I KARI5RUHER NEUE ZEITUNG Erscheint täglich, außer Donnerstag and Sonntag. Redaktion, Verlagsabteilung, Vertrieb und Druck Karlsruhe, Waldstraße 28. Telefon 922/923. (Dringend Presse.) Anzeigenannahme Karlsruhe, Kaiserstr. 69, Telefon 6649; Durlach, Pßnztalstraß* 43» Ettlingen, leopoldstraße 5, Telefon 36. Kein Ersatzanspruch bei Störung durch höhere Gewalt. Bezugspreis monatlich DM 2.40 einschließlich Trägergebühr, Postzustellung DM 2.20 zuzüglich Zustellgebühr. — Anzeigen« preiset Die sechsgespaitene 46 mm breite Millimeterzeile Milli« meter-Grundprels DM ».80, im übrigen siehe zur Zeit gültige Preis* liste Nr. 4. —- Postscheckkonto: Postscheckamt Karlsruhe Nr. 80 535. 3. Jahrgang / Nr. 67 Karlsruhe, Montag, 4. April 1949 Einzelpreis 20 Pfennig „Atlantikpakt nicht gegen UdSSR" Text des Verteidigungspaktes gebilligt — Heute Unterzeichnung durch die Außenminister WASHINGTON, 3. April. (UP) Die Außenminister der 12 Mächte, die am Montag den Atlantikpakt unterzeichnen werden, haben am Samstag nach zweistündiger Sitzung, in der eine letzte Ueberprüfung des Textes stattfand, diesen ohne Aenderungen gutgeheißen. Sie wiesen ferner gemeinsam die sowjetische Beschuldigung, der Atlantikpakt diene aggressiven Zwecken, zurück. Senat lehnt ERP-Kürzung ab WASHINGTON, 3. April (UP). Der Senat lehnte heute einen Antrag des republikanischen Senators Kenneth Wherry ab, die Mittel für das ERP um 15 Prozent zu kürzen. Für asiatischen Marshall-Plan BOSTON, 3. April (UP). Harold E. Stassen schlug bei einer Ansprache in der technischen Hochschule von Massachusetts vor, eine Milliarde Dollar jährlich für die Stärkung des Widerstands Chinas und der anderen asiatischen Länder gegen den Kommunismus auszugeben. Dies solle in der Form eines „Marshall - Planes für Asien“ geschehen. Revolte in Costa Rica niedergeschlagen SAN JOSE, 3. April. (UNITED PRESS). Am Samstag brach in Costa-Rica eine Revolte aus, die inzwischen von Regierungsstreitkräften in kurzen, aber heftigen Kämpfen, niedergeschlagen worden ist. Deutscher Rat für Europa-Union Königstein, 3. April. (DENA) Ein vorbereitender Ausschuß zur Wahl der Mitglieder des Deutschen Rates der europäischen Bewegung trat am Freitag in Königstein zusammen. Wie aus Teilnehmerkreisen mitgeteilt wurde, sind zur Zusammensetzung des Deutschen Rates Vorschläge aus allen Kreisen des öffentlichen Lebens eingegangen. Für den Rat sollen zunächst 220 Delegierte nominiert werden, zu denen man innerhalb des nächsten Jahres aus bisher noch nicht berücksichtigten Kreisen der Bevölkerung weitere 50 bis 70 Mitglieder treten. Aufgabe des Rates soll es sein, alle deutschen Bevölkerungsschichten im Hinblick auf die Deutschland und Europa verbindenden Probleme zu repräsentieren. Die endgültige Liste der Mitglieder des Deutschen Rates soll bis Ende April fertiggestellt sein. Sobald die nominierten Vertreter ihr Mandat angenommen haben, wird sich der Deutsche Rat konstituieren und ein ständiges Exekutivkomitee bilden. ■ New Yorker Taxifahrer streiken NEW YORK, 3. April. (DENA-REUTER). 11 000 New Yorker Taxifahrer befinden sich seit Freitagmorgen im Streik. Sowohl die Kraftfahrer-Gewerkschaft als auch die Unternehmerverbände haben „Blut- und Gewaltakte" für diesen Streik vorausgesagt. Zum ersten Mal seit Beendigung des zweiten Weltkrieges wurde die New Yorker Polizei in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Ein 3250 Mann starkes Spezial-Streikregiment ist aufgeboten worden, um Zwischenfälle zu verhindern. Zuchthaus für Spruchkammer- Vorsitzenden MÜNCHEN, 3. April. (DENA). Der ehemalige erste Vorsitzende der Spruchkammer 6 in München, Hans Zerle, wurde von der Strafkammer des Münchener Landgerichtes wegen passiver Richterbe- stechüng zu einem Jahr und zwei Monaten Zuchthaus verurteilt. Der öffentliche Kläger der gleichen Kammer, Hermann Schaaf, erhielt wegen Erpressung und versuchter Erpressung ein Jahr und vier Monate Gefängnis. WASHINGTON, 3. April (UP). John Foster Dulles, der außenpolitische Berater der amerikanischen Republikaner, erklärte am Freitagabend in einer Rundfunkansprache, daß alle westeuropäischen Staaten gemeinsam nicht in der Lage wären, einen eventuellen Vormarsch der sowjetischen Armee aufzuhalten. Er fügte hinzu, daß nur die USA mit ihrer Luftstreitmacht und mit der Atombombe seit Beendigung des zweiten Weltkrieges die Sowjetunion davon abgehalten hätten, West- Welt-Rundschau NEW YORK. Der Streik der Bordfunker der amerikanischen Luftverkehrsgesellschaften Pan-American-Airways und World- Airways konnte in den frühen Morgenstunden des Samstag beigelegt werden. Damit ist die Wiederaufnahme der Atlantik- und Pazifikflüge beider Gesellschaften möglich geworden. — HELSINKI. Etwa 5000 Kommunisten veranstalteten hier am heutigen Sonntag eine Demonstration gegen den Atlantikpakt, die ohne Zwischenfälle verlief. — BASEL. Der schweizerische Journalist Dr. A. Oeri ist von seinem Posten als Chefredakteur der „Baseler Nachrichten" zurückgetreten. — ROM. Italienische Zollpolizei beschlagnahmte in der Nähe von Livorno mehr als vier Tonnen Sprengstoff. Zwei Personen wurden verhaftet.^ Das Verbindungskomitee der italienischen Kommunisten und der Nenni- Sozialisten entschied sich gegen die Bildung einer „Friedensfront", welche auf Vorschlag Togliattis die Atlantikpaktpolitik der italienischen Regierung bekämpfen sollte. — RANGUN. Burmesische Regierungstruppen haben Mandalay, die zweitgrößte Stadt Burmas, von den Karen-Auf- ständischen zurückerobert. (Alle nicht gezeichnetes Nachrlchteni DENA) In einem unmittelbar nach der ersten gemeinsamen Sitzung der Außenminister am. Samstag herausgegebenen Kommunique heißt es laut DENA, daß 1. vorbereitenden Besprechungen über den auf Grund des Paktes zu bildenden Nordatlantik-Verteidigungsrat geführt wurden; 2. Uebereinstimmung darüber erzielt wurde, daß der Rat aus Außenministern und anderen Regierungsvertretern bestehen solle und 3. Uebereinstimmung darüber erzielt wurde, daß der Rat unmittelbar nach Ratifizierung des Paktes durch die sieben Gründungsmitglieder zusammentreten soll, um den Verteidigungsausschuß zu bilden. Das amerikanische Außenministerium erklärte, daß der Atlantikpakt entsprechend den Vertrags-Bestimmungen erst nach Ratifizierung durch die sieben Gründerstaaten Großbritannien, USA, Frankreich, Kanada, Belgien, Holland und Luxemburg in Kraft treten werde. Die Außenminister weisen darauf hin, daß der Pakt nicht gegen irgend eine Nation oder eine Gruppe von WASHINGTON, 3. April (UP). Aus zuverlässiger Quelle verlautet, daß der amerikanische Außenminister Acheson bei den Washingtoner Besprechungen zwischen dem französischen und dem britischen Standpunkt über die Bildung einer westdeutschen Regierung zu vermitteln sucht. Während Bevin mehr für eine Regierung mit Zentralgewalt in Westdeutschland eintrete, befürworte Schu- man eine Art Staatenbund. Schuman weise dabei darauf hin, daß eine deutsche Zentralregierung bei der Größe des deutschen Industriepotentials in zwei Jahren wirtschaftlich mächtiger sein könne, als selbst Großbritannien. Der französische Außenminister habe auch Befürchtungen geäußert, daß eine deutsche Zentralregierung eher stark genug wäre, um eine eventuelle europäische Union zu absorbieren, anstatt einer ihrer Partner zu werden. Nach Mitteilung von zuverlässiger Seite soll der französische Außenminister Schuman nach seiner Aussprache mit Bevin die Möglichkeit eines amerikanisch-britisch-französischen Ueber- einkommens in der Frage der deutschen Regierung günstig beurteilen. Enklaven an die Schweiz? LONDON, 3. April. (DENA-REUTER). Der britische Labourabgeordnete John Parker will am Montag an Außenminister Bevin die Frage richten, ob Großbritannien befürworten würde, daß zwei kleine deutsche Enklaven, die innerhalb schweieuropa zu überfallen.' In Europa selbst gäbe es keine Macht, die einem sowjetischen Vormarsch Einhalt gebieten könnte. Dulles sprach sich für den Atlantikpakt aus und betonte, daß dieser Pakt in der Lage sein werde, die Möglichkeit einer Verhinderung eines neuen Krieges zu vergrößern. Der Pakt werde auch dazu beitragen, das Vertrauen der westeuropäischen Völker in den Frieden wieder zu stärken. Außerdem würde durch die amerikanische Waifenhilfe das seit dem zweiten Weltkrieg in Westeuropa bestehende militärische Vakuum überwunden und Westeuropa würde wieder gutausgerüstete Armeen erhalten. Dieses militärische Vakuum inWest- europa führte Dulles auf die Tatsache zurück, daß die westeuropäischen Armeen während des Krieges zum größten Teil von den Deutschen zerschlagen worden seien. Dies habe dazu geführt, daß man in Westeuropa fürchte, daß wenige Hundert mit Maschinenpistolen ausgerüstete Kommunisten in der Lage sein könnten, die Regierungen der kleinen westeuropäischen Länder zu beseitigen. Dulles meinte abschließend, daß sich der Pakt auch günstig auf Deutschland auswirken werde. Deutschland sollte nach seiner Ansicht naturgemäß ein wichtiger Platz der westlichen Welt sein. Die Nachbarstaaten, die unter dem deutschen Angriff zu leiden hatten, würden dem aber nicht zustimmen. Sobald /diese westlichen Nachbarländer aber wieder stark seien und wieder Vertrauen auf diese Stärke besitzen würden, dürften sie nach Ansicht Dulles auch bereit sein, Deutschland den ihm zukommenden Platz zuzubiUigea. Staaten, sondern nur gegen einen bewaffneten Angriff gerichtet sei. Die in dem sowjetischen Memorandum zum Ausdruck gebrachten Ansichten seien mit der Erklärung des sowjetischen Außenministeriums vom Januar dieses Jahres identisch. Es scheine daher, daß sich der Standpunkt der sowjetischen Regierung in dieser Angelegenheit nicht aus einer Prüfung des Charakters und des Wortlautes des Atlantikpaktes, sondern aus anderen Erwägungen heraus ergeben habe. Außenminister Dean Acheson und seine zur Unterzeichnung des Atlantikpaktes in Washington weilenden westeuropäischen Kollegen werden sich, wie REUTER aus Washington berichtet, im Laufe der kommenden Woche mit einer ständigen Institution für die Durchführung des Atlantikpaktes zu befassen haben. Dabei wird wahrscheinlich die ständige militärische Organisation der Westunion mit ihren verschiedenen Ausschüssen als Muster dienen. Die Frage, ob diese Institution ihren Sitz in Amerika oder Europa zerischen Hoheitsgebietes liegen, an die Schweiz abgetreten werden. Wie dazu von maßgeblicher britischer Seite verlautet, soll die britische Regierung diesen Vorschlag ablehnen. Auch die Schweiz dürfte nach Ansicht Londoner Kreise dagegen sein. Bei den beiden Enklaven handelt es sich um die zwischen Schaffhausen und dem Bodensee gelegenen Gebiete von Buesingen (unter eintausend Einwohner und siebeneinhalb qkm) und Buetteahaidt (ein halber qkm). KARLSRUHE, 8. April. Dr. Konrad Adenauer, der Präsident des Parlamentarischen Rates, nahm zum ersten Male seit seiner Rückkehr aus der Schweiz zu den namentlich in der schweizer und englischen Presse publizierten Berichten über seine Berner Rede öffentlich Stellung. Die Ausführungen dieses Politikers bildeten den Höhepunkt des zweitägigen Landesparteitages der CDU Nordbadens in Karlsruhe. Dr. Adenauer wies darauf hin, daß er in der Schweiz gebeten wurde, über die deutschen Verhältnisse zu sprechen, da man dort nicht allzu gut über die wahre deutsche Situation informiert sei. Obwohl er sonst frei zu reden pflege, habe er in Bern an Hand von Notizen seine vieldiskutierte Berner Rede gehalten. Die englische Presse habe ihm vorgeworfen, im Ausland innerpolitische Probleme erörtert zu haben, die man besser im eigenen Lande erledigen soll. Dr. Adenauer vertritt den Standpunkt, daß das Verhältnis zwischen Deutschland und den Besatzungsmächten keine innerpolitische Angelegenheit sei. Der „Berner Bund“ ein besonders „deutschfreundliches“ Blatt spreche von einer neuen Dolchstoßlegende, da er in der Schweiz erklärt habe, die deutsche Wehrmacht, nicht das deutsche Volk habe 1945 kapituliert. „Wie soll ein Volk kapitulieren? Durch Abstimmung? fragte Adenauer und er legte dar, daß die Alliierten die Kapitulation der deutschen Wehrmacht gefordert und damit die Verantwortung für das deutsche Volk auf sich genommen hätten, da es keine deutsche Regierung mehr gab. Der Präsident des Parlamentarischen Rates hatte in der Schweiz die Entwicklung von 1945 bis 1948 aufgezeigt und dabei auf die Fehler hingewiesen, die von seiten der Besatzungsmächte gemacht wurden. Dr. Adenauer hatte ferner seine schweizer Zuhörer über die katastrophalen Folgen des Krieges und die Lage in Westdeutschland unterrichtet. Er erklärte, daß nach amerikanischen Untersuchungen auf Grund des Potsdamer Abkommens 11,5 Millionen deutsche Menschen aus ihrer Heimat vertrieben und sechs Millionen Deutsche vom Erdboden verschwunden seien. Er habe ferner in der Schweiz klar zum Ausdrude gebracht, daß die Vorfälle, die sich bei der Ausweisung abgespielt hätten, den nationalsozialistischen Greueltaten würdig zur Seite ständen. Auch auf die Folgen, die durch das Hineinpressen der Flüchtlinge in Westdeutschland enthaben soll, ist noch ungeklärt. Die Wahl dürfte voraussichtlich auf Washington oder London fallen. Wird Kehl internationalisiert? LONDON, 3. April. (DENA-AFP). Die Vereinigten Staaten sollen, wie gut unterrichtete Kreise bestätigen, im Verlauf der Besprechungen über das Besatzungsstatut die gleichzeitige Internationalisierung des Hafens von Straßburg mit einer Internationalisierung Kehls vorgeschlagen haben. Neue Aspekte in Da* letzte Wort noch nicht gesprochen Eigenbericht unseres DÜSSELDORF, 3. ApriL Von berufener Seite der Landesregierung Nordrhein-Westfalen wird bekannt, daß nach englischen Informationen Lord Pakenham einen Brief an den nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Karl Arnold gerichtet hat. Diesem Schreiben soll eine hohe politische Bedeutung beizumessen sein. In Kreisen der Landesregierung wird zu diesem Brief geäußert, daß er im Zusammenhang mit dem Grenzproblem stehe und nach allen vorliegenden Informationen in dieser Frage das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Man verweist auf jüngste Andeutungen von belgischer Seite, wonach man in Brüssel die Frage erörtert, ob es nicht besser sei, die Grenzforderungen zugunsten sonstiger Entschädigungen von deutscher Seite aufzugeben. Man knüpft hierbei an das Angebot des Ministerpräsidenten Arnold an, der den Bau einer neuen Eisenbahnlinie Eupen — St. Vith für die alte, die deutsch - belgische Grenze mehrmals schneidende Strecke, sowie andere wirtschaftliche Leistungen Deutschlands vorgeschlagen hatte. stehen, habe er nachdrücklich hingewiesen. Nach amerikanischen Untersuchungen würden im Jahre 1980 nur noch 40 Millionen Deutsche leben. Wenn so die biologische Stuktur des deutschen Volkes aussehe, ob dann das Sicherheitsverlangen gewisser Franzosen berechtigt, ob dann die englische Konkurrenzfurcht gerechtfertigt sei? Auch viele Deutsche hätten gegen den Nationalsozialismus gekämpft — und diese Deutschen wurden enttäuscht, als man mit den Naziverbrechern Verträge einging. Diese Formulierungen hatte Dr. Adenauer in Bern ausgesprochen und daran schloß die Weltpresse ihre Kommentare. Nach Meinung Adenauers wurden die scharfen Angriffe besonders von der sozialistischen schweizer und englichen Presse gestartet, die weniger seine Person, sondern die Politik der CDU treffen wolle. Der Redner wies dann auf den Fortschritt in der westdeutschen Wirtschaft hin, seitdem die CDU/CSU das Wirtschaftssteuer in die Hand genommen habe. Zur Bonner Krise sagte der Präsident, es würden sich manche Politiker gebärden, als ob wir freie Männer wären. Wir haben aber Macht und Freiheit durch den Nationalsozialismus verloren. Eine Chance wurde uns geboten: das Grundgesetz. Den Ministerpräsidenten wurde hierbei ein begrenzter Auftrag erteilt, dessen Erledigung der Genehmigung durch die Besatzungsmächte bedarf. Nun habe sich die Militärregierung im richtigen Augenblick eingeschaltet, um ihre Meinung zu sagen. Nach einer Erklärung des französischen Außenministers Schuman wird bei einer Ablehnung des Grundgesetzes durch die Militärgouverneure bzw. deren Regierungen, der Parlamentarische Rat nicht von neuem anfangen können, weil dann der Londoner Beschluß verkonsumiert sei. Das Grundgesetz ist nach Auffassung von Dr. Adenauer für Deutschland und im Interesse Europas so wichtig, daß der eigene Standpunkt zurückgestellt werden müsse. Die SPD ändere ihre Haltung nicht. Schumachers schroffe Erklärung deute verschleiert an, man solle die staatliche Neuordnung aus der Macht der Besatzungsmächte einseitig vornehmen. Die SPD habe sich, wie Adenauer weiter erklärte, auf englische Informationen gestützt, daß das Grundgesetz in seiner bisherigen Fassung genehmigt würde. (Eine entsprechende AP-Meldung wurde von BBC London dementiert. Die Red.) Die CDU verlange jetzt Klarheit, bevor der Foreign Office dementiert LONDON, 3. April. (DENA-REUTER). Ein Sprecher des britischen Außenministe* riums dementierte am Samstag energisch die Behauptungen, daß Außenminister Bevin jemals die Sozialdemokratische Partei Deutschlands dazu ermutigt habe, die von den drei westlichen Militärregierungen vorgeschlagenen Aenderungen de« Grundgesetzes abzulehnen. Der Sprecher wandte sich damit gegen den Bericht einer amerikanischen Nachrichtenagentur, wonach die britische Labour-Party und Bevin die SPD aufgefordert haben sollen, sich den Vorschlägen der Militärgouverneure zum Grundgesetz zu wider^etzen. Die Labour-Party soll diese Berichte ebenfalls dementieren. der Grenzfrage — Lord Pakenham schreibt an Arnold uik-Korrespondenten Diesen neuen Aspekten in der Behandlung des Grenzproblems, di« offensichtlich auch in der niederländischen Hauptstadt nicht unbemerkt geblieben sind, kommt um so mehr Bedeutung zu, als der luxemburgisch« Staatsminister Dupont vor kurzem erklärt hatte, falls Deutschland in der Lage sein sollte, angemessene Entschädigungen für die im Kriege angerichteten Schäden zu zahlen, würd« Luxemburg mit Freuden auf Gebiets- Übertragungen verzichten. Auch in der Presse der Benelux-Staaten sind die deutschen Vorschläge aufgegriffen und von einem Teil der Zeitungen durchaus zustimmend kommentiert worden. So faßt die in Amsterdam erscheinende „Het Parool“ ihre Ansicht zu den Gebietsabtrennungen dahingehend zusammen: „Die Regierung hat nun beim Parlament die Erteilung von Vollmachten zur Durchführung der Grenzkorrekturen beantragt. Es scheint uns, daß der holländischen Sache sowohl in technischer als auch in moralischer Hinsicht am meisten gedient wäre, wenn das Parlament sich weigern würde, dies» Vollmachten zu erteilen.“ Hauptausschuß ln Tätigkeit trete. Sie verlange vor allem fair play gegenüber den anderen deutschen Parteien. Die entstandene Lage müsse unter Gesichtspunkten betrachtet werden, die über innerpolitische Interessen hinausgingen. Denn wenn eine Mehrheit im Parlamentarischen Rat die SPD-Fas- sung des Grundgesetzes annehmen werde, so sei diese Mehrheit sehr klein, also ein negatives Ergebnis in Bonn. Dieses Ergebnis würde Moskau als Erfolg buchen. Der Präsident des Parlamentarischen Rates äußerte sich ferner zu dem Sicherheitsverlangen Frankreichs. Man müsse versuchen, die Forderungen de* Westens zu verstehen. Aber die Welt sollte auch verstehen, daß Deutschland nach Sicherheit verlangt, überall um uns werde gerüstet. Deutschland liege dazwischen. Das bedeute nicht die Forderung nach Wiederaufrüstung, sondern das Verlangen nach dem Schutz für 43 Millionen Menschen. Man müsse uns von der Furcht befreien. Für die Hilfe der Westmächte gegenüber der Berliner Bevölkerung müßten wir dankbar sein, daneben aber nicht das namenlose Leid in der Ostzone vergessen. Wir dürften unser angestammtes Recht nicht preisgeben. „Es gibt für uns keine Oder-Neisse-Linie“. Ein Deutschland in seiner Einheit sei immer das Ziel, aber ein freies, ohne überfüllte Konzentrationslager. Die Gegenwart werde überschattet von dem Problem „soll die Welt unter der Herrschaft Asiens stehen oder unter dem Zeichen des abendländischen Christentums“ schloß Adenauer sein« Rede. Deutsch la nd- Rundschau VEREINTE WESTZONRNt Heidelberg. Eine viertägige Werberundfahrt durch Nordbaden wird vom Landes- verkehrsverband Baden für rund dreißig ausländische Journalisten Anfang Mai veranstaltet. — Mannheim. Die zwischen der Gewerkschaft „Oeffentliche Dienste, Transport und Verkehr" und dem Arbeitgeberverband des Speditions- und Transportgewerbes sowie der Hafenumschlag- betriebe in Mannheim geführten Lohnverhandlungen haben infolge der ablehnenden Haltung der Arbeitgeber zu keiner Einigung geführt. — Bonn. Der Gesamtvorstand der FDP der drei West-Zonen und der Westsektoren Berlins trat am Samstag im Gebäude des Parlamentarischen Rates zu einer zweitägigen Konferenz zusammen. — Hamburg. In Hamburg St. Pauli wurden drei Personen festgenommen, die versucht hatten, gefälschte DM-Noten in Umlauf zu bringen. l&Ue ftfcAt gezeichnet«! Nachrichten« DENA) „Westeuropa kann Sowjets nicht aufhalten" Dulles bezeichnet Deutschland als den wichtigen Platz der westlichen Welt Acheson sucht Lösung der Deutschland-Frage Washingtoner Besprechungen über deutsche Regierungsbildung Adenauer antwortet der Weltpresse Der Präsident des Parlamentarischen Rates nimmt Stellung zu seiner Berner Rede Eigenbericht von unserem h m • Re dakti o n s mit g li e d westdeutschen Seite 2 / Nummer 07 S AZ Mtmtan, 4. Aprü lf% Secks Punkte für Badens Oberliga-Vereine Oifenbach noch nicht Meister — Bayern München siegt auch beim FSV - Schwaben-Niederlage gegen Schweinfurt Oberliga VfB Mühlburg—BC Augsburg 5:0 Kick. Stuttgart—Kick. OSenbach 1:0 1. FC Nürnberg—VfB Stuttgart 3:2 VfR Mannheim—TSG Ul*n #6:2 SV Waldhof—Eintracht Frankfurt 2:0 Schwaben Augsburg—Schweinfurt 1:2 FSV Frankfurt—Bayern München 0:2 1860 München—FC Rödelheim 0:0 Zonenliga Nord SG Gonsenheim — Wormatia Worms 0:3 t.FC Kaiserslautem—Spvg Weisenau 16:1 Bayern München immer besser Ausschlaggebend für den Bayem- ßieg war in erster Linie die tadellose Leistung der Läuferreihe mit dem überragenden Streitle und die genau deckenden und schlagsicheren Verteidiger. Bel den Frankfurtern vermißte man vor allem im Sturm eine einheit- ftaben Sie richtig getippt ? 1. VfR Mannheim—Ulm 46 6:2 1 2. SV Waldhof—Eintr. Frankf. 2:0 1 3. FSV Frankf.—Bay. München 0:2 2 4. VfB Mühlburg—BC Augsburg 5:0 1 5. Kick. Stuttgart—Kick. Offenb. 1:0 1 6. 1. FC Nürnberg—VfB Stuttg. 3:2 1 7. Schwab. Augsb.—Schweinf. 05 1:2 2 8. FC St. Pauli—Hamburger SV 2:1 1 9. Schalke 04—Rotweiß Essen 0:2 2 10. SF Katernberg—HorstEmsch. 1:2 2 11. Mainz 05—TuS Neuendorf 3:1 1 12. ASV Durlach—VfL Neckarau 0:1 2 liehe Linie. Der einzige gefährliche Stürmer, Hermann II, wurde genau gedeckt und so blieb der Angriff nur Stüdewerk. Mittelstürmer Schaffner konnte sich gegen Streitle nicht durchsetzen. Auch als er im letzten Drittel auf Rechtsaußen ging und Färber ln die Sturmmitte überwechselte, änderte sich an dieser Situation nichts. In der 25. Minute erzielte Scholz den Führungstreffer. In der 57. Minute lief Haedelt mit dem Ball von der Mittellinie bis zur Eckfahne. Seine genaue Flanke schoß Metz sicher zum zweiten Tor ein. Auch der erste Aprilsonntag brachte den führenden Offenbacher Kickers die allgemein erwartete Meisterschaft nicht, denn die Lederstädter verloren gegen ihre Namensvettern in Stuttgart. Dagegen setzten die Münchner Bayern am Bornheim er Hang in Frankfurt ihre Erfolgsserie fort und blieben auch im neunten Spiel in ununterbrochener Reihenfolge ungeschlagen. Sehr überzeugend fertigte auch der VfR Mannheim seine Gäste aus Ulm ab. Auch die beiden anderen badischen Vertreter VfB Mühlburg und SV Waldhof kamen gegen den BC Augsburg bzw. Eintracht Frankfurt zu sicheren Siegen und festigten dadurch ihre Mittelfeldpositicmen. Der 1. FC Nürnberg erspielte sich gegen den VfB Stuttgart seinen neunten Heimsieg in dieser Saison. Die überraschendsten Ergebnisse brachten die Spiele in München und Augsburg. In der bayerischen Hauptstadt büßte 1860 in einem torlosen Treffen gegen Rödelheim einen Punkt ein und in der Fuggerstadt verlor die Schwaben-Elf gleich beide Zähler gegen Schweinfurt 05. Zweite Niederlage der Offenbacher Kickers 25 000 Zuschauer wollten in Stuttgart der Meisterkrönung der Offen- bacher Kickers beiwohnen, wurden jedoch von dem Spiel des süddeutschen Tabellenführers enttäuscht. Zum Schluß war aber doch die Freude bei den einheimischen Besuchern groß, als 4 Minuten vor Spielende Dreher aus einem Gedränge heraus den siegbringenden Treffer für die Stuttgarter Kickers erzielen konnte. Was den Offenbachem fehlte, waren Einfälle und Ideenreichtum in der Spielanlage. Ohne diese Grundelemente dürfte eine Meistermannschaft kaum zu größeren Erfolgen in den weiteren Spielen um die deutsche Fußballmeisterschaft kommen. Lediglich Weber und der Rechtsverbinder Buhtz verfügten über gewisse Qualitäten. Sonst war der Sturm sehr harmlos, Wirschlng ein Ausfall. In der Verteidigung ragten Emberger und Piccard heraus, die durch Ihre schlagsichere Abwehr und energisches Dazwischenfahren manchen Angriff der Degerlocher vereitelten. Di» Stuttgarter Kicker«, wieder mit zahlreichem Ersatz antretend, übernahmen sofort nach Anpfiff die Initiative. Zweimal hatte Dreher großartige Chancen, als er mit Steilvorlage» im Alleingang plötzlich vor Schepper aufkreuzte, jedoch durch langes Zögern jedesmal den Ball verlor. Erst nach 20 Minuten fand sich Offenbach zurecht und durch den rechten Flügel Sieben Stunden lang dröhnten am ersten Aprilsonntag die Motore durch die Straßen von Neuwied zum Auftakt der diesjährigen Rennsaison. Obwohl es bei Beginn der Veranstaltung zu regnen begann, hatten sich doch 70 000 Zuschauer eingefunden. Sie bekamen in elf Rennen auf der 4,66 km langen Stadtstraßen-Rundstredce prachtvolle Kämpfe zu sehen und erlebten Ueberraschungen am laufenden Band. .So fuhr nicht der Sieger der 500-ccm-Klasse, sondern der Erste der 350-cm-Klasse, der Frankfurter Theo Mack auf Northon mit 74,6 km/Std. die Bestzeit aller Nachwuchsfahrer. In dar Solo-Lizenzklasse bis 250 ccm schlug der Frankfurter Schon auf Bücker mit 82,1 km/Std. die gesamte DKW-Konkurrenz und verwies Lottes aus Marburg und Rudi Meier aus Mannheim auf die Plätze, während der Karlsruher Gablenz auf Moto-Guzzi In der Schlußrunde an dritter Stelle mit Motorschaden ausflel. In der 350- ccm-Klasse war das Bild ganz ähnlich, denn Nitschky hatte an seiner Northon Kettenschaden und Gablenz, der dieses Rennen mit einer 250-ccm- DKW bestritt und ständig an zweiter Stelle lag, blieb in der vorletzten Runde ohne Benzin liegen. Sieger Kaufhold/Buhtz wurden einige schöne Angriffe vorgetragen, die jedoch, wie alle nachfolgenden, an der elastischen Kickersverteidigung zerschellten. In der zweiten Halbzeit wurde der Tabellenführer fast ausschließlich in seine eigene Hälfte zurückgedrängt, aber erst in der 86. Minute erzielte Dreher das oben erwähnte Tor. Klasse&rmes Spiel in München Der Tabellenletzte, FC Rödelheim, wurde von den Münchenern zweifellos unterschätzt. Nur so ist es zu erklären, daß in einem armseligen Spiel die Frankfurter einen Punkt retteten, der ihnen indessen nicht mehr viel nützen dürfte. Torlose Spiele enttäuschen immer. Aber so viel Kiassenarmut sahen die Münchener in dieser Saison noch nie und sie mach- ten ihren Unmut durch langanhaltende Pfeifkonzerta bemerkbar. Schweinfurt überraschte In Augsburg Die Augsburger Schwaben hatten einen schwarzen Tag. Auch der Einsatzwille ließ zu wünschen übrig, so daß die Punkte verdient an die eifrigen Schweinfurter fielen. In der 11. Minute lenkte Srttnsteu- del nach Zuspiel von Lemm zum einzigen Augsburger Treffer ein. Im Gegenzug traf Ucko nur den Pfosten. Nach der Pause kamen die Schweinfurter besser ins Spiel, und in der 62. Min. nützte Novak eine Schwäche der Augsburger Hintermannschaft zum Ausgleich aus. Das schönste Tor des Tages fiel in der 78. Minute, als Meusel eine Flanke von Ucko direkt aus der Luft verwandelte. Bel Schwaben konnten lediglich Süßmann und Dziarstek gefallen. Die Schweinfurter wiesen eine ausgezeichnete Kondition auf. Am meiste» imponierten Gorski als Außenläufer und der Halblinke Ucko. Endlich wiedsr hoher Mühlburg-Sieg 70 000 bei der Motorrad-Premiere in Neuwied Uberraschungseiege am laufenden Band wurde der von Anfang bis Ende führende Braunschweiger Knees auf DKW mit 86,7 km/Std. vor dem Godesberger Thorn-Prikker, sowie dem Karlsruher Roland Schnell, der auf seiner Schnell - Spezial dann noch zweiter Privatfahrer wurde. Vielleicht die größten Ueberraschungen gab es in der 500-cem-Lizenz- klasse, weil hier Nitschky auf NSU in der dritten Runde mit Motorschaden an dritter Stelle liegend, ausschied, und in der gleichen Runde auch der haushoch führende Zeller aus Hammerau auf BMW auf der Strecke blieb. Der lachende Dritte war Hugo Schmitz aus Bad Ems auf Triumph, der mit 87,7 km/Std. klar siegte und zugleich die Bestzeit des Tages fuhr. Heiner Fleischmann auf seiner zehn Jahre alten NSU konnte sich nach schlechtem Start von der siebten auf die zweite Ställe Vorarbeiten, fiel aber dann wegen eines Defektes an der Zylinderkopfdichtung wieder auf den vierten Platz zurück. Die ausgezeichnet organisierte Veranstaltung, der auch Innenminister Steffa» beiwohnte, verlief, von geringfügige» Stürzen abgesehen, ohne bemerkenswerte Unfälle. B-r Die rund 10 000 Zuschauer sahen lm Mühlburger Stadion ein wenig befriedigendes Spiel. Vor allen Dingen enttäuschte die Gäste-Elf, von der man sich nach ihren Siegen gegen Schwaben Augsburg und die Stuttgarter Kickers entschieden mehr versprochen hatte. Selbst Platzer konnte sich kaum einmal hervortun und auch der vtelerwähnte Schlumpp zeigte nichts Besonderes. Mühlburg, das auch in diesem Spiel auf Rastetter und Bachtel verzichten mußte, erreichte nicht die gewohnte Form. Ueberzeugen konnte nur der Immer besser werdende Hauer, die unermüdlichen Seitenläufer Rink und E. Fischer, sowie das linke Fiügelpaar Lehmann/Roth, wobei allerdings letzterer besser Platz halten sollte. Ohne besondere Höhepunkte verliefen die ersten 45 Minuten des von Hirsch, Stuttgart, gut geleitete« Spieles. Lediglich einmal mußte in diesem Abschnitt Kllng- ler hinter sich greifen, als sein Mittelläufer Hilner den Ball über ihn hinweg ins eigene Tor hob. Nach dem Wechsel hatten die Gastgeber Sonne und Wind im Rücken und drehten nun stark auf. Als Lehmann ln der 37, Minute von Bahner gelegt worden war, verwandelte Gärtner den zugesprodienen Elfmeter sicher zum 2:0. Trotz guter Chancen wollte den Einheimischen lm weiteren Verlauf nicht* gelingen. Erst ein überraschender Seeburgerschuß brachte ln der 72. Minute den dritten Treffer. Ein Querpaß von E, Fischer zu Roth ergab durch den flinken Linksaußen Nr. 4 und in der 90. Minute stellte M. Fischer nach einem verunglückten Torabschlag Klinglers das Endresultat her. Eine klare Sache für den VfR Mannheim Immerhin waren 12 000 Zuschauer auf den Platz an den Brauereien gekommen, um den VfR gegen die abstiegsbedrohten Ulmer „Spatzen“ im Kampf zu sehen. Die Ulmer erwiesen sich aber in dieser Auseinandersetzung als zu schwacher Gegner. Vor allem ihr Sturm war eine reichlich harmlose Angelegenheit. So nahm es nicht Wunder, wenn die gute VfR-Deckung auf keine allzu harte Probe gestellt wurde. Ueberraschend war auch die schwache Form des bekannten Ulmer Torhüters Turek, auf dessen Konto das zweite von de la Vigne mit Kopfball erzielte Tor geht und der auch nicht ganz unbeteiligt an dem 5. und 6. Erfolg der Mannheimer war. Die Rasenspieler hatten von Anfang an mehr vom Spiel, und lediglich der guten Deckungsarbeit der Ulmer Verteidigung und Läuferreihe war es zu verdanken, daß es bis zum Pausenpflff nur 2:0 für die Platzherren hieß. Nach dem Wechsel wurde der VfR-Druck aber noch stärker, und auch der gute spielende Ulmer Mittelläufer Seemann sowie der vorzügliche linke Verteidiger Baumeister konnten die weiteren Torerfolge der Mannheimer nicht aufhalten. Die Tore schossen: 11. Minute Mittelstürmer Löttke (1:0), 34. Minute Linksaußen de la Vigne (2:0), 65. Minute Stiefvater (3:0), 75. Minute Löttke (4:0), 81. Minute Linksaußen Göbel (4:1), 84. Minute Langlotz (5:1), 85. Minute. Löttke (6:1) und 89. Minute Göbel (6:2). Schiedsrichter begünstigte Nürnberg Der Club spielte vor 35 000 Zuschauern für einige Zeit letztmals im Stadion, das überholt wird. Es gab eine dramatische Partie zwischen diesen beiden alten Widersachern. Die Stuttgarter präsentierten sich wieder in einer ausgezeichneten Verfassung. Vor allem der Sturm bestätigte erneut seine Gefährlichkeit. Barufka und Läpple gefielen durch eine Reihe von Kabinettstückchen. Wenn der VfB trotzdem mit einer Niederlage abziehen mußte, so verdanken die Nürnberger ihren Erfolg zu einem guten Teil dem Frankfurter Schiedsrichter Pieroth, der di» Gäste offensichtlich benachteiligte. Übelsin II erzwang in der 5. Minute dl« Führung. Bei im Felde ausgleichenden Leistungen (aber besseren Torchancen der Stuttgarter) fiel erst ln der 48. Minute durch Barufka der Ausgleich. Auf ein angeschossenes „Hand“ gab Pieroth einen harten Elfmeter, den Knoll zum 2:1 verwandelte. Durch einen Freistoß von Gebhard hieß es dann 3:1. Als wenige Minuten später Klein eine Ecke einköpfte und eine Wendung des Spieles erneut im Bereich der Möglichkeit stand, wurde da# Spiel sehr hart Eintracht Frankfurt gab eine dürftige Vorstellung Mehr als dürftig war das, was dl» einstmals so starke Frankfurter Eintracht gestern auf dem Waldhof vor 6000 Zuschauern zeigte. Wenn es aber bei einem 2:0-Sieg der Waldhöfer blieb, so verdanken das die Frankfurter Gäste vor allem ihrem erstklassigen Torsteher Henig und ihrer meist 7 bis 8 Mann starken Verteidigung. An dieser massierten Abwehr scheiterte letzten Endes immer wieder der schußfreudig aufgelegte Waldhof- Sturm, in dem Herbold auf Halbrechts und Lipponer als linker Verbinder hervorstachen. Neben diesen beiden wären noch der alte Kämpe Rohr und Krämer zu nennen. In dar 16. Minute bekam der gefährliche Halbrechte Herbold eine wunderbare Vorlage von Siffling und schon hieß es 1:0. Trotz stärkster Bemühungen der Waldhöfer sollte es bis zur Pause bei diesem knappen Vorsprung bleiben. Zwei Minuten nach Wiederanspiel war es Lipponer, der von Rohr gut bedient, Henig im Frankfurter Tor zum zweiten Male das Nachsehen gab. In der letzten Viertelstunde hatten die Mannheimer nur noch neun Spieler auf dem Felde, als Schall verletzt vom Platz getragen werden mußte und vorher schon Siegel so angeschlagen worden war, daß er mit Linksaußen Hölzer den Posten tauschen mußte und nur noeh als Statist mitwirken konnte. Kickers Offenbach 25 70:23 42:8 Bayern München 25 54:32 32:18 VfR Mannheim 25 44:36 32:18 Kickers Stuttgart 23 45:41 27:19 1860 München 25 45:36 27:23 SV Waldhof .25 44:38 26:24 VfB Stuttgart 24 47:42 25:23 VfB Mfihlburg 25 46:38 24:26 1. FC Nürnberg 25 47:44 24:26 FSV Frankfurt 25 36:43 24:26 Schweinfurt 05 26 36:50 24:28 Schwab. Augsburg 23 33:38 22:24 Eintr. Frankfurt 26 25:38 22:30 BC Augsburg 24 35:54 16:32 Ulm 46 25 27:47 16:34 FC Rödelheim 25 29:63 13:37 Als Nachfolger von Hans Hofmann wurde in der Generalversammlung des 1. FC Nürnberg Rechtsanwalt Dr. Fram zum ersten Vorsizenden gewählt. Lizenz-Nummer US-WB 116, Herausgeber und Chefredakteur Felix Richter. Stellv. Cbefred. Heinz A. Dechant (in Urlaub) Redaktion«. mttgllederi Max (Relsenheyner, Helmut Haag, Wim. Hagenmeyer, Rudolf John, Hanns Mohn, Dr. W. Oberkampf, Otto P. Paeffgen, Hildegard P-ierits, Adolf Rohrhirsch, Josef Werner. — Mit vollem Verfassernamen gezeichnete Beiträge stellen rächt unbedingt die Meinung der Re- daktion dar. Nachdrude von Origlnalbeitr&gen nur mit Genehmigung gestattet, dar Htiarungs- recht bleibt unberührt. Für unverlangt dinge, sandte Manuskripte keine Gewähr. — Verlage Süddeutsche Allgemeine, Zeitungsverlag GmbH. Verlagsdirektor Dipl.-Ing. Herbert Lohmayar. S)ot4 < • lf »nb»; n lackiert 29.50 3 '• *” ,w *«h.l„ su ,„ AüJw ; Te XTILHAUS Zu verkaufen Herren- u. Knabenrad, gebr., preisw. zu verkauf. Blocher, Khe., Gerwlgstr. 20. Schlafzimmer, komplett, hell Eiche, Küche dreiteilig, weiß, zu verkaufen. Merkel, Yorckstraße 65, III. Stock Chaiselongue 70 DM, Sofa 40 DM, 30 Pfd. Roßhaar 70 DM, zu verkaufen. Markgrafenstraße 25. 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