Gkößhekzogltch Kadtfcher «oe Anzklgcblatt für dev Neckar- «nd Makv- «nd Tanberkreks. Z2. Dienstags den zoten Juni 1818 Vekannkmachung-n i) Mannheim. Nachstehende Jnstruc tion. welche den zur Streifwache im hiesigen Schlvßgarten deorderlen Unteroffizieren ertheilt wurde, wird hiermit zur Nachricht öffentlich bekannt gemacht: i. Die zur Patrouille kommandirten Unteroffiziere haben sich frühe Morgens bei der Re veille in den Schlvßgarten zu begeben und afc wechselnd den Tag hindurch bis Abends nach ii Uhr strenge Aufsicht zu halte», damit alle Unordnungen allda bestmöglichst verhütet werden. r. Sie haben daher ans folgende Vorschriften «nd Verordnungen genau zu achten, die Iu- widerhandelnde» zurecht zu weise», uöthigen- falls zu arretirrn und zur Bestrafung auf die Schloßwache zu verbringe«. 3- DaS Abbrechen der Blumen und Gesträuche, fo wie das Holzsammeln in den Gebüschen, ist Niemanden erlaubt; eben so wenig dürfen sich in den Gebüsche« und Gruopirungen »erdäch tige Weibspersonen aufhallen. 4- ES darf Niemand über die Grasplätze oder durch das Gebüsch gehen, noch die GraSein fassung an den Wegen betreten. S. Das Fangen der Nachtigallen und das Aus heben n,.d Zerstören der Vogelnester ist jeder« mann verbothrn. S. DaS Laufen mit den Lanfmasthinen ist nur in der Mitte derHauokwegegeKotrer, auf dem Fußpfade und allen Nebenwegen aber ver. bot h,«.' 7. Die Kinder «nd besonders dieSchulknabr», wenn sie truppweise in dem Garten sich einfinden, oder ihre Spiele darin« treiben, wie dieff besonders häufig am Eiskeller geschieht, sind i» dem Schloßgarten nicht zu dulden, sonder« auf der Stelle fortzmveisen. 8 . Aller Lärmen, Streit, und jeder sonstige Um fug, wodurch der Ordnung liebende Theil deS Publikums in seinem Vergnüge« gestört«»», ist durchaus vrrbothen. 9. DeS Abends nach io Uhr darfsichNiemanb mehr in dem Schlvßgarten aufhalren, wen« es nicht Personen von Distinktion sind. Rach 11 Uhr aber bleibt der Aufenthalt für Jedermann ohne Unterschied der Person nntersagt. 10. v. I. Di« Strafe der Urbertreter, welche aur ;,o kr. festgesetzt wurde, erhält wie vorhin derjenige Untervffizi«r,drr einen solchen arretirt» Mannheim den idten Juni l8>8. Großhrrzogl. Oberhvfmarschallamts» Deputation. 2) Mannheim. Die großherzogl. Leihtz Haus» Commission bat der Geschäfts. Erleichterung wegen beschlossen, daß mit dem nächst anfaugrnden Monat Juki auf die gewöhnliche Pfandrage» nämlich Dienstags» Donnerstags und Samstags Morgens Pfänder nur angenommen und renovirk, und Nachmittags ank- geleSt und rrnovirt, Freitags Morgens aber dergleichen wie bisher angenommen und 0«»- gelost werden können. Mannheim den rzte« Juni 1818. Nestler, Kassier. i 'i J 1 ZS« i) Hü finge». Dem Fuhrmann Mathias j Bury von Billingen wurde heute das mit sich geführte Geld ad 300 fl. aus seinem Wagen in Donsusschingen entwendet. Der Verdacht dieser Entwendung fallt auf eine» fremden mit ihm dahin von Geisingeu aus gefahrnen Menschen» welcher von Statur mehr al» mit» telmäßig groß» ziemlich besetzt, zwischen 20 bis 30 Jahre alt ist, und «in sauberes Gesicht mit einem am Kinn zugespitzten Bart hat. Er trug einen grauen Urberrvck, der» gleichen lange Beinkleider, «inen runden Modehut, «in Meerrohr und einen Regenschirm von Lasset» auch einen Ulmer Tabakspfeifenkvpf, und spricht den Schweizer-Dialrcr. — Das Geld soll sich in einem ledernen kleinen Rauten befunden haben, und in 150 fl. an großen Lbalern, das übrige an Münze bestanden fty«. Sämmtliche Behörden werden geziemend ersucht , auf diesen Menschen genau fahnden, denselben im Betretungsfall arretiren und ge» fänglich anher «inli fern zu lassen. Hüfingen den 2ilen Juni igt8. Großherzvgl. Bezirksamt» t)Mannh«im. (Landesverweisung.) Der hierunten beschriebene Peter Earl Müller von Hirschhorn» im Großherzogthum Darmstadt, welcher vermög Urtel des großherzvgl. hoch» preisl. Hofgerichts zu Mannheim vom roten Febr. 1818. No. 31c— 14. wegen Wilderei .«ine Monatliche Zuchthausstrafe zu erstehen hatte, wurde heute nach hohem Justizmini- sierial - Erlaß vom 9t,n Juni l. I. No. »496. entlassen und sämmtl. großherzvgl. bad. Landen verwiesen. Personbeschreibung. Dieser obige ist 43 Jahr« alt, 5 Schuh 7 Zoll 2 Strich groß, von langer schlanker Statur, hat rin ovale- Angesicht, frische Sefichtsfarb«, braune Kopf» haare, niedere gewölbte Stirne, lichte Augen» drauoen, blaugräuliche Auge«, lang« Nase, vollkommen« Wangen, Mittlern Mund, man» gelhafte Zähne, schmale- Kinn, braune Bart» haare, langen dünnen Hals. — Sein« bei der Entlassung angehabte Kleidung bestund in einer blau zeugrnen Kappe, brau« wchenem Wammö, kattunenen Weste braunen mit Leder besetzten Reithosen, «in Paar grau leinenen ' 4 Strümpfe», und Schuhen. Mannheim den rchttn Juni i8>8. Großherzvgl. Zuchthaus - Verwaltung, l) Radolfzell. In Gemäßheit hoher KriezSministerial»Verfügung vom 28 Mai No. 2797. wird der Soldat des 2ten Linien» Jufant. Regim. Kornel Schelle von Wange«, welcher in der Schlacht bei Leipzig blefsirt, und hierauf in ein Spital daselbst gebracht worden sepn soll, seitdem aber nichts mehr von sich hören ließ, anmit öffentlich vvrge» laden, b'nnen Jahresfrist sich brr seinem Re» gimmtS-Kommando oder bei Unterzeichneter Behörde en.weder selbst zu stellen, oder von seinem Leben «nd Aufenthalte Nachricht zu «r- thrilen, widrigenfalls über dessen Vermögen nach Maaßgaoe der bestehenden Gesetze und der vorliegenden Disposition verfügt werde« soll. Radolfzell den ulen Juni r8l8- Großherzvgl. Bezirksamt, i) Mannheim. Da der von hier gebürtige, von dem großherzvgl. bad. Linien»Inst Regim. v. Neuenstein entwichene und edicta- liter »orgeladene Soldat Franz Berg sich in» nerhalb der anberaumten Frist nicht gestellet hat; so ist durch Entschließung der grvßherz. Direktors des Neckarkreises vom idrn d. M. genannter Franz Berg seine- Gemeknderechts verlustig und die ConflSkarion feines Vermögen- erkannt worden; welches hiermit de. kannt gemacht wird. Mannheim den 26tot Juni igi8* Sroßherzogl. Stadtamt. ». Jagemana. Vät. Kunkelmann. 1) Mannheim. Da der von hier gebür» tige von dem grostherzogl. bad. Linien. Inf. Regim. v.Neurnstem entwichen« HornistAdam Trommer sich innerhalb der anberaumten Frist nicht gestellet hat, fo ist durch Entfchleßung de» großherzvgl. Dir,ktorii des ReckarkreiseS vom lyteu d. M. genannter Adam Tromm« seines GemelnderechtS verlustig und die Eon» fiSkatio« feines Vermögens erkannt worden; welches hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Mannheim den 27 ten Juni lglß. | Großherzvgl. Ttadtamt. v.Jagemann. Tdt. Kunkelmamt. i) Mannheim. Da sich der unterm 22ten Marz V. I. zur Empfangnahme seines in gerichll. Verwahrung beruhende» Vermögens vorgeladen« Jakob Krau» bisher nicht gemeldet hat, so wird derselbe nunmehr für verschollen erklärt, und dessen nächste Verwandte in den fürsorglichen Besitz eingewiesen. Mann» heim den rgren Juni 18*8- Großherzogl. Stadtamt. v.Jagemann. V-!t. Nürnberger. 3«7 I d de« großherzogl. Amt-revisorate zu Cschel, bronn. wo man eine Borgfrist oder eine« Nachlaßvergleich versuchen wird. Au- dem Großherzogl. Bezirksamt« Osterburken 2) zu Zimmern, an den in Gant vere falle«« Br. «. Bauern Konrab G ö tz, auf Dienstag den -ten August l. I. Vormittag- 9 Uhr, vor dem großherzogl» Amtsrevrsorate in Zimmer«. 2) B r e t t««. Conrad Heineck von hier ist im erste« Grade für mundtodt erklärt; es soll ihm daher ohne Bewilligung seine» Pfleger» Anton Burger nichts geborgt oder sonst etwa- mit ihm kontrahirt werden, bei Verlust der Forderung. Brerten den >8ten Juni 1818. Großherzogl. Bezirksamt. Untergerichtlich eAuffsrdernnßen und Lundmachungen. Gchuldeuliquidatiouen. Hierdurch werde« alle diejenige, welch» an folgende Personen Federungen habe«, un» ter dem RechtSnachtheile, au- der vorhandenen Masse sonst keine Zahlung z« erhalten, zur iiqmdiruug derselbe» vorgeladen: Au- dem Groß herzoglichen Amte Schwezingrn ,) zu Hvckenheim, an dm in Konkurs erkannten Metzger und Adlerwirrh Ludwig Fuchs, auf Mittwoch den 29t,n Juli früh 9 Uhr, vor dem großherzogl. Amt-revisorate zu Hockenhrim. Au» dem Grvßh.Stadt» u. i.Landamte Mosbach 2) zu Dal lau, an die BerlassenschaftS» massed«- verwittibten Bürger» Joh. Hohl, aufMittwock den arten Juli d. I. früh 7 Uhr, vor dem großherzogl. Amt-revisorate auf dem Rathhaus« in Dallau. Au» de« Großherzogl. Bezirk-amte Sio-Heim 2) zu Lfchelbrvnn, an dm in Kon» kur» erkannten Adam Arnold, auf Montag den r^ttn Juli d.J. Vormittag» 9 Uhr, bei Lrbvsrladungen» Folgende schon längst abwesend« Personen oder deren Leibeserbm solle« binnen io Mo« «atrn sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Ver- wandtm gegm Kaution wird «u-geliefert «erden: Au- dem Großherzogl. Bezirksamt« Kanderu r) von Tannenkirch, der MetzgerJoh. Jakob Tanne«, welcher im Jahr i8>o mit amtlicher Erlaubnis nach Frankreich auf die Wanderschaft gieng, und im Jahr l8lr als französischrr Regie-Metzger dem Herre-zuge nach Rußland gefolgt sryu soll, seitdem aber keine Kunde von seinem Leben anher grlanae» ließ, dessen angrfalleneS Vermögen in 158 fl» 46 kr. besteht, binnen einer Frist von - .Mo« naten. Au- dem Großherzogliche« Amte Weinheim ») von Wrinhrim, Joh. Gwrg Joest, welcher schon vor 20 — 25 Jahren in pfalz» bair. Militärdienste getreten uud seitdem nichts mrhr von sich hören ließ, dessen Vermögen '« 329(1. 45 kr. drstrht, bivmn einer Frist v», 3 Monaten. «ns dem Großherzogl. BezkrkSamt« Radolfzell 2) von Fridiugen an der Aa«, Joseph Mörtel, welcher sich schon vor 33 Jahren unter da- damalige kais östr.Reg'm. Bmder ««werden, und seitdem nichts webe von sich höre» ließ, dessen Bermögm in 56b fl. zss 34J fr. besteht, binnen einer Frist von y Monaten. An- dem Großherzvgliche« Amte Wolfach 2) von Schiltach, der led-'ge Schreiner» geselle Samuel Scheerer, welcher schon seit Zc> Jakreu. unbekannt «0 in der Fremd« abwesend st, dessen Vermögen in 10z fl. 50 kr. best. Hk. An- dem Grvßh-Stadt. u.i.Landamtr Wertheim 2) von Kiew dach» der Schreinergeselle Georg Andrea» Kirchner» wohnhaft zu Wert- heün, welcher sich vor ungefähr rüJahren unter d^ damaligen batavischen Husaren anwerben und settdem nichts mehr von sich hören ließ, dem in der Zwischenzeit ein kleine- Erbe von seiner verstorbenen Mutter Barbara Hofmännin dayier angefallen ist. Versteigerungen, f) Mannheim. Samstag den 4ten de- nächsten Mo»at- Juli Nachmittags 2 Uhr wi,d derdiefijihrige großeZebn'en von sämmk» liche» Oistrit en hiesiger Gemarkung und von den Allmentlovseu im WinhShausr zum gvld> «en Lamm öffentlich »ersteigert. Mannheim den agtrn Juni «8k8. Großhrrzogl. Dvmankal» Verwaltung. Dauninger. 1) Mannheim. In Gemäßheit hoher Krieg-ministertal - Verordnung werden nächst- kommende« Freitag den zten Juli d.J. früh 8 Ukr in Lchwezmgen bei dem Gast Hause zu« Pftlzerhofir Crvaleriepferde, und den folgenden chontag darauf den 6»en Juli früh 8Uhr in Mannheim bet de« Schloßtallungen 21 dergleichen Pf«-de, gegen zke ch baare Bezahlung Affenuich versteigert; welche-hiermit ulrössent- likvea Kenn miß gebracht wird. Mannheim den rhte« Juni rgf8 DonMomando de- Oragonerregimrnt- ^ v Freistadt No. 1. ». Baumdach, Oberst, i) Mannheim. Das l-it «. 3. No. 11. nelege.'e H u- der Wittib Janson, worauf Hoc, fl. gebothen sind, wird den inten Augnst »ächsthin, Nachmittag- z Uhr öffentlich versteigert und ohne Vorbehalt zugeschlagen. Mannheim den ,7!«« Inn- >8l8- Großherzogl. Amterevisorat. i) Mannheim. Mittwocl» beulten Juli l.J. Nachmittags 3 Uhr wird in der Behau, sung des hiesigen Weinwirrh- Dorid Mayer sehr gutes Tafttweißzeng, engl. Zinn. Kupfer. u Messiuqge'chnr, so wie eine Pan hie Bücher öffentlich gegen gleich baare Zahlung fteiwillig verstn'gert. 7) Mannheim. Dienstag den yten Juli Nachmittags 3 Uhr wird auf dem Amthanse dahier das Haus Lit. 8 a. No, 12., dann eine in der Christenschrann« dahier sich befindliche Fleischbank de- Metzgermeisters Joh. Philipp Moll öffentlich versteigert. Mannheim den arten Juni x8i8. Großherzogl. AmtSrrvIsorat. 1) Mannheim. Montag den rztenJulk Nachmittag- z Uhr werden auf dem Amt- Hause dahier die Häuser L.H. s 2. No. 4 u 5. des Metzgermeisters Ich. Philipp Moll öffentlich versteigert. Mannheim d»n raren Juni 1818. Großherzogl. Amtsrevisorat. z> Mannherm. Freitag de» zten Ji'll Nachmittag- 3 Uhr wird auf dem Awtbauft da wer das Haue, Eit. E 1. No. 6. des Br. u. Handelsmann Joh. Baptist Brentano öffentlich versteigert werden. Mannheim der, ijttn Juni 1818. Großherzogl. AmtSreviforat. Anzeige. Von den in diesen Blättern schon erwähnten Kaleidoskopen hat Unterzeichneter mehrere nach einem Engl schrn verfertiget und verbessert. Solche zeigen vorzüg'ich schön und !!<*>• die un» erschöpft ich« Menge DessinS. Der Preis derselben ist sehr bcllig, wobei er bemerkt, daß, da viele nachgemacht werden, dieseinige selbst verfertigt, mit seiner Adresse bezeichnet sind. F. Sprecher, Graveur an den Planken. Dem Pfäizerdof gegenüber in Elt. E 1. No. ig. im 2t«a Stock. Bei Peter Schmucken i» Eit. v 4. No. r. ist frisches Pyrmvnter Mineral ', a sser io großen und kleine« Bouteillen angekommen und um billige« Preis zu verkauft«.