Grvßherzoglich Badisches Anzetge-latt für den Neckar/ und Main» und Tauber/Kreis, No. 90. Freitag den 9. November 1821. B e I a » n t m «jungen. 1) EarlSruhe. sDie Gewinnst-Ziehung von dem großh.bad. Lotterie-Anlehen von 5 Millionen Gulden betreffend.1 Nach» dem, in Gemäßheit der unterm 8. September v. I. ergangenen Kundmachung, durch die in den Monaten Jänner, März, Juni und September d. I. vorgenommene Serienziehungen, diejenigen 240« Stück Loose bestimmt worden, welche an der ersten Ge- winnst-Ziehung Theil nehmen sollen, so wird biS Dienstag den 27. d. M. derAnfang dieser Gewinnst-Ziehung in der Art gemacht, daß diesen und den folgenden Tag die 2406 LooSr Nummern von der dazu ernannten großh. Kommission geprüft, urkundlich gewickelt und in da» dazu bestimm- t« Rad gelegt, auch «he« so die 2400 Ge- winnst-Zettel geprüft, gewickelt und in ein jweiteS Rad eingelegt werden. Den darauf folgenden DonnerStag, den 29 . b., wird dann die wirklich« Ziehung beginnen, bei welcher durch 2 Kinder zu gleicher Zeit au» dem ersten Rad eine LooS- Nummer, und auS dem zweite« Rad ein Gewinnst - Zettel gezogen, beide laut au»- gerufen, und dreifach protokollirt werden, damit wird dann so lange fortgefahren, bi» alle Nummern und Gewinnst« gezogen sind. Die ganze Operation geschieht öffentlich, im Wielandt'schen Saale zum Badischen Hofe dahier, unter Aufsicht und Leitung der großh. Commission, so wie der diffeiti- ß,a Direction und der Anlehea», Unternehmer, wobei daS Publikum freien Zutritt hat, und daS Resultat wird sogleich durch gedruckte Listen bekannt gemacht. Die gezogenen Gewinnst« werden sodann planmäßig auf den I. März k. I. dahier baar und ohne einigen Abzug bezahlt. CarlSruhe den I. November 1821. Großherzogl. Amorrisationskasse. 11 Mannheim. Gestern Abend wurden auS einer Behausung dahier die hierunten verzeichnete» Gegenstände entwendet. Indem man diesen Diebstahl hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringt, wird jedermann hierdurch, besonder« aber sämmtliche Polizeibehörden ersucht, zur Entdeckung des Thä- terS kräftigst mitzuwirken, und gegen Erstattung, der Kosten anher die Anzeige zu machen. Beschreibung. 1. Eine goldene Repetiruhr, welch« zwei Glocken hat, die an dem Werk« befestigt sind. 2. Eine goldene Repetiruhr, welche an daS GrhäuS schlägt, mit Namen G dt - Erard a Neufchatel, g. Ein kleine» goldene» Repetiruhr-Ger häu» mit No. 7697 bemerkt. 4. Ein ganz flache« goldene» GehäuS« 5. Eine jweigehäusige kleine französische goldene Uhr, worin die Spindel zerbrochen ist, mit Namen Barth*?- Fernjr aGeneve, im Gehäuse sind die Buchstabe« k. L. 3 mal. 612 6. Ein« kleine goldene Damen-Spring- uhr ohne Namen, im Gehäuse sind die No. 25172.7607. mit einem goldenen Haken zum Anhängen, welcher Mit Perlemutter eingefaßt ist, uOd einen Pudelhund darstellt. 7. Ein« silberne zweigehäusige ordinäre Uhr, im Gehäuse sind die Buchstaben F. L. I. G. 8. Eine silberne ekngehäustge Uhr ohne Namen, im Gehäuse die No. 12834. 9. Eine zweigehäusige silberne Uhr ohne Namen, im Gehäuse No. 1222. 10. Eine silberne eingehäusige Uhr ohne Namen, im Gehäuse die No. 3239. ?. v. B. 11. Eine silberne eingehäusige Uhr ohne Namen, imGehäuse die No. 1616.107. 12. Eine silberne eingehäusige Uhr ohne Namen mit einem stählernen Stunden/ zeiger, der andere fehlt. DaS GehäuS ist gerändert. 13. Eine silberne eingehäusige Uhr ohne Namen, im GehäuS No. 13871., das GehäuS ist mit getriebenen Perlen besetzt. 14. Ein leereS silbernes Gehaus No. 864. 15. Ein leereS silbernes GehäuS No. 5767. I). I. 323. 16. Eine silberne eingehäusige Uhr mit ge» mahlten Zifferblatt. 17. Ein stählernes Gehaus, welches überall mit Geld verziert ist. 18. Ein silbernes GehäuS ohne Nummer. IS. Ein silberne-Repetiruhr - GehäuS No. 8541. 20. Eine silberne eingehäusige Uhr ohne Namen, mit stählernen Zeigern. 21. Eine silberne eingehäusige Uhr ohne Namen,im GehäuS No. 6795. F.l.ll.V. Mannheim den 2. November 1821. Großherzogl. Stadtamt. v. Zage mann. Vdt. May. 1) Freiburg. Folgende, nunmehr dem Staate zugehörigen, BreiSgau-Landstästdi- sch« Obligationen find in Verstoß gerathen, und zwar: No. pTt. 525.per 11000 ff. k 4 564.... » 5500 » » » 630. dd. 10. Mai 1793 » 2900 » » , 631. ... » 1000 » » » 94. dd. 7. Nov. 1793 » 160 » x 4£ 459. » 14. Aug. 1794 * 9500 , » » 804. . , 300 r , 5 168. l-it. A. dd, 16. Sep- tember 1795 ....... 1 2800 » » 4J Die Inhaber dieser Obligationen werden hiemit aufgeforderk, binnen 6 Wochen dieselben anher verzulegen, und ihre rechtlichen Ansprüche hierauf um so gewisser darzuthun, als widrigenfalls nach abgelaufener Frist die gedachten Kapitalsbriefe für kraftlos erklärt werden würden. Freiburg den 21. Oktober 1821. Großherzogl. Stadtamt. Chrismar. 1) Mannheim. sLandeSverweisung.) Der hier unten beschriebene Andreas Lantenbach von Birkenfeld bei Würzburg, welcher vermög Urtheil des großh. HofgerichtS zu Freiburg vom 26. März 1817 No. 567, wegen Diebstahl, Jaunerei und Concubi- nats, dann übertretener Landesverweisung zu 5 Jahr 1 Monat geschärfte Zuchthaus» strafe verurthcilt war, wurde heute auf eingelangte hohe Entschließung entlassen, und wiederholt der gesammten großh. bad« Landen verwiesen. Personbeschreibung. Er ist 44 Jahre alt, 5' 2" rhein. groß, von untersetzter Statur, hat ein länglichteS Gesicht, bleiche Gesichts, färbe, braune Kopfhaare, lichte Augenbrau» ne», niedere Stirne, blaue Augen, gewöhnliche etwas gespitzte Nase, gewöhnlichen Mund mit geschlossenen Lippen, etwas an- gelaufene Zähne, rundes Kinn, blonde Barthaare. — Seine bei der Entlassung angehabtt Kleidung bestund in einem runden Hut, blauleineneS Halstuch, grüntüche- nes Kamisol, gelbmanschesterne Weste, hell- grüntüchene Hosen mit rother Besetzung, und Stiefel. Mannheim den 5ten November 1821. Großherzogl. Zuchthaus-Vermattung. Kiefer. 6 IS 1) Mannheim. Durch Beschluß deS großherzogl. Kreisdirektoriums 66. 30. Okt. No. 21636. ist gegen den von der großh. Artillerie-Brigade desertirte» Carl Anton Helmling, von hier, auf geschlossenen Abwe- senheitsprozeß der Verlust deS angebornen OrtS- und Schutzbürgerrechts ausgesprochen, und daS Weitere auf Betreten Vorbehalten worden» Mannheim den 5. Novbr. 1821, Großherzogl. Stadtamt. v. Jagemann. V6t. Kunkelmann. 1) Eberbach. Durch,Beschluß deS großherzogl. NeckarkreiSdirektoriumS vom 12ten dieses, No. 20609. ist gegen den Franz Peter Bischofs, von Balsbach, welcher zur Con- scription vomJahr182I gehörig, und durch das Loos zum Activdienste bestimmt worden, aber ohne Erlaubniß abwesend, innerhalb der gesetzten Frist auf die ergangene iffent- liche Vorladung nicht nach Hause zurückgekehrt ist, auf geschlossenen AbwesenheitSpror jeß der Verlust feines angebornen Schutz- bürgerrechtS ausgesprochen, und daS Weitere auf Betreten Vorbehalten worden, welches zur allgemeinen Wissenschaft hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Eberbach den IS. Oktober 1821. Großherzogl. Bezirksamt. Christ. Untergerichtl. Aufforderungen und Kundmachungen. Schulden t Liquidationen. Hierdurch werden alle diejenigen, welche an folgende Personen Forderungen haben, unter dem Rechtsnachtheile, aus der vorhan» deNen Masse sonst keine Zahlung zu erhalten, zur Liquidation derselben vorgeladen: AuS dem Großherzogl.Bezirksamte Schwetzingen 1)zu Neckarau, andenJoh. Schmidt, welcher um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Versuch eine- Stundung-- «der Nachlaßvergleichs gebeten hat, aufDienstag den 27. November d. I. Morgens ö Uhr, vor dem beauftragten großh.AmtSrevisorate auf dem Rathhause zu Neckarau. Aus dem Gro ßherz ogl. Landamte Heidelberg 2) zu Dossenheim, an den in Con- curs erkannte» Philipp Gab er, auf Donnerstag den 15.November d.J. Vormittags 9 Uhr, vor großh. LandamtSreviforate. Aus dem Großherzogl. Bezirksamte Stockach 2) zu Stocka ch, an den in Gant erkannten Br. u. Braumeister Anselm Günther, auf Montag den 19. Novbr., in der großh. Amtsrevisvratskanz»ei zu Stockach. Aus dem Großherzogl. Bezirksamte Osterburken 2) zu Sennfeld, an den in Gant erkannten B.».Bäckermeister Georg Krauß, auf Dienstag den 13.November d.J. früh 9 Uhr, vor dem großh. AmtSrevisorate zu Osterburken. Erbvorladungen. Folgende schon längst abwesende Personen oder deren Leibeserben, sollen binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Ver, wandten gegen Caution wird auSgeliefert werden: Aus dem Großherzogl. Bezirksamte Schönau 3) von Präg, der Schneidergeselle Paul Rümmele, welcher sich schon vor 20 Jahren nach Frankreich auf die Wanderschaft begeben, ohne daß man seither mehr etwa- von ihm in Erfahrung gebracht hat, dessen Vermögen in etwa 400 fl. besteht. 1) Überlingen. Am 26 März d.J. verstarb der Bürger Sebastian Hahn zu Bambergen kinderlos mit Hinterlassung einer Wittwe. — In den vorliegenden Ehepakten vom 30.Septbr. 1810 ist für dessen nächste Verwandtschaft ein Rückfall von 200 fl. bedungen, worüber der Verstorben« unterm 27- Oktober 1814 eine anderweit« letztwillig« Disposition errichtete» — ES 614 «erden daher all« jene Anverwandte, welche auf den fraglichen Rückfall Ansprüche machen zu können glauben, hiermit aufgrfvr- dert, am Samstag den 7. Dezember d. I. vor dem großh. Amtsrevisorate dahier, unter Vorlage der Beweisurkunden über ihren Verwandtschaftsgrad, zu erscheinen, und den nö- thigen Verhandlungen anzuwohnen, widrigenfalls sie sich alle Nachtheile selbst juzu» schreibrn haben. Überlingen den26sten Oktober 1821. Grvßherzogl. Bezirksamt. Haager. Vät. Reyer. Versteigerungen. I) Heidelberg. Die Behausung der in Gant gerathenen Philipp Gaber'schen Eheleute zu Dossenheim, welche auf 1050 fl. gerichtlich abgeschätzt ist, sodann l Viertel Weinberg, werden Montags den 2Ksten d. auf dortigem Rathhause, auf vier verzins» siche Zahlung»»Fristen versteigert werden. Heidelberg den 2. November 1821. Großherzogl. LandamtSrevisorat. l) Ladenburg. Die Gemeinde JlbeS- hrim bedarf an ihrer Neckarfahrt einer neuen Nee. Die Erbauung derselben soll; zufolge hoher KreiSdirektorialverlügung vom 2Ssten v.M., auf dem Wege der Versteigerung an den Wenigstnehmenden begeben werde». — Zur Vornahm« dieser AbstrichSversteigrrung auf dem Ratbhaufe zu ZlbeSheim hat man demnach Tagfahrt auf Donnerstag den 22. November l.Z. Morgen» S Uhr anberaumt. Indem man diese» zur öffentlichen Kennt- niß bringt, werden zugleich die zur Heber- «ahme diese» Neebaue» Lusttragende, und besonder» die Schiffbauer eingeladen, an gedachtem Tage auf dem Rathhause zu Ilbesheim sich einzufinden und derVersteigerung beizuwohne». Ladenburg den S1.Okt.1821. Großherzogliches Amt. Rüttinger. Vät. Kurz. Anzeigen. Zu der amSOsten de» laufenden Monat» November statt findenden ersten Gewinn- Ziehung de» großh. bad. Lotterie.Anlehen», welche auf 2400 zur Heimzahlung gezogene Loose folgende Treffer, al» : 1 i .. I » .. 10000 1 » . . 5000 5 » . . 1000... 5000 10 » . . 500... 5000 20 > .. 250... 5000 40 » ., ... » 125... . . » b000 61 > .. 100 .. . . » 6100 60 > .. 85... 5100 100 » .. ... , 70... 7000 2100 » ., 58... 121800 2400 Loose .. .... fl. 250000 enthält, sind bei Unterzeichneter, Loose ü fl. 105 fl. 24 Fuß und VerlvosungSplane gratis zu haben. Brief« und Geldsendungen werden Franco erbeten. Frankfurt den 1. November 1821. Joh. Fried. Schwann seel. Wb., Wallgraben Lit, A. No, 35. Dienstnachrichten. Se. Königl. Hoheit haben gnädigst geruhet, die erledigt gewesene evang. Pfarrei Leutershausen dem bisherigen Pfarrer zu Hohensachsen, Kilian, zu übertragen. Die Competrntrn um lrtztbenannte Stelle, wes, che 550 fl« im Competenz- Anschlag erträgt, haben sich binnen 6 Wochen durch ihre Dekanat« bei der «vangel. Kirchenbehörde zu melden. Der erledigte kathol. Schuldienst zu Dundenheim, Oberamt» Offenburg, ist dem Schullehrer Anton Stark zu Waldburg, übertragen worden. Carl Herm-dorf, Rtdakttur»