Das Badische Handwerk Badische Gewerbe- u. Handtvevkevzeitung—Handwevkskammevbote Heransgegebe« von de« Handwerkskammern Hrcivurg t B>, Karlsruhe, Konstanz u. Mann- cheinr. Amtliche» Organ de» Bad. Landesgewerbeamts, de» ba». Handwerkskammertage» und Handwerkstages, des Landesverband«» bad. Gewerbe« und Handwerkervereintgnnge», Redaktion, Car» Hantzer, Karlsruhe i. B.» Nr. 3. 6. (SS.) Jahrgang de» MorschnngSinstilntS für rationell« Be« triebssührung im Handwerk, de» Verband«» bad. Handwerker-Genostenschaften, der Lande». wirtschaftSstelle für da» badische Ha«dwerk, der Badische» LandeSgewerbebank, der Kredit« genoflenschaften «nd anderer Organisationen. KriegSstratze Nr. 16 V. Fernsprecher Nr. S»8» Karlsruhe, 6. Februar 1928 zur Festaufführung der „Meistersinger" aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Handwerkskammer Mannheim. Von koitr 0e-o»p» Wie einst in Nürrenberg der Meister Schar Zu Rat und Tat jährlich versammelt war. Sind deutschen Handwerks ernste Hüter heut« Vereinigt unter frohem Festgeläute. Der Zeiten Not und Weh ist ihre Not, Der Zeiten Hoffnung liegt auf ihrem Wege; Der Zukunft Losungswort ist ihr Gebot, And was der Krieg verdarb, harrt ihrer Pflege. Was deutscher Fleiß und deutscher Wille schufen. Baut sich gleich einem Dome vor uns auf. Wir stehen dankerfüllt vor seinen Stufen; Denn eine neue Aera steigt herauf. Der deutsche Fleiß holt nach, was wir verloren; Der alte Handwerksgeist ist neu erwacht. And war der Krieg ein Wahn verführter Toren, So liefern wir der Welt die Geistesschlacht. Der deutsche Werksinn kommt zu neuer Blüte; Sein froher Kampf gilt allem falsche« Schein, Sein Schuhgeist ist der Geist der Kraft und Güte; Den Vorsprung holt die Welt nicht wieder ein. Drum habt ihr euch zu frohem Fest gefunden; Ihr habt ein Recht auf frohe Feierstunden, Die in das Dunkel eurer Tage glänzen. Wer sittlich fühlt, der kennt auch hier die Grenzen. Die Kunst will uns im Drang der Crdentage Die Antwort geben auf des Lebens Frage, Wenn wir hintaumelnd zwischen Gut und Bös«, Nicht wissen, wie des Zweifels Spuk sich löse. Sie will nicht nur die Wirklichkeit uns spiegeln; Eie will des Traumlands hohes Tor entriegeln. Kunst ist Gebet, ist Lachen, ist Erlösen, Kunst ist der Ausgleich alles Dunklen, Bösen. So wendet denn den Blick vom Land der Sinn« Für einen Augenblick zu höh'rer Minne. Gefühl ist alles, — wenn fern Kompaß löge. Verlöre auch die Kunst ihr Diadem. Der Geist der Zwietracht hätte es bequem; Denn alles stürbe, was euch aufwärts zöge. Hier sang die Muse Mozarts dir und mir. And eines Tags stand Friedrich Schiller hier. Drum hört sein Wort: es ist ein Wort der Pein: Der letzte Weg muß zu dir selber sein! Denn diese Stätte lieb ich, ohne Maßen, Trotz aller Schmerzen, die sie mir gebracht. Hier habe ich ein Flammenmeer entfacht. Als auf den Fürstenthronen Prasser saßen; Hier habe ich der Willkür von Despoten, Vom heil'gen Geist beflügelt. Halt geboten. And heute steigt aus der Versenkung Schacht Altmeister Sachs, Schuhmacher und Poet. Ein Mann, der üvLr alles nachgedacht. Was bei Ovid,-Homer zu lesen steht. Ein Mann, der selbst Petrarcas Werk gelesen, Ist unsers Handwerks Schutz und Schirm gewesen. Cr hat nicht nur manch übermüt'gen Schwank Gezimmert auf der schmalen Schusterbank: Seit er das deutsche Singespiel begründet. Sind Lied und Kunst und Handwerk eng verbündet. Der „Wittenbergisch Nachtigall" zum Ruhm Sang er „Wacht auf, es nahet gen den Tag"... So hat er schlicht und treu dem Menschentum Gedient mit seines Herzens reinem Schlag. Drum hört das Wort, das Goethe ihm geweiht. Als grünes Lorbeerreis der Ewigkeit: „Wie er so heimlich glücklich lebt Da droben in den Welten schwebt. Ein Cichkranz, ewig jung belaubt. Den seht die Nachwelt ihm aufs Haupt; In Froschpfuhl alles Volk verbannt. Das seinen Meister je verkannt." Das sagte Goethe. And nun hört den Spruch, Den Meister Sachs heut an uns alle richtet. Damit des deutschen Handwerks Vannertuch Nicht werde durch der Zwietracht Hand vernichtet. Damit ihr nicht des Lebens Reingewinn, Beckmessernd euch vergällt mit Mcrkersinn. Das Herz dem Meister auf, der euch entflammt And werdet seine Schüler allesamt. Den Ring schließt fester, der euch heute bindet. Daß euch die Welt stets auf der Warte findet. Die über allen Zinnen der Partei Ein Hort des Friedens und der Wohlfahrt sei. Das sei die Losung, die sich heut erneue: Der Meister Glauben und der Meister Treue. Drum: wenn des Lebens Mühsal euch beschwert. Denkt an das Wort, das euch Hans Sachs gelehrtr Verachtet mir die Meister nicht, und ehrt mir ihre Kunst! Was ihnen hoch zum Lobe spricht, Fiel reichlich euch zur Gunst. Daß uns re Meister sie gepflegt, grad' recht nach ihrer Art, nach ihrem Sinne treu gehegt, das hat sie echt bewahrt: blieb sie nicht adlig, wie zur Zeit, wo Höf' und Fürsten sie geweiht, im Drang der schlimmen Jahr' blieb sie doch deutsch und wahr. Was deutsch und echt wüßt keiner mehr, lebt's nicht in deutscher Meister Ehr'. Drum sag ich euch: ehrt eure deutschen Meister: dann bannt ihr gute Geister! And gebt ihr ihrem Wirken Gunst, zerging in Dunst das heil'ge röm'sche Reich, uns bliebe gleich die heil'ge deutsche Kunst! 37 z-andwevk - und «freies Spiel dev Kräfte" Von H. Stäbler, Schneidermeister in Heidelberg. Dieses Wort vom „freien Spiel der Kräfte" ist in unseren Tagen zu eincili geflügelten, viel genannten und noch häufiger mißverstandene» geworden, so daß es immerhin angebracht erscheint, seinem tieferen Sinne nachzuspüren. Der Handwerker dürfte daran ein besonderes Interesse haben, ist er es doch gerade, der in hohem Maße, ohne seine Absicht, „dem freien Spiel der Kräfte" ausgesetzt und z. T. bereits ausgeliefert ist. Fragen wir zunächst einmal: Welche .Kräfte sind denn wohl gemeint, für die man ein freies, bezw. freiwaltendes Spiel, fordert? Im- sozialen Leben der Menschheit sind vielerlei Kräfte regsam: sittliche und unsittliche, geistig-schöpferische, künstlerische, politische, rechtliche, wirtschaftliche, berufliche, fachliche, altruistische und egoistische. Ein Blick auf das weite chaotische Gebiet der-vielen möglichen und ineinanderwirkenden Kräfterichtungen belehrt uns sofort, daß man hier sondieren muß, indem sich zeigt, daß es Kräfte gibt, die sich nur gesund auswirken und entfalten können in einer Atmosphäre der Freiheit, und andere, die gezügelt, gebunden und beherrscht werden müssen, wenn sie nicht zerstörend wirken sollen. Außerordentlich bedenklich wird die Sache, wenn „das freie Spiel der Kräfte" als chaotisches Wirken, ohne Disziplin und Harmonie, nicht mehr' irgendwo verankert ist. Dann wird zur Wahrheit, was unser Schiller sagt: „Wo rohe Kräfte sinnlos walten, da kann sich kein Gcbild gestalten!" Hier zeigt der Dichter mit monumentaler Einfachheit, daß Kräfte, die nicht von irgend einer Ordnung — sei es Vernunft, Zweckmäßigkeit oder Moral — beherrscht, gelenkt und geleitet, d. h. diszipliniert werden, sinnlos, und deshalb» roh, brutal und chaotisterend wirken müssen. — Betrachten wir daraufhin einmal die derzeitigen sozialen Zustände. Man ist sehr stark versucht, die Frage zu stellen: Ist das derzeitige Chaos nicht bereits eine Folge des sogenannten „freien, ungehemmten Spiels der Kräfte?" Hat es einen Sinn noch weiter in dieser Richtung fortzufahren? In welcher Beziehung hat „das freie Spiel der Kräfte" eine gesunde und natürliche Berechtigung, und in welcher Beziehung ist es verderblich? Im soziale» Zusammenleben der Menschen wirken sich aus: geistig-kulturelle, politisch-rechtliche und wirtschaftlich-materielle Fragen, Forderungen und Bedürfnisse der Menschen. Von Rechtes wegen gelten deshalb in geistig-schöpferischer Hinsicht die Prinzipien der Freiheit und Toleranz, in politisch-rechtlicher Hinsicht diejenigen der Gerechtigkeit und in wirtschaftlich-beruflich-fach- lichcr Hinsicht diejenigen der Solidarität. — Die sogenannte soziale Frage ist zur Problematik geworden, weil man diese grundlegenden Gesichtspunkte nicht genügend durchschaut, berücksichtigt und angewandt hat. So wurde eS dem Wirtschaftsleben zum Verhängnis, daß sich der sogenannte Manchester-Liberalismus, o. h. die Freiheit, im ganzen Bereiche des wirtschaftlichen Lebens so schrankenlos ausdehnen konnte. Soweit sich die Freiheit auf die geistigschöpferische und fachlich-technische Tätigkeit des Wirtschaftslebens beschränkt, hat sie ihre volle Berechtigung, wird sie aber auch auf die politisch-rechtlichen und wirtschaftlich-materiellen Angelegenheiten übertragen, so wirkt sie hemmend und störend. Oder anders ausgesprochen: Wird das Wirtschaftsleben nicht mehr genügend stark durch sittlichethische und menschlich-rechtliche Fundamente getragen und bestimmt, t>. h. geordnet, so verfällt es der bloßen materiellen Berechnung, Spekulation und Willkür. Diese Tatsache, deren Anfänge in der Geschichte schon, sehr weit zurückliegen, war eine der Hauptursachen, welche früher oder sväter zu Katastrophen führen müssen, wie wir eine solche durch den Weltkrieg mit allen seinen Folgen erleben mußten. Denn eine dauernde Versündigung gegen soziale Gesetze und gegen eine sittliche ÄLeliordnung muß früher oder später ihre Folgen zeitigen. — Was hat nun der Handwerker damit zu tun? Festgestellt darf werden, daß in dieser Beziehung gerade der Handwerker und das Handwerk vielleicht noch am stärkste» an sittlich-ethische Gesetze gebunden waren und zwar deshalb, weil das Handwerk in Hohem Maße abhängig ist von den jeweils unmittelbaren und notwendigen Bedürfnissen der Verbraucher, und deswegen wenigstens in sachlich - ökonomischer Be- zielsirng gehalten war, sich an die direkten Verbraucherinteressen zu halten. Es konnte sich nicht so sehr auf abwegige Spekulation und Routine einlassen, wie es bei der Industrie und dem Handel der Fall ist. Denn eine geordnete Produktion darf sich niemals unabhängig von den unmittelbaren Verbraucherinteressen, soweit dieselben gesund und deshalb berechtigt sind, entfernen. Produzieren um des Konsumiere»? willen, nicht aber um des Profitieren? willen. An diesem Punkte seht die Willkür und Anarchie ein und damit die Entfernung chnd Entfremdung von der Notwendigkeit und sittlichen Gehunden- heit. Die Frage wird dadurch eine solche strenger und nüchterner Sachlichkeit, und objektive Sachlichkeit bedeutet in wirtschaftlichen Dingen Moralität. — Betrachten wir einmal daraufhin die Weltwirtschaftslage, unsere Volks- und Privatwirtschaft und suchen von derselben ausgehend eine Orientierung für die Zukunft, so ergibt sich, daß eS keinen Sinn hat, vor schicksalsnotwendigen Aufgaben die Augen zu verschließen und in überlebten Gedankengängen zu verharren, sondern mitzuhelfen das Schicksal zu meistern und jeder Tätigkeit einen tieferen, kulturfördernden Sinn zu geben. Eine riesengroße Aufgabe steht vor uns. Aber mit der Erkenntnis dieser Aufgabe wachsen auch die Kräfte und Fähigkeiten zu ihrer Bewältigung. — Die Aufgaben der Wirtschaft heißen: gesunde Bedarfsdeckung. Die Funktionen der Wirtschaft sind: Güterproduktion — Zirkulation — und Konsum. Diese Funktionen müssen gelenkt und dirigiert werden von — wenn auch ungeschriebenen — sittlich-moralischen Ge- setzen und Impulsen. Kommen solche zur Geltung, so vollziehen sich diese Funktionen nach sachlichen Gesichtspunkten, ohne persönlichegoistische Aspirationen und Interessen. Daneben ist aber eine einigermaßen menschlich-rechtliche und materielle Existenzsicherheit des Einzelnen unerläßlich, damit er, seiner materiellen Sorgen enthoben seine individuellen Kräfte und Fähigkeiten restlos einsetzen kann. Dan., erst k-nn „das freie Spiel der Kräfte" beginnen, im edlen Wettstreit und Wettbewerb hervorragender schöpferischer und künstlerischer Leistungen. Es muß an die sittlichen Impulse der Menschen appelliert werden. Es ist auch nur teilweise richtig und nur relativ berechtigt, wenn behauptet wird, daß außerordentliche Leistungen nur durch lockenden Mehrverdienst und Anreiz auf Gewinn erzielt werden könnten. Wenn das allgemein richtig wäre, so dürfte man keinen Beamten, Staatsmann, Gelehrten, Lehrer usw. mit einem fixen Gehalt honorieren. Für alle diese Leute wäre obige Behauptung eine grobe Beleidigung und Herausforderung, während es doch gerade umgekehrt richtig ist, daß, wenn die materielle Existenz einigermaßen gesichert ist, die beruflich-fachliche Tätigkeit von unnötigen Sorgen befreit, sich freier, freudiger und kraftvoller betätigen kann. Nur der werktätigen Arbeit mutet man zu, daß sie sich gerade in dieser Beziehung „dem freien Spiel der Kräfte", d. h. hemmungsloser Konkurrenz, unlautere» Preisunterbietungen, schamloser Ausbeutung und rücksichtsloser Versklavung ausliefere. In einem „solchen Spiel der freien Kräfte" kann der Handwerker ein hohes Ideal nicht erkennen. Was "würden wohl die Beamten und Angestellten der Kommunen und des Staates dazu sagen, wenn man „das freie Spiel der Kräfte", d. h. hemmungslose Konkurrenz und Gehaltsunterbietungen, auch auf sie anwenden wollte? Sie wurden sich mit Recht schönstens und energisch dafür bedanken. Nur der Wirtschaft glaubt man solches zumuten zu können. Gewiß gibt es da auch mancherlei Mißstände. Aber was ist es denn, nach was sich die übergroße Mehrzahl werktätiger Menschen, insbesondere gerade auch der Handwerker, sehnt? Nichts anderes, als daß sie durch und mit ihrer Arbeit ein einigermaßen ebenso gesichertes Existenzminimum gewährleistet sehen, ähnlich dem Beamten. Das Recht dazu dürfte kaum bestritten werden, ja, im volkswirtschaflichen Interesse könnte es nur gewünscht werden, aber Sorge dafür tragen müssen die wirtschaftlichen Instanzen selbst, auch das Handwerk. Was der einzelne der Gesamtheit zu leisten vermag durch seine vom Willen getragenen Fähigkeiten, kann sowieso nur selten voll eingeschätzt und richtig gewürdigt werden, aber eine minimale Lebenshaltung sollte auf alle Fälle sicher gestellt werden. Dazu bedarf es der Zusammenarbeit per- fönlicher, beruflicher, kommunaler und staatlicher Art. Dann erst werden Kräfte' frei, welche bisher gebunden waren untz andere, welche bisher frei waren, werden gebunden. Heute werden vielfach sittliche Werte geopfert um materieller Interessen willen. — Es sind doch im allgemeinen diese beiden Gesichtspunkte, welche jeden ernsthaften Menschen beschäftigen müssen. Einmal ist es der Drang, individuelle Anlagen und Fähigkeiten bestmöglichst zur Entfaltung und Anwendung zu bringen und zum andern die Sorge um die materielle Existenz. Daß diese beiden Punkte vielfach so weit anseinanderliegcn, darin liegt eine gewisse Tragik und macht gewisse soziale Unzulänglichkeiten offenbar. Tenn wenn Leistung und Gegenleistung sich einigermaßen decken würden, so gäbe es nicht mehr so viele problematische Fragen, wie z. B. Arheitslosigkeit, Lohnkämpfe. Konkurrenz und dergl. Alle diese Dinge sollten vom einzelnen erkannt und durchschaut werden, so würde sich ergeben, daß deren Lösung nur durch intensive Zusammenarbeit herbeigeführt werden kann. Alle solche und ähnliche kultur- politische Fragen sollten den Gegenstand ernsthafter Erörterung und Besprechung in den berufsstänbischen Organisationen bilden, insbesondere nn Hinblick auf wirtfchafts-politische Maßnahmen. Denn alle praktischen wirtschaftlichen Maßnahmen und Einrichtungen müssen getragen sein von einer gediegenen geistigen Ideen- und Gedanken- grundlage, wenn sie Erfolg versprechen sollen. Dieses ist vielen recht unbeliebt und unbeguem, aber unentbehrlich und gerade das, was unS am meisten fehlt. Aus dem derzeitigen Chaos herauszukommen, erscheint einem, engen Gesichtskreis nahezu unmöglich, jedoch, wenn uns die beiden Sterne: Einsicht und guter Wille — voranleuchten, läßt sich mancher Weg und manches Mittel auf ziemlich ein- fache Weise finden, aber erst dann. Was hat es denn für einen Sinn, irgend einen praktischen und konkreten Vorschlag zu machen (es sind deren im Laufe der Jahre von vielen Seiten gemacht worden) wenn gerade Leute auf die es ankäme einfach rundweg erklären: das ist Unsinn, daS geht nicht, mit dem heutigen Menschenmaterial kann man so etwas nicht machen usw. Doch dem ist entgegenzuhalten was Fichte so will er nicht." Auch Schiller kann uns auf den rechten Weg verhelfen, sagt: „Der Mensch kann was er soll und wenn er sagt: ich kann nicht, wenn er sagt: „Und kannst du sellber kein Ganzes werden, als dienen- des Glied schließ an ein Ganzes dich an." — Aus Notwendigkeit durch Einsicht zur sittlichen Freiheit, und durch diese mit gutem Willen zur gemeinsamen Tat. dann schadet daS freie Spiel der Kräfte nicht mehr. SS Nie GefSnsnisarbett und das Kandwevk Seit vielen Jahren beschäftigen sich die Organisationen des Handwerks und seine Vertreter mit den Klagen über die Konkurrenz, welch« dem freien Handwerk von seiten der Strafanstalten bereitet wird. Die wirtschaftliche Not und Arbeitslosigkeit der letzten Jahre verschärften die Kritiken und Angriffe gegen die Gefängnisarbeiten. Im Reichs- und den Lande-Parlamenten, den Handwerkskammern und in der Presse nahmen die Vertreter des Handwerks Stellung zu den vielseitigen Klagen aus den Reihen verschiedener Berufszweige bis in die jüngste Zeit. Es entstanden Zeitungspolemiken und trotz aller Aufklärung unseres badischen Justizministeriums verstummten die Klagen nicht, so daß der Handwerkstag sich genötigt sah, den Herrn Justizminister um Genehmigung zu ersuchen, durch eine Kommission die Gefängnisse besichtigen zu dürfen, um an Ort und' Stelle zu prüfen, wie weit die Klagen ihre Berechtigung haben und welche Mittel und Wege geboten erscheinen, das Handwerk zu schützen. Der Herr Justizministcr erwiderte darauf am 30. September 1925 an den badischen Handwerkstag folgendes Schreiben: „Ich bin gerne bereit, eine Abordnung der badischen Handwerkskammern zu empfangen und mit ihr die wegen der angeblichen Konkurrenz der Gefängnisarbeit erhobenen Beschwerden eingehend zu erörtern. Ich bin auch bereit, zu dieser Besprechung die Verwalter der Landesstrafanstalten zuzuziehen, damit auch die etwa gewünschten EinzelauSkünfte erteilt werden können. Dagegen ist es mir zu meinem Bedauern aus grundsätzlichen Erwägungen nicht möglich, den Beauftragten der Handwerkskammern Kontrollbesuche in den Strafanstalten zu gestatten. Die Kontrolle der staatlichen Anstalten und ihrer Gewerbevetriebe ist Sache des Landtags, der sie auch erst im - Sommer d. I. durch eine vom Ausschuß für Rechtspflege und Verwaltung ausgeführte eingehende Besichtigung der Bruchsaler Strafanstalten und des Landesgefängnisses Mannheim ausgeübt hat. Irgend einer Organisation derartige Kontrollbesuche zuzugestehen, bin ich »vegen der Folgerungen, die sich daraus ergeben würden, außerstande." Mit diesem Schreiben und Erklärungen des Herrn Justizministers gab sich jedoch der Handwerkstag nicht zufrieden, da er sich aus solchen Besprechungen mit den Verwaltungen der Landesstrafanstalten, trotz aller Objektivität, die er diesen Auskünften entgegenbrachte, nichts versprach. ES war für das Handwerk von großer Wichtigkeit, die maschinellen Einrichtungen und die Art der Beschäftigung der Gefangenen an Ort und Stelle kennen zu lernen. In dankenswerter Weise hat sich Herr Justizminister nach einer Besprechung mit Herr»! Präsident Jsenmann, die im Aufträge des Handwerkstagcs stattgefunden hat, bereit erklärt, einigen Vertretern des .Handwerkstags die Besichtigung der Gefängnisse zu genehmigen. Der Vorstand der Handwerkskammer Karlsruhe hat alsdann im Einvernehmen mit dem Handwerkstag eine Kommission ernannt, bestehend aus den Herren Gustav Wörtz. Schreinermeister in Pforzheim für das Schreiner- und Drechslergewerbe. Valentin Lutz, Küfermeister in Muggensturm für das Küfergewerbe, Arthur Hellmuth, Schneidermeister in -Pforzheim für das Bekleidungsgewerbe. Washausen, Buchbindermeister in Karlsruhe für daS Buchvindergewerbe, an dessen Stelle jedoch unser Ehrenmitglied Herr Schick durch Verhinderung des Herrn Washausen trat, sowie Ernst B l u in, Schlvssermeister, für das Metallgewerbe. Eine Verzögerung der Besichtigung wurde durch die Beurlaubung der Beamten sowie durch die Landtagswahlen und Renovierung des Zuchthauses hervorgerufen, so daß erst am 7. Januar d. I. die Kommission unter Beteiligung des Herrn Präsidenten Jsenmann die Besichtigung vornehmen konnte. Das Justizministerium war durch seinen Referenten, Herrn OberrcgierungSrat Dr. II m h a u e r vertreten. In das DirektionSzimmer geleitet dankte vor allem Herr Präsident Jsenmann dem Referenten des Juslinuinisteriuins f»r die Möglichkeit der Besichtigung und erläuterte den Zweck des Besuches, wobei er betonte. daß bei der Gefängnisarbeit wohl keine absichtliche Schädigung des Getverbes vorliegen würde, doch nach den Berichten Maßnahmen getroffen seien, die das Handwerk schädigen müssen. Er hoffe, daß die Kommission sich durch den Besuch ein klares unzweideutiges Urteil bilden kann. Der Referent, Herr Oberregierungsrat Qr. Umhaucr weist in seiner Erwiderung vor allem auf die Notwendigkeit der Beschäftigung der (Hefangenen hin. wobei die Arbeit, die geleistet würde, nicht -Lelbst- zweck, sondern ^trafzweck sei, zur Erziehung der Gefangenen und zur Erhaltung ihrer Fertigkeiten in ihrem Berufe, soweit sie einen solchen erlernt haben. Tie Gefangenen sollen nach Möglichkeit moralisch und sittlich gehoben werden, um nach ihrer Strafentlassung wieder als tüchtige Glieder in die menschliche Gesellschaft zurückzukehren. Viele der Gefangenen haben nichts gelernt, die Mehrzahl jedoch ist in einem Berufe ausgebildet. Die Arbeit mutz den Gefangenen anerzogen werden; wenn es nur gelingt, ein Drittel der Gefangenen zu brauchbaren Menschen zu machen, so ist schon viel erreicht. Die Erhaltung der Arbeitskraft und Fähigkeiten, womöglich die Fort- und Ausbildung, ist notwendig, um den Gefangenen die Eigenschaften zu geben, die sie wieder zu einem brauchbaren Gliede der Gesellschaft machen können. Wie unvermeidlich eine solche Erziehung ist um die Gefangenen nicht innerlich zu zerstören, ist wohl allen begreiflich, wie auch den Gefangenen selbst geeignete Arbeit beschafft werden muß. Am Schluß seiner Ausführungen weist der Referent des Justizministeriums auf die reichsrätlichen Grundsätze für die Gefangeneu- arbeit hin-, die in Preußen in viel verschärfterem Maße zum.Ausdruck kommen, so daß man in der Tat bei den Gefängnissen dort von einer starken Konkurrenz für das Handwerk sprechen kann, wo man sogar zur Typisierung von Arbeiten einzelner Berufe übergegangen sein soll. Preußen sieht eben die Grenzen dieser Beschäftigung nicht, bei uns in Baden treffe das in keiner Weise zu, wovon wir uns, was ich vor- cmsschicken möchte, bei der Besichtigung auch überzeugen mußten. Die im Zuchthaus hergestellten gewerblichen Arbeiten werden meist in der Anstalt wieder verwendet oder für gemeinnützige Zwecke angefertigt; bei Veräußerungen wird aus dem Erlös das erforderliche Material beschafft. Die ungelernten Gefangenen werden vielfach bei Nutzbarmachung von Ödland verwendet. So wurden z. B. in Bruchsal im vergangenen Jahre 56 Hektar Ödland urbar gemacht, cS wurden ferner an verschiedenen Plätzen, wo die Gemeinden es wünschten, Gelände entwässert. Diese Arbeiten sind zur vollen Zufriedenheit der Gemeinden ausgeführt worden. Leider wird hiervon von den Gemeinden zu wenig Gebrauch gemacht. Bei den Gefangenen, die einen Beruf erlernt haben, muß nach Möglichkeit ein Berufswechsel vermieden werden, um ihnen ihr späteres Fortkommen in dem gelernten Berufe zu ermöglichen. Im wesentlichen fanden wir bei unserer Besichtigung in Bruchsal nur Handbetriebe, in welchen! der Strafzweck und nicht Selbstzweck der Arbeit erkannt werden mußte. Wie ich schon vorhin andeutete, arbeiten die Gefangenen erstens im wesentlichen für den eigenen Betrieb, zweitens für öffentliche und gemeinnützige Betriebe, wie Urbarmachung von Ödland, Entwässerung von wirtschaftlichen Getänden usw.. drittens müssen aber auch Gegenstände hergestellt werden, die abgesetzt werden müssen, weil die Arbeiten für die einzelnen eigenen Betriebe nicht ausreichen. Gehen Bestellungen ein, so werden sie unter strengster Wahrung der Interessen des freien Handwerks und unter Rücksichtnahme'auf dieses ausgeübt. Zur Zeit der Besichtigung des Zuchthauses waren zirka 380 Gefangene anwesend, wovon beschäftigt waren mit Taglohn-Arbeiten 88, Dütenmacher 36, mit Tabakrippen 16, ldies sind die schwersten Arbeiten für die Gefangenes, in der Weberei 18. Schneiderei 27. Schuhmacherei 16, Schreinerei 86. Küferei 13, Schlosserei 15, Buchbinderei 21, mit Rohr- und Weidenflechtenarbeiten 51, welche in der Hauptsache wieder bei Brucharbeiten Verwendung finden, in der Strohflechterei 19 und Kappenmacherei 8. Bei der Besichtigung selbst fanden wir in den untersten Räumen die Küferei, die als ein Zwergbetrieb bezeichnet werden muß, da die Einrichtung sich auf einen Kochkessel, eine Svannvorrichtung für die Dauben und eine kleine Reifbiegmaschine beschränkte, im lvesentlicheu also alles nur von Hand gefertigt wird. Es werden hier Bierfässer repariert und angefertigt, die sonst von der Industrie hergestelkt werden. Vereinzelt werden auch Weinfässer hergestellt, die jedoch mit Rücksicht auf die primitive Einrichtung viel zu teuer kommen. Die Klager der Küfermeister fallen also in sich zusammen, da man hier wirklich nicht von einer Konkurrenzaefahr reden kann, was auch der Verbands- vörsikende. Herr Lutz, bestätigen mußte. Die daran anschließende Schlosserei erinnert an ciuKi kleinen Betrieb, wie man ihn vor 100 Jahren gehabt hatte, denkbar primiliv ohne jede maschinelle Einrichtung, so daß hier keine Gefahr vorliegt für das Handwerk. Die Gefangene» beschäftigen sich im wesentlichen mit Reparaturarbeiten für die Gefängnisse selbst. Die Druckerei, die allerdings niit den erforderlichen Maschinen ausgestattet ist, druckt in erster Linie die Anstaltszeitung und Impressen für die Justizverwaltung. Hier könnte man von einer Konkurrenz reden, jedoch der Direktor sagte uns, daß es meist Arbeite» sind, die die Druckereien gar nickt annehmen wollten. Das waren im wesentlichen, mit Ausnahme des Maschinensaales der Schreinerei, aus den ick noch zurückkommen werde, Werkstätten, in denen mehrere Gefangene beieinander arbeiteten. Die Kommission war bei der weiteren Besichtigung aufs höchste überrascht, daß der größte Teil der Arbeiten, die die Gefangenen machen, in den einzelnen Zellen ausgeführt werden. So mußten wir sehen, daß bei der Weberei die Webstühle für Hand- und Fußbetrieb sich jeweils in den Zellen befinden, wobei Handtücher und dergl. für die Gefängnisanstalten heraestellt werden. Das gleiche finden wir bei den Schneidereien, die neben Ge- fängnisanzügen und Reparaturen auch Kleidungsstücke für die Polizei anfertigen. In der Schneiderei wurde früher für die Heeresverwaltung gearbeitet, heute nur noch in beschränktem Maße für Kanzleidiener der Heil- und Pflegeanstalten und für die Anstalt selbst. Bei den Schuhmachern, die Schube für die Anstalt und eine Art Filzstiefel für Lokomotivführer Herstellen, besteht auch keine Gefahr für das Handwerk. Einige Gefangene sind auch mit Mechanikerarbeiten in ihren Zellen beschäftigt. In der Buchbinderei, in der früher Kartonagen für den Export gefertigt wurden, sind die Gefangenen in der Hauptsache auch nur mit Binden von Büchern und Herstellung von Kantonagen für die Anstalt selbst beschäftigt. Maschinen sind keine vorhanden. SS Die Korbmacherei war früher stark beschäftigt mit Lieferung von Körben nach Bayern. Diese Beschäftigung ist heute wesentlich eingeschränkt durch Mangel an Aufträgen. Nur einzelne Gefangen« sind mit der Herstellung von Beißkörben beschäftigt, da wie gesagt der Absatz fehlt. In der Schreinerei arbeiten die Gefangenen in der Hauptsache auch in ihren Zellen. Auch hier werden die Leistungen überschätzt, da wir nur an einigen Stellen beobachten konnten, daß Möbel gefertigt werden, was jedoch alles Staatsaufträge sind. Hier war es natürlich erforderlich, daß auch maschinelle Anlagen geschaffen wurden, um daS Material, daS die Gefangenen in ihren Zellen benötigen, zuzuschneiden. Wir fanden hier einen gut eingerichteten Maschinensaal, in welchem die einzelnen Stücke bearbeitet werden. Es wurden hier im wesentlichen Versandlisten mit Fächern für Auslandstransporte angefertigt sowie Kartothekschränke für Staatsbehörden. Hier liegt allerdings die Möglichkeit vor, daß auch Möbel größeren Umfanges gefertigt werden könnten. Wie uns die Verwaltung aber versicherte, käme kaum mehr als eine Zimmereinrichtung im Monat zur Anfertigung. In der Landesstrafanstalt, die ich noch besichtigte, lagen die Verhältnisse ebenso, jedoch in weit geringerem Matze. Dort wurden im Taglobn 80 Gefangene, in der Schneiderei 5, in der Weberei 3, in der Strobflechterei 2, in der Schuhmacherei 3, in der Schreinerei 8, in der Ecklollerei 6, in der Buchbinderei 3, in der Korbflechterei 6 Gefangene beschäftigt, neben einer dort befindlichen Bäckerei mit 4 Bäckern, die das Brot für die Strafanstalten in Bruchsal und Karlsruhe Herstellen. Bei der Kostenberechnung der Arbeiten, die auf Bestellung gefertigt werden, auf die ich jedoch ins einzelne nicht mehr eingehen will, war ersichtlich, daß man hier bestrebt ist, das Handwerk nicht zu unterbieten. Die Leistungen der Gefangenen selbst gehen im wesentlichen nicht über das mittelmäßige hinaus, was sich ;a schon aus der Art ihrer Beschäftigung in den Zellen und ohne die nötigen Hilfswerkzeuge und Maschinen ersehen läßt. Die Verkaufsstelle, die sich in früheren Jahren im wesentlichen mit dem Verkauf von Schubwaren für die Landbevölkerung und Korbwaren befaßte, ist sehr zurückgegangen, so daß hier von einer Konkurrenz für das Handwerk keine Rede sein kann. So komme ich zum Schluffe. Ich glaube auch, daß ich mich im Einverständnis mit der gesamten Kommission befinde, wenn ich sage, daß di« Klagen und Angriffe gegen die Gefängnisarbeit im großen und ganzen unberechtigt waren; wenn auch in verschiedenen Berufs- zweiaen wie in der Schreinerei, Schneiderei und Druckerei die Möglichkeit vorliegt, dem Handwerk Aufträge zu entziehen. Es wurde uns von Seiten des Referenten des Justizministeriums versichert, daß die Dienst- und Vollzugsverordnung für die bad. Strafanstalten so gehandhabt wird, damit das Handwerk an sich nicht geschädigt wird. Die Verwaltung selbst ist gerne bereit und wünscht eS sogar, daß bei anftretenden Klagen und Beschwerden man sich mit ihnen ins Benehmen setzen soll und sie jederzeit bereit sein werden, berechtigten Klagen Rechnung'zu tragen, wobei man aber natürlich auch die Reickisarnndsätze für da« Gefangenenwesen, d. h. dis Notwendiakeit der B-schäftiaung der Gefangenen nickt aus dem Auge lassen darf. Möge deshalb der Geist der Loyalität dem Handwerk gegenüber, wie er in unseren Strafanstalten herrscht, erhalten bleiben, dann werden auch die Klagen und Beschwerden verschwinden. Ich darf zum Schluffe noch bemerken, daß die Einrichtungen in sozialer und kvgieniscber Hinsicht sowie auch die Verköstigung, von der wir eine Kostprobe einzunebmen Gelegenheit hatten, als gut und anerkennenswert bezeichnet werden dürfen, so daß wir in .jeder Beziehung befriedigt die Anstalt verließen. Unserer Justizverwaltung, dem Herrn Iustizminister und seinem Referenten können wir hierfür nur zu Dank bervAicktet sein und wünschen, daß auch in anderen Ländern dieser gute Geist im Vollzug der reichsrätlichen Verordnung für Ge- sangenenanstälten walten möge. Ernst Blum. Nie Vviifiittg des Na«Va«SU»ses Von Dr. Karl Banse, Mannheim. Zu dem Bücherabschluß wird quch der Bankauszug benötigt, um zwischen dem effektiven Bestand des Bankguthabens bezw. der Höhe der Bankschulden und dem Buchbestand derselben vergleichen zu können. Ein Punkt, der hierbei nicht vergessen werden darf, ist die Prüfung des Bankauszugs auf seine Richtigkeit hin. Das macht sich nicht nur deshalb nötig, weil der Bank eine Bestätigung der Richtigkeit gegeben werden muß, sondern vor allem deswegen, weil auch die Banken sich bei ihren Berechnungen irren können. Die Fehlermöglichkeiten sind allerdings bei der Verwendung von Maschinen für die Buchungen weitgehend vermindert. Im folgenden soll daher der Gang einer solchen Prüfung kurz geschildert werden. Der Auszug, den dir Bank dem Kontoinhaber sendet, ist eine Abschrift des Kontokorrent-Kontos deS Kunden. Zahlungen des Kunden und Gutschriften für den Kunden finden sich also im Haben deS Kontos, Zahlungen der Bank für den Kunden »nd Belastungen für Provision. Zinsen usw. im Soll deS Kontos. Die Prüfung der laufenden Posten wird keine Schwierigkeiten bereiten. DaS Bankkonto in der Buchhaltung de» Handwerkers muß mit dem Kontoauszug. den dir Bank ihm fendet, übereinstimmen, wenn auf beiden Seiten richtig gebucht ist, nur daß die Seiten vertauscht sind.. Eine Buchung im Soll d«S Bankkontos findet sich demnach wieder im Haben deS KontokorrentauSzugeS. Zahlt er z. B. bei der Bank 1000 Mark ein, so bucht er in seiner Buchhaltung Bank gn Kasse, also Bank Soll, Kaffe Haben, während die Bank bucht: Kasse an Kreditoren, also Kaffenkonto Soll, Kreditoren (Kontokorrent T. U.) Haben. Differenzen können sich nur in den Daten ergeben, an denen die einzelnen Posten in der Buchhaltung des Handwerkers und der der Bank erkannt bzw. belastet sind. Für diese sog. Valutierungen, die auf die Zinsberechnung von Einfluß sind, enthalten die Konkokorrentverträge oder die Bedingungen des örtlichen Bankkartells Vorschriften, deren Einhaltung jeweils zu prüfen wäre. Im allgemeinen fallen jetzt die Valutierungen im Gegensatz zur Inflationszeit mit den tatsächlichen Daten der Einzahlung zusammen. Bei Schecks allerdings gehen sie regelmäßig auseinander, da in der Buchhaltung des Handwerkers der Betrag, über den der ausgeschriebene Scheck lautete, am Tage der Scheckausstellung vom Bankkonti»'abgebucht wird, während die Bank den Scheck im allgemeinen erst am Tage der Einlösung, also am Tage, an dem die Bank tatsächlich gezahlt hat. den Kunden belastet. Daraus kann sich ergeben, daß der Buchbestand des Bankkontos nicht mit dem Saldovortrag des Kontoauszuges übereinstimmt, weil vom Bankkonto bereits Schecks abgebucht sind, die erst in der neuen Kontokorrentperiode der Bank zur Einlösung vorgelegt werden. Der nächste Schritt bei der Prüfung ist die Kontrolle der Zinsberechnung. Um sie zu erläutern, mutz vorher kurz auf die Technik der Kontokorrentrechnung eingegangen werden. Die Zinsberechnung aus Kontokorrenten wird im wesentlichen nach drei Methoden durchgeführt, nach der retrograden, der progressiven und der Staffelmethode. Bei der redrograden werden die einzelnen Kontokorrentposten aus den Anfangstag deS Kontokorrent zurückdiskontiert und der sich ergebende Saldo für die Kontokorrentperiode verzinst. Bei der progressiven Methode diskontiert man jeden Posten vom Verfalltag auf das Ende der Kontokorrcntmethode, bei der Staffelmethode, die am häufigsten von den Banken angewendet wird, verzinst man nicht jeden einzelnen Posten, sondern den jeweiligen Saldo des Kontos, bis zu dem Tage, an dem er sich durch Ein- oder Auszahlungen ändert. Bei keiner der Methoden wird der Zins für den einzelnen Posten errechnet, sondern die Rechenoperationen für die Berechnung des Zinses beschränken sich auf die sich am Schluffe der Rechnung ergebenden Zinszahlen. Die Formel für die Berechnung des Jahreszinses ist , wobei X das zu verzinsende Kapital, p den Zinssatz bedeutet. Der Zins ergibt sich also, wenn man 1 Proz. des Kapitals mit dem Zinssatz verviel. facht. Soll der Zins für Tage errechnet werden, wobei nach deutschem Gebrauch das Jahr 360 Tage, der Monat zu 30 Tagen gerechnet wird, so muß man dem Nenner des Bruches 360 der Zahl der Tage im Jahr) hinzufügen, dem Zähler die Zahl der Tage, für die der Zins berechnet werden soll. Es ergibt sich also dann die Formel 100 ^ 360 1 (- ternpus, lat- Zeit) die Zahl der Tage be- deutet. Die Zinsformel kann man, ohne ihren Wert zu verändern, X - t - p auf folgende Weise teilen: jgj ) . M s Der Zinsdivisor bleibt wäh. rend der ganzen Dauer eines bestimmten Zinssatzes im Werte gleich, und zwar ergeben sich dabei vielfach bequeme Prozentsätze, z. B. für 6 Proz. '/«, für 8 Proz. für S Proz. */«. Der andere Teil der Formel bildet die sog. Zinszahl, die sich in den Zinsstaffeln findet. Man erhält sie also, wenn man 1 Proz. des jeweiligen Saldos mit der Zahl der Tage vervielfacht, für die er unverändert bleibt. Die Summe der Zinszahlen wird zum Schluß durch den Zinsdivisor geteilt, um die ausmachenden Zinsen zu erhalten. Ist der Said» des Kontos in Höhe von 3000 M. z. B. 12 Tage A - t unverändert, so ergeben sich nach der Formel ^ 360 ZinSzahlen. Um die Einzelzinsen dafür zu erhalten, wären die Zinszahlen weiter zu vervielfachen mit Bei einem Zinssatz von 6 Proz. ergäbe sich dafür '/«. Vervielfacht man nun die Zinszahlen damit, d. h. teilt man durch 60, so erhält man als Ergebnis 6 M. Zinsen. Ein Beispiel soll die gesamte Rechnung klarmachen: Der Saldo. Vortrag betragt am 1. Januar 3500 M. zugunsten des Kontoinhabers. Am 10. Januar hebt er 500 M. ab. Am 23. Januar fertigt er einen Scheck Rr. 76 aus über 1250 M„ der ihm von der Bank für den L5. Januar belastet wird, da er ihr an diesem Tage zur Einlösung vorgeleat wurde. Am 24. Januar zahlt er einem Lieferanten mit dem Scheck Nr. 76 über 750 M., den die Bank ihm für den 28. Januar belastet. Am 8. Februar erhält er die Nachricht, daß ihm mit Wert vom 7. Februar eine Überweisung des Schuldners A. mit 850 M. gutgeschrieben ist. Am 12. Februar hebt er bar ab 2000 M. Am 28. Februar läßt er dürch die Bank an den Gläubiger B. 700 M. überweisen. Am SS. März löst die Bank für ihn ein Akzept in Höhe von 150 M. ein. Am IS. April erhält er die Nachricht von der Bank, daß der 40 Schuldner C. 1000 M. für ihn überwiesen habe, die ihm per 14. April von der Bank gutgeschrieben sind. Am IS. April zahlt er bar an die Bank ein 1200 M. Am 30. April überweist die Bank in seinem Auftrag 1800 M. an seinen Gläubiger D. Am 8. Mai wird bei der Bank auf sein Konto von Schuldner E. eingezahlt 1300 M. Zum 20. Juni schreibt ihm die Bank die Bareinzahlung seines Schuldners F. in Höhe von 1300 M. gut. Der Tag, an dem das Kontokorrent abgeschlossen wird, ist der 30. Juni. Bis zum 30. Juni hat die Bank auf seinem Konto folgendermaßen gebucht: Datum: Art des Geschäftes: Wert: Betrag: Soll: ^ Haben: 1. 1. Saldo-Vortrag 31. 12. 3500— 10. 1. Barabhebung 10. 1. 500.— 23. 1. Scheck Nr. 75 25. 1. 1250— 24. 1. Scheck Nr- 76 28. 1. 750— 7. 2. Überweisung von Barabhebung 7. 2. 350— 12. 2. 12. 2. 2000.— 28. 2. Überweisung an L 23. 2. 700— 26. 3. Akzept 26. 3. 150— 14. 4. Überweisung von S- 14. 4. 1000— 19. 4. Bareinzahlung 19. 4. 1200— 30. 4. Überweisung an v- 30. 4. 1300— 3. 5. Bareinzahlung von L- 3. 5. 1300— 20. 6. Bareinzahlung von k. 20. 6. 1300— Dieselben Posten finden sich auf Kontoauszug, den die Bank ihm sendet, nur ist hier noch zum Schluß ein Betrag für Porti, Spesen usw. ihm belastet, falls das nicht bereits bei den einzelnen Geschäften geschah, und der Betrag der Zinsen, je nachdem sie sich ergeben, seinem Guthaben hinzugeschlagen oder von demselben abgezogen. Der letzte Posten des Auszuges ist der sich aus dem Konto ergebende Saldo, nach dessen Einsetzung sich beide Kontenseiten ausgleichen. Mit diesem Saldo muß nun der Saldo in der eigenen Buchhaltung übereinstimmen. Regelmäßig tut er dies nicht, sondern differiert um den Betrag der Spesen und der Zinsen, oder, wenn die Zinsen ihm gutgeschrieben sind, um den Betrag der Zinsen — Betrag der Spesen. Diese Buchungen sind infolgedessen in der eigenen Buchhaltung noch nachzuholen, um das Konto bei der Bank und das eigene Bankkonto miteinander abzustimmen. Ergibt sich trotzdem noch eine Differenz zwischen den Salden, so ist irgendeiner der laufenden Posten entweder von der Bank oder in der eigenen Buchhaltung falsch gebucht. Die ZinSstaffel im vorliegenden Falle, bei der die Bank für sich 8 Prozent für den Kunden 6 Prozent Zinsen rechnet, zeigt folgendes Bild: Datum: Haben <-»-) Betrag: Tage: Soll: 8°/. ' Haben: 6°/, 31. 12. 3 500— IO 350 10. 1. - 500— * 3 000— 15 450 25. 1. - 1 280— * 1 750— 3 53 28. 1. — 750.— 1000— 9 SO 7. 2. 350.— 1 350— 5 es 12. 2. - 2 000- - 650— 16 104 28. 2. — 7si9r—» - 1 350— 28 378 b 26. 3. - 150— - 1500.- 18 270 14. 4. 1000— - 500— 5 25 19. 4. -i- 1200— 700.- 11 77 30. 4. - 1300— - 600— 3 18 3. 5. 1 300— -k- 700— 47 329 20. 6. 1300— 2 000— 10 200 SO. 6. ->- 9.30 (Zinsen) 2 009.30 795 : 45 1617 : 60 30. 6. - 5.65 (Spesen) 17.65 ^ 26.95 2 003.65 (Endsaldo) 9.30 Die einzelnen Spalten haben folgende Bedeutung: In der 1. Spalte ist das Datum der Valutierung eingesetzt, also die 2. Datumsspalte des Kontoauszuges. Die nächste Spalte gibt an, ob der in der 3., der Be- trägsspalte, vermerkte Betrag eine Vermehrung oder eine Verminderung des Guthabens bedeutet, bzw. ob der Saldo eine Schuld oder ein Guthaben bedeutet. Bei einer Vermehrung ist ein Pluszeichen in der 2. Spalte eingesetzt, bei einer Verminderung ein Minuszeichen. Die 3. Spalte enthält, wie schon erwähnt, die einzelnen Beträge, und zwar beginnt sie mit dem Anfangsbestand zu Beginn der Kontokorrentperiode, von dem Zahlungen der Bank abgeschrieben, dem Zahlungen an die Bank zugeschrieben werden. Dabei ist nach jeder einzelnen Zahlung der sich darnach ergebende Saldo de§ Kontos errechnet. In der 4. Spälte ist die Zeit nach Tagen angegeben, in der der jeweilige Saldo unverändert bleibt, wobei, wie schon erwähnt, in Deutschland der Monat zu 30 Tagen und das Jahr zu 360 Tages gerechnet werden. Die 5. und 6. Spalte enthalten die Zinszahlen, und zwar gesondert nach Sollzahlen und Habenzahlen. Ist also einmal ein Schuldensaldo vorhanden, so ergibt sich daraus eine Zinszahl in der Sollspalte. Am Ende der Staffel sind die Zinszahlen zusammenaddiert und ergeben 798 Sollzahlen und 1617 Habenzahlen. Bei gleichem Zinsfuß könnte die niedrigere Summe von der größeren abgezogen werden, worauf auS dem verbleibenden Rest der Zinszahlen Zinsen zu errechnen wären. In vorliegendem Falle aber muffen die effektiven Zinsen aus der Summe der Sollzahlen und aus der Summe der Habenzahlen gesondert berechnet werden, da jede einen besonderen Zinsdivisor hat, der für die Sollseite mit 8 Proz. Verzinsung */», für die Habenseite mit 6 Proz. Verzinsung */«> beträgt. Bei der Division von 788 durch 45 ergeben sich an effektiven Zinsen 17,68 M., bei der Division der Summe der Habenzahlen, 1617, durch 60 M. 26,98 effektive Zinsen. Die Bank hat also dem Kontoinhaber per Saldo 9,30 M. für Zinsen zu vergüten. Wie der letzte Posten der Staffel zeigt, sind dann dem Kontoinhaber noch 8,63 M. für Spesen belastet worden, so daß das Guthaben des Kontoinhabers am Schlußtage des Kontokorrent 2003,65 Mark beträgt. Diese beiden letzten Posten, 9,30, M. für Zinsen und 5,75 M. für Spesen, enthält auch der Kontokorrentauszug, der neben der Zinsstaffel dem Kunden übersandt wird, als letzte Eintragung, worauf sich auch hier derselbe Saldo von 2003,65 M. ergibt, wie ihn die ZinSstaffel zeigt. Zum Schluß sei der Gang der Prüfung, wie er eben geschildert ist, nochmals kurz zusammengefaßt: 1. Vergleich der laufenden Buchungen im Kontoauszug und in den eigenen Büchern mit Kontrolle der Valutierungen. 2. Nachrechnung der ZinSstaffel auf die Beträge, Zinstage und Zinszahlen hin. 3. Nachaddition der ZinSzahlen, Nachrechnung, der daraus ermittelten Zinsen. 4. Verbuchung der Zinsen und Spesen in der eigenen Buchhaltung. 5. Abschluß des eigenen Bankkontos und Vergleich des sich ergebenden Saldos mit dem Saldo des Kontoauszuges und der ZinSstaffel. VettvSge zuv Geschichte des Gewevbe- schulwesens irr Bade«, insbesondere dev Gt-dt ckavlsvrche Von Gewerbefchuldirektor Karl Friedrich Kuhn, Karlsruhe. Die Bestrebungen, den Gewerbetreibenden eine den Bedürfnissen ihres Berufes angepaßte besondere Ausbildung durch schulartige Einrichtungen zuteil werden zu lassen, reichen in Baden weit zurück. Wir finden ihre Anfänge in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter der Regieru ng des Markgrafen Karl Friedrich. Im JÄjre sl'-Ntz winke der Baudirektor und fürstliche Kauuner.- junker von Keßlau zur Abgabe emes"tÄ.:aMei>s^ i-dL>: di r Eumchtuna einer architektonischen Zeichenschule in Karlsruhe und Durlach für die Gesellen und Lehrlinge des Bauhandwerks und verwandter Berufe aufgefordert. In Karlsruhe befanden sich um jene Zeit unter rund 27>X) Einwohnern etlva 100 Handwerker. Von Keßlau hezeichnete in seinem Gutachten eine Schuko für Steinhauer, Maurer und Schreiner als unerläßlich. Seltsamerweise hielt er sie nicht in demselben Maße auch für Schlosser notwendig; doch verlangte er nicht, daß auch für Schlosser di« Schule von Nutzen sei. Unterricht sollte in zwölf Wochenstunden in Arithmetik, Geometrie und Mechanik, Zeichnen und Konstruieren erteilt werden; der Zeichenunterricht sollte durch Anfertigung von Gipsmodellen veranschaulicht werden. Der Vorschlag des Baudirektors v. Keßlau, der ein auf tiefgehender Kenntnis der Bedürfnisse des Handwerks sich gründender Plan war, wurde genehmigt; die Schule trat ins Leben. Bald begegnen wir aber der Klage, daß fast niemand mehr am Unterricht teilnehme. Im Jahre 1772 waren es nur 3 Schüler, 6 Seminaristen und 2 Handwerker, obwohl 13 Gesellen und Lehrlinge als schulpflichtig namhaft gemacht waren. Der fast dauernd mangelhafte Schulbesuch führte einige Jahre später zu der Drohung, daß säumige 41 Gesellen aus dem Handwerk ausgestoßen werden sollten. Die Drohung hatte einen, wenn auch nur geringen Erfolg. Im Jahre 1777 befanden sich uner den 27 Besuchern 8 Handwerksgesellen und Lehrlinge. Die übrigen waren Seminaristen und Soldaten. Ein Jahr später übernahm der damalige Leiter der herrschaftlichen Wasserwerke im Brunnenhause, Kunstmerster Aasolt, ein geschickter und erfahrener Techniker, die Schule. Fasolt machte sich um die Schule sehr verdient, besonders durch die Ausgestaltung des Modellierunterrichts. Die Zahl der Schüler hob sich. Allein bald kehrten die alten Klagen über den mangelhaften Schulbesuch wieder. Von Mitte der achtziger Jahre an fristete die Schule nur ein kümmerliches Dasein, obwohl genügend schulpflichtige Gesellen und Lehrlinge vorhanden waren. So wurden im Jahre 1788 36 Handwerkslehrlinge und Gesellen als schulpflichtig ermittelt, darunter 18 Maurer und 10 Schreiner. 1795 gelang es, die Schule wieder zu heben. Der Unterricht wurde an zwei Nachmittagen in der Woche von 2—5 Uhr erteilt. Gezeichnet wurde hauptsächlich nach Modellen, auch wurden solche angefertigt. ES schien fast, als ob nunmehr auch seitens der Meister der Schule eine größere Beachtung geschenkt würde, denn sie regten an, die Meisterstücke künftig nicht mehr zu Hause, sondern in der Schule unter Aufsicht anfertigen zu lassen. Die Anfertigung sollte m einer besonderen Modellier-Abteilung der Schule, die 1800 eingerichtet wurde, erfolgen. Die Einrichtung der Modellier-Abteilung beweist, daß man dem Modellieruntericht besondere Bedeutung für die Ausbildung des Handwerks beimatz. Seinem Wesen nach bot der Modellierunterricht nichts anderes als das, was heute die Schulwerkstätten bieten. Das Jahr 1800 brachte für die Schule einen schweren Verlust. Fasolt wurde nach 22jähriger Tätigkeit wegen seines schlechten Gesundheitszustandes von seinem Ähramt entbunden. Sein Nachfrager wurde Friedrich Arnold, Angestellter des Bauamts und nachmaliger Kreisbaumeister in Freiburg. Arnold war ein äußerst tüchtiger Lehrer und erfreute sich bei den Schülern großen Ansehens. Die Schülerzahl stieg rasch auf das Dreifache. Der Besuch ließ aber bald nach, weil die Meister ihre Lxhrjungen und Gesellen von der Schule fernhielten. Lehrlinge und Gesellen waren darüber selbst ungehalten. Um endlich Ordnung in den Schulbesuch zu bringen,'wurden die Zunftmeister aufgefordert, die schulpflichtigen Lehrlinge namhaft zu machen. Die Obermeister waren aber sehr säumig in der Berichterstattung, so dah das Oberamt Karlsruhe sich genötigt sah, ihnen eine Strafe von 5 Reichstalern anzudrohen, falls ste nicht binnen 48 Stunden die Berichte vorlegen würden. Es wurden dann 11 Lehrlinge der Bauzunft (Mauer und Zimmerleute), ein Lehrling der Glaser-, 4 Lehrlinge der Schreiner- und 5 Lehrlinge der Schlosserzunft als schulpflichtig namhaft gemacht. In Wirklichkeit war aber das Bild ein ganz anderes. Die Zahl der -Lehrlinge war erheblich größer. Es war das alte Lied, die Meister wollten eben die Lehrlinge während zweier Nachmittage in der Woche nicht entbehren. Es wurde aus ihren Reihen nun der Vorschlag gemacht, die Lehrzeit um die Schulzeit zu verlängern, die Lehrlinge also gleichsam „nachdrenen" zu lasten. Bezüglich des Schulbesuchs der Gesellen verhielten sich die Meister völlig ablehnend. Da sie die Gesellen für die ganze Woche entlohnen mutzten, verlangten sie auch deren volle Arbeitskraft. Die politischen Umwälzungen der folgenden Jahre brachten auch für das Schulwesen Änderungen und neue Anregungen. Als Baden in Ausführung des Lüneviller Friedens (1801) durch den Reichsdepu- tationS-Hauptschluß (1803) als Ersatz für seine an Frankreich abgetretenen linksrheinischen Gebiete rechtsrheinisch Zuwachs erhielt (Hochstift Konstanz, Reichsstift Salem. Reichsstädte Überlingen, Pfullendorf, Offenburg usw.), galt es, die neugewonnenen Gebietsteile auch innerlich mit dem alten Staatswesen zu einem einheitlichen Ganzen zu verbinden. In 13 Edikten, den sog. Organisationsedikten, wurde diese Aufgabe gelöst. Das 13. Edikt trifft Anordnung über die Organisation der gemeinen und wissenschaftlichen Lehranstalten. Unter der Abteilung Stadtschulen heißt eS: „Sie müssen in kleinen Landstädten, welche sich nur vom Landbaue und gemeinen Handwerk größeren Teils nähre n, auf gleichem Fuß* behandelt werden, nur d aß man . Dorern mik ftnmkts d ar: ! n L tzakmeleß tkflcyren muß. zur geometrischen Zeichnung und zur architektonischen Handzeichnung Unterrichtsanstalten damit zu verbinden. In größeren Städten, die sich hauptsächlich mit Gewerbe- und Kunstflerß beschäftigen, reicht jene Bildung nicht hin. ES muß hier vollständig für die vorgedachten beiden Gattungen des Zeichenunterrichts gesorgt werden. Dabei soll man weiter in Hauptstädten sein Augenmerk darnach richten, wie auch ein technologischer Unterricht aufgestellt werden könne, worin die Schüler die Vorkenntniste sammeln können, die ihnen zu einstigem reifen Nachdenken über die Hantierung und deren Vervollkommnung notwendig find." In diesem Organisationsedikt können wir die ersten gesetzlichen Grundlagen für unser gewerbliches Schulwesen erblicken. Auch in dem 1806 gegründeten Grotzherzogtum versuchte man. den Handwerkern die Notwendigkeit einer gediegenen Bildung eindringlich vor Augen zu führen.» So wurden in der landesherrlichen Verordnung * d. h. wie die Landschulen. dom 9. Februar 1808, die Wanderschaft der Zunftgenossen betr., genaue Bestimmungen darüber getroffen, inwieweit die Gewerbebefliffenen zur Vervollkommnung ihrer BerufSkenntniste außer Landes gehen durften und mußten, u. a. auch die Meister ermahnt, die Lehrlinge anzuhalten, die Hilfsunterrichtsanstalten (Zeichenschulen usw.) zu besuchen. Die architektonische Zeichenfchule entwickelte sich zwar immer mehr zu einer Spezialschule der Bauhandwerker und Künstler; den Handwerkerlehrlingen war der Besuch aber immer noch gestattet. Tatsächlich wurde von dieser Befugnis auch ziemlich ausgiebig Gebrauch gemacht. Das Gewerbe war um jene Zeit (18)5) in Karlsruhe gut vertreten. Die Stadt hatte damals rund 14 000 Einwohner, darunter 465 Gewerbetreibende. Diese arbeiteten mit 1317 Gehilfen. Besonders groß war die Zahl der Gehilfen bei den Maurern, Zimmermcistcrn und Schreinern; so arbeiteten die vorhandenen 10 Maurermeister mit 214. die 4 Zimmcrmeister mit 263 und die 35 Schreinermeister mit 456 Gehilfen. Die Ursache dieser großen Zahl von Gehilfen bei diesen Gewerben war wohl die, daß die Zünfte, namentlich die Bauzunft, dem Meisterwerden der Gesellen Schwierigkeiten bereiteten. Bei den Maurern und Zimrnermeistern handelte es sich auch um größere Unternehmen, die kapitalkräftig sein mußten. Was die Erwerbs- Verhältnisse der Meister anbelangt, so war die Mehrzahl mit einem Ertrage aus dem Gewerbe von 300 fl bis 500 fl und von 500 fl bis 800 fl zur Steuer eingeschätzt. Nur wenige waren mit einem Ertrage von über 1200 fl veranlagt. Die Zahl der Schüler betrug um jene Zeit im Winter 15, im Sommer, wenn gebaut wurde, etwas mehr. Dies läßt darauf schließen, daß viele, die im Sommer in der Praxis standen, sich in der Schule Rat holten. Daß die Schule trotz ihrer höher gesteckten Ziele auch jetzt noch zahlreichen Handwerkern ihre Berufsbildung vermittelte, geht daraus hervor, dah Obcrbaudirektor Weinbrenner die Schule als Haud- werkerschnle bezeichnete, und ihr Lehrer Heiß von ihr sagt, daß sie eine Bildungsanftalt für Bauhandiverker und Künstler gewesen sei, aus der so mancher brave und geschickte Handwerker hervörgegangen sei. In den nächsten Jahren entspann sich ein Streit zwischen dem Ministerium der Innern und dem Finanzministerium über die Frage, wer für den Unterhalt der Schule aufzukommen habe, der Staat oder die Stadt. Das erstere wollte die Schule als Staatsanstalt angesehen wisse», das letztere als Gemeindeanstalt; schließlich siegte die Ansicht des Ministeriums des Innern, daß die Schule eine Etaatsanstalt sei. (Fortsetzung folgt). Zuv Blvedttfvage im Handtvevk 8,8. Das Reichsministerium des Innern hat kürzlich eine Übersicht der Entschließungen des Reichstags nebst Beantwortung der Reichsregierung dem Reichstag überreicht. Darin wird auch die Entschließung des Reichstags vom 21. März 1925 zur Kreditfrage des Mittelstandes behandelt. Die Reichsregierung war bekanntlich ersucht worden, zur Milderung der augenblicklichen Kreditnot der selbständigen mittelständischen Gewerbe die Reichsbank zu veranlassen, eine Summe von insgesamt 30 Millionen Reichsmark der Preußischen Zentral-Genoffen- schaftskasse und der Gpnossenschaftsabteikung oer Dresdner Bank als Darlehen auf ein Jahr baldigst zur Verfügung zu stellen mit der Maßgabe, die daraus zu gewährenden Kredite nur an die gewerblichen Kreditnehmer der gewerblichen Kreditgenossenschaften zu einem wesentlich billigeren als den bisherigen Zinssatz weiterzugeben. Sollte die Beschaffung der Summe auf diesem Wege nicht möglich-sein, so wurde die Neichsregierung ersucht, die Summe aus Mitteln der Reichspost den genannten Banken zur Verfügung zu stellen und dabei außerdem zu erwägen, ob Kredite aus dieser SuiiNne nur unter der Bedingung gewährt werden sollen, daß die Arbeitsbedingungen zwischen den Kreditnehmern und ihren Arbeitnehmern tarifvertraglich geregelt sind. Der Antrag ersuchte deS weiteren, die Neichsregierung im Einvernehmen mit den Spitzesverbänden des mittelständischen Gewerbes und des gewerblichen Genossenschaftswesens weitere Maßnahmen M4 ürützfi uin dauernd den notwendigen Kredit für den LeDs-Sflchpn Mittelstand zu beschaffen und Lu^ verhrfligen. Badische tandesgewerbebank A. G. Karlsruhe i. B. Gegründet zur Pflege des Bankgeschäfts, besonders zur Wahrnehmung der Interessen vom Handwerk und Gewerbe Zentralkasse der Badischen Kreditgenossenschaften 96 Aaiscrstraße 9§ Reichsbank < Giro - Konto: Karlsruhe Postscheckkonto: Karlsruhe Nr- 8k> 200 Zernsprecher für Zernverkehr: »145, 4Z»s, 44»? Zernsprecher für (Ortsverkehr: 444 «, 444 ? 42 Die Antwort der Reichsregierung auf den Antrag, 30 Millionen Reichsmark dem gewerblichen Mittelstand zur Verfügung zu stellen» lautet: „Im Mai 1925 wurden 24 Millionen Reichsmark für den gewerblichen Mittelstand aus Mitteln der Post auf A Monate bereitgestellt. Sie wurden zu 54 über die Preußische Zentral-Genoffenschaftskaffe und die Dresdner Bank an die Kreditgenossenschaften, zu 14 über die Deutsche Girozentrale an die Sparkaffen geleitet. Zinssatz: höchstens 10 v. H. für die letztverteilende Kreditstelle. Grundsätzlicher Höchstbetrag des EinzelkreditS: 1000 Reichsmark. Im Juli 1925 wurden fernere 10 Millionen Reichsmark auS Postmitteln für den gewerblichen Mittelstand (einschließlich der kleineren Industrie) des besetzten Gebiets auf 6 Monate bereitgestellt. Prolongation bis auf 3 Jahre in Aussicht gestellt." Die Verteilung der 10 Millionen erfolgte wie die de? 24Millionen- Kredits. Der Zinssatz sollte höchstens 12 Proz. für den letzten Kreditnehmer betragen, der durchschnittliche Höchstbetrag de? EinzelkreditS 8000 Reichsmark. Die Senkung der Zinssätze bei Verbilligung deS Postgeldes war bei beiden Kreditgewährungen ausbedungen. Die an die Beteiligung des beantragten 80Millionen-KreditS geknüpfte Bedingung bezeichneten die genannten allein in Betracht kommenden Banken technisch als undurchführbar. Über die Entschließung, weitere Erwägungen mit den Verbänden deS mittelständischen Gewerbes anznstellen, bemerkt die Reichsregierung, daß die Erfahrungen bei Begebung der Sonderkredite abzuwarten blieben. Inzwischen finden vorbereitende Besprechungen mit den beteiligten Verbänden statt. Die Erörterung der Fragen deS mittelständischen Kredits wird dann als eine der ersten Aufgaben deS Ausschusses bezeichnet, der bei dem neugeschaffenen Reichskommiffar für da? Handwerk und Kleingewerbe zusammengetreten ist. Hoffentlich gelingt es der Mitwirkung des Ausschusses, die Kreditfrage für da- Handwerk zu einer befriedigenden Lösung zu bringen. Nie ^Vssrrütt-tttta" -eS rreMSwrMMaMntwMeekttnS ruv nerre« VveZSabbatt-Sovlage KU Durch die Tagespreise geht eine Mitteilung des Reichswirtschaftsministeriums, wonach die Opposition der Handwerkerorganisationen gegen das neue Preisabbaugesetz völlig unberechtigt sei. DaS Ministerium habe eine umfassende Erhebung über die Zwangsmaßnahmen (?) der Innungen zur künstlichen .Hochhaltung der Preise vorgenommen und auf Grund dieser festgestellt, daß das Vorgehen gegen die Innungen durchaus gerechtfertigt sei. Die Dachdeckerinnungen hätten z. B. Richtpreise über mehr als 1000 einzelne Positionen ausgestellt und dadurch die freie Konkurrenz völlig ausgeschaltet. Hierzu teilt uns die Pressestelle beim Reichsverband des deutschen Handwerks mit: Die ausgestellten Behauptungen können nicht unwidersprochen hingenommen werden, denn der Entwurf eines Gesetzes zur Förderung deS Preisabbaues bedeutet zu einem Teil für das Handwerk, wie vielfach auch die Tagespresse zugibt, ein Ausnahmegesetz. Das Reichs- wirtschostsministerium mußte auch wissen, daß auf Grund ihrer gesetzlichen Verankerung die Innungen gar nicht in der Lage sind, Zwangsmaßnahmen zur künstlichen Hochhaltung der Preise vorzunebmen. Den Zwangsinnungen — die meisten Innungen sind heute Zwangsinnungen — verbietet ? 100q der GO. jede für ihre Mitglieder verbindliche Festsetzung von Preisen. Sollteitz»sich freie Innungen mit Preisfragen beschäftigen, so.bleibt es jedem Mitglieds unbenommen, auszutreten. Ein Zwang könnte also auch hier nickt ausgeübt werden. Im übrigen sorgt schon der herrschende scharfe Wettbewerb von selbst für gegenseitige Unterbietung. Die angeführte amtliche Verlautbarung berücksichtigt auch die Tatsache nutzt, daß selbst in Negierungskreisen zugegeben wird, daß die Ausforüerung des Rcichsverbandes, bis auf weiteres auf Bekanntgabe von Richtpreisen zu verzichten, in den Handwerkskreisen bereits sehr sichtbare Erfolge gezeitigt hat. Mit welchen Übertreibungen gearbeitet wird, beweist die Behauptung von 1000 Positionen über Richtpreise im Dachdeckerhandwerk. Jeder Fachmann weiß es, baß es sich vielleicht um 20 hande ln kann. _ Mas Aa-dme»« und seine Aufgaben In 3 Bezirksversammlungen hat die Gauleitung den Handwerkern Gelegenheit gegeben, sich über die brennendsten Berufsfragen auS- zusprechen. Das Hauptreserat hielt in 2 Versammlungen Herr Direktor Eckert von der Handwerkskammer Freiburg, in einer 'Herr Präsident Burckhardt vom Landesverband der badischen Gewerbe- und Handwerkervereinigungen. — Bei der Fülle der Anregungen, die von den beiden Herren sowie von Teilnehmern der Versammlung gegeben wurden, ist es schwer, in gedrängter Form den Dank für die selhstlose Mitarheit dieser hervorragenden Vorkämpfer gebührend abzustatten. — Der große Dienst am Ganzen bleibt jedem Handwerker und Gewerbetreibenden Vorbehalten, wenn es wirklich vorwärts gehen soll. Deshalb seien kurz die guten Mahnungen zusammengefaßt, die das Ergebnis der erhebenden Kundgebungen darstellen. DaSganze deutsche Volk ist eine Rotgemeinschaft. Wer den Willen hat. dieser Gemeinschaft und damit auch sich seihst zu dienen, wird die Fragen beantworten müssen: 1. War für Aufgaben erwachsen mir als Staatsbürger? L. Welche Arbeit fällt mir in der Organisation mindestens zu? 8. WaS bin ich meinem Geschäfte schuldig? Zu 1. Pflege die Bürgertugenden! Gebe gutes Beispiel und erziehe dadurch, wo nötig, zum soliden und ehrbaren Handeln. Bedenke, daß die Beschaffung von Arbeit heute noch wichtiger ist als Kredite. Fördere deshalb die Arbeitsgelegenheit nach Kräften. Der Wohnungsbau ist der Schlüssel dazu. Ohne größte Sparsamkeit ist die Beschaffung langfristiger Kredite nicht denkbar. Vergesse auch trotz Not nicht, daß viel Weniges ein Viel geben. Wenn das auch deine Überzeugung ist, dann mache überall deinen Einfluß in diesem Sinne geltend. Stelle helfend und beratend deine Kraft in den Dienst der Gemeinde und des Staates. 8» 2. Wisse, daß die Organisation ein totes Gebilde ist, wenn ihr Vonseiten der Mitglieder keine LebenSmöglichkeit gewährt wird. Strebe Konzentration an, um den berechtigten Wünschen zum Durchbruch zu verhelfen. Schimpfen über die Organisation ist leichter als selbstlose Mitarbeit. Ohne Opfer gibt eS auch hier keinen Erfolg. Benutze dis TageSpresse, um über die Nöte des Handwerks zu erzählen. — Pflege wahre Kollegialität. — Ermögliche durch tadellose Leistung und richtige Geschäftsführung, daß weite Kreise deinem Stande das ganze Vertrauen schenken können. Dieses Vertrauen bringt Personalkredit, der durch die Erschütterungen in den vergangenen Jahren fast ganz verloren ging. — Erwäge täglich, daß der gefährlichste Feind deS Kredits die verlorene Achtung vor dem Wechsel ist. Der Anschluß an eine Kreditanstalt auf breiter Grundlage bringt dir und den andern Mitkämpfern Befreiung aus Kapitalnot. Zu 3. Maschinen lohnen sich auch heute nur dann, wenn sie voll auS- genützt werden. Stürze dich deshalb nicht in eine große Schuld in der Hoffnung, daß der mit den neuesten Maschinen versehene Betrieb dir spielend die Rückzahlung möglich mache. Schränke das Lager an Werkstoffen und Waren möglichst ein. Auch der Festlegung des Betriehskapitals in Sachwerten hat heute mancher den Niedergang seines Geschäftes zuzuschreiben. Angemessene Zahlung von Löhnen in Verbindung mit dem richtigen Lobnshstem fördert die Qualitätsleistung. Dabei darf «her riicht vergessen werden, daß Lohnerhöhungen ohne gleichzeitige Produktionssteigerung die Lebenshaltung am Ende verschlechtert. Risikovrämien sind heute nicht mehr berechtigt. —> Der Geschäftsgewinn kann keine feste Norm sein und ist heute ganz besonders von der schlechten Markttage abhängig. Vermindere die Unkosten durch' Sicherstellung deiner Forderungen Vermeide selbst die Wechselschulden, wenn irgend möglich. — Liefere nur beste Arbeit. — Baue nicht zu sehr auf fremde Hilfe. — Die große Kraft liegt in der eigenen, guten Tat. Saa dir immer, wenn dich eine Schwierigkeit mürbe machen möchte i« diesem Sinne: „Ich wi,ll!!!" Otto Engel, Schriftführer deS Orienaugaues. j_BrSefkaften_ I Herr L. in K. Mit der Gesellschaft für rationelle Be» triebSförderung (Hauptsstz in Frankfurt a. M.» die auch ein« Kreishauptvrrtretung in Karlsruhe unterhält), haben weder dl« Organisationen deS Handwerks noch das Forschungsinstitut für rationelle Betriebsführung im Handwerk E. B. Sitz Karlsruhe irgend etwas zu tun. Handwerksmeister und Gewerbetreibende, dir sich in Fragen der rationellen Betriebsführung beraten lassen wollen, wende» sich natürlich nicht an irgvndwelche privaten Gesellschaften, sonder» an die von dem Handwerk selbst geschaffene Einrichtung, nämlich an baß Forschungsinstitut für rationelle Betriebsführung im Handwerk tz. B-, Sitz Karlsruhe, KriegSstr. 160, mit einer technische« Abteilung, die i« Bad. LandeSgewerbcamt, Karl Friedrichstr. 17, untergebracht ist, und mit einer kaufmännischen Abteilung in Mannheim 1. L/3. Bei der Gesellschaft für rationelle Betriebsförderung Frankfurt- Karlsruhe haudelt es sich anscheinend um eine Art Treuhand- oder, Inkasso-Institut, daS auf rein privatwirtschaftlicher Grundlage errichtet ist, also ein geschäftliches Unternehmen darstellt, das i« Jnter« esse seiner Gesellschafter arbeitet. Handwerker die t» derartige» Fragen sich beraten lassen wollen, wenden sich an dir zuständige Hand- wrrkskammrr» »der aber an die „F'Micia-Treuhandgesellschaft" Karlsruhe, Kaiserstr. 96, iu deren Bet.'.i.l'uug das Handwerk vertrete» tst. 41ntevhaltrrngsabend des ^avlsvtthev Ldarrdwevks Der von seiten der Organisationen des selbständigen Karlsruher Handwerks im letzten Jahre veranstaltete Unterhaltungsabend hat beim gesamten Karlsruher Handwerk infolge seiner gediegenen Durchführung großen Beifall gefunden. Mitglieder sämtlicher gewerblicher Organisationen und Freunde des Handwerk waren mit ihren Familienangehörigen in großer Anzahl erschienen, so daß die Festhalle bis aus den letzten Platz besetzt war. Auch in diesem Jahre soll wieder, wie aus einem Inserat der heutigen Ausgabe zu ersehen ist, am 7. März im großen Festhallesaal ein Unterhaltungsabend stattsinden. Das für diesen Abend vorgesehene Programm verspricht, recht genußreiche Stunden zu bringen. Neben der Mitwirkung einiger Solisten in Gesang und Tanz werden die Darbietungen der Gesangvereine der Bäcker-, Metzger- und Schneiderinnung wieder den großen Rahmen der Veranstaltung abgeben. Die Gesangvereine werden Lieder ernsten und heiteren Inhalts zur Darbietung bringen und außerdem sind zwei Gesamtchöre an diesem Abend vorgesehen. Es steht zu hoffen, daß das gesamte Karlsruher Handwerk sich wieder an dieser Veranstaltung beteiligen wird. Dev Staat als Unternehme»! «ad KSndlev Es wird unS geschrieben: „ES ist klar, daß Unternehmen, wie der großzügige Ausbau der Wasserkräfte zur Gewinnung von Elektrizität von keiner privaten Gesellschaft so durchgeführt werden können, wie vom Staat. Diesem stehen ja alle Mittel zur Verfügung, und zwar nicht nur- Gelder, sondern auch Grund und Boden und wenn es sein mutz auch Enteignungsrecht-. Unser Badenwerk, welches heute in fast jede Gemeinde Strom liefert für Licht- und Kraftkonsumenten, ist eine erstklassig und vorbildlich angelegte Krafterzeugungsanlage, welche ihrem Besitzer, dem Staat, sicher eine recht gute Verzinsung gewährleistet. Hat es der Staat nun notwendig, außer dem Stromverkauf auch noch Handelsgeschäfte zu betreiben und zu finanzieren?' Seit geraumer Zeit verlegt sich die Leitung des Badenwerkcs auch auf den Verkauf elektrischer Apparate, wie Bügeleisen, Heiz- und Kochapparate usw. und zwar zu Bedingungen, wie sie heute kein Privatuntcrnehmcn eingehen kann, weil die nötigen Kreditmittel fehlen. Das Werk inseriert in der von ihm herausgegebenen Zeitung sämtliche Apparate zu Originalpreisen der Fabrik bei ^monatlicher Abschlagszahlung. Es dürfte der Allgemeinheit bekannt sein, daß die im Stromversorgungsgebiet des Badenwerks ansässigen und konzessionierten Firmen der Elektrizitätsbranche, diese Apparate ihrer Kundschaft zum gleichen Preis anbieten können. Jedoch können sich diese aus obenerwähntem Grund auf solche Abschlagszahlungen nicht einlassen. Außerdem müs- sen von Verkäufen privater Unternehmen die bekannten Steuern aufgebracht werden, die zur Erhaltung des Staatswcsens so 'unumgänglich notwendig sind. Warum tritt nun der Staat als Konkurrent gegen die größeren und kleineren Fnstallationsfirmcn auf?' Es hat den Anschein, als bestände zwischen Staat und Großkapital ein Geheimabkommen zum Zwecke der Ausrottung des Kleingewerbes. Vor dem Verfasser liegt eine Jubiläumsnummer des „Badischen Handwerks" mit einem Leitartikel, verfaßt vom Staatspräsidenten: „An das Handwerk". Was nützen alle guten Reden und Hymnen auf den Mittelstand, wenn viele, vom Volk finanzierte Unternehmen mit Hilfe ihrer Monopolstellung auf Kosten der steuerzahlenden Bürger und Gewerbebetriebe ihre Stellung letzteren gegenüber ausnützen und diese an die Wand drücken? Bevor der Staat Handelsgeschäfte treibt zum Schaden seiner Geldgeber, wäre es richtiger, die Gewinne der Staatskaffe zuzuführen und so zur Verminderung der Steuerlasten beizutragen. Selbstredend ist es Pflicht der kaufmännischen Leitung des Werkes, für steigenden Stromkonsum zu sorgen und immer wieder hierfür Reklame zu machen. Einen vorbildlichen Weg geht hier die Stadt Pforzheim. Diese hat in nachahmendswerter Weise ein Verkaufsgeschäft gebildet, welches dem Gaskonsument ermöglicht, Gasapparate und Lampen auf 18- monatliche Teilzahlung bei den von der Stadt zugelaffenen Jnstalla- tionsfirmen und Geschäften zu besonderen Bedingungen zu erwerben. Die Firma erhält den Rechnungsbetrag von der Stadt, letztere dagegen übernimmt den Einzug der Monatsraten. Dieses System ließe sich sehr wohl auf die in Baden ansässigen konzessionierten Elektrizitätsfirmen übertragen, auch behaupte ich, daß der Konsum erhöht würde; denn die persönliche Belehrung und Behandlung des Kunden führt zu weit besseren Verkaufserfolgen. Außerdem fließen dem Staat aus diesen Verkäufen wieder die Steuern zu. Man helfe dem Handel und Gewerbe mit Taten, nicht allein mit Zeitungsartikeln und leeren Worten." Steuevfrragett. I. Aufbringung der Jndustriebrlastung. Zum Ausgleich der Jndustriebelastung werden nach dem Aufbringungsgesetz und der 2. Durchführungsverordnung der deutschen Wirtschaft besondere Lasten auferlegt. Aufbringungspflichtig sind die Unternehmer sämtlicher industrieller und gewerblicher Betriebe (also auch Handwerker) einschließlich des Bergbaues, des Verkehrs-, des Bank-, Versicherungs-, Gast-, Schank- nnd Beherbergungsgewerbes und des Handels sowie die werbenden Betriebe des Reichs, der Länder und Gemeinden, soweit sie vermögenssteuerpflichtig sind oder nach der 1. Durchführungsverordnung zum Aufbriirgungsgcsetz eine besondere Vermögenserklärung abzugeben hatten. Nichtaufbringungspflichtig sind die Unternehmer der landwirtschaftlichen, forstwirtschaftlichen und gärtnerischen Betriebe, der Viehzucht, Weinbau- und Fischereibetrieve. Mitbefreit sind auch die mit einem solchen Betriebe verbundenen industriellen und gewerblichen Nebenbetriebe sowie die von der Vermögenssteuer nach gewissen Bestimmungen befreiten Unternehmer und alle Personen hinsichtlich des einem freien Berufe dienenden Vermögens. Unternehmer des Betriebes ist derjenige, dem das Betriebsvermögen nach dem Vermögenssteuergesetz 1925 zuzurechnen ist, also auch O.H.G. und Kommanditgesellschaften, nicht dagegen deren Gesellschafter. Für Verpächter und Pächter sind hinsichtlich der Leistungspflicht im Jnnen- verhältnis besondere Bestimmungen maßgebend, hinsichtlich der Aufbringung selbst steht aber dem Unternehmer der Eigentümer gleich. Stichtag für die 1. Umlegung ist der für die Veranlagung zur Vermögenssteuer 1625 maßgebende Zeitpunkt, also der 1. Januar 1925. Die Bemessungsgrundlage bildet das zur Vermögenssteuer 1925 veranlagte Betriebsvermögen, wobei Betriebsvermögen der Ehegatten zu- sammengerechnet werde». In Ermangelung einer Vermögenssteuer- Veranlagung ist bei Feststellung eines Einheitswertes dieser maßgebend, sonst erfolgt besondere Feststellung durch das Finanzamt. Befreit find Unternehmer, wenn und solange das Betriebsvermögen 20 000 RM. nicht übersteigt. Wenn das Betriebsvermögen nur infolge Abrundung 20000 RM. beträgt, so ist der Unternehmer aufbringungspflichtig. (Das Betriebsvermögen wird auf volle 1000 RM. nach unten abgerundet). Der Unternehmer erhält vom Finanzamt einen schriftlichen Aufbringungsbescheid über den Betrag der Jahresleistung. Der Aufbringungsbescheid ist anfechtbar.' Als Vorauszahlungstermine sind der 15. Februar 1926 und der 1. Junk 1926 bestimmt, an denen je die Hälfte des Vorauszahlungsbetrages zu entrichten ist. Soweit dem Unternehmer nicht schon vor den für die Entrichtung der Jahresleistung bestimmten Zeitpunkten ein Aufbringungsbescheid zugestellt worden ist, haben sie Vorauszahlungen auf Grund eines Vorauszahlungsbescheides zu leisten. (Siehe Steuerkalender). II. Abführung von Kleinbeträgcn bei der Lohnsteuer. Mit Wirkung vom 1. Februar 1926 tritt eine weitere Erleichterung für den Fall ein, daß die Steuerabzugsbeträge bei einem Arbeitgeber 100 RM. (an Stelle bisher 60 RM.) monatlich nicht übersteigen. Daraus ergibt sich folgendes: 1. Die einbehaltenen Steuerabzugsbeträge müssen, wenn sie in einem Kalendermonat für die sämtlichen bei einem Arbeitgeber beschäftigten Arbeitnehmer den Betrag von 100 RM. nicht übersteigen, spätestens am 5. des folgenden Monats abgeführt werden. 2 Wenn jedoch die in einer Monatsdekate einbehaltenen Beträge allein oder zusammen mit den für die vorhergehenden Dekaten noch abgeführten Beträgen 100 RM. übersteigen, so sind sie zusammen mit den etwa rückständigen Beträgen am Fälligkeitstag für die Dekate ab- zuführen, in der der Betrag von 100 RM. überschritten wird. 3. Diese Regelung gilt jedoch nicht für das Markenverfahre». Beispiele: Ein Arbeitgeber löhnt seine Arbeitnehmer wöchentlich. Es sind einbehalten worden: am 2. März 10 RM., am 9. März 20 RM., am 16. März 19 RM.. am 23. März 24 RM., am 30. März 21 RM., also zusammen 94 RM. Dieser Betrag braucht erst am 6. April abgeführi zu werden. Es sind cinbchalten worden am 2., 9., 16., 23., 30. März je 30 RM. Am 23. März hat der rückständige Betrag 100 RM. überschritten. Gleichwobl braucht die Abführung der gefamten im März einbehaltenen Beträge (150 RM.) erst am 6. April (nicht am 26. März zu erfolgen), da erst in der letzten Dekate des März der Betrag von 100 RM. überschritten worden ist. Im übrigen tritt selbstverständlich an der dekatenweisen Abführung der Lohnsteuer keine Änderung ein. III. Einreichung der Belege über den Steuerabzug vom Arbeitslohn für das Kalenderjahr 1925. Mit Verordnung vom 19. Januar 1926 hat der Reichsfinanzminister eine Vereinfachung angeordnet. Hiernach haben Arbeitgeber, die im Kalenderjahr 1925 den Steuerabzug vom Arbeitslohn im allgemeinen Überweisungsverfahren vorgenommen haben, in die Lohnsteuerüberweisungsliste nur diejenigen Arheitnehmer aufzunehmen, die im Kalenderjahr 1925 während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder während eines Teils derselben in einer anderen Gemeinde (Sitzgemeinde) als in der Beschäftigungs- 44 gemeinde einen Wohnsitz hatten. Als Beschäftigungsgemeinde gilt die Gemeinde derjenigen Betriebsstütte, von oer aus der Arbeitslohn gezahlt worden ist und Steuerabzugsbeträge abzuführen waren. Die Uberweisungslisten sind auf Formularen, die den Arbeitgebern auf Verlangen kostenlos von den Finanzämtern zur Verfügung gestellt werden, bis IS. Februar 1926 einzureichen. Soweit der Steuerabzug im Markenverfahren durchgeführt wurde, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, spätestens bis zum IS. Februar 1926 die Steuerkarte und die Einlagebogen, die im Jahre 192S zum Einkleben und Entwerten von Marken verwendet worden sind, an das Finanzamt seines Wohnsitzes abzuliefern. Die Arbeitgeber können auch die Steuerkarten und Einlagebogen ihrer Arbeitnehmer insgesamt dem Finanzamt übersenden. IV. Herabsetzung der Steuerzinsr». Mit Wirkung vom 1. Januar 1926 sind die Steuerverzugszinsen von 12 Prozent auf 10 Prozent, die Zinsen bei Zahlungsaufschub für Zölle und Verbrauchsabgaben von 9 auf 8 Prozent und die Höchstzinsen bei Stundung von Steuern und sonstigen Geldleistungen von 9 Prozent auf 8 Prozent (niedrigster Satz 5 Prozent) jährlich herabgesetzt worden. (Verordnung vom 16. Januar 1926). Die Verzugszuschläge bei nicht rechtzeitiger Zahlung (ohne Stundung) der Einkommen-, Körperschaft-, Umsatz-, Vermögen-, Erbschafts- und Obligationssteuer beträgt jedoch nach wie vor (ab IS. Oktober 192S) -s Prozent pro angefangenen halben Monat. Bei Berechnung von Verzugszuschlägen kommen jedoch keine Zinsen mehr in Frage. Spall. Sterrevkalendev. 1.2.26: (Letzte Frist 8 Tage) Restzahlung an Landes- und Ortskir- ' chensteuern für das Jahr 192S. 1.2.26: (Letzte Frist 1 Woche) Gebäudeversicherungsumlage. 1. Hälfte für 192S — 9 Pf. von je 100 RM. Versicherungssumme. S.2.26: (Schonfrist 18. 2. 26.) Gebäudesondersteuer 10 Pf. v. 100 RM. Gebäudesteuerwert, für land- und forstwirtschaftliche Betriebe 2 Pf., soweit der Steuerwert 60000 RM. nicht übersteigt. 8.2.26: (Schonfrist 12. 2. 26.) Gemeinde- und Kreissteuer aus Grund- und Betriebsvermögen bei monatlicher Erhebung. Dieselbe beträgt in Karlsruhe 8 Pf. von 100 RM. Grund- und Betriebsvermögen bei einer Schonfrist jedoch bis zum IS. 2.26. 6.2.26: (Keine Schonfrist.) Lohnabzug für die Zeit vom 21. bis 31. Januar 1926. 10.2.26: (Schonfrist 17. 2. 26.) Umsatzsteuervoranmeldung und -Vorauszahlung der Monatszahler für den Monat Januar. Höhe 1 Proz., erhöhte Umsatzsteuer 7,8 Proz. 18.2.26: (Keine Schonfrist) Lohnabzug für die Zeit vom 1.—10.2.26. IS. 2.26: (Schonfrist 22.2,26.) Einkommensteuerzahlung der Landwirtschaft. Da der Einkommensteuerbescheid für 1924/25 wohl allgemein zugestellt ist, ist ein Viertel des im Veranlagungsbescheid festgesetzten Betrages fällig. Landwirte, die aber noch keinen Bescheid für 1924/24 erhalten haben sollten, haben die Vorauszahlungen nach den bisherigen Vorschriften zu entrichten. AS. 2.26: (Schonfrist 22. 2. 26.) Einkommen- und Körperschaftssteuervorauszahlung der Gewerbetreibenden, die in der 1. Hälfte des Kalenderjahres 1925 das Geschäftsjahr abgeschlossen haben bzw. für die Herbstveranlagung in Betracht gekommen sind, sofern ihnen bis zum IS. 2. 26 ein Veranlagungsbescheid zugestellt worden ist. Die Höhe der Vorauszahlung beträgt ein Viertel der im Steuerbescheid fest- gestellten Jahressteuerschuld für 1924/25. Andere Steuerpflichtige, die noch keinen Festsetzungsbeschcid erhielten, haben erst wieder am 10. 4. 1926 Vorauszahlungen zu leisten. 18.2.26: 'Schonfrist 22.2.26.) Entrichtung der 1. Vorauszahlung avs die Vermögenssteuer 1926 in Höhe von einem Viertel des in dem Vermögenssteuerbescheide 1924 festgesetzten Betrages. Soweit jedoch bereits ein Vermögenssteüerbeschcid für 192S zugestcllt ist, ist ein Viertel des in diesem festgesetzten Betrages zu entrichten. 12.2.26: (Schonfrist 22.2.26) Erste Zinszahlung auf Grund deS Aufbringungsgesetzes von Gewerbetreibenden, deren Betriebsvermögen 20 000 RM. übersteigt. Gem. VO. v. 12. 1. 26 sind im Jahre 1926 3,75 v. Tausend des aufbringungs- " pflichtigen Vermögens in zwei Raten, nämlich am 18.2.26 und am 1. 6. 26, je zur Hälfte zu zahlen. Am IS. 2.26 sind also 3,75 :2 — 1Z7S v. Tausend deS pflichtigen Vermögens zu zahlen. Borauszahlungsbescheid abwarten! 25.2.26: (Keine Schonfrist.) Lohnabzug für die Zeit v. 11.—20.2.26. L7.2.26: (Keine Schonfrist.) Abschlußzahlung für die staatl. Grund- und Gewerbesteuer für 1925 nach den für das Rechnungsjahr 1925 zugestellten Steuerbescheiden. S» 28.2.26: Anleiheaufwertung: Letzter Tag für die Anmeldung des Altbesitzes (der Anleihegläubiger) der Markanleihen des Reichs und der als solche geltenden Anleihen der Länder zum Umtausch und zur Gewährung des Auslosungsrechts. Aufwertung von Jndustrieobligationen : Ablauf der Frist für die Bekanntmachung deS Ausgabetags der Obligationen im Reichsanzeiger und in den Gesellschaftsblättern durch die Schuldner. Lubilüumsfeiev dev Aaudwevks- kammev Mannheim Die Orgelempore des Musensaales war zu dem feierlichen Festakt, mit dem die Handwerkskammer Mannheim ihr 25- jährigeS Bestehen in würdiger Weise feierte, von einer Reihe kunstvoll gestickter Jnnungsfahnen umrahmt, die eine lange Geschichte vom Mannheimer Handwerk erzählen. Den Mittelpunkt bildeten alte Flaggen der einstigen Zünfte. Gegen 11 Uhr füllte sich der Saal allmählich. Neben Angehörigen des Handwerkerstandes waren die Spitzen der Behörden vertreten, außerdem zahlreiche Delegierte von befreundeten Verbänden aus Mannheim und Südwestdeutschland. Feierlich klang von der Orgel das Imrgo maestose von Händel, vom Organisten der Trinitatiskirche, Herrn Fr. Nagel, meisterhaft gespielt, zur Einleitung feierlich durch den Saal. Sodann begrüßte der Präsident der Kammer, Stadtrat Groß, in seiner Begrüßungsansprache den Minister des Innern, Remmele, den Oberbürgermeister Mannheims, die zahlreich erschienenen Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, der Handelskammer», der Ärztekammer, Handelshochschule, Gewerbeschulen, der beruflichen und wirtschaftlichen Verbände, der Organisationen -es Handwerks, insbesondere der badischen und württrmbergischr« Kammern und die übrigen Gäste. Er führte aus, daß die Wiederkehr des Gründungstages nicht di« Ursache zu einem rauschenden Feste sei, sondern daS Handwerk veranlassen solle» zu einem kurzen Verweilen auf einem Ruhrpunkte an dem dornenvollen Wege, den unser Volk gehen muß, auf einem Ruhrpunkte, der einen kurzen Rückblick auf den bis jetzt zurückgelegte» Weg gestattet, auf dem man aber auch Kraft sammeln kann, um den wei- terrn Kampf um unser Recht, unsere Freiheit und unsere Existenz. ES gilt aber nicht nur die Handwerker zu ermutigen und ihnen de» Weg in die Zukunft zu weisen, die Frier soll auch der öffentlichen Meinung die Überzeugung von der Unentbehrlichkeit und dem ernsten Willen des Handwerks, an dem Wiederaufbau der deutschen Wissenschaft zkelbewnßt und tatkräftig mitzuarbeiten, wachrnfen. Die Festrede hielt Syndikus Eiermann, der in großen Zügen die Ziele und Probleme der gegenwärtigen Hand- werkrrbewrgung schilderte. Nach einem kurze» historischen Rückblick ging der Redner auf die Bedentuirg der Kammer für das Handwerk ein. Er wies darauf hin, daß die Kammer einen ziemlich umfangreichen Frstbericht, der ein Bild von der vielseitigen Tätigkeit der Kam- mer gibt» herausgegrben hat, und sprach in diesem Zusammenhänge dem Geschäftsführer des KammrrtageS, Herr» Syndikus Hausier jr., dem das Hauptverdienst für die Abfassung des Berichts zufalle, den Dank der Kammer aus. Er erörterte darum weniger das Tätigkeitsgebiet der Kammer, als ihre GrgenwartS- und Zukunftsaufgaben. Er wandte sich scharf gegen die Stimme», dir dem Handwerk die Lebensfähigkeit absprechrn und amerikanische Methoden gedankenlos aus deutsche Verhältnisse übertragen wollen. Als unentbehrlich für den Wiederaufbau nicht nur deS Handwerks, sonder» der gesamten deutschen Wirtschaft bezeichnrte er die Pflege der deutschen Handwerlsarbeit und de» in dieser steckenden Arbritsgeistes. Trotzdem dürfe sich das Handwerk einer prattischen Realpolitik nicht verschließen, es müsse vielmehr die Rationalisierungsbestrebungen mit allen Kräften fördern. Die badi» sche» Kammern hätte» mit der Errichtung des Forschungsinstituts für rationelle Betriebsführung einen Weg gezeigt, wie diese Gedanken per- wirklicht werden könnten. Diese Aufgaben könne daS Handwerk aber nur dann erfüllen, wenn ihm die Möglichkeit zum restlosen Zusammenschluß gegeben werde. Dieses Ziel verfolge die Reichshandwerksordnung, die au» durchaus nicht stichhaltigen Gründen dem Handwerk seither immer verweigert worden sei. Sehr scharf wandte sich der Redner gegen den Entwurf eines Gesetzes zur Förderung des Preisabbaues, der rin Ausnahmegesetz gegen das Handwrrk sei» dem Handwerk unermeßlichen Schaden zufüge, der Allgemeinheit aber wenig oder gar keinen Vorteil bringe. Unentbehrlich für den Wiederaufbau sei eine vertrauensvolle Zusam- menarbeit aller Berufsstände. Durch den Geist dieser Arbeit werde sich Deutschland in der Völkergemeinschaft einen neuen Weg bahnen. Der mit großer Aufmerksamkeit verfolgten und mit starkem Beifall aufgenommenen Festrede folgten die Begrüßungsansprachen der Gäste. 45 Als erster nimmt MinisterRemmele das Wort. ES sei ihm ein tiefgefühltes Bedürfnis, der Handwerkskammer Mannheim die herzlichsten Glückwünsche auszusprechen. Mögen die badischen Handwerkskammern weiterhin wie bisher ihre Stellung zum Staatsganzen einnehmen. In der Unterrichtsverwaltung sei das mögliche für die Heranziehung eines guten Handwerkernachwuchses getan worden. Die Regierung habe in den letzten Jahren stets in guten Beziehungen zu den leitenden Persönlichkeiten der Handwerkskammer Mannheim gestanden. Wenn es der deutschen Wirtschaft augenblicklich kaum möglich ist, zu existieren, so wollen wir uns einig sein in dem Gedanken, daß wir nicht klagen und anklagen dürfen, sondern vorauszuschauen, den Pulsschlag der Weltwirtschaft verstehen, wenn wir aus der Not wieder heraus wollen. Kein Staat kann bestehen, wenn nicht die einzelnen Stände ihre Existenz in ihm finden. So schwer das Reichsschiff in Sturm und Wetter liegt, den Glauben an die Zukunft des deutschen Volkes wollen wir uns nicht rauben lassen. Vertrauen gegen Vertrauen! So wollen wir es weiter hasten. Oberbürgermeister l)r. Kutzer führt aus, Stadtverwaltung und Handwerkskammer diene zunächst dem allgemeinen Wohl. Der Ruf nach Gemeinschaft, die den Einzelnen in Dingen beschränkt, die man ihm nicht allein überlasten kann, hat zur Gründung der Innungen und Handwerkskammern geführt. Es ist für unser Volk notwendig, daß der deutsche Meister schöpferisch wirkt. Der Handwerker muß tüchtig sein. Das setzt voraus, daß er die Fortschritte der Zeit berücksichtigt, daß er wirtschaftlich denkt, dem andern durch Unterbietung nicht in die Arme fällt. Für die Gemeinden ist eS wichtig, daß der untüchtige Meister nicht in dieser Weise den tüchtigen aussticht. Im allgemeinen haben sich Stadtverwaltung und Handwerk im Berdingungswesen stets gut verstanden. Unsere gewerbliche Schule ist organisatorisch nicht auf voller Höhe, aber was in unseren Kräften steht, schaffen wir. um das Handwerk tüchtig zu machen. Redner gibt der vollen Überzeugung Ausdruck, daß das Handwerk uns wieder zur Blüte verhilst. Möge die Handwerkskammer Mannheim in dem Ausbau ihrer Einrichtungen wie bisher fortfahren. Er beglückwünsche Sie Handwerkskammer nicht nur im Namen der Stadtverwaltung Mannheim, sondern auch der übrigen Städte des Kammerbezirks. OberregierungSrat Bucerius überbringt die herzlichen Glückwünsche des LandeSgewerbeamtS und rühmt die vorbildlichen Leistungen der Handwerkskammer. Er erinnere nur an den vor zehn Jahren hier abgehaltenen Jnstruktions- kursuS für rationelle Betriebsführung, aus dem das Karlsruher Forschungsinstitut hervorgegangen sei. Der Geist de» Fortschrittes herrsch« in der Handwerkskammer Mannheim. Wenn heute das Forschungsinstitut in allen Kreisen des deutschen Handwerks und auch im Ausland als eine der wertvollsten Einrichtungen für das Handwerk und damit auch für die Volkswirtschaft anerkannt und geschätzt werde, so dürfe es die Handwerkskammer Mannheim für sich in Anspruch nehmen, daß sie es gewesen sei, welche den Gedanken in das Handwerk hineingetragen habe. Das besondere Verdienst ihres Syndikus Hau her, deS gegenwärtigen Vorsitzenden deS Instituts, sei eS aber gewesen, daß er durch seine immer unentwegt zuversichtliche Auftastung alle die Schwierigkeiten habe überwinden helfen, die sich der Verwirklichung der Bestrebung deS Instituts entgegengesetzt hätten. Redner dankt den leitenden Persönlichkeiten der Handwerkskammer und überreicht als äußeres Zeichen der Anerkennung eine Urkunde des Landesgewerbe- amtS. Harry Plate, Präsident deS Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages beglückwünscht die Kammer im Namen der deutschen Spitzenorganisa- tion deS deutschen Handwerks. Die Kammer stehe in ihren Leistungen mit an der Spitze des deutschen Handwerks. Sehr erfreut drückt sich der Redner über den Optimismus auS, der aus den Ausführungen deS Ministers Remmele klang. Das deutsche Volk werde sich wieder an die Spitze aller Völker in Werken des Friedens emporschwingen. Möge die Handwerkskammer Mannheim wie bisher weiterwirken zum Ruhme des deutschen Volkes. Landtagsabg. Henne-Tübingen, Präsident der Handwerkskammer Reutlingen Hofft, daß es gelingt, das Wissen und Können des Handwerks dem deutschen Volke zur Verfügung zu stellen, aber dann müsse man den Handwerker auch achten und ehren. Malermeister Jsenmann, Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe Lberbringt die Glückwünsche der Karlsruher, Freiburger und Kon- Panzer Kammern. Dank der Einsicht maßgebender Kräfte wurden die Handwerkskammern geschaffen, um den Niedergang aufzuhalten. Das deutsche Handwerk habe eS verstanden, zur richtigen Stunde seine klitetruppen an die Front zu schicken. Die Erfolge seien vor allem der Erkenntnis zu danken, daß die Masten der Handwerker der Führung zu folgen hoben. Die Schwesterkammer Mannheim erfreue sich im ganzen Reich eines hohen Ansehens. Möge die Gesamtleitung der Kammer noch lange Jahre zusammenarbeiten zum Wohle deS Heimatlandes. Handelskammerpräsident Lenel, der zugleich im Namen des Badischen Industrie- und Handelstages die Glückwünsche überbringt, weist auf die Wesensverwandtschaft zwischen Handwerks- und Handelskammer hin. Die Handelskammer Wiste infolgedessen am besten zu ermessen, was die Handwerkskammer in den vergangenen 25 Jahren geleistet habe. Die Handelskammer danke der Leitung der Handwerkskammer und ihrem hochverehrten Präsidenten Groß für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Als Festgabe überreicht Präsident Lenel die Bronzestatue eines deutschen Schmiedemeisters, die das Sinnbild eines dereinst glücklicheren Deutschland sein möge. Professor Or. Sommerfeld, Rektorder Handels. Hochschule Mannheim, Verweist auf die Einrichtungen der Hochschule, die der Weiterbildung des Handwerks dienen. Die Handelshochschule wolle vor allem mit der Handwerkskammer bei der Verbesserung der Verhältnisse im Preiskalkulationswesen Zusammenwirken. Die Handelshochschule wolle gern ihr möglichstes tun, damit das Handwerk wieder ein gesicherter Stand in der deutschen Wirtschaft werde. Stadtrat Otto Burckhardt-Heidelberg überbringt die Glückwünsche des Landesverbandes Badischer Gewerbe- und Handwerkervereinigungen. Die Handwerkskammer Mannheim habe bereitwilligst dem Verbände geholfen, seine sozialen Einrichtungen Zu erhalten und auszubauen. Verbandsdirektor Wilser spricht die Glückwünsche des Verbandes unter- und oberbadischer Kreditgenossenschaften und der Badischen Landesgewerbebank aus. Mögen die Bestrebungen und Ziele der Kammer in immer weiteren Kreisen anerkannt werden. TylographAlbert Wolf beglückwünscht die Kammer in seiner Eigenschaft als Vorsitzender deS Gewerbevereins und Handwerkerverbandes Mannheim und des Nn- terpfalzgaues im Landesverband der Badischen Gewerbe- und Handwerkervereinigungen mit folgenden Ausführungen: „ES ist kein Zufall, daß die Diensträume der Handwerkskammer Mannheim in dem Hause des Gewerbevereins und Handwerkerverbandes Mannheim untergebracht sind; ist doch die Geschichte des Gewerbevereins mit der der Kammer untrennbar' verknüpft. Im Gewerbeverein Mannheim ist schon am 17. Oktober 1862 die Forderung aufgestellt worden, daß der Gewerbeverein sich zu einer Gewerbekammer ausdehne. Auch im Jahre 1885 ist der Gewerbeverein mit seinem Vorsitzenden, dem späteren 1. Präsidenten der Handwerkskammer, Herrn Sattlermeister Aulbach, in einer Denkschrift für die Errichtung von Gewerbekammern nach dem Borbilde der in den Hansestädten vorhandenen Einrichtungen eingetreten. Vor 28 Jahren konnte dieser Wunsch endlich verwirklicht werden. Eine weitere Verbindung mit der Kammer gewann der Gewerbeverein dadurch, daß sein langjähriger Geschäftsführer, Syndikus Haußer sen., zum Geschäftsführer der Handwerkskammer ernannt wurde. Noch heute bestehen diese guten Beziehungen fort, was sich äußerlich schon dadurch zeigt, daß der derzeitige Geschäftsführer der Kammer gleichzeitig Geschäftsführer des Gewerbevereins ist. Sämtliche Handwerkerorganisationen der Stadt Mannheim sind dem Gewerbeverein und Handwerkerverband angeschlosten. Das Mannheimer Handwerk hat dadurch. daß die Kammer an ihrem Sitze ist, besondere Vorteile, indem es rascher Fühlung mit der Kammer nehmen kann, und die Tätigkeit der Kammer nicht nur dem Einzelnen, sondern auch der Gesamtheit in erster Linie zugute kommt. Im Namen deS Mannheimer Handwerks bringe ich der Kammer die herzlichsten Glückwünsche zu ihrem 25jährigen Bestehen, mit dem Wunsche für ein ferneres gedeihliches Zusammenarbeiten der Handwerkskammer mit dem Gewerbeverein Gew erbeschuldirektor Henninger überbringt die Glückwünsche der Gewerbeschulen des Kammerbezirks und verweist auf die segensreichen Erfolge der Zusammenarbeit der Kammer mit den Gewerbeschulen. Redner spricht den Wunsch aus, daß eS gelingen möge, die vom Oberbürgermeister angegebenen Mängel der hiesigen Gewerbeschule bald zu beseitigen. Mannheim sei die einzige Stadt in Baden, die die Gewerbeschulpflicht noch nicht besitze. Ein herzliches Glückauf dem badischen Handwerkerstand für alle Zukunft! Direktor Adolf Gengenbach spricht im Namen der Vereinigung Mannheimer Zeitungsverleger, der Vereinigung Südwestdeutscher Zeitungsverleger und d«S Vereins Deutscher Zeitungsverleger. Baumeister Geyer ist der Dolmetsch der Gefühle des Badischen Arbeitgeberbundes für das Baugewerbe. Zum dauernden Andenken an den Ehrentag überreicht der Redner ein Bild unter Glas und Rahmen. Damit schließt der Reigen der Gratulanten, denen reicher Beifall zuteil wurde. Präsident Groß dankt herzlich für die Ehrungen mit der Versicherung, daß die Kammer auch fernerhin ihre ganze Kraft zur Förderung des Handwerks zum Wohl des geliebten deutschen Vaterlande» einsehen werde. 4S Ehrungen. Das Mitglied des Vorstandes, Zimmermeister Kalmbacher. nimmt alsdann die Ehrung der um das Handwerk verdienten Persönlichkeiten mit folgenden Worten vor: Die Handwerkskammer ist e,n Kreis von nunmehr 30 gewählten Vertretern des Handwerks, dem die Wahrung der Interessen des Handwerks anvertraut ist, und der die Verantwortung dafür trägt, iwß die Wege, die er dem Handwerk weist, auch die richtigen sind. Dieser Kreis wird sich, solange die Kammer besteht, stets erneuern. Er wird unter Umständen sein Gesicht ändern, die einen gehen, andere kommen dafür. Die 25 Jahre, auf die die Kammer nunmehr zurückblicken kann, sind darum, wie schon ' .er Präsident ausgeführt hat, kein großer Zeitraum, wenn man ihn mißt an der Geschichte des Weltgeschehens, nicht einmal in der des Handwerks, wohl aber bedeutet sie im Leben des einzelnen Menschen eine lange Zeit, und so kommt es, daß von den ersten Mitgliedern der Kammer, die bei ihrer Errichtung mitgewirkt haben, nur noch ganz Wenige am Leben sind. Wir können den heutigen Tag nicht vorübergehen lassen, ohne aller derer zu gedenken, die im letzten Vierteljahr- - hundert der Kammer mit Rat und Tat zur Seite gestanden sind. Ich bin beauftragt, im Namen der Kammer allen diesen Herren den aufrichtigsten und herzlichsten Dank für ihre tatkräftige und zielbewußte Mitarbeit auszusprechen. Die Kammer hat beschlossen, den seit langen Jahren der Kammer angehörenden und in ihr mitwirkenden Herren als äußeres Zeichen des Dankes und der Anerkennung eine Ehrenurkunde zu verleihen, die folgenden Wortlaut hat: „Herrn.wird aus Anlaß des 25jährigen Bestehens der Handwerkskammer für seine hervorragende Tätigkeit im Dienste der Gemeinschaftsarbeit des Handwerks diese Ehrenurkunde verliehen." Diese Ehrenurkunde, eine Originalradierung des bekannten Karlsruher Künstlers Kupferschmid. erhalten: Die Ehrenmitglieder der Kammer: Peter Burger, Schuhmachermeister» Schwetzingen, Eugen BardeS, Drechslermeifter, Heidelberg. Der Präsident der Handwerkskammer: Stabtrat Jacob Groß, Fleischerobermeister, Mannheim. Dir Vorstandsmitglieder: Karl KaptzeS, Schreinermeister. Wertbeim, Richard Beith, Buchdruckereibesitzer, Mannheim-Adelsheim, Georg Schneider, Bäckerobermeister, Mannheim. Die Mitglieder: Heinrich Koch, Metzgerehrenobcrmeister, Heidelberg, Franz Halk, Schreinermeister, Mannheim, ferner: Carl Hausier, Geschäftsführer des Bad. Handwerkskammertags und Handwerkstags, Vorsitzender des Vorstandes des For- schimgsinstitnts für rationelle Betriebsfiihrung im Handwerk E. B.. schließlich: Harrv Plate, Klrmpnermeister, Hannover, Präsident deS deutschen Handwerks- und Gewerbekammertags» Or. H. M eusch, Hannover. Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des deutschen Handwerks- und Gewcrbekammertags, Carl Hermann, Berlin, Generalsekretär des deutschen Hand- Werks- und Gewerbekammertags, F. Derlien, Hannover, Präsident des Reichsverbandrs des deut- schen Handwerks. Wir hoffen und wünschen, daß diese Urkunde ein beredtes Zeichen an Ihrer erfolgreichen Mitarbeit sein wird. » » » Mit den Jubelweisen von I. S. Bachs Concerto I, von Organist Nagel wiederum eindringlich zum Vortrag gebracht, fand die würdige Feier ihren erhebenden Ausklanq. Die zahlreichen Gäste, 360 Teilnehmer, vereinigte dann ein gemeinsamer Mittagstisch in der Wandelhalle des Rosengartens und am Abend die Festaufführung der „Meistersinger" im Nationaltheater, die durch einen von Fritz Droop verfaßten und gesprochenen Prolog eingeleiket wurde. Über diese Aufführung schreibt Karl Eberts in der „Mannh. Bolksstimme" u. a.: „Wenn gegen das Ende des festlichen „Meistersinger"-Borspiels die drei Haupttbemen sich zum frohen Kontrapunkte vereinigen, wenn hier die Bässe würdevoll grundieren, die Holzbläser emsig umbereilen und über dem Ganzen Walter Stolzinas herzhafte und zartinnige Liebes- melodie aufstrahlt, find wir dem Wesen dieses Mufiklustspiels bereits in unmittelbare Nähe gerückt: Ehre aller Biederkeit, Hut ab vor Fleiß und Eifer, womit der Meister wackere Schar die Kunst und ihre ernsten Forderungen vor dem Zerfall bewahrt hat; denn eine gesunde Grundlage und Reasamkeit sind allenthalben unentbehrlich! Aber Kch nicht sperren gegen Mitreißendes, daS neuartig, kühn, plötzlich auf- und dastebt! Nicht versuchen wollen, einen Wirbelwind in Papvwän- den «nifzufanqen. der, zu höheren Regionen aufgestiegen, ein herrliches Maturschauspiel >u bereiten willens ist. Die Tonsymbolik dieses programmatischen Kontrapunktes in der Ouvertüre zu Richard Wagners kernigstem und kraftvollstem Bühucu- werke hat in der gestrigen Aufführung, die die Mannheimer Handwerkskammer in verdienstvollster Weise ihren Mitgliedern und Gästen darbot, eine noch weitergehende Bedeutung erhalten. Nicht im spezifisch Wagnerischen Sinne, in dem sich der Meister mit dem jungen Recken Walter Stolzing identifiziert, in dem er das „Meisterrecht" des Genies proklamiert, proklamiert für sich und alle „Jungen" späterer Generationen. Denn sicher wäre es verfehlt, einem Auditorium, das in naivster Freude Musik und Handlung zu verfolgen trachtet, musikalische Richtungsbekenntnisse aufoktrohieren zu wollen. Aber herrlich wäre es, wenn gerade in der vielhundertköpfigen Zahl der gestrigen Opernbesucher, unter denen sich offensichtlich sehr zahlreiche Theaterneulinge, auch solche aus der ländlichen Umgebung, befunden haben, durch die sieghafte Stolzing-Weise ein innerliches Mitklingen ausgelöst worden wäre, nicht nur für das junge Paar, das Meister Sachs entsagungsvoll da zusammengibt, ein Mitklingen vielmehr für unsere Kunst als solche, die — ob Theater oder Musik — heutzutage wie zur Meistersingerzeit, auf die Liebe, den Schutz und die Pflege aller Bc- völkerungsschichten angewiesen ist. Ein herzhaftes Glückauf darum der Handwerkskammer und ihrem musikbegeisterten Präsidenten zu diesem ersten Schritt, der in Stadt und Land, bei Meistern und Gesellen richtungweisend sein sollte! Den Auftakt hatte ein von Fritz Droop gedichteter Prolog gebildet, der vom Autor selbst gesprochen und beifällig ausgenommen wurde. Daß schon nach dem ersten Akte Begeisterung das HauS durchwogte, ist nicht verwunderlich, denn ein schöneres Festgeschenk an dü, Gäste, als dieses Wagnersche Bühnenwerk, wäre ja auch gar nicht au»- zudenken gewesen." I I ' l Ausstellung von Lehrlingsarbeitcn. Im Benehmen mit dem Ministerium des Kultus und Ilnterrich'S bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß auch in diesem Jah-e wieder Ausstellungen von Lehrlingsarbeiten noch nicht ausgelerntcr Lehrlinge veranstaltet werden sollen. Die Arbeiten sollen, wo angängig, gemeinschaftlich mit den Sckiüler- arbeiten der Gewerbe- und gewerbl. Fortbildungsschulen am Sitz dieser Schulen zur Ausstellung kommen. Lehrlinge, an deren Wohnort eine derartige Ausstellung nicht stattfindet, können durch Vermittlung des Meisters oder einer gewerb!. Vereinigung ikre Arbeiten der ihrem Wohnorte nächstgelegenen Schulausstellung zusenden. An den Ausstellungen können sich Lehrlinge aller Lehrjahre beteiligen. Eine Verpflichtung für die Beteiligung an dielen Ausstellungen besteht für dieieniqen Lehrlinge, für welche aus Staatsmitteln eine Ausbildunasbeihilfe gewährt wird oder geleistet wurde. Anmeldebogen für die Ausstellungen und Anerkennungsurkunden werden den gewerbl. Schulen ans Anforderung seitens des LandeS- gewerbeamts zur Verfügung gestellt. Karlsruhe, den 26. Januar 1926. Badisches Landesgewerbeamt. Fachkurs für Radiotechnik. Das Badische Landesgewerbeamt wird bei genügender Beteiligung in der Zeit vom 15. bis 19. März d. I. für Elektroinstallateure einen Fachkurs zur Einführung in die Rad i ot e ch ni k- veranstalten. In demselben werden die Grundlagen der neuzeitlichen Radiv- Telephonie mit besonderer Berücksichtigung der konstrufiiven Durchbildung von Anlagen und Schaltungen der Brätst? behandelt. Die Unterrichtsaebübr beträgt 5 M. Anmeldungen zu dem Kurse sind bis spätestens 27. Februar au das Landcsgewerbeamt in Karlsruhe einzureichen. Karlsruhe, den 29. Januar 1926. Badisches Landesgewerbeamt. Gipserzwangsinnung für die Amtsbezirke Lörrach, Sckovfheim und MLllheim betr. Auf Grund der IM und lOOd der Gewerbeordnung und § 1 und 23a der Verordnung vom 4. April 1898 in der Fassung der Verordnung vom 18. Juni 1923 wird hiermit angeordnet, daß sämtliche Personen, die in den Amtsbezirken Lörrach, Müllheim und Schopfhcim das * Gipserhandwerk selbständig betreiben, der für dieses Gewerbe mit dem Sitz in Lörrach neu errichteten Zwangsinnung anzugehören haben. Die Zwangsinnung tritt mit der Genehmigung ihrer Satzung in Kraft. Gegen diese Anordnung steht den beteiligten Gewerbetreibenden die Beschwerde an Las Ministerium des Innern zu, die innerhalb 4 Wochen — vom Tage der Veröffentlichung an gerechnet — bei dem für den Wohnsitz zuständigen Bezirksamt eingelegt werden kann. Karlsruhe, den 22. Januar 1926. Badisches Landesgewerbeamt. 47 Sandwerrkskammev Kvekbuvg Wirtschaftliche Berichterstattung betr. Tie verehr!. Verstünde der Handwerkerorganisationen werden hiermit höfl. gebeten, den unter dem 2. Januar 1926 von uns versandten Fragebogen über die wirtschaftliche Lage des Handwerks im 2. Halbjahr 1925 auszufüllen und möglichst rasch wieder an die Kammer gelangen zu lassen. Bei der Wichtigkeit der Berichterstattung für das Handwerk dürfen wir wohl eine rechtzeitige und ausführliche Berichterstattung erwarten. Handwerkskammer Freiburg i. B. Ter Vorsitzende: H. Elb. Der Direktor: H. Eckert. Sprechstunde» in Lahr, Offenburg, Lörrach und Schopsheim betr. in Lahr i. B.: Mittwoch, den 3. Februar, vorm. )^10 bis l-412Uhr^ in der Gewerbeschule; in Offenbar- i. B. Mittwoch, den 3., und Mittwoch, den 17. Februar, nachm. 3 bis )46 Nhr, in der „Zauberflöte": in Schopfheim: Mittwoch, den 10., und Mittwoch, den 24. Februar, vorm. 11 bis 1 Uhr in der Gewerbeschule; i» Lörrach i. B.: Mittwoch, den 10., und Mittwoch, den 24. Februar, 1926, nachm. 3 bis )46 Uhr in der Gewerbeschule. Die Auskunft wird unentgeltlich erteilt. Der Vorstand. I SaudtveeVSikarnrneir Houftam I Bekanntmachung. Unterstützung a«S Kreismitteln znm Besuche von Fachschule», ltbungskursen und zur Ablegung der Meisterprüfung betr. AuS den von den Kreisen Konstanz, Villingen und Waldshut genehmigten Mitteln zur Handwerksförderung stehen Beträge zur Verfügung, die als Beihilfen zum Besuche von Fachschulen und Übungskursen, wie sie vom Badischen Landesgewerbeamt in Karlsruhe veranstaltet werden. Verwendung finden sollen. In gleicher Weise sind Mittel für Meisterprüfungskandidaten als Beihilfen zu den Kosten der Meisterprüfung bewilligt worden. Als Bewerber sind in beiden Fällen selbständige und nicht selbständige Handwerker (Gesellen) zugelassen, die kriegsbeschädigt oder sonst unbemittelt sind. Die Gesuche müssen enthalten: 1. Kurzer Lebenslauf und Darlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Gesuchstellers. 2. Bescheinigung der Kursleitung über Teilnahme an einem Fachkurs bezw. Meistervorbereitungskurs. 3. Gemeindeamtliche Bestätigung über die Vermögensverhältnisse des Gesuchstellers. 4. Beglaubigung bezw. Befürwortung durch die zuständige Fachorganisation. Der Einreichungstermin ist der 20. Februar 1926. Später ei »laufende Gesuche können keine Berücksichtigung finden. Handwerkskammer Konstanz. Nürhevsrbarr Taschenbuch für Bäcker und Konditoren 1826. Herausgegeben von der Allgemeinen Deutschen Bäcker- und Konditorzeitung, Stähle und Friedel, Stuttgart. Mit einem Anhang von Bezugsquellen. Preis 3 Mark. Die letzte Ausgabe des in den Vorkriegsjahren regelmäßig erschienenen Taschenbuchs erfolgte für daS Jahr 1914, und schon ein kurzer Vergleich des damaligen mit dem heutigen Inhaltsverzeichnis zeigt uns die Entwicklung, die seitdem das Bäckergewerbe genommen bat: denn dieses Taschenbuch besprach jedesmal die zurzeit aktuellsten Ereignisse und die neuesten gesetzlichen Bestimmungen. So berichtet die neue Auflage über das TageSthema der heutigen Fach- und Tagespresse» die Vermögensaufwertung. Neben einem ausführlichen, * eigens von den Zweigvcrbänden zusammengestellten Verzeichnis der Ortsvorstände der süd- und mitteldeutschen Bückerinnungen, kommen grundlegende Besprechungen über die Arbeitszeit, Einstellung und Entlassung von Gesellen, über den Verkehr mit Brot, über Hausierhandel, Arbeitsversicherung usw. In Leinen gebunden, mit Kalendarium. Notizblättern und Bleistift versehen, erfüllt daS Merkchen auch in diesem Jahr seine Aufgabe und wird sich die Sympathien aller Fachkreise erobern. Der Preis beträgt bei Einzelbezug 3 M. zuzüglich 10 Pfennig Porto. Die neuen, ab 1. Januar 1926 gültigen Lanz'schen Lohnsteuertabellen sind wieder in der bekannten übersichtlichen und praktischen Ausarbeitung erschienen. Diese Steuertabellen sparen den Arbeitgebern beim Feststellen des Steuerabzuges vom Wochenlohn oder vom Monatsgehalt viel Zeit und umständliches Ausrechnen. Preis pro Stück 1,— Mk., zusammen 2,— Mk. Der Verfasser (Heinrich Lang in Gießen, Wilhelmstratze 47, Postscheckkonto Nr. 65 364 Amt Frankfurt a. M.) hat unstreitig unter den vielen erschienenen ähnlichen Steuertabellen eine der besten zusammengestellt. Der Kunststein. Systematische Einführung in das Kunststeinfach in 16 Einzellieferungen zum Preise von 2 M. pro Lieferung; Gesamtpreis 35 M. Elster-Verlag, Rüssen bei Leipzig. Das Werk enthält eingehende Abhandlungen über die Herstellung von Kunstsandstein, Kal. sandstein, Zementwaren aller Art, Mosaik- und Granitoidplatten. Terrazzo, Steinholz- und künstlichen Fußbodenbelägen, sowie dis Gewinnung und Verwendung der dazu notwendigeg Rohmaterialien. Die Art und der Gebrauch der zur Herstellung von Formen und Atodellen aus Holz und Gips erforderlichen Werkzeuge sind eingehend dargestellt. Das Buch bietet gewiß jedem Fachmann viele Anregungen, denn es enthält wertvolles Material, das der Verfasser in langjähriger praktischer Tätigkeit gesaimnelt hat. Das Werk sei jedermann aufs wärmste einpfohlen. „Freiburger Tagebuch und Abschluhüogeu der Kolonneubuch- führung". Im Verlag Heinrich Wuhrmann, Freiburg i. Br. sind „Tagebuch und Abschlußbogen" für Handwerker erschienen. Besonders zu erwähnen ist. daß die doppelte Buchhaltung für das Handwerk gewählt wurde. Die Bogen haben folgende Kontengliederung: a) Tagebuchbogen: Kaffe, Material. Lohn, Unkosten, fertige Arbeit, Lieferant, Kunde, Bank, Verschiedene, Bemerkungen und eine freie Spalte. d) Ab s ch l u ß b og e n: Kasse, Material, Lohn, Unkosten, Geschäftseinrichtungen, fertige Arbeit, Lieferant, Kunde, Bank, Haushaltung, Kapital und 6 freie Spalten. Den Überdruck der Konten selbst müssen wir ablehnen, weil der Handwerker sonst leicht zu der Auffassung kommt, daß er die angebenen Konten unbedingt anwenden muß, und weil dadurch eine Schematisierung der Buchhaltung herbeigeführt wird. Die an den Abschlutz- bogen anschließenden Tabellen geben dem Handtverker ein Beispiel, wie man eine Jahreskalkulation äufznstellen hat. Die Arbeitsleistung ver und nach dem Kriege, untersucht an einem Werk der Maschinen-Jndustrie von Fritz Henzel, Ingenieur und Diplom-Kaufmann. Erster Band der Betriebswirtschaftlichen Abhandlungen, herausgegeben von Prof. l)r. W. le Coutre. Prof. I)r. F. Findeisen, Prof. vr. W. Kalveram, Prof. l)r. N.Seyffert, Prof. l)r. H. Sommerfeld. 140 Seiten. 8°. Mit vielen Tabellen und graphischen Darstellungen. 8 M. E. E. Poeschel Verlag, Stuttgart 1925. — In eingehenden Untersuchungen, die sich auf einen lange» Zeitraum erstrecken und eine Fülle von Material bieten, wird eine Analyse der Arbeiten und der Betriebsvorgänge eines Werkes durchgeführt, uni ein sicheres Urteil zu gewinnen. Das internationale Problem der „Arbeitsleistung und Arbeitsbemessung" wird seiner Lösung erheblich nähergebracht. Die Henzelsche Untersuchung ist sehr verdienstvoll und von um so größerem Wert, als das immer stärker sich äußernde Verlangen nach einer vorbildlichen Betriebsführung ohne Klarheit in den aktuellen Fragen der Arbeitsleistung unerfüllt bleiben wird. Solange das wirtschaftliche Schwergewicht im Betriebe liegt, und heute ist dies unverkennbar der Fall, müssen uns Erscheinungen, die seiner Vervollkommnung dienen, vornehmlich interessieren. Luv Beacht««»! Schristleituug und Juseralenanuahme find völlig vou «tu- auder getrennt. Schriftleiter ist Carl Haußcr, Geschäftsführer des Badischen Hand- Werkskammertags und Handwerkstags. Schriftstücke find nicht an die persönliche Adresse des Schriftleiters zu richten, sondern an die „Schrtstleituu- des Badischen Handwerks Karlsruhe. KriegS- ftratze 16 V". Alle Schriftstücke, die den Inseratenteil betreffen, sind zu richten an: G. Brau«, 8. «r. b. H.. Karlsruhe, AVI. DaS Badisch« Handwerk, Karlsriedrichstratze 14. Alle Mitteilungen tvcgen unpünktlicher Zustellung der Zeitung sind zunächst an die zuständige Postanstalt zu richten, und erst wenn daS erfolglos geschehen ist, an die zuständige Handwerkskammer. Handwerksbetriebe, die die Zeitung nicht erhalten, wenden sich U«r an die für sie zuständige Handwerkskammer. Durch falsches Adressieren von Schriftstücken wird ihre Erledigung nur verzögert- ».DaK Bchtztsehs AaudtveHk" Badische Gewerde- und Haudwerkerreituug — HaudwerkSkammerdole , 48 Wsgsnksu ttanli^agsn, kkkiei-i-ollen, I.a8l^agvn, ^nkängen ^nierlnivk »Isssk»>«>sn, 88lvkI.6L86 TperiniitSt: kkspsi-sstunsn ««« Kukoinokilkeck«»-«, Betriebs-u. KehrmitteigeseUschaft m.v.Z. Vers andstelle: Karlsruhe i.K., Karlfriedrichstrabe 14. Bucerius, Walter. Grundlagen der rationellen Betriebsführung mit besonderer Berücksichtigung des Handwerks. Mit 94 Abbildungen und 14 Tabellen. Umfang VNI und 252 Seiten. Preis gebunden Mk. 6.50. Llekteomoloeen ailkf/ii-t 8 iÄ 8 aufl^agkr KN« K«p«n«run«„ »n Rotoren, — _ ... . . — Anisssvrn, eieletr Apparats» » 1^, ünkNlllll'g !. 6. Urn- wnN Nnu«»ü«:Irel ungen lelepdon 227. ilauptrtrsüo 54. LOksnisi-sisen mul XunrlLtsinv^Xoüpte!, L«eo, knsnttgesokni» mir vorröxl. Lotuikteisen. Dksnmonoesvkini' aller LperisNtLt: Liustsv Lünlker lel-rarropiattsn - sssdrik Olldlcsuklslui beiLsrlsrube l'eleton ^r. 13 Lalmllokslr. 34 empkiellit s!cll m l.ieksrnng ». ll^or-r-sr-ioplsttsn, AvsoLI. Lvm«ntp1»ttsi» sin- u. mskrlardip an billigsten Preisen. 8u»terplLN»n pr-isUsis^n stellen j«6er- König, vurlsek i. 8 . Stommow, giiiitisuer- umt NMloeoi- «oekroug». rnuirpoetgeei«» uns «iniloo. i^skousren Kollos HlisriertLüennson l Lparislsadrilc I I dlsnnkeim l fumisne u. Zpsri-piaNen lletert billigst n. kreidurg io Lasen ^acobistraLe 4 NivNs«ck»Lg« Normal" v.k.?. eignet srcll kür all« «lies« källs i. Serien eine »ckvere )«^iiir^(»lt»ndLLk USrnack i.S. 1 ^öur^cr U!«Wtz»t 5 blää? G»GO«OO»O»O »ur Vsllvloiil in allen Garden unä Normen Lauft man de! Läusrcl Isenmann krucksal Delskoa Hr. 70. Itao v«t-mx« bo»teu- loeellualer u.Lremllat« «»»»»»»»«»» IS garantiert rein (bester Blütenhonig) liefert in Post-Dosen S Pfd. netto Mk. 1L.3V franko Nachnahme. 8. Ä)kaier, Imker, Schömberg i> Rott- weit (Württbg.). Ottsevate haben im „BadischenHandwerk" besten Erfolg. !! Der neue Zritnngekatalog »0« Rudolf Masse ist für das Jahr 1926 erschienen. Bald wird es wieder Hauptaufgabe der deutschen Geschäftswelt »ein, den kommenden wirtschaftlichen Aufstieg mit allen zu Gebote stehenden bewährten Mitteln vorzubereiten, um mit Erfolg in dem allgemeinen Wettbewerb bestehen zu können. Den deutschen Kaufmann hat stets und zu allen Zeiten ein gesunder Unternehmungsgeist und das Streben, sich !auf dem Gebiet der wirtschaftlichen ^Arbeitsmethoden zu vervollkommnen, 'ausgezeichnet. Dieses Streben hat neben vielem anderen seinen unzweideutigen Ausdruck in der ausgiebigen Benutzung der als Werbemittel erprobten Zeitungsreklame gefunden. Mögen Werbemittel anderer Art da und dort zu Versuchen verlockt haben schließlich hat die Erfahrung doch immer wieder auf den Weg der Zeitungsreklame als des erfolgreichsten Rüstzeuges des Reklame brauchenden und verbrauchenden Kaufmannes hingewiesen. Um seine Pläne nach dieser Richtung hin festzub gen und auszuarbeiten, wird der neue Mofse-Ka- talog jedem Unternehmer die wertvollste Unterstützung bieten. Er folgt im allgemeinen der erprobten Anordnung seiner Vorgänger. Der textliche Teil ist mit der größten Sorgfalt bearbeitet und berücksichtigt — was für den Exportinserenten von hervorragendem Werte ist — die ausländische Tagesund Fachpresse in besonderer Ausführlichkeit. Der Anzeigenteil des Kata- loges mit den eingehenden Angaben der Verleger über die Bedeutung und den Jnsertionswert der einzelnen Blätter bietet dem Inserenten ergänzende wichtige Fingerzeige Besonders zu rühmen ist, abgesehen von der klaren Darstellung im Text, die Veranschaulichung des Stoffes in zahlreichen, sauber ausgc- arbeiteten Abbildungen, Tabellen und Zeichnungen. Aber nicht nur der Handwerker, auch der Fachlehrer und der Betriebsleiter kleinerer Werke wird aus dem Buch nützliche Anregung schöpfen. B e t r i e b s WA r t sjcha f t l- i ch e R ftn d s ch a u , F r ä n k s! ft r ta. M. Rößle, l)r. Karl. Grundzüge der handwerklichen Selbstkostenberechnung. Mit vielen Tabellen und Zeichnungen Umfang -XII und 228 Seiten, 2. unigearbeitete Auflage. Preis in Halbleinen 6 Mark, in Ganzleinen 7.50 Mark. Das Buch enthält die grundsätzlichsten Dinge, die mit der handwerkerlichen Selbstkostenberechnung im Zusammenhang stehen. Es sind die einzelnen Kosteneleinente — gleichgültig bei weichein Gewerbezweig sie austreten — nach allen Seiten eingehend beleuchtet, um das Kostenbewußtsein des Heranwachsenden und praktischen jungen Handwerkers zu stärken. Ein umfangreicher Abschnitt ist der Buchhaltung gewidmet. Jeder Handwerker, der den immer zunehmenden Konkurrenzkampf bestehen will, muß sich mit dem Inhalt des Buches vertraut machen. Bayerisches Gew erbe bla tt, Augsburg. -Rößle, Or. Karl. Der Handwerker als Kaufmann. Ein Anleitung zur Organisation einer handwerklichen Buchführung. Preis M.I.— Tätigkeitsbericht des Forschungsinstituts für rationelle Bctciebsführung im Handwerk e. B. Preis M. 1.—. Aus dem Inhalt: Bedingt das Ringen Deutschlands um Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt eine wirtschaftliche Umstellung im Handwerk? von Oberregierungsrat W. Bucerius. Die Entwicklung der Betriebswirtschaftslehre und das Handwerk von Or. K. Rößle. Prof. I)r. Bikt. Pöschl, Materialprüfung im Handwerk. Prof. l)r. H. Sommerfeld, Betriebswirtschaftliche Durchbildung des Handwerkers. Ich. Ing. E. Hotz, Rationelle Betriebsführung iin Bauhandwerk. Rationelle Bctricbssührung im Bäckerhandwerk. Heft 3 der Schriften des Forschungsinstituts für rationelle Betriebsführung im Handwerk e. V., Sitz Karlsruhe. Preis 2 Mark. Die Schrift soll jedem Bäckermeister als Berater zur wirtschaftlichen Gestaltung seines Betriebes dienen und ihm die Mittel und Wege angeben, wie unwirtschaftliche Arbeitsverfahren verbessert werden können, aber auch dem Lehrling und Gesellen bietet der Inhalt vielseitige Anregung und sucht die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse zu vermitteln, deren der Anfänger, der sich einmal selbständig machen will, unbedingt bedarf. Betriebsführung. Mitteilungen des Forschungsinstituts für rationelle Betriebsführung im Handwerk, E.V. in Karlsruhe. Schriftleitung: Walter Bucerius, Karlsruhe i. B. 6. Jahrgang 1926. 12 Hefte. Einzelheft Mk. —.80, Halbjfthr Mk. 4.—. Von früheren Jahrgängen sind noch zu beziehen: Jahrgang 1924: Preis gebd. Mk. 5.—. Jahrgang 1925: Preis gebd. Mk. 8.—. Bestellschein. Hiermit bitte ich um Zusendung von: . . .Bucerius, Grundlagen der rationellen Betriebsführung M. 6.50 . . -Rößle, Grundzüge der Handwerk!. Selbstkostenberechnung M. 6.— . .Rößle, Der Handwerker als Kaufmann M. 1.—- . .Tätigkeitsbericht des Forschungsinstituts M. 1 — . .Rationelle Betricbsführung im Bäckerhandwerk M. 2.— . .Betriebsführung, Jahrgang 1026 M. 8.— . .Betriebsführung, Jahrgang 1925 gebd. M. 8.— . .BctriebSführung, Jahrgang 1924 gebd. M. 5.— Erfüllungsort und Gerichtsstand: Karlsruhe Ort und Latum: Name und Stand: bei .. ... Litte recht deutlich schreiben, Ortsangabe stets genau! 43 In- und ausländische l^utLlköl^er aller ^rl I. use 1» s Lr W sgsmrisnir §«.1°^ LLamrliSLui 7elsgr.-1iör.: „ttolrimport" 7ol.: 11,8 unck 8818 Wrrksiihrerschule Mannheim Höhere Gewerbeschule. Am Montag, de» 19. April 1926, norm. 8 Uhr» wird bei genügender Teilnehmerzahl die Werkführerschule mit Ganztagunterricht einen neuen Jahreskurs beginnen- Diese Schule hat den Zweck, befähigte Mechaniker, Ma schinenschlofler, Eisendreher usw- zu tüchtigen Werk führern und Betriebsbeamten heranzubilden und sie zu befähigen, kleinere Maschinenbaubetriebe sowie Werkstätten und Abteilungen von Fabriken selbständig zu leiten. Die Ausbildungszeit dauert ein Jahr. Am Ende der Ausbildungszeit wird eine Prüfung unter Vorsitz eines staatlichen Prüsungskommissärs abgehalten, an deren Bestehen bestimmte Berechtigungen im staatlichen und städtischen Dienst geknüpft sind. Aufnahmebedingungen: 1. Zurückgelegtes 18. Lebensjahr- 2. Erfolgreicher Besuch einer dreijährigen Gewerbeschule oder gewerblichen Fortbildungsschule bezw. der durch eine Prüfung zu erbringende Nachweis einer sonstigen gleichwertigen Vorbildung. - 3. Mindestens fünfjährige Wcrkstattpraxis, darunter eine mindestens dreijähr. ordnungsgemäße Lehrzeit. 4. Bestandene Gesellenprüfung. 5. Nachweis guter Führung. Das jährliche Schulgeld beträgt für hiesige Schüler 84 RM-, für auswärtige 105 RM- Anmeldungen sind spatesten« bi» 28. Februar 1926 unter Beifügung der erforderlichen Belege (Bescheinigung über Staatszugehörigkeit, Schulzeugnisse, Lehrzeugnis, Arbeitszeugnisse, Geiellenprüfungszeugnis, Leumundszeugnis) an die Direktion der Gewerbeschule Mannheim, 0 6 zu richten, woselbst auch weitere Auskunft erteilt wird- Mannheim, den 8. Januar 1926. Die Direktion der Gemrrbeschnle. S S s f-kkiir ru nllsn rnevksa. kiserns UNO SIUSQKi^lVI^t. ve»ini.KHo»is- , xl-zppci« i Lnnsl LonsI L Vo» Usnnansr-Nsinlkoln» larren 8is sm vorteilhaftesten Linil Unsvkt, Uederlingon ttoüäork 6exr. 1903 kernspr. 104 Vsrlsg riss LIbliogrnpkIsoksn Institut«, l^iprlg Sosbsn «esoksint bi »Isdsnlsr, nsubssrdsllslsr MM (MW 12 d>a!blscisrbän 6 s Oboe ISovvo -ietttcsl »ul 20000 Spoltoi, r«ck, nmck VOOO ^ddliclungsn unri Karton Im 4oxt, taot SOO r. r. SUctsrtatoin unck Xseien, Oboe 200 roxtdollag»» Sam/ / «. // Ssack/Z/LZ/Vor» 8>s bsrlsksn 6s» Wsitr durvb js 6 s guts 8 uokkLn 6 Iung unct srksltsn 6art rruak kaslsntrst ewstUbflieks ^nkümtigungsa Uleisrun» von gntertigung »aa vmrdlMiissu aller »rt, ä-r O--- ikbiMIlWIIl ÜIisÄz, SkludWd l^encktali le!. 18. er.Ll(IK0-«070rrL«i ei.eici«o-Lc8i.L8e «/iU8-7ki.ep«0be liokort Ode.«»»«-, krellnirg, ürz., korckern 8is krvspodt« Ui«' bitten unsere l,eser, «tie ioseriereullea binnen !ru derüchzichtigsu. uucl hierbei »uk äs» Lerug uebrueu ru vollen. » » 11 , »IMI 'sd; s s » «v 8 tskli'ol»'ö nuktlc» und rugblsulc üokr-L u nberxer iWürttbsl lksl. 8 V 81 S I 5 M.dttMbW.Ml au» gar. reinem Braumalz mit Hopfen (N-wrprodukt) zum Lelbstbrane« im Topf ohne jede Unkosten. Probesud 1 Säckchen zu 20 Liter Bier, l-raufertiz, Mk. 3.— fr. Nachnahme oder Mk. S SV fr. gcaen Borciusendunz. O. Steck, Malz- n. Hopfenbandlnng, Ingolstadt (Baycru). Ureisabvarr! Nm die Beschaffung benötigter Treibriemen zu erleichtern, lieft« ich, von heute ab bis auf toeitereS Kernlederriemeu 1 V üv KV 7 V Mio breit zu A. N 8 V »i s .30 M.L.so «. 3.50 pro Mete, 8 V IVO mm breit zu R. 4.10 «. S.SV »ro Reter I. Rottler, Kreiburg i. »r. Brersacherstrabe 15 . Telephon 1956 . Kvbn, kingvlv klektro-Uotor-KepsrLtur-Anstalt ksststt >. 8. l.u6vzigslestö derdeirurukeu ä. Lauer L Or. Hol. Xr. 55z II!ii!!II!l!lIlIIIII!!Il!!!!!!!l!llIIlI>lIl!Il!Ill!»I!lI!II!!l!III>IllIllI!iI!!lMII, Zchrimii billigt Mim I>I!!ll!i!!!Ii!!ii!II!!!Ii!i!I>Ii!IW!!!IIMIi!i!iIIiIU!!iI!Ii!IIilM!I!I!II!!Il! lZÄ: 5 cblsck 1 er^ »F 1 II 0 W Lkucn äooll,» itirae, S««,r< I, OoI»r> «rNIli»,- ligsr guaiilLt umi rvrtsilbstton proiraa M» MKS 0 «>«LII 0 cL. «10 V 0 » c « 0 L 1 . kugsn Stsnn, Villingsn l. v. Äidrinysrrtrako IS vci.r.vck8»b0«Lll8 M/Eo/ke/r Vk»sic«ekru86L-Äi(nc8LcLkiiscn^p7 l»i L7U776/i»7 Luslcuukt uuck Vermittlung von tlutrllgeu »Iler VHcberunxsrveixe rturcd 4, Telelou 2476. — kreivelliinger u. 6uclrl«ndroivd in Urmnkeim, o. 2. 7-z, Telefon rill. 50 2 Kleine ^ureigen An» und Verkäufe »SN Maschinen, Werkzeuge«, Materialien, Robstoffe« »st»., Gefchästsverkänf. und »Gesuche, Ttellen-Augebote und Gesuche find«» unter dieser Rubrik besondere Beachtung und raichcmErsolg. Jedes Wart kostet nur 19 Peunia. Eiuscudungrn möglichst unter Beisügung oder gleichzeitiger Linsendung de» Betrag» richte man an di« Geschäftsstelle »Das Badisch« Handwerk", Karlsruhe, i.B., Karliriedrichstr.lt Hi verkaufen Air verkaufen ca lkXX> Meter «Mleituiigslshie aus starkwandigen sH Viannesinannftahl- röhrcn mit Gewinde und Muffe», 33, 38 u. 42 mm Durchmesser, gebraucht, doch wie neu; desgleichen ca. 250 Meter TulbinsndruSlohre. 250, 200 U. 125 l. W. Nähere» durch G. Schöllkopf. Unterboihingen > Württemberg. i komb. Bandsäge mit Fräse, gut erhalten, 240 Mark, 1 Gleichstrom-Mo- tor, L.L.6.,220Bolt, 3 l'8. uiit Anlasser, ISO M„ gut erhalten, ist noch in Betrieb, wegen Anschaffung ei »er größeren sofort abzugcbcn. Äug. unter Nr,lS2 a an die Exp. dieses Bl. Zu verkaufen komb. Abricht-« Ticktenhobelma schtne, Kio mm, kouib. Kreissäge, Fräse und Bohr inaschine. Off. unter Nr. 1SI a an die Exp. diese« Bl. Gut erhaltene eis. Drehbank für Motorenbetrirb ist preiswert zu verkaufen bei Stefan Schneider, Wagnermcister, Iffezheim b. Rastatt. Magnerhalr Eichen, rund, V. u. Vs. Kasse, Eichendiele, LS, «0, ro, 80, so, io« u. 120 stark, Radspeichen, ans» gehauen, in Eichen u. Kastanien, verschiedener Längen und Starken hat lausend abzug. HeidelbergerHolz indnstrie A. S. Heidelberg. A« kaufen gesucht ea. IKK Stnhlgestelle, ea. SV Schreibseffekgestelle, lausend: Bauholz nach Lifte, übl. Valdkante bi» 10 >u lang, Gerüstftauge» aller Massen, Latteu.RahmenSchal-u.Schwar- teubrctter. Angebot« mit Preis frank. Dagg. iknd Verladestation an Dr.-Ing Schräder. Kochel, Obb. Zu verkaufen: l Bandsäge, vvv nun, Gußgcstell, niit Kugellager, M. 225, 1 Bandsäge» 7VV wn>, mit Kugellager M. 150, l komb. Kreissäge, mit »bricht- und Bohrmaschine, W- 500, 1 dreiseitige Hobelmaschine, mit Borge lege. Alle Maschinen gebraucht, in sehr gut erhaltenem Zustande. Wagner k Keilhose« Gingen a. H. In einem großen Industrie- n. Luftkurort, de» bad. Schwarz«., 3000 Smw., ist ein« gutgehende Metzgerei mit Krastbatrieb Umstande halber sofort zu verkaufe«. Zahlungsbedingungen günstig, «ach Kauf in 1 Wochen beziehbar. Zu erfragen unter Nr. 208a bei der Exp. diese « Blattes. _ ^ —" mit WteWäge, l Zu Wen gejucht Wir suchen gebrauchte» noch gulcrhaltcne» Rollbahnglcis ca.65 m für Säg-wcrksbetricb init zwei Radsätzen. Ang. an Ang.u. Jos. Nowack, Zimmcrmeister, Kippeuheim bei LP>r. I Holzdreher !si Jahre alt, in allen Arbeiten perfekt, sucht gestützt auf la Zeugnisse, anderweitige Stellung. Hermann Menner Reicheubach a. d. Fils (Äürtt.) Zs osmieten Grosse Helle Werkstätie in einem kleincren Orte de» Wicscntals z. vermieten. Für tüchtigen Maler ober Blechner besonder» gceigRct. da diese Gewerbe daselbst schlecht vertreten. Offerten unt. Nr. 207a «. d. Exp. dieses Blatte» erbeten. Ein Hjähr. Laub Wirtssohn sucht Lehrstelle bei einem Schuhma chermstr. Waldshut, mit Kost u. Wohnung im Hause. Off. unter Nr. 217 a an die Exp. d. Blattes. WH 1 . Au- und MeWeiner, 21 I. al», ns Dan u. massiv. Möbeln zieml. srkbständ., sucht Stelle in mittlerem Betrieb für sofort. Angnft Smrz. Wtttelbach. ölhiemerkWelle Ein kräftiger 17jähr. Bursche sucht Lehrstelle bei einem Zimmer- meifter. Kost und Wohnung im Hause «rwiinilbt. Off. find zu richten an Georg Hall. Jppingen, Anit Donaueschingen. Wne KM« Ein kräftiger, nicht über IS Jahre alt«! Änabz kann da» Slech«erha«dwerh gründlich erlernen bei Wilhelm KeMpter.vltchnermeister Oftingen bet Säckingen. Kost und Wohnung im Hause. komb. Fräs»«, _ _ " TerüM , Se krgitcht, gut erhalte«, chgiPhe" 1,00x700 ono, gußeiserne» Untergestell, eisern. Tisch, zu Wk. 300, 1 Ba«dsäge,ncu«ertig, mit Kugellagerung, 800 mm, Rollendurchmeffcr, Schnttthöh« 340 mm, Gußeisen, Wk. «50, sofort zu »erkaufen. E. Knrkel, Freibnrg-HaSlach i. Br. Gelegenheitskauf Zirka 500 Stück Plattengnmmtringe, 120 XKOX 3'/- nun, per Stück 8 Zirka 75 Stück eiserne DurchgangS- hähue, per Stück 70 Zirka 70 St. Blitzzange«. per St. »5 „ 800 kl. BorhaugschlSsschen, per Stück 10 «lle« neu'. 1 Stück fast neue Kopterpreffe 8.00 Earl Henfer» Heidelberg Schnlzengaffe Ist Teles. 1173. Sofort zu verkanfen «a Waggon Eschenbretter «. Abfälle trockene, Weiße, zäh« Ware und kann sofort erarbeitet werde», zirka 12 cd«, frei »er» laden 850 Mk. sowie ein« betriebssichere Waguerdrehbarlk W »rastbetrieb, 50 Mk. »ranz Buhl» Wagner, Mühlheim a. D> (Württemberg). Wsllger Zunge von II—IS Jahren kann die Bau« u. Möbel schreineret erlernen, mit Kost u. Wohn. b. Meister. Eintritt sofcrt bei Steph. ZeitvogxL.iT-^sft^, ^Äl.b.H. ^älr»ft>WmeWr, s Karlsruhe, nzsskim b. Lo«-B. Wllk slll i kkSi k alles von der Postkarte bi» zur Zeitig,,. Mir ««Hörde», Vereinigung,!, Jnchrrssen, Flugbliütar, Statuten, Rundschreiben usw Suche für meinen Sohn, der zu Ostern an» der Volksschule entlassen wird, eine Lehrstelle. Mittelbad. bevorzugt. Wilhelm Köhler, Äemeindercckmer, Iffezheim b. Rastalt. Lehrstelle gesucht. Für einen Verschiedenes aufgeweckten Jungen, Ider Ostern an« der I Schul« To mutt, wird, ^ . "bei einem tüchtige» 1.^«»-» «°° ei-^na ^Mechanikermetfter eine Lehrstelle gesucht nR Kost u. Wohnung. Offerten an «. Waldraff, Pfnkeudorf (Baden), Poststr. Hrchbannrbeitcn für zwei Dienft- Wohngebiiide für je 1 Familien i» Win- lersdors öffentlich zn vergeben: ä) Derputz- arbcilen, b) Glascrarbeiien, c) Schreincr- arbeiteu, 6) Schlolleralbcilcn, e) Tcrrazzo- im Kreise arbeite», i) Anftteicherarbeitcn, x) Tapczier- " " arbeiten. Pläi:e »nd Bcdiugmshcft auf unserem Hochbaubüro im II. Stock des neuen Äufnahmegcbälide» Karlsruhe zur Einsicht, dort auch Abgabe der Angcbotsrordrncke. Die Vordrucke kosten für a, b, ä, s k u. g je 60 Ps. und für c 90 Pf. Angebote verschlossen mit Aufschrift: ,.arbeiten für zwei Dienstwohngebände Wintersdorf", längstens bi» Freitag, 12. Fe! r., vorm, ll Uhr, einznrcichen. ZuschlagSsrist 3 Wochen. Karlsruhe, 27 Ja». 1926. Borstand der Bahnbaninspektio« ll. Suche für meinen Sohnx 15 Jahre alt, kräftig u. gesund, mit beftenSchulzeuguiffen, Lehrstelle bei einem tüchtigen Meister al» Konditor »der Brot- n Feinbäcker. Adr. Robert Greis, „Adler", Wange», Aint Konstanz. »uoti oinrolo, »druiiod,!,. »nüM. 1.8. 8cdvotr>oz-eil der. A7 Mer tioferE sämtliche KrltrrbrfchLLLge'M Angebot« an » Will». Kiefer. Wagenbau ^ Pforrsseim - Krähinaze«. ll Arbeit-freudiger, 23 jähriger Kaufmann, Abs. ». Kunstschüler mit besten Zeugnissen, auch über praktische Tätigkeit als Maler- »okontiir, sucht per sofort »der Saisonbegimr bei nur tüchtigem Malermeister therr. und praktische Arrsbildrrngsmoglichkrit Hlzum baldigen Ablegen der Gesellen- und Meisterprüfung. Angebote an Rosskopf» Bruchsal» Hutten stk. IS Für kräftigt,», 17 I. alten Jungen wird Lehrstelle beitüchtigemMechanikcrmeifter gesucht. Kost und Wohnung erwünscht. Anfr. bitte an Wilh. Kempter» Blechnern,., Lfiingen. _ Hochbanarbeite« jür die Erstellung der Ausnahme- und Aborkgcbände auf den 1 Stationen Bärental, Altzlashüttcn-Falkau, Schluchsee und Seebrugg der Neubau Astrecke Titisee—St. Blasien öffentlich zu I »ergeben: a) Grab- und Maurerarbeiten, Id) Stcinbauerarteiten, c) Zimmerarbeiten, ä) Walzciscnlieferung, s) Blechncrarbeiten, s> Schmiedearbeiten, g) Dachdeckeracbeiten, K) Schindclanschlaa, i) Blitzableünng. Pläne und BedingniShcfk liegen auf unserem Hoch baubürs — Zimmer Nr. 11 — ab nächster Woche jeweils Mittwoch», Do»nec«tagS u. Freitags von vorm. 10 Uhr bi» abend« S Uhr zur Einsicht auf, wcselbst auch Abgabe der Angebot-formukare gegen Erstellunzskosteu. Die Vordrucke kosten für a) S.70M., d)O.SOM., c) 2.10 M., k) l.2l> M-, Z, t, g, d und je 0,60 M. Angebote verschlossen mir der Aufschrift „Hochbauarbeitcn Titisee-St. Bla sicn" längsten» bi» Montag, l. März 192K. nachmittags 3 st Uhr, bei mir einzurrichcn. ZuschlagSsrist 4 Wochen. Neustadt i. Schweden 1.Februar 1S26. Deutsche RrichSbahn-Gesellschaft« Vorstand der Bauabtcilung. AllkonieAniker-Lehrstelle geWt! Strebsamer, kräftiger Junge mit bester Schulbildung und leichtem Auffassungsvermögen, sucht bei einem tüchtigen Meister Lehrstelle. Kost und Wohnung im Hause erwünscht. Offerten unter Nr. 223» a. d. Expedition diese» Blatte». WmMiULLLL Nutze nverputz zu vergeben, möglichst gegen Lieferung von Möbel- oder Bauschreinerarbeit. Milhrlm Schäfer, Schreinermeistcr UMferdinsr«. Erd-, Maurer- und Betonarbeiten für de» Ninbau der Eclengrabenbrückc bei Ettlingen Km 78,967 der Hauptbahn: 25 cbm Aushub; 57 cbm Mauerabbruch; lg cbin Bruchsteinmauerwerk; 14 cdm Werksteine; 85 cbm Beton und 115 m* Asphaliims»- lierung sind öffentlich zu vergeben. Bediug- nisheft mit Zeichnungen liegen im Geschäftszimmer Rr. 8 aus, woselbst Abgabe der Angebotsvordrucke gegen 2.70 NM. erfolgt. Angebote verschlossen und postsrci mit der Aufschrift „Nniba» der Erlcngrabenbriicke" bis zum 18. Februar 1926, vormittags 11 llhr, bei mir «iuznreichen. Zuschlags- srist zwei Wochen. Karlsruhe, den 30. Januar l!>28. Dentsche Reichsbahn-Gesellschaft. Vorstand der Bahiibaninipektion II. Bergebirng von Arbeiten und Lieferungen i» öffentlicher Verdingung gemäß Verordnung des Bad. Finanzministeriums ». 27. Juli 192200 cbm Gestücksteine ans dem Staats. Porphyrwcrk in Vormberg, Herstellung von 2700 gm Straßenpflafter »nd Vcrsctzen»en450 lsd. w Stkllsteinc. Die Bedingungen liegen in un- serein Geschäftszimmer, Ludwigring 32» zur Einsichtanf, woselbst auch die Angcbotssorm'» lare abgegeben werden? Angebote können sowohl auf die gesamten Leistungen und Lieserungen wie auch auf einzelne Teile derselben ah^iben Mrhi-rf, Sie sinh biüL ELa. d. 12. Mebrnar DsÄ!7vörmittags 19 Uhr, bei uns ern- zureichcn. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Wasser- u. Strassenbauamt Rastatt. Hochbanarbeite». Kür den Neubau eines DienstwohngcbäudeS im Zollbahnhof Nenendurg find nach Maßgabe der vorläufigen Vcrdingungsvorschristcn die Grab- u. Maurerarbeiten, Steinhauer-, Zimmer-, Schmiede- u. Blcchncrarbeiten zu vergeben. Pläne und Bedingungen liegen km Diensi- zimmer Wilhelmstr. iß zur Einsicht auf; daselbst auch Abgabe der Anzebotsvordrucke gegen Ersatz der Selbstkosten. Die Angebote sind verschlossen, postfrei mit entsprechender Aufschrift bis Donnerstag d. II.F br .d. I. .vormittags 11 Uhr. b. mir emzureichen, »lsoann Eröffnung. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Frei bürg, den 28. Januar 1926. Dentsche Reichsbahn-Gesellschaft. Vorstand der Bahnbaninspektio». Vernicklungen von 8«»ckI2gvn jsiier Kitt, vie UeriI-,vken-,Krmstur-n. fshrrsitteilsn sovie ßlassensriikvl jecker Lrt. Vermesringen, Verkupfern. Schleifen nnck polieren. 6nt, scdoell nack billig. Lalvanisier-Verk IN. ^DDGkUkl Del. 110 . 0 ffLU 8 UIiS Oexr.lSOO 51 SlttS de« Ovsauisatronen. Wegen Raummangel muhten diese Berichte bis jetzt zurückgestellt werden. Landesverband Badischer Lackiermeister Sitz: Baden-Baden. Am Sonntga, den 8. Nov. vormittags 10 Uhr fand in Baden- Baden im Restaurant Löwenbräu die ordnungsmäßig einberufene Quartalsversammlung der Lackier- meister vom Lande Baden statt. Der Vorstand A. Huse eröffnet« die Versammlung und hieh sämtliche Kollegen im Namen des Gesamtvorstandes herzlich willkommen. Die Beteiligung der Kollegen war wider Erwarten sehr zufriedenstellend, waren doch Herren von Mannheim bis Freiburg anwesend. Ein Zeichen, das; der Organisationsgeist im badischen Lande ein sehr guter ist. Vorstand Huß karn nochmals auf die Eisenacher Tagung zu sprechen und bittet die Anwesenden, bei der Hamburger Tagung wieder recht zahlreich zu erscheinen. Zu Punkt 3, Zwangsinnung für Baden, schildert er die Vor- und Nachteike einer solchen gegen eine freie Innung beziehungsweise Landesverband. Nachdem Herr Schmidt, Sekretär von der Handwerkskammer Karlsruhe, ein längeres Referat über dieses Thema hielt, auch Kollege Scheidet sich mit überzeugenden Worten darüber aussprach, wurde einstimmig beschlossen, den Landesverband in eine Zwangsinnung umzuwan- deln. Kollege Kober, Mannheim, spricht sodann über ein Vorkommnis, dah die Kollegen in Mannheim eine Aufforderung erhielten, der Zwangsinnung der Maler bei- zuträen. Dasselbe war auch in Freibucg der Fall. Da der Sitz unseresVerbandes in Baden-Baden ist, das Bezirksamt Rastatt in Betracht, t^S-wn^en da- für 3 Obmäner gewählt und zwar die Kollegen Huse, Scheidel-Baden- Bade», LUopfer-Rastatt. Der Antrag von Kollege Kober-Mannheim betreffs Schwarzarbeit wurde Wege» Mangel an Zeit für die nächste Versammlung verschoben. Als Delegierter für Berlin wurde Kollege Huse vorgeschlaaen. Wegen der LebrlingLpflichtbücher wird.Kollegs Huse die Sache in Berlin regeln. Dieselben sollen im ganzen bezogen werden und sind dann bei Kollege Scheide! erhältlich.Näheres darüber in nächster Nummer unserer Zeitung. — Da mehrere Kollegen erst mit späteren Zügen eintreffen konnten, erfolgte die Verlesung des letzten Protokolls von Kollege Weber, Schriftführer, erst später. Für die Frühiahrsversamiiilung 19W wurde einstimmig Freiburg gcwäblt. Die Versammlung wurde um l Nbr vom Vorstand geschlossen. Nach gemeinsamem Mittagessen war Besichtigung der alten Römer- Bäder. Anschließend noch gemüt- liches Beisammensein, bis die letz- ten unserer Kollegen das schöne Baden-Baden verließen. A. H. «Ass fenstsr-, Ornament-, Klar-, ko!i-, vrabt-, Lctwek-, Kristall-, «siS Tpisgei- kunde, ovale, gebogen« Lläser, Kitt, Au»»ctini1tl2gei-, Diamanten — Scksukenstenlsgvi- Sürlileuteel»« Lilseksnilv»» K . Li. T«ueivn»sck«>»l»»»nng Usnisi-uk« Kaisers»«« 12. lelspbon 288. liMreiiriiMliliieil neu unil gebuuueliH Lurda»»«, 8od«-»uv»t8oN». iNslasoNmtsN»», «»IkdlsA- rmg Stsuvti- ülloli sieinköimer, frsiburg Veulk-euge unll IWssvkiuen lei. zozr. Lüro und I.sger: dleriLNütr. zg. HI. Z 0 Z 2 kör kör l.»nck- nn», w ^nansmissionvn kiblvzelikilM i, «vttz,», „« K»« IretdrikM» kMISMIl Aitzp.km>lr-lM. I. Us^insun mm« tLonelsn». k. Ot knexe, kadrikou usv. LusOrluiit, LLSiblt u. aHäkron tlart- xlstt» gekuppt, gvsolilittvn u. deart-eNSk. Xr. 33, lerrarroplatten xescbl., Lemsnt- masaillplatten, ein- und mekrtarbix, /emsntrokrs in jeder lücktneite, llaod- u. Kantslsteine, Lpiilgarni- turon, Oetanpkosten kür Linkriedlg. jeder Lrt, sovie sLmtl. andere 8vt0N- «aren und Knnotstein» billig. relliei<7«E>«f/s8klK s>. sci ui-lll. wrt nr.ä lästere 8la6t 67. »r» ^ . * . für Warmwasserberertttttgen Rogg L Co., Konstanz, Schottenstr. 16 Telefon 5«8 MoSe^/reVE/re/r-KM-e-r Aochö/'r/ck- Vr/r-z/re// ttsiniioli Isengsrll Vßvickeldeng Vertreter der Uasckinenkabrilcen KLPPLl.-ckemnitr und K»«70»« oöllllek, I^iprig Katts«- unl! ttolrbss»^situng 8 - ßilasokinen keter L die. u krieärick I^etimllmi ei 868 IWsnnkeäm f' s IS LN s§k^o ss/rsL gl §eäs/r/r/e erM/sMe ^ /eA/' M/se/r " /. S. S4/ Ve/fso/r S44/ 52 7> Grwrrbevrrri» Ballenberg. Am Sonntag, den 3. Januar IMS. veranstaltete der Gewerbe» Verein Ballenberg einen Familienabend zu Ehren verdienter Mitglieder. Den Herren Küfermeister Gustav Riegler und Schmiedemeister Albin Walter wurde unter Würdigung ihrer langjährigen und hervorragenden Verdienste als Vorstandsmitglieder, Kassier und Schriftführer, Diplome vom Vorsitzenden des Vereins, Herrn Malermeister Joh. Nied, mit den herzlichsten Glückwünschen überreicht. Die Gemeindevertretung überbrachte durch Herrn Bürgermeister Schulz die Glückwünsche der Gemeinde. Herr Metzger, Lehrer an der Gewerbl. Fortbildungsschule Oberwittstadt, gab in einem recht interessanten Vortrage einen Überblick über die historische Entwicklung des Handwerks und seine Organisation. Herr Metzger hat sich nicht nur als tüchtiger Lehrer, sondern auch als glänzender Redner bewiesen. Die musikalischen Darbietungen der Herren Hauptlehrer Dötsch und Metzger trugen außerordentlich zum harmonischen Verlauf der Veranstaltung bei. Dankbar begrüßte der Vorsitzende die Bereitwilligkeit der Herren, sich auch weiterhin für Unterhaltungsabende und Vorträge dem Verein zur Verfügung zu stellen. lisnklvivrksmsister ck's gewillt 8inä, auf Ostein 1926 einen l-elirling in iliner kamilio sllkunelimsn, wollen siel, iotrt rolion untvf Angabe ilieve l(on- levrioa beim 8ta6t-lugsnll- amt lloistsldoi'g meisten. lieöeiLeme «nsler I ZI» Itl/^dltEItl rn.. ^llal,4«»n stspsrslur- WerlcrlLtts Qivitl.lv Oln4nnon ksckolkrsll». Soitonsse mvtvlvtt- s«,nn,sr»tr»a, M v», v«' llViekIungen u»t»r 0»r»ati» SchweistaPParate Hartlötapparate «itMin zm KchwkW ».Harüöteg Dittmar «L Co., Karlsruhe i. D., 8 Sarlstraße 60_ Fernsprecher 80 «i«««» ohne Wager»f«me Kerl lilialtsr, Koppelt L Lie. femspr. 977 Koi»»1si»r Obere l.nube 12 6q-rün2. Mutagene 8vk«eiksnlsgen vniginst-I'mUnsIlli-^ppsi'stv LtadltlLsoksn, Ventils, LckneiÜ- unrl Leknsiüdrsnnsr, LcliISuolie, stötmittsl, alle 2uss1rma1sri-t!ien. KU» lÜWlllM, illMII rur ÜMikk«SMI-!I.!ll!Il8Ml!l-Kl!s!tMll Selonmausr- unil 8dil»ek»»e»»min»!v»iin»n Sitimkokldiock- «ne 0i»l«nm»»e>iin«, »»laiiltsakLiagvIlnssctlinvn Poem«, ISe volle«. Siuken. Solonplorlsn «,». BrMMuaaStvknIi^vvIianMliaLliSi» i.. o. a. r»m«»tl,ev«n Basedmenkabrill .4. Le-ued erbeten. Kslslox Xe. Z7 frei. Krlslcillsplsgsl ksosttglA»«»», Ouslsgeplstten U8W >^ kleuversilbem von 8piegeln. «ÜSIUS, Xonslsn-. 7el. 498 Olaesokleiferei unst Lpisgelkabi-ik. vusrav rircii.k:» lei. zozo XuxsNenstrsös §S ?Ic. 20001 kailen u. Bsspeln kür jeäen Vernsntlungsrneek. auktinnen »tuinpkei- retten. - l-vkneatileikei-ei. —-m Granitstein für Doch-, Tief- «nd Strastenba« roh und behauen Grenz-. WOrsteine. Trab- und üliegerdenklnSler in schönem hellblauen Granit aus eigenen Brüche» liefert rasch und vorteilhaft Steinbrrrchbetrieb Gg. Karger Kappelrodeck rin» H ^ unter Qsrsntis «1er I»eisrnn§. ^ ^ Lllontassvslnlsd SOSIllLIVL:« ^ 0 - »«Ldivi»Li».diLclrLirau xngeistisb- -- ^ WMMÜ kerxvsrelll aus prim» sü<5- ^ öeutsedeui ^ ^ , , 4 Arverte«, Lernleaer s Malsanartifol ävppeit »Ls e-ou-ckt. a«n»«u»t»r>» Itskvrt,»» a tNUhruui Utrl. —, , 'N l. ' 0 1 Svcz : Gardinen- NmSNg, Ir6un-!8MöN20m ^ VsluLslnr t. S. D'slsplicrn S4S > ftäbe. — —. , , . - , , - 7 / K. Auto» Geifert, - Karlsruhe, IGeorg-Friedrichst. 3 inimilssM 8äm1!. vavkäöokllngZMLrepiallön Svdn. Konsisnr, k rnspr sso NH Nol- k?ollsrlan Weükleok 2udekörteile Totts6«n§sbi'ile rtlllUllicSIIIIOstll« kklllllUKL i. 8. 8L0llk«.S»lIlltt X0lt87Llt2 OreidSiüxslr. HZ Lutreuderxstr. gr 7uruierstr. 21 S3 »ONIQ aSerseinftrr. edelster, goldgelber Blüten-Schleuder. gar rein. IO-Pfand-Dose nur 12.Sl> Mk. 'rri Haus Q. I-Lirses. Imkeret-Versand. VULtLso» l.1 ösu8eliu!e kasleäs i. 0. von O 80HOV) proxr. frei. Vürbersit. s. (I. k/lsistsrprükung in 2 Lein. Lnminersein. in:t ^rNeitsserien. Xäse pvntknei in» Usu»k I XageUceas, Lxjrm.korni, 2LSpte. I c«. y ?k6. bl. 4.SS, I7ats»!3ss, Lrolkonn, 2 St. cs yB. 4.85, 2n^nclcn., wenn nickt ^ekLIIt. l krei«1.0k v-eit. I^;ken-miN-I kosten! Lu»*»» We»tpii»I, »Iton» 113. Hu'ohtirn. IMlMlieitiiilNiiMliliM allen/trt, liefert sofort ad Lager ru klon günstigsten kellingungen IbillorXgllfmAM Xreurstr.21 Kari 8 ruke«. 6 . 7 s 1 .g 00 > 1 «nnkeim »7.46 , 7e>. 10275 - ^ 7 ^ 6 rapk ^unsronstoU 6 eb«r>* 1 ü»ep KNsckees aller ^rr kok-, lli-skr- vi-nsinent- lllar- u llslkslli-al- veiL unä tsrbiA Lsrantiert reiner Qeinölkitt rus eixener l^sdribstion 8 ckanken 8 tei' 8 etieideQ prompt vom 8 pi» 8 «IgI 2 »«n, ^4 «eiü unö Kristall, mit unü okns Lsvetts MSKsIfsvvttsglL»«!» — KIssLiegel 8 ekatkeul!k, klasgrokkanülung, fftzlburg i. 8 f. ^ L. 8 k 008 M»;tsinIioIr-pulibölIen fi-eidui-g i.k. IkorLrtstrLSe 6S 7elepboii 3423 Wllll. wWWl« «Ir. so«is fertige Ikisokungen su» erstlilsssigsm Material ü dernimmt " ^ppsrslcdnu un 6 > 4 etsU«sreiik»driIc rerniprecker - 4 » « 0 «S^a«r Mi»i»,utNr»»« 7 81 Lo«tig «0 >» neuen »nrl ßekrnucklea bomb. kod«I»nsost»in«o . ^»»Loiiioovkiiion ko»»t»Ag«o, knoiooögolsg«»», kobol e»«llen, ^rllslsgsi-ungoa, 8 e>t» c nb-»n Lskonooikou >n Lvonenlsxe, besrein^eiiclUcte kepereturverKstLN« RNtLNLN L XLl-I-Norkkk, vorw. XV »AVer L Na»; 8 ingen-llolientviel. Telefon qy. Decken S ° Jrn SeWkabesbedaes in Deckenbürsten, Ming- und Kluppenpinsel usw. bei EttßU ThHUtO, Bürsten- und Pinselfabrik SffevbNvg (Baden). Domin. Moppel, Radolfzell Großes Lager i« Handwevkzeugen aller Art Beschlägen, tvasserleitungs- vöbven, LnstaUationsaviikel, Bleche, Stabeisen, Gisenträgev Ösen, -Kohlen, Serbe 8okverre imil dlenbe Sekrsubsn unll Illuttern Kisten in Liren, Kupfer uncl Aluminium. — KuLeisvrns Kellen unil KLäer, ketten, vrsktssile, gssvlimisäete kägel »afdesrrklsg^nßilrel s" N»uptli»tsl «8 8 LrLtis! ^ ferliinanü Kroü / 81 u 11 gar 1 oigestreüe S0, lelekoo 26050 kßrir^»«^ nin»»»irvse ^ v o u ^ rxxi re« zu^rvsk -vo-^«lc^Ok^7Ll->sst>tse^ -- »ek-ch^is Zodlkifstein- Irögs », lllmirelvngv« von eloksebst. bis feinst. Luskübrung 8 su -Keräte unö liilasokinen für ckas xessrine Laufsck berieüt man preiswert u. sclurell von 568 ^»Llrsss Oroü keumascliiaea- 0 . kergerLtetadrilc Solivo. tSrnvirtl. kniibvkiiIIMIiiili 7elei«n 1600 Zckvrrrvslöstr. 75 irüsen L kollsllsn »fslousisn liefern in bester Luskükrung prompt uni! billig. /ÄL^/^s 7 /o/r v. 7 ?o//tvä^r/ 6 r/ kevpLrarui'xvsrlcara««. ÜilMHW! H»uu!!!!!!!II!!llil!!ilWl!!!!II!!!!ii!!!!l! UUi« liissan unsere I.eser, ciie I>» UlltvIIjirzerierenltenkirinen LU berüc^sicktiZen u. klerbei Luk 62 s NeLU» nebinen ru vollen. ii'MWM!«illl!i!l!!I!>lI»III!W!!!!>!»DMWW 54 ktollsilen f psnkvll Ll gut, svknell, billig Ksnlsnuken Jalousie- unil koilsüen-ksdink L. m.b. H. , LL2V Ou^ISQkei* KIß«« ST r pitsvb-kkspine; Lieinbolr DD. Lvkle, ?anlrott-6. m. d. H., Ksnisnukv i. 8. 7vl«fon 1227 8 S»M » » 11VI Isis I!,!»«!!!!!!!!!»!!»!!!!! lflsrekinenlslirill unil LissngisÜersi 8 t. l-eo^gen I^reidui'g I S 8 ei»is«bsu von Komb. Kb«-ivli1- unä vioklenkobsimaoobinsn boo mir, Hobelbreite, 215 mm llobelbübe Univonoal Ki'oiosLgv mit fi-Loe unä !-Lnglookdobi-ma8obins UmvvkTLi-kamkLgen t) ?pLrk'8ion8- ^— 8oml8äZ60 800mm Novblei8iung8- k>L8ML80blI,8II ?l-Lri'8ion8- Kl-6I88LgSN Vk»liIl0ir>mon»I!»!!!!!!!Il!!!I!!!l!!l!'^ 0 . 8 . 8 .««. S1SS07 killigstv Le^ugsqusIIs von Loknei'bünslen garantiert niebi Irippeoä, z verscbieüene 6 rvlZen. Wie ^bbilclnng. Veräsuk nur sn WieäerverlcLuker. Llnster ru Diensten. Lüi'stenfrdnlc M. ItZtl-I-kl' viffsndung I. S. IV!^K 8 IMl.cULK^UIU Tension- u. irünenßabli'iiL iteureutberstraSe 4 K^8r.888U8 l. 8. lelelon 6244 u. 6245 6 nokk 8 Voi'k'at 8 !agei' in icieker-nen 5 en 8 tem mit besctiiäg, 8 ovie in tannsnen limmei'tül'en naok lien l!eul 8 eken lmtimlne Uoi-men kupp L IHöller Xsrlsrulis i. k. W«f -1 iMÜMllli in'normalen 6 röüen u. allen gangb. Llarmor- sorten ru billigsten Tagespreisen stets vorrätig, keiner: lUiLrmorukk'öri :: frucktsckLlen 'sinlenrsugs :: limmer^sulon 00000000000000000000 oooo oooooooooooooooooooo ooo ooo omni ooo ooo OOI ^bl. 8196 OOO OOO OOO OOO I-»»eIIse>>»N mit desctirltaliter »attuog Verltauksiells iler firme: Lllkll 8ek*»elm i. Vk. »4, s 7el.8196 liefen, I»S»IlIb8OkII«08 »Iler ltrt in üem ersl- lclassigen fabrikrtts cler firma Lebe. Senner, 8ck*»e!m i. S. öööoooooooomooooooo LI LI Olli oooooooooooooooooööö S5 ooo LIM ooo ooo ooo ooo ooo ooo ooo ooo ooo ciao Oliginril FF Wepkrsugmasekinsn, Quslliäiswsi'krsugs sinrl slserslkllsssio seil vielen ^sknen deksnnl! DVsnnkvüm psrnsprscker S7O, 371. 1787 Srn*>snukv i. 8 . ^srnspreoksr 4018, 4018 IViuffsn- un 6 ^Lnseksn- kokren Ponm 8 tüoks un 6 ^s-MLiU 56 N ailss- ^k-t. 6 w8s l-sgsrdsstLnkls. - billig« brsiss. /^uffenwkf ^.m.b.tl., Otiek'L^e'ies', Nmt8ükn.8. ^srnsprscksr 173, ^mt Sükl (Sscksn) k^uoks Toknv 6» U>U» ER, EI« 8sge- unff 8obel«eflcv, »olrliLNlllung KAKL. 8 NUNL!, S, blisinliaksn »on«,S»-«o / «oivbliöl-oo rolr »»F d»»i-1»sttse. vsutscli«, bölimiselis, norckiscks, smorilcanircli» kvkodvllv ^uüdoüvnnivmvn 7äfer, peokNo, Verlcleiclungön, 8pen'platten L. Sscren 7Voor:e/f//cst Aotz-E-eSMS§. MsOme« M As/rSwer^wrS ^Svs/tte /- /vrA/vlif/LLV/- F/» /Vikars ^4»§rs/eL/»//7^.- „Oo/t/«F»S ^f««/s///«"L«/7«/eLF0SLte//vNF jl >V< Klebstoffe, Pflan;cnlcim L^LL A I! Math. Mairr, Altschweier Mhl (Baden) ! 8 > >1 Klebstoff- «nd Pstanzen telm fabetk IlW LL. D. 8 HLLLN cL 80 IM Vir vllorieren sofort liokerd. r. 8. »i»a- rekml»r- rtok- >»^i- mit 2 Hing»« 30 8b 40 45mm8okr. L.40 3.7V 4.— 4.30j«8tü«Ic 0L.KKL 7kF. 6ev. kkingsvkmisr-, ttängs- unff VVankllagei- 2M 2S0 ZOOmmLmL. 0.1>l. 4.SL ü.lü b.00 j-8tllrelt 2L.2.— 2.40 2L0jv m«sv. l^osüsto xratrso .M"-hm!!ÄSll VkürLbarg 8 7 «klMVK 8 e««Ill, lisi-Isi-uks Waläkornsirsüe 50/52 kernsprecker K258, 625g L>N»»SKNHUINgvN Isrien LNriDr», ?Isiraffe, kadi»ilL»nsi«rk1vn MassSnan^anligung Lvgrüiulet 18öS KL8>.8KUttL i.6. lelslon 3 SS u. 4 V 3 Z^Iffbalranniv» Iei»1ung»§ak»gv» Hau» »o,- Zämüieke ZattlLi'- unä po! 8 tki-maiki'ia!isn, 8 v«is 8 stt!e>'-, ^oilslsuillk- unä küödellskisp D Llellin D ^ dsslsr l^otorendetriedsstokk ^ R „llsssg -^uloöle V ^ 6Ls VerbanästzualLläl