in⸗ en n⸗ ht n un Ur re en N Die Oberdeutſche Zettung er⸗ ſcheint täglich, und wird in Karlsruhe als Abendblatt aus⸗ gegeben. Der jährliche Abon— nirungspreis b 3 wozu bei dem B Poſt noch die E buhren komm tirt in Karl N. 359. Oberdeutſche Zeitung. Die großherzogliche Ober⸗ voſtamts-Zeitungserpedition he hat die Hauptſpe⸗ Karlsruhe. Mittwoch, 29. Dezember Deutſchland. (Preußiſche Staatszeitung.) Es iſt in der neuſten Zeit an verſchiedenen Orten Deutſchlands gleichzeitig ein Verlangen kund gegeben und öffentlich erörtert worden, welches eben deßhalb gewiß nicht unbegründet zu nennen iſt. Dieſes Verlangen hat einen doppelten Zweck. Zuvörderſt die immer zahlreicher werdenden, rathloſen und oft betrogenen deutſchen Auswanderer auf einem Punkt fremder Welttheile zu vereinigen, wo ſie, ſich anſiedelnd, deutſche Sprache, Bildung, Geſittung, Gewohnheiten bei ange— ſtammtem Glauben bewahren, und das Ererbte treu ihren Kin— dern und Nachkommen zu überliefern vermöchten. Ein ſo gerech— tes Verlangen wird aber in den weiten Steppen und Gefilden des Weſtens der Vereinigten Staaten von Nordamerika, wo die engliſch redenden amerikaniſchen und brittiſchen Anfiedler die Mehr— zahl bilden, niemals befriedigt werden können. Früher oder ſpä— ter werden die Deutſchen dort entweder angliſirt oder bilden, wie in Pennſylvanien, wohin vor mehr als einem Jahrhundert zahl— reiche deutſche Auswanderer zogen und ſich nebeneinander anſiedel— ten, ein Miſchvolk, welches, außer Verbindung mit dem Mutter— lande, die angeſtammte Sprache, Bildung, und Literatur allmählig aufgibt, ohne ſich die der umwohnenden Anglo-Amerikaner zu er⸗ werben, alſo bei leiblichem und materiellem Gedeihen der edelſten Güter des Menſchen verluſtig geht und in jeder Geiſtesrichtung Gleiche Erſcheinungen ſtehen bei deutſchen Anſiede— lungen zu befürchten, die in der neuſten Zeit auf der Weſtküſte des ungeheuern Feſtlandes von Neu-Holland verſucht worden ſind Nur auf einem beſchränkten Raume, wie ihn eine oder mehrere Inſeln bilden, die, durch das Meer abgeſchloſſen, doch wiederum durch Schifffahrt mit dem deutſchen Mutterlande in ununterbroche— ner Verbindung bleiben, läßt ſich ein germaniſches Neu-Deutſch⸗ land feſthalten, wie es die Sachſen, die Normannen, und Skan— dinavier einſt in England erſchufen, in Sizilien aber einbüßten. s würde aber eine ſolche deutſche Kolonie in der Inſelwelt der üdſee ebenmäßig das andere in unſerer Zeit laut gewordene Verlangen befriedigen, Deutſchland nach und nach eine zahlreichere Handelsflotte, die Grundlage jeder Seemacht, zu geben, ſeinen Matroſenſchulen durch die Seefahrt und den im näheren Norden allmählig erſterbenden Wallfiſchfang größere Ausbildung zu ge— währen, und ſeinen Waaren aller Art unter einer deutſchen, der heimathlichen Bedürfniſſe nicht entwöhnten Bevölkerung einen ſtets wachſenden Abſatz zu ſichern. Nur wenn Deutſche auch im frem— den Welttheil der Geſinnung und Lebensweiſe nach Deutſche blei— ben, kann dieſer Zweck erreicht werden. Dies lehrt ſchon das Beiſpiel Groß⸗Griechenlands, Vorder-Aſiens, und Egyptens unter den Ptolemäern, wie ihr Verhältniß zu Hellas; ſo das der Ver— einigten Staaten, Kanada's, Neu-Hollands, und Neu-Seelands zu Großbritannien. Das brittiſche Reich, welches in unſerer Zeit, wie einſt Deutſchland, ein neuer Mutterboden der Völker(vagina gentium) für die anderen Welttheile geworden iſt, hat bereits in der amerikaniſchen Vereinigung ſeit deren Unabhängigkeit einen neuen, ſtets ſich erweiternden Markt für ſeine Erzeugniſſe gefunden, wie auch wir ihn uns ſchaffen können und ſollen. Bei ſolchen von der Gegenwart lebhaft empfundenen Bedürfniſſen kann Nichts erwünſchter ſeyn, als der von Hamburg, der größten deutſchen Seeſtadt, ausgehende, reiflich erwogene, und bereits zur Einleitung geförderte Entwurf einer deutſchen Antipodenkolonie auf der 1791 entdeckten, nur von wenigen Eingebornen bewohnten Chatham-In- ſelgruppe, nnter dem milden Klima des 44. ſüdlichen Breiten— grades, und in 1330 weſtlicher Länge von Greenwich. Es ſind Verhandlungen angeknüpft, welche der Hoffnung Raum laſſen, daß einer Proklamation der Souveränität eines oder mehrerer fN Foleil zurückbleibt G 2 Hinderniß im deutſchen Staaten über dieſe Inſelgruppe kein Weg ſtehe. (Aſchaffenburger Zeitung.) Die Lage der rheiniſchen und fränkiſchen Winzer iſt eine höchſt traurige. Sowohl an der Mo— ſel wie am Main herrſcht in den Winzerhütten Elend und Ver⸗ armung; Berlin ſammelt für die Unglücklichen der Moſel an allen Orten, allein dieſe Spenden helfen dem Uebel nicht ab; Bayern gewährt den fränkiſchen Weinbauern Steuernachläſſe, aber wie viel trifft den einzelnen? Einige Kreuzer; die ſind wahrhaftig nicht im Stande, die unglückliche Lage der Weinberg-Beſitzer zu verbeſſern. Faſſen wir das Uebel an der Wurzel! der Natur gegebenen Handelswege ſind verſperrt durch holläͤndi ſchen Akzis und holländiſchen Wucher. Nehmt die 27 fl., welche Holland auf jedes Ohm deutſchen Wein geſetzt, zum Trotze der Beſtimmungen des Wiener Kongreſſes, mn Unſere von id der deutſche Wein wird ſeine alte Handelsbahn wieder betreten, Koblenz, Köln, Düſſeldorf ꝛc. werden den Franzwein von den nordiſchen Märkten bald verdrängt haben. lland fürchtet in Köln ein deutſches Antwerpen und will ihm deſſen Loos bereiten. Aber wir ſchließen keinen weſtphäliſchen Frieden von 1648 mehr⸗ wo Schweden und Franzoſen die Friedensbedingniſſe diktirten. Eine dieſer Bedingungen gab einem Staate, der ſeither Holland genannt wird, wohl das Daſeyn, aber nicht das Recht, ſchen nach Belieben ihren Rhein zu ſperren; und die Keller von den Deut— 0 denn ſo weit war Deutſchland nie an den Holländer verknechtet, ſich dieſes alten ehrwürdigen Rechtes zu begeben. Dar frei den Rheir Will Holland nicht topp, ſo ſperre Deutſchland ſelbſt ihn ganz und laſſe holländiſches Gut nicht mehr herüb 1 wir werden dann ſehen, wer der Stärkere iſt. Sollen noch länger 48,083 Tag⸗ werke fränkiſches Weinland oder das doppelte rheiniſches verödet daliegen, wie die holländiſchen Sandhügel? Dann iſt Becker's Lied:„Sie ſollen ihn nicht haben!“— ein Spottlied, eine Pa⸗ rodie, geſungen von den Franzoſen, akkompagnirt von den Hol ländern. Berlin, 24. Dez. Es hat ſich hier das Gerücht verbreitet als ſeyen in neuſter Zeit die beſtehenden Vorſchriften vegen Auf— rechthaltung der Sonntagsfeier mit beſonderer Strenge gehandhabt und als ſey eine ſehr bedeutende Summe an Strafgeldern von ſol chen Kontravenienten ſeit kurzem aufgekommen. Wir können hier— gegen aus guter Quelle verſichern, daß dieſes Gerücht in hohem Grade übertrieben iſt, und daß z. B. am letzten Sonntag die Zahl der zur amtlichen Ahndung gebrachten Kontraventionsfälle ſich nur auf 27 beläuft, mithin nicht größer iſt, als ſie früher hin gewöhnlich geweſen. Ueberdies iſt zu bemerken, daß es ſich nach wie vor nur um die Wahrnehmung der ſeit langer Zeit be ſtehenden, im September dieſes Jahrs republizirten lokal-wolizei⸗ lichen Vorſchriften über die Aufrechthaltung der Sonntagsfeier. handelt. Außerdem kann aber auch nicht außer Acht bleiben, daß ſich in den letzten Jahren, und in der neuſten Zeit namentlich, die Zahl der Läden und Verkaufsſtellen im Allgemeinen ſo bedeutend vermehrt hat, daß ſelbſt eine Vermehrung der Kontraventionsfälle gegen das Verbot des Handelsverkehrs während der gottesdienſt lichen Stunden, wenn ſolche periodiſch ſtattfände, ſich leicht erklä— ren ließe.(Preuß. St. Zeit.) O Berxlin, 24 Dez. Die Herſtellung diplomatiſcher Ver— hältniſſe mit den Staaten der Pyrenäiſchen Halbinſel iſt in den letzten Jahren mehrfach verhandelt, und ſelbſt bis zur Geſandten— ernennung betrieben worden; die Ausführung wurde jedoch durch fortwährend neue Umwälzungen verhindert, ſo daß für Spanien nun wohl keine baldige Vereinbarung in Ausſicht ſteht. Nach Portugall werden dagegen zwei der großen öſtlichen Mächte ächte wie⸗ derum bevollmächtigte Miniſter ſenden. Von hier aus iſt der Graf π 16 34 N ll Anaſtaſius einige Ze U einigen 2 verkauft vorerſt in Berlin; i hre Wegführung wi in Kunſtverluſt ſeyn 1§ ſi ſein Unte t Die Einl große Saal de n, demnach ÜÜſtändig ſetzt Das Nervenfieber, welches hier ungewöhnlich auch Wilhelm Grimm auf d Krankenbe chtete mehrere Tage ſeinen Tod; doch ſoll jetzt 3 ſeyn Die Majeſt en jetzt im S 5 vor einigen Tagen die 2 im Dior den dort eröffneten reichen Bazar, der eine umfaſſende Auswal zu Weihnachtsgeſchenken bietet Die hol ikaufte auch für mehr als 6000 Tl rth Daß es nicht ſe ſtreng mit der ſt ie m oft ſ n hör e de r an den Feſttagen 1 al beliebte Oper von Auber ſondern auch ein ſ frivoles Ballet Bertrand“(die A euer des R bert Ma tre d Düſſeldo Das 2 fboo lches vor k zem in unſerer et, liegt noch immer auf bank; die Verf fboote, es ſeiner ſchu J0 K zu entziehen, wa Wenn Rhei hr fal len ſollte iſt gar ng ſlott zu inſt weilen muß die tet werden(R E Bamberg, An dem L kanal ſind die A beiten bei der bisherigen gelinden Witterung überall fortgeſetzt und ſo weit gediehen, daß die Pflaf er zen der Dämme gegen den Wellenſchlag, die Ei Mder Thore in den Schleuße an vielen Strecken ſchon mͤ 1 6 auch d meiſten Kanalwärter-Häuſer ſchon unter Da An der C öffnung des Kanals auf ſeiner ganzen Linie im Jant 1842 iſt nicht mehr zu zweifeln, und der erſte Transport, der von Kell— heim aus ihn befahren wird, dürfte aus den koloſſalen Statuen von Schwanthaler beſtehen, welche das Rieſen-Denkmal bei Erlangen bilden ſollen. Merk.) Mainz, 22. Dez. Die Gewißheit, daß von dem k Lompenzucker d ächſt 10 Tl 0 inſere Kolonialwaaren-Händl 7 1 ö ckerhan mit jeder inländiſchen Raffinerie war verloren ohn Maßregel Leider hat aber Holland das Vereinsgebiet vorh ſchon ſo mit Zucker überſchwemmt, daß lange Zei if gehe wird, bis dieſe Maſſen verarbeitet ſind. 2 erſt ke U theil dieſer Maßregel für die inländiſchen Kolonialwaaren-Hand lungen und Raffinerien ein eter Allg. Zeit.) U Aus dem Luxemburgiſchen, 21. Dez. Das Journal de Luxembourg kommentirt die früher von ihm mitgetheilte 2 ordnung in Bezug auf Einführung franzöſiſchen Sprache einer iſe, daß Nichts et wird, als wie ſchwer ihm der Verſuch geworden, das 1 lwder Welt hinter das Lick führen. Freilich mag es ſich in nicht geringer Verlegenk le Die 0 n n hat plé ei Legatic f it e diplomatiſchen Sendung beauftragt wort ſind, über deren eige liche Tendenz man noch nicht ganz im Klare 1 ſer cheint, viel leich n Haag ſelbſt noch nicht recht einig iſt. Zuerſt trat de Journal de Luxembourg dem Journal de la Haye, d eine Verſi direkt und eutſchieden entgege Nachträg cherung in Abrede ſtellte lich aber, da der Artikel Haager Blattes Wink erſcheinen mochte fand auch das Jo behutſamere Haltung in dieſer beweiſen für gut, eine nehmen. So bemüht es ſich! zu ordnung menhängt Verordnung mit ſo 8 Neues liege, was indeſſen nicht denn nun frägt ſich entg We viel Aufſfehen d trit etwas Eigenthü hes bekannt mach Lenn les beim Al blieb, ſo war f tmack ſo 1 üÜſſiger ienen ko ch 1 el mpfind geſet es h delte ſich nur um etwas ſch da Geweſen f da da Fournal de Luxembourg eine Maxime u 3 118 11 8 18 7 + täglich auf Mißverhältniſſe ſt Die f bezeichnete Blatt 7 zeite öſterreichiſchen Regierung, d er Tempora mulantu 18. veröffentlicht eine Pescatore, die ſich(in iro 1 Sin Vorgänge im Großh K 8 A ü dem Vrack U 0 Schn ze, aber r R el. Drache 1 1 Schritt könne, d er der aude zuruck, und ſi der ander h der linken S Times kürzlich in Beziehung auf Uferſtaa 0 D Zoll 16 168 Fruchte getre 1 neulltc he Korreſpond 8 A 8 Geſchk der a Unſer Küſt U Süß r⸗Pol den Ing m B * Wual 17 8 U* gamburger Kor 0 und Anſichten verzeiher allein der A von beiſpielloſer Unwiſſenheit f fremde Völk b ˖ ˖ Ur Eni Soltel zu bese en 1 11 Britte nAnſpruch genommen W̃ *— 117 0 1 1 v1 ſten Geſchäftszweig mit engliſchen Kapitalien züglich in Hamburg bemerkt werden hier der umgekehrte Fall heraus land mehr Kapital von Hambu Luxemburg, 22. Dez. Da U Regierungen igen gien ein Ge war i Sprache h 5 Landesſprack 1 bl öſt ichiſck Regierung h Sprache 2 i C h, rei itſch, J nüfſ rf l ft genug wiederholen t l 1 das Luxemburger B franzöſiſch Natio U det in di n de 4 zogth 7* n 7 Einer f oſiſch(u lleicht tſe ö einzel Per mim Ver L 2 ˖ kann darum 5 f 6 1iNationalfran d fraͤnzöſiche Sprach 1der zur Noth e huldig 0 8 5 1 h fiel f 6 ückbl 8 ˖ zeſchickt g 1 6 tul 15 umtliche 6 1 Ak zefaßt en velch f 4 denn n nal idenſchafte ö U auch jenen At 8 K d welche cht im Sin 5 doch tg kürzlich ko ückgängigen weil fa der Vater. benützt, Journal aber die Tin vinnen könne t altur d der Ge der( rreichiſchen ige Großherzogthum die f öſiſche olchen Umſtänder 0 r cben und ind Hat geſchah Beſch es 8 U ich 9 zoliſch haäben du Limbourg In Miff Haa Mi Wil⸗ d n re 1 Fk 1 Le E 1 ſo wolle tz de die ſch ich hier einige 9 r⸗ 0 le e id über Arm Englands nicht entf El U de itſche über Irbeitet üͤtzung der e deutſcher o müßte es vor ſich gerade aß Eng als es von u nar ſagt na⸗ Ge⸗ hen um ſche den ide iſt icht enn ner mt, al⸗ nal cht n“ ein icht ſich ich⸗ el⸗ hs ben urg lm ſerer Seite geſchieht. Wie iſt es denn gekommen, daß Hamburg im Jahr 1799 durch engliſche Fallimente tief erſchüttert wurde, und vaß es mit 40 Millionen Mark dabei betheiligt war? Und wie kommt es jetzt, wo die engliſchen Fabrikanten über Hals und Kopf zuſammenbrechen, daß ſo manches Hamburger Pöſtchen dort in die Maſſen fällt? Nein, wir dürfen es dreiſt ſagen, der deutſche Verkehr arbeitet nicht mit brittiſchem Kapital, aber viel deutſches Geld ſteckt in engliſchen Fabriken, an wel⸗ chen wir Theil genommen, oder in Geſchäftszweigen, die wir dort gegründet haben. Wechſelannahme ohne Deckung, für Rechnung engliſcher Häuſer, kommt in Hamburg jeden Augenblick vor, und wäre es möglich, die Summe zu kennen, womit ihnen Hilfe ge— reicht wird, man würde darüber erſtaunen, während der Hambur— ger Kaufmann nicht nöthig hat, brittiſchen Beiſtand nachzuſuchen. Wenn der Zinsfuß 2½, 3, und 3½ Proz. beträgt, wie hier, müßte man vernagelt ſeyn oder keinen Kredit verdienen, wenn man ihn an der Themſe ſuchen wollte, wo er auf 4 bis 6 Proz. ſich ſtellt. Darum kann die Times unbeſorgt ſeyn, wo wir Kapitalien hernehmen werden, wenn die jenſeitige Quelle uns verſiegen ſollte. Ohne einen Schilling aus dieſer erträumten Schatzgrube zu ziehen, fahren wir fort, Schiffe zu bauen, unſere Rohſtoffe zu bezahlen, Eiſenbahnen und Fabriken anzulegen, die zum Theil von ſolchem Umfang ſind, daß ſie mit den erſten engliſchen Anlagen gleicher Art in die Schranken treten können. Zu vernünftigen und ge— ſunden Unternehmungen in Deutſchland hat John Bull kein Geld; wenn aber„Uncle Sam“ eine Mond-Schifffahrt à Ia Münch⸗ hauſen im Schilde führt, ſo tanzen die engliſchen Sovereigns wie bezaubert in die neue Welt. Wir wünſchen den Handelspolitikern der Times etwas mehr ſchlichten Menſchenverſtand, damit ſie nicht fernerhin mit der Stange im Nebel umherfahren.(Allg. 3. Ungarn. Peſth, 19. Dez. Die hier verſammelte Reichstags-Deputation bezeigt ſich ſehr thätig. Der Gegenſtand ihrer letzten Verhand⸗ lungen war die Einführung der Jury in Ungarn, welcher Vor⸗ chlag aber, wenn auch mit nicht bedeutender Majorität, verworfen Minorität gebliebenen Mitglieder jedoch ge⸗ um in dieſer Sache einzureichen, und jeden 2u 8 denken ein Separatv falls dürfte dieſe Angelegenheit auf dem nächſten stage zu lebhaften Diskuſſionen Anlaß geben. Gegenwärtig beſchäftigt ſich die Deputation mit einem Geſetzvorſchlag, die Oeffentlichkeit der Gerichtspflege bezweckend, der wahrſcheinlich angenommen wird(Allg. Z.) Belgien. Brüſſel, 23. Dez. Der Miniſter der Staatsbauten, Des⸗ maiziéres, hielt jüngſt in Mons eine Anrede an den König, worin er darauf aufmerkſam machte, daß durch eine vermittelſt Dampf— booten beabſichtigte Verbindung der engliſchen und belgiſchen Eiſen— bahnen von London nach Köln in 24 Stunden gefahren werden könne.(Jetzt braucht man 57 Stunden.)(Frankf. J.) Frankreich. OParis, 24. Dez. Die Verſammlung der Journaliſten, welche eine Art Proteſtation gegen die Verurtheilung Dupoty's redigiren will, und deßhalb bereits geſtern eine Sitzung hielt, hat ſich nach einer längern Berathung auf heute vertagt. Sämmt⸗ liche Blätter, ſelbſt die Preſſe, ſind einſtimmig in dem Ver— dammungsurtheil über den Spruch der Pairs. Das Journal des Debats ſchweigt. Selbſt die entſchiedenſten Anhänger der ietzigen Regierung, ſo wie die ſtärkſten Gegner der radikalen Theo— rien, ſind über das gegen Dupoty mit infamirender Strafe ver— hängte Urtheil unangenehm betroffen. Die geſtern im Luxemburg ausgeſtreute Saat wird dereinſt ſchlimme Früchte tragen und dem Haß der Partheien nur neue Nahrung geben. Statt den Kopf der Hydra zu vertilgen, hat man einen Unſchuldigen gezüchtigt. Talleyrand würde ein ſolches Urtheil für„mehr als ein Ver— brechen“, nämlich für einen Fehler erklären. Aber 2 0 Talleyrand iſt todt, und die Leidenſchaft achtet ſelten auf guten Rath. Graf Molé und andere geiſtvolle und klarſehende Staatsmänner waren für Milde und Schonung. Ihr Votum wurde jedoch von einer ſtarken Majorität überſtimmt. Die Kammern werden demnach unter ſchlimmen Auſpizien eröffnet werden.— Man ſpricht davon, die Mode vor Gericht zu ſtellen, weil ſie in ihrer letzten Num⸗ mer einen Pairshof geſchildert hat, worin Queniſſet und ſeine Mitſchuldigen als Präſident und Richter, Boucheron als Staats— LC 14553 anwalt, und die Pairs Pasquier, Barthe, Roſſi, Merilhou 1 auf den Bänken der Angeklagten figuriren. Auch verbreitet ſich im Juſtizpallaſt heute die Nachricht, daß der Kaſſationshof, die oberſte Gerichtsbehörde des Königreichs, das Urtheil gegen den Advo— katen Ledru-Rollin kaſſiren werde. Das wäre eine neue Schwie— rigkeit für das jetzige Miniſterium.— In der Kunſtwelt hat die neue Oper von Halevy, Text von St. Georges,„die Köni— gin von Cypern“, viel Luxus zur Schau getragen. Die Melo— dien ſind in der weitläufigen Kompoſition ſpärlich geſäet, aber die äußere Ausſtattung iſt glänzend. Ein kunſtverſtändiger junger Deutſcher, Hr. Sohn, hat eine ſehr intereſſante Erfindung gemacht, die ſich franzöſiſcher Meerſchaum nennt Mit dieſem Stoff bildet er die beſten Werke der deutſchen Bildhauer-Kunſt,(von Rauch, Schwanthaler, Thorwaldſen,) ſo wie auch antike Gruppen mit großem Glück nach. Sein Atelier in der eleganten Straße Vi— vienne wird von allen Kunſtkennern beſucht, und die Art und Weiſe wie er namentlich deutſche Werke, reduzirt und ſauber nachgebildet hier bekannt und beliebt macht, verdient eine ehrende Anerkennung Später beabſichtigt er die Gruppen im Verſailler Garten und aus den Tuilerien zu modelliren. Die erſten hieſigen Bildhauer beſuchten unſern jungen und beſcheidenen Landsmann, und Alle munterten ſein rüſtiges Streben auf. Die beſten Werke der Kunſt aus München ſind bereits ſämmtlich modellirt GParis, 25. Dez. Es ſammelt ſich Gewitterſtoff in der moraliſchen Atmoſphäre von Paris. Das öffentliche Rechtsge— fühl iſt durch den Ausſpruch des Pairshofs gegen Hrn. Dupoty tief verletzt, und der in ſeinen unmittelbarſten Intereſſen durch je— nes Vorſpiel bedrohte Journalismus organiſirt mit großer Ruhe und Entſchloſſenheit eine Vertheidigung, welche alle Wirkungen eines gegen das Herz gerichteten Angriffs heben zu ſollen ſcheint Preſſe zu Werk Die Beſonnenheit und Zuverſicht, mit welcher die P geht, hat etwas beinahe Imponirendes, und ſticht ſonderbar ab gegen die ängſtliche Spannung, in welcher die Regierungspartei der Dinge wartet, die da kommen ſollen. Der Pairshof und das Kabinett, nach deſſen Eingebungen er der allgemeinen Ueberzeugung nach geſprochen hat, werden diesmal ſelbſt von vielen ihrer ſonſti gen Freunde und Verfechter im Stich gelaſſen Sogar das Journal des Debats weiß zu ihrer Vertheidigung Nichts bei zubringen, als eine Wortklauberei, hinter welcher die Verlegenheit der Vertheidigung jenes unverantwortlichen Richterſpruchs nur zu ſichtbar iſt. Man fängt an, einzuſehen, daß der von dem Pairs hof geführte Streich, um mit den Worten Talleyrands zu reden mehr als ein Unrecht, daß er ein Fehler iſt, vielleicht der größte den ſich die umſichtige Juliusregierung je zu Schulden kommen laſſen. Vielleicht iſt der Tag nicht ferne,(wenn er anders nicht ſchon da iſt,) wo man wünſchen wird, jene ganze Prozedur, von deren Reſultat man ſich ſo große Dinge verſprochen zu haben ſcheint, um jeden Preis rückgängig machen zu können.— Der am 20. d. M. in London unterzeichnete neue Traktat zur Unterdrückung des Sklavenhandels findet hier nur halben Beifall. Zwar wünſcht und will die unermeßliche Mehrzahl aller denkenden Franzoſen ziemlich ernſtlich nicht allein die endliche Abſchaffung jenes ver— ruchten Handels, ſondern auch die Aufhebung der Negerfklaverei überhaupt, aber die Nationaleitelkeit empört ſich gegen den Gedanken, einer brittiſchen Initiative zu folgen, den Britten die erſte und rühmlichſte Rolle bei jenem Werk der Gerech tigkeit und der Menſchlichkeit zuzugeſtehen. Manche verſchro— bene Geiſter werden durch den nationalen Antagonismus gegen England ſelbſt bis zu einer Art Verſöhnung mit der Sklaverei in den franzöfiſchen Kolonien gebracht, zumal, ſeitdem es gelungen iſt, der widerſinnigen Behauptung Eingang zu verſchaffen, daß die britti⸗ ſche Emanzipation nur eine großartige Spekulation geweſen ſey. Die Mehrzahl Derjenigen, welche zwiſchen ihren philanthropiſchen Geſin nungen und ihrer Abneigung gegen England hin und her ſchwanken will wenigſtens das Patronat der Britten in der Emanzipationsſache nicht anerkennen, und lehnt ſich gegen jedes Zugeſtändniß auf, das wie eine Anerkennung deſſelben ausſieht. So namentlich gegen das Recht der gegenſeitigen Unterſuchung der Schiffe der kontrahirenden Staaten, welches in dem Vertrage vom 20. Dezember beſtätigt iſt. Man weiß, daß dieſes dem Grundſatze nach gegenſeitige Recht faktiſch beinahe nur von England geübt wird und geübt werden und glaubt daher in der Aufſtellung deſſelben ein demüthi ka 6 1¹ Unterordnen der franzöſiſchen Marine unter die engliſche ſehen u müſſen. Unglücklicher Weiſe iſt dieſer Fall nicht der einzige, in 8 8 + KDe 4 4 0 lragen w erde f Bei Fcorge A. Knittel in Raſtatt nehmen S 50 60 Bogen in 2 4 0 Die fl Kölniſche Teitung, durch ihre bedeutende Auflage in die N Reihe der verbreitetſten d blätter geſtellt, nenden Zeitungen, ſondern namentlich die mannig fachen Berichte wohl unterrichteter und bewährter Korreſpondenten in Stand ſetzen. Originalaufſätze geliefert; darunter ſollen von Neu jahr an leitende Artikel, aus der bewährten Feder eines anerkannten echt deutſchen Publiziſten fließend, und wöchentlich mehrmals mitgetheilt, eine intereſſante Gallerie aus der Zeit bilden, in welcher alle wichtigeren Tagesfragen und Ereigniſſe vom all⸗ belletriſtiſchen Feuilleton. Baden mit Zuſchlag der Poſtgebühr der Montage. und da dieſelben durch die Vizekönigin nun in d Weſtermann in Braunſchweig iſt erſchienen, Subfkriptionen und Fortſetzung von C. v. Rotteck's Allgemeiner Geſchichte Gefchecte der letzten 26 Jahre v. K. H. Hermes. Subſkriptionspreis à Lieferung 6 gGr. oder v Rotteck's Geſchichte 2Bänden oder 8— 10 0 Lieferun gen gr J Neu e Allgemeiner in 9 Baͤnden oder 20 Lieferungen gr. 8 Preis der Lieferung ohne Illuſtrationen: Preis der Lieferung mit Illuſtrationen: ausgefuͤhrt von 10 Lieferungen mit erläuterndem Texte. deutſchen Haupt⸗ füllen zu können, Vielfach werden Der halbjährige Abonnirungspreis Alles Uebrige bleibt Awer ruhe abonnirt man bei der Expedition(O. Oraun'ſche Hokbuchhandlung). 1456 die andere nach E und die Beſtellungen an, auf die 8. 15. Aufſlage C. v mit und ohne Illuſtrationen. Hofbuchhandlungen von G 10. und 11. welchem die Franzoſen ihre Zwecke unweſentlichen Formen, und.]Mode kommen, ſo iſt nicht zu zweifeln, daß ſie bedeutenden Abſatz ihre Ueberzeugungen ihren kleinl ichen Leidenſchaften aufopfern finden werden.— Aus den Fabrikbezirken laufen täglich neue Großbritannien. Klagen über den traurigen Zuſtand der Arbeiter ein. In dem 1 London, 23. Dez. Die Times meldet, daß in Portsmouth Londoner Kirchſpiel Marylebone erhalten gegenwärtig mehr als für Se. Maj. den König von Preußen, der perſönlich den Prin— 6000 Perſonen Umterſtützung In Hertford wurde kürzlich ein U zen von Wales über die Tauſe heben wird, eine Flotille ausge— halb verhungerter Mann, Vater von ſechs Kindern, vor Gericht rüſtet worden iſt, um den deutſchen Monarchen und deſſen Gefolge gezogen, weil er ei Kartoffeln geſtohlen hatte. Es fanden nach England zu bringen. Für den König iſt das Schiff„War ſich einige mitleidige Menſchen, welche Bürgſchaft füt ihn leiſteten; U ſpite“ beſtimmt, eine ſchöne, auf das prachtvollſte eingerichtete ſonſt wäre er zwei Monate lang eingeſperrt worden, und inzwi⸗ Fregatte von fünfzig Kanonen und fünfhundert Mann Beſatzung ſchen hätte die Gemeinde die ſechs Kinder ernähren müſſen. I Am vorigen Montage ſind von Plymouth drei Fahrzeuge mit III Truppen an Bord nach China unter Segel gegangen Vom Türkei. 1. Januar bis zum 11. Dez. 1841 waren durch das Londoner Die Allgemeine Zeitung ſchreibt: Nach eben einlaufenden ö Poſtamt 5,504,139 Briefe befördert worden; 1,095,433 mehr Briefen aus Konſtantinopel vom 8. Dez. wurde Rauf Paſcha als im Laufe des vorigen Jahres, und 3,821,227 mehr, als im geſtürzt, und Izzet Mehemed Paſcha, ein Anhänger des alte Jahr 1839 Wieder ein Beweis, wie ſehr wohlfeileres Porto Syſtems und Freund der ruſſiſchen Partei, zum Großweſſier er den Briefverkehr befördert. Die Gräfin de Grey hat in nannt. Die Flotte, welche noch im Hafen lag, wurde in zwei Dublin erklärt, daß ſie fortan nur Kleider aus irländiſchen Stoffen Eskadern getheilt, wovon die eine in den Meerbuſen von Volo Kandia beſtimmt ſeyn ſoll Braun in Tarleruhe⸗ und Band. 27 kr rhein Oo n 8. 6 gGr. oder 27 kr. rhein. 8 gGr. oder 36 kr. rhein. Illuſtrationen u den Geſchichtswerken v. C. v. Rotteck,? in 20 Stahlſtichen nach Originalkompoſitionen von Alf. den vorzuͤglichſten Kunſtlern Deutſchlands r Preis jed er Lieferung 8 gr. 8. ſch⸗politiſchen, 1 Standpunkte aus dargeſtellt dieſe Artikel, welche dem ſtets den Antheil an redl ſprechen dürften, ſch bisher unter verſch orreſpondenzdebatten an, e nen U ſtor ri er vaterlän An und erfreulich wachſen freimüthiger Publizität ent en ſich ge tedenartig 0 oder! dif berden. ͤ n dief en Rubriken geliefert riginal⸗K welche ſich ver Anforderungen der Gegenwart genügender Weiſe er ſind wir durch die huldreichen Worte unſeres allergnädigſten Königs und durch die in dem rheiniſchen Landtags-Abſchiede ausgeſprochene Ge nehmigung einer„freimüthigen, anſtändigen, und wohlmeinenden Publizität“ in erfreulichen Stand ge⸗ ſetzt, und wird die Kölniſche Zeitung mit Autritt des 29. Jahrganges ihrer neuen Folge und dieſer ſegensreich wirkenden neuen Aera gewiß bemüht ſeyn, Becker, und Andern, oder ö Gedichte, Beur und zugleich das geleſenſte Blatt der breiteter Anerkennung erfreuen, und als zeitgemäße ſſanter neuer Werke ꝛ Rheinprovinz„erſcheint auch im kommenden Anregungen mitunter ſchon ſelbſt die erſprießlichſten Q betre 9 1 Jahr 1842 täglich; der Raum des Blattes wird] Folgen hatten. Die irgend wichtigen Verhandlun e und Po te durch Beilagen erweitert, ſo oft dies nothwendig[gen der deutſchen Kammern, ſo wie jener des Aus- ämtern 1 Tl portofrei( St ny A oder nur irgendwie durch das Intereffe der Zeit an⸗landes, werden in vollſtändigen Aus zügen mitge einbegriffen); im Auslande tritt eine verhältniß A gedeutet iſt. Der Haupttheil deſſelben iſt der ſchnell⸗( theilt; nebſtdem wird ſich die Redaktion Alles, wasmaͤßige Erhoͤhung ein ſten, zuverläſſigen, und möglichſt ausführlichen Mit⸗[den Handel und Gewerbfleiß nur immer intereſſiren. Zur Veröffentlichung ve IA theilung politiſcher Neuigkeiten gewidmet, wozu uns[kann, auch fernerhin zum beſondern Augenmerk ma-und Anzeigen r Art in der nicht nur die vorzüglichſten der allenthalben erſchei-][chen. Alle dieſe Verſprechen in würdiger und den ng als das s verbreitetſte Blatt der en unſtreitig das geeignetſte — Geneigte Beſtellungen auf das mit dem 1. Jan. beginnende erſte Quartal d. J. 1842 wolle man— auswärts bei der nächſten Poſtanſtalt— moͤglichſt frühzeitig machen Köln, Kölniſche Zeitu ſelb im Dezember 1841 M. DuMont⸗Schauberg. Vom 1. Januar 1842 an erſcheint die Gberdeuttche Zeitung in vergrößertem Format und mit reichlicherem wird 4 fl. 30 kr.(im Umfang des Großherzogthums 5 fl. 45 kr.) betragen. Das Blatt wird täglich erſcheinen, mit Ausnahme Sämmtliche Poſtämter nehmen Beſtellungen an. Für Karls— Verantwortlicher Redakteur: Dr. Friedrich Giehne. Drucker und Verleger: A. Knittel.