Großherzoglich badisches 423 A n z e t g e b l a t t für fctn Nrckar- «nb Main - «nb TaubrrkrrlS. N°. s 9 Mittwochs den 6"N November 18II. Bekannt mach«« ge«. Direktorium deS NeckarkreiseS. ^N.22864.) Johann Quirin Bochet Do. «rainen. Empfänger zu WormS, der Untreue ja seinem Dienst überwiesen, hat di« Fl»»cht ergriffen, und sich auf das diesseitig« Ufer begeben. — Sämmrliche Aemrer deS diessei. tigen Kreise» werden hiev.on mit der Auflage benachrichtiget, auf diesen Flüchtling, welcher ungefähr fünf Schuh, zwei Zoll groß, unter« sezt, blatternarbigt ist, «ine lebhafte Gesicht» färbe, große Augen, und einen scharfen Blik hat, genaue Kundschaft zu legen, denselben auf Betreten festhalten zu laßen, und die be' sichtliche Anzeige unverzüglich an diesseitige Stelle zu erstatte». Mannheim den gken No. »rmber i8u. v. Manger. Vdt. Kessler. Groß Herzog!, bad. Untersuchung-. Kommission Mannheim. In den lezten Tagen de» Oktobers sind auf dem Transport dir hier unten beschriebene Individuen Joh. Andre» Heller (höchst wahrscheinlich der in Jaunerlisten bereits fignakifirte kleine Andres) zwischen Külsheim und Waltbü- reu, und Barbara Kaufmamiin zwischen Mosbach und Neckargemünd ihren Wächtern ent. sprungrn; alle Behörden werden HIemit grzie« mend ersucht, denselben nachzuspähen, und sie auf Betreten gegen Ersaz der Kosten hie« her liefern zu laßen. 8lAn»I«ment. i)Joh Andres Heller (rulgo der klein« Andres) seinem Ansehen nach zo Jahr alt, mißt 5. i" — hat schwarzbraune Haare, «in länglicht Gesicht mit frischer GesichtSfar» ch«, braune Angenbraunen, graue tiefliegende kleine Augen, auf dem linken Backen eine Schramm«, stumpfe Nase, kleinen Mund, schlechte Zähne besonder- die untere Reihe, Har , har hellbraune Haare, dergl. Augenbraunen , hellblaue Augen, ein glatte- rundes Ge« siebt, spize Nase, kleinen Mund, weiße und gleiche Zähne, rundeS Kinn, Ihr Anzug be, steht in einer grünen kattunenen Haube, brau» katiuarm Müzchen, rvthem Halstuch, bla« und weiß gestreiften baumwollenen Rok. Mannheim den 2ten November istn. Ziegler. Vät. Kiefer. Auf Ersuchen-des großherzogl. Kriegs-Se« parats die auf den röten Oktober 18> r be» stimmte zweite Ziehung der auf die Oberäm« ter Meßbach und Borberg auSgefertigten Landkriegsschuldschein« vorzunehmcn, hat man sich an diesem Tage auf daS Bureau deS großher» zogl. Kriegs-Separat- verfügt, und sind da« selbst nachbcmerkt« Nummern öffentlich au» dem Glüksrade gezogen worden. Nämlich: 853- 651. 8 - 5 .76r. »74« 255.362.820.645. 345 .134.804- 505 . 463 . 179 . 719-1*6.339. 491. 7 io. 409. 904. 833 - 53 « 834 . 9io 239. 75. 665. 87. 14- 22. 568. 581. 240. 935. 490. 355. 516. 162. 47. 422. 140.288- 922. o. 102. 511. 319. 702. Welche« den Be, tzern dieser Land AriegSschuldschrin« bekannt «macht wirb. Mannheim de» aötett Olt», er 2811. Der Direktor de» Neckarkreis«». p. Manger. Vllt. Ullmkcher. 4*4 cvrrichlNche Anfforberunge«. Großhörzogl. bad. Hofgericht des UnterrheknS. (B. G. R. 4827.) Ein zu den Kaspar Svr, genfreischen Schuldeawesen gehöriger Betrag von 165 fl. 24 kr. beruhet dahier noch in ge» richrlichen Verwahr, welcher dem verlebten Bartholomä Strauß zuzetheilt wurde. Auf dieses Aktivum des leztern wird von den Jvh. Philipp Eichhvrnischen und Jvh. Baptist Cor» donischen Erben Anspruch gemacht, und die ^Erledigung diefer Ansprüche ist von einer von Strauß erhobenen Widerklage- abhängig. In» zwischen hoben sich die dahier bekannten Eich« Horn und Cordonische Erben über die Verthei« lung deS Straußischen Aktivum verglichen, und eS werden daher die allenfallsig« Erben des dahier im Burgerhospikal verstorbenen Strauß, sowie dir allenfalls Leitern dahier nicht vorgekommene Jvh. Philipp Eichhorns» sche Erbe» aufgefoderr, binnen 6 Wochen ihr« Einreden gegen dir Verkheilung der Masse voizubri'ngcn, oderzu erwärtigen, daßsieaach dem Vergleiche vertheilt werden soll. Mannheim den i8"n Oktober r8n. Frhr.v.Iyllnhardt. Weller« Großherzogl. bad. Amt Neckargemünd. Die sammrlichen Gläubiger des in Konkurs verfallenen Bestandmüller Friedrich Schuh, mann zu Wiesenbach haben bei Strafe des Ausschlusses von gegenwärtiger Masse ihre Federungen Montag den 2t kenfallsige eheliche LeibeSerben zum Empfang seines bis hieher vvrwundicbasrlich verwalteten , auf 300 fl. sich belaufenden Vermögens binnen b Monaten dahier zu erscheinen vor» geladen, nach deren Verfluß und Nichterschel- neu das Vermögen feinen nächsten Anverwandte« gegen di« «inzulegen anerbothen« Kaution 4-5 nuzni'eßlich verabfolget werben solle. Beschloßt sen Schüpf am 9te« Oktober i8n. Nigel. Steiglehner. Fiedler. Vdt. Friede; ich. Großherzvgl. St adtamtsrevisorat Heidelberg. Sämmtliche Jntestaterben derveriebten Mez« germeister Hohensteins Wittib dahier Susanns gebohrner Schmittin, so wie derselben etwaige Gläubiger werden hiewkt aufgefordert, auf den zoren Dezember !. I. früh 9 Uhr dehÄr zu erscheinen, ihr Erbrecht gesezlich nachzuweisen , resp. ihre Schuldurkunden vorzulegen; widrigenfalls die Masse an die der Zeit bekannte Erben ausgefolgt werden solle- Heidelberg am 19ten Oktober isu. Weber. Großherzvgl. bad. Amt Brette«. (A. N. 3933.) Der schon mehrere Jahr« ab« wesende und in der Fremd« als Schuhmacher» gesell wandernde Ivh. Eber von hier, welcher vor einiger Zeit in Basel gearbeitet, dann aber sich nach Dellsperg oberrheinischen Departements begeben haben soll, oder dessen allen, fallfigen LeibeSerben werden anmir aufgefor« dert, in Zeit Jahresfrist zum Empfang seine» unter pfirgschaftlicher Verwaltung stehenden ! Vermögens zu erscheinen, oder zu gewärtigen, daß solches seinen Geschwistern in fürsorgliche Verwaltung werde übergeben werden. Bm» trn den izttn Oktober 1811. Rettlg. Vdt. Schiller. Großherzvgl. Bezirksamt Kork. Joh. Friedrich, von Kehl, welcher sich mt« gefähr seit zr Jahren von da enrfernte. und wahrend dieser Zeit nichrS von sich hören ließ, wird hierdurch nörgelnden, sich binnen Jay, «Sftist dahier zum Empfange feines «n 200 fl. bestehenden ErbkheilS zu melden, oder zu a<» wärtigen» daß solches seinem Bruder gegen Kaution in nuznießliche Pflegschaft gegeben Weid«. Kork den 18ten Oktober .üii. Rettig. vdt. Reltig. Naufanträge Justizamt Gcmmingm (P. L.Z. N. 2284-) Das Ochsenwkrtb Krä» nursche HauS in Stcbback. welche» zur Hälfte seinem Vater gehört, wird mit Einwilligung l de^ktbcn, am Montag den rZte» November 1 !.J. VormnkagS 9 Uhr im Hause selbst, durch öffentliche Versteigerung an de« Meistbiethen» khmde» verkauft weiden. DaS Haus liegt «litten im Orte, an der Straße von Brette« «ach .Heilbrvnn, «S ist zweistöckigt, zu einer W rchschaft wohl eingerichtet, mit Scheuer, Stallung und einem Hofe versehen, auch ist ein Garten hinter dem Hause. Die Liebhaber werden daher aufgefordert, auf die bestimmte Zeit zu erscheinen , und der Versteigerung bei- rmzwhnen. Angleich wird hier bemerkt, daß Mieuigen, welche an den jungen Ochseuwtrch Martin Krämer zu Stebbach Forderungen zu mache», »der Zahlungen zu leisten haben, solche binnen 14 Tagen bei hiesigem Amte anzri« -e» sollen. Gemmii'gen den zo.Oktober i8u. Bäuerlen. Künftigen a6ten November Nachmittags Z Uhr, wird dahiesiger Bürger und Gastwich Frdckmann seine «igentdümliche Aecker als No, 416. ein Morgen, $ Ruth ia der Obechö. lung — No. 788 zwei Viertel, 12 Ruthen in der ersten Gewann der Spelzengarten — No. ivly. ein Morgen, 2 Viertel, zyZ Ru» then in der dritten Sandgewann — No. 1219. drei Viertel, und £ Ruthe in der siebente« Sandgewan« unter den annehmlichste» Be» dingungen in seinem eigenen Wirthshause zum gvldnen Bären genannt neben dem Saukopfe dem Kaufhause gegenüber freiwillig versteigern. Mannhtim am 2§ten Oktober ign. Donnerstag den 7ten kommenden Monats November Vormittags 9 Uhr, lastender Erb- vertheilung wegen die Valentin Fuchölschen Erden von Wetnhrim in Ihrer Wohnung öffentlich versteigern. Au Wein: rothen, vom lg rer Jahrgang 1 Fuder »eigen, von demselben Jahre s — rothen, von diesem Jahre 2 — weißen, von diesem Jahre 4 — alle hiesigen Gewächses. Ferner etliche zwanzig weingrüne wohlkvndltionlrte Fässer, meistens ln Eisen gebunden, von , r/r Ohm dlS s >/r Fuder; wozu dir Liebhaber Ungeladen werden. Weinheim den 24te« Oktober 18M. Großherzogl. AmtSrevtsorat. Thilo. PachtanrvSfle. In Gefolg amtlicher Verfügung soll h.« hiesigen Gemeinde zustchende Mühle unkerar- nehmlichen Bedingnhffen durch unterzeichne?« Stelle neuerdings öffentlich und meistbtethend verpachtet werden. Indem man hierzu Tag« fahrt auf Mittwoch den izten November I.I« bestimmt, wird zugleich bekannt gemacht, daß die Pachtliebhaber sich Nachmittags 1 Uhr auf dahtcsigem Rathhaus einfinden können; übri« genS «der zur Steigerung nur solch« zugelaßen würden, welche sich auSweisen können, daß sie gelernte Müller, und im Stand fe 5 ?^ io dem Amtsbezirk Brette» «ine Kaution von lzao st. zu stellen, wobet vorläufig bemerkt wird, daß diese Mühle mit einem Gerb« und 2 Mahlgängen, dann Hanfreibe, und sowohl Sommerö-als Winters-Ieitmkthinlänglichem Wasser versehen, auch hiezu £ Morgen Wiesen, nebst einem Stük Krautgarten gehörig sei«, die «ährre» Bedingnissen aber inzwischen bei der Gerichtschreiberei dahier eingesehen werden könnten. Iaisenhausen den 24ten Oktober 1811. Großherzogl. Vogt und Gericht VogtSchuhler. Erbe. Fürstl.LeinmgenscheS JustizamtHilSbach. Die Reparation des Hilsbach« Pflasters. Soll den l^ten k. M. November früh 9 Uhr auf hiesigem AmthanS öffentlich an den We« nlgstnehmrnden versteigert werde», wobei die Steigungslustige zu erscheinen haben. Hilsbach ven 28ken Oktober i8n. Ortallo. Vogt, Dien stnachrlchten. (N. 22267.) Mittels Versetzung hat der bisherige katholische Schullehrer und Gerichtschrek« der Georg Mich. Seeber zu Altenbach den katholischen Schuldienst zu Wallstadt, und der dortige Schullehrer Anton Eller, den katholischen Schuldienst mit der GcrichlSschreiberei zu Altenbach erhalten. Mannheim de» 27U« Oktober 1811. v. Manger.