Großherzoglich badisches 23 A n z e i g e b 1 a t r für den Neckar-und Main-und Tauberkreis. 3 ST° 6* Dienstags den roten Zaner 1818 Bekanntmachungen, i) Karlsruhe. Eine von dem Hvchstftlig verstorbenen Hrn. Großherzog als Markgraf zu Baden, und dem Höchst!lg verstorbenen Hrn. Erbprinzen Karl Ludwig zu Baden , ^ de dato Karlsruhe den sott« Februar 1797, über ein baarrS Gelddarleihen von 36000 fl an die verwirkibte Frau geheime Rathin Freifrau Elifabetha Dorothea von Zwierlein, gr- bohrne von Wohl über . 23000 fl. die verwittibte Frau Reichskammergerichtö- Assefforin Friederike Philippine von Leipziger, geb. Frech, über . . 10000 fl den Hrn Georg Gottlob von Balemaun, kaiserlicher und Reichskammer- Gerichts - Assessor, über ^ .. . zooofl. ausgestellt« Urkunde, deren Original laut schrifrlichrm Zengniß vvni yken März 1797 ln j)a«den des königl. preuß. geh. Kriegerarhs und kaiserl. Reichskammer GerichlS- Proku- ralvrS von Iwierlein zu Wezlar war , kann nach der von dessen Erben gemachten Erklärung nicht mehr aufgefunden werden, und ist daher wahrscheinlich verloren gegangen. An diesen drei verschiedenen Posten sind, nach der von der großherzogl. AmortisationS- kasse dahier rrtheiltrn Auskunft, die beiden «rstcrtt berichtigt, und der Ztr mit 3000 fl. ist noch zu berichtigen. Dieser lezrr Posten ist durch verschiedene Cessionen aufdenhiesigen Handelsmann Heinrich Vierordt als Gläubi. ger übergegangen» und auf dessen und der großherzogl. AmortssationS« Kasse Ansuchen wird hiemch der Inhaber und Besitzer der Original Urkunde ausgefodert, sich dinnni per- (mrorischer Fr-st von 6 Wochen dahier zu rnelden, und da« ihm au dieser Urkunde zu- stebende Recht zu dokumentiren, widrigrn- fa'ls er damit ausgeschlossen, und die Lri «inal« Schuldurkuudr für kraftlo« erklärt werden wird. Karlsruhe den 3lten Dezember 1817. Großherzogl. Stadtamt. i) Schwetzingen. (Vorladung.) Durch die Vermögenkaufnahme bei dem'cerstordenen Gerichtsschreiber Fader dahier, ergab sich, daß die Schulden das in 8? fl- bestehende Vermögen um 647 fl. übersteigen. Dieser üble Zustand der Masse, auf welche di« Wittib noch vorzügliche Ansprüche macht, hat bereits den größten Theil der bekanntenGläubiger zur Verrichtung auf ihre Forderungen bestimmt. Da indessen theils zur Beendigung dieser Sache, thrils zur Sicherheit der Wittib eine Vorladung der allenfalls noch unbekannten Gläubiger »öthig geworden ist: so fodert.man vier selbe auf, ihre allen fall sige Ansprüche» falls sie bei obigem Stande der Masse eine Berzicht- lristung nicht räthlicher finvrn, binnen 6 Wochen bei großherzogl. Amtsrevisoratr unter Strafe des ewigen Stillschweigen- zu liquidsten. Schwetzingen den htenJäner iZi-L. Großherzogl. Amt. i) Schwetzingen. (Vorladung.) Der Bürger »Mathias Bierfak von Neulußheim, welcher sich vor einigen Wochen wegen einer gegen ihn angezrigren Frucht < und Rübeneutwendung entfernt hat, wird aufgefodert binnen b Wochen sich bei unterzogenem Amte zu stellen , widrigenfalls da« Rechtliche gegen ihn, sowohl «egen dem Diebstahl al« auch wegen feiner Entweichung verfügt werden wird. Schwetzingen den irten Janer 1818. Großherzogl. Amt. i) Neckarbifchvfsheirn SamuelOppenheimer ein lediger Judrnpurfche giedt sich mit dem Pftrdehandel ad, hat auf ein« sehr betrügerische und hinterlistige Weise eine de» deutende Summe Schulde« kovtrahirt, und sich seit ungefähr 4 Wochen hrjrnlch rnt- *4 fernt. Sämtliche obrigkeltliche Cioilbehor. den »erden ersucht, auf denselben zu fahnden, «uv ihn im BetremnzSfalle gegen Erstattung der Koste» anher transportire» zu laßen. Samuel Oppenheimer aber wird vorgelaveu, sich binnen 4 Wochen dahier zu fistiren , und über obige Anschuldigungen zu verantworten, widrigenfalls er.BermögenSkoafiSkation, und Verlust des Gemeindsbürgerrechts zu gewar- tigen hat, auch weitere was Rechten- ist, ge» gen ihn erkannt werden wird. Derselbe ist ungefähr 28 Jahre alt, mittlerer Statur,hat dunkelbraune rund geschnitteueHaa' r«, eine frische Gesichtsfarbe, etwas gebogene Nase, dunkelbraune Augen, und starke Augenbrau» i neu, einen klein.Mund, mehr rund als längliche» Gesicht, gute Zähne, trägt gewöhnlich einen dunkelblauen Frak, «. soll bei feiner Flucht einen hechtgrauen Urberrvk getragen habe», derselbe hat etwa-auswärts gebogene sogenannt« Reu- terbeine. Neckarbischvföheim den y.Jäner lZl?. Großherzogl. Amt. 2) Hü fingen. Der unterm 6ten April ». I. Nr. 2YZZ. öffentlich vorgeladene Lorenz Bächle von Hochemmingen , wird nun nach Umfluß der bestimmten 9 Monaten als verschollen erklärt. Hüsinge» den 7. Jäner ltzlZ. Großherzogl. Bezirksamt. z) Weinheim. Zur Zahlung der am 1. Februar dieses Jahrs fällig werdenden Zinsen von denen auf dteSfeitlge Stelle sprechenden Vorschußscheinen, so wie der Kapitalien jener Scheine, die in der Ziehung vom zoten September bis den Zten Oktober 18(7 durch da» Loos heransgekommen sind; wird die Zeit vom 6len bi» rzte» Februar 1818. jeden Lag Morgen» von 8 bis Mittag» lUdr anberaumt, welches zur geeigneten RüksichtSnahme für die betheiligten Personen zur öffentlichen Kennt« «iß gebracht wird. Weinheim den üren Ja« »er i8l8- Troßherzogk. Obereinnehmerek. z) W a l l d ü r n. Peier Greulich zuTchwein« Lerg ist im ersten Grad« für mundtodr erklärt. und dessen Bruder Joseph Greulich von d« al» AuffichtSpfleger für denselben augrvrd- «et worden. ES wird daher Jedermann ge- warnt, sich ohne Beiwirkung des genannten Pfleger» in irgend ei« Rechtsgeschäft mir Peter Greulich einzulaßen, das ihm nach Satz zig. des Landrechts untersagt ist. Walldürn de» 2t«n Janer l8i8. Großherzogl. Bezirksamt. Unterg er ich tliche Aufforderungen und Rundmachungen Schuldenliquidakione». Hierdurch «erden alle diejenige, welche an folgend« Personen Foderungrn haben, unter dem Präjudiz, ans der vorhandene» Masse sonst keine Zahlung zu erhalten , zur Liquidirung derselbe« vorgeladen. — Aus dem Großherzogl. Amte Neckargemünd i) zu Neckargemünd, wer an den RathSdiener Heinrich Weil er r etwas zu fordern hat, auf Montag den 2zteu Februar V.J. vor dem großherzogl. Amtsreoisoraie z« Neckargemünd. Zugleich wird bemerkt: daß Dikasteriaiadvvkat Degen als Prokuralor der fämmtliche« Gläubiger angestellrist. Aus dem Großherz. Bezirksamt« SiuSheim t) z« Efchelbrvnn an den in Gant ge» rathenen Joseph Schön» auf Donnerstag den raten Februar d. I. Vormittags 9 Uhr vor dem grvßhrrzvglichen AmtSrevisorate zu Eschelbronn. Au« dem Großhrrz. Bezirksamt« Sinsheim i) zu Grvmdach an dir in Gant grra» thene Gabriel Bräuuigs Willwe, auf Montag den azten Februar d.J. Vormittags, 9 Uhr vor dem großherzogl. AmtSrevisorate zu Gromdach. Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« Borberg 1) zu Edel fingen an den in Gant ge, rathenen Jakod Oe hm» auf den idten Februar d.J. vor dem großherzogl. TheilungS« kommiffariate zu Edelfinge». AuS dem Großherz. Bezirksamt« Borbrrg 0 zu Kraurheim, «er an den Steuer- kommissär Bleymann etwa- zu fordern hak, auf den lsren Februar d. I vor dem großherzoglichen Theilungskommiffariate z« Krautheim. AuS dem Großherz. Bezirksamt« Borbrrg 5) zu Sachsenflur, wer an den OrtS- vvgt Rieß etwas zu fordern hat, auf de» i8tn» Februar d.J, vor demgroßherzvgliche» 2 § Theisirngskommissariate zu Sachseuflnr. Aus dem Großherz. Bezirksamt« Borberg i) zu Da indach, wer an den Friedrich Ruck «was zu fordern har, auf den iöttn Februar d. I. vor dem großherzoglichenThei- lungskvmmiffariate zu Dainbach. Aus dem Großherz. Bezirksamt« Borberg 1) zu Windischbuch, weran denMich. D eman k etwas zu fordern hat, auf den löten Februar d J. vor dem großherzvglichen Theilungskommiffariate zu Windischbuch. Aus dem Großherz. Stadt > u. 1. Landamte Werthrim 2) zu Wertheim, wer an den Seifensieder Jvh. Christoph Adelman« «rwaS zu fordern hat, aufMonrag den I9trn d. Vormittags von y bis 12 Uhr in der großherzogl. Stadtfchrribrrei zu Wertheim. z) Mannheim. Man hat heute überdaS Vermögen de» hiesigen Handelsmann Moises Weinschenk den Konkurs erkannt; es werden daher sämmtliche noch unbekannte Gläubiger «ufgefodert, den rbten Iäner i8«8. Morgens y Uhr die Richtigstellung ihrer Foderungen und Ausführung ihre» etwaigen Vorzug« bei dem großherzogl. AmlSrevisorate unter dem Rechtsnachtheil vorzutragen, daß sie sonst von der gegenwärtigen Masse ausgeschlossen werden. Mannheim den 27M11 Dezember 1817- Großherzogl. Stadrami. v. Jagemann. Ydt. Seekaz. 2) Mannheim. Ueber da- Vermögende» verlebten Handelsmann Abel S töS hat man heule den Konkurs erkannt, alle diejenige bisher noch unbekannten Gläubiger, di« einen rechtlichen Anspruch auf dasselbe zu machen haben, werden anfgefodert, den yten Februar l.J. bei großherzogl. Amtsrevisorat, die Richtigkeit sowohl alS den allenfallsigrn Vorzug desselben unter dem RechtSnach«heile zu begründen, daß sie sonst von der Masse ausgeschlossen Even. Mannheim de« roten Jä- ner 1818« Großherzogl. Stadtamt. ».Zagemann« Ydt Seekaz. E r b v 0 r l 4 d ir n g e n. Folgende schon langst abwesende Personen oder deren Leibeeerben sollen binnen 12 Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht,' melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Verwandten gegen Kaution wird ausgeliefert wer» den. Aus dem Großherz. Bezirksamte Wiesloch i) von Mühlhausen Mich. Wiesendanger, welcher bis zum 17!«« Jahr« in Bruchsal studierte, und sodann schon vor 50 Jahren sich von da entfernte, der Zeit aber nichts wehr von sich höre» ließ, dessen Ver- mögen in ungefähr rio fl. besteht. Aus dem Großh. Amte Neckarbischofsheim t) von Helmstadt Joh.Georg Liebich gieng vor ungefähr 40 Jahren als HäfnerS» gesell in die Fremde, und ließ bis jezt nicht» von sich hören, dessen Vermögen von ungefähr 700 fl. unter Pflegschaft steht. AuS dem Großherz. Bezirksamt« Hüftuge» r) von Zindelstein Joseph Hrpting, Uhrenhändler, hat sich schon vor 40 Jahren von Hause entfernt, und bisher nichts mehr von sich vernehmen laßen , dessen Vermöge« in 2yr fl. besteht, binnen einer Frist von 9 Monaten. Au» dem Großherz. Drzirksamte Walldürn t) von Waldstetten Joseph Marget, Soldat, welcher unter dem großherzogl. Linieninfanterieregimente von Slokhorn gee standen, unterm 2oten August iglz nach Miedendorf in Schlesien ins Lazareth gebracht wurde, von dieser Zeit an vermißt wird, und nicht» mehr von sich hören ließ. 1 ) Mannheim. Wegen Berichtigung der Derlaßenschaft des unlängst hier verlebte» Bürgers Philipp Mayer, werden auf Anstehen der Erben alle etwa unbekannten Gläubiger desselben anfgefodert, ihre an dessen Nachlaß habende Foderungen bis zum iten Februar i8l8. bei diesseitigem großherzogl!» chrn Amtsreviforate geltend zu machen, oder zu gewarten, daß nach Umlauf dieser Frist das rechtlich geeignete über die Masse verfügt werd«. Mannbeim den iyten Dezember 1817. Großherzogl. chtadtamt. v.Jagemanu. Ydt. Nürnberger. L6 Raufanträ-e. i) Weinhri m. Bon dem herrschaftlichen Fruchtvorrath wird versteigert: i) zu Wein- Heim in der Krone, auf Dienstag den 27«» d. Nachmittags i Uhr ungefähr 50 Malter Korn, 30 Malter Gerste, 50 Malter Spelz, 30 Maller Hader, dann 2) zu Ladenburg auf Mittwoch den 28len d. Nachmittags > Uhr in der Ros« ungefähr 30 Malter Korn, 40 Malter Gerst, 100 Malter Spelz und 30 Malter Haber. Weinheim den iz.Iäner 1&18. Großherzogl. Domanial- Verwaltung. 7) Mannheim. Bon dem Fruchtvorra- the der Unterzeichneten Stelle werven Montags den 26m l. M. Nachmittags z Uhr, lg Malter Gerste auf der Kanzlei üt. D. 5. No. 15. öffentlich versteigert, und bei angemessenen Gebothen sogleich überlaßen wer dm. Mannheim den ibten Jäner l8k8- . Großherzogl. Domanial- Verwaltung. Danninger. 1) Heidelberg. Kn Schönau bei Heide!' berg, werden den 26ten d. l. I. Vormittage yUhr im WirthShaus« zum Ochsen ein kupferner 1 Bierdraukessrl von 17 Ohm , ein Kühlschiff von irOhm, eine in Eisen gebundene Malz Hütte von iz Ohm, eine Malzdörre, rinstei- neuer Gührtrog, und sonstige Brauerei - Ge- räthschaflen an den Meistbirthrndrn öffentlich versteigert. Heidelberg den 14- Jäner i8t8. 2) Mannheim. Die auf den iztend.M. festgesezt gewesene Liegenschaft- - Versteigerung der Försterschen Erben, alö: i Hau- iLt.c.4. No. iA. und 37! Ruth. Neckargarten sub No. 528- wurde eingrtretrnrn Umstanden zufolge aufgehoben, welche- mit dem Bemerken bekannt gemacht wird, daß nunmehr gedachte Liegenschaften Montag- den röten d.M. Nachmittag- z Uhr auf dem Amthaus« .dahier öffentlich versteigert, und zugleich definitiv zugeschlagen werden. Mannheim den yten Jäner 1818. Großherzogl. Amt-revisorat. s) Mannheim. Da- dem hiefigen Bür ger und Bierbranermeistrr Philipp Becker zu. gehörige Brauhau- dahier Qrt. Q. 4. No. 11.