Großherzoglich Badisches A n z e i g e b l a t t für den Neckar- und Main, und Tauber-Kreis. No. 36. Freitag den 4. Mai 1821. Bekanntmachungen. 1) Mosbach. Die unten beschriebene Zigeuner- Jauner, und Diebstahlsfamilie/ welche gewohnt ist, durch Betreln, Wahrsa- sagen, Musikmachen und Diebereien ihren Nnterhaltzu gewinnen, treibt sich nach wohl« begründeter Vermuthung gegenwärtig im Badenschen herum. Indem man die Polizei,Behörden auf diese höchst gefährliche» Meäschen aufmerksam macht, werden dieselben zugleich ersucht, solche im Betretungsfalle zur Fortsetzung der begonnenen Untersuchung resp. weitern Ab» lieferung an die kön. baier. Behörden hierher verbringen zu lassen. Beschreibung der Familie deS ZigeunerS Joh. Leonhard Wilhelm zu Hundelshausen. 1. Vater Joh. Leonhard Wilhelm, ist beiläufig 67 Jahre alt, von mittlerer Statur, hat schwarze glatteHaare, schwarzbraune Gesichtsfarbe, länglichteS Gesicht, große grau« Augen, graue Augenbraunen, lange Nase, großen Mund, grauen Bart, spitzt. geS Kinn. — Besondere Kennzeichen: spricht abgebrochen und ziemlich rein deutsch. 7 — Trägt einen abgetragenen weißgrauen überreck, einen alten breieckigten Hut, ein schwarzseidenes HalStuch, ein Paar weiß- lederne Hosen mit Bändern, weißgraue Strümpfe und Schuhe. — Trägt gemeiniglich rin ledernes Felleisen, worauf eine Geig« gebunden ist, giebt sich mit dem Handel von Geigensaiten ab, und spielt manchmal auf; kennt übrigens kein sonstiges Spielwerk. 2. Margarethe dessen Ehefrau, ist beiläufig 58 Jahre alt, von mittlerer schwarzer Statur, hat schwarze Haare, länglichteS Angesicht, schwarzbraune Gesichtsfarbe, schmale Stirne, schwarz« Augen, schwarze Augenbraunen, stumpfigte Nase, spitziges Kinn. — spricht flüchtig und rein deutsch. — Trägt eine Kitzinger Haube mit breitem schwarzem Band, der Boden mit goldenen Blumen benäht, ein großes zitzeneS Halstuch, gemeiniglich einen alten gelb nanki- nettenen Überrock, worüber sie manchmal «in weißeS leinene- Tuch überhängt, kleine Stiefel, und einen Handkorb an der Hand. S. Friedrich der älteste Sohn, ist beiläu- fig 35 Jahre alt, 5^8" groß, hat schwarze gegräuselt« Haare, schmale Stirne, schwarze Augen, stitto Augenbraunen, länglichteS Gesicht, schwarzbraune Gesichtsfarbe, große lang« Nase, schwarzen Backenbart, etwa- spitze- Kinn. — Trägt einen hohen dreieckig aufgeschlagenen Hut, grauen hinten spitz zugeschnittenen Frack, über die Stiefel gehende hellgrüne tüchene Hosen, woran ein neuer Fleck von nehmlicher Farbe aber gröberem Tuch unten am Kreutz eingesetzt ist. — Ist im Januar b.J. wegen Jaunerei und Concubinat dahier in Untersuchung gestanden, und wurde, da er au- dem Gefäng» niß entsprungen, unter dem fälschlich an. gegebenen Namen Johann JeremiaS, auch Friedrich Hvlzmann zur Fahndung ausgeschrieben. Viäe Mannheimer Anzeigeblatt Ne. 8. 4. Andrea- der zweite Sohn, ist beiläufig 26 Jahre alt, 5^11" groß, hagerer Statur, hat schwarz« gegräuselte Haare, schmale Stirne, etwa- runde-Gesicht» gelbbraune Gestcht-farbe, fchwarzbkUrne Augen, mittlere Nase, dito Kinn, großen Backenbart 252 bis an die Nase ziehend. — Besondere Kenn» zeichen: das eine Auge ist blind und sieht ganz blaufleckigt aus, spricht hochdeutsch. — Tragt einen runden kleinen Huth, schwarzes Halstuch, einen schwarzbraunen Frack, weißliche Weste, Schuhe mit kleinen Schnallen. — Tragt gemeiniglich einen ledernen Büchsensack, worin erseine Musikinstrumente hat. Spielt verschiedene Saiten » und Blasinstrumente, und wird gewöhnlich Blötzer genannt. 5. Fritz der dritte Sohn, ist 18 Jahre alt, 5^6" groß, hat-schwarze gegrauselte Haare, schmale Stirne, schwarzbraune Au» gen, schwarze Augenbraunen, rundes Angesicht, schmarzbraune Gesichtsfarbe, etwa» rundes Kinn. — Besondere Kennzeichen: Tragt einen runden Hut, schwarzes Hals, tuch, schwarzbraunen kurzen Ueberrock, weißliche Weste, eine dunkelblaue, manchmal auch eine gelbe nankinettene Weste, Schuhe mit Schnallen, einen ledernen Büchsenranzen mit Instrumenten, spielt verschie» bene Instrumente. 6. Maria Anna, sogenannte Baunz, ist 36 Jahre alt, sitzt hier im Gefängniß. 7- Theresia, circa 36 Jahre alt, groß, schlank, hat schwarze Haare, zieht miteinem Porzellänhändler Namens Wilhelm, einem kleinen untersetzten Mann, mit Straßburger Paß herum. Sammtliche tragen in der Physiognomie daS Charakteristische der Zigeuner, und schmieren sich die Gesichter mit Fett ein. MvSbach den 27. April l82I. Großherzogl. LteS Landamt. Sch a aff. I) W i eSloch. Am S. d«, früh, entfernte sich dahier die »achbeschriebene bürgerliche Wittwe, ohne bis daher etwas von sich hören zu lassen; die nach ihr angestellten Nachfor, schungen klärten nicht» auf, als daß sie an jenem Tage zu Lußheim über den Rhein gefahren, aber auch wieder zurückgekommen seyn soll. Da man nicht weiß» ob ihr etwa ein Unfall zugestoßen, oder ob sie auf unerlaubtem Bettel umherziehe, so werden all» resp^Obrig» leiten ersucht, auf dieselbe zu fahnden, und sie auf Betreten eDzuliefern, oder jede über ihr Schicksal erhaltende Kunde anher mit» zutheilen. Personbeschreibung. Anna Marie Fau« serin, Wittwe, ist 52 Jahre alt, mittlerer Statur, mager, hat blonde Haare, graue Augen, langlichte Nase,gewöhnlichen Mund, länglichtes mageres und runzlichteS Angesicht mit Sommerflecken. — Sie war bekleidet mit einer weißen schwarzgeblümten Nebelskappe, einem hausgemachten und schwarz- seidenen HalStuch, einem sranzleinenen gestreiften Müzel, und blauem sranzleinenem Rock, einer blauen gestreiften Schürze, wollenen Strümpfen und Bandelschuhe. WieS- loch den 26. April 1821 . Großherzogl. Amt. Gerber. 1) MoSbach. Da gegen den sich vor eini. gen Monaten heimlich von Hause entfernt habenden verheiratheten Bürger und Bauer Joseph Schäfer in Herbolzheinr verschiedene Schulden eingeklagt werden, so wird derselbe hiermit aufgefordert, sich binnen sechs Wochen « dato dahier zu stellen, und auf die gegen ihn vorliegenden Klagen zu antworten, um so gewisser, al» ansonsten die Ladungen dem für ihn gesetzten Abwesen- heitSpfleger zugestellt werden würden. Zugleich werden die Polizeibehörden ersucht, besagten unten beschriebenen Joseph Schäfer auf Betreten in seine Heimath zu« rückweisen zu wollen. Personbeschreibung» Franz Joseph Schäfer ist 38 bis 40 Jahre alt, hat ein breite» blasses Angesicht, blonde dünn gestellte Haare und Augenbraunen, graue Augen, breite dicke Nase, breiten Mund, mit Falten im Angesicht, dicken HalS und mittel- mäßig merkbaren Leibschaden. — Sein Anzug bei der Entfernung bestund in einem schwarzen Halstuch, dunkelblau tuchener Weste, grau tuchenen langen Hosen, von der inner» Seite mit Leder besetzt, einem Paar alten Halbstiefeln, einem grau tuchenen Oberrock, und einem runden Hut. Mosbach den 8. April 1821. Großherzogl. 2teS Landamt. Schaaff. Vät. Langer, 2 ) Waldshut. Durch Urtheil drSgroß- herz. bad. hochpreisl. Hofgerichts in Freiburg vom 17- d.M. crim. R. No. 846. sind Stephan Hinderle von Beenden, und Ursula Wendelmeyer von Schmerzen, auf ungehorsames Ausbleiben des ihnen zur Last gelegten Vagantenlebens für schuldig, daher des Staatsbürgerrechts für verlustig erklärt, und zu Tragung der Untersuchungskosten verfällt worden, vorbehaltlich derauf denBetretungs» fall gesetzten Strafe. Welches anmit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Walds- hllt den 21. April 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Schilling. 2) Wein he im. Der zur Konscriptkon pro 1321 gehörige abwesende Rekrut Joh. Adam Leonhard von Hemsbach, wird aufgefordert, sich binnen 6 Wochen dahier zu sistiren, widrigenS zu gemärten, daß nach der Landeskonstitution gegen ihn erkannt werde» Weinheim den 26. April 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Rettig. 1) Carlsruhe. Da auf die unterm 16. Juli 1814. No. 6281. öffentlich erlassene Vorladung weder der hiesige Bürgerssohn Joh. Christoph Stutz, noch dessen allenfall- sige Leibeserben, sich vor der diesseitige« Stelle gemeldet, und ihr unter Pflegschaft stehendes Vermögen angerreten haben, so wird derselbe andurch für verschollen erklärt, und das Vermögen gegen Sicherheitsleistung den nächsten Anverwandten ausgefolgt werden. Carlsruhe den 11.April 1821. Großherzogl. Stadtamt. 3) M oSbach. Die durch daS LooS zum Militärdienst bestimmten aber abwesende» Conscribirten: Philipp Jakob Doll von Auerbach, Gg.Philipp Emmert 1 r, Johann Gg.-Winter | Andreas Bai er von Unterschefflenz, Joh. Valentin Münch von Trienz, Gg. Andreas Herdt von Schreckhofen, werden hiermit aufgefordert, sich binnen zwei Monaten bei Unterzeichnetem Amte zu stellen, oder zu erwarten, daß mit Verlust de« Gemeindsbürgerrechtes und den weitern stesetzlichen Strafen gegen sie verfahren wird. Mosbach den 2. April 1821. Großherzogl. Stadt- u. 1. Landamt. 8) Wein he im. Davon großh. hohem Kriegsministerio die von Adam Leib von Rennhof, für Michael Happner von Laudenbach gestellteMilitärdienstcaution für amor- tisirr erklärt worden ist, so wird solches zur Verhütung von Mißbrauch hierdurch öffentlich bekannt gemacht. Weinheim den 9ten April 1821. Großherzogliches Amt. Rettig. 3) Weinheim. Die zumActivdkenst zur Conscription pro 1821 einberufenen und abwesenden Rekruten Franz Joseph Dilli von Sulzbach, und Heinrich Rectanus von Hemsbach, werden aufgefordert, sich binnen sechs Wochen dahier zu sistiren, widrigenS zu gemärten, daß nach der LandeSkonstitutio» gegen sie erkannt werde. Weinheim den 16. April 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Rettig. Vät. Hill. 3) Achern. In Gemäßheit der am 29. Jänner l. I. ergangenen öffentlichen Auffor, derung wird die dem Löwenwirth Joseph Armbrusterzu Oberachern, von der Gemeinde Urloffen ausgestellte Obligation vom 13. Dezbr. 1813 über 1000 fl. Kapital, da wähä rend der anberaumten Frist keine Ansprüche an dieselbe angezeigt wurden',' andurch für kraftlos erklärt. Achern den 29. März 182N Großherzogl. Bezirksamt. B e e ck. 3) Wimpfen. (Jahrmarktsverlegung.) Der bisher am zweiten Pfingstfeiertage in Wimpfen am Berg statt gehabte Jahrmarkt, ist in Folge einer Landesverordnung auf den darauf folgenden Tag, mithin dieses Jahr auf den l2.Juni verlegt worden. Ckeit so wird künftig jeder Jahrmarkt im hiesigen Amtsbezirk, und insbesondere auch der Pe-> ter und Paul Markt zu Wimpfen km Thal, wenn der bestimmte Tag auf einen Sonntag fällt, jedrrzeit am folgenden Montag 254 abgehalten, welches hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Wimpfen de» LI. April 1821. Großh Heß. Justizqmt. Preuschen. 3) BischofSheim. Der Br. u. Witti» her Franz Blatz von Külsheim, der sich seit dem 3. April l. I. von Külsheim heimlich entfernt, und bei dem sich bisher eine bedeutende Vermögensüberschuldung heraus geworfen hat, wird hiermit aufgefordert, binnen 6 Wochen bei Unterzeichnetem BejirkS- amre so gewisser sich zu sistiren, und über di« Tilgung seiner Schulden sich zu erklären, sonst im Wege Rechtens gegen ihn ohne weiters vorgefahren werden soll. BischofSheim den lö. April 1621. Greßherzogl- Bezirksamt. Dollinger. 3) Stock ach. Nachdem die wegen des unbekannt wo abwesenden Schneiders An, dreas Fröhlich von WohlmieS unterm 23. März v. I. angesiellte Kundschaftserhebung ohne Erfolg geblieben ist, so wird derselbe als verschollen erklärt, und dessen Vermögen den nächsten Verwandten in fürsorq, lichen Besitz gegeben. Stockach den LS. März 1821.' Greßherzogl. Bezirksamt. MorS. 3) Stockach. Nachdem die wegen alS unbekannt wo abwesende Mathä Heiß von Schmondorf unterm 4. April 1816 angesiellte Kundschaftserhebung ohne Erfolg geblieben ist, so wird derselbe als verschollen erklärt, und dessen Vermögen den nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz gegeben. Stockach tzen LS. März 1821. Greßherzogl. Bezirksamt. Mors. Uatergerichtl. Aufforderungen und Kundmachungen. Schulden % Liquidationen. Hierdurch werde» all« diejenige«, welch« qn folgende Personen Forderungen haben, unter dem Rechtsnachtheile, auS der vorhan, denenMasse sonst keineZahlungzu erhalten, zur Liguidation derselben vorgeladen: AuS dem Großherzoglichen Amte Schwetzingen 1) zu Neckarau, an den in Gant erkannten Bürger Georg Mayfarth, auf Donnerstag den 24.Mai d.J. früh 8 Uhr, vor dem großh. Amtsrevisorate zu Neckarau. AuS dem Großherz ogl. Bezirk Sam te Wiesloch I) zu Mühlhausen, an den in Gant erkannten Bürger u. Schmiedmeister Joseph Metzger, auf Montag den 28.Mai, Vormittags um S Uhr, vor dem großh. Amtsrevisorate auf dem Rathhause zu Mühl, Hausen. AuS dem Großherzogl. Bezirksamt« WieSloch 1) zu Rau enberg, an den in Gant erkannten Bürger Joseph Laier, auf Montag den 4.Juni d.J. vor dem großh. AmtS- revisorat« auf dem Rathhause zu Rauenberg. Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« Sinsheim 2) zu Kirchard, an den in Concurs er, kannten Franz Anton Diez, auf Donners, tag den 24. Mai, vor dem großh. Amtsrevisorate zu Kirchard. Aus dem Großherzogl.BezirkSamte Sinsheim v L) zu Kirchard, an den in Concurs erkannten Georg Schön, auf Mirtw»ch den 23. Mai, vor dem großh. AmtSreviso, rate zu Kirchard. Aus dem Großherz-ogl. Bezirksamt« Engen 2) zu Emingen ab Egg, an den in Gant erkannten verstorbenen Sebastian Schmid und dessen hinterlassene Ehefrau, auf Mittwoch den 16. Mai, früh S Uhr, vor dem großh. Theilung-.Cvmmiffariat« zu Emingen. Aus dem Großherzogl. BezirkSantt« Engen L) zu Jppingen, an den in Gant er- kannten Bäcker Georg Engesser, aus 255 Montag den 14. Mai, vor dem großh. The!» lungs-Commissariate in dem KreuzwirthS- Hause zu Jppingen. Zlus dem Großherzogl. Landamte Heidelberg S)'zu Nußloch, an den in Gant gera» thenen Heinrich Staudt, auf Montag den 14. Mai, Vormittags 8 Uhr, vor dem großh. Theilungs-Cemmisiariate zu Nußloch. Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« Eberbach 2) zu Oberdillbach, an den Bürger Peter Schölch, auf Dienstag den 22. Mai, Morgens früh 8 Uhr, vor dem großh. Amts« revisorate zu Eberbach. Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« WieSloch 3) zu Michelfeld, an den in Ganter« kannten Bürger Christian Br e ch t, auf Mono tag den 14. Mai, vor großh. AmtSreviso- rate auf dem Rathhaufe zu Michelfeld. AuS dem Großherzogl. Bezirksamt« Borberg 3) zu Unterwittstadt, andieinGant erkannten Joseph Gerigs Eheleute, auf Donnerstag den 10 Mai, vor dem beauftragten Theilungskommiffariate zu Unterwitt« stadt. AuS dem Großherzogl. Bezirksamt« Boxberg 3) zu GvmerSdorf, an den in Gant erkannten Müller ValentinWolpert, auf Montag den 7« Mai, vor dem beauftragten Theilungskommiffariate zu GvmerSdorf. AuS dem Großherzogl. Bezirksamt« Buchen 3) zu AIth,im, an die in ToncurS er» kannten Andreas Jllingifchen Eheleute, auf Donnerstag den 10 Mail. I., früh S Uhr, vor dem Lrvßh. Amte zu Buchen. AuS. dem Großherzogl. Bezirksamt» Buchen . 3 ) zu L im bach, an Ken in CencurS erkannten Leonhard Reinmuth, auf Mittwoch den 23. Mai, früh 8 Uhr, in der Behausung deS VogtS zu Limbach. AuS dem Großh. Stadt-u. Landamt« W ertheim 3) zu Dietenhan, an den in Concurs erkannten Andrea« Fröber d. G., auf Montag den 14. Mai d.J. früh 8 Uhr, bei dem großh. AmtSrevisorate zu Wertheim. AuS dem Großherzogl. Bezirksamt« WieSlvch 3) zu Eschelbach, an den sich gantmäßig erklärten Bürger Michael Häußel« mann, auf Montag den 21. Mai, vor dem großherz. AmtSrevisorate auf dem Rath» hause zu Eschelbach. Aus dem Großh. Stadt-u. Landamt« Wertheim 3) zu Gamburg, an den Nachlaß de« in Coneur» erkannten verlebten Johann Bauers Wittwe, auf Montag den Listen Mai, früh 8 Uhr, zu Wertheim. Aus dem Großherzogl. BezirkSqmt« Osterburken 3) zu Hetting«nb«ur«n, an den in Cvncur« erkannten Bernhard Gontzing«» von Schlierstadt, auf Freitag den 25, Mai, früh 9 Uhr, vor großh. AmtSrevisorate zu Osterburken. 1) Mannheim. Diejenigen, welch« an den hiesigen Bürger und Uhrenmache» Ru« dolph Quosig, gegen dessen VermbgenSmasse heute herEvncurS erkannt wurde, rin, recht, mäßige Forderung haben, werben anmit auf» t efordert, a« LLsten nächsten MonatS Mai, storgenS S Uhr, bei großh. AmtSrrvksorate dahier selche anzuzeigen, richtig zu stellen, und über deren Vorzug zu streiten, sonst fl» damit von der gegenwärtigen Masse auSg«. schloffen werden. Mannheim den 26. April 1821. Großherzogl. Stadtamt. H»ut. ViU Schüßler. 3) Mannheim. Aste diejenige«, welch« irgend ein« Forderung an die Masse der »er» lebten Georg Hitzig Wittib t« machen haben, werden andurch aufgrfvrdert, solch« unterzogener Stelle biS Freitag den Iß. Mai l.J., um so eher anzuzeige« And rich» J 256 tig >u stellen, als nachher mit Auslieferung der Masse sogleich vorgefahren wird. Mannheim den 24. April 1821. Großherzogl. Amtsrevisorat. Leers. L) Mannheim. Da man bewogen worden, über den Nachlaß des kürzlich verlebten hiesigen Br. u. Metzgermeisters Jvh. Christoph Bernhard!, heute den förmlichen Gant zu erkennen, so werden alle dessen unbekannte Gläubiger, welche aus irgend einem Rechtsgrunde eine Federung zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert, solche bis zum 26. Mai d. I. bei diesseitigem Amts- revisorate anzuzeigen, unter Vorlage der Beweißurkunden zu liquidiren und über den Vorzug zu handeln, widrigenfalls sie Ausschluß von der Masse zugewarten haben, Mannheim den 7. April 1821. Großherzogl. Stadtamt. v» Zagemann. Vät. Nürnberger. S) Mannheim. Über bie Masse des verlebten Oberchirurgen Christoph Friedrich Dreyer, wurde heute der förmliche ConcurS erkannt; daher werden alle dessen etwa un« bekannten Gläubiger hiemit aufgefordert, ihre Forderungen in dem auf den 18. Mai j>ei großh. Amtsreviforate fixirten Termin, *elbst oder durch hinreichend Bevollmächtigte richtig.zu stellen, und über den Vorzug zu handeln, oder Ausschluß von der Masse zu stewgrten. Mannheim den 23. März 1821. Großherzogl. Stadtayit. v.Zagemann. . Vdt'. Nürnberger. S) GerlachSheim. Gegen den Müller Adam Zehnter zu Grünsfeld ist der ConcurS erkannt, und zur Liquidation feiner Schulden Tagfahrt auf Montag den 14. Mai d. I., früh 8 Uhr, iq dem Rathhause zu Grünsfeld anberaumt, wozu fämmtliche Gläubiger des Müller- Zehnter um so gewisser sich eiozufinden haben, als sie widrigenfalls von der Concursmasse ausgeschlossen werden müssen. Zugleich wird bekannt gemacht, daß samt« licht Liegenschaften dkS GemeinschuldnerS mit dessen Mühle Montags den 7. Mai, früh 9 Uhr, auf dem Rathhause zu Grünsfeld einer abermaligen öffentlichen Versteigerung ausgesetzt werden, weil die auf den 2. April anberaumt gewesene Versteigerung annehmliche Gebote zum Resultate nicht gehabt. Sämmtliche Zehnterische Liegenschaften sind in No. 20. des diesjährigen Anzeigeblattes Seite 143. beschrieben, Ger- lachsheim den 18. April 1821. Großherzogl. Bezirksamt. K ell er. 3) Dillenburg. Mit einer Active auf die Frau Wittwe des Regierungskanzlisten Stahl dahier, passive auf Herrn Kammerrath Winker und dessen Gemahlin geborne von Wegerhoff sprechenden Obligation über 2650 fl. vom 31. Zuli 1806, hat die Frau Gläubigerin unter dem 27. Mai 1809 eine Dienstcaution von 1600 Rthlr. für ihren Sohn alS Oberzolleinnehmer in Crombach gestellt. Die Urkunde ist bis jetzt noch nicht zurückgegeben, auch der Besitzer derselbe» nicht auszumitteln. Da indessen zur Vollstreckung der Rechtshülfe gegen die Creditorin die Auszahlung jener Forderung nothwendig erscheint, so werden die Besitzer der erwähnten Schuld- und Pfandverschreibung öffentlich aufge« fordert, ihre Ansprüche an derselben binnen 3 Monaten von heute an, so gewiß vor unterzogener Stelle geltendzu machen, gegen- theiligenfallS sie für erloschen erklärt, und ohne weitere Bekanntmachung die Auszahlung deS CapitalS wird verfügt werden. Dillenburg den 13. April 1821. Herzogs. nassauischeS Amt. G > e t l e. Erbvorladungen. Folgende schön längst abwesendePersoneN, oder deren Leibtserben, soll binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigen- falls dasselbe an ihre bekannte, nächste Verwandten gegen Eaution wird ausgeliefert werden: AuS dem Großhe^zoglichen Amte ' Achern 1) von OehnSbach, Michel Hodapp, welcher vor etwa 30 Jahren zu dem kaiftrl. Sstreich. Kriegsheere sich anwerben, und seitdem nichts mehr von sich hören ließ, dessen Vermögen in 300 fl. besteht. AuS dem Großherzöglichen Amte Achern 2) von OhnSbach,JosephZinck, welcher vor etwa 30 Jahren unter die kais. östreich. Infanterie sich anwerben ließ, und seit 25 Jahren keine Nachricht mehr von sich ertheilte, dessen Vermögen in 333 fl., besteht. , - AuS dem Großherzogl. Bezirksamt« Neckarbischofsheim 3) von Bargen, Joh. Mathias Fischer, welcher im Jahr 1784 geboren, und seit 18 Jahren unbekannt wo, abwesend ist, dessen Vermögen in 323 fl. besteht. AuS dem Gr oßherzogl. Bezirksamt.- Bömberg 3) von Bvxberg, der Schneidergeselle Martin Stauch, welcher seit 32 Jahren abwesend ist. AuS dem Großherzvgl. Bezirksamt« Wolfach 3) auS dem Stab Kintzingerthal, die Gebrüder Mathias und Philipp Haderer, welche schon bei 36 Jahren abwe- wesend sind, und ihre Schwester Magdalena Haderer, welche schon vor 28 Jahren nach Ungarn gezogen, deren Vermögen in beiläufig 240 fl. besteht. AuS. dem Großherzogl. BezirkSamte Achern 3) von Kappel-Rvdek, Joseph und Bernhard Schlaghammer, welche seit vielen Jahren abwesend sind, ohne daß sie bisher von sich Nachricht gegeben. Versteigerungen. 3) MoSbach. Die von dem Stadtralh dahier unterm 31. v. M. No. 28., 29. und 30. ausgeschriebene Guts - und Wasenmei- 257 sterei-Versteigerung, wird mit dem zurück- genommen, daß eine ausführliche Bekanntmachung desselben in Bälde erfolgen wird. Mosbach den 20. April 1821. Großh. Stadt - und 1. Landamt. Stein. I) Heidelberg. (Weinversteigerung.) Einige Fuder I819r und mehrere Fuder 1820r Wein, welche in dem herrschaftlichen Keller unter dem hiesigen DomainenverwaltungS- Gebäude liegen, werden Dienstag den 8ten Mai d. I. Nachmittags 2 Uhr, in diesseitiger Kanzlei an.die Meistbietenden versteigert. Heidelberg den 28. April 1821. Großherzogl. Domanial-Verwaltung. Breitenstein. 1) Eppingen. Zur Versteigerung deS bis Michaeli l. I. zu Ende gehenden Bestands der Schäferei Gemmingen auf weitere sechs Jahre, werden hiermit die Liebhaber auf den 14. Mai d. I. auf da- RathhauS in Gemmingen eingeladen. Eppingen den 16. April 1821. GroßherzoglicheS Amt. Wilckens. Unterzeichneter wird den 7. Mai und an den folgenden Tagen, jedesmal Nachmittag- 2 Uhr, in seiner Behausung, dem Gasthofe zum goldenen Hecht, verschiedenes Leinen- getüch, worunter einige Garnituren damast- gebildteS und ordinäres Tafelzeug sich befinden, mehrere Fenstervorhänge nach neuem Geschmack«, 32 ganz gute'Haarmatratzel» und eben so viele Strohmatratzen, mehrere Oberbetten, Unterbetten, Pülven, Kissen und Couverten, verschiedene moderne und andere Spiegel, ganz gute und geschliffene Pfeilerkommoden von Nußbaum« und Kirschbaum-Holz, mehrere Garnituren geschliffene und gepolsterte CanapöS mit dazu gehörigen gepolsterten Stühlen, massiv nußbaumene und kirschbaumene Bettladen, verschiedene Commoden, Schreibpulte, Tische und Nachttischchen aller Art, große «.klein« Kleiderschränke, ferner verschiedene- Zinngeschirr, Kupfer und Messing, dann mehrere ganz'aut gehalten« Weinfässer, zwei Fuder« und Stückfässer, sammt Kellrrlagern vor» Eichenholz, «nd steinernen au