Großherzoglich Badisches AVzetge-lLkt für den Unterrhein-Kreis. 84 Dienstag den 20. Oktober 1835 « Mit. großherzoglich^ Badischem gnädigsten Privilegi'o. Beka ant machungen. No. 18302. Nachstellende Verfügung der großherzogl. Negierung dkö Mittel-Rhein- Kreises vom 26. Aug. 1835, No. 18,755, wird hiermit zur öffentlichen Kennlniß gebracht. Mannheim den.23. Sept. 1835. Großherzogliche Regierung des Unterrhe-in-KreisrS. D a h m e ir. v. Fri'cderich. No. 187 SS. Die Ablösung des Zehntens, insbesondere die Ermittelung der Frucht-Preise von dem Markt zu Lahr bell. In Gemäßheit des $. 32 des GesebeS vom 15. November 1833, Neggsbltt. No. 49, die Ablösung deS Zehnten betreffend, unb nach Anleitung der Instruktion des großh. Ministeriums des Innern vom 7. März 1834, Rggsbl. No. 10, sind die Getreidepreise von dem Markte zu Lahr durchschnittlich für jedes der 15 Jahre von 1818 bis 1832 ermittelt worden, und solche werden nunmehr nach genauer Prüfung in der nachfolgenden Darstellung mit der Aufforderung an die Betheiligten, öffentlich bekannt gemacht, ihre allenfälligen Erinnerungen binnen drei Monaten dahier vorzubringen. Zu diesem Zwecke steht Jedem, der alS Zehntberechtigter oder als Zehntpflichtiger, oder wegen Zthnüasten bei künftigen durch gütliche Uebcreinkunft, oder im Wege des Gesetze« statt findenden Ablösungen betheiligt werden kann, die Einsicht der Acten in der Registratur drs Oberamtes Lahr offen. Nach Ablauf von drei Monaten, von dem Datum deS AnzeigeblattS an gerechnet, in welchem gegenwärtige Bekanntmachung erscheint, kann keine Einwendung mehr ange« - nommcn werden. Rastatt den 26. August 1835. Großherzoglichi Regierung des Mlttrl'Rhei'nkrrises. Tkhr. ». Rüdl. vät. Qk'clog. 738 Dar§ fcet theils auS den Marktprotscollen des Marktes zu Lahr durch Berechnung, theils durch Schä^bu lunaen für die Jahre 1818 bis 1832, und zwar je für die Periode vom 1. November des betrcffen..del (Sämmtlich tm nci Jahre. W a i z e n. Halbwaizen. K o r n. Gerste. j* a «t* u •g ’S s s.» «Ci ss n KZ A jjsf ©-'S s2 « ZL äl 'S Ä d« «CI 3 SS QZ 3 sMgi öS* Z Ä Jtr< ilsl Q -‘’S ' ,2 8 LZ Ä u g LZ «ci Q | 'i ll-il rf* o - 0 S fS-Ä ©-••3 « <5 M fc» « 2* p. Ä ♦ § SS «Ci KZ lip . K-LZ-Z 'S 's 1 «s; ©-’S • Mltt. Sstr. fl. kr. Mltr. Sstr. fl. kr. Mltr. Sstr. fl. kr. Mltr. Sstr. fl. kr. 1818 50 2 12 151 6 8 9 17! — — 6 464 7 8 6 413 1819 40 5 9 181 5 9 6 364 — — 3 534 6 2 4 11 1820 31 1 10 461 5 3 6 16 V — — 3 453 18 6 3 541 1821 30 3 8 441 7 6 5 »83 l 2 4 21 11 5 3 571 1822 12 4 13 8 1 8 10 9J — — 7 313 4 6 8 31! 1823 53 5 7 50| 6 7 5 224 l 4 4 193 18 — 3 253 1824 62 6 9 131 10 1 6 271 — — 4 4h 12 9 4 12J 1825 49 9 8 141 4 9 5 14 — — 4 38£ 19 — 3 58! 1826 32 4 8 391 3 4 6 271 — — 4 421 11 2 4 143 1827 27 6 12 511 6 1 m 9 191 — — 7 9 8 9 5 561 1828 40 9 11 501 8 5 9 31 — — 7 9 10 8 5 533 1829 35 6 9 561 11 — 7 171 — — 6 15J 13 6 4 38 1830 29 5 12 49 6 1 9 56j — — 7 391 15 1 5 36! 1831 23 8 16 101 5 7 12 45 — — 9 391 12 7 8 59! 1832 46 4 12 3 14 2 10 n — — 7 39z 15 5 7 3 A n nt c f '">£• K-"Z - ZZ ZK U o> Jo £* '« SS gg Ud -s 2S Tß Ö *< C '£ £.'*'5 •2-0 ^2> ■fSi-Ä LA f* u t p. Jtt ^ ‘H « ä 3-, ^'VO ■g^-S ö f!^ SJ'" 5 •5 |Ä| «-•■3 r. Mltr. Sstr. st. kr. Mltr. Sstr. si. kr. Mltr. Sstr. si. kr. Mltr. Sstr. si. kr. Mltr. Sstr. si. kr. — — 5 20 11 1 3 521 .— — 11 13' 2 6 7 54 5 38| L — — 3 3 '4 4 8 3 18) 6 2 8 15! 1 8 4 544 2 4 5 27) H — — 2 554 54 — 2 51! 8 6 9 47-i 1 4 4 94 3 8 4 39| n 5 2 3 12 4 — 2 254 6 2 8 384 1 4 3 584 2 1 4 574 4 5 6 501 8. 1 4 I 64 35 8 11 224 — — 8 16-4 1 6 7 llj jj 1 - — 2 45! 12 5 2 394 12 2 7 48 — _ 4 . 34* 4 11* 2i — — 3 31| 11 9 2 584 19 7 8 8 _ _ 5 5 4 344 3! — — 3 204 17 3 3 84 14 ,- 7 394 _ — 4 534 4 27 j 42 !— — 3 231 13 5 3 12 28 2 9 44 _ _ 5 14 4 31 51 — — 4 47 J 10 6 3 30 29 — 12 324 _ _ 7 24j 6 16f 32 — — 4 46 .12: 7 3 IO 4 11 6 12 14 _ _ 7 311 6 31| 8 — — 4 344 13 8 4 94 16 2 9 8 _ 6 46.) 6 16) 6} -— — 5 84 9 1 3 45 32 5 11 524 — 7 46 J 6 39 91 — 7 464 12 — 3 58 28 8 15 264 ß| 10 94 - 4 9 17 3 — 5 57) 7 — 4 45 11 ! 7 11 15 2 7 1514 - I — 7 r k u n g e n. 23. Sonuat 1832 mußte, wegen Mangel des erforderlichen Materials, nach der Btstimmuna unter 32^d>s März 1833 nach der Instruction §.U gehandelt wurde. M'-dcn von . 1818, (1820, 1822 und 1824) 1832, von Wickgerste für die Perioden von 1818, fuiltle Perioden von 1818, und von 1823) 1832, beim Abgang alles Materials durch Schätzung ermittelt !il« Preise nolirt waren, ausgemilttIt.HierdriwurdenachVorschriftdttJnstruktionz.lv. Art. III. gehandelt. gti»°i> Mcßgtld 3 kr. xor Vrtl., also nach neuem Maß für.7 Sstr. 9 Metzle,' 7 Becher glatter Frucht, und «Oes MittelrheinkreifeS. . v. Si ü d t. vdt.’ Ovelog 742 Auszug aus dem Gutachten der Schützer der ^Marktstatte Lahr. 1) Eine Vergleichung vcr nächst umliegenden Märkte zur L-chätzung und Ermittlung der Preise wurde als zwecklos und folglich unnothig erachtet, indem der hiesige Platz einen Hauptmarkt bildet, wovon beinahe alle verkauften Früchte nur hier allein consumirl werden, und darum ein weiterer Verkehr nicht statt hat. 2 ) Wir können besonders die Offenburger und Ettenheimer Marktpreise für Korn in Bezug auf Lahr nicht für maasgcbend annehmen, weil Korn hier keine beliebte F^uchlqattung zur Consumtion ist, hier sehr wenig und größtentheils auf schlechtem Boden «Hflanzt, und in ganz geringer Quantität und Qualität zu Markt gebracht wird. Dagegen sind oben genannte Marktjiätten für diese Fruchtgattung Hauptmärkte, da ste auf solche in guter Qualität gebracht wird. Wir müssen unsere bereit- abgegebene Taxation darum und um so mehr für richtig anerkennen, als diese den jeweils notirten Markttagspreisen jedesmal nahe kommt. 3 1 Kernen wird zwar von den Händlern von Durlach und an der würtembergischen Granze auf den Markt nach Lahr gebracht; da jedoch den Zehentpächtern weder eine Kernen» licferung bedungen wird, noch jährliche Bezüge als Lasten Vorkommen, so hätte die Preis- Ermittlung unterbleiben können. 4) Dinkel wird im Amtsbezirk weder gepflanzt, noch sonst dahier zu Markt gebracht. Im klebrigen ist die Angabe in der Offenburger Preisliste — Anzeigeblatt No. 41 — daß alle Gelreidegattungen außer dem Hafer nach Lahr gedrn, unrichtig die Früchte, die hier zu Markte kommen, werden größtentheils in hiesigem Amtsbezirk gebaut. Nur der Hafer kommt größtentheils aus der Gebirgsgegend. Selbst der Kernen wird von den Durlacher Händlern, ohne daß auf dem Offenburger Markt ein Abstoß gemacht wird, direct hierher gebracht. Für den Auszug Nastatt den 26. August 1835. _ Ovrlog. ' Verkündigung. No. 19,327. Die Anwendung des vorgeschriebenen Holzmaßes durch Privatwaldbesitzer betr. DaS Großherzoglich hohe Ministerium des Innern hat in decr. vom 1. vor. Mts. Nro. 7687 verfügt: . _ „Die Vorschrift deS §. 30 des Forstgesctzes, m Betreff der Höhe, Wette, Länge und Dicke deS KlafterholzeS, findet nach dem 2len Absatz des §. 88 bei dem zum Verkehr bestimmten Holze auch auf dir Privatwaldbesitzer unbedingt Anwendung, daher tritt gegen dieselben nach dem $. 178 in Fällen der Uebertretung hinsichtlich ihres zum Verkehr bestimmten HolzeS das Strafverfahren von Amtswegen rin, sofern die Waldbesitzer nicht durch die Nachweisung, daß sie mit den Käufern über ein anderes Maas und über eine andere Qualität de- HolzeS ausdrücklich übereingekommen seyen, eine Befreiung von der gesetzlichen Regel zu begründen vermögen, was natürlicherweise da, wo der Waldbesitzer baS in ungesetzlichem Maaße aufgeklafterte Holz erst der Versteigerung aus- gesetzt, oder auf den Markt geführt hat, nie möglich ist." Dieses wird zur Nachachtung bekannt gemacht. Mannheim den 8. Oktober 1835. Großherzogliche Regierung deS Unter-RheinkreifeS. , Dahmen. v. Friederich. Verordnung. No. 19,448. Die Eclaubniß-Ertheilunq bei Aufführung neuer Gebäude oder Haupt-Reparaturen bereits bestehender Gebäude an den Landstraßen betr. Das großherzvgl. hohe Ministerium deS Innern hat nach eingeholter Genehmigung aus "74 r hochpreislichem Staats - Ministerium vom 9. v. M., No. 1629, durch hohen Erlaß vom 2. d. M , No. 8628, verfügt: daß künftig keine Polizeibehörde zu Aufführung eines Baues an der Landstraße oder zurVor, nahm« einer Hauptreparatur eines an der Landstraße stehenden Gebäudes die Erlaubniß er» theilen dürfe, bevor nicht die betreffende Slraßenbauinspection zu der gegenüber der Landstraße einzuhaltenden Baulinie ihre Zustimmung gegeben Hot. Bei eintretcnder Meinungsverschiedenheit ist die Sache der Kreis-Regierung vorzulegen, gegen »ercn, so wie gegen die amtlichen Erkenntnisse, derRecurSan das großherzogl. Ministerium des Innern zu nehmen ist. Die Verbindlichkeit zur Abtretung deS unbeweglichen Eigenthums und die Entschädigung des Eigenlhümers ist nach der bestehenden Gesetzgebung zu entscheiden. Dieses wird zur Nachachtung bekannt gemacht. Mannheim den 11. October 1835. Großherzogliche Negierung des Uneerrhein-KreifeS. D ahmen. v. Friederich. [843 Krautbeim. Die unten näher beschriebene Zäzilia Rupp ledig von Assenstett ge» bürtig, welche eines Diebstahls, Geldunter» schlagung und gedrohter Brandstiftung beschuldigt ist, hat sich flüchtig gemacht. Sämmtliche Polizei-Behörden werden ersucht, auf sie zu fahnden und im BetretungS» falle anher abzuliefern. Personbefchreibung. Dieselbe ist 26—28Jahre alt; 5' 4"groß; von schlankem Körperbau; hat eine frische Gesichtsfarbe; blaue Augen; blonde Haare und gewöhnliche Nase und Mund. Krautheim am 6. Oktober 1835. Großh. Bezirksamt. Schneider. Veit, Schmidt. [81] Wolfach. Nachdem auf diesseitige Ediktalladung vom 21.August v.J.» No. 7541, Johann Moser von Wolfach keine Nachricht von sich gegeben hat, so wird nun derselbe, auf Ansuchen der bekannten nächsten Anverwandten, anmit für verschollen erklärt, und dessen vorhandenes Vermögen den Letzkern gegen Caution in fürsorglichen Besitz gegeben. Wolfach den 26. September 1835. Großh. bad. f. f. Bezirksamt. Fernbach. [84] Neckargemünd. Die Grundherr, sich von Urxküllschen Pächter Jakob Müller und Heinrich Muselmann von Münchzell stellten im Jahr 1816 der Grundherrschaft eine Caution von 2000 fl., welche Caution später im Jahr 1821 mit dem Güterpacht aufJohannes Glück überging. Da nun diese Caution an Johannes Glück herousbezahlt worden, und die Zurückgabe der darüber gefertigten Schuld-Urkunde verlangt wird, so kann die- ftlbe nicht mehr vorgefunden werden, weß« halb man aufAnsuchen des Grundherrlich von Uexküllschen Rentamts dieses zur öffentlichen Kenntniß bringt, und jedermann vor dem Erwerb dieser Schuldurkunde warnt. Neckargemünd den 13. October 1835. Großh Bezirksamt. Weng. A n , e l g e n. Mannheim. Statt des verstorbenen Stif- tungsverwalters Herrn Frei ist nunmehrHr. Handelsmann Georg Franz Barth als Ver» rechner und Casster in dem kathol. Bürgerho- spitale ernannt worden, welches mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß nunmehr alle Zahlungen an denselben zu leisten, und von ihm zu empfangen sind. Uttlergericyttlkve Auftoroerungen und Kund machu ngen. ?chuldenliquidatlonrn. [82] Heidelberg. Gegen den Buchbinder Ernst Friedrich Klingelhöfer von Heidelberg haben wir Gant erkannt, und Tag» fahrt zum Richtigstellungs- und Vorzugs- Verfahren auf Mittwoch den 4. Novbr., Vormittags 8 anberaumt. 74 * Alle, welche guß irgend einem Grunde Ansprüche andieGantmaffe machen wollen, wer». Len aufgefordert, solche. in dieser.Tagfahrt,, briVcrme.idung.des Ansschlusses von der Ganr,, persönlich.oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden-und zu-, glkichdie. etwaigen Vorzugs-oderUiUerpfandS- rechte zu. bezeichnen, die .der Anmeldende geltend machen will- .auch gleichzeitig die Be- weisurkunden vorzuiegen oder, den .Beweis mit andern. Beweismitteln, anzutreten. In derselben Tagsahrt wird ein Massepfleger und Gläubiger-Ausschuß..ernannt, auch ein Borg - oder, Nachlaßvcrglcich versucht, und es sollen'die Nichtcrscheinenden in Bezug auf Borgyergleiche und jene Ernennungen als der Mehrheit der.Erschienenen beitretend angesehen werden. Heidelberg den 5. Octb. 1835. Gro.ßh. Oberamt. Nestler. Vör. Widmann. MoSbach lieber den Nachlaß der Winkl- spxch.t scheu Eheleute von Stein wird die formelle Gant erkannt, und Termin zur Li- quidations- und Präftrenzverhandlung Tagfahrt auf Freitag den 13. Nov.,. früh. 9 Uhr, ayberaumr, wozu alle diejenigen, welcheaus was immer für einem Grunde Ansprüche an dir Gantmaffe machen wollen, vorgeladen, werden, solche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte , schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die et-. wnigen.Vorzugs» oder Unterpfandsrechte zu , bezeichnen, die der Anmelpende geltend, ma-. .chen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der, Beweisurkunden oder Antretung des Beweises , mzt andern Beweismitteln. . Zugleich wird angezeigt, daß in der Tag«, fahrt, ein.Massepfleger und ein Gläubigcr- «usschuß ernannt und Borg- oder Nachlaßvergleiche versucht werde» sollen, wobei in. Bezug auf Borgvrrgleiche und Ernennung des Massepflegers und. GläubigerausschuffeS dix Nichtcrscheinenden alS der. Mehrheit der . Erschienenen beitretend angesehen werden.sol«.. Ic^ni Mosbach den 12., Oct. 1835t > Gsvßh. Bezirksamt«. [84] Buchen.. Ucber das-Vermögen des Joseph Neu.be rger von Ltürzenhazdtcha- bcn wir Gant erkannt und wird Tagfahrt zum Richkigflellungs-und Vorzugsverfahren auf Dienstag den 3. November ^ anberaumt. Wer nun aus was. immer für einem Grunde einen Anspruch an diesen «LÄuldner zu machen hat, hat solchen in genannter Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, schriftlich' oder - mündlich , persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, dahier anzumelden , die etwaigen Vorzugs- oder Untcrpfandsrechte zu bezeichnen, und zugleich die ihm zu Gebote stehenden Beweise sowohl hinsichtlich der Nichtigkeit als auch wegen dem Vorzugsrecht der. Forderung ,anzutrcten. . Auch wird an diesem Tage ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht, dann ein Masse- Pfleger und ein Gläubtgerausschuß ernannt, uub sollen hinsichtlich der beiden letzten Punkte - und hinsichtlich des Borgverglcichs die Nicht- erschcinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Buchen ; den.30. Sept. 1835. Großh. Bezirksamt. Hotz. Vdt. Bopp. Erbvorladungen. Folgende schon längst abwesende Personen, oder deren Leibeserben, sollen binnen zwölf - Monaten.sich bei der Obrigkeit, unter, welcher ihr Vermögen steht, melden,, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannten nächsten Verwandten gegen Kaution wird ausgeliefert werden: Aus dem Bezirksamt Sinsheim. [80], oon Sinsheim, Heinrich Wilhelm Tripps, welcher vor ungefähr 40 Jahren alS Schreiner auf dir Wanderschaft gegan» ge.n ist,, dessen Vermögen in 225 fl. 50 kr., besteht. Bezirksamt Waldöhut. [84] von .Görwihl, der am 4. Novbr. 1777 geborne Karl Zimmermann, dessen!, Vermögen in 1210 fl. besteht. '743 Bezirksamt Gerlachs he im. [84] von Ilm span, Georg Adam und Kaspar PauluS, welche schon über 30 Jahre von ihrer Heimath abwesend sind, deren Vermögen in ca. 350 fl. besteht. Versteigerungen. [85] Mannheim. (Monturversteige- rung.) Auf Mittwoch den 4. November, Morgens, halb 10 Uhr, werden in der »ordern Rheinthorkaserne folgende ausgetragene Monturgegenstände öffentlich gegen baare Bezahlung in Versteigerung gebracht, nämlich : 934 blaue Holzkappev, 14 Röcke, 313 Paar Pantalons, 156 weiße Aermklwesten und 100 Stück Mäntel. Mannheim den 18. Oktober 1835. Der Regtö. Q-uart. Meister. Horchler. ^80] Schwezingen. (HauSverstekge« rung.) Die den minderjährigen Michael Forschner'fchen Kindern dahier zustehende, einstöckige Behausung mit Scheuer, Stallung, Hofrc. und der darauf ruhenden Realwirth- schaflsgerechtigkeit -um Löwen, wird Montag den 26. dieses Monats, Nachmittags 2 Uhr, in hiesigem Rathhause versteigert werden. Schwezingen den 2. Oktober 1835. Großh. AmtSrevisorät. Gayer. Neckarkatzrnbach. Da dieGemeindS» schäferei, Sommer- und Wintrrweide zu Neckarkatzenbach, Michaeli 1836 zu Ende geht, so wird solche bis Mittwoch den 11. November l. I. in Neckarkatzenbach auf6Jahre versteigert, wozu die Liebhaber cingeladen wer-, den. Nrckarkatzenbach am 13. Ott. 1835. Das Bürgermeisteramt. Reinmuth. "Veit. KleinhanL, Rathöfchr. [82] Waghäufel. Am 3. Novbr. dieses JahrS, Vormittags 9 Uhr, wird daS Gut Angelhvf, welches in der Hockrnheimer Gemarkung, Bezirksamts Schwetzingen, zwischen dem Rhein und dem Angelhöfer'Rheindurchstich, unweit den Orten Alt-und-Neulußheim liegt, ung ungefähr eine halbe Stunde von Speier entfernt Ist, auf dem Hofe selbst in öffentliche» Steigerung, dem Verkaufe ausgesetzt werden. Dasselbe besteht aus: - einem Wohnhaus und WirthschafS-Gebäudtn, — Arg. 3 Vtl. 87 Rth. 1 Fuß Hofraitheu. Gartenland, 9 » I » 81 i 54 » Aecker, 18 » — 3j 23 » 91 » Wieftn, 2 » — » 21 » 55 j Waide und Fischweiher welchen Realitäten weiter die Rechte zur Jagd, auf denselben, so wie zur Fischerei im Rhein, ankleben. Der Verkauf geschieht, kinmäl mittelst Ve»- theilung in schicklichen Losen, sodann auch im Ganzen, wobei bemerkt wird, daß auch di« Gebäud« allein auf den Abbruch der Steigerung werden angesetzl, und den Steigern der Grundstücke zur Abzahlung der Kaufschillinge mehrere JahrStermine werden gestattet werden. Indem man nun die Kaufliebhaber einladrt, zur anberaumtkn Versteigerung an dem bemerkten Orte sich «infindrn zu wollen, fügt man bei, daß die näherem Kaufsbedingungen bei der Unterzeichneten Verwaltung schon jetzt täglich eingrsehen werden können. -Waghäusel den 3. Oktober 1835. Großh. markgräfi. Verwaltung. Ilvesheim. Dienstag den 27. Oktober 1835, Mittags 12 Uhr, wird auf hiesigem Gemeindehaus an die Billigstfordernden, im Wege der Versteigerung begeben werden: a) Die Reparation einer Fahrnäht;, b) Die Verfertigung eines neuen Fahr- nachenö; <0 Die Herstellung von vier Pumpen in gemeine Brunnen, und 3) die Erbauung einer Halle zur Aufbewahrung des Todtenwagen. Zur Anwohnung bei diesen Verhandlungen laden wir die lusttragenden Urbernehmer ein. JlveSheim den 20. Oktober 1835. Be rth old, Bürgermeister. 'Metz. [81] Rippenweiher. Freitag den 30. 744 Oktober d. I.., Morgens 10 Uhr- wird das dem Bürger und AckerSmann Peter Schmidt von Rittenw?iher zugehörige Bauerngut, bestehend in Haus, Scheuer und Stallung, nebst 17 Morg, 14 Viertel Ackerfeld, l Morg. 3 Vrtl. Wiesen und 6 Morg. 3 Vrtl. Waldung, in dessen Behausung selbst der Erbocr- thrilung wegen, auf Eigenkhum öffentlich versteigert, waS mit dem Anhänge hiermit bekannt gemacht wird, daß diePerfteigerungs- bedingniffe aufdem Gemeindehaus Nippenwei- hzr täglich eingesthen werden können. Rip- penweiher den 2. Oktober 1835. ^ Der Bürgermeister., Fath. . vlll. Külp-7. f84) Wieblingen. lHausversteigerung, b«tr.) Das dem hiesigen Bürger und Taglöh- n«r Heinrich liinnenbach angehdrige, in der Ferdinandsgasse «ub No. 61 liegende einstöckige Wohnhaus mit Scheuer und dabei liegendem Garten »4 48 Ruthen, wird den I.Febr. l. %, Nachmittags 2 Uhr, auf dem Rathhquse öffentlich versteigert,, und erfolgt der endgültige Zuschlag, wenn der Schä- tzgngspreis erreichet wird. Wieblingen am . 16. Oktober 1835. Der Bürgermeister. Helm re ich. , Linder. Hocken beim. (Zwangs, Versteigerung.) Dienstag den 27. Octbr,, Nachmittags 2 Uhr,, wird aufdem Gemeinde-Haus dahier nach- dsschriedene Behausung des Michael Schütz im Zwangswege versteigert. Haus No 106. — Oie hintere Hälfte von einem einstdckigten Wohnhaus von Holz, oben im Orte an der Reylinger Straße, neben Peter Großhans Wittwe und Johannes Christ. DerEndzufchlag wird ertheiit, wenn der Schätzungspreis ober darüber geboten wird. H.ocken1)eim am 5. Oktober 1835. Großh. Bürgermeisteramt. Seßlcr. Gorenfla, Rathsschr. Buchen. Im Wege gerichtlichen Zugriffs wird der Gemeinde Allheim, Samstag den 14. Novbr. d.I., Vormittags 10 Uhr, in Gco Alt- Heim, zehn Morgen neu angelegte Waldung mit vermischtem Holz, die Äühruh genannt , neben dem Wald und Pfarracker bei der Straße gegen Walldürn, gerichtlich tazstrtzu800fl., öffentlich versteigert, wozu die Liebhaber mit dem Beisätze eingeladen werden, das^der endgültige Zuschlag erfolgen wird- sobald der gleich zu bezahlende Schätzungspreiß erreicht «st. Buchen den 12. Oktober 1835. Großh. Amcsrevisorat. . Heinzmann. Vdt; Stufest. Dienstnack r ichten. Seine königl. Hoheit Haben sich gnädigst bewogen gefunden > die erledigte Pfarrei Mönchweiler dem bisherigen Vicar Karl Ludwig Bauer von Heidelberg zu verleihen. . Nachtrag zur Ausschreibung der Pfatrei Zell im Wiesenthal, Seile 736 dieses AnzeigeblattS. Nebst dem erwähnten vom Jahr 1820 bis 1845 laufenden Provisorium, haftet auf der Pfarrpfründe ein zweites Bauprovisorium von 528 fl. 8 kr, welches mit Zinsen in den 15 Jahren von Johann Baptist 1835 bis dahin 1850. abzuzahlen ist. Durch das am 6. Sept. l. I. erfolgte Ab, leben des Pfarrers Hacker «st die ev- Pfarrei Eichlersheim, Dekanats Sinsheim» mit einem Comprtenzanschlag von 1003 fl. 27 fr. in Erledigung gekommen. Auf dieser Pfarrei haftet eine Kriegsschuld von 445 fl. 23 kr., deren Berichtigung der neu ernannt werdende Pfarrer in angemessenen Terminen mit decres- cirenden 5procentigen Zinsen zu übernehmen hat. Die Bewerber um gedachte Pfarrei baden sich binnen 6 Wochen bei der Pakronalö« Herrschaft, der Grundherrfthast von Venningen, zu melden. Karl. H r r ms d y»f, Redakteur..