Nr. 16. Karlsruhe, den 19. April 1901. 34. Band. Erscheint Freitags. Anzeigen 25 Psg. die dreispaltige Petitzeile. Jahrespreis 3 Mark. Jnhall: S. 133 bis 140. Bekanntmachung (Prüfung im Hufbeschlag betr.). — Handwerkskammer Konstanz. — Gewerbe- und Industrie-Ausstellung in Rastatt. — Ausstellung für Feuerschutz und Feuerrettungswesen in Berlin 1901. — Reaumur und Celsius. — Unterscheidung künstlicher und natürlicher Edelsteine. — Holzmodelle für Gießereizwecke. — Unsere Musterzeichnung. — Literarische Besprechungen. — Anzeigen. WekannLrnachrmg. Die Prüfung im Hufbeschlag belk. Nachstehende 38 Schmiede, welche sich der an den Hufbeschlagschulen des Landes abgehaltenen Prüfung im Hufbeschlag unterzogen haben, sind für bestanden und demgemäß zur Ausübung des Gewerbes als Hufbeschlagschmiede für befähigt erklärt worden: auf Grund der Prüfung an der Huibeschlagschule in Meßkirch: Konrad Bold von Langenenslingen, Gustav Heid von Randegg, Leo Müller von Voll, Wilhelm Muff! er von Oberlauchringen, Anselm Oechsle von Bankholzen, Wilhelm Ri eg er von Zoznegg; auf Grund der Prüfung an der Hufbeschlagschule in Freiburg: Albin Albietz von Nordschwaben, Mainrad Gäng von Degernau, Karl Martin Hornecker von Buchholz, Albert Joos von Oberprechthal, Johann Jakob Kienzle von Affstädt, Heinrich Gustav Krause von Strachwitz, Karl Friedrich Kumlin von Windenreuthe, Karl August Meyer von Vörstetten, Xaver Neff von Uttenheim, Franz Xaver Seyller von Wittisheim; auf Grund der Prüfung an der Hufbeschlagschule in Karlsruhe: Karl Robert Bischofs von Dietlingen, Ferdinand Lang von Weiher, Leonhard Oser von Urloffen, Gottlieb Friedrich Pfersching von Flehingen, Johann Heinrich Ries von Mannheim, Gottlieb Schöpf von Oeschelbronn, Otto Streibich, von Balzhofen, Karl Straub von Oeschelbronn, Gustav Schneider von Haßmersheim; auf Grund der Prüfung an der Hufbeschlagschule in Mannheim: Theodor Alois Dotzel von Ostheim, Friedrich Engelhardt von Stödtlen, Albert Fl ubach er von Jhringen, Jakob Geiß von Niederliebersbach, Ignaz Großmann von Weisenbach. Heinrich Schneider von Schauernheim, August Ziegler von Mühlbach; auf Grund der Prüfung an der Hufbeschlagschule in Tauberbischofsheim: Josef Egidius Albert von Meersburg, Ludwig Grämlich von Schlierstadt, Florian Baumann von Berolzheim, Johann Kaspar Gruß von Marienbrunn, Anton Eckert von Wessenthal, ! Johann Schäfer von Schönseld. Karlsruhe, den 11. April 1901. Großh. Ministerium des Innern. I A.: Heil. 134 Handwerkskammer Konstanz. Dieselbe hielt am 10- April ihre zweite Plenarversammlung ab, die von 21 Mitgliedern besucht war. Als Regierungsvertreter wohnte Amtmann Zerrenner den Verhandlungen bei. Der Vorsitzende, Dekorationsmaler Emele, eröffnete die Sitzung mit einer kurzen Begrüßungsansprache und ertheilte darauf dem Handwerkskammersekretär Müller das Wort zur Berichterstattung über die bisherige Thätigkeit der Kammer. Diesem Berichte ist zu entnehmen, daß Dank der seitens des Gewerbevereins Konstanz getroffenen Vorbereitungen die Einrichtung der Geschäftsräume, die Anlegung der Registratur und Bibliothek rc. verhältnißmäßig rasch bewerkstelligt war, so daß etwa vom 15. Februar an ein geordneter Geschäftsbetrieb eröffnet werden konnte. Der Mitgliederstand hat sich seit der ersten Sitzung der Kammer durch Ausscheiden zweier Mitglieder und Eintritt zweier Ersatzmänner etwas verändert. Die Neuregelung der Lehrlingsprüfungen wird die Hauptaufgabe sein, mit welcher sich die Kammer in nächster Zeit zu befassen hat. Wiederholt wurde die Kammer Vonseiten der Behörden und aus Interessentenkreisen zur Abgabe von Gutachten veranlaßt, so z. B. über den Schutz des geistigen Eigenthums, bei Forderungsklagen, über die Noth- wendigkeit der Führung von Wandergewerbescheinen, über die öffentlich rechtliche Stellung der Gewerbevereine, sowie über die Bildung neuer Berufsgenossenschaften. Daß der schriftliche Verkehr bei der neuen Kammer bereits ein recht lebhafter geworden ist, mag daraus hervorgehen, daß innerhalb zwei Monaten 800 schriftliche Ansläufe zu verzeichnen waren, denen rund 450 postalische Eingänge gegenüberstanden. Den Hauptgegenstand der heutigen Sitzung bildete die Feststellung des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1901/1902. Nach einer allgemeinen Erläuterung durch deu Sekretär wurden die einzelnen Positionen des Voranschlags eingehend durchberathen, und derselbe schließlich in der vorgeschlagenen Fassung einstimmig angenommen. Darnach erfordert die Kammer einen jährlichen Aufwand von 14000 Mark. Nach einer vorläufigen Ausstellung werden hiervon 9000 Mark durch Umlagen gedeckt werden müssen, so daß die Handwerksbetriebe mit keiner oder nur einer Hilfsperson jährlich 0,67 Mark, die Betriebe mit 2 bis 6 Hilfspersonen 1,33 Mark entrichten müssen rc. Der Dienstvertrag mit dem Sekretär wurde einstimmig genehmigt. Darnach wurde derselbe ans sechs Jahre angestellt und ihm gleichzeitig die Kassen- und Rechnungsführung übertragen. Jni weiteren Verlauf der Verhandlungen erstattete der Sekretär Bericht über den ersten deutschen Handwerks- kammertag, der im November v. I in Berlin abgehalten wurde. Die Versammlung beschloß, dem deutschen Handwerkskammertag beizutreten. Der nächste deutsche Kammertag wird im Oktober d. I. in Stuttgart abgehaltcn werden. Der Vorsitzende und der Sekretär der hiesigen Kammer werden den Verhandlungen beiwohnen. Nach Erledigung einiger inneren Angelegenheiten schloß der Vorsitzende die nahezu dreistündige Sitzung, nachdem zuvor der Herr Regierungsvertreter seiner Freude über die anregenden Verhandlungen Ausdruck gegeben und die Mitglieder des fortgesetzten Wohlwollens der Großh. Regierung versichert hatte. Gewerbe- und Industrie-Ausstellung in Rastatt. Als erfreuliches Zeichen von dem Aufblühen und der Entfaltung des gewerblichen und industriellen Lebens Rastatts, wie seiner Beziehungen zum Gewerbe des Bezirks und des Murgthals ist die Gewerbe- und Industrie-Ausstellung anzusehen, welche in der Zeit vom 17. Mai bis 18. Juni in Rastatt abgehalten wird. Eingeschnürt durch die Festungsmauern, konnte sich in der Stadt ein freier Geist des Unternehmens lange nicht entwickeln. Um so lebhafter setzt, seitdem der beengende Gürtel gefallen, der Unternehmungsgeist in Gewerbe, Handel und Industrie ein. Jedoch nicht nur für Rastatt allein war die Aufhebung der Festung von Bedeutung, sondern dieselbe beeinflußt auch wesentlich die regere geschäftliche Verbindung mit dem industriereichen Murgthal und dem gesammten Gewerbe des Bezirks. Als Ausstellungsräumlichkeiten sind die zu solchen Veranstaltungen sehr geeigneten großen Lokalitäten der städtischen Fruchthalle, sowie drei zu erbauende größere Hallen in Aussicht genommen, wobei die Restaurations- räume und andere, von Ausstellern zu errichtende Pavillons nicht eingeschlossen sind. Ueber alles Erwarten zahlreich sind die Anmeldungen zur Betheiligung eingelaufen. Die weithin bekannten Rastatter Herdfabriken suchen wetteifernd das Beste zu bieten. Die Militäreffektengeschäfte wollen Rastatt als Garnisonstadt zur Geltung bringen. Ganz hervorragend wird die Bau- und Möbeltischlerei und mit der letzteren das Tapezier- und Dekorateurgewerbe durch künstlerisch ausgestattete Wohn- räume vertreten sein. Ihnen würdig sich anschließend im Kunstgewerbe dürfte die Kunstschlosserei Aufmerksamkeit erregen und die Ausstellung von Bergmanns Jndustrie- werken in Gaggenau darf durch ihre bekannten Leistungen auf deni Gebiete der Emailmalerei im Voraus als ein Glanzpunkt bezeichnet werden. Viel Interessantes bietet gewiß auch die sich betheiligende Papierindustrie des Murgthals und das polygraphische Gewerbe, das die vielseitige Verwendung des Papiers zu gewerblichen Zwecken zur Schau bringt. Wagen und Geschirre und verschiedene landwirthschaftliche Geräthe geben den engen Beziehungen der Landwirthschaft zum Kleingewerbe in unseren: Bezirk Ausdruck, während deren theilweise luxuriöse Ausstattung von dem hohen Stand unserer 135 Wagnerei und Sattlerei zeugt. Belebt wird die Ausstellung werden durch die Inbetriebsetzung einer Bäckerei und Wurstlerei, sowie verschiedener Arbeits- niaschinen, welche für den Gewerbetreibenden von besonderem Interesse sind. Der Antrieb aller maschinellen Einrichtungen erfolgt mittelst Elektromotoren, gestellt von der Rheinischen Schuckert-Gesellschaft in Mannheim, deren Dynamo durch ein Lokomobil der Firma Lanz in Mannheim in Thätigkeit gesetzt wird und so elektrische Kraft und Licht für die Ausstellung erzeugt. Unsere strebsamen Gärtner statten das Ganze mit einem hübschen Blumenflor reizvoll aus. Durch die überaus starke Betheiligung von Ausstellern geht die Rastatter Gewerbe- und JndustrieAusstellung weit über den Rahmen einer Lokal- oder Bezirksausstellung hinaus. Ausstellung für Feuerschutz und Feuerrettungswesen in Kerlin 1901. Unter dem Protektorate Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta Viktoria findet in den Monaten Juni und Juli dieses Jahres in Berlin eine internationale Ausstellung für Feuerschutz und Feuerrettungswesen statt, aus Anlaß des fünfzigjährigen Bestehens der Berliner Feuerwehr. Die Ausstellung wird auf dem Gelände des Moabiter Exerzierplatzes abgehalten. Die Ausstellung gliedert sich in sechs Gruppen, welche die Organisation des Feuerlöschwesens, Hülfe in Noch und Gefahr, Leistungen, welche außerhalb der Bcrufsthätigkeit liegen, Feuersicherheitstechnik, Wohlfahrtseinrichtungen und Lehrstoffe, Kunst und Literatur uinfassen. Wasserversorgung, Straßenrcinigung, feuersichere Bailkonstruktion, Feuerschutz im Bergbau, Schiffs- und Thcaterwesen, sowie Versicherungswesen sind in die Ausstellung mit einbezogen. Das Ausstelluugsbureau befindet sich in Berlin LVV, Lindenstraße 41. Reaumur und Celsius. Die Gradtheilung der für häusliche Zwecke bestimmten Thermometer wird in Deutschland nach Reaumur vorgenommen; vom Gefrierpunkt des Wassers bis zum Siedepunkt sind 80 Grad gebildet; der Gefrierpunkt selbst wird mit Null bezeichnet. Die meisten Thermometer für Zimmer und äußere Luft gehen bis etwa 20 Grad unter und 40 Grad über Null, was dem Be- dürfniß entspricht. Für wissenschaftliche Zwecke wird ein Instrument mit Theilung nach Celsius, 100 Grad vom Gefrier- z Punkt bis zum Siedepunkt des Wassers, allein verwendet. ! Es entsprechen dann 20 °C. dem Betrag von 16 "R. Die Umformung erfolgt leicht, indem man entweder mit 8 multiplizirt und die Ziffer rechts streicht, oder mit 8 dividirt und rechts eine Ziffer hinzufügt. Es haben die verschiedenen Theilungen manche Mißstände im Gefolge, namentlich bei Erkrankungen, wo der Arzt die Körpertemperaturen nach Celsius mißt, das Publikum im großen Ganzen nur die Reaumur- grade kennt. Es kann nur als zweckmäßig bezeichnet werden, daß vom 1. Januar d. I. an nur noch Celsius- Thermometer amtlich geprüft werden, und daß die physikalisch-technische Reichsanstalt in Berlin angeregt hat, es möge im Verwaltungswege auf Einführung des hunderttheiligen Thermometers hingewiesen werden. Nach einer Bestimmung des Großh. Ministeriums des Innern vom 27. März sollen in unserm Lande künftig, soweit die Neuanschaffung von Thermometern zu dienstlichen Zwecken oder ein Ersatz unbrauchbar gewordener Instrumente nöthig fällt, nur hunderttheilige Thermometer, unter Ausschluß solcher mit doppelter Skala (achtzig- und hunderttheilig), angeschafft werden. Wir werden demzufolge auch bei unfern Mittheilungen in der Badischen Gewerbezeitung in Zukunft die Temperaturen nur noch nach Celsiusgraden bezeichnen, während wir bisher bei besonderen, mehr die Allgemeinheit berührenden Fällen die Angaben nach Reaumur machten. Nckr. Unterscheidung künstlicher und natürlicher Edelsteine. o Wir haben im Jahrgang 1898 der Badischen Gewerbezeitung S. 513 u. ff. eine Abhandlung über Edelsteine veröffentlicht, welche sich hauptsächlich mit den Eigenschaften, dem Schleifen und Vorkommen der verschiedenen als Edelsteine bezeichnten Mineralien befaßt. Es wird aber wohl auch manchen unserer Leser interessiren, etwas über künstliche Edelsteine und insbesondere über die Merkmale, durch welche sie sich von den natürlichen auf verhältnißmäßig einfache Weise unterscheiden lassen, zu erfahren. Hierüber hat I. Friedländer in Berlin einen Vortrag gehalten, welcher im Märzheft 1901 der „Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbefleißes" veröffentlicht ist, und dem wir das Nachfolgende entnehmen. Friedländer befaßt sich mit den drei wichtigsten, weil werthvollsten Edelsteinen: dem Diamant, Rubin und Smaragd, und zeigt, wie sie von ihren Nachahmungen zu unterscheiden sind. Diese Nachahmungen sind in neuerer Zeit so gut gelungen, daß es namentlich am Abend und bei künstlicher Beleuchtung oft recht schwer hält, ächte von unächten Steinen zu unterscheiden, und die Person des Trägers oft eine bessere Gewähr für die Aechtheit der Steine abgibt, als die direkte Beobachtung. Ein sehr gutes Erkennungszeichen für die Aechtheit eines Edelsteines ist seine Härte, und namentlich beim Diamant kann dieses am leichtesten anzuwendende Prüfungsniittel ohne Bedenken immer benutzt werden. Zeigt es sich, daß der angebliche Diamant sich mit einem 136 Diamantsplitter ritzen läßt, so ist die Unächtheit erwiesen, und ergibt sich dann, daß man es nur mit einer Imitation aus Glas zu thun hat, so ist der Schaden, den inan durch das Ritzen der geschliffenen Oberfläche an dem nachgemachten Stein verursacht hat, kein großer. Nicht ganz so einfach gestaltet sich die Härteprüfung beim Rubin. Läßt sich der zu prüfende Stein mit einer Stahlseile oder einem Quarzstückchen ritzen, so kann man allerdings sicher sein, keinen ächten Rubin unter den Händen zu haben. Verwendet man aber ein härteres Nitzungsmittel, z. B. einen Topas oder einen anderen Rubin, so kann es passiren, daß man einen wirklich werthvollen, ächten Rubin bedenklich beschädigt. Noch ungünstiger gestaltet sich die Prüfung auf Härte bei dem Smaragd, welcher bekanntlich nur etwa die Härte des Quarzes besitzt, also verhältnißmäßig leicht geritzt werden kann, außerdem aber noch die unangenehme Eigenschaft besitzt, daß dabei leicht Stücke aus der Oberfläche ausspringen. Unbedenklich und sicher läßt sich die Härteprüfung also eigentlich nur beim Diamant anwenden, bei den beiden anderen Edelsteinen empfiehlt es sich, noch andere Prüfungsverfahren zu benützen. Hiefür kommen zunächst optische Untersuchungs- Methoden und zwar speziell mit dem Polarisationsapparat in Betracht. Indessen steht ein solches, ziemlich theures Instrument nicht jedem Juwelier zu Gebote. In der Praxis wird fast überall nur die gewöhnliche Lupe und zumeist mit geringer Vergrößerung benutzt. Diese reicht aber nur in seltenen Fällen zu einer sicheren Unterscheidung ächter und uachgemachter Steine aus. Dagegen genügt eine Lupe von 20 bis 30 oder besser noch lOOfacher Vergrößerung, wie sie schon für 20 M. käuflich ist, sehr gut, um in allen Edelsteinen, auch wenn sie bei Besichtigung mit blosem Auge sich als vollkomnien klar erweisen, kleine Fehler zu entdecken, die aber gerade für die betreffende Edelsteinart charakteristisch sind. Rubin und größere Spinelle (vergl. Badische Gewerbezeitung 1898 S. 547) haben solche Einschlüsse meistens, der Smaragd hat sie immer, und sie ermöglichen es, mit Hilfe genügend starker Vergrößerung bei einiger Uebung fast alle wichtigeren Edelsteinarten sofort zu erkennen. Ganz fehlerfreie, sogen, lupenreine Steine gibt es fast nicht, ausgenommen den Diamanten und einige weniger werthvolle, für den eigentlichen Edelsteinhandel fast nicht in Betracht kommende Steine. Der Diamant zeigt zwar auch häufig und vielerlei Einschlüsse, aber zu seiner Erkennung dienen sie nicht. Aus was diese Einschlüsse bestehen, weiß man, wie auch bei den anderen Edelsteinen, in den meisten Fällen nicht mit Sicherheit, man kennt nur ihr Aussehen Versuche, Diamanten künstlich herzustellen, sind schon viele gemacht und werden noch immer ausgeführt, ohne daß es aber bis jetzt gelungen wäre, wirklich brauchbare Resultate zu erzielen. Dies gilt auch hinsichtlich der bekannten, oft besprochenen Versuche von Moissan, nach welchen Kohlenstoff bei sehr hoher Temperatur in Eisen gelöst und durch rasche Abkühlung dieser Lösung der Kohlenstoff unter hohem Druck, verursacht durch das Erstarren des Eisens an der Oberfläche und dadurch bewirkte Komprimirung des noch flüssigen Theiles der Lösung, gezwungen wird, auszukrystallisiren. Es ist bis jetzt auch auf diesem Wege noch nicht gelungen, größere Diamanten zu erzeugen. Von etwas besserem Erfolg begleitet, wenigstens in gewissen Fällen, war das Bestreben, Diamanten zu bleichen^ d. h. gewisse gelbgefärbte in farblose überzuführen. Bekanntlich steht der farblose, wafferklare Diamant im Werthe erheblich höher als der gelbliche. Allerdings ist es bis jetzt auch noch nicht gelungen, gelbe Diamanten völlig wasserklar zu machen, es war nur zu erreichen, daß sie Heller wurden. Aber gerade bei den gelben Kap-Diamanten versagt das Verfahren, welches darin besteht, den zu bleichenden Diamant bei gelinder Rothgluth in ein geschmolzenes, sauerstoff- abgebendes Salz z. B. Salpeter zu tauchen. Außerdem werden die Steine dabei auch noch angeätzt und verlieren ihre Politur. Rubine kann man schon seit etwa 70 Jahren künstlich Herstellen, jedoch erst seit ungefähr 10 Jahren kommen sie in den Handel. Man hat aber neuerdings, speziell in Frankreich, solche Fortschritte in der künstlichen Herstellung dieses Edelsteines gemacht, daß künstliche Rubine vielfach die natürlichen an Schönheit übcr- treffen. Es gibt verschiedene Verfahren, Rubine künstlich herzustellen; sie laufen alle darauf hinaus, chromhaltige Thonerde zum Krystallisiren zu bringen. Nach Fried- länder's Annahme ist das jetzt in Frankreich gebrauchte Verfahren eine Verbesserung des 1891 von Fremy veröffentlichten, welches darauf beruht, die Thonerde bei etwa 1500", also erheblich unter ihrem Schmelzpunkt, der Einwirkung der Dänipse von Baryum- oder Calciumchlorid auszusetzen, wobei die Thonerde in den krystallisirten Zustand übergeht Die ächten orientalischen Rubine (vergl. Badische Gewerbezeitung 1898 S. 546) zeigen ein reines Karminroth (Taubenblutfarbe); auch bei künstlichen Rubinen, wie sie Paquier auf der letzten Pariser Ausstellung ausgestellt hatte, war diese Farbe anzutreffen, meistens aber zeigen die künstlichen Steine einen gelblichen Stich und verrathen sich als solche dadurch dem Kenner. Die einzig sichere Methode der Unterscheidung besteht jedoch in der Betrachtung bei starker Vergrößerung. Sowohl ächte wie künstliche Rubine zeigen Einschlüsse, die aber von einander verschieden sind. Am häufigsten sind bei den ächten Steinen Einschlüsse von kleinen Nüdelchen, die manchmal in ganzen Wolken zusammenliegen, oft die Steine trüben und dadurch entwerthen, aber auch an ganz klaren Steinen bei hin- reichender Vergrößerung aufgefunden werden können und diesen zuweilen einen eigenthümlichen Schimmer geben. Fast ebenso so häufig wie die Nüdelchen sind rundliche, etwas facettirte, längliche Hohlräume zu beobachten, welche von irgend einer Substanz erfüllt sind, die das Licht schwächer als Rubin, aber stärker als Luft bricht, vielleicht einer Art Glas. Bei künstlichen Rubinen des Handels sind derartige Einschlüsse von Friedländer nie beobachtet worden, wohl aber solche in Form von Gasblasen. Diese sind mit den zuerst beschriebenen Einschlüssen der ächten Rubine bei der Betrachtung niit einer genügend vergrößernden Lupe nicht zu verwechseln, und hiermit ist ein scharfes Unterscheidungsmerkmal für ächte und künstliche Rubine gegeben. In der Härte besteht kein Unterschied zwischen ächten und künstlichen Rubinen, auch sind beide vollkommen farbächt. Außer mit künstlichen Nachbildungen kann der natürliche Rubin auch mit dem rothen Spinell verwechselt werden. Dieser zeigt keine der vorerwähnten Einschlüsse, wohl aber kleine Hohlräume von der Form eines Oktaeders, die unter einander genau parallel liegen. Der werthvollste Edelstein ist zur Zeit der Smaragd (vergl. Badische Gewerbezeitung 1808 S. 547); er wurde zuerst 1848 von Ebelmen künstlich dargestellt. Indessen scheint es, ungeachtet vielfacher gegenteiliger Behauptungen, noch nicht gelungen zu sein, den Smaragd in solcher Größe herzustellen, daß man ihn hätte schleifen können. Der Smaragd läßt sich aber, am besten von allen Edelsteinen, durch grüngefärbtes Glas nachahmen, und wenn solche Nachahmungen (Doublettcn) mit einem Plättchen aus natürlichem Smaragd oder Aquamarin (a a. O. S. 548) belegt sind und demgemäß Härte und Glanz des ächten Edelsteines haben, so lassen sich manchmal auch Geübte täuschen. Alle natürlichen Smaragde zeigen Einschlüsse, indessen sind dieselben nicht immer mit bloßem Auge zu scheu, treten auch öfters nur in geringer Menge auf. Bei allen Smaragden zeigen sich flüssige Einschlüsse, die durch ihre zackigen, zerfetzten Formen charakterisirt sind, auch treten häufig kleine Libellen auf. Das Verhalten in der Wärme läßt darauf schließen, daß diese Flüssigkeitseinschlüsse wässriger Natur sind; manchmal sind darin würfelförmige Kryställchen zu entdecken, sodaß an konzentrirte Salzlösungen gedacht werden könnte. Auch dendritische (baumförmige) Bildungen lassen sich beobachten, welche schwarz oder braun gefärbt oder farblos sein können. Bei Doubletten gelingt es manchmal, die Kittfläche zu entdecken. Zweifelsohne leistet auch bei der Prüfung des Smaragds die stark vergrößernde Lupe oder das Mikroskop gute Dienste, und es kann Juwelieren nur empfohlen werden, sich mit diesen für sie sehr werth- vollen Hilfsmitteln zu versehen. Nach den Erfahrungen Friedländer's befinden sich auch in Deutschland namentlich viele künstliche Rubine im Handel. kt. Holzmsdelle für Oießerchwecke. Von Ludwig Schneider, Mechaniker in Müllheim. o Uni exakte Abgüsse und damit zugleich große Zeit- und Arbeitsersparnisse zu erzielen, benutzt man Gußmodelle aus Zink, Messing, Gußeisen, wohl auch Aluminium, namentlich dann, wenn dieselben viel gebraucht werden. Die Verwendung solcher Modelle aus Metall wird jedoch bei einer gewissen Größe durch ihr großes Gewicht und die nicht unerheblichen Anschaffungskosten begrenzt. Man ist in solchen Fällen genöthigt, als Herstellungsmaterial Holz zu verwenden, was jedoch immer den Nachtheil hat, daß sich die Holzmodelle verziehen d. h. je nach der Witterung und Temperatur ihre Formen durch Biegen und ungleiches Ausdehnen verändern. Man hat versucht durch schichten- und kreuzweises Uebereinanderleimen der gleichen, oder verschiedener Holzarten diesem Uebelstand mit mehr oder weniger Erfolg vorzubeugen. Nachstehendes, seit zwei Jahren von mir erprobtes Herstellungsverfahren hilft dem Verziehen mit Sicherheit gänzlich ab. Zu größeren Holzmodellen verwende ich gut getrocknetes und gut abgelagertes Linden- oder Birnbaumholz. Nachdem die Bretter auf Längsmaaß geschnitten und passend zusammengehobelt sind, schneide ich mittelst einer Handoder Kreissäge der Länge nach Einschnitte in das zu verwendende Holz und zwar abwechselnd von unten, dann von oben bis zu 5^ der Holzdicke. Doch ist zu beachten, daß die Einschnitte der zusammengepaßten Bretter beim Zusammenleimen nicht aufeinander, sondern nebeneinander zu liegen kommen (vergl. die Figur). Nach- 138 dem sämmtliche Hölzer derart bis zur erforderlichen Dicke des anzufertigenden Modells zusammengeleimt und genügend getrocknet sind, wird dasselbe nach der Zeichnung ausgearbeitet und mit gutem Modelllack gestrichen. Hierbei etwa zu Tage tretende Einschnitte werden verkittet und schaden dann nichts. Die Einschnitte der auf diese Art angefertigten Modelle regeln das Ausdehnen des Holzes bei veränderlicher Temperatur und Witterung und verhindern aus diesen, Grunde das Verziehen größerer Holzmodelle. Unsere Musteyeichnung. Die dieser Nummer beigegebene Tafel 16 enthält die Abbildung eines Giebel; entworfen von Gewerbeschulkandidat Emil Sickinger in Durlach. Merarische Besprechungen. Itr. F. Brandts. Was der Handwerker von dem Bürgerlichen Gesetzbuch, dem Handelsgesetzbuche und den einschlägigen Landesgesetzen wissen muß. 313 S. (8). Braunschweig: A. W. Zickfeldt. 1901. Preis 1.5V M. Der durch viele populäre Veröffentlichungen über juristische Themata auch in den Kreisen der Nichtjuristen wohlbekannte Verfasser hat es unternommen, in dem vorliegenden Merkchen diejenigen Vorschriften des neuen bürgerlichen Rechtes und der Landesgesetze zusammen zu stellen und zu erläutern, welche für den Handwerker von besonderer Wichtigkeit sind. Diese Vorschriften sind in 18 Abschnitten behandelt, welche unter Andern, enthalten: Miethen und Vermischen einer Wohnung und Werkstatt, Kauf und Verkauf, Werkvertrag, Dienstvertrag, Bürgschaft, Verpfändung, eheliches Güterrecht u. s. w. Der reiche Inhalt des Buches macht dasselbe wohl geeignet, dem Handwerker in den meisten rechtlichen Fragen, welche in Beruf und Leben an ihn herantreten, ein guter Rathgeber zu sein. Es wird in Handwerkerkreisen sicher viele Freunde finden. R. Rückling, unter Mitwirkung von A. Waag. Das Schmuckbuch. (4) Leipzig u. Berlin: Seemann. 1901. Die vorliegende I. Lieferung umfaßt die acht ersten Textbogen und die 40 letzten Tafeln des Werkes. Vom I Theil, der von der Schmuckherstcllung handelt, sind die Kapitel über die Materialien des Schmuckes und die Technik der Schmuckherstellung im Allgemeinen in klarer erschöpfender Behandlung im 1. Heft enthalten. Ueberall. wo das Verständniß durch Illustrationen gefördert werden konnte, sind solche im Text eingesügt. Die von, Verfasser meist selbst gezeichneten Tafeln der 1. Lieferung bringen in flotter Darstellungsweise Vorbilder der verschiedenartigsten Schmuckgegenstände hauptsächlich modernen Charakters. Der Verfasser — Lehrer an der Kunstgcwerbeschule in Pforzheim, dem einen Weltruf genießenden Hauptplatz der Goldwaaren- fabrikation — beabsichtigt, in seinem Werke eine umfassende Abhandlung über den Schmuck nach der künstlerischen und technischen Seite hin zu bieten, wie sie bis jetzt vermißt wurde. Was die Gesammtanlage des Werkes anlangt, so läßt sich das gute Vorbild der Krauth und Meycr'sche» Handwerkerbücher (Schreinerbuch, Schlosserbuch, Zimmermannsbuch rc.), die in, gleichen Verlage erschienen sind, nicht verkennen. Es ist auf 5 Lieferungen, im gleichen Umfange wie die erste, berechnet und kostet komplet broschirt 25 M., gebunden 30 M, Leb. Boujansky, I. Die gewerblichen Genossenschaften Belgiens. 93 S. (8) Leipzig: Duncker L Humblot. 1900. 2,20 M- (Bildet das 3. Heft des 18. Bandes der „Staats- und sozialwissenschaftlichen Forschungen"; herausg. von G. Schmoller). Der Verfasser bespricht, nachdem er einen geschichtlichen Ueber- blick über die Entwicklung des belgischen Genossenschaftswesens vorausgeschickt, zunächst die heutigen Genossenschaften der Konsumenten (Konsumvereine, Apotheken) und unterscheidet hierbei die parteilosen, die sozialistischen und die katholischen Genossenschaften. Daran anschließend werden die Produzentengenossenschasten behandelt; den Schluß bildet eine Untersuchung über den Einfluß der Genossenschaften auf das Kleingewerbe und den Detailhandel. Die Schrift ist für jeden, der sich mit der heutzutage viel erörterten Frage des Genossenschaftswesens befaßt, sehr lesenswerth. Lok. MmrlM-FmiM« Wasserversorgung Bettmaringen (9 lew von der Station Stühlingen). Die Gemeinde Bettmaringen (Amt Bonndorf) vergibt im öffentlichen Angebotsverfahren die Ausführung folgender Arbeiten: 1. Herstellen der Rohrgräben sammt Felsensprengen rc. zusammen 5400 lfd. m. 2. Liefern und Verlegen von 5875 lfd. m gußeisernen Muffenröhren von 40 bis 150 mi» Lichtweite nebst Schiebern, Hydranten u. s. w. 3. Herstellung von zwei Hochbehältern mit 60 und 25 edm Nutzraum, sowie von 9 Schächten aus Stampfbeton. (Gegebenen Falles wird auch die Herstellung von etwa 70 Hausleitungen in Verding gegeben.) Angebote auf diese Arbeiten sind mit der Aufschrift „Wasserleitung Bettmaringen" versehen längstens bis im Sekretariat des Ii-»rl8ri»I>v, Adlerstraße 43. III. 7. Mai d. I, Vormittags 10 Uhr, beim Gemeinderath in Bettmaringen einzureichen. Pläne und Bedingungen liegen zur Einsichtnahme auf dem Geschäftszimmer der Großh. Krüturinspektion Donaueschingen auf, woselbst auch Angebotsverzeichnisse abgegeben werden. Zuschlagssrist 14 Tage. 106 VergebuugvonTapezierarbeiten. Die im Laufe dieses Jahres vorkommenden Tapezierarbeiten für die hiesigen uns unterstellten staatlichen Gebäude, sollen im Wege des schriftlichen Angebotes nach Einzelpreisen, auf Grund der in unserem Geschäftszimmer zur Einsicht aufliegenden Bedingungen vergeben werden. Die Angebote in verschlossenem Umschlag mit der Aufschrift „Tapezierarbeilen" sind bis längstens Mittwoch, de» 1. Mai d. I, Abends 5 Uhr, zu welchen! Zeitpunkt die Eröffnung der Angebotsformulare stattfindet, einzureich>n. Karlsruhe, den 16. April 1901. 114.2.1 Großh. Bezirksbauinspektion Vergebung von Bauarbeiten. Zu dem Neubau eines Schulhauses in Söllingen. Im Wege des schriftlichen Angebotes auf Einzelpreise sollen die Schreiner-, Glaser , Schlosser- und Tüncherarbeiten vergeben werden. Zeichnungen, Bedingungen und Arbeitsauszüge liegen auf unserem Geschäftszimmer — Ritterstraße 20 — zur Einsicht auf. Die mit der Aufschrift „Schulhausneubau Söllingen" zu versehenden Angebote sind spätestens bis Mittwoch, den 1. Mai l. I., Nachmittags 4 Uhr, zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung der Angebote stattfindet, verschlossen bei uns einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Karlsruhe, den 16. April 1901. 113.2.1 Großh. Bezirksbauinsprktion. 189 Gr. Bad. Staats-Eisenbahnen. Vergebung des Anstrichs von eisernen Brücken. Der zweimalige Anstrich des Eisenwerks 1. an dem Hauensteiner Thalübcrgang, Bahnlinie Basel-Waldshut, mit beiläufig 670 gm Anstrichsfläche; 2. des Thalübergangs bei Fützen, Bahnlinie Oberlauchringen-Jmmendingen mit ca. 2800 gm Anstrichsfläche, und 3. des Biesenbachviadukts bei Epsenhofen, LahnlinieOberlauchringen-stmmendingen. mit beiläufig 7770 gm Anstrichsfläche soll in öffentlicher Verdingung vergeben werden. Die Farbe wird von der diesseitigen Verwaltung beschafft. Die Gerüstungen hat der Uebernehmer zu stellen, und eine gründliche Reinigung des Eisenwerkes vor Ausbringung des Anstrichs vorzunehmen. Angebote auf obige Arbeiten im Ganzen, oder aui einzelne Brücken wollen portofrei, verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen bis Samstag, de» 27. d. Akts., Nachmittags 5 Uhr, anher eingereicht werden, woselbst die Vergebungsbedingungen jederzeit eingewhen werden können. 103 Zuschlagsfrist drei Wochen. Waldshut, den 10. April 1901. Der Großh Bahnbauinspektor. Großh. Badische Staats- Eiseubahnen. Arbeit-Bergebnng. Nachstehende Arbeiten und Lieferungen zum Umbau der Widerlager der Straßenunterführung bei km 138,7 der Hauptbahn südlich von Station Appenweier sollen im Wege öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden: beiläufig: Mauerwerksabbruch .... 300 cdm Fundamentaushub. 250 „ Fundament-und Schichtenmauerwerk . 380 „ Granitquader.8,5 „ Sandsteinquader.22 , Die Quaderlieferung kann mich besonders vergeben werden. Bedingnißhcst, Quaderverzeichniß und Zeichnungen liegen bei unterfertigter Stelle zur Einsichtnahme auf, woselbst auch Angebotsformulare erhoben werden können. Angebote sind verschlossen, mit entsprechender Aufschrift versehen und postsrei bis spätestens Samstag, den 27. April, Bormittags 9 Uhr, einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. 111 Offenburg, den 12. April 1901. Großh. Bahnbauinspektor I. Wasserversorgung der Stadt Lösfingen (12 km von Station Neustadt der Höllenthalbahn). Die Stadtgcmeinde Löffingen vergibt im öffentlichen Angebotsvcrfahren die Ausführung nachstehend verzeichneter Arbeiten: 1. Herstellen der Rohrgräben sammt Felsensprengen rc-, zusammen 10600 lsd. m. 2. Liefern und Verlegen von 10 600 lid. m gußeisernen Muffenröhren von 40 bis 150 mm Lichtweite sammt Schiebern, Hydranten u. s. w. 3. Herstellung eines Hochbehälters mit 140 edm Nutzraum und 6 Schächten aus Stampfbeton. (Gegebenen Falles wird auch die Herstellung von ca. 150 Hausleitungen in Verding gegeben.) ! Angebote auf diese Arbeiten sind mit der Aufschrift .Wasserleitung Löffingen" versehen, längstens bis zum 4 Mai d. I., Vormittags 11 Uhr, beim Geineinderathe in Löffingen einzureichen. Pläne und Bedingungen liegen zur Einsichtnahme auf dem Geschäftszimmer der Großh. Kulturinspcktion Donaneschingen auf, die auch Angebotsverzeichniffe avgibt. Zuschlagsfrist I t Tage. 106 Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Zu dem Neubau eines Dienstwohngebändes für 6 Weichenwärter und eines freistehenden Stallgebäudes an der Ludwigsbadstraße im Hanptbahnhof Mannheim, sollen dis Grab-, Maurer-, Steinhaner-, (Neckarthal- oder Mainsteine) Verputz-, Zimmer-, Schreiner-, Glaser-, Schlaffer-, Blechner und Tüncher- arbeiten im Wege der öffentlichen Verdingung im Einzelnen oder im Ganzen vergeben werden. Kostenanschläge, in welche von den Bewerbern die Einzelpreise einzutragen siud, werden auf der Kanzlei des Unterzeichneten, woselb't auch di« Pläne und Bedingungen zur Einsicht aufliegen, auf Verlangen abgegeben. Zeichnungen und Bedingungen werden nach auswärts nicht versandt. Die Anaeboie sind längstens bis zu der am 8- Mai, Vormittags 10 Uhr, stattfindenden Verdingungstagfahrc einzureichen. Für den Zuschlag bleibt eine Frist von drei Wochen Vorbehalten. 110.3.1 Mannheim, den 13. April 1901. Bahnbaninspektor. Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Die nachverzeichnsten Arbeiten zur Herstellung eines Bahnmeisterwohngebäudes auf Station Hüfingen und der Bahnwartshäuser 47 und 48 auf Gemarkung Hüfingen und Allmendshofen sollen im Wege des öffentlichen Angebots vergeben werden. 1. Grab- und Maurerarbeit, 2. Steinhauerarbeit, 3. Zimmerarbeit, 4. Gipserarbeit, 5. Schlofferarbeit, 6. Blechnerarbeit, 7. Schreinerarbeit, 8. Glaserarbeit, 9. Anstreicherarbeit. Die jeweiligen Arbeitsgattungen werden in einem Loos vergeben Pläne, Massenberechnungen, Anerbietungs- und Ausführungsbedingungen liegen auf dem Hochbaubureau »i Donaueschingen auf, woselbst auch die Angebotsformulare in Empfang genommen werden können. Zusendung nach Auswärts findet nicht statt. Die Angebote sind längstens bis zum 29. April, Abends, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen anher einzusenden. Zuschlagsfrist 14 Tage. 112 Villingen, den 17. April 1901. Der Großh. Bahubauinfpektor. Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Zum Neubau eines zweiten Dienstwohngebäudes auf der Station Rheinau sollen die Grab, Maurer-, Steinhaner-, Zimmer«, Verputz-, Schreiner-, Glaser-, Schlaffer-, Blechner, und Anstreichrrarbeite» im Wege der öffentlichen Verdingung im Einzelnen oder im Ganzen vergeben werden. Kostenanschläge, in welche von den Bewerbern die Einzelpreise einzutragen sind, werden auf der Kanzlei des Unterzeichneten, woselbst auch die Pläne und die Bedingungen zur Einsichr aufliegen, auf Verlangen abgegeben. Zeichnungen und Bedingungen werden nach auswärts nicht versandt. Die Angebote find längstens bis zu der am 4. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, stattfindenden Verdingungstagfahrt einzu- reichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. 101.2.1 Mannheim, den II. April 1901. Bahnbauinspektor. Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Bauarbeiten- Vergebung. Zur Herstellung eines neuen Bahn- wartshauses auf Wartstation Nr. 11 a der Kehler Bahn (bei Neumühl) sollen nachbenannte Bauarbeiten im öffentlichen Verdingungswege vergeben werden: im Anschlag von I. Grab- und Maurerarbeit . 4550 M. 2. Steinhauerarbeit . . . . 1033 3. Gipserarbeit .... 4. Zimmerarbeit . . . . . 990 5. Schreinerarbeit . . . . . 449 6. Glaserarbeit .... . . 224 7. Schlofferarbeit . . . . . 207 8. Blechnerarbeit . . . . . 209 9. Anstreicherarbeit . . . . 215 Pläne und Bedingungen können an Werktagen auf diesseitigem Geschäftszimmer eingesehen werden, woselbst auch die Angebotsformulare zu erheben sind. Die Angebote sind verschlossen, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis längstens Mittwoch den 24. d. M-, Vormittags 9 Uhr, bei dem Unterzeichneten einzureichen. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 109 Offenburg, den 10. April 1901. Großh. Bahnbauinspektor 1. Wasserversorgung Dittishausen (15 km von Station Neustadt i. Schw.s. Die Gemeinde Dittishausen, Amts Neustadt, vergibt im öffentlichen Angebotsverfahren die Ausführung folgender Arbeiten: 1. Herstellen der Rohrgräben sammt Felsensprengungen rc., zusammen etwa 5100 lfd. m. 2. Liefern und Verlegen von 4450 lfd. m gußeisernen Muffenröhren von 40 bis 125 mm Lichtweite sammt Schiebern, Hydranten u. s. w. 3. Herstellen eines Hochbehälters mit 80 edm Nutzraum und zweier Schächte. (Gegebenen Falles wird auch die Herstellung von ca. 70 Hausleitungen in Verding gegeben.) Angebote auf diese Arbeiten sind mit der Aufschrift „Wasserleitung Dittishausen" versehen längstens bis 4. Mai, Nachmittags 3 Uhr, beim Geineinderathe in Dittishausen, Post Löffingen, cinzureichen. Pläne und Bedingungen liegen zur Einsicht auf dem Geschäftszimmer der Großh. Kultur- iuspektiou Donaneschingen auf, die auch An- gebotsverzeichniffe abgibl. 107 Zuschlagsfrist 14 Tage. 140 Gehweg-Herstellung. Die zur Herstellung von Gehwegen bei Großh. Sammlungsgebäude hier erforderlichen Zement- und Asphaltarbeiten sollen im Wege des schriftlichen Angebots auf Einzelpreise vergeben werden. Im Geschäftszimmer der Unterzeichneten Stelle können von heute an die Bedingungen eingesehen und die Angebotsformulare in Empfang genommen werden. Ebenda sind die Angebote in verschlossenem Umschlag mit der Aufschrift .Gehweg" bis längstens Samstag, den 27. April d. I , Abends 5 Uhr. zu welchem Zeitpunkt die Eröffnung der Angebote stattfindet, einzureichen. 102 Die Zuschlagssrist beträgt vier Wochen. Karlsruhe, den 9. April 1901. Großh. Bezirksbauinspektion Großh. Badische Staats- Eisenbahneu. Die Lieferung und Aufstellung des Eisenwerks sur die Verbreiterung der bestehenden Brücke über den Heubach im Bahnhof Schiltach der Kinzigthalbahn mit einem Gewicht von: ca. 35 740 KZ Flußeisen, „ 1 740 „ Gutz- und Flußstahl, „ SO . Bleiplatten, soll einschließlich der Abänderungen an der . bestehenden Brücke, im Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Pläne, Gewichtsberechnung und Bedingmßhest liegen bei Unterzeichneter Stelle zur Einsicht auf, können auch gegen ganz freie Einsendung von 2,35 Ai. abgegeben werden. Angebote für 100 KZ Flußeisen, Guß- und Flußstahl, sowie Bleiplatten sind längstens bis zum 4. Mai d I-, Vormittags 10 Uhr, verschlossen, postfrel und mit entsprechender Aufschrift versehen, dorthin zu richten. Zuschlagsfrist 14 Tage Offenburg, den 10. April 1901. 105.2.1 Großh Bahubauiuspektor II- Arbeit-Vergebung. Für den Neubau der Universitätsbibliothek iu Heidelberg soll die Steinhauerarbeit aus rothem wetterbeständigem Sandstein auf Einzelpreise vergeven werden. Die Werkzeichnungen und Arbeitsbedingungen sind täglich zu den üblichen Bureaustunden in den Geschäftsräumen der Großh. Baudirektion in Karlsruhe, Stefanienstr. 26, einzusehen, woselbst auch die Angebotsformulare bei dem Sekretariat der genannten Stelle erhoben werden können. Angebote sind spätestens bis zum 30- April 1901, Vormittags 1! Uhr, bei Großh. Bau- direltion einzureichcn, zu welcher Zeit auch die Verdingungsverhandlungen stattfinden. Zuschlagsfrist vier Wochen. Karlsruhe, den 9. April 1901. Großh. Bandirektion. 1>r. Joses Durm. 95.3.3 Martin. Di-v/fus L MaM-oinke! LLarinksim. «olrkLNlUlm,, vampk-ftedel- 8äge«erk. Xw«rLc«»i»edo kttvk kür« Koräisoks uvä äoutsekv Tistsobroltor, Kr ato. sto. 61—51 Gr. Bad. Staatseisenbahnen. Zur Gewinnung von etwa 6000 ebw Gestücksteme für Straßenherstellungen sollen die Sprengarbeiten an der Felswand auf Station Königsbach, im öffentlichen Ver- dingungswege vergeben werden. Bedingungen und Arbeitsbeschriebe, welche nich Auswärts nichr verschickt werden, liegen auf der diesseitigen Kanzlei, Bahnhosstraße 9, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht auf. Die Angebote sind mit der Aufschrift: Angebot auf die Sprengarbeiten in Königsbach versehen, bis längstens am 1. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, verschlossen und portofrei, hier einznreichen Zu der dann statl- sindenden Eröffnung sind die Angebotssteller eingeladen. Zuschlagsfrist 14 Tage. 115.2.! Karlsruhe, den 17. April 1901. Der Großh. Bahnbauinsprktor. und LkapinAmaseüiiien, moderne, kräktiZs Lauart. LorZkältiZs Arbeit. — LilliZe kreise. KaltsagS wtt xssetrllvk Zesckütrter Kevicbts- rexaliraaZ rum Lodneidsn von LLssn null SlaLI. io RobZoss nvd ksrtiZ bearbeitet. mit killZsckmieravx, moderne Lauart, Lenaus, »Laders Lasküdraax. 290.26.18 sirisnisoUsibsv ein- und eveitbsiliZ, in sedsr Orösss. ?Ltevt - ULsediaell - kormanx (bis Iff, m vurebmssssr.) O9.AA6n9.u6r Oaruxf- 8 x 9 rru 0 tor «tatianSr und! lk»k,rk»r (1—30 kksrdekrakt). kievsste veseatlied verbesserte ÜLaart des seit dabren von uns gebauten llampf-Zpanmolor. Leväbrte, biiiix«, bequeme Letriebs- krakt kür alle Zweigs des kleinZeverkes. Oekabr-, Zerucb- und ZsrLnsekloser öetrieb. leckes Vrevvmstsrlsl verveackdrr, sparsamer Verbraueb. OerinZer Laumbedark, keine kaebkuodiZe >VartunZ. 2enZnissabaüZe und Katalogs kostenfrei. Laggenau.MsWMvM, KaggönauMü) Nachdruck von durch einen Ring (o) am Anfang charakterisierten Originalmittheikungen ohne Bezeichnung der Quelle ist untersagt. Redaktion: Hofrath Prof 0r. H. Meidinger. Druck und Kommissionsverlag der G- Braun'schen Hofbuchdruckerei, beide in Karlsruhe. i« 5« o « r ^ Giebel. Entworfen von Gewerbeschulkandidat Emil Sickinger in Durlach. Beilage zur Badischen Gewerbezeitung 1901 Nr. 16.