Monlag, 14. Nov. 1949 Erscheint täglich auſler sonn- und telertags. Bezugspreis monatl. DM 2.50 zuzügl DM 0.40 Trägerlohn PFostbezieher monatlich DM 2.90 (einschl. Zeitunssgebühr) zuzüglich Zustell- gebühr.— Anzeigenpreis: Ispaltig- d4d mm breit DM 0.40 per min nach Preisliste Nr. 8. 56. Jahrgang des Heidelberger Tageblatts Tageblalt UD NABIINOIOFE HEIDELBERGRERZIEITUNG Acheson Gast der Bundesreqierung beim Bundespräsidenten./ Einstündige Unterredung mit Dr. Adenduer Der amerilanische Außenministor Bonn. Auffenminister Acheson traf am Sonn- tag um 11.45 Uhr zum angekündigten Besuch des Bundespräsidenten und der Bundesregierung in Bonn ein. Er wurde von Bundesltanzler Dr. Kon- rud Adenauer, Vizekanzler Blücher, Bundesmini- ster Seebohm und Ministerialdirigent Dr. Blan- kenhorn auf dem Sonderbahnsteig empfangen. Unmittelbar nach seiner Ankunft wurde Ache- on vom Bundespräsidenten Prof. Dr. Heuſß auf Acheson in Heldelberg Der amerikanische Auflenminister unter hohen Oftisieren der US-Army im Schloßhotel. der Viktorshöhe empfangen. Auf der Fahrt dort- hin begleitete ihn der Beifall der spalierstehen- den Bonner Bevölkerung. Zu Beginn der etwa eine halbe Stunde dauernden Unterredung über- hrachte Acheson dem Bundespräsidenten die Grüße des Präsidenten der Vereinigten Staaten. Der Bundespräsident begrüßte es besonders, daß Acheson auch Berlin besuchen wolle. Acheson erklärte bei dieser Gelegenheit, daß die Berlin- Frage ein schwieriges Problem sei, das nicht ullein durch die Deutschen, sondern nur durch die ganze Welt gelöst werden könne. Auch die Flüchtlingsfrage wurde erörtert, wobel Acheson darautf hinwies, daß er bereits durch den Hohen Kommissar MecCloy über dieses Problem unter- richtet worden sei. Prof. Heuſß dankte dem amerikanischen Außzen- minister für die bisherige Hilfe der Vereinigten Staaten. Er wies ferner auf die Bedeutung des kulturellen Austausches zwischen den USA und der Bundesrepublik hin. Vor allem regte er um- ktangreichere gegenseitige Studienbesuche an. Nach dem Empfang beim Bundespräsidenten begab sich der amerikkanische Außenminister Wie⸗ der nach Bonn. Auch auf der Fahrt durch Godes- berg wurde er von der Bevölkerung mit Beitall begrüßt. Im Hotel Königshof in Bonn gab Bundes- Kkanzler Dr. Adenauer in kleinstem Kreise ein Essen für die amerikanischen Gäste, Im Anschlußd daran begann im Bundeskanzleramt die vorge- tzehene Besprechung zwischen dem Bundeskanzler und dem amerikanischen Außßenminister. Die persönliche Aussprache zwischen dem ame- Fikanischen Außenminister Acheson und Bundes- kanzler Dr. Adènauer in der Bonner Bundes- kKanzlel dauerte eine Stunde. In dieser Zeit führ- ten Vizekanzler und ERP-Minister Franz Blücher und der amerikanische Hohle Kommissar MecCloy gowie der Unterstaatssekretär im amerilkanischen Außlenamt Perkings eine gesonderte Unterredung. Bundeskanzler Dr. Adenauer Aäußerte im An⸗ tzchluß an die Unterredung mit dem amerilcani- tchen Auſflenminister, daßß die Aussprache in treundschaftlichem Gelst getührt worden sel, Der amerikanische Außhenminister habe auf die Be- deutung Westdeutschlands innerhalb der euro- päischen Völkerfamilie hingewiesen und den Willen der USA unterstrichen, der Bundesrepu- blik bei hrem Wiederaufbau zu helten. Nach der Unterredung mit Bundeskanzler Dr. Adenauer fuhr der amerikkanische Auſlenminister nach Godesberg zu einem Empfang, den der Bundeskanzler zu Ehren der amerikanischen Güäste in der Redoute gab. Acheson wurde, wie auch nuf seinen anderen Vahrten in Bonn, von einer Bonderstaffel wellhgekleideter deutscher Poli- zisten auf Motorrüdern begleitet. Nach dem Staatsempftang in der Godesberger Redoute gab der amerikanische Außenmüinister vor der Presse eine Kkurze Erklärung ab, Er wies daraut hin, dall er nach Deutschland gelcommen sel, um die politisch führenden Persönlichkeiten der Bundesrepublik kennen zu lernen. Er habe die Bundesregierung über die Pariser Konferenz unterrichtet, Die Außenminister der Westmächte hätten sich darauf geeinigt, den Hohen Kommis- saren große Vollmachten einzuräumen. Damit könnten erhebliche Fortschritte erzielt werden. Es sei der Wunsch der Vereinigten Staaten und der anderen Westmächte, sagte Acheson, soviel wie möglich zu helfen, um zur Lösung der Schwierigkeiten deutscher Probleme beizutragen. Die wahren Leistungen müßten vom deutschen Volk vollbracht werden. Die amerikanische Re- gierung wolle der deutschen Regierung nicht einen amerikanischen Willen auferlegen. Wach dem Staatsempfang fuhr der amerika- nische Außenmminister mit seliner Begleitung, gefolgt von Bundeskanzler Dr. Adenauer und Vizekanzler Blücher, zu seinem Sonderzug im Bonner Bahnhof. Die Wagenkolonne traf dort bereits zwanzig Minuten vor Abfahrt des Zuges ein. Acheson fuhr mit seinem Wagen auf dem Sonderbahnsteig bis an seinen Zug heran. Er Eing aber nochmals auf die Freitreppe des Bahn- hofs zurück, vor der sich eine vieltausendköpflge Menschenmenge angesammelt hatte. Im Blitz- Uchtfeuer der Reporter grüßten Acheson, MeCloy, Bundeskanzler Dr. Adenauer und Vizekanzler Blücher die begeisterte Menge. Dann unterhielt sich der amerikanische Außenminister im Son- derzug noch etwa zehn Minuten mit den deut- schen Politikern, Pünktlich um 18 Uhr rollte der Sonderzug mit den amerikanischen Gästen aus dem Bonner Bahnhof. Bundesregierunꝗ nicht mehr Befehlsempfänger Erste Ergebnisse der Pariser Konferenz werden sichthar London. Die konservative Londoner„Sunday Tiemes“ stellt am Sonntag fest, daß die deut- sche Bundesregierung jetzt ein Verhandlungs- Päartner und kein Befehlsempfänger mehr ist. Die im Anschluſf an die Fariser Konferenz stattfindenden Verhandlungen der Bundesregle- rung mit der alliierten Hohen Kommission wür⸗ den in einer neuen Atmosphäre beginnen, die von der Anerkennung der Tatsache ausgehen, „daß die neue deutsche Regierung eine Körper- schaft ist, mit der man eher verhandelt, als da man ihr Befehle erteilt“. Die Hohen Kommissare seſen ermüchtigt wor- den,„die Liste der verbotenen Industrien im Licht der gegenwürtigen Sicherheitserforder- nisse und der Rüstungsentwicklung erneut zu Uberprüten“. Sie seien auch ermächtigt, über das Schicksal derjenigen Werke erneut zu ver- handeln, die als überflüssig für die Bedürfnisse der deutschen Friedenswirtschaft bezeichnet worden waren.„Es ist nicht beabsichtigt, Deutschland mit eigenen Streitkräften auszu- rüsten“, fügt das Blatt hinzu. Schuman über Deutschland Metz.„Deutschland muſß den ihm in Europa zustehenden Platz erhalten, aber nicht mehr“, sagte Außlenminister Schuman am Sonntag in Montigny beili Metz bei einer Feierlichkeit zum Jahrestag der Befreiung dieser Ortschaft. Deutschland müsse schon aus geographischen Gründen in die europäische Völkerfamilie auf- genommen werden. Gemischte deutsch-alliierte Britische Zeitung stellt neue Atmosphure fest Bonn. Zwischen Bundesleanzler Dr. Adenauer und den drei Hohen Kommissaren wird am Dienstagvormittag eine Unterredung über die Pariser Beschlüsse der Auflenminister stattfinden. Dabei soll die Generallinie für künftige Ver- handlungen zwylschen der Bundesreglerung und der Alliterten Hohen Kommisslon festgelegt Werden. Wie am Sonntag in Bonn belcannt wird, soll der amerilcanische Außßenminister Acheson in seiner Aussprache mit dem Bundeskanzler und Vertretern der Bundesregierung bereits vor- geschlagen haben, eine gemischte deutsch- Alliierte Kommissſon zu bilden. Diese Kommission aus deutschen, amerikanischen, bri- tischen und französischen Sachverständigen solle die Beendigung der Demontagen unter Berück⸗ sichtigung der französischen Sicherheit erörtern. Von deutscher Seite wird erwartet, daß die Alliierten bereit sein dürften, einen Demon- tagestop zum 1. Dezember bei den Anlagen zu verfügen, die auf der Liste„B“ der inter- allilerten Reparatlonsagentur stehen. Die Demon tage von Betrieben der Gruppe„A“ solle da- gegzen fortgesetzt werden. Die Liste„A“ umfaßt ausschließlich Rüstungsbetriebe. Auf Liste„B“ stehen Betriebe, die auf Kriegsproduktion um- gestellt worden waren. Für dieses Entgegen- kommen werde von alliterter Seite von den deutschen Gesprüchspartnern die Anerkennung des Ruhrstatuts durch Benennung eines offlaiel- len deutschen Vertreters und die Mitarbeit an den alliierten Sticherheitsbestimmungen erwartet. Nach Meinung unterrichteter Bonner Kreise dürtte bei den deutsch-alliierten Verhandlungen auch das Problem einer europälschen Wirtschaftsunion und eines verstärkten deutschen Außenhandels besprochen werden, wo- beil der Bundesreglerung möglicherweise zuge- standen werde, eigene konsularische Handels- Vertretungen im Ausland zu errichten. Schließlich dürfte auch über gewisse wirtschaft- lie und flnanzielle Zugeständnisse Deutschlands an Frankreich und die Beneluxländer verhandelt werden. Verlag u. Heidelberger l., Heidelberg. Ver- Ia Tasse 10—24. Tel. 20 Deto— Wimen schmit-Jerd 93 4e 4464 Chefredand 9 Silex Unsere Meinun9 Verteidigung an der Elbe Nach einer Meldung der Deutschen Presseagen- tur aus Washington, die sich auf dortige dip— matische Kreise beruft, soll die amerikanisd 6 Regierung beschlossen haben, die Westeuropäische Verteidigungslinie an der Elbe aufzubauen, also nicht erst am Rhein, wie man so oft gehört und gelesen hat. Als Grund wird die sowjetische Ex- pansion angegeben, wie sie mit der Ernennung des Sowjetmarschalls Rokossowski zum polnischen Oberbefehlshaber bestätigt sei. Die Meldungen über dieses Thema, die laufend die Weltpresse beschäftigen, spielen in den Kombinationen über die Pariser Konferenz eine ziemlich große Rolle. Der britische General Fuller schlägt in einem militärischen Kommentar die Aufnahme Deutsch- lands und Spaniens und möglichst auch noch Ju- goslawiens in die Westunion vor, um damit die Ueberlegenheit der Sowjetunion an„Menschen- material“ auszugleichen. Wenn wir diesen Aus- spruch dankend und entschieden ablehnen, 80 überrascht es uns doch keineswegs 2u hören, daſʒ Westeuropa und damit die westliche Welt über⸗ haupt nicht am Rhein, sondern an der Elbe ver- teidigt werden soll. Im Gegenteil, wir halten das kür ganz selbstverständlich. Wozu sollte man sich sonst— um nur einen Punkt zu erwähnen—, 80 umfangreiche und schwierige Gedanken über das Ruhrgebiet und seine unersetzliche Rolle in West- europa machen, wenn die Pläne der General- stäbler dahin gingen, es überrennen zu lassen? Andere Meldungen, die schon von einem schritt- welsen Wiederaufbau der deutschen Wehrmacht berichteten, wurden in Frankfurt von einem Spre- cher der Hohen Kommission als„völlig aus jeder Diskussionsmöglichkeit fallend“ prompt demen- tiert. Aus den vielen Berichten und Kombina- tionen ziehen wir es vor, eine Information des Londoner„Observer“ herauszugreifen, in der di- rekte deutsch-französisch-aAmerikanische Bespre- chungen Über ein Bündnis zwischen Deutschland und Frankreich als unmittelbar bevorstehend bezeichnet werden. In dieser Information liegt immerhin ein gesunder Sinn für Realpolitik, wenn auch noch viel Wasser die Seine, den Rhein, die Elbe und die Oder herabfließen wird, bevor aus den„Erbfeinden“ die Erbverbündeten werden. Der Schatten Hugenbergs Die Erklärung der SPD-Fraktion zur Pariser Außenminist rkonferenz erweckt leider den tief- traurigen Eindruck, daß es bei uns eine parla- mentarische Opposition gibt, die einen außen- politischen Mißerfolg der Regierung begrüßen würde oder gar wünscht. Bevor noch der Bundes- kanzler über das Pariser Ergebnis unterrichtet ist, glaubt die SPD-Fraktion zu wissen, daſß die Franzosen die Linie ihrer„rücksichtslosen Na- tionalpolitik“ konsequent weiter verfolgt hätten, daſß der französische Außenminister Schuman kein Entgegenkommen gezeigt habe, daß die französische Außßenpolitik„zweifellos eine starke französische Hegemonie“ in Westeuropa erstrebe und daß die Angebote Dr. Adenauers„ein Schlag (Fortsetzung Seite 2) Vor Bündnisgespräch Deuischlond-Frankreich Verhandlungen über engere Verflechtung der Industrie bevorstehend London. Direkte deutsch-französisch-amerika- nische Besprechungen Über ein Bündnis zwischen Deutschland und Frankreich, das sich auf die enge Verflechtung der Schwer⸗ industrie beider Länder stützen würde, kündigte der Londoner„Observer“ am Sonntag als un⸗ mittelbar bevorstehend an. In einem Bericht des Blattes aus Bonn heiſſlt es, dlese Besprechungen würden sich an die Verhandlungen zwischen der Bundesregierung und der alliierten Hohen Kommission anschlie- Ben, die von der Pariser Konferenz vorgesehen wurden. In diesen Verhandlungen würden der internationale Status Deutschlands, die Sicher- „Tito getfährlicher als alle Atombomben der USA“ London. Tito stelle eine gefährlichere Bedro- hung kür die Sowietunion dar als alle Atom- borniben der Vereinigten Staaten, schreibt der Labour-Abgeordnete Richard Croßhman in der Londoner„Sunday Pictorial“, Wenn sich die von Tito ausgehende„Anstrengung“ zu weit aus⸗ breitet, könnte Stalin möglicherwelse die So- Wletarmee gegen ihn einsetzen. Der Westen sollte einen sowietischen Angritt auf Jugoslawien durch die Zuslcherung verhindern, dall er Tito sofort zur Hilte eilen werde. Dles aber sel schwierig, fährt Croſñlman fort. Tito zei ein Kommunist von reinstem Wasser, und die Amerikaner selen davon Überzeugt, daſl das Zlel ihrer Außhenpolitile die Verteidigung der Demokratie gsegen den Kommunismus ist. Vatilcan glaubt an neue Prlesterverfolgung in der Tschechoslowalcel Vatikan. Rine neue Welle der Verfolgung Katholischer Priester in der Tschechoslowalcel sagt ein Sprecher des Vatikans voraus. Die Nachricht, dab die tschechoslowakische Regle- rung eine Amnestle tür 169 Priester erlassen hat, sei beim Helllgen Stuhl mit gemischten Gefuhlen uufgenommen wordlen. Dadurch, dab die Reglerung jetzt die Forderung der Katholi⸗ schen Hlischöte abgelehnt habe, in den von den Prlestern zu leistenden Treueld eine Vorbehalta⸗ tormel aufzunehmen, habe sle ihre wahre Ab- sicht enthüllt.„Das Prager Regime will unter den Katholiken der Tschechoslowakel nur Ver⸗ wWirrung anstiften“, fügte der Sprecher hinzu. Die Bischöfe hatten für die Eidesformel den Zusatz gefordert,„Vorausgesetzt, daß dies nicht ium Wiederspruch zu den Gesetzen Gottes und der Kirche und den natürlichen Rechten des Menschen steht“. Spanischer Dampfer im Bristol-Kanal gesunken London. Der spanische 3500 Tonnen große Dampfer„Monte Gurugu“ ist am Sonntag im Bristol-Kanal gesunkten. Nach dem 808-Ruf, der von anderen Schiflen und Funkstationen der Küste von Devon aufgefangen wurde, befand sich das Schiff zwischen der Insel Lundy und Kap Hartland. Der britische Dampfer„Fort Frederica“ funkete, er habe das Schiff brennend sinlten sehen. Spüter berichtete der Tanker, er habe die Rettungsboote der„Mante Gurugu“ nicht fluden kKtönnen und seine Suche aufgegeben. Rettungs- boote der Küstenstationen Iltracombe und Apple⸗ dore brachten bisher 21 UVeberlebende und sechs Tote an Land. heitsgarantien und die Demontagefrage erörtert Werden. Bundeskanzler Dr. Ardenauer soll, wie der „Observer“ berichtet, in seinem letzten Memo- randum an die drei Westaußenminister den Wunsch zu einer Verschmelzung der deutschen und der französischen Industrie ausgesprochen haben. Das Blatt spielt auf den bereits am g9. November von der„Baltimore Sun“ veröt⸗ tentlichten Vorschlag von Dr. Adenauer zu fran- zq68ischen Interventionen in der deutschen In⸗ dustrie an, indem es schreibt, der Bundeskanz- ler habe insbesondere eine FErhöhung des Kapi- tals der Vereinigten Stahlwerke um 300 Millio- nen DM vorgeschlagen. Dreiviertel dieses Be- trages sollen im Ausland aufgebracht werden. 1* Tab. Der Gedanlce eines deutsch-französischen Bündnisses, das sich vor allem auf den wirt⸗ schaftlichen Grundlagen der beiden Nachbar- länder aufzubauen hätte, war bereits vor etwa einem Jahr von dem französischen Publizisten Maurice Duverger in der Pariser Zeitung„Le Monde“ vertreten worden. Es ist auch bekannt, daſ der gegenwärtige französische Hohe Kom- missar, André François-Poncet schon längst vor selner Ernennung zum Botschafter Frankreichs un Berlin im Jahre 1931 ähnliche Gedanken ge- Uußert hat. Deutsch-französischer Handelsvertrag schon am 1. Januar 1950 Bonn. Bundeswirtschaftsminister Prof, Er⸗ hard sagte einem dpa-Vertreter nach Rück⸗ kehr von Paris am Sonntag in Bonn, daß noch im November Verhandlungen über einen Han⸗ delsvertrag zwischen der Bundesrepublile und Frankreich statttinden würden. Der neue Han⸗ delsvertrag soll voraussichtlich am 1. Januar 1950 anlauten und sleht einen Warenaustausch mit einem Gesamvolumen von 500 Millionen DM Jährlich vor. Der Bundeswirtschaftsminister wleg darauf hin, daß damit zum erstenmal zwischen der Bundesregterung und einem auswürtigen Staat Handelvertragsverhandlungen geführt wer— den, ohne daß sich alliierte Stellen in Deutsch⸗ läand elnschalten, Selte 2/ Nr. 171/ Montag, 14. November 1949 ins Wasser“ geworden seien. Die Erklärung der SPD stellt mit kaum verhüllter Freude den Mö⸗ erfolg der„plump-freundschaftlichen Note“ des Bundeskanzlers bei den Alliierten und vor der Weltöftentlichkeit fest und freut sich schon dar- auf, daß der Bundeskanzler„armselig und mit leeren Hüänden“ vor das Plenum des Bundestages treten müsse, Der Ton der Erklärung übertrifft noch ihren Inhalt. Da ist von politischer Schar- latanerie, von Taktiererei, von autoritürem Dün- kel und von unzulänglichen ersten Gehversuchen Adenauers die Rede. Vor den Arbeitern der Opel- Werke hat Dr. Schumacher der Bundesregierung dann noch die Beiworte„pro-französisch, anti- deutsch und Beauftragte der Vereinigten Stahl- werke“ zugelegt. Woher bezieht eigentlich Dr. Schumacher seine Inkormationen über die fran- zö68ische oder englische Außenpolitik? Erst nach der Pariser Konferenz hat ihm die Labour-Partei telegraphisch eine kurze Antwort auf das De- montage-Memorandum geschickt, das Dr. Schu- macher Ende August an die Labour-Regierung gerichtet hatte. Die französische Regierung ist als Koalitionsregierung von den Stimmen der französischen Sozialisten abhängig. Wenn also die Franzosen wie die SPD-Fraktion behauptet, in Paris„rücksichtslose Nationalpolitik“ verfolgt hätten, so wäre das eine Bestätigung mehr für die gewiß bedauerliche Tatsache, daſ dasjenige, Was man früher allein„die Internationale“ zu nennen pflegte, seit dem Ende des Zweiten Welt⸗ Kkrieges wenig Lebenskraft gezeigt hat und daß sich die sozialistischen Parteien in vielen Ländern immer„nationaler“ entwickelten. Stresemann glaubten die andern nicht trauen zu können, Weil der Schatten Hugenbergs über einer deutschen Verständigungspolitik lag. Heute 21- tieren französische Zeitungen mit Vorliebe und aus dem gleichen Grunde die Worte Schumachers, um ihre Regierung zu warnen, sich auf einen deutschen Trick einzulassen, Jakob Kaiser, Bun- desminister für gesamtdeutsche Fragen, nannte in Heidelberg die Reaktion der SPD auf die erste aufenpolitische Aktivität der deutschen Bundes- regierung„erschreckend“, Wir möchten glauben, daſßʒ diesen Eindruck weiteste deutsche Kreise in allen Parteien teilen. Mit Ausnahme natürlich der KpD und SED, die ihre Genugtuung nicht ver- bergen. Sollte es nicht möglich sein, daß aus dieser bitteren Erfahrung bei nur einigermaſßen gutem Willen auf beiden Seiten doch noch recht- zeitig eine Lehre gezogen wird? Sx. — Bundesminister Kaiser in Heidelberg Landestagung des Sozialausschusses der CDU R. Heidelberg.(Eig. Bericht) Es sel die Mei- nung ausgesprochen worden, sagte Jakob Kai- ser auf der Kundgebung der CDU in Heidel- berg-Kirchheim, Minister sollten nicht soviel reden, aber seine Aufgabe im Kabinett erfordere ein steétes Bekenntnis, der Einheit Deutschlands zu diénen und die Anwendung aller demokra- tischen Mittel, um diese Freiheit zu erreichen. Einheit bedeute Verwirklichung der Freiheit Ge- samtdeutschlands. Danében will der Bundes- minister für gesamtdeutsche Fragen aber auch die Verwirklichung der sozialen Gerechtigkeit nicht vergessen, denn Freiheit und soziale Ge- rechtigkeit würden der Bundeèesrepublik auch die entscheidende Anziehungskraft bei allen denen Verleihen, die heute noch außerhalb der Bundes- republik leben müssen. Die Zustände in der Ost- zone seien in erster Linie das Werk einer frem- den Macht, doch habe die SPD der Ostzone und ihr Führungskörper damals die Kapitulation der Opposition Vorgezogen, hätte sie es nicht getan, 80 sähe es heute in der Sowjetzone anders aus. Er würde diese Erscheinungen nicht erwähnen, sagte Jakob Kaiser weiter, wenn die SPD nicht Versuchte, die Union mit der Folitik im Osten zu diskreditieren. Unter den politischen und cha- rakterlichen Versagern der Sowjetzonen-Union sei keiner, der aus der alten Tradition der christ- lich-demokratischen Bewegung komme. Was sich in der Sowjetzone als staatliche Auto- rität vorführe, sei Attrappe und Dekoration. Des- halb könne es auch keine Anerkennung geben. Es gebe im übrigen Realitäten, denen man am besten mit Klarheit und Charakter entgegen- trete. Die Sowjetunion habe vor dem Bekenntnis zur Zivilisation der Freiheit und Würde, dessen erste Forderung freie und unbeeinflußte Wahlen für Gesamtdeutschland seien, haltzumachen. Auf die Verhandlungen der Bonner Regierung mit dem Westen eingehend, erklärte der Minister zurückhaltend, das deutsche Volk werde in den nächsten Tagen erfahren, ob die deutsche Be- reitschaft zur Vertrauenswerbung besonders in der Sicherheitsfrage und die Bereitschaft der Westmüchte zur Mißtrauensüberwindung sich die Waage halten. In der Außenpolitik brauche das deutsche Volk ein einheitliches Handeln von Re- prof. Heuß zur Kriegsgefoangenenhilfe Hamburg. Bundespräsident Prof. Heuſ unter- stützte am Samstagabend über den Nordwest- deutschen Rundfunkèæ Hamburg den Aufruf zur Versendung von Weihnachtspaketen an Kriegs- gefangene. Durch eine Sammelaktion des Roten Kreuzes, des NWDR und der Presse sollen vor allem diejenigen Kriegsgefangenen mit Ge- schenlcen bedacht werden, die keine Angehörigen mehr in der Heimgt haben oder deren An- gehörigen mittellos sind. Pof. Heuß erinnerte daran, daſh es in Rufl- land, auf dem Balkan und auch in Spanſen noch Lager mit deutschen Menschen gibt, die nun teit Jahren auf ihre Rückkehr warten. Viele verzweifelte Briefe von Angehörigen drüngten. Der Staat und seine Körperschaft könnten im- mer wieder nur einen Appell an das mensch- liche Gefühl und an die internationale Rechts- ordnung erneuern.„Neben dem Politischen“, 80 suagte Prof. Heuß,„steht das Seelische. Wir wis- tzen von den Heimkehrern, was der Ruf aus der Heimat draußen für sie bedeutet hat. Und wir wollen und dürfen in diesem Zuruf nicht müde werden, bis der letzte zu uns zurückgekehrt ist.“ Das Denken des deutschen Volkes gelte aber nicht nur jenen, die in den normalen Gefan- genen- und Arbeitslagern zurückgehalten wer⸗ den, sondern auch den ungezählten, die durch irgendeine Art von Gerichtsverfahren ohne eigenes Recht zur Verteidiguntg in allen Ländern verurteilt worden seien und als Verbrecher be- handelt würden, oder in der Ungewißheit der sogenannten Untersuchungshaft auch in west⸗ lichen Ländern heute noch verderben, Sie hätten in den meilsten Fällen in der Zwangslage der Kriegshandlung gesteckt oder seien Opfer von Denunziationen geworden.„Die Rechtslosigkeit, die ihnen auch die normale Verteidigungsmög- lichkeit raubte, ist es, die uns so sehr bedrückt.“ Der Bundespräsident forderte dazu auf, in das Gedenken für Weihnachten auch die ein- zuschließen, die als Heimatlose aus vieljähriger Gefangenschaft zurückgekehrt seien und eine neue Heimat ihrer Seele erst finden würden, wenn wir sie ihnen zu geben bereit seien.„Es liegt an uns allen. Gerade an diesem Weih- naächten die Liebe der Heimat zu ihren Söhnen in die Verlorenheit dringen zu lassen in dem hoffenden Gefühl, daß dies das letztemal sein wird.“ glerung und Opposition. Die letzte Erklärung der SPD-Bundestagsfraktion habe aber einen Ton ge- habt, den man sonst nur von Extremen der Rech- ten und Linken zu hören bekommen hätte. An die christlich-demokratische Arbeiterschaft gewandt, erklärte der Bundesminister, Freiheit und Sicherheit seien die Richtbilder für die Prä- gung einer sozial-wirtschaftlichen Form, Freiheit gegenüber jedem Kommando und Sicherheit vor Massenarbeitslosigkeit und Ausnutzung. Die rich- tige Kombination von Freiheit und Bindung in der sozial- wirtschaftlichen Ordnung sei aus- schlaggebend und hier komme es besonders auf die ausgleichende Mitarbeit der christlich-demo- Kkratischen Arbeiterschaft an. An der Tagung des sozialpolitischen Aus- schusses, der praktische Forderungen der Ar- beiterschaft auf christlich-demokratischer Ideen- welt ausarbeitet, nahmen zahlreiche Delegierte und Güste aus anderen deutschen Ländern teil. Die Arbeit stand mitten im Brennpunkt bedeu- tungsvoller sozialer Fragen. Erfahrene Vertreter beéeschäftigten sich mit Problemen der Sozial- gesetzgebung. Nach dem Referat des Präsidenten der Landesversicherungsanstalt Baden, Dr. Kühn, über die Reform der Sozialversicherung und nach anschließender Diskussion wurde eine Ent- Tageblalf schließung gefaßt, in der die Tellnehmer die Schaffung des Sozialversicherungs-Anpassungs- gesetzes begrüßen, jedoch den Wunsch ausspre, chen, daß die dem Gesetz anhaftenden Mängel beseitigt werden. An der bisherigen Aufsliede- rung in Kranken-, Unfall- und Rentenversiche“ rung soll festgehalten werden, wie die Selbst- verwaltung der Sozialversicherung mit paritä-⸗ tischer Vertretung von Arbeitnehmern und Ar⸗ beitgebern eingeführt werden soll. Weiter wird verlangt, der Ausbau des kassenärztlichen Dien- stes für sämtliche Versicherungsarten gemeinsam zu einem sozialärztlichen Dienst, Gewerkschafts- sekretär Zwingmann(Mannheim) setzte sich in einem Referat mit dem Ausbau der Sozialaus- schüsse auseinander. Die grundsätzlichen Ausführungen von Mini⸗ sterigldirektor Prof. Herrschel aus dem Bonner Arbeitsministerlum beschäftigten sich mit akuten Fragen des Arbeitsrechts, denen sich die Bundes- gesetzgebung gegenübersieht. Die diese Fragen betreffende Entschlieſßung fordert eine baldige Regelung des Mitbestimmungsrechts der Arbeit- nehmer zur Verwirklichung der Wirtschaftsdemo- kratie, die Sicherung der Berufsausbildung und Lenkung für Jugendliche durch staatliche Bel“ hilfen und die alsbaldige Errichtung des Bundes- arbeitsgerichts. Der sozialpolitische Landesaus- schuß schließt sich den auf dem Münchener Ge- Werkschaftskongreß vertretenen Forderungen hin- sichtlich Lohnpolitik und Arbeitsschutz an. RKURZNACHRICHTEN 30 Jahre Internationales Arbeitsamt. Das Inter- nationale Arbeitsamt kann in diesem Jahre auf ein 30jähriges Bestehen zurückhlicken. Aufgabe des Instituts ist die Vereinheitlichung der Sozial- gesetzgebung aller Länder. Zu diesem Zweck kommen alljährlich am Sitz des Instituts die Ver- treter der Regierungen sowie der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen aller Ländèr zusammen, um die laufenden internationalen So- zlalprobleme zu beraten und entsprechende Ab- kommensentwürfe vorzubereiten. Autobus-Verbindung München—Rom. Die ita- lienische Transportgesellschaft Pier Busetti in Rom hat im Zusammenhang mit dem Hl. Jahr einen direkten wöchentlichen Pullman-Dienst München—Rom mit modernsten Autobussen er- ökktnet, der zunächst nur Angehörigen der Be- satzungsmacht zur Verfügung steht. Es sind je- doch bereits Verhandlungen im Gange, damit auch deutsche Rompilger während des Heiligen Jahres diese neue Verbindung benutzen können. Deutsche Holzhäuser für das HI. Jahr. Das Zen- trallcomitee für das Hl. Jahr beabsichtigt, zur Be- hebung der Unterbringungsschwierigkeiten für die Dauer des HI. Jahres 2000 Holzhäuser für Pilger zu errichten. Das bayerische Wirtschafts- ministerium hat das Angebot gemacht, fertige Holzhäuser im Werte von sieben Millionen Dol- lar für diesen Zweéck äut der Grundlage Italieni“ scher Gegenfleferungen zu exportleren. Das Bun- deswirtschaftsttiinisterium hat der italienischen Regierung diesbezügliche Vorschläge unterbreiſtet. „Unterkunktsverzeichnis der Bundeshauntstadt Bonn und Umgebung“. Der Landesverkehrsver- band Rheinländ e. V. in Bad Godesberg hat im Auftrage der Landesregierung von Nordrhein- Westfalen ein neues„Unterkunftsverzeichnis der Bundeshauptstadt Bonn und Umgebung“ heraus- gegeben, das alle Beherbergungsmöglichkeiten in hoflenden Gefühl, daß dies das letzte Mal sein etwa 40 Orten des Raumes der Bundeshauptstadt Bonn mit genauen Preisangaben enthält. Zum 1. Landesvorsitzenden der FDf Baverns wurde Bundesjustizminister Dr. Thomas Dehler am Sonntag von der FDP-Landesversammlung in Wer war Sankt Martin? ü Von R. Lossen Woher stammt St. Martins Volkstümlichkeit? Mit Recht findet der Artikel in Nr. 159 des„Tage- blattes“ den tiefsten Sinn des Festes in der Weckung des Mitgefühls für tremde No t. Die bildende Kunst stellt den Heiligen fast immer als den Reiter dar, der einem nackten Bettler die Hälfte seines Mantels schenkt. Weit seltener erscheint er als Bischof oder Abt. Zahl- los sind dle Bilder und Figuren aus alter und neuer Zelt. Sein Leben schilderte Sulpicius Se- verus, ein Mönch des Klosters in Tours, wWo Mar- tin 25 Jahre als Bischof und Abt wirkte, schon wenige Jahre nachi seinem Tod, der den 60jäh- rigen 397 heimholte. Unter dem Geleit von 2000 Mönchen, vielen gottgeweihten Jungtfrauen und großzen Vollesmassen wurde der Leichnam in Tours beigesèétzt. Das mag zeigen, daſßb nicht bloſß die Tat des jungen Kriegers, der damals noch Katechumene, d. h. noch ungetauft War, sein An- Kinder mit Papierlaſernen Von Manfred Hausmann §ie haben Lüchter, welche leise leben im Innern des veykilllenden Paplers. Inr Gang ist wie ein feierliches Schweben, bie gehn das Haus nicht, nicht den Baum daneben, vie sehn das Licht nur, und das Licht ist ihrs. S§o ziehen gie straßlauf, straſhbab und tragen den Schein durchs Dorf und durch den Abendtoind und ldcheln, wenn sie einen Bogen gehlagen, und singen dann und wissen nicht zu gahen, Wwarum sie singen unck 30 gluchelten sind. Vun schibeben sie hinilber in die Heide. Fin Mond, ein duntelroter, geht voxan, dann ſeommen zwet gans kleinen golden beide, dann glimmt es bunt wie ruνενν,E¶&Gx(-tees Geschmeide und dann hellblau und wieder golden dann. Und ÜUbe, iknen steht in der geringen unc g9rauen Ddmmerung der Sroße Hdr. Hie gehn am Armenhaus voyrhel und schlingen bich sacht zurilche und genn und gehn und singen und mächten, daſ es nie zuende wdr. (Außt dem Sammelhand„Gedichits“, der setzt un WWörkamp⸗Verlatz, Frankcturt/A., erscklenen ist) schen begründete. Martin war 316 oder 317 bei Steinamanger in Ungarn als Sohn eines Kriegs- tribuns geboren, hatte schon mit 10 Jahren sich kür das Christentum entschieden, trotz seiner heidnischen Eltern. Mit 15 Jahren vom Vater in ein Reiterregiment aufgenommen, kam er bald nach Gallien(Amiens). Dort geschah jene Tat. das Mitleid. Erst dann wurde er getauft, verließ mit 20 Jahren das Heer und ließ sich von Bischof Hilarius von Poitiers in den Klerus aufnehmen. Wührend dessen Verbantung in den Orient autf Betreiben der Arianer zog er sich als Einsſedler zurücke, bis ihn Hilarius nach der Heimkehr zu sich rief. Mit seiner Hilfe begründete er das erste große Kloster des Abendlandes, 150 Jahre vor St. Benedilet. Der Ruf seines frommen Lebens bewog Klerus und Volk von Tours, ihn als Bi- schof zu verlangen; mit List und Zwang soll er in ihre Stadt gebracht worden sein. Geweiht wurde er 372; er gründete auch dort an der Loire ein Kloster, aus dem vielftach nach ganz Gallien Bischöfe gewühlt wurden. Martins Einfluß War 80 groß, daß die Kalser Valentinian I. und Maxi- mus ihn nach Trler rilefen. Mit grobem Freimut verurteilteé er dort die Einmischung des Staates in Glaubensirrungen und die Bedrohung der Irr⸗ gläubigen mit dem Tode, Gerechtiglkeit und Milde War der Rat des Heiligen. Als er im Alter von 60 Jahren gestorben wäar, wurde tzein Grab das Ziel zahlloser Pilger. Das Wirken des hl. Martin und seines Klosters tür die Ausbreitung des Christentums im nörd- lichen Gallien und am hein zeigt sich auch heute noch darin, daßb zahlreiche Kirchen ihn zum Pa⸗ tron haben, Im Erzbistum Freiburg sowohl, wWie in Frzbistum Köln gibt es mehr Martinskirchen, als von irgend einem andern Heiligen außer der Gottesmutter Maria. Auch unsere Sprache zeugt noch von dem Fin- fluß St. Martins. Ueber seinem Grab war ein kcleines Gotteshaus entstanden, in dem der Rest des Mantels des Helligen auch aufbewahrt wurde. „Cappa“ hieſh der Soldatenmantel,„cappella“ nannte man den Rest. Zur„Kapella“ des Heiligen Eing die Pilgerfahrt; 30 Wurde das erst zunm Na⸗ men dieses Helligtums in Tours und bald für ulle kKleinen Klrchen, Wo tamer man solche baute, ———— Und weil in dem Kloster zu Tours auch in der Klosterschule Gesang und Musile gepflegt wurde, go übertrug man auch den Namen Kapelle auf jede musikübende Schar. Vielleicht haben nur wenige Kapellmeister eine Ahnung davon, daſʒ sie ihren Namen dem hl. Martin zu danken haben. Daß der Martinstag auf dem Land der Zahltag tür Pacht wurde, hängt natürlich damit zu- sammen, daß dann die Ernte daheim ist und der „Zehnte“, meist in Frucht oder Kleinvieh, ab· geliefert werden konnte. Die Kalendertage des Mittelalters Waren ja stets nach den Felligen- tagen benannt, nicht nach der Zahl des Monats- tages. Noch vor 60 Jahren vermietete man Hler in Heidelberg auf„Johanni“ und„Michaelis“; seltener auf„Dreikönig“ oder„Ostern“, Vermut- lich hüngt mit dieser Zehntablieferung auch dle „Martinsgans“ zusammen. Dies Academicus Prof, Altred Weber über den Staat Was wir heute Staat nennen, ist besondere de-⸗ schichtliche Ausdrucksform dafür, daß das mensch- liche Zusammenleben eine oberste Instanz sucht. Dabel wohnt dem Staatlichen viel Gegensätzliches inne, und es ist das deutsche Volkesschickesal, an der Schneidelinie dieser Anatonomieen zu stehen. Von Aegypten und Babylonien aus als den Ur- sprungsgebieten der methaphysisch verstäandenen Staatlichkelt, deren Obbrigkeitsgewalt durch das hinter ihr stehende Prlestertum geweiht ist, hat sich die metaphysische Form bis zu uns tortgepflanzt, um schlleßlich in Rußland und dem Abendland wieder Ausdruck zu flnden. Die westliche Gegen⸗ torm erwuchs zum ersten Male im alten Grlechen- land und republikanischen Rom, wWo es keine durch das Priestertum geweihte Bürokratie gab, eine Ur⸗ Sache dafür, daß der Staat von den Staatsbürgern geformt werden konnte, Doch auch Rom, das nach seiner Expanston eine Staatlichkeit für großhe Gebiete schaflen muſfte, Übernahm als Aushilfe die ortentalische Staatsmetaphysik, mit der dile trele Staatlichkeit begraben wurde. UDeber Byzanz tührte der weitere Weg zu Ruhland, das, wenn auch unter anderen Umstünden, eine Fortsetsung der Ügyptischen und babylonigchen Form ist. Das zärlstische Dlensthausprinzip, beruhend äut der zentralen und allmächtigen Gewalt, wurde vom russtschen Kommuntsmus übernommen, der büro⸗ Kratische Apparat und die metaphystische Uxpan⸗ Slonskratt bedeutend vergröbert. Ansbach mit 149 von insgesamt 152 Stimmen Wiedergewählt. Kommunistische Umtriebe im itallenischen Heer. In Oberitalien ist ein kommunistischer Spionagering im italienischen Heer entdeckt wor“ den. Die Zeitung„II Tempo“ berichtet, daß bis- her 25 Personen verhaftet wurden. Eine neue Interzonen-Autobusverbindung wurdse zwischen Leipzig und Hannover eingerichtet. Vom 15. November an werden dreimal wöchent- lich Autobusse in beiden Richtungen verkehren. Ein Wellenkrieg in jiddischer Sprache entwickelt sich zwischen den Rundfunksendern Israels und den osteuropäischen Stationen. Da der Sender Bukarest in letzter Zeit heftige Angriffe in jid- discher Sprache gegen den Zionismus verbrel- tete, wird ein neuer Sender in Israel von Dezem- ber an auf dem 33-Meter-Band seinerseits der kommunistischen Propaganda in jiddischen, ru- mänischen und ungarischen Sendungen entge- gentreten. Eines der gröfften volkselgenen Fapler- und Zellulosewerke in der Sowietzone, die frühere Firma Lösch& Co., bei Heidenau in Sachsen, ist, wie erst jetzt bekannt wird, Mitte vergangener Woche durch ein Feuer weitgehend zerstört wor⸗ den. Zwel große Hallen mit modernen Zellulose- vVerarbeitungsmaschinen brannten aus. Heimkehrer-Empfang mit Humor Baden-Baden. Einen„kKönislichen“ Empfang bereiteten Freunde und Mitbürger an mehreren Abenden der letzten Woche, Rublandheimkeh- rern, die in Baden-Baden eintrafen. Nach dem Beispiel der Eskorten, die den ehe- maligen Militärgoverneur General Pierre König auf seinen Fahrten durch die Stadt zu begleiten pflegten, tuhr eine Abteilung, allerdings zlviler Motorradfahrer, einer Reihe von Wagen voraus, in denen die Rubßlandheimkehrer mit ihren An- gehörigen saßen. Den Schluß des Zuges bildete ebenfalls eine Motorradabteilung. Wie früher die Eskorte von General König, die Fahrer der Motorrad-Spitzjengruppe mit Trillerpfeifen ausgerüstet, von denen sie aus- glebig Gebrauch machten. Die Heimkehrer wur⸗ den vor ihren Wohnungen von den Mitbürgern ganzer Straßenzüge herzlich begrüßt. Die heutige Autonomie ist nun, daßb die vor- handenen Staaten, ob metaphysisch oder nicht, ihre obere Staatlichkeit aufgeben und sich zusam- menschließßen, wobei im Innern eine Gewichtsver-⸗ lagerung durch die verstärkte Bürokratie eintritt. Dabei ist die Frage, ob eine Verstärkung der Bü-⸗ rokratie sozlologisch wirklich notwendig ist. In Amerilca ist es gelungen, der drohenden Verschlin- gung durch die beiden großen Parteten zu Ende des 19. Jahrhunderts in Schaffung einer Sphäre der Freiheit im Innern zu begegnen. Wir dürten nicht schlafen, rlef Prof. Weber am FEnde der Vorlesung den Studenten zu, der obriglceitliche Zwangsstaat steckt noch in uns und Wir müssen ihn im Innern überwinden, ohne das Aibt es kein Uebergewicht zur östlichen Zone. Der eilnzige Weg sei die Reformierung der politischen Massengebilde vom Innern her, wenn es zu einer neuen deutschen Existenz kommen solle. Das Bonner Grundgesetz behandelte Professor Schüle in einer Vorlesung. Vom Sinn der Ver⸗ kassung als ordnenden Regel des menschlichen Zu- sammenlébens in einem Staat ausgehend, betonts er den vorläufigen Charakkter des Grundgesetzes, seine KFinschränkung durch das Vorgehen des Be⸗ gatzungsrechtes und die bundesstaatliche Organi⸗ sation der westdeutschen Republile. Veber Christentum und Imperlum las Professor Bornkamm, Er wandte sich gegen ein Reichs⸗ mythos als Fundanient des christlichen Glaubans, einer Formung des Blildes vom Herrn der Welt durch die Ferson des Intperators, die Herrschaft Shristt als ein Gegensttlele zum Impertum. Dile Hérrschaft Christi über die Welt ist vlelmehr von mrem Grund her zu verstehen, und Grund und Wesen ist hier der Mensch. Mit Christus am Kreus stirbt die Welt in Wahrheit selbst und Gott hat dise Möglichlckeit neuen Lebens für die Zulcuntt eröflnet. In der Vorlesung„Der politische Humantsmus im Werk Stetan Georges“ öfktnete Dr. Viktor Sehmitz in einem Ueberblick über Leben und Schatfen des Dichters die Steht auf den polltischen Humanismus Steftan Georges mit dem Ziel einer abendländitschen Kulturgemeinschaft, die ihre Mitte im dichterischen Wort hat, Jenseits des Zwiespalts der Menschen des Geistes und der Menschen der Tat wühlt er szich Vorbilder eines Menschentuma, aut dem die Gemelnschatt ruhen mubll. Die Bezile“ Hung zwischen Staat und Geist ist gegeben durch den Versuch der Durchdringung des öftentlichen Lebens mut dem pädagogischen Geist der Dichtuntz. Peter RausChKkG waren auch ——— Fageblatt Pfals— Westfalen 271 Südwest: Adam, Basler, Kohlmeler, Laag, Liebrich, — Vogt I. Blankenbertzer, O. Walter, Gawliczek, er. Westfalen: Flotho, Matzelc, Hinz, Michalek, Kosch- mieder, Schanko, Klodt, Preißler, Matzkowski, Ka- sperski, Kelbassa. Schiedsrichter Boullion, Marburg. Zuschauer: 40 000. Ale Delilcatesse für ſeden Fufßballfreund wurde die Paarung der Pfälzer Elf mit den Männern aus Westtalen angekündigt. Sie wäre es zweifelsohne geworden, wenn nicht die Leistungen der Akteure durch den glatten Boden beeinträchtigt worden wä⸗ ren. Aber trotzdem hatte das Spiel Farbe und stand auf einem beachtlichen Niveau. Man muß von zwei Verschiedenen Halbzeiten sprechen; denn zeigten sich die Westfalen nach einer kurzen Drangperiode der Pfülzer in der ersten Halbzeit durchweg ton- angebend. so waren die Männer um Basler mit Ausnahme einiger Minuten vor Spielschluß die ganze zweite Hälfte überlegen. Wenn das Ergebnis auch recht knapp erscheint und das Siegestor aus einem Eltmeter resultierte, gewannen die Südwest- deutschen verdient. Von den ersten Minuten an zeigte sich gleich ein Mann von großer Klasse: Schanko. Er blieb auch die überragende Spielerpersönlichkeit während des gesamten Ablaufs. Gerade konnte Adam im Herauslaufen einen Schuß von Kelbassa abwehren, als auch schon die Pfälzer Kombinatilonsmaschine wieder zu laufen begann. Von Walter zu Gawliczek lief der Ball, dann zu Vogt, dieser gab wieder zurück an Gawliczek, der eine Jasse sah und das Leder dort hineinschob: Vogt setzte nach und schoß an dem verdutzten Flotho zum vielbejubelten 1:0 ein. In Gedanken sahen die 18 000 ihre Mannschaft schon einen haus- hohen Sieg erringen,— wurden aber in den näch- sten 40 Min., arg enttäuscht. Nichts wollte beil den Gastgebern mehr klappen, der rechte Flügel Blan- kenberger-Vogt versagte und Gläser glänzte durch ungenaue Ballabgabe. Der Sturm spielte zusammen- hanglos und O. Walter wirkte recht phlegmatlsch. Es sah aus, als ob er nur neben seinem Bruder Fritz spielen kann. Gut, daß Basler und Kohlmeier in der Verteidigung sicher und schnell waren, sonst hätte es wahrscheinlich ein Fiasko gegeben. Nach dem Ausgleichstor von Matzkowski, der einen abgewehrten Ball von Adam inköpfen konnte, herrschte Resignation im Pfülzer Lager. Jetzt spielte der Westfalensturm sein verwirrendes Spiel. zeigte Schanko seine großen Qualitäten und Flotho im Tor sein Können. Wie ein Panther hechtete er nach einer Gawliczek-Bombe und fins sicher den schon im Netzt scheinenden Rall. Die solide Ab- wehrarbeit von Hinz und Matzek stach hervor. SPORTRLNTT „Plälzer Wirbel“ und Westfalens Technik beqeisterten Verdienter 2:1-Sieg der südwestdeutschen Auswahl in Ludwigshafen aber als Glanzstück repräsentlerte sich die Läufer- reihe, die ihren Sturm in seinen schnellen und ratf- tinierten Angriften unterstütze und doch immer — Zeit fand, den Pfälzer Innensturm kalt zu stellen. Das Spiel in der zweiten Halbzeit entw.ckelte sich so recht nach dem Geschmack des Publikums und brachte herrliche Momente. Wie ausgewechselt schionen die Pfälzer zu sein und was in den zwei⸗ ten 45 Minuten kombiniert und geschossen Wurde, entschädigte restlos für die schwachen Leistungen der ersten Hülfte. Die Westfalen glaubten nicht s0 recht an den„Pfälzer Wirbelwind“ und waren UÜberrascht, als Gläser zu Hochform auflief, Laag bestechend aufbaute, Lieb- rich der„Kopt“ des Gan- zen wurde. Und„hinten“ standen wie eine Mauer Basler und Kohlmeier. Im Sturm wollte es noch nicht so recht klappen. Chancen wurden vergeben und an der harten Ab- Wehr von Matzek und Hinz blieben die Angriffe hängen. Flotho war schon geschlagen, als Matzek auf der Linie stehend den Ball wegbeförderte, Schanko aus dem Tor köpfte, dem Ball nachlief. ihn erreichte, einen Geg- ner umspielte und mit wei- tem Schuß seinem gefähr- lichen Drei-Mann-Sturm eine Vorlage servierte. Mit acht Mann verteidig- ten die Gäste!l Kelbassa wechselte in die Mitte und Kasperski stürmte auf Linksaußben. Schiedsrichter Boullion, der außer zwei krassen Fehlentscheidungen zufriedenstellend pfiff gab in der 25. Minute einen Elfmeter für Südwest, da Mi- challek im Strafraum den Ball mit der Hand be- rührt hatte. Basler verwandelte flach in die linke Ecke,— Flotho reagierte gar nicht. Die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt und während die Pfälzer stürmen, finden sich plötzlich die Westfalen wieder zu einer geschlossenen Mann- schaftsleistung und berennen jetzt den südwest- deutschen Strafraum. Sie wollen den Ausgleich er- zwingen, hatten aber Pech. Zweimal traf Preißler nur den Pfosten! Das hätte den Ausgleich bringen 88388 Vik Mannheim einziqer Auswärtssieger Verdlienter Sieg des deutschen Meisters/ Kidt and rush-Stil bewüährte sich Elntracht Frankfurt— Vin Mannhelm 112 (Eig. Bericht.) Der Vißk Mannheim holte sich auf dem morastigen Feld im Frankfurter Stadion einen schönen Doppelpunktgewinn über die Ein- tracht, mit dem wohl niemand gerechnet haben dürfte. Hinzu kam, daſf die Frankfurter zur Pause 1:0 in Front lagen. Schieth hatte aus ungünstigem Winkel das einzige Tor der Eintracht erzielt, nach- dem ihn Pfaffl gut bedient hatte. So bekamen dle Gastgeber etwas Oberwasser, zumal Keuerleber unfangs mit Schieth nicht recht fertig wurde. Doch nach der Pause Underte sich alles grundlegend. Is- laker verbuchte in der 52. Minute das 1:1 und Bol- leyer fügte drei Minuten spüter den siegbringenden Trefler hinzu. Ja, die VfR-Leute wurden durch eine krasse Fehlentscheidung des unsicheren Wink- ler, Nürnbertz, noch um ein weiteres Tor gebracht. Mittellkuter Kesper hatte den Ball über die Latte gefaustet und der Schiedsrichter gab Torabstoß! Zehn Minuten vor Schluß wurde Löttke angeschla- tzen und humpelte auf Rechtsaußlen mit. Der Sieg der Mannheimer war vollauf verdient, sie hatten sich mit Steilpässen und schnellem Flü- gelsplel den ungünstigen Bodenverhältnissen an- gepahßt, wüährend die Eintracht dies bis zum Schluß- bfift nicht begrift und beim Schiebepaß blieb. Bei etwas mehr Glück hätte das Torergebnis höher ausfallen können. Mz. Waldhof Überzeugte mit 2:0 EV Waldhof: Skudlarek: Rößling, Stegel; Rendler, Krämer, Kling; Trautmann, Herbold, Lipponer, Fanz, Hölzer. os Schwelnfurt: Küser; Baler, Merz; Bernard, Kit- zinger, K. Kupter; Grimm, M. Kupter, Gorslel, Lotz, Hippler. Schledsrichter: Rosenkranz, Kassel.— Zuschauer: 6000.— Tore: 35. Min. Trautmann, 1:0, 40. Min. Hölzer 20. Ein wichtiger Faktor bel der Begegnung der bel- den Vertreéter aus der Spitzengruppe der Südober-⸗ liga war eine beachtliche Willensstärkke. Waldhot, in den ersten 40 Minuten durch diesen Umstand begünstigt, verstand seine Chance zu wahren, Zwar rannten die Blauschwarzen eine halbe Stunde lang vergeblich gegen das Bollwerk Kitzinger—, Merz — Bailer an, Wobel die Schweinkurter Auſlenläufer Bernard und K. Kupfer hervorragendes leistesten, indem sle neben ihrer Wirksamkelt als Zerstörer den Güstesturm in taktisch Kkluger Welse einzuset- zen verstanden. Doch als Trautmann aus einem Gedrünge heraus das Führungstor markierte, ver⸗ loren die Schwelnturter einige Minuten ihre Stcher- heit, s0 daß eine herrliche Flugballkombinatlon fast über das ganze Spielteld zwischen Trautmann— Lipponer— Hölzer möslich War, ohne daſl ein Bchweinfurter eingreiten konnte, Allerdings muß erwähnt werden, daß der abschließende Torschuß von Hölzer aus glatter Abseltsstellung abgegeben wurde, 30 daß der imponterende Torhüter Käser kkeine Abwehrbewegung machte., Hinem erfahrenen Oberligaspleler dürtte so Stwas aber nicht mehr Unterläuten, Iin falrer Art unterltebhen die Gäste die bel solhen Anlüssen gewöhnlich üblichen Rel- lamattonen. In Anbetracht des heftigen Windes bedeutete der 20-Halbzeit-Vorsprung der Waldhotelt noch längze nicht den Sleg. 80 ünderte sich das Uack. Wiederanspiel grundlesend. Sturm(e⸗ Hel mit gut angelegten und in die Breite gesrosenen Angritten, Wobel dlie Aullenstürmer gegenliber dem innentrio etwas abkflelen. Lots und Gorski hatten es in der Hand, zumindest das vercktente Anschlutßz⸗ Lor zu orzlelen. Nachdem aber Rernard. angeschla- Len, nicht mehr voll einsatztähig war. rat dor spurtgewaltige linke Waldhofflügel, vor allem Lip- poner, noch mehr in Erscheinuntz. Hölzer hatte einen guten Tag und Wartete des öfteren mit Ka- binettstückchen auf. Wüährend Fanz diesmal nicht 80 recht ins Spiel kam, geflel Herbolg durch eitrige Aufbauarbeit. Auch Rendler übertraf Kling im ge- nauen Zuspiel. In Rosenkranz hatte das erfreulich faire Spiel einen souverünen Leiter. E. E.— Verpalite Gelegenheiten in Regensburg Das Oberligaspiel zwischen Jahn Regensburg und FSV Frankfurt, das die Bayern mit 1:0 gewannen, wurde zu einem Treffen der verpaßten Gelegenhei- ten. Die Platzherren waren im Angriff durch das Fehlen Hubenys geschwächt und vermochten zahl- reiche sich bietende Gelegenheiten nicht auszunüt- zen. Die Frankfurter machten von vornherein den Eindruck, daß die Mannschaft nur auf Halten spielte und nach einem Unentschieden trachtete. Aus einer bewegten Szene vor dem Frankfurter Tor, gelang den Gastgebern in der 72. Minute durch Mittelstür- mer Schmid der Trefter des Tages. und vielleicht dem Spiel eine Wendung geben kön- nen. Als Schiedsrichter Boullion das Treffen ab- pfiff, flielen sich elf Pfälzer um den Hals. Günter Fraschka Sudwürttemberg kam unter die Räder Niedersachsen überfuhr Südwürttemberg im Fuß- ball-Länderpokal sicher mit 7:0 Toren. In dem vor 15 000 Zuschauern in Osnabrück ausgetragenen Re- präsentativspiel stellten sich dem Bremer Unpar- teiischen Rennersmann die Mannschaften. Es war ein 83255 75215 So schoß Westfalens Rechtsaußen Berni Klodt aufs Tor. Diesen Schufl konnte Adam abwehren: Matzkowski köpfte zum 1:1 ein. doppeltes Pech der Württemberger, daß sie mit Fr- satz für ihren Stürmer Lauxmann antreten mußten, auf den sie so große Hoffnungen gesetzt hatten, der aber den Zuganschluß versäumte. Andererseits waren die Niedersachsen durch den schuflfreudigen und sicheren Außenstürmer Gerritzen besonders be- günstigt, brachte er doch allein drei Treffer auf sein Konto. Hamburg— Nordwürttemberg 2:1 Bereits nach vier Minuten lag Hamburg 1:0 in Front, als Kurt Manja dem herausstürzenden Turek zuvor kam und das Leder entschlossen unter ihm hindurch in die äußerste linke Torecke lenkte. Auch der zweite Hamburger Treffer kam indirekt auf das Konto des Halblinken Manja, Im zweiten Durchgang gritften die Hamburger— Rückenwind spielend— sofort wieder an. Die Gäste kamen in der Folge besser zur Geltung, da die Läuferreihe schneller am Gegner war und genauer zuspielte, In der 64. Minute flel der Anschlußtreffer. Eine Flanke von Blessing glitt dem Hamburger Torhüter Kowalkowsi aus den Händen, so daß der Halbrechte Schlienz mühelos das Leder über die Linie brachte. Bayern— Sachsen 5:1 Rund 35 000 Zuschauer Wwaren im Nürnberger Sta- dion angenehm überrascht von dem Spiel der Ba- vern zetzen Sachsen im Fußball-Länderpokal, die sich einen großen Kampf lieferten. Auf beiden Seiten tiéelen der gute organische Aufbau und die klüssige Splelweise angenehm ins Auge. Die Zu- schauer bekamen neben hervorragenden Einzellei- stungen auch ausgezeichnete Kombinationszüge zu sehen. Das hohe Ergebnis täuscht etwas üÜber den Spielverlauf, wenngleich der Steg der„Fränkischen Bayern“ in dieser Hinsicht verditent war. Das Treften bot jeweils zu Beginn der beiden Halbzeiten große Momente vor beiden Toren. Die Anhünger eines klüssigen Zusammenspiels kamen allerdings erst gegen Ende der Spielzeit auf ihre Kosten, als die Bayern ihre volle Sicherheit erlangt hatten und die Ausdauer der Sachsen nachließ. Montag, 14. November 1940/ Nr. 171/ Seite 4 Hbe R.bügbe? Hamburg— Nordwürttembertz 2˙1 1 Niedersachsen— Südwürttembert 710 1 Pfals— Westfalen 211 1 Bayern— Sachsen 51 1 SV Waldhof— 05 Schweinfurt 20 1 Eintracht Frankfurt— VfiR Mannheim 1:2 2 1860 München— ViB Mühlburg 2·0 1 Jahn Regensburg— FSV Frankfurt 1:0 1 Concordia Hamburs— TR Eimsbüttel ausgef, SV Rastatt— Fortuna Freiburg 0˙0 VitIL. Neckarau— 1. FC Pforsheim 1 EV zuffenhausen— Sporttfr. Stuttgart 0:0 TSd Rohrbach— Germania Brötzingen 30 1 S6 Friedrichshafen— AsSV Villinsen 429 1 Bayern: 1— 1— 1—-—2— 1—-1—-1—-1—-X& Rheinland/Pfalz: 1— 2— 1— 1— ausgef.— X122—1—1—1— ausgef.— 1— X. Hessen: 1— 1—- 1—- 1— 2—1— 1—1— ausgef.— 2— 1— XK— ausgef.— I. οσ X sIe Sp˙ρονjER“V Lünderspiele: Jugoslawien— Oesterreich 2·˙ Frankreich— Tschechoslowakei 1·0 Irland— Schweden 1·˙5 Bundespokal-Zwischenrunde: Rheinhessen/Pfals— Westfalen 2·¹ Bayern— Sachsen 5·1 Hamburg— Nordwürttemberg 2·1 Niedersachsen— Südwürttembers 7·⁰ Oberliga Süd: SV Waldhof— 05 Schweinfurt 2·˙⁰ Eintracht Frankfurt— VfkR Mannheim 1·8 1860 München— VfB Mühlburg 2·⁰ Jahn Regensburs— FSV Frankfurt 1·0 Oberliga Nord: Bremerhaven 93— Harburger TV 8˙1 Werder Bremen— ViB Lübeck 6·0 Concordia Hamburg— TSV Eimsbüttel nusg. Oberliga West: Erkenschwieck— Rot-Weiß Essen 11 Rot-Wein Oberhausen— Preuſlen Dellbrück 0:0 Duisburger 8V— Hamborn 07 2·˙ Alemannia Aachen— Arminia Bielefeld 13 Tus Vohwinkel 30— Dulsburs 08 2·˙¹ Badische Landesliga: TSG Rohrbach— Germania Brötzinsen E VIL Neckrau— 1. FC Pfortheim 3·0 ASV Durlach— Hockenheim 7·1 Vin Pforrtheim— ASV Feudenheim 2·˙5 Phönix Karlsruhe— Amleitia Viernheim 2·⁰ FV Eutingen— Germania Friedrichsfeld 1·˙¹ Privatsplele: Stuttgarter Kickers— 88V Reutlingen 7 VIktorla Aschaflenburs— Floridsdorfer 40 3: Zonenliga Nord: Tus Neuendorf— ASV Oppau 6·0 Vütn Kirn— SpVer Welsenau 4·˙1 Mains 03— Andernach 4·5 Zonenliga Süd: VII. Konstanz— ASV Ebingen 2·5 SV Rastatt— Fortuna Freiburg 0˙⁰ Friedrichshafen— ASV Villingen 4· VIL. Freiburg— Sporttreunde Lahr 1·˙3 SV Hechingen— Eintracht Singen 3·3 Süd-Oberliga SV Waldhoh. 10 6 2 2 28:16 14:6 SpVaSs Fürtk.. 8 2 1 28.11 12:4 Vin Münlburzz..„ 90 65 2 2 1411 132: 6 Ves Stuttgart.„„ 4 1 11. 6 Vii NMannheWw, 1 17 11: 05 Schweinfurt 10(43 8 15:11 11: 9 Elntracht Frankfurt.. 10 4 38 8 19:16 11: 9 Jahn Regensburg.. 10 4 2 4 17:11 10:10 FSV Frankfurt... 10 3 4 3 11:10 10:10 Klckers Oftenbach. 86 8 2 83 15:19 8: 8 1. FC Nürnberg en Be Autteburg inis 913 Kickers Stuttgart. 8 1 3 4 16:20 6211 Bayern München.. 68 2 1 6 12:16 6.11 Schwaben Augsburg. 8 2 1 5 616 6511 1660 München 9 2 1 6 10:15 6.18 Herrlicher Empfanꝗ der ersten iranzösischen Rugbyqäste Der deutsche Meister beslegte die französi schen Sportlameraden mit 24:11/ Begeisterndes Spiel der Neuenheimer Dem großben sportlichen Ereignis des ersten Gast- spieles einer französischen Rugbymannschaft nach dem Kriege in Deutschland wußte der Sportelub Neuenheim mit einem felerlichen Empfans der tranzösischen Sportkameraden im„Schwarzen Schift“ einen würdigen üußeren Rahmen zu ver- 55 leihen. Nach herzlichen Begrüſlungsworten des Vorsitzenden Christian Edelmater, der die Be- deutung dieses sportlichen Ereignisses hervorhob, und sich für die kamerad- schaftliche Haltung der Güäste bedankte, ergrift der Präsident von Géo André, Captaine Augé, das Wort. Er unterstrich die Bedeutung dieses ersten Zusammentrettens einer deutschen mit einer fran- 2z65ischen Rugbymann- schaft, indem er betonte, dall Weniger der Ausgang des Kampfes aut dem Splelfeld entscheidend seil. als die Tatsache, daß hier auf dem Wege der Völ- Kkerverstäündigung wieder ein Schritt vorwürts ge⸗ tan wird. Als Vertreter der Stadtverwaltung rich- tete Herr Simmons recht Beim ScN klappte es zeitwelse vortrefflich, Sturm und Hintermannschaft wirkten dann als eine Fin- heit, die es verstand, den Ball in immer neuen Angriftsvariationen nach vorn zu tragen, An dieser Stelle muß das Spiel von Baumgärtner, der mit oflenherzige Worte an die Heins Brehm, von anstürzenden Franzosen umgeben, klürt durch welten Trltt. Franzosen, als er der Tau- Bühler(gans Iinlis) und senden von Kriegsgefan- genen gedachte, die heute noch in fremden Ländern zurückgehalten werden. Herr Ottenbach erinnerte an dle zahlrelchen Spiele, die Heldelberger Rugbyvereine vor dem Krlege in Frankrelch ausgetragen haben und sah mit dem Kampt Géo André gegen den deutschen I N g Neuenheim eine Fortsetsung dieser Tra⸗ dution. Ko. Das erste Splel einer süddeutschen Rusby⸗ mannschatt mit einem Team der Besatrungsmacht ertüllte aut deutscher Belte alle Erwartungen. Niebel beobachten voll Spannung ihren Kameraden. Scheren. Innenpalßß und Täuschen immer Verwir⸗ rung in des Gepners Reihen brachte. hervorgehoben werden, Nach ihm sind Reinhard von der Hinter- männschatt und Brehm und Bach aus dem Sturm zu nennen. Der SCN bewies, dahb die Mannschakt nicht nur ertolgrelch, sondern auch schön zu sple- len vermag. Die Franzosen besallen einen zehr geführlichen Sturm, der im ottenen Feldsplel und teilwelse am Gedrünge leichtes Uebergewicht hatte. An der Gasgse Waren die Soldaten schwächer. Was jedoch den Wert schten französischen Rugbys aus⸗ macht, das raffinterte Dreiviertelspiel. blieben uns die Gäste schuldig. Lediglich in hrem Verbindungs- hälb Marcelli hatten sie einen Mann zur Stelle, der diese Art des Laufens und Täuschens demonstrierte. Bereits in der fünften Minute kam der flott be- ginnende SeN durch Reinhards Spurt und Baum- gärtners Erhöhung zu einer 5:0-Führung. Das Spiel Verlieft dann verteilt. wobel einerselts das Passen des SCN, andererseits das Stürmerspiel der Güste geflel. Von der Gasse aus lief Ferrand ein. Delboe gelang die Erhöhung zum 5:5-Ausgleich. Der Sport- club nahm dies zum Anlaß, anzugreifen. Oft lief der Ball vom Sturm zur Dreiviertelreihe und wie- der zurück. Lediglich die gute Verteidigung des SC, 8é6o André, vereitelte Ertolge. Kurz vor Halb⸗ zelt täuschte Gleding. Reinhard erhielt den Ball. ellte der Linle entlang und skorte zum 65. Die Franzosen hatten einige Spieler ausgewech- selt, Dadurch gewann die Hintermannschatt an Schlagkraft. Gleilch nach Wiederbeginn glänzte der SCN mit schnellen Angritten voller Variationen. Einmal verlor Brehm jedoch den Ball. dann gab Gleding zu spät ab. An der rechten Eeke ersplelten sich Gieding und Reinhard dann aber doch die nüchsten Punkte, Im Gegenzuß endete ein Stürmer⸗ durchbruch der Franzosen knapp im aus. Marcelli zeichnete sich nun im Angritt wie Verteldigune Verschiedentlich aus. Baumgärtners 16:5 war mit die schönste Lelstung des Tages. 80 Géo André war nun eine zeitlang hinten nicht im Bilde. Die von Batz unelgennützig ins Laufen gebrachte Hinter⸗ mannschatft glänzte und verstand sich mit den mit⸗ laufenden Stürmern gut. Reinhard nutzte eine deg-⸗ nerische Verwirrung aus, brach durch, gab an Brehm, der einlief. Dann kamen die Güste auf. Einen Kreustritt des durchgebrochenen Marcellt konnte Cliquet autnehmen und nach flottem Lauk errang er dreil Punlete. 21:6. SC Géo André gestal- tete die Schlullminuten zu seinen Gunsten und er⸗ zielte auch durch Augé einen Versuch, der von der Gasse aus, seine Gegner täuschend, einliet und da⸗ mit den Endstand von 24:11 herstelte. Füsen sehtur schWelser Maunschakt 141 Der deutsche Hishockeymeister EV Fügen be⸗ legte am Samstagabend in Füßhen dieé schwelzert⸗ gache TnR von Loung Springers Neufchatel mit 14 f Sette 4/ Nr. 171/ Montag, 14. November 1949 Das Spiel Landesliga Nordbaden Neckarau 10 37: 6 10 Friedrichsf. 9 17:22 99 Feudenheim 10 25:14 16 Brötzingen 6 14:22 6 Ph. Kruhe 10 25:12 14 Hockenheim 9 15:32 6 Durlach 928:11 13 Eutingen 9 6:24 4 Rohrbach 9 10:11 11 Mosbach 9 12:27 2 Viernheim 9 14:17 11 VfR Pforzh. 9:29 0 FC Pforzh'm 9 16:9 9 Trotz der ungünstigen Witterung mögen es doch 2500 Zuschauer gewesen seln, die gestern nach Rohrbach kamen. Der Sportplatz war in ein ein⸗ ziges Schlammbad verwandelt; infolgedessen war es auch nicht verwunderlich, wenn es an technischen Feinheiten mangelte. Man war sich von vornherein im klaren darüber, daß nur die Mannschaft den Steg davontragen werde, die besser und länger kämpfen kann. Rohrbach trat ohne den verletzten Rihm aän. Bitzer übernahm den Posten als Mittelläufer und Otto Schmitt, der einige Zeit pausierte, wurde in die Verteidigung gestellt. In den essten 15 Minu- ten hatte Brötzingen mehr vom Spiel. Bedingt durch weite und kräftige Abschläge wurden im Rohrbacher Strafraum während dieser Zeit gefährliche Situa- tionen hervorgerufen, die jedoch von der ausge- zeichnet funktionierenden Hintermannschaft mit dem sicheren Eberhardt immer wieder bereinigt wurden. Nachher hatte allerdings Brötzingen nicht mehr viel zu bestellen. In der 26. Minute schoſl Fei- genbutz aus 25 Meter Entfernung einen Freistoſ zum ersten Tor ein. Rohrbach wurde in der Folge immer gefährlicher; sieben Minuten später konnte Mittelstürmer Rensch auf eine präzise Vorlage von Lechleiter zum 2:0 erhöhen. Bis zum Schluß spielte nur noch eine Mannschaft— und man mußte sich immer wiedeér wundern, wie gestern die Männer der TS86 trotz des Morastes mit dem Ball umau- gehen verstanden. Zu Beginn der zweiten Halbzeit drängte Brötzin- gen, ohne jedoch ernsthaft vor dem Rohrbacher Tor gefährlich zu werden. Auch dies sollte nur kurze Zeit anhalten, und schon war Rohrbach wieder ton- ungebend. In der 70. Minute bediente Breunig Klee und schon hieß es 3:0. Ein darauffolgender Hand- elfmeter im Brötzinger Strafraum konnte von M. Winter nicht verwandelt werden. Brötzingen hatte in der Folgezeit wirklich viel Glück. Währen die gebotenen Chancen auch nur zur Hälfte von Rohr- bachs Sturm ausgenützt worden, dann hätte es gestern am Eichendorffplatz ein Schützenfest gege- ben. Eberhardt hatte einen guten Tag. Wenn er auch nicht allzuviel zu halten bekam, so war er doch immer sicher. Herbstrieth und O. Schmitt waren gestern die richtigen Männer und fanden sich auf dlesem Boden immer gut zurecht, wobei besonders 6. sSchmitt durch weite Abschläge auffiel. Die Hauptstütze der Läuferreihe war Feigenbutz, und Bitzer war wieder der alte Stopper. Lechleiter, der Techniker auf gutem Boden, konnte gestern nicht Kreisklasse B FT Heidelbers— Heiliskreussteinach 19:0 I2. Schon die ersten Spielrninuten ließen keinen Lweifel darüber, wer den Platz als Sieger verlassen Wird. Die Einheimischen waren dem Gesner tech- nisch und taktisch klar überlegen und das Spiel Wickelte sich zumeist in der Hälfte der Gäste ab. Bereits bei Halbzeit stand das Treffen 11:0, Wobei noch ein Elfmeter verschossen wurde. Nach Halb- velt zeigten die Güste ein geschicktes Verteidi- gungsspiel, konnten aber nicht verhindern, daſ die Gastgber noch weitere 8 Tore, darunter ein Elf- meter, erzlelten. Hervorzuheben ist die falre Splel- Weise und der sportliche Anstand, mit dem die Güste die Niederlage hinnahmen FY Rammental— 88 Waldwimmersbach 412 Kʒ. Der Tabellenzweite kam nach etwa 15 Minu- ten ausgeglichenem Spielverlauf durch Linksaußen Becker zum 1:0; Verteidiger Müller erhöhte noch vor der Halbzeit durch einen 40 m-Fernschuß auf 2:0. Ein Eigentor Bammentals brachte Waldwim- mersbach auf 2:1 heran. Nun drüngten die Einhei- mischen stark und kamen durch Becker zum 3:1 und durch einen Alleingang des Mittelstürmers Schemenauer zum 4:1, bevor der Gästehalbrechte bei einem überraschenden Durchbruch das zweite Gegentor schoß. Zwelte Mannschaften 8:1. Tabelle der Kreisklasse“ A Dossenheim 3 25:11 14 Pfaffengrund 9 14:17 8 Hedschuhsh. 8 32: 6 183 Wiesenbach 6 10:16 6 Eberbach 6 37:10 12 Mühlhausen 7 17:14 6 Wieblingen 6 20:12 12 Hirschhorn 6 16:25 5 188 76 6. 21:13 11 Nußloch 6 10:83 5 Unſon Held. 6 12:15 10 Rauenberg 7 14:34 4 Walldortf 5 190: 7 6 St. Ilgen 8 922 4 Rohrbach Rs. 7 16:11 6 Neckargem. 8 5:27 3 Dielheim 15:113 Ziegelhausen 8 12:268 2 Mühlhausen— Dielheim(7:1 abgebr.) nicht gewert. SPORTRLATIT Brötzingen wurde mit 3:0 noch qut bedient im Schlamm brachte der T86 zwei wichtige Punkete iImmer wie sonst zum Zuge kommen. Einen auffal- lend guten Einsatz zeigte gestern der Sturm, wo Klee und Rensch und in der zweiten Halbzeit auch Breunig hervorragten. Die Verletzung von Martin Winter machte sich auch gestern anscheinend noch bemerkbar. Seitz konnte nur in der ersten Halbzeit üÜberzeugen und die nachträglich erfolgte Umstel- lung war ein guter Gedanke. Pake. Vin Pforsheim— ASV Feudenheim 223 Wieder einmal mehr gingen die Pforzheimer Rasenspleler an einem Sieg vorbel, Bereits nach zehn Minuten Spieldauer Waren die Gäste durch ihren Mittelstürmer Heckmann in Führung gegzan- gen. Die 22. Minute brachte den Ausgleich. Nach dem Wiederanspiel kamen die Gastgeber durch mren Linksaußen Gann zur 2:1-Führung, doch in der 65. Minute schoß Stezicki einen Eckball ins Pforzheimer Tor und zweil Minuten später war es der Güstelinksaußen Back, der das Endergebnis herstellte. Vii. Neckarau— 1. FC Pforszheim 3:0 b. Auf dem Platz an der Altriper Führe ging es hoch her, stand dem derzeitigen Tabellenführer doch eine Mannschaft gegenüber, die die letzte Saison mit einer überzeugenden Landesmeister- schaft abschließen konnte. Was die„Goldstädter“ zeigten, war nur ein Abglanz ihres einstigen mei- sterlichen Könnens. Im Sturm konnte nur Mittel- stürmer Rau überzeugen, der allerdings wenis Unterstützung fand. Die Hauptlast des Kampfes trug die Hintermannschaft, die mit viel Mühe die 5 D. Daß die Mannschaft des VfBñ Wiesloch wieder ihre alte Form gefunden hat, stellt sie mit einem klaren 3:0-Sieg auf dem gefürchteten Mannheimer Boden erneut unter Beweis. Bedauerlicherweise zeigte der Spielverlauf ein wenig schönes Bild— ohne das es änscheinend heute nicht mehr geht. Die Gastgeber versuchten die Ueberlegenheit der Gäste durch übertriebene Härte und Unsportlichkeiten äuszugleichen. Schiedsrichter Herberger, Wilesen- tal, war zu nachsichtig, anstatt von vornherein schärfer durchzugreifen. Erst als er durchgrift— er stellte den linken Verteidiger vom Platz— be- flelſhigten sich die Mannheimer wieder eines sport- lüchen Spiels. In der achten Minute schoß Steidel den ersten Trefler. In der Folge vergaben beide Mannschaften gute Torchancen. Nach dem Seitenwechsel wollten die Einheimischen den knappen Vorsprung der Güäste mit allen Mitteln einholen, aber Wiesloch, das das gefälligere und reifere Spiel zeigte, kam in der 70. Minute durch Keßler zum zweiten Tor. Ein 11 Meter brachte kurz vor Schluß durch Lind- ner ein drittes Tor, nachdem ein Gästeverteidiger einen Nachschuß von Weiß mit den Händen ab- gewehrt hatte. Kirchheims Achtungserfolg SV Altluflheim— 86 Kirchheim 3:83 Kaum hatte Schiedsrichter Dehm, Durlach, das Leder freigegeben, entwickelte sich ein erbittertes Ringen. In der 4. Minute gelang es den Gästen bei einem Durchbruch des Linkesaußen Eisenecker in Führung zu gehen. Im Anschluß daran zogen die Heimischen durch einen Fehler des Mittelläufers Haucle gleich. Nach anfänglich verteiltem Feldsplel gelang es den Heimischen, die Initiative zu über- nehmen und zeitweise eine kleine Feldüberlegen- heit zu erkümpfen, die sie mit dem Führungsstor, an dem Tormann Krambs nicht ganz schuldlos ist, beslegelten. Nach Seitenwechsel gelang es Günderroth in der 65. Minute, durch einen prachtvollen 25-m-Strafstoß gleichzuziehen. Durch diesen Erfolg angekurbelt, demonstrierten die Gäste einen schönen Fußball, der aber keine zählbaren Erfolge brachte. Infolge Verletzung von Streib, Günderroth und Eberhard waren ebenfalls angeschlagen, mußte eine kleine Umstellung vorgenommen werden, der den Heimi- schen den Führunsstrefler einbrachte. Klrchheim kümptte unverdrossen weilter und danle hres Fin- satzes gelang es wiederum Eisenecker, in den letz- ten Minuten das Unentschieden herauszuholen. Neuluflheim in harter Gangart Neulußheim— Leimen 318 Eine Sensation schien in Neulußheim fällig, nach- dem Filsinger bereits in der 7. Min. eine Vorlage des Halblinken Koch verwandeln und diesmal Mitte der ersten Halbzeit auf ein Zuspiel des Linksaußen zum 0:2 einschieſſen konnte. Nach der Halbzeit konnte Neulußheim auf 112 verkürzen, aber bald sgtellte Filsinger durch eine Vorlage von Böhler den alten Torabstand wieder 5S6 kberbach kanterte Nußloch mit II: O nieder Neckargemünd erzwingt Remis in Hirsch horn/ 10 Tore in Rauenberg 1. S88 Eberbach— 1. 80 Nufloch 11:0 N. Eberbach lieferte, in diesem Treffen das beste Spiel der diesfährigen Serie. Häuflg zeigten die Einhelmischen ein schulmäßiges Kombinationsspiel, die Ertolge blieben daher nicht aus. Vom Beginn an wurden die Nußlocher in ihre eigene HHälfte tzedrüngt und mehrere Lattenschuüüsse bewahrten sie bereits in den ersten 16 Minuten vor Treftern. Dann war der Bann gebrochen und in der 25. ung 42. Minute flelen die ersten Tore. Nach der Halb- zelt verringerte slch der Widerstand der Nußlocher immer mehr und die Tore flelen in regelmäbigen Abstünden für den Gastgeber. Hervorzuheben ist das falre Splel beider Mannschaften. Das Torergeb- nis tellten sleh Schild mit künt, Junker mit vler, Maurovich und Elaner mt je einem Tor. Münthausen— Dielhelm 7:1 abgebrochen B. Die Platzelf entwickelte in dieser Splelrunde noch kein derart rasantes Tempo. Gleich nach dem Anstohb gingen die Elnheimischen durch ein Figen- tor der Gäste in Führung. Der flinke Sturm der Platzelt hlelt Dlelheim unter stündigem Drud und Mittelstürmer Hotz konnte aus einem Gedränge Auflüsunſ des Rütsels vom Sonntag Auflüsuntt Kreuswort-RATtSsg-ͤe'l Waass⸗ recht: J Bär, 4 Ode, 6 Seide, Gips, 10 Erwin, 12 Frebus, 165 Staudle, 16 Korea, 20 Réis, 21 Staub, 2 Fer, 289 Rat. Senkrecht: 1 Tasse, 2 Ader, oOdessa, 5 sle, 7 LId, 9 Prior, 11 Winde, 18 Besata, (HDom, 16 Urban, 17 Eid, 10 Ese“. heraus in der 20. Minute zum 2:0 einschtehen. Diel- heim mußfte kurz vor Seitenwechsel noch den drit-⸗ ten Tretter durch Uinlesaußen Herrmann hinneh⸗ men. Nach der Halbzeit ging Dielheim einise Mi- nuten zur Oftenstoe Über und erztelte durch einen Handelftmeter den einzigen Tretter,. Trotzs aller Hürte Kkonnte dann Dlelheim den erneuten Angrik- ten der Platzelft nichts mehr entgegensetzen, als dann nacheinander vier weltere Tore flelen. Dlel⸗ heim begann nun mit wenig sportlichen Methoden zu arbelten, so daſl der Schiedsrichter mehrere Ver- Welsungen erteilen mußte Als der Unpartelische schließlich den tätlichen Gästetorwart vom Feld verwies und ein Spieler den Schledsrichter angritt, wurde der Lokalkampt tünt Minuten vor Spielende abgebrochen. Hirschhorn— Neckarsemlind 1:1 8. Autf dem völlig durchnäßten Boden konnten alch beide Mannschaften nicht voll entfalten, In der ersten Hälkte zeigte sich Hirschhorn üUberlegen, Konnte aber inkolge seines schubschwachen Sturmes und der guten Verteldigung von Neckargemünd keine Erfolge erzlelen. 80 ging es torlos in die zweite Hältte, in der beide Mannschakten austze⸗ Elichen splelten, In der 63. Minute konnte Neckar- gemünd durch szeinen Mittelstürmer Wirthmäller in Führung gehen, Zwel Minuten vor Schlußß stelite Hirschhorn durch einen Fréistolb an der 16-m-Lnié, den Bühler einköptte, den Ausgleich her. Schieds⸗- richter Strein aut Sandhoten bot eine ausgeselch⸗ noete Loelstung. rollenden VfL-Angriffle abwehren und ein höheres Ergebnis verhindern konnten. Nachdem der Club- Halblinke Vesper in der 15. Minute die sicherste Chance vergab, erzielte K. Gramminger in der 35. Minute das erste Tor für den VftI.. Nach einem grobenf Fehler der Club-Deckung konnte Balogh, der überragende VfL-Stürmer, 20 Minuten später eine Gramminger-Flanke sicher zum 2·0 einlenken. Während Neckaraus Rechtsaußen Gärtner drei Me- ter vor dem Tor danebenschießt und Kastner auf der Torlinie rettet, war es in der 75. Minute wie- derum Balogh, der eine herrliche Kombination mit einem Tor abschließen und damit das Endergebnis herstellen konnte. In Schiedsrichter Pieroth Frank- kurt) hatte das Splel einen sicheren und hervor- ragenden Leiter, dessen Entscheidungen weder bei den Spielern noch beim Publikum Zweifel auf- kommen lieben. 1. FC Eutingen— Germania Friedrichsfeld 1:1 In leichtfertiger Weise vergaben die Platzherren in diesem Treflen die beiden Punkete, denn dem Spielverlauf entsprechend hätte ein sicherer Erfolg der Eutinger herausspringen müssen. Sehr auf- merksam war aber der Friedrichsfelder Torhüter Brümmer, der den Eutinger Sturm vor eine schier unlösbare Aufgabe stellte. Wenige Sekunden vor dem Pausenpfifl war es ein von Boger verwan- delter 16-m-Strafstoß, der den Platzherren die Führung brachte. Sie waren auch in der zweiten Hälfte tonangebend, mußten dann aber dôch in der 74. Minute den Ausgleich der Gäste hinnehmen. her. In der Folgezeit wurde das Spiel von der Seite der Einheimischen sehr hart geführt und der Gäste- Rechtsaußen Böhler mußte verletzt ausscheiden. Durch ein nicht ganz einwandfreies Tor kamen die Gastgeber auf 2:3 heran. Koch, der gute Leimener Stürmer mußte ebenfalls etwa 20 Minuten vor Schluß das Feld verlassen und die Gäste waren gezwungen, mit nur neun Mann weiter zu spielen. Obwohl Böhler kurz vor Schluß es noch einmal versuchte, kam er über die Rolle eines Statisten nicht hinaus. Der Einheimische Linksaußen wurde wegen Nachschlagens vom Platz gestellt und der Schiedsrichter hatte alle Mühe, das Spiel im Rah- men zu halten. Zweil Minuten vor Schluß verhängte er gegen die Gäste einen zu harten Eltmeter, der den Einheimischen einen Punkt rettete. Der mit dieser Entscheidung nicht einverstandene Arendt wurde vom Schiedsrichter vom Platz gestellt. Eppelheim im Pech U. Eine halbe Stunde lang ließ Schiedsrichter Kreitz 500 Zuschauer, die trotz: Wind und Wetter erschienen Waren, Warten, bis er nach vielen Vor- bereltungen das Spiel anpfiff. Nach anfänglicher Ausgeglichenheit schoß Linksaußen Braun in der 19. Minute das Führunsstor für Eppelheim. Bald erspielte sich Hemsbach eine leichte Feldüberle- gzenheit, die in der 31. Minute durch ein Tor von Waldes belohnt wurde. Schon 6 Minuten später ge- langes Gg. Stotz erneut, die Führung für Eppel⸗ heim herauszuholen. Nach dem Wechsel bot sich ein völlig veränder- tes Bild. Hemsbach drängte ununterbrochen auf das Tor von Klimt, der sein Können immer wieder unter Beweis stellen mußte. In der 59. Minute ver- Wandelte Berg einen umstrittenen. Eltmeter zum 2:2. Schon drei Minuten später gelang es dem sel- ben Spieler, Hemsbach imm Anschluß an einen Eck- Tageblatl 7 Mühlburg verlor 2 wichtige Punlete München 1660 kam am Sonntag vor 10 000 Zu⸗ schauern zegen den Vfißgß Mühlburs zu einem un“ erwarteten 2:0-Erfolg und bescherte seiner An- hüngerschaft endlich wieder einen Sleg. der aber keinesfalls s0 klar errungen wurde, wie das Ergeb- nis vermuten läßt. Die starke Deckung hatte in der ersten Hälfte alle Hünde voll zu tun, um gegneri⸗ sche Erfolge zu verhindern, Der zerfahrene Sturm kam dabei den Absichten der 60er entgegen, Nach der Pause gingen die Platzherren zum Angriff über und gingen in der 56. Minute durch Flottner in Führung. Fünf Minuten vor Schluß stieß der Mühl- burger Verteidiger Hauer bei Liner Abwehr den Ball über die eigene Linie. Lehmann schwamm deutschen Rekord Einen neuen deutschen Rekord über—+— stellte Heinz Günther Lehmann(MTV Braur⸗ schweig) mit 2:12,4 Min. anläßlich des Schwimm- klubkampfes MTV Braunschweig— IF Elfsborg am Sonntag in Braunschweig auf. Lehmann verwies dabei den Europameister 1047. Olle Johansson. mit 2:17,6 Minuten auf den zweiten Platz. In der Ge- samtwertung blieb Braunschweig nach den zwel⸗ tützigen Wettkämpten mit 32:22 Punketen überlegen. v. Cramm siegt weiter Der deutsche Tennnisspitzenspieler Gottfried v. Cramm kam bei den Schweizer Hallen-Tennismei- sterschaften in Genf zu zwei Siegen. Im Einzel be- slegte von Cramm dank seinem besseren Aufschlag den französischen Spitzen- und Davispokalspieler Marcel Bernard mit 7:5 6:1. Im Doppel mit Jack Harper(Australien) blieb von Cramm über Puncec- Weih CJugoslawien-Oesterreich) mit 6:8. 10:8, 6·4 erfolgreich. VigB Wiesloch ließ sich bei Phönix nicht einschüchtern 3:0-Sieg auf dem gefährlichen Mannheimer Boden— Gastgeber sehr unsportlich ball in Führung zu bringen. Ein weiteres Tor für Hemsbach in der 65. Minute, bei dem der Schieds- richter durch sein unsicheres Auftreten wiederum mißfiel, stellte das Endresultat her. Sandhausen keine„Schlamm-Mannschaft“ SV Weinheim— 86 Sandhausen 3:0 Al. Gegen den Tabellenletzten anzutreten, kann oft schlimmer sein, als gegen eine gutplacierte Mannschaft zu spielen. Das mußte auch Sand- hausens Elf in Weinheim erfahren, die dazu das Pech hatte, auf einen, Gegner zu stoſlen, der nichts mehr zu verlieren, daßgegen alles zu gewinnen hatte. Hinzu kommen die Platzverhältnisse, denn der Naturinplatz glich einem Schlammbad, mit dem sich Weinheims Elf bedeutend besser abfand als Sand- hausen. Mit einem selten gesehenen Elan stürmten von Spielbeginn an die Weinheimer, um Sandhau- sens Hintermannschaft zu überrumpeln. 30 Minuten lang konnte Sandhausen diesem Ansturm wider- stehen, doch dann mußte Tormann Krebs einen Fernschuſs des Weinheimer Mittelläufers in die Uußerste rechte Ecke passieren lassen. Nach der Halbzeit verstärkte Weinheims Sturm sogar die wuchtigen Angriffe auf das Sandhauser Tor und in der 60. Minute gelang ihnen durch den Mittelläuter das 2:0, Zeitweise löste sich dann Sand- hausen aus der Umklammerung, doch war der Sturm viel zu harmlos, um zu den nötigen Erfolgen zu kommen. Während Weinheims Spieler sich mit den unmöglichen Platzverhältnissen abfanden und das Richtige taten, nämlich den Ball schnellster( absplelen, übertrieben die Sandhäuser das Ball- halten. Aus klarer Abseitsstellung konnte dann kurz vor Schluß Weinheims Linksaußen zum 3:0 einschießen. Der Schiedsrichter erteilte beiden Mannschaften am Schluß des Spieles ein Sonderlob Wegen ihrer fairen Spielweise. Dossenheims Sle brachte wie der die Führung Union unter Wert geschlagen/ TSG wandelt ein 5:0 noch in 6:4 FG Dossenheim— FV Wieblingen 312 Verheiſlungsvoll für Dossenheim nahm das Spiel seinen Anfang, als Mittelstürmer Gries in der 6. Minute zum 1:0 einsandte. Nicht lange danach Hlückte Wieblingen durch den Halbrechten Pfisterer der Ausgleich. Man merkte, daßb die Gäste sich auf schnelle, steile Durchbrüche verlegten. Sie konnten jedoch nicht verhindern, daßß Dossenheim durch Gries wliederum in Führung ging. Trotz zeitwelser großer Anstrengung vermochten die Gäste nicht zum Ausgleich zu kommen. im Gegenteil, vor dem gegnerischen Tor erhielt Gries den Ball schön zu- gesplelt; sein Schuß saß zum 3:1 im Kasten. Von einer Ueberlegenheit der Sportfreunde waäar in der 2. Halbzeit nichts mehr zu sehen. Wieblingen gelang es im Anschluß an einen Eekball durch Pfisterer auf 8:2 heranzukommen. Einige weitere Eckbälle erbrachten keine Kenderung, 60 daſß es beil dem gerechten 8:2-Resultat blieb. T8S0 Rohrbach(Ers.)— St. Iigen 820 Der Platz befand sich in sehr schlechter Verfas- sung. Und 80 lag es auf der Hand, die Flügel ein-⸗ zusetzen. Dies demonstrierte vor allem Rohrbach, Wwodurch es beide Halbzeiten Überlegen gestalten Konnte, St. Iligen war nur Während der ersten Halb- zelt ein ernster Gegner. Nach dem Führungstor für Rohrbach gleich zu Beginn konnten die Gäste das Splel ziemlich offen gestalten und kamen mehrere Male geführlich vor das Rohrbacher Tor. Nach der Halbzeit aber trat die taktische und technische Ueberlegenheit Rohrbachs immer mehr Hervor. Sleben weltere Tore waren das Undresultat dieser drückenden Feldüberlegenhelt, Torschützen waren Scharwarth 4, Rohnacher 2, Schmitt 1 und Rehn 1(Handeltmeter). Bei der Gästemannschaft geflel der Einsatz, Der Rechtsaußen und der linke Verteldiger Waren die Stützen mmrer Palte. TSV 66s Handschuhshelm— Unlon Heldelbers 61 Im Splelverlauf der ersten 30 Minuten Waren die beiden Mannschaften abwechselnd am Drüngen, wobel die Gäste etwas gefährlicher in ihrer Stür⸗ merrethe Wirkten. Dramatische Augenblicke splel- ten tzich in der letzten Viertelstunde der ersten Haäalbzeit ab. Ein Elfmeter, der nleht die Zustim-⸗ mung des Güstepublikkums kand, setste Rohr unhalt⸗ bar in Kolb's Gehlluse. Wenig später erstelte Merke⸗ Unger im Anschluß an eine schöne Kombination den verdlenten Ausgleich. Kurz vor dem Halbzeitpflft nüitzte eine verunglückte Ballabgabe von Fröhltch, Stumpt geschlckt aus, und sein Schub brachte den Flattherron abermals die Führung. Nach dem Wechsel mußte Unſons Mittelstürmer Mode bei einem Zusammenprall kür einige Minuten das Splelteld verlassen. Diese Schwäche nlitste Handschuhshelm aus, um durch Rohr zum 8˙1 da-⸗ Vonzustahen, AWischendurch vergzab Stumpt einige klare Chancen. Bel einem Angriff der rechten Sturmseite gab Rohr einen harten Schuß auf das Verlassene Tor, wobei ein Unionverteidiger den Ball ins eigene Tor lenkte. Wenig später hatte Union Glück, als Stumpf das Leder an die Quer- latte köpfte, Ein Alleingang von Steigleder erbrachte das 5:1. TSG Ziegelhausen— Rotweln Pfaflengrund 0·1 Er. Aut dem aufgeweichten Boden fand sich Pfaflengrund weit besser zurecht. In steil vorge⸗ tragenen Angriflen wurde das Tor der Einheimi- schen, die sich während des Spieles zu keiner ge⸗ schlossenen Leistung zusammenfinden konnten, be⸗ rannt. Fast jeder von der Hintermannschaft ab- geschlagene Ball landete wieder beim Gegner. Der einheimische Sturm besaß, wenig Kampfgeist und so nahm es nicht wunder, daß auch dieses Spiel wleder verloren ging. Auf der anderen Seite kKümpfte Pfaflengrund um jeden Ball und operſerte einzig richtig mit weiten Schlägen. Mit dieser Spiel- Weise kam Rotweilſl auch zum Erfolg. Etwa 10 Mi⸗ nuten nach der Halbzeit erzielte Arnold im An- schluß an einen Fekball durch unhaltbaren Schuf das siegbringende Tor. Die letzte halbe Stunde lag Zlegelhausen dauernd im Angrift. S80 Walldorf Astorlia— Wilesenbach 51:2 V.„Die Gäste aus Wiesenbach Überraschten durch restlosen Einsatz. Trotzdem nahmen die ersatzge- gschwüchten Walldorfer das Spielgeschehen sotort in die Hand und konnten durch Tore ihres halbrechten Albinger 2:0 in Führung gzehen. Wiesenbach Kkmptte verbissen welter und erszielte, indem es z2wel grobe Deckungsfehler des Gastgebers aus- nützte, den Ausgleich und Kkurz vor der Halbzeit sogar den Führungstrefter, Erst nach dem Wieder⸗ unpflft flel Wiesenbach der reiferen Splelwelse der Walldorter zum Opter, Durch Tore von Böhler und Willinger(2) kamen die Gastgeber zu einem ver⸗ dienten Sleg.— Zwelte Mannschaften: 6·3 tür Walldort. 8G Rauenberg— T88 Heldelberg 6:4 F. Den Gästen wäre beinahe eine hohe Nieder- lage servlert worden, wenn nicht durch grobe Dele⸗ Kungsfehler der anfüngliche 5:0-Vorsprung der 83 kast verloren gegangen wäre, In schönen schwung⸗ vollen Angriftten wurde den Heidelbergern ohne ein Gegentor tünt FTreékker in den Kasten gesetzt, Als jedoch die Gäste in kurzem Abstand vier Tore autholen kKkonnten, hing der Sleg und die beiden Punkte nur noch an einerl zeidenen Faden. Fin Stratstoſb aus 20 Meter, den 4 Simon ins Net netzte, brachte das Rndresultat. Rauenberg zelgzt ulch starle verbessert und hat aut Grunck seiner Spielerischen Lelstung verdtent gewonnen. Dle Güsteelt war den Finhelmischen jederzelt eben⸗ Zalt“ und hatte in der zweiten Halbzelt ihre besté 20¹ 2 * Tagebiatt 4 Nußloch 7 76·27 14 Walldort 61:46 9 Oftersheim 8 92:87 14 Dossenheim 7 56:53 63 Schwetzingen 68 76739 14 Kirchheim 6 43:59 6 Zlegelhausen 9 45:55 10 Wiesloch 37:67 2 Häandschuhsh. 9 63:67 10 TBEB Heldelberg 7 26:66 0 Bammental 9 76:66 uy Wieblingen 19·93 0 8G6 Nufiloch— TSV Ottersheim 9:5 Auf dem Nußlocher Platz kam es zu dem erwar- teten, harten Führungskampf der beiden bisher un- geschlagenen Mannschaften. In kurzer Zeit konnte Nußloch eine verdiente 5:2-Führung erkämpten. Auf der Gegenseite gelang es den Güsten noch mit 2 Treffern mit 5:4 das Halbzeitergebnis zu gestalten. Nach dem Wechsel drängten die Güste und län- gere Zeit mußte Nuflloch hart kämpfen, um sich frei zu machen. Die Güästemannschaft erwirkte den ersten 13 m, den Wipfler unhaltbar verwandelte, wüährend kurze Zeit spüter Nußlochs Hüter den zweiten 18 m glänzend abwehrte. Drei weitere Tore belohnten den großen Einsatz der Nußlocher. Allau große Hüärte brachte den Güästen noch den Platzver- weis ihres rechten Läufers. Das Spiel stand lei- stungsmähbig auf dem Niveau der Verbandsliga. Beide Torhüter und Schiedsrichter Miltner, Letzte- rer durch sein sicheres und energisches Auftreten, boten die besten Leistungen. Wiesloch— Walldorf Astoria 38:6 Walldorf trat mit vier Mann Ersatz an. Die Wies- locher erstmals wieder mit Bellm und Weckesser spielend, waren in der ersten Halbzeit ein gleich- wertiger Gegner. Erst kurz vor dem Wechsel fſlel durch einen Strafstoß das Führungstor für Wall⸗ dorf. Nach dem Wiederanpfiff ließen die Wieslocher merklich nach. Den Walldorfern, die noch fünt Tore schossen, konnte der Gastgeber nur drei Tore entgegensetzen. Der Walldorfer Ersatzmann Kraus flel angenehm auf. TSV Wieblingen— TSV Handschuhsheim 4:12 Im Heldelberger Lokalderby zeigten die Hand- schuhsheimer trotz mehrfachen Ersatzes wieder nach lüngerer Zeit eine gute Leistung. Wieblingens Drangperiode flachte bald ab und Handschuhsheim nhatte schon nach wenigen Spielminuten eine 5:0- Führung erzielt,. Erst jetzt kamen die Platzbesitzer zu ihrem 1. Treffer. Die 2. Halbzeit verlief nicht Viel veränderter als die erste. Während Wieblingen durch 3 Strafstöße weitere Treffer erzielte, konnten die Handschuhsheimer das Dutzend voll machen. TB Heidelberg— TSG Ziegelhausen 2:5 Ziegelhausen ging gleich nach dem Anpfiff mit 2:0 in Führung und hielt dieses Resultat bis weit in die 2. Halbzeit. Als die Heidelberger Turner nach dem 3. Treffer der Gäste 2 Tore aufgeholt hatten, Versuchten sie mit aller Gewalt den Ausgleich zu erzwingen. Aber Ziegelhausens Hintermannschaft vereitelte jeden Erfolg und als der Gästesturm nochmals auf volle Touren kam, Konnte Ziegel- hausen mit 2 Treffern den verdienten Ertolg sich sichern. Sd Kirckheim— TV Bammental 4.13 Nach langer Zeit zeigten die Turner aus Bammen- tal endlich mal wieder eine üÜberzeugende Form.“ Hoftfentlich hat damit die sympathische Mannschaft ihre Krise überwunden und kann wieder an ihre früheren guten Leistungen anknüpfen. Bammental spielte sich in eine prächtige Form und ließ den Gegner nicht mehr zum Zuge kommen. Gloclc, Kirchheims Boxer, schlug den Schiedsrichter, und mußte den Platz verlassen.(Ob er über seinen am Vortage erlittenen Kk. o. wütend war?) Seine Hand- Iungsweise ist umso verwerflicher, da der Schieds- richter ein Krlegsversehrter ist. Verbandsliga: SpVag Ketsch— 88 St. Leon 11·8 TSV Rot— TSV Rintheim 7·7⁷ SK0G Birkenau— VfL Neckarau 11·2 Weinheim 62— 88 Leutershausen 5¹˙⁰ SV Waldhof— Tus Beiertheim 9·9 Seckenheim 98— TV Bretten uusget. 3 SPORTRIATT Nußlochs Hendbeller ungeschlegen en der Spitz Oftersheim mußzte sich mit 9:5 beugen— Walldorf in Wiesloch erfolgreich 0 Ketsch 78786 15 St. Leon 9 726 7 Rot 9 75·42 15 Neckarau 6 43:46 6 Birkenau 9 65:45 15 Belertheim 9 39.74 6 Leutershaus. 6 79:50 13 Seckenheim 9 46:62 3 Rintheim 10 95:71 11 Bretten 6 47·82 2 Weinheim 10 79:74 10 Waldhof 6 50:106 1 TSV Rot— TSV Rintheim 77 Mit großer Spannung erwartete man in Rot den Liganeuling und es mubß gleich zu Anfang gesagt werden, daß das Unentschieden den Güästen vollaut gerecht wird. Bevor die Roter Hintermannschaft recht im Bilde War, mußte Thome den Ball zwei⸗ mal kurz hintereinander hinter der Linie holen. Rot mußjte längere Zeit verbissen kämpfen, ehe Thome in der 9. Minute einen Tretter aufholen konnte, und Vetter durch einen Stratstob den Aus- gleich für die Gastgeber schaffte. Vetters Füh- rungstor glich Küuhnie wieder durch Strafstoß aus und durch einen Deckungsfehler der Roter Hinter- mannschaft gelang den Güsten wieder die Führuns. Eine schöne Kombinatlon von Becker und Weiß B. erbrachte durch Letzteren für Rot das 4:3. Nach dem Wiederanpfitt war es Becker, der durch einen Strafstoß den Vorsprung weiter aus- baute. Lähmendes Entsetzen spiegelte sich in den Gesichtern der Zuschauer, als Thome einen harm- losen Bodenroller passieren lieb. Durch diesen Treffer angespornt, setzten die Gäste nun alles auf eine Karte. Vetter erzwang durch einen Bomben- schuß den 6. Tretffer, aber trotzdem gelang Rint- heim nochmal der Ausgleich. Als dann Vetter fur Rot erneut die Führung erzwang, atmete man im Roter Lager auf. Aber es war zu früh, Fast mit dem Schiuppfift zusammen glückte Kuhnle durch einen Strafstoß der Ausgleich und damit die ver- diente Punktetellung. SpVgs Ketsch— 86 St. Leon 11:3 Mit ersatzgeschwächter Mannschaft standen dle Leoner in Ketsch auf verlorenem Boden.“ Zudem war die Ketscher Mannschaft gestern in einer prächtigen Verfassung. Bei etwas mehr Glück auf Montag, 14. November 1940/ Nr. 171/ Seite 8 er Güste wäre die Niederlage nicht 60 hoch — E Beide Mannschaften lieferten sich ein überaus faires Splel. indem sich ganz besonders der Sturm der Ketscher durch prüchtige Torschüsse uuszeichnete. Kreisklasse A1: S6 Nußloch 10— 88 Eberbach 15:7 Die Nußlocher Mannschaft war wüährend des ganzen Spieles ihren Gästen überlegen und konnte dadurch einen s0 hohen Sieg erzielen. Pokalsplele: TV Neckargemünd— VIB Eppinszen 715 Im 1. Pokalkampf blieben die Neckargemünder nach guter Gesamtleistuntz verdienter Sieger. Be- sonderes Lob verdienen beim Sieger die Gebrüder Fabig und bei den Güsten der Torhüter. SV Schönau— AS8V Eppelhelm 7:8 Eine große Ueberraschung leisteten sich die Eppelheimer. Nach anfänglicher 4:1-Führung muſ· ten sie sich den müchtig drüngenden Gastgebern am Schluß beugen. IV Eschelbronn— Kusd Leimen Durch Verzicht von Eschelbronn kampflos für Leimen gewonnen. TSd Rohrbach— T8d 76 Heildelberg ausget. Süddeutschland verlor Silberschildspiel gegen den Westen 1:3 Westdeutschland— Süddeutschland 31 Berlin— Rheinland-Pfalz 2·4 Die junge westdeutsche Mannschaft warf nach hrem Ertfolg über Norddeutschland am Sonntag in Essen auch den Titelverteidiger Süddeutschland in der Silberschild-Zwischenrunde mit 3:1(1:1) aus dem Rennen, Nachdem Dröse im Süddeutschen Tor einige torreife Situationen geklärt hatte, ging der Süden nach einer Viertelstunde durch den Halb- rechten Cuntz in Führung. Budinger II glich zehn Minuten später aus. Nach dem Wechsel verlor der Kampf zunächst an Farbe, bis der Westen wieder durch seinen Mittelstürmer in Führung ging. Der- selbe Spieler erzielte kurz darauf infolge eines krassen Deckungsfehlers das dritte Tor. Die süddeutsche Mannschaft zeigte eine tadellose Stocksicherheit und hatte in Mittelläufer Dr. Ger- des ihren besten Mann. Im Sturm war die linke Seite Dempel-Rosenheim am gefährlichsten. Beim Westen störte der Halblinke Hidding durch seine Verspieltheit den Zusammenhang. Neben den bei- den Außenläufern hoben sich die Gebrüder Budin- ger aus der Mannschaft heraus. Auch MTV 46 erlitt bei der 7186 gdie erste Niederlage Die T808 76 hat nun auch dem bisher unge- schlagenen Tabellenführer die erste Niederlage bel- gebracht und ihm die Führung entrissen. Nur die ersten füntzehn Minuten hatten die Mannheimer etwas zu bestellen, dann wurden sie ein„Opfer“ der fast über sich hinauswachsenden Heidelberger, die ohne Korn und den verletzten Hübenthal an- traten. Unauthörlich Wirbelten die 76er den Gegner durcheinander, Hans Bauer, ganz groß aufspielend. stand eisern und fäütterte seine Vordermünner mit brauchbaren Vorlagen. Da konnten die Früchte nicht ausbleiben. Aber zunüchst waren es nur plazierte Schüsse, die die Mannheimer Abwehr im letzten Moment noch abschlagen konnten. Einmal wehrte Mannheims Hüter in ganz hervorragender Manier eine Bombe von Engel gerade noch zur Eeke ab. Aber kurz vor der Pause war es dann doch ge- schehen. Nach einer abgewehrten Strafecke kam die Kugel vor Engels Schläger und wurde von dem Heildelberger zum 1:0 eingeschossen. Gleich nach dem Seitenwechsel drehten die 78er weiter stark auf und bald skorte im Anschluß an eine kurze Eeke Seubert zum 2:0. TS0G 78 hielt die Pärtie auch weiter Uberlegen. Riehl spurtete auf den linken Flügel, gab eine Maßhßflanke zur Mitte, Seubert nahm diese sicher an und stellte das End- ergebnis her. Bei ständiger Ueberlegenheit der TS86 kamen die Gäste erst in den Schlußminuten wieder auf. Der Heldelberger Sturm hat ein selten ideen- reiches Spiel vorgeführt, man verstand sich vor- züglich und ließ dem Gegner kaum Zeit zum Auf- bau. Riehl war in erster Linie verantwortlich da- kür, dab die Mannheimer oft kaum zur Besinnung Kirchheims Boxer waren dem 8:8 wieder nahe Jubel um Helmuth Giesers come bacle/ Umstrittener Punktsieg im Schwergewicht s8 Kirchheim— Spvge Neckarsulm 6:10 n. Vor ausverkauftem Hause begannen in Klrch- heim am Samstag die Rückkämpfe um die Süd- deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Boxen. Durch schlechte und weit unter dem Durchschnitt ste- hende Ring- und teilweise Punktrichterleistungen gelang es Kirchheim nicht, das in Necktarsulm er- zielte Remis zu wiederholen. Es wäre angebracht. daſl zu diesen schweren Kämpfen, es handelt sich immerhin um eine Süddeutsche Mannschaftsmeister- tgchaft. regelsichere Kampfrichter entsandt werden. die diesen Kümpfen gewachsen sind. Kirchheim war von vornherein benachteiligt, da der gute Lelcht- gewlehtler Hönig durch Handverletzung nicht Vollwertig war und Krause Kkurze Zeit vor Kampf- beginn eine Absage erteilte. Mit großem Beifall wurde das„come back“ von Helmuth Gieser ge- feiert. Sehnelder(K) holte sich im Fliegengewlcht Kampf.- los die Punkete, da NSU hier auch diesmal keinen Mann stellen konnte, Im Bantamgewicht hatte Glock(K) gegen die Kampfmaschine und vorſäh- rigen Deutschen Meister Weller keine Chance. Nach leichtem Abtasten in der ersten Runde folgte in der zwelten Runde eilin Kernschub und Glock mußte das„Aus“ des Ringrichters Über sich ergehen las- gen. Müller(NSU) holte sich im Feder die Punkte Kamptlos, da Krause(K) nicht zum Kampt erschten. Der schlagstarke Rechtsausleger Rienhard(N8U) Würtete drei Runde lang aut seine ko-Chance, die er auch nach wenigen Sekunden in der ersten Runde beinahe ausgenutzt hättée. Durch einen linken Kopfhaken suchte Hönig bis 7 die Bretter auf. stellte slch erneut zum Kampf, hatte jedoch gegen Rlenhard, bedingt durch tzeine Handverletzung, nichts zu sagen und gab beide PFunkte ab. Im Wel⸗ tersewieht stand Gleser, Helmuth, der nach zweil⸗ Jühriger Pause wleder die Handschuhe anzoß. sel- nen Mann. Wenn auch beil G. sichtlich noch Luft-⸗ mängel besteht, s0 punktete er Schlag(NSU) ge- konnt aus. An diesem Punletstes War nicht zu rüt⸗ teln, zumal Schlag in der zwelten Runde eine Ver- wärnung wegen Tlefschlag erhlelt. Der Deutsche Melster, Ihlein(sU), seigte gein värtantenretches Können, dern Glerl(K) nur Mut Und Angritksgelst entgegensetzen Konte. Gierl lie⸗ terte zwei Runden lang dem Deutschen Melster eilnen Kampf, an dem man zeine Freude haben Konnte, Durch die schnellen und Alasharten Schläge von Ihlein war Gierl in der dritten Runde der- Ertig geschwächt, daß) er sich nicht mehr zum Kampt stellen konnte und dd belde Punkte hoch Ihlein abgeben mußte. Finen ko-Siegß gab es im Halbschwergewicht, Wo Müller(K) den NSoler Hahn in der dritten Runde nach vorausgegan- genem starkem Schlagwechsel auf die Bretter setzte. Der wieder neu zur Mannschaft gekommene Schwergewichtler Berg(NSU) hatte Geisel(K) als Gegner. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde UÜbernahm Geisel(K) das Kampfgeschehen der zwei- ten, bei der Berg hoch ausgepunktet und an den Rand des ko gebracht wurde, In der dritten Runde holte Berg wieder etwas auf, Was aber nie zu dem verkündeten Punktsieg von Berg gereicht haben dürtte, Beeinträchtigt war der letzte Kampt noch durch den unsicher Wirkenden Ringrichter. Prag/ Stuttigart— VIik Coburg 10:6 ASV holte die ersten Punkte KSV 64 Mannhelm— A8V Heidelberg 8:5 Ja. Beide Vereine wufßften, dah eine Niederlage das Tabellenende bedeutete, daher setzten sich beide Ringerstafleln voll und ganz ein. Sehr hart und verbissen wurde in jeder Gewichtsklasse um den Slegß gekümpktt. Der glücklichere war der A8V Hel- delberg, der mit 5:3 die Oberhand behlelt und au- gleich die ersten Punkte holte. Im Flliegengewieht Kkonnte 64 Mannhelm durch einen Schultersteg von Hettel über den tapteren Jugendringer Göckel 1:0 in Führung gehen. Durch einen Schultersieg von Gänzler über Schnell stand der Kampt wieder 1:1. Mannhelm glng dann nocn-⸗ mals 3:1 in Führung„durch Schulterstege von Tho- mas über Schlechter und Mater Über Redzich. DBann aber War ihr Pulver verschossen, denn Heidelberg trat jetzt mächtig aut und wuchs Über sich selbst hinaus, Der Kampt Sammet(H) und Lang geng Uber die volle Zelt, Punktstieger Sammet. Böhm(11) schulterte dann iin Mittelgewiecht Rutz in der v. Minute. Das Halbschwergewicht brachte dann eine Ueberraschung,. Der alte Ringtuchs Hagner(M) getzte am Boden Wältel GI) einen Aufreiſler an, den Wöltel aber Ubersprang und Hagner auf die Schulter legte. Im Sehwergewicht stellte dann Schwebler(Ii) durech einen Schultersieg über den 10 Jahre Ülteren Krattringer Hoflnann den 6:8⸗ Sleg tür Heldlelberg sicher. Feudenhelm konnte durch einen hig-Sleg über Wiesental welterhin 1. Tabellentührung behalten. Hruchsal mußſte eine Gberraschend hohe 6:3-Nieder- lage in Lamperthelm hinnehmen. Landesliaa: Rohrbach— Eppelheim 4½d7 Llegel⸗ hausen— Hohrlesheim 9(Kamptlos). kamen, Bruckert deckte wirkungsvoll den TV-Mit- telläufer Schlicker, der s0 nicht zum Aufbau kom- men konnte. Taktisch einwandfrei der Halbrechte Seubert, der sich ebenso als Torschütze bewährte. Engel riß mit rassanten Flankenläufen die geg- nerische Verteidigung aut. In der sicheren Vertei- digung zeigte Rieth eine weitere Formverbesserung. Ueber allen aber stand Mittelläufer Bauer, dessen Aufbau und Abwehr über jeces Lob erhaben Wa- ren. Dr. Berger-Weyrauch HCH) und Schubert (HTV) leiteten einwandfrei. Weitere Ergebnisse: TSG 76 Ib— 46 Mannheim Ib 5:1. 786 76 AH.— 46 Mannheim AlH. 3:1. T88 76 Damen— 46 Mannheim Damen 1:0. TS8 78 Jun. — HCH Jun. 41. ViR— HCH 1:1 Der VfR kam bereits nach wenigen Minuten durch einen Durchbruch von Trautmann zum Füh- rungstor. Der HCH bestimmte durchwes das Splel- geschehen, doch kurz vor Halbzeit gelang Frank der Ausgleich. Nach der Pause kamen die VIRler kaum über die Mittellinie. In schönen Kombina- tionszügen konnte sich der Club unzählige Male bis in den Schußkreis vorspielen Einen kräftigen Tor- schußb anzusetzen, war ſedoch auf dem glitschigen Boden kaum möglich. So konnte der Vfk mit viel Glücke das Untenschieden halten. Da Crusius und Péters für Süddeutschland spielten, lief das Spiel „unter Vorbehalt“, so daſß erst eine Wiederholung die endgültige Verteiluns der Punkte ertzeben wird. Phönlx Karlsruhe— TV 46 Heidelberg 14 H. Während des gesamten Spleles war der HTV eindeutig überlegen und Kkonnte bis zur Halbzeſt 3:0 in Führung gehen, Nach der Pause tand sleh Wirtschaftsblaft Tabekpreise unvetöndert Die 5. Rohtabakeinschreibung fand am 11. No- vember 1049 in Speyer statt. Es wurde angeboten Mittelgut und Sandblatt aus dem pfälzischen Ta- balkanbaugebiet mit insgesamt ca. 21 000 Zentner. Die Nachfrage auch nach dem Mittelsut und dem Sandblatt der Pfalz war groß, so daß dadurch das Preisniveau wiederum bestimmt wurde und keine veränderte Preislage gzegenüber den ver- gangenen Einschreibungen festzustellen war. Es wurden für die verschledenen Anbauorte fol- gende Preise erzielt: bDudenhoten Mittelgut DM 261.— pro Ztr. Freisbach 60„% 243.—% e Geinsheim 5% 207/.— 6% 09 Gommershelm 0„„ 226.—„ e Hanhofen 60„% 236.—% e0 Harthausen 5% 286.—% e Haßbloch 5*% 222.—„„ 7 Niederlustadt 0„ I1üB.—„ e· Iggelheim 6˙% 229.—„ Mechtersheim 0 6⁰ 209.—„% 0 Schwetgenheim 00„% 191.— ½ e Schitterstadt 8% 108.—„% Barbelroth Sandblatt 5% 207/.—„ 60 Bellheim 5„ 192.—„ e⸗ Billigheim 6% 216.—„%„˙ Büchelberg 60% 231.— ½% 269 Dierbach 0 0„ 197.—„*. Erlenbach · 0 219.—„„ Hatzenbühl 00„ 205.—% e⸗ Hayna 0˙„% 213.—„ Hörcdt 0„% 212.—„%„ Kandel 9˙„% 202.—„ ˙ Minderslachen 65% 203.—„ en Neupotz 90 2046.—„„ Ottersheim 6˙„% 221.—„ Rohrbach 6⸗6% 109.—„% e Schaidt 0˙ 6% 323.—„„ e6 Wörth 90 566320.— Einen interessanten Kontrast zu unserem Bericht bildet die dpa-Meldung, wonach die Preise sich rückläufig entwickelten und für die nüchste Einschreihung mit einem weiteren Rückgang zu rechnen sel. die Phönix-Elf etwas besser. Ein schneller Durch- bruch führte zu einer Strafecke und anschließen- dem Tor. Ein weiterer Treffer des HITV stellte das Endergebnis her. Die Tore für den HTV schossen Mode(2), Som- mer und Jehle. Hon(rraditionsmannschatft)— TII Darmstadt 3:1 Die Darmstädter Studenten haben seit ihrem letzten Auftréeten in Heidelberg einen beachtlichen Formanstieg zu verzeichnen. Gelang es ihnen doch im Sommer, das Endspiel um die deutsche Hoch- schulmeisterschaft gegen Uni Hamburg 3:1 zu ge- winnen, Den alten HCH-Stratesen waren sie je- doch nicht gewachsen. In der ersten Halbzeit konnte zwar Herbstrieth Darmstadt) den Führungs- trefter von Frank ausgleichen, nach Wechsel schälte sich eine starke Ueberlegenheit der Platzherren heraus, die in der letzten Viertelstunde durch zwel Tore von Henk II ihren Ausdruck fand. Deutscher Leichtathletik-Verband gegründet Im Rathaus zu München wurde am Sonntat in einer besonderen Felerstunde der„Deutsche Leicht- athletikverband“ gegründet. Als Ehrengäste be- tzrüßte man neben deutschen Meistern und zahl- reichen Reglerungsvertretern drei Olympiasleger: Lina Radtke-Batschauer fB Breslau), die 800-m- Stegerin von Amsterdam 1928, Gisela Mauermeyer. München, die Olymplaslegerin im Dislcuswerfen und Gerhard Stöck, Hamburs, den Olympiasieger im Speerwerten. Trans drobis che Erdõl- Leitung macht Forischritte Selt dem Frühjahr sind rd. 2000 amerikanische Facharbeiter und etwa 6000 einheimische Arbeiter wleder am Bau der großen transarabischen Erdöl- Leitung beschäftigt. Die Arbeiten waren fast ein Jahr liegengeblieben, weil die Amerikaner wetgen der Krlegswirren im Nahen Osten die Rohrver- schiftungen eingestellt hatten. Die Rohrleitung, die die saudi-arabischen Oeltelder am Persischen Golt mit Sidon im Liba- non verbindet, und die eine Entfternung von rd. 1600 kin Überbrückt, gehört zu den größten Bau- vorhaben der Welt. Bei einem Rohrdurchmesser von 30 Zoll werden uvd. 300 000 t Stahlrohr verlegt. Man Kkann schätzen, daß knapp die Hältte dieser Menge bisher verschiftt worden ist. Die neue Plpeline dürfte frühestens Ende 1950, Anfang 1951 in Betrieb genommen werden können. Die Transportleistung der Rohrleitung ist aut 49 000 t Rohöl täglich veranschlagt; es ist von vorn- herein die Möglichkeit vorgesehen, ste später durch Verwendung von Druckpumpen auf 70 000 t täs- Uchen Durelisatz zu erhöhen. Für den Transport von 43 000 t Rohöl täglich vom Persischen Golt zur Mittelmeerküste wäre eine moderne Tanker⸗ flotte von 62 Schiften zu je 16 000 BRT erforder- Uch. Die Ersparnisse, die man durch die Inbetrleb- nahme der Rohrleitung erwartet, belaufen sich auf die Kosten für rd. 700 000 Mellen Tankerreise pro Monat und aublerdem aut 1,35 Dollar pro lt Suez- Kanal-Gebühr. An der Ausbeutung der saudi- arabischen Oelvorkommen sind fast alle internatio- nalen Oelgesellschaften beteillgt. Die Unteèeressen der grohen amerikkanischen Konzerne der Standard Oil Co. otf Calitornia, der Texas Co., der Standard Oil Co. oft New Jersey und der Socony Vacuum Oil Co. werden durch die Arablan-American Oil Co.(ARAMCO) wahrgenommen. Saudi-Arablen ist an der Förderung mit einer Abfindung von 23 Cent 16 Fal interesslert. Kurzmedungen Schweine- und Schafpreise frel. Die Preise für Schweine und Schafe sowie für Schweine- und Schakftleisch zind nach einer Anordnungß des Bun-⸗ des-Wirtschaftsministertums mit sokortiger Wir⸗ kuns krelgzegeben. Dle Freigabe erfolgt auf Grund eines Kabinettsbeschlusses. Japan nimmt Sehuldendlenst wiedler auk. Japan werde die seit 1941 unterbrochene Tllgung seiner Anleihen wieder aufnehmen, erklürte der ſapa⸗ nische Ministerpräsident doschida am Dtenstag. Ferner betonte Joschida, daß Japan trotz der durch die Abwertung des Pfund Sterling tür seilnen Ex⸗ ort verursachten Schwierigkeiten den Kurs von 360 Len für einen Dollar aufrechterhalten werde. Künhlerfabrik Behr verdoppelte PFroduktion. Die Süddeutsche Kühlerfabrik Julius Fr. Behr in Stutt⸗ Kart-Feuerbach, Deutschlands gröhte Kühlerfabril und Herstellerin der bekannten„GOLFSTROM“ Warmwasser-Zentralhelisung für Krakftftahrzeutge, meldet für Oktober eine Verdoppelung der Pro⸗ duktion von„Goltstrom“-Helzungen gegenüber dem Vormonat. Weltere Arbeltskrätte konnter elnge⸗ gtellt werden. Tuckersteuer soll gesenkt werden. Die RHundes⸗ reglerung hat dem BHundesrat einen Geéesetszentwurt Uber die Senkuntz der Zuckersteuer zugslei⸗ tet, der nunmehr im Finanzausschuh und Akraraus⸗ gzechuß des Bundesrates behandelt Werden dürtte. Nach dem Gesetzentwurk ſst vorgesehen, dle Zuk⸗ Kkersenktung tür Stärkezucker von gegenwärtig 40 DM je dz auf 30,50 DRMA je dz zu senken. Das Bundes-Ernührungsmintsterlum ist der Ansicht, daß diese Senkung tür die Förderung des inlün⸗ dischan RUbenanbaues auflerordentlich wleh- titzt ist, da bis zum Jahre 1932 die inländtsche Zucker-⸗ erzeugung aut 600000 t erhöht werden soll. Bel Fleichbleibendem Zuckerverbrauch in Westdeutsch⸗ land würde ailch das Steueraufkommen nach Ermühlgung der Zuckersteuer um 69 Mill. DM von NI Mill. DM aut 262 Mill. DM jährlich verringern. Deutsche Betelligung an der internatlonalen Messe in Lyon, Der süudwestdeutschen Ortgzantsations-, Ver- mittlungs- und Verwaltungsgesellschaft, Franlcturt um Main, ist es gelungen, für die Betelligung deut- scher Firmen an der vom 15. bis 24. April näch- sten Jahres in Lyon stattkindenden internatlonaſen Messe in beschränketem Umkfange Ausstellungsraum tür tolgende Industrlegruppen veservleren zu las⸗ gen: Hüttenwesen, Optik und Photographie, chirur- AHische Instrumente, chemische Industrie, Spinne⸗ rel-, Web- und Strickmaschinen, Mustkinstrumente, Landwirtschattsmaschinen, Büromaschinen, Auto⸗ moblle, Fahrräder und Motorräder. Die Ausstel⸗ lungsstände werden spätetens bis zum 20. Novem⸗ der zugetellt. Selte 6/ Nr. 171/ Montag, 14. November 1049 DSCHRU Heidelberger Professoren in Mannheim Eine von der Stadtverwaltung veranstaltete Vortragsreihe„akademischer Winter in Mann- heim“ wird hauptsächlich von Heidelberger Professoren getragen, Am Dienstag, 15. Novem- ber, wird die Reihe eröffnet durch Prof. Franz Joseft Brecht, der über das Thema„Der euro- päische Nihilismus und wir“ spricht. Die wel⸗ teren Vorträge werden von Rektor Karl Freu- denberg, Prof. Fritz Erns t, Prof. Eberhard Schmidt und Prof. Ernst Rodenwaldt gehalten. Beim Schlußabend im April 1950 spricht Prof. Carlo Schmid. Tanken mit Brausebadeinlage Zwel Fliegen mit einer Klappe schlagen, das heißft nach erfrischendem Brausebad im geheizten Waschraum sich den Bart abnehmen, wührend nebenan im Wasch- und Schmierraum das Auto mit modernsten Geräten wieder Überholt wird. Seitdem am Freitag die Gasolin-Tankestelle von Karl Betzmann in der Bergheimer Straße mit modernster heizbarer Schmier-, Wasch- und Pfle- gestation auch in unserer Anwesenheit mit Origi- nal Kulmbacher Bier aus der Taufe gehoben wurde, fühlen wir uns auf diesem Gebiet nicht mehr als blutige Laien, und wollen versuchen, die dort erhaltene Auto-Pflegelektion auch dem kriti- schen Fachmann fachgerecht zu servieren. Der Wagen läuft auf eine Fahrschiene, unter der sich eine Grube befindet, von der aus die Arbeiten mühelos vorgenommen werden kKönnen. Das Altöl läuft direkt vom Motorenghäuse über bewegliche, nach allen Seiten drehbare Trichter in einen unter der Erde eingebauten Altöltank, ebenso das Oel aus Getriebe und Differential. Vor Einfüllung des Frischöls wird sowohl der Motor als auch das Ge- triebe und Diflerential mit einem Motor- und Ge- triebespüler von allen Unreinlichkeiten gesäubert. Das Auffüllen von Frischöl erfolgt direkt vom Tank über einen modernen Abgabeschrank. Für die verschiedenen Jahreszeſten und Fahrzeugtypen wird jeweils die richtige Oelsorte verwandt. Das Abschmieren erfolgt mit einem Schmierkompressor, der einen Druck von 5-—600 atü entwickelt. In dem anschließenden Waschraum, wiederum auf Schienen, die hydraulich gehoben werden, wird der Wagen mit heißem Wasser gewaschen und mit besonderen Vorrichtungen elektrisch auf Hoch- glanz poliert. An diesen Waschraum schlieſßen sich die erwähnten Dusch- und Waschräume für den Autofahrer an. Diese Tankestelle, die bereits 1927 gebaut wurde, ist nun durch die Erneuerung die einzige in ihrer Art in Heidelberg und darüber hinaus in Württem- berg-Baden. Durch die bisher bewährte Leitung von Karl Betzmann, die auch bei der Feierlichkeit von einem Vertreter der Deutschen Gasolin-Aktien- gesellschaft Stuttgart gerühmt wurde, wird sie einem modernen Kundendienst in jeder Weise KLe- recht. Sle ist für den Autofahrer eine wertvolle Hilfe durch die moderne Anlage und die dadurch bedingte Zeitersparnis. E. O. 25-Jahrfeier der Frauen-Abteilung 186 78 Im dichtbesetzten Saal des„Schwarzen Schift“ kelerte am Samstagabend die Frauen-Abteilung des 780 78 ihr 25jähriges Bestehen. Herr Kuna, der die Grüße des Vorstandes sowle aller Abteilungen Überbrachte, gab einen Rückblick auf die Entwick- lung der Frauen-Ahteilung seit dem Gründungsſahr 1924. Für langjährige Mitgliedschaft wurden die Frauen Hahn, Küstner, Quast und Frl. Sing durch Ueberreichung der Silbernen Vereins- nadel geehrt. Ohne Unterbrechung gehören eine ganze Reihe von Frauen fünfzehn und mehr Jahre der Frauen-Abteilung an, die neben anderen flei- bigen Mitarbeiterinnen besonders erwähnt wurden. In einer stillen Gedenkminute wurde die frühere Leiterin Frl. Margarete Waßmannsdorff ge- ehrt. Fritz Weiß überreichte im Auftrag der Männer-Turner einen prächtigen Wimpel. Mit einem dreistündigen Programm unterhlelt die Frauen-Abteilung unter der geschickten Leitung von Frau Hof mann und Frau Apfel den Kreis der Festgäste. Alfred Mo hr hatte die Ansage über- nommen. In bunter Reihenfolge wechselten die Dar- bietungen: von der Frauen-Abteilung gesungene Lieder sowie gesangliche und musikalisceh Vorträge einzelner Mitglieder. Viel Beifall fanden die Aus- schnitte, die die Frauen-Abteilung aus ihrem Turn⸗ stundenbetrieb vorführte. Frau Hofmann brachte in humorgewürzten Reimen Charakterstudien aus dem Abteillungsbetrieb. Am meisten aber wurden die Lachmuskeln in Bewegung gesetzt, als zum Ab- schluß die Frauen in uralter Turnerinnenkleidung In langen bis zu den Knöcheln reichenden Röcken und hochgeschlossenem Kragen im Parademarsch aufmarschierten, um zu demonstrieren Was man einst zu Grohmutters Zeiten unter Frauen-Turnen verstand. Der in jeder Hinsicht auf beachtlicher Höhe ste- hende Abend vermittelte erneut einen Einblick in dite mustergültige Arbeit der Frauen-Abteilung der TSG 76, in deren Reihen ein prächtiger und lebens⸗ kroher Gelst der Zusammengehörigkeit herrscht. Die Junse Union Heidelberg mull ren ange⸗ Kkündigten öttentlichen Diskussionsabend mit dem Präsidenten der Bundesbahndirektion Stuttgart Uber die Verlegung des Heidelberger Hauptbahn- hofs absagen, da der Präsident einen Vortrag Über obiges Thema abgelehnt hat. Er tellt der Jungen Unton aber mit, daßß zur Zeit Verhandlungen z2wi⸗ tzchen der Bundesbahn und der Stadtverwaltung Heldelberg in dieser Angelegenhelt im Gange sind, die von Stuttgart aus 80 schnell wie möglich ab⸗ geschlossen Werden sollen. Weiterhin bemerkete er, daß der in der Presse angegebene Kostenaufwand für die Fintührung der Odenwaldbahn durch den Königstuhltunnel in den derzeitigen Heldelberger Hauptbahnhof bei weitem zu niedrig angege- ben wurde. Die Export-Taxi-Corporatlon gibt er in rund 60 Städten und nicht in 6, wie in unserer Samstag/ Sonntag-Ausgabe infolge eines Druckfehlers zu lesen War. Das Sonderkonsert Adolt Busch mit dem Stüdti- schen Orchester, Leitung: Ewald Lindemann, kindet heute abend, 30 Uhr, in der Stadthalle statt, mit Werken von Gluck: Ouvertüre Iphigenie auf Tau⸗ 16; Bach: Partita d-moll ftür Violines allein: Beet- oven, Violinkonvert D-dur. gelnen g0. Geburtstaß fetert heute Ludwylig W6⸗ ber, Händschuhsheimer Landstralle 66. Wir gra⸗ tulieren herslichl Männer, Frauen und Kinder DIE STADTSEITE Tausendiacher Lalernenzauber in der Haunlsiraße Der erste Heidelberger Martinszug 1949— Der Himmel hatte im letzten Augen blick ein Einsehen „So viel Kinner gibts in Heidelberg“, bemerlete neben uns ein alter Heidelberg,„dess hätt ſch net gedacht. So was Schönes hab ich noch net gesehen“, Laternchen an Laternchen hielten die EKinder in Hünden. Zum Teil gekauft, aber doch die meisten selbst gebastelt Ja, einige waren mit Taschenbatterien und elektrischen Birnchen ausgestattet. Und eine technisierte Laterne, ge- baut mit Teilen aus dem Märklin-Baulcasten, haben wir auch bemerkt. Viele waren darunter, die mit Liebe und Kunstsinn gebastelt waren. Große Fische, das Heidelberger Schloß, eine Kirche, Martinsgänse, die schönsten Motive. Weiter die Sternchen, der Mond, die Sonne, vor- weihnachtliche Bilder, wie es einem geflel. Und dazu wurde das bekannte Lied gesungen. Einige sangen mit groſer Begeisterung, dann waren aber Kinder darunter, die stumm waren. Das nüchste Jahr müßte eine Kapelle dem Zug vor- ausschreiten, damit wirklich alle mitsingen. Auf dem Rücken der Vatis saben die ganz Kleinen und die putzigen Fäustchen umlclammerten innig die Laternenstöckchen. Verwundert schauten sie um sich und hinunter in die Lichterflut des Um- zuges, der endlos, so schien es, sich durch die Hauptstraſßſe wälzte. Am Wege standen Tau- sende, die sich diesen einzigartigen Anblick nicht entgehen lassen wollten. Schon um vier Uhr sammelten sich auf dem Karlsplatz die Kinder und sie freuten sich, dtaſ der Wettergott ein Einsehen hatte und dem Negenfluß am Abend ein Ende setzte.„Jetzt geht's los“, riefen sie. Eifrige Ordner stellten den Zug zusammen. Die Abenddümmerung war in der Zwischenzeit hereingebrochen und die Kerzen wurden entzündet. An der Spitze des Zuges ent- hüllte man ein großes Transparent: Der erste Heidelberger Martinszug 1949“, Und Hunderliausende schmachten noch immer in CGeiangenschall Kundgebung der Landesarbeitsgemeinsch aft für Kriegsgefangene im„Capitol“ Hunderte von Heidelbergern hatten sich gestern im„Capitol“ versammelt, als OB Dr. Swart im Namen der Landesarbeitsgemeinschaft für Flüchtlingsfragen Württemberg-Baden und der angeschlossenen Verbände gegen die wei- tere Zurücdthaltung von Gefangenen und Zivil- internierten protestierte. Eine ungeheure Welle der Empörung, so sagte er, gehe durch das deutsche Volk, weil nach 4, 5 Jahren effektivem Kriegsschluſßs zu Hunderttausen- den noch immer fern von der Heimat schmachten müssen. Hunderttausende selen draußen gestorben, viele Tausende als körperliche und geistige Wrackes zurückgekommen Die Ungewiſiheit über das Schick- sal der Vermißten müsse beseitigt werden. Im Namen der Menschlichkeit sei gegen Hitler Krieg geführt worden, unmenschlich aber habe man auch die Gefangenen ausgenutzt und zurückgehalten. Unzühlige bangen um die Wiederkehr, rief als nüchster Redner Dr Scholz, der Vertreter der Heimkehrer, aus. Die Wunden des Krieges beginnen sich zu schließen, die Wunden der Bangnis aber können nicht heilen, denn sie brechen jeden Tag wieder auf. Dr. Scholz schilderte dann den qual- vollen Wes in die russische Gefangenschaft, der kein Ziel gehabt, sondern in die Unendlichkeit des Ostens geführt habe. Immer wieder sei den Ge- tangenen gesagt worden, je mehr sie arbeiteten, desto eher würden sie heimkehren, denn sie wür⸗ den in Rußland Reparationen für Deutschland leisten. Die Gefangenen gingen verbissen an die Arbeit und die Liebe zur Heimat hielt sle aufrecht. Schliefflich kam Anfang 1947 das Versprechen, daß alle Kriegsgefangenen bis spätestens 31. 12. 1946 entlassen werden sollten. Damit hatte die Gefangen- schaft endlich ein Ziel. Aber die Hoffnung zer- rann, als bis November 1940 lediglich wenige Kranke abtransportiert wurden. Die anderen soll- ten das Frühjahr abwarten, weil der Transport im Winter zu géfährlich für die Gesundneit gel, und als das Frühjahr kam, daß diejenigen Reaktionäre seien, die so schnell nach Hause drüngten, anstatt für Deutschlands Schuld im sozlalistischen Vater- land zu arbeiten. Wir Heimlcehrer haben es unseren zurückgeblie- benen Kameraden gelobt, rief Dr. Scholz aus, daſß Wir sie nicht vertzessen, daß wir uns ganz für sie einsetzen würden. Aber wir wollen es nicht durch Säbelrasseln tun(die Säbel sind ohnehin verrostet), vom Kries haben wir genug, aber gegen das Un- recht der weiteren Zurücdchaltung und das Ver- schweigen der Totenzahlen müssen wir immer wie⸗ der protestieren. In Rußhland lägen genaue Listen vor vor allen Kategorien von Kriegsgefangenen und immer noch selen viele Frauen und Kinder unter ihnen. Wenn der Präsident der Gstzonen- republik, Pie ck, erklärte, daß bis 1. 1. 1950 alle Kriessgetangenen zurückehren würden bis auf die Verbrecher gegen die Menschlichlceit, 80 sei dagegen zu sagen: sind das die Kriegsverbrecher, die wegen der Requirierung von ein paar Sadt Hafer für Truppenzwecke 16—.20 Jahre Arbeitslager belcamen? Die Frage müsse immer wieder gestellt werden: Wo bleibt der Rechenschaftsbericht vor dem deutschen Volk und dor ganzen Welt? Gewis- heit ist besser äls dieses furchtbare Bangen, auch wenn zie Wunden schlägt. Gebt uns endlich die Namen der Toten bekannt, s0o schloß der Redner seine Ausführungen, gebt uns endlich die deutschen Männer, Frauen und Kinder zurück, im Namen des Friedens! 8 Weihbischof Dr. Burger, Freiburg, setzte Ar- tikel 1 des Grundgesetzes den Beginn seiner Ausführungen„Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ Er rief noch einmal die Greuel des dritten Reicnes in Erinnerung und be- tonte, daß jetzt der große Bruder des National- sozialismus, der Bolschewismus, im Herzen Deutsch- lands stehe. Bei ihm gebe es nur Nummern, Skla- venhandel und-markt; das habe die Gefangenen- behandlung gezeigt Die Würde des Menschen sei dort nichts. Bei der Frage nach dem Grund solcher Greuel müsse die Antwort lauten: Der Mensch ist von Gottes Gesetz abgekommen. Das neue Europa müsse hristlich sein, wenn die Würde des Menschen, das Ebenbild Gottes, erhalten bleiben Solle. Zum Schluf der eindrucksvollen Kundgebung verlas OB Dr. Swart eine Entschließung, die in allen anderen großen Stüdten Württemberg-Badens Eleichsfalls zur Verlesung kam Danach wird fest- gestellt, daß die weitere Zurückhaltung von Kriegs- gefangenen mit den Menschenrechten und den inter- nationalen Abkommen nicht zu vergnbaren sei. Die Abwicklung ordnungsgemäßer Prozesse für die Internierten wird gefordert und daß sich Bundes- taß und Bundesreglerung dieser Anliegen anneh- men. Der Entschliedung wurde einmütig zuge- stimmt. W. 8. Cageblakk ider kort ging es, hinein in die Hauptstraſie. Lel hatten die Geschäftsleute nicht gebührend ihre Schautfenster und Lichtreklame abgedunkelt. ES würe sicher auch ein Leichtes gewesen, die Straßenbeleuchtung für eine halbe Stunde ab- zuschalten. Doch das nächste Jahr werden, 30 glauben wir sicher, die Heidelberger Geschäfts- leute und auch das städt. Elektrizitätswerk der wunderbaren Wirkung des Zuges besser ent- gegenkommen. „Mutti, mei Laternche isch zerrisse, die anere Kinner habbe viel schönere!“ sagte ein kleines Foto: Ostendort Mädchen und fing erbärmlich an zu heulen. „Komm Liesel“, so beruhigte die Mutter das Kind,„des Rißle macht doch nix. Du hasch b'stimmt die schönst...“ Worauf sich Liesel einen Ruck gab und ganz stolz wurde. Laternchen, Laternchen, Sonne, Mond und Sternchen..“ Das nüchste Jahr leuchten be⸗- stimmt noch viel, viel mehr beim zweiten Hel⸗ delberger Martinszug. rh. „Miigemadi!'s werd Tasenadhl!“ Carneval-Ges.„Perkeo“ und Club Rheinland starten in den Karneval Die„Bachkmulde War Freitagubend mit Frönlich- keit bis aur Decke gefullt und alle hätten das Ge- fühl, eine 1 pfälzische Familie zu sein. Der Frohsinn schwantz sein Szepter und da auch eine gehörige Dosis echter Narrenweisheit dabei war, öfkneten sich die Herzen umso williger. Man wird es dem Berichter sicher verzeihen, wenn er der Frinnerung an Geselligkeit mit seinen Narrenbrü- dern und-schwestern von der herkömmlichen Art, Veranstaltungen zu beschreiben, abgeht und sich mehr auf das konzentriert, was ihn selbst s0 warm machte, Daß die Kasse in Ordnung ist und daß Karl Klebes zum„Narr der Narren“, getreu dem Motto:„Ffülzer Humor— allem zuvor“, feier- lich ernannt und der erlauchten Schar der Narren- reglerung einstimmig das Vertrauen ausgesprochen Wurde, das verstand sich angesichts der fröhlichen Vorstandschaft, die mit ihren bunten Kappen eine heitere Demokratie demonstrierten, von selbst. Daß Prof. Weiſ als Vertreter des Odenwaldlclubs wieder mit von der Partie war, spricht für die Bute pfälzer Luft, die beim Perkeo herrscht. „Fröhlich Palz— Perkeo und der Karneval— Gott erhalt's“, da waren die Worte des Vorsitzen- den, Stadtrat Steinbrenner, mit denen er „Bundespräsident“ Klebes das Szepter übergab. Und als nach den Klängen des Narrhalla-Marsches die nürrische Bundesregierung(Elferrat) einzog, Narrenfreihelt audt beim Club nheinland Hinter dem Vorhang stand schon Fritz NGt2 01d mit der Mikro-Birne, als der Elferrat degs Club Rheinland unter den Klüngen des Narrhalla-Mar- sches, angeführt von einem strahlend vergnügten Herold, die„Ministerbünke“ im„Odeon-Keller“ erstieg. Seine Narrheit, der„Präsident des Rhein- lands“, Heinrich Krahforst, verkündete das PFrogramm der völligen Freiheit und paradiesische Zustünde lockten ins Reich des rheinischen Nar- rentums. Staat und Behörde wurde das Vertrauen entzogen und laut„Volkesentscheld“ reglerte„Seine Tollität“ uber„die Massen des befreiten rheinischen Vollces“, das ob dieser geradezu klassischen De- mokratie in eitel Glück und Wonne schwamm. Die „Eingeborenen von Trizonien“ bewiesen, daſß sle Humor haben und in nürrischer Freude schwangen die bunten Kappen im Saal, mal nach Unks, mal nach rechts und„Blowoosch“ und„Inu“ feierten tröh- Uche Urständ. Alexander v. Wolftramsdorff hob mit echt Källschem Humor die vierzehn Kinder der Frau Türle aus der Taufe und s Mariandl, das arme, mulite wieder einmal herhalten, und daß sie noch einmal in Wiesloch landen würde, das hat sie gich sicher nicht trüäumen lassen. Doch Heinrich Krah⸗ torst hat schon recht, denn wenlgstens tür dle nüchsten zehn Jahre sollte man's Mariandl ein- motten, Schmalz gibt's Ja jetzt wieder Henug zu kaufen.“ Als gefährlicher Vamp entpuppte sich Frau ZIm- mermann-Arnst und mänch gllbermellerte Schläte stützte sich gedankenvoll in die Hand- lläche, eingedenk der eigenen Taten, Doch nicht lange blieb zu solchen Reminiszenzen Zeit, denn schon gins die Tür auf und drei echte, rechte„Lum- benkerle“ spasterten hinein: bunt, verwegen und sohr umstkalisch, Das waren die drel Strallensünger. Ach, es gab ja soviel Ueberraschungen und immer Wleder boelfäallumbrandete Narrenbrüder und cehwestern. Drei Geburtstagskinder, ausgerschnet am 11. 11. geboren, wurden Feshrt und dis Kapolle Fréeudenber* hatts alle Hünde, Füße und Münder voll zu tun, um die nötigen Tuschs in den Saal zu schmettern. Orden gab es über Orden, 66 Wär wie trüher— 0 nein, denn diese Orden von der nürrischen Zunft wurden als glitzernde Symbole einer recht freien Zeit von sehr liebenswürdigen Rokokodamen um manch rauhen Münnernacken, der sich dieser ordenausteilenden Hand recht de- mütis entgegenneigte, gehüngt. Aber auch manch anmutiger Frauenhals beugte, sich graziös dem telerlichen Autenblick entgegen. Und selbst das Oberhaupt der Stadt mußte dle Souveränität„Sei⸗ ner Tollität“ an diesem Abend anerkennen. Sauerworscht und Griengemies waren ebenfalls da und auch die„Blumenmarie“ kam zu hohen Narrenehren. Muß man noch betonen, daßb auch im„Odeon- Keller“ das Stimmungsbarometer auf allerschönstes Wetter zeigte und alt und iungz, Männlein und Welblein, tür diese Stunden alle Sorgen Über Bord Wärten und sich selig den Schaukeln und Wiegen des nürrischen Schiffes überlieſben, das sie restlos in das märchenhafte Reich der heiteren Kindlich⸗ keit enttührte? Narren und Kinder, das aind nicht die schlech- testen Kategorlen von Menschen. 80 zelgte es slch in beiden Sülen, daß der Mensch zwar auch Sorgen hat, dattir als emol aber auch LAkcr, Weln und elne Bütt voll ausgleichender Fröhlichkeit. Ob Neckar, ob Rhein— in den Karneval hinein! W. 8. Von der Untversitüt. In der Reihe der Goethe- Vorträge der Untversität sprechen am Dlenstag, den 16. November Professor Dr. H. Bornkamm, Heldelberg, über„Gosthes Christentum“ und am Donnerstag, den 17. November Professor Dr. W. Schadewaldt, Berlin, über„Faust und He⸗ lena“., Pie Vortrüge finden um 16 Unr in der Aula der Alten Untversitlt statt. Eintritt trei. Der Münnertesantvereln Constantia veränstaltet zum Gedenken an die Gefallenen und Toten am kkommenden Mittwoch um 20 Uhr ein Kontert in der, Aula der Alten Untversttät. Zur Aufführun — u. 4. Werkke von Débussy, Bruckener un Ul Von der 0pV. Stadtrat Alkreck J0 hält ab 60= kort jeden Mittwochabend ab 19.00 Uhr in gelner Wohnung, Heidelberg-Kirchheim, Oberdortstradhe 6. öentliche Bprechstunden ab, schusen dle Wogen der Begeisterung schon tast bis an dièe Decke und in dem feucht-tröhlichen Meéer von Natrétel und hintergründiger Weisheit schwamm selig das pfälzer Narrenvolk:„Man braucht ja so wenig um glücklich zu sein!“ Der Reigen der Bütten-Kanonen begann. Da stieg Oskar Rauscher hinein und schlug den ersten, nürrisch-besinnlichen Akkord an.„Das Spiel be- ginnt... Perkeo soll das Szepter führen, als fro- her Geist wird er regieren mit seinem hohen Elfer- rat.“ Und dann Frau Else Wagner, Pfälzerin zur Laute, beifallsüberschüttet. Karl Dietrich stieg in die Bütt“ und zeichnete den rechten Narren: „Kritik zu üben ist des Narren Pflicht, es gibt ja Grund genug zu tollen Possen: der Staat, die Stadt, die lieben Zeitgenossen, sie bieten reichlich Stoff und geizen nicht. Drum soll der rechte Narr in diesen Tagen die Pritsche brauchen, daß es klatscht und knallt.. nur hüt' er sich mit Knüppeln drein- zuschlagen und Dreclt zu schmeißen aus dem Hin- terhalt.. Nichts Gutes kann im Straßenschmutz gedeihen und niemals blüht im Rinnstein der Hu- mor.“ Ilse Münnich rlef mit den Gedichten ſhres Vaters die Erinnerung an diesen großen pflülzer Mundartdichter hervor, Susl und FPugen Rie⸗ ger sangen pfälzer Lieder. Alle drei ernteten verdienten Beifall, und wir alle würden uns sehr treuen, wenn recht bald wieder die Kurpfälzer Truppe offlziell in Aktion treten könnte. „Die Sauerei“ von Kaärl Dietrich war am Samstag im Tageblatt zu lesen. Tränen wurden lacht. Schlieſllich stiegen auch noch Ludwig E r a h- torst und Albert Hagmeiler in die Bütt, „Unser Palz“ und„Es war emol“! Das war echter, tletemptundener Humor, wie er nur aus gütigem Herzen emporquillt. E Altstadtbild kam mir noch in die Händ', Dess Photo stammt aus der Jahrhunertwend. Die Sicht do unne iss heit fad unn leer Unn unser alder Neckar rauscht nit mehr! Die Gegend domols sah noch annerscht aus, Die Zeil, die Robertsinsel gucket noch raus, Der Schlepper schiebt sich durch dlie Brück“; Wenn ich do an mei Jugend denke zurück, Wie ies dte heutich Zeit dagege öd unn hohl, Vorbel, vorbel, es war emoll Zwischendurch wurde geschunkelt, gesungen, ge⸗ pfiften und wieder geschunkelt.„Mitgemachtt werd Fasenacht!“ Und alle machten mit, Narren und Nürrinnen unter Perkeo's heiterem Szepter, nach Liedern, die in der Perkeo-Familie selbst entstanden sind, wozu die Kapelle Dletzsch wieder die zünttige Begleitmustke machte. W. 8. —ͤ— Informatlonsdlenst Apotheken-Nachtdlenst. Nachtdtenst haben Bahn⸗ ofsapotheke, Kirchheimer Apothele. Atldt. Rünnen: Heute, 19,.30 Uhr(Heschlossene Vor- stellung tür die Volksbünne, Gruppe A)„Der Urtaust“, Amertkahaus: 20 Uhr: Vortragz und Pisk. in tranzsös. Sprache. M. B. Manctet, Paris:„La diplomatie fran⸗ oalse 1016—1030“, Wotterberloht en Landeswetterwarte Karlrune bhis Dlenstatß ruh. aIm Montag tagsüüber wechselnd, meist stürcer be⸗ Woöllet, noch eingelne üchauerartiges Nfederschläge, in der NMacht zum Tetl autklarend. Höochsttemperatur 6—0. Tltetsttemperatur unter/ 8 Srad, örtitoh felchter Ho demitrost, allnählich nachlassende Winde aus Wost bis Nordwent. Versammlung der Resstsungsbetrottenen Kolte 1 der Stadtausgabe Fageblakt Tageblatt-Heimkehrerdlenst Ein weiterer Transport mit Heimkehrern trat in Ulm ein. Sie kamen aus den Lagern Moslkcau. Turinsk, Magiefka, Minsk, Swertloweke, Moshalsk, Tutschkowo, Stalino, Luberski und Su- um. Rickel, Heinz, 24. 9. 18, 7888/2, Heidelberg, Häusserstraſle 26; Lunz, Georz, 7. 8. 12, 7504/5, Heidelberg, Rottmannstraße 11; Dr. TFreiber, Fritz, 2. 1. 09, 7973/5, Heidelberg, Hahnengasse 14; Kanhäuser, Otto, 5. 11. 14, 7168/11, Walldorf, Mozartstraße 14; Thimm, Horst, 11. 11. 16, Hei- delberg-Handschuhsheim, Bäumengasse 183; Kuh- mann, Josef, 31. 7. 08, 7874, Rohrbach; Höhn, Elsa, 17. 12. 26, 1100, Wiesloch, Baiertaler Str. 23; Becker, Karlheinz, 23. 9. 22, 7504/6, Ziegel- — Layer, Adolf, 15. 3. 16, 7874, Altneu- —EKEKE—E— Neues aus Walldorf Sie haben Gelegenheit, unseren Chefredakteur Dr. Silex kennen zu lernen, wenn Sie heute abend, 20 Uhr, in den Bürgersaal kommen. Dr. Silex spricht im Rahmen des Volkbildungs- Werkes über das Thema:„Die dritte Säule der Demolcratie“. Die nächste Mütterberatungsstunde flndet am Mittwoch, 23. November, von 14 bis 16 Uhr im Rathaussaal statt. Zur Brennholzversorgung 1949 teilt die Stadt- verwaltung folgendes mit: Die Meinung vieler Personen, daß die Gemeinde bereits im Sommer das Holz hütte schlagen und zur Verteilung brin- gen sollen, ist irrig. Bekanntlich trocknet„irn Saft“ geschlagenes Holz nie aus, sondern ver- modert. Wer trockenes Anfeuerholz benötigt, kann solches jederzeit zum Preise von 12,.— DM pro Ster auf dem Rathaus bestellen. Lieferung erfolgt auch in kleineren Mengen zwei Tage nach der Bestellung. vo- Fahrer flüchtig. Dossenhelm. Am Samstag gegen 19.30 Uhr wurden etwa 100 m vor dem Ortseingang Heidel- berg-Handschuhsheim Frwin Schlechter, Pfarrgasse, und Hubert Ruland, Hauptstraße, die mit ihren Fahrrädern nach Heidelberg unter- wegs Waren, von einem aus Richtung Dossen- heim kommenden LKW von hinten erfaßzt. Schlechter erlitt größere Verletzungen, während Ruland mit stärkeren Hautabschürfungen davon kam. Beide mußten sich sofort in ärztliche Be- handlurig begeben. Der Fahrer verließ fluchtartig die Unfallstelle. Si. Dossenheim. Am Samstagabend verschied die echemalige Besitzerin der Kirchberg-Brauerei undk des Gasthauses„zum Badischen Hof“, Frau Katharina Merkel, geborene Apfel. Sie war mit 95 Jahren die älteste Einwohnerin von Dossenheim. Der Münnergesangverein„Freundschakt“ ver- unstaltete am Samstagabend einen Tanzabend im Gasthaus zur Krone. Dle Dossenheimer Ka⸗ pelle spielte auf, Zu dliesem Abend wWaren aktive und passtve Mitglieder eingeladen. Vor der all- gemeinen Veranstaltung sang der Verein zur Begrüßung des Rußlandheimkehrers Heese. Im Gasthaus„Eur Rose“ splelte am Samstag- abend eine Künstlerschar unter Leitung von Herrn Möller das Lustspiel„Im weiſben Rögß!“. Die Uberlegenheit dieses Ensembles gegenüber anderen Wanderbühnen ist eindeutig. Starker Applaus brachte die Befrſedigung der Zuhörer die leider nicht allzu zahlreich waren— zum Ausdruck. Meckesheim berichtet Die Forstwaldstelle für den Dienstbezirk Meckesheim, die die Gemeindewaldungen von“ Meckesheim, Mauer, Schatthausen, Teile des. Stittswaldes und einen größeren Privatwald um- kalßzt, soll neu besetzt werden. Ein Bewerber, der die geistigen und Kkörperlichen Voraussetzungen erfüllt und nach Absolvierung einer Lehrzeit den Urfordernissen entspricht, wird für diesen Posten gesucht. Bewerber bis zu 22 Jahren wollen sich bis spätestens Dienstag, 15. November, schrift- lich unter Beifügung der Zeugnisabschriften und des Lebenslaufs bei der hiesigen Gemeindever- Waltung melden. Eine Versammlung der Körperbeschädigten, Hinterbliebenen und Sozialrentner fand im alten Schulhaus statt. Als Referent war der erste Vor- sitzende des Krelsverbandes, Kamerad Arnold, erschlenen, der insbesondere üÜber die 3. Durch- tührungsbestimmung zum KBB- und Leistungs- gesetz sprach. Die amerlkanlsche Viehspende beglückte auch unseren Ort in Form einer zweljährigen Kuh, die dem jetzt hlier wohnhaften Flüchtlingsbauer Josef Giessegi mit einem LKW bis ins Haus ge⸗ bracht wurde. Die Freude hlierüber war natürlich riesengroll. Tot aufgefunden Nufloch. Schon selt den letzten Krlegsjahren wohint hier das in Mannheim ausgebombte und nuch hierher evakkulerte Fhepaar Schwartz in sehr bescheidenen Verhältnissen. Der Fhe⸗ mäann verreiste Ende Oktober nach Wertheim, 0 daß die 57jüährige Fhefrau Maria Schwartz allein in ihrer Wohnung in der Dreilcönigstraßle zurückeblieb. Am Freitag flel es einer Mit- bewohnerin des Hauses auf, daß sile Frau Schwartz schon lüngere Zeit nicht mehr gzesehen habe., Da das Zimmer verschlossen war und nie⸗ mand auf das Klopten Antwort gab, stieg jemand mit einer Leiter in die inm Dachgeschof befindliche Wohnung durch das Fenster ein und gah Frau Schwartz unbeweglich vor hrem Bett auf dem Zimmerboden liegen. Die sofort ver- stündigte Landespollzetl und der zugleich hinzu- gerofene Arzt stellten Tod durch Herzschlag kest. Nach den sortztültigen Ermüttlungen der Landespolizei muß der Tod bereits am 4. Novern; bev erfolgt sein. — Schutthausen. Jakob KHaukum kehrte aus russischer Krlegsgefangenschatt heim, Herzlich Willkomumen in der Heimatl ho· eee eeeee eeeeeeeeeee LANDKREIS HEIpREBERG UVD UMICFERUNC Großer Gast in kleiner Sladt Ein Erlebnis am Sonntagmorgen— Erzählt von Matthias Hefß, Walldorf Johann Sebastian Bach— Du deutsches Herz zu Deiner Zeit. Einmal möchte ich Dir's doch ver- raten. Wie da unten am Oberrhein, in der schö- nen Churpfalz, auch die Herzen für Deine Art und Kunist begeistert sind! Vielleicht tauchte ein- mal der Name Corelli in Deinem Gesichtskreis auf. Der Mann, den Churfürst Karl Philipp für seine Verdienste um die Kirchenmusik adelte. Unvergessen bleibt das Wirken um Dein Werk von Philipp Woltrum. Prof. Dr. PFoppen steht heute auf dem Plan und ficht im Verein mit den Geistern der guten Musik die Schlacht für unse- ren kostbarsten Besitz. Heinrich Neal, vor Jah- ren der Theorielehrer und Direktor am Heidel- bertzer Konservatorium, hat seine Schüler auf die Schönheit der„Alten“ und des Bachchorals hingewiesen. Und so konnte ins kleinste Dorf des Landkreises Heidelberg das Wissen um die Größe und Schönheit Deines Werkes dringen. Ein kleines Erlebnis am Sonntagmorgen trug mir diese Gedanken zu. Ich hatte erfahren, daß zwel junge Männer vom Walldorfer Posaunen- chor vor dem Kirchgang von der Turmstube aus einen frommen Morgengruß zum Besten geben. Wir waren schon immer gute Freundel Der schöne schlanke gotische Turm, der sich da fast mitten ins Herz des Walldorfer Straßenkreuzes hineingestellt hat. Ja da oben ist es ein bissel luftig, als wir an dem der Kirche noch verbliebenen einsamen Glöcklein vorbei, aus der Lucke in das offene Turmgeschoß steigen. Und bald haben unsere Walldorter Bauernborscht sich parad gestellt. Der Hannes hält mit der Linken Trompete und Notenbüchlein, und zwar so, daſl der Ott'l mit- lesen kann. Ein kleines Zeichen, und schön ein- gesetat beginnen die Sopran- und Tenorstimmen von:„Der lieben Sonne Licht und Pracht“. Und so schwingt nun das Tönespruchband über Wall- dorts Dächer hinaus, als flögen zwei Engel auf, von Meister Lochners Bild, um im Morgenlicht die Schwingen zu prüfen, sich oft umschlingend und am Schluß der Sätze einen Augenblick lans, Wie Zwillinge, Arm in Arm dahinzufliegen. Das Stück ist zu Ende und meine zwel, Turmhläser lassen das Schwitzwasser aus den Hörnlein rinnen. „Gott ist und blelbt getreu“, Kklingt es dann aus den messingglänzenden Trompetenmündern. Die Herbstsonne hat sich über die duftigen Morgen- nebel übers Wiesental da draußen erhoben und wärmt die Kanten der Steinsäulen mit ihrem goldenen Licht. Von den Gassen und Straßzen Walldorfs strömen die sonntäglich gekleideten Menschen ihrer Kirche zu. Wir steigen abwärts, üUber schmale Leitern und Treppen und müssen um eine Mauerecke herum, an der Orgelempore vorbel. Auf der Spielbank des großen Werkes Thealerzuschuß zugunsten von Wohnungsneubaulen? 453 Häuser mit 1133 Wohnungen beschlagnahmt— Besatzungsbetroffene tagten Zu der Versammlunt der Besatzungsgeschädigten am Freitagabend im„Westhot“ waren auch Ver- treter der Stadtverwaltung, des städt. Wohnungs- amtes und der Leiter des Besatzungskostenamtes Dr. Hubach erschienen. Der 1. Vorsitzende des Landesverbandes der 18 der Besatzunssgeschädig- ten in Württemberg-Baden, Dr. Hantge, kün⸗ digte eine grundsätzliche Regelung für Besatzungs- geschädigte auf Bundesbasis in Bülde an, Verhand- 7* selen schon im Gange. Beim Finanzausschuſl des Landtags liege ein Antrag vor, vertreten von Abg. Helmstädter, wonach in Zulcunft nicht mehr die Finanzminister, sondern die Innenminister die Rechte der Betroftenen wahrnehmen sollen. Künttig dürte auch nicht mehr der Einheits-⸗ wert, sondern ausschlieglich das Preſsrecht tür die beschlagnahmten Objekte Richtschnur sein. Wegen der Gartenbenutzung zei man eben- talls beim Finanzausschußl vorstellig geworden. Dr. Hubach erklärte, daß er vor einigen Tagen mit Dr. Hantge beim Quatermaster endlich erreicht habe, daß die Möbelmiete von April bis September 4 J. schon in ganz naher Zeit ausgezahlt werden nne. Dr. Krut stellte fest, daß die Besstzungsbetrof- tenen in der britischen Zone weitaus besser daran selen. Dir, Schattsehneſder erlklürte, daß die, z. Zt.-im Bau befindlichen 100 amerikanischen Wohnungen keine Entlastung bringen, da in sie dle bisher in den umliegenden Ortschatten untertze⸗ brüchten Familien einguärtiert werden sollen. Würde allerdings in demselben schnellen Tempo Weltergebaut werden, stünden Ende 1950 etwa 350 Wohnungen zur Verfügung, und da in den beschlag- nahmten 246 Eintamilienhäusern nur je eine amerikanische Familie wohnt, Kkönnten dann diese und eine große Anzahl Mehrtamiltenhäuser frei- glegeben werden., In den beschlagnahmten 453 Häu- szern(Gesamteinheitswert rund 16 Mill.) sind 1133 Wohnungen mit insgesamt 5489 Räumen vorhanden. Die durchschnittliche Raumzahl pro Wohnung: 4,66. Bel der gegenwürtigen Belegungsdichte von 1,7 Personen je Raum Kkönnte man dann in den 350 ktrelgewordenen Wohnungen etwa 3000 Per⸗ sonen unterbringen; dadurch würde die Woh- nungsnot erheblich vermindert, Dir. Schattschneider wies auf einen Artikel im„Tageblatt“ hin, worin uusführlich ein derartiger Plan dargelegt sei. Er habe ferner in letzter Zeit wliederholt mit ver- schiedenen behördlichen Stellen gesprochen und testgestellt, daß man dem Problem der Heidel- berger Evakuferten nühergetreten sel, Die Stadtverwaltung habe allerdings in der Vergangen- heit eine geradezu unverständliche Bodenpolltikk ge- trleben, die sich heuté räche. Stadtrat Honikel erwiderte, man könne der Stadt keinen Vorwurt machen, denn im Frühjahr würden rund 500 Woh- nungen fertig sein, Aber es hat sich erwiesen, daß die Mieten in vielen Fällen zu hoch seien. Als Bei- spiel führte er die neuen Wohnungen in der Rott- mannstraße an, Die Stadtkassen geien leer und mit dem Bauen sei es gar nicht s0 einfach. Dir. Schattschneider verlangte darauft, daß men den Theaterzuschuß von 600 000 DM streichen und dafür Wohnuntgen bauen solle. Dazu bemerkte Stadtrat Honikel, daß man u. U. nicht daran vorbeikommen würde. Dr. Hubach betonte noch, daß die amerikanischen Wohnungen nicht, wie irrtümlich verbreitet wurde, von den Amerikanern, sondern von Geldern der deutschen Steuerzahler gebaut würden. Dr. Hantge forderte die Stadtverwaltung auf, anderen Städten nachzuahmen und die Gebühren nachzulassen. Man solle bei der Not der Betroffe- nen nicht vertzeessen, daßs sie einmal mit dazu bei- getragen haben, das städt. Vermögen zu vermehren. Auch in Heidelberg täte man gut, sich daran zu erinnern. ‚ Puke. Montag, 14. November 1949/ Nr. 171/ Seite 7 sitzt der Mann, dem wir heute an dieser Stelle die Hand drücken wollen. Als Dank für eine selbstlose Lebensarbeit. Unserem Freund Fritz Leutz. Den jetzt im Rückblick auf das FErreichte Genugtuung erfüllen darf. Er hat sich damals, als Schüler am Heidelberger Konservatorium, aut die Seite von J. S. Bach geschlagen. Und nach dem ersten Weltkrieg im Kirchenchor und PFo- saunenchor der evangelischen Kirche zu Wall- dart, trotz Verständnislosigkeit und Ablehnuntg Zeichnung: Matthtas Hess von mancher Seite, dem Besseren zum Durch- bruch und Sieg verholfen. Seine Auffassung und Lehre ist in einem großen Kreis von Schülern im Heidelberger und besonders im Wieslocher Be- Zirk lebendig. Und meine Walldorfer Landsleute erleben diese Nachwirkung in einem seiner Schü- ler, Gerhard Heller, in schönster Art. Noch waren kaum sechs Stunden vergangen an diesem Morgen, da ich aus dem Tanzsaal im„Berg“ zum Kten Male den reizenden Sing-Sang vom „Martandl“ gehört hatte, abgelöst von der tiet empfundenen, Sache“ mit der„Maria von Bahia“. Und darum, lieber Otto und Hant, meine ich, schmeißt das Hörnlein nicht ins Korn! Auf- geklappt das Notenbüchlein, frisch gespitzt die Lippen und schön weich eingesetzt den Ton zu „Allein Gott in der Höh sei Ehr“. 100 lahre Eberbacher Hohaarspinnerel Im Jahre 1627 wurde in Lahr die erste badi- sche Roßhaarspinnerei gegründet. Bald darauf tolgte im Jahre der politischen Wirren 1849 die Gründung des heutigen Fabrikationshauses durch Friedrich Platt, dem damals 26jährigen aus Beerfelden stammenden Eberbacher Bürger. Im gleichen Jahre wurde der spütere Inhaber der Firma geboren und Übergab, gleichfalls nach ertolgter fleißiger Autfbauarbeit, im Jahre 1920 die Roßhaarspinnerei Platt den Söhnen Fried- rich und Otto Platt. Der Gründung von gleichen Unternehmen in Lahr, Eschwege und Kassel war Eberbach als 2. badische Stadt gefolgt, so daß die Firma Platt als 4. Roßhaarspinnerei West- deutschlands zu zählen ist, wWo sich zur Zeit 46 Lehrerorganlsallonen sdillegen sidt zusammen Beuirkskonferenz der Gewerkschaft Erzle hung und Wissenschaft in Neckargemünd Neckarkemünd. Bel der Tagung der Benirks- konferenz Neckargemünd der Gewerkschaft Er- zilehung und Wissenschaft Werband bad. Lehrer und Lehrerinnen) sprach der Schrittführer des Gesamtverbandes, Hauptlehrer Becker. Seine Ausführungen waren auſlerordentlich interessant und aufschlußreich. Er gab den zahlreich er- schlenenen Lehrern in längeren Austführungen einen genauen Einblick in die Tätigkeit des Ge- gsamtvorstandes. Anhand von Aktenmaterial zeigte er die Entwicklung der Arbeiten zur Wiederein- stellung der Beamten und Lehrer, zur Zahlung von Pensionen an Ruhestündler, Witwen und Waisen. Mit Energie, Leidenschaft und Gewandt- heit vertritt der Verband die Interessen der Lehrerschaft. Die vom Verband bad. Lehrer und Lehrerinnen ins Leben gerufene Lehrernothilte konnte selt mmrem Bestehen Dank der Opter- bereltschaft vieler im Dienst stehenden Lehrer an in Not geratene auſler Dienst stehende Lehrer bzwW. deren Frauen, Witwen und Waisen eine Summe von annähernd 20 000.— DM ausschütten. Die Lehrerhilfe hat alle betreut ohne Rlickesicht auf ihre Zugehörigkeit zum Verband. Eine Tat im Sinne Wirlelicher und pralctischer christlicher Nächstenliebe. Herr Becker wies in eindringlichen Worten auf die Notwendizkeit des Zusdmmen- schlusses aller Lehrkrätte hin. Mit Beifall wurde der Zusammenschluß aller Lehrerorganisationen als selbständige autonome Skule im Deutschen Gewerkschaftsbund begrüllt.— Dle,Süddeutsche Schulzeitung“ Wird ab 1. Januar 19650 Vierzehn⸗ tägig in elner zechszehnseitigen Ausgabe er- scheinen und so0 noch mehr wie bisher zum Bindeglied der Lehrerschaft werden. Ueber die Prütungsordnung zur zwelten Dienstprütung im Herbst 1960, die in Bälde im Amtsblatt veröktent- licht werden soll, Konnte der Redner aufschlußl- reiche Elnzelhelten für die anwesenden Jung⸗ lehrer 2. B. Uber Verlauf, Bedingungen, Umkfang und Zeltdauer bekunnt geben., Leider Konnte der gemütliche Tell bel der Fülle der Themen dleses Mal nient zu zeinem Recht gelangen, Es Wird ge⸗ hotftt, daß dies bel der sehr wahrscheinlich noch vor Weihnachten statttindenden nüchsten Kon-⸗ terenz möglich ist. Hierbei sollen die zweite Dienstprüfung, Arbeitsgemeinschaften, Kranken- versorgung usw. behandelt werden. WW Neckarstelnach. Ab 14. November 1949 müssen alle schulentlassenen Knaben, die bisher noch keine Berufsschule bzw. Fortbildungsschule be- sucht haben, den Unterricht der Knabenberufs- schule Hirschhorn besuchen. Die Erziehungs- berechtigten sind gehalten, die Berufs- bzw. Fort- bildungsschulpflichtigen zum Besuch des Unter- richts anzuhalten. Bisher in Eberbach, Heidel- berg oder Mannheim die Berufsschule besu- chende Schulpflichtige sind vom Besuch der Berufsschule in Hirschhorn beèfreit.— Heute morgen um 11 Uhr flndet auf dem Rathaus die Versteigerung des Streulaubes statt. gleichartige Betriebe entwickelt haben. Auch in Eberbach befinden sich einige davon. Die Haupterzeugnisse aus der Produktion sind Polster- und Matratzenhaare. Nach dem ersten Weltkrieg nahm die Firma F.& O. Platt den Fabrikationszwang einer Zurichterei für die Besen-, Bürsten- und Pinselfabrikation in den Betrieb auf. Das Halbfabrikat liefert man an die Fertigungsftabriken. Außerdem wurde in Per- sonalunion mit der Firma die Herstellung von Terrazzo-Platten im Jahre 1949 aufgenommen. Daraus ersſeht man, wie die jetzt etwa 50 Ar- beiter und Angestellte beschäftigende Firma systematisch und zielbewußt dem aus kleinen Anfüngen mit eigener Kraft emporwachsenden Unternehmergeist gerecht wird. Dieser Stand der Beschäftigten entspricht trotz der Geld- reformkrise dem Friedensstand. Natürlich ging durch die Kriegsverhältnisse auch dleser Firma der Export verloren. Auch fehlt ihr, wie vielen anderen Gewerbezweigen, der Ostabsatz. Am Samstag hatten nun die Inhaber der Firma die gesamte Belegschaft zusammengerufen, um das 100jährige Jubiläum in einer gemeinsamen großen Familienfeier im Gasthaus„zum Ketten- boot“ zu begehen. Waldhilsbach. Die Lehrer der hiesigen Volks- tzchule führten am 10. 11. seit langer Zeit wieder den Martinszug durch, Im Werkunterricht hatten die Kinder reizvolle Laternen gebastelt und wWären beinahe um ihre Freude gekommen, wWeil zu Beginn des Martinsumzugs ein Regenschauer die Laternen zu zerweichen drohte. Mit einer Stunde Verzögerung Kkännte der Martinszug beim Leuchten der Sterne doch noch durchgetführt Wer⸗ den. Nach einem Vortrupp ritt St. Martin mit weillem Mantel auf einem stattlichen Roß mit ellbernem Zaumzeug demn Zuge voran, der sich mit den bunten Laternen unter Blasmusik durch die Dortstraßen bewegte. Carlo Sdhmid fordlerl Vergessen Mannhelm.„NWiemand in der Welt hat das Recht, unser ganzes Vollk für die Greuel der K2 Lager verantwortlich zu maächen und wir haben auch nicht das Recht, die anderen für die Greuel verantwortlich zu machen, die an un⸗ seren Kriegsgefangenen begangen wurden“, er- Klärte Prof. C. Schmid gestern auf der Mann⸗ heimer Helmkehrer-Kundgebung im Übertüll⸗ ten Rosengarten. Es gab treilich Dinge, die wir anklagen müsgen, well die Menschenwürde ge⸗ schündet worden sel,„Die Kriegsgetangenen“, gagte C. Schmid,„haben Gutes und Böses er- lebt— behalten wir das Gute im Gedächtnis und vergesteen dats Böse, werm wir es kKönnen, und Wenn Wir es nicht zu kKʒöännen zlauben, dann denken wir an das Leid, das in unserem Namen Keschieht.“ Im weiteren Verlauf seiner häuflig durch Beltall unterbrochenen Ansprache kragte der Viseprüstdent des Bundestages, wie unsere Jugend an dle Pemoleratie Hlauben solle, Wenn begangene Unmenschlichkeiten nur an dem Be⸗ slegten gerächt würden. Was in Rußland ge- schehen sel, habe mehr als wett gemachit, was deutsche Soldaten an den Russen verbrochen haben. Er richtete die Frage an die„Bundes- brüder“ von Jalta, ob sie alle Mittel erschöpft hätten, ren ehemaligen Bundesgenossen zu be- gtimmen, die gemeinsam gemachten Verspre- chungen zu ertüllen, Stürmischen Beikall ern- tete Prof. Carlo Schmid mit dem Ausrut, daß das, was den Kriegsgefangenen in Sowetruß- land angetan worden sei, eine Schande ist, die ein Nürnberger Gericht wert wäre. Er unterstützte die von Oberbürgermeister Dr. Heimerich erhobene Forderung auf ein kol- lelkktives Leidgefühl des ganzen Volkes für die Helmkehrer und riet aus:„Wer jalwrelang im Osten in Krlegsgefangenschakt War, mul immer das erste Recht haben“, Die in allen Städten der IUS-Zzöone vorgelegte Entschlietzung wurce von der Versammlung einstimmig gebllligt. hu Belte 8/ Nr. 171/ Montag, 14. November 1940 AXTSOIVOUII e rene Romanvon flermann Weiek Nachdruck verboten) 25. Fortsetzuns War nicht erst Kürzlich zwischen lrene und mm von jenem Abend die Rede gewesen? jagte es durch Fehling; er hatte angedeutet, daß irene tzelneétwegen von ihrem Manne wohl harte Worte zu hören bekommen habe, aber sie hatte darauf- 2 als ob nichts Derartiges vorge- en sei. Warum dieses Schweigen? Warum hatte sle im nicht often von dem Streit, der doch um inn, Werner, gegangen war, erzühlt? „Von einem Maler sel die Rede gewesen?“ antwortete er nun und mußte sich gewaltsam zur Wirklichkeit zurückrufen.„Damit brauche doch ich nicht gemeint gewesen zu sein; es gibt s0o viele Maler in Berlin.““ „Gewiß, aber nur Sie kommen in Frage, Herr Fehling, zumal Sie auehnach Camphausens — 2 ökter mit seiner Witwe zusammen- rafen „Woher wollen Sie wissen, daß ich öfter mit Frau Cämphausen zusammenkam?“ „Ich weiln es, das muß Ihnen genügen. Wie lange kennen Sie eigentlich Frau Camphausen schen?“ 3 5 „Ieh erwähnte bereits, daß ich siè erst in jüng- ter Zeit kennen lernte; es War in einemhiesigen Hotel, ein Bekannter von mir, ein Großkauf- mann aus Buenos Alres, der mit Herrn Camp- hausen in geschäftlicher Verbindung stand, hatte inn und seine Frau für den Abend eingeladeri, ich War gleichfalls als Gast anwesend...“ „Wann war das?“ „Drel Tage, bevor meine Bekannten und ich dann Güste von Herrn und Frau Camphausen Waren.“ 5 „In dieser kurzen Zeltspanne sollte Camphau- tzen seiner Frau wegen auf Sie eifersüchtig ge- worden sein? Das erscheint mir wenig glaub- haft! Ich bin Überzeugt, daß Ihre Bekanntschaft mit der ſuntzen Frau exheblich Augg r Wührte, Als Sie jetzt zuzugeben zweckmüßkig halten!“ „Fehling hatte das beltlemmende Emptinden, als sel ihm eine Schlinge um den Hals gelegt, die mit jeder Stunde enger zugezogen werde. Würdé es nicht das beste sein, dem Kriminal- beamten die volle Wahrheit zufsagen?“ „Wenn Sie es Unbedingt wissen wollen: ja, Lich kannte Frau Camphausen schon vorher, ich wußte allerdings ihren Namen nicht, ich wußzte überhaupt nichts von ihr, von den Verhültnissen, in denen sie lebte; ich nähm an, daß sie gar nicht in Berlin wohne, sondern sich nur vor- übergehend hier aufhalte.“ „Wollen Sie mir diese mystertöse Geschichte nicht näher erklären? Ich werde beim besten Willen daraus nicht lelug!“ Mit raschen Worten berichtete Fehling von seinem ersten Zusammentreften mit Irene Camp- hausen in dem Kaftee Unter den Linden, von mrer Bitte, daſl keiner von ihnen nach des an- deren Namen und Verhältnissen forsche, da sile sonst nicht mehr kommen körine.. ünd daß Irene, nachdem sie sich einige Male mit ihm hatte, dann plötzlich weggeblieben gel. ‚ Mch konnte mir ihr Verhalten nicht anders erkclären“, tuhr er fort,„als daß sie Berlin inzwi- schen wieder verlassen hatte. Dann traf ich sie Camphausen wiederl Sie werden verstehen, daß ich über dieses unerwartete Wiedersehen nicht Wenig hestürzt warl lch nahm mich aber zu- sammen, um mich vor den anderen nicht zu Verraten; äuch Frau Camphausen ließ dureh nichts erlkennen, daß sie mich zuvor schon 86- schen hattel. Wie zwei Menschen, die einander Völlig tremd waren, benahmen wir uns; nie⸗ mand, auch Herr Camphausen nicht, Kkonnte auf den Gedanten kominen, dab zwischen seiner Frau und mir ein Gehelmnis bettehe, und ich war wür auch sofort darüber im kKlaren, daß, so Wie die Dintze lägen, dieses Getieimnis für immer begraben sein müsse!“ „Herr Camphausen schelint doch hinter das Geheimnis gekommen zu zzein; Lielleicht hatte er, Obrie daß seine Frau etwas ahlite, von ihren heimlichen Zusammeénküntten mit Innen erfah- plötalich als die Frau des Großindustriellen ren, vielleicht auch den Eindruck gewonnen, daß da wieder einmal durch einen Dritten Gefahr tür den Bestand seiner Ehe drohte...“ „Wieder einmal?“ wart Fehling ein. meinen Sie damit?“ „Darauf komme ich nachher noch zu sprechen. Bei der fraglichen Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten Camphausen wurden überdies noch weitere, höchst interessante und vielsagende Aeuſlerungen getan! S8o soll Frau Camphausen ihren Mann gebeten haben, sie endlich freiau- geben, Was dieser ablehnte, worauf Frau Camp- hausen etwas, das nicht anders denn als Dro- hung aufgefaßt werden kann, sagte: Sie werde sich schon zu helfen wissen, um endlich frei zu werden, erklärte sie wörtlich ihrem Mannel“ Noeldecke machte eine kurze Fause; dann fuhr er nachdrücklich fort:„Sie hat diese Drohung rasch wahrgemacht! Schon eine Stunde danach Wär sie frei?“ Stille, die etwas Atembelclemmendes hatte, trat nach den letzten Worten ein. Angst und Entsetzen in den Augen, sah Fehling den— minalrat an. „Sie wollen doch nicht behaupten, dasß Frau Camphausen.“ „Ihren Mann erschossen habe?“ ergünzte Noel- decke den Satz.„Das wollte ich allerdings an- deuten; sie.. oder jemand, der mit ihr im Bunde stand, hat aller Wahrscheinlichkeit nach den Schuß auf Camphausen abgegeben!“ „Das ist doch Wahnsinn! Wie können Sie der Frau ein solches Verbrechen zutrauen? Wer hütte mit ihr im Bunde stehen sollen, um diesen Mord zu begehen?“ „Sie vielleicht, Herr Fehling!“ Der Maler war aufgesprungen. „Jetzt Habe ich aber genugl! Wie kommen Sie dazu, mich derart zu verdächtigen? Nicht genug, daßß Ste diese Frau, die in ihrer EFhe wahrlich genug Leid erfahren hatte, jetzt eines Mordes beschuldigen...“ „Sie Wissen also doch erheblich mehr über Frau Camphausens Ehe, als Sie vorhin zuzu- geben für gut fanden!“ grift Noeldecke sofort zu. „Wahrscheinlich wissen Sie auch mehr über die Vorgänge jener Nacht, die zur gewaltsamen Beendigung dieser Ehe geführt hatten! Wo „Was Cageblakk waren Sie eigentlich zur Stunde, als Camphausen erschossen Wurde? Es war in der Nacht vom slebzehnten zum achtzehnten Mal, etwa zwischen ein und zweil Uhr?“ Glaubte der Kriminalrat im Ernst, daß er, Werner, oder lrene mit Camphausens Tod etwas zu tun hatten? dachte Fehling und hätte dem anderen beinahe wieder eine schroffe Antwort gegeben; aber da blitzte eine Erinnerung in ihm uuf, die ihm beinahe den Atem nahm: War er nicht selbst damals, gleich nach Camp- hausens Tode, von dem Verdacht überfallen worden, daß Irene dabei vielleicht die Hand im Spiele gehabt habe? „Nur ich könnte ein Ende machen...“, hatte sie auf jenem Abend, auf der Terrasse ihres Hauses, zu ihm gesagt——— und kurz danach sollte sie, wenn der Kriminalrat die Wahrheit sprach, hrem Manne gedroht haben: sie werde 25 zu helfen wissen, um endlich frei zu wer- „Wo ich in jener Nacht gewesen bin?“ ant- wortete er nun auf Noeldeckes Frage und konnte den Aufruhr, den seine letzten Gedanken in ihm hervorgerufen hatten, kaum bündigen.„Das will ich Ihnen genau sagen, Herr Kriminalrat! Ich begleitete meine Bekannten, die gleich mir Güäste von Herrn und Frau Camphausen gewe- sen waren, nach Schluß der Veranstaltung in mr Hotel; dort saßen wir noch eine Weile in der Bar, es war gegen halb drei Uhr, als ich vom Hotel wegfuhr.“ „Wer waren diese Bekannten?“ „Herr Peter Martini und seine Tochter, die sich besuchsweise in Berlin aufhalten.“ „In welchem Hotel wohnen die Leute?“ Und als Fehling ihm das Hotel genannt hatte:„Ich werde mich mit Herrn Martini in Verbindung setzen, um Ihre Angaben nachzuprüfen.“ „Herr Martini befindet sich zur Zeit auf einer Geschäftsreise, aber seine Tochter ist hier“, Feh- ling zögerte,„es wäre mir allerdings nicht an- genehm, wenn die junge Dame erführe, in wel⸗ chem Verdacht ich bei Ihnen stehe.“ „Diesen Verdacht werde ich nicht gerade laut werden lassen, sondern in unverfänglicher Weise mich erkundigen, ob Ihre Angaben zutreffen.“ Fortsetzung folgt) statt Kerten! Fritz Quast Chor, den zahlretichen Körperschaften, Vereinen tür mmre Kranzniederlegungen. Frad Armãmmiͤ Qdast Hotdelberg, im November 1940 Sterbefälle am 11. und 13. November 190497 Stto Scherer, 71 Jahre, Bunszenstraße 4 Friedrich Krummrain, 75 Jahre, Schwennintzen Sgonnta g., 20. Physiol. Hauptstraße 57 Emma Schwebler, 46 Jahre, H.-Kirchheim, Unt. Seegasse 46 Maria Haas, 63 Jahre, Beltortsträßbe 3 Stehe OWEK-Au Für die Überaus herzliche Antellnahme, die vielen Krünz- und Blumenspenden anläßlich dem Hinscheiden meines lieben Manmes gage ich auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank. Intsbesondere dantce ich für die trostrelichen Worte des Herrn Ptarrer Kehr, dem Im Namen der trauernden Hiaterbliebenen: VERANSTALTUNGRN varbulchtblider-Vortrat Weckartäl Gartenschau, Schwähische Alb am Inztitut, von PFeter Grüt. Eintritt 1.— DM. 2. 6. 1060, aus Renshelm: Alma Theo- dera Livia Schönteld geb. Fabzt, Witwes des Operrentmeisters à. D. [Franz Winelm schönteld, geb. 21 12. 1062; Theodor Willibald Keller, geb. 26. 10. 1040, aus Hockenneim.— J. 11.: Kaufm. Angest. Erich Heinr Puul Jakob Wey, geb. 13. 2. 1694; Landwirt Dantel Geiger, geb. 16. 10. 1673.— 4. 11.: Schnelderin Anna Ma⸗ ria Barbara Hatgin, geb. 43. 3. 1901: Afmna E Hochmdlier geb. Rensch, und Freunden geb. 29. J. 1904, aus Leimen; Hertha Sofle Scherer geb. Bläs, Ehefrau des Kaufm. Abtetlunssleiters Wilhelm cherer, tzeb. 26 7. 1864.— 6. 11.: 6rosesefen- Magdalensa Buß geb. Seckler, Ehetr. des RBäclcermeisters Karl Josef Buß, geb. 28. 11. 1019.— 10, 9. 44: Unter- oftister, Kkautm. Angestellter Rudolt Ernist Letbold, seb. 30. 11. 1916.— 20. 1. 43: Feldwebel, Bauarbeiter Helnrich Konrad Wihelm Bächstädt. Keb. 2. 4. 1010. Bel Erkältung und den ersten Anzeichen einer beginnenden Grippe wier Husten, rauher Hals, Kopfschmerzen und Küältegefühl, erweist sich seit Generationen der echte Klosterfrau-Melissengeist mit den drei Nonnen von Überraschender Wirkung. 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Waubauer, gebb. 26. 0. 1609, atis Ottersheim: Hauarbetter Karl kich- horn, geh, 9. 4. 1006, aus Walldort;: Overiokomattytührer Heinrich Göts, gobh, 14. 4, 1066 Margareta Mutschier, ohne Berut, geb. 40. 3. 1666; Vrtts Walter Hotfmann, geh. 16. 10. 1046, aus Pirmasens.— 1. 11.: Schineicer⸗ metster Georg Philipp Schrattt, geb, 24. J. 10% Schreiner Wilnelm Vrür. Weller, gehhe 19. 11. 1v: Wokilosser Kurt Imii Krkmer, gehn, 4. 1. 197/; JöoseFine Ninser geh, Röhm, WItwVe des Meilmatnettssurs Joset Vinser, b, 96. g. Tas: 1. ua Martsretes Vrol⸗ Gel seh Rensoh, 15 dJe cnnel⸗ dermieisters Kaxrl Freſckel, geh. 10. 7. 100/.— 8. 11.t Kindertzürtnérin a. P. tus, ge g. 7. 1%m% Johannee Fnlllpe Roth, Geh, — Landwirt Wimelm H Nr. 26à. 5. 11. 1949. südimen Im- und Export-Gesellschatt mit be- Schrünkter Hattung in Heidelbertz. Gahnhofstr. 40-51). Gegenstand des Unternenmens: Ein- und Austuhr- Hhandlel. Stammkapital: 30 000 DRM. Gesellschattsverträg vom 8. August 1945, geündert am R. Oktober 1949. Geschüftstühirer sind Dr. Friedrich Otto Wöschter, Kautmann in Hel- delbértz, Jacob Henrich, Kauftmann in Käiterslautern. Die Geselischaft Wircl durch à Geschkttstührer ver- tretéen. Die Geschkttstünrer Dr. Friedrich Otto Wöschler und Jacob Henrich sind 3% allein vertretunts-⸗ berechtigt. Veründerunßen: A Nr. 146. 3. 11. 1949, Karl Schlingmann in Heidelberg. (Handel mit Eisenwaren, Werk⸗ zeußen, Haus- und Küchengeräten, Haubeschiläge, Hauntstraſle 4). In- Haberin ist etzt Karl Schling- mann Witwe Johanna geb. Dautt in Heidelbers. & Nr. 736. G. 11. 19490. Kurt Riedel in Heldewerg. Die Prokura des Otto Götttriesd Mächtel ist er⸗ loschen, & Nr. g48. 8. 11. 1949. Autz 4 Herr-⸗ manmn in Heldelbers(Westliche Kur⸗ tUrstenstr. 30). Der Gesellschafter Thecdor Auts tat gestorben, Theo- dor Autzs Witwe Margaretha geb Schmitt in Heidelbert ist als per- Gönlteh natftende Gesellschafterin in die Gesgllschaft eingetreten. & Nr. 661. J. 11. 1940. Carl Mat in Heldelbg.(Urtickenstr. 46). Inhaber iat Jotat Richard Schwelzer, Tech⸗ nikkér in Glattal bét Freudenstadt. Keiner mnetrau Eltriede geb. Mat iet Prokurs ertellt. Wr. 943. J. 11. 1940. Talintech⸗ nische Laborstorten Dr. V. W. Sel⸗ Dach Tweitniederlassuntz in Het⸗ delberg Die TwWelsniederlassuns tet auttzehoben⸗ & Nr. 1006. 7. 11. 100, Staub& Hennz in Reldelbertz.(apellen⸗ Weg 10), Die Gesellschatt ist aut⸗ eldast. Hans Henny lat Allein- Mhaber. Nr. 100, 3. 11. 1969. Aachener und Müncktiener Lebensverstcheruntzs⸗ Akttengesellschatt in Heldelbertz. Der Kitz der Gesellachiatt iat nachk Karlaruhte verletßt. Nr. 116.6. 11. 1040,„Pekt“ Raul FEakleppa Gesellschtatt miit beschir. Huattuntz in Heidelberg. UBurch Re⸗ Gehlun der Gegellschafterversamm⸗ üh vom J. Mat ih40 Wurcde Ans Atamumleapttal Von 6% 000.— AMM um 10 000.— UDyt erheönt, Kls nioht eln⸗ Aetragen Wirct bekannt gernacehnt: Der Gesellscaftar Faul Faklehbs byintzt in Anrsctmunt aut die neu Uberommenih Ktammeinlages von DR4 90 000.— dte von ihm als allet⸗ niten Inmaber unter den mlant eingestragenen Firmon M. Kutiner ANTIACAR MEKANNVTMACHUNOEN — Co. 1 Bayreuth—— Sppa TwWischenmetsterbetrieh in Eflnden 12 Geschütte mit allen Aktiven und Passtven nach der Bilans vom 31. 3. 19490 in die Gesellschaft ein. Von dem Gesamtwert dieser beiden Geschätfte wird der Teilbetrag von Srabr. auuKNEN MEIOETSEA6 35 14. Nov., 19.30:„Der Unglicher Gestalt. Gruppe A, 3. Vorstellung). Dlenstag, 16. Nov., 0 Marcel Achard.(Miete E, 4. Vorst. und tr. Verk.). Preis: 0.80 bis 4.— DM. Urtaust“, Goethes Faust in ur- (Geschl. Vorstellung f. d. Volksbühne, 10.30:„Die Zeit des Giücks“, Komodie von DM 20 000.— veon der Gesellschatt zur Verrechnunz auf dte Stamm- einlage den Paul PFaltleppa ange- nommen. 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