Großherzoglich Badisches Anzeigeblatt für den Neckar- und Main- und Tauber-Kreis. No. 17. Dienstag den 27. Februar 1821. Bekanntmachung. Großherz ogl. Bad. Hofgericht. B.G. No. 1226« I.Sen. In dem ältesten in diesseitiger Registratur noch vorfindlichen AufnahmS-Protvkoll vcm Jahr 1779 über die bei dem damals kurpfälzischen Hofgerichke vorräthig gewesenen Depositen, finden sich folgende unbezogene Reste von in früher» Jahren depontrt gewesenen bedeutenderen Geldbeträgen in strittigen Rechtssachen eingetragen : Num, Depositi. Prozeß- R ubrik. Geldbetrag. 1. von Moraß, contra Mayerin von Crusiano. fl. 35. 52 kr. 2. Benin contra Creditores. s j, g » 3. Doitepp, contra Creditores .. » )]. 30 » 5. Eulersche Gebrüder, contra Tath,. » 8 . 12 » 8. Sartorius, contra Stauden .. » 43. jg , 9. Bonni, contra Creditores. » 5. 25 » 12. Götz, contra von Leyser. » 21 . 51 » 14» Legrand, contra Creditores . » 7. 32 » 16. Zellerin, contra Emmerich. » 12. 22 » 17. Haas, contra Baruch Weil . » 9. 20 » 18. Henrici, contra PucardS. » 14. 9 » 36. Conradi, contra RathSglieder in Weinheim. » 8 . 42 » 39. Weber, contra Mayers . * 23. 24 » 40. Wagner, contra Creditores. » 3 , 39 * 43. Bayer, contra Grübel » 19. 54 » 101 . 1'itv Baruch, Concurs . » 23. 38 » 119. Creuzersche Beneficial - Erben. * 32. 25 » 172. von Pesch, contra Creditores . » 14. 1 » 206. Utsch, con*ra Creditores. » 4.59» 129. Administration, contra Scharrauer Beständer. » 43. 14 » Sodann finden sich in einem späteren Aufnahms-Protokolle vom Jahr 1798 weiters folgende Depositen-Reste, nämlich: 106 Niim. Deposit!. Prozeß'Rubrik. Geldbetrag. 61. Hafner/ o-niti-» Heusser .•.'.TTr.r.TTT.r.. fl. 5 . 8 kr. 115. RömerischeS Debitwesen. » 47. 41 » 116. Reibold/ contra Creditores . » — n » 117. Böhmische Töchter/ contra Jalabert. » 43. 18 s 121. Schlösser, contra Creditores .. » 21. 7 » 122. Grimmeisen, contra Creditores. » 16. 12 » 124. Eroßische Verlassenschaft ..... 2 1. 11 » 137. Joseph Levi, contra Salzmann. 2 29. 28 » 142. Ackermann, contra Käufling. » 21. 5 » 153. Eöck, contra Creditores.—... » — 7 « 165, Hestetmann, contra Gallinger ... 2 49. 30 s 182. Varins, contra Creditores . s — 34 » 191. Spegg, contra Creditores .-. » 6. 37 » 194. Raphael Zimmern, contra Dequall. 2 6. 48 » 235. Hoffmeister, contra Creditores. 2 2. 30 » Eine nähere Benennung der ursprünglichen Deponenten, so wie die Bezeichnung des Veranlassrs, des Zwecks der Deponirung, und die Ursache der bis daher unterbliebenen Auslieferung, enthalten die altern Depositen-Aufnahms-Protokollen nicht, und so wur« den auch diese Depositen - Reste in alle spätern Ausnahms»Protokolle mit gleicher Unbe» stimmtheit übertragen. Hiernach werden zu endlicher Erledigung dieser alten Depositen diejenigen, welche hierauf einen rechtlichen Anspruch zu haben glauben, hiermit aufgefordert, solchen binnen drei Monaten bei dem großherzogl. badischen Hofgerichte dahier nachzuweisen, wo ansonst nach Umlauf dieser Frist diese Depositen der großherzogl. badischen Staatskasse überlassen und als erschöpft in den Depositen - Büchern bemerkt werden sollen. Mannheim den 15. Februar 1821. Frh r. v. Ste ngel» Vät. Weller. I) Baden. Der wegen mehreren Vergehen in Untersuchung gestandene Peter Hofmann von Baden, hat am 20. d. M„ Abends, bei seiner TranSportirung von Gernsbach hieher Gelegenheit zu entkommen gefunden. Man ersucht daher sämmtliche obrigkeitliche Behörden, auf diesen gefahr» lichen Menschen, der im Dezbr. 1819 auch schon aus dem Zuchthause zu Bruchsal aus- gebrochen, zu fahnden, im Betretungsfalle zu arretiren und anher zu liefern. Personbeschreibung. Derselbe ist 34 Jahre alt, 5' 6" groß, robuster Statur, hat ein länglichtes Gesicht, gesunde Farbe, braune Haare, hohe Stirne, brauneAugenbraunen, braune Augen, breite Nase, mittler« Mund, volle Wangen, gute Zähne, rundes Kinn, gerade Beine, schwarzen Backenbart. — Er trug einen runde» Hut, retheö Halsi tuch, grünen Ueberrock, weiße gedupfteWeste, graue tüchene lange Hosen und Stiefel. Baden den Ll.Febr. 1321. Großherzogl. Bezirksamt. Herzog. 1) Freiburg. Auf Ansuchen der Eigen, thümer folgender in Verstoß gerathenen Breisgau - Landständischen Obligationen, nämlich: No. pEt. 17. dd. 1. Jänner 1756 pr, 10000 fl. 4 4 22. .. 24. Jänner 1747 „ 3000 fl. 4 4 29. .. 15. März 1745 1400 fl. 4 4 656. „ 27 . Juni 1799 „ 1500 fl. 4 5 66. „ 10. August 1743 4000 fl. 4 4 492. „ 16. Sept. 1794 „ 100fl. 44 z 10. 15. Dezbr. 1743 „ 3000 fl. 4 ‘4 13. » 24. Dezbr. 1743 „ 6000 fl. 4 4 werden die Inhaber derselben hierdurch aus« 107 gefordert, die genannten Obligationen b»n nen 6 Wochen gerichtl. zu produziren, und ihre Ansprüche auf gedachte Obligationen binnen nämlicher Frist um so gewisser aus« zuweisen, als widrigens nach abgelaufener Frist die gedachten Kapitalbriefe als amor- tisirt würden erklärt werden. Freiburg den 14. Febr. 1821- Großherzogl. Stadtamt. Ehrismar. I) Engen. Weder bei der Messung und Visitation noch bei der Loosung der Con- scription für« Jahr 1821 sind nachstehende Conftriptionspflichtige erschienen: 1. Mathias Buhler von 'Anzelfingen, Schneider, 2. Fridolin Trunz von Ehingen, Wagner, 3. Kornelius Weißenbach von Hattingen, Zimmermann, 4 . Joseph Zufall von Wehschingen, Schuster. Dann ist wegen neuerlicher Visitation die Erscheinung folgender Cvnscribirter nö- thig: 5. Max Küchler von Ehingen, Schneider, «. Mathias Lang von Engen, Glaser, 7. Mathias Elsäßer von Hinterschingen, Schuster, 8. Joseph Heizmann von Jmmendingen, Glaser, 9. JosephKrausvonMöhringen, Brauer, 10. Jakob Kunz von Möhringen, Schlosser. Alle diese werden mit Frist von 4 Wochen sich vorunterzeichnetem Bezirksamte bei Vermeidung der gese-tzlichen Nachtheile zu stellen vorgeladen. Enge» den 16. Febr. 1821, Großherzogl. Bezirksamt. Eckhard. 1) Ta » b erb ischof sh ei m. Es wird der David Steinam, ledig, von Bischofsheim, im ersten Grade für mundtodt erklärt, und hat niemand unter Strafe der Nichtigkeit etwas mit ihm ohne dessen Vormund, Stadtrath Reidel, zu handeln oder zu borgen. Tauberbischofsheim den 30. Jänner 1821- Großherzogl, Bezirksamt. 2)Schopfhekm. Unterm 2S. Juli v.Z. wurden die beiden unten beschriebenen und benanntenPersonen nebst zwei Kindern dahier eingebracht, welche wegen Mangel an den erforderlichen Urkunden sich weder über ihre Herkunft, Geburts- noch sonstige Verhältnisse auSzuweisen vermochten. Nach ihren Angaben haben sie sich in Welschtyrol vor längeren Jahren verehelicht, und sich sodann im Schwabenlande, hauptsächlich aber im Schwarzwald und namentlich in den Bezirken der Aemter Waldshut, Bonndorf und Stühlingen Herumgetrieben, und der Mann durch Verkauf von Steingut und Re» genschirmeinachen, die Frau durch Stricken und Betteln sich ernährt. Bisher hat man über diese sehr verdächtigen Menschen keine nähere Auskunft erhalten können; man sieht sich daher veranlaßt, gemäß Verfügung großherzogl. Hofgerichts des Oberrheins vom 2. v. M. No. 19. deren Beschreibung öffentlich bekannt zu machen, und sämmtliche Gerichts - und Polizeibehörden zu ersuchen, im Fall ihnen etwas über die Heimaths- Geburts- oder sonstige Verhältnisse dieser Menschen bekannt seyn sollte^, die Unterzeichnete Stelle hievon gefälligst in Kennt« niß zu setzen. Personbeschreibungen. 1. Angeblich Augustin Weber, ist 28 Jahre alt, 5^4"gcoß, hagerer Statur, hat schwarze Haare, braune Augen, röthlichten Backenbart, langes bleiches Gesicht, spitzige glase, starken schwarzen Bart, und ist etwas blat- ternarbigt. — Er trug einen blauen Wam- mes, ein rothgestreifteS Gilet, schwarzseide- neS Halstuch, graue wollene Hosen, und Schuhe. 2. Angeblich Katharine Graf, ist 29 Jahre alt, 4' llf" groß, starken Körperbaues, hat graue Augen, röthlichtblonde Haare, mittelmäßige Nase, ziemlich großen aufgeworfenen Mund. — Sie trug einen gestrickten weißen wollenen Kittel, blauen halbleinenen Rock, blangestreifteS baumwollenes Fürtuch, eine Kette mit rvthen Beeren um den Hals, weißeS Halstuch unter dem Tschopen, keine Strümpfe, und 108 ein Paar Schuhe. Schopfheim den k. Februar 1821. Großherzogl. Bezirksamt» Kern. 2) Gengenbach. Da die Heimath des hierunten beschriebenen stummen Bursche»/ welcher dahier in Verwahrung ist/ durch die bisherigen Ausschreiben nicht ergründet werden konnte/ so wird dasjenige großherzogl. Ober- oder Bezirksamt, in dessen Bezirk'er heimathlich ist/ hiermit öffentlich ersucht/ darüber Auskunft anher zu ertheilen. Personbeschreibung. Derselbe ist beiläufig 26 Jahre alt, 5' I" 3'" groß, rahner Statur, hat dicke, schwarzbraune, über die Stir- ne herabhängende Haare, langes glattes Angesicht, wenig Farbe, niedere Stirne, braune tiefliegende Augen, braune Augeybraunen, große spitzige und etwas schiefe Nase, halben schwarzen Backenbart, breite hohe Oberlippe, längliches Kinn, und ist besonders daran kennbar, daß er am rechten Fuße ein wenig hinket. Er trägt einen runden hohen Filzhut, blaues Halstuch, grauen zwilchenen Mutzen, grünes rübelezeugeneS Brusttuch, weiße reustenzwilchene lange weite Hosen, zerlumpte Strümpfe, und Bändelschuhe» Gengenbach den 15. Febr. 1821. Großherzogl- Bezirksamt. B o sin. 2 ) Blumberg Da Xaver Degen von Riedböhringen, aus der Conscription von 1821, alS er der großh. Generalkantons- Jnsvektion übergeben werden sollte, sich unwissend wohin entfernt hat, so wird derselbe anmit öffentlich vorgeladen, innerhalb 6 Wochen sich zu stellen, widrigenfalls sein Vermögen mit Beschlag belegt, und nach bestehenden Gesetzen gegen ihn verfahren werden wird. Blumberg den 12. Febr-1821. Großherzogl. Bezi.ksamt. V ü r t h. 2) Neustadt. Georg Böhr von Eisenbach, welcher zur Conscription pro 1821 gehört, und durch das Loos zum Soldaten bestimmt ist, wird aufgcfordert, sicb binnen 6 Wochen bei Vermeidung der auf die Re- fraktion gesetzte Strafe dahier zu stellen, und seiner Milizpflicht zu genügen- Neustadt den 12. Febr. 1821. Großherzogl. Bezirksamt. B o t t l i n g e r. 2) Mosbach. Am Isten d.M. wußte sich ein Fremder, dessen Name nicht angegeben werden kann, bei einem der hiesigen Amtsuntergebenen unter dem Vorwand« einzu» schleichen, daß er aus französischer Gefangenschaft komme, und nach Rußland gehe, zeigte ihm einen ächten Frkedrichd'or, und bot ihn ihm gegen Silbergeld an. Der Bauer war, nachdem er von der Aechtheit durch einen Kundigen versichert worden war, zur Auswechslung gegen 7 fl. 30 kr. p. Stück erbötig; der Betrüger aber wußte die ächten wieder an sich zu bringen, und gab dem Bauer lauter falsche, welche ganz ohne Ge, halt sind, auch daS Gepräge eines Friedrich- d'vr gar nicht haben. Man bringt dieses zur Warnung vor diesem Betrüger hiermit zur öffentlichen Kennt- niß. Mosbach den 14. Februar 1821. Großh. 2tes Landamt. Sch a aff. Vstt. Kräutler. 2) Borberg. Vermag hohen Kreisdirek- torialbeschlusses Vom 9. Dezbr. v. I. No. 13575. ist die Erneuerung der UnterpfandS» bücher in mehreren Gemeinden deS diffeiti- gen Bezirksamts verordnet, daher hat man zum Anmelden und zur Vorlage der Urkunden in nachbenannten Orten folgende Tage festgesetzt: für Berolzheim den 2, 3. u. 4. April, für Bobstadt den S., 10. u. II. April, für Minzenhofen den 16 , 17. u. 18. April, für Hirschlanden den 24., 25. u.26.April, für Klepsau den 30. April, dann den I. und 2. Mai, für Lengrieden den 7-, 8. u. 9 Mai, für Oberbalbach den 14., 15. u 16. Mai, für Sachsenflur den 21., 22. u. 23. Mai, für Untcreubigheim den 28., 29. und 30. Mai. Zu dem Ende werden alle, welche Pfandrecht« in diesen GtMeinden geltend zu ma- men haben, aufgefordert, ihre Urkunden hierüber imOriginal oder beglaubterAbschrift an den bestimmten Tagen vor dem in jedem Ort auf dem Rathhause sich befindenden Theilungs-Commission und Ortsgericht um so gewisser vorzulegen, als im Unterlassungsfälle die Gerichte von aller Verantwortlichkeit und Gewährleistung frei gesprochen werden. Bcxberg den 2. Febr. 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Ortallo. 2) Gernsbach. In den Gemeinden Ottenau und Michelbach ist die Erneuerung der Unterpfandsbücher nothwendig. Es werden daher alle diejenigen, welche aus irgend einem Grund ein Unterpfandsrecht auf Güter in diesen Gemarkungen ansprechen wollen, aufgefordert, ihre in Händen habenden Pfändurkunden entweder in Urschrift oder beglaubter Abschrift, vor großherzogl. AmtSrevisorate dahier, und zwar für Ottenau den Isten und 2ten, und fürMichelbach den 8ten und Sten März d.J. vorzulegen, indem andernfalls diese Unterpfandsrecbte in die Klasse der nicht eingetragenen versinken. Gernsbach den 2. Februar 1821. Großherzogl. Bezirksamt. 3) Mößkirch. Bei der Rekruten-Aushebung fürs Jahr 1821 wurden nachstehende 'Bursche, und zwar Pankraz Rebholz von Allheim, mit No. 29, Bernhard Lay von Meningen, mit No. 40., und Joh. Martin Schüller von Rohrdorf, mit No. 43, zum aktiven Militärdienste bestimmt. Nachdem dieselben aber unwissend wo abwesend sind, so werden sie hiemit aufgefordert, sich innerhalb 6 Wochen bei Vermeidung der gesetzlichen Nachlheile dahier zu stellen. Mößkirch den 11. Febr. 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Müller. 3) Mo sbach. In der Nacht vom 3. auf den 4. d. M., wurden zu Billigheim auS der kathel. Kirche mittelst gewaltsamen Einbruch« nachstehende Kirchengeräthschaften entwendet: a. 6 messingene Altarleuchter ä 50 Pfund h. 6 zinnerne ditto ä 25 Pfund, im Werth von 60 bis 70 fl. Die Ersteren sind etwa 12 Schuh hoch, der Fuß ist ovalrund, das Mittelstück ist in verschiedenen Absätzen rund gegossen, der obere Theil, worauf die Kertze gesteckt wird, ist tellerartig. Die zinnernen Leuchter haben ein dreieckiges Gestell, unter jedem Eck einezinnerne Kugel, der obere Theil ist ebenfalls in verschiedenen runden Absätzen gegossen. Einige Stifte, worauf die Kerzen gesteckt werden, fehlen, weil sie bei der Entwendung heraus fielen. Mosbach den 6. Febr. 1821. Großherzogl. 2tes Landamt. Schaafs. 3) Tryberg. Der ohne Erlaubniß von Hause abwesende Wagner Franz Anton Duf- ner von Schönwald, ist durch daS Loos zum Kriegsdienste bestimmt worden. Derselbe wird deßwegen aufgefcrdert, sich binnen 6 Wochen um so gewisser vor Unterzeichneter Behörde zu stellen, als sonst gegen ihn als einen Ausgetretenen nach dem Gesetze verfahren werden würde. Tryberg den 7ten Februar 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Ble ibim ha u s. Untergerichtl. Aufforderungen und Kundmachungen. Schulden , Liquidationen. Hierdurch werden alle diejenigen, welch» an folgende Personen Forderungen haben, unter rem RechtSnachtheile, auS der vorhandenen Masse sonst keineZahlungzu erhalten, zur Liquidation derselben vorgeladen: AuS dem Großherzoglichen Amte Schwetzingen 1) zu Hocken heim, an den in Gant erkannten Mathias T r ä u t l e i n, auf Montag den 12. März l. I., vor grcßb. Amt«, revisorate auf dem Rathhause zu Hockenheim. AuS dem Großherzogl. Landamt« Heidelberg 1) zu Kirchheim, an den in ConcurS erkannten Jakob Oehlschläger, auf Mittwoch den 21. März, Vormittags 9 Uhr, vor der Liqnidations-Commissivn im Gast» Hause zum Adler in Kirchheim. AuS dem Großherzoglichen Amte Schwetzingen 1) Neckarau, an den Bürger Jakob Lang, welcher um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Versuche eines Stun» dungS - oder Nachlaßvergleiches gebeten hat, auf Donnerstag den 15. Marz l.J., früh ö Uhr, auf dem Nathhause zu Neckarau. AuS dem Großherzoglichen Amte Schwetzingen 1) zu Seckenheim, an den Maurer» meister Thomas Herdt, welcher um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Versuch eines Stundungs- oder Nachlaßver- gleichS gebeten hat, auf Donnerstag den 8. März, früh 8 Uhr, vor gvvßh. Amtsreviso- rate auf dem Rathhause zu Seckenheim. Aus dem Gr oßh. Stad t-u. 1.Landamte M o s b a ch 3 ) zu Diedesheim, an den kn Gant gerathenen Jsaias Lang, aüfDonnerstag den 8.März d I. früh 8 Uhr, vor dem groß- herzogl. AmtSrevisorate zu DiedeSheim. Aus dem Großherzogl.Bezirksamte Wies! och 3) zu Eschelbach, an den in Gant erkannten Bürger Franz Bender, auf Montag den 12. März d.J. Vormittag» S Uhr, vor demgroßh. AmtSrevisorate aufdem Rath- Hause zu Eschelbach. AuS dem Großherzogl.Bezirksamte W ie S l o ch 3 ) zu Eschelbach, an den sichgantmäßkg «rklärren Br. u. Weber Christoph Bender, aufMittwoch d. 14.März d. I.Vormittags 9 Uhr, vor großh. AmtSrevisorate auf dem Gemeindehause zn Eschelbach. Erbvorladungen. Folgende schon längst abwesendePersonen, oder deren Leibeserben, soll binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter wel- 110 cher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Ver» wandten gegen Caution wird ausgeliefert werben: AuS dem Großherzogs. Bezirksamte Trybe r g 1) von Gremelsbach, Karl Weinacker, welcher sich im Jahr 1790 in kais. östreich. Kriegsdienste begeben, und seither keine Nachricht mehr von sich ertheilt hat. Aus dem Großherzogl.Bezirksamte Staufen 3) von Eschbach, Fidel Thoman, 53 Jahre alt, weicher im Jahre 1780 freiwillig unter das k. k. östreich.Militärgetreten, und im Jahr 1796 in französische Gefangenschaft gerathen ist, seitdem aber nichts mehr von sich hören ließ, dessen Vermögen in 442 fl. 19 kr. besteht. Versteigerungen. 1) Mannheim. Den 15.März, Morgens II Uhr, werden in dem Amtsreviso- ratS-Büreau drei Pfalz» neuburgifche Schuldverschreibungen No. 62. ä 1000 fl., nebst ZinscouponS vom Jahr 1802, No. 99- und 190., jede a 50Ö fl., nebst ZinscouponS vom Jahr 1803, öffentlich versteigert. Mannheim den 23. Februar 1821. Großherzogl. AmtSrevisorat. L e e r S. 1) Heidelberg. Auf Samstag den 3. März d. I. , Morgens 9 Uhr, sollen zu Ziegelhausen, im WirthShause zum Adler, 344- Klafter Buchenklötze, 11 Klafter Forlenholz und mehrere Loose Reisig, aus den Herrschaft!. Waldungen des Reviers Ziegelhausen, Distrikte, Schimmel, Kreuzgrund, Judenwald, Hang oder die Mühl, GeigerS- heide, Felgenwald, Schönerbuchwald, Glas» hütlenrhal, Haabersthlag, Glashütten und Apfelskopf, öffentlich versteigert werden, wobei von den Steigern sogleich haare Zahlung geleistet, oder eine annehmbare inlän» bische Bürge gestellt werden muß. Kauflustige können dieß Gehölz mit dem Förster in Ziegelhause», Jagdjunker v. Räcknitz, vor der Versteiregung einsehen, und werden hie- mit eingeladen, sich an benanntem Lag und Stunde in Ziegelhausen einzufinden. Heidelberg den 20. Febr. 1821. Großherzogl. Forstamt. v.Steu be. 1) Heidelberg. Auf Samstag den 10. März l. I., Morgens 9 Uhr, soll zu Hed- desbach in der Kolmarschen Behausung nachbenanntes Gehölz aus herrschaftl. Waldungen des Reviers Schönau, öffentlich ver- steigt werden, wobei von den Steigern sogleich baare Zahlung geleistet, oder ein annehmbarer inländischer Bürge gestellt werden muß. Die Kauflustigen können dies Gehölz mit dem Förster Böhringer von Schönau vor der Versteigerung einsehen, und werden hiemit eingeladen, sich an benanntem Tag und Stunde zu HeddeSbach einzufinden., 1. Im Distrikt Schlum bachsteinige»: 974 Klafter Buchenscheiter, 94 — — Klötze, 20 Elchstämme. 2. Schelmeneck: 28 Klafter Buchenscheiter, 12 — — Klötze, 36 Eichstämme. 3. Langehecken: 364 Klafter Buchenscheiter, 6 — — Klötze, 174 —• Eichenklötze, 38 Eichstämme. 4. Steinwald: 684 Klafter Buchenscheiter, 24 — — Klötze, 264 — Eichenklötze. 5. Beikenhöhle: 7 Morgen Eichenschälwald, welche auf dem Stock loosweise »ersteigt werden. Heidelberg den 20 . Febr. 1821. Großherzogl. Forstamt. v. Steube. 1) Heidelberg. Den 28. März d. I. Vormittags 10 Uhr, wird das denStaatS» rath Franz von Schmitzifchen Erben erb» beständlich angehörige, unter dem Namen der Ziegelhütte bekannte Gut, unweit dem Gutenleuthof, Schlierbacher Gemarkung, mit sämmtlichen dazu gehörigen Gebäuden und Grundstücken, im Umfang von zusammen etwas über 6 Morgen, auf hiesigem Rathhause von diesseitiger Stelle, unter annehmlichen Bedingungen freiwillig versteigert werden. Heidelberg den 21. Febr. 1821. Großherzogl. Stadtamtsrevisorat. Weber. 2) Tauberbischofsheim. Die zur Müller Pröpferischen Gantmaffe zu Gissig- heim gehörigeDannmühle, die untere Mühle genannt, bestehend in einem solid gebauten steinernenWohnhause mit2Mahl- undlGerb- gange, nebst dazu gehöriger Scheuer und Stallung, dann I Morgen Acker und 2 Morgen Garten und Wiesen, bei und um die Mühle gelegen, wird Donnerstag den löten k. M. März, Vormittags lOUHr, auf dem Rathhause zu Gissigheim unter annehmlichen Bedingungen versteigert werden. Die auswärtigen Sreiglustigen haben sich vor der Versteigerung durch amtliche Zeugnisse über ihre Zahlungsfähigkeit und Erlernung der Müller-Profession auszuweisen. Tauber» bischofsheim den 3. Februar 1821. Großherzogl. Amtsrevisorat. K e m p f. 3) Mannhe im. DaS Lit. 8 2. No. 16. dahier gelegene Haus de« Bäcker Bernhard Reinfried, wird den 5. März, NachmittagS 3 Uhr, auf dem Amthause öffentlich versteigert. Mannheim den 14. Febr. 1821. Großherzogl. AmtSrevisorat. LeerS. 3) Mannheim. Dienstag den13.März, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem WirthS- Hause zum goldenen Lamm, die dem Baumeister Meffonier zustehenden Liegenschaften öffentlich versteigert, als: 1.19 Gartenplätze, welche größtentheilS den Umfang von doppelten.auch drei» fachen Neckargärten enthalten, und welche zwischen dem ehemaligen Rhein» und Neckarthore gelegen und sämmt- 112 lich mit dem vorzüglichsten Gartenboden bebaut sind. 2. Das ehemalige Rheinthor und der dasselbe umgebende Terrain. DaS Rheinthorgebäude enthält: a. Im zweiten Stock 9 große Wohnzimmer und eine Küche, wozu noch 7Zim- mer ohne großen Kostenaufwand beigefügt werden können. Plan und Ueberschlag hiezu können beim Eigen- thümer eingesehen werden, d. Im untern Stock, der durchaus gewölbt ist, Stallung für 12 Pferde, eine Remise für mehrere Wagen, einen Heuspeicher, sodann eine sehr geräu- mige Hofraithe. 3. Das ehemalige Zollhaus, welche- ganz zu Wohnungen eingerichtet und von Gartenfeld umgeben ist. 4. Acht bei diesen Gebäuden liegende Gartenplätze, welche, so wie die Eingangs genannte 19 Gärten, durchaus theilS mit den edelsten französischen Obstbäumen, theils mit vorzüglichen Weinreben, sämmtlich tragbar, angelegt sind. 5. Mittwoch den 14.März. Nachmittags 2 Uhr, die über dem Neckar gelegene Ziegelhütte. Der Plan, wie diese Liegenschaften und die Garkenplätze abgetheilt sind, kann nebst den Steigbedingungen täglich bis zumVer- steigerungStage bei Unterzeichneter Stelle eingesehen werden. Mannheim den 19. Februar 1821. Großherzogl. AmtSrevisorat. LeerS. Anzeige. 3) GerlachSheim. Den I.Marz d. I. wird di« Stelle eines ersten ActuarS bei dem hiesigen Bezirksamt« offen. Mit dieser Stelle ist ein ständiger Gehalt von 300 fl. und der Bezug von 5 pEt. von den eingehenden Taren, Sporteln, Strafgeldern und Stempelgebühren, somit auch die Führung der Tar» und Sportelrechnung verbunden. Jene Rechtspraktikanten oder re- cipirte Scribenten, welche diese Stelle zu erhalten wünschen, und sich über ihre Ge- schäftskenntnisse, so wie über ihren tadel- freien Lebenswandel durch gute Zeugnisse ausweisen können, wollen sich bei hiesigem Amte ehestens entweder persönlich oderdurch frankirte Briefe melden. GerlachSheim den 13. Februar 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Keller. Dienstnachrichten. Durch das am 9. Febr. erfolgte Ableben deS Schullehrers Hutmacher zu Theningen, Dekanats Emmendingen im Dreisamkreise, ist die evang. lutherische Schulstelle daselbst, welche nach Abzug der an den Schullehrer Weber in Hauingen abzugebenden 100 ff. poch über 200 fl. in wirklichem Ertrag ab- werfen mag, erledigt geworden. Die Com» Petenten um diesen Schuldienst haben sich binnen 4 Wochen durch ihre Dekanate oder Specialate bei der obersten evang. Kirchenbehörde vorschristmäßig zu melden. " 'S' -»•v'-vvtw Janson zu Hasselbach, ist zur vereinigten evang. Schulstelle zu HelmSheim berufen, und dadurch die evang. luth. Schulstelle zu Hasselbach, Spezialats Neckarbischofsheim, im Ncckarkreis, im Koinpetenzanschlag zu 77 fl. 33 kr. erledigt worden. Die Cvmpe- tenten haben sich binnen 6 Wochen bei der einschlägigen gräfl. v.Helmsiättischen Grundherrschaft zu melden. Durch die der fürstlich Fürstenbergischen Präsentation des FrühmesserS Jos. Schwarz zu Mößkirch auf dortige Stadtpfarrei, wird dessen bisher innegehabtes Beneficium cura- tum ad B.v.M. et S. Sebastianum, mit einem Ertrage von etwa 600fl. erledigt. Die Tompetenten darum haben sich bei derStandeS- herrschaft Fürstenberg als Patron nach Vorschrift zu melden. Carl Hermsdorf, Redakteur.