N«* i» Freitags den 2ten Iäner 1818. Verordnung. (Nr.S4790.) Die Fruchtausfuhr brtr. I« Gefolge ReftriptS großhcrzoglichen Mi» «istrrinms des Innern v. 19 Dezr mder 1817. Nr. 10735. wird nachträglich zur diesseitigen Verordnung v. 9. Dezember 1817.91.23539, Anzeigrblait Nr. 99. «och folgender erhöhte AuSgangszoll sestgesezt: Für Mischelfrucht per Malter 4 fl. Zo kr. — Hülsenfrüchte p. Malter . 4—30— — Mehl p. Mlrr. vd. p. Zentner z — Indem man diese Bestimmung zur öffentlichen Kennlniß bringt, wird zugleich zur Vrr» meidung möglicher Mißverständnisse noch be« sonverS darauf aufmerksam gemacht, daß der erhöht« Zoll nach den bestehenden allgemeinen Vorschriften an dem Orte der Abfuhr und nicht an der Austritt« - Station zu entrichten ist. Mannheim de« 2yren Dezember l8»7- Der Kreisdirektor. Frhr.v.Stengel. Vdt.Ullmicher. Bekanntmachungen. ,) Amberg. (Vorladung.) Nachdem sich fämmtliche Jntrstaterben de» zu RegenSburg »erstorbenen Herrn Erzbischof«, Fürsten Primas und Großherzog- von Frankfurt bei den von demselben hinrerlaßenen lez willigen Verfügungen , wovon in der einen vom 10. Mai 1788. der damalige längst verstorbene Herr Kurfürst von Mainz, und da- nicht mehr vorhandene Domkapitel daselbst zu Erben »ingrsezt wurden, die andere vom rgren Mai I804. blo« kirchliche Verordnungen enthielt, die Erbschaft desselben unter derRrchtswohl» that de- Gesetzes und Inventars anzutreten erklärt, und unter dem 3neu Oktober lau. senden JahreS all« zur Zeit noch unbekanute Prätendenten» um ihre Ansprüche, ««mögen diese au« wa« immer für einem Grunde ge- wacht werden wollen, unter Vorlage der des- sallstgen Dokumente, und Beweis Behelfe an, und auSzuführen, mittels öffentlicher Eük- , talien vvrzuladen geberhrn haben: 'so werden «Le und jede, welche sich nicht bereit« bei dem - kön gl. Appellation«-Gerichte dahier» oder der ^königl. Appellation«-Gericht«. Kommission zu ßjrgeuSbmg, gemeldet, und irgend eine» Am spruch auf oder an di« Hin terlaßenschaft de« Verstorbenen zu »rachen haben, hiedurch von dem königl. bair. Appellation«, Gerichte für den Regen kreis als foro haereditatis, ihre Ansprüche unter Vorlage der darauf Bezug habenden Dokumente und PeweiS- Behelfe bin» neu 2 Monaten a dato an- und auszuführen, unter dem Prajudi, vorgelaben, daß im Falle ihres Nichterscheinen« ohne weiters mit He» richtizung und Auseinandersetzung der Erb» fchaft fortgefahren werden solle. In Hinsicht derjenigen, welch« sich bereits gemeldet, und ihr« Fvderungen liquidirr ha» ben, werden besondere Entschließungen ergehen. Amberg den l? ten Dezember e8l7. Königl. barer. Appell^iionS^ Gericht für den Regent»,«. 1) Mosbach» Der Bürger Philipp Bstor und dessen Ehrsrau von Neckarelz. welche bei» nah« gar kein Vermögen mehr besitzen, haben sich seit einiger Zerl erlaubt, durch Einkauf von Leinenluch, und Vikualien Handelschaft zu treiben, und dadurch mehrere Schulden zu kvntrahiren, welche sie nunmehr zu bezahle» nicht im Grande sind; man sieht sich daher veranlaßt, diese- hnmit zu Jedermann- Wissenschaft mrt der Verwarnung bekannt zu machen, daß sich Niemand mehr mit den Phi» lipp Aftorischen Eheleuten in einen Verkauf eiulaßen solle, widrigenfalls er sich selbst den daraus entstehenden Nachkheil zuzuschreiben hat. Mosbach den 22rrn November 18*7. Großherzogl. Eradk- u. 1, Landamt. 1) NeckarbifchvfSheim.(Vorladung.) Friedrich Reichert von Siegrlfpach defertirk« unterm rzren d. M. von dem großherzogl» Linieninfanteritregimente Nr. 3. aus der Gat» nison zu Mannheim, derselbe wird daher vor» geladen » binnen d Wochen dahier oder bei seinem Regiments-Kommando zn erscheinen, und sich zu verantworten, widrigenfalls er Vermögens-Konfiskatiso, Verlust de« Gr» mrinbsbürgerrrchtS und anf den Betretung«» falls die weitere gefrzlich« Strafen zu gewärti» gen har. Nrckardifchofshrim den 18len De» zemder 1817. Großherzogl. Amt» Mund tobt- Erklärung. Ohne Bewilligung d«S Pfleger- soll bei Verlust der Forderung, folgender Person nicht« geborgt oder sonst mit denselben kontrahirt werden. Auö dem Großh. Amte Neckarbischof-Heim i) von Rappenau Joh.Adam Reich- ardt ist wegen Geistesschwache für mundtodl erklärt, und dessen Bruder Heinrich Reichardl für ihn als Pfleger bestellt. Unter gerichtliche Aufforderungen und Kundmachungen. Schuldenliquidationen. Hierdurch werden alle diejenige, welche an folgende Personen Federungen haben, unter dem Präjudiz, au- der vorhandenen Masse sonst keine Zahlung zu erhalten, zu, Liquidirung derselben vorgetaden. — Au-dem Grvßherz. Amte Neckargrmünd i) zu Neunkirchen, wer an den Bürger Karl Anton Wirth etwas zu fordern hat, aus den 2i-trn Jäner d. I. Morgens y Uhr, entweder persönlich oder durch den-Gemein Anwald Dikasterialadvokat Degen, vor dem grvßhrrzogl. Amtsrevisoratr zu Neunkirchen richtig zu stellen. Au- dem Grvßbrrz. Amt« Neckargrmünd i) zu WimmerSbach, weran denWag- «ertneister Georg Heinrich Schoch etwa- zu fordern har, auf den zten Februar d. I.Morgen» y llhr vor dem großherzvgl. Amrsrrviso- rakr zu Wimmersbach. Zugleich wird bemerkt r daß Dikasterialadvokat Degen al» Prvkura- tor angrstellt ist. sKaufanträge. i) Sinsheim. Künftige» Montag den I2ten Jäner t8>8- wird man zu Waidftadt auf dorrigem Rathhanse ungefähr 70 Bund Korn-und 500 Bund Spelzen- daun afloBund Haberstroh, nebst Gsud und Tennrrdig — hierauf den nächsten Mittwoch den raten Jäner l8l8- zu Kirchardaufdortigem Gemeinde» Hause Bund i^ooSpelzenstrob, nebst Gsud und Lennerd'g» unter Vorbehalt höherer Genehmigung öffentlich versteigern, wozu di« Liebhaber freundlichsteingeladen werde». Sinsheim den ayien Dezember 18x7. Vroßhrrzogl, Oberhoheit-- Gesäklverwaltuns» 3 Mittwoch den 7ten Jäner k. I. Nachmittag» 4 Uhr, wird da» im Quad. l,ir. L, 2. No. 8* gelegen« 2stöckigte mit Thvreinfahrt versehene Hau» im Gasthause zum Zwribrük» kerhoft öffeatlich freiwillig versteigert, und bei annehmbarem Geborhe sogleich definitiv zur geschlagen. Mannheim den21.Dezember »817- Dienstnachrichten. Durch di« der Fürstlich Fürstrnbergische» Präsentation des Pfarrer- Aloy» Stähl« auf dir Pfarrei Kirchdorf ertheilten StaatSgeneh- migung, ist die vom nämlichen Patronate der Staudesherrschaft Fürstenberg abhävgrnde Pfarrei Geissiugen im Donaukreis erlediget. Sie erträgt in Geld, Naturalien und Br» Nutzungen zwischen 6 und 700 fl., und ist der Pfarrei überdies noch da» früher allda bestehende Kaplanei-Benrsizium mir feinem ganzen Einkommen zur Haltung eines Vikars «inverleibt. Die Kompetenten um diese Pfarr« stelle haben sich bei dem Patron nach Vorschrift zu melden. Der erhaltenen Standes- und Patronats» herrlichen Präsentation des bisherigen Pfarr» kandidaten Rieger zu Borberg auf die ev. ref. Pfarrei Haßmersheim (im Gpez-alatSbezirk Moßbach des Neckarkreises) ist die höchst« landesherrliche Bestätigung rrlheilt worden. Durch die Berufung des Lehrers Bender zur Schulverwaltung in Leutershausen ist der katholische Schuldienst in Sulzbach, Amt- Weinheim, mit einem Einkommen von etwa 110 fl. erledigt. Die Kompetenten haben sich binnen 4 Wochen vorschriftmaßig bet dem Reckarkreisdirrktorium zu melden. Zum vakanten katholischen Schul- und Meßnerdienst in Jmmendingen (Amts Engen) har der bisherige Schulverwalter Joh Riegg allda die grundherrliche Prä entariou und dies« die StaatSgenehmigung erhalten. Der duich de» Tod des Lehrers Obrist erledigte kathol. Schuldienst zu Häusern (Amts St. Blasien) ist dem Echulverwaltrr Johann Baptist Dvdlrr allda übertrage« worden. Der kathol. Scbul- und Meßnerdenst zr» Ukder'ingenamRied(Amls Radolphzell) durch di« Abdankung des Lehrers Kocb erledigt, iss dem Schulkandidaten Strudle vonSchlakt m»? m Krühen übertragen worden, Ulli 4 Diktual len-Preise der strostherzoglich badische« Hauptstadt Mannheim. PoUze t» £wett für deu Monat Malier >8 3___ B r o d. ®f- £t& S Fletsch. kr. vf. -in Luchen - «der gerissener Paar Weck für i kr. . . — runde« Wassrrbrod < ein lang gerissenes Lafclbrod, und ein Kummelbrod fü-r i kr. . Milchbrod für i kr. . Tafelbrod von Weißmehl für «tr. Taftlbrod von Weißmehl für r kr. stahlmäßigcs Kundcnbrodf. ri,/r kr. stahlmäßiges Kundenbrod f. ioZ/4 kr- Pf- 2th | Fletsch. kr. j Mast-Ochsensteisch, das Pfund . 13 — 4 Kalbfleisch » » » » ii j Hammelfleisch .... 11 Schweinenfleifch . . » 14 3 i) Dte Fleischzugabe darf nur ein Aehcnrdeii desGewtchkes, iPf.ausio, und sw«t »en der nänillLen Garrun« betragen. 8 r) Beiden iiidisthen Mergern stehet da» Pf. ; 4 der drei ersten zieischgakkungen um eine« • halben Kreurer wohlfeiler. u. Marktpreise von dem Monate Dezember 1817. Getreide und sonstige Früchte. L»rN/ das Malter . .. «erst . . ... . «pelz . » » . . , Svclzenkerne .... Walzen ..... Haber « . '. • . wälschksrn ... * » Linsen . » . * ... Erbsen »!.«** Bohnen ..... Hirsen ...... Wicken «... * Rep« ... ... Kartoffeln ..... J eu / der Zentner ...» »rnstroh, ivoSebund, das Bebund zu >8 Pfund » » . . Spelzstroh, looTebund, das Gesund zu 14 Pfund. . » . » Mehl. Kor», oder Rockenmehl, da« Malte« Wcißmehl in ganzer Parthte . Schwingmehl ...» Dunstmrhl ..... Schrotmehl » « . . . Lernen« oder Griesmehl . . G « f l ft s * I. Ein Truthahn .... Li» Kapaun .... Eine «an« ..... Line Ente ..... Lin alte« Huhn .... Lin Paar junge Hühner » * Lin Paar >nn«e Tauben » • Lin Feldhuhn .... Line Schnepfe . * - * Li« ©uljtrtk kercheu . . * Li» st« 4 «tuk st. kr. e» l.z« 10 ;r 6 i57 1« 13 35 S io 11 23 iS i; er i; 12 - »2 7 57 3» 39 30 35 l 19 |36i * | 8i 21 [26* 17 «3 Fische. Salme«, da« Pfund * Hechte * * * * Karpfen 1 * * Aaal * * * * Forellen * * * Lärsche * * * Schleihen * * * Barbe» * * * Greffen * * * Weißstsch - • * Schmalz. Frisch« Butter, da« Pfund Merenfett * • • mmmelSfett * . Schweinefett . . vnfchlitt u. Licht R»he«U»fchlitt, d.Zentn. Lichter, beßter Gattung, »a« Pstin Lichter, gemeiner Gattung, da«Pf Seife ..... Brr« «holst. Buchenholz, da« Miß . « Lichenh-vlj .... Birkenholz » - » » Lichen» und Birkenholz * Tannenholz ft** Buchene Klappern * * Buchene Welle«, da« Hundert Sonstige Diktualie» Schwarz Wtldprett, das Pfund Roth Wildprett, da« Pfund Lin Haafe » * * Lin größere« Spanferkel Lyer, 3 Stük » . Salz, da« Pfund * • Milch, die Mas * Bier, die «ast , , *» — 28 t> 3* 36;»o 34 33 2« 16 IOj*0 11U» io:3<> IO 1 « 2 4» 14 3» 3® * «4 S I