Großherzoglich badischer % n 5 t i g t 0 I a t t für de« Neckar- Obeuwalder- Main« u«H TauberkrekS. x°. IZ Mittwochs den izten Fchruar I8n. ^ Verorduuuge«. Direktorium deS N"ckarkreis«S. tN- 2573-) De» Verkauf des Blättertabaks betr. Durch die Bekanntmachung im Änzeigeblatt vom izken Dezember vorigen Jahrs Nr. 84 « har man auf die Vorschriften, welche bei dem Verkauf dcö Blättertabaks hinsichtlich der Abwägung und Erlegung des JmpostS zu beobachten sind, aufmerksam gemacht, und darin ad l. in Folge der höchsten Verordnung vom i9ten Februar vorigen JahrS bemerkt, dag der Blättertabak, welcher in einem Ort, verkauft , oder verladen werde, wo eine öffentliche TaoakSwage bestehet, dort, entweder gewogen, und verimpostirt, oder durch Hinterlegung der etwa schon frühcchin gelöste» Jm- postzcichen, «in Ireischein von dem Tabaks- zöller auSgewirkt werden sollen. Da es aber häufig dem Interesse der Käufer oder Verkäufer angemessener ist, die Abw^ung undlleber« lieferung des Blättertabaks in einem andern, als dem Ankaufsort zu bewirken, und man den Handelsverkehr mit diesem Produkt von allen Beschränkungen, welche die angcordnete JmpostS, und WaaggeldS« Entrichtung nicht nothwendig mit sich bringt, frei geben will, so wird mit Genehmigung deS großherzogl. hochpreiSlichen Finaozministerii, Steuerdepartement , die von der Verordnung vom lyten Februar. vorigen Jahrs bestanden« Freiheit, den Blättertabak auf denjenigen öffentlichen Waagen, welche durch Uebereinkunft des Käufers und Verkäufers bestimmt werden, abwie« gen zu laßen, wieder hergestellt; dabei jedoch dasjenige zur Bedingung und Verbindlichkeit gemacht, was ad 2) der Bekanntmachung im Änzeigeblatt Nr. 84. wegen der vor der Abfahrt dem Ortszöller zu erstattenden Anzeige, und demnächst zu übergebenden Nachweisung über die bewirkt« Abwägung und Zmpostbe« richtlgung vorgeschriebcn worden ist. In denjenigen O tcn, wo sich keine I'll» stätt« vorfinder, hat der Accisor dich Funktion des HöllerS' zu besorgen. Für das, vor der Abfahrt auszufertigende Attestat sind dem Ortszöller oder Accisor secy- Kreuzer zu entrichten, hingegen haben die Tabakswagenmeister für das Ieugniß über di« Jmposierlegung keine besondere Gebühr anzusprechen. Diejenigen Tabaksverkäufer, welche eö unterlaßen ; das leztgedachte Zeugniß über die Jmposterlegung dem Ortszöller oder Accisor tinzulieftrn, müßen gewärtig scyn, daß sie nach der Verordnung vom abten März 178a. zur nochmaligen Entrichtung der Tabaksauf« lagen angehalten, und bel entdekt werdendem Umerschleift mit weiterer gesezlicher Strafe belegt werden. Hiernach haben di« Bezirksverrechnunge» ihre unkerhabenden Iöllrr oder Acciforen, auch Tabakswagenmeister anzuwetsen, die Tabakskäufer und Verkäufer aber sich genau zu achten» Mannheim den yte« Februar 18 n» von Manger. Vät. Karg. Direktorium des Neckarkreises. (N- 27Z4-) Die Auslieferung der Großherzogkich Heßischen Deserteurs und ausgetretene« Konscnbirte» betr. Durch mehrere Beschwerden deS großherzogk. heßischen Oberkriegs» Kollegiums darüber, daß die in diesseitigem Regierungsblatt Nr. 4«. von 1807. enthaltene Verordnung wegen Auslieferung der großherzoglich heßischen Deserteurs und ausgetretenen Konscribirren in de« an daS heßische angrauzenden badischen Gebieten nicht genau beobachtet werde; durch einig« in diesseitigem Kreis« auch wirklich ent- 8S tzekte Uebertretungen dieses Gebots, miß kn Gemäshec'r desfalls erhaltenen hohen Ministe« rialbesehkS sieht man sich veranlaßt, sämmk« lichen Aemtern des Neckarkreises aufzugebcn, daß sie-dir obgedachte Verordnung in allen unterstehenden Gemeinden mit Bedrohung persönlicher Verantwortlichkeit und unnachsichtli» cher Strafe auf jeden Ucbertretungöfaü wieder »erkunden laßen, auch selbst auf deren Erfüllung genaue Aufmerksamkeit richten sollen. Mannheim den uten Februar 1811. von Manger. Vst. Karg. Lekanntmachungen. Großherzogl. bad. Stadtamt Heidelberg, Der wegen Wilderei bereits in dem niederrheinischen Provinzlalbkatte Nr.6o. de 1809. vorgeladenr Martin Schrvth ein Säklergesell aus Heiligkreuzstcinach, hat den Verdacht anderer Vergehungen noch auf sich gebracht; svl. chen auch durch die Flucht bei seiner in Karls« rul>e unlängst eingelelreken Arretirung vermehret. An dessen Habhaftwerdung ist sehr vieles gelegen; man ersucht daher sammtliche Aemker und Ortsvorstande auf den unten beschriebenen , welcher mitunter auch falscheKund- schaften führet ein wachsames Augenmerk zu haben, ihn auf Betreten arretlren, und hieher liefern zu laßen, fort des KostenerfatzeS und dankbarlicher Erwiederung versichert zu ftyn. Signalement. Martin Schrvth ein Säkler« t elell von Heiligkreuzsteinach, ungefähr zj- Schuh hoch, groß schlank gewachsen, hat braune Haare und starken Backenbart, auf der Stirn eine kleine Narbe von einem erhaltenen Schlag, spricht ciucn guten deutschen Dialekt und kleidet sich nach der Mod». Heidelberg den yten Februar 1811. L. Pfister. Vnlehcn und sonstigen Forderungen, wofür Güter im Hcrthencr oder Degerfelder Bann gerichtlich Verpfänder find, folgende Tag« ftsigesezt, nämlich ten 1. 2. 4. 5. b. 7. 8- 9 rl »2. 13. 14. 15. 16. j 8. 19 2». 2 kten Mörz dieses Jahrs. Es werden daher all« diejenige, welche gerichtlichegrwähi» te UnterpfandSverschrekbungen besitzen, kn Güter in vbbenanaten Eän.nen versezr find, auf» gefordert, solche unter Mitbringung der Urschrift oder glaubwürdiger Abschriften dar on, dem an obbenannten Tagen in Herthen befindlichen Liquidarions» Eommjssario vvrzulr, gen und zu liquidsten, widrigenfalls dieselbe den aus der unteilaßcnen Erscncinui.g für sie entspringenden Schaden sich selbst bcizumessen haben, indem die Hcrthener und Degerfelder Ortsvorgesezten und Orlsgerichte der Wirkung ihrer dafür geleisteten Währschaft enthoben und aller Verantwortlichkeit deSwcgm embuudrw werden. Lörrach den arten Iäuer igtl. Deimling. Pfeiffer. - Gerichtliche Aufforderungen. Großherzogl, bad. Bezirksamt Endingen. (A. N.952 ) Der schon mehrere Jahre in di« Scribentenzahl ausgenommen« und zulezt bei dem diesseitigen Bezirksamt angcstellke unten fignalisirtc Aktuar Joh. Friedrich Wagner von Jstringcn bei Pforzheim gebürtig, hat sich de« 2iten Oktober vorigen Jahrs unter Beraubung der Tar- Sporteln - und Deposiicnkasse flüchtig gemacht, und bis daher nichts vor sich auskunvfchaften laßen. Vermög höherer Verfügung (!d. i9ten Jäner igu, Nr.900.wird nnn gedachter Wagner aufgcfordcrt, binnen 3 Monaten umcho gewisser vor untei§eichnc» tcr Stelle zu erscheinen , und sich wegen seiner Entweichung zu verantworten, als cr svnsterS deS Verbrechen» der Unterschlagung und Beraubung öffentlicher Gelder für überwiesen erklärt, sein Vermögen konsiszirt, und er selbst dcr bad. Lande verwiesen werden solle. Zugleich aber werden alle Civil» und Mllitäibe» Hörden ersucht auf den Flüchtling zu fahnden, denselben itii Bctietungefall zu arretlren, und gegen Ersaz der Kosten an die unterzogene stelle abzuliesern Signalement. Der entwichene Ich. Fri't» d>icu Wagner ist von sehr robustem Körperbau, vollkommenen rundcn Angesicht, blauen Augen » blonden nach der Mode geschnittenen Haaren, stumpfer Naie, etwas blonden Bart. Trug bei seiner Entweichung einen dunkelgrsncn tuchenen Frak mit weifen metallenen Knöpfen» und über diesem einen hechtgrauen Urborrolvra Halbruch, grau gestreifte lange Hosen von Wall- Coat. Stiefeln , einen Federhut und eine Jagdtasche nebst Jagdflinte. Verfügt Endivgen den rten Februar i8u, Baumüller. Fürstl. Justizaml Borberg. Nachbemerkle böslich Ausgetretene sollen hinnen z Monaten sich bei ihrer Obrigkeit stel- len, und wegen ihres Austritts verantworten, widitgenfaüS gegen dieselbe nach der Landes» konstitutiv» wider' auegetretenc Uuterrhanen verfahren werden wird. Amt Borberg: Joseph SpieS, vom Gräfinger Hof, und Zvh. Anton Nor, von Berolzheim. Borberg den 4tcn Februar i8n. Lichtenberger. Langer. Fürstl. Leining. Stadt- u. Landamt Buchen. Da bet der jüngsten Kvnscription für das Jahr iflll. Kilian Halter, von Hainstadt; dann Joh. Valentin Hafner; Joseph AlvyS GraSbergcr; u. Bernard Jakob Evcrmann, von Buchen, durch das LooS zu Rekruten bestimmt worden, deren Aufenthalt aber unbekannt ist, so werden dieselbe hiermit aufgcfo- drrt, sich binnen 3 Monaten dahier zu stellen, und dem Äonscriplivnsgksitze zu unterwerfen, oder zu gewärtigen, daß nach Umlauf dieser Frist gegen fie nach der LaiideSkon- stikutioi, wider ausgetretene Unterthanen wird verfahren werden. Buchen den roten Jäner iZil. Strauß. Schmitt. Grvßherzogl. pimtsrcvisorat Schwetzingen. Wer an die Nochlaßciischsfr des am üten Dezember v. I. zu Edingen verstorbenen Joh. Adam Giob von Linde! felö einen Erb- oder sonstigen Anspruch zu machen har. wird an- durch aufgeforderl, solchen innerhalb 6 Wochen dahier anzuzeigen; widrigenfalls zu gewärtigen, daß er damit nicht mehr gehört werde. Schwetzingen den aZten Inner ,8". Heinr. Frey. Großhrrzvgl. Amt Breiten. Wer «was an die in Kant geraihcne Frie. brich Seifrie-ischc Eheleute zu Goeeshausen zu forderen har. sog solches den qten März l. I. früh 9 Uhr bei dem Amtsrevisorat dahier bei Verlust der Forderung liquidirrn. Bretten den rylen Jäner i8l>. Rektlg. V6t. Schiller. 59 Grvßherzogl. Stadtamt Mannheim. (N. 2Z8.) Die Erben des hier km ledige« Stande verstorbenen Jakob Kreittler werde» aufgefvdert, seine in ungefähr 22fi. bestehende Verlaßenschaft dahier in Zeit 4 Wochen zu erheben, widrigenfalls über dieselbe nach den Gesetzen weiter verfügt werden wird. Mannheim den zoten Inner ign. Rupprechr. Veit. Stark. Fürstl. SalmKraurhcim. Justizamt Grünsftld. Diejenigen, welche an Joseph Zünckner z« Jmpfingen etwas zu fordern haben, werde» andurch unter dem Präjudiz aus der vorhandenen Masse sonst keim Zahlung zu erhalten, zur Liquidation ihrer Forderungen auf de» 2oten Februar 1811. früh 9Uhr an das hiesige Jnstizamt vorgeladen. GrüuSftld den i 7 ten Jäner *8u. Keller. Bernhard. Grvßherzogl. bad. Amtsrevisorat. Diejenige, welche an den Nachlaß veS da» vier verlebten Ap thekers Kar! Christian Stoe- sigcr einen Anspruch auS irgend einem Grunde zu machen gedenke«, werden hierdurch aus» gefordert, denselben den rrten künftigen Monat« Februar Vormittags 10 Uhr dahier anzuzeigen, und richtig zu stellen. km Äichter- scheknm.gsfalle aber zu gewärtigen, daß die Masse vertheilt, und an dir eingesezte Testa» menrserben ausgefolget werden wtrd. Mannheim den arten Jan r iZn. Leer». Grvßherzogl. bad. Stadt- «. rtes Landamt Bruchsal. Der ledige abwesende BurgerSsohn Johann Adam Banscher von Untergrombach, welchen bei der Milizenziehung pro 1811. daS LooS zum aktiven Dienst getroffen, wird hiemit voracladen, binnen 6 Wochen sich um io ge» wissr dahier zu stellen, als ansonsten nach dev Konstitution wider ihnverfahren wird. Bruchsal am igten Jäner i8n Gnhmann. G-sßherzogl. Bezirksamt Baken. Modestin Ernst, von Sinzheim diesseitigem Arnrbczirk, gicng im Jahre ,734 als Bäcker» knecht in di« Fremde, undlicßim Jahre,792. von Mittelburg aus die lezrr Nachricht vo» (So sich hören; seine nächsten Anverwandte» haben sich um die Einweisung kn den fürsorglichen Besiz seines ungefähr 3020 fl. betragenden Vermögens gemeldet; derselbe oder seine al- Lenfallsige nähere Leibeserbrn haben sich daher binnen Jahresfrist dahier bei Amt zum Der- möaensempfang zu melden. Widrigenfalls derselbe wird für erschollen erklärt, und seine Lieh gemeldet habende Anverwandte in den für«' sorglichen Befiz gegen die gesezliche Kaution «erden eingewiesen werden. Baden den izterr Zäner rLrr. Schnetslcr. Väi. Keppner. Grundherr!. vVeuningensch.AmtEichtershcim. Da die bei dem lezteren -vorgekommenen Milizenzuge durch das Loos zum Militär» dienste bestimmt wordenen Uuttrchanrnsdtznr: als Georg Adam Horder, von Dühren: und Ioh> Georg Landes, von Eichtersheim auf die Seite gegangen sind, so werden solchevon ihrer vorgesezten Obrigkeit hiermit aufgefodcrt, sich unfehlbar binnen z Monster, a dato vor derselben zu stellen, -und sich über ihren Austritt zu verantworten, ansonsten zu gewärtigen, daß nach Umlauf dieser Frist gegen sie als wider heimlich ausgetretene Untcrthanen nach den Landesgesctzcn werde verfahren werden. Eichlecshelm den 7-rten Jänerrzu- Christ. Lacencr. Fürst!. Leining. Justizamt Hardheim. Nachbcmerkte beiderKonscriprionpro i8H. Nichterschimene und zmn Militärdienste bestimmte Kantonisten sollen binnen 3 Monaten sich dahier stellen, und wegen ihres Aus. trittö verantworten, widrigenfalls gegen dieselbe mach der Landeskonsti'tution wider ausgetretene Unterthanen verfahren werden wird. Ms von Hardheim : Franz Joseph Seeber. Von Schwcinberg: Mich. Lorenz Berberich. Von Hdpfingen: Philipp Franz Götz. Bon Waldstetten : Burkart Merkert, Valentin Holl, Georg Mich. Herold, Joh. Anton Ndrber, Joh. Sebastian Hartmann. Hardheim den Zten Jäner tglt. Hauck. Fischer. Großherzogl. Stadtamt Mannheim. ' (P.N.ZIZ.) Da bei dem vorgenommenen Milizenzuge für da« Jahr ign. daS LooSdie abwesenden Xaver Schnatz, Johann Münch, Karl Philipp Meßner, und Christian Kinkel von hier zum aktiven Dienste bestimmet hak, deren Aufenthalt aber unbekannt ist; so wer« den dieselben hierdurch aufgefordert, sich in Ieir z Monaten dahier zu stellen, oder zu ge« wärtigen, daß nach fruchtlos umlaufener Frist ihr Vermögen konsisziret, und sie ihre« Gemeinderechtes verlustig erkläret werden sollen. Mannheim den 29m Jänrr ign. Rupprecht. Vdt. Lunkelman». Großherzogl. Bezirksamt Bohlingen. Der großherzöglich badisch« Rittmeister Frhr. August von Ramschwag in Worblingen hat seine im Großherzogrhum Baden, imScekrei« liegende Grundherrschaft Worblingen, sanimt Gittksheim mlt allen ihr zustehenden Rechten »nd Gerechtigkeiten a» de« kaiserlich österreichischen Rittmeister Frhrn. Heinrich von Fin- gcrlln zu Konstanz verkauft. Dieser Kauf und Verkauf ist von diesseitigem Bezirksamt bedingt ratifizirt worden. Um rüksichrlich dieser ancrkauften Grundherrschaft vor allen künf. tigen Ansprüchen gesichert zu seyn, wünscht gedachter Freiherr Heinrich von Fingcrlin, von allen auf ihr radizirken Realfoderungen und Rechten in Kenntniß gesezt zu werden. In Gemäßheit besten werden alle diejenige«, welchen auf die Grundherrschaft Worblingen ein dingliches Recht zusteht aufgefodert, solche« um da eher binnen 6 Wochen von heute an gerechnet bei der nnteezeichnelen Stelle urkuud« lieh einzureichcn und zu «rweisen, widrigenfalls sie spater nicht mehr gehört würde». Boh« lingcn den l4ten Jäner i8n. Raufanträge. Montags den ezten des nächstkünftigen Monat« März, Nachmittags sUhr, wird in der Behausung des Hrn. Späth und Schulz in zrankenth-l, eine PaNhIe gut gehaltene Bur. gundrr-Weine, in Feuillets von 17 bi« 18 Mertel; dann eine Parthle schlesische Lein» wand an die M«stbiethenden gegen bare Bezahlung öffentlich versteigert. Anzeige. Bei Mezgermeister Mich. Müller zu Laden- hu g liegen 720 fl. Pupillengelder auf gerichtliche Versicherung sogleich zum AuSleihrnbereit.