SSL Großherzo-lich badischer Anzetgeblatt für dev Neckar- und Main- «nd Tanberkreks. N®» 35* Freitags den iten Mai -8i8. Verordnungen. Direktorium des NeckarkreiseS. (No. 69Z9 ) Die Aufhebung der Frucht. Areife Herr. Nach einem Rescript grvßherzogk. Finanz- Ministeriums vom sr. BprÜ l.J. No.dobz. hören in Gefolge deS Art. i. des höchste» Edikts vom 28trn Märj r8'8- Anzeigeblatt No.z l. auch dieAdgaden auf, welche bisher nach §. 59. der Accisordnnng für Mehl, geringelt« Gerste, Grütze ic rc. bezahlt wurde; welches av durch zur allgemeinen Kenuiniß gebracht wird. Mannheim den sgren April 1818. Frhr.v. Stengel. Vllr. Ullmicher» Direktorium deS Neekarkreifes. (No. 7 l 8 Z-) Den AuSgaugSzoll von Branntwein brtr. Mittels Rescript vom 14t«» April 1818. No.5685. wurde der durch Verordnung vom irr« November > 8 l 7 - Regier. Bl. No.XXVI. für Branntwein bestimmt« erhöbt« Ausgangs- zvll von 20 fl. per Fuder, aufgehoben. Es tritt daher der gewöhnlich« Busgangszoll wiederum ei«. Mannheim den 28«» April 1818- Frhr.». Stengel. Vdt. Karg. Direktorium des Main- «nd TauberkreifeS. (No. 5149«) Die für das Erats-Iohr pro «rfordnlicken Umlagen zu den Bezirks« Schulden« Tiigungs- Kassrn betr. Das Bedürfnis der vermiedenen Bezirks- Schulden »T'lgunzs. Kasse« und seine Deckung in dem Etats-Jabr« erfordert die Aus- ' schttibung und Erhebung felgender Umlagen: 1) für dir Wrrtheimrr Schulden. Tilgungs- Kasse von 5 kr. 2) für die Maknzisch-Leinkngische . 7 kr. z) für die Mainzisch» Freudenbergisch« 4 kr. 4) für die Mainzisch »Krautheimisch« 6 kr. 5) für dir Würzburg «Leitung ische . 9 kr. 6) für die Würzburg» Freud,nbergksche 6 kr. 7) für dir Würzburg - Steinfelder . 9 kr. 8) für dl« Würzburg-GrünSseldrr . 5 kr. «nd 9) für die All-Lein Ingisch« Chausseekasse 1 kr. per loo fl. Steuer-Kapital, welches zufolge Rescripts deS großherzogl. hohen Finanz- Ministeriums vom igten l.M No. 5678 mit dem Beifüge» brkauut gemacht wird, daß die Beträge mit der Staats »Steuer werden er« hoben und an die Ober»Einnehmer««», von diesen aber an die Schulden-TilgungS-Kaffe» in monatlichen Raten avgelkefert werden. — UebrigenS wird dir Vorlage der Schuldrn- Tilgung»» Kassen. Rechnungen den Orts- Vorständen u.Deputirtrn eines jeden Schulden, TilgungS» Verbandes zur Einficht, wie im vorigen, auch in diesem Jahre, statt finden. Werihelm den Lite» April 1818. Fischer. Vät. Södel. Vekanntmachrrngetr, r) Brette«. Friedrich Mayer, Mahlknecht von Gondeltheim, welcher wegen großen Dieb, stab!« dahier inquirirk worden, aber ans dem Gefangniß auSgebrochen ist, wird andurch aufgefordert, sich binnr« 6Wochen dahier zu fis- riren, indem andernfalls das Rechtliche gegen ihn erkannt werden wird. Zugleich ersucht man alle obrigkeitliche Behörden, auf diese» «tum beschriebene« Jvquifite« zu fahnden und tb« im Betrrtungsfall wohl verwahrt anher elnzy, ^liefern. fcOft Personbeschrributig. Friedrich Maysr , 4» Jahre alt. magerer Statur, 5'»" groß, hat rm bleiches mageres Angesicht, rvrh« vorn kurze. Hinte« etwas längere stark« Haare, breite Stirne, tief liegend« blaue Augen, sp'tz'ge etwas ge dogene Nase, stark« Backenknochen, kleiuer- Mund, vorstehende- Kinn; trug bei siiner E-rrwe-chung «inen grau werkenen Wsmmrs, dergleichen Beinkleider, und Stiesel. Brette» den Lgten April l8r8- Großherzogl. Bezirksamt. s) Karlsruhe. Maurergeselle Wilhelm Mössinger von hier hat sich des 2t«n klein«» Diebstahls schuldig, und hierauf sogleich flüchtig genracht. Derselbe wird hiermit aufgefordert , sich binnen 4 Wochen dahier zu stellen, und über den ihm zur Last fallenden Diebstahl zuj verantworten, da sonst mit Ausschluß seiner Verantwortung das weitere rechtliche gegen ihn erkannt «erden wird. Zugleich werden sämmtliche obrigkeitliche Behörden ersucht, auf diesen Pnrschen zu fahnden, und denselben im Betretungsfalle hierher zu liefern. Persvnbeschreibung. Derselbe ist ohngefehr 25 Jabrr alt, 5 Schuh 8 Zoll groß, von star. kem Körberbau. hat hellblonde Haare, schwachen Bart von gleicher Farbe, glattes vvllkom» menrS Angesicht, seine Stimme ist stark und seine Sprache etwas schnrll. — Seine Kleidung besteht io groben leinenen weiten Beinkleidern, in einem grobtüchrnen duukelblaum Wammes, einer grauen alten mavschrsternen Weste, einer blantüchene« runden Kappe u. Stiefeln. Karlsruhe den »tten April 18» 8. Grvßherzvgk.Stadtawt. 2) Karlsruhe. Dem rechtmäsigenEigen- thümer der unten befchriebeueu Herrschaft!. Schuldnrkuude ist dieselbe vor emlgen Lage» entkomme». Auf desselben Ansuchen und mit Zustimmung der großherzogl. BmtsreoisvratS- Kaffe wird daher der dermalige Inhaber auf« gefordert, binnen eines peremtorischen Termins von 6 Wochen von heut« an bei unkerjeichueter Stell« die fraglicheSchuldnrknndezd prodaeiren «nd fich über bereu rechtmäßigen Besitz auSzu- weisen; «idrigenfall« z« gewärtige» ist, daß dieselbe für amorlifirt erklärt werde» wird. Kerfügt Karlsruhe den lyren April »8l8. Großherzogl. Sradramt. Beschreibung der Schuldurkunde. Dieselbe ist von dem Hrn. Markgraftu, «aä maliger» G> oßherzvg Kart Fredrtch zu Baden, Königl. Hoheit, im Belaus zu 3,02 fl. Kapital, zur Laudschretderri Karlsruv«, auf Jungfer Anue Kakie Archenholzm ä»l. Karlsruhe d«u rz:e« Juni ijgi zu 4 pCr. vrrztnslich, und gegen vierteljährige Auskündtgung iML'cßern Hryl ausgestrllt, und dis zur Zerr ihre» Entkommens noch mit keim« Cejfionsfchri» versehen gewesen. 2) Waldkirch. Der auf öffentlich« Dor» ladnvg vom l8tenMärz < 8 l 7 nicht erschienene Joseph Burghard v.on Waldkirch wird für verschollen erklärt» und dessen Vermögen seinem Bruder Georg Burghard zu Bilm als bekannte» nächste» Erbberechtigten gegen Cautivn in fürsorglichen Besitz übergeben. Waldkirch d-8. April 1818. Großherzogl. Bezirksamt. 3) SinSheim. Der Accifor «. Steuer- Erheber Spieler zu Dühren hat die über ei« dem Franz Joseph Bauman« zu Grvmbach geliehenes Kapital von 302 fl. ausgestellt« Obligation ää. Sinsheim den 4,Jä«er 1816. großherzogl. Aerario als Dienst - Cautivn ee- dirt, die aber adhande« gekommen ist. I« Nahrung der hypothekarische» Stechte des Ar» kisors und Steuer - ErheberS Spieler zu Dühren wird der Besitzer dieser abhanden gekommenen Obligation aufgefordert, seine« etwaigen RechtStitel innerhalb 6 Woche» von heure a« dahier um so gewisser «achzuweisen, al» man nach fruchtlosem Umlauf dieser Frist «sagte Obligation für amorlifirt erklären werde. SinSheim den 4*«» April 1818. Großherzogl. Bezirksamt. Untergerlchtltch« Aufforderungen und Lundmachungen. Schul denkt qni da tkone«. Hierdurch werbm alle diejenige. welch« an folgend« Personen Foderungen habe«, u«t«r dem Präjudiz, aus d« vorhandene« Masse sonst keine Zahlung z« erhalten, zuff Liquidtruug derselbe« vorgelade« r Ans dem Großh.Stadt- u.r.Landamt, Borberg 2) zu Oberschüpf, an den in Gant geratheur» Johann Michael Keller, au- Montag den szren MailJ vor dem hierzu beauftragten LheiluugS« Commiffariate ir Oderschupf. AuS dem Großherzogl. DejlrkSamte GerlachSheim r> zu Unterwittighause», an den verstorbenen Pfarrer Nikol. Eligius Wagner, auf Dienstag dm irren Mai d.Z. früh 9 Uhr, vor dem TheilungS-Commiffarlate in Unterwittighausen. Lrbvorladungen. Folgende schon langst abwesende Personen »der deren Leibeserben sollen binnen iS Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher " ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Verwandte» gegen Kaution wird ausgeliefert werden: AuS dem Großherzogl. Bezirk,Samte Achern O von Achern, Ludwig Ell, welcher seit Z2 Jahren abwesend ist, ohne bisher Nachricht von sich gegeben zu haben. 2) Offenburg. Die verlebt« Frau Re- g-erungsräthin v. Dürrfeld, Barbara, geborue Witsch dahier, legirte den Erben ihres ersten Ehegatten, deS verstorbenen AmtSschulthekßm Sall zu Oberkirch, eine Summ« von izoo fl. Da man aller seit der Erblasserin Ableben angewandten Mühe ohngeachtet, nur zum Theil erfahren konnte, wer diese Erben seyrn; s» ist man genöthiget, di« Geschwister oder die Nachkommen de» ohne Leibeserben verlebten AmtSschultheiße» Gall mit dem Anfügen hiermit öffentlich vvrzuladen, sich binnen 3 Monaten, von heute an, durch legale Ausweis, sowohl über ihr« Berwandtschaftsnäb« alS über di« An. oder Nichtaunahm« de« Le. gat« bei Unterzeichneter Stelle um so gewisser zu melden und zu erklären, al« mau ansonsten keinen Anstand nebmm würde, die legirten 1500 fl den bereits bekannten «mtSschultheiß Gallischm Anverwandten ausznauiworten. — J Hffevburg den izte« April ig-g Großhrrz Stadt» «. ite» Landamt» rvz z) M osbach. Der ledig« Freidrich Lellbach, gebürtig von Diedröhe-m. diesseikigenAmksoe- r'rkts, ist als Gemeiner bei dem großherzogl. bad. Militär stehend. aus dem lrtztm rnsst» scheu Feldzuge bis jetzt nicht wieder »ach Hause zurück gekommen, und bat auch seit dieser Zeit n'chkS mehr von sich hören lassen; «» wird daher derstche «ach MaaSgabe der im Regiruugsblatt ».Jahr >816. No. 2. erschienenen hohen K,i,gS» NwiKrrial - Verordnung für tobt suzruvm» mm , und da er keine« letzte« Wille» hinter» lasse« bat. so werde« alle diejenige, welche«» seine Verlaffrni'chafr «inen rechtlichen Anspruch auS irgend einem Grund« machm zu könne« glauben.hiermit aufgrfordert, sich bioven 6 Woche» bei dem Unterzeichneten Amte zu mek» den» öder avsonstm zu gewärtigen, daß dir Verkaffmschaft an deS Vermißten nächste Anverwandte verabfolget werden soll» Mosbach d» 28tenMärz,8>8- Großherzogl. Stadt» u. iteS Landamt. Versteigerungen. i) Heidelberg. Künftigen Montag de» 4ten Mai, Nachmittags um 2 Uhr, wird dat zur Verlassenschaft des großherzogl. Förster- Blank zu Schönau gehörig« Vieh, einige Ochsen , 4 tragbar« Kühe. 1 t jäbrigeS Rind, l tragende« Loos» und 1 Läufling-Schwei», im großherzogl. Forsthanse daselbst, urd den folgenden Tag Nachmittags «m 3 Ubr «kn zngrritteneS Stutteepferd, ein Grauschimmel iz bis lg Fäuste hoch, und angehend 4 Jahre, nebst mit S'lber beschlagenem Sattel ».Zeug, dahier im Gasthause zum goldenm Hecht; daun Montag den >8trn Mai, Vormlttag- um 8 Uhr anfangend, die zu dieser Perlassenschaft gehörige Fabruiß» Gold, Silber, Kleidung, Weißzeug. Bettung. Schreinerwerk» Zinn, Kupfer, Messing, Buchen, gemischtes und Daubbolz, Fuhr, und Feidzeschirr, mehrere in Eisen gebundene Fässer, eine vollständig« Branntweinbrennerei - Einrichtung ; dann Früchte, Korn, Spelz, Haber. Gerste, Kartoffel» und Malz, Stroh und Heu. der Erbtbeilung wegen im großherzogl. Fo-stbaus« zu Schönau gegen baare Zahlung versteigert «erden. Heidelberg den aqtev April ißiZ» Großherzogl. 2 reS LandamtSrevisorat. *04 2) Mannheim. Zn der BehausungLit. K 4. No. 17. des dahier verlebten kön bair. Geheimerath u. Hofrichter Herrn Ferdinand Adrian Freiherr von Lamezan, Excellenz, werden biS Dienstag den i2ten Mai Vormittag- y Uhr und Nachmittags r Uhr. und so die folgende Tage, nachstehend« Fahrnisse, alS: SUber, Leinengetüch, Bettungen, Schreiner- werk, worunter mehrere gute Kanapee sich befinden, Penduluhren, Spiegel, GlaS und Porzelaine, Kupfer, Messs-^, Eisen- und Blechgeschirr, allerhand Hausrarh, ein Reise» wagen, eine Anzahl Oelgemälde von den ersten Meistern, Kupferstiche unter Glas u. Rahmen, und eine beträchtliche Parthie Musikalien, öffentlich gegen gleich baare Bezahlung versteigert. Mannheim den 2Zten April 1818- Großherzogl. AmtSrevisorar. 3) Mannheim. In dem HauseLit. A r Ko. 9. dem Schloß gegenüber im 2ten Stocke Werden b»S Mittwoch den 6ten Mai d. I. Vormittags y Uhr und Nachmittags a Uhr und s» die folgende Tage, eine Anzahl guter Oelgemälde, englischer und anderer Kupferstiche unter Glas und Rahmen, sehr wohl gehaltene gebundene Bücher über Lilteratur, Erdbeschreibung, Statistik, alte und neue Geschichte, Rechts Wissenschaft, Staats- und andere Wirthsckaften lateinische Classiker u.d.g. gegen baare Bezahlung versteigert werden. Mannheim den 2Sten April »8>8- Großherzogl. AmtSrevisvrat. i) Mannheim. Freitag den rzten Mai, Nachmittags 3 Uhr, wird auf dem Amthause dahier daS im Quadrat LU. A 1.N0 y. liegende Haus der Wittwe des längst verlebten hiesigen Br. u. Schiffwirths Joh. Tresch öffentlich versteigert, Mannheim den 27«» April 18*8. Großherzogl. AmtSrevisorar. i) M an n hei m. Montag den t8ten Mai, Vormittag» 9 Uhr und Nachmittags 2 Uhr, und so die folgende Tage, werden in der Behausung Lit A >. No, 9. folgende Fahrnisse, alS: weibliche Kleidungen» Leinengetüch, Bettungen, Schrernerwerk, Zinn, Kupfer, Messing, Eisen nnd Blechgeschirr, Spregel, GlaS und Porzellän und sonstiger Hausrath, gegen gleich baare Bezahlung öffentlich verstei» gert. Mannheim den 27M1 April t8r8- Großherzogl. Amrs'evisorat In der Behausung Lit Q 4, No. 2 werden Dienstags den irre» k. M. Mai, Vormittags 9 und Nachmittags 2 Uhr, und so die folgende Tage, die zur Verlassenschaft deS verlebten hie, sigen Br. u. Schlossermeisters Adam Laubinger gehörige fertige Schlosserarbeiten jeder Art, wie auch daS vollständige Werkzeug für Feuer» u. Metallarbeiten dienlich, öffentlich freiwillig gegen gleich baare Bezahlung versteigert, und mit den fertigen Arbeiten angefangen werden. Mannheim den 2ytrn April 18» 8- In der Behausung Lit. Q 2. No. i werden MontagS den i8ten Mai l. I. Vormittags 9 und Nachmittags 2 Uhr, und so die folgende Tage, di« von dem verlebten hiesige» Br. u. Schlossermstr. Adam Laubinger rückgelaffenen Effecten, alS: männliche Kleider, Leinengetüch, Bettung, Schreinerwerk, Zinn, Kupfer, Messing und sonstiger HauSrarh, gegen gleich baare Bezahlung öffentlich freiwillig versteigert. Mannheim den 29t«» April t8l8- 2) Mannheim. DaS den Hafner May. fchen Eheleuten zugehörige Quadrat Lit. 6. 5. No. 10. gelegene Haus, worauf bereits 938 fl. gebothen sind, wird Donnerstag d. rgten Mai l Z. Nachmittags um 4 Uhr auf dahiesigem Amthaufe versteigert, und ohne Vorbehalt zu» geschlagen. Mannheim d 22. April t8»8- Großherzogl «mrSrevisoral. Llonzert- Anzeige. Ende« Unterzeichneter wird di« Ehre habe», Freitags den 1. Mai im große« Crnzerrsaal« Ein« musikalische Unterhaltung auf dem von seinem sel Vater und ihm erfundene« Harmonichord Belloneon Cbordaulodion und Trompeter-Automat ihrer Erfindung zu geben. DaS Nähere enthält der Anschlagzettel. Friedrich Kaufmann, Akustiker aus Dresden.