Großherzoglkch Badische- Airz eig eblktt für den Unterrhein-Kreis. 75 . Freitag de« 18 . September Mit großherzoglich Badischem gnädigsten Privilegio. Bekanntmachungen. No. 1607Z. Nachstehende Verfügung der großherzogl. Negierung deö Mittel »Rhein« Kreises vom 10. Juni 1835, No. 13,346, wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebrach». Mannheim den 24. August 1835. tSroxherzogliqe Negierung des unrerryein-Kttties. Dah men. v. Friederich. Die Ablösung des Zehnten, insbesondere die Ermittelung der Frucht-Preise des Marktes zu Rastatt bekr. No. >3346.- vtr «viuiiivc )U «/ii*|lull 0(([« In Gemäßheit des §. 32 des Gesetzes vom 15. Novbr. 1833, Reggsdltt. No. 49, die Ab« lösung des Zehnten belr., und nach Anleitung der Instruction de» großh, Ministeriums des Innern vom 7. Marz 1834, Nggsbltt. No. 10, sind die Getreide-Preise de- Marktes zu Rastalt durchschnittlich für jedes Jahr von 1818 biö 1832 genau ermittelt und geprüft worden. Indem nun in den beiden Anlagen, nämlich: I. in der Darstellung der durch Berechnung ermittelten Durchschnittspreise und II. in der Darstellung der durch Schatzung ermittelten Durchschnittspreise öffentlich bekannt gemacht werden, wird damit nach Vorschrift des §. 32 deö Zehntgesetzes die Aufforderung an die Betheiligten verbunden, ihre allenfälligen Erinnerungen binnen drei Monaten dahier vorzubringen. Zu diesem Zwecke steht jedem, der als Zehnt-Berechtigter, oder als Zehntpflichtigtr, voe» wegen Zehnllasten bei künftigen, durch gütliche Uebcreinkunft oder im Wege deö Gesetze» statt findenden Ablösungen betheiligt werden kann, die Einsicht der Acten bei dem großh. Oberomt Rastatt offen. Nach Ablauf von 3 Monaten vom Tagt des Erscheinens des Anzesgeblatts kan» aber keine Einwendung mehr angenommen werden. Rastatt den 10. Juni 1835. Großherzoglichk Regierung des Mittek-RheinkreifeS. I. A. d. D. Frhr. v. Stockhorn. Vdt, Ebrrstein. i. W a r der aus den Markt-Protokollen des Marktes zu Rastatt durch Berechnung ermittelten Durchschnitts» hj 1818 bis 1832, und zwar je für die Periode vom 1. November des betreffenden Jahres (Sämmtlich im 1. 2. 3. 4. 5. ' Jahr. 2V a ■-S Q§i SS Ä i z e n. •’S «»'S ff* »■» £ S-'S-g gä" | AZ-'L 0-1 1 Wel « SS d « UZ ZZ 'chkorn. .■»«„SS'S O ^ £* CT* c* g ■£l.-2« si , ° 5 LZ .-2’ fS-Ä 0-1 K o n a2 « ä ü" «i d« dZ 0Z r n, * g Tg ^ «ÄS'S ‘Z*' 8. •£ S.'2'i gS* " fs-«s 0—1 Ger ■ *5 SS Ucl s e ©ü st e. o JO .‘SM.f'S a.oB« el.s| ©J’S Mltr. Sstr. fi. kr. Mltr. Sstr. st. kr. Mltr. Sstr. st. kr. Mltr. Sstr. fl. kr. 1818 25 2 11 36 7 7 .8 61 19 3 8 34,! 18 4 7 151 1819 23 3 8 i-k 11 6 4 451 17 4 5 37z 15 5 4 28 1820 22 3 8 24 J 11 6 3 561 20 3 4 364 22 3 3 431 1821 26 2 6 39 z 11 6 4 6z 23 3 4 H 23 3 3 341 1822 22 3 12 21 4 8 6 31 21 3 9 10 21 3 8 49 1823 12 6 6 3J 5 8 3 29z 17 4 4 4 29 1 3 401 1824 12 6 7 14 6 8 4 32z 19 4 4 32! 31 _ 4 121 1825 12 6 6 43 5 8 4 251 19 4 4 301 27 1 3 54 z 1826 22 3 7 14z 4 8 4 39' 20 3 4 39 18 4 3 54 1827 34 9 11 37 3 9 6 12 z 27 1 7 34 20 4 6 12 1828 43 6 11 52f 5 8 5 191 29 — 7 241 21 3 6 i 1829 35 9 9 Sb 17 4 4 51| 43 6 6 1 29 1 5 321 1830 34 — 12 12 16 — 7 u 27 7 55 35 _ 6 3 1831 34 — 13 241 14 — 9 451 25 — 9 241 55 — 8 54J 1832 49 — 10 17 14 — 6 38 25 — 7 24 23 — 6 23 1) an Meßgeld von allen Getraidegattungen: von 1 biö 5 Sester 2 kr. — von 5 bis 10 Sester 4 kr. — > » 2) an Zubergeld von 1 bis 10 Sester — kr. — von 2 bis 4 Malter 6 kr. — von 4 biö 10 Maller 12 kr.} di, 3) an Aufstellgcbühr, wenn die Frucht bis 8 Tage im KornhauS aufgestellt bleibt, per Malter 1 kr., bleibt | c. in der Periode vom 1. November 1818 bis 13. Jan. 1831 mußte ferner der Käufer per Malte« 4 kr. Mcßgeld von der glatten Frucht, 3 kr. Meßgcld von der rauhen Frucht bezahlen. Rastatt den 10. Juni 1835. Großherzogliche Regierung j ^ I. A. © 62g Stellung t Preise der nachstehenden, auf diesem Markte vorkommenden Getreide , Gattungen für dir Jahre > bis zum 1. März des folgenden Jahres und der jeweiligen mittleren Markt. Umsätze. * neu-badischen Maße ) > 6 . Hafer. t =sÄ SU o LZ ff 1* HL ♦ Ä «1 « Anmerkungen. •w C t* .■£«2 j» s 6.2 « »2t rr 10 lü'-' 2 - «ü «-•’S - Mr. Sstr. fi. kr. 26 6 4 51f 27 9 2 594 31 5 2 304 31 5 2 284 30 3 4 35 42 4 2 184 41 2 2 26 35 4 2 391 43 6 2 41tz 64 2 2 54 59 4 3 27 35 1 3 46 z 48 _ 3 394 47 3 514 43 — 4 31 1) Vor und nach Einführung des neuen Maßes vom 1. September 1830 hat jeweils beim Meffen »es HaferS das sageweise Abstrrichen desselben Statt gefunden; wogegen bei den übrigen glatten Früchten gestrichen gemessen wurde. 2) Bei Berechnung der JahrSdurchschnittsprcise ist wegen Mangel der erfor. derlichen Materialien durchgängig nach Vorschrift des dritten Absatzes deS §4 32 des Gesetzes verfahren worden. 3) Die auf der Marktstätte herkömmlichen Abgaben sind an obigen Preisen nicht in Abzug gebracht, und betrugen solche in so weit der Verkäufer dazu verpflichtet war, somit dessen FruchterlöS schmälerten: a. in der Periode vom 1. November 1818 bis 13. Januar 1831, als« in den ersten 12 Jahren: an Zubrrgeld per Malter ohne Unterschied des Getreides 2 kr. d. in der Periode vom IS. Januar 1831 bis jetzt, also in den letzten 3 Jahren: von jedem weitern Malter 4 kr. ~ i — »on 10 Malter und darüber 24 kr. die Frucht aber über 8 Tage aufgestellt, per Malter 2 kr. des Mittel, Rheinkreises. d. D. btockhorn. l. o. Vdt. Ooelog. 6Z s ii. Darstellung rer durch Schätzung für den Markt zu Rastatt ermittelten Durchschnitts-Preise deS Ker- venö und Dinkels für die Jahre 1818 biS 1832, und zwar je für die Periode vom 1. November des betreffenden Jahres bis zum 1. März des folgenden Jahres. (Sämmtlich im neuen Maaße.) 2 . 3 . Kernen. Dinkel. Durchschnitts-Prcis -om tten Novcmb. des Jahres ad t bis Iren JfJiarj des folgenden Jahres. fl. kr. fl. kr. 1818 11 584 4 47) 1819 8 4/1 3 31) 1820 8 21 3 204 1821 7 3) 2 491 1822 12 Ui 4 52! 1823 6 38 ) 2 39) 1824 7 19) 2 56 1825 6 44 2 41) 1826 7 40 3 4 1827 12 2 4 49 1828 12 254 4 58 1829 9 31 3 48! 1830 11 5 4 26 1831 13 52 r 5 33 1832 10 42 i 4 17 Die Schätzung ist in Folge des geringen Marktumsatzes an Kernen und bei dem Umstand, daß kein Dinkel in der gesetzlichen Periode von I8)f- auf dem Markt zu Rastatt verkauft wurde, nolhwendig geworden. Der Hauptinarkl in Durlach diente beiden Fruchtgattungen als Grundlage der Schätzung: der Verkehr des Kernen zieht sich an letzter» Ork in der Art, daß, nachdem die Fruchchändler dortsekdst ihre Einkäufe an Kernen gemacht haben, sie in der Regel mit dieser Fruchtgat lung den Weg von 6 Stunden zum Wiederverkauf hierher machen. Die Verschiedenheit des Preises auf beiden Marktstätten rührt durchaus nicht von der besseren Qualität de« Products oder einer andern McffungSaet her, sondern sie ist in den Unko sten für den Transport zu suchen, weßhalb daS Malter Kernen zu Durlach in jedem Normaljahr um 30kr. im Preis hdher angeschlagen, und als Marktmittelpreis für Rastatt gültig regulirt worden ist Für den Dinkel hat man auS den obigen für Rastatt rectificirten Preis des KernenS einen besondern Preis in Ermangelung der Schälproben — dadurch ermittelt, daß 4 Sester Kernen im Durchschnitt dem Wcrthe von 10 Sester Dinkel für jedes Normaljahr gleich gesetzt wurden. Für den Spreu ist nichts in Anrechnung gebracht worden, weil solcher dem Müller für daS Abgerben überlassen zu werden pflegt. Die Marktabgaben, welche auf Tabelle k. verzeichnet sind, sind auch bei dieser Berechnung nicht berücksichtigt, und beide Fruchcgattungen während der ganzen Zeitperiode g«, strichen gemessen worden. Rastatt den 10. Juni 1835. Großherzogliche Regierung des Mittel «RheinkreiseS. I. A. d. D. Frhr. v. Stockhorn. Vckr. Ovrlog. [74] Karlsruhr. (Militärlieferung.) Ls sind auf die Helme der Kavallrri« 700 Sttck Roßhaarraupen zu liefern. Diejenigen Inländer, welche daS Geschäft übernehmen wollen, können die näheren Br, Lingungen und Muster, so wir die «soumissionSformen, auf dem diesseitigen Sekretariat uud auf dem Dürrau des Kommandos deS zweiten Dragoner-Regiments in Mannheim einfehen, 0 631 und müssen ihre Soumisfionen verschlossen längstens bis zum 21 . Septbr. laufenden Jahrs, Morgens 10 Uhr, dahier einrcichen. Karlsruhe den 6. September 1835. Großh. Kriegsminifterium. v. Fre £74] Mannheim. Die hiesige Herbstmesse fängt mit dem 29. laufenden Monats an, und endigt sich mit dem 12. kommenden 2.''on «{f. * Die während der Meßzeit feilhaltcnden Kaufleute haben sich daher hiernach zu achten. Mannheim den 10. Septbr. 1835. Großb. Sladtamt. Riegel. Baden. Am 10. d. M. wurden aus einem hiesigen Gasthaufe folgende Gegenstände entwendet: st. 1 neues engl. Rasiermesser mit Perl- mutterheft, worauf in Form eineö Wappens die Buchstaben A. C. IC. eingravirt waren; im ohngcfähren Werth von 22 1 ziemlich schwerer, etwas fasvnirter Kaffeelöffel im Werth« von etwa 4 3 goldene Hemdcnknöpfe, wovon zwei viereckigt, einer rund ist. Alle drei sind mit sogenannten Cannes besetzt, etwa im Werth von 33 Wir bringen diesen Diebstahl zum Behuf der Fahndung auf die gestohlenen Gegenstände und den zur Zeit noch unbekannten Thäker zur 'öffentlichen Kenntniß. Baden den 13. September 1835. Großh Bezirksamt, v. Hennin. Sinsheim. Am 14. v.M.wurde, laut Anzeige des k. k. P'fleggerichts zu Schecrding, dem Joh. Holletscheck, wandernden ledigen Mktzgergestllrn von Skalitz, Herrschaft Nachod, Königgratzen- Kreises in Böhmen, nach seiner eidlichen Anzeige sein Felleisen entwendet, in welchem sich nachstehende Gegenstände im nachdeschriebenen Werthe befanden, alö: Sine dunkelgrüne Haube mit einem schwarzen Schilde, per Ist. 12 kr.; ein Frack und eine Pantalen von schwarzem Tuche, noch ganz neu, s>er 12 fl.; 3 Hemden, wovon eines ganz neu ist, die zwei andern aber schon gewaschen sind, 2 Westen von Svmmerzrug, >orf. Vdt. Heunisch. wovon die eine neu, die andere alt war, ein ganz weiß perkallenes Schnupftuch, 1 mus- sclinenes Tüchel mit rothen Punkten, blau quadrillirt, 1 neue und 2 alte schürzen von Leinwand, endlich ein barchentes Nachtlei» bei; sammtliche Waschstücke xer8 fl.; IPaar alte Stiefel xerl fl. 36 kr.; ferner 3 Schlacht- * mcffer mit hölzernen Heften sammt Wetzstahl uud Niemen, per 1 fl. 36 kr.; 2 Bürsten, xer 3 kr; eine dlechcne Schmierbüchse xer 3 kr; 2Gattienxer 48kr.; das Felleisen von gelbem Kalbsleder mit einem Deckel von schwarzem Kuhlcder ghneKeNe und Schloß, xer 3 st. 2 kr., L. M. W. W.; sohin ein Gesammtwerlh von 28 fl. 30 kr. L.M. W. W. Rechtlicher Verdacht fällt auf einen wandernden Mctzgergesillen, Namens Sebastian Geiger, von Sinöhcim im Badischen, beiläufig 21 Jahre alt, von mittlerer untersetzter Statur, blatternarbigem Gesichte, schwarzen Haaren und Schnurrbart. Derselbe trägt am Leibe: eine grüne Ha ube, einen dunkelfarbigen wahrscheinlich schwarz- tuchenen Janker, eine weißnankinene Hose und kalblederne Stiefel, und dürfte auch das Nacht- leibel von Barchel, so wie eine alte Schürze aus dem Felleisen genommen, tragen. Er begab sich mit dem Felleisen nach Baiern. Wir bringen dieses Ausfchrcibcn der K. K. Polizeidirection für Tyrol und Vorarlberg zu Jnsbruck mit dem Ersuchen zur Kenntniß der' resp. Polizeibehörden, den Geiger im Be- tretungsfaüe arretirrn und anher abliefern zu lassen. Sinsheim den 14. Sept. 1835. Großh. Bezirksamt. Fieser. Vdt. Sommer. Mrersburg. (Fahndung.) Der unten näher beschriebene Mathias Lang vulgoRüh- wkibkls Mathias von Leustetten, Gr. f. f. B., Amts Heiligenberg, der nach einer Mittheilung seiner HeimathS- Behörde schon seit 2 { Jahr wegen Diebstahl sich flüchtig gemacht hat, hat sich neuerlich wieder deS Diebstahls zweier Leuchsrnketten bei Philipp Frank zu Burgberg im Werthe von 24 kr. und eines schwarz tuchenen Tschopekis, an welchem weiß plattirte Knöpfe mit eingepragten RöSchen sind, und dessen Futter in den Aermeln aus weißem wollenen Tuche besteht, im Werthe von 2 fl.; sodann eines Rasirmessers im Werthe von 2fl., aus der Köhlerhütte in der Nähe von Wirrcnscgel sehr verdächtig gemacht. Die Behörden werden daher ersucht, auf diese gestohlenen Effekten und diesen der öffentlichen Sicherheit gefährlichen Burschen zu fahnden und ihn im Bctretungsfalle hierher zu liefern. Signalement des Mathias Lang. Derselbe.'ist 51 Jahre alt, 5' 5" groß, hat braune Haare, graue Augen, länglichte Ge- sichtSform, mittelmäßige Nase, kleinen Mund, rundes Kinn, schlechte Zähne; dessen Kleidung kann nicht angegeben werden. MeerS- burg den 17. Scpt. 1835. Großh. Bezirksamt. Ma inhard. [75] Schopfheim. ES ist in dem Tauf» buchauszuge der Pfarrei Neuenwcg, Jakob Wetzel, geboren am 5. März 1815, aufgeführt, und als Eltern stad Johannes Wetzel und Calharina Gseler angegeben. Da uns der Aufenthalt und die Verhältnisse dieser Personen unbekannt sind, so bringen wir dies zur öffentlichen Kcnntniß, damit wenn sie sich in irgend einer Gemeinde des Großberzogthums aufhalten sollten, dieser Jakob Wetzel in die Conscriplion pro 1836 ausgenommen, und unS Nachricht gegeben werde. Schopfheim den 12. Septbr. 1835. Großh. Bezirksamt. B e n i tz. [75] Schopfheim. (Aufforderung.) Joh. Gg. Selz, welcher am 25. Sept. 1815 zu Schwand von Franziska Selz aus der Obern Böllen geboren wurde, fällt in die Eonscription 1836. Da aber auf gepflogene Communication mit dem großherzoglichen Bezirksamt Schönau dieses Geschlecht in der Gemeinde Böllen nicht existirt, und dieser ConseriptionSpflichtige ir» gendwo anders seinen Heimathsort im Groß» herzogthum haben dürfte, so ersuchen wie fämmtliche großh. Bezirksämter, die Vorbe» 6 Z» reitungt-Behörde seiner Heimath zur Aufnahmein die Conscriptionskiste, auf vorgängige Aufforderung an die Gemeinde-Räche, gefälligst zu veranlassen, und unö Nachricht zu geben. Schopfheim den 12. Sept. 1835. Großh. Bezirksamt. Ben itz. W e r t h e i m. (Die Gant des Val. Bundschuh, Pächter der Noßwirthschaft zu Hunl- hrim, betr.) Die in der heutigen Liquida- tions-Tagfahrt nicht erschienenen Gläubiger des Valtin B undsch u h werden nunmehr von der vorhandenen Gantmasse ausgeschlossen. Wertheim den 9. Sept. 1835. Großh. Stadt- und Landamt. Stephani. [72] Waldshut. (Mundtodterklarung.) Johann Schlosser von Waldöhut ist im ersten Grade mundtodt erklärt und für ihn der Uhrmacher Raphael A l b r e ch t von da alö Aufsichtspfleger bestellt, ohne Zustimmung des Lctztren also keine der im 2. R. S. 513. benannten Rechtshandlungen von Johann Schlosser verbündlich eingegangen werden können. Waldshut den 31. August 1835. Großh. Bezirksamt. D r e y e r. [74] Wertheim. (Aufforderung.) Wegen der Erblheilung des Buchhändlers Karl Friedr. D e u b o l d schcn Nachlasses dahier ergehet andurch die öffentliche Aufforderung an diejenigen, welche Ansprüche an diese Masse zu machen haben, solche binnen 6 Wochen unter Vorlage ihrer Beweis - Urkunden vor unterfertigter Stelle richtig zu stellen, ansonst auf sie bei der Vcrtheilung keine Rücksicht genommen wird; dann An die Buchhandlungen, an welche Deubold noch ein Guthaben hat, das Ersuchen: sol» ches anzuzeigen, und allenfalls von ihm besitzende Commissions-Güter alsbald rüchzu» senden, oder zu erklären, um welchen Preis sie behalten werden wollen. Wertheim den 5» September 1835. Großh. Amtsrevisorat. Winther. [73] Waldshut. (VrrschollenheitS- Erklärung.) Nachdem sich der vermißte Johann Schlachter von Birudorf, oder all» 6 33 fällige Leibescrben desselben, auf die öffentliche Vorladung vom 7. August 1833 bisher nicht gemeldet, wird nunmehr Verschollenheits- Erklärung ausgesprochen. Waldshut den 5. Septbr. 1835. Großh. Bezirksamt. [73] Gerlachshei m. Durch diesseitigen Beschluß von I.Sept. l. I., No. 8156, wurde SonnÄtVirth Sebastian Fl ei sch mann von Ilmspan für mundlodt erklärt, was wir, bezüglich auf L. R. T., No. 513, hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Gerlachöheim den 1. Septbr. 1835. Großh. Bezirksamt. Lichtenauer. [71]Haslach. Nachdemderseit30Iahren abwesende Joseph M a r k o l f von Fischerbach sich auf die öffentliche Vorladung vom 4. Aug. v. I. nicht gemeldet hat, so wird derselbe hiermit für verschollen erklärt, und dessen in ca. 70 fl. bestehendes Vermögen seinen nächsten Anverwandten gegen Kaution in fürsorglichen Besitz gegeben. Haslach den 28. August 1835.' Gkoßh. bad. f. f. Bezirksamt. Dilger. Anzeigen. In Mannheim Lit. M 5 No. 5^ liegen 3500 fl. freih. v. Hdvelsche Stiftungsgelder zum Ausleihen bereit. [71] Ein Antheil von 6/15tcl der Grund- Herrschaft Baycrthalbei Wiesloch, 4 Stunden von Heidelberg, wird, mit allen Gerechtigkeiten, wie solche bisher besessen wurden, aus freier Hand, zum Verkauf angeboren. Nähere Auskunft erkheilt Herr Zicgelmeyer in Wiesloch, wohin man sich entweder persönlich oder in frankirten Briefen wenden kann. Untergevichtliche Aufforderungen und Kundmachungen. Schuldenliquidationra. Schwetzingen. Gegen Georg Kuhn von Schwetzingen ist förmlicher Gant er, kannt und Tagfahrt zum Richtigstellungs- und Vorzugsverfahren auf den .13. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, dahier anberaumt. Alle diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Gant- maffe machen wollen, haben solche in der angesetzlen Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich, anzumelden und zugleich die etwaigen Vorzugs- und Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die sie geltend machen wollen, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkundcn oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Bei einem allenfalls zu Stande kommenden Borg - und Nachlaßvergleiche, bei Ernennung des Massepflegers und Gläubiger- ausschuffcs werden die Nichtcrscheinenden als der Mehrheit der-Erschienencn beitretend angesehen werden. Schwetzingen den 3. Scpt. 1835. Grcßherz. Bezirksamt, v. Stengel. Veit. Brentano. [72] Neckarbischofsheim. Gegen den Nachlaß deS verlebten Karl Philipp Braun in Helmstadt haben wir Gant erkannt, und Tagfahrt zum Richtigstellungs- und Vorzugs- Verfahren auf den 30. Sept.» Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei festgesetzt. Eö werden daher alle diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, hiermit aufgefordert, solche in obiger Tagfahrt, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich, an- zumclden, und zugleich die etwaigen Vorzugsoder Unterpfandsrcchte, welche sie geltend machen wollen, zu bezeichnen, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden, oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich wird in dieser Tagfahrt ein Mas» sepfleger ernannt, und werden in dieser Hinsicht die Nichterscheinenden der Mehrheit der Erschienenen beipfiichtend angesehen. Ne- ckarbischoföheim den 25. Aug. 1835. Großh. Bezirksamt. Eckstein. 6Z4 [73] Wiesloch. lieb« das Beringen des Schmiedmeisters Christoph Merkel von Eschelbach haben wie Gant erkannt und wird Tagfahrt zum Richtigstellungs- und Vorzugsverfahren auf Donnerstag den 1. Oct., früh8Uhr, anberaumt. Wer nun aus was immer für einem Grunde einen Anspruch an diesen Schuldner zu machen hat, hat solchen in genannter Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschluffes von der Masse, schriftlich oder mündlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, dahier anzumeldrn, die etwaigen Vorzugs-oder Unterpfands-Rechte zu bezeichn nen, und zugleich die ihm zu Gebote stehenden Beweise, sowohl hinstchtlich der Richtigkeit, als auch wegen deö Vorzugsrechts der Forderung anzutreten. Auch wird an diesem Tage ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht, dann ein Waffe« psteger und ein Gläubiger-Ausschuß ernannt, und sollen hinstchtlich der beiden letzten Punkte und hinstchtlich deS BorgvergleichS die Nicht- erscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Wiesloch den 4. Sept. 1835. Großh. Bezirksamt. Faber. Vdt. Fischer. Crbvorladungen. Folgende schon längst abwesende Personen, oder deren Leibeserben, sollen binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannten nächsten Verwandten gegen Kaution wird ausgeliefert werden: Aus dem Bezirksamt Tauberbischofsheim. [72] von König heim, Franz Alexander Michel, welcher als Küfcrgesell auf die Wanderschaft ging und letztmals im Jahr 1821 aus Holland Nachricht von sich gab, auch nach spatcrn Nachrichten im Jahr 1822 .nach Batavia .sich begeben haben soll. Versteigerungen. [75] Mannheim. Die zu Brühl neu eingerichtete Fahrt über den Rhein wird vorläufig für Fußgänger demnächst eröffnet und Samstag den 26 d. M , Morgens 10 Uhr, auf diesseitigem Büreau dem Meistbietenden inBcstandge- gkben werden. Mannheim den 15 Sept. 1835. Großh. Domanenverwaltunz^ Lang. [74] Mannheim. (Kostliesetungs-Ver- steigerung.) Freitag den 2. Octbr. d. I., Vormittags 10 Uhr, wird die 'Kostabgabe an die diesseitigen straf-Gefangenen auf 1 Jahr, nämlich: für die Zeit vom 1. Dezember 1835 bis dahin 1836, an den Wenigstbietenden öffentlich versteigert. Hiezu werden die Liebhaber mit dem Bemerken cingcladen, daß eine Kaution entweder baor oder in Liegenschaften von 2000fl. oder gleiche Sicherheit gewährende Bürgschaft zu stellen seye, und sich daher jeder S.eige- rcr vor Eröffnung der Steigerung über seine Fähigkeit zur Stellung dnser Kaution oder Bürgschaft gehörig auszuweisen, oder im andern Falle zu gewärtigen Hab?, zur Versteigerung nicht zugelassen zu werden. Die näheren Bedingungen können täglich dahier vernommen werden. Mannheim den 12. September 1835. Großh. Zuchthausverwaltung. Kiefer. Wohnlich. [74] Mannheim. (Drod-Lieferungs- Versteigerung.) Donnerstag den 1. Octbr. d. I., Vormittags 10 Uhr, wird die Liefe, rung des für die dieffeitigen Gefangenen auf das Jahr vom 1. Dczbr. 1835 bis dahin 1836 benvthigten Brodes, in öffentliche Versteigerung an den Wenigstnehmenden vergeben. Die Liebhaber werden hiezu mit dem Bemerken eingeladen: daß Steigeür entweder eine Kaution von 500 fl., oder einen, gleiche Sicherheit gewährenden Bürgen zu stellen haben, und die weiteren Bedingungen täglich dahier vernommen werden können. Mannheim den 12. Septbr. 1835. Großh. ZuchthauSverwaltung. Kiefer. Wohnlich. *35 [74] Feudenheim, Zur Herstellung des hiesigen Straßcn-Pflasters ist eine Ruthe Steine ndthig. Die Lieferung derselben werden wir biö Montag oen 21. Scptbr. 1835, auf hiesigem Gemeindehaus, Nschmillags 2 Uhr, an den Billigstfordernden begeben, und laden die Uebernehmer zur Anwohnung bei der Ber- stc'Axrung ein. Feudenheim den 11. September 1835. Sohn, Bürgermeister. Metz. Uiffin g en.(Hofgutsverstcigerung an letzterem Orte detr.) Dienstag den 10. Nov. l. 3>, Mittag- 12. Uhr, wird in loco Grafingen daS den Joh. Mich. Reich er tischen Eheleuten daselbst zuständige ErbbestandShofgut im Zwangsweg öffentlich versteigert, und da- dei der endgültige Zuschlag erthcilt, wann der SchätzungsprciS erlöst wird. Der aus 6 Bauren bestehende Hof Eräsin- gen grenzt an den fürstl. Leiningischen Wald Ahorn, liegt eine Stunde von der AmtSstadt Lorberg und 3 Stunden von Walldürn. Michael Reichert besitzet -,V am ganzen Hofgut im getheiltrn Zustand, diese bestehen: a) in einem an der Straße liegenden grräu» migen Wohnhaus neben Michael Ket> temann, einer 2bärigen Scheuer mit 2 steinernen Giebeln und Stallunge» für Rindvieh und Schweine; b) auS | Morg. Gemüse- und Baumgarken, 85 „ Accker, 23 „ Wirsen und 13 ., Eichen-und Buschwaldungen, zusammen 13l? Morgen, den Morgen zu 180 12schuhigm Ruthen. Ulffingen den 27. Aug. 1835. Großh. Bürgermeisteramt. Keller. StabSH. Rottemer. ' Glässing, Rathsschr. [74] Trienz im Amte Mosbach. Im Wege gerichkliche« Zugriffs werden wir dem Bürger und Landwirth Franz Schork von hier, Montag den 12. Octbr. l. 3., Morgens früh 8 kkhr, nachbeschriebenc Liegenschaften öffentlich versteigern, und wenn der Schatzungöwcrlh erreicht wird, endgültig zu» schlagen, al-r Schätzungswerth ft. 1 . Die Hälfte von einem neuen Wohn- hause mit Keller und Stallungen, mitten im Dorfe, neben eigenem Garten und Bürgermeister Balschbach 450 2 . Die Hälfte von einer Scheuer mit 2 Tennen und 2 Baren, Schaaf- und Schweinställe unter einem Dach bei'« Haus 250 3. Die Hälfte von einem Wagenhauö neben dem gemeinen Trieb und eigenem Garten 25 4. Die Hälfte von 1 Vrtl. 30 Ruth. GraS- und Pfianzgarten bei'm Haus, neben dem Weg und Georg Balschbach 75 Ackerland. 5. Die Hälfte von 30 Ruth. Acker im Steigrnwäldlein zwischen Kaspar Hoffman» 10 6 . Die Hälfte von 2 Vrtl. 20 Ruth. Acker in der Walkmühl, neben Valtin Walker und Georg Balschbach 12 7. Die Hälfte von 4 Morg. 2 Vrtl. 5 Ruth. Acker in den alten Stöcken, neben Georg Balschbach und Peter Weber, auf 3 Stück 1k» 8 . Die Hälfte von 1 Morg. 1 Vrtl. 35 Ruth, in den Sau- und Haidenäcker» auf 4 Stücken neben dem Trieb und Gg. Balschbach 30 9. Die Hälfte von 3 Vrtl. 15 Roth, im Hörbuckel, auf2 Stücke«, neben Vorigen 20 10 . Die Hälfte von 2 Morgen 10 Ruth, am Dallauer Weg, neben Vorigen auf 3 Stücken 60 11 . Die Hälft« von 3 Morg. 20 Ruch. Transport 1032 6Zv Schätzungswerth fl. Transport 1032 im Garn, neben Vorigen und Baltin Walter auf 5 Stücken 72 12 . Die Hälfte von 1 Morg. 2 Vrtl. 35 Ruth, in den Hanfackern auf4 Stücken, neben Vorigen 100 13. Die Hä.lfte von 4 Morg. 1 Vrtl. 20 Ruth, in Dallauer Wiesen - Gewann, neben Vorigen auf2 Stücken 125 14. Die Hälfte von 3 Morg. 1 Vrtl. 10 Ruth, im Taubcnbuckel, neben Georg Dalschbach und Valtin Walter 60 15. Die Hälfte von 1 Morg. 1 Vrtl. 10 Ruth, in den Weidenäckecn, neben Georg Dalschbach und Muckenthaler Gemarkung 30 16. Die Hälfte von 1 Morg. 3 Vrtl. in den Tannenäckern, neben Georg Balsch» bach und Valtin Walter 70 17. Die Hälfte von 1 Morg. 3 Vrtl. 15 Ruth, im Schlaug, neben Vorigen auf 2 Stücken 30 18. Die Hälfte von 1 Vrtl. 30 Ruth, im Weisling neben Vorigen 10 19. Die Hälfte von 1 Morg. 20 Ruth. Graben-Acker auf 2 Stücken, neben Vorigen 55 20 . Die Hälft« von 1 Morg. 1 Vrtl. 30 Ruth, in den Kochäckern, neben Georg Dalschbach und Georg Ad. Weber 40 Die Hälfte von 1 Morg. 2 Vrtl. 35 Ruth, in der Walkmühl, neben dem Weg und Valtin Walter und Peter Weber 20 22 . Die Hälfte von 1 Morg. 2 Vr tl. 30 Transport 1644 Schätzungswerth fl. Transport 1644 Ruth, in den alten Stöcken, neben Vorigen is 23. Die Hälfte von 1 Vrtl. Hörbuckel- ödung, neben Georg Dalschbach und Gg. Ad. Weber 3 24. Die Hälfte von 1 Morg. 3 Vrtl. 30 Ruth, im Taubenbuckel, neben Vorigen 25 25. Die Hälfte von 2 Vrtl. 10 Ruth. Weidenäckern, neben Valtin Walter 20 26. Die Hälfte von 2 Vrtl. 20 Ruth. Hoheäckern, neben Vorigen 5 Wiesen. 27 . Die Hälfte von 3 Vrtl. 35 Ruth, in der Robernen Wiese, neben Georg Balsch» bach 60 28. Die Hälfte von 1 Vrtl. 30 Ruth, allda, neben Georg Konralh und Georg Ad. Weis 50 29. Die Hälfte von 2 Vrtl. Hostenwiesen, neben dem Weg und Georg Dalschbach 40 Die Hälfte von 3 Vrtl. 15 Ruth. Stickelwiese, neben Walther und der Bach auf 3 Stücken 75 31. Die Hälfte von 2 Vrtl. 15 Ruth. Steegwiese auf 4 Stücken, neben dem Wald und der Bach 80 32 Die Hälfte von 2 Vrtl. Dlangwiese, neben Vorigen auf 2 Stücken 100 33 Die Hälfte von 2 Vrtl. 19 Ruth. Breitenwiese, neben Georg Dalschbach und sich selbst 100 34. Die Hälfte von 2 Vrtl. 15 Ruth, alte Stöckwiese, neben Peter Weber und selbst 40 Transport 2257 Schätzungswerth fl. Transport 2257 35. Die Hälfte von 2 Vrtl. lO^ltuth. in der Klinge, neben Georg Ebel und Georg Balschbach 30 36. Di'k Hälfte von 18 Ruth, alte Gärten, neben dem Weg und Jakob Schifferdecker 10 37. Die Hälfte von 2 Vrtl. 35 Ruth, untere Gärten, neben dem Weg und Gg. Balschbach 2 Stücke 75 38 Die Hälfte von 30 Ruth. Hanfäcker, wiesen, neben Vorigen 12 Waldung. 39 Die Hälfte von 1 Morg. 3 Vrtl. 20 Ruth, im alten Stein, neben Fricdels Erben und Gg. Balschbach 50 40. Die Hälfte von 37'/* Ruth, gebräunte Birken, neben Valtin Walter und Gg. Balschbach 10 41. Die Hälfte von 1 Morg. 1 Vrtl. 35 Ruth., neben Albertus Haas und Gg. Balschbach auf 2 Stücken 50 42 Die Hälfte von 2 Vrtl. 17 Ruth. Eichbronnenwald, neben Vorigen 50 43. Die Hälfte von 2 Vrtl. im Auweg, neben Ackerfeld und Georg Balschbach 10 44. Die Hälfte von 1 Vrtl. Tannenwald, beiderseits neben Ackerfeld _10 Summa fl. 2564 Trienz den 24. August 1835. Bürgermeister Balschbach. Veit. Kirschenlohr, Rthschbr. [75] PhilippSburg. (Ziegelhütte-Verpachtung.) Die hicstge Stadtzitgelhütte, — bestehend aus einem Ofen, welcher ea. 35,000 Stück rothe Waare und circa 200 Ohm Kalk hält; gesonderter Wohnung für den Ziegler 637 und Stückwerker, Gemüsegarten, Trocken- häuser und allen zur Ziegelfabrikation nöthi» gen Geräthen, — soll auf 6 Jahre in Pacht gegeben werden. Zu Abhaltung der desfallstgen Versteigerung haben wir Tagfahrt auf Montag den 12. Oktober d. I. bestimmt, laden daher die allenfallstgen Liebhaber ein, sich an gedachtem Tage, Morgens 9 Uhr, auf dem hiesigen Rathhaus einfinden zu wollen. PhilippSburg den 10. Sept. 1835. Das Bürgermeisteramt. Steiner. Vdt. Herr. [74] Asbach, Bezirksamt Mosbach. (SchulhauSbau-Versteigerung.) Den 14. Oc- tober d. I. wird auf dem Ralhhaufe dahier die Erbauung eines Schulhauses versteigert, wovon die Bau-Uebernehmer mit dem Anfügen in Kenntniß gesetzt werden: daß Riß und Ueberschlag biö dahin bei dem Bürgermeisteramt zur Einsicht bereit liegen. Fremde Steigerungs-Liebhaber haben sich mit legalen Vermögens-Zeugnissen zu legitimiren. As- bach den 9. Septbr. 1835. Großh. Bürgermeisteramt. Bürgermeister Maßholder. Vär. So ins Rthschbr. [75] Wallstadt. Freitag den 25. d., Nachmittags 2 Uhr, wird auf hiesigem Raths, zimmer die Benutzung der Winterschafweide pro 1835/6, welche mit250—300Schaafen betrieben werden kann, versteigert, wozu hiermit Steigliebhaber eingeladen werden. Wall- siadt am 27. September 1835. Großh. Bürgermeisteramt. Hecker. Vdt. Reinmuth. [74] Feudenheim. Montag den 21. Septb. 1835, Nachmittage 2 Uhr, werden wir auf hiesigem Gemeindehaus die Benutzung der Winterschafweide xro 1835/36 an den Meistbietenden versteigern. Wir laden daher die Steigliebhaber zur Anwohnung bei dieser Verhandlung mit dem Anfügen ein, daß sich dieselben, mit lega» ©38 kt» BermögenS-Zeugnissen jtt versehen ha, bitt, und bemerken noch, daß der Pfercy mit 400 bis 450 Schafen bestellt werden kann. Feudenheim den 1t. Sepkbr. 1835. Sohn, Bürgermeister. Metz. |223] Donnerstag den 24. Septbr. 1835, Nachmittags 2 Uhr, wird in Lit.{Q 6 No. 1, eine große Kelter, eine 5 Obm haltende eichene Bütte, eine Traubenmühle, ein Trc- stermeffer, ein Lad-Faß, ein kleiner Karch mit 2Rädern, Aweingrüne Fuder- und halb Fuder-Faß, eine Buxschcere; dann einige Ständer, gegen gleich baare Zahlung aa den Meistbietenden versteigert. s/4) Ladenburg. Im Wege desgerichtlichen Zugriffs werden Donnerstag den 15. Oct. d. A., Bormittagt 10 Uhr, auf dem Rath« Haus dahier nachbeschriebene dem dahicsigen Bürger und Schreinermeister AngelusKeil gehörige Liegenschaften auf Eigenrhum versteigert, und dabei der endgültige Zuschlag er- theilt, wenn derSchähungspreiS oder darüber geboten wird: Sin zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Schoppen, Stallung und Keller imKirch- gaß-Viertcl gelegen, benachbart rinf.Ioh. Moser, ands. die Miterben, vorn und neben gemeine Straße, hinten Peter Eisen» h a r d, Steuer»Kapital 1450 fl. t Vrkt. 3b Ruth. Acker in der kurzen Gewann, beiders. Heinr. H ofstätter, No. 1024 und 20, Steuer-Kapital 263 st. 28 kr. Ladcnburg den 14. Sept. 1835. Großherzogl. Bürgermeisteramt. Huben. Döpfner. Diesstnachrichten. Oer erledigte kathol. Filial» Schuldienst zu Happach, Pfarrrei Häg, Amts Schönau, mit einem beiläufigen Iahrsertrag von 118 fl. wird wiederholt mit dem Bemerken ausgeschrieben, daß sich die Kompetenten um den» selben innerhaM4 Wochen bei dem großherzoglichen Ministerium deS Innern, kathol. Kirchen-Lrection, durch ihre «chulvisttaturen nach Vorschrift zu melden haben. Der erledigte kath. Filiak, Schuld,'».,„ >u Ehrsberg, Pfarrei Hag, Amts Schönau, ist dem Sck>ulkandidaten Isidor N o l d von Oetiz- heim, bisherigen Schulverwalter in Elches« heim, übertragen worden. Die fürstlich fürstenbergi'sche Präsentation des Schullehrers Ioh. Baptist Reich mann zu Hattingen auf den erledigten kath. Schul- und Meßnerdienst zu Aasen, Amts Hüfingen, hat die Staalsgcnehmigung erhalten. Die Kompetenten um den hierdurch in Erledigung gekommenen kath.Schul- und Meßnerdicnstzu Hattingen, Amtö Engen, mit einem beiläufigen IahrSertrag von 156fl., haben sich bei der fürstlich fürstenbergifchen Slandesherr» schafl, o.lö Patron, nach Vorschrift zu melden. Durch daö Ableben des SchukrectorS Bern« hard Blau ist der kath. Schul- und Meßnerbienst zu Ballenberg, Amts Krautheim, mit einem beiläufigen Iahrsertrag von 370fl., wovon einige an den Meßnerdienst in Unter, witlstadl nunmehr zurückfallendt Besolvungs» theile bereits abgerechnet find, erledigt worden. Die Kompetenten um diesen Dienst haben sich innerhalb 4 Wochen bei der fürstlich Salm- Kraulheimscben Standesherrfchaft, alö Patron, nach Vorschrift zu melden. Die von Seiten der Grundherrschasten De« genfeld und von Venningen erfolgte Präsentation des Pfarrkandidatrn Adolph Eduard Stromeyer von Karlsruhe auf die combi- nirte Pfarrei Ehrst.tt- Grombach, Dekanats NeckarbifchofShei«, hat die Slaatögenehmi- gung erhalten. Karl Hcrmsdorf, Redattnrr.