Großherroglich badisches Ä n z e t g e b l a t für den Neckar-und Main-und TauberkrekS. N®. 94. Samstags den 21 November 1812. t Bekanntmachungen. i) Emmen di «gen. Jakob Loser, «in Lederhänoler, von Ottvschwanoer, ist schon am 6ren v. M. zwischen Nordwetl und Bleich» heim Abends im Wald angegriffen, vom Pferd herab gerissen, des bei sich gehabten Geldes von 24 ß. Zo kr. beraubt und dabei sehr verwundet worden, weshalb er bis jczt nicht über diesen Vorfall vernommen werden konnte. Nach seiner Angabe war der Thiter ein gor oder etliche 30 Jahr alter Mann von robustem Körperbau, breitem Angesicht und rbthlich blasser Gesichtsfarbe, ungefähr 5 Schuh 4 Zoll groß, und trug eine weiße wollene Kappe von der Form wie die gewöhnlichen Bauern« kappen, welche mit Pelz verbrämt find,- einen abgetragenen Tfchvpen von weißlich wollenem Zeuch» muthmaßlich Latin, lederne Beintlri» der von schwarzer oder wenigstens sehr brschmuz. ter Farbe, uud wie der Beraubte glaubt, Stiefeln. Dieser Vorfall wird andurch zur Kenntniß der öffentlichen und untersuchenden Behörden gebracht. Emmendingen den yten November 1812. Großherzogl. Bezirksamt. r) Bruchsal. (Landesverweisung.) Jud Daniel Jakob» von Eich, bei Wo,ms, lstwe. gen Vaganten Leben seit dem löten November istlr. indem dahiefigen Korrektionshause gefangen gesessen, und heute nach erstandener Strafzeit daraus wieder entlaßen, und der fämmtlich großherzogl. bad. Landen »erwiesen worden. SiZiislement. Derselbe ist Zl Jahre alt, von magerer Statur, 5 Schuh 2 Zoll groß, mit schwarzen Haaren und Angenbraunen, langem Gesichte, braunen Augen, großer Nrse und Mund, runden Kinn, schwarzen Bart. Oke bei der Entlaßung angehabte Klei, düng bestund fn einem alten schwarzgrauen Ueberrok, einem alten nanquknettenen Gillet, einem Paar kurzen Hosen von gestreiftem Cot» tvnat, einem Paar grauen wollenen S»üm« pfen, leinenen Halbkamaschen und Schuhen mit Bändel, einem weißen Halstuch mit ro- ther Einfassung und einem schwarzen runden Hut. Bruchsal am i6ten November 1812. Großherzogl« KorrektivnShauS. Verwaltung. 2) Buchen. Durch Beschluß des hschlvb» lichen Direktor!! des Main» und Tauberkrek» seS vom röten Oktober l. I. Nr. 14568. sind die auf öffentliche Ladung nicht erschienene ausgetretene Kantonisten, alS: Joh. Adam Witttmann, und Joseph Aloys Göller, von Buchen; Joseph Anton Volk, von Burken; Franz Ignaz Hemberger, von Götzkngen; Joseph Anton Dieterich, Georg AndreaS Kirchgeßner, Joseph Anton Kirchgeßner, und Lorenz Kirchgeßner, von Hellingen; Johann Anton Eckardr, Georg Mich. Götz, und Lo« renz Bischofs, von Schlierstadt; Joh. Mich. Hofert, und Andreas Bangert, vonSeckach; dann Joh. Mich. Bessert, und Joseph Auer» bach, von Zimmern; threS Vermögens » und StaatsbürgerrechtS verlustig erklärt worden, welches hierdurch öffentlich bekannt gemacht wird. Buchen den ziten Oktober 1812. Fürst!.Leining.Stadt» und Landamt Buchen. z) BischoffShekm. Samstag den zne» v. M. ist der unten signalisirte Joh. Michael Zimmer, Bürger zu LeuteShelm, in der Ge» grnd von GranelSbaum auf dem Rhein aus einem Schiff gefallen und ertrunken. Wir bringen diesen Unglüksfall mit dem Ersuchen zur öffentlichen Kenntniß, wenn der Leichnam wo er gefunden werden sollte, uns hievon zu benachrichtigen, und das hierüber aufgenvm» mene Protokoll hieher zu senden. Signalement. Joh. Mich. Zimmer, 40 Jahr alt, 5' 2 ' groß, blond? nach Bauernart gth 490 schnitten« J?im , braune Augen, statke'.Nase, aufgeworfene Lippen, starkes Gesicht und Blatternarben, brettüber die Schultern. Derselbe harte eine wollene Kappe, ein halbseidenes Hal-tuch, ein weißes Brusttuch, lange Iwilchhvfrn, Schuhe und leinene Strümpfe angehabt, fein Hemd ist mit dem Buchstaben H. M. Z. bezeichnet. Bischoffsheim am Steg den 7ten November rZra. Großherzogl. bad. Bezirksamt. Mundtodt» Erklärung. Ohne Bewilligung des Pflegers soll bei Ver- lust der Forderung, folgende Person nichts geborgt oder sonst mit denselben kontrahirt werden. Aus dem Grvßherzl. Stadtamt Mannheim. z) von Mannheim Joseph Feuchter vhne Belwürkung des von dem Gericht ver» ordneten Beistands des hiesigen Bürgers und Bierbrauers ToblaS Wolf weder rechten «och Vergleiche schließen, Anleihen aufneh, men, oder ablösliche Kapitalien erheben oder Empfangschekne geben, noch Güter veräus- fern oder verpfänden kdnne. Untergerichtliche Aufforderungen und Kundmachungen. Schulde nliqutdationen. vndnrch werden alle diejenigen, welche an folgende Personen etwas zu fordern haben, unter dem Präjudiz aus der vorhandenen Masse sonst keine Zahlung zu erhalten, zur Liquidirung derselben vvrgeladen. — Aus dem Fürstl. Salm Kraurbeim. Justizamt Grü nSfeld. 5t) zu GrünSfeld an den Anton Hellmuth auf Mittwoch den yten Dezember d. I. früh y Uhr vor dem AmtSrevisorat zu GrüuS- feld. AuS dem Großherzoglkche» bad. Bezirksamt Bisch vffshetm. 2) Sämmtllch« Schuldner de« verstorbenen Rath SchüblerS zu Lichtenau werden andurch aiifgefordert. die. gedachtem Rach Schübler schuldige Kapitalien bei dem großherzogl. bad. AmtSrevisorat zu Neufreistekt zum Behuf de« dort gefertigt werdenden Schüblerschen Ver laßeaschaftS Znventarkum binnen 6 Wochen j «nzugeden, unter dem Präjudiz, daß, wenn j sie ohne die Schuld bei gedachtem Aml<.!evk- sorat angezeigr zu haben, einem der Schüb» lerschen Erben Zahlung leisten, dlese Zahlung nicht für gültig angesehen, und sie zu noch, maliger Zahlung werden angehalten werde». Auö dem Großherzogl. Stadtamt Mannheim. 3) Mannheim. Der hiesige Bürger und Wirth zum Rttter Sebastian Schanvingrr hat seinen Gläubigern einen Stundungsvemag in der Art angebothe»: ihnen vom Tagederamt- lichcn Genehmigung desselben an, in 4 Wochen 50 fl., und sofort alle viertel Jahre wie» der 50 fl. bis zu ihrer gänzlichen Befriedigung jedoch ohne Zinsen zu bezahlen. Die etwa noch unbekannten Gläubiger werden hiemit aufgefo» dert, den zotend. Morgens 9 Uhr dahier vor dem AmtSrevisorat« entweder persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte zu erscheinen, und sich über diese« Stundungsvertrag unter dem RechtSnachtheile zu erklären, daß sie sonst als einwilligrnd in denselben angesehen «erden sollen. AuS dem Grvßhrrz. Amt Reckarschwarzach. 3) zu Asb ach an die HofgutSbeständer Philipp G r a b t sch e Eheleute auf de« 24«» November d. I. früh y Uhr -um großherzogl« AmtSrevisorat nach Aglasterhausen. Aus dem Grundherr^ Justizamt Eberstadt. z) zu Eubigheim an den in Konkurs erkannten Bürger Valentin Schulz auf den 2Zteo November d. I. Vormittag- bei dem Amte zu Eberstadt. Ausgetretener Vorladungen. Nachbemerktt böslich Ausgetretene sollen sich binnen einem Jahr bei ihrer Obrigkeit stellen, und sich wegen ihres Austritts verantworten » widrigenfalls gegen dieselbe «ach der Landeskoustitution wider ausgetretene Un» eerthanen verfahren werden wird. Au» dem ßGroßherz. Bezirksamt Waldshut. 2) von Küchel dach Jakob Ebi, wel» cher, da er jüngst unter das Militär rintrrten sollte, sich aber dieser Bestimmung durch die Flucht entzog, binnen einer Frist von 4 Wo» chen. AuS dem Fürstl. Leiuing. Amt KülShelm. z) Nachbenanvte Uaterrhansjöhne, welche theilS mehr thcjls weniger Jayee abwesend find, wec/en nach h. Kreisdircktorial» Beschluß, als durch das Loos zum effektiven Kriegsdienst b«, stimmt, hiermit vorgelaven, binnen einer un« erstreklichen Frist von sechs Wochen rükzu» kehren und sich vor dahiefigem Amt zu fistiren. Von Brrtzingen: Franz Fke- ger. Don EuerSheim: Nikolaus Groß, Joseph Franz Kun l o, Kaspar Kaufma nn, Joh. Martin Wolf. Von Hardheim: Joh. Joseph Biller, Sebastian Schreck, Melchior Bundschuh. Bon Höpfin» gen: Melchior Anton Gbtz, Joh. Götz, Philipp Franz Götz, Joh. Anton Dörr, Joh, Rügert. Von Hundheim: Seba- stiau Ballweg, Marx Zdller, Stephau Ballweg. Von KülSheim: Andreas Stang, Georg Franz Köhler, Joseph Mathes Piorh, Burkard Köhler, Franz Joseph Weis, Balthasar Braun, Andreas Geiger, Franz Jakob Grimmer, Andreas Gillig, Andreas Keller, Tobias Jvseph Ruktäfchel, Andrea- Speer, Anton Reinhard. Don Pülfringen: Franz Joseph Götz. Von Uisstgheim: Georg Anton Hdfert, Joh. Joseph Hübner, Joh. Joseph Stemm Irr. Kaufanträge. Oeffentllcher Verkauf zu Mainz von Kolonial, waaren, welche von zur See gemachtenPrtsen herrühren, deren Konfiskation durch die am 17. Juni, und n. Juli i8u> zu Paris erlaßen« Entscheidungen des kaiserlichen Prisen« Raths ausgesprochen wurden: Der Verkauf der unten benannten Kolonial» waaren, wird am 2teu künftigen Dezember, und folgende Tage in dem Haupldouanen« Büreau zu Mainz statt habe». Waaren von dem Schiffe d Zusammen 98196 Kilogr. 80 Fässer Kaffe,. 24760 kilogr. ly Ballen Zimmer. 770 K'iogr Waaren von dem S ffe, dl-Christina benähend: l 41 Tonnen raffinir'm Zucker in Hüten wie i gend zusammri« 18745 Kilogr.; 52 Kisten Zuk«i 49 * kertrrren 3761 r Kilogr. Der Katalog/ wek. cher 10 Tage vor dem Verkaufe auögegebe» wird, bezeichnet die Anzahl der Lose, und die Gattung der Waaren woraus dieselben bestehen. Verkaufs. Bedlngnlsse: 1) Die Waaren werden unter der Bedingniß verkauft, daß die Käufer den Continental« Tarif, nebst dem darauf geschlagenen Drcime entrichten. 2) Der Kaufpreis und die Abgaben werden in die Hände des Verkäufers vor Abholung der Waaren in barem Grlde bezahlt. 3) Die Käufer erhalten sowohl für dir Bezahlung der Abgaben, als für den Betrag ih- i res Kaufes einen zweimonatlichen Kredit, wenn sie an Zahlungsstatt Tratten abgeben, wrlche mlt drei Unterschriften versehen, und auf Pa» riS oder Mainz zur Zufriedenheit des Verkäufers gehörig acceptirt find. 4) Die Auflage ist dieselbe, wie fie durch den Tarif festgrsezt ist. 5) Niemand kann zur Steigerung zugelas, sen werden, der nicht in Mainz wohnhaft, oder dessen erkaufter Antheil nicht von einem Bürger dieser Stadt, der von dem Verkäufer als Zahlungsfähig anerkannt ist, garantirt wird. 6) Die Maare ist was di« Qualität betrifft, auf Risiko und Gefahr des Käufers; allein die Quantität wird im Augenblik der Ablieferung constatirt. 7) Die Abholung und Zahlung geschehen unmittelbar nach dem Verkauf. Die Auslieferung hat nach der Ordnung der Steigern», gerungen statt. 8) Die Steiger zahlen für 50 Kilogr. eine Abgabe von 20 Centimen Lagergeld. 9) Für bare Zahlungen wird jedoch bloS aut dem SttigerungspreiS j pCt Diskont» bewilligt. Mainz den 27t«« Oktober >8ir. Der Douanendirektor, unterzeichnet Colaßon. Z) Mannheim. DaS rm Quadrat M. 3. No. 3. gelegen« HauS des Hm. Hvfkanimer- rath?« Stengel, wird den 2Zten d. Nackmit- iagS 3 Uhr auf dem HIefigen Amthaut« öffmk- Ich versteigert, und können von dem Steig» fch llkng 3 oco fl. zur ersten Hypothek 4 Jahre lang unaufkündbar stehen bleibe». Mannheim den rorrn November 18*2. Großherzogl. AmtSrevisorat. 2) Mannheim. Das im £jüab,Lit.l.3, No. 3. gelegen« dem hiesigen Bürger uns Jir» kelschwied Georg Seßler zugehörige Haus, auf welches bereits 1300 fl. gebolhen worden, und die Hälfte deö SlelgschMingS zu zpCt. stehen bleiben kann, wird Mittwochs denken Dezember l. I. Nachmittags um 4 Uhr im Gasthaus zum Iwridrückerhof wiederholt ver» steigert, und dem Legt» und Mristbiethenden ohue allen Vorbehalt zugeschlagen. Mann» heim am 14101 November 1812. Greßherzvgl. Amtsrevisvrat. pachlantrage. 3) Rappenau. Der seitherige Bestand der Schäferei zu Treschklingen, die dortiger Grundherrschaft und Gemeinde zu gleichen Theilen zustehet, gehet mit Michaelis rZiz. zu Ende, und hat man sich daher Behufs einer neuen Verleihung derselben auf weitere 6 Jahre veranlaßt gefunden, Tagfahrt zur dkeSfallsig öffentlichen Versteigerung auf Don« nerstag den 26ten November l. I. anzuberau« men. wozu die etwaigen Liebhaber Vormittags 9 Uhr in dem AdlerwirthShause zu Treschklin» gen bei nachgesezter Behörde sich «inzufinden, mit dem Bemerken andurch ringeladen werden, wie der Cchaaftrieb dis jezt sich unge« fäbr auf 200 bis 250 Stük erstrekt habe, dem Bestander ferner der Genuß freier Wohnung mit Stallung, Scheuer, Heuboden und einem Küchengarten überlaßen werde, und übrigen- jeder Cvncurrent, der sich über seine Recht lichkeit und hinlängliches Vermögen glaubhaft auswelßt, ln der Zwischenzeit dir Einsicht der Bestands» Bedlngniße bei der Unterzeichneter Justizstclle beliebig nehmen könne. Rappenau und Treschklingen den 22ten Oktober r8t2. Von grundherrl. Justiz»u. Rentamts wegen. i) Mannheim. Rächstkünftigen Mittwoch den 2Zten November Nachmittag- 2 Uhr, wird auf der großhrrzogl. Neckarkreisdkrekto» rlalkanzlei die Heftung der bei dem grvßher« zogl. NeckarkreiSdirektvrium, und in der vor» maligen RegierungS-und Hofkammer» Re- gistratur verkommenden Akten auch sonstiger Buchbinderarbeit an den Wenigstnehmenden versteigert. Mannheim den iLten November 1812. Anzeigen. Man sollte es kaum denken, daß es Menschen giebt, dir einem unrei väterlicher Gewalt stehenden Jüngling ohne Wissen und Willen de- Vaters Geld und Waren ohne Noch borgen, und so selbst die Verführer der Zugend werden; nicht- desto weniger ist diese- öfter der Fall, und so auch bei meinem Sohn, Mayer Veit, welcher sich der Handlung gewidmet hat, und erst t8 Jahre alt ist. Um einer solchen Verleitung zum Leichtsinn entgegen zu arbeiten; sehe ich mich genöchigt hiemit öffentlich zu erklären, daß jeder, der jenen meinem Sohn Geld oder Ware borgt, nicht nur nicht die geringste Zahlung von wir zu erwarten hat, sondern daß ich ihn auch noch als einen Verführer meines Sohns gerichtlich belangen werde. Sontheim bei Heilbrvnn den 2vren Oktober 1812. Veit Löw, Handelsmann. Ich habe ein schönes Sortiment Damast- Tafelgedecke ohne Nath zu 12. 18- 24 und 36 Personen nach dem neuesten Geschmak aus meiner eigenen Fabrik in Sachsen mit hieher gebracht, welche in den billigsten Fabrikpreisen abgegeben werden, indem ich dieses hiesigen sowohl als auswärtigen Herrschaften und dem Publikum ergebenst an- zeige; mache auch zugleich bekannt, dafs ich demnächst noch alle Arten von Aufträgen , welche in meinen Artikeln oder zur Complettirung von Garnituren vorfallen , annelime, und pünktlich jede Bestellung besorge. Joh. Peter Riittinger, wohnhaft der Nonnenkirche über zu Mannheim. Der Gartenl.it. L.4. No. r. nebst Eiskeller». Schoppen ist aus freier Hand zu verkaufen; da- Weitere ist in Bit. L. 3. No. 5. zu erfragen. Bei Bäckermeister Jakob Lahm unweit der reformieren Kirche, findguteLebkuchenPfund» und Ientnerwelß zu habe». 51200 fl. find auf liegende Güter ganz oder zertbeilt zum Ausleihen bereit; das Nähere ist in Litt M. 3. No, 8. zu erfragen.