Badische Gmerbezeitung. Organ der Hroßherzogl. Landes-Heweröehalle und der Aadischen Heweröevereine. Redigirt von Prof. vr. H. Meidinger. Erscheint wöchentlich einmal im Umfang von mindestens Bogen. Jahrespreis 8 Mark durch Post und Buchhandel. Anzeigen SS Pfg. die einmal gespaltene Petitzeile oder deren Raum. XVII. Bd. Xo. 1 u. 2. Karlsruhe. Jahrgang 1884. Inhalt S. 1 bis SO: Die Organisationen zur Förderung des Gewerbewesens in Baden. — Ausstellung von Gasheizungs-Apparaten in Middelburg. — Preisausschreiben. — Submissionen in Baden. — Submissionen im deutschen Reich. — Unsere Muster-, zeichnung. — Ein Roll-Jalousieladen. — Adressen für die Ausfuhr. — Literarische Besprechungen. - Brief- und Fragekasten. — Anzeigen. Die Organisationen zur Förderung des Gewerbewesens in Gaden. Den neuen Jahrgang der badischen Gewerbezeitung leiten wir, wie im verflossenen Jahre, mit einem Ueberblick über alles dasjenige ein, was öffentlich — seitens des Staates, von Gemeinden und von Vereinen — in unserem Lande geschieht, um die Gewerbethätigkeit zu heben. Die Darstellung entspricht dem augenblicklichen Zustand, soweit es möglich war, die betreffenden Angaben zu erlangen; das in Aussicht stehende oder Geplante ist unberücksichtigt geblieben. Großh. Landes-Gewerbehalle in Karlsruhe. Die Landes-Gewerbehalle wurde im Jahre 1865 von dem damaligen Handelsministerium als Staatsanstalt gegründet; bei Aufhebung dieses Ministeriums wurde sie dem Ministerium des Innern unterstellt. Regierungs- kommissär für dieselbe, sowie für alle dem gleichen Ministerium unterstellten weiter unten genannten Anstalten und Schulen ist der dortige Referent für Gewerbe, seit 1872 Geheime Reftrendär von Stösser; als Vorstand der Anstalt wirkt seit deren Gründung Professor vr. Meidinger. (Außerdem sind an der Anstalt noch thätig: ein Assistent und Diener in der Bibliothek, ein Kanzleiassistent und Gehilfe auf dem Bureau, ein Aufseher in der Ausstellung, zugleich Hausmeister.) 1 2 Die Landes-Gewerbehalle hat die Bestimmung, eine Centralstelle für alle gewerblichen Anliegen der Angehörigen des Großherzogthums zu bilden. Ihre Zwecke sucht sie durch folgende Mittel zu erreichen: eine permanente Ausstellung, eine Bibliothek, ein Bureau mit Rath- und Auskunftserthei- lung rc>, Ausgabe einer Gewerbezeitung. Unterstützt wird sie in ihren Aufgaben durch einen technischen Beirath und durch einen ständigen Ausschuß. Die Ausstellung nimmt auf: 1. Erzeugnisse des Kunstgewerbes; 2. technische Artikel, als: Maschinen, Apparate, Geräthe, Fabrikate, soweit sie insbesondere dem Kleingewerbe, für den Haushalt und die Person dienen. Erworben werden die Ausstellungsgegenstände sowohl durch freiwillige Zusendung auf vorübergehende Zeit, wie durch Ankauf, wobei Wünsche seitens der Landesangehörigen geltend gemacht werden können. Die zu eigen erworbenen kunstgewerblichen Gegenstände müssen muster- giltig sein, sie bilden eine ständige unveräußerliche, sich stets vermehrende Sammlung (fast nur neue Sachen konnten bis jetzt angeschafft werden wegen Beschränktheit der Mittel). Als eine besondere Abtheilung derselben ist die getrennt aufgestellte Gipsmodell-Sammlung anzusehen, welche 853 Abgüsse aufweist, der Hauptsache nach Architekturdetails, kunstgewerbliche Geräthe und Gefäße aus allen Stilepochen, insbesondere der Antike und Renaissance, sowie Naturabgüsse. Die angekauften technischen Artikel müssen einen Fortschritt bekunden und zur Anschaffung zu empfehlen sein; nach Verlauf einiger Jahre, wenn anzunehmen ist, daß sie hinreichend bekannt geworden sind, werden sie wieder veräußert. Bei den auf vorübergehende Zeit ausgenommenen Gegenständen wird ein so strenger Maßstab nicht angelegt; von Kunstgewerblichem kann auch manches zugelassen werden, was nicht durchaus mustergiltig ist, doch darf es nicht geradezu verwerflich sein — ob neu oder alt kommt hierbei nicht in Betracht; die technischen Gegenstände müssen hingegen neu sein und für den Gebrauch mindestens gut. Tadellose Arbeit (vollendete Mache) wird bei allem Aufzunehmenden als Grundbedingung vorausgesetzt. — Soweit thunlich werden die ausgestellten Gegenstände auch dem Versuche unterworfen. Ein vorhandener vierpferdiger Gasmotor, der mit einer langen Transmission verbunden ist, gestattet Arbeitsmaschinen in Bewegung zu setzen. — Ein Katalog kann bei dem häufigen Wechsel der Mehrzahl der Ausstellungsgegenstäude nicht angelegt werden; man muß sich begnügen, das neu Zugegangene in der „Badischen Gewerbezeitung" sowie in verschiedenen andern Blättern bekannt zu machen. Von der ständigen kunstgewerblichen Sammlung kann später, wenn sie eine größere Ausdehnung erlangt hat, ein Katalog gedruckt werden. Die Abstammung, d. h. Land und Ort der Herstellung kommt bei den Ausstellungsgegenständen nicht in Betracht. Kunstgewerbliches wird vom 3 Ausland wie Inland (d. h. Baden) angekauft; Technisches jedoch nur vom Ausland. Bei den von außerhalb Karlsruhe kommenden Gegenständen übernimmt die Anstalt unter Umständen die Hin- und Herfracht im Falle Nichtverkaufs. Das auf vorübergehende Zeit Einzusendende muß bei der Anstalt stets zuvor angemeldet werden, behufs Entscheidung über die Zulässigkeit der Aufnahme. Ueber die Dauer der Ausstellung ist keine besondere Bestimmung getroffen; je nach Angebot, vorhandenem Raum und Beschaffenheit der Gegenstände können dieselben längere oder kürzere Zeit (ein Jahr und mehr) ausgestellt bleiben. Um den Verkauf der vorübergehend ausgestellten Gegenstände bemüht sich die Anstalt nicht; sie gibt dieselben jedoch im Auftrag der Einsender an Liebhaber ab, unter Umständen auch direkt gegen Baarzahlung des Betrags. Die der Anstalt zu eigen gehörigen Gegenstände werden ausgeliehen; die technischen dürfen auch dem Versuche unterzogen werden. Die Transportkosten hat der Entleiher zu tragen, auch hat er für unversehrte Rückgabe zu bürgen. Die Ausstellung der Landes-Gewerbehalle befindet sich dem größeren Raume nach zu ebener Erde, sie bedeckt daselbst eine Fläche von 850 gm. Im oberen Stock befindet sich noch in einem Saale von 190 gm die Sammlung von Gipsmodellen. Die Ausstellung ist dem Publikum stets unentgeltlich geöffnet, und zwar Dienstags bis Samstags von 10 bis 12 und von 2 bis 4 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 und von 2 bis 4 Uhr. Montags und an hohen Feiertagen ist sie geschlossen. — Im Jahre 1883 wurde die Ausstellung von 39 395 Personen besucht. Als Zweck der Ausstellung ist nach dem Vorstehenden zu bezeichnen: 1. den Geschmack des Publikums im Allgemeinen durch Vorführung stilvoller kunstgewerblicher Erzeugnisse zu bilden; 2. die Hauswirthschaft des ganzen Publikums zu fördern; 3. das Gewerbe durch Vorführung der besten Hilfsmittel für seinen Betrieb und neuester Produkte zu heben; 4. dem Gewerbe Gelegenheit zu vermehrtem Absatz durch Schaustellung eigener vorzüglicher Erzeugnisse zu geben. In Verbindung mit der gewerblichen Ausstellung befindet sich eine ständige Ausstellung landwirthschaftlicher Lehrmittel, Geräthe und Maschinen, deren Custos der Vorstand der Landes-Gewerbehalle ist und für welche ein besonderer Assistent bestellt ist, der zugleich bei der Redaktion der Gewerbezeitung mitwirkt. Die Bibliothek besteht aus drei Abtheilungen: die erste enthält kunstgewerbliche Zeichenwerke, die zweite Schriftenwerke insbesondere aus dem Gebiete der Technologie, dann auch naturwissenschaftliche, volkswirthschaft- 1 * 4 liche und andere Werke, namentlich eine umfangreiche Ausstellungsliteratur. Die dritte Abtheilung wird als „Vorbildersammlung" bezeichnet; sie enthält auf Tafeln aufgezogen und nach Zeit, Stil und Gattung geordnet beste Muster aus vielen früher der ersten Abtheilung ungehörigen Werken, sowie vereinzelt erworbene kunstgewerbliche Abbildungen (s. Bad. Gew.-Ztg. 1880, S. 113). Die Benutzung der Bibliothek ist unentgeltlich. Die Werke der beiden ersten Abtheilungen werden in das ganze Land ausgeliehen, die Tafeln der dritten Abtheilung blos nach auswärts und an Schulen; die Bewohner von Karlsruhe können sie nur im Lesezimmer benutzen. Das Lesezimmer ist Montags bis Samstags von 10 bis 12 und Dienstags bis Samstags von 2 bis 4 Uhr geöffnet, außerdem an zwei Wochenabenden von 8 bis 10 Uhr. Im Monat Juli ist die Bibliothek geschloffen. Die Bibliothek enthält gegenwärtig ca. 10 500 Bände, die einen Werth von ca. 120 000 M. haben. Sie befindet sich in einem dreistöckigen Seitenbau der Landes-Gewerbehalle. Die Neuzugänge der Bibliothek werden in der Badischen Gewerbezeitung veröffentlicht. Von Zeit zu Zeit wird ein Katalog gedruckt, derselbe kostet vollständig 1,45 M. Die Bibliothek ist dazu bestimmt, Gelegenheit zur Belehrung aus allen Gebieten des Gewerbes (Klein-, Groß-, Kunstgewerbe) zu geben, wobei nur das in geringerem Grade berücksichtigt wird, was in unserem Lande nicht oder kaum entwickelt ist, wie Schiffsbau, Hüttenwesen rc. Gesuche zur Anschaffung von Werken werden von allen Landesangehörigen entgegengenommen und thunlichst berücksichtigt. Was nicht in der Landes-Gewerbehalle vorhanden sein sollte, hingegen im Polytechnikum oder in der Hof- und Landesbibliothek, kann durch Vermittlung der Landes-Gewerbehalle von jenen Stellen bezogen werden. Im Jahre 1883 wurde die Bibliothek von 6951 Personen besucht, ausgeliehen wurden 2968 Bände und 6425 einzelne Blätter, aus der Vorbildersammlung 468 Tafeln nach auswärts und an Schulen. Das Bureau. Aus dem Bureau wird nähere Auskunft über die ausgestellten Gegenstände ertheilt und können Bezugsquellen jeder Art ermittelt werden; ist es nicht möglich, sofort in gewünschter Weise zu bedienen, so werden Informationen von außen eingezogen. Soweit möglich, wird auch technischer Rath ertheilt, jedenfalls können die Orte (Personen, Stellen, Bücher) angegeben werden, von welchen Belehrung einzuholen ist. Anweisung zur Entnahme von deutschen Patenten wird ertheilt, unter besonderen Umständen können auch die Patentbeschreibungen und Zeichnungen angefertigt sowie in Patentstreitfällen Gutachten erstattet werden. Im Uebrigen kann die Landes-Gewerbehalle als Stelle nur andern Stellen ausführlichere Gutachten abfassen, aber nicht Privatpersonen. — Ueber Ausstellungsgegen- z Z L G 5 stände werden keine empfehlenden Gutachten ausgestellt; nur das reine Er- gebniß von etwa mit denselben angestellten Versuchen kann kurz mitgetheilt werden. Im Allgemeinen muß auf das verwiesen werden, was in der „bad. Gewerbezeitung" darüber berichtet wird. Seit 1. Mai 1882 ist die Landes-Gewerbehalle im Besitz der Hilfsmittel zur Prüfung von Cement auf Zugfestigkeit, Mahlung, Bindezeit, Volumenbeständigkeit und Wasserdichtigkeit, sowie zur Anstellung von Festigkeitsproben an Materialien, deren Festigkeitsgrenze 1000 KZ nicht übersteigt (Webstoffe, Seile, Riemen, Drähte, Bleche). Untersuchungen hierüber werden gegen eine mäßige Gebühr angestellt (s. Bad. Gew.-Ztg. 1882, S. 125). Das Bureau vermittelt auch die Beziehungen der Landesangehörigen zu auswärtigen Ausstellungen, welche sie beschicken; ferner geht es den Gewerbevereinen an die Hand bei Abhaltung von Lehrlingsausstellungen und Lokalausstelluugen, bei Anlage von Bibliotheken, es veranstaltet denselben Wanderausstellungen mit dem Material der Landes-Gewerbehalle rc., es sorgt für Ausführung stilvoller Gewinne für die Badener Lotterie seitens der Gewerbetreibenden des Landes und Anderes. Ständiger Beirath. Zur Berathung bei der Einrichtung und Nutzbarmachung der Sammlungen der Landes-Gewerbehalle, insbesondere bei Anschaffungen für Ausstellung und Bibliothek ist vom Ministerium im Jahre 1881 ein ständiger Beirath bestellt worden, der aus zwei Abtheilungen besteht, die eine für das Kunstgewerbe, die andere für das übrige Gewerbe, und in gelegentlichen Sitzungen zusammentritt. Ständiger Ausschuß. Zur Herbeiführung inniger Beziehung zwischen der Landes-Gewerbehalle und den gewerblichen Kreisen, sowie auch um den Gewerbetreibenden und Industriellen eine regelmäßige Gelegenheit zur Geltendmachung ihrer Ansichten und Wünsche in gewerblichen Angelegenheiten, eine gutächtliche Mitwirkung bei der Leitung der dem Ministerium des Innern unterstellten gewerblichen Bildungs- und sonstigen Anstalten und der Verwendung der zur Förderung der Gewerbe und Vereine zur Verfügung stehenden Mittel zu gewähren, ist vom Ministerium ein aus gewählten Vertretern von Gewerbe und Industrie, sowie von seitens des Ministeriums ernannten Fachmännern zusammengesetzter Beirath (ständiger Ausschuß) eingerichtet worden. Derselbe funktionirt seit 1879 und tritt jedes Jahr mindestens einmal zu einer regelmäßigen Sitzung zusammen. Die „Gewerbezeitung" berichtet ausführlich über seine Verhandlungen. Die Filiale der Landes-Gewerbehalle in Furtwangen ist im besonderen Hinblick auf die Pflege der Schwarzwaldindustrie (Uhren, Musikwerke, Strohgeflechte, Holzwaaren, Bürsten) errichtet. Sie besitzt eine besondere permanente Ausstellung, welche namentlich reich an Uhren ist 6 und die ganze Entwicklung der Schwarzwalduhr zeigt; ferner unterhält sie eine Bibliothek. Sie ertheilt Rath und Auskunft in betreffenden Angelegenheiten. Zur Unterstützung bei Anschaffungen re. besitzt sie gleichfalls einen eigenen Beirath. Der Leiter der Filiale, seit April 1883 Architekt Bich- weiler, hat zu seiner Unterstützung zwei Musterzeichner. Für Unterhaltung und Fortführung der Sammlungen der Landes- Gewerbehalle einschließlich Filiale ist die Summe von 14 000 M. jährlich ausgesetzt, welche zu gleichen Theilen für Ausstellung und Bibliothek verwandt werden. Chemisch-technische Prüfungs- und Versuchsanstalt. Die chemisch-technische Prüfungs- und Versuchsanstalt wurde im Jahre 1880 gegründet; sie ist eine Staatsanstalt und untersteht dem großh. Ministerium des Innern direkt. Vorstand ist Prof. vr. En gl er (am Polytechnikum); unterstützt wird derselbe durch einen besonderen Assistenten. Zweck der Anstalt ist die Förderung der chemischen Gewerbe Badens. Die Anstalt nimmt auf Antrag von Behörden und Privaten wie auch selbständig im allgemeinen öffentlichen Interesse Prüfungen der in chemischen Gewerben zur Verwendung kommenden Stoffe, sowie chemischer Betriebsverfahren vor und erstattet über die in ihr Geschäftsbereich einschlagenden Fragen Gutachten und Auskünfte. Für die auf Antrag ausgeführten Arbeiten wird eine nach Aufwand von Arbeit und Material zu bemessende mäßige Vergütung erhoben. Die Anstalt veröffentlicht die Resultate ihrer Arbeiten, soweit sie ein allgemeines Interesse besitzen, in der „Bad. Gewerbezeitung". Großh. Kunstgewerbe-Schule in Karlsruhe. Die Karlsruher Kunstgewerbe-Schule wurde im Jahre 1878 gegründet, nachdem bereits seit 1869 ein sich allmählich erweiternder kunstgewerblicher Unterricht bei der Landes - Gewerbehalle ertheilt worden war; sie ist eine Staatsanstalt und untersteht dem großh. Ministerium des Innern direkt. Sie hat die Aufgabe, tüchtige Kräfte für die Bedürfnisse des Kunsthandwerks, sowie Zeichenlehrer heranzubilden und auf die Hebung und Förderung des Kunstgewerbes im Lande im Allgemeinen anregend und unterstützend einzuwirken. Direktor der Anstalt ist Prof. H. Götz, außer demselben besteht das Personal der Schule aus 4 Professoren, 1 Assistenten, 4 Hilfslehrern, 1 Gipsformer. Die Schule ist in folgende vier Abtheilungen getheilt: 1. Abtheilung für ständige Schüler; sie gliedert sich in drei Jahreskurse, in welchen Unterricht ertheilt wird in folgenden Fächern': geometrisches und Projektionszeichnen, Beleuchtungslehre, Perspektive, ornamentale Formen- 7 lehre, Freihand- und Figurenzeichnen, Anatomie, architektonisches Zeichnen, Zeichnen und Entwerfen kunstgewerblicher Gegenstände, Profilirungslehre, Flächenmalen und Farbenstudien, dekoratives Malen, Holzschnitzen, Modelliren in Thon und Wachs, Galvanoplastik, Vorträge über Geschichte und Technik des Kunsthandwerks, Kunstgeschichte, Kalligraphie, Rechnen und Aufsatz. Zur Aufnahme in diese Abtheilung ist die Zurücklegung des 16. Lebensjahres und der Nachweis des erfolgreichen Besuchs einer zweiklassigen Gewerbeschule oder des Besitzes der durch Besuch einer solchen zu erreichenden Kenntnisse und Fertigkeiten erforderlich. 2. Abtheilung für Abend-Schüler; sie hat Halbjahrskurse und umfaßt Unterricht im Ornament- und Figurenzeichnen, sowie im Modelliren. Zur Zulassung wird die Zurücklegung des 14. Lebensjahres erfordert. 3. Abtheilung des sog. Fortbildungskurses; die Zulassung zu Betheiligung wird in der Regel auf zwei Halbjahrskurse und auf Schüler der Abtheilung 1, welche in den drei Jahreskursen sich vorzügliche Zeugnisse erworben haben, beschränkt; die Arbeiten dieses Kurses bestehen im Entwerfen von kunstgewerblichen Gegenständen unter Aufsicht der Lehrer, welche zur Ausführung in der badischen sowie in auswärtiger Industrie bestimmt sind. 4. Abtheilung für Ausbildung von Zeichenlehrern; der Unterricht in dieser Abtheilung umfaßt dieselben Gegenstände wie in Abtheilung 1, zu welchen noch Methodik des Zeichenunterrichts hinzutritt. Zur Aufnahme in diese Abtheilung ist erforderlich: das zurückgelegte 18. Lebensjahr und der Nachweis derjenigen Kenntnisse und Fertigkeiten, welche in den Schul- lehrer-Seminarien, der untersten Klasse der großh. Baugewerke-Schule oder dem ersten Jahreskurs der 1. Abtheilung der großh. Kunstgewerbe-Schule erworben werden. Das Schulgeld beträgt in der 1. und 3. Abtheilung für das Winterhalbjahr 20, für das Sommerhalbjahr 16 M.; in der 2. Abtheilung für das Winterhalbjahr 10, für das Sommerhalbjahr 5 M.; in der 4. Abtheilung Winterhalbjahr 25, Sommerhalbjahr 15 M. — Mit Ausnahme von Reißzeug, Schiene, Winkel, Pinseln und Modellirwerkzeugen werden alle Erfordernisse für den Unterricht von der Schule gestellt. — Dürftigen und befähigten Schülern, deren Ernährer auswärts wohnen, können Stipendien verliehen werden. Die aus der Schule hervorgegangenen Teilnehmer an der 3. Abtheilung erhalten ohne Rücksicht auf Dürftigkeit größere Stipendien, als Vergütung für ihre in den Besitz der Schule übergehenden Arbeiten. Die Schule wird im Wintersemester 1883/84 von 135 Schülern besucht. Schnitzereischule in Furtwangen. Die Schnitzereijchule in Furtwangen wurde 1877 als Staatsanstalt 8 gegründet und untersteht dem großh. Ministerium des Innern direkt. Zweck derselben ist die Förderung der Holzschnitzerei auf dem Schwarzwalde. Das Lehrerpersonal besteht aus dem Vorstände, Holz-Bildhauer Koch; derselbe wird durch einen Zeichenlehrer unterstützt. Unterrichtsgegenstände sind: Freihandzeichnen, Modelliren in Gips und Wachs und Unterweisung im Holzschnitzen; außerdem sind diejenigen Schüler, welche eine Gewerbeschule noch nicht mit gutem Erfolg besucht haben, verpflichtet, an dem geordneten Unterrichte der Gewerbeschule mit Ausnahme des Zeichen- und Modellirunterrichtes Theil zu nehmen. — Zur Aufnahme wird der Nachweis über die Entlassung aus der Volksschule und sittliche Aufführung gefordert. — Die Schüler zahlen halbjährig ein Schulgeld von 20 M.; sie haben ein Reißzeug und die für die Schnitzerei nothwendigsten Werkzeuge anzuschaffen. Die Schule wird gegenwärtig von 16 Schülern besucht. Uhrmacherschule in Furtwangen. Die Uhrmacherschule in Furtwangen wurde 1877 als Staatsanstalt gegründet; sie untersteht dem Großh. Ministerium des Innern direkt. Zweck derselben ist, durch Unterricht in den verschiedenen Zweigen der Uhrmacherei mit besonderer Berücksichtigung des Schwarzwälder Uhrengewerbes tüchtige Uhrmacher herauzubilden. Das Lehrerpersonal besteht aus dem Vorstande, Ingenieur Hubbuch, 1 Hilfslehrer und 1 Leiter der Werkstätte. Der Unterricht wird in einem Jahreskurse ertheilt und umfaßt: L. Theoretischen Unterricht: Freihandzeichnen und Fachzeichnen mit Inbegriff der Projektionslehre, Geometrie, Algebra, Physik und Theorie der Zeitbestimmungen, Mechanik, Technologie der in der Uhrmacherei zur Anwendung kommenden Materialien, Werkzeuge und Maschinen, Uhrenkunde, Buchführung. L. Praktischen Unterricht: Unterweisung in der Werkstatt, in der Handhabung der Werkzeuge und Benützung der Werkzeugmaschinen bei Bearbeitung der verschiedenen Materialien. Aufnahmsbedingungen sind: das zurückgelegte 16. Lebensjahr, erfolgreicher Besuch einer erweiterten zweiklassigen Gewerbeschule oder Nachweis der betreffenden Kenntnisse und mindestens zweijährige erfolgreiche praktische Beschäftigung in einer Uhrmacherwerkstatt. Das jährliche Schulgeld beträgt 25 M. Den Schülern werden die Unterrichtsmittel mit Ausnahme der Schreibhefte, eines Reißzeugs und der einfachen Handwerkzeuge von der Schule gestellt. Die Schule wird gegenwärtig von 15 Schülern besucht. 9 Sonstige Förderung der Gewerbe seitens des Ministeriums des Innern. Staatliche Zuschüsse wurden im Jahre 1883 gewährt: für Ertheilung eines erweiterten Unterrichts für Uhrmacherlehrlinge in den Gewerbeschulen Furtwangen, Neustadt, Triberg, St. Georgen und Eisenbach, — für Ertheilung von Unterricht im Holzschnitzen in Hornberg, — im Strohflechten in Rauenberg und Wessenthal, — im gewerblichen Zeichnen in Stockach und Schonach, — in Musik in den Musikschulen zu Villingen, Vöhrenbach, Furtwangen, durch einen Wanderlehrer zur Hebung der Musikwerk-Fabrikation, — im Strohflechten in den Schwarzwaldorten Furtwangen, Gütenbach, Rohrbach, Schönwald, Schonach, Ibach, Schlageten, Urberg und in den Odenwaldorten Fahrenbach, Mudau, Schlossau, Walldürn, sowie in Pfullen- dorf — weiterhin zur Unterstützung der Korbflechterei in Ittersbach, Liedols- heim, Neudors, für Lehrlingswerkstätten in Furtwangen und Triberg, für eine Strohgeflecht-Ausstellung in Furtwangen, zum Besuch von Fachschulen und Ausstellungen, zu Preisen für Lehrlingsarbeiten, zur Förderung des Vereinswesens, für die Gewerbezeitung und für Wandervorträge. Für die Gesammtheit dieser Zwecke steht dem Ministerium ein Fond von 15 000 M. zur Verfügung. Großh. Baugewerk-Schule in Karlsruhe. Die Karlsruher Baugewerk-Schule wurde im Jahre 1878 als Staatsanstalt gegründet, sie untersteht dem großh. Oberschulrath (Ministerium der Justiz, des Kultus und Unterrichts). Sie hat die Aufgabe, durch systematisch geordneten Unterricht für ihren Beruf auszubilden: zunächst Baugewerk-Meister, Maurer, Steinhauer und Zimmermeister, Werkführer und Zeichner. Auch wird sonstigen Gewerbetreibenden, Bauschreinern, Glasern, Schlossern, Blechnern, Drehern rc. Gelegenheit geboten, einzelne Kurse der Schule mit Nutzen zu besuchen. Direktor der Anstalt ist Professor PH. Kircher; außer diesem wirken an der Schule noch 3 Fachlehrer (Professoren), 2 Reallehrer und 7 Hilfslehrer. Der Unterricht wird in 5 Klaffen ertheilt. Die Kurse sind halbjährig und umfassen folgende Fächer: geometrisches Zeichnen, Projektions- und Beleuchtungslehre, Perspektive, praktische Geometrie und Planzeichnen, Freihandzeichnen; Bauformen- und Konstruktionslehre, bürgerliche und ländliche Baukunde, Entwerfen einfacher Gebäude; Mathematik, Anfangsgründe von Physik und Chemie, Baumechanik, Feuerungskunde, Baumaterialien-Lehre; Baukosten-Berechnung; gewerbliche Buchführung; Kalligraphie, Deutsch und Rechnen; außerdem sind Modellirwerkstätten für Maurer und Zimmerleute vorhanden. 10 Zur Aufnahme in den untersten Kurs ist das zurückgelegte 16. Lebensjahr und mindestens ein gutes Zeugniß über den vollständigen Besuch einer Volksschule erforderlich. Die Aufnahme in eine höhere Klasse ist von der Erstehung einer Prüfung abhängig. Das Schulgeld beträgt 30 M. für das halbe Jahr; außerdem hat jeder neu eintretende Schüler eine Aufnahmstaxe von 5 M. zu entrichten. Das Unterrichtsmaterial hat der Schüler selbst zu beschaffen. Die Schule wird im Wintersemester 1883/84 von 100 Schülern besucht. Seit Dezember 1883 ist an der Schule eine staatliche Prüfung eingeführt; wer dieselbe besteht erhält das Prädikat „Werkmeister" und hat Aussicht auf Anstellung als Bauschätzungskontroleur bei der Staats-Feuerversicherung, Orts- und Bezirksbauschätzer, Sachverständiger für Revisionen der Gebäudeeinschätzungen, Feuerschauer, Sachverständiger für Prüfung der Blitzableiter, ständiger Sachverständiger der Ortsbaukommission, technischer Hilfsarbeiter der Bauinspektionen und der Eisenbahn-Bauverwaltung, Bauaufseher und mit dem Bauwesen betrauter Aufseher und Hilfsaufseher der Centralstrafanstalten. Kunstgewerbe-Schule in Pforzheim. Die Pforzheimer Kunstgewerbe-Schule wurde 1877 von der Stadtgemeinde Pforzheim gegründet. Sie erhält vom Staate eine in das jeweilige Budget aufgenommene Unterstützung. Die Schule bildet eine Fachschule für die Metallindustrie Pforzheims und untersteht der oberen Aufsicht und Leitung des großh. Oberschulraths. Der Unterricht zerfällt in drei Jahreskurse und umfaßt: Beleuchtungslehre und Perspektive, Architekturzeichnen, ornamentale Formenlehre, Freihand- und Figurenzeichnen, Farbenübungen, Emailliren und Emailmalen, Zeichnen und Entwerfen kunstgewerblicher Gegenstände, Modelliren in Thon und Wachs, Ciseliren, Graviren, Treiben, Galvanoplastik. Zur Aufnahme ist der Nachweis der Kenntnisse und Fertigkeiten erforderlich, welche auf einer zweiklassigen Gewerbeschule erworben werden; in der Regel soll der Aufzunehmende das 16. Lebensjahr zurückgelegt haben. — Das jährliche Schulgeld beträgt für den 1. Kurs 16, für den 2. Kurs 20 und für den 3. Kurs 24 M. Das Material zum Modelliren, zu den praktischen Uebungen, sowie das Zeichenpapier werden durch die Anstalt gestellt, die Farben zu halbem Ankaufspreise abgegeben. Direktor der Anstalt ist Architekt A. Waag, außer ihm wirken noch 2 Hauptlehrer an der Anstalt. Im Wintersemester 1883/84 wird die Schule von 98 Schülern besucht. Gewerbeschulen. Unter Gewerbeschulen versteht man in Baden gewerbliche Fortbildungs- 11 schulen für Handwerkslehrlinge; sie knüpfen in ihrem Unterricht an die Volksschule an und lehren technisches Zeichen, Elementar- und Realfächer. Diese Schulen sind Gemeindeanstalten mit Staatsunterstützung, sie unterstehen dem großh. Oberschulrath. Schulpflicht und Schulzeit werden durch Ortsstatut geregelt. Es existiren nach einer im Jahre 1882 erhobenen » Statistik in Baden 47 Gewerbeschulen, an welchen 101 Lehrer wirken und die von 6028 Schülern besucht sind. Gewerbevereine. Seit Ende des Jahres 1878 ist die Mehrzahl der badischen Gewerbevereine zu einem Landesverbands vereinigt. Derselbe gliedert sich in 7 Gauverbände, welche von einer Anzahl in nahe zusammen liegenden Orten befindlichen Vereinen gebildet sind. (Näheres s. „Bad. Gew.-Z." 1878 S. 249.) Im Jahre 1883 gehörten den einzelnen Verbänden folgende Vereine an (die gesperrt gedruckten Namen bedeuten die Vororte): Seegauverband: Donaueschingen 60, Engen 45, Konstanz 69, Meßkirch 40, Pfullendorf 37, Radolfzell 29 Mitglieder. Oberbadischer Verband: Schönau i. W. 35, Schopfheim 79, Thiengen 24, Wehr 73, Zell 30 Mitglieder. Schwarzwaldverband: Eisenbach 35, Furtwangen 116, Hornberg 50, ' Neustadt 69, St. Georgen 60, Triberg 131, Villingen 310, Vöhren- bach 67 Mitglieder. Breisgauer Verband: Breisach 93, Emmendingen 96, Freiburg 261, Lahr 30, Staufen 190, Waldkirch 105 Mitglieder. Mittelrheinischer Gauverband: Baden 112, Breiten 85, Bruchsal 48, Bühl 82, Eppingen 49, Ettlingen 30, Karlsruhe 265, Pforzheim (Handwerkervereinigung) 60 Mitglieder. Pfälzer Gauverband: Heidelberg 138, Mannheim 180, Schwetzingen 42, Sinsheim 32, Wiesloch 47 Mitglieder. Gauverband im Kreis Mosbach: Adelsheim 28, Buchen 51, Eberbach 70, Königshofen 18, Mosbach 60, Osterburken 28, Tauberbischofsheim 40, Walldürn (Gewerbeverein) 45, Walldürn (Gewerbegenoffenschaft) 70, Wertheim 55 Mitglieder. , Summe aller dem Landesverband angehörigen Gewerbevereine 43 mit 3661 Mitgliedern. Diesen Vereinen kann staatlich folgende besondere Unterstützung zu Theil werden: 1. Aus der Landes-Gewerbehalle können sie Sammlungen von Ausstellungsgegenständen frachtfrei zugeschickt erhalten. 2. Vereinen ohne Vermögen können Mittel zur Anlage einer Bibliothek gewährt werden. 3. Zur Behandlung eines von den Vereinen bezeichneten Themas kann ein Vortragender abgeordnet werden. 4. Für Lehrlingsausstellungen werden 12 Staatsprämien ertheilt. 5. Zum Besuch von Ausstellungen können Unterstützungen bewilligt werden. 6. Bei Ertheilung von Aufträgen für die Badener Lotterie werden sie besonders berücksichtigt. Was die unter 3. gewährten Vorträge anlangt, so sind solche für den Winter 1882/83 bestimmt: über Fragen auf dem chemisch- und physikalischtechnischen Gebiet durch die Herren Direktor Vogelgesang, Professor vr. Mei- dinger und Gewerblehrer Schönlein in den Gewerbevereinen Adelsheim, Bühl, Emmendingen, Furtwangen, Hornberg, Meßkirch, Villingen, Vöhrenbach, Wertheim, Zell; über gewerbepolitische und volkswirthschaftliche Fragen durch die Herren Professoren vr. Lehr und Or. Meidinger, sowie 0r. Landgraf in den Vereinen Eberbach, Ettlingen, Mosbach, Pforzheim, Walldürn und Wiesloch; über kunstgewerbliche Fragen in den Vereinen Eppingen, Lahr, Schönau und Tauberbischofsheim, durch Herrn Professor Schick. Als Organ dient den Gewerbevereinen die „Badische Gewerbezeitung". Kunstgewerbe-Verein in Pforzheim. Auf Anregung der Handelskammer ist im Jahre 1877 in Pforzheim ein besonderer Kunstgewerbe-Verein gegründet worden, in der Absicht, die Wechselwirkung zwischen der bestehenden Kunstgewerbe-Schule und den praktischen Bedürfnissen der Fabrik durch Einschiebung eines Mittelgliedes zu erhöhen und zu beschleunigen. Derselbe zeigt eine sehr erfreuliche Entwickelung. Seine Mitgliederzahl beträgt gegenwärtig 600 (ordentliche Mitglieder zahlen 8, außerordentliche 4 M. jährlichen Beitrag). Er bethätigt sich in Preisausschreiben, Ausstellungen, Vorträgen, Unterhaltung einer Bibliothek und eines Zeichen- und Lesezimmers. Verband badischer Gewerbe- und Zeichenlehrer. Der Verband badischer Gewerbe- und Zeichenlehrer wurde 1880 gegründet; er bezweckt: a. Förderung des Gewerbeschul-Wesens, insbesondere auch des Zeichenunterrichts; d. Wahrnehmung der Standesinteressen. Die Zahl der Mitglieder beträgt 100. Der Ausschuß veröffentlicht die monatl. erscheinende „Zeitschrift des Verbands der bad. Gewerbelehrer". (Redaktion: vr. Cathiau, Karlsruhe.) Jahresabonnement 4,60 M. Badische Gesellschaft zur Ueberwachung von Dampfkesseln (Sitz Mannheim). Diese Gesellschaft wurde im Jahre 1866 gegründet, als erste derartige in Deutschland. Sie überwacht gegenwärtig 1505 Kessel, welche 910 Mitgliedern gehören. Sie hat während ihres 18jährigen Bestehens noch keine Explosion zu verzeichnen. Technischer Leiter seit ihrem Bestehen ist Oberingenieur Jsambert. 13 Die Bezirksvereine des Vereins deutscher Ingenieure in Mannheim und in Karlsruhe. Im Jahre 1856 wurde ein allgemeiner Verein deutscher Ingenieure gegründet, der den Fortschritt der höheren Technik aus dem chemischen und mechanischen Gebiete zu pflegen und die Interessen ihrer Vertreter zu fördern sich zur Aufgabe gestellt hatte. Seine Ziele sucht derselbe durch Ausgabe einer Zeitschrift (erst in Monats-, jetzt in Wochenheften), durch Vorträge und Verhandlungen in Bezirksvereinen, durch Eingaben an die Regierung rc. zu erreichen. Der ganze Verein zählte Anfang 1883 28 Bezirksvereine und 4633 Mitglieder. Zwei Bezirksvereine befinden sich in unserem Lande, der eine mit dem Sitz in Mannheim, der andere in Karlsruhe. Elfterer wurde 1869 gegründet und zählt gegenwärtig 112 Mitglieder, er hält Monatssitzungen. Der Karlsruher Verein wurde Ende 1881 gegründet, er zählt 70 Mitglieder und 3 Theilnehmer, er hält seine Sitzungen je 14 Tage. Badischer Technikerverein. Im Jahre 1871 wurde ein Verband deutscher Architekten- und Jn- genieurvereine gegründet, der zum Theil bereits früher bestehende Vereine zusammenschloß, die insbesondere aus Architekten und Bau- (Straßen-, Brücken-, Wasserbau-) Ingenieuren gebildet waren. Mitte 1883 zählte derselbe 6771 Mitglieder. Ein gemeinschaftliches Organ besteht nicht, wohl aber werden von mehreren Vereinen besondere Zeitschriften herausgegeben. Bereits im Jahre 1869 hatten die badischen Architekten und Ingenieure im Hinblick auf den zu gründenden Verband einen Verein gebildet, der den Namen „Badischer Technikerverein" erhielt. Derselbe theilt sich in 4 Bezirksvereine, nach Unter-, Mittel-, Oberrhein- und Seekreis, welche jeden Monat Sitzungen halten und jährlich eine Landesversammlung. Die Gesammtzahl der Mitglieder beträgt gegenwärtig 167. Die Thätigkeit des Vereins besteht außer in Vorträgen zur gegenseitigen Belehrung in den Sitzungen, weiterhin in der Besichtigung von Bauanlagen, in der Veröffentlichung von Druckschriften und in Eingaben an die Regierung. Badische Gewerbezeitung. Dieselbe wurde im Jahre 1867 als Organ der Landes-Gewerbehalle gegründet und bildet seit 1872 auch das Organ der badischen Gewerbevereine. In Beziehung auf die Landes-Gewerbehalle gibt sie von allen Veranstaltungen derselben Kenntniß, insbesondere veröffentlicht sie alles was neu in die Sammlungen ausgenommen wurde, Ausstellungsgegenstände wie Werke der Bibliothek. So weit thunlich berichtet sie auch näher über erstere und bespricht letztere. In Beziehung auf die Gewerbevereine veröffentlicht sie deren Sitzungsberichte und macht alle Unternehmungen derselben bekannt. 14 Zum weiteren unterzieht sie alles dasjenige mehr oder weniger eingehenden Besprechungen, was im In- und Auslände zur Förderung der Gewerbe geschieht durch Anstalten, Schulen, Vereine. Sie bringt die Gewerbegesetze und die Ausführung derselben betreffende Verordnungen zur Kenntuiß, insbesondere auch das, was sich auf Patentwesen, Muster- und Markenschutz bezieht. Jährlich gibt sie eine Zusammenstellung der in Baden genommenen deutschen Reichspatente. Sie macht Mittheilung von allen Ausstellungsunternehmungen Deutschlands, über badische Landesausstellungen berichtet sie ausführlicher. Sie theilt die wichtigsten Preisausschreiben mit, von denen zu erwarten ist, daß sich Bewerber im Lande finden werden. Sie sucht Ueberblicke über die wirthschaftliche Lage der wichtigsten Landesindustrien zu geben, veröffentlicht Statistiken des Landesverkehrs mit dem Ausland, ertheilt Rathschläge für das Gewerbe. Bei ihren technischen Mittheilungen — abgesehen von den Berichten über Ausstellungsgegenstände der Landes- Gewerbehalle — berücksichtigt sie insbesondere, was allen oder vielen Betrieben gemeinsam ist nnd was dem Publikum im Ganzen naheliegt, was sich auf das Haus, die Oeffentlichkeit und die Person bezieht (Heizung, Beleuchtung, Haushaltungseinrichtungen und Maschinen, Nahrungsmittel, gesundheitliche Einrichtungen rc.). Sie sucht ihre Aufgabe mehr in der Gründlichkeit und Zuverlässigkeit von Wenigem, als in dem kritiklosen Zusammenstellen von Vielerlei, was sich nur von geringem Werth erweist. Im Hinblick auf das Kunstgewerbe wurde im verflossenen Jahre der Versuch gemacht, regelmäßig Abbildungen von stilgerechten Entwürfen (Musterzeichnungen) zu Einrichtungsstücken für mittlere und einfache Verhältnisse zu geben. Die ununterbrochene Durchführung des Unternehmens wurde wesentlich ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Herrn Direktor Götz, der Herren Professoren Hammer, F.S. Meyer, Schick, der Herren Architekten Koßmann, Crecelius, Hummel, Lauter, Holtzmann und der Herren Seminarlehrer H. Eyth, Maler K. Eyth und Assistent Rieger. Es wird nicht versäumt, diesen Herren hiermit den öffentlichen Dank auszusprechen. — Das neue Unternehmen wurde seitens der Leser vielfach beifällig ausgenommen und die Fortsetzung für wünschenswerth erklärt. Auch in diesem Jahre sollen die einzelnen Nummern regelmäßig Musterzeichnungen enthalten; es wird ganz erwünscht sein, wenn seitens der Leser selbst Aufgaben gestellt werden, welche jedoch nähere Angaben über die Dimensionen, die Anordnung und den Preis des nuszuführenden Gegenstandes enthalten sollten. Künstler sind zur Mitarbeiterschaft an den Musterzeichnungen eingeladen; für geeignete Entwürfe wird ein entsprechendes Honorar gewährt. — Das Format des Blattes erlaubt nicht, die Zeichnungen in einem größeren Maßstab zu veröffentlichen; Werkzeichnungen, nach welchen die Gegenstände unmittelbar 15 ausgeführt werden können, sind gegen eine mäßige Gebühr durch Vermittlung der Redaktion des Blattes zu beziehen. — Selbstverständlich sind alle in dem Blatt enthaltenen Musterzeichnungen von einem Jeden frei zu benutzen. Ausstellung von Gasheizungs-Apparaten in Middelburg. In Middelburg wird im Januar d. I. eine internationale Ausstellung von Gas- heizungs- rc. Apparaten stattfinden. Preisausschreiben der Luch- und -Zteindruckfarben-Fabrik von Lerger L Mrth in Leipzig. Zeichnung zu einem Holzschnitt resp. lithographischen Stein, die zur Herstellung von Druckproben der von der Fabrik gefertigten bunten Farben verwendet werden soll; dieselbe soll auch eine neu zu erfindende Fabrikmarke enthalten. 3 Preise von je 150, 100 und 50 M. Termin 15. Februar d. I. Submissionen in Laden. Bauarbeiten zur Ausführung der Schlacht- und Viehhof-Anlage in Freiburg i. Br., veranschlagt zu 357 209 M. Termin 19. Januar 1884. Voranschläge rc. sind beim Stadt- bauanit in Freiburg (Rathhaus Zimmer Nr. 18) einzusehen. Herstellung einer eisernen Wasserleitung in Detzeln, Amt Waldshut, veranschlagt zu 3825 M. Termin 21. Januar 1884. Näheres durch großh. Kulturinspektion Waldshut in Thiengen. Lieferungen 'und Arbeiten zur Wiederherstellung des Renchwehres für den Oberkircher Gewerbskanal; veranschlagt zu 28 273 M. Termin 17. Januar 1884. Angebote an großh. Kulturinspektion Ossenburg, wo auch Pläne rc. zur Einsicht auslicgen. Submissionen im Deutschen Leich. Kais. Eisenbahn-Betriebs-Jnspektion Mülhausen i. E. Verlängerung zweier Brückenbauwerke auf Bahnhof Lutterbach, 11876 M. Termin 19. Januar. Baudeputation Frankfurt a. M. Gußeiserne Säulen für Schlachthäuser. Termin 17. Januar. Näheres Baubureau, Paulsplatz 3. Hauptmagazinsverwaltung der k. württ. Staats-Eisenbahnen Eßlingen: 900 rm Buchen- und 7800 rm Nadelholzscheiter. Termin 15. Januar. Wasserleitungs-Gegenstände, Liefern und Verlegen auf Bahnhof Busendorf a. d. Nied, 18. Januar. Bedingungen rc. gegen Einsendung von 80 Pfg. durch das Bureau der Obermaschinenmeisterei in Straßburg, Steinstraße 26. Erneuerung eines Theiles der Obersulz-Bollweiler Wasserleitung. Veranschlagt zu 14 650 M. Termin 9. Februar 1884. Näheres durch Kais. Eisenbahn- und Betriebs- Inspektion zu Mülhausen i. E. Anfertigung, Lieferung und Ausstellung der eisernen Ueberbau-Konstruktionen und Brunnenkränze für Bauwerke der Verbindungsbahn Lutterbach-Mülhausen. Termin 23. Jan. 1884. Näheres durch das bautechnische Bureau der Reichs-Eisenbahnen zu Straßburg, Steinstraße 10. emmtteii von f MLN Lscliel, 17 Unsere Musteyeichnung. Wir bringen auf Seite 16 den Entwurf zu einem Deckelkrug (Vs der natürlichen Größe). Derselbe rührt von dem ff Direktor der großh. Kunstgewerbe-Schule in Karlsruhe, Prof. G. Kachel, her und ist ursprünglich für eine Ausführung in grauem Steinzeug mit blauen Verzierungen gedacht. Auch für Majolika wird sich der Entwurf ohne Weiteres verwenden lasten; des weniger dauerhaften Materials wegen dürfte es sich bei einer solchen Ausführung jedoch empfehlen, den Henkel etwas dicker, als in der Zeichnung angegeben, zu gestalten. Der Krug würde sich gut zur Zusammenstellung mit der auf Seite 448 des Jahrgangs 1883 gebrachten Deckelkanne zu einem Bierservice eignen. Preis einschließlich Beschlag etwa 5 M. Cm Uoll-Ialousteladen. Rollläden dienen statt der altüblichen Flügelläden, um insbesondere in unteren Stockwerken einen sicheren Abschluß der Räume an den Fenstern zu gewähren. Sie bestehen aus Schienen von Holz (oder auch Metall), welche auf einem nachgiebigen Stoff (Segeltuch, Stahlbändern) befestigt sind, wodurch das Ganze beweglich wird und sich nach einer Richtung zusammenrollen läßt. Die Schienen liegen unverrückbar in einer Ebene, Licht kann nur durch Einschnitte eindringen oder dadurch, daß man die Schienen nicht dicht an einander sich überdeckend legt, in welch' letzterem Falle der Verschluß natürlich nicht vollkommen ist. In einem Hohlraume über dem Fenster wird der Laden, auf eine Walze gerollt, des Tags über aufbewahrt; bei Nachlassen der Zugvorrichtung, eines Seiles, senkt sich der Laden, indem er sich abrollt — ganz ähnlich wie bei den im Innern der Räume an den Fenstern angebrachten Rouleaux (Stören). Während der Laden außerhalb des Fensters niedergeht, befindet sich die Zugvorrichtung innerhalb; Senken und Heben des Ladens wird deßhalb bei geschloffenem Fenster vorgenommen. Jalousien dienen wesentlich zur Abhaltung des Sonnenlichtes, doch sollen sie Licht überhaupt einlassen und einen Ausblick auf die Straße gestatten. Mit den Flügelläden wurden früher vielfach Jalousien, oft mit Stellvorrichtung, verbunden; in den Nahmen jeden Flügels sind eine Anzahl Holzschienen eingelaffen, die um ihre Mitte in Längsrichtung zusammen drehbar sind und je nach Stellung der Verbindungsstange sich mehr oder weniger öffnen und Ausblick gestatten. Die modernen Jalousien bestehen aus dünnen Holzschienen, welche lose auf Stegen zwischen zwei Doppelbändern oder Gurten von gewebtem Stoff aufliegen 1 . k'! ^ 18 (Fig. I); sie können horizontal zu stehen kommen oder durch Anzug der vorderen Gurten geneigt bis senkrecht sich stellen, in welch letzterer Lage sie sich überdecken und das Licht völlig absperren. Beim Aufzug der Jalousie wird die unterste etwas stärkere Schiene durch Zugschnüre, welche zwischen den Gurten durch kleine Oeffnungen in den darüber befindlichen Schienen hindurchgehen, gehoben, auf dieselbe legen sich nach und nach die darüber befindlichen Schienen dicht auf, bis das Ganze in dem über dem Fenster befindlichen Hohlraum unsichtbar wird; die Gurten stauchen sich dabei zusammen. Die Jalousie läßt sich in jeder Höhe halten und mehr oder weniger öffnen, auch ist gewöhnlich eine Einrichtung vorhanden, um sie geneigt hinaus zu stellen. Ein gewisser Mangel liegt in der ganzen Aufhängevorrichtung, den Gurten, welche in Folge der Witterungseinflüsse nach einigen Jahren mürbe werden und erneuert werden müssen, was mit ziemlichen Kosten verbunden ist. Die Handhabung ist auch mit einiger Unbequemlichkeit verbunden, da dafür das Fenster stets geöffnet werden muß. Bei starkem Wind schlagen die Schienen an einander und gegen das Fenster, was belästigen kann. — Die Gurten sind in letzter Zeit mehrfach durch gewöhnliche Ketten, die Zugschnüre durch dünne Stahlbänder ersetzt worden, was größere Dauer verspricht. Fig. 3. Fig. 2. Fabrikant C. W. Fuchs in Pforzheim hat einen Rollladen erfunden, welcher zugleich als stellbare Jalousie dient; bei vollkommener Solidität und Dauer besitzt die Kombination Bequemlichkeit in der Bedienung. Die Holzschienen sind durch drei Gelenkketten aus Eisen (Fig. 2) mit einander an ihren inneren Kanten verbunden (Fig. 3). In der Fortsetzung dieser inneren Kanten befinden sich zwei Stifte u und b (Fig. 4), welche in rechts und links an den Fenstern befestigten eisernen Rinnen g. 4. H H laufen, die als Führung gegen das Verschieben oder Schief- stellen dienen. An den äußeren ^ Kanten der Schienen sind einseitig etwas längere Stifte o angebracht, welche ebenfalls in einer eisernen Rinne H liegen und in derselben auf- und absteigen können. Diese Rinne ist beweglich; vermittelst eines Hebels im Innern des Zimmers läßt sie sich nach außen und wieder nach innen schieben, wobei sie sich zugleich etwas hebt und senkt. Steht sie ganz innen, so liegen die Stifte e fast senkrecht unter denen von a, die Jalousie ist ganz geschloffen; wird die Rinne nach außen gedrückt, so müssen sich die Stifte c in der Rinne heben, bis sie mit s. in nahe wagrechter Linie liegen, dann ist die Jalousie ganz offen. 19 Vor der gewöhnlichen Jalousie besitzt diese Einrichtung den Vorzug, daß sie sich, wie es bei den Rollläden immer geschieht, von innen aufziehen und senken läßt, sowie auch von innen das mehr oder weniger Oeffnen der Schienen gestattet. Die Kettenverbindung der Schienen wird jedenfalls die Gurten mehrfach überdauern, einzelne Glieder sind übrigens leicht und rasch auslösbar. Dabei hat die Einrichtung noch den Vortheil, zugleich einen sicheren unverrückbaren Ladenverschluß zu bilden. Für untere Stockwerke, wo ein Laden vorhanden sein muß, bildet sie am Tage die Jalousie. Der oben beschriebenen etwas schlottrigen Jalousie gegenüber macht sie den Eindruck einer festen mechanischen Konstruktion. In Berücksichtigung dieser Eigenschaften werden die etwas höheren Kosten des Roll-Jalousieladens nicht sehr in's Gewicht fallen. In der Landes-Gewerbehalle ist ein Exemplar des Roll-Jalousieladens montirt ausgestellt. NoickivKör. Adressen für die Ausfuhr. Eine deutsche Firma in Odessa sucht Vertretungen für Musikinstrumente, Uhren und deren Bestandtheile. Schreiben unter I,. 1,. 770 an das deutsche Exportbureau, Berlin 1iV. Landgrafenstraße 10 (für die Folge bezeichnet kurz O. L. L.). Literarische Besprechungen. H. Steilidorff, Schattirungskunde. 6 Seiten Text und 5 Tafeln in Mappe, gr. Folio. Stuttgart, Wittwer 1884. 3 Mark. Aeltere Bücher, welche das Gebiet der Schattenlehre (oder wie wir heutzutage richtiger sagen: Beleuchtungslehre) behandeln, beschränken sich auf das Bestimmen der hellsten und relativ hellsten Stellen, und auf die Konstruktion der Wendeschatten und Schlagschatten; so die bekannten Werke von Guido Schreiber, F. Wolfs re. Die Lehre von den Kurven gleicher Helle ist neueren Datums. Um die Theorie derselben haben sich Baurath Egle und Prof. Rieß besondere Verdienste erworben. Neuerdings befassen sich die meisten technischen Lehranstalten mit dem Thema oder berühren dasselbe wenigstens flüchtig. Die außerordentlich instruktive Methode erfordert in der Anwendung einen ver- hältnißmäßig großen Zeitaufwand. Diesen zu rcduciren, hat sich Prof. Steindorff zur Aufgabe gestellt; in seiner Schattirungskunde legte er das Resultat nieder. Der Verfasser bietet uns zweierlei: erstens ein abgekürztes Verfahren, die Kurven gleicher Helligkeit auf Rotationskörpern zu bestimmen, zweitens einige Ergebnisse seiner Versuche über direkte Bestimmung der Lichtstärken auf Körperflächen und in den Schatten. Der begleitende Text setzt das Vertrautsein mit dem Gegenstände und die Kenntniß der Konstruktion der Helligkeitskurven beim Leser voraus und erläutert mit kurzen Worten die Handhabung der vom Verfasser anempfohlenen Transporteurs für die mehrgcnannten Kurven. In Anbetracht seiner offenbaren Zweckmäßigkeit ist es wohl zweifellos, daß der vorgeschlagene Transporteur sich allgemein cinführen wird; um so mehr, wenn, wie Prof. Steindorsf wünscht, eine einheitliche Nvrmalkugel, durch den Buchhandel beziehbar, den Gebrauch erleichtern würde. 20 Praktisch von geringerer Bedeutung, aber äußerst interessant sind die Angaben über die photometrischen Darstellungen. Der Verfasser überzieht die Körperflächen mit Lichtpauspapier und erhält durch gewöhnliche Sonnenbelichtung dabei Helligkeitswerthe in negativem Sinne. Prof. Steindorff beglückwünschen wir zum Ergebniß seiner Forschung; den Fachmännern empfehlen wir sein Werk zur Kenntnißnahme. I'. 8. W. Antony & Cie. Vorlagen für Holz- und Marmormalerei. Bd. I. 36 Taf. und 22 S. Text. Gr. Folio. Oberwinter a. Rh., Antony L Cie. 1683. 45 M. In Nr. 15 des vorigen Jahrgangs unserer Zeitschrift gelangte obiges Werk nach den damals vorliegenden 12 Tafeln der Hefte 6—9 zur Besprechung. Wir nehmen jetzt nach Erscheinen der Schlußlieferung des I. Bandes gerne Veranlassung, der damals ausgesprochenen Empfehlung hinzuzufügen, daß wir wiederholt aus unserer Bibliothek die jeweils erschienenen Hefte an Gewerbetreibende ausgeliehen haben und stets die Zusicherung erhielten, ein für die Werkstätte durchaus brauchbares Buch in diesem Werk zu besitzen. Lm. Grief- und Fragekasten. T. E. in Mannheim. Deltametall. Die ausführliche Adresse des Erfinders des „Deltametalls" ist: Alexander Dick in London, Canon-Street 110. unä Karnsval-Oegsustünäs, Naskeu unä Kostüms aus Stock, Oräou, Touren, Nütrsu ste. empckecklt clio I'abrick von Leidste L keneRctus, Dreien. voMon 'Illustriere cksutsecke uuck trsnrösiseke kreis- eourauts gratis uuä kraueo. Nernh. GrothueK -1 I l -L Co. kiltsntiiinvMö in ^rünirkiirt ll.U. ätzs„latent-Anwnlk". Möbelfabrik Karlsruhe 3; westendstr. z; empfiehlt sich zur Ausführung kunstge- werbl. Möbel und Zimmereinrichtungen. Maler-Zchule ^VK6NK1i6lr8-6opI8l L neueste einzigste Erfindung zum Vervielfältigen von Schriften Zeichnungen, Noten rc., sowie auch von Plänen, Zeichnungen rc., die auf Alvlall plallei» gefertigt stnd. Porto-Ermäßigung als Drucksachen. Apparate von s Marl an inkl. säinmtlichem Zubehör. Prospekte, Druckproben zu Oberwinter-Rolandseck a. Rh Es wird unterrichtet in Tekorations-, Blumen- und Schriftenmalerei, in Holz- und Marmormalerei nach der Pinselmanier und Stiftemanier, im Rechnen, Französisch und der einfachen Buchführung. Prospekte und nähere Auskunft durch gratis und frei. Zittan i S Varl Vaiamaaii. Wilh. Antony L ßie. Druck und Kommissionsverlag der G. Braun'scheu Hofbuchhandlung in Karlsruhe.