Bädisdge yyirtsthfttis Zeitung, 23. JAHRGANG Heft 2 JANUAR 1943 Aus dem Inhalt: Die Bedeutung der Arbeitsplatzkosten bei der Zuschlagkalkulation Wirtschaftsnachrichten. Elsaßs Die Chemiewirtschaft des Elsaß (Schluß) Wirtschaftsnachrichten. ^nttlidies Organ per ^irtsdiüftsk^iiiniep Baden und der bddisdfen *ld elsüssfsdten Iitdustrie~tind Haitdelskaitiittern Porphyrwerk Dossenheim HANS VATTER Dossenheim a.d. Bergstr. / Telephon Heidelberg 4080 liefert: Straßenbau-Matertal — Schotter für Anschlußgleise Einfaßsteine und Grus für Gürten und Anlagen Einzug Ihrer Außenstände BERTHOLD GROSS als InkassobQro zugelassen, Handelsauskunftei KARLSRUHE, Kaiserstr. 237, Fernspr. 1432 Entlasten Sie Ihre Buchhaltung ■ WH ■ ■ ferner zahlreiche Korrespondenten und Vertretungen, Fluß-u. Kanalschiffahrt Transportgesellschaft mbH Spedition — Seetransporte - Bahnsammel- und Lastwagenverkehre — Lagerung Auskünfte erteilt jede Niederlassung bzw.: MANNHEIM .Fernsprecher 34641 KARLSRUHE . . 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Jahrgang Mannheim^Karlsruhe, Pforzheim, Freiburg mit den Bezirksstellen Schopfheim und Konstanz, Straßburg, Mj- I 3 IIÜä T 1943 Mülhausen (Elsaß), Kolmar, zugleich Mitteilungen des Amtlichen Getreide-Großmarktes Karlsruhe * ■' Verlag C. F. Müller, Karlsruhe (Baden), Fernruf 7400-02 V.____ J Die Bedeutung der Arbeitsplatzkosten bei der Zuschlagkalkulation. Wird die Geschäftsleitung durch die Einführung des „Betriebsabrechnungsbogens" tatsächlich entlastet ? Soweit die damit verbundene Arbeitsleistung in Frage kommt — n e i n. Denn die Er=tellunc des Betrieb abrechnungs- bogens setzt einen feingegliederten Kontoplan und eine konsequent darauf aufgebaute Verbuchung aller Geschäftsvorfälle voraus, bedeutet also zunächst Mehrarbeit für die Buchhaltung einerseits, Überwachungsmaßnahmen der Geschäftsleitung anderseits. Dagegen ist die Frage im Zusammenhang mit der hohen Verantwortung, die auf den Schultern des Betriebsführers für die Erzielung eines angemessenen Wirtschaftserfolges lastet, unbedingt zu bejahen. Denn erst die neuzeitliche, nach den Richtlinien des RWM durchgeführte Kosten stellen rechnung ermöglicht eine richtige Selbstkostenermittlung und schafft so die zuverlässige Grundlage für eine genaue Kalkulation. Daß aber die genaue Kalkulation für die ganze Zukunftsentwicklung einer Unternehmung ebenso wichtig ist wie die Modernisierung des Maschinenparkes — dürfte heute unbestreitbar sein. Denn was nützt der noch so neuzeitliche Ausbau der Fabrikation, wenn nicht feststeht, ob auch der Ertrag dem Kosten- und Leistungsaufwand entspricht und damit auch die Wirtschaftlichkeit auf die Dauer gewährleistet ist. Auf den vermutlichen Einwand manches Fabrikanten: ,.Wir können auf die ganze komplizierte Selbstkostenermittlung und Freiskalkulation überhaupt verzichten, wenn — wie besonders jetzt in der Kriegszeit — bei Aufträgen durch öffentliche Auftraggeber feste Verkaufspreise, wie sie die Einheits- und Gruppenpreise darstellen, gegeben sind . . .“ ist zu antworten: Gerade bei festen Preisen ist es ein Gebot verantwortungsbewußter Be- triebsführung, genau zu wissen, ob und wieweit die tatsächlichen Selbstkosten, nicht „selbstgemachte Kosten“, die Annahme des Auftrags zu Festpreisen, rein vom Standpunkt der Wirtschaftlichkeit aus gesehen, recht- fertigen oder inwieweit das Herstellungsverfahren weiter zu verbessern oder die Gemeinkosten zu senken sind, um den Auftrag noch mit vertretbarem Gewinn ausführen zu können. Indes bietet selbst die verfeinerte Kosten s t e 11 e n - rechnung mittels Betriebsabrechnungbogen keine vollkommene Grundlage für die genaue Ermittlung des richtigen Gemeinkostenzuschlags, solange der Zuschlag nach dem nur „durchschnittlichen“ Prozentsatz vom Lohn oder von den Herstellkosten — „Prozentualkalkulation“ — berechnet wird; denn die Höhe des Lohnes ist ja je nach Arbeitsleistung und Arbeiteralter verschieden. Wenn also der Betriebsabrechnungbogen wirklichen Nutzen — wirtschaftlichen Nutzen — bringen soll, dann m u ß die Abrechnung der Kosten und Leistungen sachlich richtig und genau sein, so genau, als es praktisch erreichbar ist, und das ist die Abrechnung nicht, solange die Kosten der Werk- bzw. Arbeits mittel in Prozent vom 'Werklohn berechnet werden. Denn abgesehen von Ausnahmefällen kann man sagen: Innerhalb jeder Kostenstelle hat man fast überall ganz verschieden teure Werkmaschinen. Soll also die Kostenrechnung genau sein, dann muß sie diese Tatsache berücksichtigen. Das ist das, was die „Platzkostenrechnung“ tut und wie sie von Ingenieur Dr. Jul. H. West schon 1905 geschaffen und in seinem Buch „Industrielle Kostenberechnung“ veröffentlicht ist; auf diesem System hat ein Taylor sein „hour-rate-sistem“ ausgearbeitet und in USA verbreitet. Um nun an Hand praktischer Beispiele vor Aufeen zu führen, welch erstaunlich divergierende Ergebnisse die mangelhafte „Prozentualkalkulation“ zeitigt, seien folgende Beispiele angeführt: a) ein gelernter, älterer Arbeiter (Stundenlohn RM. —,80) und ein ungelernter, jüngerer Arbeiter (Stundenlohn RM. —,40) führen die gleiche Arbeit im Lohn aus. Der gelernte Arbeiter benötigt dazu 10 Stunden, der ungelernte 14 Stunden. ' Die Kalkulation nach der prozentualen Zuschlagsmethode ergibt dann folgendes Bild: Gelernter Arbeiter: Lohn: lOStd. XRM.—,80.— RM. 8,— G eneralunkostenzuschl ag 200 "/o a/RM. 8,—. = RM. 16,— zusammen . . RM. 24, Ungelernter Arbeiter: Lohn: 14 Std.X RM. — 40.— RM. 5,60 Generalunkostenzuschlag 200 »/o a/RM. 5,60. ^ RM. 11,20 zusammen . . RM. 16,80 Die gleiche Arbeit wird also von dem ungelernten Arbeiter um rund 30 %> billiger hergestellt als von dem Gelernten!-Wirklich? Nach dem rechnerischen Ergebnis — ja. Diese Rechnung hinkt aber und nichts wäre verfehlter als der Trugschluß, nun möglichst junge, ungelernte Arbeitskräfte einzustellen. Denn bei Berechnung des richtigen Kostenzuschlags — und dieser ist nur im Wege des Arbeitsplatzkostensystams richtig zu ermitteln — sieht die Kalkulation so aus: b) Gelernter Arbeiter: Lohn: lOStd. XRM.—,80.= RM. 8 — Zuschlag für Kosten des Arbeitsplatzes je Std.RM. 1,20 X lOStd. . . . = RM. 12,— zusammen . . RM. 20,— Ungelernter Arbeiter: Lohn: 14 Std. X RM.—,40 ......= RM. 5,60 Zuschlag für Kosten des Arbeitsplatzes je Std. RM. 1,20 X 14 Std. = RM. 16,80 zusammen . . RM. 22,40 19 In Wirklichkeit leistet also nicht die jüngere, ungelernte Arbeitskraft die Arbeit um 30°/o billiger, sondern der ältere, gelernte, vermeintlich teurere Arbeiter führt die Arbeit um rund 10 °/o billiger aus, der Gesamtunterschied beträgt somit sogar rund 40 °/o! Daß aber die Prozentualkalkulation in bestimmten Fällen völlig versagt, tritt besonders deutlich in folgendem Beispiel Zutage: c) 30 Gußstücke werden auf einer gewöhnlichen Fräsmaschine von einem gelernten Facharbeiter mit einem Stundenlohn von 90 Rpf. in 10 Stunden gefräst. Gleichzeitig wird dieselbe Arbeit von einem ungelernten, jugendlichen Arbeiter mit nur 50 Rpf. Stundenlohn in 4 Stunden, und zwar an einer Spezialfräsmaschine, ausgeführt. Fall 1: Lohn: 10 Std. X RM. —,90.= RM. 9,— Generalunkostenzuschlag 200 °/o a/Lohn . = RM. 18,— zusammen . . RM. 27,— F a11 2: Lohn: 4 Std. X RM. —,50 .= RM. 2,— Generalunkostenzuschlag 200 %> a/Lohn . = RM. 4,— zusammen . . RM. 6,— Welch ein Unterschied! Um nicht weniger als RM. 21.— oder 350 °/o stellt sich die Arbeit an der alten Fräsmaschine teurer als die an der Spezialmasehine. Doch auch hier nur scheinbar und als Folge der irreführenden Prozentualkalkulation! Denn der Fehler steckt in der Nichtbeachtung des Umstandes, daß im Fall 2 eine hochwertige teure Spezialfräsmaschine benützt wird, die in Wirklichkeit einen wesentlich höheren Abschreibungsbedarf für Abnutzung, Kapitalverzinsung, Instandsetzung und sonstigen Gemeinkosten erfordert, als die alte, gewöhnliche Fräsmaschine des Falles 1. Die Kostenhöhe, die sich nach dem Platzkostensystem genau ermitteln läßt, sichtet sich also nach der Dauer der Inanspruchnahme der Spezialmaschine. Angenommen die nach dem Platzkostensystem er- rechneten Platzkosten betragen —,30 Rpf. je Arbeitsstunde bei der. alten Fräsmaschine und RM. 2,— je Arbeitsstunde bei der neuen Spezialmaschine, so ergibt sich folgendes Bild: Fall 1: Lohn: 10 Std. X RM. —,90.= RM. 9,— Platzkosten der alten Fräsmaschine 10 Std. X RM. —,30. = RM. 3,— zusammen . . RM. 12,— Fall 2: Lohn: 4 Std. X RM. —,50 ...... = RM. 2,— Platzkosten der neuen Fräsmaschine 4 Std. X RM. 2,—. = RM. 8,— zusammen . . RM. 10,— Erst die Berechnung nach dem Platzkostensystem macht offenbar, daß die Spezialmaschine im vorliegenden Fall, rein geldlich betrachtet, keinen wesentlichen Vorteil bietet. Sie liefert aber dafür genaue, daher bessere Arbeit und verdient daher technisch den Vorzug. Mit diesen Beispielen ist der Beweis erbracht, daß selbst die tiefer schürfende Kostenstellenrechnung mittels des Betriebsabrechnungsbogens nur dann den beabsichtigten Zweck erreicht, wenn bei der Bemessung des Kostenzuschlags auch die sehr unterschiedlichen Kosten der / einzelnen Arbeits mittel genau berücksichtigt werden. Auf diese scharfe Unterscheidung und Einkalkulierung verzichtet aber die „Prozentualkalkulation“, weil sie sich auf den irreführenden „Durchschnitts“-Zuschlag beschränkt mit dem Ergebnis, daß das Unternehmen bei solch mangelhafter Kalkulationsmethode sich allmählich trotz etwaiger Umsatzsteigerung bergab entwickelt, da es eine Reihe Erzeugnisse herstellt, an denen es infolge des verhängnisvollen Kalkulationsirrtums, ohne es zu wissen, dauernd zusetzt. Diesem gefährlichen Irrtum kann das Unternehmen nicht verfallen, das in der Kalkulation besonders die Kosten der Arbeitsmittel und die Dauer ihrer Inanspruchnahme genau berücksichtigt. Nur der Unternehmer mit solch zuverlässig arbeitender Kalkulationsmethode wird das Gefühl der Überlegenheit dem Konkurrenzbetrieb gegenüber haben, denn er kann nun mit Sicherheit feststellen, nicht nur, ob die ihm gebotenen Einheits- oder Gruppenpreise Rechnung lassen oder nicht, sondern auch, in welcher Höhe sich der Verdienst an den einzelnen Erzeugnissen bewegt. Dieser Verdienst gibt wiederum wertvollen Aufschluß über die Frage, welchen Artikeln, immer nur vom Standpunkt der Wirtschaftlichkeit betrachtet, der Vorzug in der Fabrikation zu geben ist, Die Würdigung der, großen Vorzüge der neuzeitlichen Kostenrechnung wäre jedoch unvollständig, würde sie nur auf ihre Auswirkung in der Kalkulation beschränkt bleiben. Neben dem weiteren Vorteil, dadurch zu einem äußerst aufschlußreichen Betriebsvergleich zu gelangen, ist sie nicht zuletzt auch dadurch höchst wertvoll, daß sie wichtigste Unterlagen für die Statistik bildet, und zwar einer Statistik, die so kurzfristig wie möglich zur Kenntnis auch der Betriebsleiter und Werkmeister gelangen soll, soweit es sich nicht gerade um entscheidende Zahlen, die selbstverständlich geheim gehalten werden, handelt. Die frühere, übertriebene Geheimnistuerei bei der Handhabung der Statistik ist heute in jedem fortschrittlichen Betrieb ein überwundener Standpunkt, und die Bekanntgabe der hauptsächlichsten statistischen Werte an die einzelnen Betriebsstellen hat sich als sehr zweckmäßig erwiesen. Denn die Meister wissen dieses Vertrauen zu würdigen, verfolgen nun selbst mit lebhaftem Interesse die Schwankungen der in ihrer Werkstatt oder Abteilung anfallenden Fertigungs- und Gemeinkostenlöhne, der Material- und sonstigen Gemeinkosten, der Umsätze und der durch Fehler erwachsenden Mehraufwendungen und, was das wichtigste ist, sie arbeiten verantwortlich mit an der Senkung aller dieser Kosten und dienen so dem letzten Ziel: die Wirtschaftlichkeit der Unternehmung zu heben. Mit dieser Aufzählung sind die Vorzüge des neuzeitlichen industriellen Rechnungswesens mit seiner Feingliederung aller Kosten nicht erschöpft, aber sie dürften genügen, um von der Unentbehrlichkeit einer neuzeitlichen industriellen Kostenberechnung zu überzeugen, durch deren planvollen Ausbau allein die sichere Grundlage für eine zuverlässige Kalkulation geschaffen und die Geschäftsleitung von hoher Verantwortung entlastet wird. Treuhänder Bruno H i t z, Villingen i. B. Sonstige Nadtridtten für Baden Verkehr. Mehr Sonntagsverladungen! Die gleichmäßige Verteilung des Ladegeschäftes auf sieben Wochentage läßt immer noch zu wünschen übrig. Die mehrfachen Hinweise auf die Notwendigkeit der Sonntagsverl adung haben in den am Güterverkehr beteiligten Kreisen der Wirtschaft bisher nicht die Beachtung gefunden, die sie an sich im Hinblick auf die angespannte Transportlage verdienen. Es ist festgestellt worden, daß Firmen sich eher dazu entschließen, mit der Verladung zwei bis drei Wochen zu warten, als den in Kürze, aber für Sonntag bereitgestellten Wagen zu beladen. Dieses Verhalten wirkt sich auf die Befriedigung der Wagenanforderungen, die durch die Wehrmacht und Rüstungsbetriebe erfolgen, erschwerend aus. Der Verladerschaft wird daher erneut dringend die Verpflichtung nahegelegt, weitestgehend von der Möglichkeit der W agengestellung an Sonntagen Gebrauch zu machen und somit das Ladegeschäft den Dienststellen der Reichsbahn durch den Übergang zu Sonntagsverladungen wesentlich zu erleichtern. Der Verkehrsbeauftragte des Führungsstabes Wirtschaft. 20 i \ Restlose Ausnutzung 1 des Güterwagenraumes. Zulassung des Zusammenladens von Wagenladungen und Vereinbarungssendungen. Im Zuge ihrer Maßnahmen zur weitestgehenden Förderung einer restlosen Ausnutzung des Laderaumes der Güterwagen hat die Deutsche Reichsbahn die Möglichkeit der Zusammenladung von Wagenladungen und Vereinbarungssendungen in einem Wagen gegeben. Damit ist nunmehr das Zusammenladen mehrerer Wagenladungen oder Vereinbarungssendungen im deutschen Verkehr — ausgenommen ist der Verkehr mit dem Protektorat und der Ostbahn — von einem oder mehreren Absendern, aufgegeben in einem oder zwei Versandbahnhöfen an einen oder mehrere Empfänger in höchstens drei Bestimmungshahnhöfen, zugelassen. Die Benutzung mehrerer Versand- oder Bestimmungsbahnhöfe ist an die Voraussetzung geknüpft, daß die Bahnhöfe so günstig zueinander an demselben Beförderungsweg liegen, daß mit der Wagenausnutzung auch ein Wagen- gewinn verbunden ist. Es ist den Absendern grundsätzlich selbst überlassen, zur Zusammenladung sich eines Spediteurs zu bedienen oder zu einer Verladegemeinschaft zusammenzuschließen, doch sind die Güterabfertigungen auch angewiesen, bereits bei der Wagenbestellung auf etwaige Zusammenladungs- möglichkeiten hinzuweisen. Die zusammengeladenen Sendungen sind möglichst mit einem Frachtbrief, nötigenfalls unter Einschaltung eines Spediteurs, aufzugeben, doch ist auch die Auflieferung jeder einzelnen Sendung mit besonderem Frachtbrief zugelassen. Für die Verladung der einzelnen Sendungen wie für die Entladung durch mehrere Empfänger wird nur die einfache Ladefrist gewährt. Um Verwechslungen zu vermeiden, sind die Posten nötigenfalls entsprechend voneinander zu trennen oder zu kennzeichnen. Über zusammengeladene Sendungen sind nachträgliche Verfügungen auf Anhalten unterwegs, Ablieferung auf einem anderen Bestimmungsbahnhof oder Rücksendung nach dem Versandbahnhof nicht zugelassen. Sendungen des öffentlichen Verkehrs können auch mit Dienstgut- und Wehrmachtssendungen zusammengeladen werden, doch ist für diese Fälle die Ausfertigung eines besonderen Frachtbriefes für jede Sendung erforderlich. Außenhandel. Ersatz von Kriegsschäden in Italien. Über der! Ersatz von Kriegsschäden deutscher Firmen in Italien sind mit der italienischen Regierung Vereinbarungen getroffen ■worden. Nähere Auskünfte erteilen die Industrie- und Handelskammern. Sten er wesen. Steuerermäßigung vom nichtentnommenen Gewinn und Gewinnabführung. Häufig besteht bei den Unternehmern keine Klarheit über die buchmäßige Behandlung der Gewinnabführungsbeträge. Die Gewinnabführungen sind zu den Privatentnahmen zu rechnen. Dies gilt insbesondere für die Steuerermäßigung vom nichtentnommenen Gewinn. Die Gewinnabführungsbeträge rechnen hierfür zum entnommenen Gewinn. Insoweit gilt die gleiche Regelung wie für die aus dem Betriebsvermögen gezahlten nichtabsetzbaren Einkommen-, Vermögen-, Bürger- und Kirchensteuern. Sie bilden Entnahmen im Jahre der Zahlung. Eine Aktivierung oder Einbringung von Erstattungsansprüchen ist ,vor der tatsächlichen Erstattung zuviel gezahlter Steuerbeträge nicht zulässig. Auch Nachzahlungen auf die Einkommensteuer früherer Jahre, wie z. B. Nachzahlungen an Einkommensteuer 1940 im Jahre 1941, sind Entnahmen des Jahres 1941. Ausnahmsweise können Nachzahlungen persönlicher Steuern ganz oder teilweise als Entnahmen außer Betracht gelassen werden, wenn sie auf Grund von Berichtigungsveranlagungen erfolgen mußten und die Nachzahlung nicht auf einem Verschulden des Steuerpflichtigen beruhte (EStR. 41 Abschnitt 153; DStZtg. 42 Nr. 2028). Für die Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer 19 4 2 ist beachtlich, daß die voraussichtliche Ermäßigung der steuerpflichtigen Gewinne mit Rücksicht auf den nichtentnommenen Gewinn hierbei noch nicht berücksichtigt wird. Die Vorauszahlungen werden nach der voraussichtlichen ungekürzten Einkommensteuer 1942 festgesetzt. Bei der Berechnung der Gewinnabführung für 1 9 4 1 ist die Frage entstanden, ob bei der Feststellung der außergewöhnlichen Gewinnsteigerung die maßgebenden wollen gläubig und vertrauensvoll in Kampf und Arbeit fortfahren. Wenn wir entschlossen sind, jede Gefahr und jedes Risiko auf uns zu nehmen, um damit dem Siege zu dienen, dann wird er am Ende auch unser sein. Das ist eine Sache des Mutes, des Fleißes, der Beharrlichkeit und vor allem der Tapferkeit des Herzens. Dr. Goebbels. gewerblichen Einkünfte des Jahres 1941 um die gleichen Beträge gekürzt werden können, die für die Steuerermäßigung vom nichtentnommenen Gewinn in Abzug gebracht sind, nämlich 50 v. H. des hichtentnommenen Gewinns, höchstens 10 v. II. des Gesamtgewinns. Diese Frage wird zu verneinen sein. Gewerbliche Einkünfte im Sinne der Gewinnabführung sind die Einkünfte aus Gewerbebetrieb, die der Einkommenbesteuerung zugrunde liegen, die als „gewerbliche Einkünfte“ in dem Einkommensteuerbescheid angegeben sind. Daß bestimmte gewerbliche Einkünfte besonderen Steuersätzen unterliegen, bleibt außer Betracht. Das gleiche wird für die sonstigen Steuerermäßigungen gelten müssen, die lediglich für die Einkommensteuer vorgesehen sind, wie die Steuerermäßigung vom nichtentnommenen Gewinn, die sich auch auf die Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrage und auf die Bürgersteuer nach dem Einkommen nicht auswirkt. Dr. W u t h , Berlin. Steuerliche Behandlung von Kapitalbeteiligungen deutscher Unternehmen im Ausland. Aus dem Reiehssteuerblatt Nr. 111 vom 29. Dezember 1942 entnehmen wir folgende Notiz: „Deutsche Kapitalgesellschaften beteiligen sich im Rahmen der europäischen Wirtschaftsverflechtung in zunehmendem Maß an Kapitalgesellschaften in anderen europäischen Ländern. Ich beabsichtige, solche Beteiligungen sauf Antrag, der bei mir einzureichen ist, §. 131 AO gemäß steuerlich zu begünstigen, soweit die Begünstigung wirtschaftspolitisch geboten ist. Die steuerliche Begünstigung'wird in der Regel darin bestehen, daß die Körperschaftssteuer, die auf die Gewinnanteile aus den ausländischen Beteiligungen entfällt, teilweise oder ganz erlassen wird. Die steuerliche Begünstigung kann auch auf bereits bestehende Beteiligungen ausgedehnt werden.“ (RdF-Erlaß vom 24. Dezember 1942 S. 2526 — 19 III.) Umsatzsteuerumrechnungssätze. Die Umsatzsteuerumrechnungssätze auf Reichsmark für die in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für die Umsätze im Monat D e z e m b e r 1 9 4 2 : Staat Einheit RM. Staat Einheit RM. Ägypten . . . ’l Pfund 9.90 Kroatien . . 100 Kuna 5.— Afghanistan . 100 Afghani 18.81 Neuseeland . 1 Pfund 7.92 Argentinien 100 Papierpesos 59.— Norwegen 100 Kronen 50.82 Australien . . 1 Pfund 7.92 Palästina . . 1 Pfund 9.90 Belgien . . . 100 Belga 40.— Portugal . . 100 Eskudos 10.15 Brasilien . . . 100 Milreis 13.10 Rumänien . 100 Lei 1.67 Brit.-Indien 100 Rupien 74.25 Schweden 100 Kronen 59.52 Bulgarien . . 100 Lewa 3.05 Schweiz . . 100 Franken 57.95 Dänemark . . 100 Kronen 52.20 Serbien. . . 100 Dinar 5.— Finnland . . . 100 Mark 5.07 Slowakei . . 100 K ronen 8.60 Frankreich . . 100 Francs 5.— Spanien . . 100 Peseten 23.58 Griechenland . 100 Drachmen 1.67 Südafr.Union 1 Pfund 9.90 Großbritannien 1 Pfd Ster!. 9.90 Türkei . . . 1 Pfund 1.98 Holland . . . 100 Gulden 132.70 Ungarn. . . 100 Pengö 59.72 Iran. 100 Rials 14.60 (bei Ausfuhr Island . . . 100 Kronen 38.46 nach Ungarn) Italien .... 100 Lire 13.15 Uruguay . . 1 Peso 1.20 Japan .... 100 Yen 58.60 Ver Staaten Kanada . . 1 Dollar 2.10 von Amerika i Dollar 2.50 Die Umsatzsteuerumrechnungssätze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel für die Umsätze im Dezember 1942: Staat Einheit RM. Chile. 100 Pesos 10.— China (Nanking-Dollar). 100 Yuan 6.— Kolumbien. 100 Pesos 142.50 Mexiko. 100 Pesos 51.55 Peru. 100 Soles 38.46 Besteuerung der im Reich beschäftigten ungarischen Arbeiter. Am 24. Oktober 1942 haben das Deutsche Reich und das Königreich Ungarn in einem zweiten Zusatzabkommen zum Vertrag vom 6. November 1923 Vereinbarungen zur Ausgleichung der in- und ausländischen Besteuerung, insbesondere zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der direkten Steuern (Hinweis auf den RdF-Erlaß vom 9. Dezember 1942 — RStBl. S. 107 vom 16. Dezember 1942) getroffen. Nach diesem Abkommen werden die Arbeitsverdienste der ungarischen Arbeiter mit Wirkung vom 1. Januar 1943 ab nur noch in dem Staat besteuert, in dem persönliche Tätigkeit ausgeübt wird, aus der die Einkünfte herrühren. Der ungarische Arbeiter ist also ab 1. Januar 1943 im Reich unter den gleichen Bedingungen und Voraussetzungen im vollen Umfange lohnsteuerpflichtig, wie die übrigen ausländischen Arbeiter. Die Frage des Wohnsitzes oder des gewöhnlichen Aufenthaltes spielt keine Rolle mehr. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz beim Beauftragten für den Vierjahresplan wird einen entsprechenden klarstellenden Erlaß im Reichsarbeitsblatt zur Veröffentlichung bringen. Handel und Gewerbe. Die Ausgleichsumlage als Kostenfaktor. In dem Aufsatz von Dr. Wolfgang Froehlich „Die Ausgleichsumlage der gewerblichen Wirtschaft“, den wir in der Nummer 1 der „Badischen Wirtschafts-Zeitung“ veröffentlicht haben, war unter IX. „Steuerliche und preis- rechtliche Auswirkungen der Ausgleichsumlage“ bereits darauf hingewiesen, daß nach einem Schreiben des Reichswirtschaftsministers vom 15. Dezember 1942 der Reichskommissar für die Preisbildung anerkannt hat, daß die Umlage auch als Kostenfaktor im Sinne des Preisrechts anzusehen ist. Nachstehend geben wir hierzu eine nunmehr vorliegende schriftliche Verlautbarung des Reichskommissars vom 29. Dezember 1942 — A — 701 ■— 6139/42 — wieder, der wir Näheres zu entnehmen bitten: „Die Ausgleichsumlage, welche auf Grund der Anordnungen 1/1 und 1/2 des Leiters der Reichswirtschaftskammer vom 17. Dezember 1942 — Dt. Reichsai«. Nr. 300 vom 22. Dezember 1942 — erhoben wird, ist von dem Reichsminister der Finanzen als Betriebsausgabe in steuerrechtlicher Hinsicht anerkannt worden. Diese Umlage darf auch als Kostenbestandteil bei der Preisbildung berücksichtigt werden, wenn es ausdrücklich zugelassen ist, die Preise auf Grund der Selbstkosten zu bilden, wie z. B. bei der Preiserrechnung nach LSÜ. Eine Abwälzung der Umlage ist ebenso wie die Abwälzung jeder anderen Kostenerhöhung bei Waren und Gütern mit einem Markt-, Fest- oder Höchstpreis ohne ausdrückliche Genehmigung unzulässig 1 .“ Preisüberwachung, Gewiim- abschöpfung. Pflicht zur Einreichung der Preiserklärung 1941. Der Reichspreiskommissar hat in einem Einzelerlaß vom 17. Dezember 1942 bekanntgegeben, daß die Preiserklärung 1941 von allen gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen und Personen abzugeben ist, die in ihrem Geschäftsjahr 1941 einen steuerbaren Umsatz von über 100 000 RM., Groß- und Außenhandelsunternehmen jedoch über 300 000 RM., erzielt haben. Wenn Unternehmen neben dem Großhandel noch eine andere gewerbliche Tätigkeit ausüben (z. B. Einzelhandel, Herstellung), haben sie die Erklärung ebenfalls nur abzugeben, wenn ihr Gesamtumsatz 300 000 RM. übersteigt. Gruppenpreise und § 22 KWVO. Die Reichsgruppe Industrie hatte dem Reichskommissar für die Preisbildung die Frage vorgelegt, ob § 22 KWVO noch in den Fällen Geltung habe, in denen Einheits- oder Gruppenpreise bestehen. Der Reiehspreiskommissar hat die folgende Entscheidung getroffen: „Die Einheits- und Gruppenpreise werden nach der Linie des § 22 KWVO ausgerichtet. Wo sie infolge Täuschung oder Irrtums unangemessen hoch sind, sehen die Richtlinien des Beauftragten für den Vierjahresplan vom 6. November 1941 (Mitt.Bl. 1942 Teil I S. 66) die vorzeitige Abänderung vor. Für den einzelnen Unternehmer gelten dagegen Einheits- und Gruppenpreise solange sie bestehen, als kriegswirtschaftlich gerechtfertigt. Eine Prüfung unter eigener Verantwortung, ob sie nach der Ertragslage des einzelnen Betriebes den Voraussetzungen des § 22 KWVO entsprechen, braucht deshalb nicht vorgenommen zu werden.“ Zahlungs- und Lieferbedingungen bei Einheits- und Gruppenpreisen. Der Reichspreiskommissar hat in einem Erlaß vom 16. Dezember 1942 folgende Ausführungen gemacht: „Wenn im Einzelfalle nichts Abweichendes bestimmt wird, gelten bei Einheits- oder Gruppenpreisen die bisherigen Zahlungs- und Lieferungsbedingungen des einzelnen Lieferers weiter. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die bisherigen Zahlungs- und Lieferungsbedingungen von Verbands wegen oder sonst allgemein geregelt waren oder durch die Preisstopverordnung für den einzelnen Lieferer gestopt worden sind. Eine Ausnahme besteht bei Rabatten. Die Einheits- oder Gruppenpreise sind Nettopreise, so daß Rabatte auf sie -nicht mehr gewährt zu werden brauchen. Zur Klarstellung wird hervorgehoben, daß Skonti keine Rabatte sind, so daß auch bei Einheits- oder Gruppenpreisen in derselben Weise weiter Skonti eingeräumt werden muß, wie das bei den bisherigen Preisen erforderlich war.“ Einheits- oder Gruppenpreise. Wir weisen auf die im Reichsanzeiger vom 28. Dezember 1942 (Nr. 303) erschienene Erste Anordnung zur Durchführung- der Anordnung über Einheits- oder Gruppenpreise hin, die verschiedene grundsätzliche Bestimmungen enthält. Patent- nn«l Warenzeichenrecht. Verordnung über außerordentliche Maßnahmen im Warenzeichenrecht. Nach einer Verordnung über außerordentliche Maßnahmen im Warenzeichenrecht vom 23. November 1942 (Reichsgesetzblatt Teil II S. 364) nimmt das Reichspatentamt bis auf weiteres Anmeldungen von Warenzeichen nur an, wenn ein dringendes volkswirtschaftliches Bedürfnis an der alsbaldigen Eintragung des Zeichens besteht. Gewerbliche Anmelder im Inland haben eine entsprechende Bescheinigung bei den Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern oder, 'soweit sie bereits errichtet sind, bei den Gauwirtschaftskammern zu beantragen. Die Kammern leiten die Anträge mit ihrer Stellungnahme an die Reichswirtschaftskammer, die ihrerseits darüber entscheidet., ob die gewünschte Bescheinigung auszustellen ist. Büäiersdiau Praktische Anleitung »um richtigen Abzug der Sozialversicherungs-Beiträge. Von Dr. jur. Friedrich Wilhelm Kurz- welly, Oberregierungsrat im Reichsarbeitsministerium. (Heft 6 der von Dr. Carl Mölders herausgegebenen Schriftenreihe: Sonderschriften zum Reichs-Wirtschafts-Führer für Industrie, Handel und Gewerbe.) Hermann Luchterhand Verlag, Berlin-Charlottenburg 9. 1942. 128 Seiten. Preis kart. 1,60 RM. Dieses Heft trägt den gegenwärtigen, kriegsbedingten Bedürfnissen der. Lohnbüros Rechnung, da es durch kurze, leichtverständliche Darstellungsweise eine auf die Praxis zugeschnittene Übersicht über das gesamte Sozialversicherungsrecht ermöglicht. Insbesondere gibt der Verfasser mit seiner Schrift eine wertvolle Hilfe zur Einarbeitung von Ersatzkräften. Auch der ungelernte Lohnbuchhalter kann sich die für seine Aufgaben erforderlichen Kenntnisse mittels dieser Schrift rasch erwerben, da der Verfasser bewußt nicht auf komplizierende Sonderfälle eingeht, sondern lediglich grundsätzliche, praktische Anleitungen für die Behandlung der Sozialversicherungsbeiträge gibt, wobei er auch die neuesten grundlegenden Änderungen im 'Beitragsrecht zur Kenntnis bringt. Beiträge zur Berufsausbildung und Leistungssteigerung. Heft 2 der Schriftenreihe Ruhr und Rhein. Darstellungen zur Entwicklung der Wirtschaft an Ruhr und Rhein. Herausgegeben von Dr. Fritz Pudor. Mit einem Geleitwort von Handelskammerpräsident Dipl.-Ing. Karl Zucker, Leiter der Wirtschaftskammer Düsseldorf. Verlag Glückauf G. m. b. H., Essen. 1942. 83 Seiten. Preis 1,60 RM. Das Heft gibt einen überblick über die Maßnahmen des Bcrufserziehungs- wesens im Wirtschaftskammerbezirk Düsseldorf. Infolge seiner umfassenden Darstellung der Mittel, die im Bezirk der Wirtschaftskammer der Berufsausbildung und Leistungssteigerung dienen, ist die Schrift auch über die Grenzen des Bezirkes von Interesse. Maßgebende Fachleut« kommen über die einzelnen Fragen sowohl des gewerblichen als auch des kaufmännischen Bildungswesens zu Wort. Es werden die Probleme der Nachwuchslenkung, der Betriebsbetreuung un<^ des Anlemwesens in einer vorbildlichen Weise erörtert und somit ein umfassendes Bild über das gesamte Fachgebiet gegeben. Die Erfahrungen der Wirtschaftskammer sind zweifellos auch für andere Bezirke anwendbar. 22 WS. •S t -r^3tSC ^hJ r <\ i'uiuiuu.UD^ » * v < / ^V/V ! .VN CTL333I »PP ' ^ ; ^K SgS«fe^>^ =: £MsL Die Chemiewirtsdiafl des Elsaß. Von Dr. A. Bleicher, Kolmar (Eis.). (Schluß.) II. Die zweite Etappe: Der Ausbau. Während die Entwicklung der elsässisclien Chemieindustrie das ganze 19. Jahrhundert hindurch im wesentlichen auf die Herstellung von Farbstoffen und Textilhilfsmitteln für sämtliche Anwendungen in der Textilindustrie beschränkt geblieben war, setzte nach der Jahrhundertwende eine Weiterentwicklung auf den verschiedensten Gebieten ein, besonders nachdem sich das Elsaß auf den deutschen Markt eingespielt hatte. Immerhin wurde die elsässisehe Chemieindustrie keine eigentliche Roh stoffindust r i e. Die verarbeiteten Farbstoffe blieben diese ganze Zeit hindurch zum größten Teile deutschen Ursprungs; ein gewisser Teil wurde auch durch Schweizer Werke geliefert, der kleinste Teil im Elsaß selbst hergestellt. Absatzmäßig konnte die Stellung auf der ganzen Linie behauptet werden; besonders für gewisse mineralische und organische Schwerprodukte hielten die elsässischen Werke einem erbitterten Wettbewerb stand. Dies war allerdings nur auf dem Wege von Abmachungen möglich: so beteiligten sie sich am Anilinsyndikat, an den Abmachungen über Guayacol und Superphosphat. Trotzdem ruhte auch in dieser deutschen Zeit der elsässisehe Erfinderund Ent deckerg eist nicht. Es kamen eine Reihe neuer Produkte heraus, wie die Monohydrokarbonate, Guayacol Vaniljn, Xylidin, Paranitranilin und die verschiedenen Toluidine, die schon bei Angabe der einzelnen Unternehmen erwähnt wurden. Nach dem Weltkrieg mußte sich die elsässisehe Chemiewirtschaft neuen Produktions - und Absatzbedingungen unterwerfen, um sich dem Zuge der neuen Produktion in Frankreich anzupassen, besonders nachdem es der Elsässischen Gesellschaft chemischer Produkte in Mülhausen nicht gelungen war, Ersatz für die deutschen Erzeugnisse zu schaffen.'Innerhalb dieses Rahmens nahm sich die elsässisehe Chemiewirtschaft vor, hauptsächlich Zwischenprodukte zur Synthese der Farbstoffe herzustellen und die Rohstoffe hierfür aus anderen Anlagen zu beziehen. Die Stufenleiter der Erzeugung wurde hauptsächlich durch Diamine, Diphenylamine, die sich hauptsächlich für die Leder- und Pelzfärbung eignen, durch Tanine sowohl für die Textilindustrie wie für den Weinbau, durch Ersatzstoffe, Seife und synthetische kosmetische Artikel, durch Explosivstoffe, Alcaloide, pharmazeutische Produkte, Gelatine und - überhaupt durch aus Knochen gewonnene Erzeugnisse erweitert. Hinzu kam noch die Erstellung von Anlagen für Kunststoffe und Kunstseide, abgesehen von der bereits erwähnten Titanherstellung und Verarbeitung von schwefelsaurefn Kalium auf dem Wege der Elektrolyse. Im Zuge der Zeit wurde auch die Ausbeutung der Pechelbronner Erdöllager und die Verarbeitung elsässischen Erdöls intensiviert. Die elsässisehe Chemiewirtschaft hat so in der französischen Zwischenperiode ein vielfältigeres Gesicht erhalten, wobei allerdings die neugegründeten Zweige an die Bedeutung der jahrhundertalten Farbstoffindustrien nicht heranreichten. Die Entwicklung wurde durch die nach 1930 einsetzende Krise scharf unterbunden. So heißt es in einem Bericht der Verwaltung der Buchs weiler Gruben vom 23. Januar 1932, daß das Unternehmen unter den Schwierigkeiten der Textilindustrie, und zwar der Baum- w°ll- und Kunstseidenindustrie, ebenso wie unter denjenigen der Gerbereien, Papierfabriken und Herstellungsstätten von Farben und Lacken zu leiden habe. Die Ausfuhr hätte vollständig auf gehört. Die Aufnahmefähigkeit der Märkte des äußeren Orients in Indien und China hätte sowohl unter den Währungserschütterungen wie unter der Kaufkraftverringerung erheblich gelitten. Auch auf den europäischen Märkten sei die Nachfrage gering geblieben. Es sei zu befürchten, daß ähnliche Vorkommnisse wie der Sturz des englischen Pfundes neue Verwirrung auf den Markt trügen. Eine Reihe auswärtiger Häuser hätten seit dem Pfundsturz ihre Produktion auf dem französischen Markt unterzubringen gesucht und betrieben zu diesem Zweck eine Dumpingpolitik. Das Unternehmen forderte höhere Zollsätze und eine allgemeine Kontingentierungspolitik zur Rettung der Industrie. Neben dem Mülhauser Zentrum und der 1820 gegründeten Verwaltung der Buchsweiler Gruben, welche auch in Laneuveville bei Nanzig ein Werk betreibt, haben sich die neuen chemischen Betriebe hauptsächlich in und um Straßburg gruppiert, auf dessen Rheinhafengelände übrigens Kohlenchemiewerke, die mit Ruhrkohlen gespeist worden wären, angesiedelt werden sollten. Die Allgemeine Elsässisehe Bankgesellschaft bemerkt in ihren Jahresberichten immer wieder, daß Straßburg zwar eine Anzahl von Werken aufweise, die sich in Spezialartikeln, besonders in der Herstellung pharmazeutischer Produkte spezialisiert hätten, auch wären Seifen- und Lackfabriken errichtet worden, man sei jedoch noch weit davon entfernt, alle Hilfsquellen erschöpft zu haben, welche die Hauptstadt des Elsaß als Meer- und Seehafen und nächster Umschlagsplatz für elsässisches Kali für die Entwicklung einer mächtigen Chemieindustriq biete. Noch in die Zeit vor dem Weltkrieg reichen die Anfänge der elsässischen Textilchemie zurück. Der elsässisehe Chemiker Dr. David Emil Bronnert hat schon zwischen 1905 und 1909 tiefgründige Nachforschungen über die Verwendung von Kupfer und Viskose bei der Kunstseideerzeugung in fruchtbarer Zusammenarbeit mit dem Grafen Chardonnet erzielt. Mit den beiden Pionieren Fremery und Urban suchte Dr. Bronnert im Anschluß hieran in Niedermorsch weiler bei Mülhausen ein Kunstseidenunternehmen aufzuziehen. Infolge Geldmangels konnte er in seiner Heimat die* kostspieligen Versuche nicht zu Ende führen, so daß er seine Erfindung den Vereinigten Glanzstoffwerken anbot, in deren Dienste er bis zum Ende des Weltkrieges blieb. In der Heimat wurden seine Verdienste durch die Ernennung zum Mitglied der Ersten Kammer durch Kaiser Wilhelm bei Inkrafttreten der elsaß-lothringischen Verfassung vom 31. Mai 1913 geehrt. Bronnerts hervorragende Leistungen stellten ihn bald in den Vordergrund der Kunstseidenindustrie überhaupt. Nach dem Weltkriege mußte er an der Schöpfung von Kunstseideunternehmen in den verschiedensten Ländern initwirken: er kehrte zunächst in seine Heimat zurück, trat aber bald in bewußten Gegensatz zu den Kunstseideninteressen, welche sich um die Familien Gi 11 etil e r n h e i in und C a r ft o t gruppierten. Er gründete auf dem Straßburger Rheinhafengelände 1924 ein eigenes Unternehmen, die Straßburger Kunstseidengesellschaft, welche sich mit außerhalb der Gruppe Gillet-Bernheiin und Carnot stehenden Unternehmen, wie der Societe Lyonnaise de Soie Artificielle, der Soie de Valence, den Textiles Chimiques du Nord et de l’Est, der Soie de Calais und der Soie de Valenciennes in der Union des Producteurs Francais de soie et autres textiles arti- ficiels zusammenschloß. Das Unternehmen Dr. Bronnerts selbst trat in Interessengemeinschaft zu der hauptsächlich in England interessierten Lamposegruppe, deren Produk- 23 tion verschiedene Neuerungen der Bronnertsehen Erfindungen und Patente übernommen hatte. Dr. Bronnert beteiligte sich dann über die Straßburger Kunstseidengesellschaft an der Gründung von vier weiteren ausländischen Kunstseidenwerken: der Skenandoa in Utica (Vereinigte Staaten), der Kurashiki (Japan), einem Kunstseiden werk in Leningrad und der Sofilaine in Belgien. Die beiden ersten Fabriken nahmen ihre Erzeugung zwischen 1926 und 1928 auf. Die Kunstseiden werke des belgischen Unternehmens wurden in Ninove bei Brüssel gegründet und deren Anfangsleistung gleich auf eine Tagesziffer von 1500 kg gebracht. Das ’Bronnertsche Kunstseidenunternehmen beteiligte sich noch an der Ersten Böhmischen Kunstseidefabrik in Theresienthal. In seinen eigenen Anlagen kam es während der ganzen Dauer des Bestehens aus den Geburtswehen nicht heraus. Dies war weniger auf ungenügende Leistungen als auf die scharfe Konkurrenz und die ungeordnete Produktion in der französischen Kunstseidenindustrie überhaupt zurückzuführen. Besonders zu Beginn der dreißiger Jahre setzte ein harter Konkurrenzkampf ein, als sich die Gegenpartei, die um Gillet- Bernheim und Carnot gruppierten Kunstseidenwerke, wie die Firmen Givet-Izieux, Viscose Franpaise, Societe Ar- dechoise, Societe Albigeoise, Societe Suisse de la Viscose, im Kunstseidenkontor und in der Zentrale für Kunstseidenprodukte zwecks Zentralisierung, Überwachung der Geschäftsführung und Kontrolle . aller die Kunstfaserindustrie betreffenden Einrichtungen, Erwerbung von Fabrikanlagen, Ausbeutung und .Neuerrichtung von Werken, sowie Begünstigung aller Maßnahmen, die zum Aufbau und zur Weiterentwicklung der Kunstfaserindustrie beitragen konnten, zusammengeschlossen hatten. Die Gruppe Gillet-Bernheim-Carnot faßte auf diese Weise immer festeren Fuß auf dem französischen Kunstseidenmarkt, so daß die Absatzorganisierung der Gegenpartei auf immer größere Schwierigkeiten stieß. Die Geschäftsberichte des Straßburger Kunstseidenunternehmens -klagten alljährlich über die Desorganisation des französischen Kunstseidenmarktes, die mangelnde Absatzorganisierung und.die Unmöglichkeit angesichts dieser Verhältnisse Anschluß an den internationalen Kunstseidenmarkt zu erhalten. Die Straßburger Kunstseidengesellschaft, welche 1933 ihre Firmenbezeichnung in Straßburger Kunstseide und 1939, nach dem französischen Verbot der Anwendung des Wortes Kunstseide, in Straßburger Garne (Fils de Strasbourg) umgeändert hatte, arbeitete in dem Jahrzehnt vor Ausbruch des Krieges fast nur mit Verlusten: das Defizit erreichte (in Mill. ffr.) 1938: 0,60; 1937: 0,68; 1936: 0,66; 1935: 1,53; 1934: 0,25 bei 15,50 Mill. ffr. Aktienkapital. Nach dem Tode Dr. Bronnerts im Herbste 1928 hatte zunächst dessen Schwiegersohn, Professor H. Lauffen- b u r g e r , die Leitung der Werke übernommen. Später trat an seine Stelle Dr. U rban, der Generaldirektor der Ersten Böhmischen Kunstseidefabrik in Theresienthal- Arnau, und der französische Industrielle E. D e 1 v a 1. Ein zweites Kunstseidenunternehmen im Elsaß, die ebenfalls 1924 von der Gruppe Gillet-Bernheim-Carnot gegründete Elsässische Kunstseide in Kolmar, nahm bilanzmäßig keine wesentlich bessere Entwicklung. Sie gelangte trotz ihrer Wettbewerbsstellung zur Straßburger Schwestergesellschaft nie zur vollen Entwicklung, da sie lediglich die Rolle eines Ausgleichwerkes der übrigen Gesellschaften des Konzerns spielen mußte: ihr gingen lediglich die überschüssigen Aufträge ihrer Gründerwerke, der Societe de la Viscose Franpaise, der S.A. de Textiles Artificiels Givet-Izieux S.A., der Textiles Artificiels du Sud-Est S.A. und des Comptoir des Textiles Artificiels zu. Das Kolmarer Unternehmen war allerdings groß aufgezogen worden; gleichzeitig mit den Fabrikanlagen wurde eine Wohnkolonie für mehrere Hundert Arbeiterfamilien eingerichtet, die hauptsächlich mit polnischen und ungarischen Arbeitern besiedelt wurde. Die Elsässische Kunstseide AG., welche später Elsässische Kunsttextilien AG. firmieren mußte, verzeichnete 1938 einen Verlust von (in Mill. ffr.) 1,37; 1937: 1,37; 1936: 1,37 und 1935: 1,42 bei 20 Mill. ffr. Aktienkapital. Auf den verschiedensten Produktionsgebieten haben eine Reihe Straßburger Betriebe, wenn auch nicht dieselbe Bedeutung wie die Mülhauser Herstellungsstätten für Farbstoff und Textilhilfsmittel, doch einen gewissen Einfluß erhalten. Als Farbstoff unternehmen wurde in Straßburg 1928 die Industrie - und Handelsgesellschaft für chemische Produkte und Rohstoffe mit 1 Mill. ffr. Stammkapital gegründet zwecks Übernahme der Ausbeutung der industriellen und kommerziellen Anlagen der Fabrik chemischer Produkte, öle und industrieller Fette „Rafinoil“ in Schil- tigheim. Dieses Unternehmen stellte sowohl chemische Erzeugnisse, industrielle öle und Fette wie Farben und Lacke her. In den beiden ersten Jahren seines Bestehens hat das Unternehmen Dividenden von 6 und 11 %> verteilt. Mit der Herstellung von Farben, Lacken, Kreiden, Drogerieartikeln und ähnlichen Produkten befaßt sich auch die im Jahre 1923 von der Familie Hatt mit 1 Mill. ffr. Stammkapital gegründete Gesellschaft der ehern. Firma Peppier in Straßburg. Bis 1930 schloß das Unternehmen dividendenlos ab. 1930 und 1931 wurde eine Dividende von 5 %> verteilt, nachher wurden Gewinne nicht mehr ausgewiesen. Lokale Bedeutung kommt auch dem dritten Straßburger Farbenunternehmen, der einer Schweizer Gruppe gehörenden Firma Rheinische AG. zu, welche 1924 unter der Bezeichnung Rheinische Fabrik für Kreide, Kitt und Farben gegründet worden war und 1934 die genannte Firmierung erhielt. Das Unternehmen schüttete von 1933 bis 1936 jährlich eine Dividende von 6 °/o aus. 1937 schloß es mit einem Verlust von 7.169 ffr., 1938 mit einem Gewinn von 14.964 ffr. ab. Bessere geschäftliche Ergebnisse aufzuweisen haben die Herstellungsstätten pharmazeutischer Produkte. Die 1922 mit 0.70 Mill. ffr. Kapital begründeten Chemischen Werke von Straßburg verteilten 1924 und 1925 Dividenden von 6 %>, von 1926 bis 1932 solche von 8 %>, 1933: 7 o/o, 1934: 6V2 °/o, 1935 und 1936: 8«/», 1937 und 1938: 10 0/0. 1932 war das AK. auf 1 Mill. ffr. erhöht worden. Zu einer gewissen Bedeutung gelangte auch die St. Markus Drogerie I. Broistett und J. Rosenstiehl in Straßburg, die in den Jahren vor diesem Krieg eine Dividende von 10°/o ausschüttete, die Ostzentraldrogerie und die Vereinigten Laboratorien Kopp & Rouvet in Straßburg-Neudorf. In der französischen Zwischenperiode dehnte sich auch die Gewinnung industrieller Gase, besonders die Sauerstoff- und Wasserstoffherstellung aus. Eine führende- Stellung gewann im Elsaß das französische Großunternehmen Flüssige Luft AG. für das Studium und die Ausbeutung der Verfahren G. Claude in Paris,' welches in Mülhausen und Schiltigheim Werkanlagen unterhielt und in ganz Frankreich insgesamt 40 Werke betrieb. Zu einer gewissen Bedeutung gelangte auch die Firma Flüssiger Sauerstoff AG. in Schiltigheim, die 1928 mit 8 Mill. ffr. gegründet wurde und Sauerstoff, Stickstoff, Azetylen und sonstige industrielle Gase herstellte. Dieses Unternehmen wies 1938 einen Gesamtverlust von 2.08 Mill. ffr. auf. Auf Anregung des 1938 gebildeten elsässischen Wirtschaftsausschusses erfuhr die elsässische Chemiewirtschaft durch die Anlegung eines größeren Holzdestillierungsund Verkohlungswerkes auf dem Straßburger Rheinhafengelände unter der Ägide des früheren Direktors des Straßburger Rheinhafens, Gaston Haelling, eine Erweiterung. Dieses Unternehmen sojlte sämtliche aus den verschiedenen Verarbeitungsprozessen sich ergebenden Nebenprodukte zur Verwertung bringen. Führende französische Chemie-, Kohlen- und Metallurgiewerke hatten sich daran beteiligt, u. a. die Firma de Dietrich in Niederbronn, die Saar- und Moselbergwerksgesellschaft, die Cie. de St. Go- bain, Chauny et Cirey, die Societe Franpaise d’Etudes & d’Entreprises, die Societe Mediterraneenne Miniere, Me- tallurgique & Commerciale, die Firma les Produits Chimi- ques Purs usw. An der Knochenverarbeitung im Elsaß war der Chemie- und Glaskonzern von St. Gobain, Chaunv et Cirey über die Cie. Centrale Rousselot maßgeblich beteiligt. Diese Firma unterhielt neben zahlreichen anderen Werken in Innerfrankreich eine Niederlassung zwecks Herstellung von Knochenleim, Ossein, Hautleim und Gelatine aus Knochenabfällen für technische Zwecke in Straßburg. Eine zweite Knocbenverarbeitungsstätte befand sich in Mülhausen, wo die Etabl. Alfons Folzer, außer den genannten Erzeugnissen noch Knochenmehl, Knochenöl und Düngemittel gewannen. Die übrigen chemischen Erzeugungsstätten im Elsaß befanden sich im Mülhauser Becken, so die Französische Gesellschaft für plastische Rohst o f f e „P 1 a s c o“ in Höningen, die in den Werkanlagen der 1930 liquidierten GmbH. Frossard, Rebert & Cie. von der Firma Kuhlmann und ihren Tochtergesellschaften, der Cie. Franpaise de Produits Chimiques et Matieres Colorantes de St. Clair du Rhone S.A. und der S.A. des (Fortsetzung Seite 27) 24 Firmen-Anzeiger der badischen und elsässischen Industrie- und Handelskammern Auszüge aus den Einträgen in den Handels- und Genossenschaf tsregistem der "badischen Amtsgerichte — Januar 194 8 — Ohne Gewähr a) Baden Industrie- und Handelskammer Mannheim. I. Handelsregister. a) Neueintragungen. Amtsgerichtsbezirk Heidelberg. Eugen Kronimus, Handelsvertretungen, Heidelberg. Inhaber: Kaufmann Eugen Kronimus 8.1.43 Bernhard Claußen, Heidelberg. Pers. haftender Gesellschafter: Kaufmann Johann Bernhard Claußen, Kaiserslautern. »K.-G. seit 1.1.42. 11.1.43 Amtsgerichtsbezirk Mannheim. Käthe Schneider, Mannheim, Schanzenstraße Stt. Geschäftszweig: Herst, von und Handel mit chem.-techn. Erzeugn., Putz-, Wasch- u. Reinigungsmittel. Inhaberin: Witwe Käthe Schneider geb. Mayer. 9.1.43 Theodor Leiber, Mannheim, I) 1, 13. Geschäftszweig: Handelsvertretung in Kühlanlagen. Inhaber: Kaufmann Theodor Leiber. Prokura: Katharina Laebl geb. Leiber. 24.12.42 b) Veränderungen. Amtsgerichtsbezirk Heidelberg Verlag „Volksgemeinschaft“ G. m. b. H., Heidelberg. Einzelprokura: Verlagsleiter Dr. Walter Mehls, Mannheim. 31.12.42 Konserven-Industrie Bergstraße Roth & Sohn K.-G., Dossenheim. Einlagen der Kommanditisten erhöht. 29.12.42 Friedrich Heubach. Heidelberg. Inhaberin: Witwe Walpurga Amalie Emilie Frieda Heubach geb. Kneifei. 8.1 43 Amtsgerichtsbezirk Mannheim. Jakob Vogel III, Ladenburg. Pers haftender Gesellschafter: Ing. Bernhard Vogel. O.H. seit 1.10.42. 9.1.43 Schenker & Co. G. m. b. II. Zweignic,- derlassung Mannheim, Mannheim, Zweigniederlassung der Firma Schenker & Co. G. m. b. H., Berlin. Prokura: Hermann Wunderlich. 24.12.42 Süddeutsches Emulsionswerk Adam Wüst, Mannheim-Neckarau. Adam Wüst ausgeschieden. Neu? pers. haftende Gesellschafterin: Witwe Anna Elise Wüst geb. Haaß, Ludwigshafen a. Rh. 24.12.42 Chemische Fabrik Weyl A.-G., Mann- heim-Waldhof, Zweigniederlassung. Prokura Otto Hcubel, Dr. Werner Menzel erloschen. 31.12.42 Flugzeugwerk Mannheim G. m. b. H., Mannheim. Geschäftsführer Max Gerner ausgeschieden. Neuer Geschäftsführer: Direktor Otto Schirrmeister. 31.12 42 Goerig d Co., Mannheim. Gesellschafter Ernst Goerig ausgeschieden Neuer pers. haftender Gesellschafter: Dieter Goerig. 31.12.42 Ludwig Zahn, Mannheim. Jetziger Inhaber: Kaufmann Ludwig Zahn jr. 31.12.42 Johannes Bücher, Mannheim. Prokura Dina Bücher erloschen. Elisabeth Bücher geb. Baumann hat Prokura. 31.12.42 Amtsgerichtsbezirk Mosbach. Anton Stocher, Mosbach. Jetzige In- haberin: Witwe Marie Stecher geb. Heizmann. 24.12.42 Gmeinder d Co. G. m. b. H., Mosbach. Stammkapital auf 1000000 RM. erhöht. 30.12 42 c) Löschungen. Amtsgerichtsbezirk Heidelberg. Wiswesser. Bierbrauerei 6. in. b. M., Vcckarhäuaerhof. 3112.42 iSeaelisehaft für Mühlenfabrikate m. b. H„ Heidelberg. 28.12.42 Amtsgerichtsbezirk Mannheim. Merdian A Kerner, Mannheim. Sitz der Gesellschaft nach Speyer verlegt. 9.1.43 „Glavermi“ Glanz- und Verlauf- Mittel-G. m. b. H„ Mannheim. 31.12.42 Schmitt A Zimmermann, Mannheim. 31.12.42 II. (Senossenschal'tsregister. a) Neueintragung. b) Veränderungen. Amtsgerichtsbezirk Buchen. Spar- und Darlehnskasse e. G. m. u. II.. Kbcrstadt, Amt Buchen. Weiterer Geschäftszweig: Milchverwertung auf gemeinsch. Rechnung u. Gefahr. Die Genossenschaft ist mit der Milchgenossenschaft Eberstadt, Amt Buchen, e. G. m. u. H. in Eberstadt, Amt Buchen, als aufgelöster Genossenschaft verschmolzen. 31.12.42 Amtsgerichtsbezirk Mannheim. Tapezier- und Sattler-Genossen- schaft e. G. m. b. H., Mannheim. Vorstandsmitglied Carl Wagner ausgeschieden. 6.1.43 Amtsgerichtsbezirk Mosbach. 'Viehverwertungsgenossenschaft Mosbach und Umgebung e. G. m. b. H., Mosbach. Vorstandsmitglied Karl Füt- terer ausgeschieden. Jetzige Vorstandsmitglieder: Albert Breunig, Dallau, Ludwig Brenner, Breitenbronn, Oskar Backfisch, Trienz, Adolf Denzler III, Oberschefflenz, Richard Bengel, Neckarmühlbach, Anton Münch. 31.12.42 Amtsgerichtsbezirk Wiesloch, T.andw. Bin- und Verkaufsgenossen- Schaft e. G. m. b. H., Balzfeld bei Wiesloch. Vorstandsmitglied Landwirt Josef Hillenbrand ausgeschieden. Neues Vorstandsmitglied: Ortsbauernführer Gustav Epp. 12.1.43 Winzergenossenschaft Rotenberg b. Wiesloch e. G. m. b. H., Rotenberg. Vorstandsmitglied Landwirt Emil Greulich ausgeschieden. Neues Vorstandsmitglied: Bürger- ' meister Benjamin Greulich. 2.1.43 c) Löschungen. Amtsgerichtsbezirk Buchen. Milchgenossenschaft Eherstadt Amt Buchen c. G. m. 1>. H., Eherstadt. Mit der Spar- und Darlehnskassc e. G. m. u. H. in Eberstadt als übernehmende Genossenschaft verschmolzen. 31.12.42 III. Vergleichsverfahren. IV. Konkursverfahren. a) Eröffnung. Amtsgerichtsbezirk Mannheim. Nachlaß des Glpaermcistera Johann Back, Mannheim-Küfertal. Büdesheimer Htral!e 01. Industrie- und Handelskammer Karlsruhe. I. Handelsregister. a) Neueintragungen. Amtsgerichtsbezirk Baden-Baden. Grund und Boden G. iti. b. II.. Baden- Baden. Geschäftszweig: Verwaltung und Verwertung der in Berlin und Frankfurt a. M. be- legenen Grundstücke, Berlin SW 68, Oranienstr. 128, Frankfurt a. M., Fahrgasse 148, Schnur- gasse 18, Blüoherplatz 2. Stammkapital: 200000 RM. Geschäftsführerin: Hedwig Lörz geb Schwenke. Sitz der Gesellschaft früher Frankfurt a. M. 23.12.42 b) Veränderungen. Amtsgerichtsbezirk Karlsruhe. Badische Heimstätte G. m. b. H. (Treuhandstelle für Wohmmgs- und Kleinsiedlungswesen), Karlsruhe. Firma lautet nun: Oberrheinische Heimstätte G. m. b. H., Treuhandstelle für Wolinungs- und Kleinsiedlungswesen. 23.12.42 Deutsche Natur stein werke G. m. b. H. vorm. Rupp & Moelier, Karlsruhe. Geschäftsführer Ludwig Schwaiger ausgeschieden. Stammkapital auf 2000000 RM. erhöht. 21.12.42 Walter Hertenstein, Karlsruhe. Inhaber wohnt jetzt in Karlsruhe. Einzelprokura: Elisabeth Hüller, Karlsruhe-Durlaeh. 30.12.42 Süddeutsche Arguswerke Heinrich Koppenberg K.-G., Karlsruhe. Prokura Werner Müller erloschen. 8.1.43 Südwestdeutsche Saatzucht G. m. b. H., Karlsruhe. Weiterer Geschäftsführer: Diplomlandwirt Dr. Hans Heyn, Rastatt. 23.12.42 Husser K.-G., Fabrik für Holzbearbeitung, Hochstetten. Gesamtprokura: Friedrich Mailänder, Wilhelm Meinzer. 6.1.43 Amtsgerichtsbezirk Baden-Baden. Oskar Schnepf, Speditionsgeschäft, Baden-Baden. Inhaber Oskar Schnepf ausgeschieden. Alleinige Inhaberin: Witwe Ida Schnepf geb. Berger. 31.12.42 Amtsgerichtsbezirk Bühl. Friedrich Kern, Bühlertal. Einzelprokura: Kaufmann Alfred Maisch, Buchhalter Josef Bäuerle. 23.12.42 Amtsgerichtsbez. Karlsruhe-Durlaeh. J. Hauck A Bühne, Karlsruhe-Dur- lach. Kurt Hauck ist ausgeschieden. 16.12.42 Badische Wolframerz-Gesellschaft m. b. H., Süllingen hei Durlach. Geschäftszweig: Um- u. Verarbeitung von Wolframerz und anderen Leistungserzen, ferner von Rohmaterialien aller Art, Ferro-Legierungen und Metallen, welche für die Edelstahlfabrikation in Frage kommen. Stammkapital auf 1000000 RM. erhöht. 4.1.43 Amtsgerichtsbezirk Oberkirch. Progreß-Werk Oberkirch A.-G.. Stadelhofen. Grundkapital auf 600000 RM. erhöht. 23.12.42 Amtsgerichtsbezirk Rastatt. Arthur Fahlbusch, Rastatt. Firma lautet nun: Arthur Fahlbusch, Spezialmetalle und Gießereihilfsstoffe. K.-G. K.-G. seit 1.1.42. Einzelprokura: Kaufmann Ernst Fischer,-Baden-Oos. 4.1.43 c) Löschungen. Amtsgerichtsbezirk Kehl, Georg Wendling;. Rhclnblachofaheim. 6.1.43 II. (üenossenschaftsregister. a) Neueintraeungen. b) Veränderungen. Amtsgerichtsbezirk Bühl. Obatabaatzgenoaaenachaft c. G. m. b. H„ Bühl (Baden). Firma lautet nun: Be- zirkaabgaheatelle für Gartenbau- erzeugniaae e. G. m. b. H„ BUlil (Baden). 29.12.42 25 Amtsgerichtsbezirk Rastatt. Vereinsbank ««statt e. U. m. b. 11.. Rastatt. Firma lautet nun: Volksbank Rastatt e. G. m.*'h. H. 1.1.43 c) Löschungen. Amtsgerichtsbezirk ORenburg. Reidhsbahnkantine III beim Bahnhof Offenburg Rbf e. bi. ni. b. H., Öffenburg. Reichsbahnkantine beim Bahnhof Offenburg e. O. m. b. H.. Offenburg. .31.12.42 III. Konkurse. a) Eröffnungen. b) Aufhebungen. Amtsgerichtsbezirk Karlsruhe. Vaehlaßvermftgen des Wilbelm Xa- Kel,jTeiitsehneureut. 23.12.42 Amtsgerichtsbezirk Rastatt. Verniilgen des liukas Matte II. Bittig- lieilll. 29.12.42 Industrie- und Handelskammer Pforzheim. I. Handelsregister. a) Neueintragungen. Amtsgerichtsbezirk Pforzheim. Heinrich Britsch, Pforzheim, Dr. JPritz Todt-Straße 66. Geschäftszweig: Schmuckwarenfabrik. Inhaber: Fabrikant Heinrich Britsch. 11.1.43 G. Schaub-Unterstützung 6. m. b. H., Pforzheim. Geschäftszweig: Freiwillige einmalige, wiederholte oder laufende Unterstützung v. Gefolgschaftsmitgl. u. ehern. Gefolgschaftsmitgl. der G. Schaub G. m. b. H. u. ihrer Tochtergesellschaften sowie deren Angehörigen bei Hilfsbedürftigkeit, Berufsunfähigkeit, Krankheit u. im Alter. Stammkapital: 20 000 KM. Geschäftsführer: Abteilungsleiter Erich Heyse, Handlungsbevollmächtigter Franz Maixner, Lagerverwalter Erich Gufchruf. 29.12.42 Max Schwalbe, Pforzheim. Kurze Steige 60. Geschäftszweig: Schmuckwaren- export. Inhaber: Kaufmann Max Schwallie. 12.1.43 Eugen WeiNenböhler. Pforzheim. Zerrennerstr. 15. Geschäftszweig: Edelsteinhandlung u. -Schleiferei. Inhaber: Edelsteinhändler Eugen Weisenböhler. 18.1.43 b) Veränderungen. Amtsgerichtsbezirk Pforzheim Hohmami & Hatz A.-G., Pforzheim. Gesamtprokura: Otto Kieckert. 7.1.43 Kellner dt Adam. Pforzheim. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Jetziger Alleininlmber: Techniker Erwin Kröner. Kollmar & Jourdan A.-G.. Pforzheim. Prokura Kobert Kern erloschen. 12.1.43 GharleM Xoakes. Pforzheim. Einzelpro- kura: Elisabeth Meuser. 28.12.42 Ernst lVUrtz, Pforzheim. K.-G. seit 1.1.43. Pers. haftender Gesellschafter: Fabrikant Alfred Wlirtz. Prokura: Etwiu Schwenker, Emil Dörnbach, Rathenow. M. Rüsehlau dt Cie.. Pforzheim. Firma lautet nun: Arthur Eekarth vorm. M. Rüschlau A Cie. Einzelprokura: Ottilie Eckarth geb. Nestle. 14.1.43 Josef Kühle, Pforzheim. Einzelprokura: Käthe Kohle geb. Häcker. 18.1.43 Deutsche Gold- und Sllber-Sclieide- anstalt vormals Roeßler Zweigniederlassung Pforzheim in Pforzheim. Gesamtprokura für die Zweigniederlassung Pforzheim: Arthur Klumpp. Otto Hiener- wadel. Adolf Schlick. 1>) Elsaß Industrie- und Handelskammer Straßburg/Elsaß. I. Handelsregister. a) Neueintragungen. Amtsgerichtsbezirk StraBburg. Straßburger Hutgroßvertricb Theodor Compter, St^aßburg, Keuwci- lerhofstaden 6. Geschäftszweig: Hut- und Putzgroßhandel. Inhaber: Kaufmann Theodor Compter. 15.12.42 Josef Affenberger, Ntraßburg-Neu- dorf. Polygonstr. 73. Geschäftszweig: Installation u. elektr. Anlagen, Verkauf v. Beleuchtungskörpern, elektr. Apparaten u. Rundfunkgeräten. Inhaber: Elektromeister Josef Affenberger. 16.12.42 Carl Thomas, Straßburg, Dreizehnergraben Ha. Geschäftszweig: Büro- mascliinen, Bürobedarf, Reparaturen. Inhaber: Kaufmann Carl Thomas. 17.12.42 Brennstoffhandelsgesellschaft „Union 64 Roth A Co., Straßburg, Vogesenstr. £6. K.-G. seit 1.11.40. Pe/s. haftender Gesellschafter: Kaufmann Friedrich Roth. Prokura: Peter Scherer. 19.12.42 Straßburger Herrenwäschefabrik Bastian A Digel, Straßburg, Kol- marer Straße l£ß. O.H. seit 3.11 41 Pers. haftende Gesellschafter: Fabrikanten Paul Bastian, Willy Digel. 19.12.42 Anger & Co., Maschinen- und Apparatebau G. m. b. H., Straßburg- Neudorf, Schlettstadter Straße 2 . Geschäftszweig: Herst, u. Reparatur v. Maschinen aller Art, Vertretung, An- u. Verkauf v. meeh. Maschinen. Stammkapital: 100000 RM. Geschäftsführer: Witwe Franziska Anger geb. Uhl, Ing. Karl Goehringer, Straßburg-Grüneberg: 14.12.42. Elsässische Metallbearbeitungswerke J. Dürr A Söhne G. m. tt. H., Straßburg-Xeudorf, Schluthfeld- straße 17. Geschäftszweig: Betrieb v. Werkstätten für die Herst, v. mcch. u. metallischen Maschinen. Stammkapital: 450000 RM. Ge-.. schäftsführer: Industrieller Alfred Dürr, Industrieller Ernst Dürr, Markirch. Prokura: Karl Boehm. 14.12.42 Volkswohnuugen Gemeinnützige Gesellschaft m. b.H„ Straßhurg,Dreizehnergraben 14. Geschäftszweig: Ankauf, Umänderung u. Erbauung geeigneter Häuser, um sie an ordentliche u. ehrbare Leute zu vermieten. Stammkapital: 57250 RM. = 1145 000 ifrs. Geschäftsführer: Johann Haußmaiui, Theodor Karl Wagner, Buchhalter Georg Metzger. 15.12.42 v ..Elsig 66 Elsftssisehe Immobilienge- sellseliaft m. b. H., Straßburg, Straße des lü.Juni 1. Geschäftszweigen- u. Verkauf, Bau u. Umbau, Einrichtung u. Be- wirtschaftung v. Grundstücken jeder Art. Stammkapital: 50 000 RM. - 1000000 ffrs. Geschäftsführer; Justiziar Paul Philippi. 17.12.42 Transportmaschinen- und Hebezeugfabrikation Trapoma G. in. b. H„ Straßburg-Meinau; Markns- Otto-Straße 10. Geschäftszweig: Fabrikation, An- u. Verkauf v. Maschinen u. mcch. Apparaten aller Art. Stammkapital: 20000 RM. Geschäftsführer: Industrieller Peter Sehwocrer. Ing. Moritz Ritz. 17.12.42 Reichsnährstandsvcrlag G. xu. b. H„ Äweigniederlassang Oberrhein, Kronenbnrgerring 21a, Hauptsitz Bor* lin. Geschäftszweig: Gründung oder Erwerb sowie Vertrieb v. Vorlagsunternehmungen, die der nationalsozialistischen Agrarpolitik u. Vertiefung des Bauerntumsgedankens in der Öffentlichkeit dienen. Stammkapital: 1700000 RM. Vorsitzer der Geschäftsführung: Diplom-Landwirt Roland Schulze, Berlin. Geschäftsführer: Buchhändler Erich Darrö, Obcrlandwi rtschaf tsrat Gusta v Becker, beide in Berlin. Prokura: Diplom-Landw. Max-Erdmann Knappe, Kaufmann Kranz Springer, Diplom-Landwirt Sepp Meier, Schriftleiter Dr. rer. pol. Friedrich Sohn, Kaufmann l)r. Hans Müller-Nyland, Landwirtschaftsrat Fritz Brabant, sämtliche in Berlin. Für Zweigniederlassung Straßburg: Kauffnann Erich Bischoff. 18.12.42 Reederei Secginüllcr A.-G., Htraß- burg, Metzgertorhafen. Geschäftszweig: Ausübung der Schiffahrt auf dem Rhein, seinen sämtlichen Anschlußgewässern, den Kanälen u. Binnenwasserstraßen. An- u. Verkauf, Mieten u. Vermieten von Schilfen und Dampfern, Einlagern, Aufbewahren, Beleihung von Waren und Gütern, Erwerb oder Pacht von Umschlagseinrichtungen. Lagern und Grundstücken. Grundkapital: 75000 RM. : 1500 000 ffrs. Vorstand : Direktor Heinrich Karl Seegmüller, Direktor Julius Keil. Gesamtprokura: Theophil Damm- ron, Karl Matt. 19.12.42 Amtsgerichtsbezirk Barr. Lederwerke Gustav Degermauu A.- G.. Barr. Geschäftszweig: Herst, u. Vertrieb v. Leder jeder Art. Grundkapital: 510000 RM. -- 10 200000 ffrs. Vorstand: Fabrikant Georg Degermann, Fabrikant Paul Degermann, Fabrikant Peter Degermann. 11.12 42 Amtsgerichtsbezirk Schiltigheim. Ethel Malzkaffeefabrik und Mälzereien G. m. b. H.. Straßburg-Schil- tigheim, Bischweller Straße 46. Geschäftszweig: Herst, u. Verkauf v. Braumalz, Spezialmalz, Malzkaffee u. ähnlichen Erzeugn. Stammkapital: 75000RM. Geschäftsführer: Kaufmann Albert Ruh, Straßburg-Kronenburg, Kaufmann Gustav Heitz, Straßburg-Bischheim, Kaufmann Gustav Pfeiffer, Straßburg-Kronenbnrg. 19.12.42 Amtsgerichtsbezirk Schlettstadt. Kahnradfabrik Frledrlchshafen V.- G. Zweigwerk Schlettstadt, Kinz- heimer Straße. Hauptsitz Friedrichshafen GeschäfttIhwcig: Herst, u. Vertrieb v. Zahnrädern, Getrieben, Lenkungen, Zubehörteilen u. Geräten sowie die Vornahme aller damit zusammenhängenden Geschäfte. Grundkapital: 10000000 RM. Vorstand: Dipl.-Ing. Dr. ing. Alfred Graf von Soden-Fraunhofen, Friedrichshafen; Hans Cap- pus, Friedrichshafen. Stellv. Vorstandsmitglieder: Hermann Dolt, Friedrichshafen; Dipl.-Ing. Herbert von Westermann, Berliu-Charlottenburg. Gesamtprokura: Albert Schräg, Walter Ehrlen- spiel, Hermann Thiem, Alfred Haefele, Alfred Enslin, Werner Diedricli, Dr. ing. Johannes Gregor, Dr. jur. Erich Klug, Eckart Graf von Soden- Fraunhofen, alle in Friedrichshafen. 20.11.42 b) Veränderungen. Amtsgerichtsbezirk Straßburg. Commerzbank A.-G. Filiale Straßburg. Gesamtprokura: Wolfgang Glaeser. 14.12.42 Amtsgerichtsbezirk Scliiltigheim. Huber Nohn A.-G., Papierwarenfa- brik, Straßburg-Schiltf gheim. Firma lautet nun: Papierwarenfabrik Huber Sohn G. m. b. H. Alleiniger Geschäftsführer: Karl Huber. 15.12.42 c) Löschungen. Amtsgerichtsbezirk Straßburg. Albert Burger Ar Solln. Straßburg. 14.12.42 Industrie- und Handelskammer Mülhausen/Elsaß. I. Handelsregister. a) Neueintragungen. Amtsgerichtsbezirk Mülhausen (Eis.). .4. Müller & M. Selimift. Großhand- luug in Kurz-, Wirk- lind Htrick- waren, Mülhausen, Kloste.rstr. 10. O.H. seit 1.10.40. Pers. haftender Gesellschafter: Kaufmann Alfons Müller, Magdalena Schmitt geb. Baechle. 7.12.42 Renatus Florentz, IVein-lmport und Großverteilung. Mülhausen. A'eti- Htadtstraße 358* Inhaber: Kaufmann Renatus Florentz. Gesamtprokura; Hermine Florentz geb. Martin und Gert Gerber. 7.12.42 Susanne Spacnlfn. Rohprodukten- Großhandel. Mülhausen. Uargwta- den 3H. Inhaberin: Susanne Spaenlin geb. Schweitzer. Prokura: Renatus Hug. 7.12.42 MülhauKer KohlenhandelNgesell- sehaft, Sehmitt A Schneider. Mülhausen. Basler Straße 22. O.H. seit 2.8.42. Pers. haftende Gesellschafter: Kaufmann Amandus Schmitt, Kaufmann Eduard Schneider. Internationale Transporte und Lagerei. Oskar Doppler, MÜ1hau»cn. Schtitzenstr. 15. Inhaber: Transportunternehmer Oskar Doppler. Prokura: Renatus Tresch. 15.12.42 2fi Starzell Oberlin, Lebensimittelgroß- handlung, Mftlhausen-Pfastatt, Neue Gasse. Inhaber: Kaufmann Marzell Oberlin. 15.12.42 ,.Textilia“ Robert Greder, Druck- und Webwaren, Mülhausen, Risler- straße 6. Inhaber: Kaufmann Robert Greder. 15.12.42 „Bssur“, Flektro-Schweißanstalt u. Riemenscheibenbau A.-G., Mülhausen, Ruderstaden 1. Geschäftszweig: Herst, u. Verkauf v. Riemenscheiben, v. Triebwerken u. Zubehör sowie Ausführung v. Dreh- u. Schweißarbeiten. Grundkapital: 25000 RM. — 500000 ffrs. A.-G. seit 14.12.25. Vorstand: Ing. Eduard Schneider. 15.12.42 Amtsgerichtsbezirk Sierenz. A. Fuchs A J. Fuchs-Iiitzler, Sierenz, Rogg-Haas-Straße 18. Geschäftszweig: An- u. Verkauf v. Damen- u. Herrenhüten sowie Damen- u. Herrenwäsche. O.H. seit 1.4.41. Pers. haftende Gesellschafter: Modistin Alexandrine Fuchs, Modistin Johanna Fuchs geb. Litzler. 11.12.42 Amtsgerichtsbez.Hüningen-St.Ludwig. Leo Sutter Sohn, Baustoffe und Fliesengeschäft, llÜningen-St. Ludwig, Dr. Ley-Straße 23. Inhaber: Industrieller Leo Sutter. Prokura: Arthur Freyheit, Burgfelden. Industrie- und Handelskammer Kolmar. I. Handelsregister. a) Neueintragungen. b) Veränderungen. Amtsgerichtsbezirk Kolmar. A. Vierling Inhaber Timotheus Vierling, Kolmar. Firma lautet nun: A. Vierling. Alleininhaber: Kaufmann Timotheus Vierling. 30.12.42 Gemeinschaftswerk-Versorgnngs- ring Kolmair G. m. b. H., Kolmar. Gesamtprokura: Georg Pfiffeimann. Amtsgerichtsbezirk Gebweiler. Möbel- und Holzwarenfabrik Max Meier, Gebweiler. Kommanditist Wilhelm Hohnhausen ist ausgescl)ieden. Die K.-G. ist aufgelöst. Firma lautet nun: Möbel- und Holzwarenfabrik Max Meier. 31.12.42 „Ordeka“ OberelsässiscbeDruckerei undKartonnagenfabrik A.-G., Gebweiler. Gesamtprokura: Josef Züssel, Andreas Pfertzel. 30.12.42 (Fortsetzung von Seite 24) Matieres Colorantes de Produits Chimiques de St. Denis sowie der Gesellschaft für chemische Industrie in Mül- hausen-Dornach, der elsässischen Gesellschaft für Explosivstoffe in Reichweiler und der Firma Bozel-Maletra zwecks Herstellung von Kunststoffen gegründet worden war. Das Unternehmen war zunächst mit 6 Mill. ffr. AK. aufgebaut worden, das 1936 zur Tilgung eines Defizits von 0.46 Mill. ffr. und zur, Bereinigung der Gesamtlage auf 3 Mill. ffr. herabgesetzt worden war, worauf in den beiden Jahren vor Ausbruch des Krieges mit einem Reingewinn von rund V« Million abgeschlossen wurde. Der Sprengstoffabrikation waren im Elsaß insofern gewisse Sehranken gestellt, als die französischen Militärbehörden die Fabrikation von militärischen Sprengstoffen im Grenzgebiet schon im ersten Jahrzehnt der französischen Zwischenperiode nicht mehr zuließen; es wurden bestenfalls Anlagen für zivile Unternehmen betrieben. Für diese Zwecke waren in Reichweiler bei Mülhausen zwei Werkanlagen gegründet worden, diejenigen der Elsässischen Gesellschaft für E x p losiv- Stoffe, welche Ammonnitrat und Sicherheitssprengstoffe herstellten, sowie die AG. für chemische Behandlungen „Fulmen“, die mit 1 Mill. ffr. AK. ausgestattet war und außer Chloratsprengstoffen auch Zünder und Sprengzubehör verfertigte. Die Chemie Wirtschaft des Elsaß hat seit der Jahrhundertwende, zunächst mit der Entdeckung des Kalibergbaus und dann durch die Vervielfältigung der Betriebe in der französischen Zwischenperiode ihren Wirkungskreis andauernd vergrößert. In der Zeit vor dem Weltkrieg, wo sie Fühlung mit der deutschen Chemiewirtschaft hatte, waren die Fortschritte besonders bedeutsam. Als die deutschen Ausgangsstoffe ausblieben und es nicht gelang, gleichwertige Ersatzstoffe zu schaffen, konnte sie nicht mehr im Gleichschritt der Entwicklung bleiben, zumal die deutsche chemische Wissenschaft eine epochemachende Erfindung nach der andern aufzuweisen hatte. Die Zahl der Betriebe wuchs immerhin von 170 im Jahre 1921 auf 199 im Jahre 1931 und die Zahl der erwerbstätigen Personen in der gleichen Zeit von 6084 auf 7731. In den Jahresberichten der Allgemeinen Elsässischen Bankgesellschaft kehrt immer wieder die Bemerkung: „Wir haben nicht den Eindruck gewonnen, daß die Chemieindustrie in unseren rheinischen Departements, wie auch in denjenigen der Mosel, diejenige Entwicklung aufzuweisen hätte, auf die sie Anspruch erheben dürfte, sie hat ihre Selbständigkeit noch nicht gewonnen; wir hoffen jedoch, daß die Niederlassung großer Werke nicht auf sich warten lassen wird. Der Rheinhafen wird diese Entwicklung entscheidend beeinflussen.“ Immer wieder wurde seit Mitte der zwanziger Jahre die Forderung auf Niederlassung großer Kohlenchemiewerke erhoben, mit denen die Tochtergesellschaft der Straßburger Gaswerke, die Elsässische Kokereigesellschaft „Alcok“, den Anfang gemacht hatte- Die Fortschritte der deutschen chemischen Industrie dürften nun die verschiedenen Zweige der elsässischen Schwesterindustrie in der fruchtbarsten Weise beeinflussen und das Vakuum, welches während der Trennung des Elsaß von Deutschland entstanden ist, wieder ausfüllen. Reiche Schätze elsässischen Bodens sind bis jetzt noch nicht ausgewertet. Wiederholt wurde in der letzten Krisenzeit von einheimischer elsässiseher Seite auf die reichen Holzvorkommen der Vogesen hingewiesen. Abgesehen von einem Werk, das in den Anfängen stecken blieb, haben diese bis jetzt die Grundlage für eine stärker entwickelte Holzverwertungsindustrie noch nicht abgegeben, so daß hier dem Unternehmergeist weitester Spielraum offensteht. Eines weiteren Ausbaues fähig sind auch die kleineren Werke, welche die Hauptbetriebe umranken. Der Ausbau der elsässischen Chemiewerke war besonders im zweiten Jahrzehnt nach dem Weltkrieg als die einzige Ausgleichsmöglichkeit für den. Niedergang der Textilindustrie und als Ausweg zur Beseitigung einer größeren Arbeitslosigkeit bezeichnet worden. Sonstige Nachrichten für dos Elsaß Steuerwesen. Steuererleichterungen bei der Umwandlung und Auflösung von Kapitalgesellschaften. Wie wir bereits in unserm Aufsatz über die Umwandlung von Kapitalgesellschaften in Nr. 17 vom September 1942 hervorgehoben haben, muß die Umwandlungsbilanz •n einem Zeitraum vom 1. Januar 1941 bis 1. Januar 1943 aufgestellt sein, um die in der Anordnung vom 4. Juli 1942 vorgesehenen Steuererleichterungen in Anspruch nehmen zu können, so daß nach dem 1. Januar 1943 die Steuererleichterungen bei der Umwandlung von Kapitalgesellschaften in Personengesellschaften und Einzelfirmen »ußer Kraft treten. Wenn man in Betracht zieht, daß die Steuererleichterungsanordnung erst 7 Monate nach der handelsrechtlichen Verordnung über Umwandlung von -Kapitalgesellschaften veröffentlicht wurde, so muß man zugestehen, daß die Frist von 5 Monaten von Juli bis Dezember 1942 znr Beschlußfassung und Aufstellung der Umwandlungsbilanz, um von der Steuererleichterungsanordnung Gebrauch machen zu können, zu kurz bemessen ist. In einer Eingabe an den Chef der Zivilverwaltung — Finanz- und Wirtschaftsähteilung — hat die Nebenstelle Elsaß der Wirtschaftskammer Baden eine Verlängerung dieser Frist um 6 Monate beantragt, d. h. bis zum 30. Juni 1943. Dieser Eingabe hat der Chef der Zivilverwaltung stattgegeben. Durch die Änderung der Anordnung über steuerrechtliche Vorschriften 1Tn Elsaß — Steuererleichterungen bei der Umwandlung und Auflösung von Kapitalgesellschaften — vom 11. Dezember 1942 (VOB1. S. 297) wird die ‘ Frist vom 1. Jaüuar 1943 auf 30. Juni 1943 verlängert. Dementsprechend ist in Abschnitt B der Anordnung vom 4. Juli 1942 Unterabschnitt Ib Abs. 1 Ziffer 2 statt 21. Dezember 1942 der 30. Juni 1943 als Zeitpunkt der Umwandlung zu setzen. Dieser Abschnitt behandelt die Bewertung, die auf Grund der Bestimmungen der Umstellungsver- ordnung festzusetzen ist (Teilwert als Höchstwert), unbeschadet, ob die Umwandlung nach oder vor der Umstellung durchgeführt wurde. 27 Moninger Bier Die Badische Wirtschafts-Zeitung ist ein anerkannt günstiges Insertionsorgan Fordern Sie Angebot oder Vertreterbesuch I Fflzmassenartikel Fahrradsattelfilze Sohlenfilze für die Hausschuh-, Holzschuh- und Einlegesohlen-Industrie FilzfabriK Speyer-Rhein Technische Filze August Fudickar Nachfolger Gegr. 1871 KarlSrilHe i.B. Gegr. 1871 Herrenstraße 18 // Telephon 462 sämtliche Fabrik-Betriebs-Artlkel ans Gummi, Asbest, Vulkanfiber, Leder usw. Transmissionsriemen, SchlSuctte usw. E. Stroh &Co. f Freiburg i.Br Endinger Straße 13 / Lagerhausstraße 16 / Fernruf 301 Alteisen - Metalle ZM “ 9< Alle lieferbaren Qualitäten und Ausführungen können wir Ihnen in den wirtschaftlichsten Dimensionen anbieten. Aber bitte rechtzeitig disponieren! 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Verantwortlicher Schriftleiter: Dr. Krienen, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, Karlstr. 10, Fernruf 4510—12. Berliner Schriftleitung: Dr. Oeltze von Lobenthal, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 29, Telephon: 116971. Verantwortlich für den Anzeigenteil: A. Meschede, Karlsruhe (z. Zt. bei der Wehrmacht). Zur Zeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 8. Druck und Verlag: 0. F. Müller, Karlsruhe, Ritter str. 1, Fernruf 7400—02.