Großherzoglich Badisches Anzeigedlatt für den Neckar- und Main» und Tauker-Kreis. No. 73. Dienstag den 11. September 1821. Verordnung. No. 17254 — 59. Mast ist veranlaßt, die bisher festgesetzten Stunden der Sperr« an den hiesigen Stadt-Eingängen vorläufig dahin abjuändern. daß in den Monaten November, Dejember, Januar, Februar, März, April, um 8 Uhr, um 9 Uhr, September, Oktober, Mai, Juni, Juli, August, um 10 Uhr, die Sperre an den allgemeinen Stadt»Eingängen angelegt werden soll. Dieß wird j» jedermann» Wissenschaft und den SperrgeldS - Erhebern zur Nach» achtung bekannt gemacht. Mannheim den 28 . August 1821. Direktorium des Neckarkreises. Siegel. Vdt, Ullmicher. Bekanntmachungen. 1) Dein heim. Der unten signalistrte Riga, ist 27 Jahre alt, 5' 6" groß, hagerer hat sich gestern Nachmittag heimlich dahier Statur,hateineaüffallendeingebogrneBrust entfernt und der Entwendung von 108 fl» und daher vorstehende Schultern, dunkel- «eisten» in ganzen zum Theil in halbenKro« braune etwa» krause Haare, rothen Backen, «enthalten, hbchst verdächtig gemacht. Man Lart. Sein Gesicht ist länglich, sehr mager, ersucht daher alle obrigkeitlich« Behörden, hgher die Backenknochen sehr hervorstehend, auf den Flüchtling zu fahnden, und ihn die Augen blau, Nase mittel, der Mund auf Betreten wohl verwahrt anher einzu» klein mit weißen Zähnen, hervorstehender liefern. Kinn mit röthlichem Bart, der Goldfinger Signalement. Wilhelm Sranatzky von der rechten Hand ist etwa» steif, so daß er 492 ihn nicht geschloffen halten kann, et spricht deutsch im Wiener Dialect, unvollkommen französisch und iralienisch, auch russisch. E» ist einApotheker und spricht mit genauer Kenntniß von seinen Reisen in Italien. — Bei seiner Entfernung trug er einen weißen Strohhut, dunkelblautüchenen Überrock mit einer Reihe dunklen gesponnenen Knöpfen, nach unten etwas ausgeschnitten, ohne Ta- schen und schwarzem Sammetkragen, schwarz- feidenes HasStuch, gelbe West», lange Beinkleider von blauem Nanquin, gebundene Halbstiefel, ein neues Hemd von Pergal mit sehr breiter Krause von glattem Mousselin, gezeichnet W. 6. Weinheim den 31, August 1821. Grvßherzogl. Bezirksamt. Re ttig. 3) Mannheim. Der untenDezeichnete hat sich auf eine betrügerische Weise, unter dem Vorgeben, für einen nachkommenden Grafen Gold gegen Silbergeld einwechseln zu wollen, in dem Gasthaus« zum Pfälzer Hof dahier, heute Vormittag folgend« Geldforten zugeeignet: 92 Stück holländische und östreichisch« Dukaten, 19 französische LouiSd'or, IS Friedrichd'or. Alle obrigkeitliche Behörden werden hierdurch eingeladen, auf den Flüchtling zu fahnden, und denselben auf Betreten gegen Ersatz der Kosten dem Amte einzuliefern, Wir sind zu allen amtlichen Gegendiensten bereit. S ignalem ent f «ach Angabe d«S Bethätigten. Ohngefähr 26 Jahre alt, mittlerer Größe, schlanker Wuchs, hellblonde Haare, keinen Backenbart, schmales Gesicht, blaffe Gesicht-» färbe. Kleidung.' Dunkelblauen Frack mit vergoldeten Me» taükntzpfen, lange dunkelgrau melirte Ho» fen, einen neuen rundenHut,weißeStrüm- pf«, und Schuhe. Er spricht die Hessen - Kaffelische Mund» «rt, und schrieb sich in das Fremdenbuch mit dem Namen Kaufmann Maier au« Kaffel ein. Mannheim den 39.August 1821. Grvßherzogl. Stadtamt. v.Iagemann. Vckt. Schamer. 1) Mosbach. Da der zum ActivkrieqS» dienst« xr« 1820 bestimmte Andreas Aumül- ler von Mlrtelschefflenz, der öffentlichen Vorladung ohngeachtet in der anberaumten Frist sich nicht bei Unterzeichnetem Amte eingefunden hat, so hat daS großh. KreiS» direktorium durch verehrlichen Beschluß vom 10. August d. I. No. 16142. den Verlust des Ortsbürgerrechts gegen den Andreas Au- mstller ausgesprochen, und in Gemäßheit deS Gesetzes vom 5. Oktbk. 1820 in ein« fiskalische Geldstrafe von 41 fl. 40 kr. verur» theilt, wobei dessen weiter besitzendes Vermögen noch eine Kapitulationsjeit in vorsorglicher Verwaltung bleibt. Dies wird hierdurch verkündet. Mosbach den 23sten August 1821- Grvßherzogl. Stadt- u. 1. Landamt. 2) Engen. Felix Weiß, Musikant von hier, zur Conscription für 1821 pflichtig, hat sich vor einiger Zeit ohne amtliche Er» laubniö von hzer fortgemacht. Er wird auf» gefordert, binnen 3 Wochen sich entweder dahier bei Amt, odeLchei dergroßh CantvnS» Inspektion zu Konstanz, wo er noch Militär» ärztlich zu visitiren ist, bei Vermeidung der gesetzlichen Nachtheile zu stellen. Engen den 24. August 1821. Grvßherzogl. Bezirksamt. Eckhard. 2) Stühlingen. Die bei der Conscn'p« tion pro 1822 nicht erschienenen milizpsijch. tigenUnterthanSsöhne, nämlich: AloisDutt» linger, AloiS Brogle und Lorenz Zoller, von Lembach; Jakob Hüster und Martin Nur» von Riedöschingen, werden zur Stel- tung inner 6 Wochen, bei Vermeidung dr» gesetzlichen Nachtheile anmit vorgeladen. Stühlingen den 14. August 1821. Grvßherzogl. Stabsamt. Merk. 493 2) Schriesheim Der auf den 4-Sept. eingefallene hiesige sogenannte Bartholomäus - Viehmarkr wurde wegen des auf nämlichen Tag gehalten werdenden Mannheimer Viehmarkts, auf Dienstag den 18. d. verlegt/ wovon man die Handelsleute, welche die Viehmärkte besuchen, in Kenntniß setzet. Schriesheim den 5. Sept. 1821. Großh. Schriesheimer Marktgericht. Auchter, Schultheiß. 2) Tryberg. Da weder Anton Elbttng von Langenbach, noch etwaige Abkömmlinge desselben sich auf die Vorladung vom 29. August v. I. dahier gemeldet haben, so wird derselbe anmit für verschollen erklärt. Try» h«rg den 28. August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. B l e i b i m h a u S. 2) Hornberg. Johann Jakob Schwarz- wälder von Buchenberg, welcher auf die geschehene Vorladung vom II. August 1820 sich bisher nicht, gemeldet hat, wird hiemit für verschollen erklärt, und sein Vermögen gesetzlicher Bestimmung »ach in fürsorglichen Besitz auSgcfolgl. Hvrnberg den 21. August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. 2) Neckar bisch ofsheim. Georg Michael Freund von Helmstadt ist im Febr. 1813 für Johann Georg Schiet von da, bei großh. Militär eingestanden. Da nun aber dessen EinstandScaution über 800 fl. weder bei dem Generaldepvt der EinstandS- cautionen noch sonst irgendwo sich vorfindet, so wird der allenfallsige Besitzer derselben aufgefordert, von heute an binnen 2Monaten diese EinstandScaution dahier bei Amt vorzulegen und sein Rechtaufdieselbe gehörig an - und auszuführen, widrigenfalls solche für mortifizirt erklärt werden soll. Neckar- bischofSheim den 13. August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Deurer. S) Tryberg. Der dem großh. Linien- Znfant. Regim. Markgraf Wilhelm zug«. theilte Soldat Benedikt Gfäll von Furtwan- gen ist »Us der Garnison Konstanz zum zweitenmal desertirt. Derselbe wird deSwegew aufgefordert, stch binnen 6 Wochen entweder bei seiner Vorgesetzten Militärbehörde, oder bei unterzeichnerem Amte zu stellen, widrigenfalls gegen ihn nach dem Gesetz« verfahren werden würde. Tryberg den 16. August 1821- Großherzogl. Bezirksamt. Bleibimhaus. 3) Gengenbach. Überein Kapital von 2Ü02 fl» 15 kr., dem Kirchenfond Zell am HammerSbach zugehörig, und bei der Mo- dealistrung des Reichsthals Harmersbach als Schuld anS Haus Baaden übergegangen, ist die Urkunde abhanden gekommen. Wer solche besitzt, wird aufgefordert, sein« Ansprüche auf dieses Kapital von heute an binnen 3 Monaten dahier anzumelden und auszuführen, widrigenfalls die Urkunde kraftlos erklärt werden wird. Gengenbach de» 21. August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Sigel. 3) Gengenbach. Über ein bei dem vor» maligen schwäbischen Kreis auSgestandeneS, der Frau Majorin v.Barth zugehöriges Kapital von 2000 fl., welches von dem schwäbischen Kreis auf Baaden übergegangen, und von der dahiesigen Domainen-Verwaltung bereits heimbezahlt werden ist, fehlt die Obligation. Wer solche besitzt, wird hiermit ausgefordert, von heute an binnen 3 Monaten seine etwaigen Ansprüche an do< Kapital dahier anzumelden und auszuführen, widrigenfalls die Obligation für kraftlos erklärt werden wird. Gengenbach den 16 . August 1621. Großherzogl. Bezirksamt. Sigel. 3) Buchen. Da der ledige Leknenweöer- geselle Joh. Michael Schäfer von Gettin- gen, auf die amtlich ergangene öffentlich« Vorladung vom 7.Dezbr. 1819 nicht erschienen, und auch keine Nachricht von sich gegeben hat, alS wird derselbe anmit für ve» schollen erklärt, und sein bisher Pflegschaft» lich verwaltete- Vermögen gegen Sicher» w~-wr. 494 heitSleistung feilt« Anverwandten in fürsorglichen Besitz überantwortet. Buchen den 24. August 1S2l. Großherzogl. Bezirksamt. Weber. 3) Buchen. Derledige Leinenwebergeselle Magnus Kuhn von Hainstadt, welcher auf die diesseitige Vorladung vom 19. Jänner 1820 nicht erschienen, auch keine Nachricht von sich gegebeit hat, wird anmit für ver- schollen erklärt, und dessen unterPflegschaft gestandenes Vermögen feinen sich darum gemeldeten Anverwandten gegen Stellunö der gesetzlichen Caution in fürsorglichen Besitz übergeben. Buchen den 24. August lß2l, Großherzogl. Bezirksamt. Weber. 2) Heidelberg. Da sich Johann Pan- cratius Söldner von Dossenheim auf die am 22sten Juni vorigen JahreS ergangene öffentliche Aufforderung binnen Jahresfrist dahier nicht gestellt hat, so wird derselbe nunmehr für verschollen erklärt, und dessen Vermögen seinen nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz gegen Caution zugewie- sen. Heidelberg den 28. August 1821. Großherzogl. Landamt. Stößer. 2) Heidelberg. Da der unterm ISten August v. I. öffentlich vorgeladene Kutscher Wendel Göttinger, nicht erschienen ist, so wird derselbe andurch für verschollen erklärt, und hinsichtlich der von seiner Ehefrau dahier erhobenen Ehescheidungsklage da« weitere Rechtliche verfügt werden. Heidelberg den 28. August 1831. Großherzogl. Stadtamt» Wild. Untergerichtl. Aufforderungen und Kundmachungen. Schulden t Liquidationen. Hierdurch werden alle diejenigen, welch« »n folgende Personen Forderungen haben, unter dem RechtSnachtheile, aus der vorhandenen Masse sonst keine Zahlung zu. erhalten, zur Liquidation derselben vorgeladen: Au» dem Großherzvgl.BezirkSamte Eberbach I) zu Eberbach, an den Br.«.Schmied Jakob Krauth, auf Donnerstag den 11. Oktbr-, früh 8 Uhr, vor großh. AmtSrevi- sorate zu Eberbach. Aus dem Großherzogl. BezirkSamte Eb erbach 1) zu Eberbach, an die Verlassenschaft des Stadtwachtmeister» Sauer, auf Dienstag den 23. Oktbr, früh 8 Uhr, vor großh. Amtsrevisorate zu Eberbach. AuS dem Großherzogl. Bezirksamte Tauberbischofsheim 2) zu W erb ach, an den in Gant erkannten Schneider Andreas Wolfart, auf Donnerstag den ll.Oktober, vor großherz. Amtsrevisorate zu Werbach» Aus dem Großherzvgl.BezirkSamte SinSheim 3) zu Rohrbach, an den in Gaut erkannten Franz Ritter, auf Montag den 17- Sept., früh 9 Uhr, vor der Gant-Commission auf dem Rathhause zu Rohrbach. AuS dem G roß h. Stad tu. 1. Landamte Mosbach 3) zu Muckenthal, an den in Gant gerathenen Georg Brauch, auf Mittwoch den 26. Sept. l. I., früh 8 Uhr, zu Muckenthal. AuS dem G r o ß h. S t a d t - u. l.L a n d a m te MoSbach 3) zu Lohrbach, an den in Gant gera- thenen Valentin W ied er, auf Donnerstag den 27. Sept., früh 8 Uhr, vor großh. Amtsrevisorate zu Lohrbach. AuS dem Großherzvgl.BezirkSamte Buchen 31 zu Alt heim, an den in ConeurS erkannten Johann Oberstetter, auf Dienstag den 2 . Oktober, früh 8 Uhr, im Adler- wirthShaufe zu Altheim« 2 ) Mannheim. Gegen den hiesige» Br. ft» Handelsmann Franz Anton Wolf, 495 AuS dem Großherzogl. Bezirksamt» wurde heute ConcurS erkannt. Wer demnach an denselben aus irgend einem RechtSgrunde eine Federung aufstellen zu können glaubt, hat solche in Termin bis zum 29. Septbr.» Morgens 9 Uhr, bei dahiesigem großh. Amts- revisorate unter dem Rechrsnachrheile an- und auszuführen, sonst von der Masse ausgeschlossen zu werden. Mannheim den 20. August 1821. Großherzogl. Stadtamt. v. Jagemann. Vät. Nürnberger. 3) Mannheim. Unterm heutigen wurde über das Vermögen des hiesigen Bürgers u. Baumeisters Messonier der förmliche Gant erkannt, und Tagfahrt zur Liquidation bei großh. Amtsrevisorat aufden 27.Sept. d.J. Morgens 9 Uhr, unrer dem RechtSnachtheile bestimmt, daß die im Termine nicht erscheinenden Gläubiger mit ihren etwaigen For» derungen von gegenwärtiger Masse ausgeschlossen werden. Mannheim den 27sten August 1821. Großherzogl. Stadtamt. v.Jagemann. Vät. Ullmicher. Erbvorladungen. Folgende schon längst abwesende Personen oder deren LeibeSerben, sollen binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Verwandten gegen Caution wird ausgeliefert «erden: Aus dem Großherzogl. Bezirksamt« Buchen 2) von Mudau, Augustin Bönig, welcher sich vor 17 Jahren als Schneidrr- geselle in die Fremde begeben, und seit dieser Zeit nicht» von sich hören ließ, dessen Vermögen in 426 fl. besteht. AuS dem Großherzogl.BejirkSamte TauberbischofSheim 2) von Wenkheim, Marti« Geiger, welcher schon längst abwesend ist. Weinheim 3) von Laudenbach, Anna Marke Daitge, welche seit 29 Jahren abwesend ist,.deren Vermögen in 115 fl. 3 kr. besteht. Versteigerungen. I) Mannheim. DaS lüt. Q 2. No. 13« nächst der reformirteN Kirche liegende HauS des hiesigen Bürgers und Bäckermeisters Andreas Lammert, worauf 1090 fl. geboten sind, wird de« löten k.M.Oktober, Nachmittags 3 Uhr, wiederholt versteigert, und ohne Vorbehalt zugeschlagen. Mannheim den Isten September 1821» Großherzogl. AmtSrevisorat. L e e r S. 3) Mannheim. DaS l.it. II4« No.27. gelegene HauS des Georg Wittneff, worauf bereits 1650 fl. geboten sind, wird den 17ten k. M. September, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Amthause versteigert und ohne Vorbehalt zugeschlagen. Mannheim den 23sten August 1821. Großherzogl. Amtsrevisorat. g 2 g r ^ 2) Mannheim. DaS l»it. 8 3. No. II- dahier liegende HauS deS AckerSmanneS Jakob DubS, worauf bereit- 3100 fl. geboten sind, wird den 19. Septbr. l. I., Nachmittag- 3 Uhr, wiederholt auf dem Amt- hause versteigert und definitiv zugeschlagen. Mannheim den 9. August 1821. Großherzogl. Amtsrevisorat. Leer». 3) Mannheim. Der hiesige Wasenmeisterei . Erbbestand, nebst einem zweistöckigen dazu gehörigen HauS 1.1t. 8 S. No. 9. nebst Scheuer und verschiedenen Stallungen, wird bi- den 17. September l.J, Nachmittags 3 Uhr, auf dem Amthause an den Meistbietenden versteigert, wobei sich jeder Steiger über seine Zahlungsfähigkeit und Leimund durch gerichtliche Zeugnisse auSzuweisen hat. Dieß wird mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß: f. der Wasen selbst 5 Morgen 13 Ruthen enthält; 2 .' dem Erwerber 7 Morgen 14 Ruthen städ- tischeAecker und 1 Nrtl. LRuth.Wiesen zur Benutzung überlassen werden; dieser auch -» ein jährliches Gehalt von 75 fl. aus der AmtSkaffe und 9 fl. Waidgeld aus der Stadtkaffe zu beziehen hat. Mannheim den 27. August 1821. Großherzvgl. Amtsrevisvrat. Leers. k) Mannheim. Donnerstags den 27. September l. I., Nachmittags um 3 Uhr, wird di« Lieferung von 100 Stück eichenen Laternenpfosten, auf dem hiesigen Polizei» Büreau an den Wenigstnehmend»n »erste« gert, welches den Steigerungsliebhabern hiermit bekannt gemacht wird. Mannheim den v» September 1821. Grvßherzogl. Stadtamt. »» Jagemann. V«lt. Kunkelmann. Das Gasthaus' zum König von England Lit. Dl. No. 9. bin ich gesonnen, in eine öffentliche Versteigerung zu bringen, weil ich bereits ein anderes Geschäft übernommen Habe, und bestimme hierzu den 12. Septbr. ll. I. Nachmittag- um 3 Uhr, in dieser meiner Behausung, um den Zuschlag, wen» «in angemessenes Gebot geschieht, ohne eine weitere Ratification noch sonstigen Vorbehalt festzusetzen, zu bewirken. Di« Einräumung und Urbergabe kann alsdann sogleich er« folgen. Dieses zu einer Wirthschaft sehr zweckmäßig eingerichtete HauS hat eine sehr vor» «heilhafte Lage, war auch bisher sowohl von Fremden alS Einheimischen sehr besucht, und enthält 16 Zimmer, meistens heizbar, Stallung zu24Pferden, 2große schbnehell» Keller undgeräumigen Hof mit einem Brun» Ne». Mannheim den 31.August 1821. Heinrich Drvant, Gastgeb«» zum König von England. 1) Heidelberg. ^Versteigerung des Dolfshrunnrns.Z Di» am 24sten v. M. 496 — statt gefundene Versteigerung der Wolfs» brunnen-Domaine hat die hohe Genehmi» gung nicht erhalten, daher jetzt eine zweit« Versteigerung zu Eigenlhum und Pacht statt finden muß. Ueber den Umfang dieset interessanten GuteS sammtZugehörde, über Wirthschafts» Berechtigung und Forellen-Vorralh in den Fischweihern, wird sich auf die frühern Bekanntmachungen in diesen Blättern No. 60. 62 63. berufen; die künftig« Steigung-« Verhandlung aber wird Montags den I7ren September d. I. Vormittags 10 Uhr, auf dem Wolfsbrunnen selbst statt finden, und dieses mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht, daß Nachgebote durchaus nicht be» rücksichtigt werden. Heidelberg den 2. September 1821. Großherzvgl. Domanial - Verwaltung. Breitenstein. 1) Heidelberg. sFischwasser-Verpachtung.^ Die bisher zur WolfSbrunnen- Domaine verpachtet gewesenen Fischwaffer werden nunmehr vom 1. Oktober dieses Jahres an auf 6 Jahre separat verpachtet, und zwar in folgenden Abtheilungen: I» Freitags den 2Isten d., Nachmittag- 4 Uhr, zu Ziegelhausen im Adler: die Forellenbäche auf Ziegelhäuser und GlaShütter Gemarkung; 2. SamstagS den 22sten d. M., Nachmkt, tagS3 Uhr, zu SchrieSheim im Löwen: sämmtliche Schriesheimer Bäche; 3« Montag« den 24. September, Vormittag« 10 Uhr, zu Schönau im Ochsen: daS Schaafbächlein, uvd die Schönauer Bach in schicklichen Abtheilungen» 4. Dienstag» den 25. September, Vor- mittags. 10 Uhr, zu Kreuzsteinach im Löwen: di« dortige Bach, die RingS- und Hilsenhainer Bach, die Heimbrun« ner und die Bronnbacher gemeinschaftliche Bach; und 5. an gedachtem Tag und Ort, Nachmkt- «agS 2 Uhr, die WilhelmSfrlder und Oberflyckenbacher Bach. 497 Ueker Verpachtung der herrschaftlichen Fischwasser im Amtsbezirk Weinheim und dießseits Neckars, ergehe» separate Bekannt« machungen. Heidelberg den 4ten Septem« der 1821. Großherzogl- Domackkal-Verwaltung. Breitenstein. 1) Osterbuiken., sMühleverkauf.) Die von dem Mathaus' Blesch bisher besessene Erbbestandsmühle za Sel'genthal soll Mon» tag« den I. Oktober d. I., Nachmittag« rühr, in Sel'genthal öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden. Dieselbe besteht in einem geräumige» Wohnhause, nebst' Mahlmühle, enthaltend einen Mahk» und Gerbgang, eine Oehl» mühle und Scheuer neben der Mahl« mühle an der Bach, sodann 3 Ruths» Garten an der Scheuer, 3 Viertel 31 Ruthen 3 Schuh Garten und 2 Viertel 2b Ru« then Wiesen, worauf jährlich 6 Malter gegerbte Mitzfrucht an den Erbbestandsherrn zu entrichten ist. Zugleich haben sich die Steiglustigen über ihren Leumund und Vermögen an demVer« steigerungstermin glaubhaft auszuweisen. Osterburken den 5. September 1831. ßK». Großherzogl- Bezirksamt. 3) Heddesheim. Mittwoch'den ILten k. M. Septbr., Morgens 8 Uhr, läßt die hiesige Gemeinde die Winterschaafweide in hiesiger Gemarkung von Michaelitag d. I., bi« den 1. März 1822, mithin auf einen Winter, unter annehmlichen Bedingniffc« im goldnen Hirsch dahier versteigern, wel« che« hiedurch bekannt gemacht wird. Heb« de-heim den 29. August 1821. Andrea« Schaffer, Vogt. 3) Bruchsal. sMahl- undHirsenmähl« Versteigerung in Oestringen.s Montag den 17. Septbr., Nachmittag« 3 Uhr, wird nach dem Antrag« de« Br. u. Müller« Sebastian Hammer von Oestringen seine daselbst befindliche Eigenthumsmühle, au« einem Gerb- Mahl- und tzirsengang bestehend, auf dem Platze versteigert. Diese Mühle, angrbaut an da« dazu gehörige zweistöckige Wohnhaus, liegt mitte» im Flecken nächst der Hauptstraße, hat «ine» geschlossenen Hof uud darin «ine geraume Scheuer, worunter zur rechten ein Viehstall und zur linken ein gewölbter Keller sich befindet; vor dieser Scheuer steht auf der ei» neu Seite ein besonder« gebauter Pferde» stall und auf der andern Seite ein Holz» schopfen und resp. Schweinstall - Gebäude in 4 Abtheilungen; dann liegt hinten ei» Pflanzgarten, und da der Mühl- und Hau«, platz unter die Hau« - und Hofgerechtigkei» ten de« Fleckens Oestringen gehört, so hat er auch Zugehörden, nämlich «inen Weinberg und Garten im Felde. , Indem man diese« zur allgemeinen Kennt- niß bringt, ladet man die Steigliebhaber auf Vorgesetzten Tag und die Stunde anmit zur Steigerung ein, unter dem Bemerken, daß die Steigbedingungen annehmlich und die Zahlungstermine leidentlich seyen, man dabei aber auf einen Cautionsfähigen Steigerer sehen wird, der sich hierüber vor dem Zuschlag auszuweisen hat. Bruchsal dt» 22. August 1821. Großherzogl. AmtSrevisorat. I) TauberbisofShekm. Zur Verpachtung der Gemeindsschäferei von Hochhausen, welche mit 350 Stück Schaafen beschlagen werden kann, ist Termin auf den 15. Okt. Nachmittag- 2 Uhr, angesetzt, wo die Steig- liebhaber in Hochhausen zu erscheinen, und sich durch glaubhafte Zeugnisse über ihr« Zahlungsfähigkeit auszuweisen haben. Tau» berbischosshei« den 29. August 1821, Großherzogl. Bezirksamt. Delling. Anzeige«. Ende«unterzekchnete machen hiermit de» geehrten Publikum bekannt, daß sie wöchentlich Freitag« mit ihrem Wagen bek Herrn Lutz im Mainzer Hof zu Mannheim kommen, sodann Samstag« nach Lahr und Dienstag« nach Mainz pünktlich abfahre», 498 gleichviel ob die Ladung nur 6 ober Iva Zentner betrage. Desgleichen übernehmen pralle kleine sowohl als große Sachen in- BreiSgau und in die Schweiz. Sie ve« sprechen dabei gegen billige Frachten gute Beförderung, wie solches ohnehin den meisten Kaufleuten schon längst hinlänglich bekannt ist« Michael Hartmann, und Georg Hartmann. I) Schopfheim. Da von dem Dre, hergesellen Johannes Benz von WieSleth, welcher sich in den 1770r Jahren von Hause entfernt und in di« Fremde begeben hat, bisher noch keine Nachrichten eingekommen g ib, so wird nunmehr diefunterm 2Ssten eptember 1790 amtlich erkannte fürsorgliche Einweisung der nächsten Verwandte» kn dessen hinkerlasseneS in 559 fl. 19 kr. bestehendes Vermögen alS endgiltig erklärt, und werden dieselbe« somit in den definitiven Besitz diese- Vermögens eingesetzt, waS »«durch zur öffentlichen Kenntniß g«, bracht wird. Schopfheim den 29strn August 1821. Großherzogl. Bezirksamt. K.'era. Dienstnachrichten. 1) Boxberg. Bei dahiesigem AmtSrevi» foratekann eineTheilungskommiffariat-stelle mit einem Bezirk von 12 Ortschaften sogleich angetreten werden. Der dazu Lusttragende auS der recipirtengroßh.S-ribentenklasse darf aber kein Anfänger im Dienste, sondern muß schon ein Praktiker, und dem Geschäfte durchaus gewachsen sryn, worüber sowohl, alS auch über die weitern Erfordernisse bei »er Anmeldung die gehörige Ausweisung erwartet wird. Boxberg den 3. Sept. 1821. Großherzogl. AmtSrevksorat. Cmmert. 2) Neckarbischofsheim. Die Stelle de- ersten Amt-actuarS ist dahier erledigt worden; sie kann den SO.Nnvembrr d.J. oder auch sogleich angetreten werden. Auf postfreie Briefe wird man den um dieselbe sich meldenden Hrn. Rechtspraktikanten oder recipirtenScribenten, nachVvrlage derZeug« nisse, nähere Nachricht ertheilen. Neckar» bischofSheim den 31. August 1821. Großherzogliches Amt. Deurer. Durch daS am 1.August d.J. erfolgte Ableben deS Pfarrers Bernhard Ackermann zu Neuhausen, Amts Villingen km Seekreise, ist diese Pfarrei, mit einem beiläufigen Einkommen von 600 fl. in Naturalien, Zehent» und Güterertrag, wobei sich Pfarrer, jedoch gegen besonder« Bezahlung, wegen des Fi- lialS Obereschach, entweder die Haltung «ineS VikarS, oder die dafür nöthig erachtete Errichtung einer eigenen Seelsorge zu Obereschach gefallen lassen muß, erledigt worden. Die Competenten um diese Pfarr» pfründe haben sich nach der Verordnung im Regierungsblatt 1810. No. 38. insbesondere Art. 2 und 3. zu melden. Se.Königl. Hoheit haben gnädigst geruht, die erledigte ev. luth. Stadtpfarrei zu Rastatt dem bisherigen evangel. Pfarrer in der Altstadt Pforzheim, Joh. Jakob Eisenlohr zu übertragen. Die Competenten um diese Pfarrei in dem Murg. und Pfinzkreise, De» kanat- Pforzheim, mit dem Kompetenz» anschlag von 400 fl. und ohngefähren Ertrag von 525 fl. nachdem die seit einiger Zeit dabei befindliche Personalzulage wieder rückfällig geworden, haben sich binnen 6 Wochen bei der obersten evang. Kirchen» brhirde in ordnungsmäßigem Wege z« melden. AuS Versehen ist die Schulstelle zu Tiefel«- bronn, Amt« Pforzheim, als erledigt au<» geschrieben worden, welches aber nicht der Fall ist, da nicht der wirkliche Lehrer allda, sondern der prnsionirte mit Tod abgegaa- arn, und daher kein« Bewerbungen um dies« Wchulstrll« statt finden. Carl HermSdorf, Skdakteur.