Erscheint DtrnStag, Donnerstag und SamStag. Abonnements-Preis mit den Gratis - Beilagen Illustriertes Sonntagsblatt - und dem - Amtlich. Berkilndigungsblatt durch die Post bezogen «onatlich 37 Pfennig am Postschalter abgehott, durch den Briefträger und unsere Agenten frei ins Haus gebracht monatlich 4b Pfg. Rer Wandbote Winsheimer Wertung General-Anzeiger für das Elsenz- und Schwarzbachtal Aelteste und verbrettetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-ZnsertionS-Organ. Anzeigen: Die einspalttge Garmondzeil« oder deren Raum 15 Pfg. Reklamen 40 Pfg. (Petitzell«) Schluß d. Anzeigenannahme für größere Anzeigen Tag- zuvor 4 Uhr nachm. Redaktionsfchluß 8 Uhr vormittags. Bei schriftlichen Anfragen ist Freimarke für Antwort - beizufügen. - Telephon Ar. 1L M 43. /’S Unbegreiflichkeiten) dieser Krieges. Ist es im Grunde schon unbegreiflich, daß ein solcher Krieg im zwanzigsten Jahrhundert statlfindet, daß richtige Wilde und Barbaren an dem Kriege gegen hochzivilisterte europäische Völker an der Seite europäischer Völker teilnehmen dürfen, dann sind noch besonders unbegreiflich viele Nebenerscheinungen dieses Kriegs. Am sonderbarsten hat es uns Deutsche berührt, daß man es gewagt hat, die Deutschen als Hunnen und Bar« baren zu denunzieren. Die Engländer haben es in erster Reihe getan, die doch mit Russen und Japanern, mit Indiern und Negern und anderen Völkern uns bekriegten. Sonderbar daß die Engländer, die sich fortwährend über das Völkerrecht hinwegsetzm, uns Völkerrechtsbruch vorzuwerfen wagten, daß sie, die sich der Seeherrschaft rühmten, die konsequentesten Vertreter des Marinismus waren, uns den Militarismus zum Vorwurf machten, obwohl in anderen Ländern, wie beispielsweise ihrem Bundesgenossen Frankreich, wo dem Militärmoloch weit mehr Menschen und Material zum Opfer gebracht werden. Die Deutschen, das Volk der Dichter und Denker, sollten mit einem male Barbaren sein, deutsche Truppen mit ihrerregelrechten Schulbildung sollten in Belgien Untaten verübt haben und nicht Belgier, die ohne obligatori- schrn Schulunterricht aufwachsen und zu einem sehr großen Teil« nicht einmal schreiben und lesen können. Der geduldige deutsche Michel sollte die bestialischsten Schandtaten verüben und die Deutschen, die sich besonders durch ihr Gemüt auszeichnen, wie schon das in andere Sprachen kaum zu übersetzende echt deutsche Wort „gemütlich" beweist, sollten in Massen die gemülsrohesten Verbrechen sich zu schulden kommen lassen, die Deutschen, die mehr als jedes andere Volk stch in die Gefühls- und Denkweise fremder Völker hineinzuleben vermögen, die fast zu weit gingen in ihrem Interesse und ihrer Vorliebe für das Fremde und dir Fremden, sollten mit einem male alles Nichtdeutsche vernichten wollen. Deutschland war kein Kulturstaat mehr, nicht mehr modern und human, nicht mehr das Land der Poesie, der Philosophie und der Wissenschaft. Alles das wagte man der Welt vorzulügen und durch die unverschämtesten Lügenberichte zu beweisen. Aber wie unbegreiflich das auch ist, noch viel unbegreiflicher ist, daß man im Auslande das alles ohne weiteres glaubte. Unsere Feinde mögen noch im Gefühl ihrer Schwäche, in dem Aerger über ihre Enttäuschungen, die wir ihnen zu Wasser und zu. Lande, politisch, militärisch, wirtschaftlich, kurz auf jede mögliche Weise beratet haben, in der Furcht vor noch größeren Enttäuschungen und Niederlagen, die wir ihnen noch bereiten könnten und zu bereiten die beste Aussicht haben, stch in einer Art Verzweiflung zu solchen Lügen und Verleumdungen versucht, genötigt gesehen haben und ihnen könnte deshalb von sehr milden Richtern noch mil- Der Wächter. Humoristischer Roman von Archibald Eyre. Frei bearbeitet von Helmut tan Mor. 21 (Nachdruck verboten.) „Vie itetjeit ytjnen zur Verfügung — wenn entbrach, gab ich das Schlafen auf und richtete mich empor. Sofort öffnete auch er die Augen. „Wäre es sehr unbescheiden, wenn ich Sie noch um ein paar Zigaretten bitten würde? — Ich habe nämlich zu meinem Schrecken bemerkt, daß ich nur vier Zigarren bei mir habe — und die sind aufgeraucht/' „Haben Sw nicht für einen Nachmittag schon ein blßcheu viel geraucht?" „Ich bitte Sie — geben Sie mir keine guten Lehren/ sagte er rasch. Ich fühlte mich beschämt und eilte, aus meinem Handkofferchen ein frisches Paket Zigaretten zv chehmen. Er dankte mir sehr freundlich, und ich halt« tut Gefühl, als wenn er mich und nicht ich ihn verpflichte' bätte. stellung von Kriegsmunition befaßt, zu sanieren. Da die Ankunft des neuen Mannes von Lloyd Georges schon mit Nachdruck angekündigt worden war, hat sich die Preffe seit Wochen die Frage vorgelegt, wer er sein würde. Die Ernennung Booths erregt das größte Jntereffe. Aus den Aeußerungen der Blätter geht hervor, daß man der Tätigkeit Booths mit einer gewissen Skepsis entgegensteht, weil man nicht glaubt, daß es einem einzelnen Manne möglich sein werde, Unzulängltchkeiten zu beseitigen, die der Mangel einheitlicher Organisationen bisher mit sich gebracht hat. Die „Times" schreibt in einem Leitartikel: Booth ist zweifellos ein ungewöhnlicher kompetenter energischer Geschäftsmann mit einem weiten Gesichtskreis, aber die merkwürdige Art, wie er seine Ernennung angekündigt hat, läßt uns von ihm nicht allzu viel erwarten, aus Gründen, auf die er wahrscheinlich ohne Einfluß ist. Der -ratsche Tagesbericht WTB. Gr. Hauptquartier, 9. April. (Amtlich ) Westlicher Kriegsschauplatz. Aus dem völlig zusammrngeschossenen Orte Drie Grachten an der Äser wurden die Belgier wieder vertrieben. 2 belgische Offiziere, 100 Mann und 2 Maschinengewehre, fielen dabei in unsere Hand. In Erwiderung auf die Beschießung der hinter unserer Stellung gelegenen Ortschaften wurde Reims, in dem große Ansammlungen von Truppen und Batterien erkannt wurden, mit Brandgranaten belegt. Nördlich vom Gehölz Beausüjour, nordöstlich von Le- mesnil, entrissen wir gestern Abend den Franzosen mehrere Gräben, zwei Maschinengewehre wurden erbeutet. Zwei Wiedereroberungsoersuche während der Nacht waren erfolglos. In den Argonnen mißglückte ein französischer Jnfanterie- angriff, bei dem die Franzosen erneut Bomben mit einer betäubenden Gaswirkung verwendeten. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dauerten mit gesteigerter Heftigkeit an. Die Franzosen hatten bei wieder gänzlich erfolglosen Angriffen die schwersten Verluste. In der Woevre-Ebene griffen sie vormittags und abends erfolglos an. Zur Besitznahme der Maashöhe bei Combres setzen ste dauernd neue Kräfte ein. Ein Angriff auf den Selousewald, nördlich von St. Mihiel, brach an unseren Hindernissen zusammen. Im Aillywalde find wir in langsamem Vorschreiten. Westlich Apremont mißglückte ein französischer Vorstoß. Französische Angriffe erstürben westlich von Flirey in unserem Artilleriefeuer, führten aber nördlich und nordöstlich des OrteS zu erbittertem Handgemenge, in dem unsere Truppen die Oberhand gewannen und den Feind zurückwarfen. Nächtliche Vorstöße der Franzosen waren hier ganz erfolglos. Auch im Prießerwalde gewannen di« Franzosen keinen Boden. Ein feindlicher Versuch, das von uns besetzte Dorf la Grande, südöstlich von Chateau Salms, zu nehmen, scheiterte. Am Sudelkopf wurde ein Mann des französischen 334. Regiments gefangen genommen, der Dum - Dum - Geschosse bei sich hatte. Am Hartmannsweilerkopf fand nur Artilleriekampf statt. Oestlicher Kriegsschauplatz. Oestlich von Kalwarja haben sich Gefechte entwickelt, die noch nicht abgeschlossen find. Sonst hat sich an der Ostfront nichts ereignet. Neutrale Urteile über die Aussichten des Krieges. Jtoin, 8. April. Die „Stampa" veröffentlicht eine Unterredung mit einem früheren Staatsmann, der die Ansicht ausdrücki, daß der Weltkrieg nicht bis zum Winter dauern werde. Frankreich könne nicht.'mehr so lange Widerstand leisten, weil es an Mannschaften fehle. Allerdings werde England den Aushungerungskrieg gegen Deutschland fort setzen und den Konflikt zu verlängern suchen, aber dieses System müßte die Geduld seiner Verbündeten ermüden. Der entscheidende große Zusammenstoß sei im Sommer zu erwarten. „Jdea nazionale" sagt, der Dreiverband werde niemals das notwendige numerische Urbergewicht aufbringen, um Deutschland und Oesterreich- Ungarn niederzuwerfen. „U 29". Köln, 10. April. Die „Köln. Z'g." meldet von der schweizerischen Grenze: Die Baseler Nachrichten melden aus Genua: Ein aus England zurückgekehrter Genueser Schtffscharterer berichtet: In der City geht das Gerücht von Mund zu Mund, daß das deutsche Unterseeboot „U 29" bei einem verwegenen Angriffe in der Irischen See gesunken sei. Auf englischer Seite war ein leichter Kreuzer gesunken. Tagesbericht. WTB. Gr. Hauptquartier, 10. April, vormittags. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Die Beute von Drie Grachten erhöht sich auf 5 belgische Offiziere, 182 Mauu und 3 Maschinengewehre. In der Champagne nördlich von Beau Sejour räumten unsere Truppen den am 8. April genommenen, gestern aber durch schweres französisches Feuer zerstörten Graben und wiesen französische Angriffe in dieser Gegend ab. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel dauern mit großer Heftigkeit an. In den von den Franzosen als von ihnen gemeldeten Orten Fromezey und Gussainville östlich von Verdun, ist bisher noch nicht gekämpft worden, da djefer Ort weit von unserer Stellung liegt. Zwischen Orne und den Maas-Höhen rrlittr« )ir Frauzvsru gestern eine schwere Mrdertage. Alle Angriffe brachen in unserem Feuer zusammen. In der CombreL-Höhe faßten ste an einzelnen Stellen unserer vordersten Linien vorübergehend Fuß, wurden aber durch nächtliche Angriffe teilweise.wieder zurückgeworfen. Die Kämpfe dauern noch an. Auch die Angriff« gegen unsere Stellung nördlich St. Mihiel waren völlig erfolglos. Kleinere Vorstöße auf Ailly Apremont wur-rn ab- gewiesm. Bei Flirey waren die Kämpfe wohl infolge der schweren Verluste des Feindes am 7. und 8. April wenig lebhaft. Hier fielen 2 Maschinengewehre in unsere Hand. Auf der Front Remenauoille-Priesterwald wurden sämtliche französische Angriffe zurückgeschlagen. Am Westrand des Priesterwaldes verlor der Fein- endgültig auch einen Teil unserer Stellung in dem er Ende März eingedrungen war. Einen abermaligen Versuch, Bezange la Grande südwestlich von Chateau Salin uns zu entreißen, bezahlten die Franzosen mit dem Verluste einer Kompagnie die völlig aufgenebeu wurde und 2 Off-ziere und 101 Manu, die er als Gefangene in unfern Händen ließ. In den Vogesen hat sich du Lage nicht verändert. Oestlicher Kriegsschauplatz: Oestlich und südlich von Kalvarja hatten die Russen mit ihren Angriffsversuchen kein Glück. Sie wurden überall mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Im übrigen ist die Lage im Osten unverändert. Tagesbericht. WTB. Gr. Hauptquartier, 11. April, vorm, (amtl.) Westlicher Kriegsschauplatz: Am Aserkanal bei Roesele südlich von Drie Grachten nahmen wir 3 von den Belgier« besetzte Gehöfte und machten dabei 1 Offizier und 40 Mann zu Gefangene«. Bei kleineren Vorstößen gegen Anderbach bei Ailly nahmen wir 50 Franzosen gefangen. Am Westteil der Argonnen mißglückte ein französischer Angriff. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel nahmen erst gegen Abend an Heftigkeit zu. Nördlich der Combres- Höhe versammelten die Franzosen starke Kräfte zu einem neuen Versuch, unsere Höhenstellung zu nehmen; ihre Angriffe kamen erst heute früh zur Ausführung und scheiterten gänzlich. Die Höheustrllung ist in unserm Besitz geblieben. Südöstlich von Ailly fanden die Nacht hindurch heftige Aahkämpfe statt, die zu unfern Gunsten rnt- fchieoen wnrde«. Bei einem starken erfolglosen Angriff nördlich Flirey hatten die Franzosen sehr schwere Verluste. In den gestrigen Kämpfen im Priesterwal- nahmen wir dem Feind 4 Maschinengewehre. Die anschließenden sehr erbitterten Kachtkämpfe blieben für uns erfolgreich. Die sehr schweren Verluste der Franzosen in den Kämpfen zwischen Maas und Mosel lassen sich noch nicht annäyern- Überschätze«. Allein zwischen dem Lamorville-Wald zählten unsere Truppen über 500 französische Leichen und machten 804 Franzosen zu Gefangene« und eroberte« 7 Maschinengewehre. Ein infolge zerschossener Trosse abgetriebener deutscher Fesselballon ist nicht, wie die Franzosen angeben, in ihre Linien getrieben, sondern wohlbehalten bei Mörchingen gelandet und geborgen. In den Vogesen schlossen Schnersturm eine größere Gefechtstätigkeit aus. Oestlicher Kriegsschauplatz: Bei Mariampol und Kalwarja sowie bei Klimky wurden russische Angriffe abgeschlagen. Aus einem Orte bei Bromierz westlich von Plock wurden die Kusse» hinaus- geworfen, dabei 80 Maun gefangen genommen. In Polen südlich der Weichsel unterhielten die Russen die ganze Nacht hindurch ein lebhaftes Artillerie-und Jn- fanteriefeuer. Die Rümpfe im Osten. Friedenspropaganda in Kußlas-. Ein Petersburger Berichterstatter schreibt in der „Defense" vom 25. 3., daß in Rußland Schriften anonymer Verfasser verteilt werden, in denen auf eine wirksame Aktion hingearbeitet wird, welche die Regierung zum Friedensschluß zwingen soll. Die Fortsetzung des Kriegs werde Rußland keinen Nutzen bringen, weil es unmöglich sei, Deutschland und Oesterreich zu besiegen. Der Äohlenmaugel in Petersburg. Petersburg, 8. April. Der Stadihauptmann gab bekannt, daß vom 3. April alten Stils ab die Straßenbahnen Petersburgs abends aus Mangel an Kohle den Betrieb einstellen müssen. Der Eisenbahnminister habe zwar 100000 Pud Kohlen versprochen, diese würden aber nur sieben Tage reichen, wonach der Betrieb von neuem eingestellt werden müßte. Für die Wasserleitung sind Kohlen nur bis Anfang Mai vorrätig, für die Krankenhäuser bis zum Juni. Man ist hier der Ueberzeugung, daß sich in Zukunft die Zufuhr von Kohle noch schwieriger gestalten werde, und daß eine Besserung der Zustände nicht zu erwarten sei. Kußlan-s bedingungslose Forderung an Koustautiuopel. Petersburg, 8. April. Rjetsch schreibt. Rußland könne sich knnrswegs mit einer Neutralisation der Dardanellen, wie die englisch-französische Puffe ste wünsche, einverstanden erklären; notwendig sei die vollständige, unbeschränkte Besitzergreifung Konstantinopels. Den Besitz einer anderen Macht zu überlassen, sei ganz undenkbar. Konstantinopcl werde Rußland einen breiten Weg zur W.ltmachistellung schaffen. Kom, 8. April. Die „Tribuna" meldet aus Kairo: Das französische Operationskorps gegen die Dardanellen, das unter dem Befehl d'Amades steht, landete in Alexan- Rr. 43. Telephon Nr. II. dria. Ueber das Ziel dieser Truppen wird vollkommenstes Schweigen gewahrt. Man glaubt, daß das provisorisch in Alexandria gelandete KorpS den günstigsten Augenblick zur Landung vor den Dardanellen abwartet. Die Wendung in -er Larpathrnschlacht. Wie«, 9. April. Die Nachrichten aus den Karpathen lauten günstig. An der Westfront haben die Russen neue Verstärkungen eingesetzt, die jedoch den Angriff infolge sehr schwerer Verluste nicht vertragen können. Im Latozatale und östlich davon haben wir die russischen Verstärkungen ausgeglichen und schreiten vorwärts. Die mi' zähligen russischen Leichen, auf die wir stoßen, lassen die Verluste des Feindes noch viel größer erscheinen, als bisher angenommen wurde. Hier dürfte bald eine bedeutsame Wendung zu erwarten sein. In Ostgalizien wurden vorgestern die Durchbruchsversuche bei Ottvnya blutig zurückgewiesen. Hi» Attentat gegen den Snttan von Aegypten. Kairo, 9. April. Gegen 8 Uhr nachmittags wurde der Versuch unternommen, den Sultan zu ermorden, als er den Abden-Palast verließ, um mehrere Würdenträger zu besuchen. Ein Eingeborener feuerte einen Schuß auf ihn ab, der jedoch sein Ziel verfehlte. Der Attentäter am rde sofort verhaftet. Die wahre Stimmung i« Äegypteu. Berlin, 9. April. Der Schuß, den der Eingeborene auf den von den Engländern im Dezember eingesetzten Pseudo-Sultan Hussein Kemal abgefeuert hat, zerlöchert die englische Legende von der Teilsnahmslostgkeit und ruhigen Gefügigkeit, mit der die Bevölkerung Aegyptens den bri» tischen Gewaltstreich hingenommen haben sollte. Wenn «s den Engländern auch im Ganzen gelingen mag, die Symptome der unter den Argyptern herrschenden Gärung vor der Welt zu verbergen, so beleuchte doch Zwischenfälle, wie der jetzt gemeldete, blitzartig die wahre Situation. Daß die Engländer der „Ruhe" in Aegypten in Wirklichkeit selbst nicht trauen, geht schon aus der Tatsache hervor, daß ste mit dem Wach- und Schutzdienst nicht die Einheimischen, sondern Japaner betrauen. Die Uuübrrwiudiichkeit der Larpathenpiiffe. London, 10. April. Der Lemberger Korrespondent der „Times" schildert die großen Schwierigkeiten, welche stch dem Vorgehen der Kämpfer in den Karpathen entgegenstellen. Die Pässe sind schon von Natur äußerst stark verteidigt, ste sind aber noch weiter verstärkt worden unter Zuhilfenahme der Errungenschaften der militärischen Wissenschaft. In sehr vielen Fällen befinden fich auf den Gipfeln und Hügeln vier bis fünf Schützengräben hintereinander. Die Abhänge find so steil, daß der Aufstieg fast unmöglich ist. Außerdem find die Abhänge völlig bedeckt mit Stacheldraht. Dieser ist weiß angestrichen, sodaß er vom Schnee nicht zu unterscheiden und so gut wie unsichtbar ist. Der Aufstieg ist infolgedessen äußerst schwierig. Günstiger Stand der Kämpfe für die verbündete«. Berlin, 10. April. Aus dem österreichischen Kriegs- pressequartier wird der Voffischen Ztg. unterm 9. April gemeldet: Die Einnahme von Przemysl bedeutete für die Russen nicht nur die Beseitigung eines schmerzhaften Pfahles im eigenen Fleisch; ste nährte in ihr auch die Hoffnung, daß es nun möglich sein werde, mit der frei gewordenen Belagrrungsarmee zu einem entscheidenden Schlag auszuholen. Eben war wieder eine Forcierung der Karpathen, die vierte, unter schwersten Verlusten für die Russen gescheitert und zur Füllung der Lücken hätte, wenn nicht andere Teile der Front geschwächt werden sollten, wieder, wie schon früher, kaum eingereihte Mannschaften der jüngsten Jahrgänge verwendet werden müssen. Da standen auf einmal 100000 Mann guter Truppen zur Verfügung, von deren Eingreifen man auf russischer Seite eine völlige Umwälzung der Situation erwartete, aber trotz einer geradezu unerhörten Opferung von Menschenmatertal nicht weiter als bis Barza und Homonna gelangte. Ein paar lokale Erfolge, etwas gewonnenes Gelände in Richtung Zboro sind das ganze Resultat dcs ununterbrochenen Generalsturmes. Die Front der Verbündeten, welche vorher ein etwas unausgeglichenes Bild aufwies, ist wieder auf eine Linie gebracht worden, an welcher alle Anstürme blutig zerschellten. Nirgends ist es den Russen geglückl, die Front zu zerreißen. Zn den ungarischen Grenzorten geht das Leben seinen normalen Gang. En Durchbruch hätte den russischen Truppen nur dann gelingen können, wenn er überraschend und schnell erfolgt wäre. Jetzt, wo ein großer Teil der herbeigezogenen Przemysler Armee, auf welche alle Karlen gesetzt wurden, an den Drahthindernissen der Verbündeten zertrümmert wurde, kann die russische Armeeleitung ihre Hoffnungen zu Grabe tragen. Die Schlacht ist zwar noch nicht zu Ende, aber steht deutlich im Zeichen einer erlahmenden russischen Angriffstätigkeit. Die' schouuugslosr Opferung der russische« Soldate«. Wien, 9. April. Amtlich wird vrrlautbart: 9. April mittags: An der Front in den Ostbeskiden herrscht im allgemeinen Ruhe. Im Waldgebirge fetzt der Gegner seine Frontalvorstöße unter schonungslosester Ausnutzung seines Menschrnmatrrials in andauernden Sturmangriffen fort. Berge von Leichen und Verwundeten kennzeichnen die im wirkungsvollsten Geschütz- und Maschinen- gewehrfeuer unserer Stellungen liegenden russischen Angriffs- frlder. 1800 unverwundete Feinde wurden in den gestrigen Kämpfen gefangen. An allen übrigen Fronten kein« besonderen Ereignisse. Der La«dbote * SinSheimer Zeitung. Dienstag. 13. April 1915. Lrfslgreiche Tätigkeit der österreichische« Flieger. Berti«, 10. April. Der Lokalanzeiger berichtet aus Kopenhagen: Die Times meldet aus Petersburg: Oester- reichische Flieger unternahmen zu Ostern einen Vorstoß gegen Ostrolenka, sie warfen 19 Bomben, von denen 12 trafen. Gegen 50 Personen wurden getötet, zahlreiche verletzt. Gleichzeitig wurde Antivari von österreichischen Fliegern bombardiert, die 22 Bomben mit gutem Erfolg abwarfen. Ktvotutio«äre Ägitatio« der russischen Schwarz- Meer-Flotte. Berti«, 10. April. Der Nationalzritung wird aus Stockholm gemeldet: Nach einer Blättermeldung aus Petersburg ist infolge revolutionärer Agitation der Schwarze-Meerflotte über Odessa und Sebasto- pol am 5. April der verschärfte Kriegszustand verhängt worden. Drei Duma-Abgeordnete der sozial- revolutionären Partei sind in Odessa verhaftet worden. Das läßt tief dtickeu . . . Berti«, 10. April. Dem Lokalanzeiger wird aus Genf gemeldet: Eine in Paris erscheinende russische Zeitung schreibt, ste hätte einen Bericht aus Petersburg erhalten, der fich mit der Stimmung in verschiedenen Schichtender russischen Gesellschaft befaßt. Wir sind, schreibt das Blatt, mit Rücksicht auf die Vorschriften der Pariser Zensurbehörde zu unserem Bedauern der Möglichkeit beraubt, auch nur einen Teil dieses Berichts in unserer Zeitung wiederzugeben. Aus Stadt und Land. Zu den Vorlagen des Kreis-Ausschusses. * Sinsheim, 9. April. Die Kreis-Pflegeanstalt Sinsheim. In der Kreisoerfammlung vom 4. April bestellte der Kreiranrschuß zum Vorsitzenden de» Sonderausschusses den Berichterstatter, Bürgermeister Wiel and t - Heidelberg, und zu seinem Stellvertreter Landgerichtsrat a. D. vr. Engelhard. Bon seinen Mitgliedern trat sofort nach Kriegsausbruch Bürgermeister W ir th-Eppingen nnd später Oberamtmann Trischel er» Sinsheim in den Heeresdienst. Die Verwaltungsgeschäfte der Anstaltsleitung führt während der Abwesenheit des zum Militär Sanitätsdienst einberufeneu Direktors, Medizinalrat vr. Eschle, dessen Gemahlin, während die ärztliche Beaufsichtigung und Behandlung Bezirksarzt Hanger von Sinsheim vertretungsweise übernommen hat. Ueber den Pfleglingsstand und seine Bewegungen, sowie über den RahrungSmittelverbrauch gibt der beigegebene Bericht der Anstaltsleitung erschöpfende Auskunft. Der höchste Pfleglingsstand im Jahre 1914 betrug 282 Köpfe (1913: 290) bei 106985 G-samtverpflegungstagen (1913: 108363). Die Einnahmesätze des Jahres 1913 belaufen stch auf 2758.80 Mk. gegenüber den BoranschlagSsätzm für das Jahr 1914 auf 3098. 94 Mk. Der Abschluß der Rechnung des Jahres 1914 weist gegenüber dem Voranschlag eine Mindereinnahme von 2543.06 Mk. gegenüber einer Minderausgabe von 4444.20 Mk. auf. Die unterlassenen Herstellungen und Anschaffungen während des Krieges sollen im Jahre 1915 erfolgen. Die Verpflegungskosten find wegen der bereits eiugetretenen und noch weiter andauernden Steigerung der Lebensmittel höher eingesetzt, ebenso die Personallöhne und die Versicherungsbeiträge. Es erweist sich so die Notwendigkeit einer Vorschusses von rund 20000 Mk. aus der Kreiskaffe^ also 3000 Mk. mehr, als für das Jahr 1914 vorgesehen waren/ Der Kreisausschuß beantragt daher, in den Voranschlag für 1915 einen ordentlichen Kreiszuschnß von 20000 Mk. einzustellen. -i- Sinsheim, 10. April. In einem halbamtlichen Artikel weist dir Karlsr. Ztg. darauf hin, daß die Anmeldung des Kapitalvermögens zur Vermögenssteuer in diesem Jahre für die Steuerpflichtigen, soweit es stch dabei um Wertpapiere handelt, mit großen Schwierigkeiten verbunden ist. Da die Börsen geschlossen sind, gibt es zurzeit keine Börsenkurse. Die Anmeldung muß deshalb nach dem Verlaufswerte der Wertpapiere am 1. April dieses Jahres erfolgen. Wo Anhaltspunkte für den Verkaufswert fehlen, ist dieser durch freie Schätzung mit Hilfe von Sachverständigen zu ermitteln. In dem Artikel wird empfohlen, um Schwierigkeiten zu vermeiden, es bei der bisherigen Veranlagung des Kapitalvermögens zu belassen. Dies werde für diejenigen Kapitalbesitzer keine Opfer bedeuten, deren Papiere keine oder keine wesentliche Verminderung dcs Erträgnisses erfahren haben. Steuerpflichtige, deren Kapitalvermögen stch gegenüber der seither versteuerten Summe durch Ersparnisse usw. (Kciegsgewinne) erhöht hat, müssen neue Vermögenssteuererklärungrn abgeben. as Sinsheim, 10. April. Keine Geheim briefe an Kriegsgefangene! Wir ein Mannh-imer, der als Kriegsgefangener in Algier untergebracht ist, schrcibt, hat eine Frau die Unvorsichtigkeit begangen, ihrem kriegsgefangenrn Mann einen Brief nach Algier zu senden, den sie in einen Laib Brot eingebacken hatte. Die Aufsicht des betr. Gefangenenlagers kam dahinter und der Mann wurde mit 30 Tagen Mittelarrest bestraft. Unter derartigen Vorkommnissen haben selbstverständlich auch die Mitgefange- nen zu leiden. Es ist daher dringend zu raten, daß Versuche, aus irgend eine Art Geheimbriefe an Kriegsgefangene zu übermitteln, vollständig unterbleiben. E SmSheim, II. April. Am heutigen weißen Sonntag gingen hier 35 Kinder — 19 Knaben und 16 Mädchen — erstmals zum Tische des Herrn. In feierlichem Zuge begaben sich die Festkinder in Begleitung ihres verehrten Seelsorgers, des Stiftungsrates und des Kirchenchors, letzterer unter Anstimmung eines Gesangschorals, vom kath. Pfarrhaufe aus in die Stadtkirche und nach beendetem Festgottesdienst wieder zurück ins Pfarrhaus. Wie vor drei Wochen die Konfirmanden, geleiten heute die Erstkemmunikanien unsere herzlichsten Glück- und Segenswünsche auf ihren, wohl jetzt -immer ernster werdenden ferneren Lebensweg. Möge ihnen allen eine recht glückliche Zukunft beschieden sein! Das Wetter war am Vormittag sonnig und frühlingsmild, schlug aber kurz nach Mittag wieder ins direkte Gegenteil um, so daß man den Aufenthalt im Freien nur zu bald mit der warmen Stube vertauschen mochte. * Ein uns heute von geschätzter Seite zugegangenrr Bericht über den „Vaterländischen Abend" mußte, weil erst nach Blattabschluß eingetroffen, für die nächste Nummer zurückgelrgt werdrn. * Helmstadt, 8. April. Landwirt Adam Schifferdecker hat letzter Woche ein Mutterschwrin mit 8 Jungen um den Preis von 394.60 Mk. verkauft. Für das Mutterschwein, welches ein Gewicht von 380 Pfund hatte und 2 Jahre alt ist, erlöste er (a Pfd. 67 Pfg.) 254.60 Mk. und für die Jungen (Paar 35 Mk. ) 140 Mark. * AuS dem Amtsbezirk, 10. April. Mit der Badischen silbernen Verdienstmedaille am Bande der milit. Karl Friedrich-Verdienstmedaille wurden neuerdings ausgezeichnet: Lehrer Wilh. Jllg aus Kirchardt, Unteroffizier im Inf.-Regt. 111; Einj.-Freiw. Bizefeldwebel Anton Fießinger aus Neckarbischofsheim, beim Jnf.- Regt. 114; Unteroffizier Heinr. Kollmar von Waib- stadt, im Inf.-Regt. 111. cP Bon der Elsruz, 10. April. Jede Nummer der Deutschen Turnzeitung bringt seit Kriegsbeginn eine Ehrentafel, in der dir Mitglieder der Deutschen Turnerschaft verzeichnet sind, die den Heldentod fürs Vaterland starben, und diejenigen, die mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet sind. Nach dieser Ehrentafel, die etwa die Zeit der ersten sechs Kriegsmonate umfaßt, stnd*aus den 18 deutschen Turnkreisen bereits 10 286 Turner gefallen, und 10280 Turner haben das Eiserne Kreuz erhalten, darunter 86 dasjenige 1. Klaffe. f Mühlhausen, 8. April. Unter den hiesigen Kindern herrscht gegenwärtig die Masernkrankheit so sehr, daß heute 6 Kinder tot zuhause liegen. Die Kleinkinderschule ist bereits geschlossen. Von den Schulkindern sollen auch sehr viele erkrankt sein. de. Heidelberg, 9. April. Infolge der anhaltenden Regengüsse der letzten Tage ist der Neckar seit gestern über einen Meter gestiegen. Die Pegelhöhe betrug heute früh 3.21 Meter gegen 2.06 Meter von gestern. Die reißenden Fluten führen viel Holz mit sich. Jever Deutsche hat die Pflicht, mit Brot nnv Mehl sparsam umzugehen. b«. Bon der Bergstraße, 8. April. Die Blüte unserer zahlreichen Kirschbäume längs der ganzen Bergstraße geht bei dem feuchten, naßkalten Wetter nur langsam vorwärts. Die Blüten stehen am Aufbrechen, und etliche schöne sonnig« Tage, dann würden sie ihre Blütenpracht entfalten. Auch die anderen Obstsorten, namentlich die Birnen, versprechen einen reichen Ertrag, die Apfelbäume sind bis jetzt noch sehr zurück. c. Schwetzingen, 8. April. Durch die Gendarmerie wurden beim hiesigen Bezirksamt verschiedene Haushaltungen bezw. Hausfrauen zur Anzeige gebracht, weil ste trotz des bestehenden Kuchenbackorrbotes zu den Osterfeiertagen Kuchen gebacken hatten. de. Offeubnrg, 8. April. Ein schwerer Unfall ereignete stch am Dienstag bei der Station Ortenberg der Schwarzwaldbahn. Der Schaffner Heinrich Fischer von Elgersweier kam unter die Räder des Prrsonrnzugrs. Es wurden ihm beide Beine abgefahren. Der Bedauernswerte erlag bald darauf seinen schweren Verletzungen. de. Lahr, 9. April. Wie jetzt bekannt wird, ist der Hauptmann der Reserve Ehrhardt, ein Sohn des ehemaligen Hauptlehrers von hier, vor Beginn des Krieges in Belgien zum Tode verurteilt und hingerichtet worden, weil er stch an der flandrischen Küste aufhielt, um genaueres über englische Truppenlandungen zu erfahren. Dabei bestand für Belgien der Kriegszustand noch nicht. de. Konstanz, 9. April. Der schweizerische Bundesrat hat das Ausfuhrverbot auf folgende Artikel ausgedehnt: Bisquits und andere feine Bäckerwaren mit und ohne Zucker, frische Milch, Bau- und Nutzholz, elektrische Zünder für Automobile, sog. Magnetos, Kupfererz, Bleierz und Bleiglanz. Auszug aus deu bürgerl. Staudesbüchern von Sinsheim pro März 1915. Geburten. 6. Ernst Albert, V. Julius Bauer, Maurer, hier. 7. Karl. V. Gustav Abele, Steinhauer, hier. 9. Adolf, V. Wilhelm Adam Schick, Landwirt, hier. 16. Helmut Karl, V. Wilhelm Schick, Hilfsstraßenwart, hier. 17. Siegfried August, V. Johann Hetlinger, Bahnarbeiter, hier. 20 Hans Fritz, V. Oskar Schick, Hofuhrmachermeister, hier. 21. Olga Emma, V. Fritz Spiegel, Buchbinder, hier. 29. Gisela Sulammit, V Baruch Wolf Tugendreich, Fabrikarbeiter, hier. Eheschließungen. 5. Gärtner Philipp August Kaufmann, wohnhaft in Sinsheim und Luise Susanna Weber, wohnhaft in SteinSfurl. 14. Landwirt Ph lipp Bickel I. Witwer, wohnhaft in Richen und Maria Bälz geb. Sitzler, Witwe, wohnhaft in Ochsenburg. Todesfälle. 23. Lina Stork, geb. Heiß, 30 Jahre alt, hier. 23. Elsa Zell, 6 Wochen alt, V. Karl Zell, Schneidermeister, hier. 24. Eva Margarethe Herion, geb. Rehberger, 81 Jahre alt, von Schönau. Marktberichte. WieSloch, 9 April. Der .heutige Schweinemarkt war befahren mtt 125 Stuck Milchschwemen und 2 Läufer. Der Preis war für Milchschweine 20—30 Mk., für Läufer 00 Mark. a . Brette«, 10. Apriist Der letzte Schweinemarkt war mit 0 Läufer- und 80 Milchschweiuen befahren. Für das Paar der elfteren wurde 00—00 Mk., der letzteren 32-36 Mk. bezahlt. Nr. 48. Telephon Nr. 11. Der Landbote * Siusheimer Zeitung. Dienstag. 13. April 1915. Amtliche Bekanntmachungen. Den Verkehr mit Futtermitteln betr. Wir machen auf die im Re chSgesetzblatt Nr. 44 Seite 195 bis 200 veröffentlichte Bekanntmachung des Bandesrats vom 31. März 1915, ferner auf die hierzu erlassene, im Gesetz- und Verordnungsblatt Nr. 23 enthaltene Ver- »rdnung Gr. Ministeriums des Innern mit dem Anfügen aufmerksam, daß die Vordrucke zu den Anzeigen von der Handelskammer in Heidelberg bezogen werden können. Es wird hiermit besonders auf die im 8 13 der BundeSratSverordnung enthaltene schwere Strafbestimmung hingewiesen. Diese Bestimmungen können auf den Rathäusern nachgesehen werden. Sinsheim, den 10. April 1915. Grotzh. Bezirksamt. Im Genossenschaftsrrgister wurde bei dem „Darlehenskassenverein Siegelsbach, e. G. m. u. H." eingetragen: An Stelle des verstorbenen Ernst Mann wurde Gemeinderat Wilhelm Bauer in Siegelsbach in den Vorstand gewählt. Neckarbischofsheim, den 7. April 1915. Grotzh. Amtsgericht. Stempel aller In gummi v.Mi!I» Stempelkissen! jottlieb Becker’schc Bnchirackird HEINRICH LANZ MANNHEIM Gegründet 1859 * 5000 Arbeiter und Beamte Grösste und bedeutendste Fabrik Deutschlands für Dreschmaschinen, Strohpressen, Lokomobilen Komplette Dresch- Anlagen neuester Bauart für Dampf- oder Motorbetrieb Selbsteinleger, Spreubläser, Kurzstrohbläser u. Ballenheber Ueber 22000 grosse Dreschmaschinen im Betrieb verbürgen die Güte der aus mehr als 30jähriger Erfahrung im Dampfdreschmaschinenbau hervorgegangenen Bauart Lehrlingsgesuch. 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Danksagung-, Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres lieben, herzensguten Vaters, des Landwirts Jakob Stork sprechen wir hiermit allen Freunden und Bekannten, insbesondere Herrn Stadtpfarrer Eisen für die trostreichen Worte, für die Kranzspenden und für die ehrenvolle Leichenbegleitung unseren herzlichsten Dank aus. Die trauernden Hinterbliebenen. Sinsheim, den 11. April 1915. Von der Gemeinde Sinsheim kauften wir die letzthin im früheren Gänsegarten gefällten Pappelstämme. Einer davon wurde, anstatt zunr Bahnhof zum Einladen in den Waggon, wo andershin geführt. Wir zahlen demjenigen, welcher uns solche Angaben über den Verbleib des Stammes machen kann, daß wir den Dieb gerichtlich belangen können^ Mk. 50.— Belohnung. Zündhol)- u. Wichsefabrik Gebrüder Ditzel MickeShetm. Haarkrankheiten wie: Haarausfall, Haarschwund, beginnende Kahlköpfigkeit, kreisförmige Kahlheit, Schuppen etc. behandelt mittelst Eisenlicht und Quarzlicht nach Professor Kromayer tiilil „Elektron" Dir. Heinrich Schäfer nur N 3, 3 SPEECHSTUNDEN 3 Mannheim „„„ HT Q vis-4-vis vom Wilden Hann. Dur ll Of Täglich von 9—12 Uhr and 2—9 Uhr abends. Sonntags von 10—12 Uhr. — Damenbedlennng durch . Frau Rosa Schäfer Zivile Preise. Telef. 4320. Ausführliche Broschüre gratis. -■■■ — 13 Jährige Praxis = Gescbäfts-Bücber Hauptbücher Kontobücher Journale Strafen Kassenbücher Kopierbücher ftlechselhopierbücher Scbech-Kopierbücber Kontobüchlein Kegisterbücher Soenneckciis Dauer- Konfenbiicher (Lose Blätter-System) sparen Zelt und Geld V.rlugee Sie Ksttlog Nr 131A DB-G-M Rausbaltungs-Bucber Quitturi gsb ueber Lohnbücher Portobücher Lieferscheinbücher Milchbücher vuplikatschreiber Krieforclner Kunclenregister Mechselnrappen Stets auf Lager Ertraankertigungen werden rasch und billig besorgt. 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