Mische GemrbeMung. Krgan der Hroßherzogl. Landes-cheweröehalle und der Aadischen Heweröevereine. Redigirt von Hofrath Prof. vr. H. Meidingrr. Wöchentlich einmal. Jahrespreis 3 Mark. Anzeigen 25 Pfg. die halbe Petitzeile. 25. Band. Nr. 27. Karlsruhe. 2. Juli 1892. Inhalt: S. 313 bis 324. GewerbeveremH^ittheilungen (Wandervortrag; Gewerbeverein Stockach, Karlsruhe, Wiesloch). — ZäzPre Feilen. I. — Arbeiter-Schutzbrille. — Emaillirter Eisschrank des Eisenwerkes Gaggenaü. — Verbessertes Auer'sches Gasglühlicht. — Erste badische Lehranstalt für Zuschneidekunst. — Unsere Musterzeichnung. — Internationale baugewerbliche Ausstellung in Lemberg 1892. — Anzeigen. Gewerbevereins-Mittheilungen. Wandervortrag. Im Gewerbeverein Mosbach hielt am 31. Mai Maschineningenieur Mattenklott, II. Beamter der Großh. Landes-Ge- merbehalle, einen Vortrag über „die Entwickelung der Elektrotechnik und die Erzeugung elektrischer Ströme mittelst Dynamomaschinen". Gew erbe verein Stockach. Im Rathhaussaale fand am 12. Juni die öffentliche Preisvertheilung an die bei der Prüfung und Landesausstellung betheiligten Lehrlinge statt. Bei 15 Prüflingen kamen 1 erster, 1 zweiter, 4 dritte und 8 vierte Staatspreise hierher; ein Vergleich mit dem vorjährigen Resultat ergibt eine nicht unbedeutende Minderung der Noten wie Preise! Mit Recht mahnte deshalb Vorstand Schopf zu anhaltendem Fleiß. Von besonderem Interesse für Lehrlinge wie Lehrmeister war die Mittheilung der von den Mannheimer Prüfungsmeistern über die Werkstücke abgegebenen Kritik; es dürste vielleicht zweckentsprechend sein, künftig mit diesem Akte die Ausstellung der Lehrlingsarbeiten zu verbinden, wie es z. B. im Gewerbeverein Konstanz auch heute gehalten wurde. Von privater Seite veranlaßt, hielt am 23. Juni Elektrotechniker Bitter aus Nürnberg auf Grund ausgestellter Pläne und Berechnung für ein hier zu errichtendes Elektrizitätswerk, besten wir bereits in Nr. 13 d. Bl. kurz Erwähnung thaten. über „elektrische Beleuchtung und Kraftübertragung" einen auch seitens der Gewerbevereinsmitglieder gut besuchten Vortrag, der eine sehr interessante Ergänzungen dem vor 3 Monaten im hiesigen Gewerbeverein von Maschineningenieur Mattenklott besprochenen Thema bot. R. 314 Gewerbeverein Karlsruhe. Prämiirung von Lehrlingsar- beiten. Am 19. Juni, Vormittags 11 Uhr, fand im kleinen Rathhaussaal die Vertheilung der von der Großh. Regierung und vom Gewerbeverein zuerkannten Preise an diejenigen Lehrlinge statt, die bei der diesjährigen Ausstellung ihrer Arbeiten in Mannheim einen solchen errungen hatten. Das Namensverzeichniß der Lehrlinge und Lehrherren sowie die Preise selbst wurden in Nr. 26 unserer Zeitung S. 310 bereits veröffentlicht. Auf besondere Einladung waren erschienen: der Referent für Gewerbe im Ministerium des Innern, Ministerialrath Braun, für Großh. Landes- Gewerbehalle Maschineningenieur Mattenklott, als Vertreter der Stadt der Bürgermeister Siegrist, der Vorstand der Gewerbeschule vr. Cathiau, sodann mehrere Preisrichter und Gewerbemeister sowie Freunde des Handwerkes, die Lehrlinge und deren Angehörigen. Der Vorsitzende des Vereins, Fabrikant L. Schwindt, begrüßte in freundlichen Worten die Anwesenden, sprach besonderen Dank aus der Großh. Negierung und der Stadtgemeinde Karlsruhe für die Förderung, welche sie dem Lehrlingswesen stets angedeihen lasten und ermahnte in zu Herzen dringenden Worten die Lehrlinge, auch als Gesellen fleißig und brav zu Meister und Handwerk zu halten, dann werde der treuen Arbeit auch der Segen nicht fehlen. Zum Schluß des feierlichen Aktes wurden die Namen der mit Auszeichnungen erfreuten Lehrlinge und deren Meister voroelesen und die Preise vertheilt. Mt. Gewerbeverein Wiesloch. Preisvertheilung für Lehrlingsarbeiten am 26. Juni. Die im Rathhanssaale staltfindende Preisvertheilung für Lehrlingsarbeiten, wozu sich eine Anzahl von Meistern und Mitgliedern des Gewerbevereins eingefunden hatten, eröffnete Gewerbelehrer Emele mit einer Ansprache, in welcher er sich eingehend über die Bedeutung der Lehrlingsprüfungen und insbesondere der Auszeichnung mit Preisen verbreitete. Neun Lehrlinge hatten ihre Arbeiten ausgestellt, und sind denselben vom Gewerbeverein 2 erste, 4 zweite und 3 dritte Preise zuerkannt worden; die Prüfung der Arbeiten hatte der Gewerbe- und Jn- dustrieverein Heidelberg in dankenswerther Weise übernommen. Von Großh. Ministerium des Innern sind die Arbeiten mit 1 ersten, 4 zweiten und 2 dritten Preisen ausgezeichnet worden. Die Lehrlingsprüfung haben 4 Lehrlinge (1 Küfer, 2 Schuhmacher und 1 Tüncher) mit erfreulichem Ergebniß abgelegt und wurde ihnen das entsprechende Lehrlingsprüfungs- zeugniß ausgehändigt. — e—. Neuere Feile». I. * In zwei Aufsätzen: „Auswahl guter Werkzeuge" (vergl. Bad. Gwbztg. Jahrg. 1890, S. 256 u. f. f.), haben wir uns ausführlicher über die Nütz- 315 lichkeit des Ankaufs und der Verwendung nur guter Werkzeuge in allen Betrieben ausgesprochen und besonders bei Besprechung der Feile und des zu dieser verwendeten Materials den Nachweis geführt, welche hohe Bedeutung gerade dieses für die Schneidfähigkeit und Schneidhaltigkeit des Werkzeugs hat. Der Ausgabeposten für Feilen spielt in gewerblichen und industriellen Betrieben der Metallbearbeitung stets eine Hauptrolle; hieran zu sparen und dabei die Leistung des Arbeiters eher noch zu erhöhen, ist eine der Hauptaufgaben eines intelligenten Geschäftsleiters. — Die erhöhten Anforderungen der Feilenverbraucher und nicht zum geringsten Theil auch der Wettbewerb der feilenerzeugenden Firmen von Ruf hat zumeist die Verwendung nur des besten und auch des für besondere Arbeitszwecke geeignetsten Materials zuwege gebracht. Unterstützt wurden sie hierbei durch die Bemühungen unserer deutschen Stahlindustrie, welcher es gelang, gerade der Schneidewerkzeugindustrie ein für ihre bestimmten Zwecke angepaßtes Rohmaterial von ausgezeichneter Güte und Brauchbarkeit zu liefern. Allgemein war es gebräuchlich, stumpfgewordene Feilen durch den Feilenhauer wieder Herrichten zu lassen. Dieser erreichte seinen Zweck durch Ausglühen, Abschliff des alten Hiebes, Aufhauen des neuen Hiebes und erneutes Härten der Feile. Jede solche Manipulation hat erhebliche Verluste an Rohmaterial zur Folge; die Feilen — besonders die schwächeren Sorten — konnten deßhalb nur einige Male diesem Prozeß unterworfen werden, sie wurden schnell dünn und verzogen sich leicht beim Härten. Letzterer Umstand verringert den Werth der Feile noch dadurch, daß mit ihrer nicht mehr gleichmäßigen Feilfläche geringere Leistungen erzielt werden; es kommen bei Bearbeitung größerer Flächen allein nur die hervorstehenden Theile zur Wirkung. Das immerhin theuere Aushauen wurde also schließlich durch unvortheilhafte Aus- und Abnützung der Feile noch theürer. Man sann, diese Uebelstände zu beseitigen, bei Verwendung eines ausgezeichneten, allerdings theueren Rohmaterials eine bessere Aasnützung desselben zu ermöglichen, sodaß durch größere Dauer ihrer Brauchbarkeit der erhöhte Ankaufspreis nicht nur gerechtfertigt, sondern der altüblichen Feile gegenüber schließlich noch billiger ist. Interessant sind die diesbezüglichen Versuche der Zusammenstellung von Feilen aus einzelnen Platten, welche endlich ein brauchbares Erzeug- niß in der Patentplattenseile von A. Weerth in Leipzig (Vertreter für Baden: O.Cappis in Waldshut), wovon unsere Ausstellung mehrere Exemplare enthält, lieferten. Diese aus einzelnen Platten zusammengesetzte Feile kann, nach Abnützung ihrer Schärfe, durch einfaches 31 « Schleifen auf dem Schleifstein wieder mit neu geschärften Zähnen versehen werden. Sie wurde 1889 in Berlin prämiirt und hat sich wegen ihrer Brauchbarkeit in die Werkstätten eingeführt. In ihrer Leistung übertrifft sie die gehauene Feile; von uns hinausgegebene Versuchsfeilen standen 8 Wochen lang bei größeren Geschäften in dauerndem Gebrauch, ohne abgearbeitet zu sein. Der Abschliff für jede neue Schärfung bringt nur geringen Materialverlust, so daß ein 40- bis 50 maliges Abschleifen (nach Angabe der liefernden Firma, welche hierfür Garantie verspricht) möglich ist, bevor Unbrauchbarkeit der Feile eintritt. Das Anschleifen scheint uns bei einiger Uebung nicht schwierig in der Ausführung. Von einer größeren Firma, die eine Anzahl dieser Feilen im Gebrauch hat und sich lobend über dieselben äußert, wird es vorgezogen und noch für sich lohnend erklärt, das Schleifen durch Weerth selbst besorgen zu lassen. Die Plattenfeilen werden im Hieb verschiedenartig hergestellt; bei einer Länge der Arbeitsfläche von 35 bis 36 ein enthält der Schruppfeilenhieb 800, der Vorfeilenhieb 240 bis 250 und der Bastardfeilenhieb ca. 300 Platten, die auf eine Angel von quadratischem Querschnitt gesteckt und mittelst einer Schraubenmutter auf dieser festgehalten sind. Der Grundpreis für eine Schruppfeile beträgt 15 Mark. Für einen feineren Hieb, als die drei vorgenannten Arten, läßt sich die Plattenfeile nicht wohl ausführen, weil der Hieb von der Dicke der einzelnen Platten abhängig ist und diese beim Bastardhieb schon sehr dünn sein müssen. (Schluß folgt.) Arbeiter-Zchutzbrille. * So einfach im Grund genommen die Bedingungen sind, welche an eine Arbeiter-Schutzbrille gestellt werden, daß sie ihren Zweck erfülle, nämlich die Abhaltung von Staub und Materialsplittern von dem empfindlichen Auge zu bewirken, so wenig genügen im allgemeinen diese Schutzvorrichtungen dem Bedürfniß der Praxis. Ueberall, wo in gewerblichen Betrieben der Gebrauch von Schutzbrillen zu empfehlen gewesen wäre, hat es sich gezeigt, daß sich die Arbeiter derselben nur höchst ungern bedienen und sie bald wieder zur Seite legen; namentlich wird geklagt, daß das allseitig gegen die Luft abgeschlossene Auge bei längerem Gebrauch der Brillen stark erhitzt wird und schmerzt; es kann daher nicht befremden, daß die Berichte verschiedener Fabrikinspektionen ausdrücklich hervorheben, die obligatorische Anwendung von Schutzbrillen in gewerblichen Betrieben nicht befürworten zu können. Eine dem Bedürfniß in weitgehendstem Maße entsprechende Arbeiter- Schutzbrille hat Direktor Stroof von der chemischen Fabrik in Grießheim a. M. konstruirt; dieselbe zog bereits bei der Ausstellung für Unfallverhütung in Berlin 1889 die Aufmerksamkeit der betheiligten Kreise 'auf sich*). Die Brille hat inzwischen Verbesserungen erfahren und wird in ihrer vollkommenen Form von I. Seipp in Frankfurt a. M. (?. ä.. Ill) in den Handel gebracht. Wie die beistehende Abbildung zu erkennen gibt, eo »- ermöglicht die Schutzbrille eine freie Zirkulation der Luft zwischen Auge und Glas, bez. Gaze. Die überdeckte Oeffnung besitzt einen Durchmesser von 48 und 60 mm, so daß die natürliche Sehfläche kaum beeinträchtigt wird. An Stelle der gewölbt geschliffenen Gläser treten schwarze Gazeeinsätze (vgl. Abbildung) für alle Arbeiten, welche nicht andauerndes genaues Zusehen erfordern, wie beim Klopfen der Straßensteine u. dergl., beim Arbeiten in Steinbrüchen, Bergwerken, Pulver- und chemischen Fabriken. Der Preis der Arbeiter-Schutzbrille beträgt bei Glasschutzgläsern 16 M., bei Gazeeinsätzen 18 M. das Dutzend. Wir wollen bei dieser Gelegenheit nicht unerwähnt lassen, daß die oben genannte Firma auch Mund- und Nasenschützer (sogenannte Wattenrespi- ratoren) fertigt nach einer Konstruktion, die gleichfalls wie die Schutzbrille aus der Praxis heraus sich entwickelt hat und mit Erfolg in chemischen Fabriken benutzt wurde. ?k. Emaillirter Eisschrank des Eisenwerkes Gaggenau. * Der von dem Eisenwerke Gaggenau, Aktien-Gesellschaft, hergestellte Eisschrank zeichnet sich durch das eigenartige Material aus, in welchem sämmtliche inneren, von der Feuchtigkeit getroffenen Theile hergestellt sind: an Stelle der bei gewöhnlichen Eiskästen gebrauchten Verkleidung aus ') Vergl. den .Bericht über die Deutsche Allgemeine Ausstellung für Unfallverhütung in Berlin', erster Band S. 817. 318 Zinkblech ist hier emaillirtes Eisenblech zur Anwendung gebracht, und des« gleichen bestehen alle Zwischenstücke (Etagen), Röhren, Behälter für das Tropfwasser u. s. w. aus emaillirtem Eisen. Das Email selbst ist hergestellt in einer Grundfarbe von reinem Weiß, auf welche in wasserblauem Tone Verzierungen aufgetragen sind. Das Ganze macht einen überaus schmucken und reinlichen Eindruck und wird derselbe stets auch erhalten bleiben, da die emaillirten Theile mit Wasser jederzeit abgewaschen werden können. — Auch die Einrichtung des Eiskastens kann eine zweckmäßige genannt werden. Der Behälter für das Eis befindet sich an der Decke des Schrankes, er wird durch einen abnehmbaren Deckel von oben gefüllt; das Schmelzwasser wird beständig durch eine Röhre abgeleitet. Die Thüre des Schrankes, in welchen die Speisen eingestellt werden, befindet sich auf einer breiten Seite. Ein Exemplar des beschriebenen Eisschrankes ist seit kurzem in der Ausstellung der Großh. Landes-Gewerbehalle untergebracht; bei den Abmessungen des inneren, nutzbaren Raumes von 65 cm Höhe, 42 cm Tiefe und 50 cm Breite kostet derselbe 90 Mark. — Wenn auch dieser Preis gegenüber demjenigen der mitZink ausgekleideten Eisschränke ein hoher ist, so steht doch zu erwarten, daß der Gegenstand in Anbetracht seiner gediegenen und sehr gefälligen Ausführung in dem Hauswesen willkommenen Eingang finden wird. kk. Verbessertes Äuer'sches Gasglühticht. * Das Prinzip der Gasglühlichtbeleuchtung von Or. Auer von Welsbach Haber, wir im Jahrgang 1890 unseres Blattes S. 358 eingehend erörtert. Ein wesentlicher Fortschritt in der Konstruktion der Lampe oder der Herstellung des sehr empfindlichen Glühkörpers ist im Verlaufe der letzten Jahre nicht zu verzeichnen gewesen, wiewohl das Gasglühlicht der Verbesserung bedürftig war und es an Versuchen nach den verschiedensten Richtungen hin nicht gefehlt hat. Wenn auch die Leuchtkraft des Auer'schen Gasglühlichtes diejenige aller anderen kleinen Beleuchtungskörper für Gas übertraf, so trat doch dieser Vorzug gegenüber dem bedeutenden Verbrauch von Glühkörpern nur wenig in die Erscheinung. Es kann daher nicht auffallen, daß diese Beleuchtungsart seit ihrem Bestehen kaum nennens- werth an Verbreitung zugenommen hat. So betrug z. B. 1891 die Zahl der Lampen in Karlsruhe bloS 600 gegen 400 im Jahre 1889; an anderen Plätzen haben die Abnehmer des Lichtes sogar wieder zu den alten Beleuchtungsweisen zurückgegriffen. Ganz hervorragende, der neuesten Zeit entstammende Verbesserungen des Auer'schen' Gasglühlichtes sind dazu berufen, hier eine Wandlung SIS HU schaffen. Dieselben betreffen lediglich die Herstellung des Glühkörpers nach dem von Auer selbst aufgefundenen Wege, und zwar wird einerseits die Widerstandsfähigkeit des Glühkörpers erhöht, andererseits dessen Licht- ausstrahlungs- (Emissions-) Vermögen vermehrt. Nähere Angaben über die Herstellung selbst stehen nicht zu Gebote, da dieselbe vom Erfinder als Geheimniß gewahrt wird. Wohl aber ist die neue Lampe auf ihre Leistungsfähigkeit schon eingehend untersucht worden, und es zeigte sich beispielsweise, daß bei einem Gasverbrauch von 70 1 in der Stunde (bei einem Druck von 40 mm Wassersäule) eine Lichtstärke von 40 Normalkerzen erreicht wurde. Dieses Ergebniß ist ein äußerst günstiges zu nennen in Rücksicht darauf, daß der neue Auerbrenner dem alten gegenüber bei dem gleichen stündlichen Gasverbrauch die doppelte Helligkeit zeigt, dem gewöhnlichen Argandrundbrenner gegenüber sogar die fünffache. Der Preis des 40 Kerzen starken Lichtes würde etwa nur 1,5 Pf. die Stunde zu stehen kommen. Es kann jedoch nicht verschwiegen werden, daß auch bei dem neuen Brenner, wie bei dem alten, die Leuchtkraft im Laufe der Zeit sich vermindert, anfangs rasch, dann langsamer, bis sie endlich einen Beharrungszustand annimmt. — Die Farbe des Lichtes ist bei dem verbesserten Auerbrenner entschieden weißer und glänzender als bei der alten Lampe; es erinnert an das Licht der elektrischen Glühlampe. Endlich ist bezüglich der Konstruktion der Lampe noch hervorzuheben, daß der Glühkörper, entgegen der früheren Anordnung, durch einen Stab getragen wird, welcher im Innern des Schlauches sich erhebt und an dessen oberem, gabelartig verzweigten Ende der letztere festgebunden ist. Die ganze Anordnung erhält dadurch eine erhöhte Festigkeit und vermag der Glühkörper in der That auch starke Erschütterungen zu ertragen, ohne zerstört zu werden. In der Ausstellung der Großh. Landesgewerbehalle hat Installateur Göttle, der Vertreter für das Auer'sche Gasglühlicht in Karlsruhe, mehrere Beleuchtungskörper zur Aufstellung gebracht, um den Vergleich der neuen Auerlampe gegenüber anderen Beleuchtungssystemen mit Gas vor Augen zu führen. Der Unterschied in der Helligkeit zwischen dem neuen Gasglühlicht und einem gewöhnlichen Argandbcenner, welche beide auf gleichen Gasverbrauch genau eingestellt sind, wird z. B. in auffallender Weise erkennbar. Mehrere in Karlsruhe mit der Gasglühlampe neuen Systems eingerichtete Läden erregen allgemein die Aufmerksamkeit der Vorübergehenden durch die äußerst brillante Beleuchtung, die sich rasch die Beliebtheit der Gaskonsumenten erworben hat. kl. Erste badische Lehranstalt fnr Zuschneidekunst * Vor etwas mehr als Jahresfrist konnten wir berichten (vergl. Bad. Gew.-Ztg. 1891, S. 80), daß in Pfullendorf in Baden eine Lehranstalt SSO für Zuschneidekunst von dem Schneidermeister und Zuschneidelehrer Jos. Gbenhoch errichtet wurde, worin derselbe nach eigener Methode praktischen Unterricht im Zuschneiden von Herrenkleidung ertheilt. Als besondere Empfehlung dient dieser Einrichtung das Urtheil mehrerer erster Schneidermeister aus Karlsruhe, welche, nach eingehender Prüfung und praktischer Vorführung durch den Leiter selbst, die Ebenhoch'sche Methode derjenigen anderer Lehrsysteme mindestens gleichwerthig erachteten und hervorhoben, daß sie leicht verständlich, sicher zu handhaben, auch nicht zu komplizirt sei und gerade darum für das handwerksmäßige Erlernen sich empfehle. Heute liegt uns ein Bericht der „Ersten badischen Lehranstalt für Zuschneidekunst" — diesen Namen führt das Ebenhoch'sche Institut — bis zum Schluß des verflossenen Jahres vor, woraus wir entnehmen, daß sie während dieser Zeit von 43 Schülern besucht wurde. Die Besucher entfallen in der Hauptsache auf Baden, Württemberg und Hohenzollern, aber auch aus dem weiteren Deutschen Reich und der Schweiz waren Theilnehmer erschienen. — Als ganz besonders erfreulich muß dieses Ergebniß um deßwillen erscheinen, weil es von dem jungen Institut neben dem Bestehen der großen Schneiderakademien und ohne viel Reklame erzielt worden ist. Den ausführlichen Mittheilungen über Einrichtung, Benützung und Kostenpunkt für den Besuch der Lehrkurse, die wir in unserem oben erwähnten Artikel schon gegeben haben, wollen wir noch hinzufügen, daß bei behördlich nachgewiesener Mittellosigkeit der Schüler nur die Hälfte des Honorars beansprucht wird und daß die Kurse in eingehendster Weise sich lediglich mit der praktischen Erlernung des Zuschneidens befassen sollen. Jeder Lernende hat seine eigenen Arbeiten nach Angaben und Vorlagen Ebenhoch's auszuführen. Mt. Unsere Musterzeichnnng. Die dieser Nummer beiliegende Tafel 27 gibt die Abbildung von Geländerpfosten; entworfen von Gewerbelehrer Hr. Müller in Furtwangen. Internationale baugewerbliche Ausstellung in Lemberg 1892. Diese unter dem Protektorate Sr. Excelenz des k. k. Statthalters von Galizien stehende Ausstellung, welche am 30. August eröffnet und am 20. September 1892 geschlossen wirv, umfaßt alle Materialien, welche in das Baufach einschlagen, wie Steine, Ziegel, Marmor, Gemente, Kalk, Bauholz und Eisen, Schlosser- und Schmiedewaaren, Metalle in ihrer Anwendung im Baufache, Dächer, Bautischlerarbeiten, Glas, Asphalte, wasserdichte Stoffe, Farbe, Firnisse, Lacke, Tapeten, Wafferversorgungseinrichtungen, Pumpenanlagen, Badeeinrichtungen, Ventilatoren, Beleuchtungsgegenstände, Kanäle, Fahrstühle, Feuerschützeinrichtungen, Haustelegraphen, Telephone, besondere Einrichtungen 321 hauptsächlich hygienischer Natur, Teppiche aus Wachstuch u. a. Die Ausstellungsräume befinden sich im Gebäude und den Gartenanlagen der Technischen Hochschule. An Platz- miethe wird erhoben: in den unbedeckten Räumen 1 fl. ö. W. für l im; im geschloffenen Raum für 1 gm Wandfläche 1 fl. 50 kr., für 1 gm Bodenfläche 3 fl. — Jeder Theil- nehmer erhält ein die Theilnahme an der Ausstellung bezeugendes Diplom und eine Erinnerungsmedaille; außerdem werden durch eine Jury an prämiirte Aussteller Staatsmedaillen vertheilt. Die Annahme von Gegenständen am Ausstellungsplatz beginnt am 10. und endet am 25. August. Anmeldebogen sowie nähere Bedingungen können auf der Kanzlei der Großh. Landes-Gewerbehalle eingesehen werden; außerdem werden an Interessenten von dem für das Ausland ernanntenDelegirten Arthur Gobiet in Prag, Karolinenthal, auf Wunsch eingehende Auskünfte ertheilt; derselbe übernimmt auch auf Wunsch die kaufmännische Vertretung der auswärtigen Aussteller während der Dauer der Ausstellung. nzergerr. Gebrauchs-Muster ^ bringt prompt und sorgfältigst zur Eintragung das Patentbiirrau C. Kletzer, Karlsruhe Kivik-Angenieur und Aatent-Anmakt, Aaiserstr. 243. 53,27 Vergebung von Bauarbeiten. Zu dem Umbau des Kränkinger Schlößchens in Engen zu einem Amthaus sollen die Grab-, Maurer-, Verputz-, Steinhauer-, Zimmer-, Blechner, und Schieferdeckerarbeiten, sowie die Eisenlieferung und die Herstellung der Blitzableitung, im Gesannnt- betrage von 46156.4) M. auf Einzelpreise vergeben werden. Pläne, Kostenvoranschlags-Auszüge und Bedingungen können täglich, mit Ausnahme Sonntags, in den üblichen Geschästsstunden auf dem Baubüreau, Hauptstr. Nr. 200 in Engen, eingesehen und daselbst auch die Angebotsformulare in Empfang genommen werden. Die Angebote sind spätestens bis zum sl4S 0. Juli d. I. Morgen- 8 Uhr. versiegelt, portofrei und mit geeigneter Aufschrift versehen, an die Unterzeichnete Stelle einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt am gleichen Tage, Nachmittags 3 Uhr. » Eine Zuschlagssrist von 4 Wochen bleibt Vorbehalten. Donaueschingen, 25. Juni 1SS2 Kroßh. Kezirk-Sauinspektio«. N e b«n i u S. Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Zur Errichtung eines neuen Oekonomie- gebäudes auf Station Wolsach sollen nachstehende Arbeiten in öffentlicher Verdingung vergeben werden: I. Grab- und Maurerarbeit 1770 M. 2. Verputzarbeit .... 150 „ 3. Zimmerarbeit .... 552 . 4. Schlofferarbeit .... 137 . 5. Blechnerarbeit .... 109 . 6. Anstreicherarbeit . . . 153 . Zusammm. 2871 M. Pläne und Bedingungen sowie Ver- dingungsanschläg« liegen aus diesseitigem Geschäftszimmer zur Einsichtsnahme aus und werden letztere gegen Abgabe von 20 Pfg. für jede Einzelarbeit an die Uebernehmer verabfolgt. Die Angebote sind bis Samstag deu S. Juli d. I., Vormittags l« Uhr. portofrei, mit entsprechender Aufschrift versehen, an den Unterzeichneten einzusenden. Für den Zuschlag bleibt eine Frist von 4 Wochen Vorbehalten. f13S 2.2 Offenburg, den 20. Juni 18S2. Kroßy. Z»a-u»auiusp«kt«r ll. 323 KSstcr's Dank (A.-O.), Maukheim, Heidelberg, Frankfurt a. M. Korrespondenten der ersten Bankhäuser Europas, Amerikas u. s. w. Einlösung und Ausstellung von Checks, Anweisungen und Reisegeldbriefe auf alle Länder. Ausführung von Börsenaufträgen, Aufbewahrung von Werthpapieren, Annahme von Baareinlagen in kostenfreier Rechnung. Waarenbeleihung. Eröffnung laufenderRech- nungen und Gewährung von Vorschüssen gegen Sicherheit. Lesezimmer für Fremde. Das Ulannhekmrr Haus pflegt vorzugsweise in größter Ausdehnung den Einzug von Wechseln u. s. w. auf die ganze Welt zu billigsten festen Sätzen in gebührenfreier Rechnung. Wechseleingang im letzten Jahre ungefähr 400,000 Stück. 12/g — Tarife zur Verfügung. — s3i Bauarbeitenvergebung. >53j Höherem Austrag gemäß sollen die bei den umfangreichen Reparaturen an den Staatsgkbäude» in Rastatt vorkom- menden Maurer-, Stcinhauer-, Cement-, Verputz-, Zimmer-, Schreiner-, Glaser-, Schlosser», Blechner- und Tüncherarbeiten, sowie die Herstellung von Plättchenbelagen in Submission vergeben werden. Die Voranschläge und Bedingungen nebst Zeichnungen sind auf unserem Bureau in Baden, Langestraße 55, während der Vormittagsstunden zur Einsicht aufgelegt. Die Angebote nach Einzelpreisen sind längstens bis zum Samstag den 9. Jnli, Abends 6 Uhr, bei Unterzeichneter Stelle einzureichen. Zufchlagsfrist 4 Wochen. Baden-Baden, den 30. Juni 1892. Kr. ZZezirksöauinspeklion. Kredcll. Vergebung von Bauarbeiten. Zu dem Neubau eines Forsthauses in Villingen sollen die Grab-, Maurer-, Stein- Hauer-, Zimmer-, Schieferdecker- u. Blech, nerarbeiten, nebst Eiscnlieferung auf Einzelpreise vergeben werden. Pläne, Kostenvoranschlagsauszüge und Bedingungen können täglich, mit Ausnahme Sonntags, in den üblichen Geschäftsstunden bei Unterzeichneter Stelle eingeschen und vaselbst auch die Angebotssormularc in Empfang genommen werden. Die Angebote sind spätestens bis zum 8. Juli d. I., Mittags IS Uhr, versiegelt, portofrei und mit geeigneter Aufschrift versehen, anher einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt am gleichen Tage, Nachmittags 3 Uhr. Eine Zuschlagsfrist von 4 Wochen bleibt Vorbehalten. 142. 2.2 Dvnaueschingen, den 23. Juni 1892. Kroßh. Aezirksöauinspektio«. A« der Gewerbeschule zu WormS ist die Stelle eines Lehrers zu besetzen. Derselbe soll den Modellierunterricht sowohl, als auch einzelne Stunden im Freihand- und Technischenzeichnen übernehmen. Der jährliche Anfangsgehalt ist 1400 M. Gesuche sind bis spätestens 15. Juli d. I. an den Unterzeichneten zu richten, der auch jede weitere Auskunft ertheilt. s147 G. H. Joche«, Vorsitzender der Schulkommission. Orsßh. Badische Staats- Eisenbahnen. Vergebung von Banarbeiten. Zu dem Neubau des Aufnahmsgebäudcs für den Bahnhof Baden sollen die nach- verzeichneten Arbeiten im Wege öffentlicher Verdingung im Einzelnen oder im Ganzen vergeben werden und find veranschlagt zu 1. Grab- und Maurerarbeiten 93120 M. 2. Steinhauerarbeiten aus Granit . 1730 M- 3. Deßgl. aus rothem Sandstein, in der Farbe wie Pfinzthäler- oder Mainsandstein . . . 13390 M. 4. Deßgl. aus weißem oder sehr hellfarbigem Material . . 84070 M. Die Pläne, das Bedingnißheft und das zum Angebot zu benützende Formular des Verdingungsanschlages liegen auf dem Banbureau in Baden-Baden, Langestraße 98, zur Einsicht auf. Eine Zusendung derselben nach auswärts und Abgabe von Zeichnungen findet nicht statt. 151. 2.1s Die Angebote, mit eingesetzten Einzelpreisen und ausgerechneten Geldbeträgen sind verschlossen, portofrei und mit der Aufschrift .Angebot für Bauarbeiten' versehen spätestens bis Samstag den LL Juli d. I » Vormittags 19 Uhr auf dem Geschäftszimmer hier einzureichen, woselbst auch M diesem Zeitpunkt die Eröffnung der eingegangenen Angebote stattfindet. Eine Zuschlagssrist von 4 Wochen bleibt Vorbehalten. Offenburg, den 30. Juni 1892. Kr. HLahnbauinspektor I- 323 Arbeitenvergebmrg. Für den Neubau eines Amtsgefängnisses in Schopfheim i. W., sollen nachstehend genannte Arbeiten im Wege des schriftlichen Angebotes auf Einzelpreise nach Maaßgabe der Verordnung vom Juni 1890, das öffentliche Verdingungswesen betreffend, Gesetzes- und Verordnungsblatt 1890 Nr. XXIII, vergeben werden, und zwar: Erd-, Maurer-, Verputz-, Steinhauer,- (rothe Sandsteine, Treppen und Schwellen aus Granit), Zimmer-, Schreiner-, Glaser-, Schlosser-, Blechner-, Tüncher- u. Pflästerer- arbeit, im Gesammtanschlag von annähernd 65000 M. Pläne, Voranschlagsauszüge und Bedingungen können auf unserem Geschäftszimmer von heut an in den üblichen Geschäftsstunden eingesehen und Angebotsformulare in Empfang genommen werden. Die Angebote sind bis zum Eröffnungstermin, Samstag de» 16 Juli d. I., Abends 5 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift, portofrei bei diesseitiger Stelle einzureichen. Die Zuschlagsfrist beträgt 4 Wochen. s140 2 2 Lörrach, den 21. Juni 1892. Hrsßh. Kezirksvauinspektion. 143) Mit Zugrundlcgung der durch die Verordnung vom 7. Juni 1690 für das öffentliche Verdingungswesen gestellten Be dingnngen haben wir zu vergeben: I. Maurer' und Steiuhauerarbeitcu. L. Zum Umbau der Pfinzbrücke bei Nöttingen, etwa zu ... . 4700 M. d. Zum Umbaud.Arnbachbrücke in Ellmendingen, etwa zu . 1120 „ II. Lieferung und Aufstellung der Eiseutheile bestehend aus verschiedenen Fagoneisen ». Für die Pfinzbrücke bei Nöttingen im Gesammtgewicht von . . 10700 kx t>. Für die Arnbachbrücke in Ellmendingen im Gesammtgewicht von. 4340 , Aus 14 Tage bindende Angebote für die einzelnen Brücken sind schrtstlich und versiegelt, portofrei mit der Aufschrift „Angebot für Pfinzbrücke oder Arnbachbrücke" mit Benützung der von uns zu beziehenden Vordrucke längstens bis Donnerstag. den 7. Juli d I., Vormittags 11 Uhr, auf dem Jnspektions- bureau sWestendstratze 64) einzureichen. Pläne und Bedingungen liegen inzwischen ebendaselbst und b-i Straßenmeistcr Adler in Wilferdingen zur Einsicht auf oder können gegen Einsendung von 1,50 M. für jede Brücke durch uns bezogen werden. Karlsruhe, den 24. Juni 1892 Hr. Wasser-«. Straßenöauinspeklion. Großh. Kubische Staats- rsö) Eisenbahnen. Trajcktlahnliefcrung. Wir beabsichtigen die Vergebung eines Trajektkahns für den Bodensee. Die maßgebenden Bedingungen nebst Zeichnung können bei unserem Centralbureau gegen Einsendung von 3 M. erhoben werden. Schriftliche, versiegelte, mit der Aufschrift „Trajektkahnlieferung" versehene Angebote wollen spätestens bis zum 18 Juli l. I. portofrei bei uns eingereicht werden. Zuschlagsfrist 4 Wochen. 2.2 Karlsruhe, den 17. Juni 1892. Keueraldirektion. Bauarbeitenvergebung. Höherem Auftrag gemäß sollen die am Seminar in Ettlingen vorkommenden Cement-, Verputz , Schreiner-, Glaser-, Blechner- und Tüncherarbeiten im Submissionswege vergeben werden. s>52 Die Voranschläge und Bedingungen sind auf unserem Bureau in Baden, Langestraße 55, während der Vormittagsstunden zur Einsicht aufgelegt Die Angebote nach Einzelpreisen sind längstens bis zum Samstag, de» S. Juli d. I., Abends 6 Uhr, bei unterzeichneterStelleeinzureichen. Zuschlags- srist 4 Wochen. Baden-Baden, den 30. Juni 1892. Hroßh. Ktezirksbauinspektion. K r e d e l l. 150) Für 9 Gemeinden, deren Orgeln im ganzen 133 klingende Stimmen enthalten, soll die vertragsmäßige, alljährlich einmalige Stimmung und Instandhaltung der Orgelwerke vergeben werden. Lusttragende Bewerber wollen ihre Angebote mit Angabe des Preises für da» einzelne Register schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift „Orgelinstandhaltung in der Diözese Wertheim" mittelst eingeschriebenen Briefes spätestens bis zum 1. August d. I. bei dem Unterzeichneten Dekanat einreichen. 3.1 Wertheim, 29. Juni 1892 Kvang. Dekanat. Der Stellvertreter des Dekans: Hack, Pfarrer. Großh. Badische Staats- 145^ Eisenbahnen. Die zur Herstellung eines provisorischen Güterschuppens, sowie zum Abbruch und Neubau des Güterschuppens auf Station Wiesloch nöthigen Erd-, Maurer-, Stein- Hauer-, Zimmer-, Glaser-, Schlosser-, Blechner- und Tüncherarbeiten im Gesammtan- schlag von ca. 13670 M. sollen im öffentlichen Verdingungswege im Ganzen oder nach den Arbeitsgattungen getrennt, vergeben werden. Pläne, Kostenanschläge und Bedingnißhest liegen in den Geschäftsräumen des Unterzeichneten zur Einsicht auf und sind Angebote mit der Aufschrift „Angebot auf Bauarbeiten zum Güterschuppen auf Station Wiesloch" versehen, bis längstens Tonnerstag, den V. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, bei mir einzureichen. Zuschlagsfrist drei Wochen. Heidelberg, den 24. Juni 1892. Der Hroßy. UahnSauinspektor II Großh. Badische Staats- Eisenbahnen. Zur Vergrößerung des Wärterhauses aus Station 260 der Hauptbahn (unterhalb der Station Friesenheim» sollen nachstehende Arbeiten in öffentlicher Verdingung vergeben werden. 1. Grab- und Maurerarbeit ca. 1000 M. 2. Zimmerarbeit. 890 „ 3. Schreinerarbeit. .... 250 „ 4. Glaserarbeit. 70 , 5. Schloflerarbeit.125 „ 6. Blechnerarbeit. 85 „ 7. Anstreicherarbeit . . . . 150 „ Zusammen. 2570 M. Pläne und Bedingungen, sowie Verdingungsanschläge liegen auf diesseitigen« Geschäftszimmer zur Einsichtsnahme auf und werden letztere gegen Abgabe von 20 Pf. für jede Einzelarbeit an die Unternehmer verabfolgt. Die Angebote sind bis Samstag» den 9. Jnli d. I., Vormittags 1t Uhr, portofrei mit entsprechender Aufschrift versehen an den Unterzeichneten einzusenden. Für den Zuschlag bleibt eine Frist von 4 Wochen Vorbehalten Offenburg, den 25. Juni 1892. s146 Hroßy. Pahavaninspektor II. Druck und Kommissionsverlag der G- Bi Großh. Badische Ktaats- iisj Eisenbahnen. Zur Verlegung der Wasserleitung der Speisungseinrichtung der Station Batzen soll das Liefern und Verlegen von 275 lfd. Meter gußeiserner Muffenröhren von 50 mm Lichtweite und das Verlegen von 30 lfd. Meter 50 mm weiter Rohrleitung aus vorhandenen Röhren im Submissionswege vergeben werden. Angebote sind schriftlich, versiegelt und mit der Aufschrift „Angebot für Wasserleitung auf Station Baden" versehen bis zu dem auf Mittwoch de« 6. Juli, Vormittags 19 Uhr, anberaumten Verdingungstermin hier einzureichen. Offenburg, den 28. Juni 1892. _Kr. MaynSauinfpektor._ Großh. Kadische Staats- i44) Eisenbahnen. Für das lange Maschinenhaus im Personenbahnhöfe in Karlsruhe und für die neue Maschinenremise aus der Station Wilferdingen sollen je 3 Stück Rauchabzugsröhren von verzinktem Eisenblech, im beiläufigen Gewicht von zus. 2900 kx, im Submisfionswege vergeben werden. Die Pläne, Bedingungen und Arbeitsbeschriebt können auf dem diesseitigen Hochbaubureau eingeschen werden und es sind die bezüglichen Angebote spätestens bis Montag, den 4. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, portofrei und mit entsprechender Aufschrift versehen an den Unterzeichneten einzureichen. Karlsruhe, den 24. Juni 1892. Der Sroßy. Aahnöauinlpeklor I. Die Umpflasterung von etwa 276 gm und die Neupflasterung von etwa 324 gm Sandsteinpflaster an Landstraßen in den Amtsbzirken Durlach und Pforzheim ist zu vergeben. Bedingungen und Verzeichnisse der Einzelleistungen liegen hier bei uns und in Pforzheim bei Straßenmeister Roth auf. Angebote, an welche Bewerber 14 Tage lang gebunden sind, wollen bei uns, Westenostraße Nr. 64, etngereicht werden, indem hier die Eröffnungstagiahrt 2.2 Donnerstag den 7. Jnli d. I., Vormittags 19 Uhr, stattstndet. Karlsruhe, den 22. Juni 1892. (141 Kroß. Wasser- u Straßenbaui nspeKtion. »naschen Hofbuchhandlung in Karlsruhe. n- r- Beilage zur Badischen Gewerbezeitung Nr. 27. Jahrgang IMS.