Karlsruher Beobachter. Beiblatt zum Karlsruher Tagblatt. j Nr. 2S. Sonntag den 23. Juni L8LL. Die Gewerbe-Ausstellung in Berlin. ES »st erfreulich, daß unfern Gewerbtreibenden jetzt eine Gelegenheit geboten wird, sich dem deutschen Vater- lande gegenüber über ihren Antheil an der deutschen Gewerbthätigkeit ausweisen zu können. Mögen dieselben sich durch die Meinung, daß sie außer Stande seien, das Höchste und Vollkommenste zu liefern, nicht von der Theilnahme zurückhalten lassen, sondern bedenken, daß es nur darauf ankommen kann, zu zeigen, unser GewerbSstand stehe weder an Geschicklichkeit, noch na Fleiß hinter dem der meisten gleich großen Städte Deutschlands zurück. Au Unterstützung zu dem beabsichtigten Zwecke fehlt eS «nserm Gewerbsstande nicht; so hat namentlich die Großherzogliche Regierung für alle )u der Gewerbe. Ausstellung bestimmten Gegenstände bei deren Versendung durch die Post Portofreiheit bis zum Gewichte von 40 Pfund bewilligt. Aehnliches geschah von mehreren andern deutschen Regierungen. Mögen denn unsere Gewelbtreibenden ihrerseits »uch keine Anstrengung scheuen. Es gilt eigene und sremde Vorurthcile zu zerstören und das Vertrauen der Diitbürger zur einheimischen Industrie zu befestigen! Graf Mansfeld. Historische Novelle von Aler. de la VcrnaiS. (Fortsetzung.) Die Königin, die ManSfeld's Verlegenheit bemerkte, unterbrach ^erst Schweigen und sagte mit festem Tone: — Ich weist cs, Graf! daß dieser Schritt strafbar ist; doch ^tt, der die Reinheit meiner Gestnnungen kennt, wird mir ihn Leihen, da eS ohnedem das letzte Mal sein wird, daß ich Euch let sehe. Ihr müßt Madrid verlassen, und ich selbst wollte Euch °'u>n bitten, hoffend, daß Ihr meine Bitte erfüllt. Sagt, Graf flnöfelb, werdet Ihr erfüllen, um was ich Euch bitte? . . . . ich weiß, daß Ihr glaubet, wider meinen Willen mich der ^ . hr zu entreißen, die mir droht; doch, Graf, eS giebt noch ~* lt größere Gefahren, die der Ruhe unserer Seele schaden, nein, * "’oUt nicht die letzten Tage des unglückliche Monarchen, den ich liebe, ja zärtlich liebe — denn ich versprach eS vor Gott, betrüben. — Verlasset Spanien; ich rede offen zu Euch . . - Seid großmüthig! überlasset mich meinem Schicksale! Mag die Politik mir einen grausamen Tod bestimmen, — den Tod meiner unglücklichen Mutter — möge doch der König bis dahin einige glückliche ruhige Tage genießen! Ich rede nicht von mir, Graf! Für mich giebt es lange kein Glück mehr auf Erden . . . Aber die Ruhe kann ick finden in der Erfüllung rer Pflichten, die mir auferlegt. Ihr könnt versichert sein, daß die Erinnerung an Eure Ergebenheit ewig i» meinem Herzen wohnen wird, mein Gebet . . . Mansfeld war tief gerührt, Thränen füllten seine Augen; in welchem Alter der Mensch auch steht, wie hart auch sein Herz sei — für wahre Liebe findet er stets eine Thräne; einen Blick voll Verzweiflung auf die so schöne herrliche Königin werfend, einem Sinkenden gleich, der sich an die Trümmer des Schiffes klammert, das letzte Mittel seiner Rettung, sagte er: Königin, Ihr verlangt Unmögliches von mir. Ich Euch verlassen, nachdem ich nach neun Jahren das Bild meiner Seele gefunden — gefunden, um mich vielleicht für imincr wieder zu trennen. Gebt mich nicht der Verzweiflung Preis! Welche Gefahren können den König bedrohen, wenn ich nicht mehr Gesandter bin? Gebietet! und ich betrete das Schloß nie wieder, das Ihr bewohnt? ick werde Euch nie begegnen, ich versprich' es Euch. — Doch werde ich in Eurer Nähe leben — dieselbe Luft einathmen, Gefahren, die Euer Leben bedrohen, von Euch abwenden, Euren Augen verborgen bleiben und Euch von Weitem sehen. Versagt mir die letzte Gnade nicht! ... Habt Mitleid mit einem Unglücklichen, der sein Glück schon längst begraben.... Es lag so viel Wahrheit in der Verzweiflung Mansfeld's, daß die Königin, tief erschüttert, einige Augenblicke schwieg; sie schien mit sich selbst zu kämpfen, Leichenblässe bedeckte ihre Wangen, sie schien einer Ohnmacht nahe, doch sich fassend, sagte sie: — Ich beschwöre Euch, Graf! Verlasset Madrid, verlasset Spanien; nicht um des Königs willen, aber um . . . — Endiget, um Gottes Willen! — Wir werden uns nicht Wiedersehen, und so bitte ick Euch — o Gott, wie wird mir ... ich bitte Euch für . . - Zn diesem so entscheidenden Augenblick vernahm man am andern Ende des Saales Tritte. - Wir sind nicht allein hier! rief Mansfeld, den Degen ergreifend, das Zimmer aufmerksam betrachtend, dann schlug er sich vor die Stirn, als ob er sich auf etwas besinne, und sagte: Mir scheint, als ob ich hier schon einmal gewesen . . . doch es ist unmöglich . . . aber die Aehnlichkeit ist täuschend, — und einen schrecklichen Gedanken fassend, ftagte er laut: Wo sind wir, Königin? - Im Schloß Bnen-Retiro, antwortete sie erstaunt; aber was ist Euch, Graf? — Fürchtet Ihr nicht Verrath? 110 — Ich bin vollkommen ruhig. Es ist der entlegenste Theil des Schlosses; hier wobnt nur eine Dame, deren Liebe und Ergebenheit mir längst bekannt. Zu ihr, dieser treuen Freundin, wollte Euch der Page geleiten. Ich esse oft mit ihr zu Nacht, wenn sich die andern Damen entfernen. Sogar heute Abend haben wir zusammen gespeist. Man hat den König davon benachrichtigt; doch er wird jetzt nicht mehr darüber zürnen, da er ihr allein daö Leben verdankt, da sie ihn vom Tode gerettet. Sie beschäftigt sich sehr viel mit Magie; o sie weiß viele Geheimnisse, herrliche Mittel, Krankheiten zu curircn; gestern, als der König im Sterben lag, reichte sie ihm Tropfen, die ihn in's Leben zurückriefen. Mansfeld folgte hastig jedem ihrer Worte; eine geheime Ahnung erfüllte ihn mit unendlicher Angst und machte sein Blut erstarren. — Und wer ist die Dame? fragte er kaum vernehmbar. — Italienerin. — Italienerin? rief er, das ist nicht die Gräfin, ich irre sagte er leise, sie hat ja gestern Madrid verlassen. Die Königin unterbrach ihn: Sie ist mehr Französin, als Italienerin; sie kam, zehn Jahre alt, nach Frankreich, es ist . . . Da bewegten sich die Vorhänge des Saales, und durch eine verhängte Tapetenthür trat Gräfin Soiffons herein; sie war sehr bleich, ihre schwarzen Augen rollten so wild, daß selbst der Unerschrockenste vor ihnen gezittert; einen brennenden durchdringenden Blick auf Mansfeld werfend näherte sie sich langsam der Königin; die Gräfin sagte in ruhigem Tone: Verzeiht, Majestät, mein unerwartetes Erscheinen, der König bittet Euch zu sich. — Gottlob! lispelte Louise von Orleans für sich; mein Ge- heimniß ist nicht verrathcn; und sich zu Mansfeld wendend, dessen Verwirrung ihr nicht entgangen: Was ist Euch, Graf? kennt Ihr die Gräfin Soiffons? Olympia Mancini warf ihm einen ängstlich bittenden Blick zu und antwortete leicht: Ich hatte das Vergnügen, Graf Mansfeld oft in Paris und Madrid zu sehen, glaube aber nicht, daß er mich erkennt. — Lebt wohl, Graf! sagte die Königin ihm die Hand reichend. Werdet Ihr mein Versprechen erfüllen? — Ich erfülle es, Majestät, antwortete er traurig, zum letzten Mal die Hand an seine Lippen drückend, auf der die Königin eine heiße Thränc fühlte. — Ich danke Euch, Graf, sagte Louise von Orleans mit zitternder Stimme. Ich danke Euch. Ich wollte Euch belohnen, aber ein Gott ist im Himmel! Vielleicht sehen wir uns dort wieder! ... Die Stimme versagte ihr; unwillkürlich oder mi tWillen, ließ sie einen Handschuh fallen, Mansfeld hob ihn schnell auf und verbarg ihn an seinem Herzen; wie rasch seine Bewegung gewesen, war die Königin enteilt; als er sich erhob, stand die Gräfin Soiffons ihm gegenüber, der er sich zu Füßen warf. — Jetzt, sagte er, wißt Ihr Alles, seid großmüthig! ja ich bin schuldig vor Euch, ich habe Euch betrogen, vergessen, die Ihr mir zweimal das Leben gerettet; ich habe Eure Vorwürfe, Euren Haß verdient; ich werde nicht murre», zu Füßen flehe ich um Nachsicht; nicht für mich — »ein für sie; sie ist unschuldig, ich allein bin der Schuldige. Wollt Ihr die betrüben, die Euch Nichts gethan? . . - — Endigt, Gras Manöfeld, die Euch liebt, und die Ihr liebt? . . . — Sie hat mir das nie gesagt! rief Manöfeld. - Aber doch bewiesen . . . - O, ich werde aufrichtig sein. Ja, ich liebe von ganzer Seele; ich liebe die Königin; diese Liebe, die Euch so betrübt, sie wohnte tief in meinem Herzen, seitdem ich sie zum erstenmal gesehen; ich erwartete nickt, die einst wieder zu finden, deren ßia- mcn sogar mir unbekannt; doch das unerbittliche Schicksal hat niir bestimmt, in ihr die Königin von Spanien wiederzusinden, das unglückliche Opfer, das ich morden sollte. — Graf! das Alles stand in den Sternen geschrieben. Glaubt Ihr auch jetzt nicht der Prophezeihung der Voisin? — Ja, ich glaube ... das Unglück macht Jeden abergläubisch, und mich verfolgt cS mit schwerer Last; aber wie hängt das Alles zusammen, Eure plötzliche Abreise und dock Eure Gegenwart hier? Schwört es noch einmal, was Ihr so oft geschworen, Gräfin! daß Euer Gewissen rein, Euer Ruf unbefleckt ... zu Euern Füßen fleh' ich, schwört mir, laßt mich nicht in der tödten- dcn Ungewißheit! Ein ironisches Lächeln umspielte den Mund der Gräfin; sie sagte kalt: — Steht auf. Graf Mansfeld auf den Knieen, schämt Euch! Ihr vergeßt, daß Eure Vorfahren, die Grafen Mansfeld, mit wem es auch sei, selbst mit dem Tode, stehend f. rachen. Hört, Graf, ich sehe, Ihr urtheilt noch immer so ungerecht gegen mich. Welcher Verbrechen könnt Ihr mich anklagen? Ihr sxrackt vor kurzer Zeit: Olympia Mancini bediene sich des Giftes und des Dolches, um ihre Opfer zu tödten. Gift? Hm . . . Schwert? Ihr wißt, das Schwert gehört einem Mann, ich aber bin ein Weib! Während die Gräfin so sprach, verwandte Mansfeld keinen Blick von ihr; diese verstellte Ruhe flößte ihm trübe Vorgefühle ein. Da riß man die Thüre auf, und derselbe Page, der Mans feld geleitet, stürzte athemlos ins Zimmer. — Gräfin, sch ne er, eilt schnell, die Königin bittet Euch! Ihre Majestät wurde unwohl, nachdem sie Euch verließ; sie ist jetzt wieder bei Besinnung, leidet aber schrecklich! Die Acrztc können den Grund dieser so plötzlichen Krankheit nicht erfahren. Der König ist außer sich, um Gottes Willen, eilet! (Schluß folgt.) Die Shawls. Der Constitutionnel vom 7. Juni enthält in seinen' Feuilleton eine übersichtliche Geschichte der europäischen Fabrikats» dieses gegenwärtig in der Kleidung der europäischen Damen l» wichtigen Stücks, die er mit folgenden Worten einleitet: „Als rer Kaschmirshawl in Folge unserer Erpedition nach Aegypten zum er' stenmal in Frankreich erschien, war es eine große, schöne, weiße Schärpe von feinem, croisirtem, leichtem, seidenartigem Gewebe, mit einer kleinen künstlich angestückten Bordüre und einer kleinen in jede Ecke eingewirkten Palme, die oben gebogen war und siä' zierlich adrundete; eine Palme, einfach in Form und Farben, w>e sie jetzt unter dem lächerlichen Namen Lim and e *) wieder in die Mode kommt. Der Kaschmir machte Aufsehen, nickt wegen seiner Zierrathcn, denn er war beinahe gleichförmig gefärbt, son dern wegen der unvergleichlichen Schönheit dieses feinen, anschmie genden und warmen Stoffes. Bald wurde der Kaschmirshawl das prächtigste Geschenk, das ein Mann geben konnte, und einige wurden bis zu 30,000 Fr. bezahlt. Man trug sie anfangs, wie die Frauen des Orients, viereckig, aber eine berühmte Schaufpic- *) Name eines Fisches, 3« deutsch Glnhrkc 111 kt gasaki dem Siogun (dem weltlichen Herrscher) als Geschenk überreichte, also: „Die Uhr befindet sich in einem Rahme» von 2 Fun Höhe und 5 Fuß Breite und stellt eine Landschaft, von der Mittagssonne beleuchtet, dar. Pflaumen- und Kirschenbäume, in voller Blüthc, nebst anderen Gewächsen zieren den Vordergrund. Der Hintergrund besteht in einem Berge, von dem, künstlich in Glas nachgeahmt, ein Bach heradstürzt und einen Fluß bildet, der sich theils zwischen Felsen hindurchwindet, thcilS mitten durch die Landschaft strömt, bis er sich in einem Tannenwalde verliert. Am Himmel steht eine goldene Sonne und zeigt durch ihre Bewegung die Stunden a». Am untern Theile des Rahmens sind die zwölf Tag- und Nachtstunden angegeben und eine kriechende Schildkröte dient als Zeiger. Ein Vogel auf dem Aste eines Pflaumenbaumes singt nach jeder Stunde und schlägt mit den Flügeln. Sobald er aufhört zu singen, schlägt eine Glocke und eine Maus kommt aus einer Höhle und läuft über den Berg. — Jever einzelne Bestand- theil war sehr nett gearbeitet; nur war der Vogel, die Sonne u. s. w. zu groß." — Hechinger Latein. Ein französischer Gesandter hatte an den Prinzen Philipp, den Sohn Maximilians i. eine wohlgesetzte lateinische Rede gehalten, und dieser sein Wohlgefallen darüber geäußert, als der Graf von Zollern in seinem schwäbischen Kehlton den Redner anfuhr: „Oomine Legate, vos debetis iternni venire post carnisprivium. Dem Prinzen klang dies ganz seltsam und er fragte, was denn das für Latein sei? Da antwortete der Kanzler Gregor Lamparter: „Ihr Herren Fürsten, das ist Hechin- ger Latein," und erklärte auf weiteres Befragen: Hechingen sei ein Städtchen, welches dem Grafen gehöre, wo man sehr grobe Leinwand mache, dort sei auch das Latein des Grafen gewoben. Seitdem wurde das Hechinger Latein sprichwörtlich. — Es gibt manche deutsche Geister, die in England berühmter und höher gehalten sind als in Deutschland. Den Elberfelder Krummachcr ;. B. verehrt man dort mehr noch als in Deutschland, weil seine Auffassung der Religion mit der der Britten, namentlich der Schotten, wesentlich übcreinstimmt. — Der Künstler Retsch steht in England noch höher als bei uns Deutschen, denen er oft etwas zu manierirt und zu graß ist. — Den Chemiker Liebig kennt in England, in Amerika und in de» englischen Colo nien fast jedes Kind, tt)ftl er eine Wissenschaft klar und gründlich dargestellt hat, für die dort Jedermann intereffirt ist. — Ebenso gibt es Deutsche, die man in England noch unvergleichlich weit mehr verdammt als bei uns, wie z. B. Dr. Strauß und Andere. — Als Heinrich IV., König von Frankreich, einst einen Edell mann, der stets reformirl gewesen war, in der Messe erblickte, fragte er ihn, ob er ihn nicht früher in der (calvinistischcn) Pre digt gesehen habe. „Ja, Sire," antwortete der Edelmann. „Warum kommen Sie also jetzt in die Messe?" — „Aus den Gründen, welche Sie herführen, Sire." — „Ach," lachte der König, „ich verstehe Sic; Sie gehen darauf aus, eine Krone zu erwerben." — Als der gefangene Franz k. von Frankreich von Kaiser Karl zu Madrid empfangen wurde, fand ein Mahl statt, wobei auf des Königs Tische zuerst hundert silberne, dann hundert goldene und endlich hundert porzellanene Schüsseln mit Vogclgc- hir» aufgetragen wurden. Rach der Mahlzeit führte der Kaiser den König durch zwölf Zimmer, deren Wände mit den Federn der Vögel austapezirt waren. — Der Sinnreiche. I» einem Pariser Journale kündigte man die Bildung einer Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 5 Mill. FrcS. an, um eint Erfindung auszubeuten, die nichts Geringeres bezweckt, als die Thürsteher und Portiers durch einen Mechanismus zu ersetzen, der bereits erfunden und patentirt sein und „der Sinnreiche" heißen soll!! — Die große englische Bibelgesellschaft hielt am l. Mai ihre 40ste Jahressitzung. Die Bibel ist jetzt auf ihre Veranstaltung in 138 Sprachen und Dialekte übersetzt, und man hat im Jahr 1843 eine Million Abdrücke vertheilt. — Der Revertor ist eine neue, ganz einfache, aber sebr sinn- reiche Einrichtung, vermittelst deren jemand, der im Bette liegt, feine Zimmerthüre nach Gefallen öffnen und schließen kann. — Maaßregeln gegen die Wetten in England. Nack einem englischen Blatte vom 31. Mai richtete Sir I. Graham ein Schreiben an den Mayor von Windsor, worin der Entschluß der Negierung ausgesprochen wird, alle Arten von Spiel bei den verschiedenen Wettrennen im Lande zu verbieten; er fordert zugleich die Behörden auf, bei den bevorstehenden Ascot-Renne» hiezu allen möglichen Beistand zu leisten. — Unter dem Titel „Helminthen im Auge des Menschen" habe» die Aerzte Nordman» und Rayer ein Werk herausgegeben, aus dem wir mit großem Leidwesen ersehen, daß unser edelster Sinn — das Auge — auch von Seite der minutalen Thierwelt tehr vielfach und bösartig angefeindet wird, denn die genannten Verfasser zählen sechs SpecieS von Würmchen auf, welche theils den Augapfel, theils auch die äußere Fläche des Auges bewohnen und eine mehr oder minder beschwerliche und gefahrvolle Krankheit oder auch gänzliche Erblindung veranlassen können. — In Wien ist die erste Dampfmaschine schon im Jahre 1722 in dem fürstlich Schwarzenbergische« Garten von dem berühmten Architekten I. E. Fischer von Erlach aufgestellt worden. — Auf der großen Brücke von Dinant liest man: Ce pont fut construit ici. Ein Kabinetstückchen für Jnschriftensammlcr! Reoigirt und gedruckt unter Verantwortlichkeit der Ehr. Fr. Müller'schen Hofbuchhandlung.