18 80· 1 — Samslag/ Sonnlag. 11/12.junl 1949 Erscheint täglich außer sonn- und teiertags. Bezugspreis monatl. DM 2.50 zuzügl. DM 0.40 Trägerlohn. Posthezieher monatlich DM 3.900 (einschl. Zeitungsgebühr) zuzüglich Zustell⸗ tzebühr.— Antzeigenpreis: ispaltig 46 min breit DM 0.50 per mm nach Preisliste Nr. 1 ügeblalt Keffer, Gold-· he 44 84. UDNABHINGdMIGE HEIDELBER0GER ZEITUNMGdũ FPariser Konferenz: Myschinsltis„Friedensverirag“ nichi ernsi gemeint Nuuſsdſlandheimhehrer berichten · Schach: Unzicker führi · Siucſlenfenspori Kurz vor Redaktionsschlußft! Lehhle Meldungen-bis heule Mittag: China ruft USA zu Hilfe Washington Eig. Bericht). Vertreter der chi- nesischen Nationalregierung haben hier einen Antrag eingereicht, die amerikanischen Hilfslei- stungen wieder aufzunehmen bzw. zu verstärken. In Washington hält man die Aussichten nicht für großl, so lange die Nationalisten nicht einen Be- wWeis für stärkere Aktivität und Erfolge im Bür- gerkrieg liefern. In parlamentarischen Kreisen Wird gefordert, daß Acheson nach seiner Rückkehr aus PFaris dem Kongreſß einen Bericht über die Lage in China erstattet. Labourregierung gegen Streikdruck London. Gig. Bericht). In den Verhand- lungen der englischen Regierung mit den Ge- Werkschaften der Eisenbahner und der Seeleute ist eine ühnliche Lage eingetreten, wie in den Verhandlungen der Westmächte mit den Russen. Der Arbeitsminister hatte an die Gewerkschaften einen Brief gerichtet, in dem es heißt, daß die Reglerung nicht unter Druck verhandeln Könne. Die Gewerkschaften werden daher auf- gefordert, für die Beseitigung der wilden Streiks einzutreten. Bemühungen, den Sonntagsverkehr auf den Eisenbahnen wieder zu normalisieren, hatten nur teilweise Erfolg und auch in dem Hafenarbeiterstreik von Liverpool ist eine Entspannung nicht eingetreten. D.-Mark und Ostmark Berlin, Die Berliner Wechselstuben werden von Samstag an die Westmark wieder mit 4.60 in Kauf und mit 4,80 im Verkauf handeln, Was einer Parität von 20,80 bzw. 21,70 Westmark für 100 Ostmark entspricht. 32-Millionen-Kredit gegen Arbeitslosigkeit Stuttgart. Der Direktor der amerikanischen Militärregierung, General Groß, teilte vor der Presse in Stuttgart mit, daß nach dem Ergebnis einer Umfrage bei 40 württemberg-badischen Betrieben nur ein 32-Millionen-Kredit eine grohe Arbeitslosigkeit in Württemberg-Baden verhin- dern könne. Wenn dieses Geld nicht innerhalb von 90 Tagen zur Verfügung stehe, müßten von 30 000 Arbeitern dieser Werke 12 000 entlassen Werden. Dem Staat fiele dann jeder Arbeitslose mit jährlich 1600 DM Unterstützung zur Last. * Königstein. Die Ernährungsminister der Dop- pelzone sprachen sich in Königstein dafür aus, die Bewirtschaftung von Fleisch, Brot, Fett und Zucker im Interesse der Versorgung der s0z1al sSchlechter gestellten Bevölkerung beizubehalten. Konfèrenzteilnehmer deuteten Aber an, daß erwogen worden sei, die Bewirt- schaftung und Rationierung der übrigen Lebens- mittel zu erleichtern. Die Ernährungsminister besprachen ferner die Angleichung der Lebensmittelpreise an den 30- Cent-Kurs, Sie waren einstimmig für den Vor- schlag der Agrarkommission des Zweizonenrates, das inländische Preisgefüge beizubehalten. Dazu müßten jedoch die Importe an Getreide, Futter- mitteln, Oelsaaten und Düngermittel subven- tioniert werden. Die vom Preisrat auf 209 Millio- nen DM berechneéten Subventionen zur Frhal- tung des inländischen Preisgefüges wurde von den Ernährungsministern mit Vorbehalt an- genommen. Bevin gegen Iäuschungsmanöver Keine Marionelienregierung für Deulschland X Paris.(Eig. Bericht), Der plötzliche Vorstoft Wyschinskis, der am Freitag verlangte, jetzt die Frage des Friedensvertrages mit Deutschland zu verhandeln, wird von den drei westlichen Auſßenministern als ein Propa- gandatrick bezeichnet. Moskau wolle mit diesem Vorstoß nur die Aufmerksamkeit der Welt und Deutschlands davon ablenken, daſ Wyschinski im Auftrag von Stalin alle bisherigen Möglich- keiten über Deutschland oder auch nur über Berlin zu einer Einigung zu kommen, vereitelt habe. Der Vorschlag Wyschinskis sieht vor, daß eine Kommission beauftragt wird, innerhalb von drei Monaten den Entwurf zu einem Frie- densvertrag vorzulegen, und daß ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Vertrages die Besatzungs- armeen zurückgezogen werden sollen. Der französische Außßenminister Schuman sagte, die Motive des russischen Vorschlages seien durchsichtig genug und er könne nur das gegenwärtig dringende Programm der Konfe- renz stören. Acheson erklärte, diesen russi- schen Vorschlag können wir überhaupt nicht ernhaft nehmen. Die Konferenz habe nur noch wenige Tage zur Verfügung, um auch nur die zunächst dringenden und daher gegenwärtig wichtigeren Dinge zu behandeln. Auf dem Pro- gramm stehe ja außerdem noch der Friedens- vertrag innit Oesterreich. Es werde den Russen nicht gelingen, die westlichen Mächte durch dieses Ablenkungsmanöver von ihrer Marschroute abzubringen. Ernste Worte Bevins Besonderen Eindruck machte die bedeutsame Erklärung des britischen Außenminister Bevin, der mit großen Ernst sprach. Er erklärte u. a. „Wir wünschen eine deutsche Zentralregierung, aber keine zentralistische Regierung in dem Sinne, daß sie erneut zu einer Diktatur führen könnte. Vor allem wünschen wir keine Mario- netten-Regierung. Wir wollen die Gewähr haben, daß diese Regierung das Volk wirklich repräsen- tiert. Wir wünschen einen Friedensvertrag mit Deutschland, einen gereéchten Vertrag, dessen Vorbereitungen allen, einschlieflich den Deut- schen, auf angemessene Weise gehör gegeben wird. Wir wollen den Deutschen nicht fälsch- licher Weise vorgeben, wir seien dabei, für sie einen Friedensvertrag auszuarbeiten, wenn in Wirklichkeit nicht die Absicht besteht, Deutsch- land seine Freiheit und Souveränität zurückazu- geben. Dies ist die wohlüberlegte Ansicht der britischen Regierung. Auf diesem Standpunkt stéhen wir jetzt. Wir wünschen eine Regelung. Die Frage ist, wie wir sie erreichen können.“ Bevin fuhr fort:„Ich bin jedoch nicht bereit, die Deutschen oder uns selbst init den Vorschlä- gen zu täuschen, die uns heute vorgelegt wur- den. Wir wuhßten von ihnen seit der Warschauer Erklärung.“(Bevin spielte mit den letzten Wor- ten auf die Erklärung der Warschauer Außlen- ministerkonferenz der osteuropäischen Staaten vom Sommer des vergangenen Jahres an). „Augenblicklich scheint es, als traue niemand dem anderen“, fuhr Bevin fort.„Die sowietische Regierung muſß Vertrauen zu uns haben können. Ich werde die britische Regierung anweisen, Sachverständige und Beamte zu stellen, um alle diese Fragen zu prüfen. Wenn auf diplomatischem Wege ein Termin für eine neue Konferenz des Aubenministerrates festgelegt worden ist, kön- nen Wir auf dieser neuen Konferenz vielleicht in einer günstigeren Atmosphäre zusanunenkom⸗ men, die uns gestattet, ein wirklichet demokxa- tisches Deutschland zu schaffen.“ Der Auftenministerrat beschloß, amn Sonnabend keine Sitzung abzuhalten, aber am Sonntag zusammenzutréten. Diese Entscheidung deutet dhraut hin, daß hinter den Kulissen die Bespre- chungen über die Aufhebung der Berliner Ver- kehrsbeschränkung fortgesetzt werden,. Man hat daher noch nicht gänzlich die Hoffnung aufge- geben, daß im unmittelbaren Anschluß an die Aufhebung der getarnten Blockade durch die Russen doch noch über das Ost-West⸗- Handelsabkommen eine Einigung erzielt wWerden könne. Es scheint, daß die Russen genau darüber unterrichtet sind, wie die Westmächte sich dieses Handelsabkommen denken. Sie haben also Zeit, sich zu überlegen, ob sie dies für vor- teilhaft halten. Holtenübungen der Westunion Uber einhundert Kriegsschiffe im Golf von Bislcaya ondon. Ueber einhundert Kriegsschiffe und etwa 22 000 Mann werden, wie die britische Admiralität am Freitag bekannt gab, an gemein- samen Flottenübungen des Westeuropa⸗ Union teilnehmen. die zwischen dem vierten und slebenten Juli in Golf von Biskaya und im Krmelkanal stattflnden sollen. Der Oberkommandierende der britischen Hei- matflotte, Admiral Sir Roderile MeGrigor, wird das Kommando führen. Von französischer Seite nimmt Vizeadmiral Lambert und von holländischer Seite Konteradmiral Willinge Wahltermin 14. Augusl Der drohende Verfassungs konflikt um das Wahlgesetz Wiesbaden(DPD). Auf einer Konferenz der elt Westdeutschen Länderchefs in Schlangenbad bei Wiesbaden kam es am Freitagmittag zu lebhaf- ten Debatten über die Abänderungswünsche der Militärgouverneure zum Westdeutschen Wahl- gesetz. Teilneihmer der Konferenz erklürten dazu, die Forderung der Militärgouverneure an die Ministerpräsidenten stelle einen Eingrifl in die Rechte des Parlamentarischen Rates dar, und es entstehe die Frage, wofür es gut sein solle, das neue Verfassungsleben in Deutschland mit einem Konflikt zu beginnen. Die Länderchefs würden gut bereten sein, wenn diese Uberlegun- gen den Militérgouverneuren schrittlich vorge- tragen und eine Entscheidung der Gouverneure erbitten würden, oh der parlamentarische Rat erneut mit dem Gesetz befaſzt werden sollte, oder ob die Länderchefs das Gesetz von sich aus ver- künden sollten. Zur Klärung der staatsrechtlichen Fragen über tllesen Komplex hatten die Lünderchefls am Frel- tag den Heidelberger Staatsrechtler Prof. Dr. Jellinek aukgefordert. Jellinek erkannte den KHinspruch des parlamentarischen Rates gegen die geplanten Anderungen des Wahlgesetzes durch Hie Westdleutschen Ländercheks als bèerechtigt an, bs sel denn, daßh die Militärgouverneureé und dle Länderchefs sich auf den Standpunkt stellten, daßß der parlamentarische Rat vom Augenblick der Verkündung der westdeutschen Bundesver- fassung an als nicht mehr exsistent zu betrach- ten sei. Die Konferenz wurde am Freitag beendet, ohne dalßß das Wohlgesetz verkündet worden ist. Mi- nisterpräsident KoPpf teilte mit, daſb als Termin für die Wahl zum ersten Bundestag trotz der bestehenden Unlclarheiten über das Wahlgesetz der 14. August in Aussicht genommen worden sel. Die Länderch As wollen am 14. Juni zu einer neuen Konferenz in Schlangenbad zusammen- treten. Deutscher Demontagenppell an Acheson? Düsseldorf. Das Zugeständnis des britischen Gouverneurs, keine bedeutenden Werlesanlagen ohne vorhergegangene genaue technische Uber- prüfung in Zusammenarbeit mit deutschen Fach- leuten abzubauen, gibt, wie der Wirtschafts⸗ minister von Nordrhein-Westfalen Prof. N61⸗ tinß erklürt, den deutschen Stellen zeitlich die Löglichlceit, sieh an Außlenminister Acheson zu wenden und den Fragenlcomplex durch amer Kunische Wirtschaktssachvergtändides beurtellen àu lassen.— an den Ubungen teil. Die an den Manövern be- teiligten Schifte werden sich Ende Juni bei Pen- zance in Süd-West-England sammeln. Im Armel- kanal werden Minenräumungsübungen statt-⸗ finden, an denen auch belgische Schifle beteiligt sind. Britischerseits nehmen aa den Flotten- manövern drei Flugzeugträger, ein Schlachtschiff, drei Kreuzer, ein U-Bootmutterschiff, 17 Zerstö- rer, sechs Begleitschifle, zwei Minenleger, zehn U-Boote, elf Minenräumboote, acht Schnellboote und ein Tankschiff teil. Die französische Flotte wird durch einen leichten Flugzeugträger, drei Kreuzer, zwei leichte Kreuzer, einen Zer- störer, ein U-Bootmutterschiffl, sechs Begleit- schiffe, fünf U-Boote und acht Minenräumboote Vertreten sein. Die Niederlande stellen einen Kreuzer, ein Versorgungsschifl, ein Radarver- suchsschiff, einen Zerstörer, zwei Begleitschifte, zweli U-Boote und sieben Minenräumboote. Die boelgische Flotte ist durch vier Minenräum- boote vertreten. Ungarns Auflenminister zu energisch X Budapest.(Eig. Bericht) In Ungarn fand eine Umbildung des Kabinetts statt. Das Minister- Präsidium der neuen Regierung übernahm Itvan- dobi(Kleinlandwirtepartel.), Das Außenministe- rium wurde Gyula Kallali, dem bisherigen Kabinettschef des Staatspräsidenten Übertragen. Der neue Außenminister gehört dem Vorstand der Kommunistischen Partel an. Als Gründe für das Pplötzliche Verschwinden des bisherigen Außßenministers Rajk aus dem politischen Le- ben gibt man seine Feindschaft zum General- sekretüär der kommunistischen Partel, Rakosl, an. Außßerdem beschuldigt man ihn, als Außenmini- ster die Interessen Ungarns bel den Handels- besprechungen mit der Sowietunion zu energisch vertreten und sich daher„natlonalistischer Nei- Kungen“ verdüchtig gemacht zu haben. Fernor Oslo, Die norwegtsche Schriftstellerin und Nobelpreistrügerin Sigrid Undset ist am Freitag nach kKurzer Kranlcheit im Alter von Unzeitgemäßes im Uberqang Von Karl Silex Wie auch Paris ausgeht— wir befinden uns im Ubergang von der Militärregierung zu einer eigenen Regierung, die zwar noch nicht souverän ist, aber doch einige wesentliche Schritte ohne Gouvernante tun darf. Wir gehen dem Zeitalter der Hohen Kommissare entgegen, die schon er- nannt sind. Schon der Titel trägt Ubergangs- chärakter. Aus dem Hohen Kommissar in Agyp- ten ist längst ein britischer Botschafter gewor- den, womit wir nicht andeuten wollen, daß wir unseren Hohen Kommissaren das gleiche halbe Jahrhundert Lebensdauer wünschen. Wenn die Weltgeschichte sich nicht so häufig und schnell ünderte, brauchten die Kinder in der Schule nicht so viele νσν’ ien zu lernen. Für das Amt des amerikanischietr Hohen Kommissars ist nun gar ein Ubergang zum Ubergang ins Auge gefaßlt. Es wird aus Washington gemeldet, daſ Mr. MecClioy schon möglichst bald, noch vor dem Ende der Militärregierung, herüberkommen soll und dab er bis zum Inkrafttreten unserer Bundesreglerung den Zwischentitel führen soll „Militärgouverneur(zeitweilig)“ Wir werden erwachsen Wir werden also in absehbarer Zeit zu den Erwachsenen gerechnet. Daß das zur Zeit noch nicht der Fall ist, erfuhr in diesen Tagen einer von den bejahrtesten unserer Staatsmänner, der Oberdirektor Pünder, der höchste staatliche Funktionür aus dem nun bald zu Ende gehenden Ubertzüntzsstadium des Wirtschaftsrates. Man könnte ihn kast eine Art von Bundeslkeanzler nennen, und die Direktoren seiner verschiedenen Verwaltungen sind unsere eigentlichen„Mini- ster“, ein Titel, der seinen Seltenheitswert ver- loren hat, auch wenn er gern mit„a. D.“ bis ans Lebensende weitergeführt wird. Herr Pünder wollte mit Herrn Hartmann zur Moralischen Auf- rüstung nach Caux fahren. Die Schweizer Visen gehen bei Caux sehr schnell, und sogar das ame- rikanische Ausreisevisum bereitete durch unge- Wohnte Schnelligkeit eine angenehme Uber- raschung. Die Koffer waren gepackt, der Urlaub wWar genommen, als in einem Brief des Zwei- mächtekontrollamtes das Visum wieder zurück- gezogen wurde. Pünder ist mit Recht gekränkt und empfindet eine Schulmeisterei darin, wenn er darüber belehrt wird, daß er und sein Finanz- minister nicht gleichzeitig von Frankfurt ab- wWesend sein dürfen. In den paar Tagen wäre die Welt— nun schon gar von Frankfurt aus— Wohl nicht aus den Angeln gegangen. Der Stachel bleibt zurück, nicht nur bei Pünder. Es ist keine Haupt- und Staatsaktion, die man mit tierischem Ernst verfolgen müßte, aber so ganz auf die leichte Schulter nehmen Erwachsene so estwas nicht, worüber jeder Unteroffizier und jeder ergraute Weltkriegsrekrut nicht nur bei uns einige Kommißerfahrungen zum besten geben Könnte. Die Umerzlehung Außßer den Ameritcanern in der Militärregle- rung kommen viele andere Amerikaner auf Be- such oder in allerhand Geschäften über den Ozenan. Es ist eine anigenehme Eigenschaft der Amerikaner, von ihrer Freundlichkeit, ihrer sprichwörtlichen„Kindness“, reichlich Gebrauch zu machen, wenn sie einen anderen Menschen treflen, und so sagen sie denn schon meist nach den ersten Worten, sie hätten s0„Sschreckliche Fehler in Europa“ gemacht. Besonders liebens- Würdige Amerikanerinnen können dabel ganz temperamentvoll werden. Was sind denn das nun für schreckliche Fehler? In der Großen Politile können wir mit den Amerikanern doch zufrieden gein, sie haben sich als gute Anwälte unserer Sache bewührt, bessere, als wir wohl zu erwar- ten ein Recht hatten. Mit ihrer Llebestätigkeit kür den geschlagenen Feind sind sie vorbildlich. Aber manchmal fragen sie sich doch, ob es ihnen eigentlich schon viel genützt hat, daß sie dazu noch die Hältte unserer Lebensmittel besorgen und für die Ankurbelung unserer Wirtschalt Unersetzliches leisten. Es ergilbt sich dann wohl der Vorwurt, daßß die Deutschen eine ganze Reihe von„Kleinigkeiten“ stärker bewerten, als die groben Geschenkce. Es soll hier keine Aufrech- nung begormen werden. Aber zu diesen Kleinig- keiten gehören in erster Linie die psycholo- gischen Fehler der sogenannten Umerziehung. Wie würe es, wenn sich auch die Bürokraten in der Militärreglerung innerlich aut ſenes Uber⸗ Kangsstadtum elnstellen würden, das in dem neuen Titel„Militärgouverneur(zeitwellig)“ 30 taktvoll zum Ausdrucle korumit? Wir haben inzwischen beobachten können, daß U1 Jahren in Oalo verstorbenn LJein Varwaltunssapparat in allen Ländern doch Seite 2/ Nr. 16/17/ Samstag/ Sonntag 11/12. Juni 1949 Cageblatt recht ähnliche Züge aufweist, wozu sein Behar- rungsvermögen rechnet, Im April hatte der Ame- rikaner Walter Lippman, dessen Wochensprüche im„New' Vork Herald Tribune“ erscheinen, ge⸗ sagt, es sef gar keine Fruge mehr, ob die Militär- regierung liquidiert würde, sondern nur noch, Wie sie liquidiert würde. Nach sechs Wochen bringt das Blatt jetzt als Antwort die Leser- zuschrift eines höheren Beamten der Militär- regierung in Hessen. Wenn so lange Zeit ver- strich, so haben seite Auskührungen Vielleicht einer höheren Stelle vorgelegen. In den angel- sächsischen Ländern derf ja der Beamte weder Parlamentarier sein, noch sich politisch in der Oflentlichkeit betätigen. Die lange Zuschrift Unterstrélcht die schwierige Aufgabe, die der Militärregterung 1945 gestellt wurdle, und die Unbezweilelbaren Leistungen auf vielen Gebie- ten. Sle komint zu dem Schiuß, daß die Aufgabe noch nicht beendet seil, und betont, daß es mit der Erziehung eben doch noch hapere. Das Klima der Amtsstube Drüben und in Fugland heißen die Beamten hteivil servants“, sle sind also Dlener und die Gloriole des Amtes schwebt nieht um ihre Häup- ter. Liegt es an unserem Klima— mit allem, was Aamit zusammenhängt—, daß unser Amtsbegriff Einfach in den Büros steckt und jeden ergreift, dGer sich dort auf einen Stuhl setzt? Die genannte Zuschritt geht von dem größten Wohlwollen für Uns Deutsche aus, aber aus diesem Wohlwollen Beraus möchte sie uns unbedingt welter er⸗ ziehen. Auch wir glauben nicht, daß unser natio- naler Frziehungsprozeß schon abgeschlossen ist. Im Gegenteil, Bel manchen Gesprächen in der FEisenbahn, oder wo sonst Unbekannte sich gegen- seitig mit hren Weisheiten vertraut machen, möchte man sich an den Kopf fassen. Um- erzlehung ist und bleibt aber ein schwieriges Kapitel. Dem Dr. Bunche, der als Nachfolger des Grafen Bernadotte nach Palästina ging, ver- Hankt Amerika und die Welt den Fortschritt Eirler der wichtigsten Fragen der Gegenwart, In Anerkennuntz seines gro dGiplamatischen Ge- gchlekes bot mim Präsident fFruman den Posten des Unterstaatssekretärs für nahöstliche und afrikkänische Angelegenheiten an. Bunche lehnte taktvoll mit dem Hinwels darauf ab, dabß sein Gehalt beli den Vereinten Natlionen etwas höher sei und er für seine Famille zu sorgen habe. Der Presse sagte er, dahb die Rüclesicht auf Frau und Kinder ihm verbiete, nach Washington zu ziehen und sie der Atmosphäre der àmerikanischen Bundeshauptstadt auszusetzen, wo die rasstschen Prennungsgesetze in Kraft sind. Bunche ist Neger und Truman bemüht sich immer noch vergeblich um die Umerziehung des Kongresses im Sinne selnes„Gesetzes für dle bürgerlichen Rechte“. Hemontase Feht, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen. Eln neéuer Geist ist wie elne zurte Pflanze, die behut- Sam zu hegen ist. Lieſhe sich nicht alles Unzeit- gemkße vermeiden? Dieses Unzeſtgemüßhe, das nur geelgnet ist, den Blick für das Zeitgemäßhe zund damit für das Wesentliche zu trüben. Wenn dię Allilerten gleich nach der Kapltulation eine Krlegsindustrie, deren Geführlichkelit slie jahre- lang erlebt hatten, gesprengt und beseitigt hät⸗ ten, so würden uns diese Werke zwar jetzt auch nicht für den friedlichen Wiederaufbau zur Ver- kügung stehen. Das kann aber nicht das Argu- ment dafür sein, daß nach vier Jahren Kkaltblütig Anlagen vernichtet werden, über deren Brauch- bärkelt für Zwecke des Europhischen Wieder- aufbauprogramms, kein vernünktiger Zweltel be⸗ stehen Kkann. Vier Jahre lang haben sich arbei- tende Menschen darum bemüht, mit solchen Maschinen und Anlagen Arbeitsplätze zu schaf- ken, die Wunden des Krieges zu hellen und wenig- stens einem Teil der zwölf Milllonen Flüchtlinge neue Lebenshoffnungen zu machen. In England ist Labour an der Reglerung un ddie Labour- Partel hat doch sicher nicht die Absicht, die be- freundeten deutschen Gewerkschaften in eine noch schwierigere Lage zu bringen. Unsere Ge⸗ Werkeschaften haben sowieso schon keinen ein⸗ kachen Stand gegenüber radikalen Bestrebungen. Es kann doch auch in London nicht übersehen Worden sein, welche großen Verdienste gleh die deutschen Gewerleschaften durch eine entsagungs- volle Stilhaltepolitik in Lohnfragen um das Ge- Ungen des großen deutschen Wührungs- und Wirtschattsexperimentes und damit um den Furopkischen Wiederaufbau erworben haben. Was 1945 schocktertig als eine unmittelbare Folge des Hſtlerlschen Krlegswahnes hingenom- men wäre und damals vielleicht gar zu einer gchmerrhaften erzleherlschen Selbstbesinnung hütte führen können, das muß heute nach vler Jahren, in einer veründerten Weltlage, jenen Trotz herausfordern, den angedrohte Gegenmaß- regeln nicht aus den Herzen reillen können. Unter solchen Umstünden geduldig zu bleiben, ist inm Durchschnitt der Menschen der gröheren Zahl nicht gegeben. Da ſst auch mit Argumenten nilcht viel zu machen, und es ist Kkein Trost für den Arbeitslosen, hn darüber zu belehren, daſ ja tatsüchlich durch weltgehende Mllderung der ursprünglichen Demontagepläne Tausende von an- deren Arbeltsplätzen erhalten hlieben. Wer Ge- duld haben wWill, mußz selbst Geduld üben. Er mulh auch einsehen Können, daſß er heute nicht nachholen kann, was m vor Vier Jahren kaum zeitgemäß schlen, und was er heute— Hand aufs Herzt— sicher nicht mehr als zeitgemkhß an- erkennen kann,. Klug war es sicher nicht, diese Dinge sich abspielen zu lassen, während dle Außgen der Deutschen aus vier Zonen nach Paris Cerichtet sind. London. Zwischen Ungland und Indten be⸗ garmen neue Besprechungen Über die Lüquidie- rung der hohen Sterlingschuld Englands an In⸗ dien, Über die im vorigen Jahr eine Art von Stillhalteabkommen geschlossen War. Demontageprozeß in Hambutg Die Maschinen von Blohm K Vohz Von unserem Korrespondenten E. H. Hamburg.(Eig. Bericht), Blohm& Voß: das ist für Hamburg ein Begrifl. Die Hellinge sind gesprengt, aber der Begriff ist geblieben. Die Ar- beiter dieser Baustätte vieler und berühmter Schifle gehörten zur Elite der Hamburger Ar- beiterschaft. Und das will viel heißen. Jetzt stehen die Inhaber Walter und Rudolf Blohm vor dem Summary Court der englischen Militärregie- rung, der in einer Art Voruntersuchung ent- scheiden soll, ob die Beschuldigungen ausreichen, den Fall vor den High Court zu bringen: zwi- schen dem 1. April 1948 und dem 14. Februar 1949 sollen Betriebsanlagen und Maschinen, die für die Demontage vorgesehen waren, der Beschlag- nahme entzogen worden sein. Man habe die allſlerten Behörden durch falsche Schriftstücke zu täuschen gesucht. Ein Lademeister, der als Zeuge aufgerufen wird, verweigert die Aussage: ein stummer Protest gegen den Widersinn der Demontage und ein vom Staatsanwalt offenbar nicht erwartetes Be- ktentnis zur Gemeinschaft von Prinzipal und Ar- beiter. Als die Besatzungstruppen in deutschen Wohnhäusern Quartier bezogen, verboten sie den Bewohnern, Wert- oder Gebrauchsgegenstände zu entfernen. Wer aber hätte nicht versucht, wenig⸗ stens das eine oder andere Stück zu retten? Viel- leicht ist bei Blohm& Voß etwas Ahnliches ge- gchehen. Die Engländer waren wachsam. Ein Public Safety Officer spürte in Altona Maschinen auf, die den vermißten glichen. Die vorgelegten Papiere, denen zufolge zie aus der russischen Zone bezogen zein sollten, überzeugten ihn nicht. Er war dafür verantwortlich, daß) 15 Nationen mren Anteil an den Maschinen von Blohm& Voß bekamen. Es erschien ihm unwesentlich, daßb es gich bei den fraglichen Maschinen um 0,5 Pro- zent des Wertes der ganzen Wertt handelt. Das lateinische Rechtssprichwort:„Um Kleinigkeiten kümmert sich der Richter nicht“, hat hier keine Gültigkeit. Die Verhandlung vor dem Summary Court ist falr. Die Umgangsformen sind anders als vor zwel oder drei Jahren. Den Verteidigern, dar- unter der aus dem Harlan-Prozeſß bekannte Dr. Zippel, werden keine Beschränkungen auferlegt. Aber der Fall wird wahrscheinlich an den High Court weitergehen. Soll ein Exempel statuiert werden? Soll der Prozeſ gegen Blohm& Voß den Auftakt zu anderen Prozessen ähnlicher Art bilden? Aber niemand spricht von den tausen- den deutscher Maschinen, die ohne Demontage- befehl auf Verlangen englischer Konkurrenz- flrmen weggenommen worden sind. „Demontage schafft Bitterkeit zwischen den Deutschen und den Alliierten, wo Herzlichkeit und Vertrauen herrschen sollten, Die Autorität des küünftigen deutschen Parlamentes wird unter- miniert, weil es sich als machtlos gegen das er- Weist, Was die Deutschen als mutwilligen Vanda- Usmus betrachten, Man sollte den Deutschen, die ehrlich versuchen, ein demokratisches Regime zu errichten, nicht Steine in den Weg werfen.“ Der Lademeister, der die Aussage verweigerte, hätte vielleſcht nur davon gesprochen, daß es sinnlos ist, deutschen Arbeitern(bei steigender Arbeitslosiglceit) Arbeitsmöglichkeiten wegzu- nehmen. Aber er hätte das Gleiche gemeint: macht endlich Schluß mit den Demontagen und allem, was drum und dran hängt. Auch mit Pro- zessen wie dem gegen Blohm& Voß. Denn das lst der Sinn des obigen Zitates, das keiner„natlſo- nalistischen“ deutschen Zeitung, sondern der Londoner Zeitschrift„Spectator“ vom 3. Juni entnommen ist. Die Organisation der Hohen Kommisslon Auigaben der alliierlen Ikiverwaltung Von unserem Korrespondenten Frankfurt(Eig. Bericht). Dle Direktive des Prüsidenten Truman für den amerilcanischen Ho- hen Kommissar in Deutschland gestattet, zusam- men mit dem Wortlaut des Besatzungsstatutes, einen ersten Uberblicle Über Vollmachten und Funktionen der künftigen Hohen Kommission, als die sich die alliterte Zivilverwaltung in der Westdeutschen Bundesrepublile Deutschland re- präsentleren wird. Es fehlt noch das Organisa- tonsstatut dieses Triumvirates, das in großen Zugen aut der letsten Washingtoner Außlenmini- Alst schade, dah Uberhaupt Veramlassung be- gterkonkerenz entworten worden ist und gegen- würtig in den drei Hauptstädten geprükt wird. Jedoch dürtte das Truman-Dokument das Mini- mum dessen darstellen, was die Alliierten Re- gierungen mren Hohen Kommissaren an Befehls- gewalt mit auf den Weg geben werden. Es ist kein Geheimnis, daß der Guai d'Orsay für Fran- cols-Poncet eine noch stärkere Position schaffen möchte, als sie für Mecloy im Augenblick um- rissen worden ist. Von entscheidender Bedeutung für den rel- bungslosen Ablauf einer zivilen Verwaltungs- mäschinerie sind klare Bestimmungen Über die Kompetenzen jedes einzelnen der drei Män- ner und Über diejenigen des Gremiums als Gan- 268. Man hegt daher in allilerten Kreisen ganz allgemein die dringende Erwartung, daß man aut jeden Fall nicht den gefährlichen Hemmschuh des Vetos in die Satzung der Hohen Kommis- sion einbauen wird. Es hat sich bisher erwiesen, daß die westalliierten Militärgouverneure auch ohne ein Vetorecht ausgekommen sind, während der Viermächtekontrollrat letzten Endes am rus- gischen Dauerveto zugrunde gegangen ist, Wenn man sich vorstellt, daß die Bestrebungen, schließ- lich zu einem deutschen Einheitsstaat zu gelan- gen, notwendigerwelse in eine vlerköpflge Hohe Kommisstlon ausmünden müßten, in denen auch ein russtscher Hoher Kommissar amtleren würde, gewinnt die Lösung des Abstimmungsrechtes eine entscheidende Bedeutung. Aus dem Besatzungsstatut geht hervor, daß die den Alltierten vorbehaltenen Rechte sich keſ- neswens in einem bloßen„walt and see“ er- schöpfen, sondern nach wie vor den Schlüssel zum öflentlichen Leben Deutschlands darstellen. Dartiber hinaus ist im Besatzungsßtatut der fun- damentale Grundsatz aufgestellt, daß die Alli- lerten ſederzeit die Ausübung der vollen Gewalt ganz oder teilwelse wieder Übernehmen können, Wenn sie es für unerläßlich halten. Neben der Sicherune des eigentlichen Besat- zungszwechtes— wie EUntwafktnung, Entmilitarl- slerung, Ruhrkontrolle, Restitutlion, Reparatlon, Delcartellisterung usw.— und neben dem Schutz der Alliierten Streitleräfkte und Staatsangehörigen källt unter die allilerten Vorbehalte ganz aus- drücklich die Beachtuns des deutschen Grund- gesetzes und der LAnderverfassungen, die Uber- Wächung des Auſenhandels und der auswärtigen Anßgelegenheſten im weitesten Sinne, außerdem das Recht der verschlepyten Personen und der Fltichtlinge, die Verwendung von Geldmitteln, Lebensmitteln und sonstigen Bedarfsgütern s0o- wWie das Strakrecht, soweit es den Interessenkrels der Resatzungsemächte berührt, Auch die gesamte Gesetzgebung des westdeutgchen Bundesstaates Unterllegt zumindest einer Finspruchsmöglich- kelt der Besatzungsbehörden Allerdines scheint es nicht beabsichtigt, von dtesen Vorbehaltsrechten in weltern Umkange Gebrauch zu machen; im Gegentell erkührt man aus wohlunterrichteten alltterten Kreisen, daſl die zukünftige Hohe Kommissſon ihre Aufgaben 60 Wenig sichthar und so gerkuschlos wie mög⸗ lieh durchführen Wird, unck daß dartiber hinaus der gute Wille vorausgesetzt werden darf, die Grundthese des Zus um Zug zu relconstruleren- den deutschen Selbsthestimmungsrechtes auch Praletisch in die Tat umzusetzen. Immerhin aber wiyrd es zum woesentlichen von der Beschaflenheit des Organtsationsstatutes für die Hohe Kommisston und von der Persönlichlceit der Hohen Kommissare abhängen, auf welche Welse die Fülle der Vollmachte exekutilert wer⸗ den wird. Das Kollegium der Hohen Kommissſon wird Voraussichtlich schon bald seine Satzung mit auf den Weg beltommen; denn es dürfte kein Zweifel darüber bestehen, daß nach dem allgemein er- Warteten baldigen Ende der Pariser Konferenz das Schwergewicht der 8 Entwiclktlung Europas auf die Ingangsetzung der westdeutschen Staatsmaschinerie gelegt werden dürfte, und die Fundamentlerung dieses Staates wiederum ſst die Voraussetzung für die Arbeit der Hohen Kommission. Der badische Fremdenverkehr * Ladenburg.(Eig. Bericht). In der vergange- nen Woche fand eine Arbeitstagung des Bei- rates des Badischen Fremdenverkehrsverbandes e. V. statt, an der zahlreiche Landräte, Bürger- meister, Verkehrsdirektoren und Verkehrs- vereins-Vorsitzende aus dem Landesbezirk Nordbadeén sowie Vertreter des Präsidenten des Landesbezirks Baden, des Wirtschaftsministe- riums, der Reichsbahndirektion Stuttgart und der Oberpostdirektion Karlsruhe teilnahmen. Nach einer Begrüſſung durch Verkehrsdezer- nent, Oberrechtsrat Amberger, berichtete der Geschäftsführer Dr. Steinbauer, der zugleich Lelter des Heidelberger Städtischen Verkehrs- amtes ist, über den derzeitigen Stand der Or- ganisation, über die Mittel und Möglichlkeiten der Werbung, sowie über die allgemeine Lage auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs. Der Vor- anschlag für den Haushaltsplan 1949 des Ver- bandes wurde sodann einstimmig angenommen und der Geschäftsführersatzung gemäß bestütigt. Prof. Mattis, der Vorsitzende des Fremden- vVerkehrsvereins Neckargemünd, berichtete an- schließend über seine Eindrücke beim Besuch der New Vorker Industrieschau im April 1949. Deutschland habe mit dieser von der amerilca- nischen Militärreglerung ermöglichten Veran- staltung einen großen moralischen Erfolg er- rungen. Dr. Bundschuh vom Institut der Be- trlebswirtschaft des Fremdenverkehrs Heſdel- berg sprach für die zahlreichen Gastwirte und kleineren Hotelbesſtzer, denen durch die Be- schlagnahme von Zimmern zugunsten der Flüchtlinge die Möglichkeit des vollen Finsatzes im Fremdenverkehr genommen sei. Kommunistischer Redalcteur verurteilt Stuttgart. Der ehemalige Herausgeber des kommunſstischen Mitteilungsblattes für Württem⸗ berg die„Volksstimme“ Hans van Dyck wurde vom Landgericht in Stuttgart wegen Beleidigung der Direktoren der Robert Bosch AG. in zweiter Instanz zu 500 DM Geldstrafe verurtellt. Van Dyek war in erster Instanz zu 300 DM Geldstrafe Verurtellt worden. Der Verurteilte hatte im November 1947 in elinem Artilcel„Betrogene Betrüüger“ die Direle- toren der Robert-Bosch-Werke beschuldigt, aus Profitgler veranlaßt zu haben, daſl Teile der Ro. bert-Bosch-Werke in das Saargebſet gebracht wür. den. Dlese Behauptung stellt nach Ansicht des Gerlchtes elne persönliche Beleſdigung dar, die an Verleumdung grenzt. Heidelberg. Nachdem die EFA(Furophische Freſe Aufhaubewegung) vor kurzem ihre parla- mentarische Zulassung als politische Parteſ er- halten hat, sind jetzt führende Mitglieder des Landesvorstandes der EFA, darunter der zweite Landesvorsttzende, der Jungen Unſon Heidelberg beigetreten. Der Grund hlerfür lag in der Tat⸗ sache, daſb die Junge Union im wesentlichen die- selben politischen Zlele verfolgt wie die EFA und eine unnötige Parteienzersplitterung eine wilr⸗ Kkungsvolle politische Arbeit hemmt. Meinungswandel in der US-Lone Hremen. Die Abteillung zur Erforschung der öttentlichen Meinung bel der amerilkkanfschen Mllitärregterung für Deutschland hat jetzt ſhre seit 1945 lautend durchgeführte Meinungs⸗ befragung der Bevölkerung in der US-Zone beendet. In einem Bericht vergleicht die U8- Militärreglerung die Urgebnisse des Jahres 1946 mit denen von 1949. Wührend sich 1946 insgesamt 42 Prozent der Befragten für die CDU aussprachen, bekannten sich 1949 nur noch 16 Prozent für diese Partei. Die SPD hatte ein Sinken von 30 auf 27 und die KPD von drei auf ein Prozent zu verzeichnen, dagegen wuchs die Zahl derer, die sich für keine Partei entschieden, von 14 auf 29 Prozent. 1946 bejahten 70 Prozent die Frage nach einem nusreichenden Einkommen. Diese Frage wurde aber 1949 von 56 Prozent verneint. Mehr als die Hälfte aller Befragten war 1946 der Ueberzeugung, daß die Preise steigen würden. 1949 jedoch glaubten etwa 680 Prozent an eine Senkung. Bel der Frage, welches Land wührend der nächsten zehn Jahre den gröhten FEinflubauf die Weltgeschichte ausüben werde, stellt der Bericht die Ergebnisse der Jähre 1947 und 1940 gegenüber. 1947 entschieden sich etwa 70 Prozent für Amerika und zwölf für die Sowiet- Union. 1949 sprachen sich 68 Prozent für die Ver- einigten Staaten und 16 Prozent für die UDSSR aus. 1949 glaubten 57 Prozent der Befragten, daß die Amerikaner den WiederaufbauDeutsch- lands gefördert haben, 20 Prozent meinten, daſß der Wiederaufbau ͤ den Deutschen ohne Ein- mischung der Allilerten Überlassen werden miüsse. Ein Drittel der Befragten bejahten die Frage, ob Amerlka in den nüchsten Jahren Furopa die Hilfe geben werde, die es wirkelich brauche. 50 Prozent sind der Ansicht, daß diese Hilfe nicht in ausrelchendem Maße gegeben werde, Amerika erhofft sich nach Ansicht von rund einem Drit- tel der Befragten vom Marshall-Plan, er werde datzu beſtragen, West-Huropa nicht kommunistisch werden zu lassen. 20 Prozent haben Uberhaupt noch nichts vom Marshall-Plan gehört und 2wei Prozent erklärten, daßß Amerikea damit versuche, geln Kapitalistisches System Europa aufzuzwingen. Internationale Gespräche in Bremen Von unserem Korrespondenten rle⸗ Bremen.(migenbericht). Als Fortsetzung eines im vergangenen Jahre erstmalig durch⸗ geführten internatlonalen Arbeitslagers in Bre⸗ men wird im Juli eine Internationale Woche in Bremen veranstaltet, die wiederum mit einem Arbeltslager in Verbindung steht. Von tührenden Rednern werden u. a. Prof, Dr. Tage Hind, Leiter der Kulturabteillung des Internationalen Roton Kreuzes, Georges Milsom-Frankreich, Protf. Dr. Obst-Hannover, Prof. Dr. Didrikk Arup Setp-Oslo, Jet Last-Holland und Minister Arne Sörensen⸗ Dänemark sprechen. Teillnehmermeldungen 11e- gen vor aus den USA, Dänemarlt, Schweden, Norwegen, England, Franlcreich, Holland, Schwelz, Italien und Spanſen. Aus der Ostzone kommen u. a, Studterende der Unſversitäten Halle, Jena. Leipzig, Greifswald und Berlin. In dem Bremer Vorhaben, das Uhrigens seitens der UNESCO als eines der bedeutendsten lcul- turpolitischen Ereignisse des Jahres gewertet Wird, sollen die Probleme unserer Zelt in inter- natlonalen Gesprächen unter der Leſtung her- Vorragender Fachleute diskutiert werden. Die Tellnahme steht allen Interessterten ohne Rück- sicht auf Beruf, Konfesston, Nationalität oder olitische Weltanschauung offen. Die Schirm- errschaft hat das Dänische Rote Kreuz mit Un- terstützung durch den Senat der Frelen Hanse-⸗ stadt Bremen. Parteigründung in Stuttgart geplant Stuttgart.(Figener Bericht). Die verschle⸗ dentlich gemeldeten Bestrebungen, eine neue politische Partei zu gründen, die sich hauptsküch- lich auf die Fliegergeschädigten und Vertrie- benen stützen will, nehmen auch in Württem⸗ berg-Baden konkrete Gestalt an. Dleser Tage hat sich in Stuttgart ein Personenkreis zusammen- gefunden, der eine„Notgemeinschaftder Kriegsgeschädigten und Vertrie⸗ benen“ als politische Partei gründen und von der Militärreglerung lizenzieren lassen will. Ein Provisorischer Landesvorstand soll sich aus sie- ben Fliegergeschädigten und acht Vertriebenen zusammensetzen. In diesem Zusammenhang meldet DPD aus Stuttgart, daß die amerilcanische Militärregterung einen Zusammenschluß der Verbände der Hel- matvertriebenen und Bombengeschädigten zu einer einheitlichen politischen Partel wahrschein- lich nicht genehmigen wird. Der Direktor der Militärregterung tür Württemberg-RBaden, Ge- neral Großl, habe der Presse erklärt, daß sich die Bombengeschädigten und Heimatvertriebenen zwar zu sozilalen aber nicht zu politischen Grup- ben zusammenschließen Kkönnten. Die Militär⸗ reglerung sei der Ansicht, daß eine Flüchtlings⸗ Partel„gaus elgensüchtige und speztelle Zlele“ Vertreten würde, Sie passe nicht in das Gefüse einer üÜhlichen Partel. Die Militärreglerung achte dle Bestimmungen des Grundgesetzes Uber Par⸗ telblldung, Das Besatzungsstatut gestatte jedoch, getzne eine Pärtel mit egolstischen sozlalen Zlelen einzuscnreiten. Chetredakteurt Dr. Karl 8116 Stellv. Chetredakteur: Dr. Frans C, Heldelbertz. Verantwortliche Redakteures; Dr. Herbert von Bore (Polittik)t DUr. Artur Nepple(Wirtschaftsteli), Dr. Rudol Kk Goldschmit-gentner(Feutlleton), Dr, Jlse Simmer⸗ macher(Frauentratzen), Werner gohewits(Lokales und Landnachrichten), Ganter Praschkea(Sport)f-tür An⸗ zolgen: Thor as Morath. Voerladsleltung: Wünenn RSIOhenbeeln. Tageblatt D 1 E S T A DT S8 E ITE Samstas/ Sonntag, 11/12. Junt 1049/ Nr. 1/17/ Seite 1 eidelhætger In München ſing es an ii 1¹ ͤ FF„Monte Carlo“ nun auch in Heidelberg S SS= 33„„ ast.»Monte Carlo ist ein Kurort am mittelländischen Meer. Kein Mensch aber denkt bei sie es übrig hütten. Sie haben es eher nötig, Das Wort hat: Die Cheſin unseres Tiergartens „Es ist schon einige Zeit her, da konnte„Peter“, der Rheésus-Affe“, 80 er- zühlt uns Frau Strang, die Chefin unseres Tier- gartens,„aòus seinem Käflg ausbrechen. Er genoß seine Freiheit in Vollen Zügen, ging im Garten spazieren und begleitete als kleiner Kavalier die Damen. Nebenbei nahm er ihnen die Handtaschen ab und holte das EBbare heraus. 4 Dann entdeckte er einen Jungen, der auf einer Bank saß und sein Brot aß. Im Nu verschwand das Frühstück in„Peters“ Rachen. Der Junge brüllte wie am Spieß. Wir hatten Mühe, ihn zu beruhigen. Das ging zu weit.„Peter“ mußte eingefangen werden. Die Feuerwehr, die ihn mit einem Wasserstrahl kleinkriegen sollte, mußte wieder abziehen, denn„Peter“ wechselte blitzschnell den Standort. Nun stellten wir ihm Schlaf⸗ tabletten und Alkohol hin;„Peter“ trank den Alkohol. Jetzt wurde er erst unternehmungslustig. Er besuchte die Nachbarschaft und trieb sich in einem Arztzimmer der chirurgischen Klinik herum. Dann kriegte ich ihn doch— in meinem Büro. Blitzschnell schloß ich das Fenster, worauf „Peter“ einen Wutanfall bekam. Er zerschlug die Lampe, Vasen flogen durch die Luft, Bilder kamen hinterher; aber dann wurde er überwäl⸗ tigt und landete hinter den Gittern seines Kä- figs— womit dem, was man gemeinhin die irdi- sche Gerechtigkeit nennt, Genüge getan wor- den ist.“ Billiger Sonntag im Tiergarten Morgen, Sonntag, den 12. Juni, ist im Tiergar- ten ein billiger Sonntag(halbe Eintritts- Preise). Ferner ist seit einigen Tagen ein täg- licher halbstündlicher Motorbootverkehr zum Tiergarten eingerichtet. Abfahrt ab 14 Uhr vor der Stadthalle. Verbesserle Stromversorgung Inkolge ausgiebiger Regenfälle hat sich die Stromversorgungslage in Wüttemberg-Baden Wesentlich gebessert. Mit der Aufhebung der Anordnung des Wirtschaftsministeriums vom 10. 11. 48 wird der Stromverbrauch für Industrie, Handel, Handwerk und sonstiges Gewerbe frei⸗ gegeben. Gleichzeitig werden die von den Landwirtschaftsämtern Stuttgart und Karlsruhe erteilten Sondergenehmigungen gegenstandslos. Es wird jedoch darauf hingewiesen, daß der Haushaltsverbrauch an die nach den Kontroll- ratsgesetzen Nr. 7 und 19 festgelegten Kontin- gente gebunden bleibt, und dabß auch Re- klame- und Schaufensterbeleuchtungen entspre- chend einer Anordnung der Besatzungsmacht nach wie vor verboten sind. Die neuen, erhöh- ten Haushaltungskontingente teilten wir bereits am 4. Juni mit.) Furtwängler spricht in Heidelberg Wie uns der AS T A der Universität mitteilt, Wird Dr. Wihelm Furtwängler am Diens- tag, dem 16. Juni, 20 Uhr, in der Aula der Alten Universität einen Vortrag über das Thema„Die Musikwissenschaft und der moderne Mensch“ halten. Es wird ein Eintrittsgeld von DM 1.— erhoben. Die Einnahmen fließen dem Studen- tenhilfsftond der Universität au. Man dreht den Pfennig um Eine interessante Feststellung trifft das statistische Amt in seinem neuen Vierteljahres- bericht(Januar bis März 1949). Zählte die Stra- Benbahn in den ersten drei Monaten des ver- gangenen Jahres 15,4 Millionen Fahrgäste, 80 Aing diese Zahl im Zeichen der Währungsreform nuf 10,8 Millionen im ersten Vierteljahr 1949 zu- rück. Bei der Bergbahn lauten die Vergleichs- zahlen 271 624(1946) und 113 605(1949). Auf der OHG-Stréecke Mannheim— Heidelberg ging in der Vergleichszeit die Beanspruchung um 500 000 zurüeck. Gustav Sckles Gustas Schies ist am Donnerstag gestorben. FEr hat sich am Heiligen Berg mit seiner Gast- stätte„Zur Waldschänke“ selbst sein Denkmal gesetzt. 1921, als er noch Pächter des Gasthauses Zum Ungel“ War, konnte er sich von dem Ge- Hinge nicht losreißen, den Heiligen Berg zum Usflugsort der Heidelberger durch eine Gast- Rätte zu machen, Zumal in der Familie seiner Frau die Gründer der Königstuhl-Gaststätte Wären. 1929, gleich nach dem berühmten Kalten Winter, setzte er seine Idee in die Tat um; er Uberwand die Schwieriglleiten mit den Dienst- stellen und baute gewissermaßhen selbst ein Haus guf dem Heiligen Berg. Mit dem ihm befreun- deten Maurer Schmidt aus Wilhelmskeld be- gann er Stein auf Stein zu tragen, um seine Gast- stätte zu verwirklichen. Der Berg ist ohne Was- ger, daher mußte er sich 360 Meter Rohr von der Hainsbachwegquelle selbst legen, Er erbaute sich einen eigenen Wasserturm auf der Höhe, Jede Flasche Wein und jeden Latb Brot trug er im Ruckesack zu Berge, und er wurde der von ſedem Menschen gekannte Waldschänkenwirt, Er hat tzein Leben dem Heiligen Berg gewidmet und blelbt unserer Generation in steter Frinnerung. „Monte Carlo“ an Kurort. Die Gedankenverbinduns lautet sofort— Splelbank. Von den Millionen- umsätzen der groſßen Welt, die sich hier„kuriert“, leben die 12 000 Einwohner des kleinen Staates Monalco. Sie leben ausgezeichnet, geradezu vorbildlich, daß es als eine durch nichts zu recht- tertigende Unterlassungssünde erschienen wäre, wenn man sle nicht zum Vorbild genommen hütte. Man hat es getan. Die kleinen„Monte Carlos“ schossen wie Pilze nach dem Regen dies: Wäh⸗ rungsreform) aus dem Boden. Es liegt an der Witterung. Man witterte eine ergiebige Steuer- quelle. München wurde auch hier wieder 2u einer„Hauptstadt der Bewegung“, Sie begann das Spiel um das Spiel. In einer stürmischen Stadtratssitzung legte man sozusagen die Spiel- regeln fest. Monte Carlo war sanktioniert. Die anderen Städte liefen mit. Was der einen„Rou- lette“, ist der andern„Spiralo“. In Stuttgart heißt das Spiel„Ballota“,. In Heidelberg heißt es vorläufig noch„Eearté“. Hier haben sich gleich drei„Monte Carlos“ aufgetan. Um die Heiliggeistkirche dicht zusam- mengerückt wie zu einem Skat, bilden sie ge- wWissermaßen das Spielclubviertel unserer Stadt. Keine Verkehrsampel brennt so hell und ein- deutig wie die Leuchttransparente zu den drei „Spielhöllen“. Der Weg ist also nicht zu ver- kehlen. Sie liegen alle„eine Treppe hoch“. Vom Turm der Heiliggeistkirche schlägt es gerade zwei Uhr über den stillen Platz. Der Spieler kennt zwar keine Zeit, er weiß höchstens, Wann sie anfängt, nie wann sie aufhört. Ich Habe in dieser Nacht keinen auf die Uhr schauen sehen. In dem kleinen Raum, der wie eine ausge- räumte gut bürgerliche Wohnstube aussieht, ist es trotz der Menschenfülle noch stiller als vor der Heiliggeistkirche, spannend still Die Männer Frauen sind hier Mangelerscheinung) haben alle ernste Gesichter. Kein Mann macht ja ein ernsteres Gesicht, als wenn er spielt. und sei es mit der Eisenbahn seines Jungen. Hier wird aber nicht Eisenbahn gespielt, sondern„Ecarté“, und das ist noch ernster. Das Geld liegt heutzutage nicht auf der Straße. Die hier spielen, sehen nicht gerade aus, als ob Rauschend empfangen, völlig vergessen Gespräche mit Rußlandheimkehrern—„Wir haben Reparationen geleistet“ Sr. Jeder von uns hat schon am Rundfunk eine dieser ergreifenden Sendungen gehört, die uns den herzlichen Empfang der Ruflandheimkehrer miterleben ließen. Weil Gott, wo wir hin⸗ schauen, ist Not und Elend. Wir haben uns-fast schon daran gewöhnt; aber diese Sendungen haben uns ans Herz gegriffen. Und was ist nun eigentlich aus diesen Heimkehrern geworden, die so Schweres hinter sich haben? Wir haben viele von ihnen gesprochen. Wir haben ihnen zugehört und wir wollen unseren Eindruck vor wegnehmen: wir haben uns geschämt! „Wunderbar und unvergeßlich war,“ so er- zählt uns Axel Klinghof in der Bergheimer Straße 56,„der Empfang in Ulm. In einem rau- schenden Wiedersehen brausten die ersten Tage an uns vorüber. Freunde kamen, Nachbarn, wildfremde Menschen drückten uns die Hand; aber dann flaute es ab und jetzt sind wir alle miteinander vergessen. Ich helfe mir so durch. Es ist schwer und ich hoffe noch immer, daß ich doch wieder in meinen Beruf komme. Ich bin Stein- und Offsetdrucker; aber die Arbeitsmög- lichkeiten auf diesem Fachgebiet sind beschränkt. Vielleicht kommt es in Mannheim doch noch zum Klappen. Ich würde mich freuen, wenn Sie helfen könnten“.—„Seit Wann aind Sie wieder Axel Klinghof, Steindrucker da?“, wollen wir wissen.„Seit dem 31. März; aber das war für mich ein Pechtag. Vom näch- sten Tag an gab es im Entlassungslager 90 DM, statt bisher 50 und nachgezahlt wurde nichts.“ „Ich kam beim Zusammenbruch in Rumänien in Gefangenschaft“, erzählt uns Heinrich Koch. Uber Jassy ging es in einen Ort 160 Kilometer nördlich Stalingrad. Bauarbeiten, Steinbruch, einmal Landarbeit in einer Kolchose. Fast vier Jahre lang habe ich gehungert und geschuftet. Eigentlich haben wir Gefangenen in Rußland mit unseren Händen und unter unbeschreib- lichen Verhältnissen Reparationen für Euch alle miteinander geleistet; aber jetzt will niemand mehr etwas von uns wissen. Ich bin Textilver- käufer— drei Jahre Lehrzeit und dann kam der Krieg. Man nimmt in dieser Branche eher an- dere, gewandte Mädels oder männliche Kräfte, die ohne Unterbrechung tätig waren. Man sollte uns Opfern des Krieges“, das sagt dieser 24jäh- rige junge Mann,„doch eine Gelegenheit geben, uns rasch wieder einzuarbeiten. Ich will ja nicht viel, nur möchte ich in meinem Beruf wie⸗ der Fuß fassen.“ Wir könnten noch über andere Gespräche be- richten. Sie alle endeten in der gleichen Bitter- keit und Enttäuschung. Es ist viel Not über uns gekommen und groß, zu groß ist der Kreis der Menschen, denen man helfen müßte. Die Sache mit den Rußlandheimkehrern aber müssen wir in Ordnung bringen! Es mag sein, daß dieses Problem in seinem ganzen Umkfang noch nicht bekannt ist. Man hörte immer nur Einzeltälle., Mit unserer heu-⸗ tigen Ausgabe aber stellen wir es für den Stadt- Kkreis Heidelberg einmal umkassend zusam- men. Das Arbeitsamt ruft aukt „Das Arbelitsamt sucht mit den Ankorderungen an dle fachliche und persönliche Kignung sozlale An⸗ Aprüche zu verwirklichen. Die Sorge um die Heimkehrer slst eine Schul⸗ digkeit, die uns alle angoht. In diesem Rewuftsein ruft das Arbeitsamt die Arbeitgeber auf, mit ihm zusammenzuwirken, daß Heimkehrer den Anschluß an das Arbeitsleben finden. Hierzu werden an die- ser Stelle wertvolle Arbeitsgesuche von Spätheim- kehrern veröfkfentlicht. Der Leiter des Arbeitsamts.“ Und hier ein Ueberblick. Alle diese Menschen, nach Jahren bitterster Erlebnisse aus Rußland in die Heimat zurückgekehrt, suchen von Tür zu Tür Arbeit: Haspelführer, 34 Jahre alt, perfekt in allen Arbeiten, Kenntnisse in Krankenpflege.— Motoren- schlosser,(25).— Werkzeugmacher,(22).— Dreher, (26), sehr gute Fachkraft.— Blechner,(25), gute Werkstatterfahrung.— Hilfsarbeiter,(24), in der Metall verarbeitenden Industrie tätig gewesen.— Schlosser,(24).— Lederarbeiter,(43), mit beEson- deren Kenntnissen im Polieren.— Bäcker,(36).— Konditor,(40), Spezialist für Torten und Gebäck.— Schuhmacher,(32), orthop. Modellschuhe.— Bau- schlosser,(22), perfekt in allen Arbeiten.— Moto- renschlosser,(35).— Elektro-Installateur,(27), Fach- mann für Montagearbeiten und Freileitungsbau.— Steindrucker,(36), Um- und Andrucker.— Bau- schlosser,(24), Autogen- und Elektro-Schweißen.— Nieter,(42).— Maschinenschlosser,(22), besond. als Rep.-Schlosser geeignet, E-Schweißen, Bau von landw. Maschinen— Bauschlosser,(40), Meisterprü- fung.— Bauschlosser,(47), Inst. von Elektro-, Gas-, Wasser- und Heizungsanlagen.— Steinbrecher,(42). — Schreiner,(32), Bau- und Möbelschreinerei,.— Schreiner,(36), Bau- und Möbelschreinerei.— Mau- rer,(24).— Zimmermann,(64).— Ofensetzer,(24).— Maler,(36).— Lackierer,(33).— Maschinen-Weber, (24).— kaufm. Angestellter,(24), Gewürzbranche, Buchhaltung, Korréespondenz, Maschinenschreiben. — Büroangest.,(36), Lohnverrechnung, Korrespon- denz, Steno und Maschinenschreiben, Registratur, Notenschreiben.— kaufm. Angest.,(26), Buchhal- tung, Korrespondenz, Steno, gute franz., poln, und tschech. Sprachkenntnisse.— kaufm. Angest.,(33), Porzellan-Branche, Porzellan-Export, Korrespon- denz, Maschinenschreiben, Statistik.— kaufm. An- gestellter,(25), Buchhaltung, Stenographie, Kassen- Wesen, Lohnverrechnung, franz. und engl. Sprach- kenntnisse.— kaufm. Angest.,(26), Textil-Branche, Wirk- und Strickwaren, Buchhaltung, Korrespon- denz, Maschinenschreiben, Kassenwesen,— techn. Zelchner,(29).— Konstr. Zeichner,(27).— Dolmet- scher,(41), franz., engl., ital., bulg. und russische Sprachkenntnisse in Wort und Schrift. Mehrere Heimkehrer ohne Beruf. Es handelt sich hier um PFersonen, die aus der Lehre heraus nach Vorzeitiger Abschlußprüfung oder von der Schule Heinrich Koch, Textilverklutfer Weg einberufen wurden, Alter zwischen 20 und 26 Jahren, weiter um ehemalige Berufssoldaten. Stahlbauschlosser,(22), Autogen- und Flektro⸗ schweihen.— Feinmechaniker,(26).— Kraftfahr-⸗ zeughandwerker,(44).— Rlektro-Installateur,(25). —, Kupterschmied,(34),— Schneider,(40), Groß- gtückmacher.— Bäcker,(36), Feinbäcker.— Pol- gterer und Tapesler,(41), Sattler. Das Tageblatt weln, daſt naheru alle Retrliebe eine sohwere Zeit durchzustchen haben und daſt unser Auktrut ein Appell an die Hersen lat. Es Wird deshalb jedem Arbeitgeber, der einen Rull⸗ landhelmkchrer autulmmt, ötkentlich Dank satgen. aber sie möchten gerne„spielend“ dazukommen- Darum riskieren sie, und es ist erstaunlich, Was dabei umgesetzt wird. Die Schiefertafel zeigt es an: 40, 60, 70, 90 und mehr, aber kaum weniger pro Spiel, und ein Spiel dauert mitunter keins künt Minuten. Fortuna ist wandelbar,. Damit muß man rech- nen., Sie schlägt Schnippchen, und das Sprich- wort sagt: wie gewonnen, so zerronnen. Jeder muß wissen, wieviel er zum„Zerrinnen“ hat. Manche wissen es nicht. Der Spielteufel hat sie in den Klauen. Er ist nicht einmal eine Zeit- erscheinung, wenn man auch gern alles auf un⸗ sere Zeit abwälzen will. Es hat ihn zu jeder Zeit gegeben. Ubrigens soll„Eecarté“ kein Glücks- spiel, sondern ein Geschicklichkeitsspiel sein. Beweis: In einer Stadt— nicht weit von Heidelberg— existieren drei Ecartéclubs. Ein Club kam auf die glorreiche Idee, um das Ge- schäft anzukurbeln, 2000 DM für den Spieler auszusetzen, der innerhalb von 8 Tagen die mei- sten Spiele gewinnt. Der zweite Club wollte nicht nachstehen und setzte 4000 DM unter den gleichen Bedingungen aus. Der dritte Club konnto nicht mit und schloß die Pforten. Da ging der Unternehmer dieses Clubs hin und erspielte sich bei den andern beiden in acht Tagen die ausge- soteten Prümien und machte seinen Club wieder auf. Glück- oder Geschicklichkeitsspiel, Laster oder Lasterersatz, moralisch oder unmoralisch— es erhebt sich die einfache Frage: brauchen wir das für unsre Nerven...7 Mehr Löhne und Gehälter Wir entnehmen dem neuesten Vierteljahres- bericht des statistischen Amtes, daß die Brutto- summe der in Heidelberg ausbezahlten Löhne und Gehälter(in Betrieben mit zehn und mehr Beschäftigten) ganz wesentlich gestiegen ist. Im ersten Vierteljahr 1946 wurden an Löhnen 957 498 RM ausbezahlt und im ersten Vierteljahr dieses Jahres 1 572 690 DM. Die Summe der verein- nahmten Gehälter stieg in der Vergleichszeit von 472 764 RM auf 596 400 DM. Geringe Bautätigkeit Im ersten Vierteljahr 1949 wurden im Hei- delberger Stadtgebiet 23 Wohnhäuser neu er⸗ stellt, 55 begonnen oder verändert. 186 Bau- gesuche sind eingereicht worden. 1951 Familien sind als wohnungsuchend anerkannt. Heidelberg im Zahlensplegel —Im ersten Vierteljahr 1949 wurden 4386 „ortsansässige“ Kinder geboren, davon waren 6 totgeboren, 336 Heidelberger sind in dléser Zeit gestorben. Der Geburtenüberschuß beträgt 98. Herzkrankheiten(112) und Krebs(47) waren wieder die hauptsächlichen Todesursachen. Für die gleiche Zeit werden neun tödliche Unfälle und vier Selbstmorde verzeichnet. Neu zuge- zogen sind 1368, fortgezogen 1492. Insgesamt 2511 Mal fuhren die Möbelwagen. Neu ange- meldet wurden 157 Handwerksbetriebe, 134 Einzel- und 94 Großhandelsbetriebe. 232 Be- rechtigungsscheine für das ambulante Gewerbe wurden ausgestellt. Speck und Rosinen Auf alle Abschnitte, dio zum Bezug von Marga- rine berechtigen, können auch Schlachtfette bezogen werden, und zwar Speck im Verhältnis 1:1 und Schmalz im Verhältnis 5:4. Verbraucher über sechs Jahre(mit Ausnahme der Vollselbstversorger) kön- nen im Monat Juni anstelle von 250 Gramm Nähr-⸗ mittel der Gruppe„S8“ die gleiche Menge an Trok“ kenfrüchten beziehen,. Weiter gibt es Fleisch, Roh zucker und Importhonig für Kranke. „Fleif und Leistung“ Die Vorbereitungen zur Ausstellung„Fleisß und Leistung“ in Heidelberg vom 2.—17. Juli begegnen in allen Kreisen stürkstem Interesse. Die Ausstellungsleitung bittet alle Interessenten, bel Rückfragen sich an das Ausstellungsbüro Wilhelm- Erbstraßhe 6, Telefon 5955 zu wenden. Dienstjubililum bel der„Atlas“ Die Atlas Lebensversicherungs-Aktiengesellschaft beging am 10. 6. das 50fährige Dienstjubiläum ihres Abteilungsleiters Gottfr'ed Neckerauer in Hei⸗ delberg, Dossenheimerlandstr. 39. Aus diesem An- la fand in den Räumen der Gesellschaft eine Betriebsfeier statt, in der der Vorstand der Gesell- schaft, Direktor Hornig, in würdigendem Rücle⸗ blick auf die Geschichte des„Atlas“ die Verdienste des Jubilars hervorhob, der besonders durch seine stets aufopfernde, treue, vorbildliche Pflichterfül- lung innerhalb der Gefolgschaft der Gesellschaft hervorragte. Auch der Betriebsrat und die Arbeits- kameraden gedachten der treuen Mitarbeit Gott- kried Neckerauers. Die Industrie- und Handels- kammer lieſl eine kunstvolle Ehren-Urlcunde Über- reichen, Musikvorträge eines Guartetts der Mustle⸗ hochschule Heidelberg umrahmten die von schönen Kolleglalem Geist getragene Feier. Apotheken-Nachtdienst Vom 11, 6(6 Uhr) bis 15. 6.(d Uhr): Schwanapo⸗ theke und Bergheimer Apotheke.— Vom 16. 6. ( Uhr) bis 16. 6.(8 Uhr): Adler-Apotheke und Universitätsapothelce. Stromsperre im Stadttell Rohrbach Am Sonntag, dem 12. Juni, muh im Stadtteil Rohrbach wetgen dringender Reparaturarbeiten von 6—14 Uhr die Stromszukuhr eingestellt Werden. Die Terrasseneinweihunz des Höhen-Restaurants (Weiller Stein) findet mortzen, Sonntag, um 10 Uhr mit einem Konzert statt. Pilzprülungen Dle städtische Pilzprüfung auf den Wochen⸗ mürkten flndet in der Zeit von 7—10 Uhr statt und zwar: montags und donnerstags autf dem Wilhelmsplatz, dienstags und freitags auf dem Frledrich-EFbert-Platz, mittwochs 37 gamstags aut dem Marktplats Neuend eIm. e Wo slteht der FHlüchtlingꝰ Zur Landestaqunꝗ der Vertriebenen für Nordboden Die nordbadische Landesorganisation des Zen- tralverbandes der vertriebenen Deutschen, die hier als IDAD Unteressengemeinschaft der aus- gesiedelten Deutschen) organisiert ist, führt am Samstag und Sonntag in Ladenburg eine Vor- standssitzung und einen außerordentlichen Lan- desverbandstag durch, wobei auch die Frage dei kommenden Bundestagswahlen und der Vertre- tung der Vertriebenen im Bundesparlament zui Verhandlung kommen, Wir haben einen Flücht- ling gebeten, in den nachfolgenden Ausführun- gen hierzu Stellung zu nehmen. Die beévorstehenden Bundestagswahlen lassen das Flüchtlingsproblem unter éinem politischen Geésichtspunkt akut werden, wie es in einem solchen Ausmaße bei früheren Landtags- und Kommunalwahlen in den Westzonen noch nicht der Fall war. Teils lag es daran, daß bei den ersten Wahlen in die Länderparlamente die Flüchtlinge noch nicht das Wahlrecht besaßen, teils auch daran, daß das anfänglich von den Besatzungsmächten verweigerte Koalitionsrecht für die Heimatvertriebenen ein Aufkommen einheitlicher Tendenzen verhinderte. Der Flüchtling und die Wahlen Das aktive und passive Wahlrecht der Flücht- linge ist jetzt das gleiche wie das der Altbürger. Das Koalitionsverbot ist— wenn in einzelnen Besatzungszonen auch nur sehr zögernd— jetzt aufgehoben worden, Aber bereits die Lockerung des Koalitionsverbotes ließ es als möglich er- schéinen, daß durch eine Vielzahl von Flücht- lingsorganisationen regionaler, konfessioneller und landsmannschaftlicher Art sowie durch Flüchtlingssektionen einzelner Parteien eine starke Zersplitterung der Flüchtlinge eintreten Würde. Es setzten deshalb alsbald Versuche ein, Zentralorganisationen überparteilicher überlandsmannschaftlicher und überkonfessio- neller Art zu bilden, welche einheitlich die In- teressenvertretung der Vertriebenen, vor allem ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Belange Waäahrnehmen sollten. Derartige Organisationen wurden zunächst auf Länderbasis geschaffen. Im April dieses Jahres haben sich diese Lan- desverbände in Frankfurt zu einem„Zentral- verband der vertriebenen Deutschen“ unter dem Vorsitz von Dr. Lukaschek zusammen- geschlossen. Diese Verbände und ihre Dachorganisation haben stets betont, keine Partei darstellen oder ersetzen zu wollen; als überparteiliche Organisa- tionen wollten sie lediglich darauf hinwirken, daſßꝭ die Heimatvertriebenen u. a. auch im poli- tischen Leben anteilmäßig beteiligt werden. Im Hinblick auf die kommenden Bundestagswahlen glaubte man von dieser Seite die Sicherstelluß eingrss anteilsmäßigen Vertretung der Vertrie- benen nur in der Errichtung besonderer Flücht- Ungswahlkreise zu sehen. Dieser Wunsch ist dann auch an die politischen Parteien beim Parlamentarischen Rat in Bonn herangetragen wWorden. Ein Antrag der CDU, der sich inhalt- lich im Wesentlichen mit diesen Wünschen deckte, wurde jedoch in der entscheidenden Abstimmung über das Wahlgesetz am 10. 5. ab- gelehnt. Mlllionen von Flüchtlingsstimmen Die Frage, wie das Gewicht der Millionen Stimmberechtigten unter 7 Millionen Flücht- lingen in die Waagschale fallen wird, stellt jetat eine, wenn nicht die große Unbekannte bei allen Berechnungen in bezug auf die Wahlen dar. Mit dem von den Flüchtlingsorganisationen vor- gebrachten Wunsch, die politischen Parteien mögen ihren guten Willen jetzt dadurch unter Beweis stellen, daß sie eine dem Bevölkerungs- Unmmummpisssnnmnnmtudnͤtsinunmtmnuntinnumnltttttunmnitttumsmnntktuttunnittittttmmmmuitlünttttnnnnnniiiuitttiituutz Passionsspiele in Schwetzingen gs Schwetzingen. Die Passionsspiele hatten UÜber die Pfingsttage einen geringen Besuch ꝝzu verzeichnen. Hätten die Schulen und die Schwet- zinger Kulturgemeinde nicht zur Unterstützung des Unternehmens beigetragen, wäre wahrschein- lich das Schwetzinger Gastspiel ein Migerfolg geworden.— Der neugebildete FHhrenrat des Sportvereins Schwetzingen wWählte Herrn Rechts- anwalt Dr. Horch zum Vorsitzenden und W. Westermann zum Stellvertreter,. In Verbin- dung mit den Plänen des SVS sagte Bürgermeil- ster Dusberger seitens der Stadtverwaltung volle Unterstützung zu. Mit der Schaflung des Ehren- rates dürtte im Schwetzinger Sportleben eine neue Aers begonnen haben.— Heinrich Bleß, Schillerstrahe, kehrte dieser Tage nach sechsjäh- riger Gefangenschaft in die Heimat. K- Edingen. Es wird darüber Klage geführt, daß in letzter Zeit Kinder die Feldpolizeiordnung nicht beachten, Das Bürgermeisteramt hat mit sofortiger Wirkung das Betreten der Gemarkung ohne Begleitung Erwachsener untersagt. Es ist weiter das Futterholen am Zuchtanlageplatz am Neckärvorland ab sofort strengstens verboten.— Die Sammelstelle bei Frau Zeh für Obst ist wie⸗ der Montag, Mittwoch und Freitag von 16 Uhr bis 20 Uhr offen. Dort stehen auch Stachelbeer-, Johannesbeer-, rdbeer- und Kirschkörbe zum Abholen béereit.— Für die Urstimpflinge(Klein- kinder) findet am Donnerstag im Schulhaus eine Impfnachschau statt, Die Hltern sind angehalten, die Imptflinge unbedingt vorzustellen.— Der FTurnveèrein 1690 beteiligt sich beim Kreisturn- fest in Seckenheim. Am 11. Junſ findet in Secken- heim im Kaiserhof ein Geräteklubkampt statt. Der hiesige Turnverein entsendet die Mitglieder Baumann, Koch, Lutz, Ding, Schüter und Schu- ster.— Die Mütterberatungsstelle vom Staat- Uchen Gesundheitsamt hält die näüchste Mütter⸗ beratung in unserer Gemeinde am Freitag, den 7, Juni von 165 Uhr bis 16 Uhr ab. Die Beratung Unter Urstlicher Leitung, Anschliefend hält die hlesige Gesundheltspflegorin eine Sprech⸗ gtunde ab. kKg Nechkarhausen. Der Münnergesangverein 18b0 telert vom 12, bis 19 Junl sein 90ſühriges Chorſubiſum,. Am komieden Sonntag Hndet im grlüfl. Neckargarten ein großles Festkonsert utatt. anteil der Vertriebenen entsprechende Anzahl von Flüchtlingskandidaten an sicherer oder aussichtsreicher Stelle hrer Landes- listen placieren, überschneiden sich Nach- richten über die bevorstehende Gründung einer Partei, in der sich Fliegergeschädigte und Hei- matvertriebene zusammenfinden wollen. Der „Zentralverband der vertriebenen Deutschen“ hat am Mittwoch auf einer Tagung in Oberursel gleichfalls das Problem der kommenden Wahlen behandelt. Es wurde an die Ministerpräsi⸗- denten, in deren Händen jetzt die letzten Entscheidungen über das Wahlgesetz liegen dürften, die Bitte herangetragen, doch noch eine Lösung zu flnden, die dem Verlangen der Hei- matvertriebenen nach einer gerechten Vertre- tung entspricht, Gleichzeitig wurde ein„letz⸗ ter dringender Appell“ an die Parteien gerichtet, durch entsprechende Berücksichtigung von Flüchtlingskandidaten auch ihrerseits für eine anteilmäßige Vertretung der Vertriebenen im Bundestag zu sorgen. Wo steht der Flüchtling bei den kommenden Wahlen? Alt Antwort weist man in Kreisen der Flüchtlingsorganisationen auf die oben gekenn- zeichnete Situation hin. Turnusmäßig finden alljährlich die Verbands- tagungen der selbständigen Friseure von Würt⸗ temberg und Baden statt. Der Badische Friseur- meisterverband hat nach dem Zusammenbruch, 1946, Anschluß an den bedeutend größeren württembergischen Verband gesucht und gefun- den, welcher seinen Sitz in der schwäbischen Reglerungsstadt Stuttgart hat. Die Friseur- Innung Heidelberg wurde, da die ausgebombten größeren Städte in Baden eine derartige Ver- anstaltung nicht übernehmen konnten, mit der Durchführung und Programmgestaltung beauf- tragt. Infolge Saal- und Quartierbeschaffungs- schwierigkeiten in Heidelberg wird die Tagung in Eberbach stattflnden. Die Voraussetzungen zu einer Großveranstältung sind, dank dem Ent- gegenkommen der Gemeindeverwaltung und dem Fremdenverkehrsausschuß, glücklich gege- ben. In einem Großzelt am Neckarufer wird ein großes Schau- und Modefrisieren stattflnden, an dem sich Spitzenkönner aus Württemberg mit den Berufskollegen aus Eberbach, Heidelberg, Mannheim, Mosbach, Karlsruhe, Pforzheim und Weinheim beteiligen. Eine Fachausstellung und Musterschau ist ebenfalls vorgesehen, bei der namhafte Fismen aus nah und fern die neuesten Seräte, Einrichtungen, Handwerkeszeuge und Verkaufsgegenstände zeigen. Die Tagungen selbst werden im Volkstheater, das in großzügiger Von einem langjährigen Mitarbeiter des verstorbenen Oberbürgermeisters von Mann- heim erhalten wir folgende Zuschritft: Die Stadt Mannheim hat in ihrem Oberbürger⸗ meister Dr. Cahn-Garnier nicht nur das Ober- haupt der Stadtverwaltung, sondern auch den warmherzigen Vater der gesamten Einwohner- schaft verloren. Er war durch und durch Mann- heimer und hat mit oflenen Augen und wachen Sinnen sid das Fluidum zu eigen gemacht, das diese Stadt sich trotz der Industrialisierung und räumlichen Ausdehnung erhalten hat. Diesem Mannheim, das seinen Wasserturm, seine Qua- drate, sein Nationaltheater, aber auch seinen Handel und Industrie hat, gehörte sein Herz und seine Arbeit. Dabei blieb er nicht in einem falschen Lokal- patriotismus hängen. Als er nach zwölf Jahren der Entfernung von der Städteverwaltung hier wieder im Amt War, folgte er dem Rufe, sich in den Dienst des Landes Baden zu stellen. Der auch von ihm in Reden und Aufsätzen unter- stützte Zusammenschluß Nordwürttembergs und Badens stellte ihn an die Spitze des neuen Finanzministeriums. Das war eine schwere Auf- gabe, die hm aber danke seines Einfühlungs- vermögens und seines reichen Wissens in vollem Umfange gelang. In zwanglosen Aussprachen mit den Leitern der Hauptabteilungen gab er seine Absichten und Richtlinien heraus. Dabei Elng er aut Anregungen und Vorschläge bereit- Willig ein und nahm jede Gelegenheit wahr, um in Wort und Schritt die breiteste Oeffentlichkeit mit den Problemen und Schwieriglteiten bekannt zu machen, die damals für die Länderregierun- gen unter der Besatzungsmacht bestanden. So sprach er vor den nordbadischen Bürger- meistern über die Finanzlage und mahnte zur Sparsamkeit mit dem öftentlichen Geld, so vor mehreren Handelskammern üÜber Wührungs- und Steuerfragen, Über Steuergesetzgebung und Kapi- talbildung, über geldwirtschaftliche Probleme, und wirkte in mallgeblichen Gremien auf eine Sozlale Wührungsreform hin. Die Neubesetzung der Ministerien brachte seilne Berufung zum Prüsidenten der Landes- zentralbanle von Württemberg-Baden mit sich. Hler bot sich für Dr. Cahn-Garnier Gelegenheit, eine Organisation durchzuführen, die sowohl der bewührten Struktur der Reichsmark als auch den Anordnungen des Kontrollrats Rechnung tragen mulzten, ohne dabel die in der Ument- wWiecklung befindliche Wirtschatt zu schädigen. Zzum Aufgabengebiet der noch im Aufbau be⸗ Hindlichen Landeszentralbanken gehörte die Dekartellisterung der Grollbanken und die Um- gestaltung der Kreditinstitute. Auch hier wirkte Dr. Cahn-Garnier in Vorträgen und Autsktzen an der Umgestaltung mit, 30 daß er die Autf- merkesarnlcelt von OMcUus Berlin auf sich lenlete, zur Gesetsesbildng tür die Länderbank heran⸗ lezogen und ihm deren Leitung angetragen Wurde. In diese Lelt flel die Ausschreitbung des Ober⸗ bürgermelsterpostens von Mannheim, und Dr. Friseure treffen sich in Eberbach Dr. Cahn-Garnier zum Gedenken . un eumeeseeees /s bn hs IWISCHTMR MrCNAn. nurin unb Main Verkehrsunfall in Reihen dde- Reihen. Am Wochenende wurde ein aus Ittlingen kommender jugendlicher Radfahrer an der Straßenkreuzuns Steinsfurt-Weiler-Ittlingen von einem in Richtung Steinsfurt einbiegendem Auto angefahren. Der Radfahrer wurde mit schweren Knochenbrüchen in das nächste Kran- kenhaus eingeliefert. Polizeiliche Ermittlungen zur Klärung der Schuldfrage sind sofort einge- leitet worden. gh- Walbstadt. Als zweiter Kaplan wurde Herr Kaplan Fritz Danner an die hiesige Pfarrei angewiesen. Die Anweisuns eines dritten Gelst- lichen bedeutet für das Pfarramt eine fühlbare Entlastung und wird von den Gläubigen sehr begrüßt. Kaplan Danner kehrte 1946 aus russi- scher Kriegsgefangenschaft zurück. g1-Michelfeld. Bei einem Bazar der evang. Kirchengemeinde zugunsten des Glockenfonds Eingen 7000 DM ein. g1⸗Gemmingen. Adlerwirt Otto Grimm ist jetzt aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Hause zurückgekehrt. hl- Kürnbach. Der„Liederkranz“ kehrte mit bestem Erfolg vom Süngerfest in Diedelsheim zurück. Der Dirigent Burck und die 60 Sänger dürfen stolz auf das Erreichte sein. Weise zur Verfügung gestellt wird, abgehalten und sollen den Höhepunkt innerhalb des beruf- lichen und fachlichen Schaffens, sowie der all- gemeinen Schulung des Friseurverbandes dar- stellen. Diese Veranstaltungen rechtfertigen die Annahme, daß Eberbach einen Massenbesuch von Haarkünstlern bekommen wird. neu- Eberbach. Seinen Sonntagsgeburtstag feiert morgen Anton Roßkopf, Hauptstraße 4. Herzlichen Glückwunsch zum 74.]— Am 9. 6. sprach in der Aula des Realgymnasiums Studien- rat Dr. Ferdinand Helm in volkstümlich ver- ständlicher Weise und Darstellung vor zahlrei- chen Zuhörern über die Atomforschung.— Am Montag, dem 13. 6. hält im Volkstheater Eber- bach um 20.30 Uhr Arbeitsminister a. D. Rudolt Kohl ein Referat über das Thema„Wer zahlt die Kosten“.— Die Arbeiterwohlfahrt führt in Eberbach wie allerorts vom 11. bis 13. Juni eine Haus- und Straßensammlung durch.— Der Schachklub Eberbach hält am 11. 6. seine Haupt- versammlung ab.— Wir verweilsen auf die stets allgemein beliebte Schau des Volksturntages am kommenden Sonntag auf dem Platz hinter der Turnhalle.— Das seit über 40 Jahren weit und breit bekannt gewordene Textilhaus dean Bechtel hat in der Bahnhofstraße seine gut eingerichte- ten Räüume wieder eröftnet. Cahn-Garnier zögerte nicht einen Augenblick mit seiner Zusage. Finanzministerium und Landeszentralbank, Länderrat und Landtag bedauerten seinen Weg⸗ gang von Stuttgart; denn er hatte hier wie dort die Herzen seiner Mitarbeiter und Untergebenen gewonnen. Klar im Urteil, ausgerüstet mit einem umfas- senden Wissen und reicher Erfahrung, dabei bersönlich anspruchslos und einfach, brachte er seiner Vaterstadt Mannheim sein Herz entgegen. Ein wirklicher süddeutscher Demokrat, der den Zusammenschluß der wirtschaftlich zusammen- gehörigen Landesteile fördern wollte, stürzte er sich hier in die Idee des Zusammenschlusses der alten Kurpfalzs mit dem Lande Württemberg⸗ Baden. Dr. Cahn-Garnier hat bei vielen Gele- genheiten seine Verbundenheit mit den Bürgern der Stadt betont, sei es in einer Bürgerversamm- lung, sei es bei Tagungen und Ausstellungen. Seine Reden, mit teinem Humor gewürzt, kamen aus dem Herzen und sprachen die Herzen an. Dabei war jede Rede tiefschürfend ausgearbeitet und erwachsen aus einem aufrichtigen Interesse an der jeweiligen Veranstaltung. Das verursachte viel Arbeit, viel zu viel Arbeit, wie wir heute Tageblatt Neues Café in Wiesloch id- wWiesloch. Während in früherer Zeit Wiesloch über mehrere Kegelbahnen verfügte, wär in den letzten Jahren keine Kegelbahn mehr in Betrieb, Dadurch waren die Kegelfreunde der Stadt gezwungen, nach Heidelberg und anderen Städten zu fahren, um ihren Sport ausüben z2u können. Die Besitzerin der Festhalle hat nun diesem Umstand Rechnung getragen und die im Hause befindliche Kegelbahn wieder herrichten lassen, so daß die Freunde des Kegelsports jetzt wieder stolz„alle Neune“ auf die schwarze Tatel schreiben können. Die Fröffnung erfolgte am Pfinsstsamstag abend.— Das allseits bestens be- kannte Konditorei-Café Neumeister kann stolz auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken,. Nach- dem Konditormeister Neumeister seine Gesellen- zeit in vielen großen Konditoreien deutscher Großstädte verbracht hatte, hat er als junger Meister in Wiesloch in der Hauptstraße ein bald durch die Güte seiner Backwaren bekannt ge- wordenes Konditorei-Café eröffnet. Im Dezember 1944 wurde das Café ein Opfer des Krieges, es wurde bei einem Fliegerangriff total zerstört. Unter großen Schwierigkeiten hat nun der Sohn Leonhard Neumeister, der auch den Meistertitel führt, das Café wieder aufgebaut und es z2zu einem Catéhaus modernster Art ausgestattet. Neubauten in Walldorf 40 Walldorf. Die Hoffnungen von 50 Antrag- stéellern auf eine Siedlerstelle haben sich als trügerisch erwiesen. Trotzdem können jetzt, da der Stadt Walldorf eine beachtliche Summe von der Landeskkreditanstalt zur Verfügung gestellt wurde, 4 Doppelhäuser durch die„Oberrheinische Heimstätte“ errichtet werden, die von 8 ausge- suchten Siedlern bewohnt werden können. Es war nicht leicht, diese Siedler zu finden, da ver- schiedene Bedingungen erfüllt werden müssen, von denen die schwerste wohl die Aufbringung von Eigenmitteln im Werte von 2500 DM ist, die entweder durch eigene Mitarbeit geschaffen oder durch Bargeld hinterlegt werden müssen. Die neuen Häuser werden auf das für diese Zwecke abgeholzte Gelände an der neuen Nußlocher Straße gebaut werden,— Herr Jakob Kehr- berger feierte in geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag Wir gratulieren herzlich! —— Turnfest in Mosbach rle Mosbach. Mit der Einladung des Turn- vereins 1647 Wertheim, der sich in letzter Zeit bei Großveranstaltungen einen Namen machte, hat der TV Mosbach einen guten Griff getan. Die Wertheimer werden am Samstag in der Markthalle unter Leitung von Oberturnwart Bach„100 Jahre Turnen“ vorführen. Am Sonn- tagnachmittag werden aut dem Sportplatz tur- tenvorverkauf bei Firma Goebes und Spedition Spitzer. rk ⸗ Dallau. Die durch den Hagelschlag und die Verwüstungen der Schwarzkittel angerich- teten Schäden sind so groß, daß man sich ge- zwungen sah, eine Bürgerversammlung einzube- rufen. Bürgermeister Herkel und der Ortsbeauf- tragte der Landwirtschaft, Englert, nahmen die Schadenanmeldungen entgegen. rk- Neckarzimmern. Die Firma Grün und Bilfinger hat nach Beendigung ihres hiesigen Bauprogramms ihre„Zelte“ abgebrochen, In etwa 14 Tagen werden die Abbauarbeiten be- endet sein. Damit vermehrt sich die Zahl der Arbeitslosen im Kreisgebiet um nahezu 40 Ar- beiter. arbeiten wurde nun das Staubecken, das die Energieversorgung der Mühle übernehmen soll, tertiggestellt. In der nächsten Zeit werden Ver- suche unternommen, um auch die Glmühle in die Versorgung einzubeziehen. Der Gemeinde blietet sich nun die günstige Gelegenheit, in Ver- bindung mit diesem Staubecken an die EFrrich- tung eines Schwimmbads zu gehen. Wenn auch im Augenblick die Kosten hoch erscheinen, 80 würde eine derartige Anlage doch wesentlich zur Belebung des Fremdenverkehrs beitragen. Es ist sehr wahrscheinlich, daßb unser Vörschlag bei der Jugend, die ja durch das Baden im Neckar am meisten gefährdet ist, den größten tlelbetrübt feststellen müssen. Helmut Mathy. Widerhall flndet. Das Beste aus den Rundfunkprogrammen Heute Samstag ab 14 Uhr: Radio Stuttgart: 16.00 Orchester-Revue, 17.00 Funk- Kroteske, 16,.15 Prozesse von heute, 16.30 Bekannte 8o- Usten, 20.00 R. Straußß zum 656. Geburtstag. Radto München: 16,00 Volkstüml. Weisen, 19.30 Lelchte Melodte, 20.16 Tanzmustlk, Münchner Lokalposse. Radio Frankturt: 16.00 Das aktuelle Interview, 16.30 Wacher Geist, lebend, Wort. 17.16 Zum 66, Geburtstag von R. Straull, 21.00„Heiß oder Kkalt?“, heit. Fragespiel. Südwesttunk: 16.46 Brietmarkenecke aus Kafsersl. 17/.16 Sang und Klang im Volkston, 20.00 Wir ertüllen Hörerwünsche. Rlas: 19.46 Berlin im Rias. Nordwestdeutscher Rundtunk: 20.00 Abend mit der Düsseldorter Maler-, LAter.- u. Schausp.⸗Bühne. Mortgen, Sonntag: Radio Stuttgart: 6.46 Orgelmustk, 9.00 Kath. Morgen⸗ teler, 9.30 Schatzkästlein, 11.00 Untversttätsstunde, 11.20 Das Meisterwerk— J. Haydn. 17.00 R. Straub Symph,. Orch. Radio Stuttg. 19.30 Sport am Sonntag. 23.00 W. Baclchaus splelt J. Brahms. 23.30 Dichter lesen. Kadto Fränkturt: 6.30 EV. Morgenteter, 30.00 Revue d. Solisten u. Ensembles. 21,30 Begesnungz mit Goethe. Radto München: 6.00 Morgenteter d. Haptisten, 16.30 Müncthiner Phimarmontker, 20.16 Abendkontert. Südwesttunkt 9.00 EV. Morgenteler, 10,10 Kath. Mor⸗ KHenteler, 20.00 Baden-Baden: Sintoniskontert, Lig. H. Rosbaud. 16.00 Melsterwerke d. Musik. 21.00„Drent in der Au“, Nordwestd. Rundtunk: Kamstag: Aildt. Hunnen Heldelberg: 17.00„Die Metstersinger von Nürnbertz“ von R. Wagner. Kingt Kehlant Winctschikea 13.00, 16.10, 17.90, 19.60, 89.00. Kurbelt Der imml. Walser 9.00, 11.16, 19.30, 16.90, 17.80, 8Tageblalt Antoeneifensctenste. Amr. 19.30, 21.30. Kammer: Menschen in Gottes Hand 13.00, 15.00, 17.00, 10.00, 21.00, 22.50: Die Wendeltreppe, Odeon: Die Zaubergeige 12.30, 14.30, 16.30, 16.30, 20.30, 22.30 Gloria: Der Täter ist unter uns 10.30, 12.30, 14.30, 16.30, 16.30, 20.30. Rachlenz: Fin Mann tür meine Frau 16.30, 20.80, 22.30 Uhr. Atrium, H.-Kirchheim: Carmen, 90.20 Uhr, Amerikahaus: 20.00 Vortrag u. Diskusston J. Y. Cam-⸗ „Eindrücke und Frlebnisse einer Amertka⸗ reise“. Morgen, Sonntag: Atkldt. Bünnen Heldelberg: 10.00„Der seidene Schuh“ von P. Claudel. Kinot Schlaß: Minotschka 13.00, 16,10,17.30, 19.50, 23.00. Kurhelt Der himml. Walzer, 13.30, 16.30, 17.30, 19.30, 21.30, Kammer: Menschen in Gottes Hand, 13, 16, 17, 10, 31; 22.560 Dile Wendeltreppe, Odeon: Die Zaubergeige, 14.30, 16.30, 16,30, 20.30, 32,80, lorta: Der Tkter ist unter Un, 13.30, 14.30, 16.30, 16.30, 20.30. Rachlenz: Fin Mann tür meine Frau, 16.30, 20.30, 22.30 Uhr, Honst. Veranstaltungen: 9.30 Aula Alte Untversttäkt: Miigliederyersammluntz der Bibliophilen, 10,30 Festakt⸗ Wetterberlcht: Vorhersage: Helter bis bewölkt, trocken. temperatur um 20 Grack: Schwache Winde, Höchst⸗ Wasserstünde vom 11. Jun 1949, ab 16 Unr Rhein: Konstanz 370, Rheintelden 293, Bretsach 2432, Straßßburg 296, Karlsrühe-Maxau 47/0, Manmnhelm 340, Mainz 305, Eingen 203, Kaub 330, Koblenz 2326, Köln 237, Duisburg-Rohrort 4., 66.— Malnt Plerret Brückte 186, gehweinkurt 1um, Würsburg 68, Steinbach 139, Franlc⸗ turt 130.— Nechkart Flochingen 101, Gundelshelm 109. nerische Ubungen gezeigt werden, Den Höhe- punket der Veranstaltung bildet das Handball- treflen TB Heidelberg gegen TV Mosbach. Kar- rk- Neckargerach. Nach monatelangen Bau- eee. Cageblatt KURST WISSERSCHAFT 6 UKTTnHALTUNG Samstas/ Sonntag, 11./12. Junt 1949/ Nr. 16/17/ Sette b Richard Benz zum 65. Geburtstag am 12. Juni 1949 Wenn es für einen Schrittsteller unserer Tate möglich ist, jenen Geist in Dasein und Leistung zu repräsentieren, den wir seit den Tagen der Heidelberger Romantik als dieser Stadt ureige- nen„Heidelberger Geist“ bezeichnen, dann darf das von Richard Benz gesagt werden. Seit einem Menschenalter lebt und wirkt er in dieser Stadt als einer der vornehmsten Deuter deut- schen Kulturgutes. Wie die ihm wahlverwandten Brüder Grimm und Görres, hat er schon früh seine große literarische Tat vollbracht, als er dem deutschen Volk und damit Kkünftigen Ge- schlechtern die bedeutsamsten Werke des ano- nymen Volksschaffens, die alten deutschen Le- genden und die deutschen Volksbücher in einer sprachlich und künstlerisch sorgsamen und Werkgetreuen Erneuerung schenkte. Die alten deutschen Legenden und die Legenda aurea werden den Namen Richard Benz dereinst in der Geschichte der Erneuerung alter Volks- kunst neben den der Brüder Grimm setzen. Aus dem überreichen Lebenswerke von Richard Benz ragen noch zwei bleibende Verdienste hervor. Richard Benz hat der größten Leistung des deutschen Geistes für die abendländische Kultur, der deutschen Musik, innerhalb der Geistesgeschichte erst den ihr zugehörigen Platz zugewiesen und hat dabei das große Wunder der Geistesgeschichte: die Entstehung der absoluten Musik in künstlerisch vollende- ter Weise gedeutet. Nicht minder groß ist das Verdienst des Gelehrten und Künstlers Benz um die Erhellung und Erkennung der deutschen Romantik. Während es bis zu Benz üblich War, die Romantik nur als eine literarische Bewegung zu sehen— so noch von Oskar Walzel und Ricarda Huch— hat Benz die Ganzheit dieser Epoche geschaut und seinem großen Werk über die deutsche Romantik den gerechtfertigten Untertitel gegeben„Ge⸗ schichte einer geistigen Bewe⸗ gung“. Die Bedeutung der Musik und der bildenden Kunst für die Romantik ist erst durch Benz dargestellt und verschmolzen worden mit den dichterischen und philosophischen Strö- mungen jener Epoche. Auch in der Geschichte der Wandlung des Goethe-Bildes darf man die Arbeiten von Richard Benz nicht vergessen. Die Stellung Goethes zur Romantik erfährt durch Benz bei aller Ehrfurcht vor der Gestalt des größten Deutschen eine Färbung, die ein nicht immer unkritisch gesehenes Goethebildnis ergibt. Mit besonderer Spannung und Freude wird man vernehmen, daß Benz an einer Geschichte seines Bildungsweges arbeitet. Es wird eine Autobiographie werden, die auf das Heidel- berger geistige Leben zur Zeit der Jahrhundert- Wende klärende Lichter werfen wird. Der 65. Geburtstag rundet zwar nur ein Jahr- füntt und kein rundes Jahrzehnt. Es mag aber Anlaſß sein, der Lebensarbeit eines Mannes zu gedenken, den zu seinen Bürgern zu zählen, Heidelberg als Stolz und Verpflichtung fühlen muß. rkg. Aus ſeiner Gedankenwelt Lesefrüchte uaus seinen Büchern Der Reiz der Groſßöstadt ist, daß sie für einen arbeitet und in einem selbst die Illusion der Vita- lität und des Arbeitsrhythmus erweckt. Ein Buch der Bewahrung und Tradition ist das Was uns not tut: eine mit Sammlung des Gültigen verbundene Darstellung, die schlichteste Formeln tände kür den Reichtum einer gewesenen Kultur, möchten, und meist aus Mangel erlesener Doku- mente nicht mehr erblicken. Diese Auslese selbst zu machen wäre doch sinnvoller als es dem Zufall üÜberlassen, der vor allem dort herrscht, wo Men⸗- schen fremden Geschmacks, fremden neuen Glau- bens das Alte in ihrer Weise bewahren wollen, wie etwa die christlichen Mönche Reste antiker Lite- ratur uns weiter überlieferten. Die mögliche Fälschung im Urteil der Nachwelt! Auch die Mitwelt hatte Recht. Bei Goethe 2. B. sah sie vieles, was wir nicht mehr sehen; sah seine Unzulänglichkeiten, und gestand sie sich noch ein, weil noch keine Kanonisierung zum Klasslker ihn verbarg. Ueber niemanden ist so schönfärberisch tzeredet worden, wie über Goethe— noch heute würden wir sein wahres Bild nicht ertragen. Die bedeutendsten Romane, und oft die ersten, die ein Dichter schreibt, sind verkappte Selbst- biographien, Sie sind damit notwendig Fragment; denn das Leben hat Stufen, die sich festhalten las- sen, die aber weiter führen, hat also für den, der sein eigenes zum Vorwurf nimrmat, keinen Schluß. Die andere höhere Form des Romans ist die der befreienden Beichte, wo ein Erlebnis zu Ende ge- dichtet wird, um es zu überwinden. Sie haben Gang und Abschluſß der Novelle, gerades Schicksal, weni- ger Behaglichkeit. Die erste Art kann nur einmal geschrieben werden: Wilhelm Meister, Grüner Heinrich. Die andere ist schon Sache der Kunst und läßht sich variieren, weil die Maske fester sitzt und die Freude an der Maskierung ins Allgemeinere kührt. Ein Denker, der keine Erfahrungen mit Frauen hat, schließt sich der Wertung der Frau an, die ihm, als die männlichste, am meisten imponiert. So redete Nietzsche im Grund Schopenhauern die orientalische oder südländische Ansicht über die „Welber“ nach; denn Schopenhauer war unter den Denkern der einzige, der hier überhaupt eine An- sicht gehabt hat. Man wünscht den andern gern eifersüchtig, aber nur, wo er es ohne Grund sein kann. Warum findet man nie, was man sucht? Warum erscheint einem das Schöne in Augenblicken, wo man nicht darnach verlangt? Suchet, so werdel ihr finden— das ist der Irrtum der Fanatiker,. Suchet nicht, so wird euch alles aàu- kallen— das ist die Weisheit der Geistigen, wenn sie ihr Leben verstanden haben. Aber sie verstehen es spät, zu spät. Kommt„Geist“ ursprünglich immer von altern- den Menschen her? In allen Sagen und Märchen schon ist der Weise immer ein Greis. Aber die Stikter der Religionen sind keine Greise gewesen, und die großen Künstler unseres Lebenssinns in Dichtung und Kunst desgleichen. ber Mann wird Realist gewönnlich in dem Augenblick, Wo ihm die Zähne zum Beißen aus- gehen. Das Land ist wie eine Geliebte— man darf sich nicht mit ihm verheiraten, wenn es für elnen blei- ben soll, was es in schönen Augenblicken ist. Menschen, die es schwer haben, weil sie es leicht hatten(Goethe); Menschen, die es leicht haben, weil sie es schwer hatten Beethoven). Es ist kür schöpferische Menschen etwas Furcht- bares, auch nur eine Zeitlang auf Kredit früherer Leistung zu leben; eine Zeitlang nichts zu sein und doch nichts wieder vor sich zu sehen. Einmal kommt schließlich die Gewißheit über einen, daß, was von außen an uns gelangt, uns nicht Wahrhaft bereichern, unsern Durst nicht stil- len, uns Glück nicht gewähren kann., Dann erführt man in allem Verhalten zu den Menschen, daß man immer nur gibt, hilft, heilt; während niemand uns zu geben, zu helfen, zu heilen vermag.— Diese Resignation ist anfangs schmerazlich, mit der Zeit aber wunderbar beruhigend; man weiß dann, daſß- man alles in sich selber finden müsse, was be⸗ glücken soll; man bekommt ein hohes Gefühl seiner Kraft. Wir sind nicht mehr durch egoistisches Wol- len betrübt, weil wir wissen, daß es zu nichts führt, wir sind von einer geheimen Einsicht geleitet, die alles zum Besten gestaltet. Jetzt erst ist das Leben als Kunstwerlkkt zu denken: es wird betrachtend ge- lenkt, nicht mehr elementar erlebt. Die Nebel der Täuschungen verflattern; aber auch die zu tiefe Glut einzelner Glückspunkte ist erloschen. Es bleibt ein gleichmäßiger warmer Glanz, der herbstlich versöhnend aut allem ruht. Die Gesellschaft der Bibliophilen kommt heute und an den folgenden FTagen in Heidelberg zu ihrer 50, Jahrestagung zusammen. Es wird also eine Jubiläumstagung sein. Die Bibliophilen— das griechische Wort bedeutet auf deutsch: die Bücherliebhaber— haben sich vor fünfzig Jahren zu einer Gesellschaft ver- einigt. Unter Bibliophile oder Bücherliebhaber versteht man, wie schon der Name sagt, Lieb- haber von Büchern, und zwar von Büchern be⸗ sonderer Art. Der Bihliophile sammelt einmal das schöne Buch, das sind jene herrlichen Ausgaben, auf deren künstlerisch wertvolle Herstellung der Verleger besonderen Wert legt, oft numerierte Ausgaben in kostbaren Einbän- den in kleiner Auflage, gebunden. Als die Ge- sellschaft vor fünfzig Jahren ins Leben trat, geschah es in einer Zeit, zu der die deutsche Buchkultur einen Aufschwung nahm. Die alte Generation hat noch als ein besonderes Zeug- nis jener Jahre die Zeitschrift„Die Insel“, einst von Otto Julius Bierbaum geleitet, in Er- innerung. Heute gehören die ersten Jahrgänge der„Insel“ zu den auf dem Büchermarkt ge- suchtesten Stücken. Von den Verlagen, die sich um die Jahrhundertwende bemühten, die Buch- kultur zu heben, darf man den Insel-Verlag, auch nicht den Berliner Verlag Cassirer und den Münchner Verleger Hans von Weber ver⸗ gessen und wenn man Namen von Toten nennt, mußß man auch den Namen des Schriftstellers Fedor von Zobeltitz erwähnen. Mit Freuden werden es die Teilnehmer begrüßen, einen— ja, das darf man schon sagen— Veteranen der Bibliophilen unter den Rednern zu sehen, Rudolf Alexander Schröder, den Dichter und frühe- ren Mitbegründer an der„Insel“. Wie das schöne Buch, so gehört auch das seltene Buch zu den sorgsam gehüteten Wie spätere Jahrhunderte sie sehen würden, sehen Claudels Dichtung„Der ſeidene Schuh“ Zur Einführung für die Besucher Die Städtischen Bühnen Heidelberg bringen in ihrem„Zyklus des zeitgenössischen Schau- spiels“ am Sonntag, den 12. Juni, ein Gast- spiel der Städtischen Bühnen Freiburg mit der Bühnendichtung„Derseidene Schuh“ von Paul Claudel. Da es sich bei diesem Werk gerade darum handelt, nicht nur den Reliz des szenischen Augenblicks zu erfassen, sondern zugleich zeine Bedeutsamkeit im Ganzen, so scheint es uns dle beste Finfun⸗ rung in diese umfassende religtöse Bühnen- dichtung zu sein, zunächst einmal die Hand- lung, die in einer losen Volge von Szenen mit vielkach memäander verzahnten Haupt- und Nebenhaändluntzen verlaukt, schlicht und mögliehst Uberstchtlien erzählen zu lassen. Wir rsten den Besuchern der Auffahruns, die folsende Eintührung in die Dichtung vor dem Besuch der Vorstellung zu lesen. Eln Jesulten-Pater— schiftbrüchig in den Kümp⸗ ten der Spanler und Engländer zu Ende des 16. Jahrhunderts— empflehlt in seinem letzten Gebete das Schicksal seines Bruders Rodrigo Gottes Len⸗ kung. Das Schieksal Rodrigos aber ist Dons Prosza. Sie ist mit Don Pelayo, einem hohen KRichter des Spantschen Köntes, vermühlt. Dleser steht im Be⸗ Arifle, mit ihr noch seiner Statthalterschaft in Afrika abzurelsen, wWill aber vorbher selne junse Nichte, Dona Mustee, einem ſmhr bestimmten Gatten zutun⸗ ren. Derum zsendet er Dona Proéëza unter deim Schutz selnes Freunde Don Räalthasar an die Küste Voraus, Um PFrobtes Licbe bewirbt sleh im gehelmen Don Camtllo, Pelayos Stellvertreter in Akrika, dem glühenden Erdtell aus Herkuntt unc Leldenschakt Verhekftet, Sle aber Hebt Don Rodrigo, den sie eln⸗ mäl thwend des akfrikanischen Flebers gepflegt, uUnd het ihm Nachrieht gegeben, daß) sle ihn in der Herberte amm Meere erwaärte, Sle welll um das Helllose res Abweßges und lälht darum ihren selde- an gehuh im Schutze der Gottesmutter zurück. Ar Gottesmutter sagt sie:„Ich safe Dir vorweg, Ual) loeh in Kürze Dich nicht mehr sehen und alles In Bewegund setzen werde gegen Dieh!— Aber venn leh dann versuche, mich in das Schlimme 2u Mürzon, denn zel o mit hinkendem Fuß! Und wòIII 80 sel es mit lahmem Flügel.“ Schätzen in der Bibliothek des Bibliophilen, Da des Gastspiels im Stadttheater ich die Hürde überfliegen, die Du errichtet hast, Auf dem Wege zur Geliebten wird Rodrigo in einen Kampf verwickelt. Schwer verwundet, wird er auf sein Schloß gebracht. Dona Prosza entflieht aus der Herberge, um ihn dort aufzusuchen. Dona Musica ist gleichfalls vor Don Pelayo und threm Bewerber entflohen und fährt mit einem kupple- rischen Weilbel, der ihrer gläubigen Unschuld den König von Neapel zum Gatten versprochen hat, Über das Meer. Don Balthasar, der Dona Prosza entfliehen lieſßh, szucht in einem Kampfe den Tod, den Rodrigos chineslscher Diener inszenlert hat, um die Flucht Proézas zu ermöglichen. In Rodrigos Schlofß bletbt Prosza durch die strenge Zucht der Mutter von dem verwundeten Gellebten zetrennt,. Im Namen des Königs ver- bannt Don Pelayo sie als Statthalterin auf die afrikanische Festung Mogador, Der wiedergenesene Don Rodrigo erhält vom König die Statthalter⸗ schakt des neu entdeckten Amerlkas. Vor seiner Ahrelise dorthin will Rodrigo Proëza mit Kinwilli⸗ gunt des Königs von Mogador zurülekcholen. Sie aber lühht ihn durch Camillo emptangen und ver- sagt sich éiner gemeinsamen Rülckrelse. Nur ein elnziges Mal lreflen sieh ihre Lippen in nchtlich Hchtiger Begesnuntg. Während jeiseltis des Meeres vur gleichen Zzeit Dona Musica Ihren Konig von Neepel aut wunderbare Weise Wirlelich findet. Rodrigo und Prosza bleiben durch Jahre und durch Ozeane getrennt. Nach dem Tode Pelayos Wird Prosza Camillos Frau, da dieser die Festung vonst an die Mauren verraten hütte, Ihre Tochter Aber trügt Kodrigos Tate, Ven Camilllos xlforsucht kurchtbar gequllt, schreſht sle an Rodriso, er möge 51% befrelen, Der Bref dteat dead Peinden Rodritos. des VIzekönias von Amertka, als Mtttel, inn von golnem Werke, der Vollendung des Panama-Kanala, und zeinem PFosten Wogruloeben. Mit dteser Flotte orscheint er vor Mogador. Dies verenlott dte Mau⸗ ren zum Sturm auf die Festuing, um den Spantern zuvorzukommen, In seiner verawelkelten Lage lot Camillo berelt, Prosaa Rodrigo zu Uberlassen, Wenn Die Buͤcherfreunde tagen in Heidelberg gibt es unter den Bibliophilen auch besondere Glücksjäger. Ein solcher Bibliophile, der bei seinen Büchereinkäufen unheimliches Glück hatte, war Friedrich Gundolf. Wie kam er mit fröhlichem Stolz einmal an, als er bei irgendeinem Straßenhändler ein altes Buch ent- deckte, es war unseres Wissens Cäsars Galli- scher Krieg, übersät mit Randbemerkungen, und als er genau hinsah, was war es?: Aus der Hand-Bibliothek Schopenhauers, von Schopen- hauer mit seinen Glossen versehen. Zu den seltenen Büchern zählen auch die meisten Erst- ausgaben und natürlich stehen hoch im Kurs die Erstausgaben von Shakespeare und von Goethe. Aber von Goethe nicht alle, So gab es noch um die Zeit vor dem ersten Weltkrieg bei Cotta die Erstausgabe von Goethes Wahlverwandt- schaften. In den hundert Jahren war also die Erstauflage dieses Buches nicht vergriffen. Es ist für Vereine der Bibliophilen oft eine lockende Aufgabe, ein völlig verschollenes Buch wieder auszugraben und in schönem Gewand neu auf- zulegen. Der junge Gerhart Häuptmann 00 Zaͤckerfeeunde Ined undsrube 1s8t: Buchhandlung und Antiquarlat- Heldelberg Ladenburger Straße 20 Sonderauslage für atl. Bibliophile hatte, ehe er mit seinem ersten Drama auf der Bühne erschien, einen Band lyrische Gedichte geschrieben und ihn auf eigene Kosten in einem kleinen Verlag im Odenwald herausbringen wollen. Während das Buch gesetzt wurde, machte der Verlag Konkurs und Hauptmann hatte lange Jahre nur die Fahnen dieses Buches. An seinem dieser die Flotte zurückziehe. Mit Bedingungen, die geeignet wären, ihre Liebe zu erniedrigen, sendet er Proëza selbst als Unterhändlerin auf das Admi- ralschift Da zwingt Proéza in einer ersten und letzten Unterredung Rodrigo, sie nach Mogador zurück in den Tod zu schicken, und Camillo sprengt die Festung in die Luft. Nach Proszas Tod mißglückten Rodrigo alle wel⸗ teren Unternehmungen; als Gouverneur nach den Philippinen verbannt, verliert er im Kriege mit den Japanern ein Bein und wird zum Narren des vertallenden Königs, der ihm seinen grimmigen Hohn ob der Niederlage Spaniens im Kampfe gegen England zu fühlen gibt. Dabel sind dem alten Ro- drigo immer noch geniale volitische Gedanken eigen. Doch die wesentliche Aufgabe des Kampfes geßgen die Mauren, zu der ihn Maria Slebenschwert, Proäzas Tochter, aufruft, vermag er nicht mehr zu ergreiten, Erst als der letzte Eigenwillen von ihm abgefallen und er zum Diener des Ürmsten Ordens geworden, ist auch die letzte Trennung zwischen ihm und der verklärten Prosza aufgehoben in Gott. WolfgangPetzet. Aus den Heidelberger Fllmtheatern Kammer-Lchtsplele In einem der fein polntierten Dlaloge, die diesen Nachkriessfilm der Jungen-Fllm-Unton auszeich⸗ nen, dessen Worte mitunter auf der Suche nach dem Warum der veründerten Zelt und ihrer Men⸗ schen schwer wie Steine ins Wasser kallen und Welte Kreise um sieh zishen, wird zu einem arm-⸗ aputferten Lehrer gesagt.„Die einen hahen in die. sem Krles alles verloren— aber sie haben sich selber behalten, die anderen haben alles behalten — abel 8ste haben sich selber verloren“ 80 apricht die Frau eines jungen Bauern, dessen Heimkehr vom Krieg nur ein neuerliches Fortgehen wurde; denn der Krleg hat ihm dem hetmafltehen Boden und der Frsu entfremdet und lietz inn dem Steuer⸗ rad usd etner chemallten Wehrmachthelfertn ver kallen, cte steh beschilicheren Antefſl en selnemn Loben zu elchern ustes, Det eine Seitt umreitzt die Kedenlcliche Reltung uncdſe Hendlung, hinter der Al Urchtbarer Ve enunr in erschttternten Mans,ngenschleksslen geworden der Kriog solber steht. Dleser Eum letht trotz szeiner unsent!⸗ mentalen Beleuchtund der NachkriedswWirlchHchleelt 60. Geburtstag haben dann die Leipziger Biblio- philen jenen bis dahin niemals erschienenen Band Lyrik unter dem ursprünglichen Titel „Das bunte Buch“ in Halbpergament in einer numerierten Auflage von 100 Exemplaren für Subskribenten herausgebracht, wobei, wie das bei solchen Ausgaben so üblich ist, in jedes Exemplar den Namen des betreffenden Subskri- benten eingedruckt ist. In Hauptmanns EFExem- plar stand also eingedruckt:„Dieses Exemplar ist für Gerhart Hauptmann gedruckt“. Als in einer mitternächtlichen Stunde hier ein Freund des lieben großen Dichters ihm ein Gedicht aus jenem Bande auswendig rezitierte, war Haupt- man so gerührt darüber, daß der Freund ein Gedicht aus diesem Buch auswendig konnte, und er schenkte sein Exemplar mit einer Wid- mung dem Manne, der dieses Buch bis heute als kostbare bibliophile Seltenheit in seiner Bibliothek aufbewahrt. Es gibt Bibliophilen, die nicht nur schöne und seltene Bücher, also Erstausgaben oder nume- rierte Exemplare sammeln, sondern auch Bücher. die ein völlig ausgefallenes Thema behandeln. Dazu zählen Iiterarische Orginalitäten wie zumn die unter dem Titel„Der kluge Zeitgenosse“ im Carl Pfeffler Verlag, Heidelberg, erschienen ist. Es fehlt natürlich gelegentlich nicht an dem Einwand, daß Bibliophilie eine ausgefallene geistig aristokratische Angelegenheit sei. Aber da es sich um eine geistige Aristokratie han- delt, an der ja jeder teilnehmen kann, wird man als Freund des Buches einer solchen Art Sammlerleidenschaft mit Verständnis begegnen. Die Jubiläumsversammlung der Bibliophilen- Gesellschaft weist eine reiche Tagesordnung auf. Wir werden über die Tagung noch berichten. und der Mentalität ihrer jungen und alten Men⸗ schen jedoch wohltuenderweise nicht aus der be- drückenden Atmosphäre der Trümmerfllme, Er geht bereits einen Schritt weiter und sucht darin die Rechtfertigung seines Titels, indem alle Tragik dennoch ihre sinnvolle Versöhnung findet, sei es die Flucht aus Ostpreußen, die den alten Vater auf den Hof des ihm untreu gewordenen Sohnes führt — Paul Dahlke spielt den heimatvertriebenen Bauern erschütternd und lebensecht—, sei es der vermeintliche Verlust der wissenschaftlichen Arbeit eines ganzen Lebens, der einen lebenswelsen Pro⸗ tessor dennoch, auch im Augenblick, da er sein Dachstübehen noch verltert, weiter leben heißt. Maris Angerpointner und Gerty Soltau, die elne ührend in Rrer Wärtenden Liebe, die andere vat- finterte Verkührerin, sind mit Rainer Penkert die Träger der Hauptrollen. Ba. Gloria-Lichtsplele Aktenfälschungen und Erpressungsversuche stehen im Mittelpunkt dieses spannenden Streifens, der das gewahnte gute Durchschnittsniveau der Vor⸗ Krlegskriminalflime sufwelst und von einer saube- ren straflen Regte und gekonntem Schnitt zeugt. Die Warnung vor dem Erpresserunwesen ist gle⸗ schlekt in eine paychologisch fein nuancierte Hand- lung eingebaut, in der auch die bewährten Fle⸗ mente jedes Kriminalffilms, die zwelfelhatte Aben- teuerin und der Generaldtrektor mit dem mürchen- haft ausgestatteten Büro nicht fehlen. Paul Dahlke gibt dem alten gewiegten Kriminalisten ein menschlich-sympathisches und humorvolles Profll, während Margot Hlelscher wie immer lockend und abgründig ist. Ein erktreulich ge- sechmackvoller Unterhaltungstlüm ohne Längen und ohne nervenaukpeitschende Sensationen. 1. 8. Fulurelle Rundschau LFiauberts Privstbihliothek.] Der Académie Frenenise lat dle Privstbibltothek von Gustave Flaubert vermacht worden,. Sie wird voraus⸗ SI ht'ich in dor Tblers-Ribliothek in Paris unter⸗ HKSDFech! Werden, INiederrheln. Muslktest beeudet.] Das 104. NWie⸗ derrheintsche Mustkfkest wurde am Mittwoch mit der kostlichen Aufftünruns der Hohen-Messe in rhol von Johann Sebastlan Rach durch den Anhbheneyr Domcebhor, Instrumentalisten des Städti⸗ schen Orchesters und tührendle Sollsten unter Lel⸗ tund von Prolessor Rehmaun abgeschIAAs G. Beispiel auch die Sammlung von PFehlurteilen, Selte 6/ Nr. 16/17/ Samstag/ Sonntag, 11/12. Juni 1949 Angino pectoris MEUES AUS ALLERNWEII Eine Krankheifisersckeinung dieser ZTeii Eine Kranlcheitserscheinung, die in den letzten zwangig Jahren mit der Entwieklung der Tech- nik, der Hochzüchtung unserer Lebenshaltung, der Rastlosigkeit unseres Lebenswandels weite Verbreitung gefunden hat. Früher in den Lalen- kreisen kaum diskutiert, zählt heute der Krank- heitsbegrift schon zum Unterhaltungsthema in gesellschaftlichen Kreisen. Die wichtigsten äuße- ren Anzeichen, die„Kardinalsymptome“ sind: ein heftiger Schmerz, der unter dem Brustbein in der Herzgegend plötzlich auftritt, eine Beklem- mung, die sich als Vernichtungsgefühl äußert, sich bis zur Todesangst steigern kann. Diese krampfartigen Schmerzen strahlen oft bis in den Uinken Arm aus. Die Anfälle selbst dauern von Minuten bis Stunden, ihr Ausgang ist nicht sel- ten tödlich. Bevorzugt sind Männer jenseits des 40. Lebensjahres, die in verantwortlicher Stel- lung stehen. Die Diagnose der Kranlcheit stellt der Arzt aus dem soeben geschilderten Anfall im Zusammenhang mit den Aufzeichnungen der Herzströme im Elektrokardiogramm(EKG). Die Ursachen zu diesen Erscheinungen sind nervöser und mechanischer Art. In jedem Fall besteht aber ein Mißverhältnis zwischen der Herzarbeit und der Blutzufuhr zum Herzen. Die Herztätiskeit Zur nüheren Erklärung des Gesagten hier zu-; nächst einige Bemerkungen über den Herzauf- bau: Es ist bekannt, daß das Herz ein Hohl- muslcel von der Größe der rechten Faust ist, Die Herzmuskulatur gewährleistet durch einen be- sonderen Aufbau die Funktion einer zentralen Pumpstation für den Organismus, Das sauerstoff- arme, dunkelrote, venöse Blut tritt durch die obere und untere Hohlvene in den rechten Vor- hof ein, kommt in die rechte Kammer und ver- lälkt über die Lungenschlagader das Herz. In der Lunge findet der Gasaustausch statt. Das Blut wird mit Sauerstoft angereichert, die Kohlen- säure Wird abgegeben und ausgeatmet. Das jetzt hellrote, sauersteffreiche Blut kommt zum linken Vorhof Weiter in die linlte Kammer und verläßt über die große Körperschlagader— die Aorta— das Herz und verteilt sich im ganzen Organis- mus Für diese ein Leben lang dauernde uner- müdliche Arbeit benötigt der Herzmuskel ebenso wie jeder andere Körpermuskel für seinen pri- vaten Bedarf sauerstoffreiches— artertelles Blut. Diese herzeigenen Gefäüße haben ihren Ur- sprung beim Abgang der großen Körperschlag- ader. Es sind dies zwei Kranzgefäße von der ungefähren Kaliberdicke eines Streichholzes, sie versorgen das linke und das rechte Herz. Zwi- schen beiden bestehen Gefüßverbindungen. Von wesentlicher Bedeutung sind hler die Ge- fälznerven, die wle an allen anderen Blutgefäßen einmal die Gekfäßlichtung erweltern, so daß ge- nügend Sauerstoft und Blut dem Herzmuskel zugetührt wird, ein andermal sich krampfartig verengen können, so daß die Versorgung des Herzmuskels mit den notwendigen Nährstoflen jetzt Not leidet. Krankheitsursachen Gewisse Gifte, sogen. Geflüßgitte, u. a, Nikotin, Bleſ oder beim Körperstoffwechsel frei werdende Gitfte sind in der Lage, eine derart krampfartige Zusammenziehung der Kranzgefüßhe zu bewirken. Einen breiten Raum nehmen auch die infolge seelischen Ursprungs auftretenden Kranzgefälß- Krümpfe ein. Unausgeglichene, rastlose Naturen, Personen mit einem ausschweifenden Lebens- wäündel, bel aufbrausenden, leicht erregbaren Menschen kommt es infolge eines nervösen Re- floxes Uber die Gefäühbnerven zu einem plötazlichen Deutsche in de/ Fremdenleqlon Kranzgefäßverschluß. Andere mechanische Ur- sächen: die Gefäfßl-Syphilis. Ste lokalisiert sich gern an der Abgangsstelle der Aorta aus der Unken Herzkammer, Nach Ablaufen des Krank⸗ heitgprozesses bilden sich hier Narben in der Gefähinnenwand der Aorta. Die Gefäßwand schrumpft ein und béewirkt s0 gleichzeitig eine Einengung, oftmals sogar einen einseitigen Ver- schluſ der Kranzgefäßbe. Die allgemeine Arterlenverkalkung befällt sehr gern die sehr stark beanspruchten Kranzgefüßle. Durch den Kalkniederschlag wird die Gefäß- lichtung verlegt, Die Gefüße gleichen dann oft- mals drahtähnlichen Strüngen, Die private Blut- zufuhr zum Herzmuskel wird nicht mehr garan- tlert. Allgemeine Fettleſbigkeit begünstigt oft- mals das oben gesagte. Ankälle und ihre Behandlung Ausgelöst werden die eigentlichen Anfülle nur bei übermäßigen körperlichen Anstrengungen, Hautreizen(plötzlicher Wechsel von kalt und warm), gefülltem Magen, Rauchen, starkem Trin- ken, Plötzlichem Witterungswechsel u. a. Die Behandlung besteht nun in dem sofortigen Beheben des Mihverhältnisses zwischen Herz- arbeit und Sauerstoffzufuhr. Die körperliche und seelische Leistung muß herabgesetzt werden. Gefäßgitte werden ferngehalten. Der wesentliche Faktor aber: der Lebenswandel muß einer ge- nauen Zeiteinteilung unterliegen, wobei der Ruhe der breiteste Raum gewährt werden muß. Somit würde die Anfallbereitschaft gedrosselt werden. Erst jetzt greift man zu Arzneimitteln, die ein- mal die Kranzgefäße erweitern, den Krampf also lösen, andererseits den Herzmuskel stärken und das Nervensystem beruhigen. Für den akuten Herzanfall steht an erster Stelle das Nitroglyzerin: einige Tropfen auf dle Zunge bewirken schnell eine Behebung des An- talls, Das Amylnitrit eingeatmet löst denselben Eflekt aus. Die weitere Behandlung besteht mit Strophantin, Euphyllin, Luminal evtl. Digitalis. Neuerdings zeigen sich auch Ertolge durch die Behandlung mit müännlichem Keimdrüsenhor- mon. Die genannten Arzneien verfehlen aber ihren Zweck, wenn der Betroffene seinem bis- herigen Lebenswandel nicht entsagt. Eine Frauenkrankheit Ein zu 90 Prozent bei Frauen auftretendes „Leiden“ ähnlicher Art ist das„Cor nervosum“ oder die Herzneurose. Herzklopfen, aussetzen der Herzaktion, Beklemmung und Atemnot, auch Ausstrahlung des Schmerzes in den linken Arm sind hier die Anzeichen. Beobachtet werden diese Symptome oft bei jungen Mädchen zu Beginn der Geschlechtsreife und bei Frauen zu Beginn der Wechseljahre. Mit der eigentlichen Angina pectoris haben diese Symptome nichts gemein. Diesen Frauen fehlt ein stundenausfüllendes Tagewerk, s0 daß sie auf Grund einer besonde- ren seelischen Bereitschaftt mit Vorliebe ihren Herzerscheinungen nachgehen. Die Ursachen fin- den in den häuslichen oder ehelichen Verhält⸗ nissen schnell thre Erklärung. In der Behand- lung der allgemeinen Nervosität flndet dieses „Leiden“ schnell ein Ende. Nehmen wir uns also mehr zeit zu unseren Arbeiten, d.h. sinnvolle Arbeitseinteilung, treiben wir nicht Schindluder mit der Gesundheit, gönnen wir dem Organismus die ihm zustehende wohlverdiente Ruhe, so wird es in den Bereitschaftsfahren jenseits des 40. Le- bensjahres nicht zu diesen Erscheinungen der Angina pectoris vermehrt kommen. Dr. med. SCc. Scwejetruſßßlamnds rote Puflwaffe Von unserem Korrespondenten EM Stockholm.(Eig,. Bericht) Das Kürzliche Anfliegen eines ganz modernen Jagdflugzeuges der Roten Luftwaffe durch einen sich als polttischen Flüchtling ausgebenden sowäet- russischen Fliegerleutnant auf dem schwedischen mllitärischen Flughafen Tullinge hat nicht nur eine große Anzahl von Experten angelockt, die bisher außzerhalb der Grenzpfähle der UdSSR noch günzlich unbekannte Flugzeugkonstruktion elner tzründlichen Untersuchung zu unterziehen, sondern auch neuerlich die Frage nach dem tat- sächlichen technischen Stand der Roten Luft- wWafte aufgeworten, Bisher war man sich dies- seits des Hisernen Vorhantzeés doch noch'rechit Iim Unklaren darüber, ob die von der sowietrussi- schen Flugzéugindustrie gébauten Maschinen den Apparaten der westlichen Hemisphäre eben- bürtis, unterlegen oder aber in einzelnen Mo- dellen vielleicht auch schon überlegen sind, eine Frage, an der auch die bei dem in Tullinge nisdergegangenen Fluszeus angestellten Studien nichts geündert haben Stalln selbst hat einmal vor längerer Zeit die Worte ausgesprochen. daſʒ „seine“ Flugzeuge schneller, höher und länger zu fliegen in der Lage wären, als alle anderen Apparat-Typen irgend eines Staates der FErde. Triftt diese Phrase tatsächlich zu oder handelt es sich bei diesen Angaben des roten Diktators um eine der Üüblichen Ubertreibungen, an dlie sich die Welt ſa nun schon hat gewöhnen müs- sen? Niemand kann westlich des Eisernen Vor- Strandgut der Verzweiflung „Haben Sle geschen, Monsteur?“ der Barkeeper lehnt sich über die Theke des„Soleil du Midt“ in Casablanca und deutet mit dem Daumen nach drauſhen:„Auch so einer“. Der Gast wendet den Kopf. Es bedarf keiner langen Erklärung: Haltung und Gang lassen den blonden Jungen in der Unitorm der Fremden- legion sofort als Deutschen erkennen,„Sechs von zehn Mann sind heute Deutsche“, fährt der Mixer fort,— mehr als es nach dem ersten Welt⸗ Krieg waren, als die erte grobßbe Welle von Deut⸗ schen in die Fremdenlegion einströmte. Die gro- gen politischen Ereignisse in Europa treiben das Strandgut an die Küste Französtsch-Nordafrikas — Weihrussen, die den Bolschewisten entkamen, Rotspanter, Italienische Faschisten. Und nun sind Wieder die Deutschen dran, Wer wWill den Stab Uber sie brechen? Gefangen in Afrika, Lager⸗ insasgsen in Amerikka, zurückgekehrt in eine zer⸗ störte Heimat, ohne Angehörige viellelcht, ohne Zukuntt und wWieder eingesperrt in Internlerungs⸗ lager tun sie den Schritt, der oft genutz zu einer UUntscheidung kfürs Leben wird. Haben sie erst mal die fünt Jahre des Verptlichtungsscheines hinter sich gebracht, sind viele von ihnen Afrika Vertallen— und bleiben. Die Vergangenheit ist ausgelöscht,.„Ihr Name!“, fragt der Oflizler des Werbebülros in Kehl. „Otto Krüger.“ „Sle werden als Jan Pohl eingetragen. Natlo-⸗ nälität Pole, Beruf Arbeiter, Grund des Eintritts: eine Llebesaffäre.“ Im ersten Moment mag es als eine Erleich⸗ terung erscheinen, das Gewesene abzuwerfen wWie eine lästige Bürde, SS-Angehöriger? Bannführer der Hitlerjugend? Die Fdemdenlegion kennt Kein Entnaziflzlerungsverfahren. Sie kennt auch kel⸗ nen Rang. Jeder fängt von unten an. Romantik der sternenübersäten Wüstennacht, Geheimnisse verschwiegener Harenis, Marokkos und Algertens? Fragt man den Legtonür, so Wäre ein bitteres Lachen die Antwort, Ee gibt keine Truppé aut der Welt, deren Dlenst 30 unsaghar härt und brutal let wie der Soſilttk in der Frem-⸗ denlegton Sie zählt nur 26000 Mann, von denen 10 000 heute in Indochins im Kampt gegen die Aufständischen Vietnans elngesetzt eind. Aber Lon diesen 25 000 mußʒ jeder ein all-round-Soldat sein. Man braucht keinen Troßl. Der Kommandant des entlegenen Postens Voum el Hassan, sechs Tagereisen im LKW von Casablanca weſter hinter den Bergen des Atlas, liebt es, seine Männer mit vollem Gepäck mar- schleren zu lassen. 66 Kilometer in zwei Tagen. Dann sollen Lastkraftwagen die Truppe wieder abholen. Sicher dieser Zusage, wird die knapp- bemessene Wasserration verbraucht, Am Abend des tweiten Tages trifkt ein Funkspruch ein: „Wagen leider anderweltig benötigt. Rück⸗ mürsch.“ Was der Dienst etwa an Hürte vermissen lassen sollte, ersetzat das mörderische Klima. Dem Leglo- nür Kann nichts Schlimmeres passleren, als daß ihm die Kameraden die Kopfbedeckung wegneh- men, Unerbittlich brennt die Sonne am Tage, eisig kühl sind die Nüchte, Hitzschlag am Tage, Lungenentzündung in der Nacht sind„Anfünger⸗ krankhelten.“ Der französtsche Kommandant weilz, dalh Arbeit die beste Medlzin ist. Eine Stunde Stratmarschleren mit vollem Gepäcke ver- trelht alle Gedanken. Die Verpflegung ist gut in den weit ausein⸗ underliegenden Kkleinen Garntsonen, die bestün-⸗ dig in Alarmrustand sind. Die muselmanische Welt steckt voller Unruhe, Stets muß man einer Uperraschung gewärtig sein. Die Gründung des Stantes Israel hat auch in Französisch-Nordafrika die Unruhe verstärkt. Am EUnde des ersten Jahres hat der Leglonür einen Vlerzehntägigen Urlaub und Kann in dle Haätenstädte fahren. Dann verschliehen Weiße und Araber ihre Frauen in den Häusern. Man- chen Legionär hat man in einer stillen Gasse mit einem Messer im Rücken tot autgetunden. Woran denken sle, wovon sprechen sie im Lagerzelt und im Kasino? Die Vergangenheit wWird nur selten berührt und politische Diskus⸗ stonen sind verboten. Was bleibt? Die Kamerad- schaft der Verstoßhenen und die Ausslcht, viel⸗ leicht doch eines Tages wieder nach Furopa zu- rückkehren zu können. „Ihr letzter Wohnort?“, wird man sle fragen, Und sle werden antworten:„Algerlen“, und dann Werden sie schweigen. E. H. hanges hierauf eine Antwort erteilen und ledig- lich ein neuerlicher Waflengang zwischen Ost und West könnte oflenbaren, was hinter den Stalinschen Angaben tatsächlich steckt. Immer- hin dürfte ein kurzer Uberblick über die be- kannten Flugzeugtypen der Roten Luftwafte zum Vergleiche mit der RAF und den Flugstreit- kräüften der USA in gewisser Hinsicht einige Zweltel zerstreuen, die bisher auf diesem Sektor noch vorhanden waren. England und die USA sind, soweit Jagdflug- zeuge in Frage stehen, seit wenigen Jahren zu reaktionsgetriebenen Flugzeugen übergegangen. Auch die UdssR hat schon seit langem die un- geheuren Vorteile dieser Maschinen erkannt, Was aber nichts an der Tatsache änderte, daß die Rote Luftwafle in der Jagdfliegerei heute noch gänzlich überwiegend propellergetriebene Flugzeuge verwendet. Die modernste sowijet- russische Jagdmaschine ist die La- 11 von dem gleilchen Typ, wie die in Schweden gelandete, Sachverständige, die in Tullinge waren, erklären, dabßb es sich bei diesem Typ ungefähr um die gleiche Klasse wie bei den amerikeanischen „Mustangens“ handelt, deren Aktionsradtus be- kanntlich recht beschränkt ist Der luftgekühlte Motor besitzt 1800 PS. Ihr sowietrusstscher Kon- strukteur ist Generalleutnant Lavechkin, der bisher verschiedene sehr gute Jagdflugzeug- typen durchkonstrulerte und der sich das vor- züsliche Modell der deutschen FW 190 zum Vor- blld nahm, dem somit auch seine sämtlichen Konstrulctionen beinahe bis aufs Haar gleichen. Ein weiterer in der Roten Luftwaffe stark in Anwendung stehender propellergetriebener Typ auf dem Sektor der Jagdfliegerei ist der JAK 3 und JAK 9. die über 1200—1300 PB verfügen und im letzten Kriege von Generaſoberst Jakovlev, einem damals fünfunddreißigfährigen aufstei- genden Komet der Flugzeuskonstruktion der UdSsR, im Serienbau hergestellt wurden. IXK 3 und JAK 9 stehen auch heute noch bei der Roten Luftwafle hoch im Kurs, wo sie Dank ſhrer Reichweite zum Eskortieren vom Bomberver- bänden Verwendung flinden; ihre Achillesferse lletzt naturgemäß darin, daßl sie reaktlonsgetrie- benen Fluszeugen in jeder Beziehung glatt unter- lesen sind. Tageblatt BUNTE NAcCHRICHTEVMNU Die Epidemie der Preisausschrelben Ein Hamburger Statistiker hat errechnet, dab autzenblicklich in Deutschland von 387 Firmen und 28 Zeitschriften Preisrätsel ausgeschrieben sind, bei denen es von der Villa bis zur Krawatte alle erdenklichen Gegenstände zu gewinnen glbt. Rlchter und Gerichtete In Aachen erhielten einige Mitglieder eines Kegelklubs einen Strafbefehl wegen„Erregung öflentlichen Argernisses“, weil sie nachts auf dem Nachhauseweg in feuchtfröhlicher Stimmung ein dringendes Bedürfnis auf der Straße erledigt hatten. In der Einspruchsverhandlung hatte der Amtsrichter kein Einsehen, sondern vertrat die Antzicht, daß man in solchen Fällen in höchster Not auch irgendwo läuten könne. Kurze Zeit darauf klingelten die Kegelbrüder um 3 Uhr früh bei diesem Amtsrichter und baten„zur Er- eines dringenden Bedürfnisses“ um nlaſl. Film ohne Titel Monatelang liet in Berlin der Film„Ni- notschka“, in dem Greta Garbo eine russische Atgentin splielt. Der Streifen glossiert in bezau- bernd ironischer Weise verschiedene Zustände in der Sowjetunion. Die Corso-Lichtspiele im tranzösischen Sektor Berlins ließen nun in einer russisch lizenzierten Berliner Zeitung folgendes Inserat erscheinen:„Greta Garbo in einem hoch- interessanten Film“, Der Titel war nicht genannt, weil die östliche Besatzungsmacht auf diesen Film nicht gut zu sprechen ist. Die Sprache lebt Zur Charakteristerung der heutigen weltpoll⸗ tischen Lage sind einige neue Wortbildungen entstanden: Trumanipulationen, Gottwaldfrevel, Israöl, Fiaskominform, Titotalität, Washington- angabe, Bundesratlosigkeit, Beamterrorist, Foli- zeigeflnger, Parlamentalität, Anna Einpauker, Zensurrogat, UN-Ordnung. Der verkaufte Lelchnam Entgegen einer weitverbreiteten Ansicht schlie- gen deutsche Anatomien mit noch noch dem Tode ihren Leichnam dem medizi- nischen Institut zur Verfügung stellen, um sofort in den Besitz des Kaufpreises zu gelangen. Auf ein schriftliches Angebot dieser Art antwortete ein Professor der Anatomie:„Bin einverstandenl Besorgen Sie sich bei der Polizei einen Schlacht- schein und melden Sie sich sauber gewaschen im Schlachthaus am Eingang mit der Uber- schrift ‚Rindvieh“. Der Taucher In der Nachkeriegszeit haben sehr viele unge- lernte Taucher dleses,gefahrvolle Gewerbé aus- geübt, wodurch es in gehäuftemn Maße zu Un⸗“ gläckställen Kam, Der Wirtschättsxat in Frank kurt hat jetzt den Taucherberuf als Lehrbekur anerkannt, und in Nordrhein-Westfalen ist einé elgene staatliche Prüfungskommission für das FPauchergewerbe ins Leben gerufen worden. Aumnlnmmmnmmmunnmmunnnnunuunmummumpummnidnnmglitnemnmiuke 1 Gesamtdeutsche Studententagung Göttingen. Der ASTA der Göttinger Univer- sität hat an die Unſversitäten der vier Zonen und an die Berliner Humbeldt-Universität, dle ktreie Untversität unck die Berliner Teèchnische Hochschule Finladungen zu einem gesamtdeut- schen Treflen verschickt, das unter dem Thema „Die politisehe Verantwortung des deutschen Studenten“ steht und vom 24. bis 26. Juni statt- finden soll. Der Plan zu diesem Treffen, zu dem die Mit- glieder der Göttinger ASTA jetzt die Initiative ergriflen haben, steht im Zusammenhang mit der Kkürzlich von den Unjversſtätent der Sowietzone an den Rektor und den ASTA der Göttinger Uni- versität ergangenen Einladung zur Teilnahme an einer Konferenz aller deutschen Universitätsver- tretungen, die von diesen abselehnt worden Waär, Als Grund der Ablehnung hatten Rektor und ASTA die Befürchtung ausgesprochen, daß die Besprechungen zu propagandistischen Zwecken benutzt werden könnten. In einer Resolution des ASTA war dazu erklärt worden, daß man trotz der Ablehnuns eine Aussprache zwischen den Untversitäten der West-Zonen und der Sowjet-⸗ z0ne für notwendig erachte. Unverschlegung zugſunsken des Enhelhindes Karlsruhe. Ein jetzt 67 Jahre alter Beamter der Reichsbahn, der über vier Jahrzehnte s'ch nlchts hatte zuschulden kommen lassen, hatte im Frühfahr 1947 bei einem Besuch in Villingen, Wo seine Tochter wWohnte, die Feststellung ma-⸗ chen müssen, daßb sein damals 14 Jahre altes Enkelkind stark unterernährt und inkolge akkuter Lungentuberkulose in Lebensgefahr schwebte, Zu den dienstlichen Obliegenheſten des Beam- ten gehörte es, in Karlsruhe die Schwerarbhelter⸗ zulagekarten in Umpfans zu nehmen und zu ver⸗ Walten. Als ein Jungarbeſter an einen anderen Platz versetzt wurde, nutzte der Beamte die Ge- legenheit aus und behielt dessen Zulagekayte acht Monate für sich. Der bisher durch ein lan- ges und arbeitsreiches Leben nie straffällig ge⸗ wordene Beamte behielt die Karten jedoch nicht kür süch, sondern kaukte dafür Lebensmittel ein und sandte dtese nach Villingen, Wegen Unter⸗ schlagung und Urkundenfülschung in Amt Wurde er schlteglich zu sechs Monaten Gefäng⸗ nis veérurteilt. Das Oberlandesgericht hob nunmehr dieses Urtell aut die Revistlon des Mannes hin auk und in der neuen Verhandlung wurde der Beamte von der Straflceammer freigesprochen, Das Ober⸗ landesgericht stellte sich auf den Standpunlet, der Anghlagte könne sich auf einen Notstand béru⸗ kten, Er habe die Unterschlagsungen nur betgangen, um das aufs Außherste gefährdete Leben seines Enkelkindes zu-retten, Aullerdem sei es durchaus glaubhakt, daß er In seiner Lage keinen anderen Ausweg sah als die Zulagekarte, die ihm der Zufall in die Hand gesplielt habe. Seltindustrie in Nöten M ⸗ Ellingen.(Eig. Bericht.) In Deutschland gab es einmal eine Zeit, in der sotgar Sekt von Deutschen getrunkeen wurde, In den besten Jah- ren wurden 24 bis 26 Milllonen Flaschen Sekt jährlich hergestellt. Aber im Jahre 1939 setzte sich der Ministerrat für die Reichsverteldigung zusammen und verordnete elnen„Kriegs⸗ zuschlag“, der für jede Flasche heute noch DM 3.— beträgt. Abgesehen davon, daß kein Mensch einsshen Wird, Wieso im Jahre 1949, zu einer Zeit, Wo alle Welt sich bemüht, das Wort „Frieden“ umherzureichen, immer noch„Krlegs⸗ zuschlag“ erhoben wird,— aäbgesehen davon sollten die verantwortlichen Besteuerer sieh der Tatsache erinnern, daßß der Absatz nach der gchon erwähnten Reichsverteidigungsmahlnahme auf 4,5 Millionen Flaschen jährlich sank, Und nun tist in der Nacht vom 10. und 11. Mat der Frost Uber die Reben gekommen. Die deut-⸗ schen Winzer rechnen mit einem grohen Ernte⸗ Auskall. Mangel wird die Waye teéeurer machen, als sle ohnehin schon ist. Sotern die Finanz- hehörden ein KEinsehen haben kKönnten und von diesem unzeitgemälhhen Kriegszuschlag ahgehen Wollten, Wäre sicherlich eine Steſgeryng les Um⸗ satzes und damit natiyhſeh auch eine Steigerung des Steueraufkommens zu erwarten, lebenden Zeitgenossen keine Verträge ab, wonach diese Selte 8/ Nr. 16/17/ Samstag/ Sonntag, 11./12. Juni In. Nedpel sagt man:„Arme Kleine“ 100 EURDIE ERAU Eine Fernkamera stört Prinzessin Martzaret Italienische Ferien mit 50 Pfund und vielen Hindernissen Prinzessin Margaret von England freute sich ehrlich auf ihre ersten Ferien im Ausland. Sie wollte nach Italjen fahren. Natürlich nicht al- lein, sondarn in Begleitung von Oberst T. C Har- vey und wrer schottischen Kammerfrau Miss Mac Donald. Doch Schwager Philip Mauntbatten meinte:„Paſß nuf, daß man Dich nicht als Film- star behandelt!“ Margaret überhörte diese War- nung. Sie hatte einen genauen Plan aufgestellt, Was sle im schönen Süden sehen wollte Doch es kam ganz anders. Es begann gewissermaßen mit Sir Stafflord Cripos und endete mit einem Tole- Ohjektiv. Sir Staflord Cripps bewilligte für die Reise nur ganze 50 Pfund. Eben die Summe, die jeder britische Untertan in Italien ausechen darf, ohne mit den Vevisenbestimmungen in Kon- flikt zu kommen. In Rom wohnte Marsaret des- Wegen beim Botschakter Sir Victor Mallet, doch im übrigen war mam auf Hotels angewiesen. Viele Leute möchten zu gerne wisse, wie es eine Prinzessin macht, eine Reise zu Dreſen mit dem Taschengeld von 50 Pfund zu machen. Margaret wollte privat reisen, doch sie mußte erkahren, daß eine Prünzessin das nicht kann Die Reporter ließen keinen VFrieden.„Hat die Prinzessin noch andere Kleider, als ihr graues Kostüm“, interviewten sie die Kammertfrau. Miss Mac Donald beiahte die Anfrase. In Neavel vor dem Hotel spielt sich nachtée gegen 2.30 Uhr eine bewegte Szene ab. Die Polizoi entfernt den he- kannten Radiosäneer Pino Cuomo zwanssläufle vom Fenster der schlafenden Privsessin. Vr hatte mr ein Ständeben brineen wollen Doch nach den Worten„O0 scde mio“ bhrach der Gesang ab. „Warum kEt ſhy nicht etwas Romantik um die Prinzessin aufblühen?“ wehrte sich der Mei- ster der Töve. „Wir sind hier, um den Schlaf der Priüzessin zu schiitzen, die nichts von Ihrer Romantile wis- sen will“, erwicbrten die Uyiformierten sachhich. Hatten sie Recht? Als Mavsaret die Rlaue Grotte aut Capri besichtisen wallte, erschienen die Inselbewohner in ihrer alten Tracht. Sie wollten den Gast in einer Barke rudern und da- bei Lieder sinsen. Doch die Poltzei hoh abermals die Finder. Nichts da! Die Prinzessin fährt in einem Motorboot! Zweil Kümetflieger Heßen es sich nicht nehmen. während der Exkursion ihre Kapriolen in der Luft zu schlagen. „Ich möchte spazieren gehen“, meinte Margaret, als man wieder bei der Marina Grande war. Die Polizel war dagegen. Man hatte ein Auto hereit- stehen, das in 80-Kcm-Tembo den Bers hinauf- jaste. wüährend zehn Matorradfahrer unahlässig ihre Signathörner gellen Hieſßzen, In diesem Ausen- blieck schüttelten die Capreser mitleidis die Köpfe, und das Wort wurde gehoren., das seitdem der Prinzessin anhaftete:„Proverina!““ Arme Kleine! Arme Kleinel Sie wollte ein eſnziees Mal ganz Privat ein Bad zwiscben den Felsen Cavris in Ehner versteckten Bucht nehmen Der Herr Ma- ſor kührte die Prinzesein an der Hand bis ans Wasser. Er wWar dabei etwas komtisch bekleidet. das läßt sich nicht leugnen. Uber einer kurven wWeißen Leinenhose trug er ein lans flatterndes Tageshemd. Nun. man war ſa privat. So dachte man jedenfalls. Doch weit ſenseſts der Posten- kette der Karabhinterf las ein Fotorenorter auf der Lauer Er war mit den neuesten Fryumeen- schaften der Fechnile guscestattet. Fin Teleoh- ſektiv trat in Tätigkeit. Vs fimktionterte gut. Die Bilder waren etwas unscharf. doch man erkannte. Was darauf war. Der Maſor im Hemd. die Prin- zessin im eng anlſiesenden nassen RBadetrikot. Oh, shockinet Die Bilder machten ſhye Runde durch die Jourpale Als die Pariser Wochen- zeitung„France-Dimanche“ sie samt und sonders veröffentlichte, und zwar in 600 000 Exemplaren, grift der gewiß nicht prüde Polizeipräfekt ein. Zwei Tage nach Erscheinen sammelte die Polizei die noch Übriggebliebenen Zeitschriften zwangs- weise ein. Grund: Beleidigung eines fremden Staatsoberhauptes. 80 jedenfalls das Pariser Gericht. Arme Kleine! Eines Morgeris liegt auf ihrem Tisch im Hotel ein Brief. Niemand kann sagen, wie er dahin kam, Er ist da, das muß genügen. Doch der Absender schafft peinliche Verwirrung. Es ist der sizilianische Banditenführer Giuliano. „Helten Sie uns, unsere Kolonien wieder zu be- kommen“, schreibt der Schrecken der Berge. Die italienische Geheimpolizei stellt eingehende Nachforschungen an, sie sind genau so ergebnis- los wie die Jagd auf den Räuberhauptmann. „Wann endlich bin ich ein einziges Mal allein?“ rutft Poverina Margaret-Rose aus Die Antwort können ihr viele bekannte Staatsmänner geben. So zum Beispiel Harry Trumen:„Soviel steht lest, nur in meinem Bett bin ich wirlclich allein!“ Oder Sir John Anderson:„Ferien? Gibt es nicht kür uns! Jedenfalls, wenn man darunter versteht, ein einziges Mal im Leben das zu tun, wozu man Lust hat!“ Oder Juliane von Holland:„Die ent- setzliche Neugierde der Umwelt läßt jeden Auf- enthalt außßerhalb der Residenz zu einer Qual werden!“ Und schließlich Hoover:„Staatsober- häupter sind die unslücklichsten Wesen der Welt. Selbst die Fische, mit denen wir uns in den Ferien beschäftigen möchten, fliehen uns und schicken als Ersatz nichts als unerfreuliche Zeitgenossen!“ Margaret-Rose hat auf ihren ersten Ferien die Wahrheit dieser pessimlstischen Weisheiten er- fahren. Spartzel einmal Spargel sind eine Delikatesse ersten Ranges. Wenn man es nicht wüßte aus besseren Zeiten, würde es einem der Preis belehren. Wenn die DMark-Verhältnisse auch kein großes Spargel- essen erlauben, so tut es auch ein Abglanz da- von in liebevoll zubereitéeten Variationen. Wenn es wenigstens nach Spargel schmeckt. Für alle Spargelgerichte gilt, was die alten Rö- mer zu sagen pflegten, wenn eine Sache schnell zu geschehen hatte:„Tue es so schnell, als es nötig ist, Spargel zu kochen“. Das heißt: ihn rasch weich werden, aber nicht verkochen lassen. Weiter merken: Spargel nach sorgfältigem Schälen und Bündeln immer aufrecht ins ko- chende Wasser stellen, damit die Köpfe durch den Dampf weich werden. Die Schalenabfälle des gut gewaschenen Spargels kocht man gleich in der Tagessuppe mit oder aber trocknet sie in der Sonne an der Luft und hebt sie in einem Gaze- säckchen auf, um der Suppe im Winter das gute Spargelaroma zu geben. Spargel in Tomatensülze: Ein Pfund Spargel werden geputzt und in Salzwasser gargekocht, müt kaltem Wasser abgeschmeckt. Einige Tropfen Zitronensaft heben das Aroma. 25 Gramm Gela- tine werden mit einem Liter Spargelbrühe und acht EBlöffel Tomatenmark aufgekocht. Mit die- ser Sülze wird der Boden der Form gefüllt, So- bald sie fest ist, die Spargel darauf legen und mit der restlichen Sülze übergießzen. Spargel in Pfannkuchentelg: Der Spargel wird in 2 bis 8 em lange Stückchen geschnitten vor dem Garkochen. Nach dem Abtropfen werden sie in einen dickflüssigen Pfannkuchenteig gegeben. Löfkelweise werden die kleinen Spargelpfann- kuchen in die Pfanne gesetzt. Eine Delikatesse, die sehr ausgiebig ist und herrlich zu zartem Sa- lat mundet. Spargelsuppe ist durch den wesentlich billigeren dünnen Suppenspargel eine willkommene Ab- wechslung. Eine ganz einfache schmackhafte Zu- bereitung: Den Suppenspargel in kleine Stück⸗- chen schneiden, in leicht gesalzenem, kochenden Wasser gar werden lassen. Eine helleMehlschwitze wird mit dem Spargelwasser aufgefüllt. Ge- röstete Semmelwürfel vervollkommnen die Suppe. Spartelauflauf mit Kartoffel: Zwei Pfund gekochte Kartoffeln schälen, in Scheiben schnei- den. Ein Pfund klein gebrochener Spargel weich- kochen. Mit der Spargelbrühe holländische Sauce berèeiten. In eine gut gefettete Auflaufform eine Schicht Kartoffelscheiben geben, dann eine Schicht Spargel, und abwechselnd Kartoffel und Spargel auffüllen. Als letzte Schicht Kartoffel- scheiben. Nun wird die Tunke darüber gegossen, noch etwas geriebener Käse und Semmel dar- üÜbergestreut wenn es ganz hervorragend schmek- ken soll, noch ein paar Butterflocken durauf ge- geben und das Ganze etwa eine halbe Stunde im Backofen überbacken.-er. Erste Meslocher Modenschau Id- Zum ersten Male eine Modenschau in Wiesloch! Der Saal des Hotels Pfalz war bis zum letzten Platz gefüllt. Wieslocher Firmen wollten einmal den Bewohnern von Stadt und Umgebung zeigen, daſl sie heute mit der Großstadt konkur- renztähig und sogar in den Preisen oft billiger sind. Wiesloch steht am Anfang einer industriel- len Entwicklung, die bereits heute dem gesam- ten Bild der Stadt ein anderes Ansehen gibt— es wird städtischer. Dazu tragen auch die zahl- reichen Firmen bei, die sich in der Nachkriegs- zeit hier niedergelassen haben und der Stadt heute das veründerte Aussehen geben. Zunkcehst wurden hübsche Straßen-, Strand- und Nachmittagsleleider gezeigt. Vom Textilhaus Karl Bender sah man nette, praktische Strick- und Sommerkleider. Besondere Beachtung fand der geschmackvoll gearbeitete„Mehrzwecke- mantel“. Der Modesalon Mittenzwey trat mit neuen, eigenen Schöpfungen hervor, von denen die„Ro- manze“ eines Sommerkleides, das aparte„Wies- locher Strandmodell“ und die zweckdienlichen A ————.————— Carll Pender DÆAS SPEZIALHAUS FURN SToffE UND FERETISCLCEHDUNG FUR DXMEN, HEEEENH UND KNDER Mesloub, Maupiſtraſie 9/, Tel.o Micoloellei Fizmen, die an de AHodensellad lellnaflmen: U Erna Nittensoeq; ANFERETIGUNGECEOAXNTERE DAMEN- MOODEN NACHEHGENEN UND Gt- GEBENEN ENTWUREFEN Mͥloðoh¹, MadpIHru- J1g, Tel. 9ο Kombinationen grau-weiß, rot-weil und grau und schwarz sowie ein hochelegantes Modell aus Paris erwähnt seien. Gegen Ende der Schau dominierte das elegante Abendkleid. Da spazierte in beschwingter Weise das„Hannerl aus Wien(Wiesloch)“ von Frau Mittenzwey, in einem Gedicht aus Organdy, durch den Saal und aus der gleichen Mode- Werkstätte das mondäne Fräulein von„Monte Carlo“, die bezaubernde„Herzdame“ sowie die „Königin der Nacht“, Den Abschluß der langen Schau bildeten ein Bühnenkleid„Kameliendame“ und— welcher Dame schlug dabei das Herz nicht höher—„die glückliche Braut“ in einer Symphonie in weiß. Das Pelzhaus K. W. Boye, Wiesloch war durch ganz entzückende Modelle vertreten, von der bequemen, warmen Pelzweste(die auch in kalten Junitagen gut zu tragen ist), dem elegan- ten Sealmantel„Berlin“ bis zum hochmondünen Pelzmantel, dem dernier eri von„Paris“ und einem Prachtexemplar„Schwarzfüchslein“. Uhren- und Schmuckchaus Karl Schwander hatte stets den passenden Schmuck zur Hand, der dile Eleganz jedes Modells noch unterstrich, ob es sich nun um den„Türkis“ eines Modells in grün, um das Rot der„Herzdama“ oder um die „Symphonie in grau und schwarz“ handelte. Ohne die aparten und modischen Hüte der bei- den Firmen Liesel Fink und Liesl Seſdil, die sozusagen den Modellen die Krone aufsetzten, wWäre die Wirkung wahrlich nicht s0 vollleom- men gewesen. Zur vollendeten Dame gehüört natürlich auch eine schicke Handtasche. Das Haus für Offenbacher Lederwaren E. Schleich hatte stets die rechte Tasche zur Hand. So hatte sich alles zu einem schönen Ganzen zusammengefügt und der ersten Wieslocher Modenschau einen schönen Erfolg gebracht. Tageblatt — Petra kauſt ein Von Hannes Rüdiger Mein Herr, Sie wissen nichts von einer Frau, die Sie noch nicht bei ihren Einkäufen begleitet haben! Dieses bezaubernde Geschlecht, das uns Männer ein Leben lang zu großen Taten an⸗ spornt und uns dann keine Zeit läßt, sie zu voll- bringen, wirklich kennen lernt man es nur, wenn man eine reizende Frau beim„Shopping“ erlebt. Gestern ging ich bei Petra vorbei, um ihr schnell„Guten Tag“ zu sagen, Sie stand gerade vor dem Spiegel, stülpte sich einen verspielten kleinen Hut aus hellbraunem Filz auf den Blond- kopf und flötete:„Ieh muß ehen einkaufen gehen, nur eine Kleinigkeit— möchten Sie nicht mit⸗ kommen?“ Was Sie von der Freiheit des Willens halten, well ich nicht. Aber schauen Sie einmal an einem sonnigen Maitag in die leuchtendblaue Tiefe bittender Frauenaugen, und Sie werden mir zugeben, daſß die Vertreter der Willensfrei⸗ helt weder schöne Frauen gekannt, noch etwas von der Liebe gewußt haben. Ich jedenfalls sagte „Ja“, vergaſß aber nicht, einige passende Bemer- kungen über den nahen Monatsersten, mein schwaches flnanzielles Potential überhaupt und die teuren Zeiten anzubringen.„Ohl“ machte sie, „ es ist nur eine Schürze, und so billig!“ Auf der Straße genoß Petra die warme Sonne und meine und aller Männer Bewunderung. Ihr schien so wohl unter den Blicken des anderen Geschlechts wie einer schnurrenden Katze, aber ich behielt diesen Vergleich für mich, weil ich noch rechtzeitig an die Krallen der süßen Pler- chen dachte, Außerdem schnurrte sie nicht, son- dern summte selig vergessen eine verliebte Me- lodie vor sich hin. Plötzlich wandte sie sich mit einer steilen Falte in der Stirn zu mir und fragte erschrocken: „Und was machen wir, wenn sie nicht mehr da ist?“ „Wer?“ fragte ich noch erschrockener. „Wer?— Die Schürze natürlich!“ Tatsächlich war Petras Schürze schon ver- kauft, als wir zu dem Schaufenser kamen. Um die enttäuschte Freundin zu trösten, schlug ich vor, im Laden nach etwas Ahnlichem zu fragen. Früher dachte ich, eine Schürze sei ein be- bändertes Stück Tuch, das sich Frauen in der Küche vorbinden. Jetzt aber sah ich Petra in einer Kombination von Mergenrock, Kimono und Sommerkleid aus dunkelblauem Stoff mit phan- tastischem weißen Blütenmuster strahlend vor dem Spiegel stehen. Die höfliche Verkäuferin schlug vor, auch die anderen Schürzenkleider zu probieren— ach, die Ahnungslosel Petra genoß sich selbst und meine Bewunderung wie ein Kind, das auf den Gugel- hupf noch Butter streicht. Nach der siebzehnten von diesen Kimono-Schürzen erklärte sie trium- phierend, sie, pflege meist bei dem zu bleiben, Was sie zuerst angezogen habe, und ließ sich die erste einpacken. Eine Straße ist für einen Mann das bequemste Mittel, von hier nach dort zu gelangen, für eine Frau ist sie der ideale Ort, gesehen zu werden, Wie oft wir vor Schaufenstern stehengeblieben sind, weilß ich heute nicht mehr. Unermüdlich diskutierte Petra mit sachlichem Ernst die Qua- Uitäten und Preise der ausgestellten Stoffe und rügte meine Unwissenheit in der höheren Textil- kunde so heftig, daß es mir zum Schluß selbst peinlich war, Cord nicht von Manchèester unter- scheiden zu können. Wir waren die Hauptstraße noch nicht halb hinunter, als ich schon drei Pakete und vier Pückchen und zwei Blumensträuße trug, die Klei- nigkeiten in den Rock- und Hosentaschen nicht mitgerechnet. Nach dem letzten EFinkauf kam noch ein letzter und allerletzter! Zwei wiehtige Besprechungen hatte ich schon versäumt, viel- leicht kam ich noch zur dritten rechtzeitig. Ich sprach von meinem Grundsatz, auch langwellige Pflichten den Freuden des Privatlebens voran- zustellen. „Grundsätze hat nur, wer welche nötig hat!“ lächelte die ewige EVa und lud mich zum Tee ein,„weil Sie so fein brav waren, Johannes!“ schloſß sie und schaute mich durch lange Seiden- Wimpern an, Was von der Willensfreiheit eines Verliebten Mannes zu halten ist, wurde schon anfangs gesagt. Ich nahm die Einladung an! Abends stellte ich dann fest, daß ich drei Be- sprechungen und fünf Ferngesprüche von Wich- tigkeit versäumt hatte und ein Berg von Arbeit kür mich liegen geblieben war. Aber sagen Sie doch selbst, muß man nicht eine schöne Frau beim Einkaufen begleiten, wenn man sie Wirk⸗ lich kennenlernen will? A. Sothe N. C. ubio aloab MOhisehhe Ree Mesloob, Maupitraſle J88, Tol. 88/ Jaſ. S§obleich ans& Salbi SPEZLAÆLHAU FU OfFFENHICHER LEDER. WIARENN, REISE. UHNH SPORTXRTIKEl. Mοοοον, Cινο οer-Nirohflraſle Giese/ Jnf DXVMEINEIUTE PUTZ. UNO MODEVVAREN Mosloaũ, Maupiſiraſs T8 Aarſeſchioander DAS FXACHEESCHXFTFURHELEGAXNIE UHEENN UND SCHMUCK WMosloh, Mαανον ννον YO, Col. J Jeden Mittag„Tageblatt“ uncl für unsere Leserlnnen in ledler Wochenendausgabe de Seſte Gjes]l Seidi DA SpPEZIXL- GESCHNFT FUR ELEG&IE DMENNd- UND HοεAHgHHRHιINE Miosloab, MudpHraI Jqd&, Te ꝗ „Fiir die Frau“ 3 . wahr⸗ Schbnhelt herůht a Körperlichem Mohlhefinden und innerer Harmonle; darin llegt das Gehelmnts ſo oleler be⸗ zaubernder Frauen. Wer ſlech durch regelmätzigen Gebrauch von„Frauengold“ nerven⸗ ſiark und lhrperfeiſch erhält, Kommt außerdem auch lelchter Uber naturbebingte Kriſentage. Jrauengold · Wortvoll. Gratisprospelet 10 A-KARLESRUe bestimmt erhältli/ h Central-Drogerte Hauptstr. 102 Drogertes Werner Haußptstr,. 76 Nechkar-Drogerte Hauptétrx. 60 Drogerte Holsbach Hauptstr. 9 Malratzen 3400, J.50, Ue.20. B8. Melallbelten un 334.60, 38.60. 22.60, 66.60 Hinderbelten r.54,49, 2.48. 58,30, 4.88 , Schlaldechen„ 4480, J6 60, 36. ee e e OAS SPEZIACLHAUSFURKLCU:F NEIOELUSERG HAUFYTSHRA88E Cageblatt EURDIEITUGEND Aus dem abenteuerlichen Leben einer Porzellantasse Plauderei in der Mülltonne „Peng“— sagte die Mülltonne und schaute da- bel recht zufrieden vor sich hin, denn gerade eben war wieder etwas in ihren Bauch gepurzelt. Irgend jemand weinte und schluchzte herzzerbre- chend und ohne aufzuhören. „Selen Sile doch endlich ruhig mit Ihrem al- bernen Getue— man kann ja noch nicht einmal schlafen!“—„Hallo— ja— ist denn noch wirk- Uch jemand hier?“— klang es schluchzend und unter Tränen zurück.„Darf ich mich vorstellen, ich bin die Kohlel— und wer sind denn Sle?“ Ich— ich“— wieder begannen die Tränen zu flleßen—„ich bin eine wunderschöne Porzellan- tasse— gewesen— und jetzt bestehe ich nur noch aus Scherben“., Die arme Tasse setzte einen Moment ab und fuhr dann fort—„dabei bin ſich von vornehmer Abstammung!“„So, so“, meinte die Kohle,„hm, da wär es doch ganz nett, wenn Sie einmal in dieser längweiligen Dunkelheit ein wenig von sich erzählen würden, dann vergent wWenigstens die Zeit schneller— ich kann ohne- hin nicht mehr schlafen!“ Die zerbrochene Tasse Klirrte ein wenig und schien sich zu zieren, dann aber hub sie an, und was sie erzählte, das klang wunderlich und märchenhaft. „Im Lagerhaus einer großen Fabrik beginnt meine Geschichte, so ganz nüchtern und kahl und schmutzig, wie man es mir eigentlich nie ungesehen hat. Säcke standen im Weg herum, viele Säcke, auf dem einen konnte man Por- zellanerde lesen, auf anderen Feldspat und auf den letzten schließlich Quarz.“„Aber“, Warf da die Kohle ein,„aber, meine liebe Tasse, das sind ja lauter Verwandte von mirl Gesteine und Erde!“—„So lassen Sie mich doch weiter erzühlen“, schnitt die Tasse der gutmütigen Kohle das Wort ab.„Alle drei Erden waren wie Puder, 60 zart und leicht! Eines Tages kam ein Mann des Wegs daher, ein alter Arbeiter mit schwie- ligen Händen und kräftigen Armen, und noch einer, ja eine ganze Menge, die luden die Säcke auf kleine Wagen und brachten sie in einen an- deren, großen Raum.“ „Und dann?“ „Dann wurden Porzellanerde, Feldspat und Quarz fein zerstampft und zerkleinert, alles schließlich fein gemahlen, nicht etwa trocken, sondern naß, und die entstandene Masse auf großen Gestellen zum Trocknen ausgebreiſtet. Durch Kneten entstand ein dicker, zäher Brei, der an einem feuchten Ort faulen mußte, ja, lachen Sie nicht, faulenl Und dabei wurde die Masse weißß! Eines Tages nahm man von dieser Masse einen Klumpen weg und— hören und staunen Sie, meine Liebe: dieser Klumpen war ich! Der Mann, der mich herausgenommen hatte, lächelte mich freundlich an und sagte dann ganz leise zu mir:„Du sollst ganz besonders schön werden“, dann setzte er mich mit Schwung auf eine hölzerne runde Scheſbe, und ehe ich michs versah, gings wie beim Karussell immer rund herum, immer schneller, immer schneller, bis es mir ganz schwindelig wurde und ich nur noch ein wenig spürte, wie die Finger an mir arbei- teten und meine Getztalt unter der krüftigen Hand immer schöner und edler wurde.— Glau- ben Sle mir, liebe Kohle, ich wäre gerade in Ohnmacht gefallen, als diese dumme Scheibe mit einmal zum Stehen kam und mir zum Glück ein⸗ flel, daß das eine Töpferscheibe gewesen sein könnte.„Und dann waänderten Sie in den Müll- kasten?“ fragte die Kohle neugſerig. „Aber nein, ich war ja noch nicht einmal fer- tig. Ich wurde auf ein Brett gesetat und kam mit vielen anderen Kolleginnen in einen groſßßen Oten! Ich wurde lebendig eingemauert und ich kann Ihnen von allem, was weiter geschah, gar nichts mehr erzählen, denn ich flel vor Schrecken in Ohnmacht. Es War unerträglich heißg, und als ich wieder zum Bewußtsein kam, befand ſch mich in einem anderen Raum, der hell und licht Waär, Auf den Tischen standen Farbtöpfe, Pinsel lagen Überall herum und eine Reihe von Män- nern salh in weiſßen Kitteln fleißig bei der Arbeit und bemalten meine Leidensgenossen. Auch Ich wurde bemalt. Zuerst bekam ich einen wun- derschönen goldenen Rand, dann wuchsen an meinem Bäuchlein Blüten und sogar ganze Blü- tensträußbe. Ich sah wirklich bezaubernd schön aus.„Aber“, die Tasse senkte traurig die Stimme,„dlese Glücksstimmung dauerte gar nicht lange. Ich tauchte in einen großen Kessel mit einer durchsichtigen Masse. Denken Sie sich, ich war schrecklich um mein schönes Kleid be- sorgt und dachte nun, es sel dahin. Aber stellen Sie sich meine Uberraschung vor!— Ich glänzte und funkelte wie poliert— und meinen Blumen wär, nicht das Geringste geschehen! Nebenan hörte ich Jemanden sagen, das sei die Glasur gewesen.— Nun aber stellen Sie sich meinen Schrecken vor, als man mich, ohne zu fragen, erneut in diesen grauenhaften Ofen steckte. Wie- der War es tropisch heiß und meine Nachbarin flüsterte mir ins Ohr, nun könnten wir auch gewiß sein, daß unsere Farben und der vornehme Glanz nie mehr vergzehen, Schöner noch als zuvor erblickte ich wieder das Tageslicht, wurde in eine Kiste mit Holzwolle verpackt und mit der Eisenbahn weggefahren.“ „Wir müssen“, fuhr die Tasse geduldig fort, „sehr weit gefahren sein, denn es verstrich eine lange Zeit, bis ich und meine Kolleginnen wie- der an die Luft kamen. Ich wurde gleich auf einen Teller gestellt, der mir verblüffend ähn- lich sah. Er geflel mir gleich von Anfang an 80 gut, daſß wir uns entschlossen, bald darauf zu heiratenl Da standen wir in einer spiegelnden, schönen Vitrine und waren glücklich. Eines Tages wur⸗ den wir auch gekauft. Eine Frau stellte uns zu- use in einen schönen Schrank und jeder, der Besuch kam, bestaunte und bewunderte uns. So verflossen die Jahre, aus der jungen Frau wurde eine weißhaarige Großmutter. Es ging uns beiden gut und wir wurden nur hie und da ein- mal sachte abgestaubt. „Das Abstauben“, seufzte die Tasse,„sollte mir zum Schicksal werden! Der kleine Fritz be- lauschte die Großmutter einmal, wie sie uns zärt- lich reinigte und wollte uns unbedingt auch ein- mal in die Hand nehmen. Als Großmutter die Tür hinter sich geschlossen hatte, schlich er zum Schrank, nahm mich und— da geschah das Unglück..“ Die gute Tasse schluchzte wirklich und wahrhaftig herzzerbrechend, und erst als ihr Kummer sich gelegt hatte, fuhr sie fort.„Die Grobhmutter weinte. und nun steht mein armer, bedauernswerter Teller allein im Schrank und kommt um vor Kummer, denn eine Tasse, die so gut zu ihm paßt wie ich, die findet er sein Lebtag nicht mehr!“ „Ja“, meinte Frau Kohle,„das ist schrecklich tragisch— und das alles nur wegen einem dum- men kleinen Jungen.“ Sie wollte noch fort- kahren, aber in diesem Augenblick gab es ein fürchterliches Rumpeln und Krachen, die Welt schlen unterzugehen, Tasse und Kohle wurden bis zur Bewußßtlosigkeit geschüttelt.. und der Mülleimer wurde geleert. Da lag nun alles auf einem großen Wagen und wurde an einem weit draußen vor der Stadt gelegenen Hang ausgeschüttet. Kohlenbrocken, Asche, alte Töpfe und zerbrochenes Geschirr lagen wirr durcheinander. Unsere Porzellantasse aber war nicht mehr zu sehen. Man hatte sie begraben R.E Große Enttluschung. Untröstlich war der kleine Claudio Georgio, als ihm Juan Imanuel Fangio, der äargentinische Renu- tahrer, der am Großlen Preis um Rom teilnahm, die Bitte abschlagen mußßte, ihn mit dem großen Ma- sarati allein die Bahn umtahren zu lassen. Und dies trots des eigenen schönen Miniaturrenners, mit dem er oft durch die Straſlen Roms fährt. Das Seilenkistenauto Hüänschen soll ein Brüderchen oder ein Schwe- sterchen bekommen. Der Kinderwagen steht schon geraume Zeit um Keller. 8 Doch Hänschen verhält sich ziemlich ableh- nend gegen eine Einschrüänkung selner Allein- herrschaft. Zur Zeit beschäftigt er sich viel mehr mit den im Juli stattfindenden Seifen- kistenrennen der GVA, als mit dem erwarteten Geschwisterchen. In Gedanken fliegt er schon nach Amerika und nimmt am Seikenkistenrennen drüben teil. Er sleht sich auf der Leinwand in der Wochen- schau als glänzender Sieger. Das Auto ist s0- weit zusammengebastelt. Seifenkisten, Farben und Nägel sind leicht zu beschaffen. Die Ver- kleidung des Wagens ist auch seur schön ge- worden, Nur die Hauptsache fehlt... die Rüder und Achsen. Hünschen schaut sich den Kinderwagen im Keller an. Wirklich, das Untergestell des Kin- derwagens ist ausgezeichnet geeignet, um seinen Wagen fahrbereit zu machen. Gedacht, getan. Er montiert die Räder ab und baut sie unter die Verkleidung. Nun fährt er jeden Tag seinen Rennwagen ein. Zusätzliche Bremsen erhöhen die Fahrsicherheit. Dem Start steht nun nichts mehr im Wege, wenn. das Brüderchen nicht angekommen Würe und der Vater nicht gelegentlich nach dem Kinderwagen geschaut hätte. Fr wundert sich Sehr. Ueberlegt, wer als Täter in Frage kommen BRIEFEWMARRI In den Westsektoren Berlins wird eine neue Markenserte herausgegeben, die aus 19 Werten mit einem Nennwert von DM 144 besteht. Im elnzelnen handelt es szich um kolgende Werte: Pfg. dunkelgrau Pfg. braun Brandenburger Tor Rathaus Schöneberg 8 8 24 Pfg. blau Tegeler Schloß Pfg. grün Rolchstagsgebäude Pfg. orange NRathaus Schöneberg 10 Pfg. grün Kleist-Park-Kolonaden 15 Pfg. vViolett Flugplatzs Tempelhotf 20 Pfg. rot Techn. Hochschule in Charlottenburg Tegeler Schloß Klelst-Park-Kolonaden Rathaus Schöneberg Reichstagsgeblude Natlonalgalerſe 25 Pfg. orangerot 380 Pfg. blau 40 Pfg. rosalila 50 Pfg. blaugriün 60 Pfg. braunvloleètt 60 Pkg. Violett TH. Charlottenburg 90 Pfg. grün TH. Charlottenburg 1 Ux grün Tempelhot 2 DM Vvlolett Gendarmenmarlet 3 DRlI Hlarot Brandenburger Tor DM blau Tegeſer Schlsg Dlie Marken sind v die NVothilkemarken Lon 1932 gehalten und werden von der Stants⸗ druckerel Berlin im Plattendruck hergostellt aut dem Papler mit Wasserzeſchen„Deutsche Post“ (EN-ECKE mehrfach, das wir schon von der 2Zikfernserie her kennen. Die vier Marlcwerte sind bis jetzt noch nicht ausgegeben worden. Bei den Brietmarkensamm- lern rukt dlese neue Serie keine großle Freude hervor, denn die Berliner Postverwaltung zeigt sich in der letzten Zeit von erschreckender Fruchtbarkelt. Mit der Einführung der Westmarle als allel- niges Zahlungsmittel erschlenen die zeitherigen Marken mit rotem(Vorher schwarzem) Schräg⸗ aufdruck BERLIN, glückklicherwelse nur 14 Werte von 2 Pig. bis 2 Mlk. mit nominal DM 6.46. Am 11, April wurde ein Satz von sileben Wer⸗ ten im Nennbetrag von DM 4.62 zum 785ährigen Bestehen des Weltpostvereins herausgegeben. Die Marken zeigen einen Ausschnitt aus dem bekannten Berliner Denkmal des Generalpost- moelsters Heinrich v. Stephan, dem Gründer des Woltpostvereins. Da für den Postverkehr mit der russischen Zone nur deren Marken verwandt werden dür⸗ ten, sind in Groß-Berlin zur Zelt 109 verschie- dene Brlotmarken mit einem Gesamtnennbetrag von DM 57/.11 im Gebrauch. Fin trauriger Re⸗ Kord, den nlemand mehr bedauert als der Briet- märkensammler, dem es immer schwerer Wird, mit der Neuhaltenflut Schritt zu halten. 4 kann und erinnert sich seines Sohnes, den er ja erst kürzlich mit einem Selfenkistenauto auf der Straße gesehen hatte, „Hans“, ruft er laut durch das Haus. Hans weil Bescheld. Zaghaft klopft er an der Türèé des Arbeitszimmers. Da steht er nun im Tür⸗ rahmen, die Augen krampfhaft auf den Boden gesenkt.„Schau mich an“! Der Vater kommit langsam auf ihn zu, den Rohrstock auf dem Rücken haltend Da geht plötzlich ein Leuchten über das Ge- sicht von Hans und er sagt schnell:„Du, Vater, wenn du mich nicht schlägst, dann darfst du mit nach Amerika. Ich gewinne bestimmt bei dem....“ Das Wort„Seifenkistenrennen“ geht unter in Lauten des Schmerzes und dem Pfeifen des Stockes. Sieben Mädels auf Schloſè Rotenbert Ursel Hildebrand erzüählt: Ratternd führt das kleine Bimmelbähnchen durch die Wiesen, Felder und Weinberge., Soeben verschwinden die letzten Häuser von Rauenberg, und ich suche angestrengt die sanften Hügel und Hänge ab. Wo liegt es? Wie liegt es? das Schloß Rotenberg, der alte Landsitz der Grafen von Relchenau. Lange War es verwalst, seit der Zeit, da der alte Graf gestorben war. Dann fand es einen neuen Besitzer. Das Rote Kreuz richtete ein Landheim ein, und nun ist es das Landhelm für die Schüler der Heidelberger Oberschulen und das Gymnasium, Da, über den Häusern von Rotenberg, die noch versteckt zwischen Obst⸗ bhäumen liegen, sehe ich das Ziel unsrer Fahrt. Ganz einsam liegt das Schloß da oben, umgeben von einem Park mit uralten Bäumen, auhen herum nur Weinberge und Wiesen. Das Schloß ist größer als ich gedacht habe, denn an den Turm und das vordere Gehäude schließt sich noch ein weiterer Bau an. In dem rechten Winkel, den das Schloh bildet, liegt der Burg⸗ hof, dessen Mitte ein mit Stiefmütterchen be⸗ Pflanztes Rondell schmückt. Unser Zimmer im Turm ist hell und treundlich mit weiten Fenstern und einem schönen Blick auf das Kraſchgauer Hügelland.„Sieben auf einen Streich“, steht an unsrer Tür. Es sind aber weder gleben Burgfräulein, noch die sieben Fliegen aus dem tapferen Schnelderlein, nein, es sind sieben Mädels, denen es sehr gut hier gefällt. Morgens um einhalb sleben Uhr Kklopft es schon an die Tür. Aufstehen, zum Frühsport! Wir möch⸗ ten zu gerne noch im warmen, Welchen Beètt blei- ben, aber es Waäartet 8s0 viel Neues auf uns. Die Schulstunden zind nieht sehr streng, und die Lernzeit wird melst zu anderen Uingen ver⸗ Wendet. In der Zeit der Bettruhe üben wiy Polka, um am Abend den groben Mädchen nieht nach⸗ zustehen. Der letzte Abend am Kamin ist besonders traäullch und gemiitlich, Wir gehen gar nicht ſerne Wieder heim. Aber wir sind eben nicht Allein auf der Welt, und andere wollen auch 60 schöne Tage auf Schloll Rotenberg verleben. Samstag/ Sonntag, 11./12. Juni 1949/ Nr. 16/17/ Seite 9 Unsere Meinuns: Wie aus Frankfurt gemeldet wurde, fand im Frankfurter 200 ein„Kinder-Schönheitswettbe- werb“ statt, in dessen Verlauf Frankfurts schön- stes Kind ermittelt wurde. Daß Schönheitskonkurrenzen der Großen all- gemein üblich werden, hat vielfaches Mißfallen und eine Flut von Argumenten Für und Wider erregt. Wenn Erwachsene solche Wettbewerbe durchführen, ist das noch verständlich, aber „Kinder-Schönheitswettbewerbe“? Geht das nicht zu weit? Soll man die Kinder denn von krüh auf zur Eitelkeit erziehen? Man hört im Geiste schon die kleinen Gören zueinander sagen:„Huch, was willst du denn, ich bin das schönste Kind der Stadt“. Und die andere er- widert darauf:„Atsch, und ich bin das Zweit- schönste“. Th. Was weiſot du vom Grunddtzesetz? „Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Sott und den Menschen..“, so beginnt das in Bonn beratene Staatsgrundgesetz,„hat das deut- sche Volk... dieses Grundgesetz der Bundes- republile Deutschland beschlossen.“— Lange hat es gedauert, bis es nun veröffentlicht werden konnte.— Ob diese neue Verfassung nun wirk- Uich ein Geschenk ist, das muß die Zukunft ent- scheiden, gber zunächst müssen wir ihr eine Chance geben. Wenn ich sage— wir—, 80 meine ich nicht zuletzt uns Jungen, die wir noch nicht wirkelich aktiv im politischen Leben stehen, ihm oft sogar Unverständnis entgegen- bringen. Aber letzten Endes geht uns doch die Verfas- sung am meisten an, schließlich sollen wir in wenigen Jahren in ein staatliches Leben hinein- wachsen, das von ihr bestimmt und geregelt wird: Grund genug, die Verfassung einmal zu lesen, Stellung zu nehmen, sie zu verteidigen, sle abzulehnen. In diesen Zeilen Für und Wi- der zu argumentieren, muß unterbleiben— dies sollte Sache des Einzelnen sein— lediglich ein kurzer Blick soll auf das Wichtige geworfen werden. Das Wichtigste hier sind die Grund- rechte des Menschen, die zugleich auch seine Pflichten sind. Sie stehen daher an erster Stelle. Es heißt im 1. Artikel:„Die Würde des Men- schen ist unantastbar, sie zu achten und ⁊zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Ge- Waält.“ Dieser Satz ist der wesentlichste der Grundrechte, denn er beantwortet die Frage, ob der Staat für uns„da ist“, oder wir für den Staat, wie das manchmal den Anschein hat. Die anderen Bestimmungen über das Recht auf freie Intfaltung, Gleichheit vor dem Gesetz, Presse-, Rede-, Bildfreiheit, Freiheit des Glaubens ete. sind nur Ableitungen, die sich aus der ersten Bestimmung ergeben. Versammlungsfreſheit, Unverletzlichkeit des Briefgeheimnisses werden kestgelegt; das Eigentum bleibt geschützt, aber sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der All- gemeinheit dienen. Ebenso ist eine Bestimmung lüher den Kriegsdienst unter den Grundrechten 2u flnden, die besagt, daß nlemand gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe, f8- zwungen werden darf.— Die Todesstrafè ist abgeschafft worden. Als Bundesfarben gelten nun wieder Schwarz- rot-gold, die alten Farben deutscher Republik. Die einzelnen Länder sind im Bundestag ver- treten, der dann auch den Bundespräsidenten als Staatsoberhaupt für die Dauer von 5 Jahren wählt. Ebenso wüählt der Bundestag auf Vor- schlag des Bundespräsidenten einen Bundes- kanzler, der seinerseits wieder die Minister ernennt. Dieses Grundgesetz ist eine Uebergangslösung: es ist aber von den Ländern der Trizone be- schlossen und so ausgearbeitet worden, daſß auch die Ostzone beitreten kann. Es kann als deutsche Verfassung übernommen werden und bleibt in Kraft, bis von allen Wählern unseres Volkes eine Verfassung in freier Entscheidung ge- nehmigt worden ist. Wr —— WRNTSE N.-E C E 0 1 3 7¹ N +* 3 Pr N 4* 0 11 Waagerecht: 1 Flub in Südkrankrelch, 4 be⸗ rühmter Badeort in Belgiten, 6 hygienische Ein⸗ richtung, 7 Wurtfgerät in der Leichtathletik, 10 ver⸗ hältntsmählger Antell, Abschlagszahlung, 12 Amts- tracht der Richter und Anwälte, 14 Bertz bel Inns- bruck, 16 Verwiltterungsprodulet von Gesteinen, 10 Werkzeugß zum Kehren oder Schaumschlagen, 20 Umstandswort: zu keiner Zeit, 21 Vernelnung (lat.), 22 Stadt an der Elbe mit Hafen. Senkrecht; 1 Erholungspause, 2 felerliches, reimloses Gedicht nach grlechitschen Vermassen Flull in Spanten, 4 europätscher Staat, Kernlend von Jugoslawien, 6 Hauptstadt von Sachsen. 69 Sehmuckgegenstand, 9 Hülsenkrucht, Kletterucke Sehmstterlipasblütler, 11 Verhältnisw'ort miit Da⸗ IV. 13 Sutschein, Geldanwelsungs, 18 münnltcheg Sohwein, 17 Mädehenname, auch hritisch-indtsche Münsze, 19 persönliehes Fürwort. s61 uun N Asgd 91 0N E lle e een e een e äpeenn e öſggag 5 Oade eee eeneeeenheen eie zuou i„oiu d̃ eee e einn d ee de e t eden pen en an ueiunnunss er eune unsgliuav Selte 10/ Nr. 16/17/ Samstag/ Sonntag, 11./12. Juni 1949 So sieht eine Windhose aus! Diese raste vor weni⸗ gen Tagen über Kansas/ USA und zerstörte eine Erolle Farm vollständig.(AP) 4— U Dile„Fliegende Ausstellung“ in einer von der ame- E Cageblalt BIIderudiensſ Im Lager der Auslandsschwelzer, das sie zur Zeit mit ihren Kameraden aus der Schweis zu Füßen des Dilsberss aufgeschlagen haben. Cotopreſ Speclc) Tageblatt „Auf Wiedersehen Mr. Grock“ heißt ein eben in Paris abgeschlossener Film, in dem Grock die Hauptrolle und sein eigenes Leben spielt.(Dena) rikanischen Firma für Automobilbedarf„Atlas“ zusgerüsteten Skymaster besucht zur Zeit die wich⸗ tigsten europäischen Städte und landete in diesen Tasen uuf dem Rhein-Maln-Flushaten in 1 5— ena plelerin und bisherige Präsidentin einer Lokalbank, ist die neue Schatsmeisterin der USA. Sie besitzt 4 Farmen, 1 Kauthaus und bezicht jetatein Gehalt von 9000 Dollar Ahrlich.(AP) Autf einer Ausstellung von Aerste- und Krankenhausbedark, die Wuhrend der 66. Tagung der Deutschen Gesellschatt für Chirur⸗ kle in Frankfurt genelnt Wird, bestchtigen dle Tellnehmer(Iinlie Protfensar Gohrbrandt, Berlin) einen nouartigen OParattonsstulil. Prof. Albert Gohrbrandt Ginks) bestchtigt mit seinem französt⸗ chen Kollegen Dr. Albert BHur vom Internationalen Institut für edlein und Chirurgie in PFarls einen neuartiçgen Sterilisations⸗ Apnharat der Fa. Lautenschläger, München, mit dem Wäsche und Tnatvumente In 4% Miuutam Kelmtret Gemaocht Werden können⸗ Streikende westberliner Eisenbahner, die das im S-Sektor gelegene Verwaltungsgebäude der(unter GowWadetischer Kontrolle stehenden) Eisenbahndirek⸗ tion besetsten, verweigerten jedem, auch dem rus- sischen Offlsier mit seiner Dame, den Zutritt.(AP) In dem ersten deutschen Lebensmittel-Selbstbedlienungsladen, den die Firma B. Müller in Augsburg eröflnete, füllt eine Kundin die Waren ihrer Wahl in ein Holzkästchen. 4 Durch die Einsparung des Mrs. Georgla Neese Clark, eine ehemalige Schau-⸗ Bedienungspersonal liegt der später an der Kasse azu entrichtende Preis verhältnismäßig nledrig. Dena) Der Bischof von Vanina, der Jauhrige Spyridon, der im Kriege von den Italienern wegen Teilnahme un der Widerstandsbewegung zum Tode verurtellt Worden War, wurde zum Ersbischof von Athen und damit zum Primas Griechenlands gewählt.(APP) Der Nürnberger Erflnder Ludwig Reih entwiekelte nach lahre-⸗ langen Versuchen ein Gerät, mit dem Fatienten aufk technisch⸗ uutomatlschem Wegze durch bestlimmte LAchtretlexe in hypnatl⸗ Sohen Kohlat versetzt werden Können, der auch für Vohwers Operattonen ausrelchend lat. Denad, 1 4 CTageblatt HAgrarpolitische Aufgaben Londwirtschaoft muß sich anpssen Die von der westdeutschen Landwirtschaft für das Jahr 1949/50 nachgesuchten ERP-Investi- tionskredite sind von der deutschen„Planstelle“ auf etwa ein Viertel reduziert worden. Für In- vèstitionen im Sektor Ernährung und La n d- Wirtschaft(einschl. Ernährungsindustrie) sollen rund 290 Mill. DM Fremdmittel zur Ver- fügung gestellt werden, während die Investitio- nen im industriéllen Gebiet rund 3,2 Mrd. DM betragen sollen. Es ist verständlich, daß der mit etwa 9,1 Mrd. DM angemeldete Investitions- bedart der gesamten bizonalen Wirtschaft eine Uberprütung und Korrektur erfahren mußte; er wurde durch das Planungsbüro auf rund 6,9 Mrd. DM(davon 4,2 Mrd. DM fremde Mittel) reduziert. Intèressant ist jedoch der Maßhstab, mit dem man Hlerbei die volkswirtschaftliche Notwendigkeit der Forderungen abmaß: Für die industriellen Vorhaben nahm man die zur Verfügung stehen- den Eisen- und Kohlenmengen; bei der Land- Wirtschaft operierte man mit dern Argument, daſ eine entsprechende Vergrößerung des Anteils am Sozialprodukt erreicht werden müsse. Die deutschen Preise für Agrarpro- dukte haben noch keine klare Orientierung am Weltmarkt, sie liegen zum Teil über, zum Tell unter den Weltpreisen. Jedoch liegen die Preise für besonders gewichtige Produkte unter den Weltpreisen. So hat der deutsche Brotge- treideprels vom Weltmarkt einen Abstand von etwa 20 Prozent; eine Preisangleichung würde für die deutsche Wirtschaft eine Belastung von rund 450 Mill. DM betragen. Der Abhängigkeits- grad der westdeutschen Ernährungswirtschaft tritt in ftolgenden Werten charakterlistisch her- vVor: Vom westdeutschen Getreideverbrauch wer- den zur Zeit etwa 70 Prozent aus Einfuhren ge- deckt, beim Fett sind es etwa 65 Prozent und bei Zucker 45 Prozent. Diese Lage ist gesamtwirtschaftlich nicht trag- bar. Die Investitionswünsche der Landwirtschaft gingen daher auf Anschaftung von Maschinen, auif Wiederauffüllung der Viehbestände, auf Aus- Und Aufbau der Gehöfte u. a. m. Mit diesen In- Vestitionen wollte man die autarklebestimimnte Strulkktur der Vergangenheit ablösen und struk- turmähig Anschluß an die neue Situation finden. Diése angestrebte Situation Wird durch die Richtzahlen des Long-term-Plans für West- deutschland bestimmt: Beim Auslaufen des ERP soll die Industrie einen Index von 120—130 Pro- zent des Standes von 1936 erreicht haben, wüh⸗ rend die entsprechende Größe der Landwirt- schaft bei etwa 105 Prozent liegen soll. Diese einktachen Zahlenwerte bringen jedoch nicht zum Ausdruck, daß dahinter ein grundlegender Pro- duktionsumbau in Richtung auf eine Veredelunsswirtschaft stehen muß, det Alleint schon bécltützt ist, daß dte deutsche Wirtschatt eng mit dem Weltinarkt verbunden ist. Für den einzelnen landwirtschaftlichen Pro- duzenten folgt dieser Zwang aus der Ausslcht, bei der Verschlebung des Verhältnisses von In- dustrie(130 Prozent) und Landwirtschaft(105 Prozent) durch Qualitätsprodukte und rattonelle Betriebsführung zu auskömmlichen Preisen zu kommen. Der sozilaldemokratische Presseditenst kommt in dem Artikel„Investitionen in der Landwirt- schaft“ zu dem Ergebnis, daß es sich bei den landwirtschaftlichen Investitionen nicht um eine Vertgzrößerung des Sozialprodukts schlechthin handeln Kkann, vielmehr käme es entscheidend auf eine neue Schichtung des Agraranteils am Sozialprodukt an. Der richtige Malöstab für die Uberprütungz der Investitionsgesuche würe daher dle Frage gewesen, ob mit diesen Kreditgesuchen ein Umbau der Landwirtschaft vom Autarkiestatus zur Veredelungswirtschaft er- reicht werden sollte. Schö. Für fast 1 Milnlarde DM Einkuhr von Lebens⸗ miltteln Die Lebensmitteleintuhr wird 1949 etwa 9556 Miͤkonen Dollar ausmachen, wie in einem Bericht des Wirtschaftsberaters der amerikanſ- schen Militärreglerung Willeinson hervorseht. Davon müssen mindestens 450 Millionen Dollar von den Besatzungsbehörden zur Verfügung ge⸗ stellt werden, Während voraussichtlich 825 Mil- lionen Dollar aus deutschen Hxporten erbracht und in europäischen und anderen Nichtdollar⸗ ländern gekauft werden sollen, Der Betrag von 325 Millionen Dollar kann sich noch erhöhen, Wenn aus Osteuropa aut Srund guter Ernten oder eines erwelterten Handels mit Deutschland gröhere Lebensmitteleinkuhren möglich werden. Englische Anzugstoffe für Westdeutschland. Im Laufe der nächsten Monate wird ein Betrag von 900 000 Dollar zur Einkuhr von Herrenanzug⸗ stoflen aus Großbritannlen freigegeben. Aus Bel⸗ glen und Luxemburg wird Rohnessel im Werte von I Mill. DM eingeführt, der ausschließlich an Kränkenhäuser und Anstalten verteilt werden goll, Dlese Einftuhr erfolgt im Rahmen des mit Grolibritannien abgeschlossenen Handelsvertrages. Betrledigende LZelehnuntzen autf dle Relchsbahn- unlelhe. Nach Mittetlung der Reichsbahn-Haupt⸗ Verwaltung Otlenbach häben die Zeichnungen Alit 6½ige Anletihe der Reilehsbahn in beftriedigendem Umfange eingesetzt. Die Reichs- bälin gläubt mit einem guten Ertolg der Anlethe rechnen zu können. Ste kührt dles unter anderem auf die hohe Verzinsung zurüche. Ein starker An⸗ rels dürtte darin liegen, dalßb die gesperrten Guthaben aut Anlagekonto für die Anleihe⸗ zelchnungen kreigegeben wurden, Damit tritt an Stelle der 2½% Prösgent Verszinsung ein 6ger Zint und„ Steſſe der Blo lerung bis 1954 ein schon näch einem Jahr krel verkügbarer Anlethetitel. WInTSCHATTSNIXTT Verlage in der Krise Das Buch in Not Von Dr. Arthur Nepple Das Buch gehört zu jenen Lebensgütern, die in erster Linie der Befriedigung eines geistigen und ideellen Bedürfnisses dienen. Die meisten Betrachtungen beschäftigen sich begreiflicher- Weise mit der Kkulturellen Seite des Buches. Nur wenig erfährt die Offentlichkeit über die wirt- schaftliche Bedeutung der Unternehmungen, die Bücher herstellen und auf den Marlet bringen. Das Buch als wirtschaftliches Gut hat seine eigene Konjunkturempfindlichkeit. Seln Absatz hüngt weitgehend vom Bildungsgrad und der geistigen Regsamkeit eines Volkes ab, zugleich aber auch nicht unerheblich von der Kaufkraft des Bücher lesenden Publikums. Augenblicklich beflnden sich, wie man aus Fachkreisen erfährt, die meisten Buchverlage Wirtschaftlich in einer schWierigen Lage, die teilweise Kkrisenhaft bezeichnet werden kann. Freillich ist bei der Verschiedenartigkeit und Vielseitigkeit der Verlagsproduktion die Ent- wieklung der Buchverlage nach der Währungs- retorm sehr ungleich verlaufen. Verhältnismäßig günstig und hotriedigend entwickelte sich das Geschäft bei Verlagen, die vorzugsweise die Her- stellung wissenschaftlicher Fach- bücher pflegen. Vor allem waren medizini- sche und juristische Neuerscheinungen sehr be- gehrt. Weniger gekauft wurden jedoch wissen- schaftliche Werke akademischer Prägung. Natür- lich gibt es auch hier Ausnahmen beispielsweise für Neuausgaben von Werken bekannter Autoren. Fachbücher bevorzugt Wührend sich Produktion und Absatz bei den Wissenschaftlichen Verlagen nach der Wührungsreform überwiegend gebessert haben, ist bei den Verlagsunternehmungen, die schön- geistige Literatur herausbringen, ein stärkerer Absatzrückgang zu verzeichnen. Allem Anschein nach rangiert das Fa ehbuch, das erworben wird, um sich beruflich fortzubilden, auf einer höheren Stufe der Skala in der Büchernachfrage. Die Absatzschwierigkeiten haben sich beson- ders in der Zeit nach Weihnachten verschärtt, nachdem bereits das Weihnachtsgeschäft in Bü- chern allgemein enttäuscht hat. Diese Situation hat die finanzielle Bewegungsfrei- heit der Buchverlage weiter beengt, nachdem sie durch die Wührungsreform zum großen Teil Mre flüssigen Guthaben eingebüßt haben. Zwar haben viele Unternehmungen aus der Zeit vor der Währungsreform Bücherbestände hinüber- Ein Sanierungsvorschlag gerettet; jedoch können sie nur zum Teil, nicht zu- letzt wegen ihrer mangelhaften Ausstattung, ab- gestoſßlen werden. Die Krise wird wahrscheinlich von den großen, eingeführten Verlagen ver⸗ hültnismübig gut überstanden werden, da sie nicht nur Über erhebliche Bestände guter Werke, sondern vielfach auch über eigene Druckereſen verfügen. Fachkreise sind der Auffassung, daß es in den Westzonen zu viel Buchverlage gibt. Zuviel Verlage— Uberproduktion Bald nach Beendigung des Krleges haben Ver- leger neue Unternehmungen gegründet, die viel- tach ohne Fachkenntnisse und Mittel, zum Teil eine zlemlich wahllosse Produktion betrieben ha- ben. Viele stehen jetzt vor einer ernsten Exi- stenzkrise. Außerdem hat sich die Zahl der Ver- lage noch durch Zuwanderung vieler Betriebe aus der Ostzone vermehrt. In Niedersachsen zum Beispiel haben sich seit der Wührungsreform die Buchverlage fast verdoppelt. Erst seit neuester Zeit läßt sich ein langsamer Reinigungsprozeſ⸗ feststellen, der jedoch erst im Anfangsstadium zu sein scheint. Diese Entwicklung hat bald, geför- dert durch die Freigabe der Papierbewirtschaf- tung, zu einer starken Uberproduktion, besonders in der bellitristischen Literatur, aber auch auf dem Gebiet der Philosophie und der Politik ge- kührt. Broschüren und Flugschriften, gleich wel- cher Tendenz, sind heute schwerabzusetzen. Die technischen Bedingungen des Buchdrucks sind durch die Währungsreform günstiger ge- worden. Papier und sonstige Rohmaterialien können leichter beschafft werden, indessen stellt der Käufer heute wieder höhere Ansprüche nicht nur an den Inhalt der Bücher, sondern auch an deren Ausstattung. Technisch guter Druck und gutes Papier wird von den Käufern verlangt; gegen broschierte Bücher ist wieder wachsende Abneigung bemerkbar. Dagegen werden gut aus- gestattete Bücher, gediegenen Inhalts, wenn sie auch teuer sind, den billigeren vorgezogen. Diese kritische Einstellung der Leser kommt den Verlagen zu gute, die über alte bekannte Autoren vertügen und eine vornehme Ausstattung des Buches als Tradition pflegen. Daß heute viele Käufer durch die hohen Bücherpreise abgeschreckt werden, ist nicht zu leugnen. Die verminderte Kaufkraft zwingt viele, nur das zu kaufen, was allein zur Befriedigung der materiellen Bedürfnisse unbedingt notwendig ist. Wieweilt die jetzigen Bücherpreise durch die Hilfe für die Reichsbahn- aber wie? Die in Heidelberg erscheinende„Deutsche Verhehrs-Zettung“ veröfſentlicht in ihrer Nummer vom 10., Juni eine Zuschrift aus Reichsbahnereisen, die einen Vorschlag zur Behebung der Finanznot der Reichsbahn enthält. „Daßß die flnanzielle Lage der Reichsbahn nicht rosig ist, ist heute wohl bel allen Interessierten belkannt. Ebenso belcannt ist wohl, daß die Deut- sche Reichsbahn seit langem bestrebt ist, Über den Wegeliner Anleſhe aus der augenblicke- Uchen prekären Situation herauszukommen. Die Notwendigkeit, den eigenen Betrieb sowelt wie nur möglleh zu rationalisieren, hat dabei die Relchsbahn erkannt und auch schon tzeit lüngerer Zeit energisch beschritten. Schien es noch zu Ende des Jahres 1946, daßß es die für 1949 in Aus- Wirkung des Marshall-Plans zu erwartende Zu- nahme des Güterverkehrs ermöglichen würde, die Betriebsrechnung auszugleichen, so hat die Entwieklung des Verkehrs in den ersten fünt Monaten des Jahres 1949 gezeigt, daß die Be- trlebseinnahmen die Betriebsaus⸗ gaben nicht zu decken vermögen, so daß, wenn nicht im Sommer und Herbst eine beacht⸗ liche Verkehrszunahme einsetzt, für Ende 1949 mit einem erheblichen Verlustabschlußl gerechnet werden mußß. Da eine 3o ungünstige Entwlelelung zu ver⸗ muten ist, wird eine Anleihe, dle uberhaupt nur dazu dlenen sollte, Ausgaben der Vermögens- rechnung(Kriegsschäden usw.) zu decken, nur eine vorübergehende Wirkkung haben. Deshalb erhebt sich schon jetzt wlieder die Frage, ob nicht eine Vermehrung der Einnahmen durch eine erneute Erhöhung der Tarite, und zwar so0⸗ wohl der Fersonen- als auch vor allem der Güter- tartte notwendig wird, eine Frage, die schon des- halb nicht völlig unberechtigt lst, als der all- gemeine Preisindex in den drel Westzonen éetwa auf 200 ½ steht, Während der Gütertarſtindex erst aut 140% und der Personentariflndex auf 150% des Jahres 1936 steht. Da eine solche Tarif- erhöhung sich im Hinblickk auf den Geldbedart der Reichsbahn nicht im bescheldenen Rahmen hälten Kkönnte und deshalb weder für das rei- sende PFublikum und die verladende Wirtschaft, noch auch für die Reichsbahn zelbst wegen der dadurch sich verstäürkenden Wettbewerbstfähig⸗ kelt anderer Verkehrsmittel erwünscht sein Wird, muß vor allem erst geprütt werden, ob es nicht noch andere Wege gibt, der Reichsbahn die not⸗- wendigen Geldmittel zu verschaffen. Es ist nicht allgemeln bekannt, daß die Reichs- bahn aus mren Einnahmen an die allgemeine Verwaltung des Vereinigten Wirtschattsgebietes aut zwel Wegen erhebliche Geldmittel abführen mul, ohne Rücksicht darauf, ob sie ihre Betriebs⸗ autzggaben decken Kann oder nicht. Die Ein⸗ nahmen aus dem Güterverkehr werden nümlich nach dem Betförderungssteuergesetz vom g. 4. 1917 mit 7/ zur Beförderungssteuer heran⸗ gderogen, Betreit von dleser Steuer sind die Min⸗ nähmen aus der Beförderung von Bremsstoffen. 2. B. 11% und steigert sich bei den höheren Klas- sen. Steuerbefreit sind im Personenverkehr die Einnahmen aus gewissen Zeitkarten. Diese Steuer- beträüge sind in die Fahrpreise und Frachten ein- gerechnet. Ste sind äußerlich nicht erkennbar. Kein Reisender und kein Verfrachter macht sich klar, daß 11% seines Fahrpreises und 79% seilner Frachten gar nicht für die Reichsbahn be⸗ stimmt sind, sondern eine Steuer sind wie 3. B. dle Umsatasteuer. Für die Reichsbahn sind diese Steuerbeträge nur durchlaufende Gelder, die sie ohne Rücksicht auf ihre flnanzielle Lage an die all- gemeine Finanzverwaltung des Vereinigten Wirt⸗ schaftsgebietes abführen muß. Bei dem heutigen Verkehr macht das im Jahr etwa 190 Mil⸗ lionen DM aus. 3 Es widerstrebt dem gesunden Menschenver- stand, daßb dabel nicht auf die augenblickliche bedrängte Lage der Reichsbahn Rücksicht ge⸗ nommen wird. Daß eine solche Rücksichtnahme un sich mäglich ist, beweist die Tatsache, daſl im Jahre 1936 die Einnahmen aus der damaligen 50/igen Tariferhöhung von der Beförderungs- steuer befreit wurden, Ferner werden in der Regel auch notleidende Privat- und Kleinbahnen — der Abführung der Beförderungssteuer be- reit. Es müſſte möglich sein, der Relchsbahn die Be- törderungssteuer ebentalls zu erlassen, solange es Ihr 80 schlecht geht wie jetzt. Ihre Betriebsein- nühmen würden sleh dadurch etwa hrlich um 100 Millionen DM vermehren. Noch an einer zweiten Stelle flieſlen beträcht⸗ liche Mittel von der Reichsbahn weg. Ohne Rück⸗ aleht auf den Ausgleich der Betriebsrechnung muß sie nämlich an die allgemeine Finanzver⸗ waltung des Vereinigten Wirtschaftsgebiets 172 Milltonen DM abtführen, Von dlesem Geld leben die zentralen Amter des Vereinigten Wirt⸗ schaftsgebletes. Dle Beförderungssteuer aut diese Abhführung zusammen ergeben etwa J6 Millionen DM im Jahr. Das ist etwa der Betrag, der zum Ausgleich der Betriebsrechnung am Ende des Jahres 19490 fehlen wird. Der Be⸗ nutzer der Reichsbahn muß dlese in ihrer Größe Uberraschende Summe als eine Art Sondersteuer aukbringen. Zur Deckkung allgemeiner Staatsaus⸗ Haben mul die Allgemeéinhelt belastet werden, nicht aber der Kreis der Verkehrsbenutzer. Bevor daher die Tarlke erneut erhönt werden, mull erwartet werden, daß die Relchsbahn von der Abtührunz der Reförderungssteuer und der un die allgemelne Verwaltung betrelt WIr Der Finanabedart des Vereinigten Wirtschafts⸗ feblets, später des Bundes, mub autf anderen Wegen gedeclet werden. Der allgemelne Prels⸗ Splegel würde dadurch weniger beelnflußt wer⸗ den als durch eine Erhöhung der Tartfe, Es steht zu befürchten, daß bet der Empfindlichkelt des grölhten Teils der beförderten Güter die Wirt⸗ schaft auf eine Erhöhung der Gütertartte sokort Bel den Einnahmen aus dem Personenverkehr Jinit Pretseorhäöähungen antworten WIrd“ bstrügt dle Beförderungssteuer bel der 3. Klasse Samstag/ Sonntag, 11./12. Junt 1949/ Nr. 16/17 Seite 11 erhöhten Herstellungskosten gerechtfertigt er- scheinen, kann hier nicht erörtert werden. Die Ursache der hohen Bücherpreise ist in erster Linie auf die Steigerung der gesamten Verlagskosten zurückzuführen. Rohmate- rialien Papier-Leinwand) kosten das Doppelte bis Dreifache gegenüber der Zeit vor der Wüh- rungsreform. Die Satzkosten sind ebenfalls stark gestiegen. Die anderen Unkosten, die, wie die Porti, im Verlagswesen eine bedeutende Rolle spielen, sind erheblich teurer geworden. Da die Auflage nach der Wührungsreform nicht mehr begrenzt ist, so steht die Prelsfrage nicht mehr in 80 enger Beziehung zur Auflage wWie früher. Immerhin glit die frühere Höchstazifler von 5000 auch jetzt noch als hohe Auflage. ‚ lapen ohne Reporolionen Die USA haben, während in Paris üÜber die Zukunft Deutschlands verhandelt wird, das Ja- panische Reparationsproblem gelöst. Nur der Form nach haben sie, so berichtet die englische Wirtschaftszeitung„The Fconomist“, geringe Leistungen an China, die Philippinen, Grob- britannien und die Niederlande durchgeführt, während sich in der Fernost Kommission die elt Mächte in endlosen Debatten um die Ver- teilung der Beute stritten und Rußland den dicken Brocken verdaute, den es in der Man- schurei geschlucket hatte. Jetzt wurden auch diese symbolischen Zahlungen eingestellt. Das amerikanische Außßenministerium ist ꝝau der Ueberzeugung gekommen, daß Reparationen aus Japan wie aus Deutschland wahrscheinlich zu Lasten des amerikanischen Steuerzahlers ge- hen werden, und dah Japan nur unter Aufbietung aller Kräfte das Existenzminimum für seine Be- völkerung erwirtschaften kann, Mehr als 1 Mrd. Dollar haben die US8A seit Kriegsende bereits aufgewendet, um Seuchen und Unruhen in Ja- pan zu verhindern, und zweijährlich werden weitere Hundert Millionen dafür benötigt. Wenn Japan einen erträglichen Lebensstandard für seine Bevölkerung aufrechterhalten soll, kann es praktisch nlehts von seiner industriellen Aus⸗ rüstung abgeben. In seinem Bericht an die Fern“ 2 4 ost-Kommision stellte General Me.Coy fest, daß- das Gebot der Stunde in Japan nicht Beschrän⸗ kung, sondern Ausweitung der industriellen Pro- duktion mit allen Mitteln sei. Diese Politik ist nicht neu. Bereits im Herbst vergangenen Jahres wurde beschlossen, die Re- parationsfrage, die als Damokleés-Schwert über der japanischen Wirtschaft hing, zu regeln. Ge- tzen die neuerliche Entscheidung hat bereits der General Romulo, der Führer der philippinischen Abordnung bei den Vereinigten Nationen, energisch Protest eingelegt. Ebenfalls haben sich Großhbritannien, Frankreich und die Philip- pinen in der Fernost-Kommission gegen Genesse ral Me Athur's Vorschlag gewendet, Abgeord- nete Japans zu internationalen Konferenzen zu- zulassen. Noch mehr Erregung wird wohl die Nachricht hervorrufen, daß die Japaner 20 Mill., Dollar in fremden Wührungen zur Errickitüns“ von Handelsagenturen in zehn Städten des Auslandes erhalten sollen. Das japanische Volk hat mit größter Freude die Ankündigung der US-Regierung, keine wei- teren Reparationen aus Japan zu entnehmen, aufgenommen. Vom 1. Oktober ab wird das Land seine Friedensindustrie unbehindert ent- wiekeln können. Die englische Presse würdigt dieses Ereignis eingehend und weist darauf hin, daſhß Japan erlaubt worden sei, noch einmal seine „Eroßle Handelsmacht“ aufzubauen. E Frankfurter Eflektenbörse Industrie-Aktten 9. 0 6. 6. +. Accumulatoren-Fabrik 10 bA G 16 8 10 Adler-Werke 20 20 ͤ0 26 AEG 10,60 11 be 10,875 b Autgsburg-Nürnbg. Masch 33,50 33 bz 332.60 8 Bräueret Kleinlein 61 61 62 Brown Bovert 60 d 60 60 Continental Gummt 50,76 b 60,26 60 ba 8 Daimler Motorenwerke 23.25 8 23,50 24 bz Deutsche Erdöl 14,36 8 168 0 10 b4 Degussa 93,60& 33.26 br0 33.50 0 Eichbaum-Werger Brauerei 36 b 0— KEolinger Maschinen 6 Ettlinger Spinneret 40———— Grün æ& Bilfinger 37 C 37 f 97 Hantwerke Füssen 70 10 70 0 Heldelberger Zement 46 b G 46 bz 40 bz G 88 Röhren—— E NSU-Werkee 10½36 14½ 8 ſé ba 6 Rhein, Braunk.-Brilcett 7 4 Rhein-Klektr., Mannhelm 4 37 9 4 8 Südd. Zucker 60 bz 0 69 Ver, Stahlwerke Düsseldort— 9,1 Zellstott Waldhof Ar am 381. Mat 50 Prozent Inm,: bz= bezahlt, 8= N rtet oder angeboten, G⸗ 60. 19.26 26, 0% bd 23 ba G 24,60 ba d Obst- und Gemüsepreise In der Grolmarkthalle Heldelbergs⸗ Handschuhsheilm werden am 10. Juni 10l- rügh. Preise L rdbeeren 1.60; Erdbeeren II 1.00—1.50 Erz. Preis, 1.60—1.60 Verbr.-Preis, Stachelbeeren 45—7 Erz.-Preis, 35—40 Verbr.-Preis; Kirschen 1 55—70 Erz.-Pr., 60—80 Verbr.-Pr.; Kirschen 110—60 Hrz.-Pr.; Koptsalat I 10—17 Erz.-Preis, 15—20 Verbr.-Preis; Koptsalat II 4-6, Holl. 20—28; Spargel 1 1.30—1.33 Erz.-Preis, 1.36—1.60 Verbr.-Preis; Spargel I1 90 bis 1.00; Spartzel 111 60; Spargel IV 10, Rettieh ber Bund 9.—12 Ers.-Preis, 10—40 Verbr.-Prels; Kohlrabi 7/—12 . Karotten 7—10 je undinhalt 152.50; Tomaten 1.90, en- Kohl 1 Pfd. 35—47 Erz.-Preis. 90—1.00 99ꝗ Blumenkonl 11 St. 16—30 Erz.-Prels, 90—1.00 Verbör. Breis; rbsen 90—40 Erz.-Prels, 40—46 Verbr.-Prels: Wirsing 13—14 Erz.-Prelis, 0.20—0.25 Verbr.-Preis! Welbkraut 11—14 Erz.-Preis, 20—25 Verbr.-Prels; Gurken 1 86—60 Urz.-Prels, 66—1.10 Verbr.-Preis: Lauch 20—80; Spinat 20—30; Zwiebeln 1 8—10 Erz. Preis, 4—12 Verbr.-Preis; Rhabarber 9—4 Erz.-Preis 6,—10 Verbr.-Preis, Mangold 7/—11 Erz.-Prels, 18 bis 20 Verbr.-Preis; Schnittlauch Bd. ea 60 Er 10—15 Potersilie Bd. ca. 50 gr 10—16; Suppengrün d. a, 60 Er 10—40) 1 utsc A A0% Eier(deutsche) 40—44, Kurtotteln 3 12/ Nr. 16/17/ Samstag/ Sonntag, 11./12. Juni 1949 SpPOTRIATT Cageblatt Jeder zweite Student ein aletiver Sportler Aendeee ee e Fragebogen des Hochschulinstituts für Leibesũübungen„enthüllt“ beliebtesten Ausgleichssport eeee Ru Der Studenten-Pflichtsport Ist aufgehoben. Jeder Student kann tun und lassen was er will, kelner kann ihm vorschreiben, ob und was er für eine Sportart zu treiben hat. Das Hochschulinstitut für Lelbesübungen in Heidelberg hat im Winter- semester 1946/490 eine Umfrage durchgeführt, bei der Fragebogen wieder eine Rolle spielten. Gefragt wurde jeder Student— alle Semester und Fakul- täten— welcher Sportart er am liebsten nachgeht. Im Falle von Nichtinteresse solite ebenfalls der Grund angegeben werden, Das Hochschulinstitut bekam dabei ein aufschlußireiches Ergebnis und machte die Feststellung, daß im allgemeinen eine Positive Einstellung zum Sport beim Studenten Vorliegt. 61 Prozent treiben Vereinssport Man ist Überrascht, über die hohe Prozentzahl der aktiven Sport-Studenten. 61,3 Prozent, das sind 2011 Studenten, die in Vereinen, in Clubs in ihrer Freizeit nach der alten studentischen Devise„mens sana in corpore sano“(ein gesunder Geist in einem gesunden Körper), Sport treiben. Von den 4330 Immatrikulierten schieden 579 wegen Kriegsver- sehrtheit, Körperbehinderung oder Krankcheit bei der Bewertung aus. Aus zeitlichen Gründen waren an der Teilnahme am Sport 910(27,7 Prozent) ver- hindert, 46(1,4 Prozent) machten aus persönlichen Gründen nicht mit. Lediglich 316 oder 9,6 Prozent Waren am Sport nicht interessiert. Durch die Be- tonung der Wichtigkeit internationaler Sportwett- kämpfe der Studenten erwiesen sich als Sport- anhänger 2797(85,2 Prozent). Es ist interessant, daß zwel Drittel der Nicht- interessierten keine Begründung für ihr Desinteresse ungeben, während 8,2 Prozent sich selbst als sport- lich unbegabt und ungeeignet bezeichnen, 17,7 Prozent aber sich als nichtinteresslert erkiären, weil stark ausgeprägtes Interesse etwa für Musilk oder qugendarbeit ihre Freizeit beanspruchen. Die Frage nach der Wichtigkeit internationaler Wett⸗ kämpfe verneinten nur von 7,.9 Prozent der ge- samten Gruppe 1.6 Prozent. Dabei ist das Nein nicht einmal immer mit einer Ablehnung des Studenten- sports gleichzusetzen, sondern wie es aus Erläute- rungen hervorgeht, oft ausgesprochen wird, weil Deutschland in politischer und sportlicher Hinsicht noch nicht als gleichberechtigt angesehen wird. Studentensport Gesundheitspflege Von allen sportlich aktiven Studenten haben vor threm Studium etwa 70 Prozent Sport getrieben. Weitaus weniger haben Vereinen und dergl. ange- hört. Es ist also festzustellen, daß der Student zu tzeiner Arbeit einen körperlichen Ausgleich benötigt. Aber nicht nur das, sondern auch die Freude am Sport führen den Studenten auf den Sportplatz. Wenn auf eine gründliche Gesundheitspflege des Studenten durch Leibesübungen Wert gelegt wer⸗ den soll, so muß die Hochschule selbst diese Auf- gabe ülbernehmen, da die Vereine ihr nicht vollauf Lerecht werden können. Studenten: Tennls, Studentinnen: Gymnastik Tennis und Gymnastik haben bei Studenten und Studentinnen den Vorrang vor allen anderen Sport- ar ten. Nicht weil das Tennis ein„vornehmes“ Spiel ist, sondern weil es äußerste Konzentration Ver⸗ langt und alle Muskeln anstrengt. In der Gymna⸗ stik spiegelt sich frauliche Anmut, Geschicklich- keit und Konzentration wider. Es ist kein Wunder, Wenn das Tennis von 12,4 Prozent, die Leichtathle- tik von 10,6, Schwimmen von 10,4, Turnen von 9,4, Fuffball von 6,2, Handball von 7,3 und Rudern von 7.3 Prozent der Studenten betrieben wird. Die Studentinnen haben sich mit 286,9 Prozent für die S8C Weiß: Eisinger— Schwarz: Dr. Röcdl. 1. e2—-ed, e7/—e6. 2. dà—dd, dy-d5 3. Sbi-eg. Weill wendet sich der erprobten Springweise zu und verzichtet auf die„Modevariante“ 3. Sdz. ...„„ 866—f6. 4. LoI—85, Lf6—b4. 5. e4—eh, hy-h6. 6. Lgb—da, Lbäxcs. 7. bàxcg, St6—e4. 6. Ddi bis g4, Ke6—f6(besser als g6), 9. Ld2—es. Weilß bringt ein chancenreiches Opfer, um sich für den Königsangrift den schwarzfeldrigen star- ken Läufer zu erhalten und die Möglichkeit der Rochade zu bewahren. 9....„ S-c5. 10. LfI-—d3, Seäxcg. 11. Legs—-2, Scg—-ad. 12. daxch, Saaxch. 13 Ldà-h4, b7-bh6, 14. 8Sg1 13, Les.—-a6. 15. Sf3—d4, Lasxds. 16. caxds, Sbs-as. 17. Lbä—ag, Kf6—g6. 16 0—01 Kgä—h7 nicht 16. Sdg: 19. Ses: fe. 20. Des: + nebst 21. Dfö-fr und Dds: 19. Dga—hg, f7—15? Ein Fehler, der dem Weißen die Beweisführung für die Korrektheit des Bauern- opfers erspart. Bel genauer Uberprüfung der Stel⸗ lung zeigt sich, daß der mit dem Bauernvorstoſ. 12—fa—th vorgesehene weine Angrift schwer zu parſeren War, da die schwarzen Springer zu schlecht Gymnastik entschieden, während 16,7 für Tennis, 15,4 für Schwimmen, 5.6 für Rudern und 5,3 Prozent für Turnen plädieren. Juristen, Philologen und Mediziner wollen spielen Diese drei Fakultäten interessieren sich besonders für Fußß- und Handball. Die Naturwissenschaftler und Theologen haben sich dem Turnen verschrieben. Wie bereits in einer Untersuchung des Hochschul- instituts für Leibesübungen der Universität Heidel- bers im Jahre 1929 festgestellt Wurde, filndet man die Neigung zu Spielen bei den Fakultäten, deren Angehörige einen mehr praktischen und aànschau- lichen Beruf ergreifen werden, während bei einem Studium, das abstrahierendes theoretisches Denken verlangt, Neigung zu einzel betriebenen Sportarten, besonders Leichtathletile und Turnen, vorherrscht. HCH mit verjüngter Mannschaft in Ulm Im vorletzten Spiel um die süddeutsche Hockey- Meisterschaft treflen sich am kommenden Sonntag: SSV Uim— HC Feidelberg sowie HC Wacker München— TV 1857 Sachsenhausen. Der HC flei- delberg hat zum fünften Male in der Meister- schaftsrunde seine Mannschaft umgestellt und Verspricht sich von der Neuformierung: Dörr; Henk II, Kerzinger; Henk I. Peter I. Peters: Am Samstag und Sonntag veranstalten die Sportfreunde Dossenheim ein Fußballturnier, an dem sich die 1. Mannschaften von Union Heidel- berg, TSV Wieblingen, FC Dossenheim, Fortuna Edingen, FV Schriesheim, FV Leutershausen, T786 Plankstadt und FV Ladenburg beteiligen. Bereits am Samstag findet auf dem Spfr.-Platz ein Alt- herren-Turnier statt, wobel 2. T. die A.H.-Mann- schaften der genannten Vereine, sowie die von Kirchheim und Rohrbach teilnehmen. Welter ist ein Handballspiel des TV Germania Dossenheim— TV Nußloch vorgesehen. Das Hauptspiel der alten Rivalen Dossenheim gegen Handschuhsheim I findet sonntags um 16 Uhr Statt. Beginn der A.H.-Spiele am Samstag 15.30 Uhr. Beginn der Spiele der aktiven Mannschaften am Sonntag, 11 Uhr. Das Splel Mühlhausen— Ziegelhausen sollte zum zweiten Mal nach dem Protest von Ziegelhausen wWiederholt werden, da das erste Wiederholungsspiel vor acht Tagen wegen zu starkem Regen abgebro- chen werden mußte. Mühlhausen verzichtet nun aber auf beide Punkte. Mühlhausen spielt am Sonn- tag in Eichelberg bei Bruchsal. Vüin Wiesloch führt nach Obrigheim Bel dem großen Fußballturnier, das der 8V Germania Obrigheim am Sonntag veranstaltet, be- streltet der VIB Wiesloch in einem Propaganda- spiel gegen die SpVgg. Neckarelz das Hauptspiel des Tages. Spielbeginn 15 Uhr. Die Ib-Mannschaft des Vereins nimmt an dem Fußballblitzturnter in Schatthausen tell. Kusd Leimen— Rotwelf Speyer Am Sonntag, 15.30 Uhr, splelt auf dem Sport- platz an der Nußlocher Straße die 1. Fußball- mannschaft der Kusq Leimen gegen den Tabellen- vierten der pfälzischen Verbandsliga, Rotwelsß C ll Hostlert sind. Internationales Schachturnier: Unzicker vor O'Kelly Entscheidung füllt am Montag zwischen den Spitzenreitern Kà Das Internatlonale Schachmelsterturnler bringt mit jeder Runde neue Höhepunkte. Nach anfangs Vorsichtigem Spiel der Meister hat nun ein hartes Ringen um jeden Punkt begonnen. Die Spitzen- Eruppe llegt dicht beisammen, und jede Partie ent- scheidet über die Tabellenführung und den An- schluß an die Spitzengruppe. Unzicker konnte in der 3. Runde die vorentschel- dende Partie gegen den Europameister O'Kelly ge- Winnen und Übernahme damit die Spitze, die er bis zur 6. Runde noch hält, dicht gefolgt von O'Kelly, der nach seiner Verlustpartie bérelts einen halben Punkt aufholen Kkonnte. Paul Schmidt verlor über- aschend gegen Lothar Schmid und flel durch zwel 5 Unentschieden etwas zurückc, In der 6. Runde brlangte er gegen Wotkowsky positionellen Vorteil und entschled schliehlich die Pärtlie zu seinen Gun⸗ gten, Mit ihm punketgleilch steht der Neuseeländer Wade, der üUberraschend stark und sicher splelt. Er Verlor bisher nur seine Partie gegen Niephaus. Kie- ninger, bekannt als Endsplelkenner und Positlons- Spleler, gewann die Hüntzépartien gegen Wotkowsley und B. H. Wood, von den beiden noch nicht be- endeten Partſen gegen Lothar Schmid und Rosso- Umo dürtte die erstere unentschieden enden, Wäh⸗ rend das Endsplel gegen Rossolimo in ungünstiger Stellung abgebrochen wurde. Rossolimo rechttfer⸗ tit den guten Rut, der ihm als Kombinations- spleler vorausging, Mit einem + Turmopter entschted er seine Partie gegen Lothar Schmid, er ist einer der ausslchtsrelchen Tellnehmer autf den Purntersleg. Nliephaus unc Lothar Schmid unter⸗ liegen stärken Formschwankungen, ausgeselchneten Lelstungen tolgten Uberraschende Niederlagen. Auch Speyer. N FT E 20. Sdäxes! Ddü-d7. Nicht etwa 20.Ses: wegen 21. Dfö: nebst 22. Des: 21. Se6—-d4d! 21. Df5: würde nach g6 eine Figur kosten. 21. 87—g6, 22. eh—e6! Damit verhindert Weiß, daß sein Geg- ner die Stellung durch Ses blockiert, Falls nun das Bauernopfer angenommen wird, s0o folgt 22. Se6: 23. Ses: De6: 24, Tael, DfG, 25. Te7 CKgs. 26. Tle 1, und der weiße Angriff dürfte durchschla- gen. Dieser Bauernvorstoß wäre auch gekommen, wenn Schwarz im 21. Zug Thfs gespielt hätte. 22... Dd7-g7. 23. Las b2l Schxe6G. 24. Sd4 xföl ein vernichtendes Figurenopfer! 24. Dgrxb2. 25. Dhäàxhé-FE, Kh7-—g6 26. Dhéxg6, Se6 —67. 27. da-dal der Gewinnzug, er sperrt die schwarze Dame ab und lenkt den schwarzen Turm auf das Feld h7. 27. Thö-h7. 28. Tal—el, Ta6—f6. 29. Stö—e7, KgB-hö. 30. DgG-d6G! Db2—b4. 31. Se7—-86 +, Kh6—88. 32. Ddéxd5, T7f6—f7. 33. Ddb-ds&, Tf7-A6. 34 8g6—e7 ,, Dbäxe7 oder 34. .... Kf7. 85. Ddö, Kf6. 36. Df3 +, Kg5. 87. Dg8. usw. 35. Ddöxe7 und Schwarz gab nach wenige Zü- gen auf. der englische Meister B. H. Wood zeigt keine Be- stündigkeit, er konnte bisher nur Wotkowskey schla- gzen und gegen Rossolimo unentschieden erreichen, die anderen Partien gingen verloren, Am Schluſß der Tabelle steht Wotkowsky, der bis zur 6. Runde nur einen Sieg gegen Niephaus verzeichnen Kkann. Man mull berücksichtigen, daſß dieses Turnier der erste Grollkampt ist, an dem er tellnimmt. Bel mehr Turntererfahrung wird er in kommenden Tur⸗ nieren mindestens im Mittelfeld zu finden sein. Der Stand nach der 6. Runde: Unzicker 4½, O'Kelly 4, Kleninger 3(2 H), Rossolimo 3(1 I), P. Schmidt, Wade je 3, Niephaus, L. Schmid 2(1 H), B. H. Wood 1½(1 H), Wotkowsky 1. Die 7. und 6. Runde werden am 11. und 12. 6. ſe⸗ Wells vormittags gesplelt, an den Nachmittagen wer⸗ den die unbeendeten Pärtien fortgesetzt. Auherdem fHinden während des Turniers großbe Rahmenveran- staltungen in den Räumen des Kurpfälzischen Mu-⸗ gzeums statt, geplant ist am 11. 6,, 16 Uhr, eine Blindstmultanvorstellung des Meisters Wotkowsly; Güste haben laufend Gelegenhelt, in Tombola- und Tombola-Blitsturnteren tellzunehmen und schöne Preise zu gewinnen. Der Sonntag bringt den Höhepunket des Turnters mit einem Wettkampt Baden gegen Hesben an 100 Brettern im Königssaal des Schlosses, Beginn 19 Uhr. Um 19,30 Uhr veranstaltet der Badische Schach⸗ verband einen öktentlichen Festabend mit Pans, Unterhaltung und Tombola im Königssaal. Schluſl- runde des Meisterturnlers am 13. 6., 6 Uhr, im Kurptülzischen Museum, nachmittags Slegerchrung Nolte, Herbstrieth, Peter II, Seufert II, Düring, eine überzeugende Leistung. Die Uimer werden alles daransetzen, die 4:0-Niederlage in Heidelberg wettzumachen und wenn die junge Ulmer Mann- schaft an ihre guten Leistungen in den Heim- spielen anknüpfen kann, dann wird es ein schwerer Gang für den HCH werden. Es wird sehr viel da- von abhängen, ob es dem neuen Mittelläufer Heini Peter gelingt, die richtige Einstellung zum Gegner zu flnden, die Abwehr zu organisieren und gleich- zeitig den Sturm mit guten Vorlagen zu unter- stützen. Wir rechnen damit, daß auf dem guten Rasenplatz im Ulmer Stadion der HCIHI ins Spiel kommt und mit einem Sieg seinen Tabellenplatz Verbessert. Das Spiel in München: Wacker— Sachsenhausen kann die Meisterschaft maßlgebend entscheiden. Wacker München ist allerdings im Augenblick in ausgezeichneter Verfassung, so daß Sachsenhausen nur mit viel Können und Glück beide Punkte von München nach Frankfurt heimbringen kann. TS6— Darmstadt P. Am Sonntag, den 12. 6. empfängt die TSd 78 den Eis- und Tennisclub Darmstadt mit sechs Mannschaften zu einem Clubkampf. Beginn des Spieles der 1. Mannschaften: 10.30 Uhr im 188 78- Stadion, vorher untere Mannschaften. Großes Fußball-Turnier in Dossenheimt Alte Herren und Jugend— Mühlhausen yerzichtet S6 Sandhausen— Astorla Walldorf Am Sonntag, 15 Uhr, stehen sich in Sandhausen — alten Rivalen Sandhausen und Walldorf fegen- Er. ET. Heidelberg— FV Altenbach(So. 17.30) auf dem Reichsbahn-Sportplatz Wiesenbach— TSd 78 Heidelberg Um die Kreismeisterschaft der B-Klasse splelen Wiesenbach gegen TSd 76 am Sonntag. 16 Uhr. Hochbetrieb bei Eberbachs Sportlern Fufball: I. SaE— TSV Mudau, Spielbeginn 14.00 Uhr; AH der SdE III. SGE, Beginn 13.00 Uhr. Handball: I. S6— 1. ITIV 46 Heidelberg, Be- ginn 15.30 Uhr; Damen ScE(nach längerer Unter- brechung wieder) gegen DBamen TV 46 Heidelberg: Jugend 8SGE— Jugend HITV 46. Der TV 46 führt mit turnerischen Vorführungen und Schaukämpfen der Boxabteilung sein Pro- gramm am Sonntag durch. Mit drei Mannschaften geht die Rudergesellschaft Eberbach bei der Ehlinger Regatta an den Start. 17.30 Uhr SW: Sportreportagen 18.45 Uhr Frankfurt: Sportreportagen 19.00 Uhr SWF: Sportnachrichten 19.00 Uhr NWDR: Sportmeldungen 19.30 Uhr Frankfurt: Sportergebnisse 19.30 Uhr Stuttgart: Sportreportagen 19.45 Uhr Stutttzart: Sportdurchsagen und Toto- ergebnisse 21.45 Uhr Stuttgart: Sportdurchsagen 22.00 Uhr NWDR: Sportmeldungen 22.10 Uhr Frankfurt: Sportberichte 22.15 Uhr SWy: Sport am Sonntag 23.55 Uhr Stuttgart: Sportdurchsatgzen Fufiball am Wochenende Vorrunde zur Deutschen Melsterschaft Wormatia Worms— Kickers Offenbach in Kal⸗ serslautern: VfiR Mannheim— Hamburger SVin Frankfurt; FC St. Pauli Hamburg— 1. FC Kaisers- lautern in Bremen; Berliner SV 92— Borussia Dortmund in Berlin. Die Spiele beginnen am Sonn- tag um 15 Uhr. 6 Länderspiele: Ungarn—[talien; Dänemark— Holland; Irland— Spanien. Ostzonenmeisterschaft: (Zwischenrunde) 286 Halle— Eintracht Stendal; Meerane— Fortuna Erfurt. Aufstieg zur Oberliga Süd, Gruppe I1: Hessen Kassel— Jahn Regens- burg(0:2); Untertürkheim— Neckarau(2:7). Gruppe II: SpVgg. Fürth— 8SC Kassel 03(6:U); FC Pforzheim— Zuffenhausen(3:2). Freundschafts- spiele, Samstag: SC Stuttgart— Schwaben Augs- burg; Tus Neuendorf— FSV Frankfurt; VIB Mühlburg— Viktoria 69 Berlin. SV. Waldhof— As Roma, am Sonntag 16 Uhr im Mannheimer Stadion An alle Sportvereine des Kreises Mosbachl Wir bitten die Vereine ihre Ergebnisse und Spiel- berichte sonntags in der Zeit von 19—21 Uhr tele⸗ fonisch unter Mosbach 477 durchzugeben. Wer startet in Schottland? Es war kein verspäteter Aprilscherz, als Sie gestern in unserem„Schaufenster“ lasen, daß Kurt Mansfeld in Schottland startet. Dafür war es aber ein saftiger Setzfehler, der in einigen Köpfen Verwirrung angestiftet haben mag. Gemeint war natürlich der Schottenring, auf dem der bekannte Mansfeld startet. Aber der Setzer meinte es gut mit unserem Rennfahrer und glaubte, bei den derzeiti- gen starken Besuchen aus dem Auslande auch ein- mal einen deutschen Sportler ins Ausland reisen zu lassen. und Schottland,— eine täu- schende Aehnlichkeit liegt in den Namen. Schauturnen in Heidelberꝗ und Mosboch B. Am Sonntagvormittag tretten sich die Kinder- und Schüler-Abteilungen der Turnvereine des Krei- Ses Heidelberg auf den Plätzen des Heldelberger Turnvereins 1846 au Einzelwettkämpfen in den ver- schiedensten Turn- und Sportarten. Die Leitun liett in den Händen des Jugendwarts Mackenrot und der Kinderturnwartin Frau Lisa Pfitzner. Bis jetzt sind acht Vereine mit ca. 500 Teilnehmern ge- meldet. Die Heranziehung der Kinder- und Schüler zu den Leibesübungen ist eine der vVornehmsten Aufgaben der Turnvereine und der Gau Nordbaden lält sich diese Arbeiten besonders angelegen sein. Nach dem Aufrufe des Reichsausschusses„Tur- nen“ haben alle Turnvereine vormittags auf inren Plützen und in ihren Hallen zu einem Volkssporttag zusammen zu finden, um gemeinsam mit ihren Ab⸗ teilungen auf allen Gebieten des Sports für den Wert der Lelbesübungen zu werben. Massenfrei- Ubungen und Spiele sollen der breitesten Oeffent- lichkeit gezeigt werden. 4 B. Für alle Freunde des Turnsportes wartet der TV 46 Mosbach am kommenden Samstagabend mit einer besonderen Ueberraschung auf,. Unter dem Motto„100 Jahre Turnen“ bringt der IV Wertheim 1847 in der Markthalle Mosbach einen bunten Guer- schnitt aus dem Arbeitsgebiet der Turner. Mit die- der Turnschau hatten die Wertheimer bereits beim letztjährigen Turnfest in Frankfurt einen durch- schlagenden Erfolg. Die Gesamtleitung liegt in den Händen des badischen Landesoberturnwartes Franz Bach. Für den Abend hat auch die badische Kunst- turnriege ihre Mitwirkung zugesagt, die mit ihren Leistungen im Kunstturnen auch verwöhntesten Ansprüchen genügen dürtte. Der Werbeabend gilt zugleich als Auftakt zu dem am Sonntagnachmittag auf dem Jahnsportplatz be- ginnenden„Volksturntag“. Im Rahmen der tur- nerischen Vorführungen kommt hierbel auch ein Verbandsspiel der Handballer zum Austrag. Die Mannschaft des TV 1646 Mosbach trifft im Rück⸗ splel um 16.30 Uhr auf den TB Heidelberg. Reit-Turnler in Walldorf 0-Am morgigen Sonntag werden zehn Vereine mit insgesamt 120 Pferden an dem ersten offlziellen Ring-Reitturnier des Reiterringes„Badische Pfalz“ teilnehmen. Morgens gegen 7.30 Uhr beginnen die Vorprüfüngen in Dressur der Klasse A und L, 80= wie Fahrprüfungen. Es folgt eine Quadrille der Walldorter Reiter, sodann das Abteilungsreiten, Dressurprüfungen, Apfelreiten, Jagdspringen, eine Voltegierabteilung ist zu sehen, und nach einem Glücksjagdspringen folgt das Trabreiten und ver- schiedene Reiterspiele. Wertungsrichter ist der be- kannte Pferdekenner und Preisrichter während der Berliner Olympiade, Jobst, und Baron von Ro-⸗ sen. Die an dem Turnier teilnehmenden Reiter- vereine sind: Dossenheim, Eppelheim, Forst, Gra- ben, Heidelberg, Mingolsheim, Sandhausen, Wall⸗ dort, Wiesental und Kirchheim. „Holz“ für den soꝛidlen Wohnungsbau Bürgermeister und Kreisrüte spielen In Waibstadt dd- Zum Fußballgroßkampf der„politischen Pro- minenz“ in Waibstadt lädt.... ja, Wer lädt eigent- lich dazu ein, das Landratsamt, die Parteien, der Kreistag? Auf jeden Fall werden sich die Kreis- tagsabgeordneten und die Bürgermeister keinen Stein, sondern den Ball in den Weg legen und in einem zünktigen Match zugunsten des sozialen Wohnungsbauprogrammes im Landkreis Sinsheim ihre sportlichen Qualitäten unter Beweis stellen. Der Zuschauer wird dabei auf zseine Kosten kommen. Bürgermelster: Büchele(Kürnbach); Weiß(Unter“ gimpern), Mühling(Richen); Gabel(Obergimpern, Götter(Sulsteld), Hildenbrand(Weiler); Mater(Kl⸗ genz), Hagner Bad Rappenau), Lenz Bad Wimpten), Bernhard(Wollenbers), Hotz(Neckarbischofsheim). Ersatz: Schöner(Adersbach), Emmerich(Eichelberg). Krelstag: Barth(Sinsbeim); Stein Neckarbischofs- heim), Thiemann(Sinsheim); Weisinger(Sinsheim), Steinbrenner(Sinsheim), Strecker(Neidenstein); Born(Elsenz), Breéttel(Waibstadt), Laub K.(Waib- gtadt), Stähle(Gemmingen), Staubitz Bad Rappenau). Hrsatz: Fürstenberg(Eichtersheim). Ersatz: Fürstenberger(Fichtersheim), Schiedsricher: Angst, Walbstadt; Beginn 16 Uhr. dd- Planmüßig sollte der TSV Dühren 1 am Sonntag im Verbandssplel auf den 8V Rohrbach b. S. treflen., Jedoch hat Dühren eine Verlegung des Spieles béeantragt, um bei dem Richelberger Sporttest mit einer kKonlcurrenstühigen Mann⸗ schaft anzutreten. Sollte diesem Antrag nicht stattgegeben werden, s0 wird Dühren zwel Mann⸗ schaften, kombintert aus I. und II., zusammen⸗ stellen und diese sowohl nach Rohrbach als auch nach Eichelberg schicken. Auch Phönix Steinsturt hat zein Erscheinen mit der I. und II. Mannschaft in Hichelberg zugesagt, wüährend die 80 Hoften⸗ heim mit beiden Mannschaften zum Sporttfest nach Eptenbach xelsen wird.— Der 8V Reihen, gegen SV Babstadt antretend, muß alle Register seines Könnens ziéehen(Reihen mull nach wie vor wegen der Sperre zwel seiner besten Spieler mit Ersat⸗ Kümpken), wenn er nicht abgzetakelt nach Hause und Prelsvertellung. Heschlekt werden möchte. Die am Vorsonntag in Kirchardt gezeigte Splelstärke der Babstüdter ver“ spricht geringe Chancen für Relhen. 25 Jahre Vin Eptenbach Anläglich seines 25ſüährigen Jubildums veranstal⸗ tet der ViB Epfenbach am Sonntag ein großes Fuß- hallturnter unter Teilnahme von 22 Vereinen aus den Kreisen Sinsheim, Mosbach, Heldelberg und Mannheim, Die Spiele beginnen bereits um 7.16 Uhr und enden voraussichtlich gegen 19 Uhr. Wird 8V Had Wimpfen Bealrksligls. Pp. Am kommenden Sonntag trügt der 8V Bad Wimpten das fünfte Aufstlegsspiel gegen Eberstadt uus. Der Ausgang dieses Kampfes entscheidet, ob die Fuflhallmannschaft des Sportvereins Bad Wimp⸗ ten in die Bezirksklasse aufsteigt. Vorher Reserve- mannschaften. Tischtennls: Die Pokal-Mannschaftsmeisterschaften für Her⸗ ren werden in der Siedlerschule in Sinsheim eben⸗ kalls am Sonntag durchgeführt werden. Der 110 Hoflenheim, TTC Hasselbach, TTC Rohrbach, ITd Stelnsturt, TSV Sinsheim und der TTC Waibstadt hahen hierfür zugesagt. Dem TTC Reihen wird es leider nicht mößlich sein, zu ertzchelnen, da kfünt Spieler der vorgesehenen Mannschaft Alelchzettig Mitalteder des SV Reihen sind und von dlesem für das Fußballsplel gegen Babstadt in Beschlag ge- nommen werden. Dem vorfjährigen Pokalmeister, ITHofflenheim, kann auch diesmal wieder ein slcherer Sieg vorausgesagt werden. Turnen: Der TSV Sinsheim veranstaltet am Sonntag, um 16.30 Uhr, autf dem Marktplatz in Sinsheim erst⸗ malig nach Krlegsende einen Volks-Turntag., Tur⸗ nertsche Leistungen werden hier in breiter Form der Oeftentlichkeit vor Augen getührt und nam⸗ hafte Spitzenkönner verspréchen einen Vollen Er⸗ kolg dieser Veranstaltungz, die wesentllen zur RHe⸗- lehung des Turnsportes im Landkereis beltragen soll, Das Fest wird musikallisch von der Stikts⸗ Kapelle umrahmt, 30 daß) man dom Gelingen nur noch ein„sonniges Wettar“ zu Wünschen braucht. Tageblatt Mas andere meinen- Veutralisierung oder Atlantisteruns Deutschlands „Le Monde“, Paris:„Es bestehen theoretisch drei Möglichkeiten: 1. Eine Neutralisierung ganz Deutschlands ist einer Atlantisierung eines Teiles Deutschlands vorzuziehen. 2. Die Atlantisierung Westdeutschlands ist einer Neutralisierung West- deutschlands vorzuziehen, da eine solche Teil- neutralisierung nichts anderes bedeuten würde als einen Rückezug der Alliierten, der ganz Deutschland der sowietischen Expansion öffnen würde, 3. Die Atlantisierung ganz Deutschlands ist der Neutralisterung ganz Deutschlands, wWenig- stens vom militärischen Standpunkt aus vorzu- ziehen, aber es besteht kaum Aussicht, daß sie verwirklicht werden kann.— Die Neutralisierung ganz Deutschlands ist darum das kleinere Ubel. Falls eine Einigung mit den Sowjets über die Vereinheitlichung Deutschlands nicht erzielt wer- en kann, können die Alliierten immer noch mit der Drohung einer Atlantisierung der westdeut- schen Zonen, die dann wohl oder übel kurz oder lang in den Atlantikpakt einbezogen werden mühten, einen Druck ausüben. Ein Abkommen Üüber die Neutralisierung ganz Deutschlands muß eine Klausel enthalten, die die Errichtung eines FTRESSESTIMMEN AUS ALLERWELT sowWjetischen Regimes in Deutschland ausschlieſit. Gegen die etwaige Verletzung dieser Klausel müssen wirksame Garantien festgesetzt werden. Das bedeutet, daß die Garanten der Neutralisie- rung notwendigerweiser ein Invertionsrecht mit allen Mitteln im Falle der Errichtung einer Dik- tatur in Deutschland erhalten müſten. Der Grund- satz der Nichteinmischung in die inneren An- gelegenheiten der Staaten, der überholten poli- tischen und sozialen Struleturen entspricht, muß darum endgültig aufgegeben werden. Denn jede militärische Neutralisierung Deutschlands würde IUusorisch werden, wenn sie nicht gleichzeitig von einer tatsächlichen und dauerhaften poli- tischen Demokratisterung begleitet ist.“ Ist Ruftlands Rechnuntz richtig? „Corriera della sera“, Mailand:„Wyschinski konnte nicht annehmen, daß die Westmächte sich damit einverstanden erklären würden, einfach die Uhr um vier Jahre zurückzustellen und zu Potsdam zurückzukehren. Man muß deshalb an- nehmen, daß er nach Paris gekommen ist, nicht um die wirtschaftliche und politische Einheit Deutschlands zu verwirklichen(womit eine Lö- schenbezirklichen Ausgleich im würts bemühen. lenanteboten: Wo finden tüchlige Menschen Arbeit? Das„Tageblatt“ hat am 9. Juni eine Liste von Stellenange- boten aus Württemberg-Baden veröffentlicht. Von vielen Seiten ist diese Hilfte für Stellungsuchende sehr anerkannt. Wir sind um Einvernehmen mit der Arbeitsverwaltung bemüht, den zwi- berutlich geschulte Fachkratt kann sich als Bewerber melden. Der Leiter des Arbeitsamtes Heidelberg teilt im Zusammen- hang mit unserer Veröttfentlichung mit:„Die aufnehmenden Ar- beitsämter unterstützen die Stellenbewerber bei der Erlangung einer Aufenthalts- oder Zuzugsgenehmigung. Die beim Arbeits- amt Heidelberg und zeinen Nebenstenen gemeldeten Arbeit- tzuchenden werden systematisch auf HMire Fähigkeit der mittlung nach auswärts üÜberprütft. Diese Arbeit kann beschleu- nigt werden, wenn sich die Stellensuchenden bei ihrem zustän- digen Arbeitsvermittler selbst um eine Vermittlung nach aus- Wünschen Stellensuchende eine längere Aus- Prache mit dem Arbeitsvermittler, der für sie zustäündig ist, 0 ist er gerne bereit, sie auch auſerhalb der Besuchsstunden zu ermöglichen.“— Und nun eine z Welte Liste von Stel⸗ Arbeitsmarkt zu fördern, Jede Ver- Gesucht werden 2— Fieberthermo- meter-Hlüser und 1 Fieberthermo- meter- Schreiber sowie einige Thermometer- und Apparateglas- blüser.— Landesausgleichsstelle beim LAA, Württembg.⸗Hohenzol- lern, Tübingen. 1 Nach Heldenheim/ Brenz wird ein Wachsschrelber, perfekkt und selb- ständig in allen Fragen chem. Mellgeräte gesucht Zuzug t. Le- digen möglich. Arbeitsamts- nebenstelle Heidenheim/Br. Baugeschätt in Aalen sucht 1 Zim- merpoller. Nur gute Fachkraft, die 20 bis 26 Arbeitskrätten vor- gtehen Kkann, Antritt sofort, Zuzug Kann erwirkt werden.— Arbeits⸗ amt Aalen. Nach Tuttlingen(tranz. Zone) wer⸗ den J—6 Rundstuhl-Wirker f. Tri⸗ Kkotagen gesucht. Ledige oder kin- derlos verh. Facharbeiter mit min- destens dreijühr. Berutfsaubildg. (auch Schwerbeschkdigte) werden bevorzugt. Arbeitsamt Tuttlingen. Für grägs. Masch.-Fabrik in Reut- Ungen(tranz. Zone) wird 1 Gie⸗ Hermeister gesucht. Vertraut in Procken- u. Naßguß und in Grau- guß. Muß Ertahrg. in der Anterti- gung von Groß-, Mittel- u. Klein- stückken haben, sowie Kenntnisse 1. der Handtormereli, Maschinenfor- merel, Kernmacheret(auch Lehm-⸗ kern), Stückhezeitbewertung, Gattie-⸗ rung und Kupolotenbetrieb besit- zen. 40—60 J. alt. Familienstand gleich, Wohnuns Kann beschaktt Werden. Zuzus sichergestellt. Arbeitsamt Reutlingen. 0 Metallwarentabrilk in Uglingen a. N. bendtigt 3 Metallschleifer. Nur ge- lernte ledige Krütte, da für Ver- heiratete kein Zuzug.— Arbeits⸗ amt Eoölingen, Kesseloten. und Waschmaschinen⸗ tabhrik in Fellbach sucht 1 Kupfer⸗ schmied in Dauerstellung.— Ar⸗ bettsamtsgeschkttsstelle Bad Cann- gtatt. Für Uhrenfabrik in Rosentfeld, Krs, Balingen(tranz. Zone), werden 2 bis 4 gelernte Uhrmacher od. Fein⸗ mechaniker ges. Nur tzute Fach-⸗ Krütte aus der Uhren-Industrie. Waeg. Wohnraummanzel möglichst nur ledige Bewerber.— Arbeits- amt Balingen. Für Flektrizitäktswerke wird 1 Klek⸗ tromonteur kt. Installatton u. Fret⸗ leiltungen in Dauerstellez. Kesucht. UIn PFrage kommt nur verh, Kratt mit guten charakterlichen Figen⸗ Uchaften, Werkswohnung vorhand., — Arbeitsamtsnebenstelle Geislin⸗ Hen/ Stèige. Schuhtabrik sucht Facharbelter für Doppel-Durchnün- und Halzusgel⸗ maschine, Bei gutem Charakter u. Fachkenntnissen bietet der Posten Meisterstellung. Zuzug wird be⸗ gorgt. Arbelitsamtsnebenstelle Nürtingen. Kütergeselle, mögl. Weinkeüiker, n. Tramm, Krs. Ludwissburg, k. Kü⸗ teret gesucht. Kost und Wohnung, Mögl. ledig od ledisgehend.— Ar⸗ Heltsamt Lucdkwigsburg. Nach Heidenheim und Umgebung werden à RHäckergesellen gesucht. Mit Kost u. Wohnung.— Arbeits- amtsnebenstelle Heidenheim/Br. 1 Buchdructer(als Erster) v. Buch- druckeret in Väthingen-unz gzes. Für Werk- und Plattendruck auf Schnellpresse. Gute Dauerstellung. Zuzussgenehmig. geregelt(mögl. Alleinstehender).— Arbeitsamts- nebenstelle Vathingen-Enz. Das Arbeitsamt Aalen zucht für Auftraggeber u. a: 1 Steinmetz, 1 Galvaniseur nach Aalen, 1i Mei- ster f. Feinmechanik nach West- hausen, 9 Korbmacher nach Aalen, f. Kinderwagenfabrik, 3 Bücker- gesellen in d. Kr. Aalen, 3 Schnei- der in den Krs. Aalen, 2 Friseure 1. d. Krs. Aalen, 1 Graphiker, 1 techn. Zelchner(in) mit voll. Aus- bildung. Antertigung von Zeich- nungen nach Angabe f. Prüsisions- Instrumente, 1 Verkäukfer f. Le. bensmittelgeschäft. Perfekt in De- Kkorieren, Lack- u. Plakatschrift. Mögl. Führerschein III. 1 Einkäu⸗ ter mit langjähr, Ertahrung. Mögl. aus Maschinenbau, Fachrichtung Feinmechantk. Folgende Arbeitskräfte werden 2. Zt. u. a. gesucht: 2 Hauflaschner nach Heidenheim, 1 Schneidermstr. nach Dettingen, 1 Akzidenzsetzer nach Königsbronn.— Arbeitsamts- nebenstelle Heidenheim/ Brenz. Aus Bayern kommender Betrieb d. Strumpt⸗ u. Trikotagenindustrie benötigt ab 1. Junt 490 in Bad Cannstatt: 1 Direktrice für Triko-⸗ tagen, gelern. Trikotagen-Näherin⸗ nen, 10 Wänerinnen(evtl. Anlern⸗ Krütte), Zuschneiderinnen, 2 Rüg⸗ lerinnen u. Packerinnen, terner 2 Kettenstuhlwirker oder 2 Rund- stunhlwirker, 2 Schllrerdnnen) od, Stuhler.— Arbelttsanitsgechätts⸗ gtelle Bad Oannstatt. Das Arbeitsamt Wölingen gsucht tür Auttraggeber zur Zeit u. a. 1 Pels⸗ zurichter, mit Fürberelkenntniss. Nur erste Fachkrätte, Nach Eflin⸗ gen. 2 jüngere Häckergesellen n. Neuhausen u. Plochingen. 10 Hand- gehuhmacher n. Uülingen, 4 Huch⸗ drucker nach Eolingen, 1 Stahl⸗ Atichprüger nach Eölingen zur Be- dtenung einer Handpresse, später Maschinenpresse, 1 Stenotyplstin mit guten engzl. und tranz, Sprach⸗ Kenntnissen für Export-Büro in Kirchheim /Peck. In Pforzheim werden gesucht: 1 er⸗ tahrener loxeur tür Uhrenindu⸗ atrie zur Veredelung von Alumi⸗ nium, der mit allen vorkommend. Arbelten vertraut ist. Zuzug wird besortzt. 1 Früser zur Fertigung u. Hearbettung von Maschinentellen, insbes, Lahn- u. Kugelrüder. In Betracht kommt nur erste Vach⸗ lcratt. Für LKW-Rep.-Werkestätte 1 Autoeteltriker, der mit sKratl. techn. Neuerungen best, vertraut lat, Nur ledige Bewerber.— Ar⸗ beitsamt Fforzheim. Beim Arbeltsamt gchwab, mtind dind u. a, kolg. Stellen gemeldet: 1 Nühmaschinenmechantker(nur Kute Kratt) tür mechan. Trikot⸗ Warentabrile in genwab. Emtind. 1 Industrie- Lackterer n. Schwlhb. Amnd. Muß erste Kratt seln, zur Heautsichtigung v. 2—3 Arbeltern, Aer, f. DKW, Wanderer, Magtrus. U 1 lece- 6 AAC. 9 At· Vorbesserte Spezlalqudlltät Zoverlössig Wirkendes Insekkten- Vertiſgungsmittel föor Landwirtschoff, Obst- u. Gemüsebau, insbesondere zur Bekämpfung des Karteftelkäfers Zu bezlehen durch den Ffachhondel und landwòfirtsch. Genossenschaffen Druckschriften durch E. MERCK, DARMSTADT Rucksäcke H. duαοο EIDbEIBERd, pidek 8 Samnstut/ Sonntag, 11./12. Junt 19490/ Nr. 16/17/ Sette 19 sung des ganzen Deutschlandproblems verbunden würe), sondern um eine bestimmte Vereinbarung mit den Westmächten zu erreichen, die der Sow- jet-Union den Zutritt zum Ruhrgebiet und einen Anteil an der Produktion des Westens sichern sollte. Man darf auch annehmen, daßß Moskau zu solchen Plänen verunlaßt, teils durch wirt⸗ schaftliche Notwendigkeiten teils durch Furcht vor einem Kriege. Aber auch ein solches be- grenztes Programm würde gewisse Zugestünd- nisse von Seiten Ruflands erfordern. Es gibt aber keinen Anhaltspunkt dafür, daß Rußland geneigt Würe, solche Zugeständnisse zu machen. Es ist also durchaus möglich, daß die Sowietregierung einem tragischen Irrtum ihrer Rechnung unter- liegt. Entweder glaubt sie stärker zu sein als sie in Wirklichkeit ist oder sie nimmt an, daß der Gegner geneigt ist, seinerseits noch weitere Zu- geständnisse zu machen. Die großen Katastrophen der Geschichte rühren meistens von einem sol- chen Kalkulationsfehler her. Wenn alle Parteien Immer genau ihre eigene Stürke und die Stärke wie auch die Absichten ihrer Gegner richtig be- rechneten, würde es keine Kriege geben. Und wenn Hitler nicht einen solchen Rechenfehler begangen hätte, würde er heute noch in der Ber- liner Reichskanzlei sitzen.“ Uriefe un dus,, Tagehblatt“ Ich war im„Ausland“, nämlich in Sudbaden, Von Wo ich soeben zurückkomme. Aber wie schwer ist es, von Nordbaden überhaupt nach Südbaden zu kommen? Die Reichsbahnverwal- tung hat uns da einen bösen Streich gespielt. In den neuen Sommerfahrplänen ist jd beinahe eine vollständige Absperrung Nordbadens von Südbaden und der Schweiz konsequent durch- geführt. Als direkte Verbindunt nut Basel be- steht nur noch ein einziger Eil-Zug am ganzen Tag, der früh um 5,53 in Heidelberg abgeht. Da- neben ist ein DUs s0 gnädig, einen Anschluſl nach Karlsruhe-Freiburg zu verheißen; er selber kährt nach Stuttgart. Der FD um 9,40 ist„nur mit Dollarfahrkarten benutzbar“. Sämtliche Per- sonenzüge enden offenbar in Karlsruhe, obwohl in der Richtung Stuttgart-München P-Züge bis Ulm durchgehend geführt sind.— Nun wird doch ein tüchtiger Eisenbahner wohl nizht die Ab- sicht gehabt haben, die Zerschneidung des ein- stigen Landes Baden in zwei Hälften zu fördern, um vor dem geplanten Südweststaat ein Boll- werk am Grenzbahnhof zu errichten!— Prof. Dr. W. Hellpach, Universität Heidelberg. Iaden nittag Tageblatt alennäcel 0b/d6 Uunt tefüllt DM 21.— 83 3527 352⁷ Bettfedern-Reinigung töglich Auf Wonsch Abholung o. 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Juni. vor- mittags 9—12 Uhr. Aufnahnteprü-⸗ kfung: 15 Juli 1949. Höhere Handelsschule Heidelberg (Berufsfächschule), Luisenstr. 1—8, Tel. 33 13. I. Anmeldungen zum neuen Schuljahr v. 1. bis 16. Juni 1949 im Sekretariat unter Vorlage des Zeugnisheftes bzw. Abgangs- zeugnisses. II. Aufnahmebedin- Fungen. 1. Zweijähr. Lehrgang: 8 Klassen Volksschule oder Verset- zuns in die 5. Klasse(0 III) einer Höheren Schule. 2. Einjähr. Lehr- zang: Versetzung mindestens in die 6. Klasse(UII) einer Höheren Schule oder eine entspr. gleich- Wertige Vorbildg. III. Aufnahme- Prütungen: 1. für Volksschüler am Dienstag, den 21. Juni 1949, 6 Uhr, 2. für Schüler Höherer Schulen am Donnerstag, den 1. September 1949, Uhr. IV. Eitern-Versammlung: Am Freitag, 17. Juni 1949, 20 Unr, im unteren Versammlungsraum des Civic-Center, Soflenstraße 6, Beratung der Eltern von Entlaß⸗ schüllern der Volksschulen u, von Schülern Höherer Lehranstalten durch Direktor und Lehrer der Höheren Handelsschule Heidelbg. Die Direktion. 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Es War szehr schön bei Ihnen“, antwortete tie und meinte, das Erlebnis der letzten halben Stunde müsse unter Imhotts zärtlichen Blickken Wie ein böser Spult verwehen. „Hübsch war es, daß Sie heute gleſch Frau Delcamp Kkennenlernten!“ tuhr Imhoff fort.„Wie gefiel sie Ihnen?“ „Gut“, erwilderte Vlola kaum hörbar. „Mein Onkel lernte sie auf der Reise von Parſs hlerher kennen, er scheint sie sehr gern zu haben, und anscheinend erwidert Frau Del- camp seine Gefüühle.., lch müßte mich gewaltig täuschen, wenn die beiden nicht bald ein Paar Würden!“ Viola erschralk. Sowelt trieb es also dlese Frau, daß sle, um rverbrecherisches Ziel zu erreichen, auch noch Peter Noack, der ihr vertraute, der siſe Uebte und der für sle nur Werkzeug für ſthre dunlclen Pläne war, unglücklich und elend machen würdel Vnd sle, VIola, wußte um diese Dinge. War es nicht thre Pflicht, Kurt Imhoff zu warnen? Aber wenn sie sprach, wenn sie Imhoff sagte, Wer diese Hanna Delcamp in Wirkelichkeit War.., dann würde er sich vielleicht von ihr Abwenden... site Vielleicht verachten? Nein— sie Kkonnte, sie wollte sich ihr Glück nicht sogleich wieder zerstören! Und wenn Imhofft durch ihr Schweigen un⸗ ubsehbarer Schaden erwuchs? Wenn eines Tages die, Steben Sterne“ und die anderen wert⸗ vollen Schmuckegegenstände, um dle es hier wahrschelnlich ging, verschwunden waren,— truß nicht sle, Viola, dann schwere Schuld? Hanna Delcamps Verspréechen Ein Herr cam Viola entgegen. Sie erkannte luin; es war Herbert Stüber, der neulich mit Edith Kallenberg in jenem Restaurant in det Tauentzienstraße aufgetaucht wWar. Merlcwürdig, schon mehrmals in den letzten Tagen war sie Stüber unterwegs begegnet; er hatte höflich gegrüßt, sle hatte knapp gedanlct. Heute kam Stüber auf sie zu. „Guten Tas, gnädiges Fräulein!“ gagte er und benahm sich völlig unbefangen.„Schon 80 früh unterwegs?“ „lch habe einen Spaziergang gemacht“, ant- Wortete Viola kurz und war überrascht, von Stüber hier angesprochen zu werden. Er schien ſhre Gedanken erraten zu haben. „Sie sind mir hoffentlich nicht bäse, gnädiges Frtlulein, daſl ich Sie 30 ohne weiteres anrede; aber ich wollte mich gerne nach Ihrem Befinden erkundigen!“ „Sehr treundlich von Ihnen, es geht mir „Ich freue mich, das zu hörenl Er sah VIolo mit einem etwas hinterlistigen Lächeln an. „Elgentlich lcönnte ich Ihnen nicht böse sein, wenn Sie nicht sonderlich gut auf mich zu sprechen würen!“ Immer weniger begrift Viola, warum Stüber, den sie doch kaum Kannte, sie in dieses Ge- spräüch gezogen hatte. „Ich wüßte nicht, warum ich auf Site böse sein sollte..“ „Wegen des unerfreulichen Abends im Re- staurant Walprecht; Sie werden sich gewiß noch daran erinnern!“ „Allerdings... aber so wichtig war mir jene Begebenheit wirklich nicht, Herr Stüber!“ „Im Vertrauen gesagt: ich habe meiner Ku- sine die Abfuhr durch Ste gegönnt! Und ſch freue mich, daſl Imhoff ihr den Laufpaß gege- ben hat!“ Er lachte kurz auf.„Sie wundern sich wahrscheinlich darüber, daß ich als Ediths Vetter s0 redel Aber Sie haben lceine Ahnung, Was ich unter ührem hochmütigen, launischen Wesen schon ausgestanden habe... Jetzt ist sie natürlich erst recht schlechter Stimmung, 830 daß) ich ihr am liebsten im groſlen Bogen aus dem Wege gehe.“ „Aber, Herr Stüber“, unterbrach ihn Viola, „das sind doch Dinge, die nur Sie und Ihre Kusine allein angehen!“ „Vielleicht gehen die Dinge doch auch Sie etwas an!“ erwiderte er in vertraulichem Ton, der Viola abstießß.„Vielleicht wissen Sie von Herrn Imhoff, daß Edith sich gewelgert hatte, in die Lösung des Verlöbnisses einzuwilligen. Gestern hörte ich zufällig, wie sie zu ihrem Vater sagte, daß sie von Imhoff genug habe 5 keine Anstrengung machen werde, ihn zu Alc.“ Jetzt War in Viola doch Interesse für Stübers Worte erwacht. Wenn Edith Kallenberg kein Anrecht an Kurt Samstag/ Sonntag, 11./12. Junt 1949/ Nr. 16/17/ Selte 18 Imhoft mehr erhob, dann war er ganz frei. frei für sie, Viola „Ihre Kusine muß selbst am besten wissen, Was sie zu tun hat“, gab Viola scheinbar gleich- mütig zur Antwort; Stüber brauchte nicht zu merken, daß seine letzten Worte in ihr große Erleichterung hervorgerufen hatten.„Nun muß ich mich verabschiedenl Adieu, Herr Stüber!“ „Wollen Sie mich s0 rasch loswerden? Darf ich Sie nicht ein Stück Weges begleiten?“ „Ich möchte lieber allein gehen; zudem bin ich in wenigen Minuten zu Hause.“ Stliber wurde ganz eisige Höflichkeit. „Wie Sie wünschen, gnädiges Fräulein! Ich möchte mich Ihnen natürlich nicht aufdrüngen!“ sagte er und verwünschte seinen Onkel Kallen- berg, der ihn in diese blamable Situation ge- bracht hatte. Kallenberg hatte gut reden: er, Stüber sollte sich in unverfünglicher Weise an die Tänzerin heranmachen, sie vielleicht einmal unter irgend- einem Vorwand zu einem Spaziergang oder Zum Besuch eines Kaffechauses oder einer Bar zu Überreden versuchen.. man könnte dann die Salvini ins Gerede bringen, sie vielleicht vor Imhofl kompromittieren.. Stüber habe ja, 80 hatte Kallenberg ironisch hinzugefügt, schon manche Frau um ſhren guten Ruf gebracht, es müsse ihin ein leichtes sein, auch die Tünzerin bloſlzustellen. So leicht lag der Fall hier aber nicht! dachte Stüber, wührend er seines Weges ging. Diese Dame Salvini war sehr zugeknöpft, obgleich er iur den Gefallen getan hatte, Edith Kallenberg vVor ihr schlecht zu machen, und den kleinen Schwindel, wonach Edith sich mit Imhoffs Ver- lust abgefunden habe, in Szene zu setzenl Er hatte gehofft, sie dadurch zugänglicher zu stim- men, aber es war ein Fehlschluß gewesen! „Eine Dame hat vor einer halben Stunde nach Ihnen verlangt, Fräulein Salvini“, sagte das Mädchen, als Viola nachher heimkam. Eine Dame— jäh hatte ein Gedanke VIola durchzuckt. Sie fühlte, wie eine flebrige Er- regung sie erfaßhte. „Hat die Dame ſhren Namen genannt?“ „Nein, sie hat mir gesagt, sie werde spüter nochmals anruten.“ Sie war es ohne Zweifell dachte Vlola, und gräßliche Angst stieg wieder in ihr auf. Das Mädchen, eine zierliche Erscheinung, mit hübschem Gesicht und koketter Frisur, fragte: „Haben Sie irgenwelche Wünsche, Fräulein Salvini?“ „Danlce, nein.“ Ruhelos ging Viola in ihrem Wohnzimmer hin und her. Sie wartete auf den Anruf, in brennender Sorge überlegte ste, was er bringen Wünde... die Gedanken jagten sich in ihr, Ge- danken, die nur das eine Ziel kannten: die Ge- fahr, die ihrem Glück drohte, abzuwenden. Es mußte gelingen! Die Frau, die sich jetzt Hanna Delcamp nannte, muſite von ihrem Vor- haben abstehen! Und wenn sie sich weigerte? Wenn Sie Angst hatte, dem Mann, der hinter ihr stand, dessen Werkzeug sie seit Jahren war, sich zu wider- setzen? Seinem Befehl nicht zu gehorchen? Ich werde ihr drohen, Kurt Imhoff alles zu sagenl dachte Viola in leidenschaftlicher Ent- schlossenhelit. Vielleicht würde sie dann von Mmrem Plane ablassen Vlola fuhr zusammen. Das Zimmertelefon hatte geläutet. Viola zitterte, sie zögerte wie in Grauen vor dem Kommenden; dann ging sie zum Apparat und nahm den Hörer ab. „Hier ist Viola Salvini“, schwankender Stimme. „Guten Tag, Viola!“ Kklang es vom anderen Ende der Leitung.„Ich habe vor einer Stunde schon angerufen, du warst aber ausgegan- gen.“ Viola sagte nichts darauf. „Das war gestern eine böse Ueberraschung ktür uns beide!“ Kklang die andere Frauenstimme Wieder. „Allerdings“, erwiderte Viola,„eine sehr böse Ueberraschung war es für mich!“ „Ich wußte ja, daß du in Berlin bist, ich war sogar im„Olympia“ und sah dich tanzen... dich aufsuchen wollte ich, nach unserer letzten Aus- einandersetzung, damals in Deauville, nicht, du hättest Wwahrscheinlich auch keinen Wert auf meinen Besuch gelegt.“ Eine leichte Bitterkeit schwang beil diesen Worten in der Stimme der Frau.„Daß wir uns trotzdem begegnen würden, hätte ich mir nicht träumen lassen!“ Viola wurde plötzlich ganz ruhig. Ste dachte an Kurt Imhofkt, für den sie kämpfen, von dem gie das drohende Unheil abwenden mußßte. „Was zuchst du im Imhoffschen Hause?“ tragte sie.„Von ungeführ kommst du nicht dorthin!“ Es erfolgte nicht gleich Antwort. „Was sollte ich dort suchen?“ erwiderte die Stimme zögernd.„Ich lernte auf der Reise Herrn Noack kennen, der mich bei seiner Fa- milie einführte..“ „Du lügst! Ich weiß nur zu gut, warum du in Berlin bist, warum du bei der Familie Im- hoff verkehrst! Ihr habt es auf die ‚Sieben Sterne“ und den übrigen Schmuck der Imhoffs abgesehen!“ „Du irrst, Viola..“ sprach sie mit Fortsetzung folgt 801t 1694 hilit Ihnen, Ihr Helm 80 auszugestalten, daſ nicht nur Sle, sondern auch Ihre Güste sich besonders wohlfühlen.— Wir treuen uns autf Ihren unverbindlichen Besuch unserer Ausstellungetülume in drei Stockwerken Heidelbert- Hauptstrate 10 Eintent Neudssee Standesdmtliche Nachrichten Ludwis Freidenreich mit Leonie Johanna geewald.— Straßlenbahn-2. 6.: Hans Jürgen, V.: Autoschlos- Franzs Georg Schädel— Ruth Johanna Kaltschmitt.— Stu⸗24. 6.1: Beſean geb. Radle.»Hauptimannf dent Alprecht Paul Ernat vyeld- mann mit Gisela Berta Lümmler. Luise Rittel.—, Dolmetscher Hermann Georgens mit Erna Marta Rudortffter.— Ma⸗ schinenführer Paul Hermann Gu- tav Sechmtedchen mit Eheschlieflungen (.: Operstleutnant John Donegan RBurke mit Elisabeth Anna Frieds Russell Creston Stenson mit Wilma 1. 6.: Korrektor Joset Martin Gund mit Gerda Theresta Walz.— Bo- denleger Konrad Otto Platz mit Charlotte Martanne Braun.— Ferdinande Anns Denner.—] Angest, Vrans Walenda.— Volker Kautmann Helmut Mitschele mut] Schreiner Robert Helnrich Becleer] Hans-Werner, V.! Handelsvertreter Lleselotte Hlidegard Collets,—] mit ürma Marla Weickker, geb,] imil Jakob Friedrich Hilldenbran. Bankangest. Ernst Ludwig Walter] Straub.— Verw.-Angest. Albert]— Rosa Leonore, V.I Kautmann mit Anna Margaresta Willt. 9. 6.: Oberleutnant Clarence Grady Collins mit Fauline Ann Johnson. 4. 6.: Architelet Hans Philtpp Seba⸗ utian Scthneld mit Marglta Mün⸗ uter.— Glaser Kurt Giteser mit Wlia Franzine Bauer.— Oberleut- nant Glen Louts Hermeninz mit Afnes Berta Sabine Ritter.— Be- trlebhsleiter Ernst Ludwig Eltner mit Martanne Rupp.— Poltzet⸗ unterwachtm. Helmut Frans Mül⸗ ler mit Flisabetha Sprich.— Ser-⸗ Sant Irwin Gustow) mit Florence Argaret Baush.— Automechant- Ker Artur Joset Scheld mit Anna Flecnora Eua Wissing.— Werk⸗ zeußmacher Joseft Franzs Matz mit Uing Friéderike Elisabeth Küderle.— 2 Käandldat der Rechte Karl Bwald Münsel mit Annemarte Harbars Kelin.— Angest. Rudolt Anton Volkmann mit Fleconore Anns Pterrer.— Kchlosser Helnrich Schers m. Eriks Luise Kettenmann.— Postangest⸗ Frant Haberhauer mit Anns Mar⸗ Harota Roppel geb, Gaul.— Kaut⸗ münn, Antest. Rerbert Kchhmitt in. Gerda Frleda Spieh.— Kronken⸗ Pfleger Lothar Johann Wimmer IM. Mlisabeth Kohl.— Schiffer Kurt Wimelm Bischoft mit PFrieclerike monteur Paul Fernschrether tin Astot milt bauer.— Orthophckte-Mechanl⸗ b 927 Jonepn Johann Schnetder mit + 1 +ννι + 21 Wise Kuthe Ottenthal.—, Kleketro⸗ Kel=. enr AeRWelgher MrWin Kart Wagenblaß—————4— 0 M. Margareta gtürmer,— Kautm. FomRees esr lnn nee Angest. Gerhard Hermann Altredh Wince im, watth Marths Koßchmie⸗ Her Ger.— Werkseusmacher FPhilipp 6.; RHermann Röbhler mit Va Katha⸗ 111 Fina Madle.— Maschinenschlosser reline Ktraus, Waälter Herrmann mit Büro-An-⸗ est. Witriede Sedlatschele.— Me- 36 f. Michiael, V.: chaniker Georg Moctkat mit Mag⸗ Galena Frieda Seebhacher.— Schnei⸗ dermeister Heinrich Heßß m. Hilde- Kard Johanne Havemeyer.— Bahn- urbelter Alots geidel mit Gertrud EKlisabeth Steßmund.— Küchen⸗ helter Wihelm Rohn m. Wlisabeth Anna Martha WIiskoh geb. Wan⸗ Hündler Aehterkafslei mit Käthe Leng.— Chemie-Laborwerker. Gleich m. 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Ingzeborgs26. 6.: Renate Ingeburtz, V.! Kautm. Albert Thome. Arzt Dr. Karl Willi Bets.— Günter Geortz, V.: Goldtederschleiter Otto Karl Theo⸗ dor Becker.— Retzina Brigitte, V.: Arst Dr. Walter Hermann Heinr⸗ Theodor— Petra Marina, V.: Maler u. Graphikcer Otto Her⸗ mann Waltsgott.— Woltgang Udo, V.: Ktm. Angest. Frans Walendäa. — Angelilea, V.: Abt.-Leiter Emil Albert Helmut Sachise. Kurt 7. 5.) Marte Susanne, V.! Kinder⸗ arst Dr. Ulrich Eusen Stechele.— Hansförg Karl, V.! Betriebsteiter Dipl.-Intz. Kudolt Herbert Grauer. —. Frtts, V.: Hlltsarb, Friedrich Dörr.— Ursula, V.: Kratttahrer Wün, Bartmann.— Britzitte Ruth Margarets, V.: Dolmetscher Gerh. Rolt Lehl.— Gerhard, V.: Schltks⸗ Intz. Rudolt Lautenschläger. Walter Paul Hans Helnrich PFrita — Helsungs⸗ FErwin Julius Konstantin Nickkel.— Anna-Dorothes, V.! Ktm. Angest. Rudolt Otto Hélinr. Woltk.— Kurt Wrnat RAichsel, V.t Stucdent Otto⸗ Kar Wrngt Rottmann.— Kalt Rudt, V.1 Kratftt. Ruge Adolt Hauckk.— Brigitte Rosemärte, V.! Kchmſed Anton Kchunitt.— EVa-Marta, V.: Hlitserb, Joseft Daschil.— Intze⸗ borg, V.f1 Teiihaber Frans Urwin Moser.— Urikes Magda, V.1 Vabrik- Arb. Vriecrten Blümmel.— Ursuls Klars, V.: Schreiner LudwWis Lim⸗- mermann.— Hanns Christina, V. Kaufmänn. Antest. Anton Rudolt Haubner. Horst Dister, Vater! Ktm. Anges“ Karl Woltgentß Vrisd⸗ erbékfklle Heinrieh eb. Klein. einr. Karl „ hann Matthkus Busch, teh. 11. 3. 1020. 20. 11. 1946: Kaufmünn. Angesteltter Eduard Strub.— Karin Else, V.:““ Roland Ernst Horr, geh. 20. 9. 1926. 12. 9. 1949: tr. Hausgehllfin Karolina Luise Leh, geb, 6. 6. 16/56. 20.§.1 Karolina Herig geb. Stahl, geb. 2. 4. 1699, FThefrau des Stein- Hauers Leopold Herig. 20. f.: Syndikus Dr. jur. Altred Frdr. Franz Schineider, geh. 109. 10. 1676. 90. 8.: Bürovorsteher Mang Eduard August Höpner, geb. 21. 6. 1900. 31. 5.: Maria Lechner geb. Holz- hauser, geb. 15. 6. 1690, EFhetfrau des Installateurs G86. Lechner.— Emma Breining geb. Baumer, geb. 20. 2. 167/6, Thetrau des Betrlebs- leiters a. D. Wilhelm Breining.— Kaufm. Angestellter Wilh. Greiner, geh. 4. 6. 1006. „J.: Verkehrsoberinspektor à. D. Anton Noe, geb. 17. 11. 167/. 6.: Glasermstr. Otto Martin Thei- lig, geb. 22. 9. 1669, aus Edingen. Katharina Lehrschi geb. Genthner, Heb. 25. 2. 1676, Witwe des Land- Wirts Jakob Lehrsch.— Hlisabetha Reckin geb. Reinhardt, geb. 14. 4. 1673, Rhetrau d. Schineidermeisters Kaärl Wimelm Reinhold Reckin.— General Ernast Schlemmer, geb. J. 7. 1069, aus Sandhausen.-FErster Stlckt. Konzertmeister Adolf Joa- chim Berg, geb. 165. 10. 1696.— Anna Christina Geier geb. Flach, geb. 9. 4. 160% in Wichtersheim, KRhefrau des Hauptlehrers Otto Geler.— Martin Ferdinand Hor- nacsek, geb. 17. 10. 1946, aus Eschiel- bronn.— Landwirt Fugen Feßler, geb. 23. 9. 1696, aus Mühlhausen. 9.: Metzgermeister Georg Schemm, geb. 6. 12. 167/3.— Gastwirt Johann · Albert Hoftmann, geb. 19. 6. 1662. 6.: Franz Laboranowits, geb. 6. 18. 1046, aus PFlankestadt. rich.— Annette Gisela, V.: Hllts⸗ Sctlosser Altons Rurlchard Ohl- hauser.— Anneliese Gisela, V.: Lacklerer August Philtpp Bender. Inse Ida, V.: Landwirt Karl Urnst Louis Klein.— Irmgard Margarste, V.: Wlektromont. Joh. Anton PFrost. 20, 5.: Rainer Herbert, V.: Hoteldtr. Herbert manuel Hofkmann.— Marta Luise, V.: Waldarb. Hugen Heger.— Roswitha PFrna, Vater: Schreiner Walter Heinrich Beisel. — Cisela Maria, V.: Zahnarzt Dr. Geors Frans Hepp.— Gerhart Helmut, V.] Vertreter Dipl.Ing. Othmar Rud. Hlawatsch.— Annse⸗ lores Umma, Vater! Bäckcermétater wugen Abraham Untall.— Mar⸗ got Liesel, V.: Metzgermstr. z. Zt. Maschinenarbetter Werner Aug⸗ SPirger.— Martanne Karin, V. trüherer Utkz. Otto 20— FErnst⸗ Peter Karl, Vater: Aütoschlosser Ernst PFeter Gürtner, 10. 9. Marta Susanna Anna, Vater: Kratttahrer Erwin Karl Drapp.— Georg Karl, V.: Hausdtener Karl Techlürtz.— Gerhard Richard, V.: Kaufmann Mduard Anton Pbert.— KEugen Wimelm, V.! Gärtner Eugzen Detſhler.— Friedritoehn Reinhard, V. Helimletter Dinl-Kütm, r. Herm. Friedrich Frisch.— Ursuls Frie⸗ dertke Flisabeth, V.: Stud. phtl. Waälter Christtan Gotthold Schmitt⸗ henner.— Waltgang, V.: Ingenteur Oskar Fhiltep Heturich e).— Shrists Gisels Maris,.! Käutm. Angest. Joset Adamek.— Gertrud Hennx, Vater: Machaniker Ludwilg Hctumitt. g.: Wimelin Georg, V.! Metzger melster Georg Mattin Bpucksr. Hanus Friedſich, V.! Dlakon 08⸗ Wald Ernst Vierling.— Karin, V.I Landwirt Georg Zuber.— Anne- ligse Rita, V.t Elelctromont. Chri- Stlen Küit Aiertel.— Brigitta, V.: Leh Gnttteius Benedtlet Israng. 1. 6.: e Keinz, V.: Elektro-Inst. Heinzs Adam Schollenberger.— Gisela Johanna, V.: Buchdrucker Friedrich Woltk.— Montka Ger- trud, V.: Drogtst Joset Gg. Macke. — Hans-Peter, V.: Maler Johann Sturm.— Gudrun Frieda, Vater: Malermstr. Martin Franz Joos.— Ursula Karin, V.: Kaufm. Angest. Henry Otto Schieck. 2. 6. Ursula Leni, V.: Steinbrecher Frwin Jakob Hauer.— Horis Bri- Kitte, Vater: Fotograt Hans + Matzenbacher,.— Elfriede, Vatef: Gärtner Ernst Otto Häftner. J. 6.: Christlan Wenzel, V.: Schnei- der Ferdinand Franzs Langer.— EVa Elfriede Christine, V.: Koch Wenzel Löffler.— Gabriele, V.: Bahnpol.-Wachtm. Willibald Biener. Kirchliche Nachrichten Katholischer Gottesdtenat Sonntag, 13. Juni Oreitaltigkeits- teszt): Für alle Pfärreten: 16 Unr Bekenntnisfeier der Kkath, Jutzend aut der Thingstätte(Helligenbertz); d. gesamte Gemeinde ist dazu ein- geladen; bel schlechtem Wetter 16 Uhr in der Jesuttenkirche.— Jesuitenkirche: 7, 6, 9.15 hl. Messe: 10.30 Hochamt.— St. Anna: 7.165 Hl. Messe, 9.30 Studentengottesd.— St. Bonitas: 6, 7, 6 hl. Messe, 9.16 Hochamt, 11 hl. Messe.— Akadem. Krankenhaus(Hospitalstr.): 5.46 u. 9 hl. Messe,— St. Ratael: 6,30 u. 6 Hl. Messe, 9.16 Hochamt, 11 hl. Messe.— St. Vitus: 7, 6 hl. Messe, 9.30 Hochamt, 11 hl. Messe, 14.30 Andacht.— St. Albert: 6.30, 6, 10.30 Hl. Messe, 13.30 Andacht.— Wieb- Ungen: 7 hl. Messe, 9 Amt, 10.30 Hl. Messe, 13.30 Andacht.— Eppel- heim: 7/ hl. Messe, 0 Hochamt, 10.30 Hl. Messe.— Kirchheim: 7 hl. M., Amt.— Rohrbach: 7 hl. Messe, 9. Amt, 10.30 hl. Messe.— TR· Krankenhaust hl. M., 6.16 Ammt. Donnerstatz, 16. Junt(Wronlelchnama⸗ test). Jesuttenkirche: 6, 7, 6 Hl. Mesge, 9.16 Hochamt u, Frozesslon 1. d. Kirche; 20 Vesper. ⸗ St. Anna: 7.10 hl. Messe, 14.30 Andacht. St. Bontfasz: 6, 7 hl. Messe, 0 Hoch-⸗ amt mit Prozesston durck d. Stra⸗ ben(bet Regen 10 Uhr hl. Messe), 11 hl. Messe, 30 Vesper.— Akad. Krankenhaus(Hospitalstr.): 6,30 Hl. Messe, Prozesston in St. Bontfaz.⸗ St. Rafael: 6.30 Hl. Messe, 6 Hoch- amt mit Prozesston, 11 hl. Messe, 20 Andacht.— Kapelle Chir. Klin.! 7.40 Hochamt, Prozesston in St. Rafael.— St. Vitus: 6 und 7 hl. Messe, 9 Hochamt mit Prozesston Aurch die stratzen; 11 hl. Messe, 20 Andacht: 16 Gemeindefeter.— St. Albertt 6.16 hl. M., 7.16 Hoch- amnt, PFrosesston in St. Bontfas, 11 Hl. M., 30 Vesper.— Wieblingen: J.30 hl. Messe, 6.930 Hochamt und PFrosesston, 13.30 Andacht, 16 Ge- meindesteter.— Eppelhelimt 6 hl. Messe, 7.30 Prosesston, anschlteſßd. Hochamt;: 10.30 Hl. Messe, 20,30 An- dacht.— Kirchheim: 6.30 Hl. Mesge, HAmt mit PFrosesston 1. d. Ktrche, 10.30 Vesper.— Kohrbacht 7 hl, Messe, 9 Hochamt und PFrozesston Aureh die Stralſen, 30 Andacht.— ITR⸗ Krankenhaust 6 hl. Messe, 6 Hochamt.— St. Laurentius, gchlter⸗ bacht: hl. Beicht: Samstag ab 17 U. Drettaltiglcettssonntaß 6 Uhr Hoch⸗ amt, 11 Uhr Singmesse. Mittwoch: Bl. Heteit 1) Uhr, Fronletchnam: Hochamt u. Froresston, 11 Sing⸗ messe, 90 Andseht.— Abtel Nou⸗ burgt Dreitaltigkeltssonuntag: 6,416 Und 7/ hi. Messe, Pfarrmesse, 9.90 Konhventaragt, 16 Lespor Fron ltehhnaäm!: 6.10 Ufr 7 hl. Me8e, 7.80 Konventamt, 9.40 Hl. M., 16 Vesper⸗ Alt-Katholischer Gottesdienst Erlöserkirche(Plöck 44): Sonntag, 10 Uhr, Hl. Amt, Predigt. Evangelische Gottesdienste 12. Juni, Trintitatis. Notopter fur die Bad. Landeskirche. Samstag, 20 Christusk. Wochenschl.- Gebetsgottesdienst. 20 Heiliggeist Abendmahlsgottesdienst. Schlink. Sonntag: Hetliggeist 9,30 KFintüh⸗ rung d. Ptr. Kühlewein. Kreis- dekan Maas. Providenzk. 9 Hauß. 11 Christenl. Peterske,: 10 Lic. Plö- ger. Hl. Abendmahl, 9.30 Beichte. Christusk. 9.30 Jung, Lutherkirche 9.30 Waeltner, 9 Christenl. Wie- landheim 6.30 Schloer. Bergkirche 10 Kühne, 11 Christenl. Pfaffengr. Christenl. fällt aus. 9 Am Markt Semeindeaustlug, 9.30 Pberle, Ak. Klinik 9.30 Peschel. Chir. Klinile 9 von Wanzelin. Johannesk. 9.30 Steinmann, 11 Christenl, f. beide Ptarreten. Friedensk. 9.30 Vogel- mann. 13—19 Uhr: Bazar der Ev. Gemeindeſugend im Kindergarten Mühltalstraßhe 16, 20 Uhr: Jahres hauptversammig, des KEv. Kinder-⸗ Hartens im Konflrmandensaal der Kirchie. Melanchthonk. 9.30 Däub- Un, 10.46 Chrtstenl. Mädch,. Kirch⸗ eilm 9.30 August, 10.46 Christenl. Mädchen, 19.30 Hardtstr. Kreuzk. 9.J0 Meyver-Fredrich. Ziegelhausen 9.30 Kraftt. Karl-Ludwig-Straßhe 6 14.30 Gottesd. für Schwerhörige u⸗ Gehörlose, Stöckklin. Wochen⸗ Kottesd.: Mittwoch, 30 Christusk. 20 Lutherkirche, 20 Pläche 66 Hlg. 1. Burgweg 8 Hlig. II. Gespr. mit der Bibel. 80 Rohrb. Behelfsic, 20 Kirch- heim Hardtstr.— Donnerstag: 20 Kärt-Ludwig-Str. 6. 20 Johannesk. 20 Klrchh., Kont.-Saal.— Evang. Stud.-Amde, 20 Neuenheim, von Sampenhausen, Galater 6. EV. Kapelle, Plöckt 40: Sonntag, 12. 6., 9.30 Uhr Rieker, 10.46 Uhr Jugend- Hottesdtenst. Donnerstag, 30 Unr, Hibelstunde Vereinshaus). Evant, luth. Gemeinde Meldelberx, Pläche 66: Sonntag, 13. 6., 9.90 Unr Predigt, Ptarrer Wilken, Kinder- Unterweisung. Bonnerstaß, 16. 6., 1 Uhr: Lichtbilder-Vortraßt Über „Geschichte Jertchos mit Aus⸗ Hrabungen“. Handhausent Sonntagz, 13, 6.(Print⸗ tatistest): 9 Uhr Gottesdtenst(Kir⸗ Senchor Notopfer t. Junt), 10.16 Kindertottesdl., 1s Uh⸗ Christenl. Donnerstag, 16. 6.: 80,0 Uhr letzte Hibelstunde über Josuis. Feter des Nie, Khoſheim n(Röme; 9.30 Uhr Gottesdtenst. Ae 0 Belte 16/ Nr. 16/17/ Samstagꝶ/ Sonntag. 11½/ö12. Juni 1949 Nach schwerer Kranlcheit ist mein guter, treubesorster Mann, Bruder und Schwager Gustav Schies Qastwirt allzu rasch im Alter von 61 Jahren von uns gegangen. In tlietet Freascer: Mina Schies geb. Mayer und Geschwister Alois Schies und Frau mit Sohn Gastwirt„Zum Stall“ Eugen Trinkle und Frau geb. Schies mit Tochter Heidelberg, den 10, Juni 1049. Waldschänke, Hlg. Berg Beerdigung am Montag, dem 18. Juni 1948, um 15 Unr, sut dem Bergtriedhot. Statt Karten! Fuür die überaus herzl. Anteil- nahme, für die s0o zahlreichen Kranz-— und Blumenspenden und für die trostreichen Worte beim Heimgang meines lieben Mannes, Vaters und Schwieger- Vaters Adolt Berg I. städt. Konzertmeister sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Josephine Berg geb. Weizsäcker Heidelberg, den 10. Juni 1949 Keplerstraſße 67 Hornliohen Dank fur die vielen Beweide kreuen CGedenkens zu mein, 75. Geburtstag Konrad Arnold Wir, denken recht herzlich för die anlößlich unseref Vermählong öber⸗ mittelten Glockwönsche und Aufmerk⸗ somkeiten Josef Gund und Frau Serdo geb. Walz 20ie Eltern Heldelberg-Wieblingen, im Juni 1949 Schosterstretze 10 Ei 2 LE IIEI Bienenstrable 6, Tel. 5431 Neue Sprechzeiten: Montag—PFreitag: 9—10, 3—6 Sumstag 10 19 Uhr Labor und Bestrahl. Aht. Montag—Freitag: 9—12, 2—6 Zu allen Ers.-Kassen zugeſassen Mit Linie 11 bis Kranichweg, dann den Schildern nach zur Möbelausslellung des Sozialwerks für Wohnung und Hausrat, Gemeinnützige G. m.b.H., Heidelberg-Pfaffen- KHrund, Ptauenweg 2, Stedlung des Hvangelischen Hilfswerks. Geöftnet bis g. Julit 1940 täg⸗ lick biss 20 Uhr. intritt kostenlos. Sye Knn)SLn- Alles Weitere machen Wir in Frieddensmäfziger RuusfilRAung Photohaus WihIIEeng Maldelherg, Hauptatrals 107, Teoleton 32 11 Vefransfalttuggen 4. Serenaden-Konzert am Mittwoch, den 16. Juni, 20 Uhr, Schloßhof(hei Ungünstiger Witterung im Königs- saal). Felix Mendelssohn-Bartholdy, Hebriden-Ouvertüre; Lieder mit Orchester; Franz Schubert: Sym- pPhonie h-moll(die„Unvollendete“); Lleder m. Orchest.; Ludw. Thuille: Romantische Ouvertüre, Das Städt. Orchester, Leitung: Ewald Linde- mann; Solist: Theo Herrmann (Tenor),. Karten zu DM 1.50, 1.— in den bekannten Verkaufsstellen. Anläslich der Fachtagung des In- stituts der WiIrtschaftsprütfer in Heidelberg spricht in einer öttent- lichen Veranstaltung Wirtschatts- Prüfer Dr. Albert Meler, Baden- Baden, am 17. Juni, pünktl. 16 Uhr, in der Aula der Universität über:“ „Aktuelle Bilanz- und Steuerpro⸗ bleme vom Standpunkt des Be-⸗ raters der Wirtschaft gesehen“, Karten stehen in beschränktem Unitange zum Preise von DM 3.— zur Verfügung. Schriftliche Vor- ausbestellungen erbet. nach Berg- Straßze 34. ElIy Ney— Stroß-Quartett: Don- nmerstag, den 23. Juni, 19.30 Unr, im Capitol: Schubert Forellen- Quintett), Beethoven- Quintett, Schumann ⸗Quintett. Karten z2u 1.— bis 4.— DM in den bekannten Verkaufsstellen. Höühen-Restaurant Am Sonntag, dem 12. Juni 1040 Terrassen-Einweihung Beginn 10 Uhr morgens mit Unterhaltungs-Konzert Fur Speisen und Getrünke ist reichlich gesorgt. Es ladet freundlichst ein Familie Altred Wolt. — Ctädtische Bühnen Hleidelberg Samstag, 11. Junt, Stadttheater, 17.00—22.15 Uhr:„Die Meister⸗ singer von Nürnberg“, von Richard Wagner. Sonntag, 12. Junt, Stadttheater, 19.00—23.00 Uhr: Gastspiel der Städtischen Bühnen Freiburg 1. Br.:„Der seidene Schuh“. Häandlung in vier Tagen von Paul Claudel. Gastspiel in Karlsruhe:„Die Groſiherzogin von Gerolstein“. Montag, 13. Juni, Stadttheater, 19.30—22.30 Uhr: 11. Vorstellung Miete F und freier Verkauf:„Die Groſtherzogin von Gerol- stein“. Buftooper von Jacques Oftenbach. Dienstag, 14. Juni, Stadttheater, 19.30—22.30 Uhr: 12. Vorstellung Miete A und freier Verkauf:„VDie leichten Herzens éind“. Schauspiel von Emlyn Williams. Mittwoch, 16. Juni, Stadttheater, 19.30 bis 22.30 Uhr: Finmaliges Wiederholungsgastspiel Städt. Theater Mainz:„Schmutzige Hände“, Ein Stück von Jean Paul Sartre. Donnerstas, 16. Junt, Stadttheater, 17—22.15 Uhr:„Die Meister- singer von Nürnberg“, Oper von Richard Wagner. Freitag, 17. Junt, Stadttheater, 19.30—22.30 Uhr: 11. Vorstellung Miete M und treier Verkauf:„Die Grofherzogin von Gerol- stein“. Buffooper von Jaques Offenbach. Schloßhof oder Königssaal, 20— 22.30 Uhr, Neuinszenierung: „Der Widerspenstigen zünmung“ von William Shalcespeare. Samstag, 16. Juni, Stadttheater, 19.30— 22 Uhr: Gastspiel Curt Goetz, Valerie v. Martens, Hans Leibelt und Ensemble:„Das Haus in Montevideo“, Eine moralische Komödte von Curt Goetz. Sonntag, 19, Juni, Stadttheater, 14.15—19.30 Uhr: Einmalige Frem- denvorstellung außer Miete:„Die Meistersinger von Nürn⸗ berg“. Oper von Richard Wagner. Stadttheater, 20.30—23 Uhr: Gastspiel Curt Goetz, Valerie von Martens, H. Leihelt u. Ensemble:„Das Haus in Montevideo“. Schloßhof od. Königssaal, 20—22.30 Uhr:„Der Widerspenstigen Zünhmung“ von William Shakespeare. Montag, 20. Juni, Stadttheater, 19.30—22 Uhr: Gastspiel Curt Goetz zugunsten der Medizinischen Fakultät der Univer- sität:„Dr. med Hiob Prätorius“., Komödie von Curt Goetz. Vorverkauf an der Theaterkasse(Telefon 2519) täglich von 11 bis 13 Uhr und 17 bis 19 Uhr; sonntags von 11 bis 13 Uhr und eine Stunde vor Beginn der Vorstellungen sowie in der Städtischen Konzertzentrale, Heidelberg, Soflenstraße 7. Wi, haben unsere Seschäftardume nuch Mannheim, P 2, 12 im Hause der Allgemeinen Bankgesellschaft (trüher Dresdnet Banle) vVorlegt.— Fernsprecher 41 478 Treuhuand Kurpfalz f. z. Revision, Bilanzierung, Steuerberatung, Vergleichsverfahren Umzge Beilaclungen Kleintramsporte von und nach allen Richtungen mit modernem Nuatomödbelwbaucgenzuig J. Kratzert': Möbelspedition, Heidelberg Bahnhofstraſle 7 Telefon 3150 Tageblati Langerwartet— endlich da! eid Sarbo in ihrer Glanzrolle als DIDOCSCBRKAH mit Melvyn Douglas, Fel. Bressart, Ina Claire, Alexänder Granach.— Ein Metro-Goldwyn-Maxer-Film 1. deutsch. Sprache. Regle: E. Lubitseh Anfangszeiten: Täglich 13.00, 15.10. 17.30, 10.50 Uhr. Freitag, Samstag u. Sonntag auch 22.00 Uhr. Vorverkauf: Zigarrenhaus Grimm, Bismarckpl. und ab 12 Uhr an der Kasse für den gleichen und den nächsten Tag. Odeon-Lidhlspiele Heidelberg „Die Zaubergeige“ Ein zauberhaft schöner Musikfllm mit Will OCuadflieg, Gisela Unlen, Eugen 4 2 P. e Arlbert Wüscher, Hans Leibelt, P. Henkels, Helga Zülch und viele andere sehr bekannte Darsteller. Tagl. 12.30, 14.30, 16.30, 18.30, 20.30 Uhr Samstag und Sonntag auch 22.30 Uhr. Kassenöffnung 13.30 Uhr. Sonntag Beginn 14.30 Uhr. Hammer Lichlspiele Heidelberg KHauntstrane 88, Fernspr. 3550 Paul Dahlkte, Gerty Soltau, Rainer Penkert „Menschen in coues Hand“ Drei junge Menschen zwischen Schicksalhafter Pflicht und ent- tesselter Leidenschaft. Tägl.: 13.00, 15, 17.00, 19.00, 21.00 Uhr Freitag, Samstag, Sonntag 22.50 Uhr Spätvorstellung „Die Wendeltreppe“ Der spannendste und erregendste Kriminalfilm der letzten Jahre. Bahnhofstraßle 9 Ruf 2657 Ein Triumph der heiteren Flimkunst Der himmlische Walzer Wiener Schönhelt und Charme in einem beglückenden Lustspiel mit Elfie Mayerhofer, Paul Hubschmid, inge Konradi, C. Jürgens, P. Kemp. Beg. 9.00, 11.15, 13.30, 15.30, 17.30, 19.30 21.30. Sonntag ab 18.3. Uhr. Haltestell 44hhlTi“' Dalterellt Hauptstraßze 146, Tel. 5048 Heute und folgende Tage! Spannend! Ein Kriminalroman! Al Läter t unter dus mit P. Dahlke, Margot Hielscher, Gabriele Reismüller, Fritz Odemar. Kassenöffnung Freitags u.Sonntags 11.30 Uhr. Beglnn: 12 30, 14.30, 16.30, 18.30, 20.30 Uhr. Kassenöffnung andere Wochentage: 10.00 Uhr., Beginn: 10.30, 12.30, 14.30, 16.30, 18.30, 20.30 Uhr. Münltalstr. 38 Bachlenz Telefon 2²²7 Das reizende und beschwingte Fllmlustspiel Ein Mann fũr meine Frau m. Magda Schneider, Joh. Riemann. Beiprogramm: Wäelt im Film. Anfangs- zeifen;: Tägl. 20.30 Uhr, Samstag, Sonn- und Feierfags I8. 30, 30.30, 22.30 Ohr. eieeteeei üe..1.1!1!]%%,%l.ñ!tñũ%0ĩ᷑ñ1ñ.... 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