\ 4 TAGESZEITUNG DER DEMOKRATISCHEN PARTEI PUR BADEN m 2557 I Bezirks* j >aden" j f TVarlag! Demokrat;»! 1 Postscheckkonto Kai 1 tedaklio» Lörrach, . Demokratische Verlagsgesellschah mbH. Lahr (Baden), Bankkonto, Oberrheinische Karlsruhe 2046, Girokonto Besirkssparkasse Rastatt — Gesohähsstelle »”» Telefon 2431 — Erscheinungslage, Dienstag, Donnerstag, Samstag > . NR. 21/3. JAHRG. A B SAMSTAG, DEN 19. FEBRUAR 1949 PREIS 20 PFENNIG Dreimächtekonferenz beschäftigt sich mit Kehl Wegfall der Sonderbestimmungen für Kehl bei Inkrafttreten des Besatzungsstatuts? / Frankreichs Wunsch nach Verlängerung der Sonderverwaltung wird von USA und Großbritannien nicht unterstützt j Kompromiß wahrscheinlich Erzbischof Rauch und Landesbischof Bender Ehrensenatoren der TH Karlsruhe — Weizmann Staatspräsident Israels Frankfurt. Die Vertreter Großbritanniens, Frankreichs und der Vereinigten Staaten traten laut BBC am Donnerstagnachmittag erneut zu Beratungen über das Besatzungsstatut für Westdeutschland zusammen. Die Frage eines Sonderstatuts für die Straßburg gegenüberliegende badische Stadt Kehl soll, wie laut AFP aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, zur Zeit die Konferenzteilnehmer besonders beschäftigen. Das Eintreffen des Präfekten des Departements Bas- Bhin in London wird hiermit in Zusammenhang gebracht. Straßburg ist die Hauptstadt dieses französischen Departements. Die Stadt Kehl wurde nach Kriegsende auf Grund einer Anordnung der französischen Militärregierung in das französische Zoll- und Währungsgebiet einbezogen. Diese Sonderbestimmungen für Kehl würden mit Inkrafttreten des Besatzungsstatuts wahrscheinlich in Wegfall kommen, falls in dem Statut keine besonderen Vorkehrungen für ihre Verlängerung enthalten sind. Ein französischer Vorschlag, die Sonderverwaltung für Kehl weiter bestehen zu lassen, fand laut Reuter bei Großbritannien und den USA keine Unterstützung. Eine mögliche Lösung dieser Differenzen sieht man in Londoner diplomatischen Kreisen darin, daß Frankreich einer deutschen Teilnahme an dem zukünftigen Obersten Schiedsgericht zustimmt und dafür Großbritannien und die Vereinigten Staaten sich dem französischen Standpunkt hinsichtlich Kehls anschließen. Bis jetzt liegen keine Anzeichen dafür vor, daß ein Uebereinkommen über die französischen Forderungen erzielt wurde. Reorganisation der Dreimächte-Kontrolle Vor Fertigstellung des Besatzungsstatuts Berlin. Gut unterrichtete britische Kreise erklärten hier am Donnerstag, die Entscheidung über den letzten strittigen Punkt des Besatzungsstatuts, die Frage des Schiedsg'e- richtshofes, sei „unmittelbar bevorstehend.“ In politischen Kreisen wird angenommen, daß nach der Einigung über das Besatzungsstatut in London die Genehmigung der einzelnen Regierungen zu dem Entwurf eingeholt wird. Weiter wird erwartet, daß dann die Militärgouverneure unterrichtet werden, die wiederum die endgültige Fassung des Statuts festlegem. Es bestehe jedoch kein Grund, den Parlamentarischen Rat nicht vor der offiziellen Veröffentlichung über den Inhalt des Statuts zu unterrichten. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung des Besatzungsstatuts soll im Rahmen des Statuts in gesonderten Dokumenten die Umorganisation der Dreimächte-Kontrolle proklamiert werden, die von den Vertretern der drei Westmächte in London ebenfalls beraten worden sei. Die Besprechungen über die Reorganisation der Dreimächte-Kontrolle haben nach Angabe der britischen Kreise wesent- Ehrung für Dr. Rauch und D. Bender Karlsruhe. Die Technische Hochschule Karlsruhe verlieh am Donnerstag dem Erzbischof von Freiburg, Dr. Wendelin Rauch, und dem Landesbischof der vereinigten evangelisch-lutherischen Landeskirchen Badens, D. Julius Bender, die Würde eines Ehrensenators. Die Ehrung der beiden kirchlichen Würdenträger erfolgte als Ausdruck der Ueberzeugung, daß wissenschaftliche und technische Forschung nur dann erfolgreich betrieben werden kann, wenn sie in Anerkennung der überzeitlichen sittlichen Werte geschieht. Truman über Atlantikpakt Washington. Präsident »Truman brachte am Donnerstag auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz erneut sein Vertrauen in den vorgeschlagenen Nordatlantikpakt zum Ausdruck. Der Präsident brachte klar zum Ausdruck, daß er der Ansicht sei, die Vereinigten Staaten könnten mit den anderen Nordatlantikpakt-Mächten den unmißzuverstehenden Beweis eines gemeinsamen Entschlusses der freien Länder erbringen, bewaffnete Angriffe von jeder Seite zurückzusehlagen. lieh zur Verzögerung der Fertigstellung des Besatzungsstatuts beigetragen. Die Briten erklärten, daß nach Informationen aus London die Vertreter der Westmächte mit Ausnahme des Punktes über die Zusammensetzung und die Befugnisse des Schiedsgerichts anscheinend in allen das Besatzungsstatut betreffenden Fragen zu einern befriedigenden Ergebnis gekommen seien. Zu der Frage, ob die drei Militärgouverneure künftig alle Entscheidungen einstimmig treffen werden oder ob nach dem Prinzip des Mehrheitbeschlusses verfahren werden soll, wurde in amerikanischen politischen Kreisen jede Stellungnahme abgelehnt. Auch über eine Aenderung in der Haltung Frankreichs zu der Frage des Schiedsgerichtes sei bisher nichts bekannt, hieß es. Bisher hatte Frankreich die Hinzuziehung deutscher Vertreter zum Schiedsgericht abgelehnt und den Standpunkt eingenommen, das Gericht dürfe nur beratenden Charakter tragen und keine bindenden Entscheidungen treffen. Parlamentarischer Rat wartet Besatzungstatut ab Bonn. Der Präsident des Parlamentarischen Rates, Dr. Konrad Adenauer, gab nach der Sitzung des Aeltestenrates am Donnerstag bekannt, daß der Parlamentarische Rat vor der zweiten Lesung des Grundgesetzentwurfes für Westdeutschland die Bekanntgabe des Besatzungsstatuts abwartet. Da nach Mitteilung von alliierter Seite nunmehr damit zu rechnen ist, daß das Besatzungsstatut in etwa 10 “Tagen veröffentlicht wird, wird das Plenum des Parlamentarischen Rates voraussichtlich Anfang nächsten Monats in die Beratung des Grundgesetzes eintreten können. Bis dahin wird der Parlamentarische Rat das Wahlgesetz verabschieden Und die,(Klärung, weiterer Fragen zum Abschluß bringen, die zu seinen Aufgaben gehören. Robertson zu politischen Fragen Gebietsabtretungen ohne Volksabstimmung? — Verschärfte Schmugglerbekämpfung in Bi- zone — Einführung der Gewerbefreiheit in britischer Zone nicht bestätigt Düsseldorf. Ein Kommunique über die Beschlüsse der Alliierten zur Aenderung der deutschen Westgrenze wird zur Zeit vorbereitet und soll in Kürze veröffentlicht werden, teilte der britische Militärgouverneur, General Robertson, am Donnerstag in einer Pressekonferenz mit Robertson versicherte, daß jede Grenzänderung, die jetzt beschlossen wird, beim Friedensvertrag noch einmal überprüft und bestätigt werden muß. Von einer Volksabstimmung in den betroffenen Gebieten sei ihm nichts bekannt und er habe auch keine Anweisung erhalten, solche Volksabstimmungen vorbereiten zu lassen. Den zukünftigen Sitz der Ruhrbehörde konnte General Robertson nodi nicht bekanntgeben. Er habe den Gouverneur für NRW, General B i s h o p, beauftragt, einen geeigneten Sitz für die Behörde auszuwählen und bisher noch keine endgültige Antwort erhalten. Robertson versicherte, daß für die Unterbringung der Behörde und deren Mitglieder keine nedten Beschlagnahmungen erfolgen werden. Die Pläne zur Umgestaltung der Eisen- und Kohlewirtschaft nach dem Gesetz 75 sind nach den Worten Robertsons bereits weit fortgeschritten. Für die Auswahl der Treuhänder, so betonte der Gouverneur, sei die Fähigkeit und nicht die Zugehörigkeit zu der Gruppe der Unternehmer, der Gewerkschaften oder Regierungen maßgebend. Es würden allerdings Personen ausgewählt werden, die nicht nur fähig sind, sondern auch das Vertrauen dieser drei Organisationen besitzen. Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz gab Robertson bekannt, daß er am Mittwoch mit General C1 a y beschlossen habe, die in der amerikanischen Zone eingeführte Verschärfung der Schmugglerbekämpfung auch auf die britische Zone auszudehnen. Der Leiter der neuen Schmugglerbekämpfungsabteilung im Stabe General Clays, General Schwarzkopf, soll mit dem Stab General Robertsons Verbindung aufnehmen. Die zukünftige deutsche Regierung, erklärte Robertson weiter, werde nicht mit einem einzigen Militärgouverneur Zusammenarbeiten, sondern nur mit allen drei Gouverneuren gemeinsam. Pressemeldungen, wonach die britische Militärregierung die Einführung der Gewerbefreiheit in der britischen Zone plant, wurden von Robertson nicht bestätigt. Robertson teilte ferner mit, daß der Empfang Dr. Adenauers und Dr. Menzels auf Schloß Röttgen bei Köln rein privaten Charakter gehabt habe. „Wir führten als Privatmann private Unterhaltungen bei privatem Tee“, sagte Robertson mit einem Lächeln. Den Strafaufschub für Max R e i m a n n, sagte Robertson, habe er auf Antrag des Parlamentarischen Rates gewährt. Es sei keine Strafmilderung. Es stände zwar in seiner Macht, die Strafe Reimanns herabzusetzen, äber dazu wäre eine neue Anordnung von ihm erforderlich. Halvard Lange erstattet Bericht Differenzen zwischen Norwegen und Schweden unüberbrückbar Moskau billigt Triester Gouverneurs=Kandidat Lace Sffccess. Die Sowjetunion billigte am Donnerstag im Sicherheitsrat die Nominierung des ehemaligen Schweizer Gesandten in Moskau, Oberst Hermann Flückiger, zum Kandidaten für den Gouverneursposten von Triest. SMA plant Gegenmaßnahmen Oslo. Der norwegische Außenminister Halvard Lange führte Besprechungen mit seiner Regierung. Außerdem erstattete er dem Sonderausschuß des Parlaments über seine Mission in den Vereinigten Staaten und Großbritannien Bericht Politische Kreise in Oslo rechnen mit ne uen sowjetischen Schritt. Unfoe- ® ten Gerüchte zufolge soll der sowjetische Botschafter Außenminister Lange um ^ n § en de Unterredung gebeten haben. Gut untenrichtete Kreise erwarten, daß "? ® or wegische Antwort aur das sowjeti- über den Abschluß eines Nicht- gntfspaktes zwar bestimmt, aber höflich m wird. Man nimmt an, daß der Außenminister genügend Garantien von seiner Reise mitgebracht hat, um einem „Nervenkrieg“ aus dem Osten standhalten zu können. Eine ausgedehnte Konferenz der drei skandinavischen Ministerpräsidenten fand am Donnerstag in Oslo in Anwesenheit des norwegischen Außenministers statt. Der dänische Ministerpräsident soll auf die Dringlichkeit einer skandinavischen Zusammenarbeit hingewiesen haben. Wie verlautet, sind jedoch die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem M : nisterpräsidenten Norwegens und Schwedens unüberbrückbar. Politische Kreise in Oslo betrachten es als ziemlich sicher, daß Norwegen dem vorgeschlagenen Atlantikpakt beitreten wird. bei Einführung der Westmark in Westsektoren Berlins als alleiniges Zahlungsmittel Berlin. Falls die Einführung der Westmark als alleiniges Zahlungsmittel in den drei Westsektoren Berlins durch die westlichen Besatzungsmächte beschlossen -wird, werde die sowjetische Besatzungsmacht geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung des Lebenshaltungsverdienstes der werktätigen Berliner Bevölkerung treffen, erklärte am Donnerstag ein hoher Beamter der Finanzverwaltung der SMA. Wie verlautet, ist bei Einführung der Westmark als eine der ersten Gegenmaßnahmen der SMA eine Lockerung des Westmarkverbotes für den Sowjetsektor in Erwägung gezogen. Parlament arische Tradition in West^Europa *■ Von Edouard Herr io t Welch seltsamer Widersinn, daß wir uns mitten im zwanzigsten Jahrhundert noch einmal mit Despotie auseinandersetzen müssen. Nach langer geschichtlicher Entwicklung, in der jegliche Form der Despotie gewogen und zu leicht befunden worden ist, nach einer Kette von Kriegen, die man als Freiheitskriege begrüßt hat, droht uns von neuem die Despotie, diesmal unter einem Namen, der so häßlich ist, wie die Sache selbst, dem totalitären System. In diesem Gewände erhebt sie obendrein r.cch den Anspruch, fortschrittlich zu sein. Jeder, dem die Verteidigung der politischen Freiheit am Herzen liegt, muß heute für sie die Waffen ergreifen; denn der Kampf ist härter als je zuvor. Recht haben diejenigen, die den ganzen Westen in die Verteidigung einbezogen wissen wollen. Wie schon J. P. H. E. Esmein in seinem berühmten und noch heute gültigen „Elements de droit constitutionnel frangais et compare“ meisterhaft dargelegt, hat der Westen seit dem achtzehnten Jahrhundert sein Verhalten von einer Reihe von , Ideen leiten lassen, die Vernunft und Gerechtigkeit in der modernen Gesellschaft zur Herrschaft verhelfen. Das sind die Ideen, die in der amerikanischen und in der französischen Revolution wirksam waren. Ihnen ist es zu danken, daß besonders in Europa einige Grundgesetze allgemeinverbindlich geworden sind, die jedes Land seinen eigenen Bedürfnissen und seiner besonderen U eberliefer ung anpaßte. Diese Ideen nährten sich nicht selten von britischer Staatserfahrung; doch zieht sich durch sie alle ein gemeinsamer Faden, der alle freien, freisinnigen Völker gleichsam zu einer machtvollen Familie verbindet. Jetzt eder nie ist der Augenblick gekommen, sich dieser verborgenen Einheit bewußt zu werden. Die liberale Geisteshaltung, die Mutter des parlamentarischen Systems, hat Großbritannien viel zu verdanken. Dies allein schon ist einer der eigentlichen Gründe für Frankreichs Sympathien für Großbritannien. Mon- tesquien schreibt im elften Buch seines „Esprit des Lois“; „ein Land gibt es auf der Welt, das in der politischen Freiheit den Sinn und Zweck seiner Verfassung sieht.“ Voltaire war der gleichen Ansicht, und die französische Verfassunggebende Versammlung hat sich oft an den Grundsätzen, die jenseits des Kanals entwickelt worden waren, inspiriert. Interessant ist, daß Frankreich sieh von diesem Einfluß erst dann loszumachen suchte, als seine Geschichte dem napoleonischen Reich zusteuert und wie es andererseits darauf zurückgreift, als es sich an konstitutioneller Monarchie versucht oder Benjamin Constant und seine Bestrebungen sowie den Aufruhr von 1848 erlebte. Als die dritte Republik in Frankreich ins Leben trat, verschmolzen die britischen Lehren und die politischen Erfahrungen, die Amerika inzwischen gemacht hatte, in eins und wurden zu einer Quelle der Anregung für die sich bildende Staatsform, die, abgesehen von einigen kurzlebigen Veränderungen, Frankreich bis 1940 auf seinem Wege erhalten geblieben ist. Ich bin überzeugt, die Haltung der Petain-Laval-Regierung entsprang einer tiefgewurzelten Feindseligkeit gegen Großbritannien, die mehr auf grundsätzliche Meinungsverschiedenheiten zurückzuführen ist als auf rein äußerliche Umstände. Was Lavals Abneigung hervorrief — davon habe ich mich mehr als einmal überzeugen können — war, daß Großbritannien als Land die politische Freiheit repräsentiert. Die Historiker haben oft darauf hingewiesen, daß es Großbritannien Zeit und Mühe gekostet hat, eine- Volksvertretung zu entwickeln. Die Souveränität wird in diesem System im Namen des Volkes ausgeübt; seit dem Ende des 18. Jahrhunderts müssen alle Steuern von der Volksvertretung genehmigt werden. Das Volk überträgt durch die Wahlen seine Macht einzelnen seiner Angehörigen, die die ganze Nation vertreten und völlige Handlungsfreiheit haben müssen. Diktatorische Gewalt ist vef.pönt. In Großbritannien wie :m heutigen Frankreich sieht Seite z Nr. ZI : 2. *9 \ dieses System zwei Häuser vor.. Die exeku- tlve Gewalt liegt bei der Person der Minister; der König muß sie an jeder Handlung teilnehftien lassen, durch die die Krone ihre Rechte ausübt. „Allein kann der König nicht handeln“, schreibt Anson in „Recht und Brauch - “. Der Regierungsform der Volksvertretung ist die Teilung der Gewalten im Staate eigentümlich. Die amerikanische Revolution hielt diesen Grundsatz für einen der wichtigsten überhaupt, und in der französischen Erklärung der Menschenrechte heißt es unter Artikel 18: -Keine Gesellschaft, in der die Menschenrechte nicht verbürgt' und die Teilung der Gewalten nicht eingeführt worden sind, kann von sich sagen, sie habe eine Verfassung“. Souveränität umfaßt eine Anzahl von bestimmten Attributen, die verschiedenen, von einander unabhängigen Trägern vorn Volke zuerkannt werden müssen. Letztere sind, um mit Sieyes zu sprechen, die verschiedenen Instrumente staatlicher Souveränität. Dieser Gedanke ist schon von Locke formuliert worden, wenigstens was die Legislative und die Exekutive anbelangt. Montesquien entwickelt ihn einen Schritt weiter,, und heutzutage, scheint mir, muß dieses ’ Prinzip mit allen Kräften verteidigt werden. Wir haben ja Staaten erlebt, in denen die politische Macht sich das Recht angeeignet hatte, fast ohne Zwischeninstanzen zu urteilen und ihre Gegner sogar zu liquidieren. Solch ein Vorgehen des Staates ist eine Ungeheuerlichkeit. Die Justiz muß von der Politik getrennt bleiben. Ich für meinen Teil bin ein Gegner jeglicher Sondergerichte. In einem Staat mit schlagkräftiger Polizei sollte der gewöhnliche Lauf der Gerechtigkeit genügen. Ihrem' Wesen nach ist die Regierungsform der Volksvertretung auf das größtmögliche Maß von Freiheit und Sicherheit für den einzelnen angelegt. Ihre Funktion besteht darin, durch freie Diskussion die umfassenden Bedürfnisse des Staates mit den Rechten des einzelnen. in Einklang zu bringen; ihre Pflichten, auch den anderen Prinzipien Anerkennung zu verschaffen, die gleichfalls in der französischen Erklärung der Menschen- . rechte niedergelegt sind. Artikel IV lautet: „Freiheit bedeutet, daß jedermann tun kann, wak er will, soweit es anderen nicht schadet. Die natürlichen Rechte des Menschen finden daher ihre Grenzen nur darin, daß gleiche Rechte für alle anderen Glieder der Gesellschaft gewahrt bleiben. Die Grenzen können nur vom Gesetz festgelegt werden“. Die hervorragende Stellung des gültigen Rechts als Kernstück jeder wahrhaft demokratischen Ordnung ergibt sich aus eben dieser Definition. In solch einem System ist das geltende Recht nicht nur Ausdruck des Willens eines einzelnen oder einer einzelnen Gruppe, sondern die Rechtsordnung verwirft das Regieren durch Veroi'dnungen, wie sie im Faschismus, Nazismus, und, Kommunismus üblich sind. Das geltende Recht wird bestimmt durch den Willen der Mehrheit — was allerdings zu gewissen Vorbehalten Anlaß gibt; denn Gesetzgebung durch Mehrheitsbeschluß ist nicht notwendigerweise ideal. Allein, eine Gesellschaft, die nicht nach mystischen Regeln regiert sein will, sondern dem Interesse der Mehrheit entsprechend, wie es vom Volke zum Ausdruck gebracht wird, fährt mit dieser Regierungsart doch am sichersten. Pflichten des einzelnen Ich darf hier kein Blatt vor den Mund nehmen. Es muß einmal ganz deutlich gesagt werden, daß das parlamentarische System dem einzelnen Bürger Pflichten auferlegt. In einer Autokratie, wie immer sie sich nennt, — und es gibt immer noch viele auf dieser Erde — ist der Bürger ein passives Geschöpf, in mancher Hinsicht sogar ein Ding. „DAS «tun BADEN“ Deshalb hat er keine eigene Verantwortung. Er gehorcht. In einer Demokratie dagegen erkennt man den Wert des einzelnen an der Regierung, die er durch seine Gesetze schafft. Das geltende Recht, das er erschafft, taugt gerade soviel wie sein Schöpfer. Damit das parlamentarische System überhaupt arbeitsfähig sei, setzt es bei jedem einzelnen Bürger ein Höchstmaß von sittlichem Wert und Verstandeskräften 'voraus. Es ist Pflicht jeder Demokratie, sich so zu verhalten, das Politik und sittliche Werte immer mehr ineinander verschmelzen. Dies macht eine umfassende Erziehung zum Staatsbürger notwendig. Ich möchte sogar behaupten, die Angriffe, die heutzutage auf die Grundgedanken der Demokratie gemacht werden, lassen sich auf das große Durcheinander des Krieges und den Zusammenbruch des traditionellen Schulwesens 'zurückführen. In der Vergangenheit gaben alle großen Demokratien einen günstigen Boden für blühende Kultur ab. Die Demokratie kann dem Menschen seine politische Freiheit und seine Rechte nicht erhalten, wenn er nicht etwas für ihre Verteidigung tun will, indem er sich bildet. Wenn wir begreifen wollen, welche Schätze die Freiheiten darstellen, die die Regierung durch Volksvertretung verbürgen — Freiheit des. Gewissens, Ver,samm- iungsrecht, Pressefreiheit —, dann müssen wir unserem angeborenen Verstände durch Staatsbürgerkunde aufhelfen. Selbst der Friede, das langsame Abnehmen und schließlich Aufhören von Kriegen kann niemals Wirklichkeit werden, wenn das Volk nicht von den einzelnen Staaten zur Regierung herangezogen wird. Kurz es besteht nicht der Schatten eines Zweifels, daß die Regierungsform der Volksvertretung die höchste Form politischer Gesittung darstellt. Mängel und Fehlgriffe, ja, die kommen vor. Aber dies System ist eine Frucht der Gedankenarbeit und der Vernunft unserer modernen Philosophie. Die alte Idee des göttlichen Rechts, die Bossuet in seinem „Politique tiree des propres paroles de l’Ecriture Sainte“ daigelegt hat, läßt sich nicht mehr vei'teidigen, seit man allgemein die Rechte des . einzelnen anerkennt. Um eine moderne Parallele zu nennen: nur auf rückständige Länder, die noch in den Kindex- schuhen der Politik stecken; können Ideen passen, die dem Staat die Macht geben, mit seinen Gesetzen die persönliche Freiheit einzuschränken und sogar, wie wir es ja in unserer Zeit Erlebt Haben, die Freiheit der Forschung. In gewissen Ländern ist der politische Fanatismus . nichts als Ersatz für religiösen Fanatismus, der aus der Mode gekommen ist. Die Inquisition tritt wieder in Erscheinung, in einer Form, die leicht zu durchschauen ist. Solche Dinge aber versetzen den Menschen zurück in den Zustand der Sklaverei. Ich für nieinen Teil kann nur ein politiches System anerkennen, wenn es den einzelnen in seinem ganzen Werte begreift und seine Freiheit nicht antastet. Millionen von Menschenleben sind geopfert worden zur Verteidigung dieser Doktrin gegen die tyrannischen Ansprüche der Hitler und Mussolini. Sie aufgeben, die allein unsere Freiheit behütet, hieße die Opfer verleugnen und an ihnen zum Verräter werden. Damit gäben wir offen .zu, daß wir all diese Menschen mit einer kläglichen Lüge abgespeist hätten. Dem Westen ist eine histoi'ische Aufgabe zuteil geworden. Schon 1688 in der Bill of Rights oder sogar schon früher, in der Petition of Rights von 1629 wurde sie sichtbar. Die edelsten Geister haben sie verkündet. Daher also die Geburt der Freiheit in den Vereinigten Staaten und später die Freiheit in •den großen Staaten Südamerikas. Der Westen war der Quell alles Großen und Edlen in der französischen Revolution. Staatsmänner, Redner ohne Zahl hielten die Lehre des Westens hoch. Sie ist das kostbarste Erbe unserer Kultur, die ja überhaupt auf den Rechten des Menschen gründet. Eigentlich bedeutet es nichts als dies, daß wir im Leben des Volkes den Schatz achten, den es in sich birgt, die Gewissensfreiheit jedes einzelnen Menschen. | .. ' "*"*. .. Mi. . Mil .. L_- ^d^CScUcii&H - kurz berichtet 1 Britische Kulturausschüsse für Zusammenarbeit. Der britische Militärgouvemeur, General Robertson, gab am Donnerstag in einer Pressekonferenz in Düsseldorf die Bildung eines obersten Ausschusses für „die . kulturelle Zusammenarbeit mit den Deutschen in der britischen Zone bekannt, der in seinem Hauptquartier unter seinem Vorsitz errichtet werden soll. Gleichzeitig sollen in den Ländern und Kreisen ähnliche kulturelle Ausschüsse gebildet werden. . Beendigung der Entnazifizierung in Westberlin. Die alliierte Kommandantur: übermittelte dem Berliner Magistrat eine Anordnung über den Abschluß der Entnazifizierung in Groß-Berlin zum 1. Juni 1949. Nach dem 26. Februar 1949 dürfen neue Entnazifizierungsanträge nicht mehr angenommen werden. Schaub freigesprochen. Der ehemalige Adjutant Hitlers und SS-Obergruppenführer Julius Schaub wurde am Donnerstag vom Landgericht München von der Anklage des Mordes und des versuchten Mordes wegen Mangels an ‘Beweisen freigesprochen. 60 v. H. im sowjetischen KZ Jamlitz verhungert. Wie die „Kampfgruppe gegen Un- menschlichkeit“ mitteilt, sollen nach übereinstimmenden Berichten von Entlassenen fast: 60 v.H.der Häftlinge des sowjetischen Konzentrationslagers Jamlitz verhungert sein. Ungefähr 5 000 bis 7 000 Personen seien in Jarn- litz inhaftiert gewesen. Fünfzehnjährige für Unteriagearbeiten rekrutiert. Nach Mitteilung der „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ werden in der Ostzone neue Zwangsmaßnahmen getroffen, um Kräfte für den Uranbergbau zu gewinnen. In Oberschlesien wurden im letzten Monat mehrere 15jährige Knaben für Untertagearbeiten rekrutiert. In Dresden und anderen Städten wurden verschiedene Betriebe wegen „Materialmangels“ geschlossen und die Belegschaften für den Uranbergbau zwangsver- pfliebtei. ' m. Dr. Chaitfi Weizinann zuifi Staatspräsidenten gewählt. Dr. Chaim Weizmann, wurde,zum Staatspräsidenten Israels' gewählt. ■ Sowjetischer Austritt aus Weltgesundheitsorganisation, Die Sowjetunion, die Sowjet- ukraine und Weißrußland haben ihren Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation erklärt. Kreise der UN sehen in dem Austritt eine weitere Spaltung zwischen dem Ost- und Westblock. Australien unterzeichnet nicht Atlantikpakt. Australien beabsichtigt nicht, den Atlantik- ,.akt zu unterzeichnen, erklärte der Gesundheitsminister am Donnerstag vor dem Parlament. Ausnahmezustand ln Siam, ln Siam wird, wie der siamesische Ministerpräsident mit- teüte, der Ausnahmezustand verhängt werden, um der wachsenden kommunistischen Bedrohung zu begegnen. Entscheidung über Südweststaat nicht zurückgesteUt Frejburg. Zu der Veröffentlichung der Staatskanzlei Tübingen übör die Weiterbehandlung des Projektes eines Südweststaates .teilt die Bad. Staatskanzlei mit, daß anläßlich der Besprechung des Obersten Befehlshabers in der französischen Zone, General Koenig, mit den Ministerpräsidenten der Länder der französischen Zone festgestellt wurde, daß die vor etwa acht Tagen erfolgte Pressemitteilung, wonach die Weiterbehandlung des Projektes eines Südweststaates vorläufig zurückgesteUt worden sei, unzutreffend ist., daß vielmehr das Projekt weiter von den drei Oberbefehlshabern der Westzonen im Auge behalten wird.- FDPsTagung in Bremen vom 22. — 24. April Bremen. Vom 22. — 24. April wird in Bremen eine Tagung" der Freien Demokratischen Partei stattfinden. Dabei wird die im Dezember in Heppenheim beschlossene organisatorische Vereinigung der liberalen Parteien de).- Westzonen unter dem alleinigen. Namen FDP • und das Programm dieser Partei zur Sprache kommen. Außerdem soll zum Grundgesetz Stellung genommen werden. Freie Ost»LDP- Vertretung in Berlin gegründet Berlin. Ein Kreis führender Mitglieder der Ostzonen-LDP, der aus politischen Gründen flüchten mußte, gründete in Berlin eine freie Vertretung der Ostzonen-LDP. Diese Vereinigung soll vorläufig durch das frühere Mitglied der LDP-Zonenleitüng, den stellv. Landesverbands-Vorsitzenden der mecklenburgischen LDP, Dr. Scheffler, repräsentiert- werden. Auf einer Pressekonferenz bezeichnete Dr. Scheffler die Vertretung des liberalen Gedankenguts der Ostzone als eine wesentliche Aufgabe dieser Vereinigung. Die Führung der LDP in der Ostzone liege gegenwärtig zum großen Teil in den Händen von Männern, die die Wähler nicht mehr im Sinne des ursprünglichen Programms der LDP vertreten, da sie zu einem Instrument der SMV geworden seien. Die freie Vertretung der Ost-LDP wolle den Liberaldemokraten der Ostzone die Überzeugung geben, daß Sieh ihre wirklich gewählten Vertreter im Westen für die freiheitlichen und demokratischen Grundsätze ein- setzen. Sie werden in Westdeutschland und in Berlin mit den Landesverbänden der FDP Zusammenarbeiten. VW d'stanziert sich von Aeußerimgen Repkows Koblenz. Die VVN Rheinland-Pfalz distanzierte sich in einer Erklärung von der Aeußömng- ihres: Delegierten Re pkow • an- ; läßlich der WN-Konferenz“ in Ost-Berlin und bezeichnete «ic als eine persönliche Auffassung ihres Delegierten. Repköw hatte bei einem Empfang in Anwesenheit eines sowjetischen Verbindungsoffiziers sein -Bedauern zum Ausdruck gebracht, daß die Rote Armee 1945 nicht bis zum Rhein vorgedrungen, sei und gesagt: „Wir hoffen, aber, daß wir die Sowjettruppen doch eines Tages am Rhein begrüßen können.“ Von deutschen Gerichten Verurteilte müssen Strafen in Sowjetunion abbüße» Berlin. Alle von deutschen Gerichten in der sowjetischen Besatzungszone und von sowjetischen Militärgerichten verhängten Strafen von mehp als 10 Jahren Zwangsarbeitslager müssen, wie aus unterrichteten Kreisen der sowjetzonalen Verwaltung des Innern ver- JRnhl^erer Sonntag öberfiga Süd: FC Schweinfurl — Offenbart: FC Nürnberg — BC Augsburg 1860 München — VfR Mannheim Hödelheim — Bayern München Waldhof — FSV Frankfurt Schwaben Augsburg — VfB Mühlburg Eintracht Frankfurt — Ulm 46 Oberliga Wests Fortuna Düsseldorf — Vohwinkel Rotweiß Essen — Rotweiß Oberhause» Oberliga Nord: VfB Lübeck — Cencotdia Hamburg äSonenlsga (Gruppe Süd): Vlllingen — Fortuna Freiburg Friedrichshafen — Schwenningen Singen — Konstanz Reutlingen — Tübingen fßruppe Nord): Mainz 05 — Kaiserslautern TuS Neuendorf — Gonsenheim Ludwigshafen — FSV Kürenz , VfL Neustadt — FK Pirmasens Eintracht Trier — Wormatia Wonns Weisenau —• Oppau batiöesliga Südbaden: Blauwetö Freiburg — Sportfr. Lahr Baden-Baden — Kuppenheim Engen — Ottenau Rheinfelden — Schopfheim St. Georgen — Gutach Atisuahlsplel in Köln: Rheinbezirk — Westfalen Handball-ZonenNga: VfL Freiburg — Fortuna Lahr — Schutterwald Offenburg — Lörrach Zähringen — Teningen Bvombaeh — Hauingen im westen und Norden wird, von! Uns Kamevalsstrapazen, vorsichtshalber Ruhetag mngesChaltot. Während in Köln ein i wahlspiel Rheinbezirk gegen Westfalen steigt, i es in den beiden Meisterschaftsspielen darum, Rotweiß Essen oder Rotweiß Oberhausen erste Anrecht auf den zweiten Platz hinter Bo sia »ortmund geltend machen kann. Im Nor ■st nach der Sperre von Braunschweig der i spielfrei geworden. Im Süden müssen die Of beemer erneut einen beschwerlichen Ausflug WEIT sich nehmen. Wenn die Schweinfurter zuletzt auch wenig imponieren konnten, so sind sie auf eigenem Gelände doch nicht zu unterschätzen. München 1860 wird dem Tabellenzweiten VfR Mannheim nicht so ohne weiteres die Punkte überlassen. Alle vier Begegnungen in der Zonenliga Süd sind in ihrem Ausgang ungewiß. Das größte Interesse beansprucht das Auftreten Fortunas in Vilüngen. Bei einem Sieg können die Freiburger die Tabellenführung übernehmen. Doch sind die Schwarzwälder auf eigenem Platz noch nicht geschlagen worden und werden es wohl soweit nicht kommen lassen. Am See wird für die Schwcnnin- ger eine harte Nuß zu knacken sein; die sich in den unteren Tabcllenregionen aufhaltende SG Friedrichshafen beginnt um die Existenz zu kämp- 2en. Dazu noch der eigene Platzvorteil! Die Partie Eintracht Singen — VfL Konstanz ist für alle vom See und Umgebung eine spannende Angelegenheit, in dev jahrelangen Rivalität begründet. In Reut- Der 42 Jahre alte altrepräsentative Fußballspieler Erwin Heimchen, neben Richard Hofmann seinerzeit der Schrecken der Torhüter, durch eigenartige Umstände aber nie in der Nationalmannschaft, der heute noch mit großem Erfolg in der Elf von Chemnitz-Nord spielt, vereinigte 248 Stimmen bei einer Leserumfrage des ^Deutschen Sports- Echos“ nach dem besten Ost 2 onen-Sportier auf sich. Es folgen „Gummi“-SeUmann vom Ostzonen- Fußballmeister Planitz mit 226 Stimmen, die Weltrekord-Schwimmerin Gisela Graß (Leipzig), mit 153 Stimmen und der Hochspringer Dr. Lobsack (Halle) 106 Stimmen, der mit einem steifer. Knie noch 1.80 Meter erreichte. ten Hott studiert l'.SA-Boxmetiioden Der Aufenthalt Hein ten Hoffs in USA Ist für den deutschen Meister eine nervenraubendc Angelegen- lingen werden die platzfoesitzei letzten Endes beide Punkte kassieren. In der Nord gruppe wird Kaiserslautern aus Mainz zwei weitere Punkte mithehmen. Der FK Pirmasens hat den schweren Gang nach Neustadt vor. sich und ist sicher froh, wenn er mit einem blauen Auge davonkommt. Auch Wormatia hat in Trier alle Aufmerksamkeit aufzuwenden. Die südbadische Landesliga hat zwei Treffen auf dem Programm stehen, die von großer Bedeutung sind. Das wichtigste ist in Baden- Baden. Der Neuling und stärkste Bedränger der Lahrer Sportfreunde, Kuppenheim, kann mit einem sehr wahrscheinlichen Sieg den Kampf um den Titel mit allen Hoffnungen fortsetzen. Lahr trifft in Freiburg auf Blauweiß. Dieser Begegnung wünschen wir zur Spielleitung eine wirkliche Persönlichkeit! Der Lokalkampf am Oberrhein ist offen, ebenfalls die Begegnung in St. Georgen, da sich Gutach sehr verbessert hat. Ottenaus Spiel in Engen ist kein Problem. heit, da er immer noch nicht weiß, wer sein erster Gegner sein wird. Das Presse-Echo ist mittlerweile etwas freundlicher geworden. Während seines zur Zeit auf zwei Stunden beschränkten Trainings unter dem amerikanischen Trainer Willy Ketchum wird es für Hein ven Hoff vor allem darauf ankommen, die Verteidigungsmethoden gegen unerbittlichen Schisgaustauch, wie er in den Staaten üblich ist, kennenzulemen Ketchum lobt an ten Hoff seine Intelligenz, seine physische Stärke und seine Schnelligkeit. Nordahl gegen Nordahl —. in Italien Skandinaviens Fußballer-Export hat erstaunliche vasmaße angenommen. Dänemark gab eine komplette Eli' ab. Jetzt spielen auch drei Schweden im Ausland. Neben Carlsson bei Stade Francais in Paris das Brüderpaar Nordahl in Italien, Gttnnar Nordahi, der Mittelstürmer der schwedischen Na* tionalelf, ist bereits der Liebling Mailands geworden und nach einem Zeitungsbericht werden Büros und Geschäfte geschlossen, verlassen Arbeiter und Angestellte ihre Arbeitsplätze, um den blonden Schweden für den FC Milano , spielen zu sehen." Inzwischen Unterzeichnete Gunnars Bruder Bertii einen 125 000-Kronen-Vertrag mit Atalanw Bergamo. Beim .nächsten Meisterschaftsspiel Milano — Atalanta wird man also sehen, wie der Stop* per Bertii dem Stürmer Gunnar das Leben sauermachen wird. Kekessy / Kiraty Weltmeister im Paartauf Nach den Pflichtübungen der Männer wurden die neuen Weltmeister im Paarlauf ermittelt. Das ungarische Paar Andrea Kekessy / Ede Kiraly, das erst vor’ einigen Wochen in Mailand Europameister wurde, war klar überlegen und holte sich auch den Weltmeistertitel mit 11,35 Punkten und Platzziffer sieben. Die weiteren Schlußergebnisse: "• Karola und. Robert Kennedy (ÜSA), 3. Anne g avies / Carleton Hoffner (USA), 4. Lasrio unc arianna Nagy (Ungarn), 5. Herta und Bmü Rat' zenhofer (Oesterreich) - Ünaems klein* Spmtttmndsdham ln den Endrundenspielen der Eishockey-Walfrid- . storschü:’ in Stockholm war am Donners»* Schweden gegen die Schweiz mit 3:1 erfolgreich. “ Die Tschechoslowakei besiegte den TitelverteiMi“ Kanada mit 3:2 Toren in einer wichtigen Vorerf* Scheidung. Vom Hauptamt für Leibesübungen wurde kürr- lieh die Einrichtung des Sportotos für Berli n w* siert, dessen Reingewinn ausschließlich dem Spw zufließen soll. Dieser Plan hat jetzt auch die «s- sektoralen Behörden Berlins in Gang gebra*-. die sich ebenfalls diese gute SteuereinnaWW sichern wollen. Die sowjetisch lizenzierten ..Berliner Zeitung“ und „Nationalzeitung“ meld en am Donnerstag, daß für Ost-Berlin und die Ose®* der Fußballtoto kommen werde. Der bekannte italienische Radrennfahrer ß/ri Bartali wurde von Mgr. Montini, dem Vorsten» des päpstlichen Sekretariats, empfangen und tuU” ihm das erste Fahrrad seiner eigenen Produkt»“ vor. Partali schenkte dem Vatikan drei FahrTa“” der Marke „Partali". Eines dieser Räder i** *■? einen ungarischen Missionar bestimmt als Zet" 1 ™ der Trauer über die Verurteilung des Kai«»“* Mfndszenty. Der amerikanische Exweltmeister im . Mittels* wicht, Tony Zale, erklärte, daß er sich zum h*j vanchekampf gegen Weltmeister Marcel stellen werde. Die Organisatoren des „Tournam«» of Champions“ beabsichtigen diesen TiteUaatf* ■ Chffcago durch Zufuhren. Erwin Heimchen bester Ostzonen?Sportler der ter- taa- an- Be- ene- der •teilt )Igte md- voi- fend den im Brechen zem- 3gto- teiert unen zur und- der nden freie eini- Mit- Lan- urgi- itiert ä Dr. Gediehe g der •mm , die ding- a sie irden wolle 3ber- l g€- iheit- ein- hd in P zu- di- der an- 3er lin Auf- ■e bei owje- auern tonee. n sei r die Rhein »Ute ße«t in der owje- trafen slager n der ver- erden. >n Na äs ge werden «n Ai* im den len zu Brudei talanta Stop* auf wurden lt. Das ly, das meiste! h aueö Platz- sse: 2. Anne lo unudckng ^ orm au& Abwechselnd Schluß gießen Sie über uns braun ausgelassenes sind. Eine Haftung über die Beteiligungs- teile > S . e sodann melr ■" übrigen Bestand- Fett. Dieses Gericht ist rasch zubereitet und summe hinaus muß ausgeschlossen sein. Nur chen i a J utgew ürzten, eingeweichten Brot- hat den Vorteil, daß Sie es schon am Tage gemeinnützige Wohnungsunternehmen oder n und Kartoffeln oder mif, Hackfleisch, das zuvor fertigmachen können. Denn aufgewärmt juristische Personen, die der staatlichen Woh- mit einem festen Grießbrei gestreckt wurde, ■ Sie Form. Die Schlußschicht muß aber aus oiir bestehen. Sie schließen die Form, kochen munde ich noch viel köstlicher. nungspolitik dienen, sowie Treuhänder der Meine Gnädigste, ich verabschiede mich heu- Gewerkschaften dürfen beteiligt werden. Die mich 1) T «um., «»«». te von Ihnen, und empfehle mich Ihnen als Produktion oder der Vertrieb müssen auf den Wsw Tai! Füllung etv,a - Stunden im Ihr immer sehr ergebener Kohl, ganz einfach Kreis der beteiligten Genossenschaften • oder Kohl, Lo Gesellschaften beschränkt bleiben. Neue Tarifverträge in Südbaden Freiburg. Neue Tarifverträge, die teilweise mit rückwirkender Kraft bis 1. September 1948 _ in Kraft treten, wurden neuerdings in Südtiaden in folgenden Industrien und Berufszweigen abgeschlossen: Chemische Industrie, keramische Industrie, Uhrenindustrie, Textilindustrie, Papierindustrie, Transportgewerbe und Südwestdeutsche Eisenbahnen. Die Bereitschaft zum Abschluß neuer Tarifverträge hat sich in der letzten Zeit auf Seiten der Arbeitgeber durch die Entwicklung auf dem Preizgebiet vermindert. Allgemein besteht die Tendenz, zunächst einmal das Ende der Preisbaisse abziuwarten, um bezüglich der Lohnverhandlungen klarere Ausgangspunkte zu gewinnen. Auch von Seiten der Gewerkschaften wird die Preisentwicklung im Hinblick auf die Forderung nach Lohnerhöhungen und die grundsätzliche Haltung zum Lohnproblem aufmerksam verfolgt. Eine Reihe von Tarifverträgen, die im zweiten Halbjahr 1948 abgeschlossen wurden, sind bereits wieder gekündigt worden. Die Kündigungen erstrecken sich hauptsächlich auf. die Tarifverträge, die noch vor der Aufhebung des Lohnstopps mit der damals zulässigen generellen Lohnerhöhung von 15 Prozent zustandegekommen waren. Bis jetzt ist es bei den Lohnverhandlungen in Südbaden noch zu keinen Schwierigkeiten zwischen den Lohnverhandlungspartnem gekommen, die nicht durch direkte Aussprache oder durch den Landesschlichter überbrückt werden konnten. Im Hinblick auf die zukünftigen Lohnverhandlungen oder auf mögliche Ablehnungen von Tarifvereinbarungen von Arbeitgeber- oder Arbeitnehmer Seite erweist sich jedoch der Erlaß der Schlichtungsverordnung immer dringlicher, zumal das Betriebsrätegesetz ■ und das Fachkommisionsgesetz die Errichtung von Schlichtungsorganen vorsieht: Ein Referentenentwurf für die Schlichtungsverordnung wurde in diesen Tagen fertiggestellt. Es ist damit zu rechnen, daß er in der nächsten Zeit dem Landtag zur Beratung vorgelegt wird. Senkung der Handelsaufschläge für Schubwaren in Südbaden Freiburg. Im Rahmen der in Südbaden verfolgten Preisregulierungspolitik hat das badische Ministerium der Wirtschaft und Arbeit durch zwei Landesverordnungen eine Senkung der Handelsaufschläge für Schuhwaren in der Groß- und in der Einzelhandelsstufe vorgeschrieben. In der Großhandelsstufe darf der Großhandelsaufschlag bei Arbeitsschuhwerk und' Lederschuhwerk mit Gummisohlen höchstens 10 Prozent und bei sonstigem Lederschuhwerk 12 Prozent betragen. In der Einzelhandelsstufe werden die bisher höchstzulässigen Handelsaufeehläge für alle Preisgruppen und Ortsklassen durch die nachstehenden Höchstsätze ersetzt: Beim Einkauf vom Großhandel: Lederschuhwerk für Männer, Frauen uiid Burschen 28 Prozent, beim Hersteller 30 Prozent; Leder- schuhwerk für Kinder 25 Proz., beim Hersteller 27 Proz.: Arbeitsschuhwerk aller Art 20 Proz., beim Hersteller 22 Proz.; Sonstiges Lederschuhwerk 28 Proz., beim Hersteller 30 Prozent. Freibarg. Wie uns von gut unterrichteter Seite mitgeteilt wird, befinden sich im Einwanderungslager Germereheim ». Zt. eine große Zahl von Arbeitsverträgen für Deutsche, welche in Frankreich arbeiten wollen. Es handelt sich um Land- und Forstarbeiter, Metallarbeiter, Glasmacher, Hilfsarbeiter für schwere Arbeiten, Weber und Bergarbeiter. Interessenten wenden sich an das nächstgelegene Arbeitsamt welches bereitwilligst Auskunft erteilt. Freiburg. Nach einer Verfügung der Landesversicherungsanstalt Baden (französische Zone) können Anträge auf Verschollenenrentö von den Angehörigen von Verschollenen nunmehr beim Bürgermeisteramt oder beim Versicherungsamt gestellt werden, wenn beim Westen Verschollenen seit mindestens einem Jahr, bei im Osten, Verschollenen mindestens 3 Jahre keine Nachricht eingegangen ist, vorausgesetzt, daß die Anwartschaft aufrechterhalten worden ist. Eine Sdiwarzmarkt-Bilanz der Karlsruher Kripo Nach dem Tätigkeitsbericht des Sonderkommissariats der Kripo zur Bekämpfung des Schwarzhandels wurden 1948 2215 Preisverstöße, 3985 Schwarz- und Schleichhandelsvergehen, 634 gewerbliche Verstöße und 61 Schwarzschlachtungen verfolgt und erledigt. Den einzelnen Tätern brachten diese Vergehen neben empfindlichen Geldstrafen zusammen 74 Jahre und 46 Wochen Freiheitsstrafen ein. Außerdem wurden u. a. 106,0 Zentner Getreide, 59,7 Zentner Mehl und Mehlerzeugnisse, 348,5 Kilogramm Fette und Oele, 56,9 Zentner* Fleisch- und Wurstwaren, 47,4 Zentner Lebensmittel aller Art. 1350 Eier, 539 205 Zigaretten, 11908 Zigarren, 1486 Päckchen Tabak, 25,44 Zentner Rohtabak, 22 979 Tafeln Schokolade, 10 323 Packungen Pralinen und anderen Süßwaren, 176 777 Stück Seife, 5 Pferde, 5 Kühe und Rinder, 7 Schweine und 22 Gänse beschlagnahmt. Uraufführungen im Badischen Staatstheater Intendant Köhler-Helferich hat zur deutschen Uraufführung am Badischen Staats- fcheater die Komödie „Freiheit auf Widerruf“ von Michel Durand angenommen. Die nepe Komödie von Bert Brecht „Herr Puntila und sein Knecht“ wird ebenfalls aufgeführt werden. Die Spielfolge im Schauspiel sieht vor: Goethes „Iphigenie auf Tauris“, sowie eine Strindberg-Feier. Es folgt die Uraufführung der dramatischen Historie von Frank Thieß „Tödlicher Karneval“, sowie des Trauerspiels „Der Tod als Freund“ des einheimischen Dramatikers Helmuth Michaud. ROMAN VON BILLA SCHROEDTER in einem Lehnstuhl hocken, grübelnd wie ich, wie Irene, und auch er mochte an dasselbe denken — zwei Frauen da drüben nebeneinander in den Ehebetten. Und jede ist mir teuer und keiner will ich Schmerzen zufügen und doch begehre ich nur die eine, nur die eine, die junge... . 18. i So' kam das neue Jahr heran und führte sich nicht anders ein, als das alte es getan und gehalten hatte. Der Winter beharrte mit seiner frostigen Unerbittlichkeit. Immer mehr verkrochen wir uns in die wärmsten Winkel unserer Behausung und wußten nicht einmal, wie glücklich wir anderen Leidenden gegenüber noch daran waren, wenn wir irgendwo unterkamen, wo sich der Raum auf 10 bis 12 Grad Wärme temperierte. Aber dieser Winter, so eisig er auch gewesen war, löschte doch die Glut nicht, die 2lnt 33ot>enfee II« ItMitft' '20M ■ iijgi Wäsche wieder nachzusehen. Morgen wird Frau Texas sie mit mir einweichen, und vorher soll ja alles ordentlich geflickt sein, ihrem ausdrücklichen Gebote nach. ' Edwin, in seinem großen Sessel, macht sich Notizen und zeichnet einen Grundriß auf ein Blatt. Plötzlich sticht sich Irene in einen Finger, sie schreit leise auf, lacht dann, saugt an ihrem Finger. „Haben Sie sich sehr weh getan?“ fragt Edwin und blickt zu ihr hin. Sie schüttelt den Kopf. „Nur ein bißchen gepiekt, weiter nichts.“ „Zeigen' Sie doch her“, meint Edwin, „es ist besser, solche Wunde auszudrücken, die Nadeln können verrostete Spitzen haben.“ „Es ist ja nichts“, wehrte Irene ab und wird rot und blaß, als er nun doch ihre Hand ergreift, den Finger betrachtet, aus dem' ein Blutstropfen hervorquillt. Er betupft ihn sacht mit seinem Taschentuch. 18. Fortsetzung. „Auch ich. möchte Frau Stössing gleichen", sagte Frau Karringer. „Doch wir müssen mit uns zufrieden sein. Aber hören Sie, Sie junges und nachdenkliches Kind, wenn Sie Frau Stössing gleichen wollen, lieben Sie sie gewiß sehr herzlich, nicht wahr?“ „Sehr liebe ich sie — ich kann schwer schildern, wie sehr.“ / „Dann sollten Sie doch nicht an Flucht denken, sondern hier aushalten wollen. Ich weiß nicht, was Sie quält. Halt — sagen Sie mir auch nichts darüber Ich möchte es nicht wissen. Etwas quält Sie, scheint Ihnen Unrecht ' gegenüber den Menschen, die Sie hier so liebevoll in Ihren Kreis gezogen haben. Möglicherweise ist es aber gar kein Unrecht. E? ist eine Schicksalsfügung,: der Sie ■ nicht entrinnen konnten. Niemand kann Sie dafür tadeln. Tadeln kann man Sie erst, wenn. Sie leichthin dem Gefühl nachgingen, das in Ihnen den Konflikt herauf beschwor. Ich habe den Eindruck, Sie kämpfen wacker gegen die Leidenschaft und bemühen sich erstaunlich qhrlich um die Pflicht, um die Treue. Nach einem Weilchen — wenn, wie ich sagte, viele Tage Gewohnheit brachten — sprechen Sie sich einmal offen mit Frau Stössing aus oder mit ihr und ihrem Mann —“ , v O nein“, rief da Irene, „nein!“ „Sie Kind“, sagte Frau Karringer fast zärtlich. Ihre Stimme, die so schmeichelhaft wpr, schwang wie eine silberne Glocke. „Jetzt erscheint Ihnen das unmöglich. Sie meinen darüber zu zerbrechen. Weinen Sie doch nicht, Herz. Oder ja, weinen Sie, weinen Sie sich aus. Es tut nichts, wenn Sie geweint haben, _ Das Fest bringt so allerlei Gefühle mit, Erinnerungen, Wünsche. Nun — kommen Sie her, ich werde Ihnen das Naschen putzen.“ Ich, hörte auf meinem Lauscherposten Irene plötzlich lachen, wie Kinder, unschuldige, gute Kinder lachen, wenn sie sich gestoßen haben und ein Alter kommt, um ihnen spaßhaft zu erklären, daß der Schmerz ja in Wahrheit ein Vergnügen ist. Ich hatte sie so lieb in diesem Augenblick, ich bedauerte sie wie eine Mutter und verwünschte mich mit meiner Selbstsucht, meiner Leidenschaft. Ich liebte auch Frau Karringer. Wer sie kennen lernte,. auch ihren Mann, gewann gewöhnlich den Eindruck, sehr vergnügungssüchtige und eitle Menschen zu treffeen- Aber wie oft habe ich schon festgestellt, daß in solchen launischen Naturen die allerbesten! Seelen stecken, die in entscheidenden Augenblicken mehr Herz, und Verstand besitzen als die Leute mit der sdgenannteh Tiefe. ... Dies® U&terhaltung, die gleich darauf Abgebrochen - wurde, weil ich mich bemerkbar machte mit Teller- und Gläserklappern, klang ‘Wie eine Beichte Irenes, aber sie ist es nicht gewesen. Nur mochte Irene auf eine Frage Frau Karringers, wie es, ihr bei uns gefiel, ihrer Liebe zu unserem Hause Ausdruck gegeben haben. Sogleich aber hatte sie auch, durch die sie in Bann haltende Leidenschaft für meinen Mann, den Entschluß geäußert, sich einmal zu verändern. Sie mag das bagatellisiert haben, die Veränderung so hingestellt haben, als sei sie.für die Bildung und Erfahrung in ihrem Beruf eine Notwendigkeit. Nur hatte die so hellhörige Frau Karringer sogleich verspürt, was hinter dem steckte. Sie wußte es wohl schon, seitdem sie beim Kaffeetisch Edwins Augen mit diesem Leuchten auf Irenes Gesicht hatte ruhen sehen. Ach, Stunden und Tage! Es gab keine ruhigen mehr, ich lag ständig mit mir im Kampf, überprüfte, mich, und so mochte, es Irene gehen, so meinem Mann, wobei wir alle nur darauf aus waren, einer dem anderen nicht wehe zu tun. Und wir taten es doch hundertmal an jedem Tage. Wir schnitten uns mit scharfen Messern selber in das Fleisch, ' verbanden dann mit einer vagen Hoffnung unsere Wunden, um. sie bald wieder frisch zum Bluten zu bringen. In der Nacht, die jenem zweiten Feiertag folgte, hatte ich mir vorgenommen, Irene zum R^den zu bringen. Ich wollte sie zu mir hinüber in mein Bett, in meine Arme nehmen. .Ich wollte ihr sagen: „Liebes — ich war Lauscherin bei Ihrer Unterhaltung mit Frau Karringer. Ich will nun alles wissen. Und dann wollen wir beide nachdenken wie Mütter und Tochter, wie alles zu bessern ist, damit wir glücklich werden.“ Aber das blieb nur ein Vorhaben. Später, als ich in dem dunklen Zimmer Irene neben mir verspürte, war ich unfähig, das Thema auch nur mit einem einzigen Wort zu streifen. Ich lag in dem Bett Edwins, Irene in dem meinen. Eifersüchtig hatte ich darüber gewacht, daß niemals eine Verwechslung eintrat. Ich atmete den Duft der erquickenden Jugend des Mädchens ein; ich verspürte die Nähe ihres sanften, glatten Fleisches, das Knistern ihrer Silberhaare, wenn sie mit den Händen durch sie glitt. Ich hörte ihre leisen Atemzüge, wußte, sie lag so wach wie ich im Bett, sie dachte dasselbe wie ich, sie wünschte dasselbe wie ich: nämlich glücklich zu sein. Aber dieses Glück verband sich für uns beide mit einem und demselben Mann, mit Edwin. Ich liebte ihn mehr als je, ich liebte ihn ja mit tausend Schmerzen, wfe hätte ich denn die Marter übernehmen sollen, an Irene Zugeständnisse zu machen? Es wurde kühl im Zimmer, manchmal horte ich, wie durch die Glut im Ofen heulend der Wind fegte, wie sie dann in sich zusammensank. Durch die Tür, die zum Eßzimmer führte, drang noch Licht. Edwin war demnach noch immer auf, er saß bei einer Arbeit Er mochte aber auch nur grübelnd in uns drei Menschen brannte. Gerade dieses stille und häufige Beieinanderhocken wühlte noch heftiger die Leidenschaften auf. Da sitzt Irene in ihrem grünen Wollkleidchen mit der grünen Strickjacke an, die mit einem rötlichen Blumenmuster bestickt ist. Sie sieht die Söckchen von Heinzchen nach, der warm eingemummelt zu dem Spiele mit seinem Knopfkasten zurückgekehrt ist. Es ist. ein ^ altes, aber ein herrliches Spiel. Unermüdlich ordnen die winzigen Fingerchen die- Knöpfe, er weiß sie wahrhaftig schon der Größe nach zu legen. Er unterscheidet auch die Farben — die blauen zu den blauen und die roten zu den roten und die schwarzen ganz für sich, weit nach hinten geschoben, die schwarzen mag er nicht so recht, sein kindliches Auge will Farbe, Leben sehen. Irene sieht die Söckchen von Heinzchen nach. Sie sind ihm etwas eng im Fuß geworden, wie auch die Schuhdien'. Wir haben schon an einem Paar die Spitzen weggeschnitten, weil er immer weinte, wenn er sie an seinen Füßchen hatte. Ich bin dabei, die Diese grauen, viel gescholtenen Tage.haben wenig mitbekommen an Farbe, Licht, Bewe-< gung, aber eins muß man ihnen lassen: sie verstehen etwas aus ihrer Mitgift zu machen. Man sollte” sie Meister des geringen Aufwandes nennen. Von dem Ort, da du stehst; bis zur unbestimmt zergehenden Ferne wieviel Übergänge aus dunklerem zu hellerem Grau, welche Zartheit in den Übergängen, welcher Reichtum in dem einen Grundton Grau! Aber auch Sparsamkeit kann übertrieben werden. Der heutige Tag hat der Welt einen farblosen Sack übergestülpt, und damit fertig. Mehr um etwas Luft zu schnappen, ohne Sonderliches draußen zu erwarten, gehe ich ein bißchen am Rand der Äcker dahin. Die Wintersaat leuchtet. Das ist das einzige, woran sich das Äuge ein klein wenig erholt, dieses starke, junge trotzige Grün. Je länger ich gehe, meine ich, solch ein tiefes, überschwengliches Grün nicht gesehen zu hallen. Nun hebt sich über der Wange des Hügels eine zweite Bodenwelle, -auch sie mit Wintersaat bedeckt, aber die nur geringe Entfernung gibt dem.. Grün eine helle, nach Silber hinüber spielende Tönung, und dieser Klang begleitet mich eine Weile, das tiefe erdhafte Grün hier und dahinter der luftige, ein wenig überirdische Silberton. Das ist wie der Zusammenklang zweier Glocken, deren eine dunkel tönt vom Erz, das dem Schoß der Erde entstammt, deren andere von oben her antwortet .auf eine helle, himmlische Art. Nun schelte mir einer die grauen Tage! „Kommen Sie“, sagt er, „wir gehen in das Schlafzimmer hinüber. Ich werde den Finger joden, dann wird ihm nichts passieren. Der Stich sitzt unter dem Nagel, das tut besonders weh.“ Irene zaudert, aber folgt dann. Ich höre, wie sie nebenan in das Zimmer treten, wie sie sprechen. Einige Minuten ist es still. Mein Herz hämmert wild, meine Schläfen pochen.' Nein, er küßt sie nicht, ich kenne Edwin. Ich traue auch Irene so etwas nicht zu. Aber er' hat ihre Hand zwischen seinen Händen, er verspürt ihres Leibes Wärme oder Kälte, ihre Bluttemperatur, die er. auf die seine abstimmen möchte. Er hat den Kopf gesenkt, blickt auf den gestochenen Finger hin. Unendlich" behutsam, um ihr nicht weh zu tun, tupft er die in Jod getauchte Watte darauf. Sie zittert, ach, ich kenne sie. Sie verrät sich mit jedem Bück, jeder kleinen Bewegung. Dann kommen sie schon zurück. Sie setzen sich wieder auf ihre Plätze. Irene nimmt die’ Söckchen vor, und Edwin beginnt wieder, die Während ich weitergehe, vertieft sich das Grün jener zweiten Bodenwelle, aber nun ereignet sich etwas anderes, auch Wunderbares. Ein Baum wird sichtbar. Zweifellos hat er immer dort gestanden, aber an hellen .Tagen war seine Gestalt in der Umarmung des Waldes untergegangen. Nun hält der Nebel den. Waldrand . verborgen, aber die : eine Föhre tritt hervor und stellt sich dem Auge. Der Stamm teilt sich und strebt in zwei Säulen aufwärts und trägt eine breite, ; mächtig" ausladende Krone. Welch eine, ruhige ‘ und beruhigende Gebärde! Unter, dieser Krone könnte ein Unglücklicher sich vieles vom Herzen lossprechen, und der Wipfel würde sich neigen und es in Gutem bewahren. Die Alten wußten von heiligen Bäumen. Ich gehe langsam, um recht lange das Bild zu genießen: Vor der grauen Wand, die den Wald verbirgt, der mächtig aufstrebende und mächtig sich ausbreitende Baum. Ein Freund zeigte mir vor einiger Zeit das Bild einer antiken Säule, das so aufgenommen war, daß man nichts -sah als eben diese Säule, kaum den Grund, auf dem sie stand, oben von den weißen Sommerwolken kaum die leiseste Zeichnung: Mein Freund gestand mir mit Beschämung, daß heute das Bild stärker auf ihn wirke als damals der leibhaftige Anblick der Säule im Raum. Damals habe er bewundernd zu ihr aufgeblickt, aber da kletterten nahebei zwischen dem zerstreuten Gestein Zibgen mit d,en zierlichen Bewegungen, da spielte Schwalben iqiteinander ein pfeilschnelles Spiel, da summten die wilden Bienen ihren Orgelton, und dieses zu- An einem grauen Tag Von Waldemar Augustiny Notizen zu machen, deh Grundriß zu enden. Ach, wir Armen. Unerträglich sind solche langen Winter abende — käme doch nur erst- der Frühlin herbei. Es blieb weiter so kalt, obwohl wir jetzt schon in den April gekommen waren. Unsere Sehnsucht nach dem Frühling, nach dem Stückchen Garten war groß geworden, doch noch immer saßen wir warm eingehüllt im Zimmer und warteten, daß die Sonne schei nen sollte. Daß es so nicht immer bleiben konnte, so -■ nicht im Lande und so nicht bei uns zu Hause, war mir mehr als bewußt geworden. Denn es kam, was unser Zuhause anging, noch etwas anderes hinzu als allein die Liebe zwischen Edwin und Irene, die jeder so tapfer zu besiegen wußte.’ Am meisten bedrückte mich die Erkenntnis, daß Irene sich nach ihrem Kinde sehnte, daß sie es erst jetzt so richtig zu betrauern begann. So war 'das nun, und nicht nur einmal war es . so gewesen, wie etwa ein schneller, nicht wiederkehrender Traum, sondern ganz deut- liehe Wirklichkeit. ? Es war Abend geworden, die Zeit, wo Heinzchen gewöhnlich sein Breichen bekam, um hinterher schlafen zu gehen. Frau Texas war schon hinüber in ihre Wohnung gegangen, und Edwin hatte eine Magistratsbesprechung, die gewöhnlich bis nach zehn Uhr dauerte. Irene saß wieder und stopfte an irgend eine? Sache, auf der Erde krabbelte' Heinzchen herum. Er begann sich jetzt schon straff aufzurichten, setzte die Beinehen auf die Erde, stand zuweilen gar mannhaft da, lachte und balancierte mit ausholenden Armen. Dann schlug er den kleinen Purzelbaum, um entweder von unten her zu uns hinzublinzeln oder in ein fürchterliches - Geschrei auszubreehen. Gewöhnlich war nur ich es dann, die ihn trösten konnte, aber heute sprang Irene hastig auf, warf den Stopfer mit dem Strumpf beiseite, kauerte sich zu dem Kinde hin und begann ihm liebreich zuzureden. Sie'- hob es auf und küßte es, sie tat es unendlich • behutsam-, nie habe ich sie so lieb und so zärtlich gesehen. Ich saß da und sah ihr,: schweigend zu. - Es gab zwei Ursachen für mich, die der Grund für Irenes sich in letz- ; ter Zeit immer stärker äußernde Liebe ziu dem Kinde waren. Entweder die Leidenscha| für Edwin, dessen Blut sie in Heinzchen, ve/ mutete, oder der Wunsch, selbst ein Kind den Armen zu wiegen, das Kind, das sie gestorben wähnte, dessen Dasein ihr einmal widerstrebte und. nach dem jetzt eine große Sehnsucht in ihr aufgeflammt war. Wir gingen zusammen in die Küche hinüber. Es war kalt dort drinnen, die Glut im Herd nur noch gering. Ich legte ein neues Feuer an, brachte die Suppe für den Kleinen zum Kochen. Irene stand am Küchentisch,, das Abendbrot für uns zu bereiten. Wirschwiegen. Jeder dachte über sich und wohl : auch über den anderen nach. Als der Kleine . gefüttert und gebadet worden war, Ämter, die diesmal Irene vollführte, weil sie mich. darum gebeten hatte, trug ich ihn in sein ' Bettchen hinüber. Er hielt mich mit seinen kleinen Fingerchen fest, setzte -sich aufrecht und guckte mich über das Drahtgitter des Bettes ernsthaft an. „Es ist nicht alles in Ordnung bei uns, Heinzchen“, sagte ich leise, „und, nicht wahr, das fühlst du wohl auch?“ (Fortsetzung folgt.) sammen habe auf ihn eingewirkt, ein schöner M Zusammenklang lebendiger, unzerstörbarer ?. Natur und vergänglichem Menschenwerk; da- % bei sei die Säule ein bißchen zu kurz gekommen. Auf dem Bilde aber stehe die Säule allein, nicht Wind noch Schwalben noch Bienen nähmen die Sinne gefangen, und da erst habe er die Säule begriffen, ihre Majestät, | die keine äußere Zerstörung habe einschrän- « ken können, das zeitlose Sinnbild ihrer Gestalt. Mein Freund hätte dies kaum mit Beschämung zu sagen brauchen. Unserem Auge wird meist zuviel geboten, und unsere Sinne — müssen wir uns darum schämen? — sind so geartet, daß sie sich von einem zum anderen wenden, daß sie alles-auf einmal aufnehmen möchten und über dem Vielen leicht das Eine und Wesentliche versäumen. Das Lichtbild leistet Dankeswertes, indem es das Einzelne herausstellt und vorherrschend macht, und das Gleiche leistet dieser Tag: Et zeigt auf grauem Grund den Baum, ihn , allein, und zum ersten Male sehe ich ihn recht, begreife und verehre ich seine Gestalt. Sollten wir sie, nicht loben, diese grauen Tage? Beim Heimgehen rauscht Laub um meine Füße, Haqfen toter Blätter, die vergehen. Der Ahorn nahe dem Hause steht entlaubt bis auf ein einziges Blatt; das zittert und bebt im Gezweig, löst sich und nun liegt es auf meiner Hand. Violett der Stiel, violett die Adern in der Blatthaut, die gilbt und zerfällt- Dort, wo die Haut zergangen ist, sieht man ein hauchzartes, farbloses Aderwerk, das sich immer neu teilt und verzweigt, immer wieder, bis das Auge nicht mehr folgen kann. Ein Ahomblatt, ein Wundergebilde, half 1 schon zergangen, liegt bebend auf meiner Hand. HAUPTORGAN FÜR HUMOR UND FROHSINN REGIERUNGSANZEIGER SR.TOLLITÄT DES PRINZEN KARNEVAL HAUPTORGAN FÜR HUMOR UND FROHSINN Einmalige Ausgabe Fasching 1949 Nr. f II I 1 Unser großes KavnevalsgPveisausschveiben: Der originellste Faschings* Jux „DAS NEUE RADEN“ veranstaltet im Einvernehmen mit Seiner Tollität, dem Prinzen Karneval, im närrischen Februar 1949 ein großes Karnevals-Preisausschreiben, zu dem wir hiermit alle Leser herzlich einladen. Gesucht wird der originellste Faschings-Jux der sich auf badischen Kamevalsveranstal- tungen diesjährig oder in vergangenen Jahren zugetragen hat Die badische Narrenzunft wies von jeher ähr eigenes, originelles Gesicht auf, sei es in den volkstümlichen Bräuchen etwa der Vil- linger „Hansel“, der Hördener „Schlempen“ und der Lohrer „Grusi- Loch-Zottli“, oder in den großen, repräsentativen Bällen, die heuer wieder — befeuert durch Affentaler, Bickensohler, Zell- Weierbacher oder andere edle Tropfen badischen Gewächses — zu Großereignissen alltagsferner Narrenseligkeit wurden, w.e be.sp eisweise der vielgerühmte Offenburger Hexenball, oder der pnanias tische Ball der Singener Narrenzunft „Pop- pele“. Aber nicht nur an den größeren Orten des Musterländles trieb die Karnevalsfreudigkeit Blüten — auch überall in den girlandengeschmückten Dorfgaststätten (sei es im „Rebstock“, im „Grünen Baum“, im „Goldenen Ochsen“ oder im „Weißen Lamm“) feiert man in diesem Jahre wieder den „Schudding“ nach alter Sitte im Konfettitaumel, hoch in die Narrenfreiheit emporgehoben, über die täglichen Sorgen, die Wirtschafts- und Er- jjäährungsämter, Ablieferungssoll und Preiskontrolle, Papierkrieg und Fragebogenflut sonst zu bereiten pflegen. Das Barometer der Fastnachtsstimmung steigt noch immer — im gleichen Verhältnis, wie die Preise (laut Presse) sinken. Und da gerade auf alemannischem Boden die saftige, humorgewürzte Anekdote (Erbteil Johann Peter Hebels) stets besonders virtuos gehand- habt wurde, glauben wir, mit unserem Karnevals-Preisausschreiben nicht nur unseren Lesern eine anspomende Freude zu bereiten, sondern durch Ermittlung des gelungensten, orginellsten Faschings-Juxes (sicherlich habt ihr auf Kostümbällen, Fastnachtsveranstaltungen und bei historischen Umzügen irgendeinen Jux festgestellt oder — wir trauen unseren Lesern alles zu — gar selber inszeniert!) zur Belebung der traditionellen badischen Erzählerfreudigkeit beizutragen. Also auf zum Preisausschreiben l Macht Euere Augen auf J Wetzt Euere Federn1 Jeder , der einen originellen Fasthingssjux erlebt hat , soll sich beteiligen 7 Die bee sien Juxe werden prämiierf 1 Damit ihr, liebe Leser, erkennen könnt, was „DAS NEUE BADEN“ unter einem Faschings- Jux versteht, haben wir in unserer karnevalistischen .Jux-Ecke einige Juxe abgedruckt. Doch wir sind überzeugt, daß die von unseren Lesern übersandten Faschings-Juxe noch viel, viel juxiger und geradezu von hochgespannter Karnevals-Elektrizität geladen sind. Bedingungen unseres Preisausschreibens An unserem Karnevals-Preisausschreiben „Der originellste Faschmgs-Jux“ kann sich außer den Angehörigen unseres Verlags jeder Leser unserer Zeitung vom 1. bis 100. Lebensjahr beteiligen. Angabe von Name und Adresse ist erforderlich. Aus der Einsendung, die unter dem Vermerk „Preisausschreiben“ bis spätestens Samstag, den 26. Februar 1949, beim Verlag: „DAS NEUE BADEN“ Lahr, Postfach , vorzuliegen hat, muß Ort und Veranstaltung hervorgehen, wo sich der geschilderte Jux ereignete. Bei gleichwertigen Juxen ist die geschliffenere, pointiertere Formulierung entscheidend. Es sei hierbei betont, daß die Bewertung der Zusendungen keineswegs von deren „Länge“ abhängt, denn bekanntlich ist die kürzeste und prägnanteste literarische Form auch immer die effektvollste. Um den Närrinnen und Narren des badischen Karnevals 1949 den nötigen Anreiz zu einer erfolgreichen Gehirn-Akrobatik zu geben, ist für den originellsten Faschings-Jux eine Reihe von verlockenden Preisen ausgeschrieben, die von badischen Firmen und Veranstaltern für unser Preisausschreiben bereitgestellt wurden. Die Preise sind: 1. Preis: 1 Delikateß-Korb, 2.. Preis: 1 moderner Beleuchtungskörper, 3. Preis: 5 Flaschen Sekt. Weitere Preise wurden von nachfolgenden Firmen in Offenburg gestiftet: 1 Schmuckkasten (Parfümerie Thoma, Lange Str. 10), 1 Flasche Sekt (Feinkosthaus Schwaier, Lindenplatz), 1 Flasche Ori- ginal-Kirchwasser (Jakob Herrmann, Inh. Albert Clauß & Sohn, Weinhandlung u. Brennerei), 2 Flaschen Wein (B. Kempf, Weinhandlung, Blumenstr. 9), 1 Fotoalbum (Foto- Grimm jr., Hauptstr.), 1 Puderdose (Lederwarenhaus Kirn, Hauptstr. 47), 1 Kassette Briefpapier (Carl Kaechelen, Hauptstr. 57), 1 Füllhalter (Franz Müller, Framo, Wasser- str. 1), 1 Füllhalter (Karl Hagen, Steinstr.), 1 Füllhalter Kaweko-Elite (Karl Kist, Fortschritt. Hauptstr.), 1 Kristallvase (Hans Geißer, Glas- und Porzellanhandlung, Hauptstr. 56), 1 Dauerwelle (Adolf Weber, Friseur- geschäft, Hauptstr. PO), 1 Roman (ungenannt). Das Ergebnis des Preisausschreibens geben wir in unserer Ausgabe vom Faschingsdienstag (1. März) bekannt. Als Preisrichterkollegium fungiert der Redaktionsstab. Mögen sich nunmehr die Gedankenblitze unserer Leser gleich Fröschen und Raketen entladen! Versäumt nicht den letzten Einsendungstermin! Auf zum großen Karnevals-Preisausschreiben „Der orgineilste Faschings-Jux“! tJ'.n :ih Die goldenen Rasseln Von Gert Lynch Im Maskenverleih war Hochbetrieb. „Ich brauche ein fesches, gut erhaltenes Kostüm“, sagte .Frau Marten. „Was können Sie' mir empfehlen?“ — Der Geschäftsmann warf einen prüfenden Bück auf die schlanke Frau. „Ich würde Ihnen ein orientalisches Kostüm raten. Wir haben noch etwas Besonderes auf Lager.“ Er leitete die Kundin an einen Stand und legte ihr das Kostüm vor: Pluderhosen, Leibehen, Jäckchen, Turban und Ohrrasseln. Frau Marten trat in die Zelle und probierte die machen. Sie paßten ihr so gut, daß sie sich sich nichts anderes mehr vorlegen ließ und üas Kostüm mitnahm. Nur mit den Rasseln war sie nicht zufrieden. Unechten Schmuck trug sie nicht, mochte er noch so echt aus- sehen. Sie würde ihre eigenen langen Ohrhänge tragen. — „Minna“, sagte sie abends Zl ® 1 Hausmädchen, „ich möchte morgen aus- schlafen. Ich werde das Maskenkostüm in den vorraum legen. Es muß bis Mittag zurückgebracht sein. Würden Sie das. besorgen?“ Minna versprach es. Am nächsten Vormittag, als t i S . noc h schliefen, brachte Minna das nentalfsche Kostüm zurück. So geschah es, ab die goldenen Ohrhänge, die Frau Mar- leü Maskerade im Vorzimmer abge- rfo anstelle der unechten Rasseln in r, f Maskenverleih kamen, ohne daß die Ver- chslung bemerkt wurde. wf ne . Wodie später erschien im Maskenvei- rio«,-? ne .-. Eardame und verlangte ein Bojarin postum. Man legte ihr das Kostüm vor, damk faU ten g etra f?en hatte. Die Bar- e probierte es vor dem Spiegel, und da es ihr gefiel, nahm sie es. Auch die goldenen Rasseln waren dabei. Am Abend, bevor sie den Schmuck anlegte, wog sie ihn auf der Hand und versucht e : nen Goldstempel zu entdecken Wie tör.chc, daeme s.e f iK plötzlich. Die Tatsache daß ^ die Rasseln verliehen wer- den, i st wohl der beste Be- . weis, daß s e unecht sind. Und sie machte sich fertig und fuhr zum Ball. Um Mitternacht spielte die Musik einen Tusch. Der Festordner trat auf d e Bühne und gab bekannt, daß ein goMener Ohrhang gefunden worden sei. Die Frauen griffen sich an die Ohren, und die Bardame stellte fest, daß ihre linke Rassel fehlte. Sie eilte zur Bühne und holte den Fund ab. Der Festordner sagte lächelnd: „Wenn es in diesem Kreise nicht lauter ehrliche Leute gäbe, hätten Sie dem kostbaren Stück nachweinen können!“ Die Bardame fühlte sich nicht wenig geschmeichelt, daß man ihre Rasseln für echt hielt. Am andern Tage wurde das Kostüm mit den echtgoldenen Rasseln wieder in den Verleih gebracht. Ungefähr zur gleichen' Zeit holte Frau Marten ihre Schwester, die auf Besuch kam, vom Bahnhof ab. Inge berichtete: „Ich will heute mit dem Kunstmaler Geyer, den ich letztes Jahr bei euch kennenlernte, das Gauklerfest besuchen. Geyer holt mich bei euch ab. Du hast doch nichts dagegen? Und dann, liebe Hedwig, bitte ich dich, mir deine spanische Tracht zu leihen. Ich habe nämlich nichts zum Anziehen.“ Frau Marten hatte ihre jüngere Schwester besonders ins Herz geschlossen. „Mein Spanisches ist imbrauchbar geworden“, sagte sie, „aber ich weihe dir ein hübsches Kostüm besorgen, das ich neulich selber trug. Und weil du es bist, will ich dir ausnahmsweise auch meine goldenen Ohrhänge leihen!“ Sie rief den Maskenverleih an. „Jawohl“, sagte der Geschäftsmann, „das orientalische Kostüm ist frei. Es wird eben gereinigt und kann bis achtzehn Uhr zugestellt werden.“ Kurz nach dem Boten, der das Kostüm brachte, sprach ein Ehepaar vor. „Wir sind auf der Durchreise“, erklärte der Mann, „und da wollte ich nicht versäumen, meinem alten Freund Marten die Hand zu drücken.“ Frau Marten versicherte,, daß ihr Mann bald nach Hause käme. Sie und Inge leisteten den Gästen Gesellschaft. Dann zog Frau Marten das Hausmädchen beiseite. „Minna“, sagte sie, „packen Sie inzwischen das Maskenkostüm für meine Schwester aus und legen Sie alles bereit, auch meine goldenen Ohrhänge. Sie befinden sich im Schmuckkästchen in der oberen Schreibtischlade. Hier ist der Schlüssel.“ • Minna packte das Kostüm aus und legte die unechten Rasseln, die im Schmuckkästchen waren, neben die echten, die der Maskenverleih mitgeschickt hatte. Bald darauf erschien Inge und kleidete sich um. Zu'e + zt schraubte sie, stahlend vor Freude, die echtgoldenen Gehänge ins Ohr. „Schön siehst du aus!“, lobte Frau Marten, die für einige Augenblicke herbeikam. „Nur gib gut acht auf den Schmuck. Daß ja nichts verlorengeht! Ich wäre untröstlich.“ Damit endete der Ausflug der goldenen Rasseln. Anderntags verschloß Frau Marten die echten Rasseln, und der Maskenverleih die unechten. KUSS-LEXIKON Der heilsame Kuß: der Medikus der schallende: der Musikus, der schlaue: der Pfiffikus, der geschäftliche: der Praktikus, der flüchtige: der Luftikus, der klassische: der Ibykus, der ulkige: der Jokus, der würzige: der Krokus, der duftige: der Lokus, der bibüsche: der Markus, der schwindelhafte: der Hokuspokus, der knallige: der Mystikus, der unheimliche: der Orkus, der schwunghafte: der Diskus, ^ der nationalistische: der Fridericus, der unersättlichste aller Küsse: der Fiskus! Mädchen am Fasching: Leicht beschwipstes Selbstgespräch Nein, mein Lieber, Du irrst Dich. Von den paar Gläschen bin icn nicht betrunken. Glaub nur ment, ich übersähe, wie Du siegesgewiß vor Dich hinlächeist. Natürlich trinke ich noch ein Glas Wein. Wie kann man am Fascning solche dumme Frage stellen. Tanzen? Nein, danke! Jetzt nicht. Ich habe nämlich einen ganz kleinen süßen Schwips. Geh weg! Deshalb lasse ich midi noch lange nicht von jedem küssen. Der Husar dort hinten mit dem angeklebten Bart hat es auch schon versucht. Frag ihn ruhig, ob ihm die Ohrfeige bekam. Warum tut man so etwas am Fasching nicht? Man kann sich doch nicht einfach küssen lassen. Nein, Du darfst nicht. Wenn Du vorhin keinen Mut dazu hattest, und Dich mit anderen Mädchen herumtriebst, darfst Du es jetzt auch nicht. Du bist überhaupt so langweilig gewesen. Den ganzen Abend habe ich nach Dir ausgeschaut. Bis jetzt. Und das soll ein Faschingsfest sein? Da war es im vorigen Jahr mit dem langen Hannes viel netter. Hast Du noch eine Zigarette? Ja, Du darfst sie mir geben. Bitte lächle doch nicht dauernd. Lachst Du mich eigentlich an oder aus? Warum soll ich nicht auch einmal einen kleinen Schwips haben? Wozu ist denn Fasching? Heute sage ich zu allen Männern „Du“, auch zu den graumelierten Frackständern, die Du nicht leiden kannst. Sieh mich nicht so spanisch an! Gerda hat völlig recht, wenn sie Dich einen arroganten Affen nennt. Ueberhaupt Gerda . . . Ob ich noch ein Gläschen mittrinke* Aber natürlich! Und nun küsse mich endlich, sonst macht mir der ganze Fasching keinen Spaß. Ach, Du lieber Affe! Karnevalistische Jux-Ecke Ein älterer Herr besucht einen Kölner Maskenball. Es drängt sich ihm eine weibliche Maske mit den Worten auf: „Dich kenne ich sehr gut; ich habe sogar ein Kind von dlri“ Besagter älterer Herr erklärte, er könne sich keines derart gen Seitensprunges erinnern. Doch die schöne Maske bleibt unerbittlich Schließlich meint der Herr, daß die Maske ihn vielleicht mit seinem Sohne verwechseln dürfte. „Von dem habe ich sogar zwei Kinder, den kenne ich noch besser!“ erwidert die Maske. Dem Herrn stehen die Haare, soweit des möglich, zu Berge und er fragt: „Ja, wer bist du dann eigentlich?“ Da zieht sie die Maske vom Gesicht — und er erkennt ** seine Schwiegertochter! * Auf einem der berühmten Münchener Nachtwandler-Feste erscheint ein Mann, der sich als Ofen kostümiert hat: oberhalb des Kopfes erhebt sich ein langes, gekrümmtes Ofenrohr, während an der Hinterseite des „Kostüms“ eine mit dem Schild „Oeffnen verboten!“ versehene Ofenklappe angebracht ist. Zahlreiche Ballteilnehmer, zumal Angehörige des schönen Geschlechts, können es sich nicht versagen, die Klappe zu öffnen — um sie entsetzt wieder zuzuwerfen ob der bloßen vier Buchstaben, die dahinter zu sehen waren. « Auf dem Münchener Kostümfest „Babylon“ wurde das Loch in einem Damenstrumpf der Anlaß zu einer heftigen Eheverstimmung. Ein Kunstmaler hatte vor dem Besuch des Festes beobachtet, daß sich am linken Strumrif seiner Frau ein Loch befand. Nachdem er sie im Kamevalstrubel längere Zeit aus den Augen verloren hatte und gegen Mitternacht wieder entdeckte, war das Loch in dem rechten Strumpf, DER HEIMATSPIEGEL Die badischen Krankenanstalten Freiburg. Die akute Gefahr bei der heutigen wirtschaftlichen Lage der Krankenanstalten sei das Anwachsen der laufenden Betriebskosten, ohne daß eine Erhöhung der Einnahmen zu verzeichnen sei oder die Fehlbeträge durch Zuschüsse ausgeglichen werden könnten, erklärte der 1. Vorsitzende Bürgermeister Nägele-Villingen von der Vereinigung der Verwaltung Badischer Heil- und Pflegeanstalten auf einer Mitgliederversammlung am 15. Februar. Die Sanierung müsse durch eine Angleichung dör Pflegesätze an die Unkosten erfolgen, was aber den Widerstand der Krankenkassen hervorgerufen habe. Die zugestandene Erhöhung von 25 Prozent genüge nicht. Der direkte Bezug der Heilmittel müsse wieder zugelassen und die Monopolstellung der Apotheken aufgehoben werden. Einer Reform bedürftig sei ferner die Rechtsstellung der Chefärzte und der Krankenhäuser. Entweder müsse der Arzt fest angestellt sein und seine Arbeit dem Krankenhaus allein zukommen lassen oder als freier Arzt lediglich die Behandlungsgebühr beanspruchen können. Zur Jungarztfrage bemerkte der Vortragende, es sei nicht Aufgabe der Krankenanstalten, die Angehörigen eines übersetzten Berufes zu unterstützen, jedoch seien die Anstalten bereit, bei entsprechender Verringerung der von ihnen aufzuwendenden Arztkosten etwas für die Jungärzte zu tun. Pflichtassistenten und Volontärassistenten könnten aber nur eine Ausbildungsbeihilfe bekommen, die auf 50 bzw. 100 DM bei freier Station festzusetzen sei. Die Zeit der Anstellung solle begrenzt werden, um möglichst vielen Aerzten eine Ausbildung zu ermöglichen. Villingens Bevölkerung in Zahlen Villingen. Das Standesamt Villingen hat über die Bevölkerungsbewegung der Stadt eine interessante Statistik zusammengestellt, der wir Folgendes entnehmen: Sowohl die Geburten wie die Eheschließungen und die Sterbefälle haben gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme erfahren. Gegenüber 3Ö9 Geburten im Jahre 1947 waren es im letzten Jahre 354 darunter 68 Kinder von Ortsfremden. Die Gesamtgeburtenzahl setzt sich zusammen aus 181 Knaben und 173 Mädchen. Uneheliche Geburten waren es 59 (1947: 43). Bei einer Rückschau auf frühere Jahre ist festzustellen, daß 1875 bei 5500 Einwohnern 291 Kinder zur Walt kamen, 1905 bei 9 500 Einwohnern 305, während bei 20 000 Einwohnern die Geburtenzahl in den letzten Jahren durchschnittlich niedriger lag. Ehen wurden im letzten Jahr 174 “geschlossen (1947: 157). Bei 22 Heiraten waren ausländische Verlobte beteiligt 1947 = 24, 1946 <= 38). 118 Ehen wurden von Ledigen geschlossen, bei 17 Ehen waren verwitwete und bei 39 Ehen geschiedene Personen beteiligt. Gestorben sind im Jahre 1948 305 Personen (1947 = 295). Darunter befinden sich 62 Todesfälle ortsfremder Personen und 40 Kriegsstarbefalle, die nachträglich zur Beurkundung hierher gemeldet wurden; ferner 13 Totgeburten. Auswärts starben 17 in Villingen ansässige Personen, so daß diie Gesamtzahl der verstorbenen Vilhnger 247 beträgt. Im ganzen verschieden 188 männliche und 120 weibliche Personen. Nach den Todesursachen starben an Altersschwäche 12 %, Lungenentzündung 11 "/«, Krebs 9,1, •/«, Herzkrankheiten 8 %, Tuberkulose 6,3 %, Lebensschwäche bei Neugeborenen 6,3 “/e, Frühgeburten 5 "/#, Gehirnblutung 4 # /e, Nierenentzündung 3 %t, Magenkrankheiten 2 "/er, . Leberkrankheit (Gelbsucht) 2 */#, Unfälle 2 "A>. Im Verhältnis zur jetzigen Einwohnerzahl der Stadt hat sich die Sterbeziffer wesentlich ermäßigt, wenn man bedenkt, daß vor 40 Jahren bei 10 000 Einwohnern, also der Hälfte der heutigen Zahl, über 200 Sterbefälle verzeichnet wurden. Was die Kriegsverluste der Stadt Villingen angeht, so sind dieselben gemäß den Meldungen im Jahre 1948 auf 655 gestiegen. Diese Zahl ist noch nicht endgültig, da immer noch 298 Vermißte zu verzeichnen sind. Im ersten Weltkrieg betrugen die Gesamtverluste 197 Personen. Dabei ist zu bedenken, daß die Einwohnerzahl nach dem ersten Weltkrieg nur 13 000 betrug gegenüber jetzt rund 20 000. Damals kamen auf 1000 Einwohner 15 Gefallene und jetzt bereits 32. Von den bis jetzt feststehenden Kriegssterbefällen waren 369 Personen ledig und 286 Personen verheiratet. Weitaus die meisten Verluste erlitt die Stadt Villingen in Rußland (339). Villingen. Infolge der Wahl als Oberbürgermeister von Neustadt a. d. H. hat der bisherige Vorsitzende des ASV Villingen sein Amt niedergelegt. Die Vereinsleiturrg hat Veranlassung ' genommen, den bisherigen Vorsitzenden zu seiner Wahl zu beglückwünschen, " wenn auch das Bedauern über sein Scheiden zum Ausdruck kam. Herr Hartmann ist bereits in seinem neuen Wirkungskreis zürn Präsidenten des Sportvereins Neustadt a. d. K. gewählt worden und hat die Villinger Mannschaft dorthin eingeladen. • Die Neuwahl wird in der nächsten Zeit stattfinden. Nachrichten aus St. Georgen und Triberg Freiburger Theatemotizen Die Städtischen Bühnen bringen übers Wochenende im Casino: am Samstag, das bunte Programm „Lachender Globus“, am Sonntag, nachmittags „Die Fledermaus“ und abends „Carmen“. —Im Kammerspielhaus: am Samstag „Moral“, am Sonntagnachmittag „Des Teufels General“ uni abends die letzte Aufführung der Komödie: „Drei Jungen, ein Mädchen.“ Besonders hingewiesen sei auf das am Montag, 21. Februar, 20 Uhr, stattfindende 2. Kammerkonzert, in dessen Rahmen Streichquintette von Bruckner und Beethoven zum Vortrag gelangen. Ausführende: Das Oskar- Schmidt-Quartett und Käthe Stühmer (Bratsche). Von der Universität Der Dekan der Rechts- und Staats wissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg, Professor Dr. Wilhelm Grewe, Ordinarius für Staatsrecht. Verwaltungsrecht und Völkerrecht, an den vor kurzem — wie berichtet — ein Ruf von der Universität Heidelberg ergangen ist, hat mm neuerdings eine Berufung an die Universität Frankfurt a. M. erhalten. Professor Dr. Martin Lohimann von der Rechts- und Staatswissenschafttkhen Fakultät der Universität. Freiburg hat einen Ruf an den ordentlichen Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln erhalten. Bereitschattsdienst der Bergwacht Am Sonntag, 20. Februar, stehen an folgenden Orten Bergwach Heute zur Hilfeleistung bei Sportunfällen bereit: Bärental: Gasthaus „Zum Adler“, Feldberg: Hotel „Feldberger Hof“, „Hebelhof“, Naturfreundehaus am Bäldenweger Buck, Schauinland: Berghotel „Burggraf“, Berghotel „Notschrei“. St. Georgen. An alle Einwohner erging in diesen Tagen ein Aufruf,, durch Selbsthilfe die Wohnungsnot zu bannen, Bürgermeister Rienrensperger, der' bereits in der vorletzten öffentlichen Genaeinderatssitzung seinen Plan hierzu entwickelte, wendet sich an alle Arbeitnehmer, Landwirte, Handwerker, Angehörige der freien Berufe, Beamte. Angestellte und auswärtigen Arbeiter, die ihren. Lebensunterhalt in unserer Stadt verdieinen, durch Uebersiunden oder durch eine Spende, die den Mindestbetrag von 10 Arbeitsstunden ausmacht, das soziale Wahnungsbauhilfepro- gramm der Stadt zu unterstützen. St. Georgen zählt 129 Wohnungsuchende, von denen 72 ohne selbständige Wohnung sind. St. Georgen. Der Obst- und Gartenbauverein St. Georgen hielt' in der. vergangenen Woche seine diesjährige Generalversammlung im „Deutschen' Kaiser“ ab. Der Jahresbericht zeigte, daß der Verein unermüdlich im Interesse der Kleingärtner während des Jahres tätig war. Die Mitgliederzahl beträgt z. Zt 270. — In der letzten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, der Turnabteilung des Allgemeinen Sportvereins für die Benützung- der Turnhalle für das Schulturnen des Progymnasiums pro Klasse eine jähres- vergütung von 50 DM zu bewilligen.- In der nichtöffentlichen Sitzung wurde u. a. dem Malermeister Kurt Wintermantel die Eröffnung eines Farben- und Tapeten-Spezialge- schäfts befürwortet. St Georgen. Begeisterte Aufnahme fanden die Re.sefilme und die im liebenswürdigen Plauderton vermittelten Reiseschilderungen von F. O. Bittrich, der nachmittags zur Jugend und abends dam Erwachsenen im Rahmen des VolksbildungsWerkes sprach ..Die spanische Fliege“, dieser lustige Schwank, der seit Kriegsende etliche hundert" mal mit großem Erfolg über die Bühnen ging, stand im Mittelpunkt des Unterhaltungsabends, den den Männergesangverein „Lie- derkraiiz“ im Deutschen Haus veranstaltete. Hühnerhalter, deren Hühner bei der Viehzählung am 3. Dezember nicht erfaßt wurden oder die inzwischen Hühner angeschafft haben, werden gebeten, die. Anmeldungen bis zum 15.. Februar bei der Kartensteile im eigenen, Interesse nachzuhoien, da mit Kontrollen durch die ErfässungSbeamten zu rechnen ist. Das Münchener Sinfonieorchester (45 Mann stark) wird voraussichtlich am 12. März in deT Turnhalle ein Konzert veranstalten. Es kommen .die „Meistersinger“-Ouvertüre von Richard Wagner, das Vioiin-Konzert von Max Bruch und Beethovens 7, Sinfonie zu Gehör. Triberg. Der katholische Kirchenchor in Gemeinschaft mit der Kolpingsfamilje . veranstaltete am vergangenen Sonntag einen bestens gelungenen Fastnachtabend. Vorsitzender Christians vom Kirchenchor hieß das bis auf den letzten Platz voll besetzte Haus mit humorvollen Worten herzlich willkommen. Humoristische Darbietungen in Mundart lösten wahre Stürme der Heiterkeit aus. Das Männerquartett sowie die „Vogelkantate“ waren hervorragende Gesangsleistungen. Verdiente Mitglieder wm’den traditionsgemäßgeehrt, Die Kolpingsfamilie, die mit. eigenem Programm . den ’ trefflich- gelungenen Abend verschönte, führte unter anderem „Die fidele Gerichtssitzung“ auf, die viel Heiterkeit hervomef. — Metzgermeister Geohg Hug, ein über die Grenzen unserer Heimat bekannter Geschäftsmann, begeht am 19. Februar seinen 70. Geburtstag Triberg. Den 70. Geburtstag feierte am 12. Februar Schreinermeister und Geschäftsinhaber der Schreinerei Fischer & Santel, Herr Primus Fischer. Was bietet Freiburg? Samstag, den 1 B. Februar: Städt. Buhnen. Casino: „Lachender Globus“. 20 . 01 , Uhr, Ende 22.15 Uhr. — Kammerspiele: „Moral“ 20.00 Uhr, Ende 22.15 Uhr. •lahnhalle Freiburg-Zähringen: Großer öffentlicher Tanzabend (Hadsportverein Freiburg), 19.30 Uhr. Sonntag, den 20. Februar: Städt. Bühnen. Casino: „Die Fledermaus“, isoo Uhr, Ende 18.00 Uhr. — „Carmen", 20.00 Uhr. Ende 23.00 Uhr. — Kammerspiele; „Der Teufels General“, 15.00 Uhr, Ende 18.30 Uhr. — „Drei Tungen, ein Mädchen", 20.00 Uhr, Ende 32.00 Uhr. Täglich : Lichtspiele. Casino: „Der Herr in Grau“. — fi-ied- ricäisbau: „Der Draufgänger". —• Kandelhof: „Der Draufgänger". — Harmonie: „Die Söhne des Herrn Gaspary“. — Union: „Feer Gynt". Kaffeeschmuggel en gros Schallstadt. An der Eiseafoahnüberftihrungs- brücke Schallstadt, bei der die Landstraße Basel—Freiburg in starker Kurve verläuft, gelang es einem Aufgebot von Zollf'ahndungs- beamten, zwei mit Rohkaffee vollbeladene Lastkraftwagen abzufangen und die Ladung sicherzustellen. Der Bohnenkaffee war unter falscher Deklaration aus der. Schweiz über die Grenze geschmuggelt worden. — t, Mengen. Die Gemeinde hat in letzter Zeit zur Verbesserung der dörflichen Straßenverhältnisse größere Mengen groben Straßenschotters angekauft und auf die Wege und Zufahrsstraßen aufgeschüttet. Es ist beabsichtigt, im kommenden Frühjahr weitere Verbesserungsmaßnahmen in die Wege zu leiten. Merzhausen. Im 83 Lebensjahr verstarb nach einem arbeitsreichen Leben Alt-Bürgermeister Beh. Er war 37 Jahre im hiesigen Gemeindedienst, davon 12 Jahre als Bürgermeister, bis er 1932 gezwungen war, aus Gesundheitsrücksichten zurückzutreten. Die Gemeinde hat die Liebe und Verehrung dem Verstorbenen bewiesen durch eine überaus zahlreiche Beteiligung an der Beerd gung. Vier Gemeinderäte trugen den Sarg zu Grabe, Bürgermeister Kuner widmete dem Toten tief empfundene Worte treuen Gedenkens. Schliengener Chronik Sehliengen, Um eine möglichst reibungslose Abwicklung der vordringlichen Arbeiten zu gewährleisten, fand auch in der zweiten Woche des Februar eine Gemeinde- raissitzung statt. Geirisse Schwierigkeiten in der Beschaffung von Arbeitskräften — ein Großteil ist schon bei der Bachreinigung eingesetzt — scheinen überwunden zu sein. Dies ist besonderst im Hinblick auf die Holzaufbereitung zu begrüßen. Eine längere Debatte entspann sich um die-Aufstellung der Feusr- schutzabgabe-Liste. Die Sätze wurden nach gewissenhafter Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse und in Anlehnung an die gegebenen Richtlinien festgesetzt. Die Liste wird später zur allgemeinen Kenntnisnahme äusgelegt. Verschiedene Eingänge mußte» zu eingehender. Prüfung bis zsri nächsten Sitzung zurückgestellt werden. Beim Schlußkonzert des hiesigen Musikvereins erfreute ein auswärtiger Besucher die zahlreich Erschienenen mit Jodler- liedem. Er durfte reichen Beifall ernten. —3 Artur Meier, Sohn des hiesigen Bürgermeisters Julius Maier, konnte in Freiburg die Meisterprüfung im Metzgerhandwerk mit gutem Erfolg ablegen. Auch Kenzingen wird närrisch Vom Kreisversammlungsausschuß Donaueschingen Donaueschingen. Am 7. Februar tagte der Kreisversammlungsausschuß unter dem Vorsitz des Landrats Dr. Lienhart. — Punkt eins der Tagesordnung bildete die Vorbesprechung des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1949. Nach eingehender Erläuterung zu dem Entwurf durch den Referenten schließt der Haushalt im ordentlichen Haushaltsplan in den Einnahmen und den Ausgaben mit 1 683 884.— DM ab. Der Umlagebedarf, der durch die Kreisumlage zu decken ist, beträgt nach dem Entwurf 697 304.— DM. Er ist gegenüber dem Vorjahr mit 785 342.— DM um 88 038.— DM geringer. — Der Kreisversammlungsausschuß beschloß nach eingehender Prüfung des vorgelegten Entwurfs die von der Verwaltung vorgelegte Haushaltungssatzung und den Haushaltsplan der am 18. & M. tagenden Kreisversammlung zur Annahme zu empfehlen. — Es folgte die Vorbesprechung des Nachtragshaushaltsplans für das Rechnungsjahr 1948. Für die Zeit vom 21. 6. 1948 . bis 31. 3.. 1949 wurden die Einnahmen und Ausgaben auf 1475070.— DM festgesetzt Der Ausschuß erklärte seine Zustimmung zu dem Entwurf, der nunmehr auch der Kreisversammlung zu- zuleiten ist. — Das zur Zeit leerstehende Dienstgebäudo der Kreisverwaltung wurde von der Militärregierung nicht freigegeben. Der Ausschuß beschloß daher eine Eingabe an die Militärregierung unter eingehender Begründung mit der Bitte, ihre Entscheidung nochmals zu prüfen. - Für die Ausbildung von Obstbaumwarteu bei der- Obstbausehule auf dem Wartenberg beschloß der Kreisver- sammlungsausschuß. daß sich die Kreisver- waltung an den Kosten der Ausbildungskurse, deren Höhe noch nicht genau feststeht, mit einem Drittel beteiligt. Die Gemeinden sollen zwei Drittel der durch Entsendung eines Teilnehmers entstehenden Kosten tragen. Furtwangen. Die Generalversammlung des ASV war überaus stark besucht, die Aussprache über wichtige Punkte entsprechend rege. Der Kassenbericht legte Zeugnis davon ab, daß die Kasse mustergültig geführt wird. Die Tätigkeitsberichte der einzelnen Spartenleiter ließen erkennen, daß die sportliche Aktivität bei den Fußballern, Handballern, Turnen und Athleten teilweise beachtliche Erfolge zeitigte. Da die langjährigen Mitarbeiter Oskar Bieder und Fritz Fehrenbach nicht wieder kandidierten, wurde mit großer Mehrheit der Sportberichterstatter des Vereins, Max Poitz, zum 1. Vorsitzenden und zugleich Spartenleiter Fußball gewählt. Die Sparte Turnen übernimmt wieder Malermeister Karl Ganther und zugleich das Amt des 2. Vorsitzenden. In Albert Kern behält der ASV seinen bewährten und tüchtigen Hauptkassierer. Zum Schriftführer wählte die Versammlung Herbert Ketterer. Die Anzahl der Beisitzer wurde dem Stärkever- hältnis der jeweiligen Sparten gerecht. Bräunlingen. Aus der Kriegsgefangenschaft sind im vergangenen Jahr 40 Soldaten zurückgekehrt. In Kriegsgefangenschaft befinden sich noch . 19 ehemalige Wehrmachtsangehörige, davon 14 in Rußland und 5 in Frankreich. Die Zahl der Vermißten beträgt 44 und die Zahl der Gefallenen und in Gefangenschaft verstorbenen Soldaten 90. Kenzingen. Das offizielle Programm der Narrenzunft liegt nunmehr fest. Der „Große , Kappenabend“ in der Festhalle leitete am Dienstag, 22. Februar, mit einem reichhaltigen, närrischen Programm die Fasnet ein. Am „Schmutzigen Duaschtig“ wird um 20 Uhr vor dem Rathaus in einem feierlichen Zeremoniell der Narrenbaum erstellt. Im Anschluß daran beginnt in allen Lokalen eine frohe Fastnachtsunterhaltung, bei der die historische Ueberlieferung des Schmarrens besonders gepflegt werden soll. Mutterwitz, Schlagfertigkeit und Taktgefühl zeichneten von jeher die „Alt-Jungfere“, die Hexe und die übrigen schnurrenden „Mäschgerle“ aus. An allen folgenden Abenden hält das närrische Treiben in den Straßen und Gassen, den Wirtshäusern und Sälen der Stadt an. Am „Rosemendig“ beginnt um 3 Uhr 30 das Fastnachtstreiben der Garde und des „Elfers“. Der traditionelle Frühschoppen schließt sich an. Um 14 Uhr zieht Graf Ysenberg mit einem großen Gefolge feierlich in die von ihm vor 700 Jahren gegründete Stadt ein, über die er einige Stunden lang wieder regieren wird. Vor dem Rathaus wird er vom Hohen Elferrat empfangen. Dem Grafen zu Ehren werden dann auf dem Podium vor dem Rathaus Gauklerspiele veranstaltet. Den Höhepunkt bildet ein großer Festzug durch die Straßen der Stadt, an dem neben vielen originellen Gruppen und Einzelmasken auch der „Narresome“ sich nach Kräften beteiligen wird. Am „Fasnet-Zischtig“ wird um Mitternacht schließlich unter lautem Geheul aller Narren und Närrinnen die Fasnet vor dem Rathaus verbrannt Der Gesangverein „Eintracht- veranstaltet einen großen KostümbaU mit einem Programm voller Ueberraschungen und Prämiierung der schönsten und orginellsten Masken. — Die Schülerinnen und Schüler des Progymnasiums unter Stuöienrat Dürr bereiten auf Mittwoch einen „Fastnachts- Kabarett-Abend“ mit ebenfalls vielversprechendem, geistvollem Programm vor. Am „Fasnet-Sundig“ findet wie üblich der Feuerwehrball statt. Der Sportverein führt ein Fußballspiel einer ..Damenmannschaft“ gegen eine Elf des Vorstands durch Erstmalig erscheint auch wieder ein „Kenzinger Nar- renblättle“. Kenzingen. Mit einem „Großen Bunten Abend“ eröffnete der Sportverein am . Wochenende in zwei Vorstellungen wie im vergangenen Jahr die Reihe der Fastnachtsveranstaltungen im alten Narrenstädtchen. „Für jeden etwas“ bot das frohbeschwingfce. Ka- barettprogramm; das in der übervollen, geschmückten Festhalle über die Bretter ging. Walter Reimann hatte es mit erstaunlichem Talent und witzigen Einfällen in Szene gesetzt. Inmitten der farbenfrohen Ausstattung bewegten sich Akrobaten, Tänzerinnen, Sänger. Komiker, Humoristen und Instrumental-Solisten in bunter Folge. Besonderen Beifall fanden beim Publikum die Darbietungen der Tumergruppe unter Franz Fuß, des schwäbischen Humoristen, der beiden urkomischen Schwerathleten und Walter Koep- nicks, der mit seiner „singenden Blume“ eine äußerst seltene kabarettistische Nummer zu Gehör brachte. Die Tanzkapelle Wurfbaum verstand es meisterhaft, das Programm wirksam musikalisch zu untermalen. Den eigentlichen Höhepunkt bildete der mit allerlei technischen Raffinessen ausgestaltete Sketch „Die große Chance“, bei dem ein kühner Wunschtraum Vater des Gedankens gewesen sein mag. Teigwaren und Zucker im Februar Auch im Februar werden wie im Vormonat t'ür alle Normalverbraucher über 6 Jahren und die Teilselbstversorger in Butter, Fleisch, Fleisch und Butter je 750 g Teigwaren ausgegeben werden. Kinder von 3 bis 6 Jahren erhalten 500 g Teigwaren Die Schwerarbeiter der Gruppen I und II erhalten je 250 g, Gr. III 500 g und Gr. IV 1000 g Teigwaren als Zulage. Für werdende und stillende Mütter werden wieder 250 g Zulage ausgegeben. Die Ausgabetermine in den einzelnen Kreisen werden durch die zuständigen Ernährungsämter bekanntgegeben. Dies gilt auch für die Ausgabe des Zuckers, bei dem wieder für alle Normalverbraucher eine Monatsration von 1590 g vorgesehen ist. Die Schwerarbeiter der f >ppe I erhalten 100 g. der Gruppe II 200 g- d !' Gruppe III 450 g und der Gruppe IV 650 g Zucker zusätzlich. Für werdende und stillende Mütter sollen 456 g Zucker ausgegeben werden. I Nr. 21 / 19. 2. 48 DAS NEUE BADEN' Sitte 7 , 20.00 foral“, Eemü- , 19.0(i . is.ou r, En. 1s Ge- Jun- Fried- ä. des Ungs- ;traße •läuft, ungs- adene Klung untar über — t, • Zeit nver- aßen- und be- eitere e zu ■starb irger- iSrgen irger- 5 i Gedern eraus gung. Irabe, n tief trngs- .rbei- . der tnde- leiten — ein t ein- . Dies Izauf- ibatte 'euer- nach liehen e ge- Liste rahme ußtew ’bsten tasik- sucher odler- iri. - - ii-ger- äiburg k mit tunten Wo- i ver- tever- it Für 1. Ka~ Uv ge- gm?, liehem re ge- lsstat- innen umen- l Beiwagen , 'des urko- Koep- “ eine rer zu fbaum ;ramm en ei- aller- taltete i küh- as gs- r monat m und leisch. ausge- en er- ■beltei g. Gr. ls Zu- ; wer- 5 Aus- ämtev Aus- r alle i von er der 200 g- r 650 i llende , wer- Die Wohnungsunternehmen zum Neubau von Wohnungen Welk Der Beirat des Verbandes badischer Wohnungsunternehmen e. V. in Freiburg beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung in Weil vor allem mit Fragen des Wohnungs- neubauas und des Lastenausgleiches. Der Verbandsbeirat faßte einstimmig folgende Entschließung: „Die gemeinnützigen Wöhnungsuntemeh- men Badens haben bereits in großem Umfange Wohnungsbauprogramme aufgestellt. Darüber hinaus konnten in den verschiedensten Formen Gelder für die Bestfinanzierung bereitgestellt werden. Zur Durchführung dieser Wohnungsbauprogramme, vor allem zur Erreichung einer sozial tragbaren Miete, erwarten die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen weitgehende Unterstützung durch die? badische Regierung. Mit großem Bedauern mußte der Verbandsbeirat, feststellen, daß vom Land Baden noch keinerlei Mittel, für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt wurden, während in fast sämtlichen Ländern der Westzone teilweise erhebliche Beträge aus Haushaltsmitteln zur Förderung des sozialen Wohnungsbaues bereitgestellt werden. Um überhaupt ein Wohnungsbauprogramm — und sei dies in einem ganz bescheidenen Umfange — zur Durchführung bringen.zu können, fordert der Verbandsbeirat von der badischen Regierung die sofortige Bereitstellung von Haushaltsmitteln zur Förderung des sozialen Wohnungsbaues. Die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen Süd- badens müssen feststellen, daß in Nordbaden bereits erhebliche Forderungsbeträge für den Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden konnten. Der Verbandsbeirat hält weiterhin die Vorlage eines Gesetzes zur Sicherung von Förderungen für den Lastenausgleich zur Erfassung der Hypothekenabwertungsgewinne für nicht erforderlich. Mit der Verkündung des Lastenausgleichsgesetzes und der Durchführungsverordnung wäre ein solches Gesetz überflüssig geworden. Die Erfahrungen mit diesem Gesetz in der Bizone zeigen, daß eine schwierige Rechtskonstruktion aufgebaut würde, ohne daß hierfür in erhöhtem Ausmaße Gelder ztjfließen. Die baldige Verkündigung de« Lastenausgleichsgesetzes würde vom Verband badischer Wohnuhgsunternehmen begrüßt werden.“ Neun Millionen Zigaretten verschoben Konstanz. Der Papierfabrikant Franz Münch aus Konstanz hat nach 36stündigem Verhör bei der Zollfahndungsstelle Köln gestanden, i.tj ,den Jahren 1947-48 9 Millionen Stück Bos- co-Zigaretten aus der französischen in die britische Zone geschmuggelt zu haben, was ihm einen. Reinverdienst von 10 MilL Reichsmark einbrachte. Münch, der in Konstanz eine papierverarbeitende Fabrik hatte und 1948 Wohnungen in Köln, Marienheide und Stuttgart besaß, nutete die wirtschaftliche Lage der Nachkriegszeit aus und begann umfangreiche Kompensationsgeschäfte mit der Papiermaschinenindustrie Westdeutschlands. Er verkaufte aus dem Ruhrgebiet Maschinen an Interessenten in der französischen Zone und lieferte als Gegenleistung Zigaretten, die sogar das Interzonenamt freigegeben hatte. Als die Zigarettennachfrage der Papiermaschinenfa- briJken gesättigt war, setzte Münch die Bosco- Zigaretten auf dem schwarzen Markt ab. Die Differenz von 13 Pfg. Einkaufspreis und dem schwarzen Zwischenhändlerpreis von 1.50 bis 1.80 RM je Zigarette brachte Münch rund 10 Millionen RM „Verdienst“ ein. Den Spediteuren zahlte er 10% der beförderten V/a l ren, so daß z. B. der Fahrer eines Fernlastzuges bei einem Transport von Baden-Baden nach Bonn 250 000 Reichsmark verdiente. Die Ermittlungen umschließen einen Teilnehmerkreis von 13 weiteren beteiligten Personen, meist Kölner. Außerdem hat sich Münch auch wegen doppelten Bezuges von Lebensmittelkarten und Vergehen gegen das Währangs- gesetz zu verantworten. Der ganze Fall wird in einigen Wochen vor einem Kölner Gericht verhandelt. Er wurde aufgerollt durch die Zollfahndungsstelle, nachdem Münch bei der Währungsreform. 1,8 Millionen RM Vermögen angemeldet hatte, worauf das Finanzamt Köln Erhebungen anstellte. Pfullendorf. In der letzten Gömeinderats- sitzuae wurde die Feuerschuteabgabe zur Annahme vorgeiegt. — Dieselbe wird in 6 Stufen erhoben, und zwar beträgt der Beitrag 3.— bis 20.— DM. Die ; Einstufung erfolgt durdi den. Gemeindemt. Herangezogen zur Abgabe werden alle männlichen Einwohner zwischen dem 17. und 60, Lebensjahr. Einige Befreiungen hiervon werden durch den Gemeinde- rat befürwortet. — Auf Grund eines Sachverständigengutachtens wurde die Gestellung eines Farrens an die Gemeinde Brunnhausen verworfen. — Der Kassenstand der Stadt ver* zeichnete im Monat Januar einen leichten Vorratsrückgang gegenüber dem Monat .De- Zum Thema Preissenkungen Aus iKreisert des Eisenwarenhandels , in Baden wird uns geschrieben: „Die gegenwärtig in der Presse unter dem Motto „Sinkende Preise“ geführte leidenschaftliche' Kampagne gibt uns Veranlassung, auf einige Umstände hinsuweisen, die unseres Erachtens von den Verfassern bisher wahrscheinlich mangels der notwendigen Sach- und Fachkenntnisse verschwiegen worden sind. Man ist gegenwärtig leider kritiklos geneigt, dem Handel in seiner Gesamtheit die Verantwortung für die hohen Preise in die Schuhe zu schieben. Die verschiedentlich erhobene Forderung nach allgemeinen Käuferstreiks soll den Handel zwingen, seine Handelspannen zu kürzen, um dadurch eine Senkung dös Preisniveaus zu erreichen. Es ist leider in der Oeffentlichkeit nicht oder nur wenig bekannt, daß auf einem der wichtigsten Warengebrete, dem der Eisen- und Metallwaren, mit einem fühlbaren Nachgeben der Preise nicht gerechnet werden kann. Die Erhöhung der Kohlenpreise, die auf Veranlassung der Militärregierung von staatlicher Seite im Verordnungswege mit Wirkung vom 1. 4. 1948 eine Erhöhung der Eisenpreise am etwa 90% nach sich gezogen hat, brachte den Fabrikationsbetrieben eine ebensolche Erhöhung der Rohstoffkosten, die notwendigerweise das Fertigerzeugnis mit dieser Kostensteigerang belasten. Von dieser Seite aus kann auch in Zukunft mit keinem Nachgeben der Preise gerechnet werden, zumal die gegenwärtigen Eisenpreise von der Eisenhüttenindustrie als noch zu niedrig angesehen werden und eine weitere Erhöhung zur Deckung ihrer Unkosten ‘gefordert wird. Die französische Zone, die mit der Belieferung ihres Vormaterials fast vollständig auf das Saargebiet angewiesen ist, wird, wenn sie nicht auf die Lieferungen des Saargebietes verzichten will, bereits in allernächster Zeit eine weitere Erhöhung des Eisenpreises in Kauf nehmen müssen, da die Preise des Saargebietes vor etwa 4 Monaten den innerfranzösischen angeglichen worden sind und damit mindestens um rund 55 DM je Tonne über den deutschen Eisenpreisen zu liegen kamen. _ Preisteigemd wirkte sich bisher und wirkt sich für absehbare Zeit die schleppende und hei weitem nicht ausreichende Rohstoffversorgung aus. Infolge der dadurch bedingten schlechten Kapazitätsausnutzung der einzelnen Herstellerwerke müssen die gesteigerten Unkosten der Betriebe auf einen erheblich verringerten Warenausstoß umgelegt werden. Stromkürzungen zwingen zur Kürzung oder Verlegung der Arbeitszeit auf die Abend- and Nachtstunden. Demontage moderner Fertigungsmaschinen, Umstellung der Betriebe infolge Produktionsverbote auf bisher betriebsfremde Artikel, der Zwang zur Verwendung überalterter, reparaturbedürftiger ünd leistungsschwacherer Arbeitsgeräte haben wertere Preissteigerungen zur Folge, die vorderhand nicht ausgesdjattet werden können. Dazu .kommt eine 15—25**ige Lohneriiöhung f* 1 . eme immer noch bestehende Leistungs- -mderung des einzelnen Arbeiters um etwa * durch langjährige Unterernäh- ng. Entwöhnung der Arbeit durch Kriegsdienst, und langdauernde Gefangenschaft, was sich ebenfalls preissteigemd in jedem Betrieb auswirken muß. 1 Alle diese Faktoren bestimmen letzten Endes' den gegenwärtigen Preis der Eisenwären, ehe sie überhaupt iw die, Hand des Händlers Tung ihrer Person, — Zur Anzeige gelang- zem'ner. — Die Müllabfuhrgebühr, die vergangenes Jahr bereits eingeführt wurde, wird in Zukunft, von allen Haushaltungen erhoben; in begründeten Fällen können durch den Ge- meinderat Ausnahmen zugelassen werden. — Etwas Staub hat der folgende Punkt aufgewirbelt, der die Verlegung der Zigeunerwohnungen vom alten Bad nach dem Bergwald regeln sollte. Ein Einspruch der Landwirte in Bergwaldnähe wurde verworfen, da die Begründung nicht ausreichte. Die Verlegung ist zu begrüßen, denn der bisherige Wohn- platz ist eia trüber Punkt in der Ausgestaltung der städtischen Anlagen. — Die Stadtgemeinde tritt dem Verband der Elektrizitätswerke Südbadens nicht bei. — Den Kör- perbeschädigten wird im Rathaus ein Büro- ra' im mit einer Schreibmaschine zur Erledigung der schriftlichen Arbeiten zur Verfügung gestellt. Noch gut abgelaufen ist ein Unfall, der sich auf der abschüssigen Eisenbahnstraße bei dem Wohnhaus Jäger ereignete. Ein Traktor mit Anhänger überfuhr aus noch ungeklärten Gründen den Bürgersteig, wobei der nachfolgende Anhänger mit solcher Wucht aufprallte, daß der Mitfahrer auf die Straße geschleudert wurde und bewußtlos liegen blieb. Der Fahrer selbst Landwirt Fellmann vom N euweilerho c. erlitt leichtere Verletzungen. Reiselfingen. Unter dem Titel „Wenn eine Mutter betet für ihr Kind“ brachte der Gün- delwanger Kirchenchor ein Theaterstück zur Aufführung. — Nach Zusammenstellung der Viehablieferung im Jahre 1948 erhalten wir folgende Uebersicht: Gesamtablieferung 86 Stück, davon 21 Ochsen, 39 Kühe und Kal- binnen (Rinder), 21 Kälber und 5 Schweine. — Es wird beabsichtigt, einen Sportverein ins Lieben zu rufen. — Auf Grund der erst kürzlich herausgegebenen Eier-Umlage für das Jahr 1949, hat die Gemeinde eine Umlage von 40 900 Stück Eiern aufzubringen. Unglücksfall mit Todesfolge Singen. Am 14. Februar ereignete sich auf einer Großbaustelle der Baufirma Wieland innerhalb der Maggiwerke ein bedauerlicher Unglücksfall. Der ledige Maurer Dieter Scherr, wohnhaft in Singen, war auf dem Dach damit beschäftigt, ein Brett, welches zur Verschalung vorgesehen war, anzubringen, wobei er offenbar das Ueber- gewicht bekommen hat und den 15 Meter hohen Aufzugsschacht hinunterstürzte. Der Verunglückte ist kurze Zeit darauf gestorben. — Eine weibliche Person versuchte durch Einatmen von Leuchtgas sich das Leben zu nehmen. Zerrüttete Eheverhältnisse dürften das Motiv zur Tat gewesen sein. PolizefberieSrt ans Singen für die Zeit vom 7. bis 13. Februar Festgenommen wurden: 1 Person zwecks Vorführung' und 5 Personen zwecks Feststeigelangen. Diesen Tatsachen konnten sich weder die Preisbildungsstellen noch die Vertreter' der Gewerkschaften in den mehrfachen Besprechungen verschließen, die unter anderem auch eine Herabsetzung der Eisenwarenpreise zum Gegenstand hatten. Hierbei wurde immer die grundsätzliche Bereitschaft des Eisenwarenhandels hervorgehoben, nur volkswirtschaftlich vertretbare Preise zu fordern, aber auch mit allem Nachdruck betont, daß die gegenwärtigen Preise von Faktoren bestimmt werden, auf die der Eisenwarenhandel keinen Einfluß hat und die auch in absehbarer Zeit eine Preisminderung nicht zulassen werden. Solange jedoch die Einstandspreise des Eisenwarenhandels keine Senkung erfahren können, kann auch nicht mit einer irgendwie ins Gewicht fallenden Senkung erfahren können, kann auch nicht werden. Die Handelsauf Schläge des Eisenwarenhandels wurden schon in dem Bewußtsein seiner volkswirtschaftlichen Aufgabe so kalkuliert, daß eine weitere Senkung eine Gefährdung der Existenzgrundlage der einzelnen Betriebe im Gefolge haben würde. Die besonders schwierige Lage des Eisenwarenhandels der französischen Zone muß hier ganz besonder, hervorgehoben werden. Mindestens 80 % des Bedarfs an Fertigerzeugnissen aus Eisen und Metall kommen aus dem Vereinigten Wirtschaftsgebiet, Wo diese nur gegen Eisenbestellrechte vom Handel bezogen werden können. Da dem Eisenwarenhandel der französischen Zone derartige Bezugsrechte nicht zur Verfügung stehen, ist er gezwungen, wenn er überhaupt die Nachfrage nur einigermaßen befriedigen will, sich die Fertigerzeugnisse aus zweiter Hand zu höheren Preisen zu beschaffen. Entweder nutzt er diese Gelegenheit oder die Bevölkerung der französischen Zone muß auf die dringend benötigten Bedarfsartikel verzichten. Die höheren Beschaffungskosten wirken sich naturgemäß in dem Endverkaufspreis für den Käufer nachteilig aus. Die teilweise wesentliche Senkung der Preise für Luxusartikel, die nach den Weihnachtsfeiertagen emgetreten ist, kann kein Gradmesser für die allgemeine Preispolitik sein. Es ist daher falsch, auf Grund solcher Preissenkungen eine Psychose zu entwickeln, die an den harten Gesetzen der Wirklichkeit doch wieder scheitern muß. Es besteht leider keine Aussicht, daß auf dem Gebiet der Etsen- und Metallwaren und damit auch für Haus- und Küchengeräte in absehbarer Zeit mit einer durchgreifenden Preissenkung gerechnet werden kann. Eine Verbilligung dieser Waren kann erst ein- treten, wenn sich die Rohstoffversorgung entscheidend bessert und die Rohstoffpreise eine Senkung erfahren, wenn die Herstellerbetriebe in die Lage versetzt werden, wieder rationeller zu arbeiten, die Energieversorgung normalen Anforderungen entspricht und schließlich die Arbeitsleistung die Vorkriegshöhe wieder erreicht hat." ten: 5 Personen wegen Uebertretung der STVO, und 2 Personen wegen Uebertretung der STVZO., 2 Personen wegen groben Unfugs, 1 Minderjähriger, weil er in der Oeffentlichkeit Zigaretten rauchte und 1 Person wegen Nichteinhaltung der Reichsmeldeordnung. Die Radfahrer und Radfahrerinnen werden nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß das Herumstehen ipit Fahrrädern auf Gehwegen vor Schaufenstern und das Führen von Fahrrädern auf Gehwegen erhebliche Verkehrsbehinderungen und Belästigungen des Fußgängerverkehrs sind. Die Polizeibeamten sind angewiesen, gegen Säumige mit gebührenpflichtigen Verwarnungen einzuschreiten und gegen Widerspenstige Strafanzeige vorzulegen. Ausgabe der Lebensmittelkarten Singen. Ab Montag, 21. Februar, gelangen in den Räumn der Bezugscheinstelle (Ekker hardstraße 10) die Lebensmittelkarten für März zur Ausgabe. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Vorlage der Arbeitsmeldekarten nach wie vor erforderlich ist. Alle Einwohner werden gebeten, ihre Karten an den vorgesehenen Tagen abzuholen. Das Rundhinkprogramm Südwestfunk Tägliche Sendungen: 6.00. 7.00. 8.60, 1286, 18.80, 22.00 und 20.00 Uhr Nachrichten, 6.10—7.00 Frühkonzert. 7.15 Familienfunk (außer So.), 7.30 Sing schon am Morgen. 8.15—8.30. 11.30—12 00, 12.45-13.00, 18.15— 19.00 Eigenprogramm der Studios des SWF. 8.39 Nachrichten in französischer Sprache. 8.50 Wiederholung des franz. Sprachunterrichts vom Vortag, 13.45, 22.15 Französische Sendung in deutscher Sprache, 17.15 Französisch im Südwestfunk. 18.00—18.13 Nachrichten aus allen Zonen, 19.30—20.00 Die Tribüne der Zeit. 19. 2.: 12.10: Mittagskonzert aus Freiburg. 13.15: Musik nach Tisch. 14.15: Wir jungen Menschen. 14.45: Briefmarkenecke aus Kaiserslautern. 16.00: Unser Samstag-Nachmittag. 17.30: Vergnügtes Rätselraten. 19.00: Innenpolitischer Kommentar. 1915: Auf der Harmonika. 20.00: Unser Samstag-Abend. 22.38: Der SWF bittet zum Tanz. 0.15: Samstag nach Mitternacht. 28. 2.: 9.30t Das Unvergängliche. 11.00: Die Aula. 11.30: Musik zum Sonntag-Vormittag. 12.10: Mittagskonzert mit Operettenmusik. 13.15: Aus französischen Operetten. 14.15: Frohe Melodien. 15.00: Kinderfunk. 15.30: Aus Freiburg: „S’ gobt dr’gege’.“ 16.15: Dichtung der Zeit. 16.30: , „Lach*, tanz’ und sing’!" 17.00: Wagner: „Der fliegende Holländer“. 19.15: Kinoorgel. 20.00: Werke von Joh. Strauß, Zeller, Lehar. 21.00: Politische Wochenschau. 21,15: Wir tanzen. 22.15: Sport am Sonntag. 22.30: Wir erfüllen Hörerwünsche. 21. 2.: 12.10: Mittagskonzert aus Kaiserslautem. 13.15: Musik nach Tisch aus Koblenz. 14.15: Unterhaltungsmusik. 16.00: Musik am Nachmittag. 17.30: Solistenkonzert, 19.00: Bücherschau. 19.15:. Musik und Sport. 20.00: Musik für Dich. 20.45: Probleme der Zeit. 21.00: Aus der Welt der Oper. 22.30: Einkehr im Geist. 23.15: Melodie der Völker: Armenien. 23.30: Ganz leis’ erklingt Musik .... Schweizerischer Landessender Beromünster 19. 2.: 12J5: Die sportlichen Veranstaltungen. 12.50; Tonfilm- und Operetten-Schlager. 13.60: Schlagzeilen — Schlaglichter. 13.45: Musik aus dem Sensegebiet. 14.00: Das Sensler-Jahr: Februar. Hörfolge. 15.00; Mohammed Abu Rida erzählt vom Nil. 15.30: Volks- tüml. Stunde. 16.15: Tessiner Kalender. 16.30: Kapelle Jean Louis. 17.30: Exotische Freunde im Zoo; Wölfe. 18.00: Chorkonzert. 18.30: Studenten am Mikrophon. 19.10: G.'F. Händel: Violinsonate Nr. 3 in F-dur. 19.40: Echo der Zeit. 20.00: Ländlermusik. 20.15: Der Dritte Samstag. 22.05: Joh. Brahms: Streichquintett in. G-dur, op. 111. 20. 2.: 12.30: Nachrichten. 12.40: Mittagskonzert» 14.45: Zither-Duette. 15.00: Polka, Rheinländer. Ga» lopp. 15.20: Fußballreportage. 16.10: Virtuose Aktor* deon-Spieler. 16.25: Unterhaltungsorchester, 17.af Zur Erinnerung an Georg Kuhlenkampff f. 18Aöc Gespräche zwischen den Zeiten. 19.30: Nachrichten, Sport, Zeitecho. 20.00: Musik .auf zwei Klavieren. 20.20: Paris im Zwielicht. 21.30: Französische Orchestermusik. 22.00; Nachrichten. 22.05: „Sei getrost“. 21. 2.: 12.30: Nachrichten. 17.00: Konzert der Kammermusik-Vereinigung. 17.30: Kinderstunde. 18.90: „Der gestiefelte Kater“. 18.15: Tanzweisen. 18.30: Montagskonzert. 19.30: Nachrichten, Echo der Zeit. 20.00: Das Basler Wunschkonzert. 20.30: Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“. 21.00: Beromünster gibt Auskunft. 21.15: Klaviermusik. 21.45: Wochenrückblick. 22.00; Nachrichten. 22.05: Kostbarkeiten der Diskothek: Sinfonie des Psalmes. STÄDTISCHE BEKANNTMACHUNGEN Freiburg i.Br. Ausgabe der Lebensmittelkarten März 1949 — 47. Zuteilungsperiode Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Ausgabezeiten Innenbezirke, Haslach, St. Georgen Zähringen u. Günterstal 22. 2. 49 : 23. 2. 49 : 24. 2. 49 : 25. 2. 8—16 8—16 8—16 8—16 Uhr 8—16 3—16 — — Uhr Littenweiler u. Betzenhausen — — 3—16 8—16 Uhr Die Ausgabelokale sind aus den Aushängen in den Einzelhandelsgeschäften zu ersehen. Es wird darauf hingewiesen, daß männliche Personen vom 14. bis 65. Lebensjahr und die weiblichen Personen vom 15. bis 50. Lebensjahr Lebensmittelkarten nur ausgehändigt erhalten, wenn die .Meldekarten für den Arbeitseinsatz“ mit dem Bestätigungsvermerk des Arbeitgebers oder des Arbeitsamtes vorgelegt werden. Zur besonderen Beachtung! Die Lebensmittelkarten sind an den vorgesehenen Tagen abzu- holen. Für nachträglich abgeholte Lebensmittelkarten wird eine Gebühr von DM 0,50 pro Haushalt erhoben. Freiburg i. Br. den 16. Februar 1949 Ernährungsamt Freiburg-Stadt (3-72) twUt ktuveeo- A^hhjSyjJrt ✓&-S-0&.L4 styCUr* STELLENANGEBOTE Verdiensteifrige Damen u. Herren, rührig und gewandt, f. Abonn.- Werb. an beste Zeitschriften sofort ges. Ang. unt. Nr. 3-67 D an „Pas Neue Baden“, Lahr. Für solid. Unternehmen suche ich an allen Orten rührige, mit Ausdauer arbeitende Vertreter, Vertreterinnen, geeignet für: Kriegsversehrte, für ausbaufähige Sache bei gutem Verdienst. Nur gut empfohlene Personen wollen sich sehriftl. unter Nr. 3-74 M bei der Geschäftsstelle „Das Neue Baden“, Lahr, melden. Täglich 10.— bis 20.— DM Barverdienst. durch leichtes Verteilen und Kassieren oder schriftliche Heimarbeit. Erich Heitz, Rastatt, Lützower Straße 7. Rückporto in bar erwünscht. (3-65) Heimarbeit, hoher Verdienst, für jedermann ausführbar, leichte Tätigkeit. Näh. unt. Einsendung von 1.— DM Unk.-Beitr. i. Brief. Ed. Pfefferte, (17b) Untermünstertal, Münster 119. 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Repar.-Werkstätte Telefon 2166 Kaiser-Joseph-Str. 249 Seitdem in alter Zeit hochbeladene Wagen über die schwere, eisenbeschlagene Zugbrücke am Martinstor in die Stadt Einlaß fanden, hat dieses seine wirtschaftliche Bedeutung , nicht verloren. Von den Zerstörungen des Krieges verschont, gilt es heute als markantes Wahrzeichen für Freibuigs Handel und Wandel, und ist für nah und fern zum Begriff vielseitigen Angebots für Waren aller Art geworden, das auch wählerische Käufer nicht enttäuscht. - , 1 Alfred Fuchs Gummi Fuchs Kaiser-Joseph Straße 243 finnisches Schwitzbad gegen* Grippe, Rheuma usw. Täglich für Herren geöffnet von 9 bis 12 und 14 bis 19 Uhr aufjer Dienstag und Donnerstag für Damen (*3-69) Kurbadeanstalt Schreiner 8 «Msi# Utmtecc- Svüefo.'A styCütrl Saunabad m Lörracher Möbelhaus KARL GRESNER, Heiungsbau, Lörrach Bergstraße 36 (beim Kinderspielplatz - - Telefon 2182 dcHkU und Stiftm wieder lieferbar Richard Daifler & Co., lörrath, Schwarzwaidstr. 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Kammerkonzert des Oskar-Schmidt- Quartetts Mi. 23. 2. 20.00—22.15 Moral 8. Mi-Miete A Do. 24 . 2. 20.00—22.30 Zum letzten Maie! 7. Do-Miete B Herr Puntila undisein Knecht Sa. 26. 2. 20.00—22,30 Erstaufführung! \ Amphitryon 38 \ So. 27. 2. 15.00—17.15 Moral „ 20.00—22.30 Amphitryon 38 Die PlatzrMeter werden darauf hingewiesen, daß das bunte Programm „Lachender Globus" nicht als Abonnements-Vorstellung gegeben wird. (8-71) Freudestrahlend verlaßt sie das Geschäft, aber daheim erst stellt sie fest, daß der Verkäufer ihr stillschweigend ein ganz anderes Damenbinden = Erzeugms eingepackt hat, obwohl sie doch ausdrücklich „Cameiia“ verlangte. „Camelta“ ist nämlich nur die "im »CameHa“«Werk auf= grund jahrzehntelanger Erfahrungen hergestellte ideale Keform = Damenbinde. Bestehen Sie also auf der hygienischen blauen Schachleipackung Sie wissen doch.- „Cameiia ‘ gibt allen Frauen Sicherheit und Selbstvertrauen! 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