«rscheint WenStag, Donnerstag nnd Tamtztag. Xdo »» »ment» -Preis Mt den Gratis - Beilagen JInstrieries Sonntagsblatt - und dem --— jAmtlich. Berkündigungiblatt durch die Post bezogen monatlich 37 Pfennig am Postschalter abgeholt, tznrch den Briefträger und unsere Agenten Am ins Haus gebracht monatlrch 4b Pfg. Rer Bandbote Weitung Elsenz- und Schwarzbachtal General-Anzeiger für das «»zeigen: Die einspaltige Garmondzeilr oder deren Raum 1b Pfg. Rellamen 40 Pfg. (Petitzeile) Lchluß d. Anzeigenannahmr für grißere Anzeige» Tag» zuvor 4 Uhr nach«. Redakti»nsschl»ß 8 Uhr vormittags. Bei schriftlichen Anfrage« ist Freimarke für Antwort - beizufügen. - Aetteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-Insertions-Organ. Lelephoa Ar. 11. M 133 . Donnerstag, den November 1(91(5. 76. Jahrgang. Verdrehungen. Das weltbekannte Wort des schwedischen Kanzlers Oxenstierna, die Welt würde staunen, wenn fie wüßte, mit wie wenig Weisheit sie regiert wird, könnte jetzt dahin ergänzt werden, die Welt würbe noch mehr staunen, wenn ste wüßte, mit wie vielen und großen Lügen und Verdrehungen ste regiert wird. Der jetzige Krieg sollte eigentlich die Welt in dieser Beziehung aufgeklärt haben. ■ Ist es ja schwer zu sagen, welcher unserer Feinde das Höchstmaß der Lüge und Verdrehung erreicht, welcher von ihnen die größten Anforderungen an die Leichtgläubigkeit und Vernunftlostgkeit der Bevölkerung gestellt har. Es gibt ja Lügen und Lügen: Notlügen, fromme Lügen, und es soll zugestanden werden, daß im Kriege, der ja ohnehin so viele Moralbegriffe über Bord wirft, Lügen aus politischen, miluärischen Gründen ratsam sein und darum ohne sonderliche Gewissensbisse angewendet werden mögen. Aber es gibt ein Maß in allen Dingen. Dieses Maß ist hinsichtlich der Lügen längst weit überschritten worden, und hinsichtlich der Verdrehungen ist es in letzter Woche von dem englischen Premier Asquith sowohl wie von dem neuen französischen Kabinettschef Briand weit, weit überschritten worden. Briand hatte den wenig beneidenswerten Mut, in der Kammer zu behaupten, Frankreich habe sich nicht durch Beraubung anderer Länder vergrößert, sei kein Räuber- volk. Aber wer hat mitten im Frieden Elsaß geraubt? Ist Napoleon nicht der allergrößte Landräuber gewesen? Und die afrikanischen und asiatischen Kolonien sind Frankreich wohl in den Schoß gefallen? Freilich Frankreich nennt die Vergewaltigung Marokkos „friedliche Durchdringung", in Wirklichkeit muß es den Besitz dieses Landes blutig erringen. Und da wagt es der Ministerpräsident der franz. Republik Frankreich als unschuldiges Lämmlein hinzustellen und Deutschland als einen Räuberstaat zu verleumden! Kann man sich eine größere Verdrehung zu schulden kommen lassen, als die, die sich der englische Premier As- quith erlaubt hat, indem er höhnte, daß Deutschland so viel Wissenschaft und Geld auf seine Flotte verwendet habe und ste sitzt nicht hinauszusenden wage, die englische Flotte anzugreifen. So spricht der erste Minister des Landes, das die weitaus größte Flotte besitzt, die jemals existiert hat und die der deutschen weit überlegen ist und sein sollte. So spricht der englische Premier, der wohl weiß, daß die englische Flotte so versteckt ist, daß die deutschen Kriegs» schiffe ste gar nicht finden könnten, wenn fie törichter- und donquixotischerweise die versteckte Flotte angreifen wollten. Die deutsche Flotte sollte doch, wie der frühere britische Marincmlnister Churchill geprahlt hatte, von der englischen vernichtet sein, noch »h: die Kriegserklärung bekannt wäre. Ist solche P'ahlerei lächerlich, dann ist die Verdrehung des Herrn Asquith geradezu widerwärtig, weil heuchlerisch, weil beabsichtigt, das eigene Volk zu betören. * * Den Record in Verdrehung, darf sich indessen Herr Briand zuschreiben. Er hatte die Stirn, der Kammer zu sagen, das Balkanunternehmen der Mittelmächte bewiese, daß diese in Mitteleuropa keinen Erfolg gehabt hätten. Gerade das Umgekehrte ist der Fall. Weil wir im Osten und im Westen Erfolg gehabt haben, weil wir an der Westfront so stark sind, daß die gewaltige, klänge vorbereitete, oft angekünlkigte und mit nie dagewesenem MurntionZ- aufwand in Szene gesetzte Offensive elendiglich zusammengebrochen ist, an der Ostfront mit den Raffen so weit fertig geworden sind, daß wir Truppen frei für neue Schläge hatten, und weil die Italiener auch nichts ausrichten konnten, waren Deutschland und Oesterreich in der Lage, den Vorstoß nach dem Balkan zu unternehmen, der, weit entfernt ein Verzweiflungsakt zu sein, ein mit großer Weisheit geplantes, sehr erfolgreich durchgeführtes und namentlich von England ungemein gefürchtetes Unternehmen ist. Freilich wenn man so alles verdreht, nach Art des Hexeneinmaleins, wenn Parlament und Volk sich solche Verdrehungen gefallen lassen, dann bleibt nichts übrig, als die betreffenden Völker verdreht sein zu lassen. Wen die Götter verderben wollen, den schlagen ste zuerst mit Blindheit mit geistiger Blindheit, mit Verdrehern und Verdrehungen und mit vernunftloser Leichtgläubigkeit. Deutsches Reich. Karlsruhe, 9. Noo. Für die Gefangenen in Rußland und Frankreich. Prinz Max von Baden macht in der „Karlsr. Ztg." die Mitteilung, daß die von ihm durch die Unterstützung von Vertrauensmännern veranstaltete Privatsammlung für die gefangenen Deutschen in Rußland 200000 Mark ergeben hat. Der nach Deckung der einmaligen Ausgaben der L ebesgabenftndung nach Rußland noch verbleibende Rest von 100000 Mark soll für Unterstützungen deutscher Gefangener in Rußland und unsere in Frankreich gefangenen badischen Landsleute aufgebraucht werden. Preußen und Bayern. Berlin, 8. Noo. In München zog gestern vor dem Palais des Königs zum ersten male die Wache unter den Klängen der preußischen Querpfeifen auf, die auf Wunsch des Königs bei der bayerischen Armee eingeführt sind. Das Publikum bereitete Ovationen vor dem Palais. Ausland. Das Alter der Alliance. Nicht König Perers Schuld und nicht die größere seines aanzen verblendeten Volkes, büßt heute Serbien, sondern es fällt als das Opfer des russisch-französischen Bündnisses. Als das Geburtsjahr des Zweibundes wird gewöhnlich 1891 angegeben; es ist in Wahrheit um zwei Jahre älter. Ich wußte aus zahlreichen mündlichen Ueber- lieferungen seit langem, daß der Vorvertrag vom Juli 1889 enthielt: Rußland verpflichtet sich, den Bismarckjchen Rückversicherungsvertrag bei seinem Ablauf nicht zu verlängern. Und als Bismarck später (vom 11. bis 13. Oktober 1889) dem Zaren klar machte, daß er durch Fälschungen über die deutsche Balkanpolitik getäuscht worden sei, konnte er das Vertrauen Alexanders III. wiedergewinnen, aber den, Vorvertrag nicht rückgängig machen, in dem bereits der Zweibund stickte und das Datum dieses Vorvertrages wird heute als die Geburtsstunde des französtsch-ruffischen Bündnisses anerkannt, denn in den Tischreden, die der Zar mit Herrn Poincartz bei dessen Besuch in Petersburg unmittelbar vor dem Beginn des Krieges wechselte, ist öon den ein Vierteljahrhundert alten Beziehungen beider Länder gesprochen worden. 1889 ist das Schicksalsjahr gewesen, das Jahr, in dem auch Serbiens Schicksal entschieden wurde. Mitteleuropa. Wie«, 7. Nov. In der „Neuen Freien Presse" tritt Graf Julius Andraffy für eine Vertiefung des Bündnisses der Monarchie mit Deutschland ein und be-, tont, daß dieses Bündnis auch auf Zweige des staatlichen Lebens auszudehnen, wäre, die von ihm bisher nicht berührt worden seien. Daß das Bündnis segensreich und unersetzlich sei, darüber gebe es keine Meinungsverschiedenheiten: auch die Einheit des Gefühls habe sich in dem gegenwärtigen heldenhaften Kampf gesteigert. Andraffy bespricht die Jntereffeniphären beider Länder und hält es für notwendig, daß sich das Bündnis auch auf das wirtschaftliche Leben und auf die Art und Weise der Verteidigung erstreckt. Es wäre das beste Ergebnis des Krieges, wenn er Oesterreich-Ungarn und Deutschland in künftigen Kriegen untrennbar, im Frieden aber zu solchen Mttarbeitern machen würde, die einander aushelfen, einander ergänzen, einander heben, und wenn beide Mächte in ein V-rhältnis kommen, in dem die beteiligten Dynastien und Staaten ihre Souveränität behalten, kein Teil dem andern seinen einseitigen Willen und seinen imperialistischen Expansionsbestrebungen unterwerfen will, während sie nach außen hin einheitlich auftreten. Und dies Ergebnis läßt sich erreichen. Einige peinliche Fragen an Asquith. London, 9. November. Der unionistische Abgeordnete Johnson H cks sagt in einer Zuschrift an die „Morning Post": Asquith hat am Dienstag im Parlament erklärt, er* wolle die Aussichten der gegenwärtigen Lage schildern, . und hkffe, daß er in einigen Tagen die Mitglieder der Kriegskommissicn nennen könne. Außerdem sagte Asquith: Mumenae Menschen. Roman von Dora Duncker. 1 . (Nachdruck verboten.) 1. Kapitel. ' Ein eisiger Nordost fegte durch die engen Straßen der kleinen, märkischen Landstadt und trieb den Schnee in weißen Wolken vor sich her. Er rüttelte an den geschlossenen Fensterläden und ließ das rötliche Licht der alten Laternen unsicher hin- und herschwanken. Die Straßen lagen still und menschenleer. Wer nicht dringend mußte, ging sicherlich nicht aus dem Haus, sondern blieb am warmen Ofen sitzen. Nur auf dem alten Markt und in der Heugasse, die dicht neben dem Rathaus auf den Markt einmündete, herrschte einiges Leben. Man hörte Türen klappen, Ladenklingeln anschlagen, eilig trippelnde und hart aufftampfende Tritte auf den steinernen Stufen, die zu den Ladentüren führten. Vermummte Frauengestalten tauchten in dem unsicheren Licht der Straßenlaternen auf und verschwanden wieder, Männer mit aufgeschlagenen Rockkragen und tief in die Stirn gezogenen Hüten stapften durch den Schnee. In einem der letzten Häuser der Heugaffe hatte die Ladenkttngel schon seit mehr als einer Stunde nicht angeschlagen. In dem kleinen schmalen Raum zwischen den Bücherregalen und dem Ladentisch saß ein nicht mehr junges Mädchen mit müdem, verdrossenem Gesicht. Sie zog die stählerne Uhr aus der grauen Wollblufe, gähnte, und sich gegen die in einen hinteren Raum führende offene Glastür wendend, rief sie mit harter und lauter Stimme: „Wollen wir nicht schließen, Mutter? Es kommt ja doch kein Mensch bei dem Hundewetter." Aus dem Hinterzimmer ttat bei dem Anruf der Tochter eine Frau mit schlichten grauen Scheiteln und einem guten, sorgenvollen Gesicht. Abwehrend meinte kie. daß von Schließen keine Rede kein könne. „s)eur am legren Menv, Berta. Wie kommst du nur darauf? Wo doch eine Menge Leute noch kommen wollten — zum letzten Mal —" Die alte Frau stockte — Tränen traten in ihre Stimme. Mit einem grenzenlos wehmüttgen Blick sah sie sich nach den Büchern auf den Regalen um. Dann fuhr ste mit der Hand wie liebkosend über die Bücherstöße auf dem Ladentisch und die alte rissige Holzplatte. Wie schwer ermattet ließ sie sich aus den Stuhl nieder, auf dem die Tochter zuvor gesessen hatte. Die stand hinter dem Pult, kramte Konten und Pamere zusammen und brummelte Unsieundliches vor sich hin. Die Alte sah an ihr vorüber mit leeren, trüben Blicken in den schmalen, mit Büchern vollgepfropften Raum. Ein schwerer beklommener Seufzer hob ihre Brust. Berta warf so geräuschvoll eine Papierschere auf die Pultplatke, daß die alte Frau zusammenschreckte. Dann kam das Mädchen hinter dem Pult hervor und sagte gereizt: „Nochmal und zum hundertsten Mal, Mutter, wenn dir's so -enter wird, die alte Bude auszugeben, bättest du mit deinem kostbaren Rolf zu rechter Zeit ein Wort Hochdeutsch reden sollen." ..Was hätte es genützt?" gab die Frau leise und ergeöen zurück. „Er hat getan, was er konnte. Wft raunten uns nun doch mal nicht mehr halten." „Weil er sich selbst zu schade war für uns und ein sintples Leihbibliotheksgeschäft, der Herr Hochhinaus mit feinem Studium und feinen Künstlermarotten," polterte Berta. Die Alte schüttelte den Kopf und sah die Tochter aus trüben Augen an. „Du bist sehr ungerecht, mein Kind. Man kann nicht alle Menschen mit einem Maß messen. Rolfs Vater hat ihn doch nun einmal studieren lassen — weil er mit Recht viel von seinen Fähigkeiten hielt — er konnte ja nicht wissen, daß er selber so früh würde fortmüssen." Das Mädchen ttat einen Schritt näher auf die Mutter zu und griff sie hart bei der Schulter: „Deinen Schmerz in Ehren, Mutter. Aber du mußt dir doch selber sagen: viel anders wär's wahrscheinlich auch nicht gekommen, wenn dein Mann — wenn Vater am Leben geblieben wäre, unpraktisch und ohne Geschäftssinn, wie er war." „Er war eine Künstlernatur, wie Rolf es ist." , „Mit der er verhungern wird, wie wir." { Die Frauen schwiegen beide eine kleine Weile und , hingen ihren bitteren Gedanken nach. Vom Rathaus i schlug es halb acht. ! Frau Kühne stand auf. Unruhig ging sie ein paar- , mal hinter dem Ladentisch hin und her, klappte ein paar Bücher auf und wieder zu. ; „Um neun müssen wir mit unserem Kram aus dem i Haufe sein," sagte Berta, ohne die Mutter anzusehen. ! „Es ist Zeit zum Schlafen. Die Schulzen kommt um ! fünfe wecken, sie wird dann gleich mit Hand anlegen." • Frau Köhne antwortete nicht. Sie stand ttef in Gedanken. Sie hatte gar nicht gehört, was die Tochter ! gesprochen hatte. Erst als Berta Anstalten machte, den Laden nach hinten zu durch die kleine Glastür zu verlassen, schreckte die Frau aus ihren Gedanken auf. Sie fuhr mit der Hand über die gefurchte Stirn. „Ja, was ich sagen wollte, ist Lottchen den ganzen Tag nicht hier gewesen?" Berta verneinte kurz. Frau Köhne ließ sich auf den Stuhl zurückfallen. „Dann wird sie noch kommen. Ich warte." Das Mädchen zuckte mit den spitzen Achseln und ließ die Glastür geräuschvoll hinter sich zufallen. — Etwas wie Erleichterung kam über die Frau, nachdem die Tochter gegangen war. Die Starrheit ihres Schmerzes löste sich. Träne um Träne rann über die welke Wange. Sie zog das Porträt, das sie in einem schlichten altmodischen Medaillon an einer Haarkette um den Hals trug, aus den Falten ibrer Taille und drückte es 9It. 133. Telephon Nr. 11. „Ich habe versucht dem Haus die ganze Wahrheit zu sagen und habe nichts zurückgehalten, was wir wissen und was das Haus wissen muß." Johnson Hicks sagt hierzu: Am Dienstag hat Kitchener Abschied vom König genommen und am Freitag reiste er nach dem. nahen Osten. Ist es denkbar, daß der Dienstag nicht schon zur jetzigen Lage und ihrer nächsten Entwicklung gehört? Hat Asquith dem Hause die volle Wahrheit gesagt, da er ihm diese Angelegenheit von höchster Bedeutung vorenthielt? Sasonow bei Grey. Amsterdam, 8. Nov. Nach Petersburger Meldungen ist Sasonow am Donnerstag nach London abgcreist, um mit Greg zu beraten. Es könnte jetzt als stcher gelten, daß die ^englische Meldung von dem Rücktritt Sasonows vollständig unbegründet war. Rußland und Japan. Petersburg, 9. Nov. Die Hilfeleistungen Japans für Rußland erwecken unter der japanischen Bevölkerung ständig wachsende Erregung und Widerspruch. Nach Meldungen aus Tokio hat eine energische Agitation gegen die Ueberlafsung japanischer Waffen und Kriegsmaterial an Rußland eingesetzt. Die Studierenden japanischer Universitäten haben einen Aufruf erlassen, in dem Rußland als der ärgste Feind Japans bezeichnet wird. Einberufungen italienischer Reserven. Basel, 9. Novbr. Die „Basler Nachrichten" melden aus Rom, daß in Kürze die Einberufung der dritten Kategorie* aller noch nicht eingezogenen Heeresfähiger, im ganzen etwa 800 000 erfolgen wird. Benizelos. Lugano, 8. Nov. Der Athener Korrespondent des Corriere della Sera mahnt dringend die Illusionen über Griechenland aufzugeben. Das Volk wolle von Venizelos nichts wissen und stehe ihm absolut gleichgültig gegenüber. Venizelos habe außer seiner parlamentarischen Mehrheit keinerlei Stütze im Lande. Wenn die Kammer aufgelöst wird, sei Venizelos erledigt. Das Blatt erhielt auch eine Depesche, wonach auch in Petersburg die Athener Krisis keinerlei Illusionen erwecke. In Pariser leitenden Kreisen wird die Löiung, welche die griechische Ministerkrise gefunden hat, dahin beurteilt, daß die Haltung Griechenlands im europäischen Korzflikt unverändert bleibt, da die politischen Faktoren des Landes mit Ausnahme der venizelistischen Partei jeder Aenderung der griechischen Neutralität abgeneigt stnd. Fortsetzung der Neutralitätspolitik. Athen, 8. Nov. Gut unterrichtete Kreise versichern, daß das Kabinett Skuludis die Politik des vorhergehenden Kabinetts befolgen wird. Es ist noch unbekannt, ob sich das Kabinett der Kammer vorstellen oder die Kammer aufgelöst werden wird. Die kraftvolle Haltung des Königs Konstantin. Athe«, 9. Nov. Der König erklärte, wenn Venizelos und seine Anhänger fortfahren sollten, der Neutralitätspolitik der Regierung Widerstand entgegenzusetzen, so werde er die Militärdiktatur erklären. Eine Auflösung der Kammer werde nicht stattfinden, da die Neuwahlen unter den jetzigen Verhältnissen nicht wünschenswert seien. — Im Gegensatz hierzu wird aus Wien gemeldet, die Auflösung der Kammer gelte als unmittelbar bevorstehend. Rumänien vor wichtigen Entscheidungen. Bukarest, 9. Novbr. Es verlautet, daß im Schloß eine Beratung unter dem Vorsitz des Königs stattfand, bei der Carp für strengere Gewaltmittel gegen alle Auf-- wiegler und für das Verbot verschiedener Zeitungen ein- Der Landbote x Sinsheim« Zeitung. trat. Vor der Eröffnung des Parlaments, die für den 28. November in Aussicht genommen ist, soll ein Kron- rat stattfinden, von dem entscheidende Beschlüsse für die auswärtige Politik erwartet werden. Voraussichtlich werden alle Teilnehmer des Kronrats für die Wiederaufnahme der Kammersitzungen stimmen. Alsdann wird Bratianu in der Kammer eine große Rede über die auswärtigeLage Rumäniens halten und die Vertrauensfrage stellen, worauf er die Kammer zu vertagen beabsichtigt. sChina und Japan. Peking, 7. Nov. Die Mehrheit der Provinzen stimmte für die Errichtung der Monarchie mit Juanschi- kai als Kaiser, ohne daß eine Mißbilligung bekundet wurde. Der japanische Geschäftsträger besuchte heute den Minister deS Aeutzern, um Aufklärung zu erbitten über die Antwort, die China auf den neulichen gemeinsamen Rat Japans, Rußlands und Englands gegen den Regierungswechsel geben werde. Die chinesische Regierung erklärte, daß sie es für unmöglich halte, ohne Unruhen befürchten zu müssen, der Bewegung Einhalt zu tun, die sich seit zwei Jahren entwickeli habe und jetzt ausreife. Die Regierung habe aus dem ganzen Lande keinerlei Berichte beunruhigenden Charakters erhalten. Der Iölkerkrieg. Die Rümpfe im Westen. Fürst Sülow dementiert. Rotterdam, 8. Nov. Wie dem Reuterbüro aus Newyork telegraphiert wird, hatte der Vertreter der Associated Preß eine Unterredung mit dem Fürsten Bülow in Luzern. Fürst Bülow sagte, er gehe nicht nach Washington, Wilson zu besuchen, ebensowenig nach Madrid, um mit dem König von Spanien zu verhandeln. Auch mit der Einleitung von Friedensverhandlungen mit dem päpstlichen Gesandten oder mit irgend sei er nicht beschäftigt. Der Krieg müffe ausgekämpft werden. Ganz Deutschland ist hierüber eines Willens. Es besitzt, was es braucht für den Krieg und ist entschlossen, den Krieg fortzusitzen, bis die Waffen entschieden haben. Der kleine Kreuzer „Undine" versenkt. Lerliv, 8 November. Am 7. November nachmittags wurde der kleine Kreuzer „Undine" bei einer Patrouillenfahrt südlich der schwedischen Küste durch zwei Torpedoschüsse eines Unterseebootes zum Sinken gebracht. Fast die ganze Besatzung wurde gerettet. Eine neue West-Offensive? Kopeuhage«, 8.Nooember. Zentral News kündigen eine neue englisch- französische Offensive an der Westfront an. Im Artois werden alle Vorbereitungen für einen umfaffenden französischen Angriff getroffen. Hagesöericht WTB. Gr. Hauptquartier, 8. November. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. In den Vogesen schloffen sich nordöstlich von Celles an die Besetzung eines feindlichen Minentrichters durch unsere Truppen lebhafte Nahekämpfe mit Handgranaten und Minen an, Am Hilzenfürst wurde. dem Gegner ein vorgeschobenes Grabenstück entrissen. Leutnant Jmmelmann schoß gestern westlich von Sou» chez das 6. feindliche Flugzeug ad, einen mit Maschinengewehren ausgerüsteten Bristol-Doppeldecker. an die Lippen. Dann sah sie durch einen Tränenschleier darauf nieder. „Armer Edmund," flüsterte sie. Draußen schlug die Flurklingel an. Frau Kühne schob das Medaillon zwischen die Falten ihres schwarzen Lüsterkleides zurück. Bon Schnee über und über bestäubt, trat ein junges Mädchen mit hellen Augen in den kleinen Laden. An der Tür blieb sie stehen und schüttelte die kräftige, etwas zu robuste Gestalt, daß der Schnee in kleinen weißen Wolken um sie herflog. „Entschuldigen Sie nur, beste Frau Kühne, daß ich so spät komme, und weiß wie ein Weihnachtsmann," dabei nahm das Mädchen die schwarze Pelzmütze von dem rötlich blonden Haar und schlug sie kräftig aus, „aber es ist draußen kaum zum Weiterkommen, und erst war mit den Gören und dann mit den Heften kein Ende zu finden." Frau Kühne hatte ihrem langerwarteten Besuch steundlich zugenickt. „Hübsch, liebes Lottchen, daß Sie überhaupt noch mal kommen. Aber ich dachte mir's gleich, daß Sie noch würden Abschied nehmen wollen." Die Junge nickte ernsthaft und reichte der alten Frau die Hand über den Ladentisch herüber. Dann sah sie, wie Frau Kühne vorher, mit abschiednehmenden Augen in dem kleinen Raum umher. „Seltsam wird's einem sein, wenn hier ftemde Menschen hausen." Als sie das traurige Gesicht der alten Frau bemerkte, unterbrach sie sich rasch und schlug einen heiteren zuversichtlichen Ton an. „Gut, daß Sie die Last und die Sorgen und den Aerger nun hinter sich haben, liebe Frau Kühne. Passen Sie mal aus, wie nett und gemütlich Sie's in der neuen Wohnung haben werden." „Zwei Kammern und ein kleines Loch von Küche! Wenn Sie das eine Wohnung nennen!" Es kam sehr bitter heraus. „Aber lasten Sie gut sein, liebes Kind. Es ist genug, wenn wir daran zu knabbern haben! - Weshalb noch Fremde damit vekSstlgen l" Ein Schatten flog über das etwas breite, gutmütige Gesicht des Mädchens. Die Alte verstand sie sofort und klopfte steundlich die Hand, die neben der ihren auf dem Ladentisch lag. „Im übrigen aber sind wir Ihnen sehr dankbar, liebes Lottchen, für Ihre treue Freundschaft und ganz besonders auch mein Rolf. Er sagte auch neulich, als er auf einen Sprung von Berlin hier war, zu Berta und mir: Wenn alle anderen sich von euch wenden, weil ihr nun wirklich ehrlich arme Leute geworden seid, Lottchen Heine wird gewiß zu euch halten." Das Mädchen war flammend rot geworden und spielte mit einer Buchecke, die sie hastig auf- und niederbog. Nach einer kleinen Pause sagte sie: „Wenn ich ftagen darf, wie geht es dem Herrn Rolf in Berlin?" Frau Kühnes Gesicht leuchtete auf. „O, ich danke, gut. Wenigstens schreibt er ftoh und zufrieden. Einem Menschen von seiner Bildung und seinem Talent kann es ja auf die Dauer nicht fehlen. Ich bin gewiß, er erreicht, was fein Vater hat erreichen wollen: einen geehrten Namen in der Kunst und Geld und Gut dazu für uns alle mit." Lottchen Heine nickte zustimmend. Ihr Gesicht zeigte stolze, gläubige Zuversicht. „Hat Herr Rolf sich nun ganz für die Malerei entschlossen?" „Darüber kann ich Ihnen nichts Genaues sagen, Lottchen. Sie wissen ja, Rolf spricht sich selten aus. Aber ich denke doch, denn er schreibt von viel Arbeit. Ein Jammer, daß er seinen Doktor nicht hat machen können, wie es seines Vaters größter Herzenswunsch war. Ja, wenn das Unglück nicht gekommen wäre! Heute ftifch und gesund — morgen ein toter Mann. Mein armer Edmund! Er hätte es sicherlich selbst noch zu was gebracht. Er war ja noch kein alter Mann, eben fünfzig, und voller Ideen und Pläne. Ein großes Buch- und Kunstgeschäft hat er gründen wollen hier auf dem Markt, wie lein Vater es in Donnerstag, 11. November 1915. Orstlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls v. Hindenburg. Südlich und südöstlich von Riga ferner westlich von Jakobstadt beiderseits der Eisenbahn Mitau-Jakobstadt und vor Dünaburg griffe« die Kaffe« nach starker Feuervorbereitung mit erhebliche« Kräfte« a«. Ihre Angriffe sind teilweise unter schwere« Verlusten für sie abgeschlagr«. Heeresgruppe des Generalfeldm. Prinzen Leopold v. Bayern. Keine wesentlichen Ereignisse. Heeresgruppe des Generals von Linsingen. Ruffische Anqriffe nordwestiich von Czartorysk blieben erfolglos. 3' Offiziere, 271 Mann fielen gefangen in unsere Hand. Laika« - Kriegsschauplatz Oesterreich-ungarische Truppen haben Jwanjica und die Vijenac (896 Meter) 7 Km. nordöstlich davon erreicht. Deutsche Truppen stnd im Angriff auf die Höhen südwestlich von Kraljevo. Zwischen Kraljevo und Krusevoc ist die westliche Morava an mehreren Stellen überfchrittr«. Krusevac wurde bereits in der Nacht vom 6. zum 7. Nov. besetzt. Ueber 3000 Zerbe« stnd unverwundet grfangeu und über 1500 Verwundete wurden in Lazaretten gefunden. Die Beute beträgt soweit bisher festgestellt wurde, 10 Geschütze viel Munitiou und Material sowie erhebliche Verpsteguugsvorräte. Im Tale der südlichen Bin- acke Morawa wurde Praskovce überschritten. Oberste Heeresleitung. Tagesbericht. Ziegesbrute vo« Krucevac: 50 Geschütze, 7000 Mau« Gefangene. Er. Hauptquartier, 9. November. (WTB.) Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz. Es find keine Ereignisse von Bedeutung zu melden. Versuche der Franzosen, das ihnen am Hilzenfürst entrissene Grabenstück zurückzugewinnen, wurde vereitelt. Orstlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Hindenburg. Die russischen Angriffe wurden auch gestern westlich und südlich von Riga, östlich von Jakobstadt und Dünaburg ohne jede« Erfolg fortgesetzt. In der Nacht vom 7./8. November waren feindliche Abteilungen westlich von Dünaburg in einen schmalen Teil unserer vordersten Stellung eingedrungen. Unsere Truppen warfen sie im Gegenangriff wieder zurück und machten 372 Mann zu Gefangenen. Heeresgruppe des Grneralfm. Prinzen Leopold v. Bayern. Im Laufe der Nacht fanden an verschiedenen Stellen Patrouillenkämpfe statt. Heeresgruppe des Generals v. Linsingen. Bei einem erfolgreichen Gefecht nördlich von Komarow (am Styr) wurden 366 Russen gefangen genommen. Lalkau-Kriegsschauptatz. Südlich von Kraljevo und südlich von Krucevac wurde der Feind aus seinen Nachhutstellungen geworfe«. Unser« Truppen sind in weiterem Vordringen. Die Höhen bei Gjunis auf dem linken Ufer der Südlichen Morava stnd erstürmt. Die Beute von Krucevac erhöht sich auf 50 Geschütze, darunter 10 schwere, die Gefaugeuenzahl auf »brr 7000. Die Armee des Generals Bodjrdjeff hat am 7. November abends nordwestlich von Alekflnac sowie südlich von Nisch der Südlichen Morawa mit andern von Süden vorhergehenden Heeresteilen Leskwac genommen. Oberste Heeresleitung. Berlin gehabt hat. Sie haben Doch gewiß mar von der berühmten Firma Rudolf Kühne Sohn in der Wilhelmstraße in Berlin gehört? Nein? Seh'n Sie, das war sein Vater, mein Schwiegervater selig, den ich nicht mehr gekannt habe. Und all das schöne Vermögen und das schöne Geschäft hin und verloren. Und nun hier in dem Nest mit einer Leihbibliothek und Schrewwaren, und auch das aus und vorbei. Aber was sie auch sagen mögen, die Berta und all die anderen — meinen armen Edmund trifft keine Schuld. Er ist eben eine Künstlernatur gewesen, wie auch mein Rolf es ist. Aber dem wird, will's Gott, das Glück günstiger sein." Die alte Frau hielt die Hände im Schoß ihres schwarzen Lüsterkleides gefaltet und blickte andächtig vor sich hin. In ihrem Herzen wiederholte Lottchen Heine inbrünsttg die Worte der alten Frau. Von der Rathausuhr schlug es halb. Frau Kühne fuhr zusammen. „Du meine Güte, schon halb neun! Da muß ich wirklich schließen, sonst wird die Berta mit Recht böse. Na denn in Gottes Namen, zum letzten Mal." „Ich helfe Ihnen, Frau Kühne." Die beiden schloffen die Tür von innen, legten mit bebenden Händen den Laden vor und schoben die Eisenstange ein. Dann, ohne sich noch einmal umzusehen, verließ die alte Frau mit wankenden Knien den kleinen Raum, an den sie mit ihrem Seligen soviel stolze Hoffnungen geknüpft hatte. — In dem kleinen Hinterzimmer, das den Ausgang nach dem Hof zu hatte, stand Berta und schnitt Butterbrote zurecht. Gleich für die Schulzen mit, damit sie morgen früh zum Kaffee ihren Imbiß hatte. Sie grüßte die junge Lehrerin nur mit einem kurzen Kopfnicken. Ihr Gesicht wurde erst etwas heiterer, als Lotte die Einladung Frau Kühnes ablehnte, ein Butterbrot mit ihnen zu efken. Nr. 133. Telephon Nr. 11. Die Rümpfe im Osten. Line große Schlacht bei Liga. Petersburg, 9. Nov. Der Militär-Korrespondent her „Nowoje Wremja" erklärt, bei Kemmern vor Riga «ntwickejlt sich seit zwei Tagen eine große Schlacht. Räumung von Minsk und Wolhynien. Petersburg, 9. Nov. Wie die Zeitung „Rußkoje Slowo^ berichtet, hat der Stellvertreter des Generalissimus die Räumung von Minsk und ganz Wolhynien ein geleitet. Die Räumung muß bis zum Dienstag beendet sein. Die Fabriken dürfen zur Wegschaffung ihrer Vorräte weitere drei Wochen in Anspruch nehmen. Die letzte Hoffnung der Alliiertes. Ser«, 8. Novbr. Der Pariser Berichterstatter des ^Secolo" hebt bei einer Betrachtung über die Bedingungen des Endsieges des Vierverbandes hervor, daß die Versuche, die deutschen Linien im Artois zu durchbrechen, ihren Zweck nicht erreichten, daß die italienische Offensive nicht alle Wünsche des Oberkommandos erfüllte und daß der erste Teil der Balkanpartie für die Alliierten bereits verloren sei. Der Berichterstatter glaubt, daß diese Lage von dem sehr eigenartigen Charakter des gegenwärtigen Krieges abhänge, und ist überzeugt, daß die französische und deutsche Defensio-Organisation der Westfront derartig vollkommen sei, daß jeglicher Bewegungskrieg unmöglich ist. Die Alliierten müßten heute ihre Hoffnung darauf setzen, den großen Schlag der Deutschen auf dem Balkan in eine unheilbare deutsche Niederlage zu verwandeln. Zfle Ereignisse auf dem Balkan. Die Vierverbaudsdiplomaten ratschlagen. Stockhol«, 8. Nov. Bei einem der höchsten Würdenträger des russischen auswärtigen Amtes war vor ein paar Tagen eine Zusammenkunft, an der mehrere ausländische Diplomaten teilnahmen. Zugegen war auch der früher« russische Botschafter in Konstantinopel Tscharykow. Es wurde u. a. die Lage auf dem Balkan behandelt und behauptet, daß die Grundursache des Mißlingens die Diplomatie des Vierverbands in den Verhandlungen mit den Balkanstaaten liege.. Ferner darin, daß man zu stark die Bedeutung der Frage betont har, wemKonstantinopel gehöre. Dies hat die deutsche Diplomatie ausgenutzt. Auch jdie Frage der Haltung Rumäniens und Griechenlands wurde besprochen, man erörtete die Bedingungen, unter denen man diese Staaten auf die Seite des Vierverbands bringen könnte. In den nächsten Tagen soll eine «hnliche Sitzung bei einem der diplomatischen Vertreter des Vierverbands abgrhalten werden, die der Lage Rumäniens gelten soll. Dir Serben auf überstürztem Liickzug. Sofia, 7. Nov. Auf der ganzen Ausdehnung her Front verfolgen wir die geschlagene Armee des Feindes, der sich auf überstürztem Rückzuge befindet. Unsere nördlich Nischawa operierenden Truppen näherten sich dem Moravatal und traten bei Paratcin in direkte Verbindung mit den deutschen Truppen, dir von Norden vorrücken. Um 3 Uhr nachmittags nahmen wir die Festung Nisch. Wir verfolgen schnell den auf dem Rückzuge befindlichen Feind. Unsere im Tale der bulgarischen Morava vorgehenden Truppen drangen in der Ebene von Leskowatz vor. Unsere Offensive in der Ebene von Koffowo wird auf der ganzen Front fortgesetzt. Bei Prilep, Krivolac und Strumitza hielten wir die Offensive der Engländer und Franzosen an und warfen den Feind unter beträchtlichen Verlusten für ihn zurück. Biele Gefangen? und unübersehbares Kriegsmaterial aller Art fiel in unsere Hände. Allgemeine Verzweiflung der Serben. Mailand, 8. Nov. Der „Corriere" berichtet aus Saloniki, daß nur ein Wunder Serbien jetzt noch retten, könne. Die Bulgaren rücken immer näher gegen Prilep, mit dessen Fall auch Monastir unhaltbar werden würde. Flüchtlinge berichten von der allgemeinen Verzweiflung der Serben. Der Aufmarsch der Engländer und Franzosen. Paris, 7. Nov. Blättermeldm-gen aus Saloniki zufolge sind die Bewegungen des Expeditionskorps in Südmazedonien infolge des Mangels an Eisenbahnen und Straßen Lußer st langsam. Die Hilfsquellen des Landes find «ußechem durch die Balkankriege erschöpft. Kürzlich mußten die Franzosen, da keine Pferde vorhanden waren, ihre Batterien mit Büffeln in Stellung bringen. Ferner ist dir Witterung äußerst ungünstig. Alle Siratzen und Wege stnd »on den letzten Regengüssen aufgeweicht und grundlos. Euglisch-rnflische Drohungen. fl 7 London, 8 . Nov. Reutersches Büro erfährt: England «nd Rußland warnten Serbien, daß die enAisch- ruffischen Operationen zur Erhaltung der Unabhängigkeit und Integrität Serbiens verfallen würden, falls Serbien «in Abkommen mit Deutschland Md der Türkei schließe. Die Verficherung Serbiens, daß die Meldung von einem Uebereinkommen unbegründet sei, wurde als zufriedenstellend betrachtet. Sehr wohlwollende Neutralität Griechenlands Athen, 8. Nov. Ministerpräsident Skuludis hatte, «ine Unterredung mit dem Athener Berichterstatter der „Times", in welcher er sagte, er beabfichtige, gegenüber den Mächten des Vierverbandes die Haltung sehr wohl- * wollender Neutralität einzunehmen. j Der Landbote » Sinsheimer Zeilrmg. Englische Drohungen an Griechenland. London, 7. Nov. Die „Morniog Post" verlangt in einem Leitartikel, daß England Griechenland auffordern l solle, entweder seine Verpflichtungen gegen Serbien f zu erfüllen oder seine Gesandten in London und Paris abzuberufen. Die Seeherrschaft im Mittelmeer ermögliche England, die Küsten der Aegäischen und Jonischen Inseln, alle maritimen Besitzungen Griechenlands und die gesamte griechische Handelsflotte zu beschlagnahmen, sowie seine Seehäfen zu bombardieren und seinen Handel zu blockieren. Wenn eine solche DrohMg ernstlich gemacht würde, hätte Griechenland die Wahl zwischen einem glänzenden Sieg auf englischer Seite und die Sicherheit des Ruins als Englands Feind. Obs wahr ist? Lyon, 9. Nov. Wie der „Republicain" aus Saloniki meldet, ist durch die letzten Ereignisse in Griechenland eine antimonarchistische Bewegung wachgerufen worden. Die Agitation befindet sich in Kreta, der Heimat Veniselos. In Kandia sagte man offen, der König müßte abdanken und in die Verbannung gehen, da f er der nationalen Politik Veniselos abhold sei. In Korinth zerstörte die Menge einen Teil des Achilleions. In Larissa und Korinth fanden öffentliche Versammlungen statt, in denen Tagesordnungen angenommen wurden, in denen die Absetzung des Herrscherhauses und die Einführung eines wirklichen und nationalen Regimes gefordert wurden. Vor der Katastrophe? Wien, 9. Nov. Die Reichspost erhielt von ihrem Sonderberichterstatter folgende Depesche: Die serbische Arme e wälzt gleich sich einem wirren Haufen über Kur- schunlija-Prokopia nach Pristina. In einem ungangbaren Gelände stauen sich Infanterie, Trainsoldaten und Volks- massen. In einem unbeschreiblichen Jammer bitten sic um Hilfe ihrer Verbündeten. In unwirtlichem albanischem Gebiet werden die Trümmer eitlen serbischen Ruhmes bald begraben sein. Aus Stadl und Land. * Sinsheim, 8. Rov. Karl Dehoff von hier, Leutnant der Res., wurde zum Oberleutnant befördert. Sein Bruder Willibald Dehoff, Finanzsekretär, wurde mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. — Dem Hauptmann Hermann Speiser im Feldartillrrie - Regiment Nr. 112 wurde das Ritterkreuz zweiter Klaffe mit Eichenlaub und Schwertern des Ordens vom Zähringer Löwen verliehen. — Sinsheim, 8. Nov. Preise für Schweine und Schweinefleisch. Die Landwirtschafiskammer macht darauf aufmerksam, daß durch Verordnung des Bundesrats vom 4. November Höchstpreise für Schlachtschweine und für Schweinefleisch festgesetzt worden sind, welche am 12. November in Kraft treten. In den für Baden in Betracht kommenden Hauptmarktorten betragen die Höchstpreise für Schlachtschweine für 50 Kilo Lebendgewicht: bei einem Lebendgewicht unter 60 Kilo: Mannheim 78, Würzburg 78, Karlsruhe 78, Stuttgart 78, Freiburg 80, Slraß- burg 80 Mk; bei einem Lebendgewicht von 60—80 Kilo: Mannheim, Würzburg, Karlsruhe, Stuttgart je 93, Freiburg und Straßburg je 95 Mk.; bei einem Lebendgewicht von 80—100 Kilo: Mannheim, Würzburg, Karlsruhe, Stuttgart je 108, Freiburg und Straßburg je 110 Mk.; für Sauen: Mannheim, Würzburg, Karlsruhe, Stuttgart je 103, Freiburg und Straßburg je 105 Mk. Bei einem Lebendgewicht von 100—120 Kilo erhöht sich der obige Höchstpreis um 10 pCt., von über 120 Kilo um 20 pCt. In Gemeinden, die öffentliche Schlachthäuser besitzen, darf der Preis für Schweine beim Verkauf zur Schlachtung den Höchstpreis des nächstgelegenen der vorstehend genannten Orte nicht übersteigen. Der Verkauf der Schweine darf nur nach Lebendgewicht erfolgen; Ausnahmen davon kann di« Landesbehörde zulaffen, fie hat dabei festzu- setzrn, nach welchen Verhältnissen das Lebendgewicht in Schlachtgewicht umgerrchnet wird. — Dieselbe Verordnung regelt auch die Verkaufspreise für Schweinefleisch und zwar wird bestimmt, daß bei Abgabe an den Verbraucher der Preis für frisches (rohes) Schweinefleisch 140 pCt. und für frisches (rohes) Fett 180 pCt. des Höchstpreise« für Schweine im Gewicht von 80—100 Kilo nicht übersteigen darf. -I- Sinsheim, 10. Nov. Auskunft über vermißte Soldaten. Wer Auskunft über vermißte oder gefangene Soldaten wünscht, möge sich immer an den Nationalen Frauendienst in Karlsruhe, Krohnenstraßr wenden. de. Heidelberg, 8. Novbr. Drei Burschen kneipten am Samstag abend in einer Wirtschaft das Stadtteils Neuacheim. Der 18Jahre alte Kaufmann Jakob Weisbrot begab sich dann um 12 Uhr nach Hause, konnte jedoch m seinem betrunkenen Zustande seine Wohnung nicht mehr erreichen und wurde morgens im Hausflur aufgefun- den. Er wurde dann nach dem akademischen Krankenhaus verbracht, wo er gestern nachmittag laut „Heidelb. Tgbl." an Alkoholvergiftung starb. de. Mannheim, 9. Novbr. In der Schulstraße in Neckarau lief gestern nachmittag das dreijährige Töchter- chen des im Felde stehenden Wirtes Emil Dittel in ein vorbeifahrendes Güterbestättereifuhrwerk von Rheinau und blieb auf der Stelle tot. Schneefälle im Schwarzwald und in den Vogesen. Karlsruhe, 8. Nov. Im Hochschwarzwald sowie in den Hochlagcn der Vogesen find in den letzten Tagen bis auf 800 Meter herab ergiebig Schneefälle bei seiner Temperatur von 1—3 Grad Wärme niedergegangen. Di« Bergkämme tragen durchweg eine geschloffene Schneedecke. Donnerstag, 11. November 191b. Dagegen ist der Schnee in den mittleren Berglagen nur teilweise liegen geblieben und verursacht« in den Waldungen infolge Schneedruckes vielfach Schaden. ‘ bc. Wieseutal b. Bruchsal, 8. Nov. Schneidermeister Karl Schmitt kam morgens von der Totenwache bei seiner an einem Herzschlage verstorbenen Schwägerin nach Hause und begab sich sofort aus die Heubühne, um Futter zu holen. Er stürzte rücklings die Tenne herunter und war sofort tot. de. Karlsruhe, 9. Nov. Der Dank russischer Gefangener für gute Pflege. In der letzten Sitzung des Karlsruher Roten Kreuzes teilte der Vorsitzende, General Limberger mit, daß die russischen Gefangenen in dem Gefangenenlager in Rastatt eine Sammlung veranstaltet haben, die den Betrag von 50 Mk. ergab. Diese Spende wurde von den Gefangenen dem Roten Kreuze übermittelt als Ausdruck des Dankes für die gute Pflege, die sie bei uns genießen. be. Ettlingen, 7. Nov. Der Maschinenarbeiter Günther wollte von der Station Bruchhausen aus nach Karlsruhe fahren. Er haue bereits Platz im Zuge genommen, war aber dann nochmals ausgestiegen auf der falschen Seite, worauf er durch eine heranfahrende Maschine erfaßt und sofort getötet wurde. Günther war früher aushilfsweise Schrankenwärter an dem Ettlinger Uebergange zur der Zeit, wy der Obertsche Unfall passierte. be. Wiuterspüreu, 7. Nov. Von den in Ursaul beschäftigten Russen schlüpften zwei in einem unbewachten Augenblick in die Brennerei ihres Arbeitgebers und taten stch gütlich an dem ersehnten Wutki. Am nächsten Morgen meldete einer der Russen dem Wachmann: „Gabriel kaput !" Der Eine, der acht Schöpfen voll warmen Schnapses hinabgeschütlet hatte, lag tot auf dem Lager. Der andere, der 12 Schapfen voll getrunken haben soll, ist wieder mnnter. be. Lichteuau b. Kehl 9. November. Von einem scheuenden Pferde wurde der Landwirt Christian Kah derart an die Wand eines Hauses gedrückr, daß er schwere innere Verletzungen erlitt und ihnen erlag. Verschiedenes. Unwetter und Erdstöße in Italien. Bon der schweizer Grenze, 8. Nov. Schweizer Blätter melden aus Mailand: Der Tiber ist immer noch im Steigen begriffen, infolge der wolkenbruchartigen Regengüsse. Der Pegel zeigt 15 Meter Wafferhöhe, Gewitterstürme haben die Drahlleitungen zwischen Süd- und Norditalien unterbrochen. Neuerdings sind starke Erdstöße in den italienischen Orten Feanca, Rimini und Jmola verspürt worden, welche eine Panik unter der Bevölkerung hervorgerufcn haben. Newyork, 7. Nov. Bei einem Brand eines Hölzer nen Gebäudes in Brooklyn, in welchem eine Zuckerwaren- fabrik und eine „Blusenfabrik untergebracht stad, kamen 20 Personen um, 50 andere wurden verletzt. Die Flucht der 1100 Personen, die in dem Gebäude gearbeitet haben, ist dadurch verhindert worden, daß die Treppe in Brand geriet. Die meisten der Verunglückten waren aus den Fenstern gesprungen. Acht Mädchen sind auf der Brand- leiter verbrannt. (Wer behält Calais, den „Schlüssel zum Kanal"? An die Tatsache, daß die britische Begehrlichkeit und Machthunger schon im Mittelalter nach dem Besitz der kanalbeherrschenden Hafenstadt ausgestreckt haben, erinnert die Bibliothek der Unterhaltung und des Wissens im soeben erschienenen dritten Band ihre Leser. Im Jahre 1346 wurde die Stadt von einem englis chen Heere Unter König Eduard III. belagert, der schon mit fünfzehn Jahren durch eine von seiner eigenen Mutter ange zettelte Verschwörung auf den Thron gekommen war. Als nach einjähriger Verteidigung die LebenLmittel vollständig ausgingen und bei einem Ausfall der Anführer oerwMdet m Gefangenschaft geraten war ließ man stch mit den Engländern in Kapitulationsunterhandlungen ein. König Eduard stellte als erste Bedingung, unter der er der tapferen Besatzung freien Abzug gestatten wolle, daß di« Staitz sechs ihrer vornehmsten Bürger ihm „zur verdienten Strafe" ausliefere. Der zufällig im Lager weilenden Königin gelang es, die armen sechs Opfer britischer Herrschst^ und Gefühllosigkeit vom Tode zu retten. Calais blieb darauf über zweihundert Jahre m englischem Besitz. Der Herzog Franz v. Gaise eroberte es 1558. wieder zurück. Heute find es nicht bloß sechs Bürger von Calais, heute liefert stch blindlings ganz Frankreich in wahnwitzigen Revancheträumen dem wesensfremden Briten aus. Es wird ein bitteres Erwachen kommen. Marktberichte. SinSheim, 9. Novbr. Dem heutigen Schweinemarkt waren 26 Milchschweiue zngeführt. Die Preise waren 4b —60 Mk. MoSbach. 6 November. Der heutige Schweinemarkt war befahren mit 279 Milch- und 20 Länferschweiaen. Erste« wurde» z» 35—65 Mk., letzte« zu 100—160 Mk. dar Paar verkauft. Bücher. — Schtvarzwald-Kaleuder 1916. Druck und Verlag von H. M. Poppen u. Sohn in Freiburg i. Br. Preis 40 Pfennig Settdem der Verlag bei den Bildern den Kupfertiefdruck verwendet, ist aus dem Kalender ein kleines Kunstwerk geworden. Der textliche Inhalt ist dem bildlichen ebenbürtig; haben doch von den Besten unseres Landes mitgewirkt, um durch prächtige Poesie und Prosa, die vielfach Kriegserlebnifle wiedergeben, den Leser zu erfreuen. Der Schwarzwaldkalender ist zu beziehen durch die Buchhandlungen, Schreibwarengeschäfte und durch den Verlag. Nr. 133. Telephon Nr. II. Der Lauddote x Sinsheim«? Zeitung Donnerstag, 11. November 1915. Amtliche Bekanntmachung. Durch Bundesratsverordnung vom 21. Oktober 1915 (Reichsge- setzblart Seite 683) wurde in die von uns unterm 19. 7. 1915 veröffentlichte Bundesratsverordnung vom 8. 7. 1915 über die Höchstpreise für Petroleum und die Verteilung der Pnroleumbestände R. G. Bl. S. 420 als § 2 Abs. 3 die Vorschrift eingestellt: „Bei Lieferung aus Straßcntankwagen darf ohne Rücksicht auf die Größe der abgegebenen Mengen der Preis für je einen Liter Petroleum bis zu 28 Pfennig betragen." Sinsheim, den 8. November 1915. Gr. Bezirksamt. Aamilienpffege gesucht.. Wir suchen für einen 12 Jahre alten Knaben Psiegestelle in einer evangelischen Familie. Angebote wollen alsbald unter Angabe der Verhältniffe und des verlangten Pflegegeldes bei uns eingerricht werden. Der Knabe bedarf einer strengen Beaufsichtigung. Breiten, den 5. November 1915. Armenkommiffion. !+ Haarkrankheiten 4 wie: Haarausfall, Haarschwund, beginnende Kahlköpfigkeit, kreisförmige Kahlheft, Schuppen etc. behandelt mittelst Eisenlicht und Quarzlicht nach Professor Kromayer „Elektron“ Dir. Heinrich Schäler nur N 3, 3 4 - Mannheim vis-si,-vis vom Wilden Mann. DM SPRECHSTUNDEN: Täglich von 9—12 Uhr und 2—9 Uhr abends. von 10—12 Uhr. : Damenbedienung durch — . Frau Rosa Schäfer Zivile Preise. Telef. 4320 . Ausführliche Broschüre gratis. - 13 Jährige Praxis - N 3, 3 Sonntags Dresdner Bank Heidelberg-, Hauptstr. 52. Aktienkapital 200 Mili. Reserven 61 Mill. Bankgeschäfte aller Art. Gothaer bebensuersidierungsbanh = auf Gegenseitigkeit. 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