Badifdie Wfrlfdi aif s > Zeitung zugleich Mitteilungen der Handelskammer Karlsruhe Sämtliche die Redaktion betreffenden Sendungen sind zu richten an die Geschäftsführung der Handelskammer Karlsruhe, Karlstraße Nr. 10, Fernsprecher: 823, 825 und 4925 — Alle den Anzeigenteil, Abonnementsbestellungen und Versand betreffenden Sendungen an die Geschäftsstelle der Bad. Wirtschafts - Zeitung, Karlsruhe, Ritterstraße 1, Fernsprecher 297. Bekanntmachung. Die Wahlberechtigten der Handelskammer werden hiermit zu einer Versammlung auf Freitag, den 20. Juli 1923, nachmittags 5 Uhr, in den großen Sitzungssaal der Handelskammer Karlsruhe, Karlstraße 10, eingeladen. Tagesordnung: Genehmigung der Erhebung eines weiteren vorläufigen Handelskammerbeitrags für 1923. Karlsruhe, den 5. Juli 1923. Die Handelskammer für die Kreise Karlsruhe und Baden. gez. Gsell. gez. Dr. Krienen. Nachrichten für Handel und Industrie. Verkehr. Ausländerverkehr innerhalb Deutschlands. Der Hauptauschuß des Deutschen Industrie- und Handelstags gab am 12. Juni folgende Erklärung ab: „Der Hauptausschuß des Deutschen Industrie- und Handelstags stellt mit Bedauern fest, daß bisher alle Bemühungen gescheitert sind, die maßgebenden Behörden des Deutschen Reichs und der Länder von der wirtschaftlichen und politischen Schädlichkeit der widerspruchsvollen und wechselnden Fremdenpolitik zu überzeugen. Es muß daher aufs neue mit größtem Ernste auf die schweren Nachteile aufmerksam gemacht werden, die dadurch entstehen. Die Förderung des Auslandsverkehrs ist unter den heutigen Verhältnissen notwendiger denn je. An den Grundsätzen einer sorgfältigen Prüfung der wirtschaftlichen Notwendigkeit des Dauer aufenthaltes von Ausländern innerhalb Deutschlands ist festzyhalten. Der Zustrom unerwünschter Ausländer muß unterbleiben; das Auskaufen Deutschlands ist weiter nach Möglichkeit zu verhindern. Dagegen sollte den einwandfreien Ausländern, die zu vorübergehenden Geschäftsbesuchen oder zur Erholung mit ordnungsmäßigem Paßvisum einreisen, volle Freizügigkeit in den Einzelstaaten gewährt werden. Die Erteilung der Paßvisa soll möglichst schnell ohne Härten und Mißgriffe erfolgen. Hemmungen, wie persönliche Meldepflicht, Ergänzungssichtvermerke, Sonderbesteuerungen durch die Gemeinden sollten möglichst fallen. Im Auslande ist durch unsere amtlichen Stellen und mit Hilfe der Auslandspresse praktische Werbearbeit für die Erleichterung des Fremdenverkehrs zu leisten. Die Aufklärung. des Inlands über die wirtschaftliche Bedeutung des Ausländerverkehrs ist ebenso notwendig, wie die Zuziehung sachverständiger Kreise bei der Durchführung einheitlicher Fremdenverkehrspolitik.“ Erhöhung der Eisenbahn-Gütertarife zum 1. Juli 1923 um 200 v. H. Die steigenden Unkosten zwingen die Eisenbahn in etwas überraschend kurzer Zeit zu einer neuen Tariferhöhung in einem gewaltigen Umfange, wie wir ihn bis jetzt noch nicht erlebten. Zuerst plante man einen Zuschlag der Gütertarife um 250 Prozent, der Personentarife um 200 Prozent. Zur Stunde ist amtlich noch keine endgültige Veröffentlichung erfolgt. Nach unserer Unterrichtung wird die Erhöhung der Güter- wie Personentarife allgemein 200 Prozent betragen. Der neue Frachtsatzzeiger mit den ausgerechneten Frachtsätzen für alle Tarifklassen wird rechtzeitig durch Verkehrs-Verlag J. Fischer, Dortmund, erhältlich sein. Seit 1914 erfolgten die allgemeinen Gütertariferhöhungen in folgender.Weise: Fracht bis 1. April 1918 Erhöhung am 1 . April 1918 15% — 115 1 . April Okt. 1919 60% — 184 1 . 1919 50% — 276 33 33 1 . März 1920 100% — 552 33 33 1 . Dez. 1920 15% — 635 33 33 1. April 1921 65% — 1048 33 33 1. Nov. 1921 30% — 1362 33 55 1. Dez. 1921 50% — . 2043 33 33 1. Febr. 1922 33%% — 2 724 33 33 1. März 1922 20% — 3 269 33 33 1. April 1922 40% — 4 577 33 33 1. Mai 1922 20% — 5 493 33 33 1. Juni 1922 25% — ■ 6 867 33 33 1. Juli 1922 25% — 8 584 33 v 1. Sept. 1922 50% 12 876 33 >5 1. Okt. 1922 100% =r 25 752 33 33 15. Okt. 1922 60% — 41203 33 33 1 . Nov. 1922 50% — 61604 33 33 1 . Dez. 1922 150% — 154010 33 33 1 . Jan. 1923 70% 261817 33 33 15. Febr. 1923 100% — 523 634 33 33 1 . Juni 1923 50% = 785 451 33 33 1 . Juli 1923 200% =2 356 353 hierzu 7% Verkehrssteuer (seit 1. August 1917) — rd. 2 521 300. Die durchschnittliche Erhöhung der Normaltarife beträgt also rund das Fünfundzwanzigtausendzweihundertdreißig- 'TRan uerfanqe aus