igte 'er⸗ eſſe an inſt zey⸗ lter hen die eit ach gen gen ſen, kten Auf Die Oberdeutſche Zeitung er⸗ lich, u vir n Ni. 3352. Oberdeutſche Zeitung. Die großherzogliche Ober⸗ voſtamts⸗Zeitungsexpedition he hat die Hauptſpe⸗ bernommen. Für nnirt man bei er, Brand⸗ Straßburg omme mit 3 k und jedem folgen mit 2 kr.) Karlsruhe. Staat und Kirche. Nachdem währ kirchlichen Angelegenl ſchiedenen Konfeſſionen zum Staate, ſowohl innerhalb halb der Mauern Iliums, ſo viel Gehäſſiges zu Markte gebracht wor immen ſich bemüht hatte, eine an ſich einfache und der vorurtheilsloſen Auf— faſſung keineswegs unübern wirren, gewinnen endlich die der letztverfloſſenen Jahre in Bezug auf die iten und namentlich die Stellung der ver⸗ 16 als außer⸗ den war, und ein ganzer Chor von wüſten S che Frage immer mehr zu ver⸗ weren Anſichten allmählig die Oberhand, und man fängt beiderſeits an, die Sache auf ihren weſentlichen Gehalt zu reduziren. Jeder Unbefangene ſieht ein, daß ein Proteſtant ſich ſo wenig um die inneren Angelegenheiten des Katholizismus zu bekümmern hat, als einen Katholiken jene der evangeliſchen K on etwas angehen. Kein Theil wird und will ſich von dem andern eine läſtige Bevormundung aufdrängen laſſen, und beide haben Recht, wenn ſie Verſuche dazu mit dem größten Nachdruck zurückweiſen. Wenn ſich jedes der beiden Bekenntniſſe innerhalb ſeiner Schranken hält, das andere nicht be— einträchtigt, und unerbetenen ſ. g.„guten Rath“ bei Seite läßt, U e zum politiſchen Streit weg, und das rcheinanderwohnen wird nirgends geſtört, das bürgerliche und geſellſchaftliche Zuſammenleben nicht mehr ge— trübt werden. Die theologiſchen Gelehrten aber mögen ſich dann in ihren wiſſenſchaftlichen Zeitſchriften nach Luſt und Belieben herumſtreiten, wie ſie es ſeit Jahrhunderten zu thun nicht müde werden, ohne bis dato zu einer Uebereinſtimmung gelangt zu ſeyn. Glaube und Anſichten laſſen ſich nun einmal eben ſo wenig uni⸗ formiren, wie die Temperamente oder die Phyſiognomien. So wenig aber eine Konfeſſion es ſich einfallen laſſen darf, der andern ihre Geſetze und Begriffe oder ihren Glauben auf— drängen zu wollen, eben ſo wenig ſoll ein Polizeigedanke der Staatsverwaltung ſich in die kirchlichen Angelegenheiten miſchen. Noch immer iſt Unheil entſtanden, wo ſie, gleichviel auf welche Art, ſolchen Einfluß zu üben verſuchte, und die deutſche Ge— ſchichte namentlich weist auf ihren lehrreichſten Blättern nach, wie 11 ſo fäl 1 1 4 Jugendſchriften. Dienſtag, 21. Dezember freilich keineswegs für die noch nicht mit dem Alter- läßt dieſer den älter thum gehörig vertraute Jugend, ſondern für die der nophon nichts Au die Einmiſchungen der Staatsgewalt in die konfeſſionellen Verhältniſſe niemals etwas Anderes, als Unfrieden, Entzweiung, und böſes Blut geſtiftet haben. Auch hierüber wird ſich das nationale Bewußtſeyn immer klarer in Deutſchland, und wir begrüßen als ein er⸗ freuliches Zeichen der Zeit, daß über dieſe Lebensfrage gerade von Leipzig aus, wo ſeither im Namen der lieben„Aufklärung“ ſo viel Flaches und Intolerantes zum beſten gegeben wurde, ſich eine Anſicht von tieferem Gehalte Bahn bricht, welche den rechten Weg einſchlägt, auf dem allein zum Ziel zu kommen iſt, und welche nicht ermangeln kann, das gute Einvernehmen der verſchiedenen Konfeſſionen, und folglich die Ruhe und die Macht Deutſchlands mächtig fördern zu helfen. „Die Staatsgewalt“— ſagt der Profeſſor Karl Biedermann in ſeinem trefflichen, von der gediegenſten Nationalgeſinnung zeu— genden Programm der Deutſchen Monatsſchrift—„würde am klügſten handeln, wenn ſie die bürgerlichen und politiſchen Inſtitutionen und Intereſſen ganz von denen der Kirche ſonderte, und dieſe ſodann ſich ſelbſt überließe. Die Staatsge— walt geſtatte alſo der Kirche die freie Ausübung ihrer geiſtlichen Gewalt, ihrer Interdikte und Bannſprüche, und ſorge nur dafür, daß ſich keinerlei bürgerliche Folgen daran knüpfen; ja, ſie würde vielleicht am beſten thun, wenn ſie der Kirchengemeinde die Aufbringung der Gelder für den Dienſt der Kirche gänzlich über⸗ ließe, und dagegen auch die Verwaltung der Kirchengüter ihrer Uder Staatsgewalt] Kontrolle enthöbe. Mit Einem Wort: der Staat muß die Kirche möglichſt von ſich zu trennen, nicht aber ſie in ſich hereinzuziehen und zu beherrſchen ſuchen.“ „Dieſe Politik erſcheint ganz beſonders nothwendig für diejeni⸗ gen Staaten, deren Bevölkerung eine gemiſchte iſt. In ſolchen wird der Staat ſtets als konfeſſionelle Partei handeln, indem er die eine oder andere Konfeſſion begünſtigt. Ein ſolcher Staat aber hat ein erhöhtes Intereſſe, die kirchlichen Angelegenheiten von den politiſchen auszuſcheiden, und es den verſchiedenen Konfeſſionen zu überlaſſen, wie ſie ſich mit einander ausgleichen mögen. Die evangeliſchen Kirchen ſtehen bekanntlich in den meiſten deutſchen n Cyrus, über deſſen Jugend Ke ihrliches meldet, vom 16. bis Die Reiſen des Cyrus. Aus den franzöſiſchen[alten Sprachen Kundigen berechneten— Charikleszum 40. Jahre Reiſen in die wichtigſten Läͤnder des O und engliſchen Originalen des Ritters Andreas(„Bilder altgriechiſcher Sitte, zu einer genauern[Morgenlandes machen, um die Religion, Sitten und von Ramſay überſetzt von Dr. J. N. Müller, Dompräbendar zu Freiburg. Müllerſche Hofbuchhandlung, 1841. Die Pädagogen haben ſich immer bemüht, der Jugend das Wichtigſte aus der Geſchichte und über— haupt aus dem Leben der Völker des Alterthums in faßlichen, klar und überſichtlich geſchriebenen Wer⸗ ken zugänglich zu machen, und dabei vielfach die Form von Reiſebeſchreibungen gewählt. Dieſe allerdings ſchwierige Aufgabe, bei welcher es darauf ankommt, alle ſubjektiven Anſichten des Erzählers völlig in den Hintergrund zu ſtellen, und ſich ganz in den Geiſt und die Anſchauungsweiſe der alten Völker zu verſen⸗ ken, iſt in der neuſten Zeit am beſten(man darf ſagen: auf eine klaſſiſche Weiſe) von Profeſſor W. A. Becker in Leipzig gelöst worden. In ſeinem— Karlsruhe, Kenntniß des griechiſchen Privatlebens“) und einige Gallus hat er uns zwei vortreffliche Bücher ge— ſehr glaͤnzend geſchrieben, aber nicht gründlich genug. 5 9 8 Wir können für dieſe Behauptung das lübrigens ſtus“ anführen, deſſen Verfaſſer, D6zobry, einen läßt, von wo er dann eine lange Reihe intereſſanter Briefe an einen Freund in Paris ſchreibt. Allbekannt, und noch in den letzten Jahren wieder neu überſetzt, iſt Barthelemy's Reiſe des jüngern Anarchaſis. Aber die Idee zu Reiſebeſchreibungen dieſer Art rührt, wenn wir nicht irren, von dem Schotten Ramſay her. In dem oben angezeigten Werke Jahre früher in dem das römiſche Leben ſchildernden liefert. Die franzöſiſchen Werke dieſer Art ſind meiſt lehrreiche) Werk„Rom im Jahrhunderte des Augu⸗ haltend, Alles mehr hiſtoriſch, als dichteriſch, aber Gallier, den er Camulogenes nennt, nach Rom reiſen 8 Gebräuche, Staatsverfaſſungen, Handel und Kriegs⸗ weſen der Völker kennen ien; er läßt ihn z. B nach Babylon, Egypten, Phönizien, und ſelbſt nach Griechenland reiſen, mit Zorvaſter, Solon, Pytha⸗ goras, Daniel, und andern ausgezeichneten Män⸗ zu nern des Alterthums freundſchaftlich verkehren, und ſchildert, ſich an die Stellen der alten Schriftſteller lebendig und anziehend. Dieſes Werk, das ſchon früher von Claudins(Breslau, 1795) ins Deutſche übertragen wurde, iſt für die Jugend eben ſo beleh⸗ rend als unterhaltend, und die Bearbeitung des Hru Müller recht gelungen zu nennen. hoheit der Staatsgewalt durchgreifende Wei heit lin J Pe der oben ausgeſprochenen U ri om Staat 8 Nolitik er Politik e f f 9 1 R Sen mehr, al K Kirchlichk O1 dem Fluch e dreil Berlin, 15. Dez machen darauf aufjn geh alle Mittel anzuwe Fabriken zu Gru zu 1 ſoll ſogar wie man hierhe ſchappij 1 t wde 4 ſetzer daß die deutſchen„6 ringſchätzung genannt 6 wird bald ein Ziel geſt 8 deutſche Zollverein feſtee mit aller Kraft entgegenzut in Anwendung zu bringen erheiſchen follte. Unumwund Wunſch ausgeſprochen, daß land 1 Bi 7 —5 4 vie de 0 10 11 otteri Peter Parley's Erzählungen 5N K 4 Afrita U Mit 99 Al 1 4 Die Amerikar aben auch eine eigene Ar Rey t ein angeblicher von Allem zu e von Naturwiſſeuſchafte aliniſſen Staatss Völker; es fehlt i au und damit nicht blo er Kre trauten Kinder Dem zählt, Nutzen ziehe, ſo hate ſeine Bücher Allen zuge J ſind. Auf dem Tit ˖ · ſchauen; er tritt ins aus, die gen, ſelbſt der rhältniß ſich richt 1407 die ruſſiſche Gränze eingehe; da es ferner jenſeits Kanäle, Chauſf- unſere Regierung die Bitte erhören werde, denn er habe die Ue— U n nd Eiſenbahnen von der Gränze abwärts nach dem ruſſiſchen berzeugung, daß unſere Regierung nimmermehr einen ſolchen Zu— 5 anlegt, um s nach dort und von der Gränze ab zu[ſtand, wie er dermalen in Hannover beſtehe, billigen könne. Er 4 o ſoll jetzt beſchloſſen ſeyn, dieſſeits auch„immerwährende edner, ſey aber dennoch dafür, daß man dieſe Bitte ſtelle 5 chaft“ gegen Rußland zu üben, und die Gränzprovinzen ſi ls Deutſcher für Deutſchlands Ehre und Sicherheit 0 Weſt⸗ und Oſtpreußen mehr an das vaterländiſche Herz und weil er wenigſtens den Hannoveranern el durch einen großen wohlthätigen Arm, Chauſſee genannt, wolle, daß ihre Leiden bei ihren Mitbrüdern Breslau über Kempen, Mitkowo, Gneſen, Inowrac⸗ Aus dieſen Gründen ſey er für den An— Strasburg, Neidenburg, Gumbinnen bis Königsberg re r. v cheurle r habe ſich erhoben, um den Antrag en ſtrecken, und durch einzelne Sehnen, als: Wreſchen-Pofen, Gneſe t 0 1 Er brauche ſich nicht oſen, Inowraclaw-Bromberg, Strasburg-Marienwerder, Nei Gutachten dreier deutſchen iburg-Elbing 2 recht feſt mit dem großen Körper verbunden dem Ergebniß zuſammen r⸗ rden ſoll. Da Bresl ehe dieſer große Plan vollſtändig— beſtanden habe geführt ſehn wird, nach den vorliegenden Projekten mit Leip⸗ ge ig und Berlin, u dieſe Städte mit dem ganzen Weſten ‚ les und Nordweſten 2 ds, durch Eiſenbahnen verbunden ſeyn muß, ſonn dann wieder, wie im Mittelalter, wenn auch vor in ganz ungen, zum gro Handelsdepot zwiſchen brechen, ſey eine Pflicht des Volksvertreters 5 en, und hier müßte dann wieder, wie aatsre robckung das feſte 2 daß ſie inſtfleißes vom Weſten mit den uf eine gerech te Beſeitigung der in Hannover fi(Leipz. A. Z.) ˖ Frhr. v. Gültingen: Er ſtelle nblatt hält folgendes Miniſterial- den A weitere Debatte den Ant ag des Abgeordneten rde des Bisthums-Kapitularvika-⸗ 0 h Zuruf anzunehmen. Hr. v. Feuerlein: Als Freund ommende Ausfälle und Angriffe der geſetzlicher Ordnung unterſtütze er den Antrag zeitung gegen die katholiſche Knapp von ganzem Herzen. Hr. Camerer: m tholiſchen Inſtitute von dem Mini- nach dem ſo eben geſtellten Antrag in abgekürzte te⸗ ⸗ und Mediz—— en er⸗ſprechen wolle, ſo 09 er* dagegen. n Klerus zur Kenntnißnahme mitge- verſammlung endlich echt rechen und den n ‚ der Vorſtellung des fürſtbiſchöfflichen]] Hr. v. Werner dieſen er öm 30. v. M. habe ich zu meinem Bedauern ben, ſeine Pflich ind ur rſehen, d lichen Blätter ſich eine Pole— letzen, wenn er es e irt ik g die eben ſo wenig den nen velchen en derungen 3 d5 rleuchteten und wohlwollenden ſchaft zu g lade alle n Abſicht S ch Ich habe daher Ver-f gen ein, den Antre anzune he laſſt andes des Abgeordneten Knapp wurde ſofort du 5 J0 fürſtbiſch dneten mihren S imig angenon d, jege woll D D Wdes a⸗ 5 timmig 3 de Abgeord Sch* n Entwicklung kotion des Abgeor(Luxemburg, 1 D 0 hannör verſchen⸗ Angelegenheiten.) ſtitution und die Art der imenſetzung der Deputir Der Abgeordnete ſtellt, nach vorausgegangener Entwicklung dieſer[ren ſich wechſelſeitig. Die Konſtitution, ſo wie die Wahl der n den Antrag,„die Staatsregierung zu bitten, daß ſie bei Landſtände, iſt ausſchließlich von der Kommiſſion der Neune im en rhe mmlung auf ſchleunige Wiederherſtellung Haag ausgegangen Auch ohne näher in die Sache einzug el tandes im Königreich Hannover dringenmü on dieſer Umſtand den innern Gehalt der Verfaſſung fden Antr es Abgeordneten v. Zwer Licht en; allein man darf t e n te, daß ſofort auf die Aufmerkſamkeit dieſelbe durchblätt ſo findet man unwiderl rd dieſes werde, fuhr dieſer fort Eft im Geiſte der übrigen ke dieſer Leute i 1 Worte des Abgeordneten r der Kan ergriffen he ö er hts weiter 6 der 0 0 Heſchich lufl 3 Verfaͤſſung er daß das Vol on Hannover auf jede Weiſe der * d der O edient habe ie beſchworen welche nerke Wirkſamkeit beſtanden habe, wie hergeſtellt zu ſehen; es habe ſich rgeblich bemüht, durch die Re— A * gierung ſelbſt ſeine Ver ng zu erhaͤlten, es zri D 0 leine n an Er ö her M 19 5 Sicherheit[Großherzog geſchloſſenen Uebereinkunft hig werden könnten.“ wirk ian für die äußere iwelcher Abſicht dieſer Artikel abg urde, iſt leicht einzu⸗ Adt ien 2 land zlut und unſer Geld zu vo ſehe wenn ma Tendenz haager Kabinetts nicht a 3 1 ‚ allerdings auch in andern Kammern die Kom- dem Ai verliert, und bedenk ſehr es in deſſen Sinne la lte petenz Lammern beſtritten, in dieſer Sache zu ſprechen[[die Oppoſit zen ein iges, dem Lande nachtheiliges und ihre ßern, allein, wie er glaube, mit Unrecht delsſyſtem durch Furch hüchtern. Auch kann man 1 Wir bild den ldes De Bundes, deſſen anerkannter inen neuen 2„ wie eigenthümlich es der holländ hen Zweck ein z nd innere Sicherheit Deutſch-[ Regierung am Her liegt,„für die Luxemburger“ und„mit il laänds zu erhalten. E rde daher deutſchen Kammern auck den Luxemburgern“ zu handeln. Dieſe Konſtitution iſt im eig nicht beſtritten werden dürfen, daß dieſelben, wenn ſie die inner en Sinn eher als ein lement für Verwaltungsangelegen Sicherheit bedroht finde re Stimme erheben. Er, der Redner heit denn als ein heiliges Palladium der Rechte des Fürſt war keineswegs der H ng, daß, wenn die Kammer der es Volkes zu betrachten, indem ſie dem Zweifel und de itrete, welche der Ab iete von Gerabronn(Knapp)[ Willkührlichkeiten freien Spielraum l5 Sie iſt das Trium 6 abe, 1 e, unſer Verlangen ſo bald werk ich mich ſo ausdrücken darf, eines großſpreck enn er bezweifelte, daß ſich breitmachenden Liberalismus, der aber nur umzuſtürzen und 14 88*—————— nicht aufzubauen vermag. Sie macht von ſich ſelbſt den meiſten zärm, muß aber beſchämt erröthen, wenn man ihr vorwirft, daß ie eine der weſentlichſten Bedingniſſe einer freien Verfaſſung Oeffentlichkeit der ſtändiſchen Verhandlungen, nicht enthält. Bei den Beſtimmungen über das Wahlſyſtem und den Zenſus ſieht man ſehr deutlich die Abſicht der Verfaſſer der Konſtitution durch— blicken, ihren Einfluß bei den unmittelbaren Wahlmännern nicht zu verlieren; denn es iſt im ganzen Luxemburgiſchen nicht dem geringſten Zweifel unterworfen, daß man dieſem Wahlſyſtem deß— halb den Vorzug gegeben hat, weil durch daſſelbe die jetzt domi Partei, ſey es auch nur auf eine gewiſſe Zeit, die Ober 2 zirend nirend e hand behält. Die Zaͤhl der ernannten Deputirten beträgt vierund dreißig. Dieſelben zerfallen in drei Hauptſchattirungen. In die erſte ſind eilf Mitglieder zu ſtellen, von denen man ſagen kann daß ſie die wahren Intereſſen des Landes im Auge haben, denn es war doch wohl nicht gut möglich, 34 Männer in den ver ſchiedenen Bezirken aufzufinden, die ſämmtlich gleie ihren Anſichten oder gleich ſervil in ihren Geſinnungen geweſen wären. In die zweite Abtheilung ſind dreizehn zu ſetzen, welche ſchwankend in ihren Geſinnungen, ohne Charakterfeſtigkeit und be-⸗ f yſtem, nur im Sinne der herrſchenden Meinnng han ie übrigen zehn als Reſt ſind Diejenigen, welche in der Revolution ſtark kompromittirt waren, und entſchieden allem Deutſchthum entgegen ſind. Von den neun Mitgliedern der Kom⸗ miſſion befinden ſich ſieben unter den Deputirten. Unter dieſen gehört einer in die erſtbezeichnete Klaſſe, und zwei reihen ſich in die zweite Klaſſe, und, inſofern ſie erklärte Antideutſche ſind, zu⸗ gleich in die dritte. Die übrigen vier gehören ganz in die dritte Klaſſe. Unter den 10 Deputirten dieſer dritten Klaſſe befinden ſich vier Notäre, die ihrer revolutionären Umtriebe wegen im Jahr 1839 durch Wilhelm J. abgeſetzt wurden. Da es nun veſſenungeachtet ſcheint, als ſey das holländiſche Kabinett der An⸗ ſicht, daß mit der Zuſammenſetzung dieſer Landſtände ein großes Werk ausgeführt worden ſey, indem jenes Kabinett wahrſcheinlich ſehr hohe Ideen von der Wirkſamkeit und den frühern Thaten dieſer Männer gewonnen hat, ſo mag Das den König-Großherzog zu dem gegebenen Verſprechen bewogen haben, der Eröffnung der Landſtände auf das Frühjahr perſönlich beizuwohnen. Bis dahin wird alſo das Land unbedingt in ſeiner düſtern und gedrückten Lage verharren müſſen, wiewohl es bei Vielen ſehr ſchwer halten wird, ihre Hoffnungen noch auf ſo lange hinauszuſchieben. Nach den Zeichen übrigens, die ſich täglich el warten, daß, ungeachtet aller Mittel, derer man ſich Gegenminen anzulegen, ſich eine ſtärkere Oppoſition gegen die Tendenzen der Regierung bilden wird, als dieſelbe im erwarten ſcheint; denn es ſind bereits mehrere ihrer eifrigſten Anhänger ſchwankend geworden, und das bisher unterdrückte Mur ren gegen die unglückſelige Lage, in welche das Land durch die Nichtratifikation des Vertrags vom 8 Auguſt verſetzt worden iſt macht ſich immer allgemeiner Luft. Siebenbürgen. Klauſenburg, 3. Dez. Auf unſerm Landtag fand geſtern ſo zu ſagen eine Erprobung der Stärke der Parteien ſtatt, und man vermag darum mit ziemlicher Zuverſicht auf einen ruhigen gemäßigten, und für die Landeswohlfahrt erſprießlichen Gang der künftigen Verhandlungen zu ſchließen. Es wurde bei einer An⸗ zahl von 241 Ständemitgliedern die erſte k. Propoſition verhan⸗ delt, nämlich die Wahl der Kandidaten für die erledigte Präſiden⸗ tenſtelle des Landesguberniums, der höchſten adminiſtrativen Behörde im Großfürſtenthum. Hiezu werden vom Landtag Sr. Maj zwölf Individuen vorgeſchlagen, je drei aus den vier verſchiedenen Reli— gionsgenoſſenſchaften im Lande: den Katholiken, Reformirten, Evangeliſchen, und den Unitariern. Jeder Wahlzettel eines Stim⸗ menden enthält daher vier Namen dieſer Konfeſſionen, die nun nach der Mehrheit der Stimmen auserleſen, und dem König zur Auswahl und Beſtätigung des Guberniums unterbreitet werden Die bedeutende Mehrheit der Stimmen bei dieſem Wahlakt erhielt Baron Joſika, Hofrath bei der ſiebenbürgiſchen Hofkanzlei,(nämlich 216 unter 241 Votanten,) ein geiſtvoller Mann von 38 Jahren, wel⸗ cher ſich auch am letzten ungariſchen Landtag als großer Redner ausgezeichnet hat. Er iſt Katholik. Von der reformirten Seite erhielt F. Kemeny, Präſident der Stände, 194, von den Evange⸗ liſchen A. Konrad, Gubernialrath, 188, und von den Unitariern Sala Michael 197 Stimmen.(Schwäb. Merk.) Verantwortlicher Redakteur: Dr. Friedrich Giehne Frankreich. S= Paris, 14. Dez. Das Organ des Hrn. Thiers, der Conſtitutionnel, bemüht ſich von neuem mit Gerüchten und Entſtellungen in Betreff der Kandidatur des Hrn. v. Lamartine zur Präſidentſchaft, welche faſt ausſchließlich die Aufmerkſamkeit der Preſſe zu beſchäftigen fortfährt. Die Oppoſitionspreſſe in Frankreich hat ſchon längſt jenen Spruch der Bibel: Oculos ha— bent et non videbunt, aures habent et non audient, an ſich verwirklicht. Daß Hr. v. Lamartine die Erklärung, er nehme die Kandidatur der Präſidentſchaft der Kammer an, im Meſſager alſo in dem offiziellen Abendblatt erſcheinen läßt, genügt den ganen des Hrn. Thiers noch nicht, um daraus den Schluß ziehen, daß dieſe Kandidatur vom Kabinett ſelbſt anerkannt wor den. Nach der Meinung dieſer Blätter hätte das Miniſterium erſt noch das Journal des Debats, welches die Kandidat parlamentariſchen Hauptes der Konſervativen ei focht, desavouiren ſollen. Nun iſt aber das kein anerkannt miniſterielles Blatt, ſondern vielmehr das Orgar nige Tage rnal des bournal des n J der Kamarilla, von der man wohl weiß, daß ſie es Hru. v. La martine niemals verzeihen wird, daß er bei der Diskuſſion der Befeſtigungsfrage, mit Hintanſetzung der ſ. g. dynaſtiſchen Intereſſen lediglich die Intereſſen des Landes vertheidigte Daß ein unab hängiger Volksvertreter von dieſem Schnitt in den Augen der Hofleute kein ſo angenehmer Präſident iſt, als Hr et, begreif ſich von ſelbſt, und daher denn die üble Laune je Journal des Debats, deren unbeſchadet Hr. v. Lamartine Präſident der Abgeordnetenkammer werden, und dieſe Stellung mit Energie und Gediegenheit ausfüllen wird. Der„geſangreiche Deputirte von Macon“ iſt neben ſeiner Dichtereigenſchaft eben ſo ſehr Staats vel Artikel d mann, als drei andere hervorragende Perſönlichkeiten che Laufe dieſes Jahrhunderts die Geſchicke von Kör hen geleitet haben, und dabei in den Staatsgeſchäften nicht minder, als im Bereiche der Poeſie, ihren geiſtigen Rang bewährten, nämlich Can ning in England, Chateaubriand in Fran ch d Martinez d la Roſa in Spanien. In ſeiner parlam riſchen Laͤufbahn hat er überdies raſchen Ueberblick, politiſchen Takt, ſeltene Geiſtesgegen— wart, und ein treues Gedächtniß bewieſen, was ohne Zweifel die hauptſächlichſten Eigenſchaften für das fragliche Präſidium ſind Glich die Kammer bisher mehr einer Mäklerſtube, als Na tionalverſammlung, ſo rührte D Kammer ermö Talent, Charakter, Geburt, Vermögen, feine? Takt und Anſtand, kurz, Alles vereinigt ſich in Hrn. v Lamartine, um den Mitgliedern der Kammer Achtung für ihren Präfſidenten ein— zuflößen, und bei dem Einfluß, welchen ein angeſehenes und ſeiner Aufgabe gewachſenes Haupt einer ſolchen Verſammlung auf die elbe auszuüben im Stande iſt, würde die n Hrn. v. Lamartine ſowohl die Würde der Kammerverhandlungen heben, als Hrn. v. Lamartine für die große politiſche Rolle, n elche er in Frankreich zu ſpielen berufen ſcheint, eine praktiſche irkliche Ernennung des zweckmäßig einleitende Vorſchule ſeyn Türkei. D Konſtantinopel, 30. Nov Die Anarchie in Syrien dauert fort; den letzten Nachrichten zufolge welche bis [November reichen, hatten die Druſen ntſchieden die Oberhand behalten. Der Sekretär des Patriarchen der Maroniten i angekommen, um den Sultan um Hilfe zu bitten, und es ſind auch bereits einige Verſammlungen des Divans in dieſer Ange legenheit gehalten worden. Man hat beſchloſſen, einen Kommiſſär nach Beyrut zu ſchicken, von wo die meiſten der bisherigen Zi— vilbeamten abberufen worden ſind.— Der öſterreichiſche Admi⸗ ral Bandiera iſt hier eingetroffen.— In Alexandria Nachricht von der Rückberufung Kosrew Paſcha's großes Aufſehen gemacht; ſie war an den in Oberegypten weilenden Vizekönig als⸗ bald durch einen Eilboten befördert worden. Baden. Freiburg, 18. Dez. Heute wurde dahier die Wahl zweier Abgeordneten zur Erſten Kammer aus dem grundherrlichen Adel ob der Murg vorgenommen. Als Reſultat hat ſich ergeben, daß die HH. Oberſtleutnant Frhr. v. Roggenbach und Frhr. Rudolph v. Berckheim, beide in Karlsruhe, mit großer Stimmenmehrheit (Freib. Zeit.) hat die ernannt wurden. Drucker und Verleger: A. Knittel