Nr. 11. Karlsruhe, den 15. März 1901. 34. Band. adische Gew erb er eituM ^ Hern us ge geben von dev ^ /lMWMs! IWw^erzoljllchmKandesgewerbktialle ula§e sur nature) und deshalb vollkommen ähnliche Kopien derselben sind. Ueber das zur Anwendung kommende, jedenfalls komplizirte Verfahren können wir nichts mittheilen; die Firma hat darüber noch nichts publizirt und gibt auch brieflich vorerst nichts bekannt. (Muster davon befinden sich in der Ausstellung der Landesgewerbehalle.) — Auch Gläser und Porzellan mit darauf niedergeschlagenem und dann vergoldetem Kupfer wurden vorgeführt, sowie ein Glasbecher mit tiefen senkrechten Rinnen, in welchen enganschließend Kupferstreifen eingelegt waren; die Herstellung erfolgte auf die Weise, daß zuvor eine Art Kupferstreifenkorb galvanisch niedergeschlagen und in diesen hinein alsdann der Glasbecher eingeblasen wurde. Die Firma hatte auch Werkstätten eingerichtet, in welchen die mechanische Herstellung der Orkevrerie vorgeführt wurde. Es wurden hier durch Prägung mit Reliefverzierungen (nach Entwurf des hervorragenden Künstlers O. Roty) versehene Löffel, Gabeln, Trinkbecher rc. hergestellt, welche die Besucher als Erinnerung 95 an die Ausstellung käuflich erwerben konnten; die Gegenstände in ihrer vollendeten Ausführung haben höhere Preise, von 10 bis 30 M. das Stück in ächt Silber (in der Landesgewerbehalle sind hiervon 8 Muster ausgestellt). Auch versilberte mit Ornamenten versehene Kaffeelöffel, Liqueurbecher und Serviettenringe wurden hergestellt zum Preise von 2 bis 4 M. Weiter war noch eine Werkstätte eingerichtet zur Demonstrirnng der Vernickelung, Versilberung, Vergoldung, Verkupferung und der massiven Galvanoplastik. Von hohem Interesse ist der aus 50 Seiten bestehende Katalog der ausgestellten Gegenstände. Aus der Einleitung ist zu ersehen, daß die Firma im Ganzen 1716 Personen beschäftigt, wovon 551 auf die Werkstätte in Paris kommen, 340 auf außerhalb bei sich arbeitende Leute, 595 auf die Werkstätte in St. Denis bei Paris und 230 auf die Filiale in Karlsruhe. Zum Schluß wird auch noch berichtet über die Veranstaltungen zum Wohle der Arbeiter. Hier interessirt uns namentlich das seit 1873 bestehende Lehrlings- Pensionat. Es sind daselbst auf fünf Jahre 24 Lehrlinge ausgenommen, für deren jeden der Jahresaufwand 1250 Frcs. beträgt, wovon im Mittel 600 Frcs. durch geleistete Arbeiten gedeckt werden. Die Lehrlinge werden gekleidet und verköstigt, erhalten aber keinen Lohn außer einem Neujahr Am Ende der Lehrzeit werden ihnen je nach Leistung und Aufführung 100 bis 150 Frcs. gegeben, und sie können dann zumeist als Arbeiter mit 4 bis 5 Frcs. täglich in die Christofle'sche oder auch in eine andere Fabrik eintreten. Die Lehre ist den Tag über eine industrielle, am Abend eine allgemein bildende (etwa wie in unseren Gewerbeschulen) gemeinsam für alle Ateliers. Die industrielle Unterweisung findet für vier Abtheilungen von Lehrlingen statt: Orlevres, Ciseleure, Monteure in Bronze, Graveure und Guillochirer. Es sind beschäftigt: die OrfLvres 1 Jahr mit Ciseliren, 6 Monate nnt Plansten, 3^2 Jahr mit Orkevreris, einschließlich 3 Monate in der Dreherei, und 4 Monate bei dem Gipsformen; die Ciseleure 2 Jahre in der Ciseleurwerkstätte, je 6 Monate bei dem Gipsformen und Monisten, 2 Jahre beim Ciseliren der Ornamente und Figuren; die Monteure 1 Jahr in der Ciselir- werkstätte, 6 Monate bei dem Gipsformen, 3^/z Jahre beim Monstren der Bronzen, einschließlich 6 Monate in der Orkevrerie-Werkstätte; die Graveure und Guillochirer 5 Jahre vertheilt auf das Graviren mit dem Stichel und auf das Guillochrren, je nach dem Fortschritt des Lehrlings. — Es ist übrigens dafür Sorge getragen, daß die Lehrlinge nicht bloß in ihrer besonderen Abtheilung vorzugsweise, sondern auch in den drei andern Abtheilungen sich ausbilden können, so daß sie am Ende der Lehrzeit ein ganzes Stück Olevrerie auszuführen vermögen. Schnell-Galvanoplastik. Bei der massiven Galvanoplastik kommt, wie früher mitgetheilc wurde, für die industrielle Herstellung (fast) nur Kupfer in Betracht; dasselbe wird immer aus Kupfervitriollösung ausgeschieden (nur beim direkten Ueberziehen von Eisen und Zink kommen andere Lösungen zur Verwendung, welche durch diese beiden Metalle nicht zersetzt werden). Die Raschheit des Niederschlags, bezogen auf die Einheit der Fläche, z. B. 1 Quadratcentimeter, darf für richtige Beschaffenheit des Metalls eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Die Konzentration der Kupferlösung hat hierauf großen Einfluß; in der konzentrirtesten Lösung, welche bei mittlerer Temperatur von 15 ° C. I Theil Kupfervitriol auf 4 Theil Wasser enthält, kann der Niederschlag am raschesten erfolgen. Wie Verfasser bereits 1864 veröffentlichte (Dingler's pol. Journ. Bd. 218 S. 465 und Bd. 219 S. 141), läßt sich dann in 24 Stunden ein tadelloser Niederschlag von 1,1 mm Dicke (1 A pro gom) Herstellen; aus einer an Metall doppelt so reichen gesättigten Lösung von (zu theurem) salpetersaurem Kupfer könnte doppelt so viel Kupfer niedergeschlagen werden. Die Grenze steht ganz im Verhältniß der Menge gelösten Metalls; unter gewöhnlichen Umständen, wo man verdünntere Kupfervitriollösungen verwendet, kann nur entsprechend langsamer gearbeitet werden, z. B. bei halbverdünnter Lösung nur 0,5 Z Kupfer pro 1 gcm gefällt, oder eine Dicke von 0,55 mm hergestellt. Bei zu starkem Strom, resp. zu rascher Fällung wird der Niederschlag weniger fest, rauh, warzig, ja zuletzt pulverig. Auch ändert sich dabei die Farbe des Kupfers, solche, bei normaler Bildung hell rosa, wird dunkler, rothbraun, ja ins Schwarze übergehend. Der Grund der Erscheinung liegt darin, daß bei im Verhältniß zur Konzentration der Lösung zu rascher Fällung die kleinsten Theilchen sich nicht mehr dicht an einander legen und mit einander verwachsen; es muß ein gewisser Ueberschuß von Kupfer vorhanden sein, um solches zu ermöglichen. Die an der Kathodenfläche ihres Kupfers beraubte Lösung wird spezifisch leichter, sie steigt in die Höhe und so wird der Fläche neue kupferhaltige Lösung zugeführt. Bei großer Ausdehnung der Fläche können sich je nach Lage derselben die mehr nach dem Rand oder nach der Mitte und nach oben gelegenen Theile verschieden verhalten und einen anders geformten Niederschlag entstehen lassen; ist der Strom jedoch verhältnißmäßig schwach im Hinblick auf die Stärke der Lösung, so wird die Beschaffenheit des Niederschlags gleichartig sein. - In der oben zitirten Veröffentlichung des Verfassers wurde auch auf die Bedeutung des Schwefelsäure-Zusatzes hingewiesen (zuerst in Verhandlungen des naturhistorisch-medizinischen Vereins zu Heidelberg 3. Bd. 1865 S. 116). — Während ursprünglich die Niederschläge im einfachen galvanoplastischen Bad, entsprechend der Daniell'schen Batterie, gebildet wurden, wo man konzentrirte Kupfervitriollösung anwenden konnte, erfolgt solches im ^-Großen jetzt nur mittelst zugeführten Stroms in besonderen Bädern, wo der Kathode eine Anode von Kupfer gegenübersteht, welche sich beim Stromdurchgang mit Schwefelsäure verbindet zu schwefelsaurem Kupfer, das sich dann in der Flüssigkeit löst und lösen muß, damit immer eine reine Metallfläche für den Eintritt des Stroms in die Flüssigkeit vorhanden ist. Die Möglichkeit der Lösung erfordert freies ungebundenes Wasser. Man kann als Bad somit nicht konzentrirte Kupfervitriollösung verwenden, sondern nur eine mit Wasserzusatz verdünntere Lösung. Dadurch wird nun die Bildung des raschesten Niederschlags unmöglich gemacht. Ist der Strom im Hinblick auf das freie Wasser der Lösung zu stark, so scheidet sich das schwefelsaure Kupfer an der Anode fest aus, wodurch der Strom theilweise unterbrochen wird. Die Raschheit des Niederschlags (solches immer im Hinblick auf die Einheit der Oberfläche der Kathode, das Quadratcentimeter, gemeint) kann durch Bewegung der Kupferlösung befördert werden; es läßt sich dadurch immer eine reichliche Menge von Kupfer an die Kathode zuführen, so daß ein Mangel für die Bildung eines normalen Niederschlags nicht eintreten kann. Zugleich wird dabei der Anode immer genügend freies Wasser zur Auflösung des an derselben gebildeten schwefelsauren Kupfers zugeführt. Mit der Beschleunigung der Fällung ist ein erheblicher ökonomischer Gewinn verbunden, da die vorhandenen Anlagen, die für die zahlreichen Bäder in einzelnen Fällen sehr groß sind, in erhöhtem Grade ausgenutzt werden. Noch ist darauf hinzuweisen, daß auch eine bessere Beschaffenheit des ausgeschiedenen Kupfers mit der Bewegung der Flüssigkeit verbunden sein kann. Die Anode besteht nicht aus chemisch reinem Kupfer und löst sich nicht vollständig auf; die fremden Bestandtheile fallen von derselben ab, können an die Kathode gelangen und sich darauf absetzen; sie umhüllen sich dann mit dem niedergeschlagenen Kupfer, vermindern seine Festigkeit und können häßliche Rauhigkeiten, förmliche Auswüchse auf der Oberfläche bilden. Lebhafte Bewegung der Flüssigkeit verhindert deren Absatz; sie bleiben darin suspendirt, und mau muß nur gelegentlich die Flüssigkeit filtriren. Das Erste über Beschleunigung des Niederschlags durch Bewegung der Flüssigkeit wurde durch das D.R.- Patent von Elmore in Leeds bekannt (Nr. 59 933 vom 19. November 1890). Der Titel lautet: Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Kupferröhren auf elektrolytischem Wege. Es ist hier nicht eigentlich die Flüssigkeit, welche bewegt wird, durch die Drehung des Rohrs wird jedoch dieselbe Wirkung erzielt. Wohl ist die Fällung noch zu rasch, da der vom Achat nicht getroffene Niederschlag warzig wird; der Achat wirkt ausgleichend, er drückt die Rauhigkeiten des sich bildenden Niederschlags nieder. Die Stromdichte geht bis 0,06 Amp. pro qcm, entsprechend einem Niederschlag von 1,7 8 (Dicke 1,8 mm) in 24 Stunden. — In einem vor der Institution ok Llectrical LnZineers gehaltenen Vortrag von Lberarck Lorvper doIe5 (Zeitschrift für Elektrochemie 1900 Nr. 3 und 4) wurde mitgetheilt, daß durch sehr rasche Drehung des Dorns eine ganz glatte Röhre gewonnen werden konnte, ohne Anwendung des Achats. Es könnte sein, daß durch die äußerst rasche Bewegung mehr Kupfer an den Dorn zugeführt wird, wohl auch, nach Meinung des Urhebers, daß die Flüssigkeit durch Reibung ähnliche Wirkung ausübt, wie der Achat. Das Verfahren wird als „Centrifugalprozeß" bezeichnet. Dasselbe soll auch gestatten, an Schwefelsäure reichere und stark erwärmte Lösungen anzuwenden, wodurch deren Widerstand sehr vermindert und die Fällung durch den Strom beschleunigt wird. Es wurde ein glatttr Kupfercylinder vorgezeigt, der bei einer Drehung des Dorns von 1000 Umdrehungen in der Minute aus einer auf 65 " C. erwärmten Lösung gewonnen wurde, welche enthielt 12 Proz. Kupfervitriol (wasserfrei), 24 Proz. konzentrirte Schwefelsäure, 64 Proz. Wasser. Die Stromdichte war 0,17 Amp. pro Quadratcentimeter, entsprechend einem Niederschlag von 4,8 Z (Dicke 5,3 mm) in 24 Stunden. — (Der Bericht über den Coles'schen Vortrag in der Zeitschr. für Elektr. leidet leider an manchen Unklarheiten. IVlckr.) Im Jahre 1893 wurde an H. Thofehrn in Paris ein Patent ertheilt (Nr. 73563) auf ein „Verfahren zum elektrolytischen Niederschlagen von Metall". Es befindet sich hier die Anode am Boden des Bades, die beliebig gestaltete Kathode darüber; fortwährend wird die an der Anode sich bildende konzentrirte Metalllösung mittelst einer Pumpe abgezogen und in ein hochstehendes Gefäß getrieben, von wo sie dann filtrirt in starkem Strahl aus die Oberfläche der Kathode sich ergießt. Das Patent dauerte bis 1895. Im Jahre 1899 erhielt E. L. Dessolle in 5ur Seme unter Nr. 117 233 ein Patent auf eiu ähnliches Verfahren, welches nur das Neue zeigt, daß die Badflüssigkeit beim senkrechten Hängen von Anode und Kathode oben überfließt in ein nebenstehendes Gefäß, wo sie erwärmt wird und dann nach einem höheren Gefäß gedrückt, von wo sie nach dem Boden des Bades zurückfließt. Es soll bei nicht geheiztem Bad auf das Quadratcentimeter ein Strom von 0,03 Amp. zur Wirkung kommen, der in der Stunde 0,035 § Kupfer fällt; bei geheiztem Bad soll der Strom jedoch 0,1 Amp. stark sein und der Niederschlag 0,12 § betragen. Nach diesem Verfahren werden die zuvor als „Elektrobronze" bezeichnten Gegenstände mit Kupfer überzogen. In den beiden letzten Jahren sind auch von Deutschen, und zwar von Verfassern empfehlenswerther Werke über Galvanoplastik: G. Langbein in Leipzig, und vr. W. Pfarrhäuser jun. in Berlin* Mittheilungen über rasche * Langbein, G. Vollständiges Handbuch der galvanischen Metallniederschläge, 4. Aufl. 1698. Pfanhauser, W. Die galvanische Metallplattirung und Galvanoplastik, 3. Aufl. 1890. 97 Fällung gemacht worden, von dem elfteren stammt auch der Name „Schnellgalvanoplastik", der als ganz geeignet bezeichnet werden kann. Langbein gibt in einer im „Metallarbeiter" 1899 Nr. 82 erfolgten Veröffentlichung C. Polenz in Leipzig an als Urheber des Verfahrens, nach welchem die Bewegung der Badflüssigkeit (Kupfervitriollösung) mittelst Rührwerk oder eingeblasener Luft bewirkt wird; die Temperatur der Flüssigkeit, welche in 100 Liter 26 bis 34 Kilo Kupfervitriol enthält, soll dabei 26 bis 28 " C. betragen. Die Stromdichle schwankt zwischen 0,05 und 0,08 Amp. pro Quadratcentimeter; die Stärke eines Niederschlags von 0,18 mm kann in 2^/2 bis l^z Stunden hergestellt werden. Von W. Pfanhauser ist in dem „Metallarbeiter" 1900 Nr. 61 eine Publikation über Erzeugung von Kupfergalvano's in kurzer Zeit erfolgt; das Wesentliche besteht auch hier in der Bewegung der Flüssigkeit durch eingeblasene Luft. Auch ist ein Zirkular darüber versendet worden, welches verschiedene theoretisch angreifbare Anschauungen enthält. — Das Prinzip der Schnellgalvanoplastik wurde von Pfanhauser auch auf die Vernickelung angewandt. Nach einer uns persönlich gemachten Mittheilung soll zwanzig nial so rasch vernickelt werden, als nach dem üblichen Verfahren, die Einhüng- dauer der Gegenstände soll 2 bis 5 Minuten betragen. Es kann dadurch ein Nickelbad in sehr erhöhten! Grade ausgenutzt werden (der Stromverbrauch für eine gewisse Menge niedergeschlagenen Nickels erfährt dadurch keine Aenderung, aber der Stromerzeuger muß selbstverständlich stärker sein). Es sollen bei dem neuen Verfahren die Nickelschichten auch in beliebiger Dicke sich Herstellen lassen, während man sonst nur Bruchtheile eines zehntel Millimeters stark vernickeln konnte, da bei größerer Dicke der Niederschlag absprang. Es könnte dies allerdings als ein großer Erfolg bezeichnet und damit vielleicht dem nickelplattirten Eisenblech Konkurrenz gemacht werden. Für Ausübung des Verfahrens werden von Pfanhauser besondere Anlagen gebaut. (Schluß folgt.) Seisenhalter mit Seifenrolle. Die gewöhnlichen Blech- oder Porzellanschalen zur Aufnahme der Handseife haben den Nachtheil, daß die Seife in ihnen nach dem Gebrauch lange feucht bleibt. Sind sie mit durchlochtem Boden versehen, so tropft das Seifenwasser von der nassen Seife ab und verursacht Verunreinigungen. Dieser Uebelstand ist vermieden bei Benützung der sogen. Seifenrolle, bei welcher zylindrisch oder tonnenförmig geformte Seifenstücke verwendet werden. Dieselben sind über einem emaillirten Blechgefäß geeigneter Form derart aufgehängt, daß sie um ihre Längsachse gedreht werden können. Will man die Hände seifen, so braucht man nur durch Anlegen der nassen Handfläche die Seifenrolle in Umdrehung zu versetzen, wodurch die Hand mit Seife bestrichen wird. Die Abnutzung der Seifenrolle geschieht infolge der Drehung beim Gebrauch auf ihrem ganzen Umfang gleichmäßig, auch findet kein Aufweichen der Seife statt, vielmehr trocknet dieselbe rasch wieder und der Seifenverbrauch ist ein sparsamer. Der Seifenhalter mit Seifenrolle ist so eingerichtet, daß er an allen Waschvorrichtungen, wie z. B. Waschbecken, Spülsteinen, Badewannen u. s. w. leicht aufgehängt werden kann. Ist die Seifenrolle aufgebraucht, so kann dieselbe leicht durch eine andere ersetzt werden. Den Alleinverkauf dieser Vorrichtung hat K. Schwarz in Karlsruhe, Waldstraße 89. In der Ausstellung der Landesgewerbehalle befindet sich ein solcher Apparat einfacher Ausführung, an einer Badewanne hängend. Ausstellung in Serlin. Der Verband deutscher Perrückenmacher und Friseure veranstaltet im Juli l. I., gleichzeitig mit seinem 25. Verbandstage eine Fachausstellung für Meister, Gehilfen und Lehrlinge. In Gruppe l, Fachausstellung für Meister, stellen die Innungen in Gruppen aus und zahlen eine Naum- gebühr von 10 M. für das Frontmeter, Einzelmitglieder haben eine Raumgebühr von 1,50 M. für jedes Ausstellungsstück zu bezahlen. In Gruppe ll, Fachausstellung für Gehilfen und Lehrlinge, wird eine Raumgebühr nicht erhoben. Die Prämiirung erfolgt in Medaillen und Ehrenpreisen. Nähere Auskunft ertheilt der Vorsitzende des Centralvorstandes H. Baumgarten-Berlin, Kronenstraße 34. Ausstellung iu Sreslau. In der Zeit vom 6. bis 8. Juni d. I. findet in Breslau eine Ausstellung laud-, forst- und haus- wirthschaftlicher Maschinen und Geräthe statt. Aus dem Uereinsteben. Gewerbeverein Waldkirch. Generalversammlung am 24. Februar. Nach kurzer Begrüßung Seitens des erstm Vorsitzenden, Buchdruckereibesitzer K- Seeg er, erstattete derselbe den Jahresbericht. Nach demselben zählt der Verein zur Zeit 137 Mitglieder. Die Geschäfte des Vereins wurden in sechs Vorstandssitzungen und drei Generalversammlungen erledigt. Die Thätigkeit des Vereins im verflossenen Jahre kann als eine sehr arbeitsreiche bezeichnet werden. Nachdem dien euen Vereinssatzungen entworfen waren und der Verein in das Vereinsregister eingetragen wurde, fand als Vorläufer zu den Kammerwahlen am 19. Mai die Errichtung eines Gesellenausschusses statt. Um Erfahrungen zu sammeln und neue Anregungen für das Gewerbe zu empfangen, wurde am 19. August die Wiesenthäler Gewerbeausstellung durch 30 Mitglieder gemeinsam besucht, während außerdem noch 24 einzeln die Gelegenheit zum Besuche der Ausstellung an verschiedenen Wochentagen benützten. Im Monat September fand in Freiburg der Landesverbandstag badischer Gewerbe- vercine sowie die Hauptversammlung des Verbandes deutscher Gewerbevereine statt, welche durch den Vorsitzenden und den Schriftführer beschickt wurden. Ueber beide Veranstaltungen wurde in der letzten außerordentlichen Generalversammlung eingehend Bericht erstattet, wie auch über die Ausstellung in Lörrach. An Vorträgen wurde einer abgehalten und zwar am 9. Dezember v. I. durch Reallchrer Emele von Karlsruhe über die neue Handwerkerorganisation mit besonderer Berücksichtigung der Vorschriften über das Lehrlings- und Gesellenwesen. Am 19. Januar d. I. wurden die Wahlen in die Handwerkskammer vorgenommen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Ausschußmitglieder wurden sämmtlich wiedergewählt. Als Bevollmächtigte zum Gauausschuß wurden die Herren Seeg er und Krotz gewählt. Verschiedene aus der Mitte der Versammlung gestellte Anfragen gaben zu lebhaften Erörterungen Veranlasfung. In Beantwortung dieser Fragen wies der Vorsitzende auf die neuen Bestimmungen der Gewerbeordnung hinsichtlich der Lehrlings- bezw' Gesellenprüfung hin und ermahnte die Handwerker namentlich zur vorschriftsmäßigen Ausfertigung der Lehrverträge. Zum Schluß machte der Vorstand noch die Mittheilung, daß vom Verein beabsichtigt sei, im Laufe des Jahres einen Kurs für gewerbliche Kostenberechnung abzuhalten. Die Leitung desselben wird durch Gewerbeschulhauptlehrer Adolph übernommen werden. Gewerbeverein Bräunlingen. Generalversammlung am 2. März. Der Verein zählt zur Zeit 77 Mitglieder, wovon 74 selbständige Handwerksmeister sind. Im abgelaufenen Jahre wurden 3 Vollversammlungen und 15 Ausschußsitzungen abgchalten, deren hauptsächlichster Zweck die Gründung einer Gewerbeschule in hiesiger Stadt war. Dieselbe wird nun mit dem neuen Schuljahre Ostern d. I. beginnen. In nächster Zeit wird ein Buchführungskurs für Meister abgehalten, derselbe wird von Gewerbelehrer Wangler hier geleitet und meldeten sich schon eine größere Anzahl Meister zu demselben. Bei den Neuwahlen wurde der seitherige Vorstand und ebenso die ausscheidenden Ausschußmitglieder sämmtlich wiedergewählt. Bürgermeister Bertsche, der der Versammlung ebenfalls anwohnte, sprach dem Vorstande und den Ausschußmitgliedern den Dank für ihre mühevolle und rastlose Thätigkeit aus. S. Gewerbe- und Jndustrieverein Sinsheim. Generalversammlung. Nach einleitenden Begrüßungsworten erstattete der Vorstand, G. Münzesheimer, den Rechenschaftsbericht pro 1900, aus dem u. a. hervorgeht, daß der Verein im Vorjahre auf 68 Mitglieder angewachsen ist. Bei der sodann folgenden Wahl wurden die ordnungsgemäß ausscheidenden Vorstands- bezw. Ausschußmitglieder sämmtlich wiedergewählt. — Unter Hinweis auf den anläßlich des letzten vom Vorstande gehaltenen Vortrages gefaßten Beschluß wurde die Errichtung eines „Buchhaltungskurses für Meister' einstimmig gutgeheißen. Der Kurs, dem 22 Mitglieder beigetreten sind, hat bereits begonnen. Später ist ein solcher Kurs auch für Meistersöhne und Handwerksgehilfen in Aussicht genommen. Zu der an Ostern hier stattfindenden Lehrlingsarbeiten-Ausstellung wird eine recht rege Antheilnahme erwartet, und werden die Meister zur Förderung des gedachten Zweckes nochmals dringend aufgeforoert. Unsere Musterzeichrmng. Die dieser Nummer beigegebene Tafel 11 enthält die Abbildung einer Buffetwand für ein Speisezimmer; entworfen von Architekt K. Mannhardt in Mannheim, jetzt Schwetzingen. Berichtigung. Der Entwurf zu der Musterzeichnung (Vignetten) auf Tafel 10 ist nicht von C. Hausse in Furtwangen, wie durch ein Versehen angegeben wurde, sondern von F. Nierholz, Zeichner an der Großh. Kunstgewerbeschule in Karlsruhe gefertigt worden. Merarische Besprechungen. E. Andres. Die Fabrikation der Lacke, Firnisse, Buchdrucker- Firnisse und des Siegellacks. 248 S. m. 33 Abbildungen (8j. 5. Ausl-, Leipzig-Hartleben. 1901. Preis 3 M. Dieses bekannte, von einem Praktiker verfaßte Merkchen, welches nunniehr in 5. Auflage erschienen ist, behandelt in anschaulicher und auch dem Nichtchemiker verständlicher Weise ein Gebiet, das theoretisch wenig bearbeitet ist, und dessen gründliche Kenntniß lediglich an der Hand der Praxis erworben werden kann. Um so werthvoller ist es deshalb, wenn der Verfasser seine eigenen praktischen Erfahrungen der Allgemeinheit, in Gestalt des vorliegenden Buches und unter Berücksichtigung der allerdings spärlichen Neuerungen, zugänglich macht. Der Verfasser bespricht in 14 Abschnitten die zur Herstellung der Lacke und Firnisse Verwendung findenden Rohmaterialien, ihre Eigenschaften, Verarbeitung und Reinigung, erläutert die Herstellung der sog. flüchtigen und der fetten Firnisse im Großen und gibt Anleitung für die Anlage einer Firnißfabrik. Außerdem enthält das Werk eine sehr große Anzahl erprobter Rezepte sür die Darstellung der verschiedenen Firnißarten. Ein besonderes Kapitel befaßt sich mit der Fabrikation des Siegellackes und Siegelwachses (Bofsir- wachs). Die an dis Bereitung des Firnisses für Linoleum sich anknüpfenden Bemerkungen über Linoleumfabrikation würden in einer zukünftigen Auslage, als nicht dem derzeitigen Stand dieser Industrie entsprechend, besser wegbleiben oder müßten umgearbcitet werden. Das Andres'sche Buch wird in Fachkreisen gewiß gerne und mit Interesse Aufnahme finden. Lt. Krief- und Fragekasten. Au Gebr. K. in F. (Cementverputz) Sie fragen an, ob sich Cementverputz bei Fensterumrahmungen aus Bruchsteinen, um denselben das Aussehen von Hausteinen zu geben, empfehle Die Urtheile der Sachverständigen, der Architekten, die wir von verschiedenen Seiten eingeholt haben, lauten nicht besonders günstig darüber. Man hat vielfach stellcnweises Abfallen des Verputzes beobachtet. Daß solches nicht immer und überall eintritt, beweist ein am Rondellplatz, der Landesgewerbehalle gegenüber, vor 31 Jahren von der Cementwaarenfabrik Dyckcrhoff L Widmann hier ganz mit Cement verputztes Bruchsteingebäude, welches sich wohlerhalten zeigt. Cement hält ja am Stein fest, und wenn er davon abfällt, so liegt es entweder an der Unreinheit der Steinfläche oder an der Qualität des Cements oder an der Verarbeitung beim Mörtelanmachen und beim Aufträgen. Man bedarf guten Cementes, reinen Sandes und zuverlässiger Arbeiter. An letzteren fehlt es bei Bauarbeiten vielfach, wie wir aus eigener Erfahrung wissen. Die gewöhnlichen Maurer sind keine Spezialisten, die an richtiges Arbeiten durch die dauernde Uebung gewöhnt sind; es kommt ihnen auch nicht darauf an, großen Vorrath von Mörtel anzumachen und nicht sofort zu verwenden, dann nach Verlauf von Stunden, wenn er schon Erhärtung zeigt, Wasser aufzugießen, um ihn geschmeidig zu machen, was durchaus verwerflich ist. Darum sind die Architekten mißtrauisch gegen das Verputzen mit Cementmörtel. Die aus Cement hergestellte Fabrikwaare der mannigfaltigsten Art ist ja vorzüglich in ihrer Dauerhaftigkeit, es werden auch Fenstergesimse im Ganzen aus Cement hergestellt, die sich von Sandstein kaum unterscheiden lassen und dabei als Fabrikwaare billiger sind, wenn starke Profilirungen gegeben sind. Da wo guter Sandstein in der Nähe nicht vorkommt, haben sich Fabriken besonders auf die Herstellung von Profilsteinen für Gebäude eingerichtet, so z. B. Brcnzinger 8c Cie. in Freiburg, F. Silbereijen in Rheinfelden (auch Basel und Straßburg). — Hier in Karlsruhe ist der „Englische Hof" am Marktplatz mit vorgeblendeten Werkstücken aus Cementguß verkleidet. dlär. 99 Brückenbau-Arbeiten. Zum Neubau der Kinzigbrücke bei Wolfach sollen die Gründungs-, Maurer- und Steinhauerarbeiten für die beiden Widerlager, sowie für Ufer- und Stützmauern im öffentlichen Angedotsverfahren vergeben werden. Die Arbeiten umfassen: Mauerwerksabbruch . . . 400 dun Fundamentaushub.... 1800 „ Einrammen von 3 m langen iTräger. 284 Stück Betonfundamente .... 119 dun Cyklopenmauecmerk . . . 470 „ Quadermauerwerk.... 27 „ Die Vergebungsunterlagen können auf unserm Geschäftszimmer eingesehen werden. Angebote sind unter Benützung der von uns zu beziehenden Formulare mit der Aufschrift .Brückenbauarbeiten' längstens bis zu der auf den 2- April d. I, Vormittags 11 Uhr, anberaumlen Eröffnungsverhandlung verschlossen und portofrei bei uns einzureichcn. Zuschlagsfrist 14 Tage. 75.2.1 Großh. Wasser- und Straßenbauinspektion _Offeuburg._ Vergebung von Bauarbeiten. Für den Neubau eines Amtsgerichts- bäudes in Lahr sollen nachstehende Bauarbeiten, unter Zugrundelegung der für Staatsbauten geltenden allgemeinen und besonderen Bedingungen, öffentlich vergeben werden, und zwar: Titel VII Gipserarbeiten, „ VIII Schreinerarbeite», „ VIII b Liefern und Befestigen von Holzrollläden, „ IX Glaserarbeiter, „ Xu Schlosserarbeiteu (Beschlag der Fenster), „ Xd Schlosserarbeiteu (Beschlag der Thürens. Die Verdingungsunterlagen können an den Wochentagen vom 14. bis einschließlich 21. Marz d. I. während der Vormittagsstunden von 8 bis 12 Nhr auf dem Geschäftszimmer Nr. 3 der Unterzeichneten Stelle, wie auch auf dem Neubaubureau der Baustelle zu Lahr während der Nachmittagsstunden des 15, 18., 20. und 21. März d. I. von 3 bis 6 Uhr eingesehen und Angebotsformulare gegen Entrichtung von je 50 Pf. für Tilel VII, VIII und IX und je 30 Pf. für Titel VIII l>, X u und X d daselbst in Empfang genommen werden. Auswärtige Submittenten können diese Formulare nebst den allgemeinen und besonderen Vertragsbedingungen gegen Einsendung von je 1,60 M. für Titel VII, VIII und IX und je 1,40 M. für Titel Vlllb, Xa und XI> beziehen. Verschlossene, nach Titel getrennte und mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote find portofrei längstens bis Samstag, den 23. März, Vormittags 10 Nhr, bei Unterzeichneter Stelle einzureichen, woselbst auch um diese Zeit die Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bewerber erfolgen wird. Zuschlagsfrist: drei Wochen. 70 Offenburg, den 8. März 1901. Großh. Bezirksbauinspektion Gesucht für meine kunstgewerbliche Werkstätte ein 72 Blechner oder Schlosser, der durchaus genau zu arbeiten versteht unv mit dem Treiben, Spannen, Ciseliren rc. ver traut ist. Dauernde Beschäftigung garantirt. W. Weiß, Blechnermeister. Karlsruhe, Steinstr. 14. Bau eines Maschinenhauses. Der Verbandsausschuß für die Wasserversorgung der Gebietsgemeinden vergibt im öffentlichen Angebotsversahren die nachstehenden Arbeiten und Lieferungen zum Vau eines Maschinenhauses in Tiefenbronn für die Wasserversorgung der Gemeinden Hamberg, Hohenwarth, Schellbronn, Neuhausen und Tiesenbronn: 1. Maurerarbeit, 2. Rothe Steinhauerarbeit, 3. Zimmerarbeit, 4. Gipserarbeit, 5. Dachdeckung, 6. Blechnerarbeit, 7. Plättchenbelag, 6. Schreinerarbeit, 9. Glaserarbeit, 10. Schlosserarbeit, 11. Walzeisenlieferung, 12. Anstreicherarbeit, 13. Tapezierarbeit, 14. Ofenlieferung, 15. Beleuchtung. Pläne, Bedingungen und Angebotsformulare liegen auf dem Rathhause in Tiefenbronn, sowie auch bei unterfertigter Stelle zur Einsichtnahme offen. Angebotsformulare mit Bedingungen können vom Bürgermeisteramt Tiefenbronn gegen Erstattung der Selbstkosten bezogen werden. Die Verdingungsverhandlnng findet am Montag, de» 25. März, Vormittags 11 Nhr, auf dem Rathhause in Tiefenbronn statt. Die Angebote sind verschlossen und mit der Aufschrift „Maschinenhaus'' versehen, bis zum genannten Zeitpunkte beim Bürgermeisteramt Tiesenbronn einzureichen. Zuschlagsfrist: drei Wochen. 76 Karlsruhe, den 9. März 190!. Großh. Kulturinspektion. Bauarbeiten-Bergebung. Für den Neubau eines Amtsgefängnisses in Obcrkirch sollen die Gipser-, Schreiner-, Glaser-, Tüncher-, Tapezier- und Pflästerer- arbsiten, unter den für Staatsbauten gellenden allgemeinen und besonderen Bedingungen vergeben werden. Die Pläne u. s. w. können in der Zeit vom 15. bis zum 30. März (einschl.) zu den üblichen Bureaustunden auf unseren! Geschäftszimmer eingesehen werden. Daselbst sind auch die Angebotsformulare in Empfang zu nehmen. Die Angebote sind spätestens ain 3. April verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist sechs Wochen. 77.2 1 Achern, den 13. März 1901. Großh. Bezirksbaninspektion F. Baumann. Bauarbeiten -Vergebung. Die für den innere» Ausbau des Nebenzollamtes i« Grenzacherhoru nöthigen Verputz-, incl. Terranova-, Schreiner-, Glaser-, Schlosser-, Maler-, Tapezier- und Pflästerer- arbeiten sollen auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbes auf Grund der für die badischen Staatsbauten maßgeblichen allgemeinen und besonderen Bedingungen vergeben werden. Zeichnungen, Bedingungen und Arbeitsplan liegen auf unserem Geschäftszimmer an den Werktagen von 9 bis 12 Uhr und 2 bis 4 Uhr zur Einsicht auf und können daselbst Angebotsformulare gegen Erstattung der Selbstkosten in Empfang genommen werden. Die Angebote sind bis zum 20. März 1901, Nachmittags 4 Nhr bei uns verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzusenden, zu welcher Zeit die Eröffnung derselben stattfinden wird. — Die Einsender von Angeboten können der Eröffnung anwohnen. Zuschlagsfrist drei Wochen. Lörrach, den 7. März 1901, 71 _Großh. Brzirksbauinspektion._ Arbeits - Vergebung. Neuba» der großen Universitätsbibliothek in Heidelberg. Die Grab-, Beton- und Maurerarbeiten sowie die Walzeisenliefernngen für den genannten Neubau sollen in öffentlicher, allgemeiner, Submission vergeben werden. Pläne und Arbeitsbeschreibungen können täglich zu den üblichen Bureaustunden in den Geschäftsräumen der Großh. Baudirektion in Karlsruhe eingesehen werden, woselbst auch Angebotsformmare beim Sekretariat der Stelle zu erheben sind. Die Angeboten sind bis spätestens Montag, den 1. April, Vormittags ll Uhr, bei Großh. Baudirektion einzureichen, zu welcher Zeit auch die Berdingungsverhandlungen stattfinden. Die Zuschlagsfrist beträgt drei Wochen (für die Walzeisenlieferung 10 Tage). Karlsruhe, den 15. März 1901. Großh. Baudirektion: vr. Josef Durm. 74.23_Martin. Arbeit-Vergebung. Oberlandesgerichtsgebände in Karlsruhe. Die Verputzarbeiten, die Schreiner-, Glaser und die zugehörigen Beschlägarbeiten für den genannten Neubau sollen auf Einzelpreise vergeben werden. Die Arbeitsbedingungen und Zeichnungen können täglich zu den üblichen Arbeitsstunden in den Geschäftsräumen der Großh. Baudirektion eingesehen werden, woselbst auch die Angebotssormularc in Empfang genommen werben können. Die Angebote sind spätestens bis Mittwoch, de» 20. März, Abends 4 Uhr, beim Sekretariat der Baudirektion einzureichen, zu welcher Zeit dann die Berdingungsverhandlungen stattfinden. Die Zuschlagsfrist beträgt vier Wochen. Karlsruhe, den 2. März 1901. Großh. Baudirektion. I)r. Joses Durm. 60.3.3_Martin. Eiserne Brücke über die Murg bei Niederbühl >,Amt Rastatts. Die Gemeinde Nieverbühl vergibt im Wege der öffentlichen Ausschreibung die Lieferung und Ausstellung des eisernen Ueberbaues der ca. 69 m langen Murgbrücke bei Niederbühl im Gesaurmtgewicht von 73 650 tcg. Angebote, nach Flußeisen, Gußeisen und Flußstahl getrennt, sind für 100 KZ Eisen der fertig aufgestellten und angestrichenen Brücke zu stellen und, mit der Aufschrift „Murgbrücke Niederbühl" versehen, verschlossen und portofrei bis Mittwoch, den 20. März l. I., Vormittags IO Uhr, auf dem Rathhause in Niederbühl einzureichen, woselbst um die angegebene Zeit die Eröffnung der Angebote stattfindet. Pläne, Bedingungen und Eifenverzeichniß liegen auf dem Geschäftszimmer der Großh. Wasser- und Straßenbauinspektion Rastatt während der Geschäftsstunden zur Einsicht auf und können gegen Einsendung von 6 Matt von dem Gemeinderath in Niederbühl bezogen werden. 65.2.2 Zuschlagsfrist vier Wochen. Rastatt, den 2. März 1901. 100 Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Die Anlieferung und Aufstellung des Eisen werks für 5 Brücken der Bahnstrecke Radolfzell-Konstanz nn Gefammtgewicht von 35 700 kg Fluh eisen, 2 390 „ Gußeisen, soll iin öffentlichen Wettbewerb vergeben werben. Die vorhandenen Eiseukonstrultionen sind zu einem im Angebot per 100 kg Schweihund Gußeben anzugcbenden Preis vom Lieferanten der neuen Konstruktionen zurllck- zunehmen. Die auf betriebsfertige Ausstellung der neuen Konstruktionen per 100 kg Fluß und Gußeisen zu stellenden Angebote sind bis längstens Donnerstag, den 21 März d. I» Bormittags II Uhr, verschlossen und postsrei an mich einzureichen. Die nähern Bedingungen, die Zeichnungen und Gewichtsverzeichnisse liegen auf meinem Dienstzimmer zur Einsichtnahme auf, und können auch, soweit der Vorrath reicht, gegen eine Gebühr von 2 Mark nach auswärts abgegeben werden. Zuschlagsfrist drei Wochen. 66.2.2 Konstanz, den I. März 1901 Der Großh. Bahnbauinspektor. Staat!, snbvent. und beauss. Deutsche Schlosscrschule Rostwein i. S. Theoretische und praktische Ausbildung von kunstgewerbl. und trchn. Hilfspersonal, Werkmeistern u. selbst. Gewerbetreibenden Abtheilnngcn skr «nnstschlofle-et. Eisenbau, Maschinenbau, Elektrotechnik. ti.S.» Auskunft durch die Direktion. I. Laä6ü-Kaä6ü6r ! KMoUsi'is! doore ä 1 M. I kort» unck löste ! II „ s 10 „ s 25 ?f. extra. 79. - 29. ^L2SS vsILgswIm»« LLkIbsi' vkns Lbrttg im öetrage von Mki. 4L ovo 6eu ---- Nu Svooo i L 5000 -- LIK. 5000! ! „ L 1000 -- 2000 I L 500 -- „ 2000 !0 „ L 100 -- „ 2000 iOO „ ä, 20 -- „ 2000 !00 ., ü 10 -- „ 2000 »60 „ L 5 -- „ 2800 400 ., it 3 4200! b.b.t ews'üsliit 81Ä1ÜI0I', keneral - Debit, 81rassburg i. k. 0i-e>fu8 L IVla/ei'-vinkel LLsnnvlsLin. KolrkaniIIung, Dampf-Hobel- o. 8äge«e«'It. 6ro88v LraoksuLv1»K«. XursrUravIseks kilok kivs. LsoriNsods ovck cksutsetis Lodelöretlsr, Ltstssdrsttsr, Lststsv kür VLULBkvokO er«, eto. 61—46 v - k'raiZ- unä LdspinAinasedLnen, woäsrus, krästigs Bauart. Lorgkältig« Arbeit. — Billige kreise. Kaltsago mit xssetrUek gescdvtrtsr ksvlkbls- rsgllliruag rum 8okueicksu von LLssi» mrä SlLlrl. IrsurisiriisslOiisii in Rodguss uoä fertig bearbeitet. InLAsi», Itrtpyelungsii, OSllLis.rN.Mi.Sris.L'Sr mit ktillgsedwiermix, mockerue Bauart, gsSllLiis, sLlibor« tkuKkrunx. 290.26.14 NIsmsLlisIdsii ein- unä sveitbsilig, in seäsr Srösse. katsat - blrsekill ev - kvriullilg (dis 1'/, m vuredmesser.) Qs.AA6L9.u6r OsLixf- LxsriLotor st«ti«nSr «»ck tkabrdsr <1—3V kköräekrakt). kksassts vsusilllied verbessert« Lauart äes seit ckabrsu von uns godautou Vsmpf-Zpai'motoi'. LevLdrte, billig«, begueme öetriebs- krakt kür alle 2vsigs äss LIeingeverkes. Oskakr-, xsruok- uaä gerLnsedlossr Betrieb. leäes Lrevamaterisl verveackdar, sparsamer Verdrsuod. F Osriogsr Ranmbsckarf, keine kaedkuoäige IVartung. i ' 2eugoiss»bsüge nncl Lataloge kostenfrei. Lisen^snlrk 6agg6N9u,MeWMM, KaggsnaulMR). . Wichtig für Handwerker, m Als neu empfehle ich meine bestehend in: Einkaufsbuch, Verkaufsbuch, Kassenbuch und Inventarbuch. Dieselben sind in Kanzleiform. 21 x 33 cm auf kräftig. Papier gedr. u. in solid, dauerhaft. Einbänden hergcst. Preis der 4 Büch. zus. M. 16.— Musterbogen bitte zu verlangen. Bitte die Besprechung in Nr. 52 der Badischen Gewerbezeitung zu beachten. 25.6.4 6dr. ^ertddammer, l-onto- v. kozelMMcktzrkLdr. krueksal. Nachdruck von durch einen Ring (c>) am Anfang charakteristrten Originalmittheilungen ohne Bezeichnung der Quelle ist untersagt. Redaktion: Hofrach Prof. vr. H. Meidinger- Druck und Kommissionsverlag der G- Braun'schen Hofbuchdruckerei, beide in Karlsruhe. Tafel 11. Tafel 11. Beilage zur Badischen Gewerbezeitung 1901 Nr. 11.