Badische Gewerbczeituitg. Argen -er chr-ßherrogL. «Lan.-esgeiverSeh.aLle and -er Na-äsch«« ^ewerSevereinr. Redigirt von Hofrath Prof. vr. H. Meidftkzsr. Wöchentlich einmal. Iahresprsis S Mark. Anzeigen 85 Pf. die halbe Petitzeile. 31. Band. Nr. 10. Katlsriche. 11. März 1898. J ncha.lt: S. 141 bis 158. Bekanntmachung, die gewerbsmäßige Ausübung des Hufbeschlags, hier die Prüfung im Hufbefchlagc betr. — Gewerbevereins - Mittheilungen (Sinsheim, Vöhrenbach, Weinhcim, Gernsbach.) — Bazare, Handwerker, Kleinhändler. — Thürschkießer. — Rösten d^ Eisms unter Orlfarbe. Unsere Musterzeichnung. — Neues in der Ausstellung der LandeSgr««rbelr . . . . r. Dazarr — Handwerker — Kleinhändler. Das Bazarwesen gewinnt beständig an Ausbreitung. Diese großen Geschäftshäuser können Massenartikel oft etwas billiger liefern als die kleinen Gewerbetreibenden, vor Allem aber bieten sie dem Publikum größere Auswahl als diese, und wegen der Vereinigung der verschiedenen Branchen und Waareugattungen bequemere Kaufgelegenheit. Selbstverständlich gibt es unter den Bazaren auch unsolide Geschäfte, doch i» der Regel befinden 145 sie sich in der Hand einer tüchtigen kaufmännischen Leitung. Wir stehen auch hier vor einer Entwickelung zum Großbetrieb, wie wir sie auf so vielen anderen Gebieten schon lange haben. Es ist nur weniger auffallend, wenn ein Eisenwerk, ein Bankhaus u. s. w. Großbetriebe werden, als wenn der Kleinhandel sich zum Großbetrieb ausgestaltet. Die Vorgänge dieser Entwickelung liegen in den überall angestrebten direkten Verbindungen zwischen Produzenten und Konsumenten. Der Kleinhandelsund Kleingewerbestand befindet sich über diese Entwickelung in einer begreiflichen Aufregung, er sieht durch dieselbe seine Existenz gefährdet, nur natürlich ist es, daß in den betroffenen Kreisen Maßnahmen erörtert werden zum Schutz gegen die Folgen dieser Entwickelung. Leider müssen wir dabei dieselbe Beobachtung machen, wie heute so oft im wirthschaft- lichen Leben, statt den Ursachen der Verhältnisse nachzugehen, sucht man die Folgen auf und experimentirt an denselben herum. Man sieht die Bazare, fühlt ihre Konkurrenz und — bekämpft die Bazare. Hier wird eine Umsatzsteuer auf dieselben gefordert, dort begehrt man ein Verbot, den Kleinhandel in Form der Aktiengesellschaft zu betreiben u. s. w. Darüber wird kostbare Zeit verloren, die Bazare breiten sich immer weiter aus, neue entstehen. Nicht ohne Mitgefühl sieht der Städter, wie die Gründung jedes neuen Bazars den Tod einer Anzahl kleiner wirthschaftlicher Existenzen bedeutet, und doch muß er diese Entwickelung freudig begrüßen, trotz der Opfer, die sie erfordert, wie jeden wirthschaftlichen Fortschritt, der stets über Leichen geht. Jede neue Pferdebahnlinie schädigt die Droschkenbesitzer — sollen wir deshalb die Pferdebahn einschränken? Eine neue Eisenbahn, die einen kleinen Ort mit dem großen verbindet, schädigt die Hotelbesitzer, denn die Reisenden kehren zur Nacht in die Großstadt zurück — wollen wir deshalb den Bau von Eisenbahnen aufgeben? Aber ist denn die Lage der Kleingewerbetreibenden gegenüber den Bazaren hoffnungslos? Keineswegs! Nur an den Ursachen muß die Heilung beginnen. Wir haben einleitend kurz die Vortheile der Bazare angedeutet; in diesen Vortheilen liegt ihr Schwergewicht, folglich müssen die Kleingewerbetreibenden darnach streben, dieselben Vortheile dem Publikum zu bieten — sie müssen sich zusammenschließen, müssen Magazine in's Leben rufen, in denen sie ihre Konkurrenzfähigkeit dem Publikum zeigen. Der Weg ist nicht neu, er ist in beschränktem Umfange von Gewerbetreibenden schon seit Jahrzenten wiederholt beschritten. Bisher waren es namentlich die Tischler, die gemeinsame Verkaufsmagazine errichteten; es bestanden Ende 1897: 71 Magazingenossenschaften, hierunter waren 30 für Tischler, 4 Gewerbehallen, 6 für Schneider, je 2 für Sattler, 146 Tuchmacher, Schuhmacher, Schlosser, je eine für Korbmacher, Siebmacher, Glaser, Griffelmacher, 19 sonstige Magazingenossenschaften. Vereinigen sich Gewerbetreibende aller Art zum gemeinsamen Absatz ihrer Produkte, so haben wir den Bazar der Kleingewerbetreibenden, der an Leistungsfähigkeit hinter dem kapitalistischen Bazar nicht zurück zu bleiben braucht, zumal noch mit dieser Genossenschaft Einrichtungen verbunden werden können, die die Produktionsbedingungen der Mitglieder günstig beeinflussen. Freilich die Organisation einer solchen Genossenschaft* ist nicht leicht; die Mitglieder müssen entschlossen sein, zusammen zu arbeiten und kleinliche Konkurrenzrücksichten zurück zu stellen, eine tüchtige, kaufmännisch geschulte Leitung ist ein unbedingt nothwcndiges Erforderniß für die gedeihliche Entwickelung. Doch dies sind hoffentlich nicht Voraussetzungen, die nicht erfüllt werden können, denn wer dies behauptet, erklärt das Kleingewerbe für bankerott. Mit Recht betonte Professor Bücher in der Generalversammlung des Vereins für Sozialpolitik: der Handwerker muß magazinfähig werden. Nur dann ist der Handwerker im Stande, sich neben der Konkurrenz der Bazare zu halten. (Blätter für Genossenschaftswesen.) Thürsthließer. o Im Jahrgang 1883, S. 277 und 1895, S. 156 haben wir zwei Thürschließer (als pneumatische und automatische bezeichnet) einer Besprechung unterzogen, welche bei einseitiggehenden Thüren angewendet werden. Eine neue Form von Thürschließer, welcher bei Oeffnen der Thür nach beiden Richtungen wirkt und sich bei starkem Verkehr dienlich erweist, ist von der Firma Bruno Mädler, Berlin 30., Köpenicker- straße 112, gefertigt und als Windfangthürbeschlag bezeichnet worden. Derselbe unterscheidet sich von den bisher bekannten Systemen dadurch, daß er neben seiner Eigenschaft als Thürschließer zugleich auch als Angel dient. Wie aus nebenstehenden Figuren ersichtlich, besteht die Vorrichtung aus zwei dreitheiligen Bändern, welche in der Mitte Rinnen zur Aufnahme einer Schraubenfeder besitzen. Auf dem Thürflügel ist ein vorstehendes Charnierband, oben auf der einen, unten auf der andern Seite angebracht, ebenso am Pfosten, nur in umgekehrter Lage. Die gegenüberliegenden Charniere an Thür und Pfosten sind durch Bänder mit einander verbunden, welche bei geschlossenem Flügel ganz im Holz liegen. Das obere und das untere Band sind wieder durch die genannte * Statuten und Geschiistsamveisungen für die verschiedenen Genossenschaftsarten sind durch das Bureau des Allgemeinen Verbandes deutscher Erwerbs« und Wirthschafts- genossenschasten in Eharlottenburg zu erhalten. 147 Schraubenfeder verbunden, welche bei Schluß des Flügels verdeckt ganz im Holz liegt, so daß dann der Flügel sich dicht an den Pfosten anlehnt. Beim Oeffnen d.Thüre kommen die Verbindungsbänder kreuzweise zu stehen und wird die Schraubenfeder schief auseinandergezogen, wodurch sie das Streben gewinnt, den Flügel in seine Schlußlage zurück zu werfen. Die Anordnung ermöglicht, den Thürflügel gleichmäßig nach beiden Richtungen zu öffnen; man kann ihn dabei vollständig um 180° drehen. Die Drehung erfolgt um die Enden der Verbindungsplatten, einmal auf der inneren und auf der äußeren Seite der Thüre, Die Bänder werden in verschiedenen Dimensionen hergestellt, deren Preis von 5 bis 56 M. schwankt. Ein Modell befindet sich in der Ausstellung der Landesgewerbehalle. ^.r. Kosten des Eisens unter Oetfarbe. In Dinglers Polytechnischem Journal befindet sich ein von Edmund Simon verfaßter Aufsatz, dem wir Folgendes entnehmen: Bisher erklärte man sich die Bildung von Rost unter einer Oelfarben- -ecke durch die Entstehung von feinen Haarrissen, wodurch das Eisen mit der äußeren Luft in Berührung kommt. Eine Reihe verschiedener Versuche, die besonders bei der Einwirkung des Seewassers auf mit den verschiedensten Anstrichfarben gestrichenen Eisenplatten angestellt wurden, brachten den Verfasser zu der Ueberzeugung, daß die Farbhaut ein ähnliches Verhalten zeige, wie die thierische Haut, daß dieselbe im Zustand der Schwellung durchlässig für Gase und Flüssigkeiten sei und aus diesem Grunde die Haarrisse nicht allein die Ursache der Entstehung des Rostes seien. Durch Feststellung dieser Eigenschaft der Farbhaut 148 finden auch verschiedene eigenartige Erscheinungen von Rostbildung ihre natürliche Erklärung, beispielsweise das Auftreten von Rostflecken und Rostwarzen. Alle bisher angewendeten Anstrichfarben, welche man zum Schutze des Eisens gegen Rost zur Anwendung brachte, konnten ihren Zweck nicht voll erfüllen, da mangels Erkenntniß der Ursachen der Rostbildung unter der Farbhaut diesem Uebel nicht gesteuert werden konnte und man oft das Gegentheil erzielte. Eine Anstrichfarbe muß um so rostschützender wirken, je mehr Leinölfirniß darin enthalten und je indifferenter der Farbkörper gegen chemische Einflüsse ist. Die Ansicht, daß ein zweimaliger Anstrich genügenden Schutz gegen Rost gewährt, ist eine irrige und man kann der Hygroskopizität und Durchlässigkeit der Farbhaut nnr dadurch Vorbeugen, daß man erstens bestrebt ist, im Grundanstrich für gute Adhäsion Sorge zu tragen, und ferner der Durchlässigkeit durch wenigstens drei- bis viermaligen Anstrich mit einer möglichst fetten Farbe begegnet. Es empfiehlt sich auch, das Eisen nach der Reinigung, die man vortheilhaft mit Salzsäure vornimmt, mit einem trocknenden Oel einzureiben, bevor der Anstrich gemacht wird, da das Oel allein besser auf dem Eisen haften wird, bezw. die Poren besser ausfüllen und kleben wird, als ein Gemisch von einem Oel und eineni Pulver, das sich mit dem Oel nicht verbindet; die untere Schicht wird gleichsam als einziges kräftiges Bindemittel zwischen Eisen unll Anstrich dienen. Auf diese Weise behandelte Eisentheile können Monate hindurch im Freien liegen, ohne anzurosten, während Eisenmenniganstriche, für sich allein angewendet, sich eher lösen und abfallen. Unsere Mnsteyrichmmg. Die dieser Nummer beigegebene Tafel 10 enthält die Abbildung eines Tisches zu einer Eßzimmereinrichtung (s. Nr. 3). Neues in -er Ausstellung -er Kan-esgewerbehalle. Angekauft wurden folgende Gegenstände: Von F. C. Klötzer in Lauter i./S.: Eine Sammlung Spankörbe. Von der Spiritus-Gasglühlicht - Aktiengesellschaft „Phöbus" in Dresden A.: Eine Spiritusglühlichtlampe, 34,60 M. Bon der Aktiengesellschaft C. H. Stobwasser u. Cie. in Berlin: Eine Spiritusglühlichtlampe, 15,60 M. Von F. Wöhrmeyer in Zweibrückern Ein Schmierölreiniger, 27 M. Zur vorübergehenden Ausstellung wurde eingesendet: Vom Kaiserlichen Konsulat in Paramaribo: Eine Sammlung Stoffproben und Garne, welche in Guyana von den aus Europa eingeführten Artikeln dieser Art am meisten begehrt werden. Von F. Mayer u. Cie. in Karlsruhe: Verschiedene Thonoasen nach Entwurf von Professor Läuger. Tafel 10. M 3 fMMMMK.MM fMNMMM IW,» 149 Von Otto Stoll in Karlsruhe: Verschiedene Werkzeuge von 1,40 biL 19 M. Don Gebr. Brehmer in Leipzig-Plagwitz: Vier Drahchestmaschinen für Buch- bind er und Pappearbeiter, von 140 bis bvO M. Bon Ad. Bodenmüller in Karlsruhe: Muster verstellbarer Galerieträger und Borhangrosetterchaltor. Von Chrifiofle u. Cie. in Karlsruhe: Verschiedene Haushaltungsgegenstände. 8kA St«Mtisk,rah«r». Wir haben in öffentlicher Verdingung zu vergeben: 1. Schveiuerwaaren: Schreibtische mit Aufsätze, Bänke gewöhnliche, Aktengestolle, Aufsteigtritte, Kleiderrechen, Schlotten, Schlafpritschen und Stühle. 2 Lade und Transportgeräthe: Viehverladepritschen, Berladebretter, Leitern, Wagenschieber, Gepäck- und Eilgutkarven, Sackkarren und Schubkarren. 3. Mechaertvaareu: Gießkannen, Wasserbehälter, Waschbecken, Ofenschirme, Fülleimer, Blechbehälter für Blaublätter, Oelkannen, Kohlenbehälter, Trinkbecher, Hängla- ternen, Aborttaternen und Laternen für Korbscheiben. 4. Sattler- und Seüerumareu: Mappen für Zugführer, Tragriemen, Signalflaggen, Frachtkartensäcke, Ruhebetten. Tracirleinen, Plombirleinen und Seile. 5. Verschiedene GerSthe: Pickel, Stopfhauen. Erdstößel, Rechen, Steinschlaggabeln, Bohrrätschen, Klobenbohrer, Beißzangen, Handsägen, Latthämmer, Vorhängschlöffer, Schürhaken, Kohlenlöffel. Kohlenbecken, Absteckstäbe, Handrammen, Spaten, Hebeisen, Schlammkrücken, Schirmständer, Handhämmer, Meiseihämmer, Gleis- hebebäumo, Sägböcke, Dandgitter, Spurlrhren, Signalscheiben, Schrau- benfchlüffel, Hupphörner, Signalmundpfeifen, Korbscheiben, Spiegel, Waffer- krüge, Wasserflasche». Nachtgeschirre, Tunnellampen und Wolldecken. Hierauf bezügliche Angebote sind bis längstens Samstag de» 26. März 1898, Vormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen. Die Muster können bei unserm Geräth- schastenmagazin hier eingesehen werden. Nngebotsbogen mit Lieferungsbedingungen «erde» auf portofreie Anfrage, in welcher die gewünschten Gruppen angegeben sein muffen, von unS abgegeben. Der Zuschlag erfolgt spätestens am 23. April 1898. Karlsruhe den S. März 1898. 66.2.1 Großh. Hauptverwaltung dev Eismbahu- magazine. Arbeitvergeöung. Für den Neubau der Katholischen Kirche in der Wiehre (Freiburg) soll die Herstellung der schmirdeisernen Feusterrahmen vergeben werden. Zeichnungen und Arbeitsbedingungen können auf dem Baubüreau bei Bauführer Lurk (am Bauplatz) eingesehen werden, woselbst auch Angebotsformulare zu erheben sind. 70.3.1 Angebote sind spätestens bis Dienstag, 8. April, Abends, bei der Großh. Baudirektion einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt vier Wochen. Karlsruhe den 15. März 1898. Großh. Baudirektto«. vr. Josef Durm. Martin. ! Gr- Bad. St§atseiseubah»eu. I Zur Vergrößerung des Aufnahmsge- bäudeS, Weichenwärterwohngedimdes und . Oekomnuirgebäudes aus Station Orschweier ! sollen die Grab- und Maurerarbeiten, Steinhauerarbeiten, Zimmerarbeiten, Schreinerarbeiten, Glaserarbeiten, Schlosserarbeiten, Blechnerarbeiten, Maler- und Tüncherarbeiten und Schieferdeckerarbeiten im Gesammtbetrage von ca. 11745 M. vergeben werden. Arbeiten gleicher Gattung sollen thunlichst für alle drei Gebäude zusammen vergeben werden. Pläne und Bedingungen liegen im Geschäftszimmer des Unterzeichneten zur Einsicht auf, woselbst auch Berdingungsan- schläge abgegeben werden. Die Angebote sind längstens bis 26. März d. I., Vormittags V-10 Uhr, portofrei und mit geeigneter Aufschrift versehen, anher einzureichen. Eine Zuschlagssrist von drei Wochen wird Vorbehalten. 63.2.1 Offenburg den 8- März 1898- Drr Großh. Bahnbauinsprktor II 150 Arbeitvergebung. DieBlechner-, Schieferdecker- undGyPser- arbeiten, sowie das Liefern und Legen der eichenen Parqnetböde« für den Amthausbau in Karlsruhe sollen auf Grund von Angeboten auf Einzelpreise vergeben werden. Bedingungen und Arbeitspläne können täglich auf dem Baubureau (Bauplatz Karl- Friedrichstraße) eingesehen werden, woselbst auch die Angebotsformulare zu erhebm sind. Angebote sind spätestens bis Dienstag den 29- März, Nachmittags 4 Uhr, bei Großh. Baudirektion einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt vier Wochen. Karlsruhe, den 8. März 1898. Großh. Baudirektion. Vr. Josef Durm. 71.3.1 Martin. Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Wir haben die Lieferung von: „4000 Rohrständer für Drahtleitungen" in öffentlicher Verdingung zu vergeben. Die besonderen Bedingungen und die Zeichnung für diese Lieferung werden auf portofrei Anfrage von uns abgegeben. Die Angebote find spätestens bis Montag den 2t. März 1898, Bormittags 10 Uhr, bei uns einzureichen. 67 Die Zuschlagssrist beträgt zwei Wochen, Karlsruhe, den 5. März 1898. Großh. Hauptverwaltung der Eisenbahnmagazine, Wasserleitung Luttingen (2 Kur von der Güterstation Klein-Laufen- burg entfernt). Die Gemeinde Luttingen vergibt die Erd- und Metallarbeiten für ihre neue Wasserversorgung, bestehend aus ca. 2900 Meter Gußrohrsträngen von 175, 160, 80, 60 und 50 nun Lichtweite, 13 Hydranten, 17 Schiebern rc. sowie die Bestandtheile für ca. 50 Hausleitungen. Die für die Angebote zu benützenden Verzeichnisse können gegen Einsendung von 1 M. von uns bezogen werden. Die Angebote find — versiegelt und mit der Aufschrift „Wasserleitung Luttingen" versehen — spätestens bis Samstag de» 2K. d, Mts , Bormittags 9 Uhr, an den Gemeinderath Lnttingen einzu- senden. Thiengen den 8. März 1898. 72 Großh, Knltnrinspektio«. Gr. Bad. Staatseisenbahnen. Die' nachverzeichneten Bauarbeiten zu einem neuen Oekonomiegebändr anf Station Altlnßheim sollen im öffentlichen Verding- ungswege vergeben werden. Die Arbeiten sind veranschlagt: 1. Erd-, Maurer- und Steinhauerarbeit zu 1350 M. 76 Pf. 2. Zimmerarbeit „ 616 . 81 „ 3. Glaferarbeit „ 34 „ 30 „ 4. Schlosserarbeit . 217 „ 10 „ 5. Blechnerarbeit „ 141 „ 90 „ 6. Pflästererarbeit „ 208 „ 43 „ 7. Tüncherarbeit „ 64 „ — „ Plan und Bedingnißheft liegen auf diesseitigem Hochbaubüreau zur Einsicht auf und werden Arbeitsbeschriebe zum Einsetzen der Uebernahmspreise daselbst abgegeben. Die Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, längstens bis Freitag den 18. Mürz d. I, morgens 9 Uhr, bei mir einzureichen. 64 Zuschlagsfrist: drei Wochen. Heidelberg den 1. März 1898. Der Großh. Bahnbaninspektvr II. Wasserleitung Bettmariugen. Die Gemeinde Bettmaringen, Amtsbezirk Bonndorf, vergibt im öffentlichen Angebotsverfahren die Ausführung ihrer Wasserleitung mit folgenden Gesammtanschlägen: 1. Erdarbeiten .... 3 700 M. 2. Metallarbeiten . . . 13100 . 3. Betonarbeiten . . . 8 000 , 4. Hausleitungen . . . 6 800 „ Angebote für diese Arbeiten im Einzelnen oder im Gesummten sind mit der Aufschrift „Wasserleitung Bettmaringen" versehen, längstens bis Mittwoch den 30, März, Nachmittags '/-3 Uhr, auf dem Rathhause in Bettmarmgen einzureichen, woselbst die Eröffnung derselben stattfindet. Probegruben sind auf allen Linien aufgeworfen, wie auch beim Hochbehälter. Pläne und Bedingungen können bis dahin bei Großh. Kulturinspektion Donaueschingen eingesehen werden, welche auch Bedingungen und Angebotsverzeichnisse gegen Ersatz der Herstellungskosten und des Portos abgibt. 65 Die Wahl unter den Bewerbern behält sich die Gemeinde vor, Donaueschingen den 4. März 1898. Großh, Knltnriuspektion. Kühlenthal. 151 Eiserne Brücke. Großh. Waffe» und Straßenbauinspek- tion Emmendinge» vergibt namens der Gemeinde Wasser im Wege der Wettbewerbung die Herstellung der öl,6 m langen Gemeindewegbrücke über die Elz bei Wasser, 3 km oberhalb Station Emmendingen, im Gewicht von 57 500 kg. Die Angebote sind für 100 kg Eisen der fertig monti» ten und angestrichenen Brücke zu stellen und mit der Aufschrift „Wafserer Wiesen- brücke" verschlossen und portofrei bis Mittwoch den 30. Marz d. I., Vormittags 11 Uhr, auf dem Geschäftszimmer der Inspektion einzureichen, woselbst die Bedingungen, Pläne und Eisenverzeichniß zur Einsicht offen liegen. Zuschlagssrist drei Wochen nach der Erösfnungsverhandlung. Endtermin der Herstellung der Brücke ist der 1. Oktober 1898. 6I.S.2 Pläne, Bedingungen und Eisenverzeichniß können gegen Einsendung von 3 M. 50 Pf. von der Inspektion bezogen wer den. Parkettbödenlieferung. Das Liefern und Legen von 212,00 gm I. und II. Qualität eichener Parkettböden ohne Blindböden soll im Wege des schriftlichen Angebots in Akkord vergeben werden. Die Böden sind zum Theil für Staatsgebäude am hiesigen Ort, zum Theil für ein solches in Stühlingen bestimmt. Ueber die tBedingungen kann näheres bei unterfertig. er Stelle in Erfahrung gebracht werden und sind daselbst auch die auf Einzelpreise zu stellenden Angebote bis längstens Dienstag den 22. d. M, portofrei und verschlossen einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. 75 Donaueschingen den 8. März 1898. Großh. Bezirksbaninspektion. _ Ne benius. Gr. Bad. Staatseisenbahnen. Die nachverzeichneten Bauarbeiten zur Brrgrößernng des Güterschuppens auf Station Hockenheim sollen im öffentlichen Verdingungswege vergeben werden. Die Arbeiten sind veranschlagt: 1. Erd-, Maurer, und Steinhauerarbeitzu 1298 M. 63 Pf. 2. Zimmerarbeit . . 8242 57 3. Schreinerarbeit. . 81 88 4. Glaserarbeit . . 49 60 5. Schlosserarbeit. . 883 60 6. Blechnerarbeit. . 292 47 7. Schieferdeckerarbeit 662 30 8. Tüncherarbeit . . 574 74 Plan und Bedingnißheft liegen auf diesseitigem Hochbaubüreau zur Einsicht auf und werden daselbst Arbeitsbeschriebe zum Einsetzen der Uebernahmspreise abgegeben. Die Angebote sind portofrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, längstens bis Samstag den 26. März d. Js., Morgens 10 Uhr, bei mir einzureichen. 74 Zuschlagsfrist: 3 Wochen. Heidelberg, den 9. März 1898. Großh Bahnbauinspektor II _ Stadtgrmeinde Radolfzell! Vergebung von Bauarbeiten. Zum neuen Volksschulgebäude sollen weiter die Verputz-, Schreiner-, Schlosser-, Glaser-, Flaschner- und Anstreicherarbeiten unter den bei Staatsbauten vorgeschriebenen Bedingungen in Akkord vergeben werden. Pläne, Voranschlag, Arbeitsmuster und Baubedingungen sind auf dem Bureau des Stadtbaumeifters in den üblichen Geschäftsstunden aufgelegt und sind dorther auch die Angebotsformuiarien zu beziehen. Die Angebote sind bis 56.2.2 Freitag de» 18. März, Vormittags 8 Uhr, dem Gemeinderathe einzureichen. Der Angebotseröffnung können die Bewerber anwohnen. Der Gemeinderath: Mattes. 8roßh. Bsi>. StiatseiseMIjm. Nachverzeichnete Bauarbeiten zur Vergrößerung des Aufnahmsgebäudes der Station Kleinsteinbach sollen im öffentlichen Verdingungsivege vergeben werden: 1. Grab«, Maurer- und Steinhauerarbeit, 2. Zimmerarbeit, 3. Schreinerarbeit, 4. Glaserarbeit, 5. Schlosserarbeit, 6. BIcchnerarbeit, 7. Anstreicherarbeit. Die Pläne, Bedingungen und Arbeitsbeschriebe, welche nicht nach auswärts verschickt werden, liegen auf dem diesseitigen Hochbaubureau, Bahnhofstraße 9, Zimmer Nr. 11, hier auf. Die Arbeitsbeschriebe werden als Angebotsformulare an die Unternehmer abgegeben. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen spätestens bis Samstag, de» 19. d. M., Vormittags 10 Uhr, an den Unterzeichneten einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. Karlsruhe den 5. März 1898. 68 Der Großh. Bahnbauinspektor. 152 dir 2LÜ PLsuMbr. süv!nc>rrstns unc> Qswsi-ds dsste un6 spansakTists ^EtniSks^paft 6sn Qsgsnv^ar'l. 1895/96 1191 Stück vvric^utt. kLNÄrjrrLätzkM mä AMr grosse Lilligs kreise, k'sdrikstioll von tt. ttommsl, KIsinr. mit Nut und Falz zur raschen Herstellung billiger, trockener, feuersicherer Wohn- und Fabrikräume. S0t.S6.SS Albert Gebhardt, Gipsdielenfabrik (Eigenes GipSwerk) Thirngen (Amt WaldShut> vroMsLNsM-OiiikL! ^LNN^sim. ttolrdanälung, vampk-stodal- u. Säg««seit. 0r<>„» v,<>«>»»n»nl^». 8vdvsäi»vds Nl»««i'n- »msrikavtseds Pin». KvrUIsek« i>.a«atsolt«»<»bo>d„««»,, Nist«ndrett»r,I,«leten Mr SLuaveoN« »to «tv. 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