Großherzoglich BadiicheS ZlnzeiZe-Klatt für den 1847. Freitag den 12. November. No. 91. Bekanntmachung. Den Lodesschein über Dominik Leschler betr. No. 28,638. Nach 'einem bei großherzoglichem Ministerium des Innern eingelangten Todesschein ist am 1U Sept. 1846 in St. Petersburg Schneidermeister Dominik Teschler, welcher im Großherzvgthum Baden gebürtig seyn soll, in einem Alter von 50 Jahren verstorben. Es wird dies vermöge hohen Erlasses vom 26. v. M. No. 16,391. mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die etwaigen im Lande befindlichen Anverwandten des Verstorbenen den Todesschein durch das betreffende Amt bei großh. Ministerium des Innern erheben lassen können. Mannheim, den 7. November 1847. Großherzvgliche Regierung des Unterrheinkreises. Schaaff. Ahlrs. iBekanntmachnug. [99J1 Die Brodlieferung für die Garnisonen Frei bürg, Rastatt, Karlsruhe, mit Gottesaue, Bruchsal, Kislau und Mannheim sodann für das Motirungs-Eommissariat in Ettlingen und die Fourrage-Lieferung für die Garnison Freiburg, Rastatt Karlsruhe mit Gvttesaue und Mannheim, für die vier Monate Januar, Februar, März und Arpil 1848, soll Montag den 6. December dieses Jahrs an die Wenigst- sordcrnden begeben werden. Die hierzu Lusttragenden haben: 1) Vor Allem die - bet sämmtlichen Garnisonscommandantschaften und bei der Unterzeichneten Stelle aufgelegten Lieferungsbedingungen einzusehen und Formulare zu den Soumissionen, unentgeldlich in Empfang zu nehmen; 2) ihre Soumissivnrn an das großherzvgliche Kriegsministerium portofrei, versiegelt und mit der Aufschrift: „Brod- fFourragj Lieferung für die Garnisonen N. N. betreffend" einzusenden oder bisM on tag den6. Dec.d. I., Vormittags 10 Uhr, in die bei der Unterzeichneten Stelle ausgesetzte Soumissionslade einzulegen, weil sogleich nach dem Schlage dieser Stunde auf Uhr der evang'lischn Stadtkirche mit der Eröffnung der Soumissionen begonnen, jedes spätere Angebot aber zurückgewiesen wird; 3) Jeder Soumittent hat seiner Soumisston ein gemeinderäthliches von dem betreffenden Amt beglaubigtes Leumunds- und Vermogenszeugniß oder die Kriegs -Ministerial - Verfügung, wodurch er von Vorlage des Vermögens- und Leumundzeugniffes befreit geworden ist, beizulegen. Soumissionen, welchen diese Anlage fehlt, werden ohne alle Rücksicht zurückge- wiesen; 4) Jeder Soumittent hat bei der Soumissionseröffnung persönlich oder durch einen schriftlich Bevollmächtigten anzuwohnen. Schließlich wird bemerkt, daß für die Brodlieferung nur inländische Bäcker und Mehl- Händler als Soumittentrn zugelaffen werden. Karlsruhe, den 5. November 1847. Sekretariat des großh. Kriegsministeriums. 1122 (No. 91.) Oeffeatliche Vorladung No. 5402. 1. Orim. 8en. In Anklagesachen des Professors A. I. Hofmann in Winkel, Anklägers, Appellaten, gegen Alfred Walchner in Mannheim, Angeklagten, Appellanten, Ehrenkränkung durch die Presse betreffend, wird der Angeklagte Alfred Walchner in die zur Erstattung des oberhfgerichtilchen Vertrags und mündlichen Verhandlung auf Montag den 29ten d. M-, Vormittags 9 Uhr angeordnete Tagfahrt mit dem Anfügen vorgeladcn, daß er entweder in Person oder durch einen Bevollmächtigten dabei um so gewisser zu erscheinen habe, als sonst seine Appellationsrechtfertigungsschrift statt des mündlichen Vortrags in der Gerichtssitzung vorgelesen werden würde. Mannheim, den 8. Novbr. 1847. Großh. bad. Oberhofgericht. Authenrieth. vät. HeddaeuS- Dienst-Nachrichten. Dem Eleven der Vetcrinairschule Joseph W i r t h von Waldmühlbach ist nach vorschriftsmäßig erstandener Prüfung von großherzoglichcr Sanitäts-Commission die Licenz zur Ausübung der Thierheilkunde ertheilt worden. Vacante Schulstellen. Durch Beförderung des Schullehrers Brenner ist die ev. Schulstelle zu Michelbach, Be- zirksschulvisitatur Neckargemünd, in die erste Classe gehörig, mit dem Normalgehalt nebst freier Wohnung und dem Schulgeld mit 48 kr. von jedem von 60—70 Schulkindern, erledigt worden. Die Bewerber um diese Schulstelle haben sich nach Vorschrift der Verordnung vom 7. Juli 1836 binnen 4 Wochen bei der Grund- und Patronatsherrschaft von Berlichingen zu Helmstadt und von Schmiz von Auerbach zu melden. Durch d e Pensionirung des Schullehrers A n- weil er ist die in die 1. Classe gehörige evang. Schulstelle St. Ilgen, Schulbezirks Heidelberg, mit dem Normalgehalt nebstfreier Wohnung und dem Schulgeld von 52 kr. von ca. 50Kindern erledigt worden. DieBewerber um dicseStellehaben sich in Gemäßheit bestehender Vorschrift binnen 6 Wochen bei ihrer Bezirksschulvisitatur zu melden. Durch die Beförderung des Schullehrers Stern ist die Schulstelle zu Spranthal, Bezirksschulvisitatur Dritten, in die 1. Classe gehö, rig, mit dem Nomalgehalt nebst freier Wohnung und dem Schulgeld mit Ist. von jedem von etwa 40 Schulkindern erlediget worden. Die Bewerber um diese Schulstelle haben sich nach Vorschrift der Verordnung vom 7. Juli 1836 binnen 6 Wochen durch ihre Bezirksschulvisi» tatur bei großh. evang. Oberktrchenrathe zu melden. Obrigkeitliche Bekanntmachungen. [91]l No. 12,855. Eberbach. [Diebstahl.j In der Nacht vom 29. auf den 30. v. Mts. wurden dem Vinzenz Diemet von Scholl- brunn, aus seinem verschlossenen Keller folgende Gegenstände entwendet: 1) 30 Pfd. gesalzenes Rindfleisch, werth 4 fl.; 2) 15 Pfd. gesalzenes Schweinenfleisch, werth 3 fl. ^ 3) der Zuber, in welchem sich das Letztere befcnid, und von welchem keine besondere Kennzeichen angegeben werden können, werth 22 kr.; 4) 4Krüge Kirschenwaffcr, werth 3 fl. 36 kr.; 5) ungefähr 4 Maas Zwetschgenbranntwcin, werth 2 fl. 56 kr.; 6) rin Zehnmaaß-Fäßchen, worin sich der . Letztere befand, werth 1 fl. Wir bringen diesen Diebstahl behufs der Fahndung auf das Entwendete und die zur Zeit noch unbckanntkn Thäker zur öffentlichen Kenntniß. Ebcrbach, den 2. Novbr. 1847. Großh. bad. fürstl. leining. Bezirksamt. Hübsch. s91jl No. 24,274. Buchen. sBekanntma- chung.j Franz Joseph Grämlich, Bürger und Landwirth von Scheringen, wurde als Rentmeister für diese Gemeinde gewählt, und unterm Heutigen in dieser Eigenschaft gehörig verpflichtet, was hiemit veröffentlicht wird. Buchen, den 20. October 1847. Großh. bad. fürstl. leining. Bezirksamt. Felleisen. vstt. Hartnagel. [9111 No. 25,270. Buchen. [Aufforde- rurtfl.] Der bisherige Bürgermeister Michel Müller von Limbach, hat sich heimlicher (Ko. 91.) 1123 Weise von Hause entfernt und nach eingelau- fener Anzeige in der Absicht, sich nach Amerika zu begeben. Derselbe wird daher aufgefordert, sich binnen 6 Wochen dahier zu stellen, widrigenfalls er als böslich Ausgetretener angesehen, und das Rechtliche nach dem Gesetze vom 5. Oktober 1820 gegen ihn erkannt werden soll. Buchen, den 3. November 1847. Großh. bad. fürstl. leining. Bezirksamt. Felleisen. vdt. Hartnagel. [91]l No. 16,009. Schopfheim. [Aufforderung] Der conscriptionspflichtige Andreas Hohler von Adeihausen, Loos-Nummer 74, ist zum aktiven Dienste berufen, in der am Mittwoch, den 27. v. Mts. stattgehabten Aushebung nicht erschienen. Derselbe wird daher aufgefordert, sich binnen 6 Wochen dahier zu stellen, widrigenfalls er als Refrac- tair erklärt, und nach dem Gesetze vom 5. Oktober 1820 bestraft werden würde. Schopfheim, den 5. Nov. 1847. Großh. Bezirksamt. Gaß. £91)1 No. 18,258. Engen. [Aufforderung.) Bei der heute dahier stattgesundenen Rekruten- Aushebung sind nachstehende Conscriptions- pflichtige unerlaubt ausgeblieben: a) Medard Anton Gut von Engen, mit Loos-No. 11. b) Ioh. Hinß von Möhringen, mit L.-No. 21 und c) Johann Haug von Emingen, mit Loos- No. 23. Dieselben werden hiermit aufgefordert, sich binnen 6 Wochen dahier zu stellen, widrigens sie als RefractairS behandelt, und dasjenige in Anwendung gebracht würde, was in dem Gesetz vom 5. Oktober 1820, Reggsblt. No. 15 verordnet ist. Engen, den 28. Oktober 1847. Großh. bad. fürstl. fürstcnb. Bezirksamt. Ganter. vdt. Schuhmacher. [91)1 Engen. [Desertion.) Franz Joseph Degen von Engen, Soldat im Infanterie- Regiment Großherzog No. 1. zu Rastatt, hat sich unerlaubt von seinem Urlaubsorte Engen entfernt. Derselbe wird deßhalb aufgefordert, sich binnen 6 Wochen dahier oder bet seinem Vorgesetzten Regiments-Commando zu stellen, widrigens er der Desertion für schuldig erklärt, und in die gesetzlichen Strafen verfällt würde. Zugleich werden sämmtliche Polizeibehörden ersucht, auf Franz Joseph Degen zu fahnden und ihn im Betretungsfalle entweder hieher, oder an sein Regiments-Commando abliefern zu lassen. Signalement. Größe 5' 5" 1'". Körperbau schlank. Gesichtsfarbe gesund. Augen braun. h Haare braun. Nase spitz. Engen, den 2. November 1847. Großh. bad. fürstl. fürstend. Bezirksamt. Ganter. [91)1 No. 12,081. Pfullendorf. [Aufforderung.) Bei der heute stattgefundenen As- sentirung der Conscripiionspflichtigen pro 1848 ist Wendelin Heß von Adelsbach mit Loos- No.^22 nicht erschienen. Derselbe wird hiemit aufgefordert, sich innerhalb sechs Wochen dahier zu stellen, und über sein Ausbleiben zu rechtfertigen, als sonst er der Refraktion für schuldig erklärt und in dir gesetzliche Strafe verfällt würde. Pfullendorf, den 3. November 1847. Großh. Bezirksamt. MorS. vdt. Waibel. [91] 1 No.23,285. Schwetzingen. [Aufforderung.) Der hiesige Bürger und Bäckermeister Heinrich Frei hat sich mit Ehefrau und vier unmündigen Kindern dieser Tage unteir Umständen entfernt, welche den Verdacht heimlicher Auswanderung nach Nordamerika begründen. Die Heinrich Frei Eheleute werden daher aufgefodert sich binnen 6 Wochen dahier zu stellen, widrigenfalls sie als böslich Ausgetretene angesehen und das Rechtliche nach dem Gesetz vom 5. Oktober 1820 gegen sie erkannt werden soll. Schwetzingen, den 30. Oktober 1847. Großhcrzogliches Bezirksamt, vr. F a u t h. vdt. Waag. [91)1 No. 3149. Mannheim. [Landesverweisung.) Johann Gabelmann von Mosbach, herzoglich naffausches Amt Wiesbaden, durch Erkenntniß großherz, hohen Hofgr- im (No. 91.) richtS deS Mittelrheinkreises am 11. Februar d. I- No. 2127. II,'Senat wesien Handgelübdebruchs zur Erstehung einer einjährigen Zuchthausstrafe verurthcilt, wurde in Folge eingetretener Begnadigung heute aus diesseitiger Strafanstalt entlassen und kraft obigen hohen Urtheils der großh. badischen Lande verwiesen. Signalement. Derselbe ist 31 Jahre alt, 5' 8" groß, hat rothe Haare und Augenbraune, blaue Augen, langlichte Gestchtsform, gesunde Gesichtsfarbe, hohe Stirne, spitze Nase, gewöhnlichen Mund, gute Zähne, starke Barthaare und rundes Kinn. Mannheim, den 6. November 1847. Großh. Zuchthaus-Verwaltung. Speigler. 19i]l No. 18075. Adelsheim. sAuf- sorderung.) Bei der heute stattgehabtcn Aushebung der zur ordentlichen Canscription für 1848 gehörigen Mannschaft sind die Conscrip- tionspflichtigen. Franz Michael Wagner von Heidersbach und Martin Eberlc von Großeicholsheim, -wovon der Erstere mit Loos-No. 105. und der Andere mit Loos-No. 116. zum Militairdienst berufen ist, ungehorsam ausgcblieben. Dieselben werden aufgcfordert sich binnen 6 Wochen zu stellen, und ihrer Militärdienstpflicht Genüge zu leisten, widrigenfalls sie der Re- fraction für schuldig erklärt, und in die im Gesetze vom 5. October 1820 angedrohte Strafe verfällt werden sollen. Adelsheim, den 3. November 1847. Großh. Bezirksamt. Leers. vät. Werner, a. j. 101)INo.33,846. Staufen. sAufforderung] Bei der unterm Heutigen vor sich gegangenen Aushebung der Conscriptionspflichtigen pro 1848 sind ausgeblicben: Johann Schmidt von Untermünstcrthal Loos-No. 68. Alois Steigmeier von Bollschweil Loos- No. 118. Dieselben werden nun aufgefordert,sich binnen ' 6 Wochen dahier zu stellen, widrigens sie als Aefractairs behandelt und daher in die gesetzliche Strafe von 800 fl. verfällt und des Bürgerrechts verlustig erklärt werden würden. Staufen, den 2. November 1847. Großh. Bezirksamt. Schilling. 191] 1 Nv.24,297.KarlSruhe. fDiebstahl.) Am 31. October oder 1. November d. I- wurden in einem hiesigem Gasthaus etwa 400 fl., bestehend in einer Rolle von 40 Kronenthalern, 4 Rollen Scheidemünze zu 10fl., 2 Rollen Scheidemünze zu 15 fl., einer solchenRolle zu bfl., 5 Napoleonsd'or, 4 würtembergischen Dukaten, der Rest in Zweiguldenstücken, Guldenstücken, Kleincnthalern und preußischem Geld, entwendet. Wir bringen dieß behufs der Fahndung zur öffentlichen Kcnntniß. Karlsruhe den 1. November 1847. Großh. Stadtamt. Stößer. 191JI No. 39,246. Mannheim. sAuffor- dcrung.) Die Wittwe des hiesigen Bäckermeisters Johann Gräber des Aeltern hat um gerichtliche Einsetzung in die Gewähr der von den Seitenverwandten ausgeschlagenen Verlas- scnschaft ihres Ehemanns nachgesucht. Nach L. R. S. 770 werden die etwa näher berechtigten Erben des Joh. Gräber aufgesordert, ihre Ansprüche an dessen Nachlaß binnen sechs Monaten dahier geltend zu machen, widrigenfalls dem Antrag der Wittwe stattgegeben werden soll. Mannheim, den 4. November 1847. Großh. Stadtamt. Fuchs. 189)2 No. 19,084. Schönau. iAufforde- rung ] Die nachbenänntcn Conscriptionspflichtigen aus der Altersklasse vom Jahre 1828 werden hiemit aufgefordert, sich binnen 6 Wochen bei dem hiesigen Bezirksamte zu stellen und ihr Ausbleiben bei der Aushebung zu rechtfertigen, widrigenfalls dieselben als Refractaire angesehen und die gesetzliche Strafe gegen sie erkannt werden wird. , 1) Johann Baptist Kiefer von Altenstein, mit Loos-No. 112, 2) ReinhardMuhlvonMuggenbrunn, mit Loos-No. 121. Schönau, den 25. Der. 1847. Großh. Bezirksamt. Heß. 189)2 No. 17,991. St. Blasien. sAuffvr- derung.) Bei der heutigen Rekrutenaushebung ist Johann Baptist Wangart von TodtmooS mit Loos-No. 63 berufen, nicht erschienen, und wird deßhalb ausgefordert, sich bei Vermeidung der auf die Refraction festgesetzten Strafen binnen 6 Wochen dahier zu stellen. Zugleich werden säwmtliche Polizeibehörden ersucht, ihn in Betretungsfalle zu arretiren (Ho, 91.) 1125 »»mb hierher abzuliefern, oder im Fall von seinem etwa erfolgten Tode sichere Kunde vorlirgt, solche anher mitzutheilen St. Blasien, den 20. Oktbr 184/. Großh. Bezirksamt, v. Laroche. ydt. Heringer. [89]2 No. 17,990. 6t. Blasien- sAuffor- derung.j Bei der heutigen Rekrutenaushebung ist Joseph O b e r l e von Amrigschwand mit Loos- JJlo. 36 berufen, nicht erschienen, und wird deß- halb aufgefordert , sich bei Vermeidung der auf die Refraktion gesetzten Strafen hinnen 6 Wochen dahier zu stellen Zugleich werden sämmtliche Polizeibehörden ersucht, ihn im Betretungsfalle zu arretiren und hierher abzuliefern, oder im Fall von seinem etwa erfolgten Tode sichere Kunde vorliegt, solche anher mitzutheilen. St. Blasien, den 20. Oct. 1847°. Großh. Bezirksamt, v. Laroche. vstt. Heringer. 189 j2 No. 12,4/4. Eb erb ach. sFahndungZ Der ledige Küfcrgcselle Franz Joseph Haas von Ferdinandsdorf, Amts Neudenau, steht dahier wegen Mißhandlung des Leonhard Egner von Mülben in Untersuchung. Da der jetzige Aufenthaltsort des Franz Joseph Haas von Ferdinandsdorf unbekannt ist, so ersuchen wir sämmtliche Behörden auf denselben fanden und ihn im Betretungsfalle nach Abnahme seiner Legitimationspapiere mit Lauspaß hierher zu weisen. Eberbach, den 2/. Oktober 184/. Großh. bad. fürstl. lein. Bezirksamt. Hübsch. T89J2 No.38,742. Mannheim. sBekannt- machung J Die gegen Handelsmann B.L.Rund von Mannheim erkannte Gant wurde mittelst eines Borg- und Nachlaßvergleichs und richterlicher Bestätigung desselben unterm 20. d.M. wieder aufgehoben, was auf Ansuchen des B. L. Rund hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Mannheim, den 30. October 1847. Großh. Stadtamt. Mallrbrain. vdt. Kühne. [89J2 No. 29,354. S äck in gen. sAufforde- rung.s Die nachbenannt Conscriptivnspflichtigen auS der Altersklasse vom Jahr 1847 werden an- durch aufgefodert, sich binnen 6 Wochen dahier zu stellen und ihr Ausbleiben zu rechtfertgen, widrigenfalls dieselben als Refractärs angesehe« und die gesetzliche Strafe gegen sie erkannt werden würde. 1) Benedikt Heß von Oberschwörstadt Loos-No 20. 2) Adolph Den; von Obersäckinaen Loos- No. 49. 3) Johann Bapt. Geiger von Hütten Loos- No. 84. 4) Johann Berger vonHännerL.-No. 137. Säckingen, den 22. October 1847. Großh. Bezirksamt, vr. S ch e y. 189J232o.22,091. Neckarbischofsheim- sVerschollcnheits-Erklärung] Da auf die ergangene Edictalladung vom 20. August v. J.^ No 16,753, Christian Sebastian und George Adam Wick in Epfenbach sich zur Empfangnahme ihres in 1041 fl. 10 kr. bestehenden: mütterlichen Vermögens nicht gemeldet haben, so werden dieselben für verschollen erklärt, und solches den nächsten Anverwandten gegen Sicherheitsleistung ausgefolgt. Neckarbischofshetm, den 23. October 1847- Großb. Bezirksamt. Benitz. Straud. Zehntablösungen. In Gemäßheit des §.74 des Zehntablösungsgesetzes wird hiemit öffentlich bekannt gemacht, daß die Ablösung nachgenannter Zehnten endgültig beschlossen wurde: 1) im Oberamt Offenburg: l.91j1 zwischen der großb. Pfarrei Hofweier und einigen Gütern der Gemarkung Müllen, wegen des großen und kleinen Zehntens; 2) im Bezirksamt Pfullendorf: 1.90)2 zwischen der Pfarrei Linz und der Gemeinde Reuthehof; Alle diejenigen, die in Hinsicht auf diese abzulösenden Zehnten in deren Eigenschaft als Lehenstück, Stammguts-Theil, Unterpfand «. s. w. Rechte zu haben glauben, werden daher aufgefordert, solche in einer Frist von 3 Monaten nach den in den §§. 74 bis 77 deS Zehntablösungsgesetzes enthaltenen Bestimmungen zu wahren, andernfalls aber sich lediglich an den Zehntberechtigten zu halten. Untergerichtliche Aufforderungen und Kundmachungen. Schuldenliquidationen. [91] 1 9io. 20,264. Werthelm. sGanter- kemrtutß.) Gegen Andreas R ü ck e r t von Ni» 1126 (No. 91) «lashausen haben wir Gant erkannt und Tagfahrt zum Richtigstellungs- und Vorzugsver- fahren auf Montag den 6. Dezember d. I., Vormittags 8 Uhr, anberaumt. Wer nun aus was immer für einem Grunde einen Anspruch an diesen Schuldner zu machen hat, hat solchen in genannter Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse schriftlich oder mündlich, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, dahier anzumelden, die etwaigen Vorzugs - oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, und zugleich die ihm zu Gebote stehenden Beweise sowohl hinsichtlich der Rich« tigkeit, als auch wegen des Vorzugsrechts der Forderung anzutreten. Auch wird an diesem Tage ein Borg- oder Nachlaßvergleich versucht, dann ein Massepsieger und ein Gläubigerausschuß ernannt, und sollen hinsichtlich der beiden letzten Punkte und hinsichtlich des Borgvergleichs die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Wertheim, den 29. Oktober 1847. Großh. bad. Stadt- und Landamt. Spangrnbrrg. [88]3 No. 38,384. Mannheim. (Ganter- kenntniß.) Gegen Handelsmann Peter E ß w e in von hier ist Gant erkannt und Tagfahrt zum Richtigstellungs - und Vorzugsverfahren auf Mittwoch den 1. Dezember 1847, Vormittags 9 Uhr, auf diesseitiger Sladtamtskanzlei festgesetzt, wo alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzu- melden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- vder Unterpfandsrechte, welche sie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vorlegung der B eweisurkun- den oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. Zugleich werden in der Tagfahrt ein Masse pfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche versucht, und sollen in diesem Bezug die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Mannheim, den 28. Oct. 1647. Großh. Stadtamt. Mallebrein. (91 jl No. 17,762.Taukerb isch ofsh eim- sPräclusivbescheid.1 In der Gantsache gegen Johann Hü hier von Werbach werden alle diejenigen Gläubiger, welche in der heutigen Liquidationstagfahrt ihre Forderungen nicht angemeldet haben, von der vorhandenen Gantmaffe ausgeschlossen. Tauberbischossheim, den 22. Okt. 1847. Großh. bad. fürstl. lein. Bezirksamt. Scheuermann. |90J2 No. 20,119. Donaueschingen. sGanterkcnntniß.j In Sachen mehrerer Gläubiger gegen die Gantmasse des Anton K u t t r u ff dahier, Forderung und Vorzugsrecht betreffend, hat man unterm 14. September d. I. die Gantmaffe eröffnet und zum Schuldennchtigstellungs- und. Vorzugsverfahren auf Dienstag den 23. November, früh 8 Uhr, Tagfahrt ungeordnet, es werden nun alle diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an diese Gantmasse machen wollen, anmit aufgefordert, solche in der angesetzten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich auzumrlden,und zugleich die etwa geltend zu machenden Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, und zwar unter gleichzeitiger Vorzulegung derBeweisurkunben oderAntretung des Beweises mit ändern Beweismitteln. Zugleich wird angezeigt, daß nach Umständen in der Tagfahrt ein Massepfleger und Gläubiger Ausschuß ernannt, auch Borg- und Nachlaßvergleiche versucht werden sollen, mit dem Beisatze, daß in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepflegrrs und Gläubigerausschusses die Rlchterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen werden. Donaueschingen, den 27. Okt. 1847. Großh. bad. fürstl. fürstend. Bezirksamt. Speer. Kauf-Anträge. [91] 1 Mannheim. [Accordbegebnng.) Die Lieferung des Materials zur Unterhaltung der Landstraßen für die Jahre 1848, 1849, 1850 und 1851 wird an nachbenannten Tagen an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert und zwar Dienstag den 16. Novb. d. I., Morgens 10 Uhr, im Gasthavse zum Pfälzerhofe zu Weinheim, (No. 91.) 1127 vauf einen Theil der Bergstraße und die Hafenstraße dahier, Basaltschot er aus den Brüchen zu Hemsbach und Lautenbach, Porphirschotter aus dem Wagenberg bei Weinheim. Dienstag den 16 November, Nachmittags 3 Uhr, tm Wirthshause zur Krone zu Dossenheim, Porphierschotter aus den Dossenheimrr Brüchen auf einen Theil der Bergstraße, _ desgleichen auf die Rheinstraße, durch die Schwetzinger Gärten bei Mannheim und auf die Straße von Mannheim nach Hei- ' dclberg bis oberhalb Edingen. Donnerstag den 18. November, Morgens 9 Uhr, iu der Post zu Schwetzingen, Gereinigter Kies ans die Rhcinstraße von Mannheim bis in!den Hockenhcimer Wald und auf die Straße von Schwetzingen nach Heidelberg. Donnerstag den 18. November, Nachmittags 2 Uhr, im Wirthshause zur Krone in Hockenheim, Gereinigter Kies auf die Rhcinstraße von oberhalb Schwetzingen büs gegen Waaghäusel und auf die Straße zur fliegenden Brücke bei Speyer. Die Steigerer haben sich mit soliden Bürgen oder mit stegalen Vcrmögenszeugnissen zu versehen. Mannheim, den 8. November 1847. Großh. Wasser- und Straßenbau-Inspektion. G r e i n e r. (91) l Mülben. fLiegenschaftöversteige- rung) Auf Antrag der Eigenthümerin werden wir Dienstag den 30. November d. I., Nachmittags 1 Uhr, in diesseitigem Ratksztmmer nachbeschriebene Liegenschaftender GeorgH agedor n's Wb.u. ihrer minderjährigen K nder von hier öffentlich zu Eigenthum versteigern und vorbehaltlich vbcrvormundschaftlichcr Genehmigung den Zuschlag ertheilen, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. Ein einstöckiges Wohnhaus, sammt Scheuer, Stalluug und Hosraithe, nebst einem Pflanzgarten vorm Hause, neben Zacharias Weber und Jakob Scholl. gerichtlicher Anschlag 430 fl. Mülben, Winterau, den 27. Oktober 1847. Bürgermeister, Schmitt. rät. Kall. (91)1 Hemsbach. (Winterschaafweidever-- pachtung.) Donnerstag den 18. Novbr. d. J.^ Vormittags 10 Uhr, wird auf dem Nachhause dahier die Winterschaafweide auf den Wieserr der Gemarkung Hemsbach mit Betrieb von 30Y bis 400 Stück Schaafen «ersteigt. Hemsbach, den 9. November 1847. Das Bürgermeisteramt. Mangold. Wigand. (91)l Lade nburg. (Liegenschaftsversteigerung.) Der Johann Becker Wiktwe dahier wird im Wege gerichtlichen Zugriffs bis Montag den 22. Novbr. d. I., Vormittags 11Uhr> Ein Wohnhaus sammt Stall im Kirchgas- sen-Viertel dahier gelegen, eins. Fran^ Heinrich Müller, vornen gemeine Straße, hinten Jakob Bauer alt, auf dem Rathhause zu Eigenthum öffentlich versteigert, und sogleich endgültg zugeschlagen, wenn durch das höchste Gebot mindestens der Schätzungspreis ack 600 fl. erreicht wird. Ladenburg, den 19. October 1847. Das Bürgermeisteramt. -A. Arnold. Döpfner. (89)2 Phiiippsburg. (Liegenschafts- Versteigerung ] Montag den 22. November d. I., Nachmittags 2 Uhr, werden aus der Verlassenschafsmasse der verlebten Josephine und Bernhardine Riehl dahier, folgende Liegenschaften der Erbvertheilung wegen öffentlich in dem Rathhause zu Eigenthum verstei- g.,.: 1 Mrg. 20 Rth. altes Maaß Acker im Schätzungspreis fl- Kleinfeld, Ite Gewann, eins. Kath. Bärb. Heiß, ands. Joh. Riehl, tarirt zu 450 2 . 2 Vrtl, 13 Rth. altes Maaß Scharpen- Acker, eins. Ludwig Hildenstab, ands. Joh. Riehl, tarirt zu 350t 1 Vrtl. altes Maaß Äcker auf der Hoh- wiese, Ite Gewann, eins. Christian Hildenstab, and,. Rochus Huila, tarirt zu 150 mit dem Anfügen, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder mehr geboten wird. Philippsburg, den 30. October 1847. Bürgermeisteramt. H e i n tz. vdt. Noppcrt, Rthschrbr. 1128 (Ko. 91.) [89]2 Philippsburg. Miegenschafts- versteigerung.f Montag den 22. November d I., Nachmittags 2 Uhr, werden aus der Erbmasse des verlebten Franz Anton Riehl, verbunden mit der Vcrmögensvertheilung der f ranz Richl'schen Kinder dritter Ehe, folgende iegenschaften, der Erbvertheilung wegen, in dem Rathhause dahier öffentlich zu Eigenthum versteigert: Schätzungspreis fl. 1 . 3 Vrtl. 35 Rth. altes Maaß Acker im Pfriemenfeld, eins. Franz Riehl, ands. Fr. Peter Boos, Tar 180 2 . 27 Rth. altes Maaß Acker in der Mol- zau, neben der Stadt-Allmend und Franz Riehl, Tar ' 100 3. 1 Vrtl. altes Maaß Acker beim Gerb- hauS, eins. Joh. Krieger d. j. Erben, ands. Franz Riehl, Tar 260 4. 10 Rth. altes Maaß Acker auf der Hoh- wiese, eins. Anton Horwedel, ands. Franz Riehl d. ä., Tar 35 5. 1 Vrtl. 6 3 / 4 Rth. altes Maaß Acker im Pfriemenfeld, neben Sebastian Walter u- Franz Riehl, Tar 50 6 . 1 Vrtl. 30'/ 4 Rth. altes Maaß Wiese an der Kreuzschließe, eins. Ludwig Hildenstab, ands. Franz Riehl, Tax 300 mit dem Anfügen, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird- Philippsburg, den 30. October 1847. Bürgermeisteramt. . Heintz. rät. Noppert, Rthschrbr. In der Buchdruckerei des kathol. Bürgerhospitals Mannheim ist erschienen und zu haben: Wand-Kalender für das Schalt-Jahr 1848 mit Bezeichnung der Festtage durch rothrn Druck auf fein weiß geleimt Schreibpapier. Das Hundert 2 fl. 30 kr.; daS Stück 2 kr. Für den Winterdienst pro 1847/48. [86]2 Neuester und vollständiger Fahrtenplan der großh. badischen Eisenbahn das S t ü ck 3 kr. vorräthig in der kathol. Bürgerhospitals-Buch- , druckerei Mannheim. Anzeige und Empfehlung. [91]1 Rastatt. Da wir im Stande sind alle Feuerlöschmaschinen zu liefern, so erlauben wir uns die verehrlichen Gemeindebehörden aufmerksam zu machen, daß wir für die Güte der Arbeit auf 12 Jahre garantiren, wozu uns namentlich der solide Bau und gute Arbeit berechtigen, indem wir die inneren Messingtheile des Werkes nicht mit Zinn löthen, weil sich das Zinn in kurzer Zeit aufritet, wie es in mehreren Städten der Fall ist, sondern es werden die Theile bei uns zusammengeschliffen und geschraubt. Die Preise der Spritzen sind: 6zöllige Stiefel 1400 fl., äzöllige zu 1000 fl., die Tragspritzen zu 90 fl. Auch lassen wir unsere Arbeit stets durch Maschinenbau- meister Haberstroh in Karlsruhe untersuchen. Ferner empfehlen wir uns noch insbesondere im Gießen von großen Glocken unter Zusicherung guter Arbeit mit Garantie auf 12 Jahre und im Klange für jeden beliebigen Ton der Glocke, den dieselbe haben soll. Rastatt, den 8. November 1847. Schweiger und Reinburg, Mechaniker, Stück- und Glockengießer in Rastatt. Kierz« das Verordnungsblatt No. 47. Nerantwortl. Redacteur: Wilhelm Obermüller. üieriax ree Buchdruckerei des kath. Bürger. Hospitals Mannheim.