SüDDc VJODSUTSCHf MtGSMEIN» $000» ALLGEMEINE SOODEUTSCHE SÜDDEUTSCHE ALL) ALLGEMEINE ■rsch einungstage: Montag, Mittwoch und Freitag. — Einzelpreis RM —.20, monatlicher Bezugspreis RM 2.20 (tnkl. RM —.20 Trägergebühr, bei Zustellung durch die Post RM 2.60 zuzüglich Zustellgebühr. SÜDDEUTSCHE AtlGEMEINESODDE •ALLGEMEINE SÜDDEUTSCHE AUGE SÜDDEUTSCH EALLGEMEINESODDE SOOOEUTSCHf AUGEMfTNESODO» ^ ALLGEMEINE SÜDDEUTSCHE ALLO IlGEMEINESOD’ bDEUTSCHE AC DDEUT ALLGEML 10DD CHE EINE UTSCHE ALLGEMEINE SÜDDEUTSCHE AUGE, SODDEUTST EINESODL,. GEMEINES'TDDEUTS HE AUGEN. .DDEUTSCH' HGEM IESÜDDEUT äl GEMEINT OEU EALLGEME. Gf DEUTSCHEAUGEfflCIVübDE -GEMEINE SÜDDEUTSCHEMt GE. JODEUTSCHE ALLGEMEINE SODOE SODDEUTSC ALLGEMEINE SÜDDEUTSCHE AUGE KARLSRUHER NEUE ZEITUNG Anzelgenpr.: Die SS mm br. Nonp.-ZeM Karlsruher Ausgabe RM 1.80; Pfors- helmer Ausgabe und Württemberglschea Abendblatt Je RM 1.—; Gesamtausgabe RM t—. Amtl. Anzeigen SO •/« NaChlaQ. 1. Jahrgang / Nummer 34 Mittwoch, den 15. Oktober 1947 Einzelpreis 20 Pfennig Welt-Rundschau New York (Dena). Die Sowjetunion trat laut AFP in der Sitzung des Palästina-Aus- •chusses der UN-Vollversammlung für eine Teilung Palästinas ein und erklärte, es müßten zwei voneinander unabhängige, selbständige Staaten geschaffen werden, in denen die Juden und Araber in ihrem eigenen Staat frei leben könnten, Washington (Dena-Reuter). Um die Bemühungen für die Lebensmittel-Hilfsaktion zu verstärken, bat - Präsident Harry S. Truman die Gouverneure der 48 Staaten um ihre ,,herzliche Zusammenarbeit”, um Getreide für Westeuropa sicheTzustellen. Paris (Dena). Der Streik der Pariser öffentlichen Transportmittel beraubte am Dienstag die Arbeiter der französischen Hauptstadt und der Umgebung ihrer Beförderungsmittel und zwang si^, sich bereits in den frühen Morgenstunden zu Fuß an ihre Arbeitsstellen zu begeben. Parts (Dena-Reuter). Der Chef-Inspekteur der Zentralbrigade der französischen Kriminalpolizei, Poggi, wurde in der Nacht zum Dienstag in einer östlichen Vorstadt von Paris bewußtlos, mit einem Bauchschuß, auf der Straße aufgefunden. Paris. (Dena-Reuter). Die argentinische Regierung will 10 000 Tonnen Weizen nach Paris »chicken. Prag (Dena-Reuter). Eine Lokomotive stieß in der Gegend südlich Prag mit großer Geschwindigkeit auf einen Personenzug, wobei fünf Personen sofort getötet wurden. Sechs Personen starben auf dem Wege zum Krankenhaus und 40 weitere wurden verletzt. Rom (Dena). Der Volksblock, die am stärksten links-gerichtete italienische Parteikoalition, ging laut AFP nach dem endgültigen Endergebnis der '‘Gemeindewahlen i n Rom mit 208 566 Stimmen als Sieger aus den Wahlen hervor. Es folgen die christlichen Demokraten mit 204 297, die Uomo Qualunque mit 63 472, die Republikaner mit 36 701, die Moanschisten mit 32 961, die soziale Bewegung mit 24 620 und die Liberalen mit 11 683 Stimmen. Erregte Griechenland-Debatte vor der UN . Neue Anschuldigungen Wyschinskis New York, 14. Okt. (Dena) Der sowjetische Delegierte Wyschinski beschuldigte laut INS vor dem politischen Ausschuß der UN die Vereinigten Staaten und Großbritannien, sie würden ihre Griechenlandpolitik anderen Ländern aufdiktieren. Wyschinski forderte Maßnahmen im Hinblick auf die sowjetische Resolution, in der die griechische Regierung für die Grenzunruhen im Balkan verantwortlich gemacht und der Abzug der britischen Truppen und des amerikanischen Militärpersonals verlangt wird. In dieser Resolution wurde ebenfalls die Einsetzung einer Kommission gefordert, die die Verteilung der amerikanischen Hilfslieferungen an „demokratische“ Elemente in Griechenland überwachen soll. Wyschinski erklärte, daß die Einsetzung eines neuen Balkanüberwachungsaus- schusses Bitterkeit im Sowjetblock herbeigeführt habe. Er bemerkte sarkastisch, seine Resolution würde zweifelsohne abgelehnt werden. ^ Die Versuche der USA und Großbritanniens, die Schuld an der Balkankrise Jugoslawien, Albanien und Bulgarien in die Schuhe zu schieben, seien ein „komplettes Fiasko“ gewesen. Die beiden Länder hätten die Absicht gehabt, die öffentliche Meinung von ihrer Einmischung in die griechische Angelegenheit abzu- Eine Europa-Konferenz im Weißen Haus Präsident Truman erhält umfassende Berichte Spannung Brasilien—UdSSR Rio de Janeiro, 14. Okt. (Dena-Reuter). Der brasilianische Außenminister Paul Fernandes erklärte, es sei möglich, daß Brasilien seine diplomatischen Beziehungen mit der Sowjetunion auf Grund eines vor kurzem in der ,,Istvestja" erschienenen Schmähartikels gegen den brasilianischen Präsidenten Enrico Caspar Du- tra abbrechen werde. — Die brasilianische Regierung hat bereits formell gegen den Artikel protestiert. Die Antwort der Sowjetunion, erklärte Fernandes abschließend, werde darüber entscheiden, ob die brasilianisch-sowjetischen diplomatischen Beziehungen abgebrochen würden oder nicht. Washington, 14. Okt. (Dena-Reuter). Präsident Truman berief am Montag überraschend eine Konferenz amerikanischer Staatsmänner und Diplomaten im Weißen Haus ein, um einen vollen Überblick über die Lage in Europa zu gewinnen. Der amerikanische Botschafter in Moskau, der US-Botschafter in Großbritannien, der amerikanische Militärgouverneur für Deutschland und sein politischer Berater erstatteten auf dieser Sitzung dem Präsidenten Bericht über die europäische Lage. Der stellvertretende Außenminister, der Staatssekretär im Außenministerium und der Finanzminister gaben einen Ueberblick über die letz r ten Entwicklungen in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht in Europa. Der Landwirtschaftsminister gab neue Informationen über die internationale Ernährungslage. Der z. Zt. amtierende Vorsitzende der Export-Import-Bank und einige Mitglieder der Waren-Kredit-Gesellschaft — beides Institutionen, die möglicherweise in der Lage sind, Mittel für eine Soforthilfe an Frankreich und Italien flüssig zu machen — Übermittelten ebenfalls einen Lagebericht. Die Sitzqqg der amerikanischen Staatsmänner stellte, wie ein Reuterkorrespondent schreibt, die umfassendste Erörterung der europäischen Probleme dar, die je von Truman durchgeführt wurden. In Kreisen der amerikanischen Hauptstadt legt man die Konferenz als Anzeichen für neue und aktive Maßnahmen in der Bekämpfung der europäischen Notlage aus. Der Leiter der Ausländsabteilung des internationalen News Service nahm im folgenden Artikel zu der außerordentlichen Konferenz im Weißen Haus im Zusammenhang mit der Soforthilfe für Europa Stellung. „Millionen hungriger Augen schauen von Europa sehnsüchtig nach Washington, wo Präsident-Truman und seine bedeutendsten Ratgeber umfassende Pläne einer amerikanischen Soforthilfe für die europäischen Völker besprachen. Von der Verwirklichung dieser Pläne hängt vielleicht die Zukunft der demokratischen Grundsätze der Vereinigten Staaten in Europa ab. Der Winter der Unzufriedenheit, der vor der Tür steht, wird die halbverhungerten europäischen Massen großen ^Versuchungen aussetzen. Manche von ihnen werden vielleicht die Freiheit für einen halben Sack Kartoffeln opfern. Auf der Tagesordnung der Konferenz im Weißen Haus standen folgende Punkte: Umfassende Bestandsaufnahme der zur Verfügung stehenden Vorräte, ein Gesamtkostenvoranschlag dere Europahilfe, in Verbindung mit einer Aufstellung der schon ausgegebenen Zuschüsse und die grundsätzliche Erwägung, daß die politischen Folgen Gestalt und Ausmaß der Unterstützung bestimmen sollen." lenken, und dann Griechenland als Operationsbasis für Pläne auszunutzen, die nichts mit der Erhaltung des Weltfriedens zu tun hätten. Den amerikanischen Sieg bei der Abstimmung Über die Balkanfrage bezeichnete Wyschinski als einen Pyrrhussieg. Eine „kleine aber mächtige Bankier-Clique“ kontrolliert, wie er sagte, die griechische Regierung und ist für die in Griechenland „herrschende Tyrannei" verantwortlich. Der britishe Delegierte Hector Mc Neil wies die sowjetischen Anshuldigungen zurück und wurde In seinen Ausführungen von dem amerikanischen Delegierten Hershel Johnson unterstützt. Mc Neil bezeichnete die Ausführungen des ukrainishen Delegierten Di- mitri Manuilski als „unverantwortliches Benehmen“. — Der sowjetische Delegierte Wyshinski wandte sih sofort zur Unterstützung Manuilskis gegen McNeil und erklärte, Kominform sei keine Neubildung der Komintern. Die Komintern habe eine viel größere Mitgliederzahl gehabt. „Hier (in dem Kominform) sind nur neun Staaten vertreten, aber schon habt Ihr Angst.“ Die gesamte sowjetishe Resolution wurde mit 40 gegen 6 Stimmen bei 11 Stimmenthaltungen abgelehnt. Der erste Teil des Antrages, wonah Griechenland für die Grenzzwischenfälle verantwortlich gemäht und in dem festgestellt wird, daß eine fremde Einmischung die Wiederherstellung normaler Verhältnisse im Balkan verhindert, wurde mit 39 gegen 7 Stimmen bei 10 Stimmenthaltungen abgelehnt. Ebenfalls abgelehnt wurde die Forderung auf Abzug der ausländischen Truppen mit 33 gegen 8 Stimmen bei 16 Stimmenthaltungen. Indien und Aegypten stimmten hierbei mit der Sowjetgruppe. Der Vorschlag auf Bildung eines Ueberwachungsausshusses für die Verteilung der amerikanishen Hilfslieferungen wurde mit 35 gegen 6 Stimmen bei 16 Enthaltungen abgelehnt. Zwischenbilanz des Arbeitsministeriums Verheißungsvolle Anfänge und wachsende Aufgaben — Zusammenarbeit mit anderen Aemtern muß besser werden Die Regelung der Kartoffelablieferung Ablieferungssoll: über 5 Mill. Tonnen — Vorgesehene Ration 8 kg je Periode Frankfurt, 14. Okt. (Dena) Mit 5 268 400 Tonnen wurde nunmehr die Mindestablieferungsquote für Kartoffeln für die Bizone vom Zweimächte-Kontrollrat festgesetzt. Diese endgültige Quote, die, wie das Zweimächte-KontroUamt mitteilt, nicht m^hr abgeändert wird, und bis Mitte November erfüllt werden muß, soll eine Ration von 8 kg je Periode ermöglichen. Weiter wurde ein genauer Plan der KartoffelUeferungen der Länder untereinander aufgestellt. Wenn ein Land seine vorgeschriebene Lieferung niht erfüllt, sollen ihm andere Lebensmittel- in entsprehendem Verhältnis abgezogen werden, diese Lebensmittel sollen demjenigen Land zugute kommen, das die ihm zustehende Kartoffelmenge niht erhalten hat. Niedersachsen hat mit 2 294 700 Tonnen den höchsten Ablieferungssatz. Bayern muß 1 162 600 Tonnen, Hessen 371 500 Tonnen, Württemberg - Baden 212 900 Tonnen, Schleswig-Holstein 629 200 Tonnen und Nordrhein-Westfalen 598 800 Tonnen abliefern. Diese Quoten stellen das Mindestmaß dar, das notwendig ist, um eine Ration von 8 kg Kartoffeln je Zuteilungsperiode für den Normalverbraucher zu sichern. Diese Minimalmengeil, so betonte das Zweimächte-KontroUamt, schließen nicht nur Speisekartofleln für den Verbrauch im eigenen Lande ein, sondern auch Speise- oder Saatkartoffeln, die in andere Länder versandt werden. Um eine gerehte Verteilung in allen Ländern zu sichern, wurde gleichzeitig Strenge Maßnahmen zur Kartoffel- Erfassung Stuttgart, 14. Okt. (Dena). Alle direkt beim Erzeuger vorbestellten Kartoffeln müssen bis zum 23. Oktober abgeholt werden, teilt das württ.-badishe Ministerium für Ernährung und Landwirtshaft mit. Durh diese Maßnahmen soll die vollständige Erfassung sämtlicher Kartoffelbestände beschleunigt werden. Wie das Ministerium weiter bekanntgibt, führt die Eisenbahn ab sofort nur noch solche Transporte durh, für die eine Transportgenehmigung des Landwirtshaftsministeriums oder der Traneportabschnltt I der Kartoffelkarte vo!gelegt werden .kann. Nach dem 22. Oktober werden von der Eisenbahn auch auf Transportscheine keine Kartoffeln mehr befördert. ein Plan für den Versand von Kartoffeln zwischen den einzelnen Ländern bekanntgegeben. — Sehzig Prozent der Kartoffeln müssen bis 15. Oktober angeliefert sein, der Rest bis zum 15. November. Sämtlihe Kartoffeln, die über die Quoten der einzelnen Länder hinaus anfallen und niht versandt werden, müssen als Reserven gesammelt werden. Die Verpflichtung, den Uebershuß einzulagern,, ist genau so bindend, wie die Ablieferung der vorgeshriebenen Mengen. Die festgesetzten Ablieferungsquoten, sö erklärte das Dreimächte-Kontrollamt weiter, wurde für alle Länder auf gleicher Basis berehnet. Falls die Länder ihre Verpflichtungen nicht erfüllen, wer- # den ihnen andere Lebensmittel im ent- * sprechenden Verhältnis zu den nicht- gelieferten Kartoffeln abgezogen. Diese Lebensmittel soll dann dasjenige Land erhalten, das durch die Minderablieferung die ihm zustehende Kartoffelmenge nicht erhalten hat. Das Zweimächte-KontroUamt weist ausdrücklich darauf hin, daß unter keinen Umständen eingeführtes Mehl oder anderes Getreide als Ersatz für nichtgelie- ferte Kartoffeln verteilt wird. Stuttgart, 14. Okt. (Eig. Ber.) Das würt- tembergish-badische Arbeitsministerium legt der Öffentlichkeit einen Rechenschaftsbericht über seine bisher geleistete Arbeit vor, um weiteste Kreise der Bevölkerung mit der Schwere der zu lösenden Probleme bekannt zu machen. Es dürfte, so heißt es in dem Bericht, bei einem politisch denkenden Menschen keinen Zweifel mehr darüber geben, daß dem Arbeitsministerium in einem modernen Staat außerordentlich wichtige Funktionen zugewiesen seien. In verhältnismäßig kurzer Zeit habe das Ministerium aufgebaut werden müssen, aber neben diesem Aufbau liefe zwangsläufig die Mitarbeit im sozialpolitischen Hauptausschuß des Länderrats, die einen großen Teil der dem Ministerium zur Verfügung stehenden Kräfte beanspruche. Besonderes Augenmerk sei auf die Ausarbeitung einer grundsätzlichen Reform der Sozialversicherung zu richten gewesen, die vor allem die Anpassung der Sozialversicherung an die veränderten Verhältnisse in Deutschland zur Voraussetzung gehabt hätten. Die Zusammenarbeit mit den Vertretern von OMGUS sei gerade in dieser Frage als besonders anregend empfunden worden. Neben den sozialpolitischen Fragen habe vor allem die Frage nach einem neuen Arbeitsrecht im Vordergrund des 'Interesses gestanden. Das Betriebsrätegesetz sei in vielen Sitzungen diskutiert worden. Nach Inkrafttreten des Kontrollratsgesetzes 22 arbeitete das Ministerium die erforderlichen Durchführungsverordnungen aus und legten sie dem Landtage vor. Im Gegensatz zu früher sei die Arbeitsgerichtsbarkelt auch dem Arbeitsministerium unterstellt worden. Damit ging ein von den Gewerkschaften lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Parallel dazu lief die Schaffung einer neuen Schlichtungsordnung, eines Tarifvertragsgesetzes und die Lösung der Frage der zukünftigen Lohngestaltung. Arbeitsminister Rudolf Kohl betont, die etwas . zu komplizierte Länderratsmaschine habe die erwünschte Zusammenarbeit erst nach längerer Anlaufzeit möglich gemacht und heute noch steht eine endgültige Klärung auf diesem Gebiet aus. Die jetzt durch die Stromsperre verursachte Erschütterung der Wirtschaft, so sagt der Bericht schließlich, beweise jedem, welche entscheidende Arbeitslast gerade auf dem Arbeitsministerium liege und mache die Notwendigkeit gegenseitigen Verständnisses aller Kreise eindeutig klar. -z. Neuer Produktionskontrollplan Kampagne gegen schwarzen und grauen Markt — Von der Regierung gebilligt Stuttgart, 14.«Okt. (Eig. Ber.) Um den Schwarzhandel in der Wurzel zu treffen, hat das württembergisch-badische Wirtschaftsministerium auf Veranlassung de« Wirtschaftsministers Dr. Herrn. Veit ein neuartiges System von Produktions- und Bestandsprüfungen ausgearbeitet, das auf gesetzlichem Wege eine bessere und gerechtere Verteilung der vorhandenen Waren gewährleisten sofl. Der Plan ist grundsätzlich von der Regierung gebilligt und soll nach Fertigstellung dem Landtag vorgelegt werden. Das für den 15. Oktober vorgesehene Inkrafttreten wird sich jedoch aus technischen Gründen noch um einige Wochen verzögern. Das neue Verfahren umfaßt zirka 50 Gebrauchsgegenstände, einschließlich sämtlicher Textilien, Schuhe, Möbel, Hausund Küchengeräte sowie Tabak- und Seifenerzeugnisse. Die Kontrolle soll, wie wir hierzu erfahren, von ehrenamtlich arbeitenden Ausschüssen vorgenommen werden, deren Mitglieder von den örtlichen Kreisverbänden und Körperschaften gewählt werden sollen. Ferner gehören den Ausschüssen Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeber an. Eine der Hauptaufgaben der Gremien wird es sein, etwaige Warenhortungen aufzudecken. Die geplanten Maßnahmen erfüllen somit eine seit langer Zeit gestellte Forderung nach Kontrolle der gewerblichen Wirtschaft und der Industrie. —z. Saarländischer Landtag eröffnet Saarbrücken, 14. Okt. (Dena). Der Erste Saarländische Landtag wurde am Dienstag durch den Alterspräsidenten Karl G e r m a n n (CVP) eröffnet. Der Gouverneur des Saarlandes, Gilbert Grandval, hielt eine Ansprache an die Abgeordneten, in der er die Bedeutung de« Tages für die Beziehungen zwischen Frankreich und dem Saarlande hervorhob. Zur Demontage Lüneburg, 14. Okt. (Dena - DPD) Der stellvertretende britische Oberbefehlshaber, General Sir Brian Robertson, erklärte auf einer Konferenz vor Vertretern der Parteien, der Gewerkschaften und Persönlichkeiten des wirtschaftlichen und des öffentlichen Lebens, er wäre mit der Demontage nicht einverstanden gewesen, wenn sie den deutschen Wiederaufbau ernstlich behindern würde. „Wir begreifen", sagte der General, „daß Deutschland sich nicht allein aus seinen Schwierigkeiten helfen kann, wir allein können es aber auch nicht. Zusammenarbeit aber ist notwendig.“ General Robertson betonte, daß der Demontageplan definitiv sei. Er hoffe, daß auch die Anwesenden ihn für fair und großzügig halten würden. Der Plan sei so gehalten, daß Deutschland auch für den Export genügend industrielle Kapazität bleibe. — Gegenwärtig seien,- so sagte General Robertson weiter, sehr viel Fabriken unter ihrer Kapazität beschäftigt, was unwirtschaftlich sei. Ernste Störungen seien zu befürchten, wenn die deutschen Arbeiter den Plänen eine feindselige Haltung entgegensetzten. Wahlen und Volksentscheid in Bremen Verfassung angenommen — Ein bedeutsamer Volksentscheid Vereinheitlichung des Rationierungssystems der Post Frankfurt, 14. Okt. (Dena). Eine neue, berichtigte Liste der Verbraucherkreise, die Lebensmittelzulagen erhalten, wurde, wie der Ernährungs- und Laqdwirt- schaftsausschuß beim * Zweimächtekon- trollamt bekanntgab, von der Zweizonenverwaltung für Landwirtschaft herausgegeben. Durch den Wegfall verschiedener Gruppen von Zulageempfän- gern soll die dem Normalverbraucher in der Bizone zustehende Lebensmittelmenge erhöht werden. Durch die neue Liste soll außerdem das R.ationierungssystem der beiden Zonen Leiter vereinheitlicht werden. Ein Leitfaden zur Einstufung der Arbeiter in eine der vorgeschlagenen 4 Gruppen der Normalarbeiter-, Teilschwer- Schwer- und Schwerstarbeiter wird in Kürze durch die amerikanische Militärregierung für Deutschland und die britische Kontrollkommission herausgegeben werden. Aus der Liste wird genau ei sichtlich sein, ln welcher Stufe alle gelernten und ungelernten Arbeiter einzureihen sind. Besondere Bestimmungen sind iür das Personal der Eisenbahn und vorgesehen. Sonderzuteilungen an Lebensmitteln nach den neuen Bestimmungen für Kranke in ärztlicher Behandlung oder in Krankenhäusern, für werdende Mütter und Kinder sowie für Gaststätten und Werksküchen sind vorgesehen. Für Bergarbeiter gilt ein besonderes Ernährungsprogramm. Ferner sind Sonderzuteilungen für Hochseefischer, die Mannschaften von Minenräumbooten und für Transport- sowie für Dockarbeiter in bestimmten Häfen und einige Fachleute in der Landwirtschaft vorgesehen. Zusätzliche Rationen erhalten Polizisten, Feuerwehrleute, Steuer- und Zollbeamte und die Mitglieder besonderer Gerichtshöfe. Die Rationen für Zivilinternierte und Kriegsgefangene bleiben unverändert. Ebenso bleiben unverändert die bisherigen Bestimmungen über die Rationen für politische Verfolgte, verschleppte Personen und über besondere Mahlzeiten für die deutschen Angestellten der Besatzungs- behördea in Kraft. Bremen, 14. Okt. (Dena). Am Sonntag fand im Lande Bremen die Wahl zu einer neuen Bürgerschaft, verbunden mit einem Volksentscheid, über den von der gegenwärtigen Volksvertretung vorgelegten Verfassungsentwurf statt. Neben diesen beiden Wahlakten war die Bevölkerung noch zu einem Sondervolksentscheid über den strittigen Artikel 47 der Verfassung aufgerufen. Die der Bevölkerung dazu vorgelegte Frage lautete: Sollen die Betriebsvertretungen über die sozialen Fragen hinaus gleichberechtigt mit den Unternehmern auch in wirtschaftlichen und personellen Fragen des Betriebes mitbe- stimmen, und zwar im Benehmen mit den Gewerkschaften? Zu dieser Frage hatten sich die SPD und KPD zustimmend geäußert, während die BDV (Bremer Demokratische Volkspartei), die FDP und CDU gegen diese Zugeständnisse an die Betriebsräte waren. — In Bremerhaven wurden außerdem noch die Stadtverordneten gewählt. Die Entscheidung der Wählerschaft Bremen, 13. Okt. (Dena). Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis für das Land Bremen (Wahlbereiche Bremen und Bremerhaven) ist die Bremer Verfassung mit dreiviertel Mehrheit, der Artikel 47 der Verfassung mit knapper Mehrheit angenommen worden. Als stärkste Partei ging aus der Wahl der Bürgerschaft die SPD vor/ der CDU und BDV hervor. Die Sitze in der Bürgerschaft verteilen sich wie folgt: SPD 46, CDU 24, BDV 15 KPD 10, FDP 2 und DP 3, Die Kandidaten der letzten beiden Parteien kommen aus dem Wahlbereich Bremerhaven. — Für die Verfassung stimmten bei 338 177 Wahlberechtigten und 228 670 abgegebenen Stimmen, von denen 210 323 gültig waren 152 446 Wähler, dagegen 57 877 und 18 347 Stimmen waren ungültig. Die Wahlbeteiligung für die Verfassung betrug 67,6 •/#. Für Annahme des Artikels 47 über das Mitbestimmungsrecht der Betriebsräte stimmten 109 841 Wähler, dagegen 100 354. 228 222 Stimmen wurden abgegeben, wovon 210195 gültig und 18 027 ungültig waren. Die Wahlbeteiligung bei dieser Abstimmung betrug 67,5 Prozent. Der Anteil der Parteien Bremen, 14. Okt. (Dena). Im gesamten Wahlbereich des Landes Bremen (Bremerhaven und Bremen) erhielten die SPD von 218 851 gültigen Stimmen 91 229, die CDU 48 116, die BDV 30 546, die KPD 19 189, die FDP 12 095, die DP 8441, die RSF 2411 und die unabhängigen Kandidaten 6824 Stimmen. — Von der Gesamtstimmenzahl entfallen damit auf die SPD, die in der letzten Wahl für die Bürgerschaft am 3. Oktober 1946 47,6 Prozent aller Stimmen erhielt, 40,4 Prozent. Die CDU erhielt 23 Prozent gegen 18,9 Prozent im Vorjahr. Die BDV stieg von 13,3 auf 16,5, während die KPD von 11,5 auf 8,6 Prozent abfiel. Tagungen der DVP Stuttgart, 12. Okt. In der Zeit vom 24. bis 26. Oktober findet in Schwetzingen der diesjährige Zonenparteitag der Demokratischen Volkspartei in der US- besetzten Zone statt. Auf dem Parteitag werden neben den 4 Landesvorsitzenden Oberbürgermeister a. D. Dr. Schwammberger, Stuttgart, und Oberbürgermeister Bleek, Marburg, über „Die Gemeinde im demokratischen Staat“ sprechen. Dr. Bungartz, München, wird über die bisherige Tätigkeit und die künftigen Aufgaben des Wirtschaftsrates berichten. — Auf einer ln Verbindung mit dem Zonenparteitag in Hockenheim stattflnden- den Bauernkundgebung wird das neue demokratische Agrarprogramm verkündet werden. — Eine Arbeitstagung der demokratischen Frauen der amerikanisch- besetz'en Zone findet vom 22. bis 25. Oktober in Rothenburg o. T. statt D. 3 . Seite 2 / Nummer 34 SODDEDTSCHE ALLGEMEINE Mittwoch, den 18. Oktober 194T Veröffentlicht unter Lizenz Nr. (JS-WB 118 Herausgeber Dr. J. Peter Brandenburg (Verlagsleitung) und Felix Richter (Chefredaktion) Verlag ..Süddeutsche Allgemeine" Pforzheim. Telefon 2001 und 2002 Druck: Badische Presse. Karlsruhe. Waldstr 28 AuatukMueMutKxi *u»* toooojno* auo» lUk-cH» OttUlMt • ho»urv:>«*.>3lvH*»uje« uroofutit ioooi auw Grausige Ernte an Menschen und Schicksale Vor den schwersten Monaten im Ruhrgebiet Eine unverständliche Rechnung R.W. Der neue Demontageplan sei jetzt fertiggestellt worden, er lasse Deutschland die Produktionskapazität, die nötig sei, damit die vereinigte Westzone ohne Unterstützung aus Amerika und Großbritannien einen anständigen Lebensstandard erreichen könnte, in Deutschland würden genug Industrieanlagen verbleiben, um eine 150prozentige Produktionssteigerung über das gegenwärtige Niveau zu erreichen. Mit dieser Erklärung versuchte der stellvertretende Leiter der Wirtschaftsabteilung bei der amerikanischen Militärregierung, Humphrey, die bittere Pille schmackhaft zu machen, die dem kranken deutschen Wirtschaftskörper jetzt mit der Demontageliste verabreicht werden soll. Allerdings, so muß ergänzend eine Mahnung General Clays hinzugefügt werden, müsse das deutsche Volk sehr hart und sehr lange — fünf Jahre — arbeiten, um das gegenwärtige Industrieniveau nach Durchführung der Demontage wieder zu erreichen — und noch längerer Mühen wird es bedürfen, auf die 150pro- zentige Produktionssteigerung über das gegenwärtige Niveau zu kommen. Es ist die Frage, ob der kranke deutsche Wirtschaftskörper das Experiment solchen politischen Aderlasses wird überstehen können.W i r t- schaftlich wollen die USA den vereinigten Westzonen im Zuge des Marshallplans helfen durch Kredit und Exportsteigerung, aus politischen Gründen dagegen sollen wichtige Produktionsstätten am deutschen Wirtschaftskörper amputiert werden. Wie soll der aufbauwillige deutsche Arbeiter den Aderlaß auf der anderen Seite vereinbaren! Gewiß wird er Verständnis dafür aufbringen, daß Produktionsstätten, die der Rüstungsindustrie gedient haben oder dienen könnten, restlos ausgeschaltet werden. Aber er wird es nicht verstehen, daß Fabrikanlagen und -hallen, die Friedensproduktionsbetrieben etwa zur Fertigung dringender Verbrauchsgüter für Haushalt, Landwirtschaft und Gewerbe zur Verfügung gestellt werden könnten, zerstört, daß Maschinen und Maschinenanlagen, die für die Erzeugung dieser Verbrauchsgüter angesetzt werden könnten, demontiert werden. Er will und soll mithelfen an dem Wiederaufbau Deutschlands, wie es der Marshallplan vorsieht: aber wie kann er das, wenn ihm die Arbeitsstätte und -möglichkeit. genommen werden? Was ihm jetzt genommen wird, wird ihm in kurzer Zeit im Zuge des amerikanischen Wiederaufbauplanes für Europa wiedergegeben werden müssen. Diese tieferen pinsichten und nicht das Bangen um die vertraut gewordene Arbeitsstätte lassen ihn die Stimme mahnend gegen den Demontageplan erheben. Es ist nicht die Stimme der Kritik an Entscheidungen, die fern von Deutschland und Europa am politischen grünen Tisch der Siegermächte gefallen sind, sondern es ist die Stimme des Rechtes, die sich verpflichtet fühlt, aus der Verantwortung vor der europäischen Zukunft auf die Folgen hinzuweisen, die aus der zu erwartenden Demontage deutscher Produktionsstätten entstehen werden. Jahrelang hat das deutsche Volk verantwortungs- und bedenkenlos unsinnige Befehle entgegengenommen und ausgeführt und wird dafür mit Recht heute beschuldigt. Wenn die Befehle der Militärregierung auch Befehle des Siegers an den Besiegten sind — die völkerrechtlichen Bindungen gelten noch, auf die hinzuweisen dem deutschen Volke nicht verwehrt werden kann: und nach diesem Recht ist die Rücksicht auf die wirtschaftlichen Hilfsquellen des besetzten Landes zwingend vorgeschrieben. Aber nicht allein diese Rücksicht sollte die Siegermächte zu einer Ueberprüfung der Demontageliste veranlassen, sondern die rein sachliche wirtschaftliche Ueberlegung. der sich die amerikanische Militärregierung bisher auch noch nicht verschlossen hatte, nämlich .alle Demontagen mit Ausnahme der reinen Rüstungsbetriebe wenigstens bis zum Anlaufen des Marshallplanes zurückzustellen, um dann festzustellen, was im Gesamtrahmen des europäischen Wiederaufbaues benötigt wird. Es gibt amerikanische Stimmen, die darauf hingewiesen haben, daß leicht in den nächsten Jahren mit amerikanischen Krediten — und unter erhöhten Kosten — Betriebe wieder erstellt werden müßten, die jetzt fortgeschafft würden. Deutschland ist bereit, alle seine Kräfte für den Wiederaufbau Europas und seines eigenen Körpers einzusetzen. Aber es kann nicht verstehen, daß es erst drei bis fünf Jahre lang 50 000 Arbeiter damit beschäftigen soll, die Demontagen durchzuführen, daß es gleichzeitig in derselben Zeit das gegenwärtige Industrieniveau sich erhalten soll, um dann — voraussichtlich viel zu sehr geschwächt und körperlich wie seelisch verelendet 1 — seine Produktiöfi auf 150% gegenüber heute zu steigern Kampf den Möbelhamsterern Möbelsachverständige schätzen, daß in Württemberg-Baden etwa 15000 Wohnungen sofort mit Möbeln versehen werden könnten, ohne daß die Möbelfabriken deshalb beansprucht zu werden brauchen. Es wäre nur nötig, die u n ■ benutzt auf den Speichern, Bodenkammern und überfüllten Wohnungen stehenden Möbel ihrem Zweck zuzuführen. Die großen Mengen Möbel, die heute noch unbenutzt aufgespeichert werden, übersteigen alle Vermutungen. Es gibt viele alleinstehende ältere Personen, die heute nur noch über Einzimmerwohnungen verfügen, aber in Abstellräumen 3- bis 5-Zimmereinrichtungen untergestellt haben. Sollte da nicht ein Weg gefunden werden, um diese Möbel bedürftigen Benutzern zuzuführen. ImGroß-StuttgarterTausch- ring ist z. B. der Eintausch von Möbeln gegen Nähmaschinen, Bügeleisen, Geschirr und andere Haushaltsartikel in vollem Gange, und es wäre zu wünschen, daß von dieser Möglichkeit des Tausches auch andernorts mehr Gebrauch gemacht würde, (z.) E. W. E. Bochum, 13. 10. 1947. „Alles in Butter", sagte Niedersachsens Ministerpräsident — er meinte damit die politische Situation seines Kabinetts. „Gar nichts in Butter", dürfte Ernährungsminister Lübke von Nordrhein- Westfalen denken — und damit die 150 000 Tonnen Kartoffeln meinen, die Niedersachsen bis heute nicht an Nordrhein-Westfalen lieferte. Dafür aber pro Kopf seiner Familien je zwei Zentner in die eigenen Keller schaffen ließ. Im R. W. - Industriegebiet gibt es keine zwei Zentner, es gibt nicht einmal einen Zentner, es ist fraglich, ob es überhaupt etwas an Einkellerkartoffeln gibt. Jedenfalls fehlen an Rhein und Ruhr 450 00p Tonnen Kartoffeln, und auch die soeben verfügte gesetzliche Beschlagnahme der gesamten Kartoffelernte ln den Ländern der Bi-Zone wird nichts daran ändern, daß die Einkellerplanung genau so als zusammengebrochen angesehen werden kann, wie die im Sommer so lautstark hinausposaunte Hausbrandversorgung. Die Krupp-Demontagen in Essen und die des Bochumer Vereins in Bochum, — so sagt man allenthalben, bedeuten für diese Industriestädte das Todesurteil. Die Bergarbeiterzahl stieg die Förderung stieg, — 136 Zechen förderten wie der leibhaftige Satan und holten ihr Soll und damit ihre Care-Pakete heraus. Es gab Zechen, deren Untertagemänner -zig Tausende von Zigaretten und TauSende von Fleischbüchsen für ihre Kumpels über Tage spendeten, aber nicht weniger Vereinte Westzonen: Berlin (Dena). Die amerik. Militärregierung für Deutschland sammelt gegenwärtig Material, das dazu dienen soll, die Bevölkerung der Vereinigten Staaten über den Gesundheitszustand der Deutschen aufzuklären. Berlin. (Dena.) Die Veröffentlichung der neuen Demontageliste für die wirtschaftlich vereinigten Westzonen wird Donnerstag erfolgen. Hamburg. Wie vom Senat der Hansestadt mitgeteilt wird, ist die Herausgabe eines Arbeitserziehungsgesetzes für Jugendliche geplant, um der zunehmenden Verwahrlosung zu steuern. — Die Hamburger „Münze“ hat Jetzt mit der Neuprägung von 50-Pfennig-Stücken begonnen. Die Münzen werden nach dem Muster von 1935 geprägt und tragen als Prägegeld den deutschen Reichsadler mit der Jahreszahl. Auch 2 Millionen 5- und 10-Pfennig-StüCke sollen hergestellt werden. fr. Aachen. Das britische Militärgericht in Aachen gibt bekannt, daß illegale Grenzgänger,:-die nach dem 1. Oktober verhaftet werden, Strafen von 2 bis 6 Monaten Gefängnis zu erwarten haben, lb. Kassel. Auf dem Grenzbahnhof Eichenberg wurden bei einer Kontrolle in dem sogen. Alpen-Nordsee-Expreß von der Polizei 30000 Zigaretten beschlagnahmt. lb. Frankfurt (Dena). Die Tarifverhandlungen zwischen den Baugewerkschaften und der Bauindustrie und den Innungs verbänden des Baugewerbes Hessen haben zu nachfolgenden Ergebnissen geführt: Facharbeiter sollen einen Stundenlohn von 1,25 Mark gegenüber bisher 0,95 Mark, und Bauhilfsarbeiter 1,06 Mk gegenüber einem früheren Lohn von 73 Pfg. erhalten. Diese Tarifvereinbarungen bedürfen Jedoch noch der Genehmigung der amerik. Militärregierung. Bad Nauheim. (Dena-Reuter.) Das polnische Zentralamt für Repatriierung gab bekannt, daß die Rückführung der Deutschen aus Polen Anfang November abgeschlossen sein werde. Außer den zwei Millionen Deutschen, die bereits im Jahre 1945 Polen verlassen haben, wurden bis jetzt insgesamt 2,3 Millionen Deutsche ausgewiesen. Nach Abschluß der Repatriierungsaktion werden rund 100 000 Deutsche in Polen verbleiben und zwar 21 000 lebhaft war der Schwarzhandel, mit den 40 000 Kalorien, — Preis 5—6000 Mark das Paket und gern gegeben. Und die Bergmannspunkte? Nun, es gibt so vieles nicht, was es geben könnte, aber Frackhemden für Bergleute sind ausgestellt und zu haben. Die Püttmänner fassen sich an den Kopf! Moral und Ernährung sind es, wo man zu retten sucht, was noch zu retten ist. Der Zweizonen-Wirtschaftsrat sucht der fast anarchisch gewordenen Zustände Herr zu werden durch Notgesetze und Vollmachten. Nicht verwunderlich, wenn man erfährt, daß 900 000 Hektar Getreideanbaufläche in der Bi-Zone statistisch nicht erfaßt wurden! Die Straßen der Großstadt-Giganten an Rhein und Ruhr werden zum Wildwest- Schauplatz. Ein Hofverwalter ersehlägt in Dortmund einen Obstdieb mit dem Knüppel, eine Kartoffeln buddelnde Kriegerwitwe erschlägt den ihr wehrenden Bauern mit der Hacke, ein Kleingärtner fesselt ein Aepfel stehlendes 18jähriges Mädchen ln seinem Garten an Händen und Füßen an einen Baum und läßt es Pranger stehen; Bauernhöfe werden überfallen, Polizeibeamte dabei zusammengeschossen. Offener Raub von Kleidung und Schuhen in den herbstlich dunklen Großstadtstraßen sind keine Seltenheit mehr. Und über allem der Volkswürger, die Seuche der Geschlechtskrankheiten in steil nach oben steigender Kurve- Das nächste Halbjahr wird im Ruhrgebiet grausige Ernte an Menschen und Schicksale halten. Facharbeiter, 35 000 Volksdeutsche und 45 000 deutsche Kriegsgefangene. München. (Dena.) Der bayerische Sonderminister Dr. Ludwig Hagenauer entließ den Vorsitzenden und die beiden öffentlichen Kläger der Spruchkammer Schwabmünchen, die als Protest gegen die Durchführung einer „Kulturwoche“ Im Internierungslager Nürnberg ln Streik getreten waren. Nürnberg. (Dena.) Unter dem Verdacht, innerhalb sechs Jahren 5 Kinder erschlagen zu haben, wurde der Kraftfahrer Johann Böhringer und seine Ehe: trau Grete von der Kriminalpolizei verhaftet. Das Ehepaar hat seit 1941 Kinder zur Pflege aufgenommen und soll sie aus Sadismus und Mordlust mit einem Kartoffelstampfer oder Schraubenschlüssel erschlagen haben. Stuttgart (Dena). Entgegen anderslau-, tenden Meldungen sind Zündhölzer in Württemberg-Baden nicht bewirtschaftet, teilte das Wirtschaftsministerium Württemberg-Baden mit. Sowjet-Zone: Berlin. (Dena-Reuter.) Ober 2000 Personen sterben monatlich direkt oder indirekt durch Unterernährung in der Ostzone Deutschlands, erklärte Dr. Otto Dibelius, der protestantische Bischof von Berlin, in einem Interview. Oybin (Kr. Zittau.) Kurort Oybin ist zu 77•/», das benachbarte Lückendorf gar zu lO0°/o mit Umsiedlern belegt, bl. Görlitz. Das größte Industrieunternehmen in der Stadt, die Waggonfabrik, beschäftigt jetzt wieder 1850 Leute. Es werden vornehmlich offene Güterwagen, Spezialwagen der Eisenbahn und Straßenbahnwagen gebaut und Güterwagen ausgebessert. bl. Görlitz. Durch die Initiative der Stadt Verwaltung wurde 13 km von der Stadt entfernt ein neues Braunkohlevorkommen in Abbau genommen, bei dem z. Zt. rund 600 Arbeiter beschäftigt sind. bl. Görlitz. In die Stadt wurden bisher 34 0000 Umsiedler als Neubürger aufgenommen. In den nächsten Wochen sollen noch weitere 16 000 dazukommen, bl. Zittau. Im Jahre 1946 schallte die Industrie in Stadt und Kreis Zittau (ohne die Leistungen der Lebensmittelindustrie) Erzeugnisse im Gesamtwerte von 83 Millionen RM. Im März 1947 hatte die Industrie bereits den beachtlichen Stand von rund 50 8 /o der Friedenskapazität erreicht, bl. Das muß auch bei uns möglich sein! In Hessen hat ein junger Arbeiter den Vorschlag eingebracht, die Schulspeisung auch auf die Lehrlinge auszudehnen. Die Gewerkschaft brachte die Angelegenheit ln Fluß, der sich bald danach auch die Landtagsfraktionen der Parteien annahmen. Das Ergebnis der Beratungen war, daß der Antrag zum Gesetz erhoben wurde. Und in Württemberg und Baden? Die Arbeit des Lehrlings ist bei uns nicht leichter, die Ernährung des halbwüchsigen Körpers nicht besser. Es ist erfreulich, daß sich die verantwortlichen Instanzen allerorts für eine Fortsetzung der Schulspeisungen in den bevorstehenden Winter hinein einsetzen, und ein warmer Dank gebührt immer wieder der benachbarten Schweiz, die in zahlreichen Städten unserer engeren Heimat die Mittel für diese aufbau enden Zusatzmahlzeiten zur Verfügung stellt. — Inzwischen haben sich die ersten Auswirkungen dieser verständnisvollen Spende an dringlich notwendig gewordenen Gewichtszunahmen der bedachten Schüler und Schülerinnen gezeigt, und es gab viele glückliche Elternaugen. Warum soll aber die Betreuung gerade an einer Wende des Jugendlichen enden, gerade dann, wenn der Schulentlassene besonders in den ersten Monaten der Umstellung auf körperlichen Einsatz eine Zuführung nährender Stoffe sichtlich nötig hat? Die Schulspeisung ist eine Einrichtung verständnisvoller Herzen. Wir wollen sie auch unseren Lehrlingen wünschen. Ob es dazu bei uns langer Eingaben, abgewogener Aussprachen und feierlicher Beschlüsse bedarf? ts. Französische Zone! Baden-Baden. Der seit Kriegsende im badischen Volksschulwesen aufgetretene Mangel an Lehrern und Lehrerinnen wird allmählich behoben werden. Jetzt sind 100 neue Lehrer und Lehrerinnen in den Volksschuldienst eingestellt worden, nt Hechingen. Das Landgericht in Hechin- gen verurteilte die 28jährige Bauersfrau Käthe Aigner und den 44jährigen Melker Fritz Beer wegen des an dem Bauern Aigner gemeinsam begangenen Mordes zum Tode. nt Rastatt. Der Stadtrat hat beschlossen, Baubewilligungsgesuche nur dann zu genehmigen, wenn die Gesuchsteller von ihren nicht amtlich zugeteilten, d. h. also im Schwarz- oder Tauschhandel erworbenen Baustoffen 25 Prpzent an die Stadtgemeinde abliefern. nt In Reutlingen fuhr ein Lastkraftwagen auf eine Menschenschlange; es gab fünf Verletzte. — Durch unbefugtes Rauchen entstand im Lichtspielhaus ln Schwenningen ein Brand, der einen Schaden von 50 000 Mark verursachte. — Eine junge Verkäuferin in Ravensburg unterschlug laufend Butterberech- tigüngsscheine und gab sie an einen Freund weiter, der die Scheine auf größere Mengen fälschte. ts Baden-Baden. In den badischep Tabakbäugemeinden mehren sich die Diebstähle. Auf den Feldern werden die Tabakpflanzen ganzer Anbauflächen abge- emtet, und in den Gehöften die bereits zum Trocknen aufgehängten Tabakblätter gestohlen. — Die Diebe, die in zahlreichen Kirchen Glühbirnen entwendeten, konnten jetzt in Rottweil gefaßt werden. Es handelt sich um zwei Rheinländer, die von Karlsruhe aus durch Südbaden gewandert sind und nach eigenem Geständnis Einbrüche in 44 Kirchen verübt haben, in denen sip auch die Opferstöcke beraubten. ts Offenburg (Dena). Auf dem Landesparteitag der sozialdemokratischen Partei Südbadens wurde, wie Suedena meldet, der bisherige Landesvorstand nach lebhafter Diskussion in geheimer Abstimmung wiedergewählt. Erster Vorsitzender der SPD Südbadens bleibt Richard J8ekle. Singen, zweiter Vorsitzender Fritz Mayer-Gengenbach. Freiburg I. Br. (CND.) Zur Zeit ist, aus Hamburg kommend, auf dem Rhein ein Schiff mit etwa 300 Glocken, deren größter Teil in Orten der französisch besetzten Teile Badens beheimatet ist, noch Karlsruhe unterwegs/ Deutschland-Rundschau Zuchthaimträfling C 3. 3. Zu Oscar Wildes Geburtstag am 15. Oktober 1856. Am Mittwoch, 19. Mai 1897, verließ der wegen sittlicher Verfehlungen zu einer zweijährigen Zuchthausstrafe verurteilte Sträfling C 3. 3 das Gefängnis von Rea- ding. Mit einem Freunde, der „seiner mit Liebe gewartet", fuhr er von England aus am gleichen Tage über den Kanal aufs Festland, nach Dleppe. Der entlassene Sträfling hat englischen Boden nie wieder betreten. Er hieß Oscar Wilde. Mit seinem Namen verbindet sich die Vorstellung formal-überfeinerter Theaterabende, blitzender Aphorismen voller sarkastischer Menschlichkeit, intellektuellen Aesthetentums und der Magie eines großen Herzens, das aus Intuitiver Schöpfungskraft nahe am Abgrund des Snobismus seine reifen, wahren und wundervollen Werke gestaltete. Wer Oscar Wilde heute nennt, meint den Dandy und Theaterschriftsteller von „Lady Windemeres Fächer" und „Salome“ (1892), von „Eine Frau ohne Bedeutung“ (1893), „Ein idealer Gatte“ und „Bun- bury“ (1894), den Autor und Psychologen des Romans „Das Bildnis des Dorian Gray“ (1891), meint vielleicht noch den anmutigen Meister der „Märchen" („Der Granatapfelbaum" und „Der glückliche Prinz" bis 1890). Fast nie jedoch sieht man ln Wilde den sozialen Ankläger der „Zuchthausballade" von 1898, dieser „Meisterschöpfung des erschütterten Herzens und der inneren Liebe zur todgeweihten Kreatur" oder den Verfasser des „Briefes in Kerker und Ketten“ an seinen Freund Lord Alfred Douglas um dessentwillen er ins Gefängnis gehen mußte. Wilde ist aber nicht nur der Gestalter blendender Aphorismen. Er verkündet nicht nur, daß „alle Kunst nutzlos sei“, oder daß es „weder moralische noch unmoralische Bücher, sondern nur gut oder schlecht geschriebene gäbe“. Er findet auch andere Einsichten: „Die Gesellschaft maßt sich das Recht an, dem Einzelnen entsetzliche Strafen aufzuerlegen. Aber sie besitzt auch das höchste Laster: Oberflächlichkeit. Und so gelingt es ihr nicht, sich über das, was sie getan hat, klar zu werden. Hat der Betreffende seine Strafe abgebüßt, so überläßt sie Ihn sich selbst — will sagen: sie läßt ihn gerade in dem Augenblick fallen, wo ihre vornehmste Pflicht gegen ihn anfängt.“ Oscar Wilde, ebenso sehr anfänglich vergöttert wie später tief gestürzt, ist eine „tragische Gestalt". Seine hohe Geistigkeit machte ihn mit nachtwandlerischer Sicherheit zum „Repräsentanten der Kunst und der Kultur seines Zeitalters", wie er selbst stolz bekennt. „Die Schönheit menschlicher Jugend. die Schönheit klassischer Bildung, die Schön- Salzburg als Festspielsladt Die Geburtsstadt Mozarts bekam erst vor hundert Jahren von Schwanthaler ihr Mozartdenkmal, zur Festspielstadt wurde sie erst zwischen beiden Weltkriegen, seit 1919 Mozartfestspiele eingeführt wurden. International wurden sie, seitdem Max Reinhardt 1920 vor dem herrlichen Renaissance-Dom den „Jedermann“ mit Moissi aufführte. 1926 wurde die Winterreitschule umgebaut, die einst von Sträflingen aus dem Fels des Mönchbergs gehauen worden war. So wurden die Stätten ergänzt, an denen seit 1927 die Festspielwochen die Großen vereinte: Toscanini, der selbst an heißesten Tagen stets tiefschwarz gekleidet war, sein um zehn Jahre jüngerer Bewunderer und Freund Bruno Walter, beide berühmte Dirigenten, lösten sich am Dirigentenpult regelmäßig ab, versäumten aber auch nie, in die Proben und Aufführungen des anderen zu kommen; Clemens Krauß war auch stets ln seinem Unwahrheit sorgloser Lebensstimmung" aus der sozialkritischen Sicht eines, der oben steht und oben stehen will“, — das sind nach Arnold Zweig die drei Elemente, aus denen Oscar Wildes Schaffen seine faszinierende Wirkung zieht. Umso schrecklicher war das Ende in der Fremde. Eine Krankheit, auch durch eine Operation nicht mehr aufzuhalten, warf ihn lm November 1900 aufs Krankenbett: „Gegen halb sechs Uhr morgens trat eine völlige Veränderung bei ihm ein: die Gesichtszüge nahmen einen anderen Ausdruck an, und das, was man wohl Todesröcheln nennt, setzte ein . . . Genau zehn Minuten vor zwei Uhr am Nachmittag des 30. November 1900 verschied er. . England nahm von Osgar Wildes Sterben keine Notiz. Der einstige Liebling blieb weiterhin geächtet. Dr. Helmut Müller. seheinlich breitkrempigen Künstlerhut zu sehen, wie Richard Strauß, dessen .,Rosenkavalier" in der Mozart-Atmosphäre nicht fehlen durfte. In solchen Festwochen „war jeder zweite Salzburger eine Berühmtheit", wie scherzend festgestellt wurde. Beim frischen Trunk im Peterskeller oder Mirabellgarten, im Mozartmuseum, dem Geburtshaus des unsterblichen Komponisten oder bei seinem „Zauberflöten-Häuschen", das sich die treuen Salzburger aus Wien sorgfältig hertransportieren ließen und auf dem Hang des Kapuzinerberges aufstellten: überall begegnete man weltbekannten Künstlern aller Länder, die sich in der Mozartstadt wohlfühlten. Max Reinhardt blieb gar mit seiner Gattin, der berühmten Schauspielerin Helene Thimig ganz hier und fand in Schloß Leopoldskron tenseits des Mönchberges eine stille Heimat. Aber schon zweieinhalb Jahrhunderte vor Mozart lebten und starben hier zwei Große: der Organist P. Hofhaimer und der Arzt Paracelsus. Friedr. Bitrr Kunstausstellung in Stuttgart: Wiedereröffnung der Sezession In den zwanziger Jahren schlossen sich schwäbische Künstler zur Stuttgarter Sezession zusammen. Seit 14 Jahren konnten sie .sich nicht mehr, in der Öffentlichkeit zeigen. Es ist erfreulich, daß trotz der Verluste, die die Sezession in den letzten Jahren erlitten hat, sich noch zahlreiche jüngere und ältere Mitglieder zusammenflnden konnten, um diese erste noch tastend suchende und zudem sehr lückenhafte, im Stil nach durchaus gemäßigte Ausstellung zu bringen. Sie ist ein persönlich gehaltener Ausdruck der schwäbischen Kunst, frei, von abstrakten Experimenten, mit viel Geschmack und noch mehr Liebe zusammengestellt und betreut in den wundervollen Räumen des Stuttgarter Künstlerhauses auf dem Gähkopf. In einer würdigen, der Bedeutung dieser Schau Innerhalb des Stuttgarter Kunstlebens entsprechenden Schau wurde sie eröffnet. Hugo Borst, Hausherr des Stuttgarter Künstlerhauses und maßgebender Sammler zeitgenössischer Kunst, sprach aus eigenem Erleben von der Geschichte der Sezession, mit deren Mitgliedern er seit Jahren ln Freundschaft verbunden ist. Professor Rudolf Y e 1 i n von der Stuttgarter Akademie umriß in wegweisenden Aufführungen ein Bild vom Wollen des modernen ausübender Künstlers, das sich zu einem Bekenntnis einer künstlerischen Weltanschauung verdichtete. . Theodor Bäuerle, jwürtt. badischer Kultminister, ergänz® die Worte des Sammlers und Künstlers als warmherziger, allen Bestrebungen offener Kunstfreund. Durch die hellen Räume des Künstlerhauses drangen die wärmenden Herbst Sonnenstrahlen, sie verklärten die bei den repräsentativen Räume, die dem Ge dächtnls der C 'storbenen g widmet waren, •twjr die ergreifende Wehmut in dem asketisch gezeichneten Antlitz des Einsiedlers von dem Altherrschüler Rudolf Kuhn oder die kontrastreiche Farbenwirkung in der Aktstudie R e d e r s , wir wurden gepackt von der zart ausschwingenden „Resignation" Alt her rs — die von ihm und Prof, p a n k o k ausgestellten Werke vermitteln nur eine schwache Ahnung dieser Künstler — und den wesenhaften Porträtbüsten Jakob Brüllmanns und Walter Oster- m a y e r s. Besonders auffallen mußten sö kontrastreiche Monumentailbilder wie der „Clown“ und der „Berghirt" von Professor Sohn oder die Farbenfreude der Werke Wilhelm Blutbachers. Nicht vergessen seien die duftigen Aquarelle Heinrich K ü b 1 e r s , von dem auch ein kleines ansprechendes Bild „Proces- sion" fast lm Verborgenen hängt; sowie die schlichten soliden Bilder Hermann Bäuerles und die beschwingten anmutigen Kleinplastiken von Professor L ö r c h e r. Im übrigen ist es nicht möglich, im einzelnen auf die Bilder einzugehen, es scheint auch nicht erforderlich zu sein, da diese Ausstellung als Ganzes das erreicht hat, was sie will, einen Ausschnitt aus dem Schaffen einer für Stuttgart wesentlichen Künstlergruppe zu vermitteln. Dr. Walter Oberkampf. Amerikanische Kleinigkeiten Schweres Problem. Der Staat Kansas hat ein altes Gesetz, in dem es heißt: „Wenn zwei Elsenbahnzüge einander an einer Kreuzung begegnen, haben sie beide zu halten und keiner darf weiterfahren, bevor der ander» fort ist“. Guter Rat. Herbert Snell in Boston, Massachusetts, wurde seines Geldes beraubt. Die Brieftasche gab ihm der Räuber zurück mit der Ermahnung: ..Wenn Sie fleißig arbeiten, werden Sie bald wieder was reinzustecken haben”. Gesammelt von Max Berät, New Yotfc \ Mittwoch, den 15. Oktober 1947 KARLSRUHER NEUE ZEITUNG Nummer 34 7 Seite 3 Kleine Karlsruher Chronik Albtalbahn fährt wieder bis Ebert-Strafye Schweinefleisch aufgerufen. Im Rahmen der zustehenden Fleischration werden an Verbraucher Über 1 Jahr ausgegeben: 100 g Schweinefleisch auf Sonderabschnitt 705 mit Kennzeichen 11—15, 21—25 und Aufdruck „LEA Baden“ in Verbindung mit einem Fleischnabschnitt über 100 g. Abschnitte 705 der Karten 21—25 mit Aufdruck „Bu. Fl.“ dürfen nicht beliefert werden. ea. Schwarzhändler. Ein junger Mann wurde festgestellt, der im Besitz einer größeren. Menge Fleisch war, das er auf dem Schwarzmarkt absetzen wollte. Er gestand, tags zuvor ein Rind schwarzgeschlachtet zu haben. — Audi ein junges Pärchen wurde festgestellt, das mit rund 100 Tafeln amerikanischer Schokolade den Schwarzmarkt beleben wollte. Falscher Feueralarm. Vom Feuermelder an der Saariandstraße aus, wie von dem Ecke I^udwig-Marum- und Philippstraße wurde die Feuerwehr nach Einschlagen der Scheibe mutwillig alarmiert. Verkehrsunfall. In den Nachtstunden fuhr infolge starken Nebels ein Personenkraftwagen in der Sofienstraße auf einen parkenden Lastzug auf. Fahrer und Beifahrer zogen sich hierbei leichte Verletzungen zu; beide Fahrfcjjuge wurden erheblich beschädigt. Felddiebstahl. Auf dem Rittnerthof wurden in der Nacht von unbekannten Tätern etwa 12—15 Zentner Kartoffeln vom Feld gestohlen. pp. Märchenstadt Liliput. Die strahlenden Augen, der Kinder, die sich in den schmucken Häuschen der Liliputanerstadt auf dem Ettlinger-Tor-Platz wie in einer Märchenwelt bewegen, ihre kleinen Ein-^ wohner anstaunen und vertraulich an- sprechen, legen beredtes Zeugnis ab von „Schäfers Märchenstadt Liliput“. In der Tat, selbst als Erwachsener fühlt man sich bei ihrem Betreten in die Puppenstubenspiele der Kinderzeit versetzt, im Zirkus, der den Mittelpunkt der Stadt bildet, zeigen die Liliputaner in tänzerisch-akrobatischen Vorführungen ihr Können. Bu. Hauptversammlung des Sängerkreises. Am Sonntag führte der Sängerkreis Karlsruhe in der „Bavaria“ seine diesjährige ordentliche Hauptversammlung durch, an der 98 Vertreter der Gesangvereine von Karlsruhe und Umgebung teilnahmen. Kreisvorsitzender Hespe- ler eröffnete mit seinem Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr die Versammlung. Da er selbst zum Präsidenten des badischen Sängerbundes berufen wurde, Übergab er den Vorsitz dem neu gewählten Kreisvorstand K. N o t h e i ß. Nach der Entlastung des Gesamtvorstandes wurden neu gewählt: als Kreis-Chorleiter Rektor Feil, als Schriftführer Herr Maisack und als Beisitzende die Herren BreCht, Klinger, Bernauer und Köhler, als Revisoren die Herren Neuhäusel und Fritz. Im weiteren Verlauf der Versammlung kam unter-anderem das für Oktober geplante Kreiskonzert zur Besprechung, dessen Durchführung einstimmig beschlossen wurde. „Der Weltsprachgedanke und Esperanto“. A.m 11. Okt. tagte in der Hebelschule die Esperanto-Gruppe Karlsruhe. Prof. M u r a t h gab in humorvoller Welse ein Bild von der Entstehung, dem Aufbau und Nutzen des Esperanto. Er betonte besonders den Vorteil einer einheitlichen, leiCht erlernbaren Weltsprache wie des Esperanto, der, wie er sagte, gerade heute in der guten Verständigung aller Völker untereinander im Sinne des Weltfriedens liege. Bu. Kirchenmusikalische Feierstunden. Zugunsten des Wiederaufbaues der Pfarrkirche Unserer Lieben Frau fand am Sonntag im Walhallasaal eine kirchenmusikalische Andacht statt. Unter Mitwirkung von Vronl Kiefer-Koch (Sopran), Eduard V o 1 b a c h (Violine), Maria A 11 g e y e r (Orgel) und dem Chor Unserer Lieben Frau gelangten Werke von M. Reger, A. Bruckner, J. Kerber, Fr. Philipp und J. Kromolicki zur Aufführung. Die musikalische Leitung lag in der Hand Paul Allgeyers. Unter der Leitung von Erich Werner fand in der Bonifatiuskirdhe eine kir- chenmusikalisChe Feierstunde mit Werken von Bach und Bruckner statt. Die Solisten (Elisabeth Neumann-Weizenecker, Violine, Gerdi Gerspa* eher, Sopran, Martha W e y m a n n , Alt, Werner Schupp, Tenor» Karl Müller, Baß), der vortreffliche Kirchenchor von St. Bonifatius sowie ein sehr schön konzertierendes Orchester waren in gleichstarkem Maße an dem Gelingen der Veranstaltung beteiligt. -ck. Die SAZ gratuliert! Metzgermeister Gottlieb Eisenmann, Durlach, Ernst- Friedrich-Straße II, begeht morgen, 16. Oktober, in körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag. Liebesgaben aus der Schweiz Der Versand von Liebesgaben nach Deutschland ist durch eine Regelung, wonach die in der Schweiz befindlichen Guthaben von Deutschen für diesen Zweck in Anspruch genommen werden können, bedeutend erleichtert worden. Die Schweizerische Verrechnungsstelle (Abteilung für Liquidation deutscher Vermögenswerte) in Zürich, Talstr. 62, kann von den im Zusammenhang mit der Devisenbewirtschaftung gesperrten Konten . auf Antrag hin für Deutschein. Deutschfand 150 schweizerische Franken und für gebürtige Schweizerinnen 250 Franken pro Vierteljahr für Liebesgabensendungen freigeben. In dem Antrag an die Verrechnungsstelle ist die Bank anzugeben, bei der das Guthaben geführt wird.„ Sobald der Begünstigte von der Verrechnungsstelle die Mitteilung über die Freigabe erhält, kann er diese seiner Bank zustellen und gleichzeitig ängeben, welcher Versandfirma der Lieferungsauftrag erteilt werden soll. Es handelt sich hier um verhältnismäßig hohe Beträge, da schon mit 50 Fr. je Mopat immerhin recht ansehnliche Lebensmittelmengen erworben' werden können. Mengen, die jedenfalls selbst für eine größere Familie im Vergleich zur Normalversorguhg als zusätzliche Hilfe stark ins Gewicht fallen“. he. Badische Rundschau Vielfach neblig ^Bedingte 3£öf ichkeil Über die Höflichkeit im allgemeinen und die mancher Behörden im Verkehr mit dem Publikum im besonderen wurde in den letzten zweieinhalb Jahren so viel geredet und geschrieben, daß sich bereits manche Feder und Schreibmaschine oh der Nutzlosigkeit derartiger Ausführungen zu sträuben beginnt, weiterhin diesen Zwecken zu dienen. Indessen darf erfreulicherweise festgestellt werden, daß doch nicht alle diese Rufe ungehört verhalten. So auch nicht beim Arbeitsamt Karlsruhe. Es ist jedenfalls — nachdem man sich jahrelang einzufinden hatte — geradezu wohltuend, nun um Vorsprache gebeten zu werden. Wirklich erfreulich. Der Leiter der Nebenstelle Bretten besagten Arbeitsamtes scheint diesen Standpunkt allerdings nicht zu teilen. was der Zusatz beweist, den er mit Schreibmaschine dem vorgedruckten Text der Einbestellungskarte anfügen ließ: „Bei Nichterscheinen werden wir Sie polizeilich vorführen lassen.“ Zwar nicht in Ketten, aber doch polizeilich! Das ist immerhin erstaunlich. Noch erstaunlicher ist man jedoch zu erfahren, daß dieser unmißverständliche Schrieb nicht etwa — wie man daraufhin eigentlich annehmen sollte — an einen notorischen Arbeitsverweigerer gerichtet ist, sondern eine erstmalige Aufforderung darstelit; und das zur Klärung einer Angelegenheit, die sich von dem (übrigens seit langem in ordentlichem Arbeitsverhältnis stehenden) Empfänger schließlich, man höre und staune, sogar telefonisch erledigen ließ. H. H. Die Stromversorgungslage Das LWA teilt mit: Die immer noch außerordentlich schwierige Stromversorgungslage erfordert nach wie vor strengste Handhabung der Einschränkungsmaßnahmen. Das vom Wirtschaftsministerium vom 11 . 9. 1947 erlassene Stromentnahmeverbot für Industrie, Handel und Gewerbe ist immer noch in Kraft. Die Stromentnahme ist allen großen, mittleren und kleinen Betrieben untersagt, die nicht in der Verordnung unter Punkt 1 bis 9 des Abschnitts 1 aufgeführt sind oder eine schriftliche Sondergenehmigung des LWA zur Stromentnahme besitzen. Ausgenommen ist die Benützung von elektrischen Rechenmaschinen, Registrierkassen, sowie der Verbrauch für Reparaturen des täglichen Bedarfs (wie Schuhmacher, Schneider, Wäschereien). In jedem Falle Isi der Gebrauch von elektrischen Raumheizgeräten strengstens verböten. Zur Zeit werden durch die Elektrizitätswerke stichprobenweise Zwischenablesungen der Zähler vorgenommen. Bei Überschreitung muß mit Absperrung des Anschlusses gerechnet werden. „Indien, Land der Seele“ Im Munz-S’aal zog Prof. Dr. Men- «ching mit einem Lichtbildervortrag „Indien, das Land der Seele" die zahlreich erschienene Zuhörerschaft in seinen Bann. In Indien, so schilderte der Redner, dem Land der größten Gegensätze, trotzdem zugleich aber auch der Toleranz, dem Land der Seelenwanderung, der fortdauernden Wiedergeburten aller seelisch-geistigen Substanz, werde eine Lebensbewegung spürbar: der Umwandlungsprozeß von der Vielheit zur Einheit, von der Einheit zurück zur Vielheit Dieser ständig wechselnde Rhythmus von göttlicher Einheit zur Vielheit im Sinne der sichtbaren Vielgestaltigkeit der Wirklichkeit durchzog den Vortrag wie ein roter Faden. Prof. Mensching bewies die Entwicklung der vier großen Religionsepochen Indiens: Wedismus — Brahmanismus — Buddhismus — Hinduismus. indem er alles auf die Leitlinie zurückbezog. Mit der Persönlichkeit Mahatma Ghandis schließe sich der Kreis dieser Entwicklung. In ihm sei das Leben, die alte Tradition Indiens, Gestalt geworden. Bu. * Gedichte von Wilhelm Busch, dem beliebten Meister des Humors, dem jedoch oftmals unverstandenen Verfasser tiefsinniger und zarter Lyrik, sprach Ullrich Gehre. Es war ein anderer Busch, der uns dank einer ausgezeichneten Einführung und einer nicht minder guten Vortragskunst entgegentrat. Ergreifend beispielsweise das Gedicht „An meine Mutter“, schmunzelnde Heiterkeit verbreitend die Auswahl aus „Kritik des Herzens“ und „Schein und Sein“. —ck. Uebersicht: Der Hochdruckeinfluß über Mitteleuropa schwächt sich jetzt ab. Schwache Störungsrechte werden besonders am Mittwoch zu verstärkter Nebelbildung führen, während Niederschläge vorerst nicht zu erwarten sind. Vorhersage des Amtes für Wetterdienst in Karlsruhe, gültig bis Donnerstagabend: Am Mittwoch langanhaltender Nebel oder Hochnebel, erst im Laufe des Nachmittags aufklärend. In der darauffolgenden Nacht und am Donnerstag teils wolkig, teils heiter. In den Morgenstunden wieder vielfach neblig. Höchsttemperaturen 13—16 Grad, Tiefsttemperaturen 4—7 Grad. Schwach windig. Rheinwasserstände vom 14. Oktober 1947 Konstanz 264 (—1): Breisach fehlt; Kehl 95 (—5): Maxau 276 (—3): Mannheim 142 (—5): Caub 56 (—3). ' -wä- Ein langgehegter Wunsch weiter Bevölkerungskreise ging in Erfüllung. Seit heute morgen 5 Uhr befahren die Züge die fertiggestellte Brücke über den Rangierbahnhof nach dem Albtalbahnhof in der Ebertstraße. Der unangenehme und zeitraubende Fußmarsch zwischen Straßenbahnhaltestelle und dem „Dammer- stock-Bahnhöfle“ erübrigt sich damit. Wie schwer die Wiedererrichtung der im Jahre 1945 durch Unverstand zerstörten Brücke war, wissen die Männer, die seit über zwei Jahren an der Lösung dieses so wichtigen Problems arbeiteten. Noch 1945 sollte eine Holzbrücke gebaut werden, bis aber der richtige Plan hierzu entworfen und genehmigt wurde, waren Holz und Nägel in der erforderlichen Menge nicht mehr vorhanden. Nun beauftragte man den bekannten Brückenfachmann, Oberingenieur Lichti, mit der Konstruktion einer neuen Brücke, die sich auf ein vorhandenes größeres Trägerlager stützen sollte. Dieses Lager wurde jedoch später ander- Brief aus Bretten In den letzten Septembertagen ereignete sich hier ein schweres Verkehrsunglück. Ein Sattelschlepper stieß Ecke Heilbronner- und Weißhoferstraße gegen einen Baum und eine Litfaßsäule, geriet ins Schleudern und fuhr auf eine Zugmaschine auf. Wieder auf die andere Straßenseite geworfen, riß er drei dort beschäftigte junge Leute mit, wobei alle drei so schwer verletzt wurden, daß sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mußten, wo einer der jungen Männer seinen Verletzungen erlag. Der Fahrer des Sattelschleppers wurde verhaftet. — Durch einen weiteren tragischen Unglücksfall wurde der 59jährige Signal- Werkmeister Karl L e p p in Ausübung seines Berufes seiner Familie entrissen. Am 25. und 26. September gastierte das Voikstheater Karlsruhe mit der Operette „Glückliche Reise“ von Ed. Künnedce, am 2. Oktober die „Karlsruher Kammerspiele“ unter Erich S c h u d d e mit dem Schauspiel „Leuchtfeuer" von R. Ardrey und dem Märchenspiel „Dornröschen“ hier. Die Veranstaltungen wurden freudig aufgenommen. — Am 20. und 21. September fand das 100jährige Jubiläum des Männergesang-Vereins 1847 Bretten statt, eröffnet mit einem feierlichen Festbankett in der geschmückten Turnhalle. Am nächsten Morgen war eine Feierstunde auf dem Friedhof, sowie ein Festkonzert, bei dem der Orchester-Verein und der Männergesangverein mitwirkten. Solisten des Konzerts waren Opernsängerin Tiliy Harsch und Studienrat Hans M ü 1 - I e r. Nachmittags fanden sich die Männerchöre des Kraichgaues zu einem Freundschaftssingen in der Turnhalle zusammen, dem sich eine Massen-Kund- gebung auf dem Marktplatz und als Ausklang eine Tanzunterhaltung anschloß. — Ab 1. Oktober begannen wieder die während des Krieges eingestellten Me-, lanchthonhausführungen unter Leitung von Herrn Rudolf Groll. — Professor M u r a t h sprach über die geschichtliche Entwicklung des Esperanto, die bis 1887 zurückzuführen ist. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Jugend die Idee aufgriffe und schloß mit einem Gebet Zamenhofs in Esperanto. Ein Esperanto- Kursus für Anfänger beginnt im Oktober — Am 17. September fand im Zeichensaal der Volksschule die Gründungsversammlung des Bezirkslehrervereins Bretten im Landesverband badischer Lehrer und Lehrerinnen statt. Im Mittelpunkt der Tagung standen Vorträge von Frau Rosei Mantel, Karlsruhe, der Vertreterin der Lehrerinnen im Vorstand des Landesverbandes, und Kreisbeirat Backfisch, Pforzheim, über Zeitfragen, die jeden Lehrer angehen. Der endgültige Vorstand wird bei der nächsten Tagung gewählt werden, die am weitig beschlagnahmt. Ein neuer Ent- wurf, der unter Berücksichtigung größter Materialersparnis ein Pendelstützenpaar in der Mitte vorsah, entsprach den Bedingungen der Reichsbahn. Stahl und Eisen sind hierfür teilweise bereits geliefert, doch hätte die Fertigstellung diese« Projektes noch viel Zeit in Anspruch genommen. Im April ds. Js. stellte die Stadtverwaltung Karlsruhe eine Pionierbrücke zur Verfügung, deren Eignung als Behelfsbrücke für einige Jahre durch Prof. Dr. Ing. G a b e r von der T. H. festgestellt wurde, worauf man ihm die Konstruktion und technische Bauleitung übertrug. Es gab noch viele Schwierigkeiten bei der Beschaffung der Arbeitskräfte, des Zements und vieler anderer Materialierl zu überwinden, aber der feste Wille der Bahngesellschaft, ihren Fahrgästen zu dienen, war entscheidend, und so konnte auch die provisorische Instandsetzung des. Albtalbahnhofs zusammen mit der Brücke vollendet werden, -lf. Mittwoch, 15. Oktober, im selben Raum« stattfindet. Die Kreislandwirtschaftsschule eröffnet Anfang November die Winterlehrgänge für Junglandwirte. Die Abhaltung eines Unter- und Oberkurses ist vorgesehen. Im Oktober findet außerdem ein Kurzlehrgang für Bauemtöchter statt, der vor allem der theoretischen und praktischen Unterweisung in der Viehhaltung der Kleintierzucht und Hauswirtschaft dient. — Der Ortsbeauftragte lud sämtlich« Landwirte zur Gründung eines Ortsvereins des Bauernverbandes sowie Bekanntgabe von Anordnungen in den Saal der „Linde“ ein. Zum Vorsitzenden wurde der Ortsbeauftragte Oskar Nagel einstimmig gewählt, der anschließend das Anbausool für 1947/48 bekanntgab. Ferner wurde beschlossen, wegen Laubstreu an die Stadtverwaltung heranzutreten. Als Ausklang der Feuerschutzwoche war am Sonntag, den 28. September, nochmals auf dem Marktplatz mit sämtlichen Geräten eine große Schauübung, die Alarmierung erfolgte durch Sirenen. — Tauschzentrale Timmy Huber, Pforz- heimer Str. 31, eröffnete am 1. Oktober im eigenen Lokal. Sämtliche Artikel werden getauscht. — Jakob Petri, Landwirt, feierte seinen 83. und Frau Luise Zipperer, geb. Schober, ihren 80. Geburtstag. Wir gratulieren! — Am Sonntag, den 28. September, wurden in feierlichem Gottesdienst die für Bretten gewählten Kirchenältesten eingeführt. Am Abend fand im Gemeindesaal ein Werbeabend des „Christi. Vereins Junger Männer“ statt. Ein eindrucksvolles Laienspiel „Das Zeugnis“ wurde von Mitgliedern des Vereins aufgeführj. Stadtpfarrer Leiser sprach über die weltweite Arbeit des Vereins, der sich auch in der Betreuung der Kriegsgefangenen betätigt. Posaunen- und Männerchor umrahmten die Daibietungen, di« Leitung des Abends hatte Robert Ehrmann. — Im nahen Gölshausen fand am gleichen Sonntag das Bezirksmissionsfest der Basler Mission statt. Im Nachbarort Diedelsheim wurde mit dem Bau eines MustervLehmhauses zur Flüchtlingsunterbringung — anlehnend an jugoslawische und ungarische Bauart — begonnen. Der Sockel ist fertiggestellt. Mit den Stampfarbeiten wird im Frühjahr begonnen. L. S. Oelbronn. Nachdem bereits auf den Feldern durch Felddiebstähle Tabak gestohlen wurde, mehren sich in letzter Zeit die Tabakdiebstähle aus den Trok- kenschuppen in der hiesigen Gemeinde. So wurden in den letzten Tagen 3 Tabakdiebstähle festgestellt, wobei den Tätern etwa ein Zentner Rohtabak in die Hände fielen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. -ng Badische Staatskapellet Erstes Sinfoniekonzert Gleichsam eine sinnige Ehrung zur Einführung der endlich erreichten Karlsruher Sendestelle des Radio Stuttgart (Leitung H. Wiedemann), die das Programm des Ersten Sinfoniekonzerte? der Staatskapelie im Konzerthaus übertrug, Offenbärte dies Programm auch da? Geheimnis, (romantische) Klassik, (klassische) Romantik und „Moderne“ stilgerecht unter einen Hut zu bringen, Indem zu Beginn Eugen Bodarts Erste Sinfonie uraufgeführt wurde. Dies Werk entstand zwar 1946, entmutigte indessen ob seiner Problemlosigkeit im Verhältnis zu wirklich zeitgenössischer Aussage: Konventionell erprobte „Kapellmeistermusik“. Einen Sondererfolg darf der trefflich treffsichere Pauker beanspruchen, wo sein Instrument das Vivo anführt. Ebenso Ochsenkiels Geig-Solo im letzten Satz. Die Solistin des Abends vermittelte einen zügigen Begriff ihres Doppel- oder Triple-Namens: Dorothea winand- Mendelssohn-Barthel.dy spielte den Solopart des klassisch-romantischen Klavierkonzerts in G-moll Mendelssohns mit einer geradezu spitzbübischen, fast gaminhaften Unbeschwertheit, die ihren starken Temperamentfonds jungfrisch auflockerte. Delikates Zusammenstimmen mit dem präzis durchstudierten Orchesterapparat. Unter Otto Matzerath bewährte dieser naturgemäß sich auch in der romantischen Klassik von Beethovens Pastorale. Namentlich die kammer-orchestral? Aufspaltung der Bläser-Mittelstimmen im Andante bestach als intelligente Interpretation der Partitur. cohr. Badisches Staatstheater: „Man kann nie wissen“ Es ist nicht eben der stärkste Shaw, den das Staatstheater dem Karlsruher Publikum mit dieser Farce vorstellt, die ebenso wie die bereits in der vorletzten Spielzeit aufgeführte Komödie „Helden“ — zu den 1898 geschriebenen „Four pleasant plays“, den „Vier erfreulichen Stücken" zählt. Vielleicht mag dieser Eindruck jedoch auch .durch dig bekannten akustischen Mängel des Konzerthaussaales mitbegründet sein, die das Stück leider nicht richtig „über die Rampe gehen“ lassen; und das bedeutet ja wohl gerade bei Shaw als einem Meister feinnuaneierter Pointierung sehr viel, wenn nicht alles. (Ein Umstand, den die Leitung des Staatstheaters bei der Spielplangestaltung berücksichtigen sollte.) Immerhin bleibt Einige?, was selbst über ein schicksalschweres Halbjahrhundert hinweg den heutigen Menschen ansprechen kann. Hans Großer-Brauns Inszenierung betonte den lustspielhaften Charakter der Komödie, ohne indes eine straffe Führung zu verlieren; als Kellner servierte er — über seine Berufspflichten hinausgehend — Schätze eines wahrhaft gioßen Mensehenherzgns. Eine ausgezeichnete Leistung boten die beiden en- fsnts terribles der Handlung, Boy Go- b e r t als jungenhaft schnoddriger Phil Und Ruth Fischers vorlaute Dolly; K. Wolfgang Schönewolf gab männlich sympathisch den Zahnarzt Dr. Valentine, und Wolfgang G o 11 s c h stellte einen cholerischen Papa alter Schule auf die Bühne, der sich mit den Anschauungen seiner — von Kita G r a u n dargestellten — Frau nicht abzuflnden vermag. Zu erwähnen wären noch Margreth Meyer-Abieh als Gloria, Christian Lennbach als Rechtsanwalt Mc Co- mas und Hans Böhm, der den „Königlichen Anwalt“ etwas zu drastisch gab. Der amtierende Kellner des zweiten Aktes sollte zumindest von den Grundregeln seines Berufes eine Ahnung haben. Heinz-Gerhard Z i r c h e r s Bühnenbild schuf Atmosphäre. Es gab Blumen und Betlall. -£ Karlsruher Kammerspiele: „Die große Nummer" Die Bezeichnung „Völksstück" hat etwas Versöhnendes. Sie ist sozusagen die intellektuelle Rehabilitation einer leicht angestaubten, anspruchslosen Folge von Ereignissen, die jedoch durch das immer gefällige Zirkusip°lt v und die damit verbundenen inneren wie äußeren Konflikte des leicht eingängigen Reizes nicht entbehren, insbesondere der Autor Ernst Schäfer sie mit stilsicherer Bühnenroutine und ebensbicher Spielbuchbeherrschung behandelt. Während die beiden ersten Akte wirkungsvoll und folgerichtig aufgebaut sind, ist der dritte Akt allerdings eine etwas primitive Konstruktion mit dem Zweck’ auf jeden Fall happy asnd. Möglichst schnell. Die Tochter des Besitzers eines Wanderzirkus’ fällt der — anscheinend zu diesem Zweck versammelten — Verwandtschaft in die Arme, als sie aus dem Wagen eines höchst zweifelhaften Mannes von dessen hinzukommender exzentrischer Gattin an die Luft befördert Wird. Ihr Vater verstößt sie, obwohl er darap zu zerbrechen droht. Ein Brief indessen, den sie ihrem Partner' zukommen läßt, bringt Aufklärung. Sie wurde vergewaltigt. Der Vergewaltiger ist so freundlich, dies unter gewissem Zwang zu bestätigen, womit der Versöhnung (die Tochter riskiert noch rasch ihr Leben, indem sie mit ihrem nun glücklichen Partner die große Nummer mit Erfolg vorführt) nichts mehr im Wege steht. Die weitaus beste Leistung bot Hans Eick als Vater und Besitzer eines Wanderzirkus’, der, traditionsgebunden, unbeugsam, stolz, unter dem Verlust seiner Tochter schließlich Zusammenbricht. Überzeugend in Spiel und Sprache war er der ruhende und beherrschende Pol. Neben ihm zeigte Erna Keldaans Franziska etwas zu viel Farblosigkeit. Josel Müller in der Gestalt der Margreth, ebenso Ilse Krause als Elisabeth wirkten durch übergangslose und wenig überzeugendes Spiel oberflächlich und noch unausgeglichen. Eine Vertiefung zugunsten der durchaus dankbaren Rolle könnte nichts schaden. Unübertrefflich hingegen zeigte sich Hans Herbert Kienscherf, der den alten, in seiner ehrlichen und rührenden Unbeholfenhelt liebenswerten Artisten Paul sehr wirklichkeitsnah deutete. Ebenfalls ausgezeichnet war der Agent des Gustav Ludwig Baschang. Zu erwähnen wären noch Heinz Kiefer — übrigens ein beachtliches Talent des schauspielerischen Nachwuchses — Hans Fred K i m m e 1, ReOka P e c z o r a a. G. und Erich Meines, den Verführer Margreths, mit der erforderlichen skrupellosen Impertinenz eindringlich charakterisierend. Das Bühnenbild Emil Burkafds ließ keine Wünsche offen, während die Inszenierung Bernhard Haags insbesondere im bereits erwähnten dritten Akt manche Diskrepanz, wenn auch nicht überbrücken, so Jedenfalls hätte mildern können. Der Beifall des Publikums war im Hinblick auf eine Erstaufführung nicht mehr als konventionell. —ck. * Rudolf Horn sprach Dantes „Ofltt- licheKomödi e". Seiner eindrucksvollen. überaus warmen Sprache war es zu verdanken, daß neben dem nein inhaltsmäßigen Reichtum des Werkes die ungemein fesselnde Pracht des gestaltenden Wortes schönstens offenbar wurde, -ck. „Glück auf der Ahn" Unter diesem Titel stand das heiter?, wirklich ungetrübt heitere Spiel von Martens - Wlsheu, das in Zwei Spätvorstellungvn in der Kurbel zur Aufführung kam. Die Handlung mit ergötz liehen ehelichen und außerehelichen Konflikten, kernbayrischem Dialekt und gutem Schluß wirkte durch den straffen und geschickten Aufbau sehr kurzweilig, insbesondere, da auch die Darsteller es an Schwung nicht fehlen ließen. Die Inszenierung besorgte der Verfasser selbst. Alles in allem: trotz später Stunde eine recht erfrischende Angelegenheit! ck. SR adio Stuttgart sende! ' Mittwoch, 15. Okt.: 8.00 Frühmusik: 6.45 Nachr.; 7.00 Melod. am Morgen; 8.00 Stimme Amerikas; 8.30 Morgenstund ...; 9.00 Haus u. Heim; 9.45 Nachr., Wasserst.; 10.00 Schulfunk 11.30 Kindersuchd.; 12.00 Musik z. Mittagsst.; 12.45 Nachr.; 13.00 Musik z. Mittagsst.; 13.15 Anschlagsäule; 13.35 Musik; 17.00 Uns. Solisten; 17.45 Nachr.; 17.50 Musik. Intermezzo; 18.15 Aktuelles u. Wissenswertes 18.30 Sport; 18.45 Echo aus Baden; 19.00 Stimme Amerikas; 19.30 Kapriolen auf d. Geige; 19.45 Nachr.; 20.00 Opernmusik; 21.00 Hörspiel; 22.00 Studio-Konzert; 22.45 Nachr.; 22.50 Melod. Rhythmen; 23.20 Puppenserenade, Spiegelungen im Wasser. Donnerstag, 16. Okt.: 6.00 Frühmusik; 6.45 Nachr.; 7.00 Melod. am Morgen; 8.30 Morgenstund...; 9.4S Nachr.; 12.00 Landfunk; 12.15 Musik z. Mittagsst.; 12.45 Nachr.; 13.00 Musik z. Mittagsst.; 13.15 Anschlagsäule; 13.35 Operettenmusik; 17.00 Kl. Konz.; 17.30 Aus Stadt u. Land; 17.45 Nachr.; 17.50 Reigen schöner Melod.; 18.15 Strelfl. d. Zeit; 18.30 Engl.; 18.45 F. uns. Werktätig.; 19.00 Stimme Amerikas; 19.30 Leichte Musik 19.45 Nachr.; 20.00 Jugendstunde: 20.30 Besondere Sendung d. Mili- tärreg. Berlin; 21.00 Abendkonz.; 22.00 Prozesse d. Zeit; 22.15 Kl. Nachtmusik; 22.45 Nachr.; 22.50 Jazzmusik; 23.20 Tages- susklang. Lokalredakteur: Helmut Haag: Karlsruher Redaktion: Waldstr. 28. Tel 9550—9553: Anzeigenannahme und Vertrieb: Fa Bekir, Karlsruhe, Karlstr. 14, Tel. 7384 (Zweigstelle Ettlingen, Kronenstr. 5, Tel. 413), Seite 4 / Nummer 34 SÜDDEUTSCHE ALLGEMEINE Mittwoch, den 15- Oktober 1947 WIRTSCHAFTSRUNDSCHAU Erleichterte Ausfuhr Europäische Währungszusammenarbeit Frankfurt. (Dena). Erleichterung für den Barverkauf und den Postversand von Exportgütern deren Wert den Betrag von 5000 Dollar nicht übersteigt, wurden von der Vereinigten Export-Im- port-Agentur JEIA bekanntgegeben. Danach können bereits fertiggestellte oder auf Lagern vorhandene Waren, deren Gesamtwert 5000 Dollar nicht übersteigt, an ausländische Kunden verkauft und sofort ausgeliefert werden, wenn der ausländische Käufer selbst anwesend ist. Für solche Verkäufe ist ein besonders ausgefertigter Vertrag nicht erforderlich, vielmehr genügt ein vom Käufer Unterzeichneter Auftrag. Die verkauften Waren sollen nach Möglichkeit vom Käufer sofort mitgenommen werden; wenn das nicht möglich ist soll die Auslieferung umgehend vor Grenzstation, Hafen oder Flughafen erfolgen. Die Bezahlung myß direkt an die zuständige Zweigstelle der JEIA in Dollar, Dollar-Reiseschecks, oder in Bankschecks erfolgen, die in der Währung eines der Länder mit denen die JEIA ein Clearing-Abkommen abgeschlossen hat, zahlbar sind. Wenn von der Regierung des Landes, dem der Einkäufer angehört, eine Einkauflizenz verlangt wird, muß diese dem Zahlungsmittel beigetfügt werden. Direkte Lieferungen auf den* Postwege können ebenfalls durchgeführt werden, wenn der Wert der Ware 5000 Dollar nicht übersteigt. Ist zwischen Käufer und Verkäufer ein vorläufiges Übereinkommen über die Lieferung zustandegekommen, so kann der Käufer an den Verkäufer einen schriftlichen Auftrag senden, der an die Stelle eines Vertrages tritt, oder er kann ihm ein Zahlungsmittel zukommen lassen, daß den Bestimmungen entspricht. Diese Bestimmungen wurden erlassen, um dem deutschen Exporteur eine Möglichkeit der Anpassung an die Geschäftsgepflogenheiten in gewissen Branchen zu geben und um saisongebundene Artikel schnell auszuliefern. Ferner sollen kleinere Warenmengen ohne eine unverhältnismäßig große Belastung sowohl für die Exporteure als auch für JEIA ausgeführt werden können. Schließlich soll durch das neue Verfahren die Möglichkeit gegeben werden, dringende Aufträge alter Kunden auszuführen und neuen Kunden durch die sofortige Auslieferung von Waren entgegenzukommen. Penicillin für die Blzone. Im Oktober X sollen größere Mengen Penicillin als bisher in die Bizone eingeführt werden, wie von amtlicher Seite einem Dena- Vertreter mitgeteilt wurde. Ferner soll auch Insulin importiert werden, so- daß die auf den einzelnen Diabetiker entfallende Durchschnittsmenge voraussichtlich erhöht werden kann. (Dena), London. (Dena-Reuter.) Vorschläge für eine automatische Transferierbarkeit der europäischen Währungen untereinander, um einen größeren Warenaustausch zu erreichen, als unter dem gegenwärtigen System zweiseitiger Handelsabkommen möglich ist, sind in einem Bericht enthalten, der von dem Finanzkomitee der Pariser Wirtschaftskonferenz veröffentlicht wurde. Eine solche Transferierbarkeit würde ermöglichen, daß Länder mit überschüssiger Produktion diese zur Verfügung anderer europäischer Staaten stellen könnte. Der Warenaustausch würde vor allem durch die Bestimmungen der gegenwärtig geltenden Handelsabkommen gehemmt, nach denen die Zahlungsbilanz mit Gold oder in Dollar konvertierbarer Währung ausgeglichen werden mußte. Unter dem neuen System soll es möglich gemacht werden, daß ein Land mit Guthaben in einem anderen Land diese Guthaben zum Einkauf von Waren in einem dritten Staat benützen könne. Hierdurch würden die Ausgleichszahlungen in Gold oder konvertierbarer Währung auf ein Minimum herabgesetzt. In dem Bericht wird deshalb vorgeschlagen, daß der Kooperationsausschuß den Benelux-Vorschlag annejimen soll, nachdem eine zentrale Organisation zu jedem Monatsende eine allgemeine Festsetzung des Waren- und Zahlungsverkehrs der europäischen Länder untereinander zu diesem Zweck vornimmt, ferner soll jedes der Organisation angeschlossene Land zum Monatsende eine Aufstellung seiner Guthaben und Schulden im Rahmen der einzelnen Handelsverträge einreichen. Die Organisation würde die Schulden und Guthaben jedes einzelnen Landes miteinander ausgleichen und den Ländern mitteilen, ob sie gegenüber der Gesamtheit Schulden oder Guthaben haben. Die Gläubigerstaaten würden sodann von der Organisation Beträge in den Währungen aller Schuldnerstaaten erhalten, der den Anteil ihres Guthabens an den gesamten Guthaben aller Gläubigerstaaten entspricht. Größere Kartoffelernte ? Berlin. (Dena). Die von der Zwei- zonen-Verwaltung für Ernährung und Landwirtschaft angegebenen Durch- schnittserträge der diesjährigen Kartoffelernte in der Bizone liegen um etwa 20 bis 25 V» unter den vom Ernährungsausschuß beim Zweimächte- Kontrollamt festgestellten Menge, verlautete aus unterrichteten Kreisen der amerikanischen Militärregierung in Berlin Nachdem die von deutschen Stellen .yorgelegten Übersichten über die Kar- Dieser Vorschlag soll, wie der Bericht ausführt, auf einer Konferenz ausgearbeitet werden, die am Mittwoch in Paris beginnen soll und zu der außer den 16 Mitgliedstaaten des Marshall-Planes die USA und der internationale Währungsfonds in beobachtender Eigenschaft eingeladen sind. Abschließend wird in dem Bericht gefordert, daß ein Teil der im Rahmen des Marshall-Planes zur Verfügung gestellten Beträge zur Erleichterung des inner-europäischen Handels verwendet werden soll. Wenn auch der ursprüngliche Sinn des Marshall-Planes darin bestehe, daß er die europäischen Länder mit amerikanischen Produktionsmitteln für ihren Wiederaufbau versorgen sollen, sei es doch der Wunsch der im Zahlungsabkommen- Komitee vertretenen Regierungen, daß ein Teil der amerikanischen Hilfe in Form von Dollarbeträgen als Zahlungsmittel im innereuropäischen Handel verwendet werden könne. Mittels dieser Dollarbeträge sollten die 16 Mitgliedstaaten des Marhall-Planes einschließlich Westdeutschlands ihre gegenseitige Lieferungen ausgleichen können. Es sei beispielsweise offensichtlich, daß ein Mitgliedsstaat, der Kohle oder Stahl benötige, nicht durch Zahlungsschwierigkeiten davon abgehalten werden dürfe, die von einem anderen Land, das diese Güter auszuführen in der Lage sei, zu kaufen und so gezwungen ist, weiter Kohle und Stahl von den USA zu beziehen. England macht nicht mit London. (Dena-Reuter.) Großbritannien könne z. Zt. an Abmachungen über die Transferierbarkeit der europäischen Währungen untereinander nicht teilnehmen, erklärten zuständige englische Kreise in bezug auf den ausgearbeiteten Vorschlag, der den freien Umtausch der europäischen Währungen vorsieht. Das britische Schatzamt werde jedoch die Besprechungen mit Interesse verfolgen. Die Beamten des britischen Schatzamtes sind, wie weiter verlautete, nicht davon Überzeugt, daß durch die neuen Bedingungen die Gold- und Dollarknappheit Großbritanniens gemildert werden könne. toffelemte zweimal vom Kontrollamt beanstandet wurden, hätten die amerikanische und die britische Militärregierung in beiden Zonen Kontrollen durchgeführt, die höhere Ernteerträge ergaben. Die neuen Ergebnisse werden zur Zeit von der Verwaltung für Ernährung und Landwirtschaft überprüft. Falls diese Prüfung die Richtigkeit der neuen Angaben bestätigt, ist mit einer Erhöhung des bestehenden Ablieferungssoll in der Bizone zu rechnen. Sonderstelle Geld und Kredit Frankfurt. (Dena). Die auf Veranlassung des Zweizonen-Wirtschaftsrates gebildete ,,Sonderstelle Geld und Kredit“ hat, wie die Verwaltung für Finanzen mitteilte, ihre Tätigkeit aufgenommen. Dem neuen Amt obliegen alle Vorarbeiten- zur Währungsreform, zur Beseitigung des Überschusses an Zahlungsmitteln und zur Finanzreform. Ferner soll sich die Sonderstelle Geld und Kredit mit dem Lastenausgleich, den öffentlichen Haushaltsplänen und der Ausarbeitung von Richtlinien für die Kreditpolitik befassen. Vorsitzender der neuen Behörde ist Staatsminister a. D. Dr. Ludwig Gerhard, stellvertretender Vorsitzender der Münchner Stadtkämmerer Erwin Hielscher. Ferner gehören der Sonderstelle noch folgende Mitglieder an: Das Vorstandsmitglied der Frankfurter Hypothekenbank Karl B e r n a r d , der Präsident der Landeszentralbank von Württemberg-Baden Dr. Fritz Cahn- Garnier, der Vizepräsident der Landeszentralbank von Bayern Heinrich Hartlieb, der Hauptabteilungsleiter im Verwaltungsamt für Wirtschaft Dr. Günther Heiser und der Leiter der Präsidentenabteilung bei der Behörde für Wirtschaft und Verkehr der Hansestadt Hamburg, Dr. Viktor W r e d e. Lebensmitteleinfuhren der Bizone Berlin. (Dena). Die Lebensmittellieferungen der Vereinigten Staaten und Großbritanniens an das anglo-amerika- nische Besatzungsgebiet beliefen sich vom Jahresanfang bis zum 31. August auf insgesamt 2 778 000 Tonnen Brotgetreide und Mehl, einem Mehlwert von 2,5 Mill. To. entsprechend, und 300 000 To. andere Lebensmittel, heißt es im August-Monatsbericht der Militärregierung für Deutschland. Der Wert dieser Lebensmittel-Importe beträgt annähernd 368 Mill. Dollar. Im August beliefen sich die Lebensmitteleinfuhren in die Bizone auf 542 000 To. im Werte von 61,5 Mill. Dollar. Das amerikanische Besatzungsgebiet erhielt 62 •/• der importierten Menge und das britische 38 “/•. Der Landwirtschaft der Bizone standen im Erntejahr 1946/47 rund 168 000 Tonnen Stickstoff und 128 000 Tonnen Phosphatedünger sowie 286 000 Tonnen Pottasche zur Verfügung. Mit diesen Mengen konnte jedoch der Bedarf der Landwirtschaft nur zu 35—60 •/• gedeckt werden. Mindener Bizonenämter kommen nach Frankfurt. Die Verlegung der Mindener britischen und amerikanischen Zwei- zonendienststellen nach Frankfurt soll, wie die Vereinigte Export-Import-Agen- tur (JEIA) bekanntgab, bis Ende dieser Woche endgültig abgeschlossen sei. Die Dienststellen der Zweimächte-Wirtschafts- Kontrollgruppe und der Vereinigten Ex- port-Import-Agentur (JEIA) sollen>-*iaeh dem 15. bzw. 17. Okt. 18.00 Uhr ihre Tätigkeit in Frankfurt wieder ■ aufnehmen. (Dena). Unsere Sport-Ecke Um die „Badische“ inj Ringen Brötzingen—Germania Karlsruhe 5 : 2 Nachdem die Ringermannschaft von Spv Brötzingen am vergangenen Sonntag dem vorjährigen Gruppenmeister KSV Wiesental mit 5 : 2 das Nachsehen gab, konnten sie am gestrigen Sonntag in Karlsruhe, gegen die Spv Germania, wiederum einen hohen 5:2- Sieg buchen. Brötzingen steht nun zusammen mit Germania Bruchsal an der Spitze der Tabelle. Im Bantamgewicht besiegte Staib (B) Tritschler (K), im Federgewicht wurde Klink (K) Punktsieger über Michel (B). Schäfer (K) warf Mürle (B) in zwei Minuten auf die Schultern. Knapper Punktsieger wurde Held (B) über Hornfeck (K), Schiehle (K) unterlag im Mittelgewicht gegen Schneider (B), Göttle (K) wurde von Broß (B) besiegt und Bpnkesser erhielt von Wieland (B) eine Schulterniederlage. Germania Bruchsal — KSV Wiesental 5 : 2 Eine weitere hohe Niederlage mußte KSV Wiesental gegen Germania Bruchsal einstecken. Die starke Bruchsaler Staffel, die am vergangenen Sonntag gegen Karlsruhe gewänn, zeigte sich den Wiesentalern klar überlegen, wie es das Ergebnis ausdrückt. Grassel (B) diegte im Bantamgewicht über Erbe. Wegen Uebergewicht ging der Sieg im Federgewicht "öbenfalls an Bruchsal. Auch im Leicht- und Weltergewicht errangen die Bruchsaler Konrad und Seeburger Schultersiege über Scho- fer und Mail. Mail H. gewann im Mittelgewicht über Schühly (B) nach Punkten. Im Halbschwergewicht siegte Bauer (B) über Gentner und im Schwergewicht feierte Maier (W) einen schnellen Sieg über Hering (B). „Eiche“ Sandhofen führt ln der Gruppe Nord In der Gruppe Nord, im Kampf um die Badische Mannschaftsmeisterschaft im Ringen, hat sich „Eiche“ Sandhofen die Tabellenspitze errungen. Spg Lampertheim wurde mit 5 : 2 geschlagen und Heidelberg/Rohrbach unterlag 1 : 6. ASV Feudenheim konnte gegen Rohrbach einen 7:0- Erfolg buchen, unterlag aber gegen Spv Ketsch 3:4. T. K. FC Frankonia beging Richtfest Am Samstag, 11. 10. 47, fand auf dem Frankoniaplatz eine Richtfeier anläßlich der Erstellung eines neuen Klubhauses statt. Der erste Vorstand begrüßte die Vertreter der Stadtverwaltung, des Sportverbandes, der Vereine und die Mitglieder. In seiner Festrede bemerkte der Ehrenpräsident, daß dieses Klubhaus das dritte ist, welches von der Frankonen- gemeinde aus eigenen Kräften geschaffen wurde. Eine Kapelle und die Gesangsabteilung des FCF umrahmten die Feier durch musikalische und gesangliche Darbietungen. baa— sjs Billard. Der Holländer van Depot wurde laut Agenturmeldungen in Saragossa (Spanien) neuer Weltmeister. Familienanzeigen Am 16. Oktober 1947 beginnen wir unseren gemeinsamen Lebensweg. Hubert-Alexander Brannath — Else Brannath, geb. Schäefer. Karlsruhe. Schumannstraße 8. Karlsruhe- Durlach, Pfinztalstraße 10. (K Meine liebe Frau, Luise Hornung, geb. Füßler, unsere herzensg. u. treubesorgle Mutter, Großmutter, Urahne, Schwiegermutter und Tante ist am Montag, 13. 10., früh 7.30 Uhr, nach einem aufopferungsvollen, und gesegneten Leben und mit großer Geduld ertragenem Leiden ira Alter von über 75 Jahren von uns gegangen. Ihr Lebensinhalt war Liebe u. Besorgtsein um die Ihrigen. Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 16. Oktober 1947, um 11 Uhr, vom Krematorium aus statt. In tiefem Schmerz im Namen der trauernden Hinterbl.: Ludwig Hornung und Angehörige, Karlsruhe, Scherrstr. 6a. (K Max Scholer, mein lieber Mann und lieber Vater, ist am 11. 10., nach schwerem Leiden sanft entschl. Feuerbestattung am 15. 10., 10 Uhr, Hauptfriedhof. Im Namen aller Angehörigen: Elisabeth Scholer, Veilchenstr. 5. (K Veranstaltungen Konzertdirektion Hans Müller. 2. Meisterkonzert Im Herbst- Abonnements-Zyklus, Samstag, den 18. Okt., 19.30 Uhr, Im Bonifatins-Saal. Viollnabend Sigmund Bieter. Am Flügel: Lore S'törner. Der Künstler, der auch anläßlich seines ersten Konzertes in Karlsruhe, am 4, Sept, 1947, mit großem Erfolg konzertierte, spielt Werke von Tartini, Beethoven und Paganini. Pressestimmen: Ein begnadeter Künstler (Stuttgart)? Hinreißendes Spiel, Virtuose im besten Sinne des Wortes (Kassel); Bleier zählt zu den bedeutendsten Geigern der Gegenwart (Augsburg). Karten zu 3,30—6.60RM bei Konzertdirektion Müller, Bahnhofstraße 38. Tel. 867; Kunsthdlg. A. Gräff, Kaiserstr. 201; Pianolager H, Maurer, Kaiserstr, 237; Germania-Kiosk und an der Abendkasse. (K Konzert-Kaffee Museum, Karlsruhe, Waldstr. 32, das Haus der guten Kapellen, bietet Entspannung und Freude durch Willi Berger mit seinen 8 Solisten. Täglich ab 16 Uhr Konzert, Montags Betriebsruhe, Ruf 6600, 1 (K Amtliche Bekanntmachungen Autogenschweißkurse. Das Bad. Landesgewerbeamt führt laufend Kurse zur Ausbildung von Autogenschweißern durch. Anmeldungen sind an das Landesgewerbeamt Karlsruhe, Schloßbezirk 7, zu richten. (P Hausschneiderin f. erstklass Unterricht „Die Kurbel“, Kaiserstr. 211, an der Hauptpost. Ein Film, der Alle begeistert! Die entzückende Filmoperette „Karneval der Liebe“ mit der großen Besetzung Johannes Heesteis, Dora Komar, Dorit Kreysler, Hans Moser, Axel v. Ambessei, Richard Romanowsky, Gustav Waldau und die herrliche Musik von Michael Jary. Täglich 14.15, 16.30, 18.45, 21.00 Uhr. Jugendliche nicht zugelassen. Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf. Gloria-Palast, Rondellplatz. Hilde Krahl in einem ihrer besten Filme „Anuschka". Erlebnisse eines einfachen Landmädchens in Wien, der Stadt der beschwingten Musik um die Jahrhundertwende. Ein Film, der vom Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde. Spielleitung: Helmut Käutner. Täglich: 14.00, 16.00, 18.00 und 20.00 Uhr. Vorverkauf ab 10.00 Uhr. (K Pali, Herrenstr. 11, Tel. 2502. Morgen letzter Tag: Charlie Rivel „Akrobat schö-ö-ö-n“. Ab Freitag: Lotte Koch, Waldemar Leitgeb, Ernst v. Klipstein in „Das schwarze Schaf“, ein amüsant-besinnlicher Film, der die Wandlung eines Außenseiters schildert. Anfangszeiten: Wochentags 15.00, 17.30, 20.00 Uhr. Sonntag 15, 17, 19, 21 Uhr. Vorverkauf: Teaterkasse 10—12 Uhr u. Sport-Hörrle, Durlacher To-r. (K Atlantik-Lichtspiele, Kaiserstr. 5 (Durlacher Tor). Nur noch heute und morgen den erregenden Expeditions-Film ln deutscher Sprache „Tropische Abenteuer“. Die Geheimnisse zweier Erdteile. Spannende Kamerajaqd auf Großwild. Anfangszeiten: 15, 17.30, 20 Uhr. Vorverkauf täql. ab 13.30 Uhr. (K Melropol, Khe.-Weiherfeld, Neckarstr. 32, Tel. 951. Hans Söhnker, Herta Feiler in der reizenden Filmkomödie „Der Engel mit dem Saitenspiel". Nur noch heute und morqen. Beginn: 16 und 20.30 Uhr. Vorverk. täglich 10-^12 Uhr. (K M.T. in Khe.-Durlach, Ruf 864. „Ein Blick zurück“, ein Wien- Film mit Rudolf Förster, Hilde Weißner, Gustav Dießl u a. Di—Do. 15.30 u. 20 Uhr; Fr.—Mo. 15.30, 17.45 u. 20 Uhr. Voranzeige ab Freitag: „Hab mich lieb“. (K Kali in Khe.-Durlach, Ruf 675. Mickey Rooney in „Der junqe Edison“. Die Jugendjahre des qroßen Erfinders. Di.—Do. 15.30 u. 20.15 Uhr? Fr.—Mo. 15.30, 18 u. 20.15Uhr. Voranzeige ab Freitag: „Der kleine Enqel“. (K Ren6 E. Weegmann bringt: Evelyn Künnecke, Lazio v. Wei- merth und Werner Christ's Swinq-Five am Samstag und Sonntag, den 18. und 19. Oktober, je 23.15 Uhr, in der „Kurbel“, Kaiserstr. 211, an der Hauptpost. Vorverkauf hat begonnen. Konzertdirektion Hans Müller. Der für Donnerstag, 16. Okt., vorgesehene Vortrag „Faust, 1. Teil“ muß wegen Erkrankung auf November verlegt werden. Geloste Karten behalten ihre Gültigkeit. Konzertdirektion Hans Müller. Klavierabend Günter Welnert, am Freitag den 17. Okt., 19.30 Uhr, im Munz-Saal. Der Künstler, der in Konzerten mit den Berliner Philharmoniker Wiener Sinfonikern und Breslauer Philharmonikern soli/isch hervortrat, spielt Werke von Bach, Beethoven, Chopin Scarlatti, Dayuin, Graun, Liszt, Codaly und De- bussv Pressestimmen: Ihn zu hören bedeutet ein Erlebnis (Berlin); ein Künstler, der durch sein Spiel seine Hörer hinreißt (Rom); Ein Künstler, der noch viel Bedeutsames “ sagen haben wird (Bukarest, Karten zu 3,30 bis 5,50 RM bei Konzertdirektion Hans Müller, Bahnbofstr. J8, Tel. 867, Kunsthdlg. A. Gräff, Kaiserstr. 201: Piano'>qer H Maurer, Kaiserstr. 237: Germania-Kiosk und an der Abendkasse. IK Wer ert. Schausp.-Unterricht? E 41452 an Bekir, Khe. (K Wer erteilt Unterricht in Neu- Griechisch? E 41547 an Bekir, Karlsruhe. (K Schülerin, U. II, sucht tücht. Kraft in Mathematik (Lehrerin bevorzuqt). Gt. Bez. EI 41524 an Bekir, Khe. (K Student erteilt Nachh.-Unterricht (Math-, Phys., Chem.) für alle Klassen. E 41535 an Bekir, Karlsruhe. (K Sprachlehrer f. holländischen Sprachunterricht ges. EI u. 3651 über Ring - Werbung, Khe., Zähringerstr. 19. (K Englisch • Französisch Spanisch o. Esperanto Im Fernunterricht. Atnerik System Anfänger u Fortqeschritt. amerikan. Privatbriefe. Geschäftsbriefe, Handelsengl.. enql Steno Sprach! Inst K A Flatter. (22b) Frankenthal. Postfach 186 (P Stetten-Angebot© |2nvor Arbeitsamt tragen!) Mädchenqarderobe sof. ges. Telefon 8837 Khe. * (K Tücht.. Friseuse sof. gesucht. Salon Mungenast, Karlsruhe, Amalienst. 11, Tel. 8456. (K Büglerin, u. solche, die das Bügeln lernen will, gesucht. Färberei Herrn. Klein, Ettlingen, Kirchenplatz 3. (K Tücht. Mädchen in Geschäftshaushalt gesucht. Metzgerei Müller, Yorckstr. 1. (K Mädchen, tücht., brav, f. d. Haushalt, m. Kochkenntn., auf 1. oder 15. Nov. qes, Bäckerei O. Schmitt, Ww., Khe., Zähringerstr. 68. (K Hausgehilfin sof. ges. Guter Lohn, Verpfl. u. Behandlg. zugesich. Wohn, im Hause. Dipl.-Ing. E. A. Neubert, Karlsruhe, Südendstr. 2. (K Haushalthilfe (gleich welchen Alters) f. 2 Kinder-Haushalt bei gt. Verpfl. u. Bezahlg. sof., auch halbtags, ges. E 41450 an Bekir, Khe.' (K Stetten-Gesuche Erstkl. Goldschmied b. bester Bezahlg. ges. Wohnraum u Verpfl. werden garantiert. Arbeitsstätte Nähe Düssel- dorf-Köln. EJ erb. u. 3653 über Ring-Werbung, Karlsruhe. Zähringerstr. 19. (K Konditormeister, erfahr., sot. ges. Konzert-Cafö Museum Karlsruhe, Waldstr. 32. (K Bäckermeisler, zuverl., selbst., welcher meisterlosen Betr. leiten kann, sofort ges. Zu erfr. Rüppurr, Langest. 3. (K Heimarbeiter f. Laubsägearb. sof. qes. Werkzeug u. Material wird gestellt. Gute Verdienstmöglicbkeit. E u. 3681 über Ring - Werbung, Khe., Zähringerstr. 19. (K Stenotypistin, tücht., v. Industrie- und Handelsunternehmen qes. E 50596 an Bekir, Karlsruhe. (K Sprechstundenhelferin f. Den- tisten-Praxis ges., die auch sämtliche schriftl. Arbeiten (Kassenabrechnung) übern, kann. EI 41440 an Bekir, Karlsruhe. (K Tücht. Meisterin kann Dam.- Schneiderei übernehmen. EI 41486 aa Baku, Kh«. (K Industrie-VertTetei 1. Wi temberg, bestens eing erstkl. Referenzen, übe noch weitere Vertretun» in Maschinen* u. Apparc bau. sowie Werkstoffen alle Zwecke. EI 50594 Bekir, Karlsruhe. Immobilien Bäckerei von tücht. Meister zu pachten ges. E 41474 an Bekir, Karlsruhe. (K Im Aufbau befindl. Brauerei ausschank, Wohn. sof. be ziehb., ist an tücht. Wirts ieute, die über das nötige Inventar verfüqen u. kapitalkräftig sind, sofort zu verpachten. E 50593 an Bekir, Karlsruhe. (K Zu mieten gesucht Studentin s. Zimmer in Stadtmitte od. Weststadt. E unt. 41471 an Bekir, Khe. (K Zimmer m. Küche sofort ge«. EI 41426 an Bekir, Khe. (K Zimmer, heizb., leer od. teil möbl. (evtl. m. Nebenraum) od. Werkstatt als Arbeitsraum (Schreiben, Zeichnen, Versand) zu mieten ges. E 50592 an Bekir, Khe. (K Wohnungstausch Offenburg — Karlsruhe! 2-Z.- Wohnung in Offenburg qeg. gleiche Wohnunq in Khe. El u. 3683 über Ring-Werbung, Karlsruhe. Zähringerstraße 19. (K Schönes Zimmer, möbl., auch f. 2 Pers. geeig., in Pfhm., evtl. m. Kost od. Küchen- ben., gg. 1 Zimmer in Khe.- Durlach od. Umgeb. E unt. Z 1899 an SAZ Pfhm. (P Kiel—Karlsruhe! 3 l /s-Z.-Wohn. in Kiel, m. Küche u. Bad, qeg. gleichwert. Wohng. in Khe. E unt. 3663 an Ring- Werbung, Karlsruhe. Zähringerstraße 19. (K Verkauf Herd, w. emaill., 80.-; 1 Mot- Raddecke, 3,00x19, 40.-; 1 Motorr.-Decke, 3,50x19, 60.-. E 41493 an Bekir, Khe. (K Gutgeh. Regulator, Taschenuhr mit Perlmuttgeh., Vi- Geige, Arb.-Stiefel, Gr. 45, Zinkwaschbütte; evtl. Tausch geg. H.-Anzug, mittl. Gr., Russenstiefel. Gr. 39, Kleiderschrank. Haffner, Krieqs- str. 103, Ecke Lessinqst. (K Briefmarkensammlung Europa, ohne Deutschland (2 Alben). Wert: Michel ca. 3500 RM. Anfr. Emka, Postl. Ettlingen. (K Abrichthobelmaschine oh. Motor zu verk. E 41446 an Bekir, Karlsruhe. (K Wagenheber, 3 to, Betonmischer, oh. Motor u. Kreis- messerblechscheren gegen Eisenmarken zu verk! E u. 3675 beförd. Ring-Werbung, Khe., Zähringerstr. 19. (K. Badewanne u. Porz.-Waschb. E 41481 Bekir, Khe. (K Zu kaufen gesucht Wohn- u. Küchenmöbel, wertvoller Teppich, Porzellan, evtl, antik, ges. E 41442 an Bekir, Karlsruhe. (K Chaiselongue od. Polsterrost, neuw., od. gt. erh. ges. E 41269 an Bekir, Khe.' (K Ofenschirm, gut erh., qesucht. E 41335 an Bekir, Khe. (K Ofenrohr, 4 in, dringd. ges. E 41435 an Bekir, Khe. (K Kinderwagen qes. E 41381 an Bekir, Karlsruhe. (K Kinderwaqen, qut erb., ges. E 41373 an Bekir, Khe. (K Bild oder Gemälde u. echtes Porzellan baldmögl. ges. Angeb. unt. 4105 an Badische Ann.-Exp., Karlsruhe, Zährinqerstraße 90. (P Kaufe lfd. Bilderrahmen für Oelgemälde, neu u. besch. E 41484 an Bekir, Khe. (K Srhmuckwaren aller Art kauft lfd. K. Kneller, Bij.-Großh. Augsburg, Tobias-Maurer- Straße 7.' (P Piano dringend gesucht. E 41317 an Bekir, Khe. . (K Violine gesucht. A. Epp, Karlsruhe, Parkstr. 11. (K Gutes Cello (keine Fabrikw.). E 41297 an Bekir, Khe. (K Radio, auch VE., ges. E unt. 41475 an Bekir, Khe. (K Kinoprojektor, 8 mm, zu kauf, od. leihweise ges. Kämmerer, Khe-, Tel. 355. (K Schreibmaschine (Büro- oder Reisern.) z. kauf. ges. Büro Dilzec, Amalienstr. 7. (K Schreibtisch, m. Sessel, groß. Zimmerteppich z. kauf. ges. E 41361 an Bekir, Khe. (K Schreibtisch qesucht. E 41319 an Bekir, Karlsruhe. (K Regale qesucht. Epp, Karlsruhe, Parkstr. 11. (K Bücher. Konv.-Lexik., Gesch.- Werke, Klass., Romane, qt. erh., v. Dipl.-Landw. qes. E 41401 an Bekir, Khe. (K Bücher, bes. Kunst u. Klassiker, von Privat gesucht. E 41283 an Bekir, Khe. (K Briefmarken-Sammlungen oder bessere Einzelmarken von Privat sof. ges. Sof. Anq. möglichst mit Preis erbeten. H. Völklein, Khe.-Durlach, Pfinztalstr. 43. (K Ortsverzeichnis mit Einwohnerzahl (Jahrg. 1933} ges. Halter, Khe., Parkstr. 11. (K Nähmasch.-Untergestell ge«>. E 50589 an Bekir. Khe. (K Sattlermaschine zu leih.- od. kauf ges. (a. reparaturbed.). E 50587 an Bekir, Khe. (K Spinnrad qes. Frescher, Ritterstraße 24. (K Drahtgeflecht, ca. 25 m, für Einzäunung, gebr. od. neu; 2 Junghennen, w. Leghorn, u, Hühnerfutter z. k. ges. E 41445 an Bekir, Khe. (K Grabstein ges. E unt. 41436 an Bekir, Karlsruhe. (K Tauschgesuche (Gebotenes an erster Stelle) K.-Büfett, gt. erh., im Tausch. E V 60074 an Buchhandlg. H. Igel, Vaihingen-Enz. (V Radio, Allstr., gg. n. gut erh. Motorrad bis 125 ccm E 65006 SAZ Vaih.-Enz. (V Schülergeige, gut erh., gegen lanqe Burschenhose. Bauer, Karlsruhe, Kaiserst. 124a. (K K.-Wagen o. 2 Betten m. Rost od. Brautaustattg., geg. qt. Eisenbahn (a. and. K.-Spielzeug) od. anderes Angebot. E 41389 an Bekir, Khe. (K Gr. Fleischwol! f. Metzgerei, gebr., od. Sonstiges (u. a. Radio), qeq. Bäckereimascb. E u. 3655 bef. Ring-Werbung, Karlsruhe, Zähringerstraße 19. (K Motorradschlauch, neu, 30019, gg. 2 neue Fahrradschi. E u. V 6G075 an Buchhandlg. H. Igel, Vaihingen-Enz. (V Roßhaar u. altes Metall (Kupfer, Messing), auch in kl. Mengen zu kauf, ges Evtl, gg. Uhrenreparaturen. E u. 3669 über Ring • Werbung, Khe., Zähringerstr. 19. (K Boxer-Rüden m. Stammbaum, 10 Wochen alt, qeg. Anzug- stotf Küche, komb. Herd od. Holz f. Schlafzimmer. E u. 3666 beföyl. Rinq-Werbuna, Khe., Zähringerstr. 19. (K Automarkt Suche 3 to Mietwagen, Die sei od Benzin, unbereift E 65005 SAZ Vaih.-Enz (V Autoreifen, 6,50x17, geq. 6,50 xl6 od. 6,00 xl6. Ö. Andre. Beethovenst. 1, Tel. 2231. (Kl LKW, 5 t, fahrber., geg. 3,5 t LKW od. Zugmaschine mit Anhänger. E 41454 an Bekir, Karlsruhe. (K Autoreifen, 5,25x18, geg. 5,25 xl6 od. 5,00x16. E 41558 an Bekir, Karlsruhe. (K Tiermarkt 2 jg. Hühner geg. Hühnerfutter L. Altenbach, Ettlin- qen, Schöllbxonner St. 36. (K Schöner Dtsch. Schäferhund, 8 Mt. alt, u.- 1-jähr. Zwerg- schnauzer, seit. schö. Tiere, zu verkauf. Durmersheim, Hauptstraße 549. (K 3 Hunde, 7 Wochen alt, sowie 1 Schnauzer, Hündin, Pf.-Salz, 1V2 J. alt, zu verk. H. Kästner, Neuburgweier, Auer Straße 37. (K 2 Drahthaar-Fox, 6 Wochen alt, zu verk. Jos. Mohr, östringen, Hauptstr. 31. (K Schäferhund, .schw.-gelb, Rüde, 1 J.; gr. Wachhund, Rüde, 2 J.; Drahthaarfox, Hündin, 4 Mon.; Drahthaardackel, Hündin, 3 Mon., kl. Rasse; 3 Langhaardackel, 6 Woch. alt; Hunde aller Rassen. O. Toberer, Kleintierhandlunq, Essenweinstraße 53, Telefon 224. (K 1 Wurf langhaar. Spitzer abzugeben in Mörsch, Karlsruher Straße 30. . (K Jg. Hunde zu verk. Karlsruhe, Philippstraße 33/1. (K Welsh-Terrier m. Stammbaum, 10 Woch. alt, zu verkaufen. Telefon 6352 Khe. (K Verloren Gefunden Mädchenmütze, dkl.- u. hellbraun, verl, a. d. Weg v. Karlstr. 91 bis z. Haltestelle Karlsplatz. Gg. Bel. abzug. Karlstr. 91/III., bei Kirctigäßner, Modistin. (K Verschiedenes Vertreter, selbst., gewandt, üb. 20 J. in Südamerika tätig, übern, wegen Repatriierung nach Brasilien Vertretungen von Pforzheimer Firmen. Aufrichtige Angeb. an K. Gronefeld, Heilbronn- Bö., Florian-Gever-Str. 20. (P Altes Uhreiifacligeschäft a. d Lande, sticht in Pforzheim 0 Ui.igeb qute Reparaturwerkst für Schmuckwaren aller ( Art -sowie Uhren, die mönatl. noch 30 bis 40 Reparaturen übern kann. E N 1626 an SAZ. Pfzhm fP Geschäftliche Empfehlungen Allg. Vorlagen erhalten Sie kurzfristig angefertigt bei Abgabe von Stoffresten. Veith u. Winkler, Karlsruhe, Erzberqerstr. 33...- (K Stragula-Bodenbelag geg. Altpapier liefert H. ‘ Durand, Tapetengeschäft. Karlsruhe. Akademiest. 35, Tel. 2435. (K Friedel-Puddinq extra fein soll das Sonntagsessen sein. Robert Friede! GmbH. Stutt- qarf'Rad-Cannstatt (P 'he Ld'taib' «len (Bi;' fprie) als Heiivtbeit r? u 60072 an Burr'rnndbrng H. Igel, . VuluiuytiU LiU, (V. „Fehlt Glas, nimm LUXIT!“ Willst im Winter Du nicht frieren, mußt Du's mit LU- XIT probieren! Heinz Reif, LUXIT - Kunstglas, Niefern/ Baden. (K Shaping - Maschinen, 450 mm Hub, in Serienfert. Welche Fa. interess. sich f. d. Bau? Konstruktions- und Detailzeichnungen steh, zur Verfügung. Unterstützung bei d. Materialbeschaffung kann zugesichert werden. E unt. 50586 an Bekir, Khe. (K Stotterer können sehr bald stotterfrei reden, auf Grund . 30-jähr. Erfahrung. Dauererfolg, viele Dankschreiben. Auskunft und Prospekt kostenlos. H. Steinmeier, (20a) Hagenburg. 90 über Wunstorf. (P Amerik. Zigaretten — nein! Dieses Aroma erziel. Sie d. fachm. Fermentierung Ihres Tabaks mit mein. Naturprodukt auf amerik. Art (keine Chemikalien, Parfüms usw.). Gebrauch einfach. Vs Million Kunden bestät. hervorrag. Erfolge! Packg. f. ca. 3 kg m. Rezept RM 6,20 frei Haus b. Voreinsendung. Nur beschränkt lieferbar. Willy Kiesling, (14a) Böblingen, Waldburgstraße 8. (P Ein MaisqeTicht nach unserem • Geschmack: Maisauflauf I 300 g Brotary-Maisspeise m, x !t I kaltem Wasser auflö- sen, in V* Ltr. kochendem Wasser einrühren, mit Salz und Würze abschmecken u. kochen lassen, b. ein steifer Brei entsteht. Den Brei in qefettete Form (oder Blech mit Rand) geben, mit Hefeflocken oder Bröseln bestreuen, mit etwas zerlassener Margarine beträufeln u. */« Stunden abbacken. Dazu frischer Salat. (P 7um Saubermacben — Henkelsachen! Die Persilwerke liefern ihre bewährt. Wasch- und Reinigungsmittel nach wie vor in Originalpeke* ten Denken Sie abeT beim Einkauf stets daran, Ihrem Kaufmann die leeren Pak- kunqen zurückzuqeben (P Alma-Schnltte. das unentbehrl. Zuschn.-System f d Hausschneiderei Jeder Schnitt ein Maßschnitt Sie können damit alle Garderobe und Wäsche f jede Fiqur. a. f. Kinder und Wäsche f. d. Herrn herstellen Das lästlqe Anprobieren fallt fort 56 neueste Modelle m üb 500 Einzelschn u. 40 Maßen f. alle Ober- u Hüftweiten. Einmalige Anschaffung Preis RM 8,65 u RM 1.— f Porto u Nachn Zu bezieh durch Alma-Mode, (14a) Ludwigs- burq 139. Postfach 143 (P Glühlampen in Liebesgabenpaketen aus der Schweiz können Ihre Verwandten und Freunde nach den drei westl Besat7unqszonen versenden durch Bestellung und Zablunq beim Schweizer Liebesqabendienst E. W. Kundert, Adliswil - Zürich iSchweiz) Senden Sie dieses Insdrat Ihren Schweizer Freunden. (P 1