Sroßherzoglich badische- ZsZ Ä n z e i g e b l a t t für den Neckar» und Makn-unb Tauberkrek-. 77. Mittwochs den 2zttn September 18II. Verordnungen. , Direktorium des Neckarkreises. (N. 19527.) Da mehrere unangenehme Erfahrungen lehren, wie unzuverläßig der schuh- mäßige Transport der Baganten und sonstiger Acrestateu in der Art, wie er bisher besorgt worden sei, indem schon wiederholt solche Menschen, und gerade Subjekte gefährlicherer Art rmter Weges, besonders aber aus den Nacht« qua tieren zu entwischen Gelegenheit fanden; so sinder man sich bewogen, sammtlicken Aem- tern anmit aufzugeben, daß sie wo immer möglich solche Transporte durch einen zuver- läßigen und bewaffneten Polizeidiener bis zum nächsten Amtssiz begleiten laßen, wo dieser sodann durch einen Andern abzulösen ist. Solche Begleiter haben die Arrestaten nie aus den Singen zu laßen, und so viel möglich zu trachten , den Transport so einzurichken, daß die Nachkherberge in einen Amtfiz fällt, damit bessere Gelegenheit zu sicherer Aufbewahrung der Transportaten vorhanden sei. Wo dies nicht thu.ilich ist, da sind die zur Bewachung auS der betreffenden Gemeinde abgegeben werdenden Wächter dem Befehl des Polizeldieners zu untergeben, gleichwie dies auch da, wo mehrere Begleiter zum Transport erforderlich sind, zu geschehen hat. UebrigenS sind die Ortsvorstände bei strengster Berantwortung zu pflichtmäßiger Sorg, falt und Vorsicht gegen Entweichung solcher auf dem Schub befindlichen Gefangenen mit dem Bedeuten anzuweisen, daß jede Vernach- läßigung außer empfindlicher Strafe noch Haf. tung für Schaden und Kosten, welche durch die Entweichung herbei geführet werden, den Schuldhaften zuzi. hen werde. Mannheim den 22ten September istir. In Abwesenheit u. aus Auftrag d.KrrisdirektorS. Frhr. v. Stengel, Vdt, Kessler. Bekanntmachungen. Direktorium des NcckarkreiseS. (N. i9Zzz.)Nack eingelangterEnschließung des großherzogl. Ministeriums des Innern, Generaldlrektorium vom 22ten v. M. N- 3027. soll künftig bei Vermögens- Erportationen in Staaken mit welchen eine Freizügigkeit»- Con» venkion besteht, die Landesfundigebühr nur in soweit erhoben werden, als deren Bezug nach der LandeSfundi - Ordnung auch gegen Inländer statt hat, und die Erbschaften in den auswärtigen Staaten einer Erbgcbührun» tcrliegrn; welches zur Erläuterung der §. iz. u. 14. der im Prvvinzialblatt von iZcy.N. 50. Seite 400. einge'ükten Verordnung dd. Zte«^ September desselben Jahre», die allgemeine Einführung der Landesfun» di - Gebühren in der Provinz deS NiederrheinS betreffend: hie» durch bekannt gemacht wird. Mannheim de» lyten September i8u. JnAbwesenheiro. auSAuftrag d.ArekSdirektorS. Frhr. v. Stengel. Vdt. Kessler» Großherzogl. bad. Stadtamt Mannheim. (N- 2644.) Karl Stumpf Abwesenheite-Prozeß betr- Wird nunmehr Karl Stumpf für verschol« len erklärt, und Joh. David Stumpf und die ledige Katharina Stumpf in den fürsorglichen Besitz seines Vermögens eingewkesrn. Mannheim den bten September i8ii. Rupprecht. Seekaz. Großherzogl. bad. Amt Neckargsmünd. Gestern wurde zu Lvbenfeld ein fremder Purstbe, der ungefähr 15 Jahre alt, 4 Schuhe 8 Zoll groß ist, hellbraune Haare, hohe Stirne, blonde Augrnbraunen, blaue Augen, mittelmäßige Nase, großen Mund, spizeS Kinn, länglichteS Gesicht und blaffe Gesichts» färbe hat, aufgefangen. Cr ist stumm, und der vordere Thril der Zunge fehlt ihm ganz. 3 «4 Seine völlig zerlumpten Kleidungsstücke beste» Herr in einer Jacke von hechtgrauem Tuche, langen leinenen Hosen und Schuhen. Sonst wurde nichts bei ihm gefunden. Er ist weser mit einem Passe noch sonstigen Papieren versehen, und bcfizt nicht das mindeste, was über seine Herkunft nur einigen Aufschluß geben könnte. Man sieht sich daher veranlaßt, den Verwandten dieses Unglüklichen im Wege der öffentlichen Bekanntmachung hievon Nachricht zu geben, und fv'-rrt alle, welche über dessen Herkunft Auskunft ertheilrn können, auf, solche unve, weilt an unterzeichnereS Amt ge« langen ru laßen. Neckargemünd den i-zten September itzn. Reidel. Rusch. Großherzogk. bad. Unter,uchungs»Kommission Mannheim. I« der Nackt vom igten auf den rzten d. M. sind in Wresenbach die hier näher beschriebene Joh. Bvhnlänver. Jvh. Hehnlrin dessen Frau und 2 Kinder aus ihrem Verwah. rnngSvrt entsprungen; alle Behörden werden hie mit geziemend ersucht, diesen Individuen nachjuspahcn, und sie auf Berreken gegen Ersaz der Kosten hkrher liefern zu laßen. Signalement. 1) Jvh. Bohnländer ist 45 Jahr alt, 5' 3" 3'" groß, von hagerer Statur, hat lichtbraune lange Haare, welche iym über seine etwas hohe Stirne hangen, dergl. starke Augenbraunen, blautirfliegende Augen, länglich« Naie, blatternardigt Gesicht, eingefallen« Backen, stacken rvthen Bart, und Backenbart, mittelmäßigen Mund, rundes Kinn. Seine Kleidung besteht in einem alten runden Hut, weißleinen Halstuch, schwarz Kasimir übereinander gehende Weste mir 2 Reihen dergl. Knöpfen, brauntuchenem allen kurzen voxnen nicht gut über einander gehenden Uebcrrvk,. lange dunkelblau tuchene mit Flecken desezte Hosen, leinene Strümpfe, Schuhe mir schwarzen Bändel. 2) Joh. Hehnlein, der sich auch Joh. Schmitt nennt, ist 24 bis 25 Jahr alt, 5' 6" groß, von starkem Körperbau, hat kurzgeichnittene hellbraune Haare, nur die an der Stirne hän» gen bis auf die Augen, und die am dintern Kopfe, sind einig« Zoll lang, nieder« St!rn«. starke Augenbraunen, tiefliegende kleine blaue Augen, starke Lippe«, kleine Nase, fleischig. ! keS runde» Gesicht, und etwas blass r @t* sichrsfarbe, ist staik blattcruarbigt, die 2 kez» len Finger der linken Hand sind krumm und einwärts gebogen, unrcr diesen hat er eine starke Narbe, unter der Warze der rechten Brust hat er eine oval zolllange Narbe, und am Unken Oberarm eine klein« Narbe. 1 3) Die angeblich Hehnleknische Ehefrau Mar. zarerhe, gebohrne Ullrich, ist 22 bis 22 Jahr alt, von mittlerer Größe, hat ein schmales länglichtes Gesicht, lang« dunkelbraune mit einem Kamm aufqestekte Haare, schmarzbrau» ne Augenbraunen. nieder« Slirm, braune Gesichtsfarbe, braune Augen, fpiz« Nase, großen gewöhnlich etwas geöffneten Mund, große weiße Zähne, spitzes Kinn. Ihre Klei, düng besteht in »irem hellblau tuchenen Jak mit orangefarben Bändel eingefaßt, und ei» ncr doppelten Reihe gelber Knöpfen» eln rorh und hellblau gestreift baumwollen Halstuch» ein hellblau tachrneö Leibchen, ein altwelg undblaugestrelster Schurz, alrwvlle» hellblauen Rok, geht barfuß, um den Hals trägt die- selbe einige Schnür falscher Granaten, und auf dem Kopf ein weißeS Tuch, dann führt dieselbe 2 Kinder mit sich, einen Knaben vo» 3» und ein Mädchen von einem halben Jahr«. Mannheim den 2i«n September i8n. Ziegler. Vdt. Kiefer. Grvßherzogl. bad. Zucht- und Korrektkonöhaus« Verwaltung Bruchsal. N'kolauS Huppmann, von Altbeknsgeiang im Würchurgsche«, ist wegen Diebstahl seit dem i8i«n Juni »811. in dem hiesige» Zucht» hause gefänglich verwahrt gewest», und heute nach erfiaadtner Monatlicher Strafzeit wie. der entlaßen, und der grvßherzogl. bad. La«, ven verwiesen worden. Signalement. Dieser Bu sche ist 20 Jahr alt, von Sratur 5 -schuh 2 Zoll groß, hat «in ovales Gesicht, braune Augen. etwa« aroße spize Nase, rorhr,ckmale Wangen, mit» telmüßigen Mund, schwarzbraun« Haare und Augenbraunen, ohur Barl. Die bei der Ent« laßung angehab« Kieikung bestund in j schwarzgra« tücheney Hebenok, lange» Beinkleidern, 1 geldrvth und schwarz gsst;«,f, «n G-llet von Eeidenzeug, 1 Paar weißwol. lene Strümpfe, Schuhe mit Baud, schwarz. Menen» Halstuch und rundem Hut. Bruch« fai den ihren September ihn. Schmidt. Grvßherzogl. bad. KorrektionShauS * Verwaltung Bruchsal. Nepomuk Hoffmann, von Battberg im west- phätiilven Lloclo , Jvh. Heinrich Schubart, von Bamberg, ist wegen Jaunerlebm und Urkunden» Verfälschung seit dem zte« September i8io. in dem hiesigen Korrektionöhaus« gefänglich verwahrt gewesen, und heute nach erstandener Strafzeit wieder entlaßen und der grvßherzogl. bad. Landen verwiesen worden. Signalement. Dieser Mensch ist Zl Jahr alt, von Statur schlank, 5 Schuh 7 Zoll groß, har eia langes Gesicht, braune Augen, klein« Nase, magere Wangen, mittelmäßige« Mund, schwarze Haar« und Augenbraunen, ditto Bart. Dessen bei der Entlastung angehabke Kleidung bestund in einem schwarz grauen Üeverrok und ditto Hosen, schwarzen Halstuch, runden Hut, Stiefel mit lederfarbigen Um schlägen. Bruchsal den 16. September ihn. Schmidt. evertchtltch« Aufforderungen. Grvßherzogl. bad. Hofqericht des Unrerrheinv 1 B. T- N. 4101) 2 " Sachen des kjn. bair- Just,,- Kommissär Schmitt zu Anspach in fernem, und im Namen der übrigen Relikten der vormalrq Fürstlich von köweiistciii.Wert. ' heimischen geheimen Raths, »nd Difekantlers Schmitt, Klägers gegen den H-v- Fürsten zu Löwen -1 nein Wrrtheim Beklagten, Besol- -u»gS-Entschädigung belr- Ist dem aufgelreienen Kläger in diesem dahier anhängigen Rechtsstreite die rechtsgenüg, «che Nachweisung auf«,legt worden, daß aus. ser den ihn bevvilmächtiat habenden Erbe« de« vormalig Fürstlich Lowenstein» Werthei» mischen geheimen RakheS und VkcekanzlerS Schmirr keine weitere Erben vorhanden feien; «uf dessen näher b«t unS ei« gereicht« Börstel' lung, diese« nur durch «ine bffentlicht Auffor-! drrung btwirken zu können, werden daher die allenfallfig weitere bei dieser Sache betheiligte Erben, welche nicht schon den kbo. bairischen Justizkommissär Schmitt in Anspach zu Wahrung ihrer Rechte bevollmächtigt habe«, bl«. Z65 neu «kner «nerstreklichen Frist von zwei Mo« naten hiemil öffentlich vorgeladen. ihre Mit» erbberechtigung bei großherzoglickem Hofge« richt dahier unter dem RechtSnachrheil anzu- zeigen, und behbrend nachzuweisen, daß sonst die dahier ausgetretene als zur Sache allein le- girimtrt angesehen werde» solle >. Mannheim den Zten September i&u. Graf v. Brnzel Sternau. Weller. Großherzogl. bad. Hofgerkchtdes Unterrhein». 1 B.B-N- «o;r.) ttä c«m»m des Zsaae Gaddtim- ischen Debitwrsens. Von dem ehemaligen rheinpfälzlschen Hof. grrichte wurde unterm roten August 1802. die Auszahlung der Depositengelder in vorstehen. der Sach« an die Joh. Wilhelm Gaddumschr« Erben beschloffrn, auch derselben AuSfolgung bis auf Z4 fl. bewirket, welche wirklich noch in Deposito beruhen, «nd ein Dritthrtl der dem Hahnischen Tramm» von Heidelberg zu. kommenden Gesamtrata von 102 fl. auSma. chen. Die dahier unbekannte» Individuen die. seS Stamme«, welche sich zu vorgrdachte« 34 fl. berechtigt glauben, werden daher bffent. sich hiemit aufgefodert, in einer unrrstreklk- chen Frist von 6 Wochen ihre rechtlichen A«. sprüche entweder selbst, ooer durch hinlänglich Bevollmächtigte unter dem Rechtsnachtheile dahier geltend zu machen, daß ansonst «ach umlaufener Frist da» weiters rechtlich« in An. sehung diese» Deposit i verfügt werden solle» Mannheim den 2leu September 18 u, Grafv. Benzet Siernau. Petitjea». Fürstl. Salm KrautheimischeS Iufiizamt Grünsfcld. Auf freiwilliges Anstehen d«S Bäckers Mich. Konrad von Ovrrwittighausen werden alle die. jenigen, welche gegen diesen Mann aasirgentz einem Grnnde etwas zu fordern haben, vor. geladen, bei der auf Mittwoch den zur. Cf* tvbrr d. I. früh 9 Uhr vor hi.sigcm Bmtsre« visoraie anbrraumttn Schuldenliquivakion z» erscheinen, «nd ihre Forderungen zu llquidi- rr«, widrigenfalls auf sie bei Behandlung de» Mich.Komadischen DebktwesenS keine Rü» ficht genommen werd«« kann. GrünSfeld de» zten September »8". Keller, Bemhard. 366 Großherzvgl. Bezirksamt Kork. Jakob MoSberger, Elisabeth« gebohrene Schneiderin dessen Ehefrau nnd Christina Mos« bergerinn an Joh. Bohlcber verheirakhet, sämmt- lich von Sand, welche vor 40 Jahren nach Ungarn abgezogen sind, oder deren Lelbescr« den haben sich binnen 12 Monaten dahier zu melden, widrigenfalls das ihnen von ihrem Bruder Joh. Georg Mosberger anerfallene in 116 fl. 55 kr. und 108 fl. 9 kr. bestehende Der« mögen derselben nächsten Verwandten gegen Kaution ausgefolgert werden soll. Kork den 2ten September i8u. Rettig. Vdt. Rettig. Fürst!. LeiningischeS Amt KülSheim. (N.2582.) Der bereits 50 Jahre abwcsen« de und daS 75« Jahr zurük gelegte Johann Strobel von Uesfigheim oder dessen Descenden- ten werden zum Empfange dessen in 280 fl. 3 kr. 2pfen. bestehendem Vermögen, welches bereits vor 30 Jahren seinen nächsten Anverwandten gegen Kaution verabfolgt worden, in einer unerstreklichen Frist von z Monate« vorgeladen, widrigenfalls nach deren Ablauf Joh. Strobel pro mortuo erklärt» und dessen Vermögen seinen nächsten Erben dahier nun» mehr als erb« und eigenthümlich zu« und einge« wiesen werden solle. Külsheim den zoten August i8u» Faber. Vdt. Reinhard. Großherzvgl. Stadtamt Heidelberg. (466.) Engelbert Jukkarini, welcher vor etwa 20 Jahren unter dem angenommenen Namen Alberto Silani sich in Triest au^e« halten haben soll» oder dessen allenfallsige Nachkommen werden hiermit aufgefordett, sich zum Empfang eines ihm indem, von seinem dahier verstorbenen Bruder, dem geh. Hofrath, Doktor und Professor Franz Jukkarini mit seiner nun auch verlebten Ehefrau errichteten wechselseitigen Testament zugedachten Legats von zooo fl. binnen Jahresfrist dahier behö> rend zu melden, oder aber zu gewärtigen, daß die sich hierum gemeldet habende nächste Erben der lrztern, in den fürsorglichen Brsiz ge« ftztwerden. Heidelberg den 29. August i8ti. Pfister. Vdt. G ruber. Großherzvgl. bad. Amt Brette«. (A.N.Z2bo.6l. 62.6z. 65.) Die schon kam ge Jahren abwesende Personen aus hiesigem Amtsbezirk, als: Christoph Adam Bärch voy Eppingen; Georg Joseph Westermann, von Bauerbach; Philipp und Andreas Gerwcck, von da; Georg Ludwig Freund, von Brerren; dann Valentin Kleiner, von Pauerbach; oder der allenfallsigen Erden werden andurch auf« gefordert, sich zum Empfang ihres Vermd. gens binnen einem Jahre zu melden, als im Entstehungsfall die Erbbesiznahme ihres Vermögens ihren nächsten Anverwandten gegen Kaution wird eingeantwortet werden. Bret- ten den 2zten August i8u. In Abwesenheit deS Beamten. Hoffman«. Vdt. Schiller. Großherzvgl. Stadtamt Heidelberg. Das Gesuch der Verwandten des abwesenden hiesigen BürgerSsoh» Philipp Haffner um Ncbcrkommunq seines Vcrmdqeiis betr. Katharina Mann, Tochterdeskönigl prcus« fischen Fabndrich und der Sophia .Haffner einer hiesigen Bürgerstochter, welche an einen Soldaten verheirathet ftyn soll, von ihrem Leben oder Tod so wenig als von ihrem Aufenthalt etwas bekannt ist, dlese oder ihre al, lenfallsiae Erben werden hierdurch zu Empfang« nähme eines ihnen von einem abirefenden Philipp Haffner zukommendcn Vermögens von Z>7fl. 20 kr. binnen Jahresfrist dahier vor- geladen, und haben im AusbleibungsfaN zu gewärtigen, daß solches den nächsten bekannten Erben in nuznießliche Erbpflege gegeben werden solle. Heidelberg den 31. August, 811. Pfister. Vdt. Gruber. AmtUnterheldelberg-, (A.N. 2923.) Joh. Koch, von Schrießhekm, der sich im Jahre 1783. als SchneiderSgesille auf die Wanderschaft begab, und von dessen Aufenthalt man biS jezt keine Nachricht mehr erhalten hat, wird hlemlt aufgefodert, inner, halb 9 Monaten von heute an entweder in Person, oder durch hinlänglich Bevollmächtigte vor diesseitigem Amte zu erscheinen, um über sein bisher unter Kuratel gestandenes, in 918 fl. 28Z kr. bestehendes Vermögen, zu verfügen, widrigenfalls man nach dem Anträge seiner Verwandten denselben dieses Vermö, gen gegen Kaution aushändigen laßen wird. Heidelberg den Zten September 18 r. Nestler. Rapparmj. Großherzog!, büd. Stadtamt Mannheim. (N.2Z78.) Nach dem am zecn April laufenden Jahrs erfolgten Ableben des hiesigen Bürgers und Handelsmannes Georg Christian Gumbert hat sich ein mit seiner schon früher verlebten Ehefrau Anna Maria Gumbert, ge« bohrncn Hartmann errichteter wechselseitiger kezter Wille vorgefunden, wornach die Ge» schwlster und Geschwisterkinder beider Ehegatten nach erfolgtem Tode des leztlebenden zu der nach geschehener Aufnahm in 6082 fl. bestehenden Erbschaft nach Verhältniß des von jedem Ehegatten inferirtcn Vermögens theilS berufen worden. Es werden also alle diejenigen, welche durch diesen Verwandtschaftsgrad mit einem oder dem andern der Verlebten dazu berechtigt, «ln Erbrecht gültig ansprechenzu können glauben, hiermit aufgefodert, diesen ihren Anspruch auf Samstag den 2ten November l. I. dem diesseitigen Amtsrevisorat durch Vorlage der erfoderlichen bürgerlichen Stan, deSbeurkuudungen auszuführen, indem nach umlaufener dieser peremrorischen Frist die Erbschaft an die sich bis dahin leglkimirt haben, den Verwandten rechtlicher Ordnung nach auS- gefolgt werden soll. Zugleich werden alle diejenigen, welche aus irgend einer andern Ursache einen rechtlichen Anspruch an diese Erbmasse anstellenzu können glauben, unter dem Rechtsnachlhcilc des Ausschlusses in gleicher peremtorischer Frist zur Ausführung bei erwähntem AmtSrevisorat vorgcläden. Mannheim den i6ten September 1811. Rupprecht. Veit. Stark. Grostherzogl. Stadtamt Heidelberg. Da der dasigeSchuz. und Handclejude Wolf kdb Bvmei'ßlcr, die in einem mit seinen Gläubigern unterm izten resp. 2vten April 1801, gerichtlich abgeschlossenen Nachlaß resp. AuS- standS- Vertrag bestimmte Zahlungsfristen, nicht «ingchalten, den beträchtlichsten Theil seines Vermögens nach Baiern verbrachtund sich selbst dort hin begeben hat, alle selbst von höherer Stelle erlaßenen Requisitionen um Sicherung dieses Vermögens und Auslieferung des GemeindfchnldnerS fruchtlos waren, das hier zurük gebliebene Vermögen aber bet weitem nick t zu Tilgung der Schulden hinreichet, so hat q>oßherzvgl. hvchpreiSl. Direktorium des Neckar kreiseS den diesseitigen Antrag ge» 367 nehmkgt, daß der KoukurSprozeß wiederholt instruirt, fämmtliche Gläubiger aber, welche baierische Unterthanen sind, vonder dahicsigen Masse ab, und in das in Baiern befindliche BomeißlerischeVermögen verwiesen werden solle. Es wird daher der Konkurs wiederholt recht- sicher Ordnung nach erkannt, und es werden alle jene ausschlieslich der baicrschen Unterthanen , welche an den Wolf 8öb Bomeißler auS irgend einem Grunde etwas zu fordern haben, aufgefordcrt Montag den 2lten Oktober l.J. Morgens 9 Uhr sich auf dahiesigcm Rathhau, se einzufinden, die Richtigkeit ihrer Forde» rung so wie den etwaigen Vorzug nachznwei» sen, oder zu gewärtigen, dag sie von gegenwärtiger Masse ausgeschlossen werden, wobei bemerkt wird» daß man den Dikaff. Advokat. Pfister dahier als gemeinen Prvkuratvren für die Gläubiger arrgeordnet habe. Heidelberg den L9ten August i8n. Pfister. Vllt. Gruber. Großherzogl. bad. Bezirksamt Säckingen. Der Michael Waldmeyer, Sohn der hiesig bürgerlichen Eltern Joseph Waldmeyer und Maria Anna Malzacher ist schon bei 40 Jahreabwesend, ohne daß man von seinem Aufent» halte ein bestimmtes weiß. Derselbe, oder dessen etwaige eheliche Deßzendevten werden aufgefodert, sich binnen Jahresfrist bei der Unterzeichneten Stelle zu melden, und ihr un. ter pflegfchaftlicher Verwaltung stehendes Der» mögen in Empfang zu nehmen, widrigenS es ihren nächsten Anverwandten in fürsorgli, chen Best» übergeben wird. Säckingen den 2 Zk«N August I8u. Wieland. Ruf. Großherzogl. bad. Stadtamt Mannheim. (N. 2774.) Die etwa noch unbekannten Gläubiger dem hiesigen Judenmezger Simon und M&b BenSheim werden hiemit aufgefodert, den 2oten November l. I. Morgens io Uhr dahier vor Amt zu erscheinen, und sich über de« von demselben angebothenen StundunaS« Vertrag» nach welchem sie sämmtltchen Glau» big» während 4 Jahren jedoch ohne Zinsen befriedigen wollen, unter dem auSdrüklichen RrchtSnachlheiie zu erkläre», daß sie sonst als in demselben «inwllligend angesehen werden sollen» Mannheim den iZtcn September i8u« Rupprecht» Seekaz. 3(58 Fürst!. Leinlng. Jusiizamt Hilsbach. Dir Gläubiger des hiesigen Bürgers Aon» rad Oswald des Alten. haben bis den 7len künftigen MonatS Oktober Morgens früh 9 Uhr ihre Fovemngen dahier bei Amt gehörig zuliquidiien, im Entstehungsfalle aber zu ge» warttgcn, daß sie von der vorhandenen Ver« «ldgenßmasse ausgeschlossen werden. Hilsbach den töten S.ptrmber 1811 . Ortallo. Vogt. Großherzvgl. Bezirksamt Baden. Im Jahr 1791. gieng Karl Vogel von Winden im Stab Sinzheim in kaiserl. dstrei- chischen Kriegsdienste, und hat bis jezr nichts von sich hören laßen; sein ihm anerfallenrS unter Pflegschaft stehendes Vermögen besteht in ungefähr 450 fl.; gedachter Karl Vogel hat sich daher binnen Jahresfrist dahier zu melden, und über feinen Austritt zu rechtfertigen , widrigenfalls gegen ihn nach der Landeskonstitution wider auSgrtretene Unterthanen wird verfahren werden. Baden am rZlen September 18 u. Wild. Vät.Kinberger. Großherzvgl. Gräflich von Hochbergisches Amt Zwingenberg. Valentin Schork von Rodern, welcher 'rl dem Mllizenzug« füriLoy/ro, und Franz Jo. seph RooS von Balsbach, welcher bei dem Milizenzugr für ig'o/l l abwesend durch daS Loos zum Effektivdienste bestimmt wurde, und seitdem noch nicht wiedrrgekehrt ist, jeder von diesen wird hiemit aufgefordert, binnen deS nnerstreklichen Termin» von Z Monarm bei Vermeidung der Konfiskation seines Bermb- genS und des Verlust» seines Bürgerrechts bei hiesigem Amte zur Erfüllung seiner Pflicht sich zu stellen. Zwingenberg den izreu September l8ll. Beeck. Großherzogl. Bezirksamt Ettenhelm. Bernhard GneSbaum auS dem Münstettbal ditSsritkgm Bezirksamtes, welcher sich vor 17 Jahren ln englische Kriegsdienste begeben, «ud besten Bruder Andreas GrieSbaum von da. der sich vor «twa 12 Jahren unter die kaiserlich dstreichischen Truppe» hat anwerben laßen, werben , da von ihrem Lebe« und Auf «uthalt seither keine Nachricht mehr «iugelau teu, hiedurch aufgefordett, sich binnen Iah» reSfrkst dahier zu melden, s» dem Gegenfafls, das ihnen durch »en T»o ihrcr Eltern zugefallene Vermögen deren hierum sich gemeldeten Geschwister in fürsorglichen Befiz übergeben werden würde. Etier.heim den 7. August 18«. Dcmbach. Großherzvgl Be.irksamt Ettenhekm. Der bereits 49 Jahr alte, von Ettenhekm gebürtige, schon 27 Jahre abwesende ledige Joy. Baptist Bek wird hiemit aufgefordert, in» ncrhalb Jahresfrist dahier zu erscheinen, und sein in 123 fl. igf kr. bestehendes Vermöge« in Empfang zu nehmen; widrigenfalls dasselbe seinen nächsten Anverwandten gegen Si» chrrhrtt-stellung auSgelicftrt werden wird. Et» tenhkim den bten August 1811. Donöbach. Großherzogl. Bezirksamt Emmendknge«. Da sich über die Silberlochgrube und da* dabei bestndlich« Pochwerk im Freiamr hiesi» ge« Bezirkamt» eine Gantwäßigkeit ergebe» hat, so werden diejenigen, welche an die ge» nannte Grube oder das Pochwerk eine Forde» runz zu machen haben, ««durch aufgefvidert, Dienstag« den zren November Vormittags hier vor Amt ihre Forderungen gehörig richtig zu stellen, oder zu gewärtigen, daß sie damit prä« kludirt werden» Emmrudige« den I4ten Sep» tembrr ihn. Roth. Großherwql. bad Amt Philipp-burg. Vorladung wegen Wilderei brtr. Schuh in der B«eite In dem zwischen diesen Gebäuden befindliche« Krarpoof können nebst dem nörhigrn Plarzur Krapperve ungefähr 1502 Klafter Holz bequem 369 aufbewahrt werden. Diese schöne massive Gr' baude liegen hart an der Landstraße und kön« nen, da der Landgrabe» zunächst dabei vorder fließt, auch zu einer Gerberei, TabakSfabrtke Spedition oder einem andern großen Gewerbe benuzr werden. a) Ein einstötkigteS Wohnhaus mit einem halvviertel großen Küchengauen . so di« Wohnung eines jeweiligen PlazmeisterS ist. Eia fremder Käufer hat sich bei dem SteigerunqSakt über feine Zahlungsfähigkeit und übrige Oua, litäten mit einem obrigkeitlichen Zeugniß gehörig auszuweisen. Die Liebhaber können vor der Steigerung wozu sie aumit eingeladen werden, di« Gebäude und Liegenschaften za Mühlburg selbst einsehcn. Karlsruhe den 31. Juli i8li. Von KommifstonS «egen» Autenrieth. Großherzogi. bad. Montirungs, Kommissariat Karlsruhe. Dienstag den gten künftigen Monat» Ok» tober, wird auf dem großherzogl. Montur, Magazia in Karlsruhe rin ansehnliches Ouan, tum, theils auSgetragrner, theiiS unordonaoz» mäßiger Monkurfiücke und MontUr Requisiten, wovon das Verzeichniß auf dem Montur, KvwwissionS« Zimmer daselbst täglich eingcse, hen werden kann, an die Meiftbiethende ge, gen gleich bare Bezahlung verstrlge.t werden. Karlsruhe den rrtrn September 18:/. Großherzogl. Stadramtsrevisorat Heidelberg. Das dem hiesigen Bürger und Bierbrauer Joh. Martin Keidel zugehörige Haus zum großen Faß »6 2l R. g Ech. 6 Z., sodann desselben Ek — oder Ncbenhaus ad 6 9i. 9 Eck. 7 Z.» wovon ersterrS die Bierbrau. und Branntwembrennerei — das le;t«re aber die Dakgerechtigkrit bat, und welche zusammen ,'m untern «rok 1 große WirrhSstube, g Zim» wer, i Köche, »ebst Waschküche, 1 Brenn« hau», eine steinen« Treppe; im aren Stok 8 Zimmer» 2 Küchen; im qtcnSlvk 5 Zimmer» r Kücbe, und mehrere Kammern, 7 Spei, cher. 1 Brauhaus, , Werkstätte, Stallung für 20 Pferde, eine durchgehend« Einfahrt, «i, nen geräumigen Hof» «Inen kaufenden Bron» neu , 7 Keller, w-von 3 für tqo ftudkr Wi« Raum hasten, rnlhakeen, werden Mittwochs den 9ttn kügftlarn Monat» Oktober früh xo 37 ° Uhr auf dahiesigem Rathhaus freiwillig ver« steigert werden. Heidelberg den i9ten September i8ll> Weber. Grvßherzogl. AmtSrevisorat Wisloch. Die in der ehemalig Gefällverwalter Sten- gelischen Baumschule dahier vvrräthige in 9680 theils ein. zwei und dreijähtigen und den best« ten Gattungen bestehende Stämme, werben Donnerstag den ioren künftigen Monats Ok» tob« Morgens 9 Uhr in verschiedenen klein und größere Parthien an den Meistviethenden öffentlich versteigert werden; welches den etwaigen Liebhaber «»durch bekannt gemacht wird. Wisloch den 17km September iijii, Seiz. Das dem verlebten dahiesigen Schuzjuden Löser Maaö zugehörige km Quadrat E. 4. No. 7. gelegene Haus, worauf vercits 2500 fl. gedeihen worden, wird Mittwoch den 2ten Oktober nächsthin Nachmittags von z bis 5 Uhr auf dahiesigem Amihause öffentlich ven steigert, und ohne weiteren Vorbehalt definitiv zugeschlagen. Mannheim den yten Am gust i8il. Grvßherzogl. AmtSievisorat. LrerS. DaS km Quadrat Lit. 0 .6. No. 7. gelegene Haus (der Kammerstall genannt) wird Montag den Zoten dieses auf dahiesigem Amthau- fe Nachmittags Z Uhr öffentlich versteigert. Mannheim den Uten September i8lt> Grvßherzogl. bad. Stadtamts-Rrvisvrat. LeerS. Man benachrichtet hierdurch Jedermann, der ins künftige über den Verkauf des hiesigen Platzes der KaiserShükte das Nähere zu erfahren wünscht, kann in der Bleichrvthischen Behausung Lit. II. 1. No. 11. dem halben Mond über km zweiten Stok Nachfragen. Pacht«« träge. Kombknirtes Grundherr! Justizamt Rappenau. (P.L.I. N. Zl8y.) Vermöge grvßherzogl. hochverehrlichen Kressdirektorialbeschlusses vom 24ten deS vorigen Nr. 1740z.) wurde der Ankauf einer neuen Stadt, und «irchenuhr zu Bifchvföhrim, diesseitigen Amtsbezirk-, im Wege öffentlicher Versteigerung an den Wr» nigftnehmcnden, und unter gleichbaldigcrUeber« laßung des älter» Uhrwerks, jedoch Vorbehalt« iich höherer Ratifikation genehmigt. Dem zufolge har man Tagfahrt zur Vorname der Abstreichshandlung auf Dienstag den sZten nächstkünftigen Oktvbermonars Vormittags 9 Uhr in loco Bischofshelm auf dortigem Ralhhousc anberaumt, was andurch mir der Be>. erkung zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, wie den Steigerungsliebhabern in der Zwischenzeit Einsicht des altern UhrcnwerfS bei dem Bischofsheimcr Stadtrathe offen stehe, ihnen übrigens aber Zulaßung zur Steigerung nur unter ver Voraussetzung vergönnt werden könne, daß sie sich mit glaubhaften obrigkeitlichen Zeugnissen über ihre Kunstbefahigung und Vermögenssi'chcrheit hinr-ickend zu Icgiri- mircn im Stande seien. Rappenau den irr» September 18 n. Schippe!. Vdt. 5 ?errmann. Das dem Till. LwgbanS und Hanngleßi, sä)en Erben zugehörige C'! bbestandsgut mit der Schäferei auf dem Wirsauer Hefe bei Reilingen soll FreiragS den azren Oktober Nachmittags 2 Uhr in Reilingen in dem Wlrthshaos zum Engel auf mehrere Jahre, entweder daS Gut mit der Schäferei oder jedes besonder» unter annehmlichen Bedlngnlssen in Zeikbestand verliehe» werden. Die Liebhaber wcrren eingeladen , sich an dem bestimmten Ort zu Abgabe ihrer Gebvthen elnzufinden , und könne« vorläufig die B-dingniffe in Heidelberg bet Skadkamkschrciber Gruber vernehmen. Anzeigen. Im großen Hirschelsaal ist täglich frischer Traubenmost, die Maß zu zr kr. käuflich zu haben. Dienstnachricht e n. (N. 19132.) In der vakanten ev. lutherischen Schulstellt zu Münchzell hat aufdie von dem Frhrn. von Uerküll geschehene Präsent«, »io« der bisherige Schulverweier I. Sauer die landesherrliche Bestätigung erhalten» Mann» heim den ibten September