Großhekzvgllch Badisches Anzet g evlatt für den Neckar- und Main» und Tauber-Kreis. Dienstag den 26. Iuui No. 51 1821. Verordnungen Die Erhebung des Chauffcegelds von Extrapostea bete. No. 12248. Nach eingelangter Entschließung großherzogl. Finanzministeriums vom iZ.Juni ,821 No. 5696. wird die großherzogl. Oberpostdirektion zur Vereinfachung der Erhebung des StraßengeldeS von Extraposten, und zur Erleichterung der Posthalter die Anordnung treffen, daß vom l.Juli dieses Jahrs an das Chauffeegeld von den Extrakosten mit dem Postgelde in den Postrechnungen vereinnahmt, und an die Generalstaatükasse unmitt-lk,,. abgeliefert wird, so daß künftig die Geldablieferungen an die Obereinnehmereien aufhöre» Die Posthalter führen bloß Register über die Chauffeegeld. Einnahmen, und geben keme Bollete ab, daher die in den Händen derselben sich befindenden Chauffeegeld-Ma. nualien am l.Juli an die Sbereinnehmereien zurückzuliefern sind. — In den selten vorkommenden Fallen, wo ein Reisender sich der Pest bedient, um nicht zur näckstea Poststation, sondern an einen andern Bestimmungsort zu gelangen, muß das Straßen geld an den OrtSerheber entrichtet werden, da die Erhebung der Posthalter sich ledirlick auf daS Straßengeld von einer Poststation zur andern beschränkt. ^ ' Sämmtliche betreffenden Stellen haben sich für die Zukunft hiernach zu achten. Mannheim den 18 Juni 1821. Direktorium des Neckarkreises. Vstt. Kessler. Siegel. Das Straßengcld von VorspannSpferden, die zum Bebuf der zu pasflrendcn Steigen genomuicn werden, betreffend. Ro. 12296. Auf di« gestellte Anfrage, wie daS Straßengeld zu berechnen sey, wenn ein Fuhrmann, um eine Steige zu passiren, wegen der Entfernung des der Sterge am nächsten liegenden OrtS, Vorspann-Pferde auf mehr alS eine Stunde WegS zu nehmen, genäthigt werde, wurde durch hohe Entschließung deS großherzogl.FinanzministeriumS vom l.Juni 1821. No-5274. verordnet, daß von solchen Pferden kein Straßengeld zu erheben sey, wenn gleich die Entfernung deS der Steige zunächst liegenden Vorspannsorts, bis zu End« der Steige, mehr als eine Stunde betragt. „ , ist übrigens darauf zu sehen, daß diese, der örtlichen Verhältnisse wegen, gegebene Bestimmung nicht zu Mißbräuchen benutzt werde. Mannheim den IS.Juni 1821. Direktorium deS Neckarkreise-. Siegel» Vstt» Joachim. Bekanntmachungen. Ro. 11511. Die Bczahlunz der Krelskriegsschnlbschcine, oder der Etappcnschuldscheine des rcnuallgcii Murg- und Psinz - und Enzkiclsts tetrcffcnd. Durch die laut Regierungsblatt No. IX. vom 6.Juni d. I. dem vormaligen Murg- und Pfinz- und Enzkrers zugeschiedenen KriegSkosten-Entschädigungsgelder ist man in den Stand gesetzt, den größten Theil der auf Rechnung dieser beide» Kreise laufenden, entweder durch Kreiskriegsschuldscheine. oder durch einfache Verbriefungen anerkannten und bisher bei den Partikular«Etappenverrechnungen, oder bei der Hauptkriegskosten, Verrechnung dahier verzinsten Kreiskriegs - oder Etappenschulden von heute an baar abzulösen. Sämmtliche Besitzer solcher Scheine werden daher aufgefordert, gegen Rückgabe der scheine, den Betrag ihrer Forderungen bei dem Kreiskriegskosten-Verrechner, Registrator Moll dahier, in Empfang nehmen. Die Zinsen werden bis zum I. August d. I. berechnet, und zugleich mit dem Kapital selbst bezogen. Durlach den >9. 3«ni 1831. Direktorium des Murg > und PfinzkreiseS. Fröhlich. Vät. Blenkner. I) Hüfingen. Die von dem hiesigen Bürger und Maurermeister Ciprian Happle geschieden« Verena Fritschi hat sich mehrerer Diebstähle sehr verdächtig gemacht, und sich der gerichtlichen Untersuchung Hierwegen durch die ergriffene Flucht entzogen. ES wird demnach dieselbe binnen einer Frist von 6 Wochen dahier bei Amte zu erscheinen aufgefordert, widrigen Falls nach den bestehenden Gesetzen gegen sie verfahren wird. Hüfingen den 16.Juni 1631. Grvßherzogl. Bezirksamt. Men Shengen. I) Blumberg. Da der in der Nacht vom I2te» auf den IZren April d. I. dahier auS der Gefangenschaft entwichene Falschmünzer und Dieb Mathias Bausch, vulgo GauSbeck, von Riedböhringen, heule wieder gefänglich dahier eingebracht worden, so wer» den anmit die unterm 13ten April und L4sten Mai d. I. gegen denselben erlassenen Edikte außer Kraft gesetzt. Blumberg den 17 .Juni 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Würtz. 1) Schwetzingen. Der Ziegler Georg Schenkenwald von Hockenheim ist im ersten Grad für mundtodt erklärt, und ihm der Bürger Christoph Böhm von da als Auf» sichtSpfleger beigegeben, ohne dessen Mitwir- kung er keines in demL. R. S. 513 genanntes Rechtsgeschäft gültig abschließen kann, waS hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Schwetzingen den 20. Juni 1821. GroßherzoglkcheS Amt. V i e r o r d t. I) Osterburken. Da der unterm 28sten Februar d.J. vorgeladene Jude Arie Herrmann, angeblich von Impflingen inRhcin- preußen, sich innerhalb der vorgefleckten Frist dahier nicht sistirt hat, so wird derselbe Nunmehr der badischen Lande verwiesen, und der Erlös seiner zurürkgelassenen Effekten der Staatskasse zugewiesen. Osterburken den IZ.Juni 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Herrma nn. Vflt. Wiedtemann. 3 ) Rastatt. Der für das Jahr 1821 ronscriplionspflichtige Lorenz Stüber von OtterSdorf, ein Zimmermann seiner Prefes» 349 sion, welcher bis zu seiner Einberufung in Altenheim, Oberamrs Offenburg/ zu arbeite» die Erlgukniß hatte, aber sich von da wenige Tage vorher, als er wirklich einberufen wurde, entfernte, wird hicmit vorgeladen, binnen 6 Wochen um so gewisser bei uns sich zu stellen, widrigenfalls gegen ihn als Refraktär nach den Landesgesetzen verfahren werden wird. Rastatt den 12, Juni 1821. Großherzogl. Oberamt. Müller. A) Überlingen. Die Obligationen über nachbenannte Kapitalien, alS: I. über 2700 fl. ä 4% verzinslich, deren Gläubiger die Glarissche Stiftung dahier war, und welcher das Kapital von großh. Domainen-Verwaltung MeerS- burg heimbeZahlt wurde; 2» über 600 fl. ä 4°/, verzinslich, welches dem Gläubiger der Priesterbruderschaft dahier, von großh. Domainen-Verwal- tung Meersburg am 2l. März d. I. abgezahlt wurde; 3. über 1200fl., dessenGläubigerursprünglich daS gewesene hiesige Collegiatstift mar, welches der später von demgroß- herzogl. Aerarium, m'trelst Acquisi- tion der Gefälledes hiesigen Collegiat- stifteS , der hiesigen vormaligen Reichsstadtüberlingen als ersteSchuld- nerin, abgenvmmen worden ist; 4 . über 1000 fl. wovon der Gläubiger die Kurrersche Stipendienstiftung dahier war, das aber von der großh. Amor- tisationskasse, welche diese Schuld von dem hiesigen Stadtrentamte übernommen hatte, der Verrechnung gedachter Stiftung jetzt hinbezahlt ist. 5. über 800 fl., dessen Gläubiger die Off- nrrsche Stipendienstiftung dahier, und H. über 600 fl., dessen Gläubiger die hiesige Armenstiftung der Freifrau von Hauser ist, welche beide letztgedachte Kapital«»» dem hiesige» Rentamtr von großh. Amortisationskasse akbe- zahit wurden, sind den eben gedachten Gläubigern abhanden gekommen, und können nicht näher, als eben geschehen, beschrieben werden. Diejen'gen, welche diese Obligationen besitzen, oder auf die Kapitalien Ansprüche machen wollen, habe» binnen 6 Wochen um so gewisser bei Unterzeichneter Behörde sich zu melden, und ihre Ansprüche zu beweise», als sonst alle diese Obligationen für amor- tisirt erklärt würden. Überlinge» den 4. Juni 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Z a a g e r. 2) Heidelberg. Da der zum Activdienff pro 1820 berufene Militzpflichtig« Johann Michael Beffö von Heidelberg, sich innerhalb der öffentlich anberaumten Frist nicht sistirre, so wurde gegen solchen von großh. hochlöbl. Neckarkreisdirektvrium mittelst Beschlusses vom 5. d. M. No. 11257, der Per» luß des angebornen Ortsvürgerrechts ausgesprochen, und inGemäSheit des Gesetzes vom 5. Okt. 1820 in eine fiscalische Geldstrafe von 800 fl. verfällt, woneben dessen weiter besitzendes Vermögen noch eine Capitula- tionszeik in Beschlag verbleibt. Heidelberg den 11. Juni 1821. Großherzogl. Stadtamt. Wild. 3) Mannheim. Der von dem großh. bad. Linien-Jnfant. Regim. v. Stockhorn entwichene Tambour Nikolaus Gebhard von hier, wird hiermit aufgefordert, sich in Zeit 3 Monaten dahier zu stellen, und sich über seine Entweichung zu verantworten, oder zu gewärtigen, daß nach fruchtlos umlaufener Frist gegen ihn als ausgetretener lln- rerthan nach den Landesgesetzen werde verfahren werden. Mannheim den 15. Juni 1821. Großherzogl. Stadtamt. v. Jagemann. Vdt. Kunkelmann. 2) Mannheim. Durch Beschluß großh» Direktoriums deS NeckarkreiftS vom 6 , d. Ns. 11258. ist gegen die durch das LooS zum Militärdienst in der Conscription von 1821 berufenen, aber ungehorsam ausgebliebenen Leonhard Anton Best, Joseph Liebler, Georg Anten Burzler und Heinrich Joseph Schröter von hier, aufgeschlossenenAbwesenheits prozeß, der Verlust des angebornen Orts- oder Schutzbürgerrechts ausgesprochen worden. Mannheim den 14. Juni 1821. Eroßherzogl. Stadtamt. v.Jagemann. Vdt. Kunkelmann. Untergerichtl. Aufforderungen und Kundmachungen. Schulden « Liquidationen. Hierdurch werden alle diejenigen, welche an folgende Personen Forderungen haben, unter dem Rechtsnachtheile, aus der vorhan, denen Masse sonst keineZahlung zu erhalten, zur Liquidation derselben vorgeladen: AuS dem Eroßherzogl. BezirkSamte Boxberg 1) zu Berg Krautheim, an den Michael Schies, auf Mittwoch den 27.Juni d.J„ vor dem beauftragten TheilungS-Com, missariate auf dem Rathhause zu Kraut- heim. Aus dem Eroßherzogl. Stadtamte Heidelberg 1) zu Schlierbach, an den inConcurS erkannten bürgerlichen Einwohner Friedrich Reis, auf Mittwoch den 25. Juli l. I. früh 9 Uhr, vor großherzogl.Sladtamtsrevi» sorate« Aus dem Eroßherzogl. Stadtamte Herd elberg 1) zu Heidelberg, an die Masse deS verlebten Bürgers und ZeugschmiedS Jakob Nenninger, auf Mittwoch den 1.August l. I., früh 9 Uhr, vor großh. StadtamtS, reviforate zu Heidelberg. Aus dem Eroßherzogl. Bezirksamt« Tauberbischofsheim 1) zu Tauberbischofsheim, an den in Gant erkannten Joseph Brenner, auf Mittwoch den 1. August, zu Tauberbischofs, heim- AuS dem Eroßherzogl. Bezirksamte TauberbischofSheim 1) zu Tauberbischofsheim, an den in Gant erkannten Adam Wolfarth, auf Montag den 6. August, zu TauberbischofSheim» Aus dem Eroßherzogl. Bezirksamt« TauberbischofSheim 1) zu Brehmen, an den in Gant rk. kannten Michael Heckmann, auf Mittwoch den 25. Juli. Aus dem Eroßherzogl. Bezirksamt« TauberbischofSheim I) zu TauberbischofSheim, an den in Gant erkannten Baltin Faulhaber, auf Donnerstag den 19. Juli, zu Tauben bischofsheim. AuS dem Großherzoglichen Amt« Schwetzingen 1)zu Neulusheim, an den in Gant erkannten MarxZ immermann, auf Donnerstag den 5. Juli l. I., früh 8 Uhr, vor greßh. Amtsrevisorate auf dem Rathhaus« zu Altlußheim. Aus dem Groß herzoglichen Amte Schwetzingen 11 zu Seckenheim, an den in ConcurS erkannte» Georg Leonhard Köhler, auf Donnerstag den 12. Juli, früh 8 Uhr, vor großh. AmtSreviscrake auf dem Nachhause zu Seckenheim. Aus dem Großherzoglichen Amte Schwetzingen 1) zu Edingen, an den Vogt Blrß, welcher um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Versuche eineS Skundungs- und Nachlaßvergleichs gebeten hat, auf Montag den 9. Juli l. I-, Vormittags 8 Uhr, vor großh. Amtsrevisorate auf hem Rathhause zu Edingen. AuS dem Eroßherzogl. Landamte Heidelberg 1) zuAltneudorf, an den Jakob Breitenstein, auf Montag den 2. Juli 1. I., früh 9 Uhr, vor der Theilungs-Commission zu Schönau. Aus dem Großh. Stadt-u. Landamte Wertheim 2) zuVokenrod, an die Georg Oberdorfs Wittib, auf Montag den 3g. Juli l. I-, früh g Uhr, auf dem Rathhause zu Wertheim. Aus dem Großherzogl. Landamte Heidelberg 3) zu Schönau, an die Daniel Stau- bische Verlassenschaft auf Samstag den 23- Juni, früh 9 Uhr, vor der Theilungs-Com- Mission zu Schönau. Aus dem Großherzogl. Bezirksamts Weinheim 3) zu Sulzbach, an die nach Holland auswandernden Konrad Eberle, senior et jnnior, auf Montag den 23. Juli l. I., früh 9 Uhr, vor großh. Amksrevisorate zu Sulzbach. Z) La den bürg. In Gantsachen deS Bürgers und Maurermeisters Theodor Schuster in Schriesheim, werden alle diejenigen, welche an denselben etwas zu fordern haben, hierdurch aufgefordert, diese ihre Forderungen auf Dienstag den >0. Juli l. I. früh 8 Uhr, bei großh. AmtSrevisoral dahier um so gewisser anzugeben, und mit ihren etwaigen Ansprüchen auf vorzügliche Befriedigung, unter Vorlage beglaubter Abschriften ihrer Schuldurkunden, richtig zu stellen, als widrigenfalls sie damit von der gegenwärtigen Gantmasse ausgeschlossen werden. Ladenburg den 6. Juni 1821. GrossherzoqlicheS Amt. Rüttinger. 3) Laden bürg. Alle diejenigen, welche an den Bürger und Ackersmann Nikolaus Spijer in Schriesheim eine Forderung zu machen habe», werden hiermit aufgefordert, diese ihre Forderungen an dem anberaumten Liquidationstage, Mittwoch den IN Juli 1821, früh 8 Uhr, um so gewisser bei großh.Amtsrevisorate dahier anzugeben, und mit ihren etwaigen Ansprüchen auf vorzügliche Befriedigung, unter Vorlage be- glaubter Abschriften ihrer Schuldurkunden, richtig zu stellen, als widrigenfalls sie da- mit von gegenwärtiger Gantmasse ausgeschlossen werden. Ladenburg den 6. Juni 1821. Großherzogliches Amt. Rüttinger. Erbvorladungen. Folgende schon längst abwesende Person, oder deren Leibeserben, soll binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Verwandten gegen Caution wird ausgeliefert werden: AuS dem Großherzogl. Bezirksamt» Gerlachsheim 1) von Unterwittighausen, Joh. Martin Protsch, geboren am 1. Novbr. 1747, ist bereits vor ungefähr 57 Jahren alS Zimmergeselle in die Fremde, wahrscheinlich nach Ostreich gegangen, und hat seitdem nichts mehr von sich hören lassen, dessen Vermögen in beiläufig 104 fl. besteht. Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« Wolfach 2) von Schiltach, Abraham Haas, welcher sich im Jahr 1803 als Kupferschmied auf die Wanderschaft begeben, und seit 1805 nichts mehr von sich hören ließ, dessen Vermögen in 843 fl. 56 kr. besteht. AuS dem Großherzogl. Bezirksamt« Tauber b isch o fs h eim 2) von Gerchsheim, Ignaz Bartho- lomä. 2 ) Ladenburg. Unterm 15.Aprill.J., verstarb in Neckarhausen diesseitigen AmtS, bezirkS die pensionirte Abtissin zu Frauenalb Maria Victoria Freifrau v. Wrede, mit Zurücklassung eineS eigenhändig geschriebenen letzten Willens dd. Neckarhausen den I. März 1820; worin Sie über den größten Theil ihrer Verlassenschaft diSponirt, 352 jedoch niemand zum Haupterben eingesetzet hat, dem nach Auslieferung der Rückver- mächtniffe der Rest ihrer Verlaffenschaft zu, fallen solle. Zudem man dieses zur öffentlichen Kenntnis bringt, werden zugleich die unbekannten etwaigen Anverwandten der verlebtenAbtis- fln Freifrau v.Wrede, und wer sonst Erbansprüche oder Forderungen an die Verlassenschaftsmasse derselben zu haben glaubt, anmit vorgeladen, binnen 3 Monaten von heute an, diese ihre Erbansprüche oder sonstige Forderungen um so gewisser bei hre, sigem Amte anzubringen und richtig zu stellen, als widrigenfalls ohne weiters nach Inhalt des Testaments die Rückvermächl, Nisse an die Erbstücknehmer und die übrige Verlassenschaft an die Staatsgüterverwal- tung auf ihrAnsuchen in gesetzlicher Form ausgeliefert werden soll. Ladenburg den 16 . Zuni 1821. Großherzogl. Amt. R ü t t i n g e r 2 )G crlachöheim. Joh. Sebastian Vollrath aus Grünsfeld, ein Sohn deS längst allda verstorbenen Lorenz Vellrath, geboren am 14. August 1765, hat in seiner Zugend bei'einem Schreinermeister in Bütthard, sich in der Lehre befunden, ist aber vor Vollendung der Lehrzeit von da hinweg, und nach Wien gegangen, wo er die Schusterprofes» sivn erlernt haben soll. Seit dieser Zeit fehlen Nachrichten von ihm, sein geringes bisher unter Curakel gestandenes Vermögen mag sich auf 100 fl. belaufen. Da seine 3 Brüder um Ausfolgung dieses Vermögens gegen Sicherheitsleistung gebeten haben, so wird Zoh. Sebastian Vollrath (wenn er iricht mehrleben sollte, seine Erben) vorgeladen, binnen Jahresfrist dahier zu erscheinen, und sein Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls seinen Brüdern gegen Sicherheitsleistung der fürsorgliche Be, fitz seines Vermögens überlassen wird. Ger» lachsheim den 7. Juni 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Keller. 2) Buchen. Franz Joseph Müller vor» Buchen, ein Sehn des verstorbenen Bauers Mathias Müller und dessen Ehefrau, Katharine geb. Drenneis daselbst, ist seit 46 bis 48 Jahren vo» da abwesend. Er gieng als Schuhmacher in die Fremde, ließ sich zu Frankfurt a. M. unter das östreick. Militär anwerben, und soll nach einem vor 35 bis 36 Jahren bei seinen Verwandten eingetroffenen Briefe damals östreich. Offizier gewesen seyn. Dessen Vermöge« besteht etwa in 300 fl. rhein. und haben seine Geschwister darauf augetragen, sie i» den fürsorglichen Besitz desselben einzuweisen. Franz Joseph Müller oder dessen rechtmäßige Erben werden daher hiermit aufge» fordert, sich von heute an, binnen einem Jahre dahier einzufinden, und das Vermö» gen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls er für verschollen erklärt, und sein Vermögen an seine Geschwister, welche sich darum gemeldet, gegen Caiition ausgeliefert werden soll. Buchen den 2. Juni 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Weber. V e rst e i g e r u n g e n. 1) Carlsruhe. Die Lieferung einer nicht unbedeutenden Quantität weiß hänfener Leinwand, ordinärer werkener Furter- leinwand, weißen und ungebleichre,, Zwilch für daS grcßh. Militär, soll an den Wenigst, nehmenden begeben werden. Diejenigen, welche geneigt sind, diese Lieferung ganz oder zum Theil zu überneh, men, werden anmit aufgefordert, ihre in be, stimmten Zahlen auSzudrückende Gebote un, ter Vorlegung von Proben der Lieferungsgegenstände schriftlich und beschlossen mit der Aufschrift: „Monturstoffe-Lieferung be» treffend" unfehlbar binnen 4 Wochen an die Unterzeichnete Stelle einzusenden. Carls» ruhe den 15. Juni 1821. Großh. Bad. Kriegsministerium, v. Schäffer. I) Mannheim. DaS 1-it. Z 1. No, 18. am Rhein gelegene Kärgerisch» Hau-, wird den 16. Zull f. I., Nachmittags 3 Uhr, auf dem Amthause versteigert. Mannheim den 1«. Juni 1821. Großherzogl. Amtsrevisorat. Leer s. 1) Mannheim. Das Lit. S 3- No. 11. dahier liegende Haus des Ackersmann Jakob Dubs, wird den 19. Juli nächsthin, 9?ach- mittags 3 Uhr, auf dem AMlhause versteigert. Mannheim den 18. Juni 1621.' Großherzogl. Amtsrevisorar. Leers. 3) Mannheim. Der vor dem Heidelberger Thore liegende Garten deS vormalig baierischen Lotte-Inspektors Lemp, worauf 3010 fl. geboten sind, wird den 30. Juni, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Amthause versteigert und zugeschlagen. Mannheim den 3. Mai 1821. Großherzogl. Amtsrevisorat. LeerS. 3) Mannheim. Dienstag den 10 Juli l. I ., Nachmittags 3 Uhr, wird das zur Weinwirth Jakob Treyschen Verlassenfchaft gehörige, imQuad. Lit. L) 4. No, 4. liegende zum Berliner Hof genannte Haus, in ge- meldter Behausung der Erbvertheilung wegen versteigert werden. Mannheim den 16. Juni 1821. Großherzogl. Amtsrevisorat. LeerS. 1) Ladenburg. sFrucht Versteigerung.) Montag den 9. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden auf dem Rathhause zu Ladenburg, 27 Malter Korn, 49k Malter Gerste, 163 Malter Spelz und 60 Malter Hafer, von hiesigemHospitalspricher öffentlich versteigert. Labenburg den 24. Juni 1821. Aus Auftrag der Hospitals-Commission. Haaf, Schaffner. 1) Boxberg. In Gantsachen Valentin Wolpert Müller von GommerSdorf, wird nach Antrag der Kreditoren die zur Gant- mass« gehörige Mahlmühle mit zwei Mahl- und einem Gerbgang, wie auch d,ie zur Mühle gehörige Wiesen, Garten und Äcker, Montag den 2. Juli, zum letztenmale km Ga» hause zum Ochsen in Gommersdorf, Nao mittags 1 Uhr, öffentlich unter annehmbare Bedingnissen verkauft, wobei sich die Liel Haber über ihre Vermögensumstände mit g, rrchtlichen Attestaten ausweisen müssen Boxberg den 13. Juni 1821. Großherzogl. Bezirksamt. H offmann. 3) Billig heim. sFrüchte-Versteige' rung.) Dienstag den 3. Juli l.J., Vormit, tags 10 Uhr, werden auf dem Rathhause zu Billigheim bei Mosbach von dem dahiesigen Herrschaft!. Speicher 30 Malter Korn, 20 » Gerste, 615 » Dinkel, und 270 » Hafer, unter dem Vorthei'l der Frohndfuhren bis an den Neckar oder im Umkreis von zwei Stunden mit Ratifikationsvorbehalt öffentlich versteigert, und werden hiezu die Liebhaber eingcladen. Billigheim den 8. Juni 1821. Standesherrl. gräfl. v. Leiningisch« Amtskellerei« W i l h e l m i. 2) Bruchsal. sGutS-Versteigerung.) Dienstag den 17ten k.M. Juli, VormittagS 9 Uhr, wird daS auf HeidelSheimer Mar, kung, £ Stunde von Bruchsal gegen Ober, grombach, liegende, ehemals freiherrlich vo„ Beroldingen, jetzt Franz Derblin'sche Land- gut, der Schreckenbronner Hof genannt, auf dem Hofe selbst zu Eigenthum, unter annehmbaren Bedingungen und Ratifikations- Vorbehalt, öffentlich versteigert. DaSsar- rondirte Gut enthält 66 Morgen Ackerfeld, 6 Morgen 34 Ruthen Wiesen, 2 Viertel 23 Ruthen Rebland und 33 Ruthen Pflanz- garten, Nürnberger Decimalmaaß. Es ist mit mehreren hundert tragbaren Obstbau» men mancherlei Gattung, meistens französischer Art, bepflanzt. Die Gebäude bestehen in zwei einstöckigten Wohnhäusern, Scheuern, hinlänglichen Stallungen, Speichern und Kellern, nebst einem besonder« 4 O ganz neü und solid erbauten, zugleich zur Branntweinbrennerei eingerichteten Stalle für 24 Stück Rindvieh und Heuspeicher. Die Steigbedingungen können indessen bei der Stadtschreiberei in Heidelsheim ringe» sehen werden. Auswärtige Steigliebhaber haben ihre Herkunft und Zahlungsfähigkeit durch obrigkeitliche Zeugnisse nachjuweisen» Bruchsal den 12. Juni 1821. Großherzogl. Oberamt-revisorat. Au- Auftrag. Dr. ©et&el. DWaghäusel. sFrucht-VersteigerungJ Donnerstag den 23. d, Vormittags S Uhr, werden in Neudorf, 40 MalterGerste öffent, !ich versteigert werden, wozu die Liebhaber höflichst einqeladen sind. Waghäusel den 20. Juni 182!. Großherzogl. Domanial» Verwaltung. Bodemülter. 1) Heidelberg. Montag den 2. Juli und die folgenden Tage, Nachmittags 2 Uhr, werden die zur Verlassenschafts-und Con» curSmasse des Zeugschmieds Jakob Nennin» ger dahier gehörigen Effekten, so wie daS vorhandene Handwerksgeschirr und der Waa» renvorrath, gegen baare Zahlung in der in der Apothekergasse gelegenen Behausung öffentlich versteigert. Heidelberg den 20ste» Juni 1821. Großherzogl. Stadtamtsrevisorat. Weber. 1) Mannheim. Donnerstag den 28.d., Nachmittags 3 Uhr, werden 100 Malter Gerste aus den Vorräthen von 1319 und 1820, im WirthShause »um goldenen Lamm öffentlich versteigert. Mannheim den 23. Juni 1821. Großherzogl. Dcmanial - Verwaltung. Danninger. 1) Mannheim. Samstag den 30.Juni, Nachmittags 3 Uhr, wird die dießjährige Benutzung deS Heu» und OhmetgrafeS und der Rehrplätze, sowohl an dem inner» Theile der Bonadies-Insel gegen den Rheinarm, als innerhalb der Weiden auf der andern 354 Seite allda, im WirthShause zum silbernen Schlüssel öffentlich versteigert. Mannheim den 23 Juni 1621. Großherzogl. Domanial > Verwaltung. Danninger. Dienstnachrichten. Durch den Tod deS Pfarrers Flory, ist die kath. Pfarrei St. Leon, Amts Philippsburg, mit einem Einkommen von 1800 fl. und zugleich mit der Verpflichtung, daß der künftige Pfarrer zweihundert Gulden zur Unterstützung gering dotirter Pfarreien jährl. abzugeben hat, erledigt. Die Com» petenten haben sich vorschriftsmäßig bei dem Neckarkreisdirektorium zu melden« Durch die Beförderung deS SchullehrerS WürSlin auf die Schulstelle zu Hauingen, ist der Schuldienst zu Hägelberg, Dekanat- Lörrach, im Dreisamkrei- , mit einem Competenz » Anschläge von 140 fl. erledigt worden. Die Bewerber um denselben haben sich binnen 4 Wochen durch ihre Vorgesetzten Dekanate vorschriftsmäßig bei der obersten evang.Kirchenbehörde zu melden. Der fürstlich Fürstenbergischen Präsentation bei LokalkaplanS Carl An old, auf die Pfarrei Schönenbach, ist die Staat-geneh» migung ertheilt worden; jedoch bezüglich auf die Ausschreibung im Regierungsblatt No.6. d.J-, so wie auf die besondern Mi» nisterial»Rescripte vom 30. Nov. 1820 und 26 März d.J. wegen Rohrbach. Dadurch wird die Curat- und Local-Kaplanei Alt- glashütte, auf Rothwafferdörfle genannt, mit einem Einkommen von 450 fl. erledigt. Die Competenten um diese Pfründe, Amt- Neustadt im Seekreise, haben sich bei der Stande-Herrschaft Fürstenberg al- Patron nach Vorschrift zu melden. Die erledigte Pfarrei Ebersteinburg, Amt- Baden, ist dem Priester Mathia- Klein» dienst von Offenburg gnädigst übertragen worden. Carl Hermsdorf, Redakteur»