Erscheint 3 roal wöchentlich — Bezugspreis: DM 2 .— einschl. Trägerlohn, DM 2.20 bei Postbezug — Gültige Anzeigen - Preisliste 5 Telefon Nr. 2365 - Telegramm-Adresse 1 „Neubaden, tahr/Sohw.'* ßretögau * Schroarzroalö * ßoOenfee ORGAN DER DEMOKRATISCHEN PARTEI FÜR POLITIK, WIRTSCHAFT UND KULTUR NB. 71/3. JAHEG SAMSTAG, DEN 25. JUNI 1949 PREIS 20 PFENNIG Die Wahl zum ersten Bundestag Wählerlisten liegen von 18. — 24. Juli auf / Landesergänzungslisten nur für politische Parteien / Keine Verbindung von Wahlvorschlagslisten Mengenmäßige Produktionssteigerung — Devisenerleichterungen im Grenzverkehr — Taifun fordert Menschenleben Die Wahl zum ersten Bundestag erfolgt am 14. August. Maßgebend für die Durchführung der Wahl sind das Wahlgesetz zum ersten Bundestag und zur ersten Bundesversammlung der Bundesrepublik Deutschland vom 15. Juni 1949, die Verordnung Nr. 216 des . Oberbefehlshabers der französischen Besatzungszone betreffend Wahl von gewissen Angehörigen des öffentlichen Dienstes zum ersten Bundestag vom 2. Juni 1949 und die von der badischen Landesregierung am 17. Juni 1949 verabschiedete Landeswahlordnung. Das Land Baden wurde durch einstimmigen Beschluß des dafür zuständigen Ausschusses des Badischen Landtags in sieben Wahlkreise eingeteilt. Sämtliche wahlrechtlichen Bestimmungen wurden in einer besonderen Nummer des Bad. Gesetz- und Verordnungsblattes zusammengefaßt veröffentlicht. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen, welche das 21. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens drei Monaten vor dem Wahltag ihren Wohnsitz im Bundesgebiet haben. Wahlberechtigt sind auch die Flüchtlinge deutscher Volkszugehörigkeit. Vom Wahlrecht ausgeschlossen sind insbesondere diejenigen Personen, welche nach den landesrechtlichen Entnazifizierungsbestimmun- den das aktive Wahlrecht verloren haben. Wählen kann nur, wer in einer Wählerliste oder Wahlkartei eingetragen ist oder einen Wahlschein besitzt. Wahlscheine werden an solche Personen ausgestellt, welche am Wahltag aus dringenden Gründen von ihrem Wohnort abwesend sein müssen. Ein Wahlschein gilt für alle Wahlbezirke des Landes Baden. Wählbar sind alle Personen, die am Wahltag 25 Jahre alt sind, seit mindestens einem Jahr die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Flüchtlingseigenschaft besitzen und nach dem Landeswahlgesetz zum Bad. Landtag wählbar sind. Eine besatzungsrechtliche Ausnahmebestimmung gilt für Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes. Sie können kandidieren und auch gewählt werden, scheiden jedoch entsprechend den "Bestimmungen der Verordnung Nr. 216 des Oberkommandierenden der französischen Besatzungszone mit der Annahme der Wahl ohne weiteres aus dem öffentlichen Dienst aus. Auf Personen, die ein Ehrenamt bekleiden, also z. B. auf nichtbesoldete Bürgermeister, auf Personen, die keine feste Besoldung beziehen, auf Hochschullehrer und auf Geistliche findet diese Sondervorschrift keine Anwendung. Die von der Landesregierung erlassene Landeswahlordnung regelt im wesentlichen die technischen Durchführungen der Wahl. Sie wurde eng an die bereits bestehende allgemeine Landeswahlordnung angeglichen. Jeder Wahlkreis ist in Wahlbezirke eingeteilt. Grundsätzlich bildet jede einzelne Gemeinde einen Wahlbezirk. Größere Gemeinden können in mehrere Wahlbezirke zerlegt v/erden. Beim Landeswahlleiter wurde der Landeswahlausschuß gebildet. In jedem Wahlkreis wird unter dem Vorsitz des Kreiswahlleiters ein Kreiswahlausschuß, in jeder Gemeinde ein Gemeindewahlausschuß tätig. Die bei den letzten Kommunalwahlen aufgestellten Wählerlisten werden in der Zeit vom 18. bis 24. Juli öffentlich zur Einsicht aufgelegt. In den Gemeinden mit mehr als 2 000 Einwohnern wird jede in die Wählerliste eingetragene Person spätestens am 11, Juli durch die sog. Wahlkarte von der Eintragung benachrichtigt. Gegen den Inhalt der Wählerliste ist Einspruch an den Gem'ein- dewahlausschuß und Beschwerde an den Kreiswahlausschuß zulässig. Die Wählerliste wird am 13. August, 18 Uhr, abgeschlossen. Die Wahlscheine werden vom Gemeindewahlleiter des Wohnortes ausgestellt. Besondere Vorschriften enthält das Bundeswahlgesetz und die Wahlordnung über die Einreichung der Kreiswahlvorschlagslisten und der Landesergänzungsvorschlagslisten. Letztere können nur von politischen Parteien vorgelegt werden, Kreiswahlvorsehlagslisten können auch in freier Weise eingereicht werden, jedoch müssen solche Vorschlagslisten von mindestens 500 Wählern der gleichen Wahlkreise unterschrieben sein. Eine Kreiswahlvorschlagsliste darf nur einen Bewerber enthalten, die Zahl der Bewerber auf einer Landesergänzungsvorschlagsliste ist nicht besbhränkt. Die Aufstellung von Kandidaten für Wahlkreise und Landesergänzungsvorschlagslisten muß in geheimer Abstimmung in einer ordnungsmäßig einberufenen und beschlußfähigen Versammlung der betreffenden politischen Partei erfolgen. Die Verbindung von Wahlvor schlagslisten mehrerer Parteien ist unstatthaft. Den Wahlvorschlagslisten sind bestimmte Unterlagen beizufügen. Es ist besonders darauf hinzuweisen, daß diese Unterlagen termingemäß vollständig vorliegen müssen, da eine spätere Bereinigung von Mängeln nicht statthaft ist. Die Wahlvorschlagslisten werden von den Kreiswahlausschüssen bzw. von Bevin lehnt ab Es bleibt bei der Demontage — Englische Arbeiterpartei nicht zur Versöhnung bereit _ London." Außenminister Bevin lehnte hn britischen Unterhaus den Antrag des konservativen Abgeordneten Thomas, die Demontage der Werke zur Herstellung von synthetischem Treibstoff nach dem Fischer-Tropsch- Verfahren einzustellen, ab. Bevin bemerkte Jabei, die Abgeordneten möchten in ihrem Herzen noch etwas Platz für die Opfer bewahren, die Deutschland durch den Krieg in England verursacht habe. Bei Krupp wird wieder demontiert Düsseldorf. Der Demontageaufschub bei der Kruppschen Gußstahlfabrik in Essen ist am Donnerstag von der Militärregierung rückgängig gemacht worden. Die Demontage soll in Kürze beginnen. Der Aufschub war gewährt worden, weil Verhandlungen über einen Verkauf des Werkes an die südafrikanische Staatseisenbahn stattfanden. Die südafrikanische Regierung hat jedoch jetzt ihr Desinteresse an dem Werk mitgeteilt. Deutsche Austauschvorschläge Düsseldorf. In den General B i s h o p überreichten deutschen Aus tausch Vorschlägen für die Demontage-Objekte Henrichs-Hütte (Hattingen), Niederrheinische Hütte (Duisburg- Hochfeld) und die Charlottenhütte (Niederscheiden) sind als Austauschobjekte gleichartige Anlagen des Hüttenwerks Union Dortmund, der Westfalennütte Dortmund und des Hochofenwerks Wissen (Sieg) enthalten. Für die Werke in Hattingen und Duisburg wii'd um die Erhaltung einer Stahlkapazität BPn monatlich zusammen 25000 Tonnen gebeten, wofür entsprechende Kapazitäten der beiden Dortmunder Hüttenwerke angeboten. werden. Wirtschattsrat an Westmächte Frankfurt. In seiner 38. Vollversammlung faßte der Wirtschaftsrat am Donnerstag bei drei Stimmenthaltung der Kommunisten eine Entschließung, in der an die Regierungen der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs ein Appell gerichtet wird, den „zerstörenden Maßnahmen“ der Demontage Einhalt zu gebieten und der Bevölkerung Westdeutschlands den Glauben an eine Neuordnung Europas im Sinne nicht nur einer politischen, sondern auch einer wirtschaftlichen Demokratie zu erhalten. Vor der Annahme der Entschließung hatten sich Sprecher aller Fraktionen in scharfer Form, jedoch mit rein sachlichen Argumenten gegen die, wie der Sprecher der FDP, Franz Blücher, es formulierte, „Gestalt gewordene Unvernunft“ der Demontagen gewandt. In der Entschließung wird weiter gesagt, daß die mit dem Fortgang der Demontagen verbundene Verminderung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Westdeutschlands in einer Stunde, in der die Bundesrepublik Deutschland in wenigen Wochen Wirklichkeit werden solle, als untragbar empfunden werden müsse und daß die Kontrolleinriehtühgen der Besatzungsmächte sowie die aufrichtige deutsche Mitarbeit im europäischen Geiste jede Gewähr der Sicherheit gegen Wiederaufrüstung böten. dem Landeswahlausschuß geprüft, festgestellt und öffentlich bekanntgegeben. An den bisherigen Bestimmungen über die Einrichtung der Wahllokale, über die Stimmabgabe und Stimmzählung usw. hat sich nichts geändert. Für Anstalten und Heime sind besondere, die Wahldurchführung erleichternde Bestimmungen vorgesehen. Die Wahlergebnisse werden raschestens an den Landeswahlleiter und von ihm an die Ministerpräsidenten weitergeleitet.' Das Bundeswahlgesetz sieht Strafbestimmungen für Handlungen vor, welche geeignet sind, das Wahlergebnis zu verfälschen. Bestraft wird insbesondere, wer ohne Wahlberechtigung wählt oder wer in mehr als einem Wahlbezirk oder wer unter falschem Namen wählt. Elf Abgeordnete für Baden Errechnung und Zuteilung der Mandate Im Land Baden sind elf Abgeordnete zu wählen. Entsprechend der Ermächtigung in § 8, Absatz 2 des Bundeswahlgesetzes hat die Landesregierung hiervon sieben Sitze auf Wahlkreise und vier Sitze auf die Landesergänzungsvorschlagslisten verteilt. Die Errechnung und Zuteilung der Mandate erfolgt nach einem aus Mehrheitsund Verhältniswahl kombinierten Verfahren. In jedem Wahlkreis wird ein Abgeordneter gewählt, gewählt ist der Bewerber mit der höchsten gültigen Stimmenzahl. Die auf die einzelnen Parteien entfallenden Mandate werden in folgender Weise errechnet: alle im Lande abgegebenen Stimmen werden zunächst für jede Partei gesondert zusammengezählt. Aus diesen Summen werden nach dem Höchstzahlverfahren elf Höchstzahlen ermittelt, und jeder Partei die ihr zustehenden Mandate zugeteilt. Von der für jede Partei auf diese Weise ermittelten Zahl wird die Zahl der von ihr in den Wahlkreisen errungenen Mandate abgerechnet. Die ihr dann noch* zustehenden Sitze aus ihrer Landesergänzungsvorschlagsliste werden in der Reihenfolge der Bewerber dieser Liste besetzt. Erringt eine Partei in den Wahlkreisen mehr Mandate, als ihr, auf Grund der Berechnung nach dem Höchstzahlverfahren zustehen, so verbleiben ihr die in den Wahlkreisen errungenen Mandate. Die übrigen Parteien behalten ihre Mandate. In einem solchen Falle erhöht sich deshalb die Gesamtzahl der für das Land Baden vorgesehenen Abgeordnetensitze um den Unterschied zwischen der Zahl der Sitze, welche dieser Partei nach dem Höchstzahlverfahren zustehen würden, und der Anzahl der Sitze, welche sie tatsächlich in den Wahlkreisen errungen hat. Legt man als theoretische Annahme die Wahlergebnisse der Kreiswahlen im November 1948 zugrunde, so würden nach dem Höchstzahlverfahren auf die CDU sechs Sitze, auf die SPD drei Sitze und auf die FDP zwei Sitze entfallen. Beim Ausscheiden eines auf einer Landesergänzungsvorschlagsliste gewählten Abgeordneten rückt der nächste Bewerber nach, beim Ausscheiden eines in einem Wahlkreis gewählten Abgeordneten findet Nachwahl statt. Eine Partei mit einer Gesamtstimmenzahl von weniger als 5 v. H. der im Lande abgegebenen gültigen Stimmen wird bei der Errechnung und Zuteilung der Mandate nicht berücksichtigt, es sei denn, daß sie in einem Wahlkreis des Landes ‘ein Mandat errungen hat. Flugzeug stürzt brennend ins Meer Bari. Ein holländisches Passagierflugzeug der Linie Amsterdam — Batavia stürzte am Donnerstag vor der Küste von Bari brennend in das Meer. Die verbrannten und verstümmelten Körper von 33 Opfern konnten geborgen werden. Unter ihnen befinden sich drei Säuglinge. Die Körper der Toten sind teilweise bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Da auch Dokumente und Ausweispapiere verbrannten, wird die Identifizierung große Schwierigkeiten bereiten. Eine Ursache der Flugzeugkatastrophe ist bisher nicht bekannt, es ist lediglich beobachtet worden, daß sich etwa 5 Kilometer vor der italienischjen Küste an Bord des Flugzeuges eine Explosion ereignet hatte, worauf die Maschine sofort ins Meer gestürzt war. Umfangreiche Rettungsaktionen wurden sofort eingeleitet, wobei auch Taucher zur Verfügung standen. Nach Mitteilung italienischer Luftfahrtbehörden hat das Flugzeug vor zwei Tagen Batavia (Niederländisch-Ostindien) verlassen. Seine letzte Zwischenlandung erfolgte in Athen. Feriengäste beobachteten, daß der Pilot das beschädigte Flugzeug, das schon in geringer Höhe über dem Hafen und den Häusern von Bari flog, auf die offene See zu bringen versuchte. Ueber der offenen See geriet die Maschine dann offensichtlich völlig außer Kontrolle. Das Flugzeug überschlug sich zweimal, worauf Tragflächen und Ruder abbrachen. Sekunden später stürzte es brennend und qualmend ins Meer. MarksKurs steigt weiter Nachfrage nach deutschen Anleihen Basel. An der Basler Börse wurden am 23. Juni 78 Schweizer Franken für 100 DM gezahlt, während am Vortage 76 sfrs. notiert wurden. Im Zusammenhang mit dem erneuten Kursanstieg hat am schweizerischen Obligationenmarkt auch eine Nachfrage nach deutschen Anleihen eingesetzt und zu Kurssteigerungen geführt. Auch die nach Deutschland orientierten Trust-Obligationen rückten weiter vor. Wieder Jagd im Lande Baden Der verpatzte Staatsetat — Ein Landesjagdgesetz vom Landtag angenommen munisten wollen Jungärzte vor den Parteikarren spannen Freiburg (Eig. Bericht). „Meine Herren, ich bin meines Amtes eigentlich ein Schulmeister. Sie werden fragen, was geht das die Geschäftsordnung an? Das will ich Ihnen sogleich sagen: Geschäftsordnung erinnert an Schulordnung.“ Die Worte, mit denen sich vor hundert Jahren in der Paulskirche der Ulmer Abgeordnete Häßler einführte, hätte ebenso Landtagspräsident Dr. Person sagen können, der vielleicht ebenfalls von der Praxis der Schulordnung seine Meisterschaft in der Steuerung des südbadischen Parlaments herleiten kann. Jedenfalls ist es seinem Geschick gelungen daß . der ungeschickte Mißtrauensantrag der Kommunisten in den Eimer ging. Wie dieser Mißtrauensantrag war auch die Beratung des Staatshaushaltes 1948 verpatzt. Es dürfte überhaupt ein Novum der deutschen Parlamentsgeschichte sein, daß sogar die Regierungspartei den Positionen die Zustimmung versagt und den Haushalt nur deswegen billigt, um dem nächsten Etat die formale Grundlage zu schaffen. Die anderen Parteien des Landtags hatten recht gewichtige Gründe für die Ablehnung des Haushalts in das Feld zu führen. Der Sprecher der Sozialdemokratie erinnerte daran, daß seine Partei dem Staatspräsidenten wegen seiner ganzen Politik das Vertrauen versage und die Regierung durch Nichtausführung von Landtagsb-srchlüssen verschiedentlich ihre Mißachtung gegenüber dem Landtag zum Ausdruck gebracht habe. Den Kern der Sache traf aber wohl am besten der demokratische Abgeordnete Vortisch, der folgende Erklärung abgab: „Die Demokratische Fraktion lehnt aus mehrfach erörterten sachlichen Gründen die Posten des außerordentlichen Budgets ab, die sich auf die Besatzungslasten beziehen. Die Fraktion der Demokratischen Partei lehnt darüber hinaus den Landeshaushalt 1948/49 überhaupt ab, weil sie aus grundsätzlichen Erwägungen der Regierung kein Budget bewilligt, da diese das Vertrauen unserer Fraktion nicht genießt“. So wurde schließlich der Haushaltsplan gegen die Stimmen der Demokratischen und Sozialdemokratischen Partei sowie der kommunistischen Gruppe nur : mit vier Mehrstim- tnen der CDU angenommen. (Fortsetzung auf Seite 2) Seile 2 Jb A Sä m jl u ü B A .ü ü. Endlich ein Landesjagdgesetz (Fortsetzung von Seite 1) Dann trat das Haus in die Beratung verschiedener Regierungsvorlagen ein, deren bedeutendste unter Berücksichtigung der Wildschweinplage das „Landesgestz über die Jagd im Lande Baden“ ist. Es ist das Verdienst des Landesvorsitzenden der Demokratischen Partei, des Abg. Dr. Waeldin — er sprach übrigens als einziger von allen Parteien —, die Bedeutung dieses Gesetzes in das rechte Licht gerückt zu haben. Er stellte allerdings eingangs fest, daß es sich hier eigentlich um eine Materie handle, die auf der Bundesebene geregelt werden müßte, so daß dem früheren Reichsjagdgesetz gegenüber Landesjagdgesetze einen Rückschritt bedeuteten. Dieses Gesetz, führte Dr. Waeldin aus, ist notwendig, es schafft geordnete Verhältnisse und bildet die Voraussetzung dafür, daß deutschen Jägern in hoffentlich nicht allzuferner Zeit das Jagdrecht zurückgegeben und damit die einzige Möglichkeit geschaffen wird, der rapid zunehmenden Wildschweinplage zu begegnen. Er räumte auch mit dem Vorurteil auf, daß die Ausübung der Jagd nur „gewissen privilegierten Kreisen“ Vorbehalten sei, denn 1940 entfielen in Südbaden von 1943 Jagdscheinen 22,9 v. H. auf Bauern und Landwirte, 1,4 v. H. auf Offiziere, 13,9 v. H. auf Beamte und Pensionäre, 38,1 v. H. auf Angehörige freier Berufe, 8,8 v. H. auf Handwerker, 4,7 v. H. auf Arbeiter und 10,2 v. H. auf Jagdaufseher. Es treffe auch nicht zu, daß die frühere deutsche Jägerschaft nationalsozialistisch gewesen sei, denn sonst hätte sie „SS-Jägerschaft“ geheißen. Schon lange vor 1933 sei das Reichsjagdgesetz auf Grund der Forderungen der deutschen Jägerschaft entstanden. Zum Abschluß dev Pariser Konferenz Vergangene Woche gab der französische Außenminister Robert SChuman im Iranzösischen Außenministerium am Quai d’Orsay Zu Ehren der Außenminister der vier Großmächte ein Essen. Unser Bild zeigt V. 1. n. r. die Außenminister Ernest Bevin (England), Dean Acheson (USA), Andrei Wyschinski (UdSSR) und Robert Schumann (Frankreich). Manches sei an der Vorlage auszusetzen, aber sie müsse verabschiedet werden, damit endlich Ordnung in die jagdlichen Verhältnisse komme. Ein demokratischer Antrag verlange, daß die Entscheidung über Ausstellung oder Verweigerung eines Jagdpasses nicht allein der Verwaltungsbürokratie überlassen werde, sondern fordere eine vorherige Prüfung der Jagdwürdigkeit und Zuverlässigkeit, die sich auch die Militärregierung vor Erteilung eines Jagdpasses durch ihre Organe Vorbehalten habe. Die Bildung einer Badischen Jägervereinigung muß unverzüglich in Angriff genommen werden, damit ihre Vertreter in die Jagdbeiräte gewählt werden könnten. Die Militärregierung hat zugesagt, sie werde nach Inkrafttreten des Gesetzes eine Neuregelung der jagdlichen Verhältnisse vornehmen. Dies wäre schon deswegen dringend zu wünschen, damit die Diskriminierung der deutschen Jäger aufhöre. Wir wollen hoffen, daß Deutsche wieder das Jagdrecht und die Jagdhut ausüben dürfen, die deutschen Jäger wieder Waffen erhalten, damit endlich die dazu Berechtigten in die Lage versetzt werden, dem. Ueberhandnehmen des Schwarzwildes zu begegnen. Das Gesetz wurde daraufhin in erster und zweiter Lesung einstimmig angenommen. Leidenschaftlicher, als es der Bedeutung des Gesetzes zukommt, setzten sich dann die Redner der Parteien mit dem Gesetz über gemeindliche Wohnranmabgabe auseinander. Schon bisher hatten verschiedene Gemeinden die Absicht, durch Gemeindesatzung eine Wohnraumabgabe zu erheben, um mit dieser den dringend notwendigen Wohnungsbau zu fördern. Da aber Sondersteuern auf Wohnungen gesetzlich nicht erhoben werden durften, will die Regierung nun für die Einführung dieser Abgabe die gesetzliche Grundlage schaffen. „Eine neue Massensteuer“ nannte der Kommunist Büche den Gesetzentwurf, obwohl dieser weder die Massen erfaßt, noch eine Gemeinde zwingt, eine derartige Abgabe über he jpt einzuführen. Im Gegensatz zu den Kommunisten verschloß sich keine andere Partei der.Notwendigkeit, für den Wohnungsbau Mittel flüssig zu machen. Für die Demokratische Partei begründete Abg. M e n g e s deren Zustimmung und betonte, daß auch der Arbeiter ein Recht auf Wohnung habe. Sein Fraktionsfreund V o r t i s c h machte darauf Entwicklung der südbadischen Industrie Nur geringe Auswirkung der Reinigungskrise— 92 Proz. des Beschäftigtenstandes von 1936 Ueber die Entwicklung der badischen Industrie im vergangenen Monat entnehmen wir dem Monatsbericht für Mai 1949 der Industriestatistik folgende aufschlußreiche Einzelheiten: Im gesamten gesehen hat die badische Industrie während der letzten Monate eine ziemlich gleichförmige Entwicklung genommen, die eine langsam, aber stetig aufsteigende Tendenz aufweist. Die durch den in einzelnen Industriegruppen in Erscheinung getretenen Zwang zu Rationalisierungsmaßnahmen verursachte Reinigungskrise blieb ftuf die Beschäftigungslage ohne größere Auswirkungen. Die in einem Industriezweig freigesetzten Arbeitskräfte konnten in der Regel in einem anderen Verwendung finden. Die Beschäftigungszahl lag im Berichtsmonat mit rund 119 000 um 1,2 Prozent über der Aprilzahl und erreichte damit 92 Prozent des Standes von 1936. Eine Erhöhung des Beschäftigtenstandes fand vor allem in den Industriegruppen Steine und Erden (+3,7%), NE-Metalle (+ 5,2 %), Textil (+ 3,0 %), Papiererzeugung (+ 3,0%) ferner im Maschinenbau (+ 1,9%) und in der Tabakverarbeitung (+ 3,1%) statt. Ein Rückgang der Beschäftigtenzahl trat in der Lederverarbeitung (— 12,3%) und in der holzverarbeitenden Industrie (— 3,7%) ein. In dem Bericht der Industriestatistik wird dieser Anstieg der Beschäftigten unter Berücksichtigung der Jahreszeit als verhältnismäßig gering bezeichnet, da saisonmäßig wohl eine lebhaftere Entwicklung hätte stattflnden müssen. Als Ursachen dieses — wie es in dem Bericht wörtlich heißt — beinahe als Stagnation zu bezeichnenden Zustandes werden u. a. Versorgungsengpässe und Absatzschwierigkeiten angegeben. Die geleisteten Arbeitsstunden nahmen dem Bericht zufolge von 15,9 Mill. im April auf 17,2 Mill. im Mai zu und erreichten mit dieser echten Steigerung um 3,3 Prozent 80 Prozent der während eines Durchschnittsmonates 1936 geleisteten Arbeitsstunden. An dieser Steigerung waren u. a. wiederum die Tabakverarbeitung (+ 12,7%), die Industriegruppen Textil (+ 6,5%), Bekleidüng (+ 5,9%) und die Papiererzeugung (+ 4,2%) beteiligt. Abfallende Tendenzen wiesen auch hier wieder die Lederverarbeitung und die holzverarbeitende Industrie auf. Eine zahlenmäßig nur sehr geringe Erhöhung gegenüber dem Vormonat war beim Brutto-Produktionswert der badischen Industrie zu verzeichnen, der um 5 Mill. DM auf 125,5 Mül. DM anstieg. Damit war seit Juni 1948, also seit der Währungsumstellung, ein Anstieg um 93 v. H. eingetreten, so daß sich der Index nunmehr langsam 75 v: H. des itandes ko 1990 nahem dürfte. Allerdings kann aus der nur geringfügigen Veränderung des Produktionswertes nicht die Schlußfolgerung gezogen werden, daß die Produktionsmenge sich nicht geändert hat. Der Industriebericht spricht vielmehr davon, daß sich ein Absinken der durchschnittlichen Verkaufswerte verschiedener Produkte erkennen ließ, so daß trotz mengenmäßiger Steigerung, der Produktion der Produktionswert gleichblieb oder in einzelnen Industriegruppen sogar etwas absank. Die Lage des Einzelhandels Sinkende Preise sind bessere Kontrolleure als Preisbildungsstellen Freiburg. Unter Teilnahme von etwa 150 Bezirksreferenten fand hier die Jahresversammlung des Einzelhandelsverbandes Südbaden e. V. statt. Syndikus Dr. I s t w a n n skizzierte die Gesamtentwicklung seit der Währungsreform, die sich für den Einzelhandel nicht ungünstig darstellt. Die Umsätze scheinen aber nunmehr wieder abzunehmen. Als Folge des Wettbewerbes sind die Auseinandersetzungen über die Frage der Handelsspannen ebenfalls zum Stillstand gekommen. Der Redner erklärte, die sinkenden Preise seien bessere Kontrolleure als die Preisbildungsstellen. In der anschließenden Wahl wurden Präsident Adler und die übrigen Vorstandsmitglieder einstimmig wiedergewählt. Devisenerleichterungen im Reiseverkehr Deutschland — Schweiz Basel. Im großen Reiseverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz sind erhebliche Devisenerleichterungen in Kraft getreten. Während bisher im großen Grenzverkehr das Mitführen von' deutscher Währung gänzlich verboten war, ist mit sofortiger Wirkung die Ein- und Ausfuhr von deutschem Geld bis zur Höhe von 40.— Deutschen Mark gestattet. Als bedeutsame Neuerung ist ferner die Bestimmung zu betrachten, daß die bisherige Zwangsumweehslung von 4.50 Schweizer Franken gegen 3.50 Deutsche Mark für jeden Aufenthaltstag in der französischen Zone künftig entfällt. Auch im kleinen Grenzverkehr wurden einige Erleichterungen gewährt. Während bisher pro Tag und Person ein Höchstbetrag von 5.— DM ein- oder ausgeführt werden durfte, ist den Grenzgängern in Zukunft gestattet, zusätzlich einen Bargeldhöchstbetrag des Landes, für welchen der Grenzgängerausweis ausgesteüt ist, bis zur Höhe von I amerikanischem Dollar mit sich zu führen. aufmerksam, daß das Gesetz an die Frage der Angleichung der Preise der Alt-Wohnungen an den Bauindex rühre. Der Wohnungsbau dürfe nicht ausschließliche Aufgabe der öffentlichen Hand werden, die viel teurer baue als der private Unternehmer. Die Angleichung der Reichsmarkmieten an den Bauindex sei ein moralische Verpflichtung gegenüber Flüchtlingen und Kriegsgeschädigten, wobei die Differenz für den Wohnungsbau Verwendung finden müßte. Das vorliegende Gesetz bezeichnet© der Redner als einen Anfang, das eine gewisse Drosselung des Verbrauchs unnötigen Wohnraums zur Folge habe, und begründete den Antrag, die Wohnraumabgabe auf Wohnungen zu beschränken, die am 20. Juni 1948 bezugsfertig waren. Während der demokratische Antrag gegen die Stimmen der Antragsteller und bei einer Enthaltung der CDU abgelehnt wurde, fand das Wohnraumabgabegesetz in erster und zweiter Lesung gegen die kommunistischen Stimmen bei einer Enthaltung Annahme. Mißbrauch des Jungärzte-Elends In der Nachmittagssitzung des Mittwochs wurden zunächst 17 Gesuche und Beschwerden erledigt, worauf ein kommunistischer Antrag zur Frage der Assistenzärzte an Kliniken von der Abg. Käthe Seyfried ausschließlich zu parteidemagogischen Tiraden ausgeschlachtet wurde. Ihre jeder Sachkenntnis baren Ausführungen dürften den jungen Aerzten einen recht schlechten Dienst erwiesen haben, weil sich immer mehr der Eindruck verstärkt, daß sie zu einseitigen parteipolitischen Zwecken mißbraucht werden. Mit Recht verwahrte sich Staatspräsident Wohieb, der in sichtlicher Erregung sprach, gegen die unsachlichen Unterstellungen der kommunistischen Rednerin. Durch Rundfunk und Fresse habe die Regierung vor Ergreifung des medizinischen und philosophischen Studiums gewarnt. Auch wandte er sich energisch gegen die Behauptung, die badischen Landkrankenhäuser seien schlecht verwaltet und ärztlich versorgt. Auf die Ebene der Sachlichkeit führte dann die Abg. Frau Dr. Schleyer, selbst Aerztin, die Debatte zurück. Sie ließ auch die Not der alten Aerzte anklingen, die in großem Elend leben, ohne dauernd die Oeffentlichkeit in Bewegung zu halten. Gegen die beiden kommunistischen Stimmen wurde der kommunistische Antrag mit der Bitte der Regierung überwiesen, den Jungärzten nach Maßgabe der Finanzlage des Staates zu helfen. Schließlich ersuchte der Landtag die Regierung noch, ihm alsbald ein Jugendgesetz vorzulegen. Die nächst«» Landtagssitzung findet am 12. und 13. Juli statt. Nr. VI / Ü5. 6. 49 Aufrrf der Vereinigung „Südwest“ Freiburg. Die neugegründete Vereinigung „Südwest“ für das Land Baden appellierte am Donnerstag in einem ersten Aufruf an die Bevölkerung, die Chancen der Bundesverfassung zu nutzen, um über kleine Sonderinteressen hinweg für die Schaffung eines Südweststaates einzutreten. In dem Aufruf heißt es u. a.: „Nur durch eine Verschmelzung der südwestdeutschen Länder ist die Schaffung von Verwaltungsgebieten in denen sich Industrie und Landwirtschaft in gleicher Weise ergänzen, möglich.“ KulturptennigsGesetz aufgehoben Stuttgart. Der Württemberg-badische Landtag nahm am Donnerstag den Haushaltsplan für das Jahr 1949 in Höhe von 1 718 407 050.— DM in der dritten Lesung gegen die Stimmen der KPD an. Ferner billigte er mit großer Mehrheit in drei Lesungen einen Gesetzentwurf, der das „Kulturpfennig-Gesetz“ mit Wirkung vom 1. Januar 1949 aufhebt. Die Verabschiedung dieses Gesetzentwurfes vollzog sich. unter großem Gelächter der Abgeordneten und Zwischenrufen. Krach in der CSU München. August Haußjeiter, einer der beiden Stellvertreter des CSU-Landes- vorsitzenden, hat sein Amt niedergelegt und dem Landesvorsitzenden, Ministerpräsident Dr. Hans Ehard, sein Ausscheiden aus dem CSU-Vorstand brieflich mitgeteilt. Klöster in der Slowakei geschlossen Zunehmende Priesterverhaftungen Vatikanstadt. Der Vatikansender meldet, daß die tschechoslowakische Staatspolizei kürzlich zwanzig katholische Klöster in der Slowakei geschlossen hat. Die Mönche und Nonnen wurden nach unbekanntem Bestimmungsort abtransportiert. Weiter berichtet der Sender von ständig zunehmenden Priesterverhaftungen in der Slowakei. „Im Augenblick besteht noch keine Hoffnung auf eine Besserung der Lage der Kirche in Jugoslawien“, erklärte der Vatikansender weiter. In Rom ist man der Ansicht, daß die Gerüchte von einer Freilassung des Erzbischofs von Agram, Monsignore Stepinac, und einer nachgiebigeren Haltung der Tito-Regierung gegenüber der Kirche nicht auf Tatsachen beruhen. Den Bischöfen würden bei der Ausübung ihres Amtes Schwierigkeiten gemacht. Die Angehörigen des Episkopats können nicht ohne vorherige Einholung einer besonderen Genehmigung reisen. Die Pfarrhäuser seien fast ausnahmslos beschlagnahmt. Für Taufen und Eheschließungen würden beträchtliche Steuern erhoben. Berufsoffiziere dürften^ weder ihre. Religion ausüöen noch ihre Kinder taufen lassen. Schloß Doorn wird nicht zurückgegeben Der ehemalige Wohnsitz des deutschen Kaisers nach 1918 und Eigentum der Hohenzol- lem wird nicht an seine Besitzer zurückgegeben. Diese Entscheidung fällte das zuständige holländische Gericht, bei dem der deutsche Ex-Kronprinz gegen die Entscheidung der holländischen Behörde für Verwaltung feindlichen Eigentums, mit der das Schloß zu „feindlichem Eigentum“ erklärt wurde, Einspruch erhoben hatte. Taifun über Südjapan Ueber 100 Tote — 1000 Personen noch vermißt Tokio. Ein schwerer Taifun, der in der Nacht -zum Mittwoch Südjapan heimsuchte, forderte nach bisherigen Zählungen 93 Tote und 85 Schwerverletzte. Ueber 1000 Personen werden noch vermißt. 165 Häuser wurden völlig zerstört und 370 Brücken hinweggespült. An der südjapanischen Küste kenterte durch diesen Taifun ein Küstenfahrzeug mit 130 Fahrgästen an Bord. Nur drei Personen konnten gerettet und neun Leichen geborgen werden. Achzehnfacher Mörder gefaßt Lüneburg. Nach langwierigen und jahrelangen Ermittlungen gelang es jetzt der Polizei, den 25jährigen Rudolf PI e i 1 als 18fachen Mörder zu entlarven. Das 18. und letzte Opfer war die Wirtschafterin Irene Hartmann, die am 4. September 1946 im Kreise Dannenberg ermordet aufgefunden wurde. Pleil, der in Sachsen geboren ist, befindet sich zur Zeit in Untersuchungshaft in Braunschweig. Westfälischer Wunderdoktor? Krefeld. Der „Wunderdoktor Gröning“ aus Herford in Westfalen hat nach einem Augenzeugenbericht in Viersen bei Krefeld vor einer tausendköpfigen Menschenmenge zwei Personen mit Sehstörungen wieder sehend gemacht und Lähmungen bei vier Personen beseitigt. Gröning war von einem Vier- sener Spediteur geholt worden, um seine gelähmte Frau zu heilen. Die Versuche Grö- nings, diese Frau zu heilen, mißlangen aber. Das vierjährige Kind, das von seiner Mutter auf dem Arm herbeigetragen wurde, sagte nach kurzem Zusammensein mit Gröning zu seiner Mutter: „Laß mich bitte gehen, Mutti.“ Das vorher gelähmte Kind lief seiner Mutter glatt davon. Nach ärztlicher Erklärung soll es sich um eine Art hypnotische Einwirkung handsin. Vereinigungskongreß der Eisenbahner. Der Vereinigungskongreß der 453 000 gewerkschaftlich organisierten Eisenbahner der drei Westzonen, die am Freitag durch ihre Delegierten die Verschmelzung zur „Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands“ beschließen werden, trat am Donnerstag in Stuttgart im Beisein zahlreicher in- und ausländischer Gäste zusammen. DP’s verlassen Deutschland bis 1. 7. 1950. Auf einem öffentlichen Forum in Westheim gab ein Vertreter der Militärregierung bekannt, daß nach dem IRO-Programm die in Deutschland noch wohnenden deportierten Personen bis zum 1. Juli 1950 Deutschland verlassen haben werden. Seit 1945 seien aus Deutschland 60 bis 70 Prozent ausgewandert. Textil und Leder in der Bizone frei. Der Direktor der VfW hat die noch bestehenden Vorschriften über die Bewirtschaftung von Textilrohstoffen, „reifen“ Häuten, Fellen und Leder sowie die Bestimmungen über die Verwendungsbeschränkung von Leder aufgehoben. Wetterbericht Zunehmende Gewitterneigung Die Druckgegensätze nehmen immer mehl“Sb. Das nur noch schwach ausgeprägte HochariicKg ■ biet über Westeuropa verliert damit auch langsam seinen Einfluß auf unser Wetter, und die Periode völlig störungfreien Wetters ist damit . Aussichten bis Wodienende: Zeitweise noch n ter, zeitweise auch schon stärker bewölkt und z - nehmende Neigung zur Ausbildung örtlicher Gewitter. Am Freitag nur mäßig wann. Spater wieder Tageshöchsttemperaturen von 25 Grad una darüber. „DAS NEUE BADEN' Chefredakteur: Adolf Kimmig Anschr. der Redakt.: Lahr/Schw., P°stt- 270 , Tel »» Verlag: Demokratische Verlagsges. mbH. Lahr/Sc aw. Druck: Morite Schauenburg Labr/SchwarewaM &in Zug fährt durch die Vf acht 8 . Fortsetzung „Gerade habe ich an sie gedacht, gnädige Frau, aber ich war überzeugt, daß Sie längst zur Kühe gegangen seien. Nun habe ich das Glück, Ihnen zu begegnen.“ Axel Beckmann sah die Frau an und merkte, daß irgendeine Erschütterung über sie hingegangen sein mußte, aber er las in ihren Augen, daß er nicht daran rühren dürfte, und so sprach er harmlos, in liebenswürdigem Plauderton weiter: „Ich bin in meinem Geben schon sehr viel gereist, aber das Schlafen im Zuge habe ich bis heute nicht gelernt. Und nun gar auf dieser Fahrt, die in die Heimat geht' Ich bin geduldig wie ein Kind vor Weihnachten und brauche eigentlich einen Menschen, mit dem ich darüber sprechen darf. Da ich als Mann die Berechtigung habe, Egoist zu sein, möchte ich mir diesen Wunsch erfüllen und Sie bitten, daß wir noch eine Zigarette zusammen rauchen. Wollen Sie?“ Mercedes Garcia fand nicht sofort eine Anwort. Zu stark war der Griff, der sie in das Leben zurückriß. Aber der ihn tat, war ein Mensch, der ihr. merkwürdig nahestand, obgleich sie ihn kaum kannte. In seinen Augen, die bittend auf sie gerichtet waren, war viel Güte, die in ihr jenes wunderbare Gefühl von Geborgenheit hervorrief, das in manchen Stunden einer Frau jede Last von den Schultern nehmen kann. Sie nickte ihm zu, und ein kleines Lächeln machte ihren Mund schon schöner. „Ich kann auch nicht schlafen“, sagte sie freundlich. „Wenn es Ihnen Freude macht, wollen wir noch eine Zigarette zusammen rauchen. Aber iiier draußen im Gang ist es kühl und ungemütlich, wollen Sie mich ein- laden, in Ihrem Abteil zu sitzen?“ Er freute sich ihres Vertrauens. Ganz leicht schob er seinen Arm unter den ihren und und führte sie zu seinem Abteil, dessen Tür halb offen stand. Sorgsam nahm er den Mantel von ihren Schultern, reichte ihr sein Zigarettenetui und hielt ihr das brennende Feuerzeug entgegen. Entzückt betrachtete er ihre schmalen, langen Finger, deren einziger Schmuck ein kostbarer geschnittener Siegelring war. Als sie seinen interessierten Blick sah, lä- chelte sie, nahm den Ring ab und reichte ihn ihm. „Es ist das Wappen meiner Familie“, sagte sie erklärend. „Eigentlich soll dieser Ring nur von männlichen Erben getragen werden, aber ich war das einzige Kind. Als mein Vater starb, gab er ihn mir in seiner letzten Stunde, und ich habe ihn seitdem nie wieder abgelegt. Die Pflicht, die er allen meinen Ahnen auferlegt hat,, habe ich jedoch nur schlecht erfüllt“, fügte sie ernst hinzu. ■Beckmann umschloß ihr Gesicht mit seinem warmen Blick. Wieder spürte er die schweren Gedanken, die sich hinter dieser weißen Stirn bewegten und ein Schicksal andeuten, dem er nachforschen wollte, weil er schon jetzt wußte, daß diese Frau ihm mehr bedeuten würde, als irgendeine andere, die ihm bis heute begegnet war. „Das sind schwere Worte für eine Frau“, sagte er ruhig. „Ein Mann kann und muß handeln, um Herr über sein Schicksal zu bleiben; einer Frau sind Grenzen gesetzt, und alle Fortschritte einer neuen Zeit haben sie nicht einreißen können. In meiner Heimat allerdings hat die Frau schon lange das Recht und auch die Möglichkeit, ihren Weg selbst zu bestimmen, aber Ihnen war noch viele Jahre später alles verschlossen, es wehte kein frischer Wind durch Ihre alten Besitzungen, in denen man einer alten überlieferten Kultur, der Tradition, das junge, ewig vorwärtsstrebende Drängen nach Neuem opferte. Wie sollte eine Frau da Verpflichtungen übernehmen und erfüllen können?“ Mercedes Garcia warf Beckmann einen schnellen, forschenden Blick zu. Wußte er etwas von ihr und Randalo und wollte er ihr ritterlich helfen, eine Brücke zu bauen, auf der sie zueinander finden konnten? Sein ruhi- Der Schuß, der unterblieb In der Vorhalle des „Palast“-Kinos erschien wutschnaubend der Zigarrenhändler Friedrich Herdt, glatzköpfig, schweißtriefend, untersetzt und Mitte der Vierzig. Er tobte, einen Revolver in der Hand. Der durch die entsetzt Kassiererin herbeigerufsrie bestürzte Geschäftsführer erfuhr endlich, daß Herr Herdt seine Gattin suchte: mit ihrem Liebhaber sei sie im Kino — das Dienstmädchen berichtete es ihm, als er aus dem Geschäft heimkehrte, so brüllte Herr Herdt wenigstens. Da Herr Herdt trotz seines unterbrochenen Amock-Laufes ein ordnungsliebender Mann blieb, versprach er dem Geschäftsführer, mit dem geplanten Eifersuehts-Doppel-Mord zu warten, bis die laufende Vorstellung zu Ende sei. Der Geschäftsführer war ein gewandter Mgnn seiner Branche, und da ihm Menschliches nicht fremd war, so fand er auch einen Ausweg: er ließ den Film zwischen der fünften und sechsten Rolle kurz unterbrechen und hielt an die, ob der Störung grundsätzlich verärgerten Besucher von der Bühne aus eine kurze, eindringliche Ansprache: „Meine Damen und Herren — eine sehr peinliche Angelegenheit: draußen steht ein wütender Ehemann mit einer Pistole und will seine Gattin und deren Begleiter nach der Vorstellung niederschießen. Da dies sowohl für die Betroffenen, als auch für die Theaterleitung unangenehm wäre, so mache Kh Ihnen einen Vorschlag: das betreffende Roma» vom Marieltds« Lange ger Emst nahm Ihr alle unsicheren Gedanken, ihr Gesicht entspannte sich und wurde jung und frei, wie bei einem Kinde, das sich in guter Hut weiß. Er sah es und freute sich darüber. In dem Wunsch, sie abzulenken und froh zu machen, begann er wieder zu sprechen. „Ich habe Ihnen vorhin viel von meinem Leben erzählt, — darf ich nun neugierig sein und einmal fragen, wie es Ihnen seit jener Zeit, in der wir uns zum erstenmal trafen, ergangen ist?“ Sie beugte den Kopf. „Ich habe Ihnen nicht viel zu erzählen“, sagte sie langsam. „Nach dem plötzlichen Tod Sie schwieg. In dem Manne wuchs eine stumme Bewunderung für ihre Haltung, die ihr verbot, ihm, dem Fremden, von den Schwierigkeiten zu verraten, die sie zweifellos gehabt hatte. In jedem Ton und jeder Bewegung war sie große Dame, und es beglückte ihn der Gedanke, daß sie diese Haltung in keiner Phase ihres Lebens verloren haben würde. Ein paar Minuten verstrichen, dann sagte Beckmann fragend: „Arbeiten Sie noch in dem Modehaus, sind Sie vielleicht in seinem Auftrag unterwegs?“ Einen Augenblick lang fühlte Mercedes Garcia die starke Lockung, diese von ihm selbst gebotene Ausrede zu benutzen, dahin- %. %$!• ffi " V i Schwarzwälder Bauerngarten meines Mannes vor drei Jahren war ich sehr arm. Er verunglückte auf dem Poloplatz, und ich mußte alles verlassen, was wir besaßen, um wenigstens schuldenfrei zu werden. Nachher habe ich versucht, zu arbeiten, aber es war schwer, denn Sie haben recht, wir spanischen Frauen sind nicht dazu erzogen worden, auf eigenen Füßen zu stehen.“ Beckmann sah sie ungläubig an. „Damals, als ich Ihren Gatten traf, hatten Sie viele einflußreiche Freunde. Hat Ihnen denn keiner geholfen, als Sie allein standen?“ Sie schüttelte leicht abwehrend den Kopf. Es waren mehr Bekannte als Freunde“, gab sie nachdenklich zur Antwort. „Die Zeiten haben sich geändert. „Für keinen von uns ist das Leben noch ebenso leicht wie früher; wie konnte ich erwarten, daß andere sich auch noch mit meinem Schicksal belasteten? Nein. Als ich alle Formalitäten erledigt hatte, bin ich von Sevilla fort nach Barcelona gezogen und habe dort in einem Modehaus Arbeit gefunden.“ Conrad Kayser ter die Wirklichkeit zu verbergen. Aber nach einem Blick in sein teilnehmendes, offenes Gesicht besann sie sich anders. Sie wollte ihn nicht mit einer Lüge täuschen. „Ich habe die Stellung sehr bald aufgegeben“, sagte sie ruhig, und nicht einmal Beckmann konnte ahnen, wie schwer es ihr fiel, weiterzusprechen. „Seit zwei Jahren bin ich als Gesellschafterin bei dem Weingutsbesitzer Randalo, falls Ihnen dieser Name etwas sagt.“ Beckmann antwortete nicht sofort. Das Bild des Millionärs drängte sich zwischen ihn und die Frau, und es war schwer, eine plötz- ' lieh aufspringende Eifersucht zu unterdrük- ken. Minuten vergingen, in denen das Schweigen zwischen ihnen immer fühlbarer wurde, bis es zuletzt wie eine Glaswand war, die sich trennend zwischen ihnen aufrichtete. Gewaltsam riß Beckmann sich zusammen. „Es gibt wohl keinen Geschäftsmann in Spanien, der Randalo nicht kennt, wenn auch nicht persönlich, so doch aus hundert verschiedenen Verbindungen und Gesellschaften, Paar verläßt durch den Notausgang das Kino» sobald es wieder dunkel wird-“ Noch ein zögernder Bilck und dann eilte der Geschäftsführer die wenigen Stufen von der Bühne wieder herunter. Das Licht verdämmerte. Die sechste Rolle lief an — Im wohltuend verhütendem Dunkel jedoch verließen neun Paare das Palastkino durch den Notausgang- K. J. F. KULTUR =NOTIZEN Wilhelm Dieterles neuer Film. „Vulcano“ ist der Titel des neueR Films, den der frühere deutsche Filmschauspieler und Regisseur Wilhelm Dieterle mit der bekannten italienischen Filmschauspielerin Anna Magnani als Hauptdarstellerin gegenwärtig auf einer kleinen Mittelmeerinsel dreht. In diesem Film werden auch Szenen aus dem erbitterten Kampf zwischen italienischen Partisanen und deutschen Besatzungstruppen während des letzten Weltkrieges gezeigt. Der Streifen wird in italienischer und englischer Fassung hergestellt. Jeder Darsteller, auch Anna Magnani, spricht seinen Text in beiden Sprachen. Dr. Hugo Eckeners Lebenserinnerungen. Die Lebenserinnerungen Dr. Hugo Eckeners, deren Niederschrift der 80jährige Luftschiff-Führer vor einigen Monaten abgeschlossen hat, werden unter dem Titel „Im Zeppelin über Länder und Meere“ Anfang August im Flensburger Verlagshaus Christian Wolff erscheinen. Das Erlebnisbuch enthält auf 568 Seiten mit 28 Bildtafeln u. a. die Kapitel: Im Zeppelin um die Welt, Polarflug, Russische Eisbrecher am Pol, Ueber Moskau und Die Zukunft der Luftschiffe. Ferner schildert Dr. Eckener seine Begegnungen mit Roosevelt, Hoover, Coolidge, Henry Ford, Hindenburg, Lindbergh und anderen ■ in- und ausländischen Staatsmännern, Politikern, Forschern und Militärs. „Kammerspiel-Operette Karlsruhe“. Ein Notring Karlsruher Künstler wurde dieser Tage unter dem Namen „Kammerspiel-Operette Karlsruhe“ gegründet. Der Notring will seinen Mitgliedern eine Existenzgrundlage schaffen. Der Spielplan', sieht leichtere Unterhaltungsstücke vor. Stefan-Zweig-Roman wird verfilmt. „24 Stunden aus dem Leben einer Frau“, der bekannte Roman von Stefan Zweig, wird in Frankreich von Marcel Cravenne verfilmt. Die weibliche Hauptrolle soll ein bekannter amerikanischer Star, die Liebhaberpartie ein französischer Darsteller spielen. Ein deutscher Film in Biarritz. Auf der vom 29. Juli bis 5. August stattfindenden „Festwoche des unerwünschten Films“ in Biarritz werden 17 Filme, darunter der deutsche Film „Unter den Brücken“ von Helmut Käutner, vorgeführt. Daneben laufen zahlreiche Kurzfilme, die, wie jene abendfüllenden Filme, nach ihrer Fertigstellung von den Filmgesellschaften oder den Kinobesitzern abgelehnt wurden. Unter den Ehrengästen dieser Filmwoche werden auch der bekannte französische Schriftsteller und Filmregisseur Jean Cocteau und Marlene Dietrich erwartet. Thomas Mann Ende Juli in Frankfurt. Der Frankfurter Oberbürgermeister Dr. Kolb ist, wie er am Montag auf einer Pressekonferenz mitteilte, während seines Aufenthaltes in der Schweiz einer Einladung des gegenwärtig in Zürich weilenden Thomas Mann gefolgt. Bei dieser Zusammenkunft habe der jetzt 74jährige Dichter den Wunsch und den Vorschlag an ihn herangetragen, seinen für 28. August - vorgesehenen Vortrag bereits Ende Juli in Frankfurt halten zu dürfen, da er aus persönlichen Gründen sobald als möglich in seine Wahlheimat zurückkehren wolle. Dr. Kolb hat diesem Wunsche entsprochen. Nach Ansicht des Oberbürgermeisters ist Thomas Mann sehr stark von dem Wunsche beseelt, sich mit dem deutschen Volke auszusöhnen und in ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihm zu kommen. Dieser Unterton werde auch in seiner Rede mitschwingen, in der er jede Schärfe vermeiden und eine Brücke zu schlagen versuchen wolle. Thomas Mann habe bei dieser Gelegenheit erklärt, daß er auf den materiellen Teil des Goethepreises zugunsten not- leidend^ deutscher Künstler verzichten wolle. an denen er beteiligt ist. Er scheint ein ungewöhnlich tüchtiger, aber auch ein ungewöhnlich rücksichtsloser Mensch zu sein.“ Frau Garcia gab keine Anwort. Es war, als hätte die bloße Namensnennung Randalos den Faden zwischen ihnen zerrissen und die wunderbare Vertrautheit zerstört, die von ihm zu ihr geschwungen hatte. Sie sprachen noch weiter miteinander, aber nicht mehr wie Menschen, die sich nahestehen, sondern wie flüchtige Bekannte, ein wenig oberflächlich, schnell, als fürchteten sie beide, daß sonst eine Frage aufspringen könnte, zu der er kein Recht hatte und die sie ihm nicht beantworten würde. Nervös spielte sie mit dem Schloß ihres Armbandes, warf einen Blick auf die Uhr und drückte die halbgerauchte Zigarette im Aschbecher aus. Dann stand sie auf und gab ihm die Hand. „Es ist sehr spät geworden, wir müssen uns nun wohl doch einmal zum Schlafen entschließen. Gute Nacht.“ Beckmann küßte ihre Hand und zögerte, sie freizugeben. „Werden wir uns morgen sehen?“ Sie sah an ihm vorüber in eine Ferne, an der er keinen Anteil hatte, aber seine Nähe zog sie in die Gegenwart zurück. „Ich frühstücke zeitig, vielleicht treffen wir uns im Speisewagen“, sagte sie freundlich, nickte ihm noch einmal zu und ging zu ihrem Schlafwagen, dessen Tür sie sehr sorgfältig abschloß. * Simone Vendette hatte die Beine auf den Sitz gezogen und sich mit ihrem Mantel zugedeckt, aber sie konnte nicht schlafen. Unruhig warf sie sich von einer Seite auf die andere, stand schließlich auf und reckte sich gähnend. „Sie können wohl auch nicht schlafen?“ erkundigte sie sich mit einem neugierigen Blick in Niedermanns blasses Gesicht, das in dem schwachen Schein der Lampe merkwürdig vergrämt aussah. „Wenn man viel Geld hätte und einen Schlafwagen bezahlen könnte, ginge es bestimmt besser. — Glauben Sie, daß es mir schaden kann, einmal eine einzige Zigarette zu rauchen?“ Sie lächelte den alten Mann unsicher an. „Es ist die erste, seit ich krank geworden bin; bis jetzt war ich immer vernünftig, aber heute muß ich mal wieder Rauch schmecken!“ Die junge Stimme des Mädchens hatte Niedermann aus einer Art Halbschlaf gerissen, der irgendwie quälend gewesen war. Er hob den Kopf und sah Simone mit einem so fernen Blick an, daß sie beinahe erschrak. Der Mann sah aus, als erinnere er sich gar nicht mehr daran, daß - sie beim Abendessen nett und gemütlich miteinander geredet hatten. Sie zuckte die Achseln und verließ das Abteil, ohne auf ein Wort von ihm zu warten. Als die Tür ins Schloß fiel, sank Niedermann wieder in seinen Sitz zurück. Die Gegenwart, die vom gleichmäßigen Rollen der Räder begleitet war, wie von einer sanft einschläfernden Melodie, ging unter, und das Schicksal, das einst sein Leben aus der Bahn gerissen und ins Dunkle geführt hatte, wurde immer klarer und deutlicher. Der Mann wehrte sich verzweifelt gegen die Grübeleien, die wie Gespenster einer fernfen Vergangenheit an sein Herz klopften und Türen auf- rissen, die er unter Schmerzen und Kämpfen geschlossen hatte. Er hatte gemeint, schon Ruhe gefunden zu haben; nun merkte er, daß ihm die Kraft fehlte, die Vergangenheit abzuwehren, die aus Gedanken und Stimmen, aus Bildern und Erinnerungen wieder lebendig wurde. Es hatte Monate gegeben, in denen alles vergessen schien, in denen er frei wie andere Menschen atmdte und manchmal selbst, glaubte, 'alles wäre ein wüster Traum gewesen. Aber heute, als er den Millionär Randalo sah, war der Schleier wie durch einen gewaltsamen Windstoß plötzlich zerrissen und hatte seinen Blick wieder weit gemacht für alles, was vor zehn Jahren geschehen war. Hatte dieser Mann, der ihm ganz fremd war, zu dem es ihn aber trieb, weil in seiner Stimme Klänge waren, die an seine Erinnerung schlugen, wie die Töne einer schrillen Glocke, hatte er schuld daran, daß die Vergangenheit noch einmal aus dem heilenden Dämmer auf- stieg und wieder Gegenwart wurde? Niedermann atmete schwer. Die Wände des Abteils verwandelten sich in die engen Wände seiner Zelle, in der er wochenlang auf die Verhandlung gewartet hatte. Kein Mensch war zu ihm gekommen, außer der jungen Offizialvsrteidigerin, der er jeden Tag aufs neue beteuert und geschworen hatte, daß er an dem Tode seiner Frau unschuldig sei. Kalter Schweiß trat auf Niedermanns Stirn. Er wischte ihn fort und legte den Kopf zurück, während er den Mund weit öffnete, als brauche er immer mehr Luft, um nicht zu ersticken. Die Schritte hallten in dem kahlen Gang des Untersuchungsgefängnisses, und die Schlüssel knarrten im Schloß, als der Wärter die jungen Anwältin in Niedermanns Zelle ließ. „Die Verhandlung ist auf übermorgen festgesetzt“, sagte Hildegard Mertens und nahm auf dem Hocker neben der Pritsche, auf der Niedermann saß, Platz. „Die Zeugen sind bestellt, auch Lodart. Er hat sich sofort gemeldet, das deutet nicht darauf hin, daß er das Verhör fürchtet.“ Niedermann fuhr von der Pritsche hoch. Das dünne Haar hing ihm wirr in die Stirn, und seine Stimme klang heiser, als er sich mit beiden Fäusten gegen die magere Brust häm- naer * e . (Fortsetzung folgt) Seite t «DAS HEDE BADE N” Nr. 71 1 25. 6. 49 @jioou$ßö9cn mm 3. Juli im Mannheimer Rosengarten veranstaltet wird, liegen bis jetzt über 1000 Meldungen aus dem In- und Ausland vor. Einschließlich der Hunde der Besatzungsangehörigen werden etwa 300 aus dem Ausland kommen. Höhepunkt der Ausstellung soll der für den Nachmittag des Ausstellungstages angesetzte Zuchtgruppenwettstreit werden. Vermögensausemandersetzung Nordbaden — Südbaden Freiburg. Nach den Angaben des Finanzministers Dr. Eckert im südbadischen Landtag hatte das Land Baden bei Trennung der Verwaltung in einen Nord- und Südteil nach dem Stand vom August 1945 Schuldverpflichtungen aus der 6'/»prozentigen Schweizer- Franken-Anleihe von 1926 mit 17 044 000 Sfrs., aus der 3V2prozentigen Konversionsanleihe von 1941 mit 16 810 000 RM und aus sonstigen Langfristschulden bei verschiedenen Instituten mit 15 288 000 RM. Von diesen Schulden entfallen auf Baden für die Auslandsverschuldung 8 522 000 Sfrs. und für die Inlandsverschuldung 16 049 000 RM. Hierzu kommen noch rückständigeZinsverpflichtungen vonSüd- baden bis zum Währungsstichtag mit 1 245 000 RM. Die bereits im Jahre 1946 eingeleiteten Versuche, einer Vermögens- und Schuldenauseinandersetzung zwischen Nord- und Südbaden und Ueberweisung des restlichen Vermögensanteils auf Grund eines im Entwurf bereits festgelegten Abkommens hatten trotz Einsatz der französischen Militärregierung keinen Erfolg. Erst in den letzten Tagen vor der Währungsreform, nachdem die amerikanische Militärregierung von Württemberg-Baden der Freigabe des altbadischen Vermögens zugestimmt hatte, wurde dem Lande Südbaden als hälftiger Anteil ein Betrag von 32 715 273 RM zugeteilt. Von diesem Betrag wurden vereinbarungsgemäß die auf das Land Baden entfallenden Zins- und Tilgungsverpflichtungen in Höhe von 302902 RM in Abzug gebracht und der Rest mit 24 694 270 RM der badischen Bank in Freiburg überwiesen. Die daraus angelegten Rucklagekonten mit 16 694 270 RM gingen in Höhe von 6 581 678 durch die Umstellung verloren, während der Rest mit 10112 592 RM in DM umgewertet, mit 6,5 Prozent zur Verfügung steht. Außer den angelegten Rücklagen wurde noch ein Betrag von 8 Millionen RM an vier wirtschaftlich^ Unternehmen, an denen das Land ausschlaggebend beteiligt ist, als Darlehen weitergegeben. Der daraus entstandene Umwertungs-. betrag mit 7 Prozent — 560 000 DM besteht als Forderung der Staatsschuldenverwaltung zugunsten des Landes weiter. Der Schulden- däenst für die Schweizanleihe kann zur Zeit nicht vollzogen werden. Wetterbericht für Land- und Forstwirtschaft Ab 1. Juli 1949 erscheint im Druck ein täglicher Wetterbericht des Bad. Landeswetterdienstes, herausgegeben vom Wetteramt Freiburg. Der Bericht enthält eine Wettermeldung aus Südbaden, Württemberg-Hohen- zollern sowie Auskünfte und Beratungen für die Wirtschaft, Landwirtschaft und Forstwirtschaft. Der Wetterbericht ist zum Preis von monatlich DM 3.— als Zeitungsdrucksache zu beziehen; Bestellungen können bei jedem Postamt aufgegeben werden. Schwere Kälteschäden im Tauberland Tauberbischofsheim. Die niedrigen Temperaturen in der Zeit vom 17. bis 19. Juni verursachten im Taubertal erhebliche Schäden auf den Feldern und in den Gärten. Bohnen, Tomaten und auch Kartoffeln wurden teilweise stark m Mitleidenschaft gezogen. Zahlungen nach West-Berlin Zur Wahl des Mannheimer Oberbürgermeisters Baden-Baden. Da über die Zahlungsmöglichkeiten nach Berlin für Reisezwecke noch Unklarheiten herrschen, gibt die Hauptverwaltung für das Post- und Fernmeldewesen des vereinigten Wirtschaftsgebietes folgendes bekannt: „Zur Reise nach Berlin und in die Ostzone können gewöhnliche, eilige und telegraphische Zahlkarten sowie gewöhnliche, eilige und telegraphische Ueberweisungen aus einem Postscheckkonto in beliebiger Höhe auf das vom Postscheckamt Berlin-West geführte Postscheckkonto Nummer 60 000, Reisekonto, überwiesen werden. Auf dem linken Abschnitt der Zahlkarte oder der Ueberweisung sind im Raum für Mitteilungen der Empfänger und die Nummer seines Interzonenpasses anzugeben. Den Betrag muß der Empfänger unter Vorlage seines Interzonenpasses gleicher Nummer beim Postamt Berlin-Charlottenburg 7, Bahnhof Zoo, selbst in Empfang nehmen“. Internationale Hundeausstellung in Mannheim Mannheim. In der internationalen Ausstellung der Hunde aller Rassen, die am Mannheim. Der Verwaltungsausschuß des Mannheimer Stadtrates hat beschlossen, die Wahl des neuen Oberbürgermeisters der Stadt Mannheim am 31. Juli vorzunehmen. Da die Gemeindewahlordnung eine Auflegung der Wählerlisten vier Wochen vor der Wahl verlangt, wurde als Zeitpunkt für die öffentliche Auslegung die Woche vom 4. bis 10. Juli bestimmt. Dem dafür zuständigen Ausschuß gehören Beigeordneter Paul Riedel, als Vertreter des Oberbürgermeisters, Dr. Hook und Stadtrat Gräber an. Pferdemarkt am 4. Juli Mannheim. Der nächste Mannheimer Pferdemarkt findet am 4. Juli im Mannheimer Schlacht- und Viehhof statt. Bienenzüchter tagen in Offenburg Am Sonntag findet um 9.30 Uhr im „Dreikönigssaal“ in Offenburg eine Imkertagung statt. Wir werden in unserer nächsten Ausgabe auf die Tagung zurückkommen. Eröffnung des internationalen Ingenieurkongresses Konstanz. Am Donnerstag wurde im großen Saal des historischen Konziliumsgebäudes in Konstanz der erste internationale Ingenieurkongreß eröffnet. Der französische Oberkommandierende in Deutschland, General Koenig, hat das Ehrenpäsidium des Kongresses inne. Präsident der Tagung ist Generalgouverneur Pene. An der Tagung nehmen führende Persönlichkeiten des Ingenieurwesens aus Belgien, Frankreich, Großbritannien, Holland, Luxemburg, Oesterreich, der Schweiz, in Deutschland tätige amerikanische Ingenieure und deutsche Ingenieure teil, insgesamt etwa 600, Teilnehmer. Auf der Tagung, die bis zum 25. Juni dauert, werden berufsständische und soziale Fragen behandelt. Die Tagung steht unter dem Motto: „Der Ingenieur in der modernen Gesellschaft.“ 1. Gautag der Industriegewerkschaft Druck und Papier Konstanz. Hier trafen die Delegierten und der Vorstand der Industriegewerkschaft Druck und "Papier, Gau Südbaden, zum 1. Gautag zusammen. Der bisherige Landesvorsitzende R e i b e 1 konnte vier Vertreter schweizerische Bruderorganisation begrüßen, dann den 2. Vorsitzenden des Zentralvorstandes der Industriegewerkschaft Druck und Papier, Hansen aus Stuttgart. Als Vertreter der Stadt Konstanz war Oberbürgermeister Dr. Knapp, und der Direktion Arbeit, Freiburg, war Kappes erschienen, der Ortsausschuß Konstanz ließ durch den Geschäftsführer Henseler die Tagung begrüßen. Nach Erledigung der üblichen Formalitäten gab R e i b e 1 den Geschäftsbericht. Aus demselben ging die ausgedehnte Arbeit hervor, die von der bisherigen Leitung hauptsächlich auf dem Gebiet der Lohn- und Tarifpolitik geleistet wurde. Hermann Müller als Geschäftsführer ergänzte diese Ausführungen und” gab dazu ein Bild über die Finanzlage, Mitgliederbewegung usw. Der bisherige Jugendleiter Keldermann schilderte die Tätigkeit in der Jugenderfassung, gewerkschaftlichen und beruflichen Weiterbildung derselben. Im Zusammenhang mit der vorgesehenen Statutenberatung kam die neue Organisationsgestaltung zur Sprache, die aus der bisherigen selbständigen Landesvereinigung nun den Gau Südbaden in der Industriegewerkschaft Druck und Papier macht. Besonders die Neufestsetzung der Beiträge auf zentraler Grundlage löste eine ausgedehnte Aussprache aus. Die Abstimmung ergab aber bei einer Stimmenthaltung die einstimmige Annahme der Statuten, einschließlich der Beitragsfestsetzung nach der Vorlage. Bei der Vorstandswahl wurde der bisherige Vorsitzende R ei bei einstimmig zum Gauvorsteher und Hermann Müller zum Stellvertreter gewählt. Letzterer wurde auch in seinem Amt als Geschäftsführer bestätigt. Mitglieder des-Bundesausschusses blieben die bisherigen Vertreter Erich Knorr und Hermann Müller, und bei der Wahl der Delegierten zum Bundestag wurden Wilhelm Leitz, Offenburg, Theophil Leininger, Lörrach, Fritz Scibba, Konstanz, Willi Reiser, Waldkirch, Hermann Neugart, Villingen (letzterer als Ersatzmann), vom Gautag einstimmig gewählt. Neue Ehrensenätoren der Freiburg. In einer Senatssitzung überbrachte in feierlicher Form der Rektor der Albert- Ludwig-Üniversität, Prof. Dr. Tellenbach, den beiden Basler Professoren Dr. Adolf Port- m a n n und Dr. Ernst Staehelin die Urkunden ihrer Aufnahme in den Senat als Ehrensenatoren. Die Universität will damit in dankbarer Würdigung die Verdienste ehren, die beide sich in der Notzeit nach dem 2. Weltkrieg um die Wiederherstellung herzlicher Beziehungen zwischen den Universitäten Basel und Freiburg erworben haben, inbesondere ihre mannigfache Hilfe und Fürsorge für die deutschen Studierenden in. Basel im Rahmen der „Markgräfler Hilfsaktion.“ Schweizer Studenten in Heidelberg Heidelberg. Erstmals besuchte eine grö- Das Rundtunkprogramm Südwestfunk 25. 6.: 8.00: Kurznaehrichiten; 8.15: Nachrichten- 11.30: Volksmusik; 11.45: Landfunk; 12.00: Nachl richten; 12.10; Mittagskonzert; 12.45: Die Viertelstunde der bad. Regierung; 13.00: Nachrichten; 13.15: Musik nach Tisch; 14.15; Wir jungen Deutschen; 14.45: Musik! Musik! Musik!; 15.45: Brief, markenecke; 16.00: Unser Samstagnachmittag; 17 . 00 : Kulturnotizen; 17.30: Sang und Klang im Volkston; 18.00: Nachrichten aus allen Zonen; lB.50: Die Glocken von Sinzheim (Baden) läuten den Sonntag ein; 19.00; Innenpolitischer Kommentar; 19.15: Kleine Abendmusik „Auf der Harmonika“; 19.30; Die Tribüne der Zeit; 20.00: Wir erfüllen Hörerwünsche; 22.00: Nachrichten; 22.30: Der SWF bittet zum Tanz: 24.00: Spätnachrichten; 0.15: Tanzmusik aus Koblenz; 2.00: Sendeschluß. Sonntag, 26. Juni: 8.00: Kurznachrichten; 8.05: Musik am Sonntagmorgen; 8.45: Geistliche Musik; 9.30: Das Unvergängliche; 10.15: Katholische Morgenfeier; 10.45: Nachrichten aus der christlichen Welt; 11.00; Die Aula, die Stunde der Universitäten; 11.30; Musik zum Sonntag-Vormittag; 12.00: Nachrichten; 12.10; Mittagskonzert; 12.45: „Für und wider“. Diskussionen über aktuelle Fragen; 13.00: Nachrichten; 13.15: Musik nach Tisch; 14.15: Frohe Melodien; 15.00: Kinderfunk; 15.30: Stimme der Heimat; 16.15: Aus Koblenz das SWF-Unterhal- tungsorchester; 17.15: Hans von Savigny: Die Ballade vom verlorenen Engel; 17.30: Musik und Sport; 18.45; Professor Werner Milch: Aus Literatur und Wissenschaft; 19.00: Sportnachrichten; 19.15: Kleine Abendmusik; 19.30: Die Tribüne der Zeit; 20.00; Uebertragung der „Woche für Neue Musik“ aus Frankfurt; 22.00: Nachrichten; 22.15: Sport am Sonntag; 22.30: Fröhlicher Ausklang; 24.00: Spätnachrichten. Montag, den 27. Juni: 8 . 00 : Kurznachrichten; 8.15; Nachrichten aus Württemberg und Baden; 11 . 30 ; Leichte Kost; 12.00: Nachrichten; 12.10: Mittagskonzert; 12.45: Der Montagkurier für Baden und Württemberg; 13.00: Nachrichten; 13.15: Musik nadi Tisch; 14.15: Unterhaltungsmusik; 16.00: Musik am Nachmittag; 17.00: Aus Frauenbüchern; 17.30: Solistenkonzert: 18 . 00 : Kreuz und quer durch Deutschland; 18.15: Plauderei und Kurzweil; 19.00: Bücher- schua; 19.15: Kleine Abendmusik; 19.30: Die Tribüne der Zeit; 20.00: Musik für Dich; 20.30 Pro. bleme der Zeit; 20.45: Richard Strauß: Der Rosenkavalier, I. Akt; 22.00: Nachrichten, Wetter, Sport; 22.30: Einkehr im Geist; 23.15: Der Schallplattenfreund; 24.00: Spätnachrichten. Sonderzug an den Bodensee Die Eisenbahndirektion Karlsruhe fährt am 3. Juli einen Sonderzug von Offenburg nach Konstanz mit 50 Prozent Ermäßigung. Ab Konstanz wird eine etwa 6stündige Bodenseerundfahrt mit einem der hergerichteten Schiffe durehgeführt, wobei die Insel Mainau angefahren wird und in Lindau eine Stunde Aufenthalt genommen werden kann. Der Sonderzug wird dieses Mal vor allem auch auf verschiedenen kleineren Stationen halten, um auch diesen Gemeinden Gelegenheit zu geben, fahrplangünstig und billig an d@n Bodensee zu fahren. Außerdem werden bei genügender Beteiligung Zubringerfahrten mit Triebwagen von Lahr-Stadt und dem Renehtal mit gleicher Ermäßigung durchgeführt. Albert^LudwigjsÜiiiversität ßere G-ruppe Schweizer Studenten Heidelberg. Die Gäste aus der Schweiz trafen in dem Studentenlokal „Zum roten Ochsen“ mit den Angehörigen des Heidelberger Auslandsinstitutes zu einem geselligen Beisammensein zusammen. Schmuggler verhaftet Konstanz. Zu dem auf dem österreichischen Kursdampfer „Stadt Bregenz“ aufgedeckten Schmuggel deutscher Anilinfarben, die ohne Ausfuhrgenehmigung nach Vorarlberg gebracht werden sollten, wird ergänzend bekannt, daß die Farbbehälter in Bad Schachen verladen worden waren und bereits die Fahrt nach Konstanz und zurück mitgemacht hatten. Mehrere Angehörige des Schiffspersonals sind verhaftet worden. Weitere Farb- kanister wurden später gefunden. Gibt es süddeutsches Endspiel? Zwischenrunde Deutsche Fußballmeisterschaft: Borussia Dortmund — FC Kaiserslautern VfR Mannheim — Kickers Offenbach Auswahlspiele: Baden — Niedersachsen (23. 6.) Baden — Niedersachsen (26. 6.) Städte-Spiel: Frankfurt — Köln Aufstieg Landesliga: SV Achem — Spvgg. Gottmadingen Lörrach — Kehl-Sundheim ASV Freiburg — ASV Furtwangen Aufstiegsspiele im Norden: Linden 07 — VfB Oldenburg SV Itzehoe — SV Hemelingen Bergedorf — Harburger TB Aufstiegsspiel im Westen: Arminia Bielefeld — Spvgg. Herten Freundschaftsspiele: SC Baden-Baden — VfR Pforzheim Fortuna Freiburg — FC Pforzheim Spvgg. Weil — Eintracht Singen ASV Villingen — Spvgg. Schramberg Spfr. Lahr — ASV Durlach VfB Mühlburg — Vienna Wien VfB Stuttgart — FC Tarragona FC Nürnberg — FC Tarragona 1860 München — Jönköpping Stockholm TuS Neuendorf — Raeing Straßburg SV Offenburg — Stuttgarter Kickers Kreisausw- Offenburg — Stuttgarter Kickers Spfrd. Lahr — ASV Durlach Endspiele um die Handballmeisterschaft: Polizei Hamburg — RSV Mülheim Frauen: Sehwarzweiß Barmen — VfL München Aufstieg Handball-Zonenliga: Niedertaühl — Köndringen * Der SV Acäiern kann sich so gut wie zur Landesliga gehörig betrachten. Das Spiel am kommenden Sonntag gegen Gottmadingen wird zwei weitere Punkte einbringen. Die beiden Anwärter auf den zweiten freien Platz haben Spiele zu Hause, die sicher gewonnen werden, es sei denn, daß lediglich beim Spiel in Freiburg eine Ueberraschung möglich wäre. Der Aufstieg zur Handball-Zonenliga ist «och völlig unübersichtlich. Einen Tip wird man ss&t vor den letzten beiden Spielen geben können. WEIT Die neuen Handballmeister Hamburg nnd München? Nach dem Verlauf der Vorrundenkämpfe müßte ber den Männern Polizei Hamburg zu einem sicheren Sieg kommen, denn nach FA Göppingen schalteten sie mit dem vorjährigen Meister Hassee- Winterbek bereits den stärksten Rivalen aus. Die Mülheimer brauchten in der Zwischenrunde zwei verlängerte Spiele, um TuS Rheinhausen zu bezwingen. Da zudem Hamburg den Vorteil der eigenen Zuschauer hat, spricht vieles dafür, daß die Hamburger Polizei den Meistertitel wieder nach Norddeutschland bringt. Bei den Frauen bedeutet es für den VfL München ein besonderes Handicap, alle Meisterschaftsspiele auswärts bestreiten zu müssen. Da haben es die Barmer Schwarzweißen schon besser. Die Mädel um die Nationalspielerin Frau Framke sind indessen so stark, daß sie nach den Siegen über Eintracht Frankfurt und den Titelverteidiger Urania Hamburg au eil in Westdeutschland zum Siege kommen müßten. Die kleinen Nadelstiche der offenen Benachteiligung vom Grünen Tisch aus können den Ehrgeiz der Münchnerinnen nur noch anspornen. Schiedsrichter des Spieles ist Beißel (Berlin). Ein Westdeutscher — drei Süddeutsche im Kampf Die je 50 000 Zuschauer fassenden Stadien von Gelsenkirchen und München werden Schauplatz dieser Spiele sein, die als Novum die süddeutschen Mannschaften im Westen und die west- bzw. südwestdeutsche Mannschaft im Süden im Kampfe sehen. Die Pfälzer wurden mit viel Vorschußlorbeeren bedacht. Aber die Kritiker in Bremen und Düsseldorf stellten fest, daß die Walter,Elf nicht mehr so furios spielt und einen müden Eindruck macht. Anders die Dortmunder Borussen. Die sind nicht zimperlich und kämpfen mit englischer Robustheit. Ihre Spielmacher, der langbeinige Michallek, die torhungrigen Preißler, Kasperski und Erdmann sowie der unermüdliche Aufbauläufer Schanko verfügen über einen Aktionsradius, der die Borussen dann richtig auf Touren kommen läßt, wenn der Gegner müde resigniert. Der 5:0-Sieg über den HSV machte den VfR Mannheim in der Vorrunde zur Elf des Tages. Die Mannheimer gehen mit gesteigertem Selbstvertrauen in das neuerliche Gefecht mit Offenbach, denen sie in den Meisterschaftsspielen zweimal mit 1:1 die Waage hielten. Bei der Gleichwertig- feoit- b&idas: *ta*»-xschaften wird wohl die Tagesform und etwas Glück über einen knappen Sieg entscheiden. Im Dresdener Ostragehege um die Ostzonen-Krone Zur gleichen Zeit, wo in München und Gelsenkirchen die Endspielteilnehmer für die Deutsche Fußballmeisterschaft ermittelt werden, steigt in der Ostzone das Finale in Dresden. Im 60 000 Zuschauer fassenden Ostragehege, dem Schauplatz größter Länderkämpfe, z. B. des 5:3 1930 gegen Ungarn, begegnen sich Thüringens Meister Fortuna Erfurt und der Titelträger in Sachsen-Anhalt, die ZSG Halle. Tabelle der süddeutschen Hockeymeisterschaften Damen: Kidcers Würzburg 6 4 2 8:1 10:2 RSG Stuttgart 6 3 1 2 7:3 7:5 1. THC Hanau 6 3 1 2 3:9 4:8 VfR Mannheim 6 1 1 4 1:6 3:9 Herren: TSV Sachsenhausen 5 3 2 9:5 8:2 Wacker München 5 3 1 1 8:5 7:3 HC Heidelberg 6 2 1 3 11:9 5:7 l. ssv Ulm 6 1 — 5 3:12 Ezzavd Charles schlug Walcott In einem wenig aufregenden, von den Zuschauern oft mit Mißfallenskundgebungen aufgenomme- nen 15-Runden-Kampf konnte E. Charles den Neger Walcott nach Punkten schlagen. Ob der Gewinner dieses Kampfes, der um den von Joe Louis zur Verfügung gestellten Titel ging, nun als neuer Box-Weltmeister gilt, ist nach den üblen amerikanischen Geschäftspraktiken im Berufsboxsport erst noch abzuwarten. Großartige Besetzung des Tübinger Stadtringrennens Die herzliche Aufnahme, die fabelhafte Organisation, der festliche Rahmen des vorjährigen Reut- linger Rundstreckenrennens als Großereignis des Motorsportes im süddeutschen Raum haben ihren Einfluß auf die deutschen Motorrad- und Wagenrennfahrer zur Abgabe ihrer Nennung zum 1. Tübinger Stadtringrennen am 25. und 26. Juni nicht verfehlt. Es gibt kaum einen namhaften Rennfahrer, der an den beiden Renntagen nicht am Start auf der schnellen und schwierigen Piste des Tübinger Dreieckskurs erscheint. Das Nennungsergebnis mit 180 Fahrern übersteigt sogar dasjenige zum Elfeipokalrennen auf dem Nürburgring. Otto Ziege zwei Punkte vor Erich Bautz Die Straßenmeisterschaft der Berufsfahrer scheint hch zu einem Zweikampf zwischen dem Berliner Otto Ziege und dem Dortmunder Erich Bautz zu entwickeln. Nach den ersten beiden Meisterschaftslaufen, Preis der Weinstraße und Quer durch das c m?? 116 Hochland, die von Holthöfer (Bielefeld) bzw. Pfannenmüller (Nürnberg) gewonnen wurden, steht nur noch der Schlußlauf am 26. Juni, Rund um Dortmund, aus. Ziege belegte bisher ei- ,? ntten una zweiten Platz und führt damit mit 47 Punkten vor Erich Bautz, 45 Punkte (vierter und dritter Platz). Unse re kleine Sporteundsdtau Im internationalen Schachturnier in Oldenburg ergibt sich nach der fünften Runde folgender Turnierstand: Bogoljubow vier Punkte, eine Hängepartie; Rossolimo dreieinhalb Punkte; Zemgaiis dreieinhalb Punkte; O’Kelly drei Punkte; Hem- soth zweieinhalb Punkte, eine Hängepartie; Waae zweieinhalb Punkte, eine Hängepartie. 1850 München besiegte den FC Gymnastico Tarragona in seinem ersten Gastspiel in. Deutschland verdient mit 3:2. „„-u- In einem in Warschau ausgetragenen Fußbau Länderkampf war Dänemark gegen Polen mit zu ei Die Sre jugostawische Fußball-Nationalmannschaft kam gegen die Stadtelf von Drontheim nur zu einem 2:2. _ _ Rapid Wien unterlag in Rio de Janeiro oeu* südamerifeanisehen Club Flamengo mit lit. Del Emffl 1 es Wol jjberwu bolzh eil Emmen Sfieders gab in seiner sterium führte Kriegs» finden von Bf der Fir sine dürfe n genbleil häusern die in standen werden, fertig II kleine 1 das in ist nad von zw< neue B Besichti ses stat' bracht, seien; d beläuft kosten : artige ! als Dop so daß Wirtsch; könnte. In di Vorschla gen, bes Landrat Siedlung bürg (K seiner S aus, d Kreditm anderen Smanziel Wohnrai eine ?e Bevölkej wahre IPenn d Stocka der letzl faßt; Di Gemeine Zuschuss spritze i der Stat Umlage nungsjal von ihi ffltsproc seinde , für 1948 fügt. - die vom den, soll Üdi 150C vom Kre sen wur meter-Tc werk. - versiehe] Wusses üüernom genhof, dem ba Achter i Die Ein: tvürde g Dandrats tung de vtasiedh etlicher *ürde z Meßkii Kreutzer J®Sam Juli. ofOpe f*loßh ( *ende 5 5 djs Stä< Männer- Bteutzei Wimeis ^tz NE "ouwah foeßki “ l! »enz fahlen Jfspektc 2 S un Heber c ’drtschj väes. i Die ‘fUgäu >®e j Seite 7 Breiegau * SchroarzroalO * ßoöenfcc Debatte um eine Kreissiedlung für Flüchtlinge gefordert Um die Finanzierung des Wohnungsbaues — Rationelle Bauweise Emmendingen. Nachdem die Schaffung neuen Wohnraüms, durch den allgemeinen Kapital- und Kreditmangel in allen Gemeinden bedingt, den toten Punkt noch immer nicht überwunden hat, fand im Rathaussaal in Herbolzheim eine Sitzung des Kreisausschusses Emmendingen mit den Bürgermeistern der Wiederaufbaugemeinden statt. Landrat Oswald gab in diesem Zusammenhang das Ergebnis seiner Verhandlungen mit dem Finanzministerium wegen Kreditgewährung bekannt und führte aus, daß, nachdem die schweren , Kriegsschäden des Kreises Berücksichtigung finden würden, der Kreis bei der Zuteilung von Krediten mit an der Spitze stehe. Neben der Finanzierung sei aber auch notwendig, eine rationelle Bauweise zu finden, man dürfe nicht am altüberlieferten Baustil hängenbleiben. In der Fabrikation von Fertighäusern könne die Firma Krafft, Herbolzheim, die in einer massiven Bauweise mit Betonständern und Bauplatten arbeitet,, erwähnt werden. Ein derartiges Haus kostet schlüsselfertig 12 000.— DM und bietet Raum für zwei kleine oder eine große Familie. Das Haus, das in sechs Wochen erstellt werden kann, ist nach Ansicht der Fachleute gefällig und von zweckmäßiger Raumeinteilung. Um diese neue Bauweise kennenzulernen, fand eine Besichtigung, eines im Bau befindlichen Hauses statt. Es wurde dabei zum Ausdruck gebracht, daß die Kosten immer noch zu hoch seien; die Miete für ein derartiges Eigenheim beläuft sich auf etwa 70.— DM. Um die Baukosten zu senken, wurde vorgeschlagen, derartige Häuser zwei- bis zweieinhalbstöckig als Doppel- und Reihenhäuser zu erstellen, so daß bei einem geringeren Bauindex die Wirtschaftlichkeit sichergestellt werden könnte. In dieser Sitzung wurde gleichzeitig ein Vorschlag des Bürgermeisters Häßig, Bahlin- gen, besprochen, der in einer Eingabe an das Landratsamt, die Errichtung einer Kreis- siedlung auf dem Gelände am Bahnhof Nim- burg (Kaiserstuhlbahn) zu bedenken gab. In seiner Stellungnahme führte Landrat Oswald aus, daß ein derartiges Projekt die Kreditmittel erschöpfen würde, ohne daß die anderen Gemeinden mit Flüchtlingen einen finanziellen Zuschuß zur Erstellung von Wohnraum erhalten könnten. Weiterhin solle eine Verschmelzung mit der einheimischen Bevölkerung angestrebt werden. Auch sei es unwahrscheinlich, daß zu einer Flüchtlingssiedlung gleichzeitig die nötige Industrie mit angesiedelt werden könnte, um den Flüchtlingen einen Lebensunterhalt zu schaffen. Wenn die Flüchtlinge schon in die Städte müßten, um Arbeit zu finden, sollte man beim Bau von Siedlungen zweckmäßigerweise möglichst an die Hauptverkehrslinie gehen. Kreisrat Stelz (SPD) befürwortete den Gedanken eines Kreissiedlungsbaues, da die Praxis gezeigt habe, daß die ankommenden Flüchtlinge an den meisten Orten unerwünscht seien. Jedoch nahm man aus verschiedenen Gründen von einem solchen Projekt Abstand. Allgemein bezugnehmend auf die Erstellung von Wohnraum führte Kreisrat Zahn (DP) an, daß man die Plattenbauweise weitgehend erweitern sollte, um größere Häuser zu schaffen, so daß Raum für eine höhere Personenzahl geboten werden könnte. Bürgermeister Prestel (Waldkireh) machte die Versammlung auf eine Firma in der Pfalz aufmerksam, die in ihrer Bauweise völlig neue Wege beschreite. Danach würde sich ein Projekt von sechs möblierten Wohnungen auf etwa 50 bis 60 000 DM belaufen. Zusammenfassend stellte der Landrat fest, daß von der Firma Krafft weitere Vorschläge für ein noch billigeres und rationelleres Bauen gemacht werden müßten. , * Obersimonswald. Die Bautätigkeit setzt hier rege ein. Es gilt, die im Kriege zerstörte Wirtschaft „Zum Engel“ wieder zu errichten, welche eine alte Tradition aufweist. Ebenso werden alle Vorkehrungen getroffen, um den durch Brandunglück zerstörten Farn- > bauernhof demnächst wieder aufzubauen. Es * fehlt an Handwerkern, sö daß die einheimischen Handwerksmeister mit Arbeiten überhäuft werden. Altsimonswald. Im Langenmoos wird ein neues Haus von Kranführer Steiert erbaut. Somit erfährt die einsame Gegend vom Iben- dörfle bis zur Gegend vom neuen Weg plie erste Ansiedlung. Aus dem Villinger Gerichtssaal Die Kriegs- und Nachkriegszeit mit ihren Demoralisierungserscheinungen war schon immer ein guter Nährboden für Entgleisungen. Dazu kommen die krassen sozialen Gegensätze. Wenn noch Zerwürfnis mit dem Elternhause und eine unglückliche Ehe dazu kommen, wie es bei dem 25jährigen W. aus Karlsruhe der Fall ist, kommt man allzu schnell mit dem Gesetz in Konflikt. Eine Bleibe am ehelichen Herd war nicht mehr gegeben, das Elternhaus war ihm auch nicht mehr freundlich gesinnt, und so nahm er eine landwirtschaftliche Stelle als Knecht an. Unter Mitnahme eines Fahrrades und von einem Paar Schuhen verschwand er. Um den Diebstahl zu verschleiern, demontierte er das Rad und verkaufte die Teile einzeln. Dann suchte er beim nächstbesten Zirkus Unterschlupf, der ihm auch gewährt wurde. Sein jugendliches Alter rechnete ihm der Staatsanwalt strafmildern an. Fünf Wochen Gefängnis unter Anrechnung von 15 Tagen Untersuchungshaft lautete das Urteil. Eine Frau aus Engen, deren Mann gefallen ist, war mit ihren beiden Kindern auf dem Wege zu einem Besuch ihrer Schwiegereltern in Mönchweiler. Als sie den Zug auf der Endstation Villingen verließ, war die Handtasche einer Mitreisenden liegengeblieben. Sie nahm die Tasche an sich, traf die Eigentümerin auf dem Bahnsteig wieder, hatte jedoch in der Aufregung vergessen, ihr die Tasche auszuhändigen. Erst im Wartesaal erinnerte sie sich daran. Inzwischen fahndete die Bahnpolizei bereits nach der Handtasche und der derzeitigen Besitzerin, die sie im Wartesaal ausfindig machte. Der Staatsanwal: stellte es in das Ermessen des Gerichts, ob hier die Grenze einer Unterschlagung überschritten wurde. Sitzung des Kreisausschusses Stockach Stockach. Folgende Beschlüsse wurden in der letzten Sitzung des Kreisausschusses gefaßt: Die Entscheidung über ein Gesuch der Gemeinde Nenzingen um Gewährung eines Zuschusses zur Anschaffung einer Tragkraft- , spritze wurde zurückgestellt. — Dem Antrag der Stadt Stockach um Erlassung der Kreisumlage für das erste Vierteljahr des Rechnungsjahres 1948 wird im Hinblick auf die von ihr früher geleisteten Mehrzahlungen entsprochen. Ein ähnliches Gesuch der Gemeinde Stetten a. k. M., ihr die Kreisumlage für 1948 zu erlassen, wurde ebenfalls genehmigt. — Die Kosten für die Schülerspeisung, die vom Land beim Kreis angefordert werden, sollen, soweit sie den. Betrag von monatlich 1500 DM nicht übersteigen, vorschüßlich vom Kreis übernommen werden. — Beschlossen wurde die Anschaffung eines 16-Milli- meter-Tonfilmgerätes für das Jugendbildungswerk. — Der Kreiszusch'ag für die Hagelversicherung wird in Abänderung des Beschlusses vom 7. April ln der üblichen Höhe Übernommen. Für die Jungviehweiden Ber- genhof, Hilgenhof und Steckeierhof wurde dem badischen Landesverband der Rinderzüchter in Radolfzell ein Zuschuß bewilligt. — 1 Die Einstellung von zwei Straßenwärtern Wurde genehmigt. — Von der Absicht des Landratsamtes, zur reibungslosen Durchführung der Maßnahmen auf dem Gebiete der Umsiedlung die erforderliche Anzahl überörtlicher Wohnungsausschüsse zu bilden, Wurde zustimmend Kenntnis genommen. „München“ hat nach völliger Neugestaltung die erste Probefahrt unternommen. Die ersten Frühkartoffeln geerntet Ueberlingen. Am 14. Juni wurden auf dem Gutshof Neuhof die ersten Frühkartoffeln geerntet und dürften damit die frühesten in ganz Deutschland sein. Die vorzeitige Ernte wurde durch ein besonderes Verfahren erzielt. Es handelt sich um die Sorte „Frühbote“. Auf einem Morgen konnten etwa 70 Zentner geerntet werden. Singen. Zur Anmeldung der Schulanfänger verweisen wir auf den Anzeigenteil. Singen. Die spanische Fußballmannschaft Tarragona traf am Montag, mit dem D-Zug von Zürich kommend, auf der Durchfahrt nach München in Singen ein. Die international bekannte Mannschaft spielte am Mittwoch gegen München 1860 und wird am 25. Juni gegen den VfB Stuttgart und am 26. Juni gegen den I. FC Nürnberg antreten. — Mit dem gleichen D-Zug kam auch die ehemalige Oberbürgermeisterin von Berlin, Frau Luise Schröder, aus der Schweiz zurück, wo sie in Luzern an einer sechstägigen Tagung deutscher und französischer Bürgermeister teilgenommen hatte. Frau Schröder, die sich auch für sportliche Ereignisse interessiert, wurde durch den Geschäftsführer des VfB Stuttgart, der die Spanier in Singen abholte, über das Spiel seiner Mannschaft gegen Viktoria Berlin unterrichtet. Ein verständnisvoller Richter kam zu der Ueberzeugung, daß die Angeklagte nicht die endgültige Absicht hatte, sich die Tasche anzueignen, und sprach die Angeklagte frei. Der 23jährige Maschinenschlosser F. aus Würzburg leerte in einem unverschlossenen Speicher den Inhalt einer dort abgestellten Truhe. Wäsche, Kleider, Schuhe und andere Gegenstände packte er in einen unter ähnlichen Umständen gestohlenen Rucksack. Einen Teil der Diebesbeute verkaufte und vertauschte er gleich anschließend an ein gutgläubiges Dienstmädchen in einem Gasthaus am gleichen Orte. Seine Mittellosigkeit und seine Jugend führten ihn nochmals am Zuchthaus vorbei, ein Jahr Gefängnis lautete unter Anrechnung von sechs Wochen der Untersuchungshaft das Urteil. Villingen. Das erste Gauturnfest des Schwarzwaldturngaues nach dem Krieg findet gemäß einem Beschluß des Turnrates am 24. Juli in Bräunlingen statt. Der 1. Gauvertreter, Rektor Wunderlich, Villingen, hielt bereits mit seinen.Mitarbeitern eine vorbereitende Sitzung in Bräunlingen ab. Villingen. Ein schwerer Einbruch, der im September 1948 in der hiesigen Knabenschule verübt wurde, konnte nunmehr durch die Kriminalpolizei aufgeklärt werden. Damals waren wertvolle Filmgeräte mit Zubehör, Filme und Glasvorführbilder samt zwei Lederkoffern entwendet worden. ‘ Als Täter wurden jetzt ermittelt und festgenommen: der 16 Jahre alte Horst W. und der 18 Jahre alte Sigmund J. aus Villingen, während ein dritter Täter im Kreis Donaueschingen wohnhaft ist.- Das gesamte entwendete Filmmaterial konnte wieder beigeschafft werden. — Wegen Betrugs gelangte ein angeblich aus Köln stammender ' Schuhmacher zur Anzeige. Durch Heiratsversprechen hat er eine hier wohnhafte Frau, bei, der er einige Zeit logierte, zur Ueberlassung von Gegenständen bewogen und ist dann verschwunden. — Wegen Einbruchs, Diebstahls und Unterschlagung gingen in den letzten Tagen sieben Anzeigen ein. Entwendet bzw. unterschlagen wurden Schuhe, Bargeld, Bekleidungsstücke, Werkzeuge, Maschinenteile und ein Fahrrad. Villingen. Frau Elisabeth Noelle, Kriegerwitwe, und Tochter des Reichsbahninspektors Richard Knecht, -wurde an der Universität Freiburg zum Dr. rer. pol. promoviert. — Am Dienstagabend wurde die Motorspritze zu einem Brand im Neuhäuslewald alarmiert. Auf einem Kahlhieb verbrannten Waldarbeiter Reisig, wobei sich das Feuer so ausdehnte, daß der benachbarte Wald gefährdet erschien. Die Motorspritze brachte in kurzer Zeit den Brand zum Erlöschen, bevor größerer Schaden entstanden war. Unterkirnach. Der Landwirtschaftl. Ortsverein hielt unter dem Vorsitz von Bürgermeister Weisser eine stark besuchte Versammlung ab. Nach den Referaten von dem Bezirksvorsitzenden des BLHV, Zehnder, Villingen, und dem Leiter des Erfassungsamtes, Kaltenbach, Villingen, muß der Bezirk Villingen statt bisher 35 Tonnen nunmehr • 46 Tonnen Schlachtvieh monatlich aufbringen. Da die Metzger in einer größeren Stadt in Baden nunmehr Einkaufsscheine zum direkten Einkauf von Vieh beim Bauern erhalten haben und diese Aufkäufer höhere Preise zahlen, als der Landwirt bei der Ablieferung an das Schlachthaus erhält, ist nunmehr die große Gefahr eingetreten, daß in kurzer Zeit Was bietet Freibwg ? Samstag, den 25. Juni: Stadt. Bühnen. Casino: IX. Sinfoniekonzert, 2o Uhr, Ende 22 Uhr. — Kammerspiele: „Seit Adam und Eva“, 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Sonntag, den 26. Juni: Stadt. Bühnen. Casino: „Der Freischütz“, 20 Uhr, Ende 22.45 Uhr, — Kammerspiele: Pantomimisches Kabarett „Haltestelle“, 20.30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Täglich : Lichtspiele. Casino: „Jugendliebe“. — Friedrichsbau: „Der Herr der sieben Meere“. — Kandelhof: „Der Herr der sieben Meere“. — Harmonie: „Symbol des Glücks“. — Union: „Die besten Jahre unseres Lebens“. Augustinermuseum: „Christliche Kunst unserer Zeit“. Landesamt für Museen, Talstraße 12 a: Miserere von Georges Rouault. kein Vieh mehr zur Ablieferung kommen wird, da es nicht angeht, daß zweierlei Preise gelten. Auf dem Landratsamt haben deshalb mit den verschiedenen Verbänden und den Gewerkschaften Verhandlungen stattgefunden. Die Gewerkschaften lehnen die Aufhebung der Zwangswirtschaft ab, da sie höhere Verkaufspreise befürchten. Aus der sehr regen Aussprache ging hervor, daß es kaum möglich sein dürfte, die Zwangswirtschaft noch aufrechtzuerhalten, wenn die Preisdifferenzen weiterhin bestehen sollten. Die neuen Preise für die Schweine, welche im Gegensatz zu der Zusicherung bei dem Abschluß der Mastverträge stehen dürften, haben eine lebhafte Aussprache herbeigeführt. Triberg. In der hiesigen Kartenstelle werden am Dienstag, 28. Juni, die neuen Lebensmittelkarten für die Monate Juli / August vormittags für die Buchstaben von A—K und nachmittags für die Buchstaben L—Z ausgegeben. St. Georgen. Bei den Teerungsarbeiten, die augenblicklich in unseren Straßen durchgeführt werden, geriet in der Gerwigstraße die Teermaschine in Brand. Das Feuer sprang schnell auf die frischgeteerte Straße über. Da sich das Feuer schnell entwickelte, kamen auch die Häuser der Gerwigstraße in Gefahr. Die sofort aufgenommene Feuerbekämpfung durch die Straßenarbeiter und die herbeigerufene Feuerwehr konnte in kürzer Zeit die Gefahr beseitigen und’ das Feuer löschen. Freiburger Stadtnotizen Kulturfilm-Vorführung Am Sonntag, dem 26. Juni, 11.15 Uhr, findet in den Kandelhof-Lichtspielen eine Kulturfilm-Vorstellung für die Jugend statt. Dabei gelangen folgende Filme zur Aufführung: „Schwarzwaldzauber“, „Von Patagonien bis Feuerland“, „Die große Welt, mit r j£inder- augen“, „Würzburg“. Pflanzenschutzgeräte Am Samstag, 25. Juni, findet um 15.30 Uhr auf dem Gütleutfeld (Eingang Maria-Matten- Weg, Haltestelle Haslacher Straße) eine Vorführung von Geräten zur Schädlingsbekämpfung (Hand- und Rück mverstäuber, Rückenspritzen, Motorverstäuber usw.) statt. Bei schlechtem Wetter wird die Vorführung um acht Tage verschoben. Faßriesen für die Winzergenossenschaft Ihrin- gen Ihringen. Die Lahrer Firma Emil Göhrin- ger, Weinkellerei und Weingroßhandlung, hat zum 25jährigen Gründungsjubiläum der Kai- serstühler Winzergenossenschaft zwei Ovalfässer hergestellt von drei Metern Höhe und zwei Metern Breite, deren eines 9 600 und deren anderes 9 340 Liter faßt. Es sind die größten Fässer, die bisher aus der Weinkellerei hervorgingen. Das eine trägt das Wappen der Kaiserstühler Winzergenossenschaft, • von einem Lahrer Bildhauer kunstvoll geschnitzt. Ihringen. Für das 25jährige Jubiläum der Winzergenossenschaft hat auch die Küferei Sexauer vier Fässer mit einem Fassungsvermögen von je etwa 10 000 Litern angefertigt und zusammen mit den beiden in Lahr bestellten Fässern von gleicher Größe aufgestellt. Anschließend fand eine kleine Feier statt, bei der Küfermeister Sexauer auf die Bedeutung des Festes hinwies. Schülerschwarzfahrt im Prinzenwagen „Das Nachtlager von Granada« Meßkirch. Zum 100. Todestag Conradin Kreutzers findet als musikalischer Höhepunkt am Samstag, 16. Juli, 20 Uhr, und Sonntag, 17. Juli, 15.30 Uhr, eine Freilichtaufführung der Oper „Das Nachtlager von Granada“ im Schloßhof von Meßkirch statt. 120 Mitwirkende, Solisten vom Staatstheater Karlsruhe, das Städtische Orchester Konstanz sowie der Männer- und gemischte Chor Conradin Kreutzer. Die musikalische Leitung hat Kapellmeister Münzer, Regie Kammersänger Fritz Neumeyer, Freiburg. Neuwahlen beim Bienenzuchtverein Meßkirch Meßkirch. Bei der Zusammenkunft des Bienenzuchtvereins Meßkirch wurde bei den Wahlen der bisherige Vorsitzende, Justizinspektor a. D. Emil Schäfer, wiedergewählt Erich Zinnert wurde zum stellv. Vorsitzenden und Schriftführer, und Förster Johann Bücheier, Langenhard, zum Rechner gewählt. Ueber die Belange der Imker und der Bienenwirtschaft sprach Großimker Hahn, Engelswies. Die Versammlung war gut besucht. Freigabe von Bodenseeschiffen Die Bodenseeschiffe „Deutschland“ und »Allgäu“ sind jetzt von der französischen Marine fBeigegeben worden. Das Dampfschiff Internationales Studententreffen im Sommer 1949 Auch in diesem Jahr sollen die 1946 begonnenen Begegnungen junger deutscher Akademiker mit ausländischen Studenten fortgesetzt werden. Bei zwei Ferienlagern, die im Monat August in der Jugendherberge Ueberlingen am Bodensee stattfinden, sollen unter Teilnahme zahlreicher Studenten aus verschiedenen europäischen Ländern hauptsächlich Probleme der europäischen Einigung und Neuordnung in staatsrechtlich-politischökonomischer Sicht und in der Aussprache zwischen deutschen und französischen Studenten Fragen zum deutsch-französischen Verhältnis gestern und heule sowie das Verhältnis des deutschen und französischen Katholizismus zu den Strömungen der Gegenwart behandelt werden. Daneben können deutsche Studenten in größerem Umfang an Studententreffen in Frankreich teilnehmen. So werden im Juli, August und September in Dijon und Montpellier (Südfrankreich) Siudentenlager abg'e- hälten, während deren sich die teilnehmenden Studenten bei gemeinsamen Wiederaufbauarbeiten, Erntearbeiten und bei der Weinlese die Mittel für das anschließende Lagerleben, teilweise am Mittelmeer, verdienen können. In den gleichen Monaten sollen in Vallercine (Haute Savoie) Studentinnenlager von je 14 Tagen Dauer, in Lourdes ein internationales Lager junger Katholiken und in Bareges (Hochpyrenäen) Ferienlager stattfinden, bei denen sich deutsche Studenten beteiligen können. Ferner ist von Ende August bis Anfang September für 15 deutsche Studenten ein kostenloser vierzehntägiger Studienaufenthalt in Paris vorgesehen. Außer diesen Gelegenheiten zur fruchtbaren und freundschaftlichen Begegnung deutscher Studierender mit ausländischen Studenten ist heute der private Austausch zwischen französischen und deutschen Studenten wieder grundsätzlich möglich. Vorläufig soll es sich allerdings nur um einen Ferientausch handeln, also nicht um Studientausch. Deutsche Studenten, die nach Frankreich fahren wollen, müssen in Deutschland für die Dauer ihres Auslandsaufenthaltes in ihrer Familie einen französischen Studenten aufnehmen. Die entstehenden Kosten sind jeweils von der Grenze ab von den betreffenden Tauschpartnern zu tragen. hm. Hinterzarten. Einige Schüler im Alter von 17 bis 19 Jahren der Schule in Hinterzarten benutzten den Wagen des Prinzen von Hannover, der die Schule besichtigte und den Wagen im Schulhof abstellte, zu einer Schwarzfahrt an den Bodensee. Der Direktor der Schule und der Prinz von Hannover nahmen die Verfolgung auf und konnten die Uebeltäter in Stockach wieder einfangen. Von einer polizeilichen Verfolgung der Tat sah der Direktor ab, jedoch mußten die Jungens umgehend den Fußmarsch nach Hinterzarten antreten. Immendingen. Der Gesangverein „Liederkranz“ veranstaltete ein Waldfest mit Sängertreffen. Bei dem günstigen Wetter waren zahlreiche auswärtige Gäste anwesend. Der Festplatz auf dem „Scheibenbuck“ war dicht gefüllt. Als Gastvereine waren der „Liederkranz“ Weiterdingen, der „Sängerkranz“ Möhringen, der Gesangverein Blumberg, „Frohsinn“ Geisingen, der „Liederkranz“ Engen und der Mänriergesangverein Tuttlingen erschienen. Die Leistungen der Vereine standen auf beachtlicher Höhe. Die Chöre wurden durchweg in bester Vortragskunst dargeboten und mit viel Beifall aufgenommen. Die Knaben- und Mädchenriege des Sportvereins führten Turn- und Keulenübungen vor, Seite 8 „DAS NEUE BADEN* Nr. «?». 8. 4» DANKSAGUNG Für die uns aniaßKoh des Hmscheidens des Mitinhabers unserer Finna Herrn Fabrikant Max Dold entgegengebrachten Beweise aufrichtiger Anteilnahme sowie die dem Dahingegangenen gewidmeten Worte der Anerkennung und der Verehrung danken wir hiermit auf das herzlichste Offenburg, im Juni 1949 Aetz) und Emaillierwerke C. Robert Dold DAMKSAGUNG Für die mir anKßlieh des Hinseheidens meines herzensguten Mannes Herrn Max Dold, Fabrikant entgegengebrachten Beweise liebevoller Anteilnahme und die herrlichen Kranzspenden danke ich allen Beteiligten auf das herzlichste Offenburg, im Juni 1949 Erika Dold, geh. Baus Mein lieber Mann, unser treusorgender Vater Friedrich Schirrmann wurde am 14. Juni nach einem arbeitsreichen Leben, nach kurzem, aber schwerem Krankenlager in die ewige Heimat abgerufen. Neustadt (Schwarzw.), Pfauenstr. 17, den 21. Juni 1949. In stiller Trauer: Frau Lina Schirrmann, geb. Morath und Angehörige. Allen, die meinem lieben Gatten, unserem lieben Vater das letzte Geleite gaben und Anteil nahmen an unserem großen Verlust, sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank aus. (1-279) Nach schwerer Krankheit starb heute mein geliebter Mann, unser guter Vater Dr. med. Bernhard Hösl prakt. Arzt im 63. Lebensjahr. Bonndorf (Schwarzwald), den 20. Juni 1949 Dr. med. Marie-Paula Hösl, geb. Sommer Dr. med. Josepha Hösl Dr. med. Wolfram Hösl (in russ. Gefangensch.) XU immSAL 3m Quält Sie ein Leiden 41 wl* Rheuma, hdiiu, Gicht, Nerven-, * | Muefeelechmereen, Hexenechuß und Reilten | Dtese&eMen. werden-erfotgreiclrdurch das giftfreie Kräuterpräparat „Rheumaexal Nr. 14526“ behandelt. Sollten Sie bisher erfolg- los-ihre Leide» -bekämpft haben, so versuchen Sie „Rheumaexal“ Sie werden überWen Erfolgerstaunt sein. Menschen,welche dasMittel genommen, haben die Freude am Leben wiedergewonnen und schreiben begeistert. „Rheumaexal“ ist Pulver zum Einnehmen. Acht- Wochen-Packung DM 12.-frel gegen Nachnahme. Bestellungen an: SANGUIL-VERTRIEB, Einsterbergen (Thür.Wald) 210 seit 1888 Zweigniederlassung: (22c) Gummersbach/Rflld. Zum erstenmal nach 10 Jahren findet der Johanni * Markt in Grenzach amMontag.dem 21. u. Dienstag, dem 28.Juni in größerem Ausmaß statt Reichhaltige Auswahl in allen V erkauf sartikeln Für Unterhaltung ist gesorgt Hierzu ladet freundlich ein Gemeinde Grenzach Der Bürgermeister /yyuit ÜLaweco~ Ase&StjesL&i- Ayise$%‘s S r Hotel Mineroa FREIBURG/BREISGAU ist nun mit allen seinen Räumen wieder für Sie offen, nachdem die Militär»Regierung das Haus ganz freigegeben hat J Waldsee s Restaurant Konditorei - Kaffee - Vorzügliche Küche wieder geöffnet außer montags DetWeUtfiUaMe 1948 er rnrnttsmanu Laden Verkaufspreis: Liter*Hasche (ohne Glas DM) 2.60 f Günstige Preise für Wiederverkäufer Jos. Hinderhofer, Weingroßhandlung Freiburg i» Br., Bertholdstraße 53 — Telefon 3157 Groß* und Kleinverkauf dpla« c ” Geschäftseröfinung t Aufovermieiungjaxi JOSEF ZORN Lörrach, Wiesenweg 25 Tel. 2876 AN.UND VERKAUFE Verkaufe Bandonien 1. (Pa. E. Arnold) 122 Töne, A-dur, ächörig, 2 Register, DM 130.— 2. 133 Töne, Oktav, A-dur, DM 100.— 3. 128 Töne, As-dur, DM 90.— 4. 116 Töne, H-dur, DM 75.— O. 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Rigoletto KAMMERSPIELE: Sa. 25. 6. 20.00—22.30 Seit Adam und Eva So. 26. 6. 20.30—22.15 Pantomimisches Kabarett. „Haltestelle . . .“ Fr. 1. 7. 21.15—22.45 Auf dem Münsterplatz: „Jedermann“ Sa. 2. 7. 21.15—22.45 Auf dem Münsterplatz: „Jedermann“ So. 3. 7. 20.30—22.15 Pantomimisches Kabarett „Haltestelle . . .* (1-286) Neue und gebrauAte fjügel - Klaviere - Harmoniums Alleinvertretung von Grotrian Steinweg MUSIKHAUS Ruckmich FREI BURG i.Br. r:r Schwerhöriger r£,s dann lade ich Sie u. adle Ärzte ein, meine in Waldshut Bahnhofshotei Kraus Montag, den 27. Juni v. 9—2 Uhr Rheinfelden Hotel Bahnhof Dienstag, den 28. Juni v. 9—2 Uhr Säckingen Hotel Schützen Mittwoch, den 29. Juni v« 9—2 Uhr Zell 1. W. Hotel Löwen Donnerstag, d, 30. Juni v. 9— 2 Uhr Lörrach Hotel Krone Freitag, den 1. Juli v. 9—2 Uhr Müllhelm Hotel Löwen Samstag, den 2» Juli v. 9—2 Uhr ausgestellten Ohrsteck hörgeräte unverbindlich auszuprobieren — ^ Platzvertretungen werden an jeden Ort vergeben ^ . . J. MELLERT Kirchen, Kinos usw. KONSTANZ Straße 55/55 Formschöne &ualtfäfömöfeel zu niederem Preis liefert MÖBEL-WEBE R Freiburg /’ Jm Römerhof Staßenbahnhaltestelle Linie 4 Gummischutz, 1 Dutzend 4 DM. Dis 4 + kreter Versand per Nachnahme. Frenzei, Heidelberg G, Postfach 489 TYP.Rhein 95 ps - 59 men lieferbar durch , Gebr. Keller Engen — Viliingen *80 Tel. *080 25 Jahr« Eisenbahnstrafye 49 beim Bahnhof — Freiburg i.Br. RADIO-Geräte,neueTypen neue Preise RADIO-Röhren zu herabgesetzten Preisen RADIO-Reparatur. schnell und fachmännisch RADIO-Anlagen überprüf, und Anfennenbau Fachmännische Beratung I Unverbindl. Vorführung! Zahlungserleichterung I Geschäftszeit: Täglich 8 — 12.30 und 14.30 — 18 Uhr (1-022) w klebt- nkwiedtfauseirnndefttfehG m Amtliche Bekanntmachungen Oeffentliche Erinnerung Zur Vermeidung kostenpflichtiger Einziehung sind zu zahlen: Am 5. Juli 1947: 1. Lohnsteuer für Juni, einsChl. Kirchenlohn- steuer (8*/t der Lohnsteuer) unter Abgabe der , Anmeldung. Am 11. Juli 1949: 2. Umsatzsteuer für Juni nach Maßgabe der gleichzeitig abzugebenden Voranmeldung. Die nichtbuchführenden Land- und Forstwirte haben die auf Grund der Richtsätze festgesetzten vierteljährlichen Umsatzsteuervorauszahlungen zu leisten. 3. Einkommensteuer (einschl. 8°/o Kirchensteuer) sowie Körperschaftssteuer-Vorauszahlung für das II. Viertel 1949 nach Maßgabe der für das abgelaufene Vierteljahr abzugebenden Erklärung. Die Pflichtigen mit einem Jahreseinkommen von 4 000 .— DM und weniger, die einen Vorauszahlungsbescheid für die Zeit ab 21. 6. 48 erhalten haben, zahlen die in ihm festgesetzte Vorauszahlung, sofern sie den Steuerbescheid für 1947 noch nicht erhalten haben. 4. Beförderungssteuer für den Personen- und Reisegepäckverkehr. Am 15. Juli 1949: 5. Börsenumsatzsteuer für den Monat Juni bzw. für das II. Vierteljahr 1949 und Abgabe der Anmeldung. Am 20. Juli 1949 6. Beförderungssteuer für den Güterfernverkehr. Zu den in den Steuerbescheiden bezeichneten Fälligkeitsterminen : 7. Abschlußzahlung auf die Einkommen-, Körperschafts-, Gewerbe- und Umsatzsteuer 1947. 8. Die nicht buchführenden Land- und Forstwirte zahlen — außer der unter 2 aufgeführten Richtzahl — Umsatzsteuer — den 4fachen festgesetzten Vierteljahresbetrag der Umsatzsteuer aus Weinumsätzen und ferner die Umsatzsteuer aus ihren sonstigen land- und forstwirtschaftlichen Sonderumsätzen für das 3. und 4. Kalendervierteljahr 1948. Bei nicht rechtzeitiger Zahlung ist ein Säumniszuschlag von 5°/o des Rückstandes verwirkt. Die Finanzämter: Freiburg, Emmendingen, Lahr, Lörrach, Müllheim, Neustadt, Schopfheim und Wolfach. STÄDTISCHE BEKANNTMACHUNGEN Freiburg i. Br. Die Firma Deutsche Benzin- und Petroleum- Gesellschaft mbH., „O 1 e x“, Hamburg, hat am 3. 2. 1949 um die Genehmigung zur Erweiterung ihres Tanklagers auf dem bahneigenen Gelände an der Freiladestraße 19, hier, nachgesucht. Die bisherige Lagermenge von 80 000 Litern brennbarer Flüssigkeiten der Gruppe A, Gefahrenklasse I, soll durch Einbau eines weiteren unterirdischen Tanks mit einem Fassungsvermögen von 50 000 Litern erhöht werden, so daß insgesamt 130 000 Liter brennbare Flüssigkeit auf diesem Anwesen gelagert werden. Das Gesuch, die Beschreibung der Anlage sowie die Pläne liegen bei dem Städt. Baupolizeiamt, Adelhauserstraße 4, zur Einsicht auf. Etwaige Einwendungen gegen dieses Vorhaben sind binnen 14 Tagen, vom Tage des Erscheinens dieser Bekanntmachung an, bei dem Städt, Baupolizeiamt, Adelhauserstraße 4, mündlich oder schriftlich geltend zu machen. Andernfalls gelten alle nicht auf privatrechtlichen Titeln beruhenden Einwendungen als versäumt. Freiburg i. Br., Juni 1949. (1-287) Das Bürgermeisteramt der Stadt Freibnrg i. Br. — Abt. III — Bau- und Feuerpolizei Die Fundgegenstände der Städt. Straßenbahn werden am Montag, dem 27. Juni 1949, 15.00 Uhr, im Hof des Kaufhauses versteigert. (1-290) Singen a. Htw. Anmeldung der Schulanfänger Zu Beginn des neuen Schuljahres werden alle Kinder schulpflichtig, die bis zum SO. 9. 43 geboren wurden. Kinder, die zwischen dem 1. 10.—31. 12. 43 geboren sind, können unter Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses probeweise aufgenommen werden. Eine schriftliche Erklärung der Eltern Ist gefordert. Kinder früherer Jahrgänge, die zurüekgestellt wurden, sind neu anzumelden. Kinder, die zurückgestellt werden sollen, benötigen ein Zeugnis des Schularztes, das mit der Anmeldung auf dem Schulamt abzugeben ist. Kinder, die wegen körperlicher oder geistiger Gebrechen am Unterricht der Volksschule nicht teilnehmen können (nichtvoll- sinnige Kinder), müssen ebenfalls gemeldet werden. Dabei ist anzugeben, ob private Unterweisung oder Unterbringung in eine Anstalt vorgesehen ist. Unterlassung dieser Anmeldung ist, laut Schulgesetz, zu bestrafen. * Anmeldeformulare sind bei den Hausmeistern der Ekkehard- bzw. Zeppelinschule erhältlich und müssen ausgefüllt bis spätestens 2. 7. 49 wieder abgegeben werden. Zur Zeppelinschule zählen die Kinder, die südlich der Bahnlinie wohnen. Die Aufnahme der Schulanfänger findet am 20. 9. 49 um 14.30 Uhr in der Ekkehard- bzw. Zeppelinschule statt. Der Impfschein ist bei der Aufnahme vorzuweisen. Singen, den 21 . 6. 49. (1-282) Das Schulamt Singen Rheinfelden Anmeldung zur Berufsfachschule für das Metall" gewerbe in Rheinfelden Die Anmeldungen zum neuen Lehrjahr der Berufsfachschule, das etwa Mitte September beginnt, werden noch bis Montag, den 4. Juli 49. auf dem Geschäftszimmer der Gewerbeschule an der Turmstraße entgegengenommen. Es ist auch schriftliche Anmeldung möglich* vorzulegen ist das letzte Schulzeugnis. Zeit und Ort der Aufnahmeprüfung wird' den Bewerbern recht- zei tig mitgeteilt (1-278) S*. Georgen f c c^w,T Jahrmarkt mit Ferkelmarkt: Dienstag, den 28. Juni 1949. Zum Besuch wird freundlich elnge- laden. Bürgermeisteramt