Aevausgegeberr vorn Hroßherzogl. Larrdesgerverbearnt und vorn Landesverband der Wad. Her»erbe- und Aanörverker-'Dereinigungen <- Arntlichss Hrgan der Wad. Aand- «erkskannnern Werbandsorgan des Wad. Kandrvsrker-GenossenfiHafts-Ferbandes ^ Ni. 18 . IS 1 K. s^ZLr_Monatliche Beilage: Heimat und Handwerk_MKlllhk, 8 . SM Beschwerde» «egen unregelmäßiger Zustellung der BerbandSzeituug wolle man zunächst bei seinem Briefträger oder Postamt «ud erst, wen» das erfolglos bleibt, beim Präsidium des Landesverbandes i» Rastatt anbringen. Die Schriftleitung des vom ,oßh. Landesgewerbeamt herausgegebenen Tei^s befindet sich in Karlsruhe Karl-Friedrichstr. 17. KroWerzogtiches Lanöesgewerbearnt KcrrtsruHe Acrvc-Ivieörichstvaße 17, II. Stock Sonde rausstellirrtg von Arbeite«, gefertigt i« den vom Landesgewerbeamt i« Verbindung mit dem Lande saus schütz für Kriegsinvalidenfürsorge veranstalteten llbuugskursr« für Kriegsinvalide: Schriftenzeichnen und Schriftenmalen, Glasätzen und Glasvergolden, Möbelmalen, Autogenes Schweißen. ————— Dauer der Ausstellung bis Sonntag den S. April.-- Geöffnet: Sonntags 11 bis 1 und 2 bis 4 Uhr, Werktags 10 bis 5 Uhr. — Besuch unentgeltlich. Amtlicher Gert. Bekanntmachungen. AuS der Frau Anna MVne-Hamma-Stiftung in Karlsruhe sind für das Jahr 1916 an badische Landesangehörige christlicher Konfession folgende Beihilfen zu vergeben: 1. an 10 bedürftige, begabte und fleißige Knaben (6 katholische, 4 evangelische), die die hiesige Kunstgewerbeschule, Baugewerkeschule oder eine andere der Ausbildung in einem gewerblichen Beruf dienende Anstalt des Großherzogtums Baden besuchen, und zwar: a) an S Knaben, deren Eltern nicht am Sitze der Anstalt wohnen, je 400, M.< d) an S Knaben, deren Eltern am Sitze der Anstalt oder in deren unmittelbarer Nähe wohnen, je ISO M>; 2. an 10 bedürftige, unbescholtene und fleißige Mädchen (0 katholische, 4 evangelische) zur Ausbildung als tüchtige Näherinnen, Kleidermacherinnen, Köchinnen oder in einer Haushaltungsschule, und zwar an S Mädchen 300 M. und an S Mädchen 100 M-, je nach dem Wohnort der Eltern (vergl. oben 1s und d). Die Bewerbungen sind unter Anschluß der erforderlichen Nachweise (Schul- und Sittenzeugnis, Zeugnis über die Vermögens- und Erwerbsverhältnisse sowohl des Bewerbers selbst als auch seiner Eltern und über die Zahl der unversorgten Kinder der Eltern, Nachweis der badischen Staatsangehörigkeit und des Religionsbekenntnisses, für Mädchen auch der Lehrvertrag) spätestens bis 2V. Juni ds. Js., bei uns einzureichen. Karlsruhe, den 3. April 1916. Grißh. Verwaltungshvf: A. A-: vr. Mayer. Köhler. Fleischversorgung betr. Auf Grund des 8 10 der Bundesratsverordnuug über Flenckwersorgung vom 27. März 1916 (Reichs-Geißblatt S. 199) wird folgendes angeordnet: § 1. In der Zeit bis zu der für den 17. April 1916 in Aussicht genommenen allgemeinen Einführung von Fleischkarten im Großherzogtum dürfen Dauerfleischwaren und Dauerwurst nur noch im Aufschnitt gewerbs- mäßig verabfolgt werden. Der Verkauf von Fleischkonserven ist in dieser Zeit verboten. 8 2 . Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift »verden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zn 1800 M. bestraft. 8 3 . Diese Bekanntmachung tritt mit dem Tags ihrer Verkündung in Kraft. Karlsruhe, den 4. April 1916. Großh. Ministerium des Innern. von Bo dm an. Or. Schühly. Bekanntmachung. Höchstpreise für Fleisch betr. Auf Grund des Höchstpreisgesetzes vom 4. August 1911 in der Fassung vom 17. Dezember 1914 (Reichs- gesetzbl. S. 516) wird bestürmt: Tie Höchstpreise für Fleisch bei der Abgabe an den Verbraucher dürfen für ein Pfund nicht überschreiten: 1. bei Ochsen- und Rindfleisch: a. in: allgemeinen mit Knochenbeigabe, welche einschließlich der eingewachsenen Knochenteile 20 vom Hundert des Fleischgewichts nicht überschreiten darf, mit Ausnahme der unter b — e bezeichneten Stücke 1.80 M., b. für Lümmel nrit eingewachsenen Knochen 2.20 M., c. für Lümmel ohne Knochen (ausgebsint) 2,70 M.. 6. für Schoß ohne besondere Knochenbeigabe 2,00 M., e. für Wade, Hals, Stich, Backe, dünnen Platz, so- wie sonstige geringere Stücke mit Knochenbeigabe, welche einschließlich der eingewachsenen Knochenteile 20 vom Hundert des Fleischgewichts nicht über- schreiten darf l.tzo M.r 2. bei Kvhfleisch: L. im allgemeinen mit Knochenbeigabe. welche ein- schließlich der im Fleisch eingeivachsenen Knochenteile 20 vom Hundert des Fleischgewichts nicht über- schreiten darf, mit Ausnahme der unter b—e be- zeichneteu Stücke 1,60 M., ll. für Lümmel mit eingewachsenen Knochen 1,80 M., c. für Lümmel ohne Knochen (ausgebeint) 2,50 Nl., cl. für Schoß ohne besondere Knochenbeigabe 1,80 M.. e. für Wade, Hals, Stich, Backe, dünnen Platz, sowie sonstige geringere Stücke mit Knochenbeigabe, welche einschließlich der eingewachsenen Knochenteile 20 vom Hundert des Fleischgewichts nicht überschreiten darf ^1,40 M.. Hi bei Kalbfleisch: a. im allgemeinen mit Knochenbeigaüe. welche einschließlich der in: Fleisch eingewachsenen Knochenteile 28 vom Hundert des Fleischgewichts nicht über- < schreiten darf, mit Ausnahme der unter b—-6 be- zeichneten Stücke 1,90 M., d. für Schnitzel ohne besondere Knochenbeigabe 2,60 M ., c. für Schlegel und Rippenstücke (Koteletts) wie gewachsen 2,00 M... 0. für geringere Stücke (Brust und Hals) mit Knochenbeigabe, welche einschließlich der ein gewachsenen Knochenteile 26 vom Hundert des Fleischge- gewichts nicht überschreiten darf 1,70 M.; 4. Lei Hammelfleisch: s. im allgemeinen mit Knochenbeigabe. welche einschließlich der im Fleisch eingeivachsenen Knochenteile 25 vom Hundert des Fleischgewichts nicht über- schreiten darf, mit Ausnahme der unter d und c bezeichnten Stücke 2,00 M.„ d. für Rippenstücke (Kotelette) wie gewachsen 2,10 M c. für geringere Stücke (Brust und Hals) mit-Kno- chenbeigabe, welche einschließlich der eingewachsenen Knochenteile 26 vom Hundert des Fleischgewichts nicht überschreiten darf 1,70 M,; 6. bei Suppenknochen. L. mit Mark 0,40 M., b. ohne Mark 0.20 M. Diese Höchstpreise verstehen nch stir Ware bester Beschaffenheit. Die Großh. Bezirksämter oder im Wege der Bersor- gungsregelung die Kommunalverbände und die Gemeinden sind befugt, niedrigere Preise festzusetzen. Soweit sie dies nicht tun, sind vorstehende Höchstpreise maßgebend. Die Höchstpreise für die in dieser Bekanntmachung sowie in unserer Bekanntmachung vom 27. Februar 1916, Höchst- preise für Schweinefleisch und Wurstwaren betr. (Staats- anzeiger Nr. 60), bezeichnten Waren sind in den Räumen, in welchen deren gewerbsmäßige Verabfolgung an die Verbraucher erfolgt, in deutlich lesbarer Schrift anzuschlagen. Diese Bekanntmachung tritt mit den: Tage ihrer Ver- kündung in Kraft. K a r l s r utze, den 6. April 1916. Großh. Ministerium des Innern. vonBodman. Vr. Schühly. Nichtamtlicher Geil. Grmerkliches Unterrichlswesen. Das Ministerium des Innern hat unterm 2. März 1913 den Unterlehrer Martin Berl in Emmendingen 'um Harrptlehrer an der Gewerbeschule in Mannheim ernannt. Zugewiesen wurde: Unterlehrer Ernst Restle in Lenzkirch als Aushilfslehrer der Gewerbeschule in Durlach. ^Enthoben auf Ansuchen. Handelslehrerasprrantin Anna Ltock. Ausbilsslebrerin an der Handelsschule in Frei- bürg. Handwerkskammer«. Konstanz. (36. Vollversammlung.) Am Montag, den 27. März d. I., hielt die Handwerkskammer Konstanz ihre 36. Vollversammlung in Konstanz ab, der als Regierungskommissar, Herr Geh. Regi- Rat Dr. Belzer beiwohnte. Die Sitzung wurde um 2 Uhr durch Präsident S 8 ttele unter Begrüßung der Anwesenden eröffnt und dabei der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß es unseren tapferen Truppen unter ihrer bewährten Führung in nicht zu ferner Zeit gelingen möge, uns einen dauerhaften Frieden zu erkämpfen. Dem von Sekretär Müller erstatteten Tätigkeitsbericht ist zu entnehmen, daß der Weltkrieg auch die Tätigkeit der Kammer wesentlich beeinflußt hat. So sind namhafte Liefe rungsauf träge für Wagner. Schmiede, Schlosser, Schneider, Sattler usw. vermittelt worden. Tie Kammerleitung gibt sich ständig alle Mühe, weitere Aufträge zu erhalten: allein man muß auch bedenken, daß sich die weitaus meisten vom Heere benötig, ten Gegenstände nicht für die handwerksmäßige Herstel-, lung eignen, insbesondere wenn keine leistungsfähigen Handwerkervereinigungen zur Übernahme größerer Lie- serungen vorhanden sind. — Bezüglich der Ausführung staatlicher Bauarbeiten sprach sich die Kammer wiederholt dahin aus, daß während des Krieges größere Projekte derart vorbereitet werden sollten, daß sofort nach Friedensschluß an die Ausführung herangetreten und damit den aus dem Feld heimkehrenden Handwerkern sofort Arbeitsgelegenheit verschafft werden kann. Tie Kammer hat ferner mitgewirkt bei den-zahllosen, durch den Krieg hervorgerufenen Erhebungen und Verordnungen, bei Beurlaubungen und Zurückstellungen, Be- 'chästigung von Kriegsgefangenen, Fürsorge für Kriegs, invalide usw. — Während die Gesellenprüfun. gen während des Krieges unter mancherlei Einschränkungen durchgeführt werden können, ist dies bei den M e isterprü fu ngen nicht der Füll, wie - denn auch Vorbsceitungskurse, Übungskurse, Vorträge usw. in Wegfall gekommen sind. Tie Abrechnung für das Geschäftsjahr 1914/16 wurde unter Verdankung des Kassen- und Rechnungsführers genehmigt. Ebenso wurde der vom Gesamtvorstand aufgestellte Haushaltplan für 1916/17 nach kurzer Beratung einstimmig angenommen. Er schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 40 000 M. ab und steht eine Erhöhung der Gemeindebeiträge nicht vor. Sekretär Müller berichtete sodann über die geplanten Für sorgemaßnab men für die ans dem Kriege heimkehrenden Handwerker, die in Schaffung von Arbeitsgelegenheit, in der etwa nötig werdenden Erholungsmöglichkeit, in Bädersürsorgc und Kreditbilfe bestehen müssen und bei denen sich für die Handwerkskammern ein reiches Feld der Betätigung bieten wird, Präsident Sattele erstattete noch einen mit Beifall aufgenommenen Bericht über die von Vertretern der badischen Handwerkskammern, der Verbände der, badischen Gewerbevereine und der Handwerkergenossenschaften kürzlich ausgeführte Studienreise nach Österreich, die den Zweck verfolgte, die dortigen genossenschaftlichen Einrichtungen und die Beteiligung derselben an den Heereslieferungen kennen zu lernen. .Nach verschiedenen kleineren Mitteilungen schloß die harmonisch verlaufene Sitzung um 5 Uhr. dl. Gerwsse«fchalMches. Jirhresschtußrechnung dez Wicscntöler Hautlager, c. G. m.li. -H., Lörrach, auf 31. Dezember 1915. Vermögen. Schulden. ./? ./z Kassen-Konto . . . 1.35 Geschäftsgutbaben- Postscheck-Konto . . 50.64 Konto- - - . . 15461.55 Banken-Konto. - . 59109.45 Fettschmelzebau- Vorschuß-Konto . . 6611.20 fonds Konto . - 13940-70 Lchuldner-Konto. .104 592.47 Gesetz!. Rücklage - - 4274-10 Bindfaden-Konto . 1100.10 Gläubiger-Konto - .147294.50 Kochsalz-Konto - > 2293.20 Sonderrücklage - 4706-12 Darm- u-Gewürz-Kto 9728-75 Gewinn-Vortrag - - 593.77 iöautseiler-Konto. . 384.— Gewinn 1915. . - 13272-27 Stammanteil -Konto 929.3S Mobilien-Konto . . 200.- Neichsanleibe - Konto 14 512.50 199543.01 199543.01 Mitglisderbewegung: Zahl der Mitglieder am 31- Dezeucher 1914: 162: Zugang: 7, Abgang: 5, mithin Mitgliederzahl am 31. Dezember 191-5: 164. Im Laufe des Geschäftsjahres haben sich die Mitgliedergujhaben um 123.05 M. vermehrt und die Haftsummen um 200 M. vermehrt. Die Gesamthaftsumm» aller Mitglieder beträgt am Jahresschluß 16 400 M. Lörrach, den 1. Januar 1916. Der Borstand: - Gottlieb Schmidt. August Sah. Vorstehende Bilanz har der Vorstand und Aufsichtsrat in allen Teilen geprüft und für richtig befunden. Der Aufsichtsrat: . F. Reif, Maulburg, F. Pfänder, Wollbach, - Emil Brändlin. Schopfheim, Nik., Rau PP, Lörrach. Jahresschlußrechnung der Eisgenofsenschaft vereinigter Konditoren, e. G. m. b. H., Freiburg i. Br., auf 30. Sept.1915. Vermöge^. Schulden. Kassenbestand. . . 10.54 Bankguthaben . . 268.50 Warenbestand . . 18980 Geschäftseinrichtung 3356.— Verlust-Vortrag . . 1675.16 5500.— Geschnftsgnthabs« . 5500.— 5 50A — Mitgliederbewegung: Zahl der Mitglieder am 30. September 1914: 11, Zugang: 0, Abgang: 0, mithin Mitgliederzahl am 30. September 1915: 11. Im Laufe des Geschäftsjahres Haben sich die Mitgliederguthaben weder vermehrt noch vermindert und die Haftsummen ebenfalls weder vermehrt nach vermindert. Die Gesamthastsumme aller Mitglieder beträgt am Jahresschlutz 5 500 M. Freiburg i. Br., den 80. März 1916. E. Großbruchhaus. C. G. H e r z o g. Jahresschlutz der Einkaufsgenoffenschaft der Friseure, e. G. b. m. H., Offenburg. Vermögen: Schulden: Kassenbestand . . . Warenbestand . . . Gläubiger .... 311.55 237.87 615.73 Geschäftsguthaben . . Gesetzliche Rücklage . Reingewinn. .6 831.— S5.S3 178.83 Summe . 1 06515 Summe . 1 065.15 Mitgliederbewegung: Zahl der Mitglieder am 1. vermehrt noch vermindert und die Haftsummen ebenfalls Januar 1916: 13, Zugang: 0, Abgang: 0. mithin Mit- weder vermehrt noch vermindert. Die Gesamthastsumme gliederzahl am 31. Dezember 1913: 13. Im Laufe des aller Mitglieder beträgt am Jahresschlutz: 1300 M. Geschäftsjahres haben sich die Mitgliedergutbaben weder Offenbnrg, den 16. Februar 1916, Ter Vorstand: Der Aufsichtsrat: Fr. A porta. Fr. K e m p s. Emil Egli. Joi. Huber. Otto F e d e r e r. Z.ahrcsschlutzrcchnung aus 31. Dezember 1915 der Schuhmacher-Rohstoffgenosienschast, c. G. m. b. H., Verm*ögen. _ Freiburg i B. _ Schulden. Kassenbestand. . 401.31 Geschäftsguthaben . . .. 13 601.96 Bankguthaben. . 4 598.— Schuldner. . 3 478.15 Warenbestand .. .10 149.29 Gesetzliche Rücklage . . . 2 536.— Fahrnisse. . 1.— Sonderrücklage . . . Gläubiger. Geschäftsanteile. Reichsanleihe . . . . . . .8 312.94 ----- 2000.— Summe . . 25 962.54 Reingewinn. Summe . . 25 982.54 Mitgliederbewegung: Zahl der Mitglieder am 31. Dezember 1914: 33, Zugang: 8, Abgang: 0, mithin Mitgliederzahl am 31. Dezember 1915: 41. Im Laufe des Geschäftsjahres haben sich die Mitgliederguthaben um Frciburg i. B., den 17. Februar 1916. Der Vorstand: Kriedr Huber. Fridolin Blattmann. Fr. Larinaer. 4352.76 M. und die Haftsumme um 10600 M. vermehrt. Tie Gesamthaftsumme aller Mitglieder beträgt am Jahresschluß: 20 500 M. Der Aufffchtsrat: Alfred Bea sen, Caspar Sora 222 Kriegsstatistik der Lieferungs- und Einkaufsgenoffenschaft der Sattler- und Tapeziermeister, e. G. m. b. H., Konstanz. Ter Verband Badischer Handwerkergenossenschaften, e. V., Karlsruhe wird im Monat April zur Aufstellung einer Kriegs st ati st ik einen Fragebogen mit 9 Fragen an seine Genossenschaften hinausgeben, der die Jahre 1918, 14, 15 und 1916 biH 1. April) umfaßt. Tie ersten 4 Fragen beziehen sich auf die Zahl der Beitrittserklärungen, Kündigungen,Todesfälle, darunter die infolge des Krieges vorgekommenen, und die Ausschließungen. Weitere 4 Fragen verlangen Auskunft über die Höhe der Geschäftsanteil-, Waren- und Lieferungs-Dividenden, des Reingewinnes, der Verluste und der Überweisungen an dieReser - v e n. Die 9. Frage befaßt sich mit der Beteiligung der Genossenschaften an den vier Kriegsanleihen. Der Öffentlichkeit werden die Zahlenangaben sämtlicher Genossenschaften in einer Summe unterbreitet werden. Heute schon kann man sagen, daß die Kriegsanleihebeteiligung der Handwerkergenossenschaften eine erfreuliche war. Selbst eine der jüngsten^Nenossenschaften, die Lieferungs- und Einkaufsgenossenschaft der Sattler- und Tapeziermeister, e. G. m. b. H., Konstanz, die mit namhaften Heeresaufträgen gleich zu Beginn ihrer genossenschaftlichen Tätigkeit bedacht war, zeichnete bei der vierten Kriegsanleihe 3009 M. Zu diesem Erfolge darf die Genossenschaft nicht nur aus vaterländischen Gründen beglückwünscht werden, sondern sie hat auch damit bewiesen, daß sie die altbewährte Genossenschastslehre erfaßt hat, welche die Bildung eigener Mittel, eigenen Genos- senschäftsvermögens verlangt War die Gründung des Verbandes Badischer Handwerkergenossenschaften im Dezember 1905 das Signal zum Wecken der Handwerkergenossenschaften, so darf heute nach zehn Jahren gesagt werden: „Das Badische Handwerkergenossenschaftswesen ist auf dem Marsch." . o . . Gewerbliche Kriegsmaknahmen. Beschlagnahmefreies Mehl. Ein vom Badischen Konditorenverband unter anderem in Nr. 6 vom laufenden Jahrgang der Fachzeitschrift „Die deutsche Konditorei" veröffentlichtes Rundschreiben, nach welchem die Konditoren sich wegen des Bezugs von befchlag- uahmefreiem Mehl an die Reichsgetreidestelle in Berlin durch Vermittlung der Kommunalverbände wenden können, gibt uns Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß diese Mitteilung auf einem Irrtum beruht. Die Reichsgetreidestelle verfügt nicht über beschlagnahmefreies Mehl, das zur Belieferung an Konditoren Verwendung finden kann. Nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen wird es für Bäcker und Konditoren überhaupt kaum noch möglich sein, beschlagnahmefreies Mehl zu erhalten, denn als beschlagnahmefrei würde, wie wir in der Abhandlung „Befchlag- nahmefreies Mehl", in Nr. 38 der Badischen Gewerbe- und Handwerkerzeitung, Jahrgang 1915 S. 675 dargelegt haben, nur nachweislich aus dem Ausland eingeführtes Mehl gelten können. Durch die Bundesratsverordnung vom 11: September 1915 ist aber bestimmt worden, daß aus dem Auslande eingeführtes Getreide oder Mehl an die Zentral-Einkaufs- gesellschaft in Berlin zu liefern ist. Deshalb kann jetzt „beschlagnahmefreies Mehl" im freien Handel kaum noch zu haben sein. Wir raten den Konditoren und Bäckern zur Vermeidung der Bestrafung zur größten Vorsicht gegenüber Angeboten auf sogenanntes „beschlagnahmefreies Mehl". Nolkswirt sch aftliches. Maßnahmen zur wirtschaftlichen Förderung des Handwerks während und nach der Kriegszeit. Vortrag, gehalten beim III. Jnstruktionskursus der Handwerkskammer Mannheim von Syndikus Hau her sen. (Schluß.) Gleich wichtig für die wirtschaftliche Hebung des Hand- - werks und für eine zweckmäßige Gestaltung des Zahlungsverkehrs ist eine andere Genossenschaftsform, die Einziehungsgenossenschaft. Das Borgunwesen gehört zu den unerfreulichsten Erscheinungen des gewerblichen Lebens, und seine wirksame Bekämpfung gehört zu den verdienstvollsten Aufgaben der Gewerbesörderung. Wie bereits ansaeführt wurde, haben wir dieser Angelegenheit unsere besondere Aufmerksamkeit zugewendet, und es wird demnächst eine Denkschrift erscheinen, die sie von allen Testen beleuchtet. Wir haben auch eine Ein- ziehungsgcnossenschaft gegründet und Zweigstellen angegliedert, die erfreuliche Erfolge zu verzeichnen haben. Es ist aber wünschenswert, diese Einrichtung weiter auszubauen, um eine durchschlagende Wirkung zu erzielen. Meines Erachtens wäre auch hierfür die Spargenossenschaft eine geeignete Grundlage und zwar durch den Ausbau zu einer Spar- und Einziehungsgenossenschaft. Ich habe bereits bemerkt, daß die Spargenossenschaften einen Verband mit einheitlicher Buch- und Rechnungsführung bilden sollen und es wäre doch unschwer zu bewerkstelligen, daß mit den Sparbeträgen auch die Rechnungen der Kunden eingezogen und die eingehenden Zahlungen den einzelnen Mitgliedern aus ihr Konto gutgeschrieben würden. Satzuugsgemäß hätten diese Einziehungsgenossenschaften, die selbstverständlich in das Genossenschaftsregister einzutragen sind, etwa folgende Aufgaben zu erfüllen: Tie Einziehung der Forderungen für Mitglieder und nach Ermessen des Vorstandes auch für Nichtmitglieder; Erteilung oder Vermittelung von geschäftlichen Auskünften über Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit; Förderung und Einführung geordneter Buchführung: Erteilung von Ratschlägen in geschäftlichen Schwie- rigkeiten und gegebenenfalls Herbeiführung von Vergleichen. Derartige Genossenschaften, die zum Teil auch denNamen Einziehungsämter führen, gibt es im Deutschen Reiche in verschiedenen Städten. In weiteren Kreisen ist das „Einziehungsamt" der Kreditgenossenschaft Neiße bekannt. Seine Einrichtung ist für viele Stellen vorbildlich geworden. Der Hauptzweck des Einziehungsamtes besteht darin, die Kreditgewährung in gesunde Bahnen zu lenken und Außenstände in zweckmäßiger Form in Betriebskapital umzuwandeln, vor allem ober eine Vermittlungsstelle zu schaffen, die es auch dem Schuldner ermöglichen soll, seinen Verbindlichkeiten nachzukommen, ohne daß seine Existenz dadurch gefährdet wird. Es kann sich dabei nicht darum handeln, nur alte, faule und längst verfallene Forderungen einzuziehen, sondern es ist notwendig, daß die ganze Zahlungsweise im Handwerk eine durchgreifende Änderung erfährt, mit anderen Worten, daß Abrechnungsstellen für das Handwerk errichtet werden, die dann auch die ganze Rechnungsführung zu übernehmen hätten. Ich habe diese Gedanken schon vor mehr als 13 Jahren ausgesprochen, von durchaus maßgebenden Personen wurden meine Vorschläge als beachtenswert bezeichnet, aber die praktische Durchführung hielt man zu schwierig, weil man Handwerker voraus- setzte, die es, wie man glaubte, noch nicht gibt. Mit Bezug daraus erklärte mir damals ein jetzt längst zur ewigen Ruhe eingegangenes Mitglied eines angesehenen Vereins: „Bei uns traut keiner dem andern". Heute finden wir ernste Männer der Wissenschaft — es sei nur an den Herrn Landgerichtsrat Mangler in Dresden erinnert, der auf diesem Gebiet schöpferisch tätig ist — und Männer der Praxis, die sich in den gleichen Gedankengängen bewegen, und es ist begründete Aussicht vorhanden, daß aus dem Streit der Ansichten b-rmis brauchbare Einrichtungen entstehen. Was nun die Buch- und Rechnungsführung der Einziehungsgenossenschaften oder die Zahlungsämter, wie sie da und dort bezeichnet werden, betrisst, so wäre es empfehlenswert, wenn ihre Geschäftsstellen auch die Führung der Hauptbücher kleinerer Handwerkergenossenschaften, die keine eigenen Buchhalter einstellen können, besorgen. Es ist nur in seltenen Fällen möglich, daß der Leiter z. B. einer Einkaufs- oder einer Lieferungsgenossenschaft seinem eigenen Geschäft vorsteht, den Einkauf oder Verkauf der Genossenschaft besorgt und auch in einwandfreier Weise die Geschäftsbücher führt. Er tut meines Erachtens vollauf seine Schuldigkeit, ivenn er in letzterer Beziehung die Ein- und Ausgänge in ein Tagebuch einträgt und die Übertragungen der zentralen Buchführungsstelle überläßt. Tatsächlich wird dieses Geschäft auch bei vielen kleineren Genossenschaften nicht vom Geschäftsführer, sondern in der Regel von einem Kaufmann im Nebenamt besorgt, wobei häufig Unzuträglichkeiten verschiedener Art nicht hintangehalten werden können. Für unsere Spargenossenschaften haben wir bereits Formulare für die Rechnungsführung mit Mustereinträgen bearbeitet, auch für einige Einkaufs- bezw. Werk- und Lieferungsgenossenschaften besorgt die Einziehungsgenossenschaft die Buchführung. Es ist also nicht nur graue Theorie, was ich Ihnen vortrage, sondern es sind beachtenswerte Versuche, die die Prüfung bestanden haben. Erwünscht wäre die Mitwirkung des Verbandes badischer Handwerkergenossenschaften und des Landesverbandes der badischen Gewerbe- und Handwerkervereinigungen, namentlich seiner Abteilung „Buchführungsgenossenschaften" bei der Durchführung dieser aussichtsreichen Maßnahmen. Es ist selbstverständlich ganz unmöglich, im Rahmen eines Referats auf alle Einzelheiten einzugehen, es soll vielmehr nur auf die Hauptpunkte hingewiesen werden, auf die es in erster Linie ankommt und da ergibt sich aus meinen bisArigen Ausführungen, daß es sich handelt um die Organisation des Geld- und Kreditverkehrs und um die der Arbeitsvergebungen. Zwischen beiden Fragen besteht eine innige Wechselwirkung. Geld und Kredit sind für einen rationellen Geschäftsbetrieb unentbehrlich und ihr unwirtschaftlicher Gebrauch rächt sich früher oder später, die reichsten Geld- und Kreditquellen aber versiegen, wenn sie nicht mindestens durch einen dem Abfluß entsprechenden Zustrom aus dem Arbeitsertrag gespeist werden. Auch die erwähnte Hilfsaktion, durch Gewährung von Darlehen den aus dem Felde heimkehrenden Handwerkern unter die Arme zu greisen, wird ihren Zweck verfehlen, wenn keine Arbeitsgelegenheit geboten wird und wenn die Arbeitsvcrgebungen nach dem für den Gewsrbestand so verhängnisvollen System der öffentlichen Submission erfolgen. Darüber kann gar kein Zweifel bestehen, daß das übliche Submissionsverfahren in manchen Kreisen geradezu verheerend gewirkt hat. Tie Listen der um Kriegsunterstützung nachsuchenden Angehörigen der im Felde stehenden Handwerker reden eine gar eindringliche Sprache. Hat doch eine Ehefrau ihre bedrängte Lage damit begründet, daß ihr Mann genötigt war, Submissionsarbeiten auszuführen, bei denen bekanntermaßen wenig verdient wird. Wenn auf diesem wichtigen Gebiet nicht neue Wege eingeschlagen werden, dann bedeutet die gewiß wohlgemeinte Hilfsaktion einen Schlag ins Wasser, ja noch mehr: ein erheblicher Teil der dargeliehenen Beträge wird später auf das Verlustkonto gebucht werden müssen. Darüber kann meines Erachtens gar kein Zweifel bestehen, daß bei der Beibehaltung des schrankenlosen Uuterbietungsverfahrens der gewerbliche Mittelstand, der doch ein wertvolles Glied unserer Volkswirtschaft darstellt, was gerade die Kriegszeit mit wünschenswerter Deutlichkeit gezeigt hat, dauernd geschwächt wird, und sich verbluten mutz, wenn nicht rechtzeitig Abhilfe getroffen wird. Einen Fingerzeig, wie dies geschehen könnte, gibt die Vergebung von Heereslieferungen. Verschiedene Heeresverwaltungen setzen die Preise auf Grund sorgfältiger Berechnungen und Erhebungen fest und vergeben die Arbeiten an die zu diesem Zweck vorhandenen Organisationen oder durch Vermittlung der Interessenvertretungen von Industrie, Gewerbe und Handel. Mit dieser Form der Arbeitsvergebungen und einem der Eigenart der einzelnen Handwerke Rechnung tragenden Ausbau könnte man einverstanden sein und es darf erwartet werden, daß es dem guten Willen aller Beteiligten gelingen wird, eine Vergebungsart zu schaffen, die sowohl die vergebenden Behörden als auch die Organisationen des Gewerbes in gleicher Weise befriedigt. Es wäre zu empfehlen, mit den demnächst beginnenden Beratungen über die Fürsorge für die kriegsbeschädigten Handwerker auch die Frage einer zeitgemäßen Organisation des Lieferungswesens zu verbinden. Vor allen Dingen ist es notwendig und auch die heutige Versammlung ist dazu berufen, zu diesen Lebensfragen des Handwerks Stellung zu nehmen, Richtlinien für die gesamte Tätigkeit festzulegen und mit der gleichen Hingebung wie unsere Feldgrauen draußen an der Front in Feindesland an den festgesetzten Zielen unentwegt festzuhalten, bis sie erreicht sind. „Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern, in keiner Not uns trennen, noch Gefahr". So klingt es durch unsere deutschen Gaue, es ist der Grundton, den wir aus der Kriegszeit heraushören und der auch in der kommenden Friedenszeit Wert und Bedeutung behalten soll. Mit diesen Gedanken und Emp- findungen wollen wir an die Lösung unserer Aufgaben herantreten, diesen Geist wollen wir hinaustragen in alle Kreise, auf deren Mitarbeit oder Unterstützung wir rechnen, und wir dürfen zuversichtlich hoffen, daß der ziel-, bewußt, treu und unverdrossen geleisteten Arbeit ein gu- ter Erfolg beschieden sein wird. Vermischtes. Lehrling-Vermittlung der badischen Arbeitsnachweise. O Tie badischen Arbeitsnachweise betrachten schon seit Jahren die Lehrlingsvermittlung als eine ihrer wichtig- sten Aufgaben. Sie suchen im Zusammenarbeiten mit der Schule und den Organisationen des Handwerks den: Mangel an gewerblichen Lehrlingen zu begegnen und dem Handwerk einen tüchtigen Nachwuchs zuzuführen. Rechtzeitig vor Schulschluß, und zwar gewöhnlich im Dezember, richten die Anstalten an dis Schulbehörden das Ersuchen, die an Ostern zur Schulentlassung kommenden Schüler darauf hinzuweisen, wie wichtig für das spätere Fortkommen die Erlernung eines Berufes ist, und daß die Arbeitsnachweisanstalten den Lehrstellensuchenden jederzeit Lehrstellen Nachweisen können und ihnen bei der Berufswahl gerne mit Rat und Tat an die Hand gehen. Bei dem weiteren Ausbau dieses Vermittlungszweiges rechnen die Arbeitsnachweise auf die tatkräftige Mitwirkung der Handwerkerorganisationen. Diese Mitwirkung sollte insbesondere darin bestehen, daß den Anstalten durch Vermittlung der Organisation nach Möglichkeit alle offenen Lehrstellen bekannt gegeben werden. — ssr Ml MI Schriftleitung des vom Landesverband herausgegebenen Teiles in Rastatt. Der Landesverband der badische» Gewerbe- und Handwerker-Bereinigungen besitzt eine eigene Kranken- und Sterbekasse und zwei eigene Erholungsheime. Auskünfte bereitwilligst durch das Präsidium des'LandesveHandeS in Rastatt. ----- > - 7 ---- Jedes Mitglied ist für 150 Marl für Unfall mit Tod versichert, . -- ------ Inhalt: Ehrentafel. Zum 80. Geburtstag des Landesausschußmitgliedes Tos. Helffrich in Heidelberg. Hilfe für die Kriegsteilnehmer. Keine übereilte Berufswahl! — Interesse für daZ Handwerk! —- Hindenburg für die Handwerterintereffe«. — Das Bekleidungsgewerbe. — Gegen die Stofflieferung seitens der Kundfchaft. — Änlernung von Dachdeckern. — Soldat oder Gewerbegehilfe? Mitteilungen aus dem Bereinsleben: Hauptversammlung des - Gewerbevereins Karlsruhe. — Bezirksverband der gewerblichen Bereinigungen im Amtsbezirk Lahr. Briefkasten: Handrechen. — Adressen von Bilderleistenfabriken. Waldkurhaus Bad Sulzburg. — Kurhaus St. Leonhard. in Ehrentafel um für die im Kriege 1915 gefallenen, verwundeten und vermißte» Mitglieder des Landesverbandes der badischen Gewerbe- nnd Handwerker-Vereinigungen. Gefallen: Gewerbeverein Seelbach: Josef Schrempp, Maurermeister, Handwerkerverein Obergrombach: Hermann Lang, Schreinermeister. , >> .. . . . . . .. - - . > . .. — - . - Zum 89. Geburtstage des Laudesausschußmitgliedes Jos. Helffrich in Heidelberg. In einer Zeit schwerster Bangigkeit und Sorgen begeht ein Mann seinen achtzigsten Geburtstag, dessen Name mit der Geschichte des Landesverbandes der badischen - Gewerbe- und Handwerkervereinigungen aufs engste, verknüpft ist: Herr Schuhmacherm eistör Jos. Helffrich in Heidelberg hat das große Glück, am7. Aprilnochinkörperlicherund geistiger Frische im Kreise seiner Lieben das achtzigste Wiegenfest feiern zu können. ' Schon sehr früh sehen wir den tatenfrohen, von außer, ordentlicher Schlichtheit und Natürlichkeit getragenen Mann bei Len Organisationsbestrebungen des Handwerks und besonders bei Len sozialen Hilfebestrebungen für die- sen Stand in den vordersten Reihen. Sein rechtlicher Sinn und seine Lauterkeit erweckten unbedingtes Ve» trauen. So hat Helffrichs Ansehen und Geschick, Meinungsverschiedenheiten auf einer Linie zu einigen, viel zur Besei- . tigung des Kampfes unter dem organisierten Handwerk und Gewerbe beigetragen. Seit der erzielten Einigung der streitenden Verbände in dem Landesverband der badischen Gewerbe- und Handwerkervereinigungen ist nun der Jubilar ein eifriger Mitarbeiter im Landesausschuß und als Vorstandsmitglied in verschiedenen Verwaltungsabteilungen tätig. Unbestreitbar lag das Hauptgewicht seiner Fürsorgetätigkeit für den Gewerbe- und Handwerkerstand auf sozialem Gebiete. Als einer der ersten trat Helffrich auf Seite des Herrn Präsidenten, als es galt, die Sterbeküsse des Landesverbandes, deren Mitbegründer Helffrich ist, neu aufzubauen, das sog. Umlageverfahren durch das Prämien- aerfahren zu ersetzen. Begeistert nahm er den Vorschlag des Präsidenten auf, anläßlich der Jubiläumsfeier unseres verewigten Großherzogs zur Gründung des ersten -rutschen .Handwerkererholungsheimes zu schreiten. Eifrig half Helffrich an der Verwirklichung dieses Gedankens mit. Das Erholungsheim Bad Sulzburg war bald sein Lieblingsaufenthalt, warm von ihm den Verbündsmitglie- dern empfohlen. Neben dieser Tätigkeit für den Handwerkerstand versäumte Helffrich seine Pflichten als Gesckä^smann keineswegs. Eiserner Fleiß gepaart mit Umsicht während der langen Zeit seines Lebens gewähren heute dem Nestor unseres Landesausschusses einen sonnigen Lebens- abend. Helffrich fand sogar noch Zeit, sich besonders sozialpolitischen Aufgaben im engeren Wirkungskreis Heidelbergs mit erfolgreicher Wirksamkeit zuzuwenden. Wir alle sind stolz auf Helffrich, obwohl das Berufsleben der Handwerker viele tüchtige Männer hervorbringt. Man spricht gar zu wenig von ihnen, tveil das Handwerk in unserm Volke zu wenig geachtet ist. Andere Kreise und andere Berufsständs genießen mehr die dauernde Beachtung als das Handwerk. Um so mehr aber wollen wir im Handwerk selber die Männer her- vorheben, welche die menschlichen und männlichen Tugenden zu hoher Vollkommenheit zu entwickeln redlich sich bemühen. Der Tank dafür, daß Helffrich vorbildlicher Mitarbeiter auf dem wichtigen Gebiete der Organisierung des gewerblichen Mittelstandes gewesen ist, soll ebenso Lauernd sein wie die Verdienste des Jubilars um unsere Sache selbst. Möge er noch viele Jahre in körperlicher und geistiger Frische sich an der Weiterentwicklung des Landesverbandes der badischen Gewerbe- und Handwerkervereinigungen, insbesondere seiner Wohlfahrtseinrichtungen, erfreuen dürfen, die nach glücklicher Beendigung des schweren Krieges, den ein grausames Geschick dem deutschen Volk auf- erlegt hat. zu der Sonnenhöhe ihrer Bedeutung gelange» werden. Achtzig Jahr — da blinkt schon weißer Schein Des . nahen Winters herein. ...... Aber wem das Leben lo viel Segen gegeben. Der sieht im spät'sten Alter Frühsinas-cheinl Hilfe für die Kriegsteilnehmer. Tie Ge Werbebank (Vorichußvereüi, e. G. m. b. H.) Rastatt ist auf Antrag der Vorstands, insbesondere des Herrn Direktors Günter, der noch stets-ein warmes Herz für den Handwerker-Mittelstand gezeigt- hat, für die Hilfe der Kriegsteilnehmer bahnbrechend vorgegangen. Der Antrag des Vorstandes, der vom Aufsichtsrat wie auch von der Generalversammlung einstimmig genehmigt worden ist, hat folgenden Wortlaut: „Blankokredit darf nur innerhalb 10 Prozent der gesamten Reserven an kreditwürdige Kriegsteilnehmer und kreditwürdige, durch den Krieg geschädigte Angehörige des Mittelstandes, im Einzelfall im Höchstbetrag von 1500 M.» bewilligt werden." Mit diesem soll nicht gesagt sein, daß jeder Kriegsteilnehmer, der Geld braucht, Blankokredit erhält, wir verweisen auf das den Vereinen zugesandte Protokoll der letzten LandesgusschuUitzuuL welche diese Angelegenheit eingehend behandelt hat. Nur sei bemerkt, daß, wenn die. andern Kreditgenossenschaften diesenr nachahmenswerten Beispiel folgen würden, die Frage der Hilfsaktion zum großen Peil gelöst wäre. Die Gewerbebank Rastatt hat eine Reserve von 810 000 UN., mithin werden.für diese Hilfsaktion 81000 M. bereit gestellt. Hier sind die Gedanken von Schultze-Delitzsch verwirklicht.' Alle Hochachtung den Antragstellern' keine übereilte Berufswahl!— Interesse für das Handwerk! Auf die vielen Schwierigkeiten, .mit denen das Handwerk zu kämpfen hat, ist schon wiederholt hingewiesen worden.' Eine rächt geringe Schwierigkeit ist der Mangel an Arbeitskräften, besonders von Lehrlingen. Nährend sonst ein Teil ddr aüs der Schule ins erwerbstätige Lehen übertretenden Knaben dem Handwerk zuströmt, ist dieses Jahr eine Abnahme dieses Neuangebots an Lehrlingen zu befürchten. Die starke Nachfrage nach jugendlichen Arbeitern für alle möglichen Zwecke und Berufe bietet auch ungelernten K r ä f t c n die Gelegenheit, rasch eine Stelle zu bekommen, für die sofort ein verhältnismäßig hoher Lohn bezahlt wird. Das ist nicht nur -ür viele Eltern, sondern auch für die Knaben sehr , verlok- ke'nd. Verdient der Junge gleich nach der Schulzeit, so braucht er nicht nur keine Unterstützung von den Eltern mehr, er kann unter Umständen sogar noch die Eltern,-bezw. die Mutter oder die Geschvister unterstüMn. - Freilich hat dieses Streben.eine böse Keh r s e i.t e .auf welche, die Eltern hingewiesen werden müssen. Die VerWlt- nisse des. Arbeitsmarktes.gehen.mir.dem Frieden einest totalen Veränderung entgegen. Die Verdienstmöglichkeiten werden gerade für. die Kreise, die zurzeit besonders bevorzugt sind. nicht nur sehr, rasch und stark abnehmen, sondern der Verdienst selbst wird ganz erheblich für ungelernte Arbeiter zurückgehen; darüber sann gar keinHtveifel bektÄhert. Das gilt nicht nur für den männlichen, sonderst noch viel mehr für. den werblichen'Arbeiismarkt. Es wird ein solches Überangebot von ungelernten, bezw. nur angelernten Arbeitskräften vorhanden sein, daß eiste große Arbeitslosigkeit gerade für diese Arb'eiterschichten eintreten muß. Es wird zurzeit in den Kreisen des Handwerks und des Handels lebhaft darüber Klage geführt, daß unter dem Einfluß der Kriegsperhältniffe die Spezialberrtfe der Metallindustrie -Maschinen- und Motorenbau, Mechanik und Elektrotechnik — gegenüber den händwerks- mäßigen und auch den kaufmännischen Berufen einseitig und ohne innere Berechtigung in ausfälliger Weise bevorzugt werden. Zur Vermeidung von Enttäuschungen infolge über- nlrer Berufswahl sei nachdrücklichsi darauf Angewiesen,. daß sie augenblicklich beobachtete Vernachlässigung des- Handels und vorallem desHandwerks schwerwiegende Folgen zeitigen kann. Bei dem Zulauf zur Metallindustrie werden, ungeeignete Kräfte späterhin überhaupt kein Fortkommen sin- sen und unter größten Schwierigkeiten zu einem anderen Beruf übergehen muffen. Infolge des übermäßigen Zudrangs ,u den Berufen der Metallindustrie, droh! aber, auch d?m tüchtigen Nachwuchs häufige Arbeitslosigkeit; ganz abgesehen davon,. Laß es im Gegensatz zu anderen Berufen schwer möglich sein wird, sich'selbständig zu machen. . Das Handwerk wird nach dem Kriege wieder einen goldenen Boden haben. Bei dem allgemeinen Streben nmh Qualitäts- asthest wird in allen Berufen lebhafte Nachfrage nach gelern- „ten, leistungsfähigen Kräften eintreten. Auch der deutsche Händel wird' wiel^r gefunden und erstarken. - Darum MUß den Eltern etngeschärst werden.: ^ Laßt Euch bei der Berufswahl Eurer Söhne flicht von dem in Einzelnen Gewerben- zurzeit beobachteten günstigen Geschäftsgänge be- einflüffen. Trefft Cure endgültige Entscheidung erst nach reif sicher Überlegung. Führt Eure Jungen e in-em H qndw er k zu; wo er eine ordentliche Lehde durchmacht, anstatt ihn sofort ohne Lehre.verdienen zu lassen. ' Neben den E l t e r n dürfte es. auch Aufgabe, dep-: S'.ch ul - leit er sein, ernstlich die Jugend auf den Vorteil hinzuweifen, den eine ordnungsmäßige Lehre im Handwerk unter allen Umständen verbürgt. ... Allerdings: Für die Eltern und Vormünder, die sich, wieder vtzr die überaus wichtige Ausgabe gestellt sehen, ihre K in- der und Mündel einem geeignetenBerufezu- I U führen , ist es schon bisher nicht immer leicht gewesen, , elbständig paffende Lehrstellen ausfindig zu. .machen, und gerade jetzt bestehen besondere EchtbierigLiien: Piele Geschäftsinhaber- und Meister stehen im Fmdei Leßrstellengtsu- chen stehen deshalb vielfach nicht die erforderlichen Lehrstellen gegenüber, .-An - alle, .die ihrem-Geschäfte noch nachgehen, ergeht die dringende Bitte, sich zur Ausbildung von. Lehrlingen m.viel größerem llmfange- wie,'bisher bereitfinden zu. lasten. Indem die Herren Meister und Geschäftsinhaber ihr Können in den Dienst der Berufserziehung stellen, erleichtern sie nicht -nur Estern und Vormündern-die Sorge um das Fortkommen ihrer Kinder und Pflegebefohlenen, sie dienen vielmehr auch ihrer eigenen S ache, da sie ihrem Beruf und Gewerbe einen tüchtigen.Nachwuchs: und eine leistungsfähige Gehilfenschaft heranVilden helfen. Infolge der verlustveichen Kämpfe unserer: Truppen muß mit der Wahrscheinlichkeit gerechnet werden, daß nach Beendigung des Krieges ein stärker Mangel an Qualitätsarbeitern vorhanden sein wird; dis Herstel lung von Q u al tt äts war e'ist bekanntlich einer der her vorstechendsten Merkmale der deutschen Wirtschaft. Auf ihr beruht unser W e l tru f und nicht zum geringsten auchunser Wohlstand. Ein Mangel an QualitStSarVeitern kann da her für unsere wirtschaftliche Entwicklung von dem allergrößten Nachteil begleitet ftin, im besonderen Sa er schon jetzt in manchen Betrieben empfindlich gefithlt wird.: Eg ist also, ohne. weiteres klar, daß. jeder einzelne- der irgendwie dazu in der. Lage . ist, , verpflichtet; ist, sich der ordnungsmäßigen Ausbildung junger Leute anzunehmen. Die Fürsorge für einen ausreichenden gewerblichen. Nachwuchs ist in her Tat eine der wichtigsten Ausgaben, vor die sich'im Interesse einer gedeihlichen Entwicklung unserer Volkswirtschaft alle beteiligte» Kreise insbesondere cn dieser harten Zeit gestellt sehen. ' : '- Hindenburg für die Handwerkerintereffen. Es ist eine alte und unbezwetfelbare Wahrheit, daß der Handwerkerstand und mit chm der gairzs erwerbstätige Mittelstand das Rückgrat jeder gesunden Volkswirtschaft bildet. Dieses Rückgrat widerstandsfähig zu machen und zu erhalten, muß daher auch die stete Sorge aller nationalen Wirtschaftspolitik sein. Nun wissen wir aber ebensogut, daß der erwerbs- , tätige Mittelstand durchaus nicht wirtschaftlich stark genannt werden kann, wenn man die Stärke der'wirtschaftlichen Kraft — wie cs. nationalökonomisch gerechtfertigt erscheint — nach der vorhandenen Kapiialreferve und Finayzkrast SiNes Er» werbsstandcs bemißi. Diese wirtschaftliche Schwäche bestand beim Handwerkerstand auch schon vor dem Kriege. Damals war'sie aber keine besondere Gefahr, denn dieser Schwäche stand die herrliche Energie und die pflichtgetreue Arbeitskräft als Ausgleich gegenüber. Nun . kam. der Weltkrieg und legte zu einem erheblichen Maße'diese Arbeitskräft des gewerblichen Mittel- siandes lahm, tHsdurch eine Gefahr für däs Handwerkerleben in der Zukunft sich drohend erhob, die es zu beseitigen gilt. Da der Handwerksbetrieb sich auf.die Arbeitskraft des Meisters aufbaut, so geht er zugrunde, wenn kein anderweitiger Ausgleich geschaffen, wird. Mangels eigenen Betriebskapitals und Reservekapitals mutzte der Handwerkerstand mit Kredit arbeiten; die fälligen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erlöse . der Arbeit bezahlt. Wo , nun der Meister eingezogen wird. da schwindet die Arbeitskraft, und die unbeglichenen Verbindlichkeiten ruinieren den Betrieb. Hier mutz mit Kapital eingegrisfen werden, damit diese zahlreichen Betriebe erhalten werden. Dies ist eine unabweisbare Forderung nationaler Wirtschaftspolitik; es ist aber auch eine Pflicht der Gesamtheit gegen unsere heldenmütigen Kollegen, die mit ihrem Blut die Sicherheit des Vaterlandes gegen neidische und rachsüchtige Feinde verteidigen. Da stehen sie drautzen an der Front in Wettersturm und Trommelfeuer. Mutig bieten sie dem Feinde die treue deutsche Brust und fürchten autzer Gott nichts auf der Welt. Doch in den wenigen Stunden stiller Rast, da kommen Gedanken trauriger Art in ihre Herzen geschlichen, sie denken der Liehen daheim, die sie vor d«n Feinde schützen; sie denken der Zukunft, für die sie kämpfen und denken der wirtschaftlichen Lage, der sie im Frieden entgegengehen. Wie wird es dann aussehen für den heimkehrenden Handwerksmann, für den kleinen Geschäftsmann, dessen Betrieb verödet und stillgelegt ist, da er seit Wochen und Monaten von Hause fort ist? Zwar wissen wir, daß nichts den unbeugsamen Mut des Deutschen brechen kann; aber wie steht es um sein Herz, dem die Arbeit und ihr Erfolg so teuer ist. Es ist nun verständlich, datz ihm das Herz schwer werden muh, wenn er der Zukunft gedenkst die ihm als Lohn für seine opferwillige Treue nicht als düsteres, wohl aber als sonniges Ziel vorleuchten sollte. Dass hier helfend eingegriffen werden mutz, ist klar. Wohl haben denn auch die Berufsvertreter ihre mahnende Stimme erhoben, wohl haben Reichstag und Landtage sich geregt, und der Staat schickt sich an, Mahnahmen zur Abhilfe zu schaffen. Und mit machtvoller Fürsprache für die kämpfenden Handwerker ist ein Mann auf den Plan getreten, dessen Stimme ins Gewicht fällt; ein Mann, dessen Eintreten wohl im ersten Augenblick überrascht, dessen Eintreten aber so natürlich ist. Deutschlands groher Heerführer, der Retter der Ostmark, der Bezwinger der räuberischen Moskowiterhorden, unser Hindenburg ist nicht nur das leuchtende Vorbild seiner Soldaten, sondern trägt im Busen auch ein warmes Herz für Deutschlands Streiter, ein Herz, das nicht nur das gegenwärtige Wohl der ihm vom Kaiser und vom Vaterland anvertrauten Krieger erwägt, sondern auch an ihre Zu- kunft denkt. Und er, der unter seinen Soldaten lebt und mit ihnen fühlt, der ihre Hingabe an die grotzen Ziele kennt, aber auch ihren Sorgen und Nöten sein Herz nicht entzieht, hat ein Wort für sie eingelegt, das gewichtig ist und Folgen gezeitigt hast die wir mit Freuden begrüben müssen und die besonders dem Handwerkerstand als einen machtvollen Förderer ihrer Interessen den grotzen Feldmarschall dankbar erscheinen lassen. Denn in einer Eingabe an die massgebenden Stellen, beschäftigt sich Hindenburg eingehend mit der unendlich wichtigen Frage nach der Sicherung der wirtschaftlichen Fürsorge für die Angehörigen von Handwerk und Mittelstand nach dem Kriege. Mit dem Hinweis auf das eherne Pflichtgefühl und den todesmutigen Geist unserer Armeen tritt er warm dafür ein, datz durch möglichst baldige Regelung dieser Frage den im Felde stehenden Soldaten die Sorge um ihr und ihrer Frauen und Kinder Schicksal nach dem Kriege genommen wird und die Gefahr der Verarmung und des wirtschaftlichen Zusammenbruchs von ihnen gewendet werde. Ln der uns Handwerkern so teueren Eingabe heiht es unter anderem in des Feldmarschalls eigenen Worten: „Nach der Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft sind gerade die kleineren G e s ch a s l s b e t r l e b e fast ausnahmslos auf die Inanspruchnahme erheblicher Kredite angewiesen. Für die zurückgebliebenen Frauen und Angehörigen ist es eine ständige schwere Sorge, bei den' durch den Krieg geschaffenen Zahlungs- und Absatzverhältnissen das Geschäft des Mannes oder Vaters aufrecht zu erhalten. Diese Sorge aber wirkt lähmend aus den Mann im Schützengraben, umFo mehr, wenn er keine Aussicht auf Hilfe und Besserung, jetzt, wie nach dem Friedensschluss zu erkennen vermag. Hier entscheidende Abhilfe zu schassen, ist für die wirtschaftliche Kraft und damit für die Zukunft unseres Vaterlandes von grösster Bedeutung. Das Reich mutz die Gefahr beseitigen, dass ein großer Teil seiner tüchtigen und wirtschaftlich selbständigen Söhne verarmt aus dem Kriege heimkehrt und Gefahr läuft, sofort den Gläubigern in die Hände zu fallen und wirtschaftlich mit Frau und Kindern zusammenzubrechen. An solchen Nöten darf auch der Heerführer, dem die Sorge um das Wohl seiner Soldaten am Herzen liegt, nicht achtlos vorübergehen. Es ist mir daher eine warmempfundene Pflicht, auf die oben geschilderten Gefahren und auf die Notwendigkeit hinzuweisen, rechtzeitig auf dem Wege der Gesetzgebung Hilfe zu schaffen. Das Pflichtgefühl und der todesmutige Geist unserer Armeen verlangt Gegenleistung zu Hause auch auf diesem Gebiete. Die Nervenkraft jedes einzelnen Mannes, die die Grundbedingung bildet nicht nur für das Durchhalten, sondern für den entscheidenden Sieg, verlangt als sichere Vorbedingung das Bewußtsein der wirtschaftlichen Sicherheit für die Daheimgebliebenen und die Hoffnung emporstrebender BetätigungsMöglichkeiten nach dem Frieden." v. Hindenburg, Generalfeldmarschall und Oberbefehlshaber der gesamten deutschen Streitkräste im Osten. Das Bekleidungsgewerbe. Kurz nach Ausbruch des Krieges wurde dem Bekleidungsgewerbe vorausgesagt, daß es auf eine starke Einschränkung seiner Tätigkeit sich gefaßt machen müsse: »es ist besser, man schaut dieser Eventualität und Gefahr bei Zeiten ins Gesicht, anstatt man sich immer noch Aussichten vorgaukelt, die sich bei der wirtschaftlichen Gesamtlage nun einmal nicht erfüllen können." Nun soll zugegeben werden, datz infolge der reichen Vorräte an Rohstoffen im Textilgewerbe und an fertigen Waren der Geschäftsgang noch lange Zeit gut bis befriedigend blieb, aber schon die Maßnahmen im Textilgewerbe ließen darauf schließen, datz auch das Bekleidungsgewerbe bald durch die Wirkungen des Wirtschaftskrieges ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen würde. Dieser Zeitpunkt ist nunmehr eingetreten: die Erhebung über die Vorräte und ihre Beschlagnahme zeigen uns an, datz wir mit diesen Waren sehr sparsam umgeben müssen, da eben die Zufuhr der Rohstoffe unterbunden ist. Die Zivilbevölkerung mutz soviel wie nur immer möglich mit der Kleidung und Wäsche auszukommen suchen, die sie zurzeit gerade besitzt. Das mag für viele Kreise sehr unangenehm und lästig sein, aber unsere Widerstandsfähigkeit wird durch eine solche Einschränkung nicht in Frage gestellt, und das ist für die Dauer des Krieges die Hauptsache. Die Kriegsmode wird darin bestehen, datz man die alten Kleider aufträgt und in einer Weise schont und ausbessert, wie man es vor dem Kriege nicht mehr für nötig gehalten hätte. Dass eine solche Einschränkung im Verbrauch das Bekleidungsgewerbe in einen Zustand der Mattigkeit versetzen wird, das ist gar keine Frage. Arbeitgeber und Arbeiter, Großhändler und Detaillisten, nicht unbeträchtliche Kapitalien werden betroffen. Die Bedeutung des Bekleidungsgewerbes im wirtschaftlichen Prozesse geht daraus hervor, daß es unter Ausschluß des Schuhgewerbes 934 247 Erwerbstätige umfaßt. Setzt man die Gesamtheit aller Erwerbstätigen im Deutschen Reiche gleich 10 000, so kommen auf das Bekleidungsgewerbe im engeren Sinne 357 Erwerbstätige. Nimmt man das Schuhgewerbe noch hinzu, -so steigt die Ziffer auf 4M. Im Bekleidungsgewerbe im weiteren Sinne werden nach der Berufszählung vom Jahre 1907 557 667 Selbständige ohne Hausgewerbetreibende und 106 399 Hausgewerbetreibende gezählt. Arbeitskräfte werden 675502 ermittelt., worunter 583 880 in gelernter und 91 621 in ungelernter Arbeit tätig waren. Außerdem halfen noch 31 642 Angehörige bei der Erwerbsarbeit mit. Die ganze Schichte der Erwerbstätigen, Dienenden und Angehörigen stellte sich auf 2,64 Millionen Köpfe. Nach der Größe der Betriebe gliederte sich das Bekleidungsgewerbe unter Ausschluß der Schuhmacherei, wie folgt: Kleinbetriebe (1—5 beschäftigte Personen) 467 515 Betriebe, 854 725 Personen, Mittelbetriebe (6—50 beschäftigte Personen) 14 760 Betriebe, 173 336 Personen, Großbetriebe (50 und mehr beschäftigte Personen) 906 Betriebe, 106 186 Personen. Es überwiegen also weitaus die Kleinbetriebe. In dieser Zusammenfassung sind aber nicht nur die Betriebe der Schneiderei und Konfektion enthalten, sonder auch die Näherei, sodann eine Reibe von Gewerbearten, die durch die nunmehr erfolgten Maßnahmen noch wenig oder auch gar nicht betroffen werden. Dagegen kommt allerdings noch der Handel hinzu, der ebenfalls stark betroffen wird. Es handelt sich hier etwa um 55797 Betriebe mit 222770 beschäftigten Personen. Nun trifft die Einschränkung der Warenherstellung und des Umsatzes im Handel die Betriebe dem Grade nach sehr der schieden. Ein gewisses Maß von Arbeitsgelegenheit bleibt nach wie vor bestehen, aber wie im Textilgewerbe muß mit einer 327 fortschreitenden Verminderung der Beschäftigten gerechnet werden. Sehr stark ist im Bekleidungsgewerbe das weibliche Geschlecht vertreten. Bon den in sämtlichen Betrieben tätigen Personen ist nicht ganz die Hälfte weiblich. Eine Überleitung in andere Berufe ist hier aus mancherlei Gründen nicht nur schwer, sondern vielfach auch unmöglich, weswegen hier eine Unterstützung der Hilfsbedürftigen aus öffentlichen Mitteln notwendig werden wird, die ja auch schon grundsätzlich wie im Textilgewerbe in Aussicht genommen ist. 7 Gegen die Stofflirferung seitens der Kundschaft. Vielfachem Wunsch zufolge bringen wir nachstehend ein Gedicht zum Abdruck, welches sich vorzüglich dazu eignet, auf Geschästspapieren und besonders auf den Rückseiten der Rechnungen abgedruckt zu werden: Es ist nicht recht, daß man dem Schneider Den Tuchstoff in die Hände gibt. Wie es so manchem Kunden leider Nach altem Brauche noch beliebt. ES ist nicht recht. Ihr gebt dem Schreiner Ja auch kein Holz für Kanapee, Und brächte es woU dennoch einer, Ein böses Möbel wird's, o weh! Ihr gebt für Fuhbekleidungszwecke Nicht Leder ja dem Meister hin. Dem Sattler Stoff zur Pferdedecke Käm' das Wohl jemand in den Sinn? Es ist nicht recht, daß nur dem Schneider Den Stoff man bringt, bald schwarz bald bunt. Nicht billiger sind drum die Kleider, Denn dieser Stoff ist oftmals — Schund! Anlernling von Dachdeckern. Auch für das Dachdeckerhandwerk besteht die Gefahr, über kurz oder lang nicht mehr über soviel gelernte Arbeitskräfte verfügen zu können, wie es zur Leistung guter handwerksmäßiger Arbeit notwendig ist. Die Dachdeckerfirmen müssen daher der Anlernling neuer und guter Arbeitskräfte die größte Aufmerksamkeit zuwenden. Wünschenswert ist hierbei eine tatkräftige Unterstützung durch die Handwerker- Organisationen. Würde es sich nicht für daS Dachdeckerhandwerk empfehlen, in einer Denkschrift mit dem Charakter einer Werbeschrift die guten Aussichten darzulegen, die für den Dachdecker vorliegen? Die Erwägung dieser Frage in den Arbeitgeber-Verbänden des Dachdeckerhandwerks dürfte sehr am Platze sein. Soldat oder Gewerbegehilfe? Die ausführliche Begründung einer prinzipiell äußerst bedeutungsvollen Entscheidung der 8. Kammer des Berliner Gewerbegerichts wird vom Vorsitzenden Magistratsrat v. Schultz bekannt gegeben. Ter Kläger G. wurde Anfang März ISIS zum Heeresdienst eingezogen und wurde in seinem Fache als Monteur in einem für daS Heer arbeitenden Fabrikunternehmen beschäftigt. Wegen einer streitigen Lohnforderung und wegen Fehlens einer Arbeitsbescheinigung glaubte er, vor dem Gewerbegericht klagen zu müssen, da er sich als Gewerbegehilfe erachtete. Er wurde aber abgewiesen. In der Begründung heißt es u. a.: G. hat nur in Erfüllung militärischer Dienstpflicht gearbeitet. Wie aus dem Militärpaß Hervorgehe und durch die amtliche Auskunft bestätigt wurde, war G. in der Zeit für die er die Arbeitsbescheinigung verlange, Soldat. Für diese Zeit sei das Bestehen eines gewerblichen Arbeitsverhältniffes ausgeschlossen. Arbeitet ein Soldat bei einer Firma im Interesse des Heeres, so leistet er Militärdienst. Der Rechtsgrund seiner Verpflichtung zur Arbeitsleistung sei dann nicht der Arbeitsvertrag, sondern der militärische Befehl. Demnach habe für die in Frage kommende Zeit ein gewerbliches ArbeitsverhältniZ nicht Vorgelegen. — Diese Entscheidung ist für alle in einem ähnlichen Verhältnis arbeitenden Eingezogenen wegen der Versorgungsansprüche von ganz besonderer Bedeutung. Mitteilungen ««» de« Kerein-ledr«. kJ» dieser Rubrik finden Berichte über Berein-verfaimnlunge», für deren Inhalt die betr. Einsender di« Verantwortung tragen, kostenlose Aufnahme.) Hauptversammlung des Gewerbevereins Karlsruhe e. B. Der Gewerbeverein Karlsruhe, e. V., erledigte in seiner am Mittwoch, den 29. März, abends Uhr in der Brauerei Schrempp abgehaltenen 85. ordentlichen Hauptversammlung programmäßig seine Tagesordnung. Nach herzlichen Begrüßungsworten und einer kurzen Schilderung 8er Kriegslage des ersten Vorsitzenden, Hoflie - ferantenAnselment, erstattete der Schriftführer des Gewerbevereins. Gewerbelehrer Huber, eingehenden Bericht über die vielseitige, recht ersprießliche Tätigkeit im abgelaufenen Vereinsjahr ISIS. Der Bericht zeigte, daß der Gewerbeverein Karlsruhe innerhalb seines Wirkungskreises an den großen Ereignissen des Kriegsjahres sowohl helfend als auch in bezug auf wirtschaftliche Fragen lebhaften Anteil nahm und vor allem bestrebt war, das für Handwerk und Gewerbe Nützliche vorzuschlagen und zu erreichen. Zur sachgemäßen Beratung und Durchführung dieser überaus nutzbringenden Arbeit waren 9 Vorstandssitzungen, S Monatsversammlungen mit zeitgemäßen Vorträgen, 4 Bezirksversammlungen, 7 sonstige Sitzungen, also im ganzen 25 Sitzungen bezw. Versammlungen nötig. Zu verschiedenen Versammlungen wurden nicht nur die gewerblichen Vereinigungen der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe eingeladen, sondern auch diejenigen des Gaues Mittelbaden. Am 1. März 1916 hatte der Gewerbeverein .Karlsruhe 534 Mitglieder, darunter 4 Ehrenmitglieder. Der im Berichtsjahre verstorbenen 11 Mitglieder gedachte der Vorsitzende in ehrenden Wdrten, besonders der auf dem Felde der Ehre gefallenen Helden. Alsdann berichtete der Kassier. Hofschlosser meist er Blum, über die Kassenverhältnisse, die in mustergültiger Weise geführt, von beiden Kaffenrevisoren geprüft und für richtig befunden wurden. So wurde dem Kassier Entlastung erteilt unö gedankt, namentlich dafür, daß es ihm gelungen ist, durch möglichste Sparsamkeit und Ordnung im Vereinshaushalte auch im Kriegsjahre ISIS die Finanzen des Vereins aufrecht zu erhalten; gleichen Dank zollte man auch dem Vereinsschriftführer. Nachdem der Voranschlag für 1916/17 ohne Änderung genehmigt war, fand die Verleihung von Ehrenurkunden an folgende Herren für 25 jährige Mitgliedschaft statt: Adolf Fütterer, elektrische Installation, Schloffermeister Johann Kunz, Installateur Friedrich Mayer, Schloffermeister Eduard Meeß und Hoflieferant Tapeziermeister Jakob Stiel. Bei den nun folgenden Erneuerungswahlen wurden die ausscheidenden Vorstandsmitglieder auf Vorschlag von Buchbindermeister Friedrich Washausen durch Akklamation einstimmig wiedergewählt als Zeichen der Wertschätzung und des Vertrauens in die Bereinsleitung. Der Gesamtvorstand des Gewerbevereins Karlsruhe setzt sich demnach wie folgt zusammen: Hoflieferant L. Anselment, 1. Vorsitzender, Fabrikant O. Edelmann, 2. Vorsitzender, Gewerbelehrer F. Huber, Schriftführer, Hofschloffermeister E. Blum. Kassier; Beiräte: Glasermeister PH. Beck, Schloffermeister K. Daler, Bäckermeister G. Dennig, Schreinermeister G. Ebbecke, Schneidermeister A. Hunsinger, Grotzh. Regierungsrat H. Maier, Bauunternehmer F. Nagel und Hoflieferant Tapeziermeister I. Stiel. Worte der Anerkennung und des Dankes richtete am Schluffe des geschäftlichen Teiles» Hoflieferant Anselment an den zweiten Beamten am Großh. Landesgewerbeamt, Herrn Ingenieur W. Bucerius, für seine umfangreiche, eifrige und ersprießliche Tätigkeit, hie er während des Krieges als Vertreter des zur Fahne geeilten Direktors, Herrn Geh. Oberregierungsrat vr. Cron, für das badische Handwerk und Gewerbe geleistet hat. Der nun folgende Vortrag von Ingenieur W. Bucerius über rationelle Betriebsführung im Handwerk fand allgemeinen Beifall. Der Redner betonte in seinen lehrreichen und interessanten Ausführungen vor allem, daß der Erfolg im Wirtschaftsleben immer demjenigen zufalle, der mit möglichst geringem Aufwand an Mitteln und Arbeitskraft eine möglichst große Leistung zu erzielen vermöge. Hierher gehören die Beschaffung von vollkommenen Arbeitsgeräten, Benützung von Maschinen, Verwendung von Betriebskräften, besonders der elektrischen Kraft, ferner zweckmäßige Beschaffung und Auswahl der Rohstoffe und Nebenmaterialien. Aber nicht die Aufstellung der Maschinen allein bringe den erhofften Erfolg, es gehöre dazu die richtige Aus- M Mt 4 — 228 wähl/der Maschinen, die Art ihrer Aufstellung und ihres Antriebes und in erster Reihe eine vollkommene Benützüngs- dauer der Maschinen während des Jahres. Die Seele des Ganzen bilde die richtige Leitung und geistige Tätigkeit des Geschäftsinhabers. Die Betriebsführung müsse auf Wissenschaftlicher Grundlage aufgebaut werden, um die Herstellungskosten auf das geringste Matz zu bringen. Einem Amerikaner „Taylor" gebühre das Verdienst, den Ansrotz zu 'einer Methodischen Behandlung der Betriebsführung gegeben zu haben. Nach diesem System müsse ein bestimmtes Arbeitsverfahren zunächst durchdacht und in alle Einzelheiten zerlegt und darnach für die Ausführung der Arbeit eine genaue .-Anweisung ausgearbeitet werden. Technische! Fragen sollten '.deshalb auf Versammlungen mehr in den Vordergrund treten. Es gnüsse Kleinarbeit geleistet werden, indem Männer mit praktischen Erfahrungen sich mit -diesen Fragen ernstlich befassen. Wenn auf diese Weise rationell im Handwerk gearbeitet wird, wenn ein neuer Geist durch das Handwerk hindurch geht, dann wird es dem Handwerk und Gewerbe leichter gelingen, nach dem Kriege seine Stellung im Wirtschaftsleben zu heben und zu befestigen. II. Hezirksverband der gewerblichen Bereinigungen im Amtsbezirk Lahr. Lahr, 27. März. Eine größere Anzahl Handwerker und Gewerbetreibender aus Stadt und Land wohnte gestern nachmittag der im „Schwanen" abgehaltenen Bezirksver sammlung des Bezirksverbandes im Amtsbezirk Lahr bei, in der von berufener Seite „Händwerkerfragen in der Kriegszeit" eingehend erörtert und. sodann in lebhafter Aussprache nach den verschiedensten Seiten beleuchtet wurden. Der Tagung wohnten u. a. auch Herr Handwerks- kammersekretär E ck e r t - Freiburg als Vertreter der Kammer, und vom Landesverband badischer Gewerbe- und Händ- werkervereinigungen Herr Kassier Bergmann-Rastatt, ferner die Herren Bürgermeister V o g e l - Dirrglingen. Bürgermeister Wilhelm-Sulz und einige zum Militär einge- zogene Handwerksmeister bei. Der zlveite Bezirksvorsitzend?, Herr Bäckermeister Otto S chl eu t,-ebenfalls im Waffen-, rock, begrüßte namens des Vorstandes die Erschienenen, dankte für den zahlreichen Besuch und hob hervor, wie der Handwerkerstand, von dessen Mitgliedern viele Tausende im Felde stehen zum Schutze des Vaterlandes, sich auch im Kriege voll bewährt habe. Nachdem er noch den Wunsch aus gesprochen hatte, die heutigen Verhandlungen möchten dem Handwerk zum Segen gereichen, erteilte er dem zweiten Vorsitzenden des- Gewerbe- und Handwerkervereins Lahr, Herrn Grotzh. Rektor Mutz, da Wort zu seinem angekündigten Bortrag. . Herr Muh stellte zunächst die Anwesenheit der Vertreter der einzelnen Vereine des Bezirks fest, legte dar, wie Landesverband und Handwerkskammer auch in dieser schweren Zeit ihre Ausgaben erfüllen, berichtete kurz übc^ die Tätigkeit des Lahrer Gewerbe- und HändwerkervereinA»- .wobei hervorgehoben wurde, daß der Verein 3300 M. auf die ' Kriegsanleihe gezeichnet und seinen im Felde stehenden - Mitgliedern Liebesgaben gesandt habe, und ging dann dazu über, in etwa anderthalbstündigen Ausführungen eine Reihe wichtiger „Handwerkerfragen in der Kriegszcit" zu besprechen. Eingehend verbreitete sich der Redner über den Ein- - stütz des Krieges auf das Lehrverhältnis, über Jugendfürsorge und das zu erwartende Reichs-Jugendwehrgesetz, welches den Arbeitgebern voraussichtlich die Verpflichtung zur Gewährung freier Zeit für die Körperübungen der Jugendlichen auferlegen werde. Bei Besprechung der Maßnahmen, die getroffen werden müssen, um den nach Beendigung der, Krieges ans dem Felde heimkehrenden selbständigen Handwerkern und Gewerbetreibenden wieder gesicherte Existenzmöglichkeiten zu verschaffen, empfahl der Redner, ihnen vor allem Gelegenheit zu geben zu ausreichender Arbeit; für diejenigen aber, die finanzieller Beihilfen bedürfen, sei die Gewährung von niederverzinslichen Darlehen in Aussichl genommen. Tie Darlehen sollen höchstens 2500 M. betragen und auf höchstens fünf Jahre gegeben werden. Es wäre - eine Zentralkaffe für das Land zu errichten. Zur Prüfung der Tarlehensgesuche- sollen Bezirksausschüsse errichtet werden. Als Mittel, das Handwerk zu heben, sei auch die Einführung kürzerer Zahlungsfristen zu betrachten. Eindringlich wies Herr Mutz auf den Wert einer genossenschaftlichen Organisation für die einzelnen Handwerkszweige bei der Erlangung und Durchführung von Arbeitsaufträgen usw. hin. Wie die Frage der Fürsorge für die durch den Krieg in D»erH8. Soeben erscheint: Hinterm Pflug zur Kriegszeit Erlebnisse eines Stadtkindes Herausgegeben vom vaterländischen Frauenverein Trier Mit Schattenrissen Preis Mk. (.so Verlag der G. Braunschen Hosbuchdruckerei in Karlsruhe - SSI — Xivrlenlv L Oontini, vükl. Islvpkon 41. > F - LnskiVvnlLmAIoi' ^ Vausnbsilvn KW? kanrlslvinv -Hk Isvi blsugnsusi» I». I-Ltliotisi- Sviiv»«»-«- «esiagi-sntt «u» vigsnon bi-üvliun. - stlittelileulscbe Irsnsportzsrite- u. lleberevxkLbnIc V. Laxes. bei pesnbkunl s. bl., -Vmmstr. 2. isi. »m« «ooksrrsi NLIRKVI-LS LZzUI« I°iz.S. z H »u» geprsüten 8laklb!sekstLden pusshratreirsn, kaumsekonsr stutomaten, Lssiloober, Lpiritus- dügslsissn unil -Xovlie!- eto. !ni!i!8!riW8f!«!. Laggsnau (liLlle:,-. in Aolz u. Stahlblech, Roll- u. Augjalusien fabriziert in bekannter Güte Reparatureis 'MG prompt und sachgemäß KarlsruherIalusie-u-RolladenfabrikZ^L 59L SY . A°Mn. . L2528 Rolladen M» NM. 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