S (»DEUTSCH E ALLGEMEINE SODDE SODOEUTSCHE AUGEMEINESDDDE AUGEMEINE SÜDDEUTSCHE AUG IDQUasCUalLGEMEINESaD' .LGEI DDEU1 AUGEMk UTSCHE INESDD [iN^HDEUTSCHEAT i.G EM emernc Erschemungstage: Montag, Mittwoch unC Freitag. — Einzelpreis RM —.20, monatlicher Bezugspreis RM 2.20 (inkl. RM —.20 Trägergebühr, bei Zustellung durch die Post RM 2.60 zuzüglich Zustellgebühr. SODDEUTSCHE AUGEMEINESDDDE GEMEINE S">DD£UrS HE AUGE V DEUTSCHE AltGEI^S^BPElDE ALLGEMEINE SODDEUTSCHE AUGE .DDEUTSCH* 'LGEM IES0DDEU» .GEMEINE SODDEUTSCHEALLGE SODDEUTSCHE ALLGEMEINE SODDE .LLGEMEINT OELT EALLGEMEi JDDEUTSCHE ALLGEMEINE SODDE ALLGEMEINE SODDEUTSCHEALLGE SODDEUTSC SODDEUTSC ALLGEMEINE SODDEUTSCHEALLGE KARLSRUHER NEUE ZEITUNG Anzelgenpr.: Die S5 mrti br. Nonp.-Zella Karlsruher Ausgabe RM 1.50; Plorz- heimer Ausgabe und WUrttembergische» Abendblatt Je ESM 1.—; Gesamtausgabe RM 2.—. Amtl. Anzeigen 50 •/• Nachlaß. 1. Jahrgang / Nummer 65 Montag, den 29. Dezember 1947 Einzelpreis 20 Pfennig Welt-Rundschau NEW YORK. (Dena-INS). Die „Trans-World- Airways“ und die holländische Luftfahrtge- sellschaft gaben am Samstag den Abschlufi eines allgemeinen Abkommens über den Luit- fahrt-Passagierverkehr bekannt. NEW YORK. (Dena-Reuter). Der heilige Schneeslurm, der in der Nacht zum Samstag trüber die östliche Staaten Nordamerikas hinwegtobte, {orderte nach letzten Berichten 35 Todesopfer. In New York wurde mit 50 Zentimeter Schneehöhe der stärkste Schneefall seit Jahren verzeichnet. MANILA. (Dena). Der Taifun, der am Samstag über den Philippinen herrschte, forderte laut AFP neunundsechzig Todesopfer. Mehrere hundert Menschen wurden verletzt. Es war der stärkste Sturm seit zwölf Jahren; er zerstörte mehrere tausend Häuser und brachte vier Schiffe im Hafen von Manila zum Kentern. Der Schaden wird auf hunderte von Millionen Pesos geschätzt. SINGAPUR. (Dena-Reuter). Zehn Angehörige der französischen Fremdenlegion Italiener, Deutsch-Schweizer und ein Holländer, die zu Beginn dieses Monats über Bord eines nach Indochina bestimmten französischen Truppentransporters gesprungen waren, sollen jetzt ln ihre jeweiligen Heimatländer zurückgebracht werden. SCHANGHAI. (Dena-Reuter). Der Kampf um Muckden, Hauptstadt der Mandschurei, erreichte chinesischen Pressemeldungen zufolge am Samstag einen neuen Höhepunkt, als kommunistische Sircltkräfte die Stadt stündlich angriffen, um sich in den Besitz dieses wichtigen Eisenbahnzentrums zu setzen. — Nach nationalchinesischen Berichten haben die Kommunisten in der Provinz Schansi bei dem Versuch der Erstürmung von Yungtschen, das seit mehr als einem Monat belagert wrd, Giftgas verwendet. AMMAN. (Dena-Reuter). Der transjordanische Premierminister Samir Rifai Pascha ist am Sonntag zurückgelreten, nachdem zunächst angenommen worden war. er werde über das Wochenende ein neues Kabinett bilden. Ein Nachfolger wurde bisher nicht ernannt. ALEXANDRIEN. (Dena-Reuter). Der italienische Exkönig Victor Emanuel ist am Sonntag verstorben. ATHEN. (Dena-Reuter). Der Anführer der griechischen Aufständischen, General Markos, gab ln einer Sendung des Rundfunks der Guerillas die Bildung einer Regierung der griechischen Aufständischen bekannt. Regierungschef ist General Markos. Eine Anzahl ehemaliger Leiter der Widerstandsbewegung und prominenter Angehöriger der griechischen Kommunistischen Partei bilden das Kabinett. ATHEN. (Dena-Reuter). Das griechische Kabinett beschloß, das Gesetz aus dem Jahre 1929 über das Verbot der Kommunistischen Partei wieder in Kraft zu setzen. ATHEN. (Dena-Reuter). Griechische Reoie- rungstruppen warfen am Samstag nach einer Bekanntgabe militärischer Kreise der griechischen Regierung Guerilla-Truppen der Markos- Regierung, die den Ort Konitza, nahe der albanischen Grenze angriffen, nach hartem Kampf zurück. ROM. (Dena). Der Italienische Staatspräsident, Enrico de Nicola, Unterzeichnete laut AFP die von der verfassunggebenden Versammlung gebilligte neue italienische Verfassung. ROM. (Dena-Reuter). Die Vereinten Nationen forderten Italien auf, sich in Verbindung mit Jugoslawien über die Nominierung eines Gouverneurs für Triesl zu entscheiden und das Ergebnis ihrer Wahl bis zum 5. Januar den Vereinten Nationen vorzulegen. PARIS. (Dena-Reuter). Die französische Abendzeitung ..L'Infransigeant“ berichtet, daß ihr Korrespondent in Rom nach zweimonatiger Suche den Leiter der französischen faschistischen „Nationalen Volksbewegung“ (Ras- semblement national Populaire) unter der deutschen Besatzung, Marcel Deat, entdeckt habe, der seit der Befreiung von der französischen Polizei gesucht wird. BAD NAUHEIM. (Dena). Zwischen dem Bürgermeister von Peking und den Konsulaten von Großbritannien, Frankreich, den Vereinigten Staaten, Belgien und Holland in Peking wurde nach einer Meldung des französischen Rundfunks ein Abkommen geschlossen, wonach das exterritoriale Statut des Diplomatenviertels von Peking aufgehoben wird. Bad Nauheim.. (Dena.) Ein Transport mit 1600 österreichischen Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion traf laut Radio Alpenland am Samstag in Wiener Neustadt ein. CDU tagt unter sowjetischer Aufsicht Jakob Kaiser über die Schwierigkeiten in der russischen Besatzungszone Berlin, 28. Dez. (Dena) Jakob Kaiser eröffnete Sonntag vormittag im Parteihaus der CDU die Interzonentagung der Arbeitsgemeinschaft CDU/CSU. Kaiser sagte, man habe geplant, die Tagung ohne Anwesenheit von Vertretern der Besatzungsmächte durchzuführen. Er müsse aber auf die Tatsache hinweisen, daß Oberst Narasow und Hauptmann Kra- tyn von der SMA erschienen seien. Dr. Josef Müller wies anschließend darauf hin, daß auf der letzten CDU-Tagung in Würzburg eine ähnliche Situation entstanden sei, als Vertreter der amerikanischen Militärregierung gekommen seien, sich jedoch auf Bitte der Versammlungsleitung zurückgezogen hätten. Dr. Müller erklärte, man müsse gegebenenfalls erwägen, die Tagung in einen anderen Sektor zu verlegen, in dem nach bisherigem Brauch eine Teilnahme sowjetischer Offiziere nicht angängig sei. Die Sitzung wurde daraufhin unterbrochen. Um den interzonalen Charakter der Tagung zu unterstreichen, sollten die amerikanische, die britische und die französische Militärregierung in Kenntnis gesetzt werden. Gegen 13.30 Uhr erschien als Vertreter der britischen Militärregierung Captain B r o w n e r , der beim Zusammentreffen mit Oberst Narasow und Hauptmann Kratyn auf der letzten Vorstandssitzung der CDU der Sowjetzone vor Weihnachten die Sitzung verlassen mußte, was zu einem Protest der britischen Militärregierung bei der SMA geführt hatte. A Die amerikanische Militärregierung will keinen Vertreter entsenden, weil sie sich nicht in innerparteiliche Angelegenheiten mischen will. Neben Jakob Kaiser und Ernst Lem- mer waren die sechs Landesvorsitzenden der CDU in der Sowjetzone zu der Tagung erschienen, außerdem die Vertreter der meisten anderen Landesverbände. Einer Meldung von Südena zufolge, hat sich die französische Militärregierung in Baden-Baden nicht in der Lage gesehen, den in Frage stehenden Persönlichkeiten der CDU aus der französischen Zone die Teilnahme an der Berliner Begegnung zu gestatten. Zu Beginn der Nachmittagssitzung erklärte Captain Browner für die britische Militärregierung, sie betrachte die Interzonentagung der Arbeitsgemeinschaft CDU/CSU als eine interne Parteiangelegenheit, in die sie sich nicht einmischen wolle. Der britische Vertreter verließ kurz darauf die Sitzung. Ein Vertreter der französischen Militärregierung traf später ein und verblieb in der Versammlung. Zu Beginn eines Referates über die Stellung der Christlichen Union in Gesamtdeutschland wies Jakob Kaiser ausdrücklich darauf hin, daß nur geladene Mitglieder an der Tagung teilnehmen können. Kaiser bezog sich damit auf den thüringischen Verkehrsminister Wilhelm Bachem, der sich nicht eingeladen im Saale befand. Kaiser sagte, er wolle zwar von seinem Hausrecht keinen Gebrauch machen, müsse aber doch das weitere Verbleiben Bachems als „taktlos“ bezeichnen. Kaiser unterstrich in seinem Referat vor allem die Schwierigkeiten der CDU in der sowjetischen Zone, die durch das ständige Eingreifen der SMA in die eigenständige Politik der Partei zu überwinden gewesen seien. In den späten Nachmittagsstunden wurde die Sitzung abgebrochen, sie soll am Montag früh fortgesetzt werden. Die Vertreter der CDU aus den westlichen Zonen betonten, daß sie sich nicht in die gegenwärtigen Entscheidungen der CDU in der Sowjetzone einmischen wollten. Neues Steuergesetz ab 1948 Änderung der Einkommen- Körpersciiaftssteuer und Gewinnabführung Berlin, 28. Dez. (Dena) Der alliierte Kontrollrat für Deutschland hat sein Gesetz Nr. 61 erlassen, durch das einige Teile des am H. Februar 1946 erlassenen Kontrollratsgesetzes Nr. 12 über die Gesetzgebung für Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Gewinnabführung geändert werden. Das neue Gesetz, das am 1. Januar 1948 in Kraft tritt, bringt, wie die Finanzabteilung der amerikanischen Militärregierung für Deutschland dazu erklärte, einige Steuererleichterun- Weihnachtsbotschaften Papst Pius XII. an die Welt — Clay Iiofft Besserung der Verhältnisse Vatikanstadt, 28. Dez. (Dena-Reuter) In seiner Weihnachtsansprache über den Vatikan-Sender erklärte der Papst, die Welt sei weiter denn je von einem wahren Frieden entfernt und eine dunkle Wolke balle sich über dem diesjährigen Weihnachtsfest zusammen. Ein Titanenkampf wütet zwischen feindlichen Geisteshaltungen; die ehrlichen Bemühungen einiger Kräfte, einen gerechten Frieden zu schaffen, und die beständigen Versuche anderer, diese Absicht zu vereiteln, deuten auf ein Spiel um Leben und Tod hin. Derjenige ist ein Verräter, erklärte der heilige Vater, der seine Stimme einer Partei gibt, die Gott verleugnet, die Unwahrheit nährt, den Aufstand der Massen zum Ziel hat, und die durch ihre Tätigkeit die Herstellung des Friedens unmöglich macht. Der Papst erteilte besonders denjenigen seinen apostolischen Segen, die sich im Elend befinden und leiden, den Kranken, Armen, den Arbeits- und Heimatlosen, denjenigen, die ihre Freiheit, Familie oder ihre Heimat verloren haben, den Kriegsgefangenen, die noch nicht mit ihren Angehörigen vereint sind, den Flüchtlingen, Verschleppten und den Geistlichen, die tf/egen ihres Glaubens Einkerkerung, Foltern oder Tod erleiden. Berlin, 28. Dez. (Dena) Der amerikanische Miütärgouverneur für Deutschland, General Lucius D. Clay, richtete eine Weihnachtsbotschaft an die deutsche Bevölkerung der amerikanischen Besatzungszone, in der er der deutschen Be- Dr. Rudolf Paul macht Enthüllungen Die Gründe seiner Flucht — Die Vo rgeschichte der Münchener Konferenz München, 28. Dez. (Dena) Der ehemalige thüringische Ministerpräsident Dr. Rudolf Paul gab in einem fast zweistündigen Interview dem Leiter der Münchener Dena-Büros zum erstenmal die Motive seiner Flucht aus der Sowjetzone und die Hintergründe für die Abreise der Ministerpräsidenten der Sowjetzone während der Münchener Mini- sterpräsidenten-Konferenz im Juni bekannt und berichtete weiter über die politischen Methoden der SED sowie über die „Bolschewisierung“ der Wirtschaft in der Sowjetzone. Er erklärte, daß er sich bereits seit dem 23. September in München aufhalte. Der Grund für seine damalige Flucht sei die Tatsache gewesen, daß ihm die SED seine Arbeit, besonders nach den Landtagswahlen, noch krasser, aber nach dem Scheitern der Moskauer Konferenz, unerträglich gemacht habe. „Die SED hat ihre Maske fallen lassen und stellt ihre kommunistischen Tendenzen täglich stärker heraus“, sagte Dr. Paul und versicherte, es werde sich bald zeigen, daß sich die politische Lage in der Sowjetzone nach dem Zusammenbruch der Londoner Konferenz noch mehr verschärfen würde. Zur Vorgeschichte der Münchener Konferenz im Blickpunkt der sowjetischen Zone sagte Paul, die Parteileitung der SED sei von vornherein darauf aus gewesen, die Konferenz „hochgehen" zu lassen. Auf dem Wege des Parteibefehls sei es den Ministerpräsidenten der Sowjetzone zur Pflicht gemacht worden, die Konferenz sofort zü verlassen, wenn der von ihnen vorzulegende Antrag auf Schaffung einer deutschen Zentralverwaltung nicht angenommen werden sollte. Weiter erklärte Paul; „Ich wußte, daß die Londoner Konferenz scheitern wird. Dies war auch die Auffassung aller maßgeblichen Stellen der SED.“ Die Kommunistische Partei wünsche keine Einheit Deutschlands, sofern sie nicht aus Deutschland einen kommunistischen Staat machen könne. Die „Bolschewisie- lung“ der Wirtschaft in der sowjetischen Zone habe mit der Bankenreform ihren Anfang genommen und sei über die Zerschlagung des bisherigen Versicherungswesens bis zu den revolutionären Gesetzen der Ostzone weitergegangen. Aus den nach den umfangreichen Demontagen verbliebenen „Perlen“ der Industrie seien sowjetische Aktiengesellschaften gemacht worden. Die linksradikale Strömung in der SED habe höchstens zehn Prozent der Bevölkerung hinter sich. „Die radikalen Elemente“, fügte Paul hinzu, „haben allerdings sämtliche Schlüsselstellungen erhalten und terrorisieren die Bevölkerung. Heute könne die SED als sehr verhaßt bezeichnet werden. Sie habe je- doch damals noch verstanden, sich zu tarnen, indem sie führende Politiker der früheren SPD sichtbar herausstellte. • völkerüng seine besten Wünsche für das Weihnachtsfest und das neue Jahr ausspricht und den Wunsch des amerikanischen Volkes hervorhebt, den Deutschen beim Wiederaufbau weiterzuhelfen. „Die gegenwärtigen Verhältnisse erlauben es Ihnen nicht“, heißt es in der Botschaft, „ein fi’öhliches Weihnachtsfest zu feiern. Ich hoffe aber, daß alle Familien das Weihnachtsfest gemeinsam begehen und ihren Glauben erneuern können, daß „Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen“ noch immer der wahre weihnachtliche Gedanke ist.“ „Jedoch muß das vor Ihnen liegende neue Jahr eine wesentliche Verbesserung der Lebensbedingungen mit sich bringen, um Ihnen Vertrauen und Entschluß zur Verwirklichung der Ihnen zufallenden Aufgaben zu geben. Ihr Anteil am Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft muß während des nächsten Jahres erheblich sein. „Ich bin sicher“, schließt der General, „wir alle hoffen, daß das neue Jahr einen Fortschritt im Aufbau der Welt und des Friedens und des gegenseitigen Verstehens bringen wird.“ London, 27. Dez. (Dena-Reuter.) Francis Lord Pakenham, der Minister für die britische Besatzungszonen in Deutschland und Österreich und drei weitere prominente Engländer übermittelten über den Rundfunk Weihnachtsbotschaften an das deutsche Volk: „Es gibt so viel guten Willen in England gegenüber Deutschland“ sagte Lord Pakenham und fügte hinzu, er glaube daß keiner der Deutschen, die vor kurzem ^England besuchten, irgendwelchen Zweifel an der Aufrichtigkeit der britischen Absichten gegenüber Deutschland hege. Außer Lord Pakenham sprachen der Militärgouverneur für die britische Zone, Sir Brian Ro bert- s o n, der Bischof von Chiehester, Dr. Bell und der Verleger Victor Gol- 1 a n c z , der Präsident der Organisation „rettet Europa jetzt“. Kein Weihnachtsfriede in Palästina Jerusalem, 28. Dez. (Dena-Reuter) Die Zusammenstöße zwischen Juden und Arabern in Palästina dauern mit unverminderter Heftigkeit an. Während der Wejh- nachtsfeiertage sollen laut INS annähernd 200 Personen getötet oder verwundet worden sein. Die arabisch-jüdischen Auseinandersetzungen Über die Teilung Palästinas sind bisher die schärfsten in der Geschichte des heiligen Landes seit britische Truppen im Jahre 1917 die Besetzung übernahmen. Unter den Personen, die am Freitag ums Leben kamen, befindet sich der Leiter der Judeneinwanderungsabteilung der Jewish Agency, Hans Beyt. Die Leiterin der politischen Abteilung der Jewish Agency, Frau Golda Meyerson, wurde leicht verletzt. — Streitkräfte der Haganah griffen das Araberdorf Silwan in der Nähe des Oelberges bei Jerusalem an. Dieser Ueberfall geschah, wie aus jüdischen Kreisen erklärt wurde, als Vergeltungsmaßnahme für einen kürzlich erfolgten arabischen Angriff auf eine jüdische Begräbnisprozession am Oelberg. gen für die Steuerzahler der niedrigen Einkommengruppen und gewisse Erhöhungen für die mittleren und höheren Einkommensgruppen. Die Steuererleichterungen für niedrige Einkommensgruppen werden in Form eines erhöhten steuerfreien Betrages für berufliche und besondere Ausgaben gewährt. Für alle Monatseinkommen unter 300 Mark beträgt der steuerfreie Betrag nach dem Gesetz monatlich 65 Mark. Dieser Freibetrag vermindert sich für je fünf Mark höheres Einkommen um jeweils eine Mark bis zur Erreichung des Mindestfreibetrages von 39 Mark. Zusätzlich wird noch eine Steuererleichterung für beruflich^ Ausgaben und Gewerkschaftsbeiträge in Form eines Freibetrages gewährt, der von dem besteuerten Einkommen abgezogen wird. — Nach dem neuen Gesetz werden die Einkommen von Angehörigen freier Berufe ln der Besteuerung den Einkünften von Lohn- und Gehaltsempfängern gleichgestellt. SPD-Zeitung für 14 Tage verboten Hannover, 28. Dez. (Dena). „Die Freiheit“, die einzige sozialdemokratische Zeitung in Rheinland-Pfalz, wurde am Mittwoch von der französischen Militärregierung für 2 Wochen verboten. Eine schriftliche Begründung des Verbotes liegt bis jetzt noch nicht vor. Mündlichen Begründungen zufolge wurde das Blatt verboten, weil es über einen Versuch des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Peter Altmeier, vor dem Landtag über die Demontage zu sprechen und über die Etatdebatte im Landtag berichtet hatte. Die Parteileitung der SPD beabsichtigt, bei der Leitung der französischen sozialistischen Partei wegen des Verbotes der Zeitung zu intervenieren. Bisher 39 Tote bei Neuwied Neuwied, 28. Dez. (AP.) Nach den letzten Meldungen über die Eisenbahnkatastrophe bei Neuwied erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf 39, während mit min-* destens 100 Verletzten zu rechnen ist. Eisenbahnbeamte bezeichnen die Katastrophe 'als schwerstes Eisenbahnunglück in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg. Von den 39 Todesopfern konnten neun Frauen noch nicht identifiziert werden. Die Behörden haben von den Leichen dieser Frauen Fingerabdrücke hergestellt, um sie mit den Fingerabdrücken auf den Kennkarten zu vergleichen, die man in den verstreuten Handtaschen fand. Ein seltsamer Zufall will es, daß von dem Zugpersonal niemand ums Leben kam, obwohl die beiden Lokomotiven direkt aufeinanderprallten. Koblenz, 28. Dez. (Dena-DPD.) Der Lokomotivführer des bei Neuwied verunglückten D-Zuges Freiburg—Dortmund, der nach dem Zusammenstoß seines Zuges mit dem D-Zug Dortmund—München nach Köln geflohen war, hat sich jetzt der Kriminalpolizei in Neuwied gestellt. Bei seiner ersten Vernehmung sagte er aus, das Vorsignal habe das rote Haltezeichen gezeigt. Das Hauptsignal sei aber überhaupt nicht beleuchtet gewesen, so daß er es überfahren habe. Erstes Geschäftstelegramm nach USA Berlin, 28. Dez. (Dena). Ende der letzten Woche wurde zum ersten Male in der Geschichte der deutschen Post über drahtlosen Fernschreiber ein Geschäftstelegramm von der im Besitz der deutschen Post befindlichen und von ihr betriebenen Funkstation in Frankfurt nach New York durchgegeben. Ab 1. Januar 1948 wird die Funkstation die Durchgabe und den Empfang aller Telegramme zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten übernehmen, einschließlich der Telegramme von Angehörigen und Dienststellen der Besatzungsmächte. Die amerikanischen Telegraphengesellschaften, die bisher die Übermittlung von Telegrammen der US-Streitkräfte von der Bizone nach den USA vornahm, werden am 1. Januar 1948 ihre Tätigkeit in Deutschland einstellen. Doch Zonenvereinigung? Paris, 28. Dez. (Dena-Reuter). Auf einer Konferenz zwischen dem französischen Premierminister Robert Schuman und anderen Ministern und Beamten in Paris soll die Möglichkeit einer Vereinigung der französischen Besatzungszone in Deutschland mit der Bizone besprochen worden sein. An der Besprechung nahmen der französische Außenminister Georges Bidault, der Staatssekretär für deutsche Angelegenheiten, Pierre Schnei- ter und der französische Miütärgouverneur für Deutschland, General Pierre König, teil. Radio Frankfurt auf Kurzwelle Frankfurt, 28. Dez. (Dena) Den Wunsch, der größtmöglichsten Zahl von Hörern vollständige Informationen über alle brennenden Probleme des Tages zur Kenntnis zu bringen, nannte Dr. James R. Newman anläßlich der Uebemahme des Programms von Radio Frankfurt auf Kurzwelle als Grund dieser Regelung. Für eine lichtere Zukunft der deutschen Jugend Ansprachen der Direktoren der Militärregierung zum Jugendproblem Bad Nauheim, 28. Dez. (Dena.) Im Rahmen einer von AFN, dem amerikanischen Armeesender in Frankfurt, verbreiteten Sendereihe, in der der amerikanische Militärgouverneur für Deutschland, General Lucius D. Clay sein Stellvertreter, General George P. Hays, und die Direktoren der US-Länder-Miütärregierungen monatlich zu aktuellen Problemen das Wort ergreifen, sprachen am FreitagabencJ die Direktoren der Länder-Militärregierungen über zeitnahe Jugendfragen. „Wir wissen, daß die Jugendkriminalität in den vergangenen Jahren der Unordnung und Enttäuschung angewachsen ist“, sagte der Direktor der Militärregierung für Hessen, Dr. James R. Newman, und wies darauf hin, daß sich auch die verantwortlichen Männer auf deutscher Seite Über den Ernst dieses Problems im Klaren seien. Die bereits in dieser Hinsicht erreichten Fortschritte seien zum großen Teil ihr Verdienst. Der Direktor der Militärregierung des Landes Bremen, Thomas F. Dünn, berichtete, daß frühzeitig und sorgfältige Vorbereitungen der militärischen und zivilen Angehörigen der Besatzungsmacht und’ihrer Angehörigen es ermöglicht hätten, zu Weihnachten 100 000 Bremer Kinder zwischen drei und vierzehn Jahren zu beschenken. Die Militärregierung sei bestrebt, die deutschen Eltern zu Weihnachten 1948 in den Stand zu setzen, die amerikanische Liebestätigk^it überflüssig zu machen. Der Direktor der amerikanischen Militärregierung für Bayern. Murray D. van W a g o n e r hob die Verdienste hervor, die sich Amerikaner aller Einheiten und ihre Familien mit ihren Weihnachtsvorbereitungen für 250 000 deutsche Kinder in Bayern erworben haben. Er regte an. am nächsten Weihnachtsfest der Verteilung fehlender Lebensmittel und Kleidungsstücke mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Eine frühzeitige Planung von Weihnachtsfeiern werde es ermöglichen, in der US-Zone Kleidungsstücke und Geld zu sammeln, für das in den Vereinigten Staaten Lebensmittel und Kleidung eingekauft werden könnte. Dank der großen Anstrengungen der deutschen Wohlfahrtsorganisationen und der enthusiastischen Bemühungen des amerikanischen und alliierten Personals in Württemberg-Baden konnte „Santa Claus“ in diesem Jahre viele deutsche Kinder mit einem vollen Sack besuchen, sagte der Direktor der amerikanischen Militärregierung für Württemberg-Baden Charles Marion La Follette. Jede der vier großen deutschen Wohlfahrtsorganisationen hätte Weihnachtsfeiern für bedürftige Kinder veranstaltet. Das Weihnachtsfest 1947 warf neben aller bitteren Not und Verzweiflung die als Folge des von den Nazis entfesselten Krieges jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in Deutschland ergriffen, noch ein ganz besonders kritisches Problem auf, das Problem der Millionen jungen Menschen unter 21 Jahren, sagte der Chef des Stabes bei der amerikanischen Militärregierung für Deutschland, General Charles K. G a i 1 e y. Alle Zukunftsaussichten dieser jungen Menschen hätten düster und hoffnungslos ausgesehen. Die Verantwortung für die Lösung dieser schwierigen Lage liegt bei den deutschen Behörden, und bei den an öffentlichen Problemen interessierten deutschen Staatsbürgern. Unsere Anstregungen bedeuten nicht, daß wir versuchen wollen, diese Verantwortung zu übernehmen — wir wissen, daß wir das nicht können, und daß wir es nicht einmal tun sollten, wenn es möglich wäre. Wir sehen nun helleren Tagen entgegen. Trotz mannigfaltiger Schwierigkeiten und vieler noch ungelöster Probleme können wir den Weg zu einem besseren Leben für alle Deutschen klar erkennen. Das bedeutet auch eine lichtere Zukunft für die deutsche Jugend. Seite 2 / Nummer 65 S ü D D EUTSCHE ALLGEMEINE Montag, den 29. Dezember 1947 Veröffentlicht unter Lizenz Nr. ÜS-WB U2. Herausgeber Dr. J. Peter Brandenburg (Verlagsleilung) und Felix Richter (Chefredaktion). Verlag: „Süddeutsche Allgemeine“ Pforzheim, Telefon 2001 und Druck: Badische Presse, Karlsruhe, Waldstr. 28. igScjlAu 'MMUnCMti ASS? V «MuncH«< Ui 1.1 Deutsche Lebensfragen Von Staatsrat a. D. Fr. Heurlch, M. d. L. Zwei Weltkriege und ihre Erschütterungen haben Staaten und Völker in ihren Grundfesten getroffen. Das Jahr 1945, das den furchtbarsten aller Kriege beendete, wird einmal als Wendepunkt in der Weltgeschichte verzeichnet stehen. Altes brach zusammen. Die Menschheit ringt nach neuen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebensformen. Noch bietet sich uns in den meisten europäischen Ländern ein Bild größter innerer Verwirrungen. Die Nationen leiden unter schweren Auseinandersetzungen und Kämpfen. Die lange Dauer des Krieges und das Ausmaß seiner Zerstörungen haben die Welt in ihrem Kulturreichtum und ihrer Kulturarbeit auf viele Jahrzehnte zurückgeworfen. Das Leben unseres deutschen Volkes ist bedroht. Ein Volk mit 70 Millionen Menschen aber will leben. Und es hat sich in den Jahrhunderten der Geschichte ein Recht erworben, als Kulturvolk zu lebet;. Seit zweieinhalb Jahren nun ruhen die Waffen. Der industrielle und wirtschaftliche Aufbau ist kaum einen Schritt vorwärts gekommen. Die Demontage unserer Industrie wird von weiten Kreisen unseres Volkes als Versuch betrachtet, die deutsche Produktion auf die Dauer zu lähmen, oder mindestens zu hemmen. Die Tatsache, daß rein für die Friedensproduktion arbeitende Betriebe auf der Demontageliste stehen, ist in der Tat ungeeignet, die Volksmeinung zu korrigieren. Bei allen Erörterungen des deutschen Problems durch Staatsmänner und Politiker der verschiedensten Länder wird immer wieder der Grundsatz aufgestellt, daß eine Hilfe von außen das deutsche Volk nicht bevorzugen darf, und daß sich sein Lebensstandard nicht eher bessern dürfe, wie der aller anderen vom Kriege heimgesuchten Länder. Niemand wird behaupten können, daß der Lebensstandard des deutschen Volkes höher als der irgend eines anderen zivilisierten Volkes läge. Wir, die wir mitten im dritten Kriegswinter stehen, wissen nicht, ob er zu unserem Grabe wird. Die Welt wäre dann allerdings von der Sorge befreit, uns zuviel Freiheit, zuviel Arbeit und zuviel Brot gegönnt zu haben. Aber wir glauben nicht, daß die Welt dann, ledig dieser Sorge, glücklicher wäre. Wir spielen nicht mit dem Gedanken einer Anarchie im deutschen Raum, und wollen auch keinen Eindruck mit Schreckgespenstern machen. Wir nähern uns aber dem Gefahrenpunkt des Ausbruchs der Anarchie. Die schweizerische Zeitung „Die Tat“ veröffentlicht dazu eine aufschlußreiche Statistik: Von 100 Schulkindern bringen 20 eine Scheibe trockenen Brotes als Frühstück in die Schule mit, 50°/o haben seit zwei bis drei Jahren keinen Schluck Milch mehr getrunken und 10 bis 15% erinnern sich überhaupt nicht mehr an ein solches Ereignis. 70% von ihnen sind, vor mindestens zwei Jahren letztmals in der Badewanne gesessen, die Hälfte besitzt keine eigene Zahnbürste und 70% keine Lederschuhe. Hier erreicht die Not bei Kindern und Eltern einen Höhepunkt, in dessen engster Nachbarschaft die Verzweiflung steht. Wir Deutsche waren nicht so optimistisch, von der nunmehr zerbrochenen Londoner Konferenz den Frieden zu erwarten. Wir sind aber enttäuscht darüber, daß es immer noch nicht gelungen ist, das Verhältnis des deutschen Volkes zu den Alliierten auf eine andere Rechtsbasis zu stellen, als die von Siegern und Besiegten. Wir sind gewiß nicht ungeduldig und stellen auch keine unerfüllbaren Forderungen. Auch wissen wir um den Anteil der deutschen Schuld an der Weltkatastrophe unserer Zeit. Es ist aber unser gottgegebenes Recht und auch unsere Pflicht der Welt gegenüber, das materielle Leben unseres Volkes vor dem Verfall zu bewahren, das geistige Leben vor der Bedeutungslosigkeit zu schützen und das staatliche Leben wiederaufzubauen. Es wäre der Befriedung der Welt dienlich, wenn man aufhören wollte, in und außerhalb Deutschlands sich über die wahre deutsche Situation Illusionen hinzugeben. Die untragbare Dichte der Bevölkerung von über 200 Menschen auf einen Quadratkilometer nimmt in Stadt und Land schlimme Folgen an. Nicht zuletzt ist unser kleines Land Nordbaden von der ungeheuren Menschenüberfüllung besonders hart betroffen. Täglich kommen illegal aus Not und Verzweiflung neue Ströme über die Grenze. Neue Zuweisungen von Flüchtlingen sind uns angekündigt. All diesen Menschen soll eine Heimat gegeben werden, ein Stück Geborgenheit und seelisches Wohlgefühl. Diese Tage der Einkehr und der Liebe, der göttlichen und menschlichen, in denen immer noch so viele Menschen sich gedrängt fühlen, etwas Gutes zu tun, sollen uns Hoffnung geben. Es hätte sicherlich bei etwas mehr gutem Willen für die Ernährung unseres Volkes in diesen Weihnachtstagen mehr geschehen können, wenn die Bruderliebe unter den Völkern mehr entwickelt wäre als der Haß. Es hätte zweifellos für die Entlassung unserer Kriegsgefangenen von den Mächtigen dieser Erde mehr getan werden können, wenn sich der Gedanke durchgesetzt hätte, daß der Kriegsgefangene in erster Linie als Mensch und nicht als Arbeitsmaschine zu werten ist. Uns aber bleibt nichts anderes, als mit neuem Mut ins Jahr 1948 zu gehen. In rastloser Arbeit werden wir den Kampf um das Leben und die Zukunft unseres Volkes, in Frieden und Menschenwürde, meistern und bestehen. Gott um seinen Segen zu bitten ist uns an der Schwelle des neuen Jahres Bedürfnis. Er wird ihn uns gewiß zukommen lassen, wenn wir uns seiner würdig erweisen. Uns alle beseele trotz aller Schwierigkeiten eine unzerstörbare Hoffnung. Ruljlandheimkeh rer bringen Kunde von Verschollenen Das Durchgangslager Klenlesberg ln Ulm Ist das Entlassungslager für alle aus Rußland zurückkehrenden ehemaligen Soldaten, die ln der amerikanischen und französischen Zone Württemberg-Badens beheimatet sind. Im letzten Vierteljahr sind durch dieses Lager 5210 Rußlandhelmkehrer gegangen, womit sich die Zahl der von Ulm aus ln die württembergisch-ba- dische Heimat zurückgekehrten ehemaligen Rußlandkämpfer auf 12 300 erhöht, seit dem Eintreffen des ersten Transportes im Februar dieses Jahres. Zur Zelt werden etwa 500 Rußlandheimkehrer wöchentlich durch dieses Lager geschleust, doch rechnet man damit, daß sich diese Zahl in den nächsten Wochen verdoppeln wird. Mit dem bisher größten Transport der in Ulm eintraf, sind im Juni 644 Heimkehrer angekommen. Die Zahl der mit den einzelnen Transporten entlassenen Soldaten ist jedoch sehr unterschiedlich. Seit dem 1. Oktober ist es (wenigstens in der US-Zone) Aufgabe der örtlichen Kreisstellen des Roten Kreuzes die Rußlandheimkehrer nach einer gewissen Zeitspanne aufzusuchen und Ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bis dahin hatte das Rote Kreuz ln Ulm erste Hilfe geleistet und es auch unternommen, die Heimkehrer nach ln der Gefangenschaft verstorbenen Kameraden oder nach Vermißten zu befragen. Die Ergebnisse einer solchen Befragung bei 50 Transporten, mit denen 5934 ehemalige Soldaten zurückgekehrt waren, ergab folgendes: Die Heimkehrer konnten die Namen von 3914 ln der Kriegsgefangenschaft verstorbenen oder ln den letzten Kriegstagen noch gefallenen und seither vermißten Kameraden nachweisen. Weiter konnten von diesen Rückkehrern an 3090 Angehörige von Kriegsgefangenen bzw. seither Vermißten Lebenszeichen und Grußmeldungen über das Rote Kreuz gesandt werden, die ln vielen Fällen die erste Nachricht darstellten, die die Angehörigen in der Heimat von den Kriegsgefangenen oder Vermißten erhielten. Die zunehmende Verzweiflung der Angehörigen spiegelt sich darin, daß bei der Dienststelle des Roten Kreuzes ln Ulm auf dem Kienlesberg täglich etwa 200 schriftliche Anfragen eintreffen und 70 Angehörige im Tagesdurchschnitt aus allen Tellen des Landes persönlich nach Ulm reisen. Alle wollen sie erfahren, ob aus dem Lager Ihres ln Gefangenschaft befindlichen Angehörigen bzw. von der Feldpostnummer eines Vermißten schon Kameraden zurückgekommen sind. Von der Dienststelle des Roten Kreuzes in Ulm wird dazu bemerkt, daß solche Anfragen beim Roten Kreuz oder dem Hilfsdienst des RK nicht nötig sind, wenn die Vermißten und Kriegsgefangenen bei der seinerzeitigen Registrierung gemeldet worden sind. Die Angehörigen werden in diesem Fall vom Roten Kreuz schnellstens benachrichtigt, wenn ein Heimkehrer desselben Lagers bzw. derselben Feldpostnummer durch das Lager Ulm gegangen ist. Viele Angehörige von vermißten Soldaten sind dazu übergegangen, Bilder und Photographien mit Daten zu versehen, an den Wänden des Durchgangslagers Kienlesberg anzuschlagen, in der Hoffnung, daß vielleicht doch einer der Heimkehrer gerade ihren vermißten Angehörigen gekannt hat und daß man auf diese Weise etwas über cias Schicksal und den Verbleib erfahren könne. So hängen gegenwärtig schätzungsweise 4000 Bilder in den Gängen des Lagers. Sie sprechen von der Liebe und der Sorge innerhalb der Familien, in denen man die Hoffnung auf die Rückkehr des Vaters oder Sohnes, des Gatten oder Bruders noch immer nicht aufgegeben hat. Die bisher auf diese Weise erzielten Erfolge sind jedoch leider bis jetzt verhältnismäßig gering geblieben. Dagegen ist von gewissenlosen Elementen mit den hier ausgeschriebenen Adressen von Vermißten und deren Angehörigen schon oft Mißbrauch getrieben worden. Es handelt sich hier um die Fälle, in denen falsche „Grußbesteller“ mit der Seelennot der Angehörigen, Geschäfte zu machen versuchen. Gr. Kinderstube Reisender in Mottenkugeln zu sein, ist keine Schande. Photomontagen zusammenkleben auch nicht. Aber eine Schande lst’s, wenn Leute heute noch in Deutsche land auf einen Mottenkugelreisenden mit Naziphotos hereinfallen — und wiel Helmut Riegge heißt er. Er hate eine Idee. Er montierte ein Photo, das Frau Eva Hitler geb. Braun zeigte, mit einem Kind auf dem Arm. Mit Adolf dem Zwoten. Und begab sich damit auf die Tournee. Klopfte da an, klopfte dort an. „In besonderer Mission“, flüsterte er, nachdem man warm geworden war. Erzählte die Geschichte von Adolfs hinterlassenem Kind. In einem Schloß in der russischen Zone halte man den Sprößling verborgen. Es mußte schon ein Schloß sein und hinterm eisernen Vorhang, denn offenbar wurde so die Geschichte eher geglaubt. Und dann: „Das Kind ist in der Ostzone gefährdet — es muß aus dem Bereich der Russen gebracht werden!“ flüsterte erregt der in politischen Mottenkugeln reisende Commis voyageur. Er flüsterte nicht umsonst. In kurzer Zelt hatte er zur Finanzierung einer Kidnapper-Aktion von den heimlichen Nazis 507 000 RM beieinander ... Bis er eines Tages entlarvt wurde. Aber keineswegs weil jemand auf seinen Nazitrick nicht hereinflel, o neinl Sondern weil er, der sich als ehemaligen Offizier und Gutsbesitzer ausgab und von „interessierten Kreisen“ mit entsprechenden Empfehlungen durch Deutschland geschleust wurde, am Mittagstisch bei einem Industriellen in der Nähe von Hannover — Gemüse mit dem Messer aß! Was bekanntlich Leute mit guter Kinderstube nicht tun. Da erst schöpfte man Verdacht. Es geht nichts über gute Erziehung. Nicht nur im Gebrauch von Messer und Gabel. Noch notwendiger scheint eine gute politische Erziehung zu sein. Zumal für „bessere Leute“. Denn ein Arbeiter wäre auf den Schwindler nicht reingefallen. Bei Arbeitern hätte der geriebene Helmut Riegge auch keine halbe Million zusammengebracht. Rolf Gehe. Deutschland-Rundschau Vereinte Westzonen: Stuttgart. (Dena.) Als zweite Kammer in Württemberg-Baden hat die Spruchkammer We i n h e i m die Entnazifizierung abgeschlossen. München. (Dena.) Der Münchener Stadtrat hat dem Staatssekretär für das Flüchtlingswesen 100 000 Mark zur Verfügung gestellt. Kempten (Allgäu). Die Post vollbrachte dieser Tage ein kleines Meisterstück. Ein Ausländsbrief, der als Ortsangabe lediglich das Land „Bayern (Allgäu)“ aufwies, erreichte in Kempten seinen richtigen Empfänger. gl. Bayreuth. (Dena.). Die Landespolizei in Stadtsteinach (Oberfranken) konnte eine aus 15 Jugendlichen bestehende Diebesbande, die seit 1945 ihr Unwesen trieb, dingfest machen. Die Spezialität der jugendlichen Räuber war das Besteigen langsam fahrender Lastwagen an einem Berg und das Herabwerfen der Beute. Ansbach (Dena.) Die Hof- und Ratsapotheke in Ansbach brannte in der Nacht zum Mittwoch mit dem gesamten Warenlager vollständig aus. Fünf Personen erlitten zum Teil lebensgefährliche Brandwunden. Der Besitzer und seine Tochter sind bereits gestorben. Erlangen. Die täglichen Gamdiebstähle in der Erlanger Spinnerei innerhalb eines Jahres zusammengenommen, entsprechen etwa 300000 m Stoff. Eine unvorhergesehene Kontrolle von ungefähr 40 in einem Omnibus heimfahrenden Arbeitern der Spinnerei zeitigte 520 ge'stohlene Garnrollen. Das sind etwa 300 Meter Stoff. gl. Neustadt (Saale). Im hiesigen Landkreis fielen den Wildschweinen zirka 1305 Doppelzentner Kartoffeln. 292 Doppelzentner Brotgetreide und 144 Doppelzentner Gerste und Hafer zum Opfer. gl. Heidelberg. (Dena.) In einer Weihnachtsbotschaft an alle Zwangsverschleppten in den Lagern der US-Zone gibt der Chef der PCIRO für die US-Zone, Paul D. Edwards, seiner Hoffnung Ausdruck, daß das neue Jahr „das glückliche Jahr der Wiederansiedlung außerhalb Deutschlands werden möge.“ Wiesbaden. (Dena.) Die amerikanische Militärregierung hofft, auch im kommenden Jahr die Schulspeisung für unterernährte Kinder im Alter von sechs bis achtzehn Jahren durchführen zu können. Kassel. (Dena.) Nach den neuesten ärztlichen Feststellungen sind in Niedersachsen nur 60 Prozent der Berufstätigen voll arbeitsfähig, wie der Vertreter des Landesarbeitsamtes Niedersachsen in einer öffentlichen Sitzung in Nordhelm (Harz) bekanntgab. Gießen. (Dena.) Der obere Mittelbau des Stadthauses, in dem sich auch das Büro des Oberbürgermeisters befand, brannte in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch gänzlich aus. Hannover. (Dena.) Der Omnibus-Interzonenverkehr zwischen Hannover und Berlin wird am 5. Januar 1948 wieder aufgenommen. Die Wagen verkehren zweimal wöchentlich, Montags und Dienstags. Paderborn. (KH.) Ein Einbrecher, der in Marburg in einem fremden Keller herumschnüffelte, wurde gestört, nahm Reißaus und ließ zur Freude des Kellerbesitzers einen Rucksack voll Butter zurück. Münster. (KH.) Es wird öfters behauptet, wer an der Quelle sitzt, segnet sich zuerst. Um diesem „Gerücht“ entgegenzuwirken, wurden in Wolbeck alle Mitglieder des Wirtschaftsausschusses von jeglicher Bezugscheinzuteilung kurzerhand ausgeschlossen. Hamburg. (AP.) Auf Anordnung deutscher Stellen wurden kürzlich sieben Hamburger Firmen geschlossen und ihre Warenbestände beschlagnahmt. Die Firmen hatten es abgelehnt gegen vorgewiesene Bezugscheine Verbrauchsgüter zu verkaufen und außerdem Schwarzhandelsgeschäfte betrieben. Vierzonenstadt Berlin: Berlin. (Dena.) Der Berliner Landesverband der CDU hat die Absicht, den von der sowjetischen Militärverwaltung eingesetzten Generalsekretär der CDU, Georg Dertinger, der Mitglied einer Ortsgruppe im Bezirk Charlottenburg ist, aus der Partei auszuschließen. Berlin. (AP.) Rund 200 000 Tonnen kubanischen braunen Zuckers Im Werte von ungefähr zwanzig Millionen Dollar wurden zur Verteilung in der Blzone gekauft. Für den Transport, der zusätzlich eine Ausgabe von 3 098‘208 Dollar erfordert, sind 23 Schiffe eingesetzt worden. Berlin. (Dena.) Es sei jetzt nicht zu bezweifeln, daß das In den Nachmittagsstunden des ersten Weihnachtsfeiertages in dem Büro des Landesverbandes der LDP Berlin ausgebrochene Feuer durch Brandstiftung verursacht wurde, teilte die Landesverbandsleitung der LDP Berlin mit. Berlin. (Dena.) Das Gesetz Nr. 60 das die Nazigesetzgebung für das gesamte Filmwesen aufhebt und das vom alliierten Kontrollrat am 19. Dezember ds. Js. unterzeichnet worden war, trat am Mittwoch, 24. Dezember, in Kraft. Durch dieses Gesetz werden die beiden Nazlfllmge- setze, das „Gesetz über die Errichtung einer vorläufigen Spielkammer“ vom 14, Juli 1933 und das „Lichtspielgesetz vom 16. Februar 1934 einschließlich aller zusätzlichen Vorschriften, Verordnungen und Erlassen außer Kraft gesetzt. Berlin. (Dena.) Prinz Ferdinand zu SchönaiCh-Carolath hat sich der Berliner Entnaziflzierungskommission für Kunstschaffende am Samstag als Belastungszeuge für das zu erwartende Verfahren gegen den Filmregisseur Veit Harlan zur Verfügung gestellt. Harlan hatte von 1943 Uis Kriegsende auf dem Besitztum des Prinzen in Amtitz Kreis Guben, Wohnung genommen und' soll zu der Verhaftung des Prinzen durch die Gestapo im Jahre 1943 wesentlich beigetragen haben. Marlin — Die Gans Ein Weihnachtsmärchen für Erwachsene von Olagla Es war einmal eine Gans, die hieß Martin, nicht etwa deshalb, weil Martin ein getarnter Gänserich gewesen wäre, sondern weil dieses Fräulein Gans zum 11. November, dem Martinstag, als Festtagsbraten bestimmt worden war. Schon als Martin ganz klein, sozusagen gänseklein war, wurde sie von der Umwelt mit liebevollen Augen betrachtet, denn ein jeder sah sie in Gedanken schon ausgewachsen und vollbrüstig im Bratofen und im eigenen Fett schmoren. Martin war ein feinfühliges Geschöpf, und daher nahm sie die liebevollen Blicke mit gemischten Gefühlen auf und bekam Jedesmal eine Gänsehaut, sobald man ihr beim Füttern „Frohes Festl“ zurief; sie faßte die Liebenswürdigkeiten gewissermaßen als in Gänsefüßchen gesprochen auf. Als Martin Anfang November einen Bauch angemästet wurde, der in gar keinem Verhältnis zu den mageren Zeiten stand, da schöpfte sie einen furchtbaren Verdacht und hielt die Stunde für gekommen, bei der nächstbesten Gelegenheit auszukratzen. An einem nebligen Novembertag setzte sie sich übermäßig gesättigt in Gänsemarsch und machte sich davon. Nachdem sie ein gutes Stück Weges gewatschelt war, begegnete sie einem Beamten vom Ernährungsamt, der von Hof zu Hof zog, um das Geflügel zu zählen. Der Beamte fand Gefallen an Martin, und da sie offenbar herren- und heimatlos einem unprüfbaren schwarzen Geschick entgegeneilte, nahm er sie auf und ging mit ihr unterm Arm in die Höfe der näheren Umgebung. Dort fragte er die Geflügelhalter, ob Martin vielleicht ihnen gehöre, aber die ehrlichen Leute verneinten heftig, weil sie es nicht wagen mochten, noch mehr überzähliges Geflügel verheimlichen zu müssen. So zog der Beamte mit Martin zum Ernährungsamt, wo beide freudig begrüßt wurden. Man beratschlagte eingehend, was mit Martin zu geschehen habe; Eingaben wurden an das Wirtschaftsministerium verfaßt, Protokolle aufgenommen, Fragebogen ausgefüllt, — kurz, über die ganzen Formalitäten ging Martini vorbei und Martin überlebte ihren gefährlichen Namenstag. Weihnachten nahte, eine kleine häusliche Feier des Ernährungsamtes ebenfalls, und wieder beobachtete Martin, daß man sie besonders liebevoll hätschelte und mit größter Aufmerksamkeit fütterte; sie erfuhr eine Behandlung, die Besuchern des Ernährungsamtes im allgemeinen völlig fremd war. Martin aber schätzte derlei Aufmerksamkeiten nicht sonderlich und fand sie reichlich übertrieben. Dieses Mal jedoch konnte sie keine Folgerungen aus ihrem Argwohn ziehen und einfach wieder verschwinden, denn sie befand sich auf einer Behörde, und einer Behörde entgeht so leient niphts, was in ihren Akten nistet. Der Tag der kleinen Feier war herangekommen, Martin wurde mit künstlichen Gänseblümchen geschmückt in die Werkküche geleitet, — da traf ungewöhnlich plötzlich eine Anweisung des Wirtschaftsministeriums ein, derzufolge Martin der Verteilungsstelle für Wild- und Geflügel überführt werden sollte. Auf diese Weise entging Martin erneut einem schwarzen Schicksal. Zu viele Ämter hatten sich bereits mit Martin befaßt, es war also schwierig, Martin einem Sonderzuteilungsverfahren zu unterziehen, man mußte sie in offenem Arbeitsgang der Allgemeinheit zugänglich machen. Wie aber konnte ein einzelner Vogel verteilt werden, ohne den Verdacht eines Sonderzuteilungsverfahrens heraufzubeschwören? Ohne Martins eigenes Dazutun konnte Martin nicht verschwinden, denn mißtrauisch bewachte einer den anderen. Es waren aufregende arbeitsreiche Tage für die vielen Angestellten der amtlichen Verteilungsstelle für Wild und Geflügel, die endlich einmal etwas zu Verteilen hatten, was für die Allgemeinheit bestimmt war. Wieder wurde eifrig beraten, Sitzungen abgehalten, Protokolle aufgenommen — bis jemand die Lösung fand. Martin wurde kurzerhand geschlachtet, kleingehackt, getrocknet, zu Pulver gemahlen und einem Hersteller von kochfertigem Suppenmehl als bestimmte Zutat zu unbestimmten Bestandteilen übergeben. In winzigen Mengen gelangte Martin auf dem Wege Über den Kleinverteiler gegen Nährmittelmarken in die Tüten der Normalverbraucher. So geschah das Märchenhafte, daß die Normalverbraucher zu Weihnachten eine Geflügelzuteilung erhielten, ohne davon eine Ahnung zu haben. Und wenn sie nicht daran gestorben sind, so leben sie noch heute. Stuttgarter Neues Theater: W. Somerset Maugham: Die heilige Flamme Die heilige Flamme ist das Leben, das niemand von sich aus auslöschen darf. Das seltsame, zwischen Kriminalstück und psychoanalytischem Gewissenskonflikt schillernde Stück des englischen Dichters greift einen Einzelfall heraus, in dem Euthanasie, schmerzloser Tod durch die Mutter, vom Dichter mit allen Mitteln der Überlegung und der Überredung dem Zuschauer als dramatisch und menschlich richtig dargestellt werden soll. Trotz allen Bemühungen des Dichters, den Konflikt des Stückes zwingend darzustellen, bleibt künstlerisch und psychologisch ein Bodensatz an Unbefriedigung und Abneigung zurück. Ist es nicht Schwäche, wenn auch menschlich verstehbar, wenn die Mutter ihrem hoffnungslos damiederliegenden Sohn — er ist im Kriege als Flieger abgestürzt — den erlösenden Tod gibt, weil sie erkennt, daß das einzige, an dem er noch hing, die Liebe zu seiner jungen Frau, in Gefahr ist, weil sie von ihrem Schwager ein Kind erwartet. Vielleicht wäre er gar nicht so schwach gewesen, aber er wird überhaupt gar nicht vor die Entscheidung gestellt. Und warum hüllt sie sich auf die furchtbaren Ahklagen der langjährigen Krankenpflegerin bis zum Schlüsse in Schweigen, in ein so beredtes 'freilich, daß der Zuschauer von sich aus ahnt, wer unter Umständen dem Kranken die Tabletten gab? Hätte sie nicht gleich zu Beginn reden sollen und können? Allerdings wären dann all die schönen Worte und Dialoge und damit das ganze Stück nicht nötig gewesen. Seltsam übrigens, daß die Männer des Stückes durchweg passiv und konservativ sind, während nur die Frauen aktiv und neuen Ideen zugewandt erscheinen: weder der Doktor, der die Obduktion nicht gestattet, noch der Major, der verständnisvolle Freund der alten Mutter, der alles gern einrenken möchte, noch der Schwager Collin, eine sehr unglückliche Gestalt, sind irgendwie handelnde Personen, sie lassen sich alle treiben. S*tella dagegen, die junge Frau, kämpft um ihre Liebe und den Geliebten, die Krankenpflegerin eindringlich und verschlossen, erhebt angeblich aus Liebe alias Abneigung gegen die glücklichere Nebenbuhlerin die Mordanklage und führt sie durch und die Mutter, die alles versteht und verzeiht, zeigt sich allen Schwierigkeiten als einzige gewachsen. Nur eine sehr sorgsame, selbstbeherrschte Regie, frei von äußeren Effekten und naheliegender Unterstreichung von Sensationen, nur Darsteller von überragendem Können und eindringlicher psychologischer Vertiefung konnten die Schwächen des Stüde es dämpfen und den Zuschauern etwas Wärme vermitteln. Ellen Krug als Mutter, Eva B u b a t als Krankenpflegerin, Helene Helft als Stella und Willi L e y r e r als Major stachen besonders hervor. Der Beifall galt überwiegend ihrem Spiel. Dr. W. O. Schelb-Uraufführungen in Baden-Baden. Saarbrückens GMD. Wüst hob das Flötenkonzert mit Streichorchester und Pauke von Josef Scheib erfolgreich aus der Taufe, mit dem ausgezeichneten Flötisten Wilhelm Holschuh. Der bekannte Karlsruher Komponist schrieb Im Vorjahre eine Kammersymphonie, deren Uraufführung vom Landestheaterorche- ster in Karlsruhe unter GMD. Matzerath vorbereitet wird. Außerdem bringt der Südwestfunk demnächst die Uraufführung seiner Klaviersonate Nr. 8. Eine von Josef Scheib vollendete Tragödie für Musik „Charlotte Corday“ behandelt eine der eindrucksvollsten Szenen aus der großen französischen Revolution: die Läuterung einer dem Schaffott Geweihten, die bereits Friedrich Schüler zur Heldin einer seiner Tragödien machen wollte. Leider konnte er diesen Plan nicht mehr ausführen. F. B. Der Thespis-Verlag, Hamburg 1, schrieb einen Dramen-Wettbewerb lebender deutscher Autoren aus mit dem Einsendetermin bis zum 31. März 1948. Der 1. Preis beträgt 2500 RM, durch die der Verlag noch keine Rechte an dem Werk selber beansprucht. Vielmehr müssen sie erst durch den üblichen Urheberrechtsvertrag erworben werden. Zwei weitere Preise von 1500 RM und 1000 RM gelten für zwei Werke, die vom Thespis-Verlag übernommen werden. Jeder Autor bietet — unabhängig vom Preisausschreiben — durch die Einsendung seines Manuskriptes (er darf auch mehrere einsenden) sein Werk dem Thespis-Verlag an. Er will mit diesem Preisausschreiben die deutsche Dramatik anregen und fördern. f. B. i t Montag, den 29. Dezember 1947 KARLSRUHER NEUE ZEITUNG Nummer 65 / Seite 3 Zwischen den fahren Nun sind sie schon wieder vorüber, die festlichen Tage mit ihren kleinen und vielleicht auch großen Freuden. Vorbei auch die Freuden? Nein, sie werden uns gewiß noch eine gute Weile im Alltag begleiten, der für die einen rascher kam und sich für die anderen erst allmählich anläßt. Oh, er ist wohl niemals sonst so unwillkommen wie nach Feiertagen, an denen der unerbittliche Uhrzeiger einmal nicht viel zu bestimmen hat. Warum nur auch erscheint der dritte Feiertag — da er sich doch im Volksmund so nennen läßt — auf dem Kalenderblatt nicht in festlichem Rot? Ware das des Guten zuviel? Und doch hat es dieser Tag ganz schrecklich in sich. Während man sich frühzeitig aus den Federn findet (schindet), denkt man allsogleich an die beneidenswerten anderen, die auch diesen Morgen noch verträumen können (und sich heuer nicht auf die recht unweihnachtlich regennasse S.traße begeben mußten). Natürlich, die eigentliche Weihnacht ist es nicht mehr, der Tannenbaum in seinem Schmuck dünkt uns ein wenig nüchterner, und die Weihnachtslieder, die wir noch singen, haben einen anderen Klang. Immerhin, für sie, die ein paar Tage später oder gar erst im neuen Jahr wieder den Alltag richtig anzupacken brauchen, vollzieht sich diese Wende nicht so rasch. Wende? Ei freilich, so steht es ja schon in Urgroßmutters Kochbuch geschrieben: Wenn das Christkind ist geboren — hat die Gans den Geschmack verloren! Ein trostreiches Wort, nicht wahr? Und ebenso tröstlich wohl auch die Tatsach^, daß es eine Sonnenwende zugleich ist. Die Sonne steigt — die Welt trägt ein neues Gesicht. Wir wollen Mut daraus schöpfen für unser künftiges Tun. -h Paragraphen um Sankt Hubertus Beantragung von Jagdkarten demnächst möglich — Verpachtung der Jagden Württemberg-Badische Rundschau Der Landwirtschaftsminister für Württemberg-Baden hat am 22 . November 1947 Ausführungsbestimmungen über Jagdkarten und Jagdverpachtungen erlassen. Der Antrag auf Ausstellung einer Jagdkarte ist frühestens im Januar 1948 beim Kreisjagdamt des Wohnortes nach einem in diesen Bestimmungen vorgeschriebenen Muster zu stellen. Hat das Krets- jagdamt gegen den Antrag im jagdlichen Interesse keine Einwendung, so gibt es ihn an das Landratsamt und in den Städten Karlsruhe, Heidelberg, Mannheim und Pforzheim an den Bürgermeister zur Weiterprüfung und gegebenenfalls zur Ausstellung der Jagdkarte ab. Die Gebühr für die Jahresjagdkarte beträgt 50 RM, für die Tagesjagdkarte 6 RM. Wer eine Jagd pachten will, muß im allgemeinen bereits drei Jahresjagdscheine besessen haben und muß im Besitz einer gültigen württ.-bädischen Jahr^sjagdkarte sein. Die Verpachtung der Gemeindejagden erfolgt durch den Bürgermeister mit Genehmigung des Gemeinderates. Zugelassen ist bis auf weiteres nur die freihändige Verpachtung. Pachtbedingung und Pachtpreis sind auf dem Rathaus aufzulegen und der Termin, bis zu dem Angebote einzureichen sind, ist Öffentlich bekannt zu machen. Die bisherigen Jagdabrundungen bleiben bestehen. Als normaler Pachtpreis ist in der Regel der vor 1. April 1945 gültige Preis anzusetzen. Solange die Jagdausübung durch das Verbot der Führung von Feuerwaffen behindert ist, ist nur ein Teil des normalen Pachtzinses zu fordern (Richtsatz 25 Prozent). Vereinbarungen von Pachtzinsen, die den Stoppreis durch höhere Geldentschädigungen oder Sonderleistungen überschreiten, sind unzulässig und nichtig. Die genehmigten Ausführungsbestimmungen werden in den Amtsblättern für Baden und Württemberg veröffentlicht und erscheinen demnächst außerdem mit dem Text des Jagdgesetzes Nr. 68 im Verlag Kohlhammer in Stuttgart, Urbanstraße 12. In den nächsten Monaten werden nun in Nordbaden fast sämtliche Jagden neu verpachtet. Bei den bestehenden Un- llllilllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllillllllllll!lll Aus dem Tagebuch der Fächerstadf Zu dem Stadtratsbeschluß über Gewährung einer Beschaffungsbeihilfe wird uns vom „Gesamtverband des Personals der öffentlichen tfienste und des Verkehrs im Württemberg.-Badischen Gewerkschaftsbund" mitgeteilt, daß der Antrag hierzu von diesem Verband an den Stadtrat gestellt wurde. )( Die letzten Gerichtsverhandlungen des alten Jahres. Wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses und Unzucht mit Kindern, hatte sich d$r 52jährige Wilhelm K r a u t h vor der Karlsruher Strafkammer zu verantworten, die den Angeklagten zu einem Jahr Gefängnis abzüglich vier Monate und drei Wochen Untersuchungshaft- verurteilte. Gegen den wegen gleicher Vergehen angeklagten Johann Fuchs erkannte das Gericht auf ein Jahr, sechs Monate Gefängnis unter Anrechnung einer Untersuchungshaft von zwei Monaten, drei Wochen. Die „Süddeutsche Allgemeine Zeitung** erscheint auch In dieser Woche durch das Neujahrsfest nur zweimal und zwar die nächste Ausgabe am Mittwoch in verstärktem Umfange. In der kommenden Woche erscheint sie wieder wie bisher: Montag, Mittwoch und Freitag. Die Redaktion. In zweiter Instanz wurde gegen den einschlägig vorbestraften Paul Kübler verhandelt, der wegen Schwarzschlachtung vor Gericht stand. Darüber hinaus fielen zwei nachgewiesene Diebstähle im Bunkerhotel ins Gewicht, sodaß das Urteil auf drei Jahre Gefängnis und 2000 Mark Geldstrafe lautete. Drei Monate Untersuchungshaft wurden angerechnet. K. M. * Gültigkeit von Schuhbezugsmarken. Die jetzt in Umlauf befindlichen roten Schuhbezugsmarken der Serie I werden für Verbraucher sowie für den Einzelhandel um einen weiteren Monat verlängert. Diese Marken verfallen also für den Verbraucher am 31. 1., für Einzelhändler am 29. 2. 1948. lwa. „Der Kreis" im Kunslhaus Beisei Weihnachtlich mutet die Schau des „Kreises** bei Beisei an. Wenigstens mag der Bezug verstanden sein als Ausdruck des Gefühls: dem Auge wird dort beglückende Festgabe. Bin ich Wesen und Zusammenfund der Gruppe auf der Spur, scheint .sie sich ständig zu erweitern, gestützt auf beste Namen auch von ehedem. Zwar ob der Einzelne anbetet, was er einst verbrannt, und umgekehrt, oder innerlich sich fortentwickelte, ist zwingend nicht erweisbar. Obschon auf der gleichen Höhenlage des Gebotenen, verläuft der Wert-Ausschlag nach zwei (wenn auch nicht extremsten) Polen hin: Von Heut und Ehemals, von Freiheit und Bindung, Se- zeß (wenn auch nicht Exzeß) und Konvention. Bater-Burcardo ist der Pol des Jetzt in dem von je verfolgten Abweis naturalistischer Figürlichkeit und Raumnähe, aufrichtig konsequenter Symbolistlk überfallend starken Farbausdxucks. Ihm sekundiert gleich unentwegt die noch andeutunghaft kontrapunktierte Fülle der Gesichte saftvoll satirischer Groteske Müller-Hufschmids. Aufreizend und ein wenig frech wie häufig: Hubbuch mit losen Mädeltypen; daß er freilich auch noch „anders kann" (noch, zeitlich gemeint) verrät die fast wie Architekturzeichnung minutiöse Präzision im Grund der „Mole von Malo", die mit sparsamen Mitteln, ohne Zugeständnis sonst, zur Raumtiefe dringt. Ihm schließt thematisch, aber flächig konsequenter, sich der „Strand" von Rudolf Müller- Stuttgart an. Spuler stellt sich als Zwischenstadium dar. Aehnlich auch Laibles lockerer gewordene Pinselführung. Oder Bernhard Beckers breit konturig eingefaßte« üppiges Kolorit, darin di 1 © lebhaft dynamisierte „Kindergruppe” fast zeichnerisch wirkt. In letzterer Weise mannhaft führend: Feuerstein und Rentschler, beide in didaktisch anziehender Abstraktion. Mir neu: Sauter und Rothe in weichtöniger Farbgebung; Rothes „Hund" (Handdruck) von visionärer Linien-Bildkraft. Neu mir auch Rolf Müller, ein Pfälzer: Ungemein bewegt und doch harmonisch glücklich kontrahierend in der strahlvollen Farbe zweier Oelkomposl- tionen. Zum Dekorativen neigend eine stets erneute Augenweide namentlich auch SchnarrenbeTgers zügige Tisch-Ge- achirr-Stilleben; dazu seltsam nach Moll mo- Das Bestattungsamt ist ab 1. 1. 1948 aus organisatorischen Gründen für die Anmeldung von Sterbefällen an Sonntagen nicht wie bisher von 10—12 Uhr, sondern von 9—11 Uhr geöffnet. Lohnsteuer 1947. Das Landesflnanzamt Baden macht darauf aufmerksam, daß es den Arbeitgebern obliegt, nach den Lohnsteuerkarten 1.947 Lohnsteuerüberweisungsblätter auszuschreiben und diese dem für die Betriebsstätte zuständigen Finanzamt bis zum 31. Januar 1948 zu übersenden. Einzelheiten darüber ergeben sich auf der durch die Finanzämter in Nordbaden an die Arbeitgeber versandten „Bekanntmachung vom Dezember 1947“. lfa. Einrichtung eines Zimmernachweises. Der V^rkchrsverein beabsichtigt, zusammen mit der Wiedereirfrichtung einer öffentlichen Auskunftsstelle am Hauptbahnhof einen Zimmernachweis einzurichten. Da Hotel- und Gasthausbetten nur in beschränkter Zahl vorhanden sind, werden in die Zimmervermittlung auch Privatquartieren mit einbezogen werden müssen. Wohnungsinhaber, die ein geeignetes Zimmer für eine laufende Vermietung durch den Zimmernachweis des Verkehrsvereins zur Verfügung stellen wollen, melden dies schriftlich an die Geschäftsstelle des Verkehrsvereins im Neuen Rathaus. Die Freigabe der so gemeldeten Zimmer wird im Benehmen mit dem Wohnungsamt geregelt, das nach Überprüfung der jeweiligen Wohnverhältnisse dem Verkehrsverein Verfügungsrecht über das Zimmer erteilt. Da die Wohnraumerfassung an sich bereits durch das Wohnungsamt vorgenommen wird, "sind besondere Maßnahmen des Wohnungsamtes auf Grund einer etwaigen Zimmeranmeldung nicht zu erwarten. v.v. Die nächste Sitzung des Kreistags des Kreisverbandes Karlsruhe findet am Samstag, 10. 1. 48, vormittags 11 Uhr, im Rat- haussaai in Ettlingen statt. Ir. Versammlungstermine der Parteien. DVP: 30. 12., 20 Uhr, „Weißer Berg“, Mitgliederversammlung. dulierend seine „Italienische Landschaft". Aehnlich moll-stimmig unter tief grundierend angewandtem Himmelsblau die Oberrhein- Blicke endlich E i c h i n s , mit wahrer Föhn- Last überm Isteiner Klotz (seinem heimatlichen Lieblingsmotiv) und einem ebensolchen föhn-bedrohten Dorf dort droben. Sein malerisch gesättigtes Stadtbild aus Venedig wirkt fast impressionistisch, romantisch: Der andre Pol! Persönlich zog mich auch in Bann: Plastik Hans G r a e f e s , eines Schüler« unseres unvergessenen Karl Voll. Ein seelisch liebevoll geformtes weibliches Porträt in zart angelegter Verhältnis-Stufung seiner Züge, die wetteifert mit einem idealen Frauen-Torso und der merkbaT untypisiert betonten Gestalt eines kleinen stehenden Mädchens. Der Werktreue Linierung verfolgende Künstler heischt zur Zeit auch noch im Kunstverein Aufmerksamkeit. Dr. Hessemer. „Friederike" im Volkstheater Ein nettes und ansprechendes Weihnachtsgeschenk bescherte das Volkstheater in Durlach einer zahlreichen Besucherschaft über die beiden Feiertage. „Friederike“ ist zwar nicht das beste von Le- här; er nennt es selbst ein Singspiel, und mehr ist es auch nicht. Die Handlung ist hierzu vor allem viel zu schwer und tragisch, der Schluß versinkt förmlich in Rührseligkeit und Sentimentalität. Es hängt schließlich alles von der Aufführung ab. Und das darf gesagt werden, daß es in der Durlacher Festhalle nach dieser Hinsicht an nichts fehlte. Eine umsichtige und gewissenhafte Regie hatte die Aufführung auf das Sorgfältigste vorbereitet, die Handlung war in stetem Fluß, der szenische Rahmen recht hübsch, die aus der Enge der Bühne erwachsenen Schwierigkeiten waren glücklich behoben, die Kostüme stilecht; nur die Dialoge klangen mitunter allzu auswendig gelernt; doch dürfte sich dies sicher auch leicht beheben lassen. Größte Sorgfalt war auf das Musikalische gelegt. Kapellmeister J d 1 e r ist von einer peinlichen Genauigkeit, ihm gebührt das Hauptverdienst an der so wohl gelungenen Auffiüctjtiingeii/lußgcbomtte batdasScki'cklül klnvcrcralüDidi getroffen. Habe Unftdnar.if. tiir deren Nor und &ngc Dein gutes Herz tvtendas fetzt tn der IVeibnactitS' j& fe zeit/ ' Wie wäre cs, wen n Du ein Kind aus ij Deinem Haufe oder aus der Nadibar- fctmft ziiT$.1k laden wi'uvtefrt Bereite Freude mitancröabel Sicherheiten dürfte dies den pachtlustigen Jägern mancherlei Gedanken verursachen. Zunächst ist die Frage: „Wann wird man wieder Feuerwaffen führen dürfen?“ Die Freude an der Jagd und ihr Ertrag hängt wesentlich davon ab. Zu Pfeil und Bogen oder zur Armbrust wird niemand zurückkehren wollen. Das Stellen von Fallen auf Raubzeug verlangt viel Erfahrung. Aber es ist doch nur ein kleiner Teil des Weidwerks. Der Bestand an Wild ist fast überall stark zurückgegangen und wird sich nur langsam erholen. Der Ertrag wird also vorerst auf Raubzeug beschränkt sein. Sehr einschneidend kann der Ersatz des Wildschadens, den der Pächter bei Neuverpachtung etwa zur Hälfte bezahlen soll, werden, insbesondere, durch die unsteten Wildschweine. Zu den jagdlichen Unsicherheiten kommen noch andere, z. B. die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse, so daß für viele die Beurteilung der eigenen, Vermögens- und Einkommensverhältnisse ungewiß ist und es können leicht unliebsame Ueberraschun- gen eintreten. Auch für die Gemeinden und ihre Vertreter* als Verpächter bestehen ähnliche Schwierigkeiten. plb. Brief aus Bretten Bürgermeister O e s t gab einen Rechenschaftsbericht „Zwei Jahre Wiederaufbau in Bretten“ unter dem bisherigen Gemeinderat. Er wies darin auf die Wohnraumbeschaffung, die Beseitigung der Fliegerschäden, die Sozialfürsorge und die Versorgung mit Wasser, Strom. Gas und Heizmaterial hin. Die letzten Wahlen ergaben bei einer Beteiligung von 80 v. H. der Bevölkerung für die CDU sechs Sitze, SPD fünf Sitze, Selbsthilfe drei Sitze, DVP zwei Sitze, parteipolitisch nicht gebundene Wählergruppe zwei Sitze, KPD keinen Sitz. Die Gastspieldirektion Joachim Holzhäuser, Worms, veranstaltete ein fröhliches Weihnachtskabarett. — Am 18., 19. und 20. Dezember führte die Württem- bergische Musikbühne Stuttgart die Operette „Zigeunerbaron“ auf. Ein Teil des- bei der ersten Aufführung erzielten Ge-' wlnnes soll zu Gunsten des Verbandes der Körperbeschädigten, Sozialrentner u. Hinterbliebenen verwendet werden. Am 21. Dezember fand im Badischen Hof eine Weihnachtsfeier des Verbandes statt, bei der besonders die Hinterbliebenen bedacht wurden. — Der Kulturbund hatte Dr. Richard Benz, Heidelberg, zu einem Vortrag „Goethe und die Musik“ gewonnen. — Williams Bunte Bühne brachte eine bunte Variet6-Schau „Die Vier vom Brettl“ und für Kinder „Max und Moritz“. — Die Karlsruher Puppenspiele mit ihrem Kasperle spielten „Rotkäppchen“; weitere Märchenspiele sind in Aussicht genommen. — Die Brettener Volks- bibliothek wurde am 1. Dezember wieder eröffnet, und seither herrscht ein kaum zu bewältigender Andrang. Die Bücherei kann noch mehr Bände fassen, Bücherstiftungen werden daher mit herzlichem Dank entgegengenommen. — Jehovas Zeugen, int. Bibelforscher-Vereinigung, veranstalteten den Vortrag „Eine Welt, eine Regierung“. Wie wir hören, hat der Gesamtverband der „Inneren Mission“ Baden das ehemalige Offiziers-Kasino in Mannheim-Seckenheim . für das während des Krieges in Mannheim ausgebembte Schifferkinderheim im Rohbau aufgebaut, so daß die von ihm betreuten Waisen, Ausgebombten und in Not geratenen Kinder bereits einziehen konnten. Durch hochherzige Mithilfe verschiedener Firmen, darunter auch einer bekannten Brettener Firma, war es trotz der schlechten Verhältnisse möglich, beschleunigt aufzubauen. — Der Turn- und Sportverein 1846, Bretten, hatte zu einer außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen. Aus den statistischen Nachrichten im November sind zu entnehmen: 7 Todesfälle 5 Geburten (3 Mädchen, 2 Buben), 11 Eheschließungen. Im November kehrte je ein Kriegsgefangener aus russischer, französischer und amerikanischer Gefangenschaft heim. — Ihren 80. Geburtstag feierte Frau Maria Zonsius, Lohgasse 14, Die Kartoffelerfassungsaktion beendet Der Vorstand des A. D. G. B. Karlsruhe und Umgebung hielt zum Abschluß der Kartoffel erfassungsaktion mit den Prüfern des Landwirtschaftsamtes und den Betriebsräten, die an den Hofbegehungen teilgenommen hatten, eine Besprechung ab, um Eindrücke, Erfahrungen und Ergebnisse der Kartoffelerfassungsaktion aruszutauschen. Wie aus dem Rechenschaftsbericht des Vertreters des Landwirtschaftsamtes, Prüfer Jahraus hervorgeht, haben sich die Mitglieder des Gewerkschaftsbundes mit ganzer Kraft bei den seit Oktober durchgeführten Hofbegehungen eingesetzt und damit das Landwirtschaftsamt unterstützt, das aus eigener Kraft rficht in der Lage ist, den Stadtkreis mit der nötigen Kartoffelmenge zu versorgen. Aus 25 Landgemeinden konnten insgesamt 11 293 Zentner Kartoffeln erfaßt und der Stadt zusätzlich zugeführt werden. Damit ist wenigstens pro Kopf ein Zentner sicher- gestellt und der Kartoffelfehlbetrag in Karlsruhe auf 2200 Zentner herabgesetzt worden. Doch reicht der Zusatzbetrag nicht für den ursprünglich vorgesehenen füffrung. Uns stört nur seine weitausholende Zeichengebung. Von den zahlreichen Mitwirkenden, die sich durchweg ihrer vielseitigen Aufgaben gewachsen zeigten, seien die zwei Hauptdarsteller besonders hervorgehoben, die Trägerin der Titelrolle Rose-Rita Herzog und F. H. Wagner als Goethe. Ihr Spiel war in idealer Weise aufeinander abgestimmt, zwei recht schöne Stimmen ergänzten sich in äußerst sympathischer Weise. Beide hoben das Werkchen geradezu Über das Singspiel hinaus ins Opernhafte. So kam eine vortrefflich gelungene Aufführung zustande, die sicher noch eine stattliche Anzahl Nachfolgerinnen haben dürfte. h. w. „Vater gesucht“. Mit dieser lustigen Bauernposse von H. D e n g e 1 erfreute das „Original Oberbayrische Bauerntheater“ sein Publikum am Montag anläßlich eines Gastspiels in Durlach im „Roten Löwen“. Unter der Leitung von F. Bisenz jr., der auch in der Hauptrolle des „Wastl“ einen urwüchsigen oberbayrischen Bauerndepp vermittelt, brachte das Ensemble zwei Stunden fröhliche Heiterkeit in den Saal. Das in den Aktpausen dargebotene Zitherkonzert rundete das Bild gefällig ab. alf. Film-Notizen „Das Haus der Lady Alquist** Ein Kriminalfilm comme il faut; Die Handlung — unter Vermeidung aller, bei der Konstruktion von Kriminalfällen fast durchweg üblichen, mehr oder weniger unglaubwürdigen Zufälligkeiten — psychologisch fein durchdacht, hat in ihrer vorbildlichen dramatischen Steigerung Momente von beinahe unerträglicher Spannung. Die Charaktere sind ohne jede Tendenz zur Schwarzweiß-Zeichnung bis ins kleinste ausgefeilt und — einschließlich der Nebenrollen — hervorra- zweiten Zentner Kartoffeln aus. Es ist geplant, die fehlende Kartoffelmenge durch Einfuhr von Teigwaren und Nährmitteln zu ersetzen. Was die Haltung der einzelnen Bauern gegenüber den Kontrollen anbelangt, wurde allgemein betont, daß sie Verständnis und Einsicht für die Notlage der Städter zeigten, so daß die Hofbegehungen sämtlich ohne Zwischenfälle verliefen. Wichtig ist, daß die Bauern im nächsten Jahr Anbauflächen und Anbausoll genau einhalten, da das Saatgut — 25 kg Pflanzgut pro ar — ebenso genau berechnet ist. Dem einzelnen Bauern wurden das nötige Saatgut und drei Zentner Kartoffeln pro Kopf für den eigenen Bedarf gelassen. Das Mittel der Abgabequote einer Landgemeinde liegt durchschnittlich bei 50 bis 60 v. H. Ein größerer Abgabebetrag und damit eine Besserung der allgemeinen Ernährungslage kann aber nur dann erzielt werden, wenn nicht nur die Landwirtschafts- sondern auch die Industrieprodukte einer Kontrolle unterzogen werden. li. gend dargestellt. Einfach faszinierend Charles B o y e r als ein wahrer Teufel in der Maske des Gentleman. Ingrid Berg- man's Darstellung der von ihm an den Rand de? Wahnsinns getriebenen Frau läßt die Position, die sie sich in Hollywood errungen hat, vollauf verständlich werden. Der Name des Regisseurs, George C u k o r, dürfte mit dieser Leistung auch in Deutschland Klang bekommen. Der Film hat kaum eine Schwäche; ein wirkliches Jubiläumsprogramm. H. H. „Das Vermächtnis** Dieser an das menschliche Herz greifende (deutschsprachige) Film spielt um das Jahr 1900 in Schottland, wo ein kleiner irischer Walser Elternhaus und neue Heimat finden soll. Die Menschheit hoch und nieder in all ihrer Dünkelhaftigkeit und Niedertracht, aber auch Bescheidenheit, ja Achtung, Güte vor- und zueinander hat dieses Filmwerk hochkünstlerisch zu zeichnen yermocht, und darum ist es auch uns so wertvoll. Die unseren Begriffen nach etwas zu breite Anlage kann das günstige Urteil nicht schmälern. Möglich auch — und das soll für Werk und Menschheit sprechen — daß wir in der nachdenklichen Zeit zwischen den Jahren Herz und Sinne stärker als sonst und leichter solchen Schicksalen erschließen, -h Hier Radio Stuttgart Tägliche Sendungen: Nachr.: 6.45, 12.45, 19.45, 22.45; Stimme Amerikas: 8.00, 19.00; Suchdienste: 9.15 P.C.I.R.O., 11.30 Kinder. Aus den Tagesprogrammen Montag, 29. Dez.: 16.30 Uns. Solisten: Sonate f. Flöte u. Oboe v. Loillet, Kom- poslt. v. W. A. Mozart; 17.30 Aus Kunst u. Wissensch.: „Die Kunst d. Übersetzens“ (Dr. W. Plünnecke); 17.50 Anschlags.; 18.15 Zeitf.; 18.30 Sport; 20.30 Send. d. Militärreg.; 21.00 Symph.-Konz.: Concerto Grosso g-moll, Konz, f. Cemb. y. G. Fr. und seinen 70. Geburtstag Herdfabrikant Karl Muckenfuß* Gartenstr. 12. Wir gratulieren herzlich. Die Stadtpolizei Bretten brachte im November zur Anzeige: fünf Ausländer wegen schweren Diebstahls (festgenommen), eine Person wegen einfachen Diebstahls, eine Person wegen Fahrraddiebstahls, eine Person wegen Betrugs, 17 Personen wegen verbotenen Tauschhandels, 24 Personen wegen Übertretung der Straßenverkehrsordnung, 21 Personen wegen Übertretung verschiedener Verordnungen. Sichergestellt und den Eigentümern wieder zurückgegeben wurden aus Diebstählen herrührend: ein Fahrrad, 50 kg Tabak und ein größerer Posten Bakelite-Artikel. An Schwarzhandelsgut wurden neben Schuhen, Wäsche u. Kurzwaren 96 kg Tabak sichergestellt. .S. Kreis Bruchsal berichtet Mit einer Beteiligung von durchschnittlich 80 Prozent war der Kreis Bruchsal einer der wahlfreudigsten in Württemberg-Baden. Als stärkste Partei mit den meisten Gemeinderatssitzen ging erwartungsgemäß die CDU hervor, gefolgt von der SPD, die ihre Position gefestigt hat, vor der DVP und KPD. ln der Kreisstadt holte sich die Wähler- gruppe der „Ausgebombten" auf den ersten Anhieb sechs Stadtratssitze; weiter erhielten in Bruchsal die CDU 12, die SPD 4 und die KPD 1 Sitz. Bei den Kreistagswahlen entfielen auf die CDU 99 460, SPD 62 870, DVP 21 405 und KPD 9788 Stimmen. Die Sitze im Kreistag verteilen sich folgendermaßen: CDU 20, SPD 12, DVP 1 und Gemeinschaft der Fliegergeschädigten 1. Der Bruchsaler SUdtrat genehmigte. den Vertrag der Stadtgemeinde mit der Arbeitsgemeinschaft Liebler-Schuhmacher über die Trümmerbeseitigung. Zwischen Bahnhof und Schnabel-Henning-Straße ist ein Schuttablagerungsplatz vorgesehen. Ein dort tiefliegendes Gelände soll mit dem Schutt aufgefüllt werden. — Ein weiterer Vertrag wurde mit der Staatl. Lebensmitteluntersuchungsanstalt in Karlsruhe über laufende chemische und bakteriologische Kontrolle des Bruchsaler Trinkwassers abgeschlossen. — Zu den bestehenden 17 Anschlagsäulen kommen 15 neue hinzu. — Bürgermeister Prof. B 1 ä s i übernimmt den Vorsitz im Kuratorium der Volkshochschule. — Die Wasser- und Stromversorgung der Weststadt und die Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet sollen verbessert werden. —* Zu Weihnachten wurde dem Bad. Blindenverein auch heuer eine Spende überwiesen. • Im Rahmen einer Weihnachtsfeier der Ar- beiterwohlfahrt erhielten 60 alte Leute und 60 bedürftige Kinder Kleidungsstücke und Lebensmittel; auch die anderen caxitaüvfen Verbände gedachten der notleidenden Bevölkerung. In einem Aufruf wurden die Landwirte aufgefordert, im Hinblick auf das Fest der Liebe „Weihnachtskartoffeln" zu spenden, die innerhalb des Kreise« an die Bedürftigen verteilt werden. Für die fliegergeschädigten Bäk- ker de« Krqises Bruchsal führten die Kollegen in Nordbaden eine Sammlung durch; die Spende übergab dieser Tage Obermeister Steinbrenner - Heidelberg an Obermeister D i e h 1 - Forst. In einer von 700 Jugendlichen besuchten Kundgebung in der Aula des St. Paulusheims sprach Dr. Roegeie - Heidelberg, über die heutige Situation des Christentums und der kath.' Jugend in Deutschland. — Auf dem Elternabend der kath. Jugend von Bruchsal hob Stadtjugendseelsorger Wildschütte- aus Mannheim auf die Vater- und Mutterpflichten gegenüber der heranwacheenden Jugend ab. Der Mannergesangverein „Caecilia“, Bruchsal, hatte mit der Aufführung der Operette „Winzerliesel" einen starken Erfolg zu verzeichnen, in den sich Otto Langendör- fer (Regie), Chorraeister Moritz und Orchesterdirigent H. E. Keim gleichermaßen teilen. — Iü Wiesental gastierten die Karlsruher Kammerspiele mit Claudels Mysterienspiel „Das Mädchen Violaine". — Chefdramaturg Dr. Heinz-Wilhelm Kilian vom Bad. Staatstheater gestaltete eine weihnachtliche Feierstunde der Kulturgemeinschaft Oberhausen. Frau Kilian rezitierte Felix Tim- mermanns Tryptichon „Die Legende der heiligen drei Könige“. —Das Konzert des „Sängerbundes" Wiesental brachte in seiner erlesenen Vortracjsfolge Lieder und Chöre von Mozart, Schubert, Beethoven, J. Strauß und Rückert. Solisten waren Frau Berberich- Ra-hner (Sopran) und Hugo Rahner (Klavier). Der 35 Jahre alte, verheiratete, tn Bruchsal wohnhafte Arbeiter Alois Lauterborn verunglückte beim Hantieren an einer Betonmaschine des Schuttverabeitungswerkes am Friedrichsplatz tödlich. — Der Besitzer einer Brennholzsfige in Heidelsheim erhielt vom Landratsamt eine Ordnungsstrafe in Höhe von 1600 Mark, weil er für das Sägen eines Sters Brennholz über den festgesetzten Preis von zwei Mark hinaus drei Mark gefordert hatte. —n— Händel, ,,Les Illuminations de Rimbaud“ v. Britten; 22.00 Rechtsfragen; 22.15 E. Grieg: Sonate c-moll op. 45 f. Violine u. Klav.; 22.50 Pressestimmen; 23.20 Lieder v. P. Hägele. — Dienstag, 30. Dez.s 12.00 Landf.; 17.50 Anschlags.; 18.15 Zeitf.; 18.30 Engl. f. Erwachs.; 18.45 Für d. Frau; 21.00 Volk u. Staat; 21.30 Stuttgarter Wellenschaukel; 22.00 Schachf.; 22.15 Stunde d. Dichtung; 22.50 Pressestimmen; 23.2© L. Mozart: „Die Schlittenfahrt“, Kindersymphonie. * Südwestfunk: 29. Dez.: 21.15 L. v. Beethoven: Konz. f. Klav. u. Orch. Nr. 4 in G-dur, op. 58, Sol.: Arthur Rubinstein. — Hamburg: 30. Dez.: 20.00 Oper: „La Boheme“ v. G. Puccini. Weiterhin zu mild Übersicht: Kräftige Sturmwirbel, die Über die Nordsee nach Osten ziehen, befördern in unser Gebiet außergewöhnlich milde Meeresluft, wodurch selbst im Hochschwarzwald Tauwetter eintritt, was sich in einem erheblichen Steigen der Flüsse bemerkbar machen wird. Auch die folgenden Tage hält das für die Jahreszeit zu milde Wetter noch an. Über dem Nordmeer lagernde sehr kalte Luft kann uns noch nicht erreichen. Vorhersage des Amtes für Wetterdienst Karlsruhe, gültig bis Dienstagabend: Bei lebhaften, zeitweise stürmischen Westwinden immer noch zu mild mit stärkeren Regenfällen. Höchsttemperaturen um 10 bis 8 Grad, Tiefstwerte 7 bis 5 Grad. Lokalredakteur: • Helmut Haag; Karlsruher Redaktion: Waldstr, 28, Tel. 9550; Anzeigenannahme: Beklr, Karlsruhe, Karistraße 14, Telefon 7385 (Zweigstelle Ettlingen, Kronenstraße 6, Telefon 413). v Stiite 4 / Nummer 65 SÜDDEUTSCHE ALLGEMEINE Montag, den 29. Dezember 1947 Das bayrische Trio punktgleich an der Spitze Fünf Begegnungen fielen aus — Mühlburgs Sturm zu schwach — Ueberraschender Wacker-Sieg Profi-Fußballverband genehmigt Nachdem im November 1946 der Profi- Fußballverband in Württemberg - Baden von der amerikanischen Militärregierung iür Württemberg-Baden lizenziert worden ist, wurde der Verband kürzlich auch von deutscher Stelle genehmigt. Erster Vorsitzender ist Gustav Sackmann, Stuttgart, zweiter Vorsitzender Walter Schündhelm. Dem Vorstand gehören ferner Hermann Jung, Nürtingen und Eugen Sackmann, Stuttgart, als Geschäftsführer an. (Dena.) Arsenal unterlag gegen Liverpool Im Spiel um die englische Fußballmeisterschaft wurden am Samstag folgende Ergebnisse erzielt: Arsenal — Liverpool i : 2 Cheisea — Grimsby Town 2 : 3 Huddersfield — Manchester City 1 : t Portsmouth — Manchester UTD l : 3 Wolverhampton Wand. —Aston Villa 4 :1 Bolton Wanderers — Sheffield UTD 2 : 3 Derby Country — Blackburn Rovers 5 : 0 Middlesborough — Charlton Athletic 1 : 2 Stocke City — Blackpool i ; l 30 Tore in 2 Spielen Von den vier angesetzten Handballspielen kamen nur zwei zur Austragung, der Rest ist buchstäblich ins Wasser gefallen. Bulach — Daxlanden 14:6. Der Bulacher Sieg stand nje im Zweifel, denn der rchußfreudige' Sturm, an der Spitze Landsberger, sorgte bis zum Pausenpfiff iür eine 6:2-Führung. Trotz der denkbar schlechtesten Bodenverhältnisse blieb das Spiel flüssig. Der Gast kam nicht zu seiner sonst gewohnten Form und mußte sich diese überzeugende Niederlage kommentarlos gefallen lassen. GrUnwinkel — Odenhelm 3:7. Die Grün- winkler-Elf spielte zunächst nur mit neun Mann und hatte sich, trotz dieses Nachteils, recht gut gehalten. Das bessere Stehvermögen der Gäste gab dann aber den Ausschlag, denn über ein 2:3 in der Pause ging Odenheim Zug um Zug weiter in Vorteil. s-r. • In der Badischen Landesliga, Gruppe Süd, fielen sämtliche angesetzten Spiele den schlechten Platzverhältnissen zurrt Opfer. Frankonia Karlsruhe in SV 04 Rastatt — Frankonia 5 : 2 Am zweiten Weihnachtsfeiertag spielte P'rankonia als erste Mannschaft der amerikanischen Zone gegen den SV 04 Rastatt. Man sah ein flottes Spiel bei schlechten Piatzverhältnissen. In der ersten Hälfte hatte Frankonia mehr vom Spiel lind ging mit 0 : 1 in Führung. Rastatt konnte ausgleichen und bei Halbzeit stand das Spiel 1 : 1. In der zweiten Hälfte kam Rastatt mehr auf, nur die, Verteidigung Frankonias ließ ein höheres Resultat nicht zu. In den letzten 15 Minuten war das Spiel wieder ausgeglichen. Dem Spielverlauf wäre eine knappe Niederlage Frankonias gerecht gcw wtterr. baa— Der letzte Spielsonntag 1947 der Süddeutschen Fußball-Oberliga brachte folgende Ergebnisse: 1860 München — VfB Mühlburg 2:1 TSG Ulm — FSV Frankfurt 2:2 VfL Neckarau — Sportfr. Stuttgart 4:0 Wacker München—Offenbacher Kickers 2:1 Ausgefallen sind: Kickers Stuttgart — Bayern München Schwaben Augsburg—Eintracht Frankfurt Viktoria Aschaffenburg—VfR Mannheim Rot-Weiß Frankfurt — VfB Stuttgart Spvgg Fürth — SV Waldhof 1860 — VfB Mflhlburg 2 :1 Buchleiter, Kunkel, Janda, Gizzi, Traub! So stand der Mühlburger Sturm gegen 1860 München, und so fiel manche still- gehegte Hoffnung auf wenigstens einen Punkt ins Wasser dieses nassen Sonntags. Gewiß, die ..Münchner gewannen verdient; Sie waren technisch und taktisch besser, aber die ausgezeichnete Abwehr der hinteren Reihen, wo Torwart Scheib und der rechte Läufer Rink einen ganz großen Tag hatten, wurde eben nicht durch entsprechende Stürmerleistungen ergänzt. Gegenüber der starken 1860er Hintermannschaft mit einem Sem- britzki im Tor wirkte dieser Mühlburger Sturm recht harmlos. Mit orkanartigem Rückenwind beherrschten die Einheimischen das Geschehen der ersten Hälfte und kamen durch Lammers in der siebten Minute zum Führungstreffer. Nach Seitenwechsel konnten die Mühlburger zwar nicht mit derselben Überlegenheit triumphieren, doch verstanden sie es zumindest, das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Hier war die Chance zum remis gegeben, aber wie gesagt, der Sturm war zu schwach. In der 70. Minute führte ein unhaltbarer Nachschuß Lammers zum zweiten Tor für die Münchener. Erst die 82. Minute brachte durch Buchleiter den Ehrentreffer. A. W. In der süddeutschen Oberliga konnte das vorgesehene Programm am letzten der französischen Zone Hagsfeld 12 23:5 21:3 Eggenstein 12 39:26 17:7 Sportfr. Forchheim 11 22:11 15:7 Grötzingen * 12 25:23 15:9 Hochstetten. 13 28:19 14:12 Mörsch 11 20:15 13:9 Berghausen 12 21:19 12:12 Fr. Turner Forchheim 12 15:19 12:12 Frankonia Karlsruhe 11 23:22 9:13 Söllingen 11 20:29 8:14 Kleinsteinbach 12 15:30 8:16 Südstern Karlsruhe 11 20:24 7:15 Blankenloch 12 19:33 7:17 Breiten 12 13:28 6:18 Zum Sommersemester an der Sporthochschule Köln sind Bewerbungen um Zulassung zum Studium bis 31. Januar 1948 ein* zureichen. (Den«.) Sonntag des Jahres nicht im vollen Umfang durchgeführt werden. Das anhaltend schlechte Wetter machte die Absage von fünf Spielen notwendig, so daß nunmehr mit den Ausfällen am Goldenen Sonntag insgesamt 8 Treffen wegen den Witterungsverhältnissen nachgeholt werden müssen. Bei dem ohnehin zusammengepreßten Fahrplan der süddeutschen Oberliga wird dies nicht ganz leicht sein. Von den führenden Mannschaften trat so nur 1860 München auf den Plan, und durch einen knappen 2:1 (1:0)-Sieg über den VfB Mühlburg rückten die Münchener Löwen nun auch pluspunktmäßig zu den Spitzenreitern Bayern und FC Nürnberg auf, so daß das bayerische Trio mit je 24 Pluspunkten an der Spitze liegt, wobei die Bayern noch ein Spiel in Rückstand haben. Der FSV Frankfurt holte sich bei Ulm 46 mit 2:2 (1:0) einen wertvollen Punkt, und Wacker München Schon seit Monaten kämpfen die Rinqer- und Gewichthebermannschaften von Baden um die Landesmeisterschaft. Leider sind die Kraftsportvereine der französisch besetzten Zone nicht mit von der Partie. Die Kreise Karlsruhe, Bruchsal und Pforzheim sind in der Grupoe Süd vereinigt, wahrend alle übrigen Kreise ziir Gruppe Nord gehören. Der Kreis Heidelberg führt in der A-K!asse selbständig seine Meisterschaften durch, nur die Liqamannschaften Rohrbach und Ziegelhausen kämpfen in der Gruppe Nord. In der Gruppe Süd haben sich die Rinqer- mannschafien von Bruchsal und Brötzinqen als stärkste herausgeschält und führen punktgleich die Tabellenspitze an. Die favorisierten Mannschaften von KSV Wiesental und Germania Karlsruhe versagen dieses Jahr ganz. In der A-KIasse ist zweifelsohne ASV Gröt- zingen die stärkste Mannschaft, der die Meisterschaft kaum zu nehmen sein wird. Oestrin- gen folgt an zweiter Stelle und auch Bruchsals II. Mannschaft ist immer gefährlich. Völlig versagte dieses Jahr der vorjährige Kreismeister KSV Durlach, der bisher nur einen Sieg erringen konnte. Die große Ueberrasrhung in der Gruppe Nord brachte Eiche Sandhofen, die sich überlegen die Tabellenspitze erringen konnte. Der vorjährige Badische Meister und zweite südd. Meister, ASV Feudenheim, wurde von der E che-Staffel klar mit 5:2 Siegen geschlaqen. Auch Spv Ketsch kämpft in ausgezeichneter Verfassung und konnte Feudenheim eine Niederlage beibringen, so daß der Titelverteidiger kaum zu Meisterehren kommen dürfte. Die Vertreter von Kreis Heidelberg, Ziegelhausen und Rohrbach können in dem starken Mannheimer Feld kaum bestehen und liegen am Ende der Tabelle. Mit Spannung sehen die badischen Kraftsportler auf den Rückkampf Feudenheim—Sandhofen, den aller Voraussicht nach wieder Sandhofen gewinnen dürfte. Der Sieger der Gruppe Nord hat gegen den Sieger der Gruppe Süd zum Enükamof um d ; e Badische Meisterschaft anzutreten. D^m Nordgruppenmeister müssen hierbei die größeren Aussichten eingeräumt werden. Im Kreis Heidelberg ist nach dem Ausscheiden von Zieqelhäusen und Rohrbach der ASV H'etdetbüiq'tritt s tä r ksten zu nennen. Die siegte gegen die Offenbacher Kickers knapp 2:1 (1:0), während Neckarau gegen die Stuttgarter Sportfreunde leicht mit 4:0 (3:0) erfolgreich blieb. Bayern München 15 30:10 24:6 FC Nürnberg 16 40:23 24:8 1860 München 16 33:22 24:8 Stuttgarter Kickers 15 57:26 20:10 VfB Stuttgart 15 41:27 20:10 FSV Frankfurt 16 28:19 19:13 SV Waldhof 14 28:20 18:10 Offenbacher Kickers 16 23:17 18:14 Schwaben Augsburg 14 31:21 17:11 Eintracht Frankfurt 15 28:23 17:13 FC Schweinfurt 05 15 22:26 14:16 Aschaffenburg 15 25:33 13:17 VfB Mühlburg 16 23:24 13:19 Wacker München 17 24:38 12:22 VfR Mannheim 14 21:24 -- 11:17 Ulm 46 15 17:28 10:20 Rotweiß Frankfurt 15 21:40 9:21 VfL Neckarau 16 22:42 9:23 SpVgg. Fürth 15 17:41 8:22 SpFr Stuttgart 16 10:37 6:26 Heidelberger konnten bis jetzt alle Kämpfe gewinnen und die Meisterschaft der A-Klasse dürfte ihnen kaum zu nehmen sein. Im Gewichtheben konnte Germania Karlsruhe erst vor wenigen Tagen die Meisterschaft der Gruppe Süd erringen. Obwohl Germania nicht in stärkster Aufstellung an- trat, erreichte sie die gute Leistung von 2700 Pfund im olympischen Dreikampf. Die Karlsruher Athl.-Ges. folgt mit 2525 Pfund an zweiter Stelle. In der Gruppe Nord sind die Meisterschaften noch nicht entschieden, jedoch dürfte 1884 Mannheim und AC Weinheim am stärksten zu nennen sein. Nach der Verstärkung durch den Schwergewichtler Köhler, der schon 700 Pfund brachte, müssen Weinheim die größeren Aussichten eingeräumt werden. Auch im Kreis Heidelberg sind die Meisterschaften noch nicht abgeschlossen, jedoch liegt Obrigheim mit 2635 Pfund klar in Front. Än zweiter Stelle folgt ASV Heidelberg mit 2520 Pfund. Gegenüber den Leistungen der Gruppe Nord, die über 3000 Pfund liegen werden, fallen die Gesamtleistungen der Süd-Kreise etwas ab, so daß die Entscheidung um die Badische Meisterschaft wahrscheinlich zwischen 1884 Mannheim und AC Weinheim fallen wird, wenn auch Germania Karlsruhe, in stärkster Aufstellung, an die 3000 Pfund-Grenze herankomraen dürfte. T. K. Gefeierte englische Hockeymädels Die englischen Hockeymädel sind aus Amerika ungeschlagen zurückgekehrt und wurden vom Oberbürgermeister von Southampton herzlich willkommen geheißen. Das Stadtoberhaupt, das fast alle aus USA zurückkehrenden englischen Sportmannschaften begrüßt, sagte: „Mädels, es ist wahrhaft wohltuend, einmal eine Mannschaft zu begrüßen, die drüben ungeschlagen blieb!“ Die englischen Hockeyspielerinnen wurden in USA zwölfmal zu Rundfunkinterviews herangeholt und zwei ihrer Spiele wurden im Fernfunk übertragen. Alle 18 Begegnungen gestalteten sie siegreich und erzielten ein Torergebnis von 208 : 5 P. SSK. Von den starken Männern Maxie und Ernst Baier in München Maxie und Ernst Baier stellten sich nach ihrem erfolgreichen westdeutschen Nachkriegsdebut am Samstagabend erstmalig wieder in München vor. Das Eissportpublikum war begeistert von der Leistung des ehemaligen Weltmeisterpaares und spendete nicht endenwollenden Beifall. Dem fachkundigen Kritiker boten Maxie und Ernst Baier in ihren Tänzen und der Kür einen beinahe noch aus- gereifteren Laufstil als früher, beide verkörperten die gewissenhaft streng angelegte hohe Schule des Paarlaufs, in der Körper und Seele abgestimmt sind in Harmonie und Gleichklang der Bewegung, bei dem Rhythmus im Lauf, ja sogar im Ausdruck des Gesichts, in höchster Vollendung dargeboten werden. Auch der Direktor der Militärregierung in Bayern, Murray van Wagoner, beglückwünschte Maxie und Ernst Baier zu ihrem Erfolg und überreichte ihnen einen Blumenkorb. Der flitzende Puck Weißblau Riessersee besiegte den HC Stuttgart im Rahmen des Weihnachtsund Neujahrs-Eishockey-Turniers in Garmisch-Partenkirchen mit 19 : 2. Die bayrischen Eishockeymeisterschaftsspiele fielen wegen Tauwetter an den Weihnachtsfeiertagen aus. In einem Eishockey - Freundschaftsspiel besiegte am Samstag der VfL Bad Nauheim die Eislaufgemeinschaft Hamburg im Nauheimer Eisstadion mit 9:0. (Dena.) Stand der Eishockey-Meisterschaftsspiele Gruppe Nord: 1. EV Krefeld 2. Preußen Krefeld 3^K Köln 4. VfL Bad Nauheim 5. EG Hamburg 6. Eichkamp Berlin Spiele Tore Punkte 2 21:6 4:0 1 9:5 2:0 1 7:6 2:0 2 11:4 2:2 1 1:9 0:2 3 15:34 0:6 (Dena) Die ersten Sprünge Bernhard Drexel, Bayrischzell, erzielte ■beim Eröffnungsspringen auf der neuaus- gebauten Seeberg-Schanze am zweiten Feiertag mit Weiten von 43 und 43 Meter die Tagesbestnote 220,5. Der frühere deutsche Meister Gustel Mueller, Bayrischzell, belegte mit Sprüngen von 39 und 42 Meter und Note 208,5 in der Gesamtwertung den zweiten Platz. Vielversprechender Nachwuchs stellte sich in Dieter Seifert und dem 17jährigen Sigmund Wagner, beide Neuhaus, vor. Mit Note 208 bei Sprüngen von 39 und 43 Meter bzw. Note 205,5, 39 und 40 Meter kamen sie auf den dritten und vierten Platz. Franz Schweizer, der letzte Oberturn- *wart der Badischen Turnerschaft, Ober- turnwart und Ehrenmitglied des TSV 1846 Mannheim, der jetzt in Offenburg als Rektor der dortigen Knabenschule ansässig ist, nachdem er jahrelang in Mannheim als turnerischer Fachberater beim Stadtschulamt tätig war, vollendet am 28. Dezember sein 70. Lebensjahr. Otto Kliskel, Redakteur — Irma Klinkel geb. Ludwig, Vermählte. Karlsruhe, 'GelJertstr. 25, Oberrot (Kreis Backnang). Weihnachten 1947. (p -t-- Christian Hörmann, Schriftsetzer. Mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, ist am 28. 12. 1947, unerwartet schnell gestorben. Frieda Hörmann und Angehörige. Beerdigung am 30. 12. 1947, vorm. 11 Uhr, Hauptfriedhof. (k? Karl Lenz, Verw.-Ob.-Insp., mein lb., guter Mann, unser lieber Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn u. Schwager, ist am 13. 12. 1947 von uns gegangen. Für die vielen Beweise herzl. Teilnahme danken: Herta Lenz geb. Lutz und Kinder. Kurfürstenstraße 2. (k Veranstaltungen Cafd am Zool Silvesterabend großes Atelierfest mit verschiedenen Ueberraschungen. U. a. spielen für Sie drei Kapellen. — Ab 1. 1. 48 14tägiges Gastspiel der vom Rundfunk bek. Kapelle ,.Werner Christ's Swing Five“. ' (p Amtliche Bekanntmachungen Die Ausgabe der Einkauf-Schecks tür Haushaltnadeln an die Einzelhändler, welche Vorbestellabschnitte beim Wirtschaftsamt rückgerechnet haben, beginnt am 29. Dezember 1947. Der Einzelhändler hat bei Weitergabe der Schecks an den Großhändler Datum und Unterschrift mit Firmenstempel auf der Rückseite des Schecks einzutragen (Indossament). Die gleiche Verpflichtung hat der Großhändler bei Weitergabe der Schecks an die Hersteller. Der auf der Rückseite der Schecks zuletzt Genannte gilt gegenüber dem Hersteller als bezugsberechtigt. Für die Belieferung dieser Einkauf-Schecks kommen nur die nachstehend bezeichneten Großhändler in Frage: Erb. August, Kaiserstr.; Erb, Walter, Weberstr. 7; Dürr, C. F., Adlerstr. 20; Häusel, Erich, Erbprinzenstr. 3; Mees, Peter, Herrenstr. 46; Nau & Co., Uhlandstr. 44; Quicker, Max, Kaiser-Passage; Schlerf, Heinrich, Durlacher-Allee 58; Schneyer, Anton, Rheinstr. 48; Weick, E. u. B. t Doug- lasstr. 24; Morlock & Co., Hebelstr. 19;-Wiek, Heinrich, Schützenstr. 36; Weiß & Koelsch, Durlach. b. Gritzner- Kayser. Die Einzelhändler haben den Eingang der auf Einkauf-Schecks bezogenen Haushaltnadeln sofort dem Wirtschaftsamt — Zimmer 24 — zu meiden. Nach Eingang der Meldungen wird die Ausgabe der * Haushalt- uadeln an die Verbraucher gegen Abgabe der vom Einzelhändler auf der Rückseite gestempelten Bezugsmarke dürch öffentliche Bekanntmachung aufgerufen. Stadt. Wirtschaftsamt Karlsruhe. (k Dnickfehlerberlchtigung zur Amtl. Bekanntmachung des Landesfinanzamts Baden in Karisruhe vom 8. 12. 1947 betr. Steuerabzug vom Aibeitslohn 1948. Im Abschnitt B unter II Ziffer 2 muß es auf der 30. bis 32. Zeile heißen: .oder das Kind vor dem 1. Januar 1948 das 16. Lebensjahr vollendet, also vor dem 2. Januar 1932 geboren ist, . . . usw. Landkreis Karlsruhe. Die Stelle des hauptamtlichen Landrats des rund 140 000 Einwohner zählenden Landkreises ist gemäß Art. 10 des Gesetzes Nr. 328 auf 6 Jahre neu zu besetzen. Die Besoldung erfolgt nach Gruppe A 1 b RBO. Bewerbungen mit ausführlichem Lebenslauf, Personalbogen, Abschrift des Spruchkammerbescheids oder Meldebogens sind bis 9. Januar 1948- an das Landratsamt Karlsruhe, z. Hd. Reg.-Rat Eckert einzureichen, (p fteilen-Angebote (Zuvor Arbeitsamt fragen!) >ipl.-Ing. u. Ing. der Hoch- frequenztechn. von Karlsruher Unternehmen sof. ges. Ang. mit Gehaltsanspr. u. 3774 beförd. Riiig-Werbung, Karlsruhe. Bd., Postf. 125. (k (aufmann, jüng., mit Kenntnissen im Eisenhandel, als Einkaufssachbearbeiter von mittlerem Karlsruher Industriebetrieb in ausbaufähige Dauerstellung qesucht. 52 43929 Bekir. Karlsruhe, (k 3ut. u. dauernd. Verdienst wird repras. Herrn mit gt- Bezieh. durch Übern, von Ortsagent, erst. Versich.- Ges. geboten. Ang. u. Nr. 678? an Südwest, Ann.-Exp., Khe., Kaiserstraße 156. (p [lausdiener u. jg- Ausläufer sof. ges. Kaufhaus Hölscher, Karlsruhe. Neugegründetes Unternehmen sucht Kaufmann in leitende Stellung, mögl. a. d. Elek- trobranche. Elektrotechn. Fabrik Ittersbach. Inh.: N. Kordes. lk Tüchtiger Zimmerpolier, der evtl, auch im Eisenbetonbau firm ist, von Großbaufirma per sof. gesucht. 50750 Bekir, Karlsruhe, (k Heizer, Schlosser, sow. weifol. Arbeitskräfte, auf 1. 1. 43 ges. Gute' Bezahl., ZusaU- karte. Dampf Waschanstalt Mehr, Karlsruhe, Nfcue- Aniaqestraße 48. Ik Ortsagentur in Karlsruhe werden von angeseh. Versieh.-Unternehm. an repra- . sentable Herren mit best. Beziehungen vergeh. Dauerexistenz, auch nebenberull. Ang. u Nr. 6787a an Südwest, Ann.-Exp., Karlsruhe, Kaiserstraße 158. (p Ledige Handwerker, Sattler, Schmiede, Stellmacher und Bulldoggfahret mit langjähr. Praxis, z. Mitreisen ab sofort gesucht. Circus Adolf Althoff, Karlsruhe. Winterquartier ehern. Telegrafen- kaserne. (P Lagerarbeiter von hies. Groß- handlg. ges. Es wird auf intellig., energ. Mann, verheirat., zuveri., vertrauenswürdig, mit deutl. Handschrift u. gt. Zeugn. usw. reflekt,, mögl. mit Autobetrieb vertr., der n. Einarbeitung zur selbständigen Führung eines Lagers befähigt ist. 23 43889 Bekir, Karlsruhe. (k Perl. Stenotypistin, welche auch m. Kontorerb. vertr. ist, z. baldmdql. Eintr. qes. L. H. O. Trautmann K.-G., Karlsruhe-Durlach, Gritzner- straße 1. (k Stenotypistin f. Khe. od. Bd.- Baden. ftagl. Fahrt, Sa. fr.), v. Großhdlg. ges. Vorstellg. in Khe., Rheinqoldstr. 11, auch abds. u. So. erb* (k Verkäuferin, tücht., ehrl., a. aus d. Lebensmittelbranche, f. Metzgerei ges. Kost u. Wohng. im Hause. 21 '43769 Bekir, Karlsruhe. (k Kunstgewerblerin, geprüfte, oder Handarbeitslehrerin, für Aufbau und Leitung in frauenlos. Geschäftsbetrieb dringend gesucht. 21 43909 Bekir, Karlsruhe. (k lücht. Schneidermeisterin f. frauenl. Gescbaftsbetr. ges. 22 43911 Bekir, Khe. (k Kinderl., tücht. Allein- oder Tagesmädchen od, Frau, b. gt. Behandlg., f. sof. ges. EG 43716 Bekir, Khe. |k Frau zum Reinigen v. Praxis- raumen gesucht (abends). Häußermann, Karlsruhe Bd., August-Dürrstraße 7. (k Land - Aufenthalt im Hocb- schwerzwald, gute Bez. u. Verpflg. geq. leichte Mithilfe im Haushalt, hauptsächlich flicken und nahen. LG 43936 Bekir, Karlsruhe. (k Weibl. Arb.-Kräfte, auch o. Vorkenntnisse, für saubere Arb. u. schönen Arb.-Platz qes. 23 43333 Bekir, Khe. (k Fräulein od. unabhäng. Frau, ’ z. Führung ein. Geschäfts- haushältes, bei erstkl. Bezahlung u. bester Behandl., sofort ges. Angeb. unter 4666 an Badische Annonc.- Exped., Karlsruhe, Zährin- qerstraße 90. (p Ilaushallhilfe z. selbst. Führ, eines kl. (2 Pers.) Haush. (Vater u. Tochter berufst.) ges. Gt. Bezahl, u. Verpfl. 23 44027 Bekir, Khe. (k Mädel od. alleinsteh. Frau, tücht., sauber, f. Haushalt b. gt. Lohn u. gt. Behandlq. sof. qes. Zirkus Mark, z. Zeit Karlsruhe, Dragoner- Kaserne. iteithalle. * f k Alt., aileinsteh. Frau zur Mithilfe im Haushalt gesucht. Wohnmögl. u. volle Verpfl. geb. TiZ 44073 Bekir, Khe. (k Stelten-Gesuche Architekt, bish. m. groß. Aufg. beschält., s. entspr. Tätiqk. 21 43865 Bekir, Khe. (k Handelsvertretung, gleich w. Art, f. Bez. Khe. o/Nordbad.’ ges. 22 43777 Bekir, Khe. (k Kaufmannsgehilfe sucht Stell., mögl. Einzelhdl. SS 44028 Bekir, Karlsruhe. (k Filiale od. Generalvertretung wird bei einwandfr., gesch-, tücht. Leitung übernommen. Empfangs- und Büroräume, vorhanden. Eil23 unt. 43918 Bekir, Karlsruhe. (k Langjähr., erfahr. Zuschneider und Betriebsleiter der Wäschefabrikation, m. Refa- Kertntnissen, sucht sich zu verändern. CS 43805 Bekir, Karlsruhe. (k Bauführer (Maurermstr.), sucht Stelle. £243920 BekiT.Khe. (t Tücht. Automeclianiker, früh. Fuhrunternehmer, sucht vertrauensvolle Stellung als Kraftfahrer. 23 44Ö57 an Bekir, Karlsruhe. (k Suche Posten als Lagerhafter, Filialleiter- od. übernehme Generalvertretung jed. Art. 23 44038 Bekir, Khe. (k Selbst. Kontoristin, perf. in Steno, Maschipenschr. und Buchh., sucht auf 1. 1. 1948 geeign. Steilung. Angeb. u. 468? an Badische Ann.-Exp., Kair’.»ruhe,Zänrin.gerstr.90.(p Jg. Frau m. Bürokenntnissön, Steno u. Maschinenschreib., sucht Halbtagsbeschäftigung in einem Büro in Karlsruhe. 23 44059 Bekir, Khe. (k Immobilien Ruine, Schutt geräumt, zentr. Lage, jetziger Schätzwert 15 000 RM, Pläne Vorhand., zu verkaufen. 23 43844 Bekir, Karlsruhe. (k Polsterei od. auch ausb.-bed. Raum in Khe. od. Umgeb. z. kauf. od. pachten ges. 23 43753 Bekir, Karlsruhe, (k Geeignet. Raum F. Werkstatt, Lager u. Büro v. bedeut. Fabrikunternehmen ges. 23 43766 Bekir, Karlsruhe, (k Lagerraum, ca. 200—300 gm, trocken, m. guter Zufahrt, v. Nährmittelfabr. zu miet. ges. 23 43?9Ö Bekir, Khe. (k Lagerungsmöglichkeiten (ohne Büro), mögl. mit Verladerampen, v. Großhandlg. zu mieten gesucht. 23 50752 Bekir, Karisruhe. (k Bedeutendes Unternehmen d. kosmet. Branche sucht bald, i. günst. Lage Karlsruhes trockenen Büro- u. Lage^* raum. GSJ 44063 Bekir, Karlsruhe. (k Zu verkaufen Stoffbälle, Restposten, etwa 1000 Stück, genehmigt E. K. RM —.90, V. R. RM 1.20 abzugeben. Anqeb. u. 3750 bef. Ring-Werbung, Karlsruhe^., Postfach 125. (k Herren-Winter-Mantel, reparaturbedürftig, zu verkauf. 2S 43866 Bekir, Khe. (k II.-W.-Mantel, neuw., kl. Fig. Lindheimer, Khe., Gartenstraße 49. jk H.-W.-Mantel, neuw. Anzuseh. v. 2—5 Uhr nachm. Khe., Amalienstraße 34 III-, 1. (k Marabu • Mantel, neu, braun. Gr. 42 44, zu verkaufen. w.*.3 43573 Bekir, Karlsruhe, (k Wagenplane, 3,50 x 3,50. 23 ' 43858-Bekir, Karisruhe. ' (k D.-Wintermantel (Teddy-Bär), 'gr.' Ffour’,' zu verkaufen. 23 43950 Bekir, Khe. (k Echt. jap.-seid, Morgenrock, seit. Stuck, zu verkaufen. 23 43868 Bekir, Khe. (k 6 silb. Kaffeelöffel, 90V®. 6 silb. Kuchopqabein, 90V«. 23 43813 Bekir, Khe. (k Neuwert. Küchenelnriohtung zu verkaufen. 23 43723 Bekir, Karlsruhe. (k Bettstelle, 1’:-schläfrig, hölz., massiv, m. Patentrost. 23 43750 Bekir, Khe. (k Ki.-Bett, Klappstuhl. Laüfstall, Schaukelpferd, Burg, qr. Hasen- u. Hühnerstall,* Kin- dersportwagen, zu verkauf. 23 **3900 Bekir, Khe. (k Kinderbett, weiß, zu verkauf. 35 440J9 Bekir, Khe. (k Kinderbetts!., 2 ger. Böcklin- bilder, Wandspiegel, gebr. Linol.-Teppich, 2x3, abzug. 35 43732 Bekir, Khe. (k 2 rosa Daunendecken zu vk. 437I9 Bekir, Khe. {k Couch, neu, zu verkaufen. ZS 44044 Bekir, Karlsruhe, (k Herd, w. emaill., zu verkauf. ZS. 43999 Bekir, Khe. (k Räucherofen, g. erh., Gr. 150 x9.5x45 cm, abzugeben. Khe.- Knielg., Saarländstr. 111. (k lilektrokocher (Junker & Ruh), 2 Kochstellen, 120 Volt, weiß cxndill., zu verkauf. ZS 43669 Bekir* Khe. (k Kaffeeservice, 6 Pers., neu, Elfenberaporzellan, moderne Ausführung. 22 50755 Bekir, Karlsruhe. (k Porzellan - Geschirr, Gläser, Heizsonne, Bett, zu verkaufen. 23 43802 Bekir, Karlsruhe. (k Eleclrolux-Gaskühlschrank, neuester Typ, auf elektr. umAistellen, neuwert., Fr.- Preis 650.— RM; H.-Gabar- dinemantel, f. 1,75 m, neuwertig, beste Qual.; braune Fohlenjacke, Größe 42—44, wenig getr.; qold. Damen- Uhrkette, 14 kar., zu verk. 52 43800 Bekir, Khe. (k Kinderwagen, f. neu, abzug. Adam, Karlsruhe, Humboldt- Straße 7. (k ,,Cine Nizo", 8 mm, Kinokamera, Objektiv 2,8, mit Zeitraffer u. Sixtus-Belich- tungSmesser, neuwertig, zu verkaufen. öS 43727 Bekir, Karisruhe. (k Tischuhr, modern, m. Schlagwerk. 2H43781 Bekir, Khe. (k Goldene Brille, Doppelfokus, oben 0, unten -r 2,5. Fr.- Preis 40.—RM, zu verk. 23 44033 Bekir, Karlsruhe, (k Radio, „Blaupunkt“, 7 Röh- ren-Super, zu verk. Ang. ü. 3771 bef. Ring-Werbung, Karisruhe, Postfach 125. (Je Laute zu verkaufen. iS 43788 Bekir, Karlsruhe. (k Zither, fast neu, u. Schreibmaschine, altes Modell, „Mignon“, zu verkaufen. . ZS 43332 Bekir, Khe. (p Brockhaus-Lexikon, 16 Bände. 25 43996 Bekir, Khe. jk Schrelbtisc.hlampe, hell. Marmor, Preis 1G5.— RM. 23 44042 Bekir, Karlsruhe, (k Stehlampe,, große elektr. iS 50754 Bekir, Karlsruhe, (k Bild (Intarsien), zu verkauf. 23 43873 Bekir, Khe. (k Kompl. Fahrrad-Bereifg. z. vk. 22- 43867 Bekir, Khe. (k Leeres Europa • Briefmarken- * Album, neuw.', za vk. Kurt Bluck, Steinstr. 20, I.A (k Gute Büroschreibmaschine zu verkaufen. 52 43772 Bekir, Karlsruhe. (k Große BUroschrelbmaschlne, neuwertig, zu verkaufen. CS 43761' Bekir, Khe. (Je Damen-Fahrrad, neu, zu verkaufen, 23 43816 Bekir, Karlsruhe. (k Zu kaufen gesucht D.-Skistiefel, 36 37, drgd. ges ZS 44034 Bekir, Khe. ' (k Wohnzimmer, neu od. gebr., zu kauf, gesucht 53 43784 Bekir, Karlsruhe. (k Küche u. Schlafzimmer, mod., ges. 23 44036 Bekir, Khe. (k Möbelstücke: Schrank, Bett mit Rost usw. drgd. ges. 23 43846 Bekir, Khe. ' (k Schreibtisch (Dipl.) drgd. ges. £3 44016 Bekir, Khe. ' fk 2 Sessel, 1 3tür. Kleider- Wüscheschrank und eine Frisiertoilette, von Amerikaner dringend zu kf. ges. ZS 43626 Bekir, Khe. (k Meißen, blau Zwiebelrauster, Einzelteile von Tee- und Speiseservice, zu kaufen gesucht. PTeis-Angeb. 23 43968 Bekir, Karlsruhe, (k Kochtopf, 10—20 Liter, ges. 52 50769 Bekir, Khe. (k Wer leiht oder verkauft einer anständ. Flüchtlingsfrau ein saub. .Bett mit Matr. und Kopfk.?2343888 Bekir,Khe.(p Beltfedern, Beltrost u. Kleid.- Schrank zu kaufen gesucht. ! 2! 43928 Bekir, Khe. (k Klavier zu kaufen od. in gt. Hände zu misten ges. 52 44025 Bekir, Karlsruhe, (k Cello ges. 21 50764 Bekir, Karlsruhe. (k Antiquitäten jeder Art ges. 52 43995 Bekir, Khe. fk Bücher über Chemie, Physik, höh. Mathematik. Elektrizität, Technik, Geschichte, Philosophie, Kunst ges. 52 44161 Bekir, Karlsruhe, (k Bücher über Kunstgeschichte, Reisebeschreibungen, Botanik mit Abbildungen, Klassiker, zu kaufen gesucht. 52 43949 Bekir, Khe. (k Bücher über Kunst-, Natur-, Welt - Geschichte, Geographie, Reisebeschreibungen m. Abbildungen, Klassiker, von Arzt zu kauf, gesucht. K 43737 Bekir, Khe.