Großherzoglich Badisches Anzeigedl at t für den Neckar, und Main- und Tauber-Kreis. No. 71. Dienstag den 4. September 1821. B e k a n n t m a ch u u g e rr. I) Carlsruhe. Bei der heute erfolgten vierten Serien »Ziehung für daSJahr I82V wurden nachstehende Nummern gezogen: Serie»Nummer 476 enthaltend Loos«No. 4750t bis 47600 » 523 i » 52201 2 52300 » 332 * > 33101 D 33200 » 885 » ». 88401 » 88500 » 38 2 i 3701 I 3800 > 194 2 2 19301 » 1,9400 welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird^ Carlsruhe den i. September 1321. Großherzogl. Badische Amortisationskasse^ ^ 2 ). Mannheim. Der unten Bezeichnet« hat sich auf eine betrügerische Weise, unter dem Vorgeben, für einen nachkommenden Grafen Gold gegen Silbergeld einwechseln zu wollen, in dem Gasthause zum Pfälzer Hof dahier, heute Vormittag folgende Geld» sorten zugeeignet: 92 Stück holländische und östreichische Dukaten, 19 französische Louisd'or, 15 Friedrichd'or. Alle obrigkeitliche Behörden werden hierdurch eingeladen, auf den Flüchtling zu fahnden, und denselben auf Betreten gegen Ersatz der Kesten dem Amte einzuliefern. Wir sind zu allen amtliche» Gegendienste» bereit- Signalement nach Angabe de- Bethätigten» Ohngefähr 26 Jahre alt, mittlererGröße, schlanker Wuchs, hellblond« Haar«, keine» Backenbart, schmales Gesicht, blasse Gesichts- farbe. Kleidung. Dunkelblauen Frack mit vorgoldeten Me» tallknöpfen, lange dunkelgrau melirre Ho. sen, einen neuen runden Hut, weißeStrüm»- pfe, und Schuhe. Er spricht die Hessen «Äasselische Munde art, und schrieb sich in das Fremdenbuch mit dem Namen Kaufmann Maier aus Kassel ein. Mannheim den 29.August 1821. Großherzogl. Stadtamt. ».Zagem an n. Vdt. Schamer. 1) Hü finge«. Der unten beschriebene- ledige Dienstknecht Urban Degen, gebürtig zu Riedböhringen, hat sich eines in Donau» «schingen verübten Äleiderdiebstahls durch die ergriffene Flucht sehr verdächtig gemacht. Sämmtliche Obrigkeiten werben daher ge» ^ 480 ziemend ersucht, auf diesen Burschen, der früher schon wegen Diebstahls untersucht und bestrafet worden, genau fahnden, fef*. den auf Betreten arretiren, und wohlverwahrt anher einliefern zu lassen. Personbeschreibung. Urban Degen, ist 24 Jahre alt, ohngefähr 5' 6" groß, ist von schlankem Wuchs, hat blaue Augen, blonde Haare, kleinen Mund, kleine Nase und ein blasses etwas blatternarbigteS Angesicht. Er trug bei seiner Entweichung einen schwarzen zerlumpten Zwilchkittel, ein rothperse- nes Leibchen, schwarzlederne Hosen, gärnene Strümpfe, Bändelschuhe und einen runden schwarzen Filzhut. Hüfingen den 6ten August 1821- Großherzogl. Bezirksamt. v.Menshengen. 1) Engen. Felix Weiß, Musikant von hier, zur Conftription für 1821 pflichtig, hat sich vor einiger Zeit ohne amtliche Er- laubniß von hier fortgemacht. Erwirb auf« gefordert, binnen 3 Wochen sich entweder dahier bei Amt, oder bei dergrcßh. Cäntrns- Inspektion zu Konstanz, wo er noch militärärztlich zu visitiren ist, bei Vermeidung der gesetzlichen Nachtheile zu stellen. Engen den 24. August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Eckhard. 2) Tryberg. Der dem grvßh. Linien- Jnfant. Regim. Markgraf Wilhelm zuge- theilte Soldat Benedikt Gfäll von Furtwan- gen ist aus derGarnison Konstanz zum zweitenmal desertirt. Derselbe wird deswegen aufgefordert, sich binnen 6 Wochen entweder bei seiner Vorgesetzten Militärbehörde, oder bei Unterzeichnetem Amte zu stellen, widrigenfalls gegen ihn nach dem Gesetze verfahren werden würde. Tryberg den 16. August 1831. Großherzogl. Bezirksamt. BleibimhauS. 2) Gengenbach. Überein Kapital von 2002 fl. IS kr., dem Kirchenfond Ztll am Hammersbäch zugehörig, und bei der Me- dealisirung deS SieichSthalS Harmershach als Schuld ans Haus Baaden übergeganr gen, ist die Urkunde abhanden gekommen. Wer solche besitzt, wird aufgefordert, seine Ansprüche auf dieses Kapital von heute an binnen 3 Monaten dahier anzumelden und auszuführen, widrigenfalls die Urkunde kraftlos erklärt werden wird. Gengenbach de» 21.August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Sigeln 2) Gengenbach. Über ein bei dem vormaligen schwäbischen Kreis ausgestandeneS, der Frau Majorin v.Barth zugehöriges Kapital von 2000 fl., welches von dem schwäbischen Kreis auf Baaden übergegangen, und von der dahiesigen Domainen-Ver- waltung bereits heimbezahlt worden ist, fehlt die Obligation. Wer solche besitzt, wird hiermit aufgefordert, von heute an binnen 3 Monaten seine etwaigen Ansprüche an doS Kapital dahier anzumelden und auszufüh- ren, widrigenfalls die Obligation für kraftlos erklärt werden wird» Gengenbach den 16. August 1621. Großherzogl. Bezirksamt. Sigel. 2) Bucken. Da der ledige Leinenwebergeselle Joh. Michael Schäfer von Gettin- gen, auf die amtlich ergangene öffentliche Vorladung vom 7.Dezbr. 1819 nicht erschienen, und auch keine Nachricht von sich gegeben hat, als wird derselbe anmit für verschollen erklärt, und sein bisher pflegschaft- lich verwaltetes Vermögen ^egen Sicherheitsleistung seinen AnverENdten in fürsorglichen Besitz überantwortet. Buchen den 24. August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Weber. 2) Buchen. Derledige Leinenwebergeselle Magnus Kuhn von Hainstadt, welcher auf die diesseitige Vorladung vom 19. Jänner 1820 nicht erschienen, auch keine Nachricht von sich gegeben hat, wird anmit für verschollen erklärt, und dessen unterPflegschaft gestandenes Vermögen seinen sich darum ge. meldeten Anverwandten gegen Stellung . 4 der gesetzlichen Caution in sürserzlichen Besitz übergeben. Buchen den 24. August 1821. Großherzogs. Bezirksamt. Weber- 3) Mosbach. Wer auf Unterzeichnete in der Depcsitenkiste des zweiten Landamts Mosbach verwahrte Gelder und sonstige.Gegenstände , aus irgend einem Rechtstitel «inen Anspruch zu formiren gedenkt, hat sich binnen 6 Wochen von heute an dahier zu melden, und seine Rechte geltend zu machen, um so gewisser, als die bemerkten Depositen ansonsten alS herrenloses Gut betrachtet, und an den großh. FiseuS ouSge, liefert werden. Beschreibung der Gegenstände nach dem Depositen» Protokoll. 1. In Untersuchungssachen gegen Michel Reichert von Rittersbach, xcto.kurti, wurden vom Amt Rappenau überliefert 7 fl. 53 kr-, nebst ein Paar silbernen Ohrenringen, einem Schlüssel und einem Feuerstahl (ohne Datum.) 2. In Untersuchungssachen gegen Paul König von Gondelsheim, xcto.lurti» wurde vom Amt Rappenau überliefert 44 kr- (ohne Datum.) 3. Andreas Walkersche Gelder zu Haßmersheim/ wurde von dem Stadt, u. I. Landamte Mosbach ausgeliefert, ein Revers deS fürstl. Leiningischen Schuldentilgungskasse - DirectoriumS dd. Amvrbach den 20. Juni 1805 über rin zu 4% verzinsliche« Depositum, Andreas Walkerscher Gelder von Haßmersheim, ä 32 fl. 13kr. Am 14.Mai 1817 wurde von dem fürstl. Rentamt Neckaresz baar rückbezahlt, der Hauptstock mit 32 fl. 13 kr., Zins vom 20sten Juni 1805, 15 fl. 534 kr. 4. ChereaulegerS-Concurrenz-Gelder von Mörtelstein wurde, vom Stadt-und 1. Landamte aufgeliefert, ein von der fürstl.Domainenkanzlei,ud datoAmor, bach den 31. August 1809 ausgestellten Depositenschein über 11 fl. 12 kr. von der Gemeinde Mörtelstein. Am !4, Mai 1817 wurde vom fürstl. Rent» amt Neckarelz rückbezahlr das Depositum mit 11 fl. 12 kr., die Zinsen vom 31. August 1809 mit 13 fl. 27 kr. 5. Andreas Gehrische (Geringersche) Gelder von Obrigheim, wurde vom Stadt- und 1. Landamte überliefert, ein von der fürstl. Leiningischen Do- mainenkanzlei sud. dato Amorbach den 31.Aug. 1609 ausgestellter Depositenschein über 203 fl. 1 kr. Am 15ten Novbr. 1817 wurde vom fürstl. Rentamts Neckarelz baar rückbezahlt der Hauptstock von 203 fl. 1 kr., Zins k 40 fl. vom 28sten September 1805 an 103 fl. 1I£ kr. Mosbach den 16. August 1821. Großherzogl. 2tes Landamt. S ch aaff. 3) Mößkirch. Da bei der am I. d. M. vorgegangenen Messung und Visitation die in die Conseription pro 1822 fallenden Jünglinge Joh. Nepomuk Ganter von Mößkirch, und Joh. Kleinmann von Langenhort, nicht erschienen sind, so werden dieselben mit Fristbestimmung von 6 Wochen bei Vermeidung der gesetzlichen Nachtheile anmit vvr- geladen. Mößkirch den 17. August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. 1) Heidelberg. Da sich Johann Pankratius Söldner von Dossenheim auf die am 22sten Juni vorigen Jahres ergangene öffentliche Aufforderung binnen Jahresfrist dahier nicht gestellt hat, so wird derselbe nunmehr für verschollen erklärt, und dessen Vermögen seinen nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz gegen Caution zugewiesen. Heidelberg den 28. August 1821. Großherzogl. Landamt. Stößer. 1) Heidelberg. Da der unterm 19te« August v. I. öffentlich vorgeladene Kutscher Wendel Göttinger, nicht erschiene« ist, so wird derselbe andurch für verschollen erklärt, und hinsichtlich der von seiner Ehefrau dahier erhobenen Ehescheidungsklage daS weitere Rechtliche verfügt werden. Heidelberg den 28. August 1821. Großherzogl. Stadtamt» Wild. 482 Untergerichtl. Aufforderungen und Kundmachungen. Schulden i LtquidalioNdkn. Hierdurch werden alle diejenigen, welch« fl» felgende Personen Forderungen haben, unter rem R«chtSnachtheile,aus der vorhandenen Masse sonst keine Zahlung zu erhalten, zur Liquidation derselben vorgeladen: Aus dem Großherzogl. Bezirks amt« Sinsheim 1) zu Rohrbach, an den in Gant erkannten Franz Ritter, auf Montag den 17- Sepr., früh 9 Uhr, vor der Gant-Commission aus dem Rathhause zu Rohrbach. Aus dem Großherzog l. 2. Landamte Mosbach 2) zu Heinsheim, an den in Gant ge- rathenen Georg Kreß, auf Montag den 17. Sept., Vormittags 9 Uhr, vor großh. Amtsrevisorale zu Heinsheim. Aus dem Großh. Stadt u. 1.Landamte Mosbach 2) zu Muckenthal, an den in Ganl gerathenen Georg Brauch, auf Mittwoch den 26. Sept. l. 3-/ früh 8 Uhr, zu Mu- ekentha>. Aus dem Großh.St a d t-u.l-L an dam te Mos ba ch 2) zu Lohrbach, an den in Gant gerathenen Valentin Wied er, auf Donnerstag den 27. Sept., früh L Uhr, vor großh. Amts- »eviseratc zu Lohrbach. Aus dem Großherzogl. Dezirksamte Buchen 2) zu Altheim, an den in ConcurS erkannten Johann O b erst et t er, auf Dienstag den 2.Okt«ber, früh 8 Uhr, im Adler- wirthshause zu Altheim. Aus dem Großh. St a dt»u. I-Laodamte Mosbach r) zu DiedtSheim, an die in Gant gerachene Joseph Kratzmännische Ehefrau, auf Montag den 17. Sept, l.J. früh 8 Uhr, zu Diedesheim. AuS dem Großherzogl. BezirkSamte SinSheim 3) z« Weiler, an den in Gant erkannten Ludwig Gaßmann, auf Donnerstag den 20 Sept. d. I. früh 9 Uhr, auf dem Rathhause zu Weiler. AusdemGroßh.Stadt- u.I. Land amte Mosbach 3) zu Mittelschefflenz, an den in Gant gerathenen Karl Wagner, anfDon- oerStag den 20. Sept. d. I. früh 8 Uhr, zn Mrttelschefflenz. AuS dem Großherzogl. Bezirksamte Boxberg 3) zu Epp l in gen, an den in Gant gerathenen Vogt Helt inger, auf Mittwoch den 19-Sept. l.J. zu Epplingen. 1) Mannheim. Gegen den hiesigen Br. u. Handelsmann Franz Anton Wolf, wurde heute ConcurS erkannt. Wer demnach an denselben auS irgend einem Rechtsgrunde eine Federung aufstellen zu können glaubt, hat solche in Termin bkS zum 29.S«ptbr., Morgens 9 Uhr, vei dahiesigem g/oßh. AmtS- revisorate unter dem Rechtsnachtheile an- und auszuführen, sonst von der Masse ausgeschlossen zu werden. Mannheim den 20. August 1821. Großherzogl. Stadlamt. v. Jagemann. V8t. Nürnberger. 2) Mannheim. Unterm heurigen wurde über das Vermögen des hiesigen Bürgers u. Baumeisters Meffonier der förmliche Gant erkannt, und Tagfahrt zur Liquidation bei großh. Amtsrevisorat aufden 27.Sept. d.J. Morgens 9 Uhr, unter dem Rechtsnachkheile bestimmt, daß die im Termine nicht erscheinenden Gläubiger mit ihre» etwaigen For, derunaen von gegenwärtiger Masse ausgeschlossen werden. Mannheim den 27sten August 1821. Großherzogl. Stadtamt. v. Jagemann. V«lt. Ullmicher. 3 ) Freiburg. Der Handelsmann Balthasar Schmidt dahitr hat, um mit seinen 483 **s^»^* Gläubigern einen Borgvertrag abzuschlke- ßen, deren Vorladung selbst und freiwillig erbeten. Wir haben daher, diesem Gesuche zu entsprechen, eine öffentliche Schuldenliquidation und deren Abhaltung auf Montag den I7ten k-M. vor großh. Stadtamts» revisorate dahier angeordnet, bei welcher die Gläubiger, nachdem sie ihrr Forderungen gehörig angemeldet und liquidst haben, von dem Stand des Aktivvermögens vorher in Kenntniß gesetzt, über die gemacht werdenden Vorschläge sich erklären sollen. Ließ kommt hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, mit dem Beifügen; daß, wer bei dieser Tagfahrt nicht persönlich oder durch einen hinlänglich Bevollmächtigten erscheint, dem mit den Anwesenden abgeschloffenen Vertrag beistimmend angesehen, und wenn eine Gant etwa ausbrechen sollte, von der gegenwärtigen Masse ausgeschlossen werden wird. Freiburg den 18. Aug. 1821 Grvßherzogl. Stadtamt. v. C h r i s m a r. Erbvorladungen. Folgende schon iängst abwesendePersonen oder deren Leibeserben, sollen binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Verwandten gegen Caution wird ausgeliefert werden: Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« Weinheim 1) von Laudenbach, Anna Marke Daitge, welche seit 20 Jahren abwesend ist, deren Vermögen in 115 fl. 3 kr. besteht. Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« Buchen 2) von Mudau, Augustin Bönig, welcher sich vor >7 Jahren als Schneider- geselle in die Fremde begeben, und seit dieser Zeit nichts von sich hören ließ, dessen Vermögen in 426 fl. besteht. Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« WaldShut 2) von Rotzingen, Maurus Schlachter, welcher vor 30 Jahren als Soldat zu dem k. k. östreich. Regiment Bender gekommen, und seither nichts mehr von sich hören ließ, dessen Vermöge» in 181 fl. 44 kr. besteht. Lus dem Großherzogl.Bezirksamt« Achern 2) von SaSbach, der schon seit 32 Jahren abwesende Andreas Früh, welcher seit dieserZeit keine Nachricht mehr von sich gegeben hat. Versteig erungen. 1) Mannheim. Freitag den 7ten des nächsten MonarS September, Nachmittag» 2 Uhr, wird der dießjäyrige kleine Zehnden von sämmtlichen Distrikten hiesiger Gemarkung, im Wirthshause zum Wallfisch öffentlich versteigert werden. Mannheim den 30. August 1821. Großherzogl. Domanial - Verwaltung. Dann in g er. 1) Mannheim. Montag den I0ten des nächsten Mona" September, Nachmittag- Z Uhr, wird das dießjährigeOhmetgraS von der Herzogried- und Zollschkeiberei-Wiese, im Gasthause zum silbernen Anker öffentlich versteigert werden» Mannheim den 20 . August 1821. Großherzogl. Demanial-Verwaltung. Danninger. 2) Mannheim. Dienstag den II. Sept« Nachmittags um 3 Uhr, wird der Hofstäd- tersche über dem Neckar liegende Garten, auf welchen 200 fl. geboten sind, auf dahiesigem Amthause versteigert und ohne Vor» behalt zuqeschlagrn werden, wobei bemerkt wird, daß kein Einstandsrecht statt hat. Mannheim den 27.August 1821. GrrßhrrzoglicheS AmtSrevisorat L eers. 2) Mannheim. Das l-U. H 4. No. 27. gelegene HauS des Georg Wittneff, worauf bereit- 1650 fl. geboten sind, wird den \lttn k. M. September, Nachmittags 2 Uhr, auf -em Amthause versteigert und ohne Vorhe- 484 halt zugeschlagen. Mannheim den 23sten August 1831. Großherzogl. AmtSrevisorat- Leers. 2) Mannheim. Der hiesige Wasenmeisterei > Erbbestand , nebst einem zweistöckigen dazu gehörigen HauS l-it. H 5. Ko. 9. nebst Scheuer und verschiedenenStal- lungen, wird bis den 17. September l. I, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Amthause an den Meistbietenden versteigert, wobei sich jeder Steiger über seine Zahlungsfähigkeit und Leimund durch gerichtliche Zeugnisse auszuweiftn hat. Dieß wird mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß: 1 . der Wasen selbst 5 Morgen 13 Ruthen enthält; 2. dem Erwerber 7 Morgen 14 Ruthen städ- tische Aecker und 1 Vrtl. 2 Ruth. Wiesen zur Benutzung überlassen werden; dieser auch 3. ein jährliches Gehalt von 75 fl. aus der AmtSkasse und S fl. Waidgeld auS der Stadtkasse zu beziehen hat. Mannheim den 27. August 1821. Großherzogl. AmtSrevisorat. LeerS. DaS Gasthaus zum König von England Lit. D I. No. 9. bin ich gesonnen, in eine öffentliche Versteigerung zu bringen, weil ich bereit- ein anderes Geschäft übernommen habe, und bestimme hierzu den 12. Septbr. 1. I. Nachmittags um 3 Uhr, in dieser meiner Behausung, um den Zuschlag, wenn rin angemessenes Gebot geschieht, ohne ein« weitere Ratification noch sonstigen Vorbehalt festzusetzen, zu bewirken. Die Einräumung und Uebergabe kann alsdann sogleich erfolgen. Diese« zu einer Wirthschaft sehr zweckmäßig eingerichtete Hau« hat eine sehr vor« theilhafte Lage, war auch bisher sowohl von Fremden als Einheimischen sehr besucht, und enthält 16 Zimmer, meistens heizbar, Stallung zu 24Pferden, 2große schöne Helle Keller und geräumigen Hof mit einem Brunnen. Mannheim den 31.August 1821. Heinrich Devant, Gastgeber zum König von England. 2) Kalb er tsha u se n, km U. Landamte Mosbach. Die Schäferei dahier wird auf Montag den 10. September, von Michaelis an auf 3 Jahre im Wirthshause durch öf- fentlichenAufstrich neuerlich verpachtet werden, wozu die Liebhaber mit der Bemerkung eingeladen werden, daß der Beständer 150 fl. Caution zu leisten habe. Hüffenharcht den 27. August 1821. Grundherrliche Verwaltung. 2) Heddesheim. Mittwoch den iZten k. M. Septbr., Morgens 8 Uhr, läßt die hiesige Gemeinde die Winterschaafweide in hiesiger Gemarkung von Michaelitag d.J., bis den 1. März 1322, mithin auf einen Winter, unter annehmlichen Bedingnissen im goldnen Hirsch dahier versteigern, welches hiedurch bekannt gemacht wird. Heddesheim den 29. August 1821. Andreas Schaffer, Vogt. 2) Heidelberg. ^ Weinversteigerung.) Den II. September, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause No. 354 auf dem Markte dahier, nachstehende gut gehaltene Weine versteigert, und die Probe« deS Morgens von 10 bis 12 Uhr an den Fässern gegeben: 10 Fuder Weinhekmer 1819er, 8 * Edenkober do. 31 t> Dessenheimer do. 31 » Rauhenberger do. 2 » HemSbacher do. 2 * Neuenheimer do, 1 a ditto 1818er Heidelberg eu 27. August 1821. 3) WieSloch Der den Georg Philipp Schweinfurtischen Eheleute« gehörigeHvhen. Hardter Hof, Bäuerthaler Gemarkung, »ine halbe Stunde von der hiesigen Amtsstadt, zwischen Bauerthal und Schatthausen gelegen, bestehend in einem dreistöckigten Wohngebäude, mit Scheuer und Stallungen, 5 Morgen Pflanz - Gras - und Obstgarten, 140 Morgen Ackerfeld, 12 Morgen Wiese» und 43 Morgen Wald, wird im Wege gerichtlichen ZugriffeSMontag den lOtenk. M. September, Nachmittags 2 Uhr, im Gaff, Hause zu den drei Königen dahier zur Ver- 485 steigerung ausgesetzet werden. Auswärtig« Steigerer haben sich über ihre Zahlungsfähigkeit mit obrigkeitlichen Zeugnissen aus- juweisen. Wiesloch den II. August 1821. Grvßherzogl. AmtSrevisorat. Kissel. I) Bruchsal. sMahl-und Hirsenmühl- Versteigerung in Oestringen.) Montag den 17. Sepkbr., Nachmittags 2 Uhr, wird nach dem Anträge des Br. u. Müllers Sebastian Hammer von Oestringen seine daselbst befindliche Eigenrhumsmühle, aus einem Gerb- Mahl- und Hirsengang bestehend, auf dem Platze versteigert. Diese Mühle, angebaut an daS dazu gehörige zweistöckige Wohnhaus, liegt mitten im Flecken nächst der Hauptstraße, hat einen geschlossenen Hof und darin eine geraume Scheuer, worunter zur rechten ein Viehstall und zur linken ein gewölbter Keller sich befindet; vor dieser Scheuer steht auf der einen Seite ein besonder- gebauter Pferde« stall und auf der andern Seite ein Holz- schopfen und resp. Schweinstall - Gebäude in 4 Abtheilungen; dann liegt hinten ein Pflanzgarten, und da der Mühl- und Hausplatz unter die Haus - und Hofgerechtigkeiten des Fleckens Oestringen gehört, so hat er auch Zugehörden, nämlich einen Weinberg und Garten im Felde. Indem man dieses zur allgemeinen Kennt» niß. bringt, ladet man die Steigliebhaber auf Vorgesetzten Lag und die Stunde anmit zur Steigerung ein, unter ' -m Bemerken, daß die Steigbedingungen -ehmlich und die Zahlungstermine leideinlich seyen, man dabei aber auf einen CautionSfähigen Steigerer sehen wird, der sich hierüber vor dem Zuschlag auszuweisen hat. Bruchsal den 22. August 1821. Grvßherzogl. AmtSrevisorat. 3) Buchen. In Kraft der HülfSvoll- streckung wegen auSgeklagter Schuldforderung auf Hypothek, wird daS Hofgut deS Johannes Schwing zu Hainstadt im Wege öffentlicher Versteigerung unter annehmbaren Bedingungen und Genehmigungs-Vorbehalt verkauft. Die Gutsbestandtheile sind: a. ein massiv gebauteszweistöckigeSWohn- haus; b. eine gesondert stehende Scheuer mit Stallung; c. ein Sechstheil von einer Schaafscheuer; 15 » I8I9rDürkheimer, Wachen» keimet und Gönheimer, » 24 » 181 Ir Ellerstadter, »24 * 1811t Dürkheimer Traminer (Spielberg), » 34 > 181 lr Ungsteiner Traminer ( Koppenorth), > 14 > I8I9r Ungsteiner roth«r. NL.Proben können am bemeldten Tag« Morgens früh vor dem Faß genommen werden, so wie denn auch den Hrn. Liebhabern von den 18IIern, in kleinen Parthieen zu 1 oder 2 Ohm, abgrlassen werden kann. 486 Güter-Verloosu ng. Die angesuchte letzte Ziehungsverlänge« rung für die große Lotterie der sieben Güter Zickau, Wolschow, Kogschitz, Strunkau, Libietitz, Przstanitzund Oberstankau kn Böhmen, bei Ballavene und Comp, in Prag, ist von Sr. Kaiftrl. Kön. Mas. allergnä digst bewilligt, und der er ste Oktober 1821 zum Ziehungstage in Wien angeordnet worden. Außer dem Hauptgewinnst der eben erwähnten sieben Güter im gerichtlichen Schä- tzungswerthe von 887,457 fl 13r kr., welche dem Gewinner schuldenfrei nebst 20,000 ff. In baarem Gelbe übergeben werden, enthält diese Lotterie noch 4615 Gelogewinnste von 50,000, 20,000, 10,000 fl. u. s. w., im Ganzen 221,865 fl. W. W. Zur Bequemlichkeit der Herrn Interessenten ist die Einrichtung getroffen, daß die Geldgewinnste bei mir hier zu empfangen sind, und man daher nicht nörhig hat, sich erst deswegen direkt oder indirekt nach Wien zu wenden, in so ferne jedoch nur, daß die genommenen Loose aus Meiner Kollekte sind, und solche daher auf der Nebenseite von mir eigenhändig mit unterschrieben sey» müssen. Loose hiervon sind zu 7 fl., nebst Plan gratis, bei Unterzeichnetem zu haben. Briefe und Gelder werden postfrei erbeten. A. D. Flasch, Hauptkollekteur, Allerheiligen - Gasse l-it. ö. No. 75, in Frankfurt a/m» 97. S. EineZiehungsliste kostetin Folge berAuSlage und des hohen Porro von Wien 36 kr., di« auf Verlangen einem /eben zu- gesandt werden kann. Von dem großherzogk. bad. höchst r ei öli che n Ministerium deS In» nern, Sanitäts-Commission, ist Unterzeichnetem, nach sorgfältigster Prüfung, unterm 7. Oktober verm JahrS bezeugt worden, daß das von ihm verfertigte Cölnische Wasser, mit dem in seinem Zettel beschriebenen Siegel versehen, „alle gute Eigen« schäften in sich vereinige, keine der Gesundheit nachtheilige Substanzen in sich fasse, und überhaupt dem von Johann Maria Farina, gegenüber dem Jülichsplatze in Cöln, verfertigt werdenden Cölnische» Wasser gleich komme." Mithin auch ist solches jedem andern vorzuziehen, das Fabriken liefern, deren Ruf nirgend so fest begründet ist, wie jener der oben erwähnten, waS mitBezug auf oben angeführtes Zeugniß wohl verdient, berücksichtigt zu werben, wenn auf Aechtheit und gute, heilsame Wirkungen gesehen wird. Mannheim im Jahr 1821. L. Newhouse, Eigenthümer der großherzogl. bad. privilegirten Fabrik von feinem Rauchtabak und Cigaren. Dienstnachrichten. Durch das erfolgte Ableben deS Pfarrer- von der Heyden, ist die evang. Pfarrei Daisbach, Spezialats Sinsheim, im Neckarkreise mit einem Kompetenzanschlag von 541 fl. zur Erledigung gekommen. Die Bewerber um diese Pfarrsteüe haben sich binnen 6 Wochen bei der einschlägigen von Gölerischen Grundherrschaft vorschriftsmäßig zu melden. Durch den Tod deS Lehrers Stett zu Beuern, Amts Ueberlingen, im Seekreise, ist die 160 fl. ertragende, zum Patronat« der Standesherrschaft Fürstenberg gehörende Schulstelle daselbst erledigt worden. Die Kompetenten haben sich bei dem Patron zu melden. Se. Konigl. Hoheit haben sich gnädigst bewogen gefunden, dem PfarrerJoseph Ehrhardt zu )lndelshcfen die erledigte Pfarrei Hödingen, Amts Ueberlingen im Seekreise, und dem Kapitelsvikar Joseph Weisender« g«r von Thiengen die hierdurch vakant werdende Pfarrei Andelshofen, deS nämlichen Bezirksamts, zw übertragen. Carl Hrrmsdvrf, Redakteur,