t Großhekjogltch badisches ' 4 ? n z e t g e b l a t t für de« Neckar-and Main«unb Tauberkreis. ^«.29. Mittwochs den 8"U April 1812. Verordnungen. Direktorium des NeekarkreiseS. (N. 8aoo.) Das großherzogl. Jastizmini» stcrium errheilet auf diesseitige AnfragSbertchle vom 27tea Februar und löten März l I. die außer Lands von Handelsleuten geschlossenen Eheverträgt brtr. mittels Erlaße vom 4t«n «ad Lkten März l. I. Nr. 546. u, 729. fol» gende Entschließung. a) ®« können auch (m AuSlande Ebtver. träge von den Inländern nach der Analogie deS LaudrechtS Satz ioco gilti'g geschloffen werden; r») Diese außer Lands geschlossene Ehever- trige müsse« ade« «ach dem Wiedereintritt der Eheleute ins Land unverwellt dem einschlä« S lgen AmtSrevisorat vorgelegt werden, damit e in daS RevisoratS« Protokoll gehörig ein. tragen werden können. e) Wen« solche Innländer zugleich HandelS- delSleute find, so müßca sic zur Sicherheit ,h rer Gläubiger nach dem Satz 67, des Anhang» jum Lanbrecht einen Auszug Ihrer außer San> des geschlossenen Eheverträge eben so, wie «S wegen den im Lande geschlossenen Ehcverrräge verordnet ist» in Monatsfrist vom Tage der Errichtung des EhevertragS an auf dir durch den Satz 1445. des LandrechtS bezeichnet« Kanzlei übergeben, damit daselbst auf die in der nämlichen GesetzeSstelle beschriebenen Art dir Anschlagung und öffentliche Bekauntr»«. chaug bewirkt werde. 7».) Den auf Seid, das aufPostwäae» außer Land geht, angelegten Zoll bcrr. In der Zolls. onu»g pag. 137. Aitckels Valor Lit. A hat sich nach den Worten, insofern «s Geld ist, ein Drukfehler elngeschlichen, indem es statt per Ccn tn er — per roo fl. heißen sollte. Es sind daher von jedem leofl. Geld, welches auf dem Postwagen inS Ausland versendet wird io fr., und nicht 10fr. per Centner anzusetzen. Postpaquete, die weniger als 5 fl. enthalten, wie auch bar Geld unier 5 fl. find frei zu laßen. Welches zur allgemeinen Wissenschaft hiemkt bekannt gemacht wird. Mannheim den zten April 1812. v. Manger. Vät.Ullmichrr. Großherzogl. bad. HofqerkchtFreybprq. (SK. N. 1*70) DaS ritterliche Hypothekcnbuch bete. In Gewäpheit der Organisalion vom Jahr iZoy. insbesondere nach dem Regierungsblatt 9 fr. 53 . gedachten JayreS. Seite 501.Nr. 26. unten, sind die Pfandschreibcr rülsichrkich markiäßiger Liegenschaften, die Stadträihe, und Dorfgerichte, rüksichtlich der zu keiner hesondern Ortsgemarkung gehörigen Liegenschaften abgr die Amksrevisorare. Unter diese Art von Gütern gehören vorzüglich die vor. mals ritterschasrlichen und andere adeliche Besitzungen , als die meistens selbst Markungen sind. Diese find an manchen Orten mir aus» drüklichen oder stillschweigenden Hypotheken belastet, von welchen sich bei den geschehenen mancherlei Territorial . Veränderungen die Kenvkniß verliert. Man hat zwar durch ein» zelne öffentliche Aufrufungen die Gläubiger zu vermögen gesucht, ihre Unterpfands» Ler- schreidungen zu prvdvciren, und ordentlichen Eintrag in die RevisoratSbücher zu bewirken; «S haben sich aber nur wenige Gläubiger ge» meldet, da doch gewiß eine große Zahl der» selben vorhanden seyn muß. Das diesseitige großherzogl. bad. Hofgrricht ist daher mittels hoben Erlaßes des großherzogl hochpreiSlichen Justizministeriums vom iHten et praes. 271m d. M. Nr. 6zo. kommitlirr und bcanfrraqr wvr. de», wie anmik geschieht. — Alle Gläubiger, auf derartige» im Großheizogthum Baben wo immer gelegene adeliche Lehen odir Allvtial Güter, hypothekarische Forderungen zu haben glauben, vvrzuladen, solche binnen 3 Monaten vor dem betreffenden Annereviso» rat anzugeben, damit sie in das Pfautbuch eingetragen werden. Wer solches abrrmilS versäumt mag sich die Folge zuschrribel!, wenn sein Recht der Obrigkeit ve>borgen bleibt, und er künftig mit seiner hyporhekarisctrn Foite» rung andere — obwohl jüngeren Forderungen nachstehen muß. Freyburg am 28. März i&i2. i v.Baur. V6r. Wa'ser. Alle öffentliche Behörden werden hiermit ge» ziemend ersucht auf den hierunten beschriebe» nen Andres Rohleder von Ludwi'gsburg der wegen tödtlicher Verwundung sich auf flückti» gen Fuß grsezr hat, genaue Kundschaft aufzustellen, ihn im Betretungsfall zu arrrtiren,und sodann wohlverwahrt geg-n Er'a; der Kesten an die königk. würtenberg. Landvvgtei am un» tern Neckar in Hrilbrvnn ausliefern zu laßen» Mannheim den 4km April iFir. Großherzogl. bad. Central. Polizei- Unter» suchuvgs Kommission. Ziegler. Vdr. Kiefer. Signalement. Andreas Rvhltder, von Lud« wigsburg, seiner Profession rin Nagel'chmied, ist 33 Jahr alt, kleiner stark untersener Eta» tur, hat einen dicken Kopf, sct wane Gesiä «S» färbe, schwarze Haare und Augenbraunen, braune Auge», kleine Nase, etwas aufgewor» fene Lippen, er hat eine schwere Zunge, und stottert sehr stark Bekleidet ist er mir einem dunkelblauen Ueberrvk mit weißen Knöpfen, dunkelblau tuchenen langen Hosen, einer wollenen gestreiften Winterweste, sclm?ar,em sei» denrm Halstuch, runden Hut, Stiefeln, auch hat er ein Paar wrißleinene Beinkleider, und von seinem Gesellen Joseph Glaz von Ger« misch in Baiern ein Wanderbuch mitgenommen. (N. 102.) Da in Gssolg Beschlusses drS . großherzogl. Direktorium des NeckarkreiseS we» gen Erhebung des AcciseS in hiesiger Stadt, zwischen dem Acciftr tn der Stadt und den drei Thor. Accisoren folgende Abthelkung bestimmt worden Ist, so wird solche zur allgemeinen Kenntniß und Nachricht hiermit bekannt ge» macke. — Nämlich: a) All« Weil«, welche vom Aus. ober Inn» I«nd an Wirthe o^er Selbstkonfumenken ein« gerügt Zerben, find bei dem Acclser j» der Stabt Tili, Andriano zu veraccisen. j b\ Eben so ist demselben die Erhebung deS Aecises von Matz, die Aufsicht auf die Bier, sieder» Branntweinbrenner und EssigsieLer in der Stadt, so wie die Weinausfuhr »Attestaten auszustellen, und Versiegelung der Fässer wegen Rükzahlung desJmpvstesoder Acrises allein zugetheilt. e) Von den übrigen accisbaren Objekten, Früchten zum Vermahlen, Schlachtvieh, Oelstcffe. Tabak und Brennholz, erheben die drei an den Thoren angestclllen Acciso. ren den Accis und zwar nach folgender Be- zirksabtheilung r Der Aeclsor am Rheinthvr Titl. Prittwij die Eit. A. B. C. v. und E. Der Accisor am Ncckarthor Titl.Hoffmann die Eit. F. G. H. I. K. Q. V. S. T. U. Der Accisor am HeioelbergcrThvr Tttl-Berger die Eit. E. »I. N. O. P. Die Früchten, welche an den Thoren zum Vermahlen ausgeführt werden, sind an der Station, wo sie auSpassiren, zn veraccisen. Von dem kleinen für Mezger und Privaten zum Schlachten bestimmten Vieh rolid der AcciS bei der Einfuhr am Thor bezahlt, das zum Verkauf in den Viehhvf gebracht werdende Vieh wlrd nicht sogleich an den Tho- ren veracciset, weik mehreres wieder zurük, — oder von da erkauft — und ins Ausland verführt wird r der angestcllte Mehhofschieiber hat daher täglich einem jeden Bezirks» Accisor anzuzeiqen, wrevielundanwenverkauft worden. Die Milaufsicht bei Abwiegung der Ochsen kn den Schlachtoäusern am Rhein und Neckar wird den Tyoraccsvre«, welche das Vieh bei dem AuSpasirren schon im Auge hatten, empfohlen, welche von Zeit zu Zeit deSfallS nach» zusehen haben. D-'r AceiS vom Tabak wird nach der Abwiegung an dem Thor wo er ringeführl wor» den, entrichtet. Dir im KaufbauS als SpeditlonS« oder KommissionSgut niedergklrgte urd in der Folge hier verkauft werdende acciöbare Gegenstände werden bei dem Acei'tr in t er Stadt veracciier. Mannheim den gnen Mä z 1812. Großherzvgl. Obereinnehmerei. BodeniuS. StraknrtHeils - Publikation. In Gemäßheit Erkenntnisses des Hochpreis« 149 licken HofgericktS «ist. Frevbnrg vom yte« März l I. 8ui» No. in crim. 658. wurde in UnterfnchungS. Sachen gegen Romuald Albiez von Happingen wegen Betrugs, auf geschehene öffentliche Vorladung und ungehorsame- Ausbleiben zu Recht erkannt. Romuald Albiez sei« des am 2Zten August v. I. zu Wolter, dinge» verübten Betrugs für schuldig zu erklären , des Endes fein Vermögen zu konfisciren, und unter Verurthrilnug in die Kosten, des Staatsbürgerrechtes für verlustig zu erklären; , wobei übrigens die verwirkte gesezliche Strafe auf Betreten Vorbehalten bleibt. B. R. W. Bettmarfttgen am i8ten März igi2V Martin» Großherzvgl. Bezirksamt Baden. (B. A. N. i5c>2.> Georg Roth, Jimmergeie sell von St. Gallen ln der Schweiz, hat einen hiesigen Bürger mukhwiMgcrweise mißhandelt und verwundet, und sich hierauf flüchtig gemacht. Nach seiner bei Amt in Verwahrung befindlichen Kundschaft ist er 2 § Jahr alt, von mittlerer Stator, und hat blonde Haare. Sämmrliche obrigkeitliche Behörden werden ersucht, auf diesem Jlmmergesellen, der weder Paß noch Kundschaft oder- Wanderbuch hat. fahnden, bei dem Handwerk der Jimmerlrutr genau« Nachforschung nach ihm hatten, ihn im Betretungsfalle arrnlren, und gegen Ersatz der Kosten hieher liefern zu laf- fca» Baden den ugten März l8>2. Schnctzler. Vdt. Keppner, cverlchtltche Anfferderunge«. Großherzogl. bad. tzofgericht des UirterrheinS» (B. G. N. e 050. ) Sämmrliche Erben btf ! »erstochenen Heidelberger Magazenverwalter» ! Bruckmann, welche an dieln einem Deposiken- reste »ä 8' st. 18 kr. noch bestehende Masse einen rechtlichen Anspruch zu haben glauben, werden hiemit aufgefodert, sich d«Sfalls entweder in Person, oder durch hinlänglich Be, vollmächtkgte binnen; Monaten dabicr zu melden oder ru erwärtigen. daß sie ssnsi darauf alS v«rzi'chrend angesehen, und daS Depvsirum der qroßkerzngl. Staatskasse für heimgefallen erklärt werden solle. Mannheim den t^lew März ihr:. Frhr. v. Zpllnhardt. Dketz. > 5 » Großherzogl. Amt Meßloch. (AN. 702.) Gegen dt« verlebt« Philipp Fischersche Eheleute zu Malschenberg hat man den Konkurs erkannt, indem man diesis hier» Lurch öffentlich kund macht, weiden derselben fömmkliche sowohl be«alS unbekannt« Gläubiger zur Liquidirung ihrer Forderung und Streit über den Vorzug mit ihren in Händen habenden Schuldurkuudr» auf Donnerstag den szren nächstkünftige« Monats April früh 9 Uhr vor dem großherzogl. Amtsreoisorat dahier bei Straf« des Ausschlusses geladen. Weßloch den rzten Marz 18*2. Lang. Vdt. Pezvld. «aufanträge. Großherzogl. -ad. OberhoheitS-Gefällverwal- . tung Waibstadr. Künftigen Donnerstag de» yten AprilRach» mittags um 2 Uhr, wird num zu Thairnbach 4 Malter Korn, 46 Malter Spelz, 2 Malter Gerst, 16 Malter Haber, den Freitag darauf, nämlich den roten April N-rchmkttagS um r Uhr zu Kirchart 22 Malter Walzen, 15 Malter Korn, 50 Malter Spelz, 8 Maller Abzug, «tuen Rest Haber, dann 640 Gebund Spelzen», gooGebund Walzen», Zoo Gebund Korn-, und 45 Gebund Haberstroh, und 40 Säcke Gested» endlich Mittwoch den izten April Nachmittags, r Uhr zu Schlüchtern 24 Malter Kor», »4 Malter Spelz, 24 Malter Haber, und z Simwern Erbsen öffentlich versteigern, wozu die Liebhaber hdflichst eingeladen find. Waibstadr den iten April 1812. Wacker. » Am z. d. und folgende Tage werden kn Lit. N. *. No. 1. km Gasthaus zum gvldnen Bären Mor. gens y bis 12, u. Nachmittags 2 bis 5 Uhr, ver» schieden« Möbel, als Bettung, Weißzeug, Schreinerwerk, Silber, Kupfer. Messing und sonstiger HauSraih gegen bare Bezahlung öffentlich freiwillig versteigert. Mannheim den 2. April »8». Pachtanträge. Grvßherz. bad. Gefällverwaltung Mannhelm. (G. P. N. 1404 ) Zudem sich daS grvßhrr- -»glich hochlöbliche Direktorium heb Reck«» krcksts die RatkfikatkonS- Erthriluvg auf fcf« unterm iten d. lezthin vorgenommen« Versteigerung des zu dem Bleich»und Oekonomie» Etablissement sowohl al» zu dem Gartenbau zertrennten Gutes auf dem Mühlaoer- Niedergrund Vorbehalt, findet man sich dieSsilr» durch Hochdeöselbrn Beschluß vom üten diese» Rr. 8196 veranlaßt, nächsten Samstag tat Uten g. M. Morgens y Uhr in dem Gasthau» zum schwarzen Bären dahier al» Alternativ auch noch das ganze Gut nach seinem biSherk» gen Umfang in einen 24jährige« Bestand z« versteigern: wobei man bemerket, daß dem Best-'nder zwar die Beibehaltung der gemeine« Waschbleichr zur unbedingten Obliegenheit gemacht, ihm jedoch frei gestellt wird, statt der rohen Tuchbleichen nach seinem Interesse, auch ein sonstiges landwirrhschafrliches Etablissement eiozurichtrn. Mannheim den 7. April 1812. Palheiger. Vien stnachrichten. Bel dem großherzogl. Amte Schwetzingen wird mit dem nächsten 2zren Asiiil ein« AktuariatSstelle offen. Diejenigen, weiche dies« Stelle zu haben wünschen, müssen dir erfoder» liche Fähigkeiten besitzen, besonders auch »Ine schnelle saubere Handschreiben, und sich mit guten Zeugnissen über ihr fittlkchrS Betrage« auöwrisen können. Sie werden bei dem Unterzeichneten , wohin sie sich zu wenden haben, da« Nähere vernehmen. Schwetzingen de« 27km März 18 >r. Der Oberamtmann. Itzstrin. Großbrrzogllch bad. Stadtamt Mannheim. (N. 622.) Bei Unterzeichneter Stelle wird ein Tagschreiber gesucht. Derselbe muß aber unter die Zahl der apprvbirten Senbenren bereit- ausgenommen seyn, und sich de-fallS behdrrnd auSweisen können. Die allenfallsige« Kompetenten haben sich lnnerhalb vier Woche« zu melden» und die näbere Bedingungen zu zu vernehme«. Mannheim dm löten März lil 2 . Skupprecht. Vdt. Nürnberger.