Mrs ds. als ein, Volkesanf 3 tragen. „Zimmer⸗ anufet * der Hahs nit diszeih Geschiechig auern Ung 4 liche ung Berieſit Mwertiges n Existeg Nebegge, eralligieh, erei eiges 'n Bauetg richt hier rch, seing J. bers. tellungs Wochen⸗ aden). le Im Euch Serut, at“ g6“ d ſedes nschen. r Ge Jungen „ Kat⸗ Aue. —— 0WiAB WOCHENSCHRIFT FfoR cHRISTUIcH-SOZIALE Ppolfrie UND KkULTUR ORGAN DER ARRHITER. UND BAUERNPARPEI. Hrscheint jeden Samstag. Bezugspreis monatl. für Deutsch-⸗ land 0.80 RM., f. d. Saargebiet Fr. 4.50, f. Osterreich 8S. 1.40 ausschlieslich Zustellgebühr,. Postverlagsort: WUIURZBURG Nr. 14/ 12. AHRSANG N Weeen Reichsausgabe SAMSTIAS/ 4. APRL 1931 + 6 Herausgeber und gesamtverantwortlich: Vitus Heller Würaburg. Geschäftsstelle: Würaburg, Karthause 11a, Fern- rut Nr. 6 0 16. Postscheckkonten: Verlag 12329 Nürnberg. Farteikkasse 33088 N üürnberg Dri kKk: Werkbund Würzburg EINNZELNUVMVER 20 PFS. 165* Der Auferstandene und das Proletariat. Christi Persönlichkeit, Christi Lehren uncl Leben, sein Bein, als der Weg, die Wahrheit und das Leben, veralten nie, werden nie durch irgendwelche wirtschaftliche oder politi- iche Entwicklungen überholt und durch bessere oder andere ersetzt. Denn sie haben Ewigleeitswert und Ewigkeitsdauer. Und immer wiedler, wenn im Laufe der Zeiten Christus und teine Lehren verdunltelt, vom Weltgeist überwuchert, durch die eigenen Anhänger in eine fast unkenntliche Verzer⸗ rung hineingeraten waren, wenn die Menschheit damit im mer tiefer in ein allgemeines Chaos sank, ging ein Ruf durch lie Völker: Zurück zu Christusl Denn einen Eckstein braucht diese Welt, ein Fundament muß sie haben, ein großes Ideal mubß vor ihr stehen, wenn sie nicht in Morast und letzte Anarchie versinken solll In unserer Zeit scheint es, als ob Christus immer mehr dus dieser Welt verschwände. Millionen und abermals Mil- lionen, gerade aus den unteren Massen wenden sich ab von Ulem, was Religion, Kirche und Christentum heißt. Soweit tet es gekommen, daß das Wort„christlich“ verpönt wird von den meisten, die die Freiheit auf ihre Fahne geschrieben taben und ein neues, sittliches Menschentum. Und doch: Christus lebt, heute wie ehedeml Lebt auch in liesen Menschen. Gerade heute, am Feste der Auferstehung. im Osterfeste, gilt es hier ein tiefes Besinnen! Hat dieser iuferstandene Heiland, dieser Christus auch dem heutigen Proletariat in zeinem gigantischen Ringen um ein neues Mor⸗ ten undd eine neue Gemeinschaft noch ccW 7Rs zui sagen? Wit wissen, dab Christus vergebens auferstanden ist, wenn wir nicht jeden Tag neu auferstehen, aufstehen zum Buten, aufstehen zur Wahrheit, aufstehen zur Brüderlich- teit, aufstehen zumt Werken nach dem Willen Gottes, zu treuer Pflichterfüllung. Auch das Proletariat ersehnt, er- tämpft seine Auferstehung als ganze Klasse und mit dieser Kuferstehung zugleich eine neue Menschwerdung, eine Auf-⸗ trstehung ganzer Völker, Nationen und Kulturen. Das ist der tiefe Sinn von Christi Sterben und Auf⸗ erstehen, daß alles, was erlöst werden will, erst absterben null, erst durch die Nacht muß, um ans Licht zu gelangen, ertzt aagen muß wie er:„Nicht mein, sondern Dein Wille ge⸗ chehe.“ Ihr könnt das Leben nicht vernichten und wenn ihr täglich die Morde segnet und wenn ihr Länder ver⸗ wWüstet und Millionen hinsinken lasset. Stärker als der Tod ist das Leben. Immer wieder lebt es, immer wieder treibt und drängt es zum Lichte, immer wieder lebt es inmitten des Todes sogarl Immer wieder Auferstehung, immer neues Leben aus allen Gräbern, neues Licht aus allen Todesnäch- ten! Tod wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg? Und immer sind es die Gelenechteten, Gelcreuzigten, Verfolgten, die das Banner des Triumphes des Lebens über den Tod tragenl Und immer wieder geht Christus durch diese Wele: Ihr seht ihn nur nicht, ihr erkennt ihn nur nicht. In zer⸗ fetzten Kleidern auf der Landstraße, verdammt und verur— teilt im Zuchthaus, hingeworfen aufs Schmerzenslager, hun ernd und frierend, im Stall, in Wohnhöhlen, in Sklaven⸗ Letten, das Kreuz unsagbarer Bedrückung auf den Schul⸗ tern— bist Du ihm so nicht hundert-, tausendmal begegnet 10 seinen Brüdern? Im ganzen Proletariat von heute? Es geht den Kreuzweg, es hängt am Kreus, es ist der„Aufrührer“, der„Volksaufwiegler, es hat Gott gelästert“, Aber es wird auferstehen. Es wird den Kelch bis zur Neige trinken müs⸗ sen, bis die Freiheit kommt! O, von diesem Christus geht s0 Ungeheuerliches aus an Kraft und Sieg gerade für unsere Zeitl Der Bolschewismue vermeint zwar ohne ihn auszukommen und sein Fünfjahres⸗ plan ist das gewaltigste Gestalten seit Jahrhunderten. Aber er vermeint es nur. Wer mit den Augen des Glaubens die Dinge sicht, von Christus lier, erkennt etwas anderes: Auch bei euch lebt eine ganz große Liebel Auch hei euch lebt ein Hunger nach Wahrheit und Gerechtigkeit! Ein ganz grohes Opfern für eine große Gemeinschaft, ein Ideal des Bruder- beins, daß die Welt aufhorcht:„Seht wie sie opfern, wie gie einander:ls Brüder lieben.“ Ich vermeine, da wäre Christus dabel. auch wenn Gottlosenumzüge veranstaltet werden. Denn wo ein Funke von Liebe ist und ein Schrei nach Ge- rechtl.keit und ein Suchen nach Wahrheit, da ist er mitten drunter! Und mir scheint 60, als sei der Stein, den der christ- lüche Westen verworfen hat, Eckstein wo anders geworden tel, wenn ich lese, daß dort in Rußland Bauern in Scheunen hre hl. Schrift lesen, wenn ich berichtet bekomme, wie gie für Mütter und Kinder sorgen und wie ein großbes Gesett dart aili. „Du darfst solange kein geruhsames Leben haben, als einer deiner Brüder Not leidet.“ Ist es nicht, als hörten wir den Auferstandenen vor seinem Tode:„Was ihr den Gering- sten getan, habt ihr mir getan“? Ja, Christus lebt! Sie hatten ihn verschüttet. Sie hatten sein göttliches Menschensohnbild zu einer Fratze oft ge- macht. Da hat ein Maler Großz sein Bild gemalt mit der Gas- maske, und man hat das als Gotteslästerung empfunden Aber es war doch so: Die anderen, die Christus im Munde führen, die sogar oft angeben, sie seien seine Diener oder Nachfolger seiner Jünger, die haben doch Christus die Gas- maske aufgesetzt, die haben ihm doch das Gewehr in die Hand gedrückt, als sie die Waffen und das Morden segneten, als sie beteten für die Vernichtung der„Feinde“, als sie wei- ter Rüstungen herstellten, Panzerkreuzer bauten, statt Kinder mit Brot zu versorgen. Das war doch die Gotteslästerungl Und es gibt ein anderes Bild: wie sie Christus als spanische Wand vor einen feisten Kapitalisten stellen, der einen Pro- leten mit einem Strick um den Hals hinter sich herzieht. Seht in unsere sog.„christlichen“ Zeitungen heutiger Partei- politik, seht und horcht in die Parlamente, wo„christliche“ AUSDEM INHALT: Ein Jahr Brüningära— Politische Ostern— Deutsch- land unter Belagerungszustand— Aus der Welt des Kapitalismus— Die wirklichen Förderer des Bolsche- wismus— Du solltest Opfer sein(Fortsetrung)— Die Panzerlereuzer torpedieren die SpyD.— Kleine Rund- schau— Rußlandsreisen— Aus der Bewegung. Politiker Steuern auf die unteren Volksmassen legen, wo sie den Kindern das Brot verteuern, wo sie in ihren fetten Pfründen sitzen und ruhig zusehen, wie andere Brüder ver- zweifelnl Wie sie mit den Schlagworten:„Gegen den Radi- kalismus“,„Gegen den Bolschewismus“,„Gegen den reli⸗ gionsfeindlichen Sozialismus“ das Bild, den Namen, oft so- gar die Lehre Christi nehmen und hinstellen vor den Kapi- Eine Osterbotschaft an die Völker. Soxlal-Propruimitätisches im Anschlus an die Unzůklika„Reruim Movaram“. Von Erabischof Dr. Franz Kordac(Prag). Schon vor vierzig Jahren erscholl kin Warnungsruf des Hirten„aller Völker“, des Heiligen Vaters Leo XIII., in seiner Enzyklika vom 15. Mai 1891„Rerum novarum“, der verkündete, daß eine richtige Lösung der schwebenden soxi- alen Arbeiterfrage dringend sei, wenn eine vernachlässigte Evolution derselben nicht eine Weltrevolution zur Folge haben soll. Eine gefährliche äußere Erscheinung derselben ist die Scheidung der menschlichen Gesellschaft in zwei Lager, eine verhältnismäßig kleine Zahl von sehr reichen und eine Millionenmasse von sehr armen, genannt Prole- tarier. Jene leben im zur Schau getragenen Luxus, vertrauend auf die Macht ihres Reichtums; diese stöhnen in hoffnungs⸗- loser Armut, raschelnd in rachsüchtigem Hasse mit den Fes- seln ihrer Sklaverei und Armut, wie schon der Psalmist (Ps. 10) sagt:„Si superbit dives, incenditur pauper, wenn der Reiche stolz wird, entbrennt vor Zorn der Arme“. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts warnte Pius IX. im „Syllabus“, einer Sammlung von 80 verurteilten Sätzen, die menschliche Gesellschaft; sie sei nicht nur aus sozialen Grün- den in Gefahr, sondern auch deshalb, weil die tiefsten reli- giösen Grundlagen der gesamten Rechts- und Sittenordnung durch materialistische Grundsätze des Unglaubens erschüt- tert seien. Die materialistischen Grundsätze erzeugten in ihrer Anwendung auf das Staatsrecht Anarchie oder Parteidespo- tie oder abwechselnd das eine oder das andere; angewendet auf das Völlerrecht: Die Politik des reinen Egoismus, des Treubruchs und des Verrats, auf dem sozialen Gebiete: Krieg aller gegen alle, die Herrschaft des genießenden Kapi- tals, die Slelaverei und die Verzweiflung der Armut. Der Eckstein der Weltordnung, der schuldige Gehorsam gegen Gott den Schöpfer, wurde gleich bei der Ursünde der Stammeltern umgestürzt durch das stolze„non serviam“, „ich werde nicht dienen“, und dieses fand sein Echo im Um- sturz des göttlichen Gesetzes von dem Menschen„domina⸗ beris“,„herrschen sollst du auf Erden“ in das Gegenteil: „gervies“,„dienen wirst du, wie der Sklave der Materie“. — Anstatt zu Gott, zu seinem letzten Ziele, wurde der ge- fallene Mensch durch einen ganzen Schwarm aufgeregter Leidenschaften, besonders durch die„verdammte Habgier“, zur Materie gehetzt. Armut, Arbeit, Leiden waren Strafe und Buße für die Sünde. Der einzige Arzt der totkranken Menschheit, der Mensch gewordene Gottessohn Jesus Chri⸗ stus, nahm zwar diese Buße von der Menschhéeit nicht hin- weg, aber er machte sie zur Quelle der Tugend und der ewigen Glückseligkeit. Er gründete einen neuen hohen Adel der Armut, der Arbeit und des Leidens, wurde selbst dessen erstes Mitglied von der Krippe bis zum Kreuze und ver⸗ kündete die Ordensstatuten in den acht Seligkeiten:„Selig sind dlie Armen im Geiste; selig sind, die reinen Herzens sind“ usw. Die Menschheit hätte niemals Bethlehem, Naza⸗ teth, das Kreuz und die acht Seligkeiten vergessen sollen. Für den Sonxialismus bildet ein großbes Hindernis der sokialen Reform die Verwerfung des„mysterium iniquitatis“, des Geheimnisses der Bosheit in der Degeneration des Men- schen durch die Erbsünde und dessen Regeneration durch den Erlöser Jesus Christus. Daher sucht er und verppricht er seinen Genossen„ein neues Paradies“ in diesem„irdischen Tränental“. Diesen Irrtum erklärt die Enzyklika für ein sehr bedeutendes Hindernis einer Reform des Weltübels der Armut. Die heilende Arznei reicht die katholische Kirche, Welche sie von Christus selbst in ihrem dreifachen Amte: den Lehramt, dem Priesteramt und dem Hirtenamt erhielt. Uyter den wirtschaftlichen Gründen des sozialen Welt⸗ übel? nennt die Enzyklika an erster Stelle den Wucher, den 6. bezeichnend„usura vorax“—„den gefräßigen Wucher“ nennt, da er ungebändigt das ganze wirtschaftliche Leben auffriht. Wucher— in seiner eigentlichen Bedeutung— ist Gewinn(lucrum) aus dem Darlehen einer unfruchtharen Sache(Geld). In diesem Sinne„des arbeitslosen Einkom- menis“ war er im Mittelalter von der Kirche verboten. Aber auch schon im Alten und Neuen Testament(Bücher Moses, Lk. 6, 34) und sehr streng von den heiligen Vätern Chryso- stomus, Lactantius, Ambrosius, Augustinus, Gregor von Nyssa und anderen. In unserer Zeit bleibt der Begriff des Wuchers und dessen Verbot bestehen. Aber wegen der ver⸗ änderten Wirtschaftsverhältnisse ist es fast eine sententia communis—(allgemeine Meinung auch der Moraltheo- logen), daß es für den Ausleiher viele Gelegenheiten gibht, aus dem geliehenen Gelde Nutzen zu ziehen, und daß daher dem Darleiher dafür ein Entgelt— Zins zu zahlen ist. Aber damit der„gefräbige Zins“ nicht zu einem Walfisch heran⸗ wachse, der alles wirtschaftliche Lehen verschlingt, muß vom Staate eine nicht zu überschreitende Höhegrenze(5 Proz.“) geszetzt werden. In Anbetracht dessen, daß die Proletarisie- rung der Arbeiter fortschreitet, sowie des selbst von der Enzyklika vertretenen Grundsatzes, daß„aller Reichtum der Völker aus deren Arbeit fließt“, erklären viele Soziologen, daſß) der Zins in seinem Wesen„arbeitsloses Einkommen“ ist und als solches die Arbeit anderer sich aneignet und deren Armut verschuldet, weil die Arbeiter für die ungeheuere Schuldenlast der Zinszahlung aufkommen müssen und erst dann dlen verringerten Anteil an dem Ertrag ihrer Arbeit als Lohn empfangen. Die Hunderttausende und Millionen⸗ Anteile der hohen Banken und der Aktionäre seien nicht „Eigentum, sondern— Diebstahl“; daher müste das gegen- wärtige Geldwirtschaftssystem mit den Zinenehmern abge⸗ schafft werden. Der amerikanische Präsident Lincoln, ein Kenner des Bankwesens, sagte in einer öffentlichen Ver⸗ sammlung, daß einige wenige Geldmänner der Hochfinant: eine solche Geldmacht bei sich konzentrieren, daßb sie die Kontrolle des Gesamtumlaufes des Geldes, den Gesamtkredit und damit das genamte wirtschaftliche Leben der Völker in ihren Händen konzentrieren und diete zu Sklavendienstef in Modernen Form zwingen, Hier muß die prüfende Sonde schleunigst angetetzt werden. Die Parlamente bildden vielfach uur demokratische Fasbaden Der Aulerständene und da, Proletatiat.) talisten, der derzeit das arme Volk bis zum letzten Schweiß⸗ groschen alisbeutct! Was habt ilir aus Christus gemacht? Was macht ihr täg- lich aus ihm? N“/o ist Christus heute? Er wollte eine ganz grobe Gemeinschaft, Brüder und Schwestern, keinen über und keinen unter dem andern. Im Hause seines Vaters sind alle gleich, Sein Vater läßt seine Sonne über alle aufgehen. Er kannte nicht das Ego, er kannte nur den Vater und das„Du“, den Bruder und die Schwe- ster! Unser Vater, nicht„Mein“ Vater lehrte er uns beten. Unser tägliches Brot, nicht„Meines“] Vergib uns unsere Schulden, nicht„mir“ meine! Was hat man daraus gemacht“ „Wenn nur„Du“ deine Seele rettest, in den Himme! kommst!“ Wenn nur„ich“ Christus habe, Wenn nur„ich“ selig, glücklich werde. Ob der Bruder verkommt, verdammt wird, was kümmert es dich? Meint ihr, da sei Christus? Was haben sie aus ihm gemacht? In seinem Namen seg⸗ nen sie Mordwaffen, in seinem Namen rufen sie auf zur Her⸗ stellung von Mordwaffen, weil„das Vaterland, die Ordnung“ es Verlangen, während dies Vaterland„Geldsack“ heißt und diese Ordnung„Niederhaltung der Millionen um einiger Zehntausende kapitalistischer Geniebber willen“. In seinem Namen machen sie Politik für den Geldsack gegen die Mas⸗ sen der„Brüder“, sprechen sie Recht, Wo das Unrecht auf- schreit in Millionen Gewissen, kerkern sie ein, was für Frei⸗ heit und Gerechtigkeit kämpft! Und in seinem Namen rufen tie sogar noch auf, für diese Politik mit dem Willen des Stimmsettels einzutreten, an geheiligter Stätte, wWo nur sein Wort gelten dürfte, treiben sie Sakrileg und Simonie in an⸗ derer Forml Wahrhaftig, so müssen die Dinge gewesen sein, 80 ähnlich, unter den Pharisäern und Schriftgelehrten zu sei- ner Zeit, Weil er ihnen s0 furchtbar harte, derbe Worte ent⸗ gegenschleuderte:„Ihr Ottern- und Natterngezücht! Ihr wi⸗ derstrebt allezeit dem hl. Geist! Ihr mordet die Heiligen und steiniget die Propheten!“ Wo ist Christus? Da werden im Reichstage von den„Un⸗ gläubigen“,„Gottlosen“, den Kommunisten und Sozialdemo-⸗ kraten Anträge gebracht, vom Raube der Reichen, die über 20 000 Mark im Jahre einstecken, als Steuern abzuzichen und den Armen in den Gemeinden zu geben. Und da schreibt ein„kath.“ Fränk. Volksblatt:„Es sei klar daß da die„kath. BVP.“ nicht bei der Partie sein könne.“ Sagt, bei welcher„Partie“ Wäre wohl Christus gewesen? Bei den Tan⸗ tiemenbeziehern oder bei den armen Ausgesteuerten der Ar⸗ beitslosigkeit? Da macht man in„Caritas“, und ein Caritasdirektor ver-— apekuliert einige Hunderttausende; dort sammeln arme Mäd chen für die„rote Hilfe“, Wo„Gottlose“ armen Menschen betspringen mit den Groschen der Armen. Sagt, bei welcher „Partie“ würde Christus sein? Da stecken sie hohe Gehälter ein, die nur aus den Not groschen der Schweißarbeit der armen Menschen kommen Können— dort opfern Arbeitslose noch einen Groschen füt Mren Befreiungskampf. Sagt, bei welcher„Partie“ Würde Christus sein? Da bauen sie aus Steuergeldern Pfarrhäuser und Kirchen und dort leben Menschen zum Mittagessen mit einem Hering und Kartoffeln. Glaubt ihr, Christus würde in einem solchen Hause wohnen, würde Freude haben an einem mit solchen Mitteln erbauten Gotteshaus? 8o geht es weiter, 30 könnte man häufen! Immer, über all: Christus War bei den Armen. Bei den Unterdrückten. Nicht bei den Satten, nicht bei den Kommandierenden, Herr schenden; nicht bei den„Autoritäten“, Unterwerfung“ verlangen, nein, bei denen, die die Füh⸗ der Armsten Waschen! Er War beim„Pöbel“ Jerusalems, beim „Auswurf“, den„Bolschewisten“ der Zöllner. Mit„Fressern und Säufern setzt er sich an den Tisch“, Warfen sie ihm vor! Und er starb als Verbrecher am Kreuze den Schmachtod! Aber er stand auf, er triumphierte! Gerade das Proletariat hat in Christus seine ungeheuerste Kraft zu empfangen. Gerade ihm hat der wahre Christus ganz Gewaltiges zu sagen, heute mehr als je. Aus der Auf terstehung des Herrn muß es sich die Kraft holen für seine eigene Auferstehung. Am Kreuze erst wurde Christus Wahr Haftig groß, erhöht, überwand er die Welt und den Tod! Und je gröhßer das Elend, die Not, die Ausbeutung, die Bru kalität allüberall wächst: Volk der Ausgebeutéeten, da wächst dleine Kraft. Da wird dein Brudersein geboren! Da flammt ig dir etvas àuf von jener Kraft, die aus den Ewigkeiten kommi und die immer diese Welt und all ihre Mächte überwunden Bat! Ja, Christus hat dir nicht nur viel, ex hat dir alles zu ungenl Er ist und bleibt der Weg, die Wahrheit, das Leben. Einmal für dichl Denn letzten Endes bist auch du noch mell: uls Arheits- und EBmaschine. Dein geistiges Sein geht übe⸗ die Grenzen dieser Materie hinaus. Dann für die Klasse, dase ganze Proletariat, für die Völker und ihre Zukunft, deren Ostermorgen erst aufdämmert, wenn du, Proletariat, dein Kreus getragen und deinen Kampf gekämpft hast! V. I Blutsauger mit arbeltslosem Einkommen. Uine Pressenotiz: die„Gehorsam“ und Deutschslands Millionäre Aus det es in Deutschland 2465 Privatpersonen gibt, die ein der Steubt neuesten Vermögenssteuerstätistik geht hervor, daſ unterliegendes Vetmögen von über 1 Million Reichsmark beésit⸗ 115 Händen, und die„Großkapitalisten“, die ein Vermögen von über 10 wen, 5 Millionen und mehtr befinden sich nur in Millionen Reichsmark ihr eigen nennen, betragen nur 40. Be merkenswert ist, daß in der Kricenzeit die Zahl det Millionüre „Sich um 130 erhöhen kKonnte. Venn es nach Karl Marx, Leo XIII., Thomas von Aquin usw. ge Wlsseste Wahtheit ist, datz aller Wert und aller Reichtum nur dutch die Hünde-Arbeit der Arbeiter entsteht, Was sind dann diese Millio⸗ tallre? Und wie weit geht der Einflutz dieser Geldoligarchie in Staat, Kitche und Wirischaft hinein? An Wieviel unsichtbaren Füden die⸗ Blutgeldes sind wir gekettet? Verjagt die Tyrannen, erstellt dle Satliche Ordauntg der gerechten Arbeit und des gerechten Lohnes (Eine Osterbotschaft an die Völker.) zur Deckung der absoluten Herrschaft der Hochfinanzmän- ner. Die Kapitalpresse schließt dem vertrauensseligen nd viel- fach uninformierten Volke beide Augen, damit es die ge- fälschte öffentliche Meinung blindlings glaubt. Selbst die Parlamentarier verführt das Geld, nicht dem Volke, sondern dem Mammon zu dienen auf Kosten des Volkes. Ahnlich werden die Arbeiter benachteiligt von den verschiedenen Kartellen oder Trusts, die z2war nach den Worten der Enzy- klika an und für sich nicht unerlaubt sind, aber durch das mit der Habgier des Kapitalisten verbundene konzentrierte Kapital die nächste Gelegenheit bieten zu allerlei Monopoli- sieren der Produktion, zur Ausbeutung der Arbeit und zum Diktieren der Warenpreise auf dem Markte. Daß die Sozialisten den Staatskommunismus als Grund⸗ lage ihrer sozialen Reform anschen, zeugt von der Oberfläch- lichkeit ihrer Ansichten... Das Privateigentum, naturrecht- lich begründet, ist und war für jeden Menschen als Indivi- duum Antrieb zur ausdauernden und befriedigenden Arbeit und in der Gesellschaft Grundlage der Zufriedenheit und Ordnung. Auch der Sozialist und Kommunist ist bemüht, wenigstens ein kleines Eigentum, béesonders an Boden, zu er- werben und zu vermachen und wird durch solchen Besitz zu- friedener und der Liebe zum Heimatsboden und der Vater- landsliebe zugänglicher,. Daher hat die Vergangenheit der Völker das Privateigentum durch die tausendjährige Tradi- tion geheiligt und die Staatsgesetze haben es beschützt. Frei- lich ist das Privateigentum nicht absolut und unbeschränkt, wie es die Römer betrachtet haben, sondern relativ zum Ge⸗ meinwohl, welchem es auch dienen muß nach den Gesetzen einen Not, der Gerechtigkeit und der Nächsten- liebe. Auch die Produktionsmittel könnte der Staat als das Eigentum von Privaten in das Eigentum der Gesamtar- beiterschaft in solchen Fällen übertragen, wo das zur befrie- digenden Lösung der sozialen Frage dienen würde. Die Ar-⸗ beitsinstrumente würden so mit dem Arbeiter wieder 2ur natürlichen Einheit vereinigt werden, aus der sie vom kapita- listischen Wirtschaftssystem gerissen wurden. Auf Grund der ewigen Rechts- und Sittenordnung, die von Gott selbst in der Menschennatur gegeben ist, soll die Wirtschaftsordnung der Menschheit unter Mitwirkung aller hiezu berufenen Faktoren ausgebaut werden. Berufen ist in erster Reihe der Staat, Welcher das Recht und die Pflicht hat für das Gemeinwohl seiner Untertanen, vor allem der wirtschaftlich Schwäckeren zu sorgen. Die Ressorts der ver- schiedenen Ministerien geben die verschiedenen Sorgensphä- ren an. In zweiter Reihe sind die Arbeitgeber selbst die Be- rufenen. Diese sollen vor allem dessen eingedenk bleiben, daß die Menschenarbeit die Quelle des Reichtums der Völker ist. Daher sollen die Arbeiter, ob mit der Hand oder mit dem Geistée, den ihnen gebührenden Anteil an dem Reingewinn der Arbeit haben. Wie das natürliche Wachstum in der Na- tur höhere und niedrigere Organismen voraussetzt, s0 for- dert auch die künstliche menschliche Produktion die Orga⸗ nisation der Individuem Die Klassenunterschiede in der Menschheit leugnen und alle Organisationen in Atome der Individuen zerschlagen zu wollen, bezeichnet die Enzyklika als dem Naturrechte des sozialen Menschen zuwiderlaufend Vor allem ist ein luheres objektives Einigungsband aller Menschen in ihrem gemeinsamen letzten Ziele in Gott, wel⸗ cher die Wahrheit und die Liebe ist, und jeden Menschen durch Vernunft und Willen einer Universalgesellschaft der Menschheit eingliedert. Danm existieren in dem Menschen innere subjektive Vereinigungsbande der wWechselseitigen Zu— neigung, Hilfsbedürftigkeit und Hilfsbereitschaft, die wir unter dem Namen Humanität zusammenfassen und die von der übernatürlichen Caritas durchleuchtet und gehoben sein sollen, damit der gefallene Mensch seinem Nächsten gegen⸗ über nicht die Wolfsnatur zeige(„homo homini lupus“). Daß die überlebten mittelalterlichen Zunftorganisationen nicht einmal ihrem Geiste nach durch moderne ersetzt wur⸗ den, bezeichnet die Enzyklika als eine 8c hwächung der sozi- alen Stellung der Arbeiter und rät ihnen und den Arbeitge⸗ den und zu peflgen, 2. B. Gewerbeorganisationen, Sanitätt vereine und Unfan, Lebens- und Alters-Versicherungsvet eine usw. Fachmänner(P. Pesch) empfehlen das„sosziaie Arbeitersystem“ mit„Vergesellschaftung der Produzenteſ mit der solidarisch organisierten Arbeiterschaft“. Der Kirche kommt die Sorge um das ewige Ziel der Men⸗ schen zu; den übrigen, mit entsprechender Subordination, die Sorge um das zeitliche, wirtschaftliche Wohl, welche TA tigkeit die Erreichung des letzten Zieles des Menschen nies mals hindern, sondern fördern soll.... Lohnverträge können Arbeiter und Arbeitgeber frei schließben. Jur wenn man un⸗ ter besonderen Umständen, à. B. in der Not der Arheiter, einen Arbeitsvertrag schliehben würde, der einen ungeniſ⸗ genden Arbeitslohn bestimmt oder Bedingungen stellt, die ge- gen die Würde der Menschennatur sind, oder höhere Pflich⸗ ten des Arbeiters, für sein leibliches und geistiges Wohl zu sorgen, ausschließen, müßte der Staat ihn schützen.— Denn auf diese persönlichen Pflichten kann der Arbeiter nicht ein⸗ mal selbst verzichten oder des Rechtes, sie zu erfüllen, sich begeben. Damit ist sein Recht auf Sonntagsheiligung ung auf eine solche Arbeitsrast gewährleistet, welche die ange⸗ wendeten Kräfte wieder ersetzt. Ahnlich verlangt die B6⸗ schäftigung der Frauen und Kinder, nur solche Arbeiten ihnen aufzuerlegen, welche die Natur oder ihre schwachen noch unentwickelten Kräfte ohne Schädigung ertragen. Flie⸗ mit wäre summarisch das Reformprogramm der Enzyklika bezeichnet. * Nachschrift der Red. Wir bringen die Ausführungen des verdien. ten Prager Etzbischofs so zum Abdruck, wie sie uns von Erzbischof Dr. Kordaè übersandt wurden. Wir hatten schon einmal Gelegenheit, die Ausführungen des Prager Bischofs zum Kapitalismus zu bringen. Wir haben die Meinung, wenn die gesamten Kirchenfürsten einig und geschlossen und in der Praxis konsecquent in dieser Weise gegen die„Mächtigen dieser Erde“ auftreten würden, dann wäte die Frage des„Bolschewismus“ und auch die tatsächliche Existenz des Chri⸗ stentums beantwortet. Wir können nut hervorheben, daß Wir uns grundsätzlich mit den Auslassungen des Erzbischofs einverstanden erklären müssen. Wenn wir uns auch bei näherer Konkretisierung in Details unterscheiden werden, so sind doch die Forderungen, die hier erhoben werden, von fundamentaler Bedeutung. Da wird gesagt; „Die Parlamente bilden vielfach nur demokratische Fassaden zut Deckung der absoluten Herrschaft der Hochfinanzmänner usw.“ Man muf sich diese Wahrheiten vor Augen führen und man muß sich dann fragen, Was die„christliche“ Regierung Brüning mit ihten Notverordnungen heute ist. Und daraus muß man dann äuch seine Konsequenzen für den praletischen tagespolitischen Kampf ziehen. Weiter heißt es:„Auch die Produktionsmittel könnte der Staat als Eigentum von Privaten in das Eigentum der Gesamtarbeiterschaft in solchen Fällen übertragen, wWo das zur befriedigenden Lösung der sozialen Frage dienen würde“, Auf Was stoßen Wir da anders, als auf die richtige ökonomische Erkenntnis von Karl Marx, die sich mit der Theorie der Enzyklika„Rerum Novarum“ und mit den Erkenntnissen der alten Kirchenväter deckte, die Marx nachweislich nicht kannte. An der Theorie über das, was notwendig unick erlösend ist, fehlt es uns nicht. An der Einsicht fehlt es vielfach. Nock miehr aber an der Absicht und an dem guten Willen. Die heutigen Vet⸗ flechtungen von Staat, Kirche und Päarteimacht lässen einfack eine Lösung im Sinne des Erzbischofs von Piag nicht zu. Es wird gewiß nicht in der Presse aller Bewegungen und aller Rich- tungen an guten Kommentaren und lebenden Ergüssen Üüber den Pra⸗ ger Erzbischof fehlen. Nur Wenn in Deutschland unter einer sogenannten christlichen Regierung immer damit ist nichts getan. unvethüllter der Faschismus marschiert, die Diktatur aufgétichtet Wird, dann helfen alle wichtigen und richtigsten Erkenntnisse nichts, dann hilft nur: aus der Erkenntnis hetaus richtiges Handeln und Wenn die Osterbotschaft des Etäbischofs Erfül⸗ lung finden soll, dann ist es notwendig, datz die Einsichtigen äus allen Lagern handeln und mit dem Volk der Arbeiter und Bauern, das nur wartet auf die exrlösende Tat, die Theorle in die Wirklich⸗ keit umsetzen, Arbeit und Bröt schaffen und aus der elenden Mäacht konsequente Tat. des Kapitalismus, die Auferstehung des Ostermorgens in der Tat Wie bern dringend, ähnliche Vereinigungen(Vereine) zu grün— im Geiste erfüllen. Ein Jahr Brüning-Lentrums-Diktaturregierung da? Wo ist eine positive Aufbauarbeit? Was steht Die Finanzen des Reiches haben laufende Defizits. Eine einzige Kette brutalster Niederknüppelungen aller sorialen Errungenschaftenl Eine einzige Kette brutalsten Drucks und ungeheuerlichster Belastungen der armen Leufel in unsereim Volke, das ist das Fazit: Die Arbeitslosen mehrten sich von 3 auf 5 Millionen! Durch den von den Brüning-Stegerwald durchgeführten der Arbeiterschaft rund 8 Milliarden Mark Lohn geraubt. Die Zollpolitik belastete die breiten Massen mit weiteren 4 Milliarden. 600 Millionen Marle Wur⸗ den im Reichsetat den Schaffenden für soziale Zwecke ab⸗ gestrichen. Im Sozialetat wurden die Ausgaben für Erwerbs lose, Invaliden, Wöchnerinnen und Mieter um 600 Millionen gesenkt, der Wehretat aber mit über 750 Millionen in hurrah bewilligt, Für den Bau von Panzerkreuzern werden Mil⸗ liarden ausgegeben. 1½ Milliarden des deutschen Etats die nen der Kriegsaufrüstung und dem Kapitalistischen Imperia⸗ lismus. Von 10,6 Milliarden des Reichsetats werden alleig 4% Nilliarden für den letzten und den kommenden Krieg ausgegeben! Für die Politei werden den Ländern 190 Millionen über Wiesen. Zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit sind nur 240 000 Mark in den Etat eingesetet. Uber zweihundert Millionen werden für Generals-, Mi. nister- und Offisierspensionen ausgegeben. ZWei Milliarden, zweitausend Millionen Mark aus Steuet groschen der Arbeiter und Bauern werden den Grohlagrariern Lohnabbau wurcden des Ostens weschenkt! Für di⸗ Wohlfahrttunterstützten niit Ein Jahr Brüningstra. 8.50 Mark die Woche in den Städten, die vor dem finanviel⸗ len Ruin stehen, ist kein Geld da. Aufhenpolitisch hat sich der Karien festgerannt. Kein ein- ziger Staat der Welt steht heute auf Deutschlands Seite. W“A3 Stresemann in Locarno und Genf aufbaute, haben dlie Brli— ning, Treviranus und Curtius zerschlagen. kommende Weltkatastrophe würde Deutschland zerreihben und als Weltkriegsschauplatz sehen. Eine drohendl. Kulturpolitisch herrscht die finsterste Realtion. MIit Gummiknüppel glaubt man Uberzeugungen einbläuen 30 können. Die Not in den breiten Massen, bei der Arbeiterscha 45 beim Mittelstand, bei den Bauern, den Angestellten, in der Jugend ist weiter gewachsen. Das politische Chaos hat sick. verschärft. Die demokratischen Freiheiten sind unterdrückt Uber 30 Prozent der deutschen Prodültion liegt stille. Keit Anzeichen einer Besserung, sondern eine dunkle Ahnung, dahß im kommenden Winter diese Dinge nocli schlimmer Wet den, steht am politischen und wirtschaftlich-soBialen Hor' zonte. Das ist das Fazit von einem Jahre der Aera Brüning! Ein Jahr absoluter Zentrumsherrschaft! Ein Jahr voller Schläge Niederlagen, Unterdlrückungen, Verarmungen, Verproletari sierungen weitester Volleslereise. Ein verlorenes Jahr für da- deutsche, schaffende Vollel Ein verlorenes Jahr für die delit- sche Zulcunftl Ein Jahr weiteren Nieder- undA Jntergangsl Darüber täuschen keine Schönfärbereien und Glorifiz)/ rungen in Zentrumszeitungen und Zentrumsversammlung RIHPW/eg! Darüber täuschen keine amtlichen Regierungse-klg rungen gegenüber den Anklagen der Hitlerpartef unc“ det Deutschnationalen him 1S6ve „soziaf önneg an un⸗ heit 1 15 Pflich⸗ ohl zu Denn it eihi⸗ , Sieh g unc ange— ie Bé⸗ heiten achen FHie⸗ „klika erdien- dischof enheit, ingen. einig gegen Frage Chri-⸗ Uns tanden ierung n, die esagt: n zur muß ihten seine iehen. at als aft in gder 8, als sich t den islich ösend niehr Ver⸗ eine Rich- Pra⸗ un in umer chtet ichts, und Tfül⸗ Wäus uern, lich-⸗ lacht Wie ERA NHURNCUn 9 Im Festkreis des Jahres, das unserer Gegenwart angehört, tritt die österliche Botschaft rechtens mit dem Anspruch auf, in neuen, unserer Zeit gemäßben Symbolen gedeutet zu wer⸗ den. Soll der symbolische Begriff der Auferstehung, de: aus dem Osterevangelium zum Christen spricht, seine leben- dige Substanz als Gärmittel in das menschliche Herz tragen, 0 muß er in seinem besonderen Verhältnis zu unserer Zeit erkannt und betrachtet werden. 80 wenig an sich der Sinn der österlichen Verkündigung durch die Zeiten mensch- licher Geschichte wandelbar ist, s0 nötig und erwünscht acheint es, sie in ihrer wahrhaft„zeitgemähßen“ Bedeutungs- form den Menschen unserer Gegenwart zu vermitteln. Das Gesicht unserer Zeit ist entstellt von den Ver⸗ beerungen, die der Kapitalismus als die gesellschaftliche Sün- de des 20. Jahrhunderts darin anrichtete. Das sicherste Merkmal seines dãmonischen, natur- und gesellschaftswidri⸗ gen und im christlichen Sinne sündhaften Charakters liefert die Feststellung, daß er nicht nur die Güter- und Besitzver- nältnisse einer gerechten Ordnungswelt zerriß, durch die emmungslose Hinnahme des liberalwirtschaftlichen Ge⸗ dankens die Welt in Ausbeuter und Ausgebeutete teilte, durch eine stetig vereigenständige Automatisierung des Pro- duktionsprozesses die anonymen Wirtschaftsmächte züchtete, tondern daß die kapitalistische„Ordnung“ auch die ganze innere Seins-, Leben- und Denkwelt in Frage stellte und mit der gesinnungsbildenden Kraft der von ihr geschaffenen Milieuwelt neben der materiellen Versklavung die ideelle Abhängigkeit der unter ihrer ausbeutenden Gewalt lebenden menschlichen Gemeinschaften begründete. Und dies Gesicht untzerer Zeit ist auch zcerrissen von der kämpferischen Be- mühung der durch das„System“ zwangsläufig gebildeten Fronten von Ausbeutenden und Ausgebeuteten. Dieser Kampf ist der Kampf unserer Gegenwart. Denn zein Aus- ang wird über Sein oder Nichtsein der Menschheitsmehr- eit entschiedenl II. Nichts soll uns hindern, den Aufbruch der Völker in die- sen Entscheidungskampf den Symbolen der österlichen Auf⸗ erstehung zu vergleichen. Die Völker aller Kontinente stehen mitten in diesem einzigartigen weltgeschichtlichen Ereignis, das seine Wellen bis in die Einzelheiten des politischen und wirtschaftlichen Alltagslebens trägt. Wir wollen den billigen Leitartikelfrieden, von dem in diesen Tagen wieder allent- halben die Gazetten widertönen werden, nicht allzu ernst nehmen. Denn dieser Friede, nach dem in mehr oder minder geistreichen Artikelserien gerufen wird, er ist ein faulec Friedel Und die, die ihn beschwören, übersehen nur allzu geflissentlich, daß der neue Mensch der österlichen Aufer— ztehung und des friedvollen Lebens eine utopische Formel bleiben muß, wenn nicht eine Ordnung aufgerichtet und gesichert wird, die ihm überhaupt eine Existenzmöglichkeit gibt. Denn allen diesen Idealforderungen muß eine Ver- wirklichung versagt bleiben, solange eine Wirtschafts⸗ und Gesellschaftsforderung besteht, die für Ideale— trotz aller phrasenreichen gegenteiligen Versicherungen ihrer Nutznie- Ber und blinden Knechte— einfach keinen Raum und keine Wirkungsmöglichkeit hat. Denn keine Theorie kann doch darüber hinwegtäuschen, daß die„Ordnung“, in der der Mensch nun einmal zu leben gezwungen ist, ihre milieu- bildende Kraft selbst in den Lebensbezirken bewährt, in denen man von ihrer Einwirkung wenig oder niclits wissen Deut Wir haben bestimmt die politischen Methoden der Na- tionalsozialisten und Kommunisten verurteilt, die sich in Ver- tammlungen gegenseitig die Köpfe blutig geschlagen haben. Wohl wissen wir um die ungeheuren Spannungen im ganzen westlichen Abendlande. Jeder fühlt, daß eine Entladung be- vorsteht. Aber dieser Kampf war eine Selbstzerfleischung des deutschen schaffenden Volkes gegeneinander. Nutzlose Opfer eind gebracht worden, nutzlos, weil die Lage durch solche Kämpfe nicht geändert werden kann. Nutzlos, weil damit das Proletariat seine beste Kraft verpufft, die es zu seiner Zeit in entscheidender Stunde einmal braucht. Nutzlos, weil man einen heute noch starken Gegner vorzeitig reizte und ihm Waffen in die Hand drückte, die er jetzt rücksichtslos an wendet. In allen Versammlungen haben wir den Kommuni— iten esagt:„Fein Feldherr gibt vor der Schlacht seinen Plan dem Craner bekannt. Was lasset ihr eure Massen auf die Geweh“ starren? Hat das Proletariat nicht ganz andere EKräüſte, den Kapitalismus zu besiegen und seine Staatsmächte lalmzulegen? Schaffet die Einheitsfront der Schaffenden, die erste Voraussetzung für jede Entscheidung, was dann nötig int, findlet sich. Warum wollt ihr schon Galgen bauen, bevor ihr jemanden daran hängen könnt““ Die Notverordnung Hindenburgs, die aber vielmehr eine Notverorduung Bru- nlngs, des Zentrums und seiner Dilti tur ist— denn der alte Hindenburg mubß doch unterschreiben, was ihm Brüning und Wirth vorlegen— beweist den Kommunisten einiges. Diese Notverordnung war vu erwarten, Sie lag in der Lult. Denn diese Luft ist dick, zum Ersticken. Millionen Können in ihr nicht mehr frei atmenl Je gröber die Not, je mehr der Kapitalismus seine Mifʒwirtschaft und sein ausbeu · tendles Syetem bewies, je mehr Menschen er ins Nichts ichleuderte, desto mehr zitterten zeine Machthaber vor dem hei inziechenden Vollesgericht, das einmal, mag es kommen Wann es will, über ihn ergehen wird, über ihn und all seine ttantlichen Instrumente, die ihn schützen und tragen. Da zie in Deutschland kein Brot und Keine Arbeit schaffen Könben; machen sie Diktatur. Das ist die vollendete Diletaturl Das iat dia latata Vernichtung stuntabilxgerlicher Freihiaitl Politische Gstern. wollte und will. Der Mensch iat in eiftem viel gr5Beren Maß- stab das„Produkt seiner Umgebung“, als wir gemeinhin anzunehmen geneigt sind. III. Und schließlich soll uns die Osterbotschaft nicht hindern, den tiefen, und unter den bestehenden Verhältnissen durch- aus unüberbrückbaren Gegentatz zwischen Lehre und Le- ben, zwischen Theorie und Praxis unserer Mächtigen fest⸗ zustellen. Man darf doch wohl von ihnen verlangen, dabß sie sich ihren Ruf nach der„Auferstehung“ dreimal über- legen, angesichts der Tatsache, daß sie nichts tun, um den Auferstandenen irgendwelche Daseins- und Wirkensmöglich- keiten zu geben. Daß sich die Mächtigen aller Länder und Völker einmal darüber klar werden möchten, daß es eine schreiende Niedertracht ist, die österliche Botschaft zu zi- tieren und von der„Auferstehung“ zu reden, um hinter den Kulissen der offiziellen Staats- und Wirtschaftstheater die unglücklichen Völker von neuem in einen neuen Kriegs- wahnsinn und in den sicheren Untergang zu treiben. Daß es ein Hohn für jeden Denkenden sein muß, wenn diese Osterbotschaft sich aus den Redaktionsràumen heraustraut, ohne daß sich ihr Verfasser und deren Hintermänner wäh⸗ rend der übrigen Zeit des langen Jahres dafür einsetzten, daß der Mehrheit der von ihnen beherrschten Menschen- gemeinschaften ein menschenwürdiges Dasein garantiert und erreicht werde. Daß sich insbesondere diejenigen Politiker und Volksführer, die da(in Wahlzeiten) immer mit dem besonderen Anspruch auftreten, das Programm einer christ- lichen Ordnung auf allen Gebieten irdischen Lebens ver- wirklichen zu helfen, sich über ihre Sendung und Aufgabe Rechenschaft geben möchtenl Die da in erster Hinsicht berufen sind, eine am Evangelium ausgerichtete, christliche Ordnungswelt zu schaffen, in der das Symbol der öster⸗ lichen Neuwerdung lebendig und kraftvoll in alle Lebens⸗ kreise ausströmen kann. NV. Wir alle spüren es, daß wir in einer Wende der Zeit stehen, daß ein Umbruch aller gegenwätigen Verhältnisse und Ordnung bevorsteht. Das Volk steht auf aus Elends- verlieben und den dunklen Kammern an hohen Hinter- höfen. Am Gleichnis der österlichen Auferstehung wird jenem Aufstand der Millionen ein leuchtendes Zeichen ge- geben. Wir sind nicht bange vor den Osterfahrten jener kommunistischen und freidenkerischen Agitationstruppen, gegen die das politisierte Parteikirchentum jetzt den Staats· büttel anrief. Wir halten die Austreibung der antikirchlichen Propaganda mit dem nicht weniger antikirchlichen Mittel des preußischen Polizistenknüppels für eine widersinnige und höchst erfoglose Kampfweise. Aber wir fürchten auch nicht jenes leise oder auch laute Gespöõtt unserer vom Parteidogma besessenen und von der dreimal geheiligten Parteimeinung gestempelten Zeit- und Kampfgenossen, die schon sehr nach abgestandenem Materialisten- und Fręidenkermulm riechen, wenn wir auch hier wissen, daß nicht sie, sondern in erster Hinsicht das Süßhwasserchristentum unserer„Offixiellen“ an ihnen schuldig geworden ist. Wir glauben an jene siegreiche Auferstehung dessen, wWas wir unter einem„Sozialismus aus dem Glauben“ uns zu denken gewöhnt haben. Wir leben mit diesem Glauben für jenen Ostermorgen einer befreiten Menschheit, einer Ge- meinschaft von Menschenbrüdern, denen„die Erde untertan“ ist in ihrer ganzen Weite. J. L. cnland unter Belagerungszultand. Ende der olksrechte Anders wissen sich die heutigen Mächte nicht mehr zꝛu helfen gegen das eigene Volk, das ausgesaugt und ausgebeu- tet am Boden liegt, als mit der brutalsten Staatsmacht den Volleswillen niederzuhalten! Wir sind bestimmt nicht für Auswüchse des politischen Kampfes. Wir stehen bestimmt nicht auf dem Boden einer wüsten Schimßkpropaganda von Freidenkerversammlungen. Aber wir wissen auch, daß„mit dem Belagerungszustand jeder Esel regieren kann“, wie ein italienischer Staatsmann einmal sagte, der an der Wiege des italienischen Faschismus stand. Was soll die ganze Geschichte? Glaubt man damit hun· gernde Mägen zu füllen? Glaubt man damit die Wirtschaft anzukurbeln“ Glaubt man, damit den 5 Millionen Arbeits⸗ losen Arbeit zu verschaffen? Die Entwicklung geht weiterl Keine Diktatur, keine Not⸗- verordnung kann den Befreiungskampf der Arbeiter und Bauern aufhalten, der eine Lebensnotwendigleeit für unser ganzes Volle und seine Zulunft ist! Jede Diletatur hatte sich sehr bald die Hörner abgestoßhen, Das wird auch der„eiserne Kanzler Brüning“ erleben. Selbst ein Bismarck erlebte es Und ein ganz„eisengepanzertes Deutschland-über-alles“ er lebte es. In Spanien erlebten es die Diktatoren, in Italien brodelt es in den Volksmassen. Auf die Napoleons folgte die Pariser Kommune, auf die Ludwig XIV. die Jalkobiner, aut den Zarismus der Bolschewismus, auf Ludendorff die Lieb- lenecht und Eisnerl Diese Diletaturen vermögen die furchtbaxen Spannungen nicht aus der Welt zu schaffen. Der Kapitalismus ist nicht imstancle, Völlcer noch zu ernähren und Reiche aufzubauen, Wolil aber sie zu zerstören. Die geschichtliche Entwicklung lehrt, daß solche Spannungen immer eine neue Menschheits epoche eingeleitet haben. Das ist der Sinn heutiger Span⸗ nungen. Und diesen Entwicklungen darf sich keiner unge⸗ straft hemmend in den Weg stellen. Brüning versucht es. Eine Zeitlang kann er bremsen, aber die Lawine rollt um 30 mächtiger heranl Jede Kette, die geschmiedet wird. bringt tieue Kämpfer, welche die Ketten sprengen. —————— Ins der Welt des Tapltal us der Welt des Kapitalismus. „Die Zölle müssen sich erst auswirken, dann geht es euch Bauern besser“ Wisset ihr, Bauern, daß das eure alten Führer euch vor einem Jahte gesagt haben? Und heute? Ist es„besset?“ Wo? Zölle, Gefriefleischeinfuhr, Einfuhrscheine, Handelsverträge, Zinsenlasten, das alles its doch aur möglich innerhalb der Chaoswirtschaft des Kapitalismus! Da wütet einer gegen den anderen. Da beutet einer den anderen aus. Da geht doch nut alles um den Profit! In der Ordnuhg des Sozialismus aber hört das alles auf. Da gibt es keine „Konkurrenz“ von amerikanischem Gefrierfleisch und deutschem Frischfleisch. Da kann der deutsche Arbeiter zu angemessenem Preise deutsches, gutes Erischfleisch essen. Da gibt es keine Konkur⸗ tenz von argentinischem Weizen und deutschem Roggen. Eine Plan wirtschaft stellt alle Produktion auf den notwendigen Bedarf ein. Da werden wir weniger Roggen und Kartoffel, aber mehr Milch, Obst, Gemüse, Eier erzeugen in einer geordneten, von Klein- und Mittelbauern getragenen, und von der deutschen Industrie mit tech- nischen Mitteln ausgerüsteten, technischen Landwirtschaft, die Hand in Hand mit der Iadustrie arbeitet, Da wird der Weizen vom Aus- lande vom Staate gekauft und zwar nur soviel, als wir brauchen! Da heben wir unsere eigene Bodenerzeugung! Da werden in großhen Produzenten- und Verbraucherorganisationen die Waren zwischen Industrie und Landwirtschaft, Arbeiterschaft und Bauern ausge- tauscht! Alle Pflästerlespolitik, die an einzelnen Maßnahmen an⸗ packen will, nützt nichts, behebt keine Not, bringt keinen Neuauf- bau! Es muß an die Anderung des ganzen Systems gehen! Die Fabriken den Arbeitern! Diese Forderung des christlichen Sozialismus hebt sich ab von der Forderung der Kommunisten. Wir wollen nicht den Boden verstaatlichen, ihn auch nicht„verpachten“, Wir müssen im Boden, in jedem Besitzeigentum, eine ungeheure sittliche Macht sehen, die nicht unterdrückt werden darf. Die Got⸗ tesnatur birgt eine gtoßſe Gnade in sich. Wer einen Fleck Roden sein Eigen nennt, weiß das, fühlt, erlebt das. Der Boden ist die Wutrzel der Volkskraft. Der Boden muf dem gehören, det ihn be- baut! Nicht dem Staate. Jeder Staat kann nur Verwaltung sein, nicht Besitzer. Er hat kein Eigenrecht! Jeder Staat ist der Gefahr der Ver⸗ bonzung, der Kortuption und Erstarrung, der Schematisierung aus⸗ gesetzrt. Darum darf er nicht Besitzer des Heiligsten eines Volkes, des Grund und Bedens, der Produktionsmittel sein. Eine Zeitlang geht es, wie in Rußhland, Kann es als Ubergangsstadtum sogar sehr gut gehen, aber auf Generationen hinaus geht es nicht.„Die Erde aber übergab ich den Menschenkindern!“ Das ist wichtig, immer, zu jeder Zeit! Der Kapitalismus hat die Hrde weggenommen den schiaf- fenden Menschen. Hat die Produktionsmittel getrennt von den Ar“ beitern, hat sie ihnen gestohlen, hat sie damit enteignet, bestohlen, beraubt. Die Produktionsmittel müssen wieder den Schaffenden ge- geben werden. An die Stelle des Großgrundbesitzers muß das ge⸗ sunde Bauerntum treten in einer Erdbaubodenordnung, die den Bo- den unverkäuflich einer ganzen Bauerngeneration gibt, die dafüt die“ Bodenrento an die Allgemeinheit abführt. An Stelle der Kollektive des Geldsacks heutiget Kapitalistischer Aktiengesellschaften etc. muß die Kollektive der Arbeit, der Arbeiterschaft als Besitzer den Produktionsmittel treten. Das ist der tief christliche Eigentumsbe- griff! Das ist die Lösung. Und diese Lösung fordert der Hirtenbrief des Erzbischofs von Prag. D. Cordac vertritt jene praktische Lösung der sozialen Frage, die wir seit 1920 verfechten! Er geht damit übet⸗ Leo XIII. und über Ketteler hinaus.(Ubrigens hat Ketteler auch dis Produktionsgenossenschaft gefordert). Aber Cordac gibt dem Staato das Recht, die Produletionsgüter des Kapitalismus zu enteignen und sie den eigentlichen Eigentümern, den Arbeitern, zu geben. Das i186 wichtig! Das ist entscheidend. Der Staat darf enteignen den Reich- tum, den Uberbesitz! Ja, er muß es sogar, wenn er seine sittliche Pflicht erfüllen will. Denn es ist eine sittliche Pflicht, wiedergutzumachen! Es ist eine sittliche Pflicht, den Räubern das Gestohlene abzunehmen und es denen zu geben, denen es gehört. Das Eigentum aber gehört denen, die die produktive Arbeit leisten. Denn nur aus der Atheit der Ar⸗ beitenden kommen die Werte, und rechtmäßiges Eigentum entsteht nut aus ehrlicher Arbeit. Und darüber hinaus: Was einer an Reich- tum hat, gehört ihm nicht! Keiner kann durch ehrliche Arbeit reich werden, Er kann wohlhabend werden, aber nicht, niemals reich. Wer Millionen hat, hat sie dem Volke abgestohlen, wer mehr Gehalt und Einkommen bezicht, als die Volksmehtheit im Durchschnitt, hat das Mehr den Anderen abgestohlen.„Alles, was Du mehr hast, als Du brauchtst, gehört nicht Dir!“ sagt der hl. Augustinus schon. Denn, was Du mehr hast, hast Du einem anderen abgenommen! In Schanghai(China) sind im letzten Jahre 36 000 Menschen an Hunger gestorben. Die übergroße Anzahl der Verhungerten sind Kinder. Und in Argentinien heizen sie die Lokomotiven mit Weizen, in Amerika versenken sie 400 000 Sack Kaffee ins Meer, In Deutsch- land machen sie 8 Millionen Zeniner Roggen für die menschliche Ernährung unbrauchbar! Soll das eine sittliche Weltordnung sein, heute, nach 1931 Jahren bestehenden Christentums? Wirklich, die Auferstehung der Christen hat erst etneut zu beginnen! Der Faschismus? Nein, den Hitlerfaschismus fürchten wir nicht mehr. Der hat seinen Sieg selbst erledigt. Hitler ist der Kompromiß- ler! Nicht der Führer und Retter. Er weiß) ja nicht einmal etwas mit dem Kapitalismus anzufangen. Seitdem die Gutehoffnungshütte Mil⸗ lionen gegeben hat für die Hitlerpartei, ist es aus mit ihr. Seitdetn sind die„Bonzen im Speck und das Volk im Dreck!“ Aber Wir ha⸗ ben ja den Faschismus in Reinkultur, den Faschismus Brünings, seine Diktatur, seinen politischen Belagerungszustand. Zwar„rollen keine Köpfe“ im buchstäblichen Sinne, aber sie rollen im geistigen und sittlichen Sinne! Brutalste Machtauswirkung der Zentrumsdiktatur! Anders Würden unter Hitler die Faschisten auch nicht mit dem Gummiknüppel auf Arbeitslose einschlagen, wie die Wirth⸗Severing⸗ Pehlizei! Andets würden die Diktatutverfügungen Hitlers auch nicht lallten, wie die Notverordnungen Brüning-Hindenburg! Sie würden sleh nur gegen andere Menschen wenden! Das ist det eine Uuter⸗ schied. Und die 8SPD., die vermeint, den Faschismus zu bekämpfen. setzt den Wirklichen Faschismus Brünings in den Sattel, die Wirke⸗ liche Kulturreaktion, die der Demokratie den letzten Todesstolt beteits versetzt hat! Aber wir wissen, daß keine Bäume in des Himmel wachsen, auch nicht die Bäume der Zentrumshertschaft“ Denn Ubermut kam noch jedesmal vor dem Fall! Dr. Wirth hat die Osterfahrten der Kommunisten verboten, di“ Aigen das christliche Ostern vorgehen wollten. Sie solltes sich dArauf Konzentrleren, gegen den Kapitalismus vorzugehen, da hät⸗ t, zle das christliche schaffende Voll hinter sich. Beito 6 DAR NAHUR Volk Die wirklichen Förderer des Bolſchewismus. Das„Fränk. Volksblatt“ als Verfechter des Kirchlich verurtellten Kapitalismus. Der wahre Siun seines Kampfes gegen„Das neue Volk“. Der Leèierschen Tendenz muß die Maske heruntergerissen die Kommunisten gerichtet, währendd sie sich eindeutig gegen Werden. Er weiß sehr gut, daß seine Artikel keine Hand- habe bieten, ihn vor Gericht zu zitieren. Die Tendenz ist deshalb moralisch um so niedriger, je mehr sie juristisch ein- wandfrei ist. Wir werden vom„Fr. V.“ bekämpft, weil wir den gott⸗ losen, von der Kirche verurteilten Kapitalismus bekämpfen, Während dieser gottlose, unsittliche, volksausbeuterische Ka- pitalismus im„Fr. V.“ seinen unentwegten Vertreter und Verfechter gefunden hat. Im Folgenden nur einige Beweise aus der allerletzten Zeit: 1. ae E kommunistischen Anträge, durch welche den Blutsaugern des deutschen Volkes, nämlich den Empfängetn von mehr als 20000 M Einkommen die Einkommensteuer um 5 Proz. unck den Aufsichtsräten die Tantiemensteuer um 10 Proz. erhöht werden sollte. Und zwar zugunsten der Wohlfahrts⸗ Unterstützten in den Gemeinden! Das„Fr. V“schreibt dazu am 16. 3. 31:„Es ist selbstverständlich, daßh die Bayer. Volkspartei hier nicht bei der Partie sein kann“. Und das zu einer Zeit, da das gleiche Blatt berichtet, daß in der Oberpfals Familien mit 9 Köpfen mit einem Hering und Kaärtoffeln ein Mittagessen halten müssen. Das zu einer Zeit, %ο Von ében diesen Kapitalisten den Arbtitern Lohnsenkun⸗ gen bis zu 20 Proz. zugemutet werden. Nur die durch die Lektüre des„Fr. V.“ verdummten Leser können seine Be⸗ gründung hinnehmen, dahß die Förderung der Kapitalbildung zu dieser Haltung zwinge. Alle übrigen Arbeiter und Bauern wissen, daß gerade ddurch die Riesengehälter der Direktoren, Tantiemen etc, fortwähtend das durch die Arbeiterhände gewonnene Kapital aus der Wirtschaft herausgezogen und den Profitkassen der Kapitalisten zugeführt wird. 2. Das„Fr. V.“ unterschlägt bis heute die sozialen Kund- gebungen des Erzbischofs Dr. Cordac von Prag. Das„Fr. V.“ hat diese für die parteipolitische kath. Presse aufsehen- erregenden, für uns selbstverständlichen und seit Jahten seitens des Episkopates erwarteten Kundgebungen, die nach den Worten des päpstlichen Blattes(„Osservatore Romano“ vom 24./25. 1I. 30):„Die Verurteilung des heutigen Kapi⸗ talismus“ darstellen, seinen Lesern bis heute nicht im Wort⸗ laut gebracht. Warum? Weil es sich durch diese grundsätz- liche Kirchliche Verurteilung sowohl des Enzbischofs, als des vatikanischen Blattes, also des Papstes, in seiner ganzen kapitalistischen Haltung selber verurteilt erkennen müßtte. Nur ein Beweis hiefür: Der Erzbischof sagt:„Die jetzige Zeit sieht die Urimoralität des Zinses nicht“. Der Geistl. Rat Leier aber hat zu gleicher Zeit, am 6. 11. 30, einen Artikel verfaßt, unter dem Titel:„Kann man den Zinsfub gesetzlich regeln?“ und hat gerade das Gegenteil behauptet von dem, Was der Erzbischof erklärt. Und zwar mit Gründen, die an Lächerlichkeit und Unkenntnis der wWirtschaftlichen Tat⸗ sachen nichts zu wünschen übrig lassen. Und es ist eine klatschende moralische Ohrfeige, die Herr Geistl. Rat Leier erhält, wenn er in einem Artikel einen im Reichstag gestell- ten Antrag, der die Senkung des Zinsfuges auf 4 bezw. 3 Prozent zum Ziele hatte, eine„Kur nach Dr. Eisenbarts Rezept“ nennt und der Erkbischof von Prag in seinem Hir— tenbrief schreiht:„Damit der gefrähige Zins nicht zu einem Walfisch heranwachse, der alles wirtschaftliche Leben ver⸗ schlingt, muß vom Staate eine nicht zu überschreitende Höhegrenze(5 Proz.) gesetzt werden“. nahm Stellung gegen die sozialdemokr.“ 3. Das„Fr. V.“ bringt Fülschungen der Kundgebungen des Präger Erzbischofs. Die Nr. vom 19. 11. 30 bringt eine Rede der Abgd. der BVP. Lang-Brumann, Darinnen finden Wir in einem Zitat des Prager Erzbischofs ausgerechnet das Wort„Kapitalisten“ durch das Wort„Völker“ gefälscht. Die Gründe sind durchsichtig. Das„Fr. V.“ darf nichts gegen den Kapitalismus schreiben. Seine verdummten Leser dürfen nicht wissen, daß der„Kapitalismus die Urtsache des Niedergangs“ und der Bolschewismus das„Gärmittel der Völker und des Christentums“ nach den Worten des Erz- bischofs ist! Zudem ist in dieser Rede die Adressierung des Zitate gefälscht. Nach dieser Rede im„Fr. V.“ muß man annehmeß, die Kundgebung des Erzbischofs habe sich gegen eedekean Du ſollteſt Opfer ſein?... Aus den Tagebüchern eines ſungen Metischen. Von Wolt Berna u. . Portsetsung. Die verhüngntsvollen Schüsse von Serajewo hatten auch in Her Klosterstille von Waterhuile Entsetzen, Hilflose Ratlosigkeit hervorgeruten. Die Anzelchen einer hereinbrechenden leh täglich. Wiedérholt Wurden aAus der„Kölntschen Volkszeltung“ Bernhard Ihm war die Veränderung, mit Frühwalt seit Heginn des Jahres vor sich gegangen War, alsbald aufgeékallen. Wiederholt hätte Versucht, éeine ruhige Aussprache herbel⸗ zuüführen, Jörg wWies ihn ſedes Mal ab. In der Unruhe det lèetzten Wochen bot sich endlteh eine Ge legenheit. FUs War Kurz vor den Juliteèerien. Réektor hatte eine dringende Konferenz einberufen; auch die Präkekten nali⸗ men daran tell. Fr'Uhwalt und Ihm hHatten gehaflen. Jörg wollte sich der Mitschüler vor ihn hin und gagte unvermittelt:„Jörg, ich Kann's einfaclhi nicht mehr mitangehen, Wie du herumläufkst! Früher, als mich P. Rochus schlkanterte, warst du's, der mir immer über den Jammer weghalf! Ja,'s ict 830, brauchist nicht den Kopf zu schütteln!— Jetzt aber brauchst du Hilfe! Ge⸗ Steh's nür ein, du bist am Verzwelkeln! Weshalb weichst du mir szeit Monaten aus, warum lälst du mieh nicht tellhaben an deiner Not? Woeißht du nicht, Wie lieb ich dich habe, Wie de ee Ke un dUir üngt?“ lähmendes Katuastrophe mehrten Rlarmlerende Nachrichten vorgelesen die S Der in der Schuhkammer Ordnung eu bereits entfernen, Da stelltée sgich ee ttr u laddur ot dsncoril(laueiiiu ati dii bacsddiu ataRult lö. die Käpitalisten richtete, weil diese die geistigen Urheber und Väter der Weltrevolution, die wirklichen Feinde der Kultur, des Christentums und damit der Kirche sind. Soweit geht die Freundschaft des„Fr. V“ mit den Kapitalisten, daß es diesen weder die kirchliche Verurteilung durch das päpst⸗ liche Organ, noch den Weheruf des kath. Erzbischofs zu sagen getraut. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, daß diese kirchliche Verurteilung des Kapitalismus sowohl vor als nach dem Erscheinen des gefälschten Zitats im„Fr. V.“ in einer Reihe solcher, auch kath, Zeitungen und Zeitschriften, er- schienen waren, von denen wir béstimmt wissen, daß sie Herr Geistl Rat Leier gelesen hat und also kannte, Die Fäl⸗ schungen mußten also absichtliche gewesen sein! Xhnliche Füälschungen können wir dem„Fr. V.“ eine ganze Reihe nachweisen! Es hat ja auch immer Zitate aus dem„NV.“ in der Sinngebung direkt ins Gegenteil durch die Art der Wiedergabe gefälscht und Zitate, die das Gegenteil hesagten, unterschlagen! Auch das mußte bewußt geschehen sein! 4. Das„Fr. V.“ Kapitalisten mit den Bolschewisten,„den Todfeinden Christentums“, Ja, es bringt sogar in der letzten Zeit Lobes- hymnen auf diese„Feinde des Christentums“. Es schreibt von ihrem„Heroismus, Opfersinn, ihrem geduldigen Leiden und Tragen um eine große Idee“. Ja, es stellte sogar die Idee in ihrer Wirksamkeit höher als die des Christentums. In der Nr vom 7. 3. 31 bringt es einen sachlichen Bericht aus Ruß- land aus der Feder eines von dort zurückgekehrten Ingeni eurs. Darin ist zu lesen,„dab bei uns die Skandalgeschichten über das Elend in Ruhfland(die das„Fr. V.“ selbst gebracht Battel) zu sehr in Geltung stünden, duß wir statt dessen die Wrkliche Lage in Ruhland sehen müßten(fast wörtlich, wie es Hammelrath etc. im„NV“. geschrieben hatten), das schweigende Opfer, stilles Opferleben, den Heroismus der Armen und Bedrückten, die von der nationalen Idee des Kommunismus erfaßt, Ungeheueres leisten.“ Weil wir diesen Skandalberichten, denen das„Fr. V.“ ständig mit seinen Lesern zum Opfer gefallen ist, keinen Glauben schenken konnten, darum haben wir 5 Parteifreunde nach Rußland geschickt. Uber diesen Umstand äußert nun Herr Geistl. Rat Leier in seinen Kampkartikeln eine ebenso unglaubliche, wie törichte und künstliche moralische Entrüstung und macht aus uns„Vorkämpfer des Bolschewismus“. Dabei weih der Mann sehr genau, denn er liest das„NV.“, daß wir scharf unterscheiden zwischen politisch-wirtschaftlichen und kul⸗ turellen Dingen in Ruhland. Ja, er weiß sogar, daß wir die Wirtschaftliche Analogie in der Ubertragung auf Deutsch⸗ land immer abgelehnt habenl, daßb wir uns grundsätzlich von den russischen Bolschewisten unterscheiden Aber nun die moralische und politische Katastrophe für den Geistl. Rat Leier: Auf der gleichen Seite seines Blattes bringt er folgen-⸗ den„frohen“ Bericht:„Die deutschen Industriellen sind gestern von ihrer Rußlandreise zurückgekehrt voll froher Hoffnungen“, Kein Wort von einer moralischen Verurtei— lung dieser Geschäfte, durch welche„das Reich des Anti— christ aufgebaut wird“, durch welche der„Todfeind des christlichen Abendlandes“ unterstützt wird, der„zum ver⸗ nichtenden Schlag gegen Religion und Kirch ausholt“.,(Frei näch dem„Fr, V.“) Warum diese doppelte Moral? Warum dieser Verzicht auf eine Verurteilung dieser Geldgeschäfte mit den Bolschewisten? Warum sogar die guten Artikel über Ruhßland? Wir haben im Saargebiet etwas Ahnliches erlebt. Dort traten Kommunisten auf in unserer Versammlung, in der sie der Kirche Ausbeutung und Kapitalismus und„Ver- dummung“ der Völker vorwarfen und erklärten„Religion ist Opium für das Volk!“ „Heraus aus der Kirche.“ Da, als Heller die Religion ver⸗ téeicligte, flelen iim zwei Zentrumsredner, ein Redakteur des Neunkirchener Zentrumsorgans und ein Rektor Harth von Wemmetsweiler in den Rücken und stellte sich in eine Front mit den Kothmunisten. Warum das? Weil die Kapitalisten an Rußland Geld verdienen. Weil der Bruder des Zentrums- gewaltigen und Geldgeber des Zentrums, Klöckner, die deut- Jendelegation führte. Weil die Regierung Brü⸗ Verurteilt nicht die Geschäfte deutscher des „Waßs geht mich die Klasse an! Schülten ist Primus und soll euch helken. Habe mit mir genug zu tün!“ Gequält wandte sich Frühwalt den Schuhgestellen zu. „Heute hilft dir keine Ausrede, ich lasse nicht locker, Jörg! Dirgefällt's nicht mehr im Kollege, du willst..“ „Bernhard!“ schrle Frühwalt voller Schrecken,„Wer sagt dir das, Wwie kannst du so etwas behaupten?“ Stöhnend lehnte er an der feuchten Wand des düsteren Raumes, als er fortfuhr: „Dennoch hast du recht! Es ist so, ich habe keine ruhige Stunde mehr, mein einelger Gedanke ist, wWie ioch hier kort⸗ könnte! Nichts, niemand dürkte mieh zurückhalten, wüßzte ich, Wohin, Was leh beglnnen soll, wenn das Kloster hinter mir l1egt! Was mußßte ieh an Untsetzlichem durchmachen, Bernhard, allein in den léetsten Wochen!, Geh, lalz mieh nur, lIeh darf deine Ruhe, deinen Frieden nieht auch noch nehmen. Ieh bin der unglüchlichste Mensch, der KHinter dlesen Mauern die erste Zeit hler frledlich! Hockt Wie war 0 Wie habe ich zu melnen Lehrern aufgebllckt! Heute ist all mein Vertrauen dahin, Hilflos sitze jeh da, alles igt mir Vérekeélt, deh WIiIl nicht mehr! Hier die Verzweiflung drauſzen die Helmat, die mieh verdammt! Welßzt du genug!“ Pröstend legte der Mitschüler die Rechte Schulter:„dörg! Du bist nicht allein! Andere mußten ihren Frleden ehenso verlieren! Auch leh bleibe nicht int Kolléege!“ Jäh packte Frühwalt den Kaweraden an den Armen:„Du? Bernhard, das ist nicht Wwahr, das sagst du nur 30.“ „Doch, Jörg“, exwiderte Ihm ruhig,„brauchst mieh nicht 30 entsetzt ansustarren! Nach den Ferilen komm leh nicht mehr zurüchk! Als leh an Ostern den Onkel besuchte, sagte loh ihm ofken, iech Wollte kein Mönch werden. Käantist dir denken, wile er mich angefahren hatl Da erklärte ich kurs und bündig, lch ließ)ß mich zu keinem Beruf wingen. Ur wurde zugünglicher, meinte gelbst, man solle Keinen Menschen zum Klosterleben wWingen! Vorgestern schrieb er, ick könunte ab 1. August als Kuf Frühwalts 14(4. April 193 eeene IN ning, die Zentrumsregierung, sogar diese Ruflandg mit einer Ausfallbürgschaft bis zu 40 Proz. und die Länder, also auch die BVP. in Bayern, bis zu 30 Proz. garan Da ist das„Fr. V.“ mit„hei der Partie“] Es ist überall dabel wo es gilth den gottverdammten Kapitalismus zu schützeg und ist überall dabei, wo es gilt, letztes Christentum untg Gesellschaft an diesen Kapitalismus zu verraten. Da aber der Kapitalismus der Vater des Bolschewismus int. ja, nach kirchlich festgestellter These sogar die Ursache Untergangs, da zu all diesen furchtbaren Manipulation des Kapitalismus Herr Geistl. Rat Leier schweigt, hat er moralische Recht verwirkt, seinen Lesern glaubhaft mach zu wollen, dab er„aus Gewissensgründen und aus Verant Wortlichkeit vor Gott und der Geschichte“ gegen uns Kampf führe zugunsten des Christentums! Dahinter steh nur die bedrohte Parteimacht und mit ihr der Geldsack Japitalismus, sonst nichts! Das ist ohne juristisches Gerich urteil aus dem„Fr. V.“ und jeder seiner Nummern selh schon bewiesen! Der Unterschied zwischen seiner Tahel und unserem Kampf ist nur der: Er verspritzt seine Tinte für die das Volk ausbeutende kapitalistische Oberschicht wir kämpfen den sittlichen und moralischen, politischen Kampf für die Armsten der Armen, für die ausgebeuteten Volksmassen der Arbeiter und Bauern, um ein sittliches Lebensrecht und eine sittliche Lebensmöglichkeit! Wer hier wirklich in der Front der„Bolschewisten“, im Dienste der Front der„Gottlosen“, und wer in der Front der Gottver hängten, derer steht, die alles den Brüdern tun wollen, die handeln auf Grund der Grundthese christlicher Philosophiet „Gratia suponit naturam ODDie Gnade baut auf der Natur nif)“ und auf Grund des Gottesbefehls in der kl. Schrift: Macht Euch die Erde untertan“. Das brauchen wir nicht vor Emem Cericht zu beweisen, das liegt als Beweis in den Tatsachen selbst! Das Parlament. Det Reichstag geht nach Notverordnungen, Gesetzesdebatten usw, in Ferien. Diese Ferien kosten dem deutschen Volle: 2,6 Millionen Marle! Der Reichtag hat vor Antritt seines 29wöchentlichen Ulrlaubes keine Ermäßligung seiner Diäten beschlossen. Es sind also den Reichtagsmitgliedern die vollen Diäten für 6 Urlaubsmonate, al⸗ 80 3600 Mk, für 377 Mitglieder oder 2 077 200 Mark zu zahles. Die Reichstagsabgeordneten, die Beamte sind, erhalten nebetm den 3600 Mark Diäten ihre Gehülter weiter, ohne verpflichtet zu sein, Dienst zu tun, d. h. die Behörde kann sie zur Aufnahme ihres Dienstes nicht zwingen. Daneben hat det Reichstagsabge⸗ ordnete noch Freifahrt in ganz Deutschland während der Pause, eine Ausgabe für das Reich, die auch noch ½ Million ausmacht 2,6 Millionen Mark insgesamt kostet dem Reich also der Reichstag wührend seiner Ferienmonate, eine recht nette Ausgabe für nicht⸗ geleistete Arbeit. Wir haben von jecher vor Illusionen gewarnt, die man sich über das heutige Pärlament machte. Wenn wir dann heute in Blättern von den„wohlverdienten Ferien“ der Parlamentatier lesen, dann bleibt uns der Atem stehen. Vor allen Dingen dann, wenn wir an den Proleten und seinen Urlaub denken. Aber wenn heute sogatk ein Erzbischof sagt, datz die heutigen Parlamente nichts anderes dat- stellen, als eine demokratische Fassade der Diktatur, dann brauchen wir dem nichts mehr hinzuzufügen. Für uns war und ist das heutige Parlament nichts anderes, als eine Möglichkeit. Es soll nicht abtze⸗ leugnet werden, daßb mit Umsicht und Energie auch dort für das Volł noch viel hätte erteicht werden können“ Nur ist das Gebot der Stunde, die außerparlamentarische Machtbildung. Wenn der Reichs⸗ tag seine Fetien beendet hat, Wird Wahrscheinlich ein anderer Wind durch die deutschen Lande wehen. Denn glauben wir nicht, daß die Reaktion schlafen Wird. Die Mobilisierung aller wachen und berel⸗ ten Volkskräfte muß die Aufgabe sein. 133 3 50 1 * DIE IUNGE TAT! Das Kampfblatt der Jugend erscheint nach Möglichkeit monzt⸗ lich zu 10 Pfennig das Exemplar. Die Februar-März-April-Nummer soeben erschienen. Es ſet motalische Pflicht aller Freunde und Mitglieder der Arbeiter- und Bauernpartei, den Kampf der Jugend zu unterstlitzen. Bestellt das Blatt für die Jugend in der Familie. Ortsgruppen sind verpflichtet, das Blatt zu bestellen und eine Jugendgruppe zu bilden. Bestellungen„Die Rat Schriftleitung: Paul Feltrin, Würnburg. dueei0r 0018b0158010 0U65t, ünerueltet! — an Junge Würzburg 2, Postfach. Volontär bel der Post anfangen; er will auch die Kosten kür die Ausbildung übernehmen. Jörg, du dartst nicht so schwartz in die Zukunft blicken! Deine Eltern werden sicher Einsicht haben uned „Kennst du meine Hitern?“ Hofftnungslos lieſt er sich aut die Schulpbank nieder,„Kennst du meine Mutter? Niemafs Wird sle begretfen, daßß ihr heiſsester Wunsch unerfüllt hlelben goll! Mir hlitt kein Mensch aus meinen Nöten!— Doch sag mir, Bernhard, weshalb du eigentlich fortgehst! Du bist immeh Still, 80 krledlich, dieh quälen nicht diese Höllenüngsté, dle mieh Tage und Nächte hindurch jagen!“ Ium setzte sich neben den Mitschüler auf die nledere Bank. „Glaubst du,“ entgegnete er voll Mitleidens„mir gelen deins Lelden erspart geblieben? Melnst du, ioh wüßte nicht, Was dir fehlt? Sei aukrichtig, Jörg! Du findst dich nicht mehr mit dir gelbszt zurecht!“ Wortlos nickte Frühwalt. „Auch leh habe diese Zeiten gehabt. Kein Mensch hier Hat Wollen nicht! Mein alter Onkel allein war 60 ehrlich und hat miech üÜüber meinen Zustand aufgeklärt! „Jörg, du hast noch delne Hlternl Sag ihnen, Wia's dir 6“. Elng; daßb hler aueh nur Menschen wohnen; dein Vater Wird dich verstehen.“ „Der Vater!“ Lelse Hoffnung wollte keimen,„Ja, er begrolfkt mich, Vielleicht! Mutter, die Geschwister? Nein! Die? Niemals!— Von mir soll ich sprechen, von mieiner Not? Wie sollten sie zuhause diese begrelken können! Bernharc, wWenn kein Herrgott hilft, kein Wunder geschleht, werde ſoh elend verkommen!“ „Jörg,'s ist doch Kkeine Schande, wenn man das Kolleg ver⸗ lälzt! Noch aus unserer Wird gehen; 6s alnd Wähtlich nicht die schlechtesten Rückhten Kéhren!“ geholfen. Sie mancher Klasse die dem Klöster den Ne.! De imme Stisal schist tich W tnin ist Ei cher heute nicht Välk Baue Genc Die 8 en: K beiten Reicl kalen derhe Fri Ulun. erut in F blicht Kkannt Uahm der 4 dete Jörg! den, Fr! der kE Abhol All de „Ja Rahw nur d Bein Frt Fyelb nter rausc die 01 ¹ον Jörtg blegu empo tard houet Belm Frühs Hmpoe amR eres dat⸗ rauchen heutige ht abge⸗ 4as Volk bot der Reichs⸗ r Wind daß die d betei- mongt⸗ Es let ter · un ellt das flichtet, 'ostfach, ieeeet ten kflix ehwartz Uinsloht er gleh Jiemaſs hlelben 5eh gag immehr ste, dle RBünk. n dlelns Was dir mit dix er Hät War 360 begrolft Dise? Not? unhet rd, rdde ſok leg Vek. es Aüne Rüchteh Dus MUI VOoIK —— Die Panzerkreuzer torpodleren die SPh. Folgende Zuschrift wird uns mit der Bitte um Abdruck übersandt. Erklär ung: Im Auftrage der Gesamtmitgliedschaft det Ortsgruppe det SPD. Heinsberg, erklären wir den geschlossenen Austtitt aus detr Partei. Grund: z2crkreurzer. Heinsberg, den 25. März 1931. Stellungnahme der Reichstagsfraktion zum Pan- Der Vorsand der 8PD. Ortsverein Heinsberg. (Folgen Unterschriften des Vots., Kass. u. Schriftf.) Der Verrat der SPD. an den arbeitenden Massen, das immer ausgesprochenere Gebaren im Dienste der kapitali- stischen Republik, die offenen Henkersdienste für den Fa- schismus, der Verrat am Frieden und am Sozialismus muhb tich rãchen. Wier täglich mit den arbeitenden Massen des Volkes zu- mmenkommt, der kennt die Stellung der Menschen. Sie ist Enttãuschung, Hoffnungslosigkeit mit dem immer schwã- cher werdenden Glauben an Besserung. Und dieses Minus kommt nicht zuletzt durch die elende Arbeit der ehemals boffnungsvollen Politik der sozialdemokratischen Partei. Wienn die 8PD. ihren Hermann Müller begräbt, dann ver⸗ küridet ihre Presse mit Pathos, daß er begraben wurde, wie einer der„Mächtigen dieser Erde“. Und es wird von einer meisterhaften organisatorischen usw. Leistung“ gesprochen, die dieses Begräbnis darstelle. Die sozialdemokratische Füh- reroligarchie und der Parteiapparat mit all seinen Bonzen, träumt von den Mächtigen dieser Erde. Die arbeitenden Mas- sen gehen mit ihrem Glauben und mit ihren Körpern und Seelen zugrunde. Rücksichtslose Verordnungen sollen jede freiheitliche Regung unterdrücken. Wann stehen die arbei- tenden Massen, zrstreut und ohnmächtig in den alten Ap- paraten auf, um der Reaktion in jeder Gestalt die Parole zu bieten und den Garaus zu machen? Der erste Schritt ist, den Verrãterparteien die Gefolgschaft zu versagen, wie es bereits der Ortsverein Heinsberg im Aachener Bezirk getan. Die Enttãuschungen aller Parteien mögen ihren gekauften und charakterlosen Führerkliquen die eindeutige Antwort geben dadurch, daß sie die revolutionäre Einheitsfront gegen das kapitalistische System und alle seine Lakaien schlieBᷣen. Pas · Vertrauen der immer wieder enttãuschten Massen muß beute von jenen kleinen auf sich selbst gestellten Gruppen und Menschen erobert werden, denen Partei und Politik nicht Selbstzweck, sondern Dienst an der Aufgabe und am Välk ist. Das ist auch Aufgabe und Ziel der Arbeiter- und Bauernpartei Deutschlands. Wir begrüßen den Schritt der Genossen aus Heinsberg, möge ihr Beispiel Schule machen. Die Stunde, in der die Reaktion marschiert, erfordert die ge- Schlossene Front aller entschiedenen Sozialisten. Keine Steuern den Ausbeutern! Der Reichsrat hat die von den Sozialdemokraten und Kommunisten beschlossenen Steuern für die Tantiemen- bezieher und für jene, die mehr als 20 000 Mark Einkommen im Jahre haben, wie alle anderen Beschlüsse, welche den Mietern Erleichterungen bringen sollten, abgelehnt! Es war nicht anders zu erwarten. Die Regierung Brüning, die hoch- Kapitalistische Regierung, hat den nötigen Druck dahinter genetzt. Aber wer in Deutschland lacht da nech? Wenn die Auf- Uchitsräte für ihre Tausende und Hunderttausende von Tan- tiemen, wenn jene, die in dieser Notzeit, wo arme Spessart- ſruuen ihre Saatkartoffeln verkaufen müssen, um für ihre Kinder Strümpfe kaufen zu können, mehr an Einkommen im Jahre haben, als 10 Arbeiterfamilien zum Leben, wenn diese keine erhöhten Steuern zahlen können— was soll ein solcher Staat noch an sittlichem Rechte für aich in Anspruch neh- men können? Hier hilft nicht das Jammern und Schimpfen: Hier heißt en: Kümpfen! Kampf im ganzen Vollée der Bauern und Ar- beiter gegen ein solches Systeml Denn dieser Staat, dieser Reicharat, all diese Aus führungsorgane sind doch nur die La- kalen des lapitalistischen Systems der Ausbeutung und Nie- derhaltung der breiten Vollesmassen! Frühwalt besuchte auf der Helmrelse seine Stiefschwester in Ulm. FUr hatte sie seit Jahren nicht mehr gesehen. Da er erst spͤt abends von Holland aus eintreffen konnte, hatte er in Frankekurt ein Telegramm aufgegeben. Bangen Herzens blickkte er bei der Hinfahrt des Schnellsuges nach einem be⸗- kannten Gesichte aus. EUnttäuscht trat er vom Fenster zurück, nahmm Hastig sein Gepächt und schritt durch die Unterführung der Ausgangstreppe zu. Hine groſle, schlanke, einfach gelclel- dete Frau trat auf ihn zu und sagte lächelnd:„Grüß Gott, Jörg! Wilist an mir vorbelrennen? Was bist du groß gewor- den, Bub!“ Frlelchtert stellte Frühwalt seinen Koffer ab und schüttelte der Schwester die Hand:„Was bin ich froh, daßb du mich abholst, Magdalena! Beinahe hätt“ ich dich nicht erkannt vor All den Menschen hler!“ „Ja, gell ioch bin halt'ne alte Frau geworden!“ spottete die Sahwester, ine guclct man nicht näher anl! KRomm, gib mir nur den Koffer, brauchst dich nicht zleren. Wirst müde g'nug sein von der weiten Fahrt!“ Frühwalt fühlte sieh seiltsam angestechktt vom nächtlichen Prelben der Stadt. Im Kollege lag um diese Zelt alles in tlet dter Ruhe. Hler waren die Straßszen voll Meuschen. Autos rauschten vorüber, Hlektrische klingelten Feruschvoll durch die engen Straßen, Lichtreklame erleuchteten ganse Straßen- üiſe taghell. Benommen von all diesem Unbekannten schritt Jörg schweigsam durch das heimelige Uilm. BHel einer Wege biegung blieb er plötzlich stehen, zeigte mit tiefer Bewegung empor:„Magda! Das Münster!“ In ehrwürdiger Schönhelt gtand der gewaltige RBau vor seinen Augen, Die dunkle 811 houette hob sich wunderbar ab vom helleren Sternenhimmel Beilim Anblick dieses Denkmals deutscher Gottsehnsucht wuard FFrUhwalts Seele Heller:„mpor zu den Sternen alles Leid! Empor zum Unvergünglichen, Pwigen, dar Fedunlte, auchende neeee iet i mlle NMot.“ Kleine Rundschau. Gegen die Brüning·Wirthache Notverordnung laufen nicht nur die Nationalsozialisten, Deutschnationale und Kommunisten Sturm, sondern auch die bayerische Regierung, sowohl Gürtner als der Innenminister Stützel. Die BVP. erklärt, sie hätten in Bayern keine verschärften Notverordnungen gebraucht, sie wäten mit den bis- herigen Bestimmungen ausgekommen.(Stimmt!) Vielleicht sind sie auch volkspsychologischer als Wirth und Seveting und wissen aus der Kahrzeit etc.: Je stürker der Druck von oben, desto stärker der Widerstand von unten! Uns kann es recht sein! Je brutaler die Obeten auftreten, desto mehr erwacht die Volksmasse! Nur 80 weiter! Die deutschen Bierbrauer jammern über den Rückgang des Bier- vetbrauchs. Dieser sei, entgegengesetzt den amtlichen Meldungen, im Jahre 1931 um weitere 30 Prozent zurückgegangen. Das Brauereigewerbe befinde sich in schwieriger Lage. Das letzte glauben wir nun nicht, denn die Dividenden sind noch hoch genug. Aber éetwas anderes ist es mit unseren Gerstenbauern. Die be⸗ kommen ihre Gerste immer weniger los! Das hat mit seiner Bier- steuernotverordnung auch der„eiserne Brüning“ getan! In Paris finden Kundgebungen gegen den deutsch- öͤsterreichischen Zollpakt statt. Wir haben schen längst darauf hingewiesen, daß eine enge Vereinigung von Gotetreich und Deutschland außen- politisch allerlei auslösen müßte,. Ein friedliches Deutschland, ein den Prieden garantierendes Deutschland hätte diese Schwierigkeiten nicht. Aber ein Deutschland der Groener-Severing-Brüning mit dem Ostpolentitt, den Esserschen und Schöpflinschen Wehretatsreden, dem Wehretat von 730 Millionen, den Panzerkreuzerbauten etc. hat im Auslande kein Vertrauen zu wirklicher Friedensgarantie! Dar⸗ aus kommen diese Dinge. Die Spieletei mit Panzerkreuzern läßt das deutsche Volk noch in eine außenpolitische Katastrophe schlit- tern, bei der es keine einzige Möglichkeit auch nur einer annähern⸗ den Verteidigung hat, denn dazu fehlen alle Voraussetzungen und auch die stärkste Militarisierung könnte diese nicht bringen, schon weil das deutsche Volk nach keiner Front hin eine Einheitslinie darstellen könnte! Die Spannungen nehmen an allen Ecken und Enden zu! Die Waeltrevolution marschiert! Und da schreibt die vernunft- und logikverlassene SPD.-Presse„Deutschland und Goter- reich legen den Grundstein zur Einigung Europas“. Au weh! Grundstein? Es kann auch ein Pulverfaß sein! Bei den Betriebsratswahlen im Reiche haben die freien SPD.-Ge⸗ Kerkschaften überall große Verluste, manchesmal sogar Kata- strophen zu verzeichnen. Die kommunistischen RGO.Gewerkschaf- ten errangen groffen Zuwachs! Das kompit von der zu starken Ver⸗ bonzung und der ganzen Rückgratlosigkeit der SpD. bis in die Gewerkschaftslinie hinein, die der Arbeitetschaft jede Kampfleraft gelähmt haben! Nachdem in Thüringen eine Mehrheit gegen das Frick-Regime mit diesem Schluß machte, ist aun auch in Braunschweig die Franz'sche Herrlichkeit bald votbei, nachdem ein Mißtrauensantrag eingebracht und auch von der Deutschen Volkspartei unterstützt Wird. Mit der Eroberung der Macht auf legalem Gebiete ist es mit Hitler also vorbei! Dieser Faschismus ist als politische Diktatur erledigt. Der Kampf gilt vielmehr dem tatsächlichen Faschismus det Zentrumsdiktatur! Und es wird nicht lang dauern, so ist gegen diese Brutalität einet vetschwindenden Minderheit in Deutschland auch eine Einheitsfront von links bis rechts, vom Stahlhelm bis ru den Kommunisten da! Das neue Wahlgesetz, das die Regierutig Brüning, wenn nötig mit Art. 48 durchdrücken will, ist nichts anderes als eine Nieder- knüppelung aller kleinen Parteien und aller Parteien, die nicht über den großen Geldsack verfügen. Der amtliche Stimmzettel soll weg⸗ fallen, die Wahlkreise sollen auf 75 000 Stimmen für einen Abgd. hinaufgesetzt werden, die Reichslisten sollen wegfallen, die Rest- stimmen verloren gehen. Demokratie ist das nicht mehr. Nun, sie sollen Wahlgesetze machen. Das schaffende Vollł weiß bereits, daſ) es von Reichstagen und Wahlen wenig mehr zu erwarten hat, daſß seine Einheitsfront außlerparlamentatisch hergestellt werden mußf; denn bei der letzten Entscheidung spricht kłkein Reichstag mehr mit. Wenn das Volk der Bauern und Arbeiter aufsteht, um seinen letzten Kampf zu kämpfen, braucht es keine amtlichen Stimmzettel und Wahlkreiseinteilungen mehr! Und wir würden auch bei einem noch s0 reaktionären Wahlgesctz dafür sorgen, daß die Stimmen unserer Arbeiter und Bauern nicht den Parteien des Kapitalismus zufallen dürften! Gegen die Diktatur in Spanlen haben in Madrid wieder große Straßenkämpfe stattgefunden. Die Völker von heute lassen sich eben Diktaturen auf die Dauer nicht gefallen. Freiheit ist das ge- waltigste Wort der Menschheit! Wieder und wieder haftete sein Bliclł an dem Klelnod des deutschen Südens, das ihn auf dem Gang durch die traulichen Winkkel und Gassen der alten Stadt begleiltete—-— Die Stlefschwester Magdalena wohnte seit hrer Verheiratung in Uim. Frits Hensel war städtischer Reamter und hatte sein be⸗ scheldenes Auskommen. Seine llebhste Beschäftigung nach Dienstschluſd war Angelsport. Viele Stunden verbrachte er bel Wiblingen, vor szich den Blichk auf den herrlichen Klosterbau. Bel schlechtem Wetter saß er bei den Büchern, die ihn Über die geistigen Strömungen in der Welt belehrten. Hensel hatte seinen jungen Schwager nur elnmal gesehen. Als er sich mit Magdalena verlobte, war Jörg neun Jahre alt. Seitdem war er mit seiner Frau nicht mehr in Husingen ge⸗ Wesen Frühwalt hatte sich nach dem Abendessen zur Ruhe bege- ben. Magdalena Hensel räumte das Geschirr fort. Ihr Mann las in der Zeltung. Unvermittelt legte er die Blätter zur Seite und sagte àu seinor Frau ernst: „Mir ist an deinem RBruder etwas aufgefallen! Ieh glaub, der Wird niemals ein Mönch!“ Voll Schrecken stieß seine Frau die Teekanne um. „Aber Frits, Wie komimst du bloſd auf solche Gedanken! Was tät“ Mutter dasu sagen?“ „Was die meint, darum dreht's sloh gar nicht, Magda! Dein Bruder eilgnet sich nicht für's Kle Schau ihm doch in die Augen! Der Junge grübelt viel zu sehrt Armer Kerl, das wird eine gechwere Zelt für ihn werden! Wir wollen ihm kelfen, Wenn's Unwetter dahelm losbricht.“ Magdalenes dunkle Augen hatten sich mit Tränen getülit. Leise erwiderte gsie:„Wir haben doch vorhin mit keinem Wort Uber geline Zuleunkt gesprochan. Hr hat blall von der Relse, Wön Heldelbertt eranhlt!“ 37 640 Kirchenaustritte in Berlin allein im Jahre 1929 melden die Berliner Amtsgerichte. Ein starkes Menetekel! Wenn die Chri⸗ sten ihr Christentum leben und praktisch beweisen würden, Wäre sowas nicht denkbar. Ihr heidnisches Handeln trägt die Schuld an dieser Flucht aus der Kirche! In Indlen steigt dlie soslal-revolutionäre Welle. Die Krisis der höchsten Spannungen durchzittert alle Völker. Eine neue Weltenepoche hebt an, In Indien gärt es seit dem Kriege in dem ungeheutren Drange des Dreihundertmillionenvolkes nach sei- ner nationalen Freiheit gegenüber dem englischen Imperialismus. Bisher war Gandhi der große Führer dieser allindischen Bewegung Det Mann ist Heiliger. Ist Asket! Ist eine Jahrhunderterscheinung in der Menschheit! Er hat einen Gigantenkampf des Geistes und sitt- lichen Wollens gekämpft. Um sein Indien! Er hat einen kleinen Er⸗ folg zu verzeichnen, aber es scheint, daß dieser Erfolg, als Erfolg eines Kompromisses, ihn selbst als politischen Führer erledigt! Eines vetmochte er nicht: Das indische Volk zum letzten Befreiungs⸗ kampfe aufzurufen. Denn innerhalb Indiens sitzt ebenso der Feinud des ganzen Volkes, wie innerhalb Englands, Frankreichs, Deutsch- lands,. Ungeheurer Reichtum, mätchenhafter Luxus und Ausschwei⸗ fung det von England gehaltenen indischen Fürsten, det Maharadt“ schas, die das eigne Volk ausbeuten füt ihren Luxus, die Kaste der Brahmanen gegenüber der Kaste der Kulis, das ist das Ahnliche Wie bei uns Kapitalisten und Proletariat. Und solange in einem Reiche die innere Freiheit nicht erkãmpft ist, gibt es keine nationale, àuflere Freiheit! Rußlland hat seine nationale Freiheit nach dem Kriege nur mit der inneten Revolution erkämpft, inadem es Schuß machte mit den internationalen, überstaatlichen Mächten der Völkerausbeutung und Völkerversklavung! Dieser Vorgang geht auch in Indien seinen Weg. Die Gandhische Bewegung mündet immer mehr aus in eine soriale Revolution! Der Kapitalisnnis wittert auf der ganzen Linie Morgenluft, abet Morgenluft, die seinen Tod bedeutet und ein freieres Leben der Nationen und Völket! In Indien so, bei uns kann und wird es nicht anders werden. Bei uns ginge es leichter! Bei uns bräuchte nur die große Einheitsftont der Atbeiter und Bauern her⸗ gestellt zu werden! DiE Der heutigen Postauflage des„Neuen Volkes“ liegt der Prospelłt„Die Erfüllung“ bei. Wir nennen uns die Front der Stillen, der Menschen, die erfüllen, Was sie sind und sein wollen. Es wird heute geräde bei uns so viel geredet, noch mehr geschrieben, in Zeitun- gen, in Zeitschriften, auf Flugblättern, in Büchern. Reden hören wir uns selbst, in Gesellschaft, am Stammtisch, im Verein, im Kasino, auch auf der Kanzel, am Rednerpult, am grünen Tisch. Wr hören auch andere reden, viel reden, gescheit reden, auch dumm reden und Dummes reden. Und immer gehen wir heim— wir Menschen— aus unseren vielen und gescheiten, aus unseren dummen und gelehirten Reden— heim zu uns und— selten zufrieden, glüclelich, noch weniger: selig. Unerfüllt von und trotz dieser unseret vielen Reden. Ja, warum, Du Kulturmensch, Du Gotteschrist“- Well Du selten, recht selten und immet seltener sagen Laninst, daſʒ; Du auch tust und getan hast, was Du geredet hast. Und das ist der Fehler, die Krankheit, die das deutsche Volle nicht mehr auferstehen läßzt. Das ist die Sünde, das ist die Lüge, die das Leben des deutschen Volltes auslischt. Was hierin der einzelne Mensch sündigt, lügt und sterben· macht— in sich, am Mitmenschen— das sündigt er an der Gemeinschaft und die Gemeinschaft an ihm. Das ist seine groſle Gottesstrafe. Darum muſl es 80 totenüähnlich bei uns sein, in uns und um uns— nicht zum Leben, nicht zum Sterben— bei uns Lebenslügnern. Freilich gibt es unter uns solche, die sich selbst Wohl fühlen. Ein Zei- chen, daſʒ unser Sterben nicht die materielle Not allein ver- schuldet, als vielmehr unsere Todsünde, unsere Lebens⸗ sünde— die Lüge. Der Mensch ist aus der Ordnung mit sich, mit dem Herrgott, darum glaubt er, die Lüge 2u „dũürfen“. Wir belügen uns, wir belügen den Nächsten, wir versuchen den Herrgott zu belügen, weil wir nicht tun, an wWas wir glauben, weil wir nicht erfüllen, was wir anbeten. Ich richte an Dich, Du deutscher Mensch, die laute Osterbotschaft:„Tue Deine Lebenserfüllung, lebe Dein gottähnliches Menschsein“, So wirst Du Dich einfinden in der Stillen Front der Erfüllenden. Der Herausgeber der„Erfüllung“. —— „Gerade well er nicht von der Schule, vomn Kollege sprack, merkcte leh deutlich, daß er nicht davon reden wIiIIl. Ir grümt glch innerlich ab, ich kKenn' euch Frühwalts doch! Ur findet noch keinen Ausweg; wir aber dülrfen nicht daran rühren. Jörg Wird sleh schon durchbeiſßen. Mach ihm die paar Tage hier recht sechön! Dann flndet er eher den Mut, bel uns anzulclop⸗ ken, wenn's nicht mehr weitergeht!“ „Was wäre dies für ein harter Schlag für die Fltern, Wenn er ihren heißzesten Wunsch nicht erfüllen sollte!“ Ernst entgegnete ihr Mann:„Hler handelt es sich um den Frieden des Kindes, nicht um Hllternwürde. Uber Wttäuschun⸗ gen hilft die Zeit hinweg. Fin verfehlter Lebensberuf bedeutst Verzweiflung und Unglück für den Finzelnen und für die Ge⸗ meinschaft. Vor solchem Schicksale sollten ltern hre Kinder bewahren, wenn noch 80 vlele helmliche Wünsche bFurüche⸗ treten milssen.“ Magdalene Hensel hatte sich nehen ihn aut das Bofa gesetzt. Mit einem schweren Seufzer riß sies sichk nus dem Grübeln:„Du wirst wohl recht haben, Lleber; aber lelcht Wird Jörgs Zukunkt nicht werden!“ „Magda, nlemals War eines Menschen Geschiock ein fröhliches Aplel. Was uns dle nächste Zukkuntt bringt, wissen Wir alle nicht; aber stark und Kraftvoll soll sle uns flnden; dann werden Wir gle meitztern!“ Magdalene Hensel öfknete die Fenster zur Strabbenselte. Mine chwüle Julinacht drang in das Wohnzimmer. Im Westen war böges Woetterleuchten. Das Münster in der Ferne stand im roten Feuerscheine der lohenden Blitse, dis von dorther aufflammten. Dumpt und schwer schlugen die Münsterglocken Mitternacht. 8. Rapit el. „K FIe8 Mein Gott, lesen Zle, P. Michaelt Unser Kolleg Wird als erstes vom Schiolesal erfaßt! Hler die Staatsdepeschse vom Haagi Das iat die Antwort auf melns gestrige Anfragal“ Selte 6 Das VRrUmn vorn Rußflandreisen. Wenn wir uns als gewöhnliche Sterbliche erlauben, unsere in Rußland selbst gewonnenen Eindrücke dem deutschen Bürger mit⸗ zutellen, dann werden unsere Versammlungen entweder von all⸗ müchtigen Polizeipräsidenten verboten, oder ein eigens dafür be- stelltet Leiermann leiert mit viel Demagogie und noch größlerem Geschick den durch die kapitalistische Presse verblödeten Hirnen der Arbeiter und Bauern das„Bols hewistengespenst“ vor. Wenn aber Klöckner und Genossen selbst Mitarbeiter am Fünfjahresplan werden, dann findet das so mancher elende Lakai im Schlepptau des kapitalistischen Systems ganz in der Ordnung. In Deutschland laufen in diesem Jahre etwa schon kür 600 Millionen russische Be- stellungen. Wenn das Industriellengeschäft zustäandekommt(und das wird es ohne Zweifel), dann werden wir im Jahre 1931 bereits eine Ausfuht von etwa einer Milliarde Reichsmarle nach Sowjet⸗ rußfland haben. Dabei wird erteicht, wie gemeldet wird, daß bei dem„bolschewistischen Geschäft“ 150 000 Arbeitslose beschäftigt werden können. Um die lronie, die in ungefähr diesen Tatsachen liegt, kümmert sich nicht der Kapitalist, Der Prolet, der deutsche Arbeitsmann, gleich in welchem Kleid, sollte daraus lernen, Wenn wir vom söpislisti- Aufbau „Potemkinsche Dörfer“, schen in der Sowietunion geschrieben, dann waren es der Fünfjahresplan war noch vor ganz kurzer Zeit topie. Der„heilige Kreuzzug“ gegen den Bolschewis- mus wurde noch vor ganz kurzer Zeit in der Presse jener Herr⸗ schaften, die Wenn Wir heute das„Russengeschäft“ gutbeißen, geprellgt. über Rußland halten wollen, dann werden sie uns von reaktionäkren Amtsstellen vetboten. Das Volk darf die Wahrheit nicht wissen. Es darf auch nicht Wissen, dafl es den Kapitalisten gleichgültig ist, Wo sie verdienen. Haben ale nicht auch wehrend des Krieses(Internationale der Rüstungs⸗ industrie) am„Feinde“ verdient. heute Versammlungen sie an ihrem ei genen Totengräber, am Sorialismus. Und die deutschen Kapita- sten werden s0 lange ihren Profit aus dem Russengsschäft ziehen d dabei die Löhne der deutschen Proleten bei russischen Auf⸗ trägen drücken, wie wit, das arbeitende Volk. es uns eben gefallen lassen Selbstverständlich, die Sache ist garnicht so einfach, der Kopitalismus holt sich seinen Profit Wo er kann, das ist eine Ge- setzmäßiekeit unseres hertschenden Wirtschaftssystems. Und wenn Wir daraus etwa andere Schlußfoleerungen ziehen würden, als wWie Heute verdienen eben der Kapitalist selbst, nun wir haben neue Notverordnungen untl nun wird es ſedem Spitzel bald möglich sein, Dich einige Monate bei Vater Staat in kostenlosem Asvl(oder auch nicht) unterrubringen. Und wenn wir weiter über Rußland uns bemühen, die Wahrbeit eu schreiben, die Kteaturen werden nicht müde wer⸗ den, uns Bolschewisten 2u schimpfen, die eben nur Potemkinsche Dörfer“ daf, die deutschen Industriellen auf diese Dörfet hin Millionenaufträge abgeschlossen gesehen haben, unbeschadet dessen. haben Doch wäre es nicht übel, wenn wir mal 80 einem Herrn Leier samt Genossen eine Rußllandreise empfelilen würden? Eine besondere Empfehluns an Väterchen Stalin(Vvon wegen unserer guten Beziebungen, Hett Leier) soll nicht fehlen, Da drüben könnte so mancher sein Christentum aus„Gewiesen und Vetantwottung“ bei den bösen Bolschewiken praktizieren. Aber 80 geführlich ist es Rarnicht. Man muß nur einen Geldbeutel haben, wie ihn die pro- leten nicht, aber so mancher Leier sicher hat, dann ist die Sache sehr einfach und auch lehrreich. Wir empfehlen jedem, der dine Rußlandreise machen Will, die nachfolgenden Veröffentlichungen des Sowjetreisebütos Intourist zu beachten und in Anspruch ꝛu nehmen Rofgen in der Sow'etunfon 1931. Um den Besuch und die Besichtigung aller wichtigen und inter- essanten Plätze der Sowietunſon den ausländischen Touristen z2u Erleichtern. hat das Staatliche Sowſet-Reisebüro„Intourist“ in Ber⸗ Iin kür das Jahr 19531 12 große Reisetouren eingerichtet. Diese Touren können in Gruppen oder von Allein-Reisenden ausgeführt werden und bringen den Reisenden in wichtige Mittelpunkte des Sowjetlebens, ermöslichen aber auch die Beobachtung von Natur- schönheiten. Jede Tour ist in det Weise eingeteilt, daß der Tourist sich über die Eigenart der Wirtschaft, des sozislen Lebens, der Wissenschaftlichen Betätigung in der Sowietuniog sowie über die Landschaft eine klare Vorstellung machen kant. Die Touren kühren nach den Hauptstädten des Lapdes— nach Leningrad, Moskau. Kiew. Chatkow, Odessa usw. Es werden Kol- lektivwirtschaften besichtigt,— eine Wirtschaftsform, die für nichtsozialistische Länder ein Novum darstellt. Bei diesen Reisen Wird den Touristen Gelegenheit geboten, im Prühjahr an den Mal⸗ festlichkeiten und im Hethst an den Olktoberfeietn als Zuschauer SEnur teilzunehmen, Es werden außer den Städten auch Landschaften be- sichtigt, wie 2. B. die berühmte Wolgagegend. Die Hochgebirgs- touten führen den Reisenden näch dem Kaukasus und der Krim. Im Herbst und Winter werden Jagdexpeditionen ausgerüstet. Alle Unterkunfts- und sonstigen Reisefragen elnschließlich Ein- und Ausreisevisum werden Lom„Intourist“ in Berlin erledigt. Auch werden Tränsit-Visen für den transsibirischen Expreſ) nach dem Fernen Osten sowie nach Petsien besorgt. Alle mit diesen Reisen verbundenen Auskünkte erteilt„Intourist“ in Berlin, Unter den Linden. Stündige Ausftellung antiker Helligenbilder und alt- Tulfilcher Kirchenkunlt In Moskau. Die Sowjetregietung organisiert in Moskau eine ständige Aus⸗ stellung altrussischer Kirchenkeunst, deten Eröflnung im März be⸗ vorsteht. Dieser Schtitt dürkte ein aufschenerregendes, kulturge⸗ schichtliches Ereignis darstellen, da die Sowietunion zweifellos über die ültesten Heiligenbilder dieser Art verfügen dürfte. Ein großer Teil der auszustellenden lkonen ist byzantinischen Nr. I4/ 4. April 10%7 — sprungs. Die Ausstellung wWird in der berühmten Tretjakow-Gallerie in Moskau stattfinden. Unter den Heiligenbildern, die zut Ausstellung gelangen, sind die berühmten historischen Stücke besonders beachtenswert. E5s seien hier die Muttergottes von Wladimir, die„Verkündigung“ von Ustuschkoje und die„Dreieinigkeit“ von Rubleff besondett erwähnt,— Meisterwerke der altrussischen Kunst, die in det gan⸗ zen Welt bekannt sind. Was diese Ausstellung aber ganr einzigartig macht, ist der Ut⸗ stand, daß außer den Ikonen auch zeitgenössische Portraits aus. gestellt werden. Die Ikonen dürften 2. T. ein Alter von 1000 Jahren und mehr aufweisen. Aus diesen fernen Leiten stammen auch die Portraits, die erstmalig einem großßen Publikum zugänglich geé⸗ macht werden und Licht auf die byzantinische und altrussische Portraitmalerei werfen. Der Besuch der Ausstellung ist für Touristen kostenlos, Weitete Auskünfte erteilt das Staatliche Sowjet-Reisebüro„Intourist“ ig Berlin. Wie wir erfahren, sind die Reisekosten für Reisende, die zwi⸗ schen dem 20. April und 1. Mai einteisen, ermäßigt. Reisekosten von 168 RM. an. F. Aus der Bewegung. Lendesverbend Baden. Der Landesverbandsvotstand beruft hliertait auf Sonntag, den 3. Mai, ds. Js., den Landesparteitag ein. Als Tagungsort wurde, auf Wunsch der badischen Ottsgruppen, Offenburg bestimmt. Das Tagungslokal wird den einzelnen Ortsgruppen in einem Rund- brief bekanntgegeben. Die Tagung findet ohne Wirtschaftsbetrieb statt und begiunt pünktlich, Sonntas vormittags 9 Uhr.— Eade gegen 18 Uhtr. Vorläufige Tagesordnung: Mitteilungen. Begrüßlung. Geschäftsbeticht des Landesvotsitzenden. Berichte der Bezirks, und Ortsgruppenvertreter Kassenbericht des Jahres 1930. Entlassung des Vorstandes. Vorstandswahl. Sg Mittags-Pause. (Beginn der Mittagstasung um 15 Uhr.) 8. Vottrag: Varum? und mit welchen Mitteln und Aus⸗ sichten kämpfen wir in der christlich radikalen Volksfront der Arbeiter- und Bauern-Partei Deutschland. 9. Verschiedenes. Wit ersuchen die Ortsgruppes, in Miteliedervetsammlungen z2um Landesparteitag Stellung zu nebmen und die Delesierten zu wählen. Insbesondere sei auf die Bestimmungs wegen Abkühruns der Bei träge hingewiesen. Alle Ortsgruppen haben die Pflicht, den Landes- Parteitag zu beschichen, da seine Beschlüsse für alle Parteifreunde in Baden bindend sind. Es sei ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die Delega- on auf Kosten de- Ortsetuppen seschieht. Von der 7 andespartei- leasse ist füt diesen Zweck keine Zuwendung zu erwarten. Zum Landepetteitag sind Pa“tereunde als Güste willkommen. Zutritt nut gegeh Worreiehee det Miteſiederkarte. Der Landesvorsitzende: I. A.: Anton Morell. Mannbeim. Unsere nächste Monatsversammlung ist am Mittwoch. den 8. ds. Mts., abends 8 Uhr, im Lokale M. 4. N 10. Ein Freund aus unseret Bewegung wird zu uns sprechen übet„Kopfform und Körperbau“. Einführungsvortrag in das Gebiet der praktischen Menschenkenntnisse, ausgestattet mit Tafeln und seltenem An⸗ auues e la qder beutigen Jeit der ualvollen KEvistenz. krage lst es gewiß kür jeclen Menschen, ganz besondets aber für Eſtern, VotmHH7der. Waeitersttebende und Rerufstätise Jußerst wert⸗ voll. aus berufenem Munde etwas über dieses hochefttneſſe Thema zu hören, Alle Freunde unserer Bewegung müssen es sich zur be⸗ sohderen Ehre antechnen, sich auch auf diceem Gebiete weiter zu bilden, was ibhen ier ftei und ohne Entgelt geboten wird. Wir laden darum alle Gesinnungsfteunde, insbesondere aàuch die Franen und Mütter sowie die Jugend ein und bitten um rechtzeitiges Er- scheinen. Kreisverband Unterfranken. Kreisverband Unterfranken. In der letzten Woche fanden in der Karlstädter und Gemündener Gesend einise gut besuchte Ver sammlungen statt, in der Freund Silbersack aus Wöürzburg sowie Freund Feltrin sprachen, Uberall Aufbruch für unsere Sache. Die Orte nennen wir absichtlich nicht, da diese dann von der Bayer. Volhesdartet bhombardiert werden mit Vortrügea über das ungeheuere Elend in Rufland, und Bauernvetreinssekretäre sowie Landesöko- nomieräte in Schwung gesetzt werden, um die Menschen von un⸗ zetet Sache ahspenstig zu machen, da wir angeblich Ruffland auf Deutschland übertrasen wollen. Aus dem Spessart. In Hessenthal, Neudorf und anderen Orten sprach in den letzten Wochen Freund Paul Fäth aus Weibersbro in, der Delegiet tet zum Landesbatteltog über den ———— Kampf im Spessart. Auch hier werden wir in der näch. zn Leit unseren Angriff weiter vorttagen. Lendesverband Rheinland. „Pfennig-Sammlung“ für das Samatiter-Werk in Volkertshansen. Bis jetzt sind eingegangen: Ortsgruppe Köln-Mülheim 1—1 Ortsgruppe Aachen 1.—: Ortsgruppe Engers à. Rheinp 1.—. Tu⸗ sammen 3.— Mark. Sammelt weiter, liebe Freunde im Rheinlande! Gilt es doch, mit unseren kleinen Mitteln den Armsten der Armen beizustehen! Jeder Pfennig ist willkommen. Jedem soll Gelegenheit geboten werden, sein Scherflein beiruttagen. An alle Ortsgruppen ergeht diese herzliche Bitte, Sammelt und überweist die gesammel-⸗ ten Beträge auf das Postscheckkonto 64 704 Amt Köln, Peter Hein⸗ tich Huppertz, Köln-Mülheim. Helfe jeder nach seinen Kräften, die große Not det armen Brüder und Schwestern zu lindern! Gelsenkirehen-Buer-Hassel. Am Sonntag, den 29. März fanden sich zum Abschluß des Werbemonates eine Zeihe Freunde zusam⸗ men, um auch hier eine Ortsgruppe der Partei ins Leben zu tufen. wurde Freund Karl Peto, Im Eichhelz zb. gewählt. Freunde und Leser der Partei werden ebeten, sich an den Freund zu richten. Londesverband Westfalen. Coh-Dortmund. Frauengruppe. In unserer Generalversammlutg wurde nach einem Vortrag von Fräulein K. alski öber„Die Prau in det Politik“ zut Vorstandesitenos seschtitten. Gewühlt wurden; Frau Wesener, I Vorsitzender; Frkulein Kowalski. II. Vorsitzen⸗ der; Frau Cerwenka, I. Schriftführer; Frau Pohlmann, II. Schrift⸗ kühret; Frau Oppenhäuser. I. Kassierer. Uase⸗ Fchste Versamm-⸗ luae findet ameo April. abends 8 Uht, statt. Der Votstand. Wuppertal. Wir machen unsere Freunde und Leser des„NV.“ auf unsete am 9. April. abends 8 Uhr, im Lokale Lichte. Bormen, Bismarckstr. 79. stattfincdende Monatsversammlung aufwerksam. Wir laden hierzu freundlichst ein und bitten zahlreich und pünlet“ lich zur Stelle zu sein. wollen wir doch eingehend xu den Etat⸗ verhagdHiοννν det Stedt Steliuype pehmen Des weiteren findet am Samstag, den 11. April, abends 8 Uhr, im Lokale Schäfer. Barmen, Haspeterschulstr. 10a, eine Versammlung der Deutschen Friedens- gesellschaft statt. Wir sind hierzu eingeladen und wollen alle hin⸗ gehen. B.-Langendreer. Zu einet öffentlichen Versammlung am 22. März hatte die Ortssruppe die Werhettommel fleißig gerührt. Als Red- her wat Freund Kleffmang etschienen, der sich das Thema„Wie bekommen unsere Arbeitslosen Arbeit und Brot“ gesetzt Katte, Einleitepd wies der Versammlunssleiter, Freund Dierkes, darauf hin, daß es wohl als ein guter Treppenwitr der Weltgeschichte 2u verzeichoeh sei, daßb usserechnet ein Stast, der aneebe, das Christen- tum in Etbpacht genommen zu haben, die ABPD. verbiete. Weil eben die ABPD, das Christentum des Nazafeners gelehrt und ge⸗ lebt wissen will. Der Witz küme von Bayern etwüs ru früh. Es gei denn, daß man durch die Zabl der Maßkrüge bestimmt, schon den 1. April aneenommen habe. Die Aywesenden dunkten dem Rednet, Freund Kleffmann, durch teichen Beifall Angesichts des erneuten Verrats an den Volksmassen war das heuchlerische LZentrum und die SpD. nicht erschienen“ Mit Worten des Danftes an Freund Kleſ'mann und das gute Aushalten der Anwesenden schleß der Versammlunesleiter die anregend vetlaufene Versammlung. Witten a. Ruhr. Für den 21. Märr(Werbemonat) hatten Wir eine öffentliche Vetsammluns. Obeteich die Versammſune untet keinem günstigen Stern stand, KPD., öffentliche Versammlutig, 5PD. desgleichen, sowie Nazi, konnte man mit dem Besuch ru⸗ krieden sein, Damit soll nicht gesagt sein, das nicht noch wehr Besucher den Saal hätten füllen können. Aber wir in der ABPPB. haben vorerst nicht mit der Masse, sondern mit der Qualität des einzelnen Menschen zu rechnen. Uind in dieser Beriehuns hatten wir einen Erfols, Freund Kſeffmann wär als Redner gewonnen und sprach über das Thema„Kann unser Volk noch auf Rettung hof⸗ fen“. In scharf umtissener Weise verstand es der Rednet, seine Zuhörer 1) Stunden zu fesseln. Alles in allem nahm die Ver⸗ sammlune einen auten Verlauf Manches Samenkorn wird in den Herzen der Anwesenden zugunsten der ABPD. seine Früchte tragen. Freund Dierks. dankte dem Rednet, wuür, Parteitag und eeren weiteren Der Versammlunesleitet. mrEu..— Schwer flel der Rektor v- Waterhuik auf selnen Sessel, Krieg!— Hinem ächsenden Wehschrel gleich zuckte das stüützte die beiden HFllbogen auf die Schrelbtischplatte und barg tzein Geslcht in den Hünden Sein Sekretär hob das Sohritftstücle auf; eine holländische, berittene Milia hatte es vorhin Überbracht. Erbleichend rlef er:„Das bedeutet ja Kuswelsun Was goll aus unsern Löglingen werden!“ Der Rekktor hatte sich bereſts Harter entschlossener Zug trat 1 er sich vom Platze erhob: Wlieder in der Gewalt. Fir n sein blasses Geslcht, während „Darüber sich Gedanlten zu machen ist azu früh!— Uns bleiht nur elne Frist von drel Stunden Wir haben Sorge zu tragen, daß die Schüler bis 6 Uhr die deutsche Grenze errelchen Voranlassen Jle, daſh) sämtliche Konventsangehörtgen mit den Schülern binnen rehn Minuten un Studtersasl versammelt gind!— Hinen Augenblickk. Wie Ssteht's um den Kass nhestand des Kollegs?“ „Da wir für die nächsten Tage größere Beträge gu zahlen kRaben, beflnden sich einige Tausend iin Presor!“ Der Rektor atmete erletchtert auf MHcherwelse der Sorge enthoben, Feild aufbringen sollen! Wollen Sie FP. Humilis zur Mithllte binzuzlehen! Und Jetst, größste Wile, ruhig Blut!“ Sohrili tönte die 7 larmglocke durch die Räume von Water KAullt. Von allen Plätsen, aus allen Säten thtrömten Patres Lalenbrüder, Schüler erbel, wurden in den Studlersaal ge⸗ Wiesen. Umschattet, voll Gr „Würen wir alseo glüch Wie Wlr in der Wile das Reise Am uni die schmalen, Zuszammengepreſßßten KUppon bllokcte der Rektor auf die Wintretenden. Zu Fügßen des Katheéders sammelte sleh der Konv nt; an iühro Pulte traten dle Zäglinge von Wäte rhuik. Hunderte von Kugenpaaren Hehteten sich voll Erwartung autf den Leiter des Nollegs. Jän erbrach der Friode des Zonntagnachmittages, dle Klosterstille Wurde zerrissen durck ein einzigen brutalgrelles Wort: schellte Wort durch den Sanl: ein zischender Blitzstrahl schlug nieder auf die Versammelten! Vorbel war urplötszlich alle Beherrschung, gelöst jede Fessel der Klosterzucht: schrille, gellende Urlaute der Angst, des Unt- setzens tobender Kampfschrel des Mannes— jauchzende Untladung der Überrelsten Nerven eiln Brausen, ein Wogen peitschte den Saal— die uferlose Welle der Frregung zer⸗ Unter nnerndem Fausthieb des Rektors:„Aus⸗ Wwelsung bis heute abend ist angeordnet! Ioch fordere rück⸗ sichtslos PDIS ZIpIIn! Sofort wird dle Abreise vorbereltet! Sümtliche Patres Überwachen die Arbeiten; Punkt fünt Unr ist Abmarsch zur Grenze. Wur das notwendigste Handgepͤkcl darf mit. Jeder nimmt die Schltissel Selner Koffer zu sleh. Die Lalenbrüder erwarten mich im Sekre tarlat. Die Mobllmachungs⸗ order beruft die meisten zu den Waklen. Die Patres warten bis auf weiteres hler den Gang der Freignisse ab!— Unser llebes Kolleg aber stelle ich unter den Schuts des Aller höchsten! Geht in Ruhe an eure Aufgabe, Krlegszeit Värlaugt Männer, keine Memmen!“ In Hast und Flle begannen die Vorbereltungen. lichen Räumen lagen Handkofket Schachteln, Fackmaterlal: durch alle Säle rannten 28 Uinnge, die nicht wußhten, was gu hause benötigt wurde, Was wurlckblelhen kKonnte. Wilde Kriegs⸗ reden stiegen; mit dem Russen wollte man schon den: der muſſté in seine eigenen Sümpt relch möge sich a nicht unterstehen In sämt-⸗ kertig wer⸗ e Belagt werden! Frank⸗ Nüher kam die Stunde der Abreise. Da zühlten einige ihr iiieeeeneeeneeieieereineee eieeereeeeeieeieereeheeeeegeeeeeeeee Mahnend rief die Glocke zum Abschled. Befehle der Patres, szich am groben Portale aufzustellen wurden durchgesagt. Immer wieder rannte jemand aus der Reihe heraus, einen Höchst„Wichtigen“ Gegenstand zu holen, atolperte Über Ge⸗ Päclestüchke, fand den eigenen Roffer nicht mehr. Der Reltor mit dem Lehrerkolleglum erschien am Blumen⸗ rondell. Seine Gegenwart brachte Ruhe, Ordnung in die Kopt⸗ lose Schar. Mit hocherhobenen Händen spendete der Rektor selnen 26g Ungen den Abschiedssegen:„Lebt wohl, liebe Schüter! Gebe Gott, daſs wir alle uns hler recht bald Wiedersehen. Blelbt mir kromme Ordensschüler drauſßzen in der Wolt; kehrt unverdorben zurück!“— Die große Freitreppe lag bereits verlassen da, als nocheinmal das Hauptportal geöffnet wurde. P. Senlor trat heraus; hinter ihm folgte Frühwalt mit einem kleinen Wachstuchkoffer. Lange hlelt der Greis des Jungen Hand. Dann machte er ihm ein Kreus auf die Stirn und kKehrte langsam gur Pforte zurüch. Frühwalt stellte am Gartentore einen Augenbliclt seinen Kot⸗ ker ab, Wäandte sleh zum Kollege surück. Tlef atmete er aut, als sleh Kinter ihm das Tor schloß. Mühsam war der Wes zur deutschen Grente: auf und ab kührte der Pfad. Eine schwüle Hitze brütete in dem Klefer⸗ wüldchen, das sich zgur Grente hinzog. Die Last des Reise⸗ gepückes hemmte den Marsch. Bald blleben Uinselne zurllele; alles Mahnen des Prätekten, der dle Zöglinge bis zur Grense begleltete, fruchtete nichts. Der Zug war auselnandergerissen: in Schweln gebadet Kkeuchten die Jüngsten nach. Uin Gewitter Relsegeld. Andere trugen Stöcke, Schirme, Bücher und Hefte herbel; packten sie Unter die Verschnürung der Scha⸗ Dort riſß einer den Koffer Auk, wünlte die Sachen di ander, brachte nur die Hälfte Wieder zusammoen, fand ** Sohlüsset mehr in dem Gewühle vingsum. mit fürchterlichen. Regen d irehnäſßzte bis auf die Haut. An der Grenze mufzten die Flüchtlinge Über Jaumstämme, Lelter⸗ Wagen, Strlelte Klettern, vorbel an der Frinsenden Wache, Rle Waren die letzten; alsbald wurde die Grenze Fesperrt kür adermann. (Fortsetzunßz folgt.) Einmütig war der Wille, dies in die Tat umzusetzen. Als Vorstand Fteun gaß d möge Iòs Dert handl für is höre, werde Gle Gesch geben der* rung. rung Nac SPD. germe endlic Bür ten Be und v Stadtv gelbst Pun wird 1 vorsch stelle Bürge schwie habe. Weiter Eustim Waltur fehlte Trumf undun beiten, brauch mMunist ren ur fordet Da Stt kom. tßamme Fachve zur O. Stadk die Sc Ua 2w9 Stad Er wu doch 0 Her St durch tungsv UYhe 2. tel, un dende Stacltv. chen 8 60. bes Ftortz Verord Vertag hicht: Es sei höreé. tinen — 20. Uber i! wunde Kultut tu geb — Pflege, War über d Wickel gut en His, I sprech War ih di- pa geschn Gute D 2¹ re 1.1 Der K Parteil I 20 gen pe kielen Ailien 2¹. Ihnen ger sü Vvon Ik len. V Gequs helfen Geist schwe pelt u WIC V mich gie in deiher der at Ubel 6 Nr. 14/ 4. Aypril 1931. DAs NUE VoLR Fteunckl Klefflmann, und schloß die Versammlung mit dem Wunsche, daß die ABPD., christl.-radikale Volksfront, wachsen und gedeihen möge zum Nutzen des schaffenden Volkes. D. Aus dem kommunalen Leben. (Nachstehender Bericht kann, weil das Manuskript verloren gegangen War, erst jetzt gebracht werden). D. R. Stadtverordnetensitrung in Leverkusen. Der innerpolitischen Spannung entsprechend sind auch die Ver- handlungen in den Stadtverordnetenpatlamenten. Ein Zeichen hier- küt ist, was sich die Leverkusener Stadtverordneten leisteten, man Shböte, von 16 Punkten der Tagesordnung konnten drei erledigt Werden. Gleich bei Eröffaung det Sitzung gehts los mit Anträgen rut ch die h 56 sische Geschäüftordnung. Hier muß man den Kommunisten jedoch recht geben, denn die vorgehrachten Beschwerden wegen der Entlöhnung eite der Wohlfahrtsarbeiter bedürfen unbedingt einer gesetzlichn Klä⸗ ene tung. Einige Wohlfahrtsarbeiter wollen im Klagewege eine Klä⸗ öt“ it rung der Angelegenheit herbeifühten. Nach vielem zwecklosem Getede, bei dem auch ein Antrag der 5SPD. auf Streichung der Aufwandsentschädigungen füör den Bür⸗ germeister und den Beigeordneten eine große Rolle spielte, konnte endlich in die Tagscordnung eingetteten werden. Bürgermeister Dr. Claes nimmt die Einführung der unbesolde- ten Beigeordneten, Dr. Jansen, Wiemar, Dr. Popp und Schuster vor, und weist darauf hin, daß die Regierung die Bestätigung des kom. Stadktv. Pauly, als Beigeordneter, versagt habe, obwohl die Stadt selbst keine Bedenken gehabt hätte. Punkt 2, die Schaffung von z2wei weitkten Beigeordneten tell'n wird in stundenlangen Ausführungen besprochen. Der Verwaltungs- vorschlag lautet dahingehend: Umwandlung der Stadtsyndikus- stelle und des Verwaltungsdirektors in Beigeordnetenstellen. Det Bürgermeister begründet die Vorlage mit den außerordentlich schwierigen Verhältnissen, unter denen die Verwaltung zu leiden kabe. Er lehnt es ab, die Verantwottung gegenüber der Regierung Weiter zu tragen, wenn die Stadtverordneten nicht dem Beschlusse 2Wi⸗ bosten enheit eustimmen Werden, Stadtv. Deutsch, vom Zentrum, ist für die Ver⸗ — Waltungsvorlage, um aber eine weitete Klä à herbeizuführen, es fehlte ein Zentrums-Abgeordneter, bittet er um Vertagung. Stadtv. Frumpf(Nat.S0z.) ist gegen die Schaffung der beiden Stellen, und meint, es sei heute noch nicht verboten, ehrenamtlich zu ar- eiten, wovon die unbesoldeten Beigeordneten gewitß gerne Ge⸗ brauch machen würden. Auf die dauernden Zwischenrufe der Kom- munisten antwortet der Redner:„Mit russischen Fremdenlegionä- ren und Messerhelden diskutieren wir nicht“, Stadt. Pauly(Kom.) fordert Stadtv. Trumpf(Nazi) auf, mit ihm auf den Flur zu gehen. Da Stadtv. Trumpf dieser Aufforderung nachkommt, eilt die ganze kom. Fraktion zum Saalausgang. Die Polizei verhindert jedoch Zu- tammenstöſje. Nachdem die Ordnung wieder hergestellt und der Sachverhalt klargestellt, ruft der Bürgermeister den Stadtv. Trumpf Hein- 8 nlung zur Ordnung. Frau Stadktyv, Dr. Popp(Dn.) beantragt gettennte Abstimmung über irden: die Schaffung der Stellen. Er ist für die Eintichtung einer Stelle, iven· da zwei Beigeordnete genügen. ckrift⸗ Stadtv. Heindrichs(Christl.-Soz.) schließt sich dem Anttage an. amm⸗ Er wundert sich nur, dafſ die Parteien Vertagung beantragen, die 54. Aoch das größte Interesse an dem ganzen Kukhandel hätten. Wenn NV.“ der Stadt keine Mehrausgaben entstehen, wenn die beiden Stellen rmen, durch bisherige Beamten besetzt würden, könne man den Verwal⸗ Esam. tungsvorschlag unterstützen, Stadtv. Otten(Wirtschaftsp.) ist der Unlet · UPerreugung, daß bei der Verwaltung manches nicht in Ordnung Etat⸗ i, und ist für die Schaffung der Stellen. Verlangt aber eine bin- öt am ende Zusage, daß eine Erhöhung der Gehälter nicht eintritt. rmen, Stacdltv. Bolle schließt sich dem Verwaltungsvorschlage an. desglei- dens- chen Stadtv. Hoppel(DVP.); er erwartet, daß die Stellen jedoch hini⸗ 60. besoldet würden, wie man es verantworten könne. Stadtv. Ftortz(Soz.). unterstützt den Vertagungsantrag des Zentrums, Stadt- Mär: verordneter Heindrichs(Christl-Soz.) ist der Ansicht“, daß der Red-· Vertagungsanttag beweise, daß der Klüngel und die Regie noch „Wie t 80 techt geklappt hätten und meint, daß die Beigeordneten- Katte. tage wohl unbedingt mit der Bauratsfrage verquickt Werden solle. arauf Es sei an der Zeit, daß diese Kulissenschieberei endlich einmal auf- te ꝛu höre. Auch wiederholt er seine Forderung, daß die Verwaltung isten- einen Stellenplan aufstelle. Die Abstimmung ergibt Ablehnung Wäeil 3 Se⸗ 8 gel 2 K 1 4 0 H FSamariter-Werk e. G. n. b. H. * 3 euten Volkertshausen(Baden). und eund Aus Briefen. det 20. 1. 31... Von Frl. II. erhielt ich schon seht glückliche Worte üöber ihten Aufenthalt bei Ihnen. Wie schön wäre es, wenn das wir Wunderbare Werk gelänge, diesem Leben auch Opfer modernet untet Kultur— bei soviel guten Anlagen noch einmal Halt und Ri heung lung, tu geben 8S. de 1 21. 1. 31„ Auch ein herzliches Vergelts Gott für die gute Rehr Pflege, die Sie unserer lieben Hilda zuteil We. en ließen. Denn ich 55D. War wirklich erstaunt, als meine Frau mit dem Kinde zurückkam, des über das frische und gesunde Aussehen, sowie deren geistigen Ent · atten Wickelung. Seit dieser Zeit hat sich Hilda oels sowie körperlich und gut entwickelt. Volkertshausen ist dem Einde immer im Gedäücht- hof. His. Das Kind ist Iet ensfroher geworden und Fann ſetzt auch alles Sprechen. Die Schwestern haben das Kind seht lieb gehabt und es Ver. War ihnen leid, daß ich es geholt habe. Mir hat es sehr gut gefallen, den dd. paar Stunden, wo ich oben war. Das Mittasessen hat mir gut Went geschmeckt. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Samariter-Werk alles I. W. und Frau. Diese Wotte können wir verstehen, es war wirklich eine Freude zu schen, wie dieses Kind von 6 Jahren mit den 80 ste n Spu⸗ ren der englischen Krankheit in einigen Monaten körperlich und geistig gewinnen konnte. Möchten Viele Eltern von irgend- wie zurückgebliebenen Kindern diese in der Jugend zu leben- diger, natürlicher Ernährung führen. Das Geld, das nach die- ser Richtung in der Jugend ausgegeben wird, dürfte sich sicher lohnen, weil es meistens in späteren Jahren doch in vermehr- tem Maße ausgegeben werden mull. Hiet haben wohl unsere Heime auch eine groſle Aufgabe. 1. 31.. Meine Frau konnte nicht kommen mit dem Kinde. Der Kreisarzt hatte erst ja gesagt, dann aber nein? Huer Werk würe Parteikram. Hierüber steht an anderet Stelle zu lesen. 20, 1. 31.„ Schon lange würde ich gern einmal ihre Einrichtun- gen persönlich anschen und sie kennen letnen, denn ihre Dinge ge⸗ fielen mir seit ich von ihnen hörte, und ich habe Ihnen auch die Fa- gilien N. N. zugeführt. N. F., Kaplan. Immer wieder erscheint die eine oder andere Stimme aus Kle⸗ ruskreisen für unsere Bestrebungen, Solche Worte lassen viele ablehnende Außerungen Anderer vergessen. 21. 12. 30. Weihnachten naht heran, da drängt es mich, auch Innen einige Zeilen zu schreiben. Vor allem möchte ich nicht län- gzer suumen, Ihnen ein Wort des Dankes zu sagen. Je lünger ich Von llinen fort bin, umso klaret sehe ich Iht Werk, Ihr grobßes Wol⸗ len. Wie nötig ist es, daßß es Menschen gibt, die sic h det Armen und Gequälten hilfreich annehmen. Es ist schwer zu helfen, schwer, sich helfen zu lassen, In der Schwachheit fällt immer wieder der böse (Geist ein und macht das Werlt zu Schanden. Auch mir war vieles schwer und ein Kkrankes Gemüt leidet doppelt und äubert sich dop pelt ungeschickt. Je länger ich aber fort bin, umsomeht spüre ich, WIR wohl mir die Zeit dort getan hat, dall sie eine gute Schule für mich War. Dafür möchte ich Ihnen danken und für alle Liebe, die ßie mit den Schwestern mir, Wie 30 vielen armen Menschen ange dethen ließlen, Es gibt ja 30 wenige Menschen, die sich um dle Not der anderen kümmern und noch weniger solche, die Wissen, Wo das Ubel an der Wutzal au fasten iat 6 H. B. mef Gute —— des Vertagungsanttages, des Antrages von Dr. Popp, sowie der Verwaltungsvorlage. Der Bürgermeister erklürt: die Vorlage in der nächsten Sitzung wieder zu bringen. Der nüchste Punkt, Auflösung der Stadtverordnetensitzung wird von Stadtv.(NSDAP.) begründet, daß nach der letzten Reichstags- wahl die Zusammensetzung der Stadtverordnetenvetsammlung nicht mehr dem Willen der Wählerschaft entspreche. Stadtv. Popp(Du.) unterstützt den Antrag. Die Abstimmung ergibt Ablehnung des Antrages, Uber den nächsten Punkt, Zahlung von Zuschüssen an die Ortskrankenkasse, wird noch recht ausgiebig debattiert. Nach vielen Für- und Wider ist man doch der Ansicht, daß die Orts⸗ krankenkasse, die es sich leisten kann, in einem Jahre 60 000 bis 70 000 Mark Hypotheken abzustoßlen, den Zuschufl der Stadt nicht bedarf. Es handelt sich um einen Zuschuß, den die Stadt seit 1923 für solche Kranke zahlte, die in auswärtige, Kölner-Krankenhäuser, untergebracht werden, und füt die die Krankenkasse die Sütze für Auswärtige zahlen mußl. Die Kommunisten sind gegen den Antrag det Verwaltung, da zu befürchten sei, daß die Kranken hierunter zu leiden haben. Stadtv. Otten unterstützt den Antrag und kritisiert nochmals das Finanzgebaren der Ortskrankenkasse, wodurch die Berechtigung der Verwaltungsvorlage gegeben sei. Der Antrag der Verwaltung wird mit Mehtheit angenammen. Hierauf wird die Sitzung durch den Bürgermeister geschlossen, da die Sitzungsdauer, It Geschäftsordnung, überschritten ist. ſtewerkschaftliches. Der Zentralverband christlicher Fabrik. und Transportarbeiter, Ortsgruppe Würzburg, hielt in den letzten Tagen im katholischen Gesellenhaus seine Generalversammlung für das Jahr 1930 ab. Dem vom Verwaltungsleiter Weigand erstatteten Jahresbericht ist zu entnehmen, daß im Berichtsjahr reges Leben hértschte. 10 Mit gliedervetsammlungen, Wovon 5 auf die Gruppe„Betufsverband deutscher Kraftfahrer“ eutfielen, waren der Unterrichtung und Bil⸗ dung gewidmet. Die Mitgliedetentwicklung zeigt ein recht erfteu⸗ liches Bild. Die Zahl erhöhte sich von i168 auf 220 Mitglieder, das ist eine Erhöhlung von 36,3 h. Die Rechtsschutztätigkeit war äußerlich tege. ks wurden 391 Auskünfte erteilt, 297 Schriftsatze angefertigt und 62 Termine wahrgenommen. Der an den Arbeitsgerichten ersttittene Erfolg hpeiffert sich auf 2157— RM.; in anderweitigen Rechtsschutz- aflgelegenheiten, wie Arbeitslosenuntetstützung etée., konnten 1756.— KM. den beteiligten Mitgliedern zugetührt werden, Die Einnahmen weisen wieder eine entsprechende Steigerung auf, ob- Wohl der Posten Arbeitslosenmarken ganz erheblich ins Gewicht fällt. Insgesamt hatte die Ortsgruppe eine Einnahme von 9293.10 RM. An Unterstützungen wurden 2020.39 RM. ausgezählt. Dem Fühter der Kassengeschäfte, Herta Weigand, wurde eéinstimmig Entlastung eèrteilt. Die Neuwahl ging einmütig von statten. Zum Vor nden Wurde wieder det in vieljähriger Arbeit bewährte Herr Silbetsack gewählt. Mehtere Anregungen wurden im positiven Sinne besprochen. Den Dank an den Verwaltungsstellenleiter füt alle Mühen und Arbeiten im abgelaufenen Jahf erstattete unter großem Beifall der Ortsgruppenvorsitzende, im Namen der Mit⸗ glieder zollte das langjüährige Mitglied Michael Hahn dem Orts-⸗ gruppenvorsitzenden Dank und Anerkennung. Im Schlußworte ver⸗ wies Weigand nochmals auf die Pflicht, dafür zu sorgen, daf der 4. Stand gleichberechtigt eingegliedert werde in die menschliche Gesellschaft; viele hätten uns den Weg gezeigt, den wir zu gehen hätten, die heute nicht mehr unter uns weilen. Es sei eine Ehren- pflicht, siehE nigen zu etweisen, die uns vorangegangen Wären. Das Jahr 1931, das uns die hohen Arbeitslosenziflern brachte, soll uns nicht entmutigt finden. Nie würden wir es zulassen können, daſ die Atheit ohne Verttag geregelt werde; s0 gut wie jedes Ge- schäftsmann einen festen Preis für seine Arbeit habe, müsse auch der Arbeiter wissen, was et für seine Kraft boanspruchen kann. Unsete Athent oill imtder dem Legker det Welten»ewidmet sein, auch dann, wenn wir fehlethafte Menschen seien. Mit dem Aufruf, daſi jedes Mitglied im neuen Geschäftsjahr der Organisation wenig⸗ stetis 1 Mitglied zufühten soll, wurde die Versammlung in voller Einwötigkeit vom Vorsitzenden geschlossen 11 Werbe für die gemeinsame Sache. Gewinne neue Leser und Freunde. Sehr oft kommt die Erkenntnis erst nach längeter Zeit, doch wir dürken nicht datauk bedacht sein, momentane Anetkennung zu finden. Für uns gilt es, nach den einfältigen, natürlichen Richtlinien votzugehen, Früher oder später kommt die Anerken- nung immer, wenn eine Sache gut ist. Und sollte unsere Sache nicht gut sein, s0 wollen wir gerne vom Schauplat abtreten. 2. 2. 351.., Mit Eurer ersten Lieferung waten wir sehr zufrieden. Das Geld habe ich auf Postscheck überwiesen, sendet bitte nun: W. J. Benũtze auch du unsere Warenvetmittlung! Aus Nr. 3/1931„Der Samariter“, Werkblatt für Lebenserneue⸗ tung und christlich'soziale Tat. Zu beziehen durch die Post odet durch den Samaritet-Verlag, Volkertshausen(Baden). An alle Ortsgruppenvorstinde! Vom Samariter-Werk werden Euch in nüchster Zeit eine Anzahl Briefverschlußmarlten zugehen. Nähere Mitteilung folgt durch die Reichszentrale. Auf den Marken ist das hohe Lied der Liebe, wie es St. Paulus in 1. Kor. 13 s0 unübertrefflich gesungen hat, aus- gewertet. Eigenartig, es war gerade dieser Abschnitt in der Epistel an dem Sonntag fällig, an welchem unser Freund Herold zum etztenmal auf der Kanzel von Hessenthal stand. Wir verstehen es, wenn er, wie uns mitgeteilt wurde, nur schwer diese Worte vor Ergriflenheit verlesen konnte. Die Schriftleitung. Denkt an Hessenthal! Hast Du den Aufruf im„NV.“ gelesen? Hast Du Deine Marle, Deinen Groschen gegeben? Es ist von bestimmter Stelle das Wort gefallen: Das Samatiterwerle in Hessenthal mußß verschwindenl Hast Du verstanden, was das für Dich heiſßßt? Du, Bruder Pfarrer, gib Deine 10, 20, 30 Marlc. Du, trůgst nicht achwer. Du, Bruder Studienrat, nimm sofort schiebe es nicht bis morgen auf— eine Zahllearte, schiche ein Zehntel Deines Monatsgehalts als Ostergabe an da⸗ Sanariteewerkl Du, Prolet, Bauer, Arbeiter, verzichte auf 2 Glas Bier und es aind—,60 Mle. frei für eine wirleliche Tat. Es ist Dein Werke in Gefahr. Verzichte auf 5 Zigat oder 2 Zigarren und—.20 Ml. helfen ein Werle christlich- sozialer Tat erhalten. Hast Du nur einen Groschen, er ist uns dann doppelt wertvoll. Eine Schande für uns, wenn wir schlafen, Wo Feinde fieberhaft arbeiten. Wenn 1000 nur 1 Nie. opfern, sind 1000 Mk. da zur Tat. Es geht um bessere Zukunftl Auf, es gilt! Eine Gruppe hat allein 68 Ml, schon aufgehracht und anclere Wollen reden. Wenn alle lelar schen und handeln, dann kKönnen wir bald voll Freude melden: die Treue unserer Freunde und ihre Opfer haben Hessenthal freigemacht von Lasten. Welch ein Sporn für alle Samariter⸗ schWestern. Zalilungen auf Postschekkonto 19 340 K. lsruhe, Sama⸗ ritet-Werk Volltertahausen. gelte 7 Kauſt Bücher: Peter Riss: Stahlbad 17 Remarque:„Im Westen nichts Neues. 4. Dr. Ernst: Papst und Jesuitengenerll. 2. Brandfackeln über Polen. brosch. 3.50, geb. 3.— F. Panferow: Kommune der Habenichtse, br. 4.— geb. 6. DAS NEUE VOLK, WURZBURG. deschäftliches. Der Konsumverein Wützburg weist im Insetratenteil auf den Bedarf für Osterartikel hin, Erwähnen möchten wit, daß die Mit⸗ gliedschaft im Konsumverein sich lohnt, der Umsatz im letzten Geschäftsjaht betrug 3,2 Mill. Matk. An Rückvergütung wurden 160 000 Mark zurückgezahlt. Der Betrieb ist Eigentum der Mit⸗ glieder, und ist die größte Verbraucherorganisation Unterfrankens. — Der Konsumvetein ist eine neutrale Wirtschaftsorganisation. Jeder kann Mitglied were en, ganz gleich welcher politischen oder teligiösen Anschauung er angehört. 9300 Familien gehören in Würzburg dem Konsumvetein an. 35 Verteilungstellen befinden sich in allen Stadtteilen. Seit 1924 wurden 689 600 Mark Rüek⸗ vergütunes die Verbraucher ausberzahlt. eui, 0 44 —79999777 2+996969 6gtV49.99277777 n *3 8 .ꝗ— 85 Urrt. räftigt. ligt jedes er T findet 4as CICLänte Oberhemd die MDürfe KHrawatte den ATImelle sen Duilover den IIIOdCTrnen Anzʒugstol MWilhelm 23 hei von 4.30 an Meter von e e 11 WIitTrAbure Beadten Sie bitte unser Spellal- von 75(an von 5 3.95 an von ι 4.80 an a0 EUEELLLEI 6 Ehee WERKSCIAAU LN GEG in Hamburg. Werke zeigen möchte gend diese GEG· Betriebe im Film. 898 Wie die Taę nur zwei Beis spiel le. Eine Leitung schreibt: Tätlgleeit der dlèsem Film in der schönsten Ausdrude.“ Eine andere Zeitung schreibt: Bewesunt neue Freunde 2zu Offentlichkeit zugänglich gemacht. Pole beide täglichen-Lebens berte stellt. Der Film ist ein erstklassiger Vermittler nen. eines lehrreichen und gemütlichen Abends. WN HI esucht Sotfort! Personen ſeden Standes und Alters zur EKlnrich⸗ tung einer 0 Mas chinenstfrideer ei. Keine besonderen Vorkenntnisse nötig. 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Uauungegend 0 F. eeeeee K e Der Konsum-Verein Würzburg veranstaltet Filmvorstel- lungen über die Größe und Bedeutung der Konsumgenossen- schaften in Deutschland und ihre Zentralorganisation die Da sich die Werkschau der zentralen(& E G) Betriebe in Hamburg, Chemnitz-Gröba-Riesa, Düsseldorf und anderen Grobßstädten größ'eren Stils selſbst technisch nicht ermög- lichen last und der Konsum- Verein seinen Mitgliedern und Freunden doch gerne diese gewaltigen Betriebsanlagen und gibt man in Würzburg und Umge⸗ Von Filmen hört man und sieht man viel, aber dieser Film bedeutet eine Sensation in der Verbraucherbewegung Der Film welcher innerhalb einem Monat von 12 000 Personen in Würzburg und Umgegend besucht wWurde, übt seine e tt in ganz Deutschland aus. presse in Frankfurt über diese Filme urteilt, „Die hohe und Kulturelle Bedeuiuns des Asamimenschlusses unbemittelter hraucher Kkommt sgerade in der sozialen Konsum-Vereine audi in „Die Fillma sind vorzüslich seeitnet, alte Genossensdiaffer in ihrer Treue und An⸗ hänslichlceit neu zu besiärken und der Die Filme, welche bisher nur in engen Mitgliederkreisen gezeigt wurden, werden in nächster Zeit auch der breiten Wie wir erfahren, werden 2—3 grobe Vorstellungen veranstaltet. Lokal und Tag wird noch bekannt gegeben. Warenschau und Werkschau sind geeignete Faktoren, um konsumgenossenschaftlicher Arbeit zwischen Werden und Vollendung der Konsumgüter darzustellen. Man erkährt endlich einmal, Wo uUnd Wie werden die Dinge des Treibens der Zentralbetriebe 8 EG), welche die Verbrau- cherarmeen doch nicht an Ort und Stelle besichtigen kön⸗ Ein erstklassiges Beiprogramm vervolls stàndigt das Bild Wiihe)n Joſ KR FIIMI Ver- Weise zum gLevwinnen.“ des Lebens und — 0% 05 MHIenHüeschne A d munn In fl& Leldenden gebe ich aus In- eresse gerne bekannt, wie meine Tochter selt Jahren von ihrem Leiden bekreſt wurde. Rlickporto bel⸗ legen. da lch kèein Geschüft betreihe. J. Pohl, Habelschwerdt 501 Flurstrasse — 2àñ.— lschlas⸗, Glcht⸗ und Rheumatlsmus-⸗ Kranken toile ich gern gegen 15 Pl Rückporto sonsfH Ksten Krol mit, wie ieh vot 6 Jah-⸗ reu von meinem gchwöéren lschins- u. Rheumaſeiden in Huna kurter Zeit botroit wurde. J. 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