Sperre, deren Folgen sich doch nicht mehr wegleugnen lassen. Das Anwerbegeschäft geht offenbar nicht besonders voran. Dann die schwer bedrückenden Verhältnisse in der Arbeiterschaft, die von dumpfer Unruhe, schwerer Unzufriedenheit, offenkundiger Feindseligkeit gegen den Staat erfüllt ist. In der Trunksucht ist England ein weiterer Feind erstanden, und manche Engländer bewerten diesen Feind als noch gefährlicher als die Deutschen. Man will ihm nun zu Leibe gehen. Aber cs scheint, daß die Regierung einen nicht ganz leichten Stand haben werde. Aber ohne gründliche Bekämpfung der Trunksucht, die das englische Volk in allen seinen Schichten, Männer wie Frauen, gleichmäßig verwüstet, hoffen ernste und einstchtsvolle Männer nicht mehr, daß England sich aus der verzweifelten Lage werde retten können. Und so steigt denn angesichts der unerfreulichen Erscheinungen daheim und der Beweise von wirtschaftlicher und militärischer Stärke bei den Deutschen zu den Gegenwartssorgen noch eine schwere Zukunftssorge auf: wie wird stch der englisch-deutsche Wettbewerb nach dem Kriege gestalten. Auf die schlimmste Wunde am englischen Staatsund Bolkskörper, die großkapitalistische Entartung der englischen Demokratie, die schroffe, übergangslose Scheidung von Reich und Arm, hat schon Houston Stewart Chamber- lain in seinen Kriegsaufsätzen hingewiesen, wenn er von den zwei Nationen in England spricht, die einander nicht kennen. Alle diese Sorgen werden in letzter Zeit in der englischen Presse erörtert und zeigen, wie es in Wirklichkeit um England bestellt ist. Daß die Erörterungen nunmehr überhaupt find, ist besonders bezeichnend. Wir können die Weiterentwicklung der Dinge mit Genugtuung beobachten. Zu den Tagesberichten. Vom 16. Februar ab versuchten die Franzosen in immer wiederholten Vorstößen einen Durchbruch in der Champagne. Der Kampf an dem deutscherseits besonders zwei rheinische Divisionen teilnahmen, brachte den Angreifern riesige Verluste, die auf 45 000 Mann geschätzt wurden, aber keinen Erfolg. Vielmehr konnte unsere Heeresleitung vom 10. März melden, daß die Winterschlacht in der Champagne zu unseren Gunsten beendet sei. Nun haben die Franzosen ihr Glück weiter östlich in der Verduner Gegend versucht. Man darf nach dem Generalstabsbericht auch dort auf oieltägige Kämpfe sich gefaßt machen. Der Anfang war für die Franzosen sehr wenig versprechend, und wir dürfen hoffen, daß das Ende ein Mißerfolg sein wird. Sehr erfreulich find die neuesten Nachrichten aus den Karpathen. Während dort bisher nur gemeldet werden konnte, daß die Verbündeten den russischen Massenangriffen standhalten, werden nun direkte Erfolge der österreichisch- ungarischen und der deutschen Truppen berichtet. Man gewinnt den Eindruck, daß ein Wendepunkt eingetreten ist und darf hoffen, daß es nun mit den Russen in den Karpathen wieder rückwärts gehen wird. Äoffre kündigt die große Offensive an. Dünkirchen, 7. April. Generalissimus Joffre besuchte in Begleitung des Generals Grossetti die Stellungen der Armee des Unterchefs des belgischen Generalstabs und König Alberts. An ein Freiwilligen-Regiment richtete der französische Oberbefehlshaber folgende Worte: „Liebe Waffenbrüder! Der Tag unserer großen Offensive, die über das Schicksal Belgiens entscheiden wird, ist nahe. Der Feind rüstet zu einem hartnäckigen Widerstande. Wenn alles gut geht, find wir in 3 Wochen im Herzen Belgiens, und zücken das Schwert, um Deutschlands Herz zu treffen. Macht Euch auf große Opfer gefaßt, es gibt kein Zurück, wenn der Ruf: „En avant!" ertönt." Der deutsche Tagesbericht. WTB. Gr. Hauptquartier, 7. April. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Die von uns vorgestern besetzten Gehöfte von Drie Grachten, die der Feind mit schwerstem Artillerie- und Minenwurfseuer zusammenschoß, wurden deshalb gestern Abend aufgegeben. In den Argonnen brach ein Angriff im Feuer unserer Jäger zusammen. Nordöstlich von Verdun gelangte rin französischer Vorstoß nur bis an unsere Vorstellungen. Oestlich und südöstlich von Verdun scheiterte eine Reihe von Angriffen unter außergewöhnlich schweren Verlusten. An der Combreshöhe wurden zwei französtsche Bataillone durch unser Feuer aufgerieben. Bei Ailly gingen unsere Truppen zum Gegenangriff vor und warfen den Feind in seine alten Stellungen zurück. Auch bei Apremont hatte der Feind keinen Erfolg, ebenso find andere französische Angriffe bei Flirey völlig gescheitert. Zahlreiche Toten bedecken das Gelände vor unserer Front, deren Zahl stch noch dadurch vermehrt, daß die Franzosen die in ihren eigenen Schützengräben Gefallenen vor die Front ihrer Stellungen warfen. Am Westrand des Priesterwaldes schlug eines unserer Bataillone im Bajonettangriff starke Kräfte des 13. französischen Regiments zurück. Am Hartmannsweilerkopf wird seit gestern Nachmittag trotz starken Schneesturmes gekämpft. Samstag, 10. April 1915. Oestlicher Kriegsschauplatz: Bei einem Vorstoß in russisches Gebiet nach Andrzejewo, 30 Kilometer südöstlich von Memel, vernichtete unsere Kavallerie ein russisches Bataillon, von welchem der Kommandeur, 5 Offiziere und 360 Mann gefangen genommen, 120 getötet und 150 schwer verwundet wurden. Ein anderes ruffiiches Bataillon, das zur Hilfe eilte, wurde zurückgeschlagen. Wir verloren 6 Tote. Der Untergang des „II 29" WTB. Serlin, 7. April. (Amtlich.) S.M. Unterseeboot „U 29" ist von seiner letzten Unternehmun g bisher nicht zurückgekehrt. Nach einer von der britischen Admiralität ausgehenden Nachricht vom 26. März soll das Boot mit der ganzen Besatzung untergegangen sein. Es muß darnach als verloren betrachtet werden. Der stellvertretende Chef des Admiralstabes: v. Behucke. Der Untergang des Unterseebootes „U 29" wird überall in Deutschland die schmerzlichste Teilnahme wecken. Der Führer dieses Bootes war. wie schon vor längerer Zeit bekannt wurde, Kapitän Weddigen, dessen Name aus den ersten Zeiten des Seekrieges mit den Heldentaten des „U 9" aufs engste verknüpft ist. Kapitän Weddigen war einer jener stolzen und kühnen Seeleute, die den Ruhm der deutschen Flotie in alle Lande trugen und England die Ueberzeugung beibrachten, daß die deutsche Flo tte denn doch nicht die gering zu schätzende Gegnerin sei, wie es vor dem Kriege gemeint hatte. Weddigens Name wird in der Geschichte des deutsch-englischen Krieges mit an erster Stelle genannt werden. — Aus der Tatsache, daß die englische Admiralität bereits am 26. März den U,it ergänz des „U 29" mitgeteilk, seither aber keinerlei Einzelh eiten über diesen Untergang veröffentlicht hat, schließt der Verfasser, daß „U 29" unter Umständen verloren gegangen ist, die die Kritik der öffentlichen Meinung zu scheuen haben, und daß vielleicht ein englischer Hilfskreuzer unter neutraler Handelsflagge den „U 29" auf nächste Emfer- nung hat herankommen laffen, um ihn dann plötzlich mit vorher maskiertem Geschütz oder mit Bomben zu überfallen. Kampf ohne Gnade. Das englische Vorgehen, deutsche U-Boote durch bewaffnete Handelsschiffe angreifen zu laffen, und Belohnungen für das Gelingen auszusetzen, hat die Führer der U-Boote zu schnellerem Handeln veranlaßt. Es wird nicht mehr lange gerufen und zur Rettung der Besatzung aufgefordert. „Vernichtung von Menschenleben ist jetzt die schwere Pflicht der U Bootskämpfer", heißt es in einer Kundgebung von amtlicher Seite. England hat selbst anerkannt, daß die Kommandanten der U-Boote bisher mit größter Menschlichkeit und Milde vorgegangen find. Die Briten haben es sich also selbst zuzuschreiben, daß nunmehr auch die Sicherheit für den Passagierverkehr auf ihren Schiffen aufgehört hat. Der Schreck darüber ist nicht nur allen Reisenden, sondern auch den Machthabern an der Themse in dir Glieder gefahren. Sie zetern über Verletzung des Völkerrechts, als ob sie es nicht alle Tage verhöhnten. Kampf ohne Gnade — hat Grey gegen Deutschland gepredigt, als er Wnb und Kind dem Hungertode preisgeben wollte. Kampf ohne Gnade! — sagte der französtsche Ministerpräsident Vioiani in der Kammer an. Das sei der einzige Schrei des Parlamentes, des Landes und der Armee. Kampf ohne Gnade üben dir russischen Horden, wenn sie, wie jüngst bei Memel, in die deutschen Gaue einbrechen. Die deutschen U-Boote folgen jetzt lediglich dem Schlachtruf unserer Feinde. Je rücksichtsloser ein Krieg geführt wird, um so menschlicher ist er, sprach Hindenburg, weil um so früher der Frieden herbeigeführt wird. Nach diesem Grundsätze verfahren die deutschen U-Boote in der rings um England gezogenen Kriegszone, und sofort stellt stch eine ungeheure Wirkung ein. „Der Unterseebootskrieg Deutschlands findet nicht seinesgleichen!" ruft auf seinem Wollsack der Grobsiegelbewahrer Englands, Lord Haldane aus, der vor Jahr und Tag bekanntlich unter der Maske des Friedensvermittlers nach Deutschland kam. Der U-Kampf soll auch nicht seinesgleichen finden, denn es handelt stch, wohl gemerkt, um die große Ueber- raschung, von der Kaiser Wilhelm sprach. Wäre nicht der Mißbrauch der neutralen Flaggen durch englische Handelsschiffe und deren Bewaffnung ringetreten, so wäre es auch nicht zum A-ußersten gekommen. Doch heute lautet der Befehl für die deutschen U-Boote: Kampf ohne Gnade! Hagesbericht. WTB. Gr. Hauptquartier, 8. April, vorm, (amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz: Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dauern fort. In der Woeore-Ebene östlich und südöstlich von Verdun scheiterten sämtliche französische Zugriffe. Von der Combres-Höhe wurden die an einzelnen Stellen bis in unsere vordersten Gräben eingedrungenen feindlichen Kräfte im Gegenangriff vertrieben. Aus dem Sl-levse - Wald nördlich von St. Mihiel gegen unsere Stellung vorgebrochene Bataillone wurden uuter schwersten Verlusten in diesen Wald zurückgervorsen. Im Wald von Ailly sind erbittene Nahkämpfe wieder im Gange. Im Wald westlich von Apremont stießen unsere Truppen dem Feind, der erfolglos angegriffen hatte, »ach. 4 Angriffe auf die Stellung nördlich von Flirey sowie 2 Abendangriffe w-stlich des Priesterwaldes brachen unter sehr starken Verlusten in unserem Feuer zusammen. 3 nächlUche französische Vorstöße im Priesterwald mißglückten. Der Gesamtorrlust der Franzose» auf der ganzen Front war außerordentlich groß, ohne daß fie auch nur den geringsten Erfolg zu verzeichnen hatten. Rr. 42. Telephon Nr. ll. Der Landbote * Sinbheirner Zeitung. Samstag. 10. April 1915. Fiasko -es Kampfs um die Dardanellen. In der Gegend von Rethel wurde ein feindliches Flugzeug, das aus Paris kam, zum Landen gezwungen. Der Flugzeugführer gab an, daß über die französischen Verluste in der Champagne-Schlacht in Paris noch nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen wäre. Dir Kämpfe am Hartmannsweilerkopf dauern noch an. Oestlicher Kriegsschauplatz: Auf der Ostfront hat sich nichts rreiguet. Das Wetter ist schlecht, die Wege im russischen Grenzgebiet stad z. Zt. grundlos. Bisher 5510 Geschütze erbeutet. Berlin, 8. April. Nach den Feststellungen zu Anfang des Monats März belief sich die Gesamtzahl der bis dahin im Osten und Westen erbeureten Geschütze auf 5510. Im einzelnen trugen dazu bei: Belgien etwa 3300 Geschütze (Feld- und schwere), Frankreich etwa 1300, Rußland etwa 850, England etwa 60. Mehrere Hundert dieser Geschütze sind im Verlaufe des Krieges bei der Firma Krupp und in anderen Fabriken für unsere Zwecke gebrauchsfähig gemacht worden und haben uns schon mit den gleichfalls unseren Gegnern abgrnommrnen großen Mengen von Munition erfreuliche Dienste geleistet. Die Rümpfe im Osten. Die Teuerung in Petersburg. Petersburg, 6. April. „Rjetsch" meldet: Die Lebens- mittelteuerung in Petersburg nimmt einen außerordentlichen Umfang an. Die Lage der ärmeren Schichten ist verzweifelt. Noch entsetzlicher als die Teuerung ist der binnen kurzem zu erwartende vollständige Mangel an Lebensmitteln. Trotz der von der Stadt genossenen Maßnahmen fei es fraglich, ob bei dem jetzigen Kriegszustand die Zufuhren zu ermöglichen sind. Der Mangel an Lebensmitteln demoralisiert der Bevölkerung und drückt die Kriegsbegeisterung nieder. Die Serben planen eine Offensive? Berlin, 7, April. Laut einer Depesche der Deutschen Tageszeitung wird aus Triest gemeldet, daß Serbien in der Zwischenzeit seine Armee reorganisiert und vornehmlich mit Hilfe Frankreichs das Kriegsmaterial ergänzt habe. Alles sei zu einer neuen Offensive vorbereitet, wozu das Ueberschreiten der Karpathen durch die Russen das Signal zum Beginne abgeben werde. Der deutsch-türkische Freundschaftsbund. Koustautiuopet, 7. April. Der Vizepräsident der Kammer, Emir Ala Pascha, der Sohn des berühmten Algeriers Abdel Kader, der 3 * 1 /2 Monate in Deutschland weilte, die Schützengräben an der Westfront besuchte und sich längere Zeit in Lodz aufhielt, ist gestern hier eingetroffen. Er machte dem „Jkdam" ausführliche Erklärungen. Der Emir drückt seine tiefe Bewunderung über die Ordnung, den Fortschritt und die Festigkeit der Bevölkerung aus, die er in Deutschlands festgestellt hat. Er sagt: Ich kann mir nicht eine Nation vorstellen, die, während sie sich im Krieg befindet, Ordnung und gewöhnliche Lebensweise bis zu diesem Grade aufrecht erhalten kann. Alles lebt im vollen Vertrauen, daß Deutschland und seine Verbündeten siegreich aus dem Kriege hervorgehen werden. Er könne nicht Worte finden, um die Zeichen der Sympathie der Deutschen vom Kaiser bis zum einfachen Soldat gegenüber der Türkei zu schildern, die sich insbesondere zeige, wenn Nachrichten über ottomanische Siege eintreffen. Als der Kaiser ihn in Audienz empfangen habe, habe der Kaiser den Wunsch ausgesprochen, daß die türkisch-deutsche Herzlichkeit stets anhalten möge, auch nach dem Kriege. Der Emir ist erstaunt über die Kraft Deutschlands, das neun Millionen Männer in die Feuerlinie senden konnte. Er bewundere die Raschheit, mit der die Deuischen die Gebiete, die fie besetzten, organisierten. Lonstantinoprl, 7. April. An einen ernstlichen Angriff auf die Dardanellen, ähnlich dem vom 18. März, wird der Frankfurter Zeitung zufolge nicht mehr geglaubt. Es stellt sich heraus, daß auch dir angestrengtesten Bemühungen des Dreiverbandes, in Sofia ein bulgarisches Expeditionskorps gegen Galltpoli zu erreichen, wirkungslos verpufften. Vielleicht steht mit diesem Fiasko die Tatsache in Zusammenhang, daß seit vorgestern die Hälfte der vor den Dardanellen befindlichen englischen Streitkräfte in der Bucht von Mudros die Anker gelichtet hat und nach der syrischen Küste abdampfte. Der österreichisch-ungarische Tagesbericht. 10 000 Pusten gesaugeu. Wien, 8. April. Amtlich wird verlautbart, 8. April mittags: Die im Abschnitt der Ostbeskiden seit Wochen andauernden hartnäckigen Kämpfe haben in der Schlacht während der Ostertage ihren Höhepunkt erreicht. Ununterbrochene russische Angriffe, hauptsächlich beiderseits des Laborcza Tales, wo der Gegner den größten Teil der vor Przemysl frei gewordenen Streitkräfte einsetzte, wurden unter ganz bedeutenden Verlusten des Feindes in diesen Tagen zurückgeschlagen. Gegenangriffe deutscher und unserer Truppen führten auf den Höhen westlich und östlich des Tales zur Eroberung mehrerer starker russischer Stellungen. Wenn auch die Kämpfe an dieser Front noch nicht ihr Ende erreicht haben, so ist doch der Erfolg der Osterschlacht, die an 10000 unverwundete Gefangene und zahlreiches Kriegsmaterial einbrachte, ein unbestrittener. Oestlich des Lgborcze-Talrs wird im Waldgebiete in einzelnen Abschnitten heftig gekämpft. In Südostgalizien stellenweise Geschützkampf. In Russisch-Polen und Ostgalizien verhältnismäßig Ruhe. Aus Stadt und Land. :: Sinsheim, 7. April. Forderungen für die neue Ernte. In den Münchener „N. Nachrichten" stellt der bekannte Bauernführer Dr. Heim unter der Ueberschrift „Noch hundert Tage" den Regierungen vier Forderungen für die neue Ernte auf: „Zur Verfügungstrllung der notwendigen menschlichen Kräfte; 2. sofortiges Beginnen des Drusches nach der neuen Ernte; 3. Einführung von Prämien für solche Landwirte, die möglichst frühzeitig ausgcreifte Frucht zur Verfügung stellen; und 4. von der ersten Stunde an Entziehung der Ernte aus dem freien Markte. Dr. Heim schließt: wenn diese Forderungen von den Regierungen beachtet werden, werde Deutschland nicht Hunger zu leiden brauchen. Gl SinSheim, 7. Apr. Mit dem Eisernen Kreuz wurde ausgezeichnet Herr Finanzsekretär Hebting, Leutnant d. Landw. im Res.-Jnf.-Regt. 240. — Herr Julius Weil von hier, z. Zt. Unteroffizier im Inf. Regt. 112 zu Billingen, erhielt für tapferes Verhalten vor dem Feinde die Badische silberne Verdienstmedaille. ltz Weiler, 5. April. Für bewiesene Tapferkeit vor dem Feinde erhielt Herr Oberpostinspeklor Refior das Eiserne Kreuz und wurde am Kaisersgeburtstag zum Hauptmann befördert. Derselbe benndet sich jetzt auf dem östlichen Kriegsschauplatz und ist gesund. Dagegen hatte Refior schon im Westen den Verlust seines ersten Burschen und nunmehr jetzt im Osten auch den seines zweiten Burschen zu beklagen. Gl Eschclbronu, 6. April. Herr Lehrer Wilhelm Streib, Sohn des hiestgen Gutspächlers Phil. Streib, wurde für sein tapferes Verhalten im Kampfe für das Vaterland mit dem Eisernen Kreuz dekoriert. Streib ! war bereits zweimal verwundet — das erstemal bei den ! Kämpfen gegen Frankreich, das zweitemal bei den Kämpfen gegen Rußland. « Eschelbach, 8. April. Am 23. März d. Js. ist für tapferes Verhalten vor dem Feind der Lrndsturmmann Werkmeister Wilhelm Bender von hier mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. )( Vom Lande, 7. April. Eine zeitgemäße Mahnung zur Einfachheit erläßt der Bischof von Limburg, indem er sich an die Geistlichen wendet, da ß fie den Gläubigen nachdrücklich ans Herz legen, daß die Feier der ersten Kommunion der Kinder von jetzt ab wieder in alter, würdiger Einfachheit begangen wird. Besonders sollen wohlhabendere Eltern ein gutes Beispiel darin geben, daß sie ihre Kinder einfach kleiden, die Annahme luxuriöser Geschenke ihnen verbieten und die weltliche Feier in bescheidenen Grenzen halten. X Vom Neckar, 5. April. Warnung. Seit Monaten erscheinen in zahllosen Blättern unter der Ueberschrift „Heimarbeit", „Nebenerwerb", Ankündigungen einer Steglitzer Firma, die stch bald „Magdalinski Nachfolger", bald „Gumperl u. Lindemann" nennt. Nach uns gewordener Mitteilung handelt es stch um eine Schwindel- firma, die es hauptsächlich auf Kriegerwitwen, Kriegs- inoaliden und Arbeitslose abgesehen hat. Wir warnen daher dringend, sich mit der genannten Firma einzuläffen. be. Eberbach, 7. April. Am Osterfeste feierten die Eheleute Jakob Hafner und Lina geb. Senk in voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit. de. Mannheim, 5. April. Dieser Tage stürzte der 18 Jahre alte Hilfsmonteur Anton Stephan von hier von dem Gerüst eines Neubaues in Sandhofen etwa 7 Meter hoch herunter, wobei er so schwere Verletzungen erlitt, daß er bald darauf starb. de. Mannheim, 7. April. Einen tragischen Tod erlitt die seit etwa zwei Jahren im städtischen Kcankenhause als Assistentin angestellte Aerztin Frl. Dr. Wein mann. Die anfangs der zwanziger Jahre stehende Dame zog stch durch Ansteckung eine Typhuserkrankung zu, der sie heute nacht nach mehrtägiger Krankheit erlag. Von der Herzensgüte der Verstorbenen zeugt der Vorfall, daß stch diese letztes Jahr zur Rettung eines jungen Mädchens Blut zur TanSfusion entziehen ließ. de. Mannheim, 8. April. Zwei holländische Matrosen eines in Rheinau liegenden Schiffes überfielen Montag nachts gegen 11 Uhr einen dritten Matrosen, ebenfalls Holländer, der vorher mit ihnen gezecht hatte, und bei dem sie Geld gesehen. Sie schlugen ihn nieder und beraubten ihn seiner Barschaft von 60 Mk. Gestern wurden die Täter verhaftet. de. Mühlhausen b. Engen, 8. April. Mehrere junge Leute von hier machten am Ostersonntag an einer Browningpistole herum, wobei diese sich entlud und eine Kugel dem 18 l ls jährigen Bernhard Bielhinger, Sohn des Schreinermeisters Konrad Biethinger in die Hüften drang. Der Getroffene starb nach zwei Stunden an der erlittenen Verletzung. Dresteu, 6. April. Mord. Am ersten Osterabend ist hier die Witwe des Eisenbahnassistenten Neu mann durch ihre Nichte, die unverheiratete Elisabeth Lemmerz aus Herrnshut, ermordet worden. Diese war van der Ermordeten zum Kaffee eingeladen worden und Hai dabei die Tat vollführt, um Geld zu rauben. Sie ist geständig. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, 11. April 1915. (Quasi modo geniti) V 2 IO Uhr: Predigt: Stadtpfarrer Eisen. 1 Uhr: Einführung der Neukonfirmierten in die Christenlehre: Stadtpfarrer Eisen. ichorien-Anbau. In einigen Gemeinden unserer Anbaugebiete besteht die Meinung, daß zugunsten der Kartoffel- und Getreidepflanzungen Heuer weniger Zichorien angebaut werden dürfen. Eine derartige Absicht besteht nicht und kann nicht bestehen, denn eine Einschränkung des Zichorienbaues würde eine Einschränkung der Fabrikation bedeuten. Zichorienfabrikate sind aber zu Kriegszeiten mehr denn je gefragt, denn wenn gespart werden muß, greift man erst recht nach dem beliebten, billigsten und dabei durch seine Milchzutat nahrhaften, bekömmlichen und gefunden Volkskaffee. Eine Einschränkung des Kaffeeverbrauchs würde nur einen vermehrten Verbrauch der Suppen Hervorrufen. Dadurch wäre jedoch ein erhöhter Bedarf von Mehl herbeigeführt, was durchaus nicht im Sinne der neuesten Verordnungen sein kann und unter allen Umständen zu vermeiden ist. Auf die vielfach an uns gerichteten Anfragen geben wir noch bekannt, daß bei unseren Darranstalten in Ludwigsburg, Marbach, Großgartach, Eppingen und Breiten sowohl, als auch bei den seit Jahren bekannten Samen-Ausgabestellen, weitere Akkorde zum Zichorien-Anbau noch geschloffen werden können. * Der allem nach noch länger andauernden Kriegslage Rechnung tragend, erhöhen wir den heurigen Preis für Zichorien Wurzeln nicht nur um 20 Pfg. per 100 Kilo, sondern um 40 „ per 100 „ Selbstverständlich gilt dies auch für diejenigen Akkorde, die bisher schon abgeschlossen sind. Heinrich Franck Söhne G. m. b. H. Mmgsbnrg. Nr. 42. Telephon Nr. 11. Der Landvote * SinSheinrer Zeitung. Samstag. 10. April 1915. Amtliche Bekanntmachungen. Bekanntmachung betreffend Borratserhebnng für Verbandstoffe vom 7. April 1915. Auf Grund der Bmidesratsveroidnung, betreffend Vorratserhebungen vom 2. Februar 1915 (Rnchs-GesetzBlatt Seite 54) wird folgende Bekanntmachung erlassen: 8 1. Von der Verfügung betroffen find 1) entfettete Verbandwatte jeder Art, 2) gewöhnliche ungeleimte Watte, 3) Kompreffen-Mull, 4) Binden-Mull, 5) Gaze, 6) Cambric. 8 2 . Zur Auskunft verpflichtet find 1) alle, welche die in 8 1 auigeführten Gegenstände aus Anlaß ihres Handelsbetriebs oder sonst des Erwerbes wegen im Gewahrsam und/oder unter Zollaufstcht haben, kaufen oder verkaufen; 2) gewerbliche Unternehmer, in deren Betrieben die in § 1 aufgeführten Gegenstände erzeugt oder verarbeitet werden; 3) Kommunen, öffentlich rechtliche Körperschaften und Verbände. 8 3 Zu melde« find 1) die Vorräte, die den zur Auskunft nach 8 2 Verpflichteten gehören; dabei ist anzugeben, wer diese Vorräte aufbewahrt (genaue Adresse), mit Angaben der Mengen, die von den einzelnen Personen oder Firmen usw. aufbe- wahrr werden; 2) die einzelnen Vorräte, die sich — mit Ausnahme der upter 1) angegebenen Mengen — außerdem in seinen Gewahrsam befinden, sowie die Eigentümer (unter Angabe der genauen Adresse) der einzelnen Mengen; 3) die Mengen, die sich auf dem Transport zu dem nach § 2 zur Auskunft verpflichteten, oder unter Zollaufsicht (auf dem Wege zu ihm) befinden. Die Mengen find einheitlich in Kilogramm anzugcben und zwar für jeden in § 1 genannten Stoff getrennt. 8 4. Zeitpunkt für die Angaben der Meldung. Zu melden sind alle in 8 3 aufgeführten Vorräte und Mengen nach dem am 7. April 1915 vormittags 10 Uhr tatsächlich bestehenden Zustande. 8 5. Ausgenommen von der Verfügung find Vorräte, die am Tage der Vorrotser Hebung weniger als je 50 log von eines der in § 1 aufgeführten Gegenstände betragen. 8 6. Die Meldung ist z« richten an Medizinalabteilnng des Kgl. Preuß. Kriegsministeriums Berlin W 9 , Leipziger Platz 17. 8 7. Die Meldung hat zu erfolge« bis zum 17. April 1915 an die im Z 6 angegebene Adresse.. 8 8. Die zuständige Behörde oder die von ihr beauftragten Beamten find befugt, zur Ermittelung richtiger Angaben Vorratsräume, in denen Vorräte an Verbandstoffen zu vermuten find, zu untersuchen und die Bücher der zur Auskunft Verpflichteten zu prüfen. 8 9. Wer vorsätzlich die in den oben genannten 88 geforderte Auskunft zu der in 8 7 angesetzten Frist nicht erteilt, oder wissentlich unrichtige oder unvollständige Angaben macht, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafen bis zu Mk. 10000 bestraft; auch können Vorräte, die verschwiegen sind, im Urteil als dem Staat verfallen erklärt werden. Karlsruhe i. B., den 7. April 1915. Von feite« des stellv. Generalkommandos des XIV. Armeekorps Der Chef des Generalstabs: gez. v. Wolfs, Oberst. Bezüglich der Brotabgabe in Wirtschaften gellen im Amtsbezirk Mosbach folgende Bestimmungen: In Wirtschaften darf an die Gäste — einheimische wie fremde — kein Brot abgegeben werden. Die Gäste haben sich ihr Brot selbst mitzubringen. Dies erstreckt sich auf alles Brot, mag es allein oder als belegtes Brot oder als Beigabe zu einer anderen Speise gegeben werden. E'ne Ausnahme findet statt für Losch ergäste, die ins Fremdenbuch eingetragen sind, und Kostgänger (Tischferren). Solchen Loschiergästen und Kostgängern (Tischherren) darf innerhalb 6 Stunden bi« zu 100 Gramm und innerhalb 24 Stunden bis zu 250 Gramm Brot verabreicht werden. Sinsheim, den 6. April 1916. Grotzh. Bezirksamt. Die Bürgermeisterwahl in Untergimpern betr. Bei der am 18. März 1915 in Untergimpern stattgehabten Bürgermeisterwahl wurde Cteinhauermeister Heinrich Lutz von Untergimpern als Bürgermeister gewählt. Sinsheim, den 31 März 1915. Grotzh. Bezirksamt. l IT Kriegs-Uhren Was braucht der Soldat Tag und Nacht im Feld? Eine gutgehende Uhr Nickeluhren, Ankerwerk mit und ohne Lederarmband . . . Mk. 5.50 Nickeluhren do. mit Radiumziffern „ 8.— Silberne Uhren 6 Steine . . „ 13— )) „ 10 „ ... „ 16-- )> Armbanduhren . . . „ 16— ,) Anker Präzisionsuhren v. „ 20.- Für den guten Gang jeder Uhr leiste ich Bürgschaft. Alle Uhren sind noch ohne den schon seit 2 Monaten eingetretenen Teuerungszuschlag. E. 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Für die vielen Beweise wohltuender Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Schwester, Schwägerin, Tante und Großtante Fräulein Mathilde Fischer sagen herzlichen Dank. Die trauernden Hinterbliebenen, pi Sinsheim, den 8. April 1915. Von der Gemeinde Sinsheim kauften wir die lktzlhin im früheren Gänstgarten gefällten Pappelstämme. Einer davon wurde, anstatt zum Bahnhof zum Einladen in den Waggon, wo andershin geführt. Wir zahlen demjenigen, welch-r uns solche Angaben über den Verbleib des Stammes machen kann, daß wir den Dieb gerichtlich belangen können. Mk. 50.— Belohnung. Zündholz- u. Wjchsesabrik Gebrüder DitzeL Meckesheim. Unterstützet d. Rote durch Kauf von Losen der Geld-Lotterie d.Bad. LandesTereios Ziehung sicher 30. April 3328 Geldgev. nnd 1 Prämie 37000 M. Hanptgew. im gänst. Falle 15000 M. 3327 Geldgewinne 22000 M. LoMitlüCiÄ) empfiehlt L»tterie-Unternehmer J. Stürmer Strassbnrg i. E., Langstr. 107 Filiale Kehl a. Rh., Hanptstr. 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