" GroVHHszeglich badisches zz. A n z e i g e b l a t t für fcttt Neckar - und Main-arid TavberkreiS. x°. 18. Samstags den 29«« Februar 1812. Verordnung. Direktorium des ReckarkreiseS. (N. 4IZ8.) Da man wahrgenommen hat, daß die meisten über Bäche führende Steig« mit keine» Geländern versehen sind, wodurch schon mehrere Unglüksfälle sich ereignet haben, und erst unterm i7ten d. der Bürger Georg Adam Gelder von Schlüchtern in der hoch augefchwolleuen Langenwiesenbach durch einen Fehltritt auf dem ohne Geländer darüber füh- rrndeu Steige ertrunken ist; so werden sämmr« liche Aemter angewiesen, zu möglichster Borbeugung dergleichen Ünglüköfällr, alleinihren Bezirken befindliche Steigen binnen 4 Wochen mit Geländern versehe« zu laßen, und von jedem OttSvorstande über da», wa» er hieran- 1er gethan har, oder daß keine Steige in seiner Gemarkung vorhanden sek, Anzeige zu verlangen. Bon dem Resultate dieser Verfügung «rwärtigt man alsdann binnen 2 Monaten be- richtliche Vorlage von den Acmtern. Mannheim de» 24m» Februar 1812. v. Manger. Vdt, Uümicher. Bekanntmachungen. Großherzogl. Amt Baden. Da der vermißte Modestin Ernst von Sinzheim auf di« unterm 26 k« Jäner t£n. ergangene öffentliche Vorladung b!S jezt weder in Person noch durch Bevollmächtigte sich zur Empsangnehmung seines Vermögens gemeldet hat, so wird derselbe nunmehr für verschollen -erklärt, und dessen sich gemeldet habende nächste Anverwandte in den fürioralichen Besiz seines Vermögens gegen die geseziiche Sicherheitsleistung ringewiesen. Baden den 22trn Fe- bruar 1812. Schnetzler. Vät. Keppner. Großherzogl. Amt Baden. > Da der vermißte vormalige Füsilier BlasiuS Ernst von Barnhalt auf die unterm ibtrn Oktober rZro. ergangene öffentliche Vorladung bis jezt weder in Person noch durch Bevollmächtigte sich zur Empfangnehmung seine» Bermdams gemeldet har, so wird derselbe nun» mehr für verschollen erklärt, und dessen sich gemeldet habende nächsten Anverwandten ln den fürsorglichen Besiz seines Vermögens ge« gen die geftzliche Sicherheitsleistung ringe« wiesen. Baden am asten Februar 1812. Wild. Großherzogl. badische Central« Untersuchung»« Kommission. Di« hier unten näher beschriebene Personen, welch erste seil dem 22km August , und lezte seit dem iKten Okober rstn. dahier gefänglich verwahrt gewesen, sind ihre- Arrestes entlassen, und der gesammten großherzvglich« kadk» scheu Lande verwiesen worden. Signaleitterat. i ) Katharina Köberm, von Neustadt an der großen Linde, 28 Jahr alt, ledig, ist von mittlerer Größe, und schwächlichem Körperbau, hat braune Haare, und lichte Angenbraunen, Mauaraue Augen, kleine Nase und Mund, spitzes Kinn, rundes blasses Gesicht; ihre angehabte Kleidungsstücke bestanden in einer weißen gesteppten Haube, grauen Jak, blau und grau melirten halbleinen Rok, wolletien Strümpfen, weißleinen HalStuch, Bändrlschuhe. 2) Nofina Christin« Wellerin, von Ober- fischach, 46 Jahr alt, ledig, von großer hagerer Statur, hat schwarzbraune Haare und Augenbraunen, hoheStirnr, länglicht Gesicht mit brauner Gesichtsfarbe, kleine Nase, großen Mund, nnjM* Kinn; ihre angehabte Kleidungsstücke Wunden in einer Schwabrnhaube mit schwarzem Baude, bla« tuchenen Jak, blanlelnen Leibchen, bla« und gra» gestreift halbleinen Rok. und desgleichen Schurz, wol« lenen Strümpfen, roth kattunen Halstuch, 84 Bänbelschuhen. Mannheim den 17t*« Fe« druar 1812. Ziegler. V6l. Kiefer. " Da der unterm 2ten Wintermonat v. I. ««gekündete Verkauf der Herrschaft Heilsberg wegen der zu gering erfolgten Aribothe von dem großhrrzogl. hochprelsl. Hofgerichte nicht bestätiget worden, und eine weitere Verkaufs» «norsnung Vorbehalten worden ist, so wird dieses öffentlich bekannt gemacht. Villingen den l7ten Hornung i8l2. Großtzerzogl. HofgerichtSkommiffär und Ober- amkmann zu Villingen. Gäßler. KombinirteS grundherrl. Justkzawt Rappenau. Am lezten Donnerstag als den iztrn d. M. LbendS, wahrscheinlich zwischen 6 und roUhr, wurden auS der Behausung deS grundherrli» chm Verwalters und resignirren Gchultheisen Weber zu Hochhausen am Neckar, diesseitigen Amtsbezirks, nach vorgängig diebischer Hin» «egnahme und gewaltsamer Erbrechnung ei» «e» in dem Wohnzimmer deS EigenthümerS gestandenen, und späterhin in dessen Holzstall« nebst mehreren zerstreute» Dokumenten wieder aufgefundenen Geldkistchens folgende Gegen» stände entwendet, als . i) in Gold: l Dukaten, unbekannt welchen GeprägS, 2) an Silbergelv: 50—60 fl. die kn 4 f anzen Kronen, 16 Viertels Kronen, 3 alten urpfälzischen SechSbäznern und zum Rest in 24 Krruzrrstücken bestanden, Z) Drei filberne Löffel, per Etük von 2Z bis 3 Lyth, nicht minder, 4) drei Iinnlöffel, jeder zu circa 4 Loch, endlich 5) «In Zunftsigill von Messing in der Ge« stalt und Größe eines halben LaubthalerS mit den Symbolen mehrerer Gilden und der Um« jchrift: vereinigte Handwerkszunft zu Hochhäuser,, versehen. Da bi» jejt die angestellttn Versuch« zu Entdeckung de» unbekannten Thä« terS fruchtlos gewesen find; so bringt mau diesen Vorfall zur öffentlichen Kenntnifi, er« sucht alle obrigkeitliche Behörtz«,, jede ihnen ? irrüb«rzukommende Aufklärung, Notiz dienst» rrundltchst, Behufs weiterer Communikation und Untersuchung anher mitzutheilen, und fügt im übrigen für daS Publikum die War. ««ng hkezu, sich bis zu einer veränderten, und in der Folge zur nähern Anzeige kommenden s Einrichtung des JnnungS- Siegels vor der An» nähme der Hochhäuser Zunstattestate, soferne . sie nicht mit der amtliche« Beglaubigung ver« i sehen seyn sollten, vor der Hand zu hüten» Rappenau den i9ten Februar 1812. .Schippel. v«t. Herrmann» Die Leihhaus« Kommission hat beschlossen, t) 3 « Zukunft die Zinsen nicht mehr bet ! Darleihung des Kapitalien voraus abzuzirhen, und bei der Prolongation nicht mehr voraus ! bezahlen zu laßen. ! 2) Jeden Betrag von fünf Gulden und dar« über zu 4 vom Hundert verzinslich anzuneh« men, und die Zinsen Jahrweise zu bezahlen. z) Jeden Betrag von 5 Gulden und dar» über unverzinslich mit der Bedingung anzu» nehmen, daß er nach Verlauf von 18 Jahren ' nach hierüber ausgestelltem Schein doppelt | zurrst bezahlt werde; hiebet aber dem der auf s diese Art Geld htngegeben hat, die Befugniß i zu laßen, während dem Laufe dieser r 8 Jahre sein Kapital aufzukünden, welches alsdann mit 4 vom Hundert Zinsen vom Tage der AuS» stellung de» Scheins an, zurük bezahlt werden wird. Mannheim den 2oten Februar igict. E. Ackermann. P. Brentano. E. Fries. A. Gerhard. J.W.Reinha»d. K.Ztegler. ES bestehen hie und da besondere Anstalten, welche klein« Betrage verzinslich, auch ohne Ztuse« Gelder annehme», und sie nach »8 3 ah» - re« doppelt zurük geben. Oekonomtsche Personen, die vom täglichen Erwerbe etwas erübrigen , und sich ein Kapi. tal für ihr Alter oder ihre künftige häusliche Ntederlaßung sammeln wollen, erhalten hie» durch schon Zinsen von sonst Tod liegenden Beträgen, vermehren also ihr Kapital um de» Betrag der Zinsen, oder können dies« Zinses I sonst nüzlick «erwerben. i Eben so ist daS Hingeben eines Kapitals ohne Zinsen gegen Rükerstattung des doppelten Be» trage- nach t8 Jahren vielleicht manchem er» wünscht, es erhält z. B. ei« Vater für sein neugebvhrneS Kind rin Pathengrschenk im Gel» de, dteö laßt er gewöhnlich unberührt für fei» Kmd liegen, wen« eS ihm gefällt kann erden Betrag dem Leihhause geben, und er empfängt ihn nach 18 Jahren doppelt zurük. Dringen ihn nothwendige Bedürfnisse, den Besiz seines Geldes früher wieder zu wünschen, so ist ihm die Aufkündigung Vorbehalten, und man zahlt ihm sei« Kapital mit 4 vom too Zinsen zurük. Die Leihhaus-Kommission kann diese Vor» theile zu deren Erreichung anderwärts eigene Anstalten bestehen, füglich gewähren, sie wird am Zinsfüße selbst noch zur Zeit gewinnen, indem sie, wenigstens größtentheilS, ihreKa- pit- l -n zu 5. vom lvo. aufnimmt, und die größere Arbeit wird durch sonstige Vereinfachung der Geschäfte ausgeglichen werden. Gerichtliche Aufforderungen. Broßherzogl. bad. Hofgericht des Unterrheins. (B. T. N- 6)4.) Ad Causam de« Kaspar Deeg ehemalige!» Erbbestandsmüller» ruWieblingen Debitwesens nun das Depositum betr- Alle Gläubiger, weiche an die in einem De» pvsitenreste von 6z fl. noch bestehende Verlas» ftlischaftsmaffe des obengenannte», in den 1740k Jahren verstorbenen Gemeinschuldners einen rechtlichen Anspruch zu haben glauben, werden hiemit aufgefoderr, sich desfalls ent» weder in Person oder durch hinlänglich Bevollmächtigte binnen z Monaten dahier zu melden, oder zu erwärtkgen , daß sie ansonst als verzichtend auf ihre Forderungen angesehen, und das Depositum der großherzoglichen StaarS.« kaffe für heimgrfallen erklärt werden solle Mannheim den i/ten Februar 1812. Frhr. v. Ayllnhardt. Petitjean. Großherzogl. Amt Oberheidelbcrg. (A.J.N.Z8Z.) Da man untenn hentigen gegen Jakob Rensch zu Nußloch de« fdrmti. chen Konkurs erkannt hat, so werdenall« noch etwa Vorhandensein mögend« unbekannte Gläubiger de« gedachten Jakob Rensch hiemit dffent« Uch vorgeladen, sich mit ihren Forderungen den aoten April l. I. Vormittags 9 Uhr auf dem Ratbhau« zu Nußloch vor dem AmtSre- »isorai dieses Bezirks anzumelden, solche be> hörend zu liquidiren und den allensallsigen Streit mit ander« Mjtgläubigern über dass Vorzugsrecht anzugehrn, km AusbleibungS» falle aber den gänzlichen Ausschluß von der vorhandenen Aktivmasse unnachfichtlich zu ge- wärtigen. Heidelberg den i4tenFebrnarr8l2. C. A. Heim. V6t. Heckler» Großherzogl. Stadtamt Bruchsal. (N. 1032. Wer an die Berlaßenschast dcS vor kurzem hier abgelebten Jvh. Adam Klein, vormal Ritkcrstift Odenheimischen Revisors, etwas schuldig ist oder rechtmäßig zu federn har, solle davon binnen 4 Wochen bei dem großherzogl. Landamts» Revisor Wengler da» hier als ernannten Erecutor seine Anzeige machen , und seine Federung liquidiren, weil nach dem Abpuffe dieser Frist das Rechtliche wird vorgekehret werden. Bruchsal den Uten Februar »812. Gnhmann. KombinkrteS Grundherr!. Justizamt Rappenau. (P.L.Z.N.zyz.) Den abwesenden Kvnscri» birken Johann Ludwig Lakuer, der Schuhmacher. Profession, vvu Adersbach hat bei der jüngsten Milizen. Losung die Effekiiv-Nummer z. betroffen, und wird daher derselbe andurch vorgeladen, sich binnen einer nnerstreklichcrr Frist von z Monaten um so gewisser bei diesseitigem Amte zu stellen, und seiner Militärpflicht zu genügen, als außerdem nach der Lan- deSkonstitution wider ausgetretene Unterkhanew gegen ihn procrdirt werden würde. Da dieser Konscribnte im übrigen auch mit einem amtl, unterm 6te» Juni i8ir. ausgestellten, mir Nr. z. bezeichneten, und nunmehr erloschenen Waaderpasse für das Inland versehen ist; so werden alle Polizei - Obrigkeiten mir dem Ersuchen hievon in Kenntniß grsezt, dm Inhaber auf Betreten zu arretire», und von seiner BerhaftungbehufS weiter» Benehmens, dienst, gefällige Nachricht anher zu ertheilen. Rappenau den irm Februar >812. Schippe!. Vät. Herrmann» »aufanträge Großherzogl. StadtamtSrevisorat Heidelbergs Die dem hi- sigen Bürger nndHandelsmanu - Franz Peter Sigel zugehörige in der Vorstadt dahier gelegeA beide Häuser ,6 rz R. 3 Sch. 4,3. 4 Li«, und resp ZoR 20 Sch. »7 A. 11 Lin. h. w Sch. werden ans Donnerstag de« irren März l. I, früh lo Uhr dahier auf de» RarhhauS öffentlich versteigert werdm. Hek- - lberg am »4ten Februar iZir. Weber. Großherzvgl. Forstamt Heidelberg. Non großherzvglichem Forstamt Heidelberg, werden auf de» yren Marz d. I. Morgens 9 Uhr zu Iicgelhausen in dem Gasthof zum Adler 193I Klafter Buchen Svelterhvlz, 16S Klafter Luchen Klotz nebst dem Abfallholz vom sogenannten Judenwald, Ziegelhäuser Forsts, in öffentliche Steigerung gebracht, welches denen allenfalls dazu Lusttragenden-u dem Ende hiemit bekannt gemacht wird, um sich a« bestimmtem Lag und Stunde in loco dabei einfinden zu können. Heidelberg den 26. Februar 18*2. v. Ehrenberg. Dienstag den loten Warz 1812. Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Gasthause zum Larlsberg in Heidelberg mehrere hundert Malter Früchten alö Korn, Gerste, Spelz und f ader von den Rezepturen des katholischen irchen» MiniftertaldepartkmentS, nämlich der Schaffnerei Schul • und Klosterfonds. Verrechnung Heidelberg, Schaffnerei Lobenfeld, Schaffnerei Ladenburg, und KarmeliturSchaff« «erei Weinheim öffentlich versteigert; welches den SteigerungS- Lilbhabern mit dem Anhang bekannt gemacht wird, daß die Proben am Tage der Versteigerung Morgens auf dem Fruchtmark» allda ausgestellt seyn werden. Karlsruhe den zzten Februar 1812. terS für sich, gehen wird. Marmheimden 25, Februar 18 iz. Großherzvgl. bäd. StÄtamtSrevisorat. Leers. Unterzeichneter wird Donnerstags den zten künftigen MonatS März Nachmittags 4 Uhr seinen über dem Neckar liegenden mit Obst bäumen von den beßtrn Gattungen angepfianzken und nach englischer Art angelegten dreifachen Neckargarten unter annehmlichen bei The!» lungskommiffar Sala in Erfahrung gebracht werden könnenden Brdingniffen im Gasthaus zum gvldnen Schaaf öffentlich freiwillig versteigern laßen. Mannheim dm rzlen Februar 18*2, Leonhard, Kaffeewirth. Ja dem Haufe Lifc. P. 5. No. 4. neben dem Durlachrr Hof, wird den qten künftigen Monat März verschiedene Möbel, Bettung, Küchengeschirr gegen gleich bare Bezahlung öffentlich freiwillig versteigert. ^ Unterzeichnet« machen bekannt, daß sie de« zten künftigen MonatS März Vormittags 9 und Nachmittags » Uhr ihre vorräthigen Floß, geräthfchaften ln dem Reulherischen Bordhofe am Neckar dahier gegen gleich bare Bezahlung öffentlich freiwillig versteigern laßm. Mannheim den ro'rn Februar 18*2. Joh. Ntk. Reurher u. Komp. Mittwoche den Uten nächsten MonatS März Nachmittags um z Uhr, wird der hinter dem Gießhaufr in einer angenehmen Lage befindliche Kommandanten» Garte« dahier auf dem Platze selbst gegen annehmliche Bedingnisse ganz oder thestweiS öffentlich als Eigenthum versteigert > wotzu die Steiglustigen einladen. Mannheim den 27t«« Februar 18J2. Lutz. GarnisonSaudiror. Palm. Bei der gestern vorgewesene» Derstelgung deS Musikdirektor Ignaz Fränzlkfchen zweifachen NeckargartrnS wurden 1360 p. gebothen, welches man mit dem Bemerken bekannt ma« chet, daß den 7ten künftigen MonatS März Nachmittags 4 Uhr im Gasthaus zum gvld« nen Schaaf der definitiv« Zuschlag ohne wet- Dien stnachrichte«. Großherzvgl. bad. Hcfgericht deS UnterrheknS. (B. G. N. 640.) Unter dem heutigen ist der AmtSdiener Jakob Schön als Hofgerichtsbo- the für das Amt Obergimpern aogeordnet wor. den ; welches hlermik zur öffentllchen Kennt« n'ß gebracht wird. Mannheim dm iftcu Februar 1812. Fchr. v. Zylluharbt. Petktjean.' (N. 3910.) Durch den am i6ten d. M. erfolgten Tod de» Lehrer» Michael Kitzivger ist der katholische Schuldienst zu Obergimpern erledigt worden. Di« Kvmpetentm haben sich bei der dortigen Grundhrrrschaft als Patrone« zu meldcn. Mannheim de« 19. Februar 18*2,