Hkr. 4S/4S. SS. Jahrgang. Aussage 2428V ßremptare. Aartsruhe. 1. AezeinVer 1020 Vsrv^prei» änrc^ 6'w kost oSer Vucklranä«! 3.— im jakr otm« VkstoUsvlä Doi!s§l»n: UvirvLt vvä IiL»olv«r1k unä lj»nSvvr!tstvctr- »r»eI»«Kun6«ckLn. MMk o MV N^N0V/LKSsjNime'er Vr^ t« ». bib/» I>uvnri»8«u»cklAU. 8«i Vieä rtioluv« ä«r de-i Lla^e-rlied« » Vf«». Sertreidru^oakvi»« vurtadr. kmkL i Ü« «nr«1.kt»t» ».tLr»ct»vinun«»v«>r»r:l ritt« okn« VordemIKcktevit. I LrkÜItu»«»ort: ^»ri»r»k«. Lcdnktlcitunz cke» von, 8»cl. l^snde,»evr«rkeLMt kernunze-stisnsn teilen in >rl»rult». Lcliriktleirunß vom lÄnckenverknnck it«rLU»zeL«lrenen Teiles in >* ^nreixennnnnkme: 6. Lrsunncke Holduckckruclrersi und Verls», Xivrlsruke i. 8 lr>ci,-8tr»s« >4 Doa/Z/ave/' v. 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Bahnbauinspcktiou. 6koa -4/7re/F«/rte//s /rsc/r eke/ri /-eLfaKt/oire//ei» 7e// 4§7 K-rausgegeberr vorn WcrdifcHen Landesgorverbearnt und vorn Lcrnöesvervanö -er Tüad. Koro erb«- rrrrL Aanörverker-Fereinigungen » Amtliches Hrgan der W«rö. Kanö- rverkskcrrrrrnern -» Hkerbanösorgcrn des W«d. KanörVerker-Henossenfchasts-Werbanöe» Rk. MS M Monatliche Beilage: Heimat und Handwerk MlMk, 1. NM. ^ Beschwerden ««ge« »«regelmäßiger Znstellnng der BerdnndSzeitnng wolle mm znnächst bei seinem Briefträger ober Postamt «»d erst, wenn das erfolglos bleibt, beim Präsidium des Landesverbandes in Rastatt anbringen. Die Schristleitung des vom Badischen LandeSgewerbeamt herausgegebenen Teiles befindet sich in Karlsruhe Karl-Friedlichst!. 17. Amtlicher Teil- Bekanntmachungen. x Die Prüfung im Hufbeschkrg betr. Mit Bezug auf 8 2 der Verordnung vom 24. Juli 1884 (Ge- ^tzes- und Verordnungsblatt Nr. 30 Seite 847) wird bekannt gegeben, daß die öffentliche Prüfung im Hufbeschiag Montag, den 2V. Dezember 1S2V, vormittags 8 Uhr beginnend, in der Hufbeschtagschule zu Freiburg stattfinden Mittwoch, den 22. Dezember 1S20, vormittags 8 Uhr beginnend in der HufbeschlagschuLe zu Freiburg stattfinden wird. Wer die Prüfung aiblegen will, hat bei dem Bürgermeisteramt seines Wohnorts ein schrMiches Gesuch unter Namhaftmachung derjenigen Schute sinzureichen, an welcher er die Prüfung abzulegen gedenkt. Der Anmeldung müssen der Geburtsschein des Bewerbers und der bürgermeisteramtlich beglaubigte Nachweis über die mindestens vierjährige Tätigkeit im Schmiedelhandwerk bei- gelsgt sein. Das Bürgermeisteramt hat das Gesuch alsbald dem Ministerium des Innern vprzulegsn, welches den Bewerber, falls seine Zulassung genehmigt wird, zur Prüfungsvornahme vorigen wird. ^ Karlsruhe, den IS. November ISA). Ministerium dev Inner». Der Ministerialdirektor: Arnold. Zuschneidekurs für Kttstdermach«rinnen l Das LandeSgewerbeamt beabsichtigt, im Januar k. I. einLi dreiwöchentlichen Zuschneidekurs für Kleidermacherinnen in Heidelberg zu veranstalten. Der Unterricht, der vor- und nachmittags abgehalten wird, ist unentgeltlich Für das in dem Kurse verabfolgte Zeichen- und sonstiges Material muss eine angemessene Entschädigung erhoben werden. Zugstafsen werden nur Personen, die das Kleidermachen ordnungsmäßig erlernt haben und dasselbe gewerbsmäßig betreiben. ' Anmeldungen zu dem Kurse sind längstens bis Mitte Dezember an das LandeSgewerbeamt in Karlsruhe zu richten. Die hierzu erforderlichen Anmeldeformulare können vom Lan- desgewerbemnt oder der Handwerkskammer Mannheim bezogen weide»!. Karlsruhe, Len IS. November 1S20. Badische» LandeSgewerbeamt. Nichtamtlicher Teil Die praktische Berufsausbildung de» HaadwerKlehrliugS. ES unterliegt keinem Zweifel, daß die Hrage der Lehr- lingSausbildung mit zu den wichtigsten Berufsfragen des HandwerkerftarckeS geHrt. Und gerade heute erfordert die- selbe im Hinblick aus die gesamte Wirtschaftslage besondere Aufmerksamkeit. Auch in der Industrie spielt die Frage der Lehrlingsausbildung z. Zt. eine große Rolle und hat dort zu Maßnahmen geführt, die auch für die Heranbildung de» handwerkerlichen Nachwuchses von Bedeutung sind. Wenn daher in den nachfolgenden Ausführungen auch auf die Ausbildung der Jndustrielehrlinge etwas näher eingegangen ist, so geschah dies nur zu dem Zwecke» einen allgemeinen überblick Wer den derzeitigen Stand der Berufsausbildung des handwerkerlichen Nachwuchses zu erhalten. Die Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses lag bekanntlich, seit man überhaupt von einer derartigen Ausbildung sprechen kann, bis in die jüngste Zeit ausschließlich i» den Händen -cs Handwerks. Selbst die Industrie hat jahrzehntelang, vornehmlich dt» metallverarbeitende Industrie, ausgebildete Arbeitskräfte aus dem Handwerk bezogen. Heute liegen die Verhältnisse anders. Die stark anwachsenden Bedürfnisse der Industrie haben dieselbe gezwungen» der Heranbildung geeigneter Arbeitskräfte näher zu treten und die Ausbildung derselben selbst in die Hand zu nehmen. Bon einer Heranbildung des gewerblichen Nachwuchses seitens des Handwerks für die Industrie kann nicht mehr in dem Maße wie früher die Rede sein. Dagegen kann in den letzten Jahren eine Rückwanderung von Arbeitskräften, die in -er Industrie ausgebildet wurden, feftgestellt werden. Der Vorteil der Heranbildung geeigneter Arbeitskräfte' wurde seitens der Industrie bald anerkannt und führte schon da und dort dazu, besondere Einrichtungen für die Lehrlingsausbildung zu schaffen. Insbesondere sind es einzelne größere industrielle Unternehmungen, die sich die Förderung des Lehrlingswesens besonders angelogen fein lassen und die derartige Einrichtungen für die Lehrlingsausbildung an ihr» Werke angegliedert haben. Die Erfahrungen, die mit Liesen Einrichtungen bisher gemacht wurden, können im allgemeinen als recht gut bezeichnet werden. Die Berufsausbildung ist hier vielfach intensiver wie die im Handwerk und übertrifft teilweise dieselbe um ein nicht geringes Matz. Allgemein kann festgestellt werden, daß das Interesse für das Lehrlingswesen in der Industrie ständig im Wachsen be» griffen ist und daß dieselbe keine Mittel scheut, die Lehrlingsausbildung in jeder Hinsicht zu fördern. Auch der deutsche Ausschuß für das technische Schulwesen hat sich bereits eingehend mit der Frage der Berufsausbildung der Jndustrielehrlinge befaßt und Lehrgänge, die der Ausbildung - zu Grunde gelegt werden sollen, ausgestellt. Besonderes Kte- resse hat auch die Arbeitnehmerschaft in jüngster Zeit der Lehrlingshaltung und -auSbildung gegenüber bekundet ünd Richtlinien für die gesamte Ausbildung festgelegt. So hat sich der 10. Kongreß der Gewerkschaften Deutschlands, welcher in Nürnberg tagte, mit dem Lehrlingswese» eingehend beschäftigt und Leitsätze aufgestellt, an denen auch der Handwerker nicht achtlos vorübergehen kann. Unter anderem wurde verlangt: »Die Ausbildung in Betriebslehrwerkstätten ist als die beste anzuerkennen und muß, soweit sie praktisch durchführbar ist, ganz allgemein für die Industrie und größere Handwerksbetriebe gefordert werden. Fü» die meisten Berufe soll die Lehrwerkstatt den Lehrlingen nur die grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, während die Sonderausbildung für den Beruf in der Hauptsache in den Betriebsabteilungen zu erfolgen hat. 2. Die zur Erlernung der einzelnen Berufe erforderliche Mindestlehrzeit kann erst festgelegt werden, nachdem der Lehrgang für jeden Beruf, d. h. der methodische Aufbau d« Lehrstoffe, die zur Heranbildung eines tüchtigen Facharbeiter» bewältigt werden müssen, aufgestellt ist, Die für LSS — Maschinenarbeiter, für Dreher, für Werkzeugmacher und für Feinmechaniker vom deutschen Ausschuß für techni, scher Schulwesen vorgelegten Lehrgänge, die in zahlreichen Beratungen von Fachleuten entstanden sind, wurden gut- geheißen, usw. Da hier nur die Frage der praktischen Berufs« ausbildung behandelt werden soll, wird davon abge» sehen, auch auf die übrigen Forderungen, die sich in der Hauptsache auf die Arbeitszeit, Dauer der Lehrzeit, Entloh. nung, Fach- und Fortbildungsschulwesen, Lehrstellenvecmitt- lung u. dergl. mehr erstrecken, näher einzugehen. Daß auf dem Gebiete der Lehrlingsausbildung im Handwerk noch vieles verbesserungsbedürftig ist, steht außer Zweifel. Sowohl der deutsche Handwerkskammertäg, als auch die einzelnen Handwerkskammern haben sich mit der Frage des Lehrlingswesens bereits eingehend beschäftigt und in Baden z. B. Fachausschüsse auf paritätischer Grundlage von Arbeit, gebern und Arbeitnehmern gebildet, welche die Regelung deS Lehrlingswesens den heutigen Verhältnissen entsprechend in die Hand nehmen sollen. Vor allem wird eS aber notwendig werden, daß der Handwerksmeister in der ganzen Sache selbst mit Hand anlegt und ernstlich bemüht ist, an der Bessergestaltung des Lehrlings- und Ausbildungswesens nach besten Kräften mitzuarbeiten. Die vom deutschen Gewerkschaftskongreß aufgestellten Leitsätze zur Verbesserung des Lehrlingswesens betreffen, wie angeführt, in erster Reihe die Berufsausbildung. Die Tatsache ist nicht von der Hand zu weisen, daß eine Reihe von Handwerksbetrieben, insbesondere seit dem weiteren Fortschreiten der/Spezialisierung, in ihrer jetzigen Form dem Lehrling nicht mehr restlos diejenigen Handfertigkeiten,, Techniken und Arbeit-Vorrichtungen vermitteln kann, die eine allseitig« Ausbildung im Handwerk erfordert. Gesetzliche Bestimmungen über das Mindestmaß der Leistungen, die der Lehrling nach Beendigung der Lehrzeit aufweisen soll, sind nirgends vorhanden. Die Gewerbeordnung besagt nur im allgemeinen (im ß 18Id), daß der Lehrling nach beendeter Lehrzeit die in seinem Gewerbe gebräuchlichen Handgriffe und Fertigkeiten mit genügender Sicherheit beherrschen soll und über den Wert, die Beschaffung,Aufbe- wahrung und Behandlung der zu verarbeitenden Rohmaterialien, als auch die Kennzeichen ihrer guten und schlechten Beschaffenheit unterrichtet sein muß. Eingehendere Weisungen über das Mindestmaß der Leistungen können dagegen allenfalls noch aus den Prüfungsplänen, welche verschiedentlich schon von Handwerkskammern für die Abnahme der Gesellenprüfungen herausgegeben wurden, entnommen werden. Im allgemeinen sind aber genaue Festlegungen, d. h. Lehrgänge für die praktische Berufsausbildung nicht vorhanden. Zweifellos würden aber derartige Lehrgänge dem ausbildenden Meister wertvolle Richtlinien an die Hand geben und insbesondere für junge Handwerksmeister als gute Wegweiser über Gang und Umf.äng der Ausbildung zu betrachten fein. In der richtigen Erkenntnis, daß nur durch eine vorbedachte und planmäßige Ausbildung etwa- Ersprießliches erreicht werden kann, wird darum auch für die Jndustrielehrlinge verlangt, daß die Berufsausbildung nach einem methodisch aufgebaü- ten Lehrplan zu geschehen hat. Ln nachfolgenden Ausführungen sollen zunächst di« Arten deW^>raktischen Berufsausbildung näher betrachtet und dieselben mit e »ander in Vergleich gestellt werden. Mit dxr praknschen Berufsausbildung der gewerblichen Lehrlinge — darunter sind sowohl die Handwerkslehrlinge, als auch di« Fabriklehrlinge zu verstehen — befassen sich: . 1. die Meisterlehre, L. die Betriebslehrwerkstätte«, L. einzelne Fachschule» und staatlich anerkannt« Lehrwerkstätten, ch der an gewerblichen Schulen eingerichtete praktische Werkstättenunterricht. Die älteste Form der Berufsausbildung ist, wie schon ein- gangs erwähnt, die Meisterlehre. Dieselbe ist die im Handwerk übliche und obligatorische AuSbildungsart. Wie erfolgt nun im allgemeinen die Ausbildung in der Meisterlehre? In der Regel arbeitet der Lehrling zunächst bei einem Gesellen mit. Er macht diesem Handreichungen und wird selbst mit einfachen Arbeiten — zumeist Reparatuven —, Wie selche sicp gerade im Geschäft« ergeben, und an denen er sich in den einfachsten Techniken üben rann, beschäftigt. Rach einiger Zeit, wenn er mit der Bearbeitung de» Material» und der Handhabung dpr Werkzeuge einigermaßen vertraut ist, werde« ihm gelegentlich auch Arbeiten übertragen, deren Herstellung besondere Sorgfalt erfordert. MS zu dem Zeitpunkt, w» der Lehrling mit Arbeiten beschäftigt werden kann, die weiter- gehende Anforderungen an die Arbeitstechnik stellen, vergeht immerhin 1 Jahr. Jetzt liegt es aber im ureigensten Interesse des Meisters, den Lehrling mehr und mehr zur Selbstarbeit heranzuziehen und ihn an ein technisch einwandfreies Arbeiten zu gewöhnen. Dm Förderung der Ausbildung ist hierbei zu einem nicht geringen Teil einesteils von der Ver» eigenschaftuna des Lehrlings für den betr. Beruf und anderseits vom Lehrgeschick des Leisters abhängig. Wenn es dev Meister versteht, den Lehrling für seine Arbeit zu interessie r ren, ihm Lust und Liebe zum Handwerk einzupflanzen, wird er schon in der st. Hälfte her Lehrzeit eine brauchbare Arbeitskraft in dem Lehrling finden. Die ganze Ausbildung steht hier jedoch mehr oder weniger im engsten Zusammenhang mit der Art der Arboitsaufträge, die in der Werkstatt zur Ausführung kommen. Die Aneignung und Erlernung der verschiedenen Handwerkstechniken und Arbeitsweisen wird daher auch mehr oder weniger eine begrenzte sein. In man- chen Handwerksbetrieben, insbesondere dort, wo schon eine gewisse Spezialisierung eingetrxten ist, oder wo in der Haupt- sacke nur Reparaturarbeiten Vorkommen, wird man von einer allseitigen Ausbildung des Lehrlings schlechterdings nicht mehr sprechen können. Dazu kommt, daß der heutige Wirtschaftskampf manchen Meister dgzu zwingt, den Lehrling als billige Arbeitskraft zu verwenden und ihn nötigt, denselben Vorzugs, weise nur mit solchen Arbeiten zu beschäftigen, die ihm schon bald nach Eintritt des« Lehrlings einen gewissen Verdienst sichern. Neben der allseitigen AuSbMnrng läßt aber auch die Planmäßigkeit derselben und zwar gerade mit Rücksicht auf die Notwendigkeit die Ausbildung im engsten Anschluß an die werktätige Praxis vorzunehmen, noch viel zu wünschen Übrig. Nur wenige Gewerbe find es, die in 5er Lage find, im Anschluß an die Werkstattpraxis die Lehrlingsausbildung planmäßig, vom Leichteren zum Schweren fortschreitend, zu gestalten. Hierzu gehört beispielsweise das Schneidergewerbe. Die Ausbildung setzt hier planmäßig mit den einfachsten Arbeitsverrichtungen ein und befaßt sich im 1. Lehrjahr fast ausschließlich nur mit den grundlegenden Arbeitstechniken de» Schneidergewerbes. Als zielsicherer gegenüber der Handwerkerlechei« Meisterlehre«, darf die Ausbildung in den Betriebs- lehrwerkPätten angesehen werden. Derartige Werkstätten wurden in den letzten Jahreg mehr und mehr von größeren industriellen Unternehmungen eingerichtet. Hier geschieht die Ausbildung durchweg nach methodisch aufgebauten Lehrplanen, die alle Zweige und Techniken des betr. Gewerbes umfassen. Eine mißbräuchliche Beschäftigung der Lehrlinge mit Hilfsdienstarbeitxn ist in diesen Werken so gpt wie ausgeschlossen. Die Ausbildung liegt in der Regel in Händen bewahrter Werkmeister, denen Lehrgesellen beigegeben sind und die von einem Betriebsleiter beaufsichtigt wird. Mit großer Umsicht wird hier die ganze Berufsausbildung geleitet und keine Mittel zur Heranbildung einer tüchtigen Arbeiterschaft gescheut. Um nur durchaus befähigte Leute für den betr. Beruf heranzubilden, wird jetzt vielfach die Aufnahme in derartige Lehrwerkstätten von dem Ergebnis einer Eignungsprüfung, die auf Grund psychotechnischer Untersuchungen vorgenommen wird, abhängig gemacht. Zu dieser Maßnahme wird der Unternehmer schon mit Rücksicht guf unsere wirtschaftliche Niederlage sowie die durch den pclitiscken Umsckwung entstandenen Lohnverhältnisse gezwungen. „Die Einstellung eines ungeeigneten Arbeiters bedeutet", wie ein größeres industrielles Unternehmen dem LandeS- gewerbeamt schreibt, „nicht nur eine unnötige Belastung der Lohnliste, sondern vor allem eine unverantwortliche Vergeudung des heute geradezu unersetzlichen Rohmaterials. Jede Arbeitskraft voll auSzunützen und sie an der Stelle zu ver- werden, wo sie die größtmönlichste Arbeitsleistung erzielen kann, ist mehr denn je das Gebot der Stunde. Die Arbeitsunlust, welche einen aroßen Teil der Arbeiter durchdringt, entspringt nicht astein wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen. sondern in vielen Fällen einem mehr oder weniger deutlichen Bewußtsein mangelnder beruflicher Eignung.* Dieser Auffassung kann nur voll und ganz beiaevftichtet «erben. ,__ (Amts, fotzt.) Forschungsinstitut für rationelle BrtriebSfAhrung. Da» Kgl- Ungarische Handelsministerium hat einen Wettbewerb für die Konstruktion solcher Ösen unb Sparherd» ausgeschrieben, in welchen aus ungarischen Gruben ftemMeude Braunkohlen arg sparsamsten und zweckmäßigsten X U,v > ! !! l1 > 1i 1^1^-, ' 1 — '—""^1' """> !> > —"-f - 4 «» verkr e mnt werden können. Die Ungarische Regierung plant d i e Firma, die bei dem Wettbewerb für die Lieferung am geeignetsten e> scheint, und die beste Konstruktion herausbringt, mit großen Aufträgen zu versehen. Es sollen sämtliche Neubauten und vorhandenen großen Staatsgebäude (Eisenbahn, Post, Gericht, Schule usw.) zwecks Kohlenersparnis und rationeller Verbrennung, mit den neuen Modellen ausgestattet werden. Einlieferungstermin IS. März 1821. Die Unterlagen können unter Voreinsendung von 8 M. vom Forschungsinstitut für rationelle Betriebsführung un Handwerk, E. V-, Karlsruhe, Kaiserstrabe 108, bezogen werden. Literarisch? Besprechungen. LuegerS Lexikon der gesamten Technik und ihrer Hilfswissen, schäften. Zweite, vollständig neu bearbeitete Auflage. II. Ergänzungsband. In Halbleinenband M. 100.—. ln Halblederband M. 140.— (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt). Durch diesen zweiten Ergänzungsband ist. um es vorweg zu sagen, das altbekannte, allgemein anerkannte und vollständigste technische Nachschlagewerk auf die Höhe der Zeit gebracht norden. Wiederum sind seit Erscheinen des I. Ergänzungsbandes (August 1914) auf fast allen technischen Gebieten wichtige Fortschritte, Neuerungen und Erfahrungen zu verzeichnen. Ties gilt namentlich von den Zweigen, die unmittelbar mit dem Kriege oder durch ihn tzerdorgerufenen Umstellung diel« technischer Verfahren irgendwie un Zusammenhang stehen. So war z. B. die vielseitige chemische Industrie gezwungen, sich nach geeigneten Ersatzstoffen umzusehen. Durch da» Auf. hören der Salpeterzufuhr waren die Mittelmächte zur Aus» Nutzung anderer Quellen gebundenen Stickstoffs in größtem Matzstabe genötigt. Die minderwertigen Brennstoffe gaben Veranlassung zu Abänderungen im Dampfkesselbetrieb. Eine ganze Anzahl einheimischer Faserpflanzen und Ölfrüchte, die teilweise auch fernerhin verarbeitet werden dürften, mußte zur Verwendung herangezogen werden. Die Wohnungsknoppheit verlangte dringende Abhilfe und zwang zur Benutzung von Ersahbaustoffen usw. Alle diese Notbehelfe und Ersatzmittel und im Zusammenhang damit die neuen Verfahren, haben eine besonders eingehende Behandlung in dem zweiten Nach, tragsband gefunden. Aber auch die Weiterentwicklung auf den Gebieten des Maschinen, und Verkehrswesens, der Elektrotechnik, des Schiff- und Bergbaues, der Luftschiffahrt und Flugtechnik wurde klar und anschaulich zur Darstellung ge» bracht. Rund 1000 instrukt've Abbildungen tragen zum besse» ren Verständnis bei. Zu dem Stamme bereits bewährter Mit. arbeiter ist diesmal eine größere Anzahl neuer anerkannter Fachmänner hinzuzetreten. Alle haben ihre Aufgabe vorzüglich gelöst und dadurch diesem Rüstzeug des Technikers, diesem zuverlässigen Führer auf allen Gebieten der Technik und ihrer Hilfswissenschaften seinen guten Ruf aufs neue gesichert. Badischer Handwerkskammertag Da» wirtschaftliche Ratest,stcm und das Handwerk. (Syndikus EndreS - Karlsruhe.) (Schluß.) Plan 8. , I. Unterstufe. In der Unterstufe bestehen nur fachliche Organisationen, und zwar: r) Industrie- und Handelsvertretungen, d) Hand, werksvertretungen, c) Landwirtschaftsvertretungen. Die Bezirke dieser Kammern richten sich nach den wirtschaftlichen Bedürfnissen. Die Industrie- und Handelskammern und die Handwerkskammern bleiben als reine Unternehmerorganisationen bestehen; es wird ihnen eine Arbeitnehmervertretung, gebildet aus Arbeitnehmervertretern des gleichen Berufszweiges, zur Seite gestellt; Arbeiterkammern der Industrie und des Han- dels, Handwerksarbeiterkammern, Beide Vertretungen entsenden Mitglieder in einen gemeinsamen paritätisch gebilde- ten Ausschuß, der fortan als die amtliche Berufsvertretung gilt und eine Reihe von Aufgaben der Kammern übernimmt. Den Vorsitz im gemeinsamen Ausschuß (der Wirtschaftskammer) führen die beiden Vorsitzenden der Sonderkammer gemein, schaftlich. Auch in anderer Hinsicht wird durch Verbindung der Bureaus und der Beamten ein weitgehendes Zusammenarbeiten erstrebt. Die Kammern der Unternehmer und der Arbeitnehmer haben ihre Sonderausgaben. Die Wirtschaftskammer behandelt die daneben bestehenden gemeinsamen Aufgaben und hat das Recht, zu jedem Sondergutachten einer Kammer Stellung zu nehmen. Die Verteilung der Aufgaben erfolgt durch das Reichsrahmengesetz über die Berufsvertretungen. Die Landwirtschastskammern werden durch Hereinnahme der Arbeitnehmer zu einer gemeinsamen Organisation umgestaltet. Eine besondere Arbeitnehmerorganisation für landwirtschaftliche Arbeitnehmer wird nicht gebildet. II. Mittelstufe. ») Paritätische Vertretung. ES wird ein BezirkswirtschastSrat gebildet, gewählt von den Sondervertretungen der Unterstufe unter gleichmäßiger Berücksichtigung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern und unter Hinzuziehung von Vertretern der Verbraucher» der Beamten, freien Berufe und weiterer ähnlicher Gruppen, d) Arbeitnehmervertretung. Tie Arbeitneh- merfraktion des BezirkSnnrtschaftSrateS stellt den BezirkSarbei- terrat dar. Dieser hat als besondere Arbeitnehmervertrrtung selbständige, umfangreiche Aufgaben, insbesondere auf s^ial- politischem Gebiet. III. Oberstufe. s) Paritätische Vertretung. Der ReichSwirtschaftSrat zu etwa drei Achtel aus den von den BezirkSwirtschaftSräten gewählten Personen, zu etwa drei Achtel au- den Abgesandten der ReichSarbeitSaemeinfchaften oder anderer fachlich gegliederten Spitzenverbände und zu etwa «in Viertel «uS den Vertretern der Beamtenschaft, der freien Berufe, der Ler» braucher usw. Von den Delegierten der Bez'rkswirtschaftSräte werden di« Nnternebmervertrcter von den Unternehmern, die Arbeitneh» mervertreter von den Arbeitnehmern der Bezirkswirtschafts» röte gewählt, d) Arbeitnehmervertretung. Die Arbeitneh» merfraktion des ReichSwirtschastSrats wird zu einem selbstän. digen Reichsarbeiterrat mit eigenen, insbesondere sozialpolitischen Befugnissen ausgestaltct. Die Denkschrift läuft im wesentlichen darauf hinaus, daß den bereits vorhandenen amtlichen Vertretungen des Handels. des Handwerks und der Landwirtschaft einfach ent, sprechende Arbeitervertretungen gegenübergestellt und diese beiderseitigen Kammervertretungen nunmehr durch paritätische Ausschüsse zu Wirtschaftskammern zusammengefaßt werden. Mit den Vorschlägen des ReichswirtschaftSmimsteriums kann sich das Handwerk jedoch nicht ohne weiteres einverstanden erklären. Zunächst hat die Reichsregierung hinsichtlich der Unterstufe die Frage, ob den bestehenden Unternehmervertretungen, den Kammern, Vertretungen irgendwelcher Art der Arbeitnehmer gegenüberzustellen seien, bejaht. Hier» mit wird auch das Handwerk einverstanden sein können. Hat es ja mehr als andere Erwerbsstände schon bisher dem Arbeitnehmer in dem Gcsellenausschuß der Kammer und in den In» nungen Gelegenheit zur Mitarbeit gegeben. Was die Zusammensetzung der Arbeitnehmer her tre. ungen in der Unterstufe anbelangt, so empfiehlt Plan ^ di« Bildung von Arbeitnehmerkammern ohne Rücksicht auf die Berufszugehörigkeit. Gegen eine derartige Regelung hat sich bereits die Denkschrift des Reichs. Wirtschaftsministeriums mit überzeugenden Gründen ausgesprochen. Das Handwerk lehnt diesen Plan Prinzi. prell ab. Denn die Bildung einer gemeinsamen Arbeitern kammer auS den Arbeitnehmern aller Berufsstände muß dazu führen, daß die Behandlung von Fragen einseitiger beruf» licher Art hinter dem Moment der Arbeitnehmervertretungen zurücktritt. Tie Vertreter fühlen sich in erster Linie als Arbeitnehmer und erst in zweiter Linie als Vertreter „ne» besonderen Berufsstandes. - Entgegen dieser Regelung sollen nach dem Plan« 8 Ar, beiterkammern auf sachlicher Grundlage gebildet werden, und zwar je für das gleiche Gebiet, für das die Unternehmerkammern bestehen. Neben der Handwerkskammer soll eine Gesellenkammer eingesetzt werden. Für die Errichtung von Gesellenkammern ist auch Dr. Mensch» Hannover eingetreten. Es bleibt aber ein Bedenken, das unter den heutigen Verhältnissen schwer in die Wagschale fällt, und zwar das Bedenken der Überorganisation. Die Einrichtung von ca. 70 Gesellenkammern in Deutschland könnte und würde zu einem Mißverhältnis führen Morschen dem Auf- wand von Zeit. Arbeit und Geld und dem tatsächlichen Wert, der einer selchen Fülle neuer Organisationen selbst vom Standvunkt der Arbeitnehmer beizumessen ist. Mit Leichtigkeit können bei der Handwerkskammer entsprechend« B«tr«» 4?y -- tungen der Gesellen (Fachausschüsse) gebildet werden, die von Kau zu Fall und je nacy Bedürfnis zusammenzurufen sind. Es tonnten so in der Unterstufe ohne großen Apparat alle die in der Minijleriaidentschrist aufgeführieu Fragen sachlich behandelt werden, wie: Steuergei etzgebuug, Heranbildung des Nachwuchjes, Förderung der Prooainvitat durch Einführung neuer Arbeitsmethoden und dergl. Bei dem viel geringeren Jntereste der Gesellen an wirtschaftlichen Kragen im Vergleich zum Meister wncoen die neuen Kammern kein ausreichendes Gebiet praktischer Betätigung haben und sich infolgedessen zu Fwergparlamenten auswachsen. Dennoch aber wird man sich im Handwerk mit der ErriaMng von Geiellenkammern, sofern die Gesellen hierauf entscheidendes Gewicht legen, aof.nden können. Dagegen muß der Gedanke eines zwangsweisen paritätischen Aufbaues der Handwerkskammern zurückgewiesen werden. Wie soll eine ersprießliche Arbeit zu leisren sein, wenn man Arbeitgeber und Arbeitnehmer zwangswe.se zusammenschweitzt? Welche Arbeit .kann von dem Bureau einer so zusammengesetzten Kammer erwartet werden? Wenn oder den Handwerkskammern paritätisch zu- sammengesetze Fachausschüsse je nach Bedürfnis zur Seite gestellt werden, so braucht von einer allgemeinen und dauernden Verbindung zwischen den Vertretungen der Unternehmer und der Arbeiter mit der unteren Stufe der Organisation nicht mehr gesprochen zu werden. Und damit wäre auch der Plan des NeichswirtschaftsMinisteriums für die Bildung sogenannter Wirtschaftskammern entfallen. Die vorgesehenen Wirtschaftskammern nach Plan S dürften wohl dem geschlossenen Widerstand der Handwerkskammern begegnen, die vielmehr als Vertreter des Handwerks sortzubesteyen wünschen in gemeinsamer Arbeit mit den Gesellen bei Fra- gen, die die Arbeitnehmer interessieren, und die es nicht hinnehmen werden, daß sie durch Überordnung einer Wirtschaftskammer zu Vertretungskörperschaften zweiter Ordnung herabgedrückt werden. Die Handwerkskammern wollen das Recht zu umfassender berufsständischer Vertretung im häutigen Umfange nicht nur beibehalten, sondern sie wollen und müssen ihren Aufgabenkreis noch wesentlich erweitern. Wer auf der Selbstverwaltung anibai'en will, wird daher die Wirtschafts, kammer nach dem Vorschlag der Reichsregierung ahzu lehnen haben. . . ^ ^ Aus dieser kütMist Kritik gehi hervor," dass die Vorschläge in der Denkschrift des Reichswirtschaftsministeriums vom Handwerk in seiner Unterstufe keineswegs ohne Revision Wr.Aus- fübrüng emnrd^e'' werden kö>"»en. " -i ÄM Züsarylnensetzung der Mittel st ufe und Ober« s '.' n^.et«»»g zu Mhmen fein/?, wenn man sich über die Unterstufe geeinigt haben wird. DaS Hand- Werk verlangt jedensaüs einen sachlichen Aufbau dieser Stufen nach der Vorschrift in Artikel 165 der Reichsverfassung, wonach die Vertretungen in den Bezirkswirtschastsräten und dem Reichswirtschaftsrat »alle wichtigen Berufsgruppen entsprechend ihrer wirtschaftlichen und so» z i alen Bedeutung" zu umfassen hat. Sache der beruflichen Organisation des Handwerks wird es sein, die massgebenden Stellen auf die Stärkung des Handwerks und Klein, gewerbes seit der Revolution hinzuweisen und sie zu überzeugen, dass ein starkes deutsches Handwerk die beste Stütz« für die neue deul,che Wirtschaft sein wird. so« Mitteilungen der Handwerkskammer Freiburg Herausgegeben von Syndikus H Eckert «es«?. veranlatzten Aufwand, so kann der Arbeitnehmer die Entscheidung des für seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalts« ort zuständigen Finanzamtes darüber beantragen, welcher Teil der Vergütung als Arbeitslohn anzusehen ist. Das Finanzamt erteilt dem Arbeitnehmer hierüber eine Bescheini. gung, die den Arbeitgeber bindet. Aufgrund dieser Bestimmungen wird sich im Einzelfalk feststellen lassen, inwieweit das Entgelt des ZwischenmmstetS als sein Arbeitslohn im Sinne des § 2 Abs. 1 der vorläufigen Bestimmungen vom 28. Juli 1920 cmzusehen ist und welcher Teil des ihm von dem Arbeitgeber (Unternehmer) auSgezahl- ten Betrages die Entlohnung für die von dem Zwischenmeister angestellten Arbeitnehmer darstellt. Demgemäss hat der Av> beitgeber (Unternehmer) 10 v. H. des von ihm an den Zwischen, meister zu entrichtenden Betrages nur insoweit einzubehalten, als dieser Betrag nicht auf die von dem Zwischenmeister selbst an seine eigenen Bediensteten zu zahlenden Löhne entfällt, während der Zwiscbenmeister seinen Arbeitnehmern den Lohn um 10 v. H. zu kürzen hat. Die Frage, ob es sich bei den Zwischenmeistern um einen selbständigen Arbeitgeber handelt, der neben der Einkommensteuer noch der Besteuerung nach dem Umsatzsteuergesetz vom 24. Dezember 1919 unterliegt und Lei dem ein Steuerabzug vom Arbeitslöhne nicht stattzufinden hat oder ob ein Arbeitnehmer in Frage kommt, der dem Steuerabzug unterworfen ist, läßt sich bei der Verschiedenheit der in Betracht kommenden wirtschaftlichen Verhältnisse nur von Fall zu Fall entscheiden und unterliegt der Entscheidung der Veranlagung!»- und Rechtsmittelbehörden." Freiburg i. Br., den 11. November 1920. Handwerkskammer Freiburs i. Br. Der Vorsitzende: Der stell». Syndikus: Alfred Bea. Jörg er. j Mitteilungen öerLanöes- ^ wirtschaftsstelle für das Badische» Handwerk G. m. b. H., Karlsruhe Herausgegeben von Direktor Sonn er Bekanntmachung. ES wunde uns bekannt, dass in Baden noch Drillichanzüge lagern, welche an die Arbeiter abgegeben werden sollen. Wir haben uns bemüht, auch Hi« das Handwerk derartige Arbeitskleider zu bekommen. Leider ohne Erfolg. Der Bevollmächtigte de» Kommissars des Reichswirtschastsministeriums für Textil-Notstandsversorgung lehnt unser Ersuchen ab, mit dem Hinweis, dass die Bedarfsanmekumg durch die einzelnen Betriebe direkt zu erfolgen Hobe. Anmeldungen sind zu richten an die »Textil-Notstandsversorgung G. m. b. H-, Abteilung 8 (Betriebsversorgung): Berlin VV 8, Kronenstr. 50—52". Bei den Anmeldungen ist die Richtigkeit der Dringlichkeit des Bedarfs durch das Gewerbeaufsichtsamt in Karlsruhe zu bestätigen. Wir bitten hiervon Kenntnis nehmen zu wollen. Landeswirtschastsstelle für das Badische Handwerk G. m. b. H. in Karlsruhe. Gönner. Blum. Betrifft: Steuerabzug. Von Seiten des Finanzamtes Freiburg i. Br. erhalten wir folgende Zuschrift mit dem Ersuchen um Bekanntgabe: »Der Reichsfinanzminister hatte sich seiner Zeit damit einverstanden erklärt, dass in den Fällen, in denen der Arbeitgeber Zwischenmeister oder solche Hausgewerbetreibende beschäftigt, - die ihrerseits wiederum Arbeitnehmer gegen Entgelt angestellt haben, das Entgelt des Zwischenmeisters dem Abzüge nicht un- tcrworfen wird. Die Gründe/ die für diese vorübergehende Regelung massgebend waren, sind Nach dem Inkrafttreten der tuMäu sitzen Bestimmungen vom 29. Juli 1920 weggefallen/ es besteht ssistft kein Anlass mehr, das Entgelt des Zwischenmeisters vom Steuerabzug vom Arbeitslohn fteizulaffen. Nach 8 2 Abs. 4 Ziffer l a.a.O. gelten als Arbeitslohn im Sinne Des Abs. 1 a. a- O. nicht Entschädigungen, welche nach ausdrücklicher An- oxdnung oder Vereinbarung des durch den Dienst oder Auftrag veranlatzten Aufwandes gewährt werden. Enthält eine Vergütung für Dienstleistungen neben dem Arbeitslöhne zugleich «ige j^^^ignog fwc de» durch de» Dienst otzer Auftrag Mitteilungen der Wirtschastsstelle für den Hanöwerkskammerbezirk Mannheim Berichtigung. In der am 20. März 1920 veröffentlichten J-chvesschlutzrech. nung hat sich ein Fehler eingeschlichen, der wie folgt zu beruh- tigerr ist: Zahl der Genossen am Jahresschluss 29 Neu ausgenommen 2 " ? K Kitguedsrzülff am Ende 1819 Ä ' R, Die Gejchäftsguthaben haben sich rm «belaufenen Jcchx» um 2400.— M. vermehrt. - Der Betrag der Haftsumme am Geschäftsschluffe beträgt 34 SO«.— M. Mannheim, den A. November 1920. Wirtschaftsstelle für de« Haudwerkskammerbezirk Mannhe im,^ r. Gen. «. b. H. Bufa«, SahBA» — 471 — LaMMM WWr kMelbS' li. hMMHerckiWlleil Schriftleitung des dom Landesverband herausgegebenen Teiles in Rastatt. Der Landesverband der badischen Gewerbe- and H andwerker-Bereiuignnge« besitzt folgende soziale Einrichtungen: eine Krankenkasse, eine Sterbe- «ud BrrsicherungSkasse bis 500V M. Versicherungssumme, eine Spar- und Versorgungskasse, eine LehrlingsversichernngSkaffe, BergünstignngSverträge mit Feuer-, Lebens-, Haftpflicht- usw. Versicherungsgesellschaften, zwei eigene Erholungsheime, unentgeltlichen Rechtsschutz, unentgeltliche Beratungsstellen, eine Buchführungsabteilung. Jedes Mitglied ist für 1SV Mark gegen Unfall mit Tod versichert. Inhalt: LandeSaüSschnß. — Abteilung Buchhaltung. —. BeratungS- DaS staatliche BerdingSamt. stellen. — Gautage. — Einladung. Dir Vergebung von Aufträge» für de» Wiederaufbau. Laudesversammlung in Freiburg. (Schluß.) Niederlassungs-Nachweis. Landes«,rsschirtz. Einladung zu der am Sonntag, den 12. Dezember d. I-, V 2 II Uhr vormittags, im Rathaussaal in Rastatt stattfindenden Sitzung des Landesausschusses werden hier- mit die Mitglieder desselben mit der Bitte um vollzähliges Erscheinen eingeladen. Tagesordnung: » 1. Arbeitsgemeinschaft der Arbeitgeberverbände. 2. Organisation. 3. Verband deutscher Gewerbevereine und Handwerkervereinigungen!. A. DerbanLszeitung. 5. Lotterie. 6. Aussprache über sonstige Derbandsangelegenheiren. In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung und der unbedingt nötigen eingehenden Aussprache über die zu besprechenden Angelegenheiten erwarten wir vollzähliges Erscheinen. Bei etwaiger Verhinderung wolle uns rechtzeitig davon Kenntnis gegeben werden. ' M«sta tt, den 23. November 1920. Der Präsident: Der Generalsekretär: Nieberbühl. Martin. Abteilung Buchhaltung. Unseren Mitgliedern der Kreise Konstanz, Dillingen und Waldshut teilen wir mit, -ah wir einen weiteren Dü chh a l ter mit dem Sitz inRad 0 lfzell angestellt haben und wir somit in der Lage sind, den Wünschen unserer Mitglieder nach Anlage, Führung und Kontrolle ihrer Geschäftsbücher pünktlich zu entsprechen. Anmeldungen und Anfragen sind an den Landesverband der bad. Gewerbe- und Handwerkerver- einigpngen in Rastatt zu richten. Beratungsstellen -! Triberg. Die Leitung der Beratungsstelle hat Herr Malermeister Ignaz S ch ö l ler, Vorstand des Gewerbevereins Triberg übernommen. Gautage. Pfknz. und Enzgauverband. Gautag am Svnutag, de» 5. Dezember d. A, 2 Uhr nachm ittags im Saale «zum Bürgerbröu", Östliche Karl-Friedrichstraße 67 in Pforzheim. Murg- und Oosganverbaad. Gautag am Sonntag, de» IS. Dezember in Baden- Baden. Einladung M der am Sonntag, de» 5. Dezember, vorm. 11 Uhr, in Offen-urg, Restauration zum Anker, Gerberstrcrtze 34, stattfindenden GründungSversammtung des Landesverbandes bad. Wagnermeister. Hierzu werden sämtliche badischen Wagnermeister einge- laden und zahlreiche Teilnahme erwartet. Zwecks Vorsorge für Verpflegung und ev. Nachtquartier wollen sich die Kollegen sofort bei dem Unterzeichneten anmelden. Auf zum Verbands tag nach Offenburg! Der prov. Vorsitzende: Th. Spihfadem Karlsruhe, KriegSsir, 72. Landesversammlung «« Sonvtag, de» 1. August 1920, vormittags /^Ist Uhr, im Kornhanssaal in Freiburg. (Schluß.) Ich möchte dem noch einige Bemerkungen hinzufügen. Mir scheint eine der größten Gefahren der Kommunalisierung die zu sein, daß sie eick starkes Anwachsen des Beamten, und Arbeiterstandes bedingt. (Sehr richtig!) Wenn alles kommunalisiert wird, werden wir schließlich erreichen, daß der ganze große Stand der selbständigen Handwerker und Gsverbetreibenden, der doch — darüber kann kein Kommunalpolitiker auch nur eine Sekunde im Zweifel sein —> das Rückgrat und den Kern, die Grundlage des Gemeinwesens bildet, vernichtet wird und an dessen Stelle ein großer Stand von Kommunalbeamten und Kommunalarbeitern tritt (Sehr richtig!) und daß sich schließlich zeigt, was man im politischen Leben überhaupt so außerordentlich beklagen muß, daß auf der einen Seite ein Unternehmer, die Stadt, und auf der anderen Seite die große Fülle der Beamten, Angestellten und Arbeiter sind, die einander gegenüberstehen wie Feuer und Wasser und einander immer bekämpfen, wie wir das gegenwärtig tagtäglich beobachten müssen. (Sehr richtig!) Darin sehe ich eine große Gefahr für die ganze Kommunalwirtschaft und allein dieser Grund, von allen anderen ganz zu schweigen, sollte genügend sein, die größte Zu- rückhaltung bei dem weiteren Fortschritt der Kommunali- fierung zu beobachten. Denken Sie sich nur ein einziges Beispiel aus der Praxis aus, wie ich es in Düsseldorf — auch nicht gerade eine Stadt, in der die ruhigsten Leute sitzen (Heiterkeit) erlebte. Wir Haben dort, wie Sie aus Len Zeitungen erfahren haben werden, schon manches erlöst, aber es war im Grunde genommen nicht so schlimm, wie es dargestellt wurde; ich habe mitten darin gestanden und manches beobachten können. Die neuere Richtung der Arbeiterbewegung steht bekanntlich auf dem Boden des Syndikalismus. Dieser »ü der Märsite G«H> L72 ner dos GewerkschaftSgrdankenS und die Syndikalisten, die ihren politischen Ausdruck in der sogen. Freien Ar. beiter-Union Deutschlands gefunden haben, streben vor allem an, ihre Mitglieder in den lebenswichtigen Betrie- den zu gewinnen. Dann sagen sie: Wir pfeifen auf die politische Herrschaft, auf alle Kämpfe, die sonst die Arbeiter durchführen. Wenn wir ein Ziel erreichen wollen und wir sitzen in den lebenswichtigen Betrieben der Gemeinde, dann drücken wir nur auf den Hebel und die ganze Stadt ist uns untertänig. Wir erlebten es so mehrmals in Düsseldorf. Sie setzen Gas-, Wasser- und Elektrizitäts- werk still und dann können Sie sich die weitere Entwicklung ausdenken, die ganze Stadt ist von diesen Ar- Leitern abhängig. Nun spinnen Sie diesen Gedanken weiter aus und übertragen Sie ihn auf die Lebensmittel. Versorgung. Nehmen Sie an, die Lebensmittelversor- gung einer Großstadt" geschehe in einem einzigen Betriebe der Gemeinde, die ganze Gemeinde wäre von der Arbei- terschaft dieses Betriebes abhängig, und wenn sich die Gemeinde einmal dem Willen und den Wünschen dieser Arbeiterschaft nicht willfährig erweist, dann kommt der be- kannte Hebeldruck und die ganze Lebensmittelversorgung der Stadt liegt darnieder: die übrigen Bürger werden genötigt sein, sich willenlos diesen Arbeitern zu überantworten, um die unentbehrlichen Lebensmittel zu erhalten. (Sehr richtig!) Wie anders aber, wenn die Lebensmittelversorgung auf viele kleine Betriebe verteilt ist! Ganz abgesehen davon, -aß bei vielen Betrieben die Durchführung eine? einheit- lichen Streiks immerhin erschwert ist. Nehmen wir ein- mal an, die Arbeiter wären an sich vollständig einig. Dann gibt es noch immer eine ganze Anzahl selbständiger Unternehmer, die einigermaßen den Betrieb aufrecht erhalten können und wenigstens in etwas für die Lebensmittelversorgung einzutreten in der Lage sind. Gerade in dieser Abhängigmachung, in diesem Mchängigkeitsverhält- nis von der Arbeiterschaft sehe ich eines der größten Hemmnisse und eine der »roßten Gefahren der Kommunalisierung überhaupt und ich meine, gerade das sollten sich die Gemeinden vor Augen halten, die heute vielleicht doch vielfach etwas mit dem Gedanken der Kommunalisierung spielen und im Grunde ihres Herzens vielleicht wünschen, so schnell als möglich noch dies oder das in den Gemeinschaftsbetrieb überführt zu sehen. Das wäre der Grund, der mich am meisten davon abhielte. Dann aber auch die Leitung eines derartigen Unter- nehmens. Im klein gewerblichen Unternehmen herrscht der einheitliche Wille des Unternehmers selbst; sein Kopf, seine Hand sind maßgebend. Selbst wenn man ein Groß- unternehmen, eine Aktiengesellschaft betrachtet; da find wenigstens alle Aktionäre einheitlich an dem Gedeihen des Unternehmens interessiert. Nun aber in einer Kom- munalverwaltung; da hat im Grunde genommen die Leitung des Unternehmens oder wenigstens einen starken Einfluß auf das Unternehmen Las Stadtparlament, düs sich zusammensetzt auS Anhängern aller möglichen politischen Richtungen. Die eine strebt dahin, die andere dorthin. Es ist außerordentlich schwer, ein wirtschaftliches Unternehmen, hinter dem ein derartiges Parlament steht, in schlechten Zeiten wirtschaftlich vorwärts zu bringen. Das scheint mir ein außerordentlich schwacher Punkt in der ganzen Kommunalisierung zu sein. Deshalb kann ich nur bitten und empfehlen, so zurückhaltend als möglich in der weiteren Kommunalisierung von Betrieben zu sein. Nun hat man — und vielfach geschieht diese Einwen- düng mit besonderem Nachdruck — einen Weg gefunden, der geeignet sein soll und nach meinem Dafürhalten auch geeignet ist. die Schvächen der Kommunalisierung in O- was abzuwenden, und zwar durch di« Einrichtung der sogenannten gemischtwirtschaftlichen Betriebe, d. h. solcher Betriebe, die von der Stadt und Privatunternehmern gemeinschaftlich betrieben werden, indem beiderseitig das Kapital zusammenkommt und beiderseitig durch die geeigneten Personen die Leitung übernommen wird. Es ist also in dem gemischt-wirtschastlichen Betrieb gleichsam ein Kompromiß zwischen dem ausgesprochenen Kommunalbetrieb und dem privatwirtschaftlichen Betrieb zustande gekommen und deshalb halte ich, wenn schon überhaupt kommunalisiert werden muß, diesen Ausweg für - verhältnismäßig glücklich, weil er dem Kommunalbetrieb gleichsam einen Tropfen privatwirtschaftlichen Öles gibt, der in mancher Hinsicht, namentlich nach der Seite des technischen und kaufmännischen Fortschrittes hin, von erheblichem Vorteil sein kann. Dafür ein Beispiel aus der Praxis. Die Stadt Düsseldorf hat vor einiger Zeit ein gemischtwirtschaftliches Unternehmen gegründet für den Betrieb der Straßenbahn, und zwar vertritt das Privat- kapital - hauptsächlich ein Mann, den Sie alle aus den Zeitungen kennen, nämlich Hugo Stinnes. Nun ist dieser Beschluß in der Stadtverordnetenversammlung durch ein Übereinkommen zwischen den rechtsstehenden Parteien und der hei uns sehr stark vertretenen äußersten Linken, Len Unabhängigen Sozialdemokraten zustande gekommen, während die Mehrheitssozialisten dagegen gestimmt haben. Wie ist er zustande gekommen? Die Rechte war für die Heranziehung des Hugo StinneS-Kvnzerns, weil sie sich davon einen Fortschritt in technischer Hinsicht verspricht, und die linke Seite ist -er Meinung, diesem Vertrag zustimmen zu sollen, weil sie glaubt, durch die Beteiligung der Gemeinde an dem Stinnesschen Unterneh- men auf es einen großen Einfluß ausüben zu können. Dem mag nun sein, wie ihm wolle; das ist gleichgültig und die Sache ist perfekt. Stehen beide an sich vielleicht auch in lebhaften Widerspruch in ihrem Tun und in ihren Absichten, etwa wie Wasser und Feuer, so befinden sie sich doch in einer glücklichen Einheit, wie es bei unS im gemischtwirtschaftlichen Betrieb der Straßenbahn der Fall ist. Damit, meine Herren, glaube ich Ihnen mit einigen Bemerkungen den Grundgedanken in aller Kürze -arge- legt zu haben. Um es noch einmal zu sagen, komme ich dabei zu dem Ergebnis, daß man eine Kommunalisierung gewisser Betriebe »ich gänzlich und nicht grundsätzlich ablehnen soll und ablehnen kann. Es gibt durchaus Fälle, in denen eine Kommunalisierung angebracht ist und in denen eine Kommunalisierung sich auch bei einer ge- wissen Vorsicht und Tatkraft auf -er anderen Seite und bei einem gewissen Unternehmergeist sehr Wohl bewähren kann. Dafür haben wir Beispiele aus der Praxis und es wäre töricht, sie einfach ableugnen zu wollen. Aber auf der anderen Seite ist mit der Kommunalisierung unver- kennbar eine außerordentlich große Gefahr verbunden, und deshalb meine ich, und ich kann es nicht stark genug betonen, sollte es nun ein Ende haben mit weiteren Versuchen in dieser Richtung und zwar umsomehr, als wir uns jetzt in einer Zeit des wirtschaftlichen Dranges befinden, in der nicht genug geschehen kann, um das Wirt- schaflliche Leben überhaupt erst einmal wieder auf die Beine zu bringen, es aufzubauen. Um dieses Ziel zu er- reichen, sckmnt mir nichts notwendiger zu sein, als das Heranziehen der selbständigen Unternehmer, die in der Arbeit nicht nur etwas sehen, was ihnen den Lebens- unterhall gibt, was ihnen am Essen und Trinken fehlt, sondern was bei ihnen gleichsam eine Herzensangelegenheit ist. Nur dann können wir wirtschaftlich vorwärts kommen, wenn jeder einzelne sich mit der ganzen Volks- WM> .. 478 — Sirffchost, mit der ganzen Allgemeinheit zu einer Einheit verbunden fühlt, wenn jeder das Ganze und Höchste hergibt. Das wird er nur tun, wenn er den Ertrag der Wirtschaft selbst vor sich sieht, wenn er selbst seinen wirtschaftlichen Zweck und sein ZiÄ hat. Diese Wiedergeburt des deutschen Volkes, von der ich geredet habe und an die ich glaube mit jeder Faser mei- nes Herzens, wird und muß sich meiner Meinung nach im Schoße der Gemeinden vollziehen, und zwar im ->. Schoße der Gemeinden vielmehr als im Schoße der gesamten Staatswirtschaft. Das schieße ich aus einem Vorgänge, der sich schon einmal in der Geschichte abgespielt hat, auch zu einer Zeit, in -er das deutsche Volk tief am Boden lag, als man, glaube ich, eigentlich nichts mehr auf eine Wiedergeburt des deutschen Volkes hätte geben können, zur Zeit der Napoleonherrschast im deutschen Vaterlande. Da hat sich — allerdings in Preußen — ein Vorgang abgespielt, der von ganz außerordentlich weittragender Bedeutung war: Die Wiedergeburt und Wiedererweckung des StädtewesenS unter der Leitung des Freiherrn vom Stein, der erkannt hatte: Du mußt dem Bürgertum wieder eine Selbständigkeit geben, die Freude an der gemeinschaftlichen Arbeit in der Gemeinde und vor allem auch die wirtschaftliche Freiheit und Selbständigkeit. Das war der Grundgedanke des Freiherr« vom Stein, als er in seiner berühmten Städteordnung Las deutsche Städtewesen wieder zur Geltung gebracht hat. Es ist, glaube ich, nicht bloß Zufall, daß die Wie- dergeburt des StädtewesenS zusammenfällt mit der Wie- dergeburt des deutschen Volkes überhaupt. Daraus möchte ich di« Hoffnung schöpfen, daß eS auch uns gelingen wird, im Schoße der Gemeinde wieder zu einer neuen Blüte des deutschen Volkes zu kommen, aber nur dann, wenn jeder am Gemeindeleben und Kommunalwesen regsten Anteil nimmt und jeder sich als daS fühlt, was er sein soll, als ein Bürger im wahrsten, schönsten und edelsten Sinne des Wortes. Das scheint mix vor allem für das Handwerk notwendig zu sein, denn gerade Handwerkerstand und Gemeinde sind bei jeder Gelegenheit miteinander auf Ge- Leih und Verderb verbunden. Geht die Gemeinde zugrunde, dann auch der Handwerkerstand und umgekehrt, wenn er vernichtet ist, dann ist es nach meinem Dafür- halten auch vorbei mit dem kräftig blühenden Gemeinwesen, wie wir es heute in unseren deutschen Städten ha- ben, wovon uns ja namentlich auch di« Geschichte der blühenden Stadt Freiburg ein herrliches und glänzendes Zeugnis in diesem Krieg gegeben hat (Andauernder, lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Präsident Niederbühl: Sehr geehrter Herr Bürgermeister! Sie werden mir wohl Recht geben, wenn ich sage, daß der Beifall, den Sie aus der Versammlung vernommen haben, Ihre Rede gewürdigt hat. Sie haben daraus den Schluß ziehen können, daß Ihre lehrreichen Ausführungen auf einen gütest Boden gefallen sind. Dieser Vortrag wird erst dann recht zur Wirkung kommen, wenn wir ihn im gan- hen Badener Lande bekanntgeben (Beifall), besonders bei den Gemeinden unseres Vaterlandes. Nehmen Sie unseren herzlichen Dank für Ihren Vortrag entgegen! ES hat mich persönlich recht gefreut. Sie hier begrüßen zu können. (Beifall.) Meine Herren! Ich muß Sie bitten, noch auszuhalten. Es geht nun rasch. Wir kommen zu Punkt 10 der Tagesordnung: Festsetzung des JahreSbei- tragesfür 1921/22. Ich kann mich ganz kürz fassen. In der Zeitungsangelegenheit werden Sie schon erfahren haben, -aß wir vielleicht nicht in die Lage versetzt werden, Ihnen den Jahresbeitrag zur Erhöhung vorzuschlagen. Der Landesausschuß hat mich gestern einstimmig beauftragt, in der Zsitungsangelegenheit mit der Kommission zu verhandele». Ich glaube sagen zu dürfen, daß es mit dem Jahresbeitrag vorerst einmal wie für 1920 bleibt. Sollte es anders kommen, sind wir immer in der Lage, durch den Landesausschuß einen Beschluß herbeizusühren und Ihnen daS nächste Mal zu unterbreiten. Wir kommen zu Punkt 11 der Tagesordnung: Beratung des Voranschlages für 1920—1921. Er befindet sich auf Ihren Plätzen und ich darf annehmen, daß Sie schon einen Blick hineingeworfen haben. Gestatten Sie mir, daß ich kurz die nennenswerten Zahlen dortrage. Voranschlag für das Jahr 1920. Abteilung Verbund. Einnahme«. Ausgaben. Mrtgliederbeiträge Banksaldo vom Jahre ä 4^s von 22 0M Abgabe der G. Braun- 88 OM— ISIS .... Vergütung an G-Braun 6 373.12 sche Hofbuchdruckerei 12S20— f.d.Verbandsorggn 440M— Vergütung f-Zeitung«- Gehälter .... 33 OM— einweisungsarbeiten 600— Reisekosten.... 20W- Portoersatz - - - 160— Bürobedarfnisse . . 5 MO- Zuschüsse der Abtei. Drucksachen . . . 3 OM— lungen Kranken- u- BersendungSkosten, * Sterbekaffe. . . 5 OM— Porto, Telefon . 4500— Prämienprovifion » 5 OM— Zeitschriften. Bücher, Satzungen u.Formu- Jnftraie . . . 1000— la«. Iw— Miete, Reinigung, Heizung.Beleuchtvng Rückvergütung der für 4 OM— dieAbt. Beratungsstelle i. Fahre ISIS Beiträge an Verbände Mitarbeit am Ver- 450— ausgelegten Beträgt ?S22chS bandsorga« . . Konto Unfall mit Tod Konto Betriebsfond . Sonstige Ausgabe» . Mehreinnahmen. . SW— 1500— SW— 4500— S 279.44 IIS 602.56 118602.58 Einnahme». Gebühren für Buchführungsarbeiten . Zuschüße von Banken Zuschüsse von Handwerkskammern und Wlilschaftsstellen . Mehrausgabe» . . Abteilung Buchhaltung. Ausgabe». 21 MS— 3 500— 20 000 .— 500.— 45 OM— Gehälter .... Reisekosten.... Bürobedürsuiffe, Porto, Inserate usw. . . 25 000- 17000- 3000- 45 000— Abteilung Beratungsstelle. Staatszuschüff« Kreiszuschüffr. Mehrausgabe» LL 450-41 500— 4072.15 S7 032.56 Gehälter «.Reisekosten 1100Y-— Zuschüsse au dir Beratungsstellen . . 5000.— Drucksachen . . . 2000— BersendungSkosten, Bürobedürfniffeustv. 1200— Rückvergütung dxr sür die Abt-Beratungsstelle i. Iah« ISIS ausgeleiert Betr äge 7 822.SS 27022.5« 474 Voranschlag für das Jahr 1921. Abtrilmq Verband. Einnahme». Ausgabe«. - ^8 , MtgliederbeitrSge Gehälter .... 44000- L 4^8 von 23000 92 OM- Gewerbe- und Hand- Zuschüsse der Abteil. Werkerzeitung . . 25 OM— Kranken- u. Sterbe- Mitarbeiter d- Zeitung 3 000— kaffe. . . . . 5 000— Reisekosten.... 2200— Versich.-Provisionen. 4200— Bürobedürfnisse - . 4 300— Mehrausgabe» . . 4 SM— Emricht.-Gegenstände 4000— Drucksachen . . . 3 SM— Versendungskosten, Porto, Telefon . 4650— Zeitschriften, Bücher, Inserate. . . - 2 OM— Miete, Reinigung, Hei- zungu. Beleuchtung 4 OM— Beiträge an Verbände 450— Konto »Unfall m.Tod" 1500— Konto.Betriebsfond" 1500— Zuschüsse an Gauver- bände .... 2 OM— Sonstige Ausgaben . 3 300— 105 700— 105 700— Gebühren sür Buch- sührungsarbeiten bei IL^/rpr. Stunde Zuschüsse von Banken Abteilung Buchhaltung. Gehälter .... 38 4M— Reisekosten. . . . 33 600— 72 000.— Bürobedürfnisse, 3 OM— Porto, Inserate usw- 3 000.— 7b MO— 75 OM— Staats- uud Kreis- »uschüffe . . . Mehrausgabe» - « Abteilung Beratungsstelle. Gehälrer .... 20S00.— Reisekosten. . . - 400.— Zuschüsse an die Beratungsstellen . . Druckiachen . . . BersendungSkostrn. _ Bürobedürfnisse usw. 20 SM— 11600— 12M— SOM.— 24M— 1300— 20 SM.— Ich stelle den Voranschlag zur Besprechung. Wünscht jemand das'Wort? Das scheint nicht der Fall zu sein. Dann darf ich wohl sagen, daß Sie damit Ihr Einver- ständnis bezeugen wollen, und den Voranschlag als genehmigt betrachten. Wir kommen zu Punkt 12: Besprechung der eingegangenen Anträge. Wir sind gleich fertig! Es sind zwei Anträge eingegangen, einer wegen der Beschaffung billigeren Materials vom Harrdwertcr- vereru Freistett, mit folgendem Wortlaut: Der »Handwerkerverein des unteren Hanauerlandes" stellr lM Aufträge der Mitglieder, welche das Malerhand- werk betreiben und an der Grenze des besetzten Brücken- köpfcs Kehl wohnen, den Antrag, darüber zu beraten, wie für diese billigeres Material beschafft werden kann. Die im besetzten Gebiete des Brückenkopfes Kehl wohn-- haften Malermeister waren bis jetzt in der Lage, aus dem Elsaß billiges Material zu beziehen und konnten daher weit billigere Arbeiten ausführen als die außerhalb dem besetzten Gebiete wohnhaften Malermeister. Letztere hatten früher viel in dem besetzten Gebiete zu arbeiten und wären jetzt wieder Arbeiten für diese in Aussicht gestellt gewesen, mußten aber wegen den niedrigeren Preisen ihrer Kollegen im besetzten Gebiete zurück- stehsn, so daß sie in ihrem Geschäfte sehr geschädigt sind. Wir bitten dringend um Unterstützung unseres Antrages. Wir haben diesen Antrag an das Arbeitsministerium gegeben und glauben, demnächst eine befriedigende Antwort zu erhalten, dabei aber die Erledigung so vornehmen, daß die Antwort dem Antragsteller, Vereiniaunl Hanauer Land, -mgewiesen wird. Der zweite Antrag ist Arm Gewerbeverein Lörrach und lautet: Wir beantragen, der Landesverband Badischer GSverbe- und Handwerkervereinigungen möge bei der badischen Regierung dahingehend wirken, daß bei allen badischen Ver. waltungs- und Verkehrsämter eine den allgemeinen Interessen entsprechenden Arbeitszeit eingeführt werde. Im besonderen bei der Güterabfertigung. Gewerbe -und Kunstgewerbeverein Lörrach Darüber ist mit einem Vertreter der Regierung gespro- chen worden, der mir gesagt hat, daß wir uns mit Unter- stützung des badischen Ministeriums an das Neichsmini- sterium weichen möchten, weil es sich um eine Reichsangelegenheit handelt. Auch das wird in diesem Sinne er- ledigt werden. Nun kommt Punkt 13 Neuwahl des Vorstandes. Landtagsabgeordneter Spengler: Hierzu möchte ich folgendes sagen: In unserem Verbände ist kein Platz für Lobhudeleien und für Beschönigungen; bei uns gelten Tatsachen. Was unser hochgeschätzter Präsident bis jetzt geleistet hat, seine Schöpfungen und Einrichtungen, sind zum Segen des badischen Handwerkes ausgeschlagen. (Beifall.) Es mag sein, daß bei einzelnen Punkten auch gegenteilige Meinungen vorhanden sind, ober unser Präsident wir- so wenig wie ein anderer an der Grundwahrheit des alten Sprichwortes: Undank ist der Welt Lohn! vorbeikommen. Wir alle aber wollen nicht undankbar sein. Deshalb ersuche ich Sie, in aller Kürze einstimmig unseren bisher so sehr bewährten Präsidenten, der alle seine Kräfte uneigennützigerweise in den Dienst unserer Sache gestellt hat, nicht nur einstim. mig wieder zu wählen, sondern gleich zu bitten, seine bv- währte Kraft noch weiter in den Dienst der guten Sache zu stellen. (Beifall.) Bezirksvorsitzender Bürger-Schwetzingen Der Herr Landtagsabgeordnete Spengler hat bereits gesagt, was ich ausführen wollte. Möge es ihm beschio- den sein, das sei unser Wunsch, die nötige Kraft für LaS verantwortungs- und arbeitsreiche Amt noch recht lange zum Wähle des Gewerbes und des Handwerks zu sammeln und auszuüben. (Beifall.) Präsident NiederLLHl: Meine Herren! Wir haben jetzt den 1. und 2. Präsidenten zu wählen. » , Sie haben mir Worte des Dankes gewidmet. Ich bin mir wohl bewußt, was alles mit meinem Amte zusäm- menhängt. Aber wenn ich auch, wie besonders in der letzten Zeit, noch so viel durchmachen muß, so kann mich das in dem Gedanken für die Allgemeinheit einzutreten und ewas Gutes zu leisten, nicht beirren; ich werde Mannes genug sein, dem entgegenzutreten, wenn ich weiß, daß ich den großen Teil Unserer Verbandsmitglieder hinter mir habe. Ich erwähne das nur, weil ich gestern schon erklärt habe: Wenn Sie auf meine Person zurückgreifen, werde ich die Wahl nur unter der Voraussetzung annehmen, daß ich dadurch nicht bis zum Ende der nächsten Wahlperiode in 2 Jahren gebunden werde. Sie müssen mir freies Spiel lassen. Den Grund hierfür möchte ich nicht an- geben. Sie dürfen aber die Überzeugung haben: Solange in mir ein Tropfen warmes Blut fließt, und wäre ich auch noch so alt und bei Ihnen nicht mehr Präsident, werde ich immer ein warmes Herz und offenes Wort für den Handwerkerstand an den Tag legen! (Lebhafter BÄsall.) 47V ^ Mr kommen also zur Wahl des 1. und 2. Präsidenten. Unser 2. Präsident, unser lieber Freund Oeldorf in Heidelberg, ist mit dem Lode abgegangen. Hier sind Bor- schlage zu machen. Schwab-Lörrach: Meine Herren! Zunächst herzlichsten Dank für die Worte, die unser Herr Präsident Mederbühl geäußert hat bezüglich seiner Wahl. Wenn wir Umschau halten unter den Männern, die für den Posten eines zweiten Präsidenten in Betracht kommen, so müssen wir zunächst auf die Reihe derjenigen sehen, die bis jetzt um unseren Präsidenten geschart, schon für unsere Sache gearbeitet haben. Ich möckste eine Persönlichkeit herausgreifen, die wohl stets im Vordergründe gestanden hak und die wir alle gut kennen, Herrn Dusam, den Vorsitzenden des Gewerbe-Vereins Mannheim. In der gestrigen Landesausschutzsitzung ist dieser Vorschlag von allen Seiten warm unterstützt worden und ich bin beauftragt, ihn Ihnen hier zur Annahme zu unterbreiten. Ich möchte Sie bitten, Herrn Busam aus Mannheim ein- stimmig durch Zuruf zu .unserem 2. Präsidenten zu wählen. Ehrenvorsitzender Stadtrat Bea: (Len Vorsitz überneh- mend): Meine Herren! Sie haben sich bereits einstimmig da- für ausgesprochen, daß unser bisheriger Präsident wiedergewählt wird. Ich möchte beantragen, daß die Wahl Lurch Zuruf vor sich geht (Zurufe: Selbstverständlich!) Ich bitte diejenigen Herren, die für die Wiederwahl deS Herrn Gewerberat Mederbühl sind, die Hand zu erheben. — Das ist die Einstimmigkeit, aber Sie haben Gelegenheit zur Gegenprobe. Die Mederwahl ist einstimmig erfolgt. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Es wurde vorgeschlagen, zum 2. Präsidenten unseren bewährten Herrn Busam aus Mannheim zu wählen. Ich möchte auch hierfür die Wahl durch Zuruf beantragen. Wer dafür ist, daß Herr Busam zu unserem 2. Vorsitzenden gewählt, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Auch diese Wahl ist angenommen. Meine Herren, ich danke Ihnen! Präsident Niedeäbühl: Meine Herren! Ich danke Ihnen für die Kundgebung, die Sie mir wieder haben zu Teil werden lassen und für das Vertrauen, daß Sie mich an Ihre Spitze gestellt haben. Fm Namen meines Freundes Busam darf ich wohl das gleiche sagen. — Wir wissen, daß wir schweren Zeiten entgegengehe'n und daß die Aufgaben, die uns bevorstehen, ganz andere sind als zu Friedenszeiten. Wir müssen ein wachsames Auge haben, und ich stehe vollständig auf Seiten des hochverehrten Herrn Bürgermeisters Wilden, welcher gesagt hat, daß wir bezüglich der Sozialisierung große Vorsicht walten lassen müßten. Heute morgen hörten wir schon, daß gerade durch die Sozialisierung besonders für das Fleischer-, Bäcker-, und Baugewerbe eine große Gefahr vorhanden ist. Wer die Auseinandersetzungen im Landtag gelesen hat, der wird erkannt haben, daß eine gewisse Seite nicht von diesen Gedanken abgehen will, diese drei Berufe zu sozialisieren. Wir kommen nun zum letzten Punkt'der Togesord- nung, BestimmungeinesOrtes fürdennäch- ste n Verbands ta g. Der Landesausschuß beschloß gestern, einem Wunsche LeS Gewerbevereins Bruchsal Rechnung zu tragen, dem der Verbandstag eigentlich schon 1914 versprochen war. Da sich kein Widerspruch erhebt und keine anderen Vorschläge gemacht werden, werden wru die nächste Tagung ln zWel Fahren in Bruchsal abba"«n. — Hat noch jemand einen Wunsch? Martia-übsrlingen: Ich entledige mich eines Auftrages, wenn ich folgendes zur Verlesung bringe: Bei der kommenden Elektrisierung -es Bezirks Überlingen durch den badischen Staat ersuchen die betreffenden Bauhandwerksmeister des Bezirks den Vorsitzenden des Landesverbandes der Badischen Gewerbevereine dahin wirken zu wollen, daß bei der Vergebung der Bauarbei- ten für die Transformatorenhäuser nicht auswärtige, fremde Großfirmen, sondern die im Bezirk ansässigen Bau Handwerksmeister berücksichtigt werden und wenn möglich unter Aufsicht der hierzu berufenen Behörden (Be- zirksbauinspektion). Vereinigung selbständiger Bau- und Maurermeister im Kreis Konstanz, Bezirk Überlingen. — Die vereinigten Zimmermeister im Amtsbezirk Überlingen. — Die vereinigten Schlossermeister im Amtsbezirk Überlingen. . Der Antrag gründet sich darauf, daß etwaige Wände- rungsarbeiten und Reparaturen später doch den orts- oder in der Nähe ansässigen Maurern und Zimmermeistern oder sonstigen Handwerkern übertragen werden. Daher wäre es wünschenswert, daß auch die Neubauten nicht einer auswärtigen Großfirma im ganzen zugewiesen, sondern gleich Liesen Handwerkern in Auftrag gegeben wer- Len. Ich bin von den Konstanzer Handwerkervereinigungen beauftragt, dies hier vorzutragen und möchte das Präsidium bitten, dem geäußerten Wunsche zu entsprechen. Präsident NiederbW: Meine Herren! Sie haben mir eine große Freude be- reitet, daß Sie jetzt noch so zahlreich anwesend sind. Das ist für mich die beste Befriedigung für meine Arbeit. Sie dürfen versichert sein: Schenken Sie uns Nr Vertrauen, so werden Sie auch unser Vertrauen im vollen Maße genießen! So schließe ich die heutige Landesversammlung mit dem Wunsche, daß wir uns in Kvei Jahren recht gesund und hoffentlich unter besseren Verhältnissen Wiedersehen! (Beifall!) DaS staatliche BerdiogungSamt. Ein offener Brief an Herrn Ministerialrat Prof. Dr. Hirsch von Oberregierungsbaurat Dr. Ing. Rothacker. In den Nummern 36—44 der Badischen Gewerbe- und Handwerker-Zeitung liegen jetzt mein Vortrag vom 1. 8. über „das staatliche Verdingungsamt" und Ihre Entgegnui» schwarz auf weiß fest. Ich beeile mich daher, den Kampf auf- zunehmen, wozu Sie mich in Freiburg herausgefordert haben. Die Heilung deS VerdingungSwesenS ist eine der wichtigsten und gerade im Hinblick auf unsere traurige Lage eine der dringlichsten Lebensfragen des selbständigen Gewerbes und Handwerks. Dies hatte ich schon lange vor meinem Vortrag in verschiedenen, Schriften dargetan, von denen Ihnen mein grundlegendes Buch „Das Verdingung», wesen und seine Heilung" schon über ein Jahr und mein „Vorschlag zur Einrichtung eines Landesverdingungsamts" mindestens mehrere Tage vor dem 1. 8. bekannt waren. Ich durfte daher erwarten, daß Sie „als der Techniker, der das Submissionswesen , in Baden seit einer ganzen Reihe von Jahren an maßgebender Stelle bearbeitet", meinen HeilungSvor- MSgen nicht ctnderS, als mit der sachlichen Unbefangenheit und dem vollen Ernst des verantwortlichen Beamten näberträ- ten. In Wirklichkeit Horben Sie 1. am Tag vor dem Bortrag und rn meiner Abwesenheit meine Hörer nicht nur gegen meine Vorschläge, sondern auch gegen meine Person einzunehmen gesucht; 47 « 8. m Ihrer Entgegnung auf meknev Vortrag Dinge a« den Haaren herbeigezvgen. die nickt das geringste mit dem behandelten Staff zu tun hatten; 8. angebliche oder 'n sinneniitellender Weife vorgetragene Wolle und Stellen aus meinem Buch gegen mich ins Feld geführt; 4. me nen Vorschlag mit Gründen bekämpft, die durch den Vortrag selbst soeben widerlegt waren. Denn sie nicht an einer Stelle stünden, die für die Gestaltung des VerdingungSwesenS ins Baden und damit für den W «deraufbau des WirtichaftSIebrrS von Bedeutung ist. und wenn nicht d«e Gefahr vorläge, das, Ihre Kunststücke auch dem einen oder anderen Handwerker die Augen geblendet haben» würde ick mich mit der Feststellung obiger Tatsachen begnügen und da» Urteil, ob Ihre Kampsweise „Noblesse" und ein .ehrliche» Kreuzen der Klingen" ist. l»m Leser überlassen. Da aber nach Lage der Umstände schlechthin die Zukunft de» badischen Handwerks auf dem Spiel steht, bin ich gezwungen, auf Ihre Entgegnung noch näher einzugehen. Wer ihren Ausführungen aufmerksam gefolgt ist. mutzte dre ungeheuren Widersprüche bemerken, dis darin enthalten sind. Auf der einen Seite geben Sie unumwunden zu, dotz nach Ihrer persönlichen Auffassung „daz Subm ssionSweien überhaupt nutzt gelöst werden kann und niemals gelöst werden wird", auf der anderen Seite behaupten Sie. „datz die Sache überhaupt nickt so schlimm ist, wie sie manchmal gemacht wird", und beschreiben sogar einen Weg. auf dem Sie »Heilung und Ersparnis sehen". An einer Stelle rühmen Sie »da» glänzende Material" das Ihnen zur Beurteilung der PreiS- angemessenhei» zur Verfügung stehe, an einer anderen legen Sie das Geständnis ab. daß die Preisstatistik des Finanzminister umS „allerdings an den jetzigen ungesunden Zuständen und Verhältnissen krankt, bei denen man mit einer Statistik effektiv nichts anfangen kann", um dann aber an einer dritten zu erklären, datz „in dem Augenblick, in dem wir geordnetem ruhige und ge'unde Verhältnisse haben, die Früchte der Statistik reifen werden". WaS Ihren Weg der Heilung und Ersparnis ankelangt, so soll er dann bestehen, daß „dre Arbeit der BerdingungSämter der Handwerkskammern und die Arbeit, die regierungSseit g geleistet wird, auf ein Geleise geschoben wird". Dabei haben Eie leider überleben, datz durchaus nicht .im badischen Finanzministerium die Baukosten de» ganzen Landes zusammenlaufen". datz vielmehr autzer Ihnen und Ihrer Bauverwaltung auch noch andere baubesckaffende Stellen im Lande sind, nämlich die badst'cke Tiefbauverwal. tung, d'e Kommunalverwaltungen, die bischöfliche Dauverwal, tung. die Reichsbauverwaltung, die ReickSverkehrSverwaltung und die Privattechniker. Ta» Gewerbe und Handwerk legen aber Wert darauf, auch au» den Aufträgen dieser Stellen die Möglichkeit zur Diedererstarkung und zum Fortschritt zu erhalten. Wenn daher tatsächlich das was mem Vorschlag „als Aufgaben diese» zukünftigen Apparat» anführt, von den Stellen geschafft wird, die wir bereit» haben", so würden nach Ihrem Gegenvorschlag die Aufgaben, die ich in einem Lan- deSverdingungSomt erledigen würde, gleichzeitig von vier ver. schieden«» Verdingungsämtern auf der einen und mindestens sechs Vauverwaltungen sowie ein« Geschäftsstelle der Privattechniker auf der anderen Seite zu erledigen sein. Es ist aber leicht einzusehen, dotz die Erledigung der gleichen Aufgaben an mindesten» ll Stellen nicht bil. liger käme, als die Erledigung an einer Etekk«. und datz bei der Erkedioung an 11 oder mehr Stellen nicht nur ein unwirtschaftliches und vielfach zweckloses Rebeneinanderarbeiten» ftattsände. sondern sogar ein schädliche» Gegeneinanderarbeiten möglich wäre, datz e» also mit der „Heilung und Ersparnis" recht wacklig stünde. Wenn Sie allerdings die Aufgaben der Gemeinschaftsarbeit auf „formlose Beratuna über einzelne protze Submissionen oder allgemeine grundsätzliche Frage", insbesondere aber auf Erörterung von „SubmiffionSblüten" beschränke» wollen, wie Eie weiter auSführen. dann wird die Sache billiger- Dan» haben Eie aber überhaupt nicht begriffen, worauf eS ankommt, und haben vor allem nicht ersaht, datz die Mängel de» verdingunaSwekenS nicht nur im Vergebung», akl liegen, sonder« schon n>,t dem Bauentwurf beginnen und erst mit dem Untergang de» Bauwerks enden. Sie könnten zwar einwenden, datz e» Ihnen viel mehr darauf -»gekommen sei. „selber Hand anzuleaen und einen Bor- schlag zu macken", al» daraus, datz dieser vor'cklag brauchbar sei; e< werde Ihnen schon irgend eia glücklicher Zufall zu Hilfe kommen bi» zu jene« sehr fernen Augenblick, »in dem wir geordnete, ruhige und gesund« Verhältnisse haben". Aber damit wäre dem selbständ gen Gewerbe und Handwerk ebensowenig gedient, als mit der bisherigen Art und Weise, wie Sie »nicht nur als Geschobener und nicht nur negativ, sondern auch posiilv an der Arbeit sind das Submissionswesen auf eine bessere Grundlage zu bringen": bekanntlich bedürfen die Kranken der Heilung unp nicht die Ge. sunden oder — die Toten; außerdem suckt der vernünftige Kranke die Heilung dort, wo er Verständnis für seine Nöte sowie Wollen und Können findet. Ich komme jetzt auf Ihre Ablehnung meines Vorschlag»Sie haben zum ersten betont, datz er aus eine neue Behörde hinausliefe» datz die» aber der angestrebten .Vereinfachung" der Staatsverwaltung zuwiderliefe. Dabei haben Sie nur übersehen. was ich unmittelbar vorher in meinem Vortrag über die Tätigkeit und Wirkungen eines LandeSberdingungSamt» ausaeführt hatte, näm. lich datz diese eine Behörde allen am BerdingungSwe en beteiligten Stellen e-ne gewaltige Ersparnis an Kräften und Zeitverlusten bringen würde. Wenn Sie mein Buch aufmerk, sam gelesen hätten, müßte Ihnen klar geworden sein, Satz diese Ersparnis bei gleichem Aufgabenumfang auch eine we- sentliche Verminderung der bestehenden Behörden ermöglichen würde, datz daher das LandesverdingungSamtder Vereinfachung der Staatsverwaltung nicht hinderlich, sondern im Gegenteil außerordentlich förderlich wäre. Zum zwe'ten haben Sie der Versammlung das rote Tuch .Berlin" vorgehalten mit dem Hinzufügen: »Wenn in Baden oder sonstwo irgend etwas gebaut wird, so können die Herren «n Berlin von dort aus nicht alles richtig beurte'len". Ja, hatte ich denn nicht ein badisches LandesverdingungSamt vorgeschlagen? Als schließlich« Zusammenfassung, der LandeSverdingungS. äntter balle ich allerdings eme gemeinschaftliche Spitze für erforderlich, um ein unwirtschaftliches Reben- und ein schädliches Gegeneinanderarbeiton zu verhüten; aber es zeugt von einem recht flüchtigen Stud'um meiner Schriften, wenn Sie mir die Absicht rn die Schuhe schieben, diesem .ReichSverdingungSamt" eine Einmischung in Einzelheiten des badischen Bauwesens zu übertragen. Und endl-ch haben Sie »die ungeheuren Kosten und die Umständlichkeit de» ganzen Apparats" bemängelt, trotzdem ich wenige Minuten vorher ausdrücklich die vereinfachende und damit sparende Wirkung der Einrichtung betont hatte. Zum übrigen Teil Ihrer Entgegnung hätte ich noch sehr viel zu sagen. E» würde aber auf'» persönliche Gebiet Überpreisen, da» ich ohne Not nicht betreten möchte, da es nur lediglich aus die Sacke onkommt Zudem habe ich kerne Veranlassung. S>e persönlich zu bekämpfen; Halen S e mir doch ungewollt den lebendigsten Beweis für die Richtigkeit meiner Auffassung von den Grundursachen aller Mängel deS Verdingungswesens und von den einzig gangbaren Wegen zu seiner Heilung erbracht und haben S'e doch durch Ihre Angriffe die einsichtigen Männer des selbständigen Gewerbes und Handwerks auf die Zweckmäßigkeit des näheren Nachdenken» über meine Ausführungen nachhaltig hingewiesen. Die Bergebua, von Aufträge» für de» Wiederaufbau. Seit einiger Zeit wenden sich infolge verschiedener Preffe- nctizen zahlreiche deutsche Firmen an das R-.-chsminnterium für Wiederaufbau, welche um die Vergebung von Aufträge» für den Wiederaufbau in den zerstörten Gebieten nacksuchen. ES fei darauf hingewiesen, datz derartige Schritte vollständig znecklo» sind. Die Vergebung der Lieferungen wird künftig weder durch das Reicksministerium für Wiederaufbau, noch die ihm unterstellten Dienststellen unmittelbar erfolgen. ES ist vielmehr beabsichtigt, die Auftragserteilung in der Weise t-crzunehmen, datz Lieferungen, soweit sie Erzeugnisse der Großindustrie betreffen, die nur von einer beschränkten Anzahl ohnehin syndizierter Industriezweige herzustellcn sind, durch die Fachverbände der Industrie vergeben werden. Soweit die Aufträge sich aus Maffenwaren beziehen, an denen besonders das Handwerk und das Kleingewerbe beteiligt sind, ist die Vergebung auf dem Wege über ein zu schaffende» ÄuSgleichSamt durch die Auftragsämter der einzelnen Länder in Aussicht genommen. ES muß somit anheimgestelli bleiben, sich wegen Zuteilung von Aufträgen mit dem zu- ständigen Fackverbande, bezw. mit dem Auftragsamte m» Benehmen zu setzen. Zugleich wird bemerkt, datz die seitens deS WiedergutmackungSausschussea nach hier gelangten Anforderungen zur Vergebung noch nicht reif sind- ES wird weitaus den meisten geforderten Gegenständen noch eingehender Verhandlungen mit der Gegenseite bedürfen, bevor au eine Ausführung der Lieferungen gedacht werden kann. 477 Nleder!assur»gs-N schwer-. Dm Assrage« ist stets Rückporto beizsfüges! I. Augebote. s) Eeschäftsperkäuse hezw. Verpychtpugen. b) Geschäfts,Nevgründungen. II. «rische. 1. Tüchtiger Drechsler sucht eise gutgehende Sylzdre- herei zu kaufen oder zu pachten. Evtl. Teilhaber eines einschlägigen Geschäftes, oder die Leitung eines solchen. 2. Zuverlässiger, junger, tüchtiger Schreinrrmeister sucht Niederlassungsort. III. Gehilfen- und Lehrstellen suche»; 1. Jahre alter Junge sucht Lehrstelle bei tüchtigem Schreiuermkister. Kost und Wohnung erwünscht. 2. Angelernter Schuhmacherlehrling sucht Lehrstelle bei einem zuverlässigen, tüchtigen Meister. 3. IstWriser. ordentliche« Mädchen sucht Lehrstelle um sich als Näherin auszrchMen. Kost und Wohnung im Hause. 4. Ein 18 Jahre alter kräftiger Wagner, welcher noch ein Vierteljahr zu lernen hat, sucht eine zur weiteren Ausbildung passende Stelle. Kost und Logis womöglich beim Meister. 5. Junger Mann, 18sH Jahre alt, der schon qls Ma- fchinsnarbeiter (Fräser) beschäftigt war, sucht Stellung irgend welcher Art. IV, Gehilfe», und Lehrstelle« .«de«: 1. Tüchtiger Wagnergehilf« gegen guten Lohn, sowie Kost und Wohnung für sofort gesucht. Offerten an Th. Aihssnacker, Wagenbau, Äckenheim a. N. 2, In Karlsruhe sind 2 Lehrstellen für Tapezier und Pylsterer offen. Kost und Logis kann nicht gewährt werden. Nähere Auskunft erteilt der Landesverband der bqd. Gewerbe, und Handwcrkcrvereisigungen Rastatt. Kür dir Schriftleitung de» vom Bad. Landesqewerbeam» heraukgegebenen h. Teil» der Zeitung verantwortlich Regierungsrat Bucer'u« Karlsruhe t. B. Für de» «nt« de« Abschnitt .Landesverband der badischen Gewerbe- und Hqndwerkrrvereinigungen" und im »Unterhaltsng»teil' veröffenUcchten Inhalt L- 8,rderbühl. Rastatt. Kür den Anzeigenteil: Adolf Groß«. Karlsruhe. Vermögen Bilanz aus 31. Dez.1913. Schatten Lasse . . . 1041 M. Waren. . . 8585 . «usständr. . 1219 . Beteiligungen 150 „ Fahrnisse. . 804 „ 11309 M. G-schsstsguth. S9MM- Rücklagen. - 20 . Bankm . . 4950 . Lieferanten . 333 . Gewinn . . 8087 . N309M- Zahl ber Mitglieder am S. MSq ISIS ---13* 8 - 0 ---19 am 31. Dez. 19. Seit 31- Mär, 19 hat die Gesamthastsumme um 2100 M- zugenommen. Sie beträgt am Jahresschluß 6000 W- Schuhmacher,Lirfemugs- «. Eiukaufs- ßrnoffeuschast Achrrtal, e.G.m.b.H., Achers. Armbruster. Fischer. 1684 Vermöge» Bilanz aus 31. Dez. ISIS. Schutte» Lasse. . . 1098 M- Ausstände . 20609 „ Waren . . 5755 „ Fahrnisse . 90 „ 27552 M. G-schästsguth, 7997 M. Banken . . 13000 „ Rücklagen. . 1665 . Schulde» an Lief.u.Mitgi. 1885 . Reingewinn. 3005 . S7552MI Zahl der Mitglieder am 1. Januar 1919 - 24 * 13 — 3 — 33 am 31. Dezember i91S. Seit 1 . Jan. 1919 hat die Geschäftsguthabensumme um 1847 M-, die Haftsumme um 2700 M. zugenommen. Gesamthaftsumme aus Jahresende 9900 W- Eiukaufsgenoflenschaft der Schreiuer, e G.mb.H^ Eschelbronu. Streiß.Dinkel- 1681 Vermögen Bilanz auf 31 Dez. 1919. Schulde« Bankguthaben 3504 M- Geschäft sguch. 3199 U. Conw pro Divers« . . 21S . _ Rnngrwin» . 6S . S504 M- . 3504 R. Zahl der Müglieder am 1. Ja». 1919 — 11; * 0 — 0 — 11 am 31. Dezember 1919. Seit dem 1. Ja». 1919 Hai dir Geschäftsguthabensumme um 799 M. zu-, die Haftsumme um 300 M- abge- nomm«,. Gesamthastsummr auf Jahresschluß -- 3300 Mark. SirfrrilW- r MisstWsßeMsst -er 8-ONSlhemeister. e.Lv.bL^ rsubOWss-kw. Grhrjä. Kromotka. V««ö»t« Bilanz auf 81.Dez. 1918. Schulde« Kasse. . 2218.60 W. Ausständr 25227.17 Warenbestand , Fahrnisse 53090.88 1882.11 Geschäfts, guthabe» 12385.05«. Rücklage» 1300.— „ Banke» . 32577.7k. Lieferant. 32505-70 ^ Durchlauf- Posten . 2400.-- . 127085 . SS4IS-7SMI Zahl der Mitglieder hsi der Gründung 1918 -- 34, 24 - 0 --- 58 »m 31- Dezemb- 1919. Di, Hastsummen haben sich um 7200 R- vermehrt gus 17400 Mark. Schuhmacher-Einkaufs- u-Likfernugsjenof- seuschast Kraichgau, e,G mb.H^ Bruchs«!. Letler. Orhler. 82418.7SW. Bermöge» Bilanz auf 31. Dez. 1919. Hchuttr» Bankguch. 10132-M- Verlust . 102.17 10234.17M- Geschäftsguthaben 1600g.— M- chxditorm 234-17 M- 1023417 W. Zahl der Mitglieder bei der Gründung -7,-j- 10 - 0 ---17 am 31. Dez. 19- Di» Hastsumme hat sich um lOftOO vermehrt aus 17000 Mark am 31. Dezember 1919. Bäcker-Zeutralrinkaufsgeuosseufchast Baden, e,G.m.b.H.. Pforzheim. G Sexauer.O. Weber. Vermöge» Bilanz auf 30 Juni LS. Schutt«, «affe. . 1059.20 W, Waren . 11447.10 . «usftände 10277.35 . Banken . 26863.55 . Beteiligungen - 83918 „ SimMg. 332-85 . 50819.01 W- «eschästs- guthabeq 5200.---«. Reserve- ssnds . 4463.02 „ Gläubiger 21923.87 . Darlehen 11000.— „ Gewinn - 8229-32 . S08IZ.01 M. Acht der Mitglieder am 1. Juli 1918 — 11 0 — 1 --10 am 30- Juni 1919. Dir Geschäftsguthaben haben fich um 800, die Haftsummen um 2000 W. vermindert. Di« Aesamthastsumme beträgt 20000M. Karljnh« MeWe -« r-ttimseW. stS-».- H-, LrilriOi. Wujeü Mtl»r. Vermöge« Bilanz auf 36 Juni 26. Schutte» Kasse. . 1852.12 R. Waren . 32364---- . Ausständ» 37289.55 - Banken . 1453.81 , Beteiligung«,. 86S11 , Einrichtg. 292.85 . 73981.34 M. G-schästs- gpthaben 4760.— M. Reservefonds . 13368.34 „ Gstpbig« 34 287.71 „ Darlehen fl000— ., Steuer . 760— „ Gewinn. 9330.29 , 1S2l 34 Pk. Rftgltederzahl am 30. Juqi 1920 -10- tKem« Veränderung) Geschäftsguthaben um 50tz War! vermindert. Geiamchafisumm« am 30- Jupj 1920 unverändert 20006 Mark. er MWO W .. veoOMast. e.S.w.o.H^ KarlrE Muser. Mittler. Berichtigung unserer Jckhresschlnhrrchnmig per 81. Dez. ISIS, veröffentlicht in der Bad. Gewerbe- u. Handwerkerzeitung vom 15. Juli 1920, Seite 330/831 unter Nr. 22 der Tabelle 1. 1669 I« Jahre 1919 habe» fich vermehrt: »> Die Haftsumme um. 1800— M- 6> Die Geschäftsguthaben um . . . 1300.— „ Die Gesamthastsumme aller Genossen am Jahresschluß beträgt . 8900.— „ Mse>Msz.s.ki«kililsssttsWchast-.WWnnkista MmhkiR v. Hrj-ejbelg, e.S.in.-.H.. «Wilhelm. S. Anheggrr. P. Ries. Öffentlich zu vergebe» find die Erd, ». Maurerarbeiten Kunststein arbeiten, Zimmer-, Schmied- «. Dachdeckrrardeite« zu einem zweistöckige« Pimst- wohngebäude mtt L Pierzimmerwohnu«ge» und 2 Dachstockwohnungen im Werkstättebahnhof bei Hallingen. Zeichnungen, Bedingungen und ArbritS- beschrieb» zur Einsicht bei der Bahnmeister« in Weil-LeopoidShShe; dort auch Abgabe der Angebotsvordrucke — keine Versendung Einreichung der verschlossene«, postfreien Angebot« mit Aufschrift btt spätestens 10. Dezemb. 1920, 9 Uhr vorm, an Bahnmeisterei Well-Leopoldshöhe, woselbst auch die Esöffnung ftattfin-et. ZuschstmSfrift 4 Woche». Basel, 19- Novembxr 1WZ. 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Karlsruhe j. B.