er Mndbote. VerkündungSblatt der Großherzogl. Bezirksämter und Amtsgerichte Sinsheim und Neckarbischofsheim. 37. Smnstag. den 26 . Mär) 1864. Bestellungen auf den Landboten für daö zweite Quartal wollen bei de» Großh. Postanstalten und Postboten gemacht werden. KrSlltkr-LiMU, ~~ w / (erfunden und nur allein bereitet von dem approb. Apotheker 1. Kl. R. F. Daubitz in Berlin) als bewahrtes Getränk bei schwacher Verdauung, Verschleimung, Hämorrhoidal-Beschwerden u. s. w. von medic. Autoritäten empfoy- len und durch tausende von Attesten allseitig anerkannt, ist nur aller» acht zu haben bei dem Erfinder desselben, luio >n te„ autoristrten Niederlagen bä Ernst Jac. Stutzmau» nr SuiSbrim und Ferd. Niebergall in Rappenau. Neue Resultate und Beweise über die Vortrefflichkeit des Liqueurs. (269] Schon durch den Verbrauch von einigen Flaschen Ihres so wirksamen Kraurcr-Liquturö bin ich von seit sehr laiiae», anhalrendeii Brustbeklemmungen, Leibesverstopfung u»b Hämorrhoidal-Beschwerden fast 1 gänzlich betrpit. Ich bitte Sie, menten iittilgsten Lank dafür zu genebwlgen. Berlin, den 4. August 1863. Ächkiingsvoll ergebenst B^W. W>kih. ZKeistner, Bellevnestr. 7. 8 [271] Neidenstein. Liegenschastsversteigerung. Nr. 94. AnS der Ver« lassenschast der Johannes __ RoßnagelS Eheleuie dahier werdender Erbvertheilung wegen DienStag den 12. April d. I. NackmitlagS 1 Uhr im Rathbaus dakier öffentlich versteigert! 1) Eine euistöckige Behausung nebst Stall, Keller uns Hosplatz oben dem Dorf an der Epfenbacher Straße, neben Peter Welö Wlttwe und Georg Grab, Wagner, vorn die Straße und hinten der elgenc Garten, Anschlag 300 fl. 2) 46 Ruthen Garten hinterm Hauö, neben Peter Weis Wiltwe lind Georg Grad, Wagner, Anschlag ' 50 fl. Neidclistein, den 18. März 1864. Das Bürgermeisteramt. Grab. vdt. Doll. 12661 Kleesaamen, deutscher, blauer und Esparsette in schönster Waare unter Garantie ist sorkwäbtend zu haben; ebenfalls sehr schöner Hauflaamen zur Saat und schöne Saalwicken zu sehr billigem Preis bei ° Veis Weil in StciuSsurkh. 1256) Jeden Tag frisch gcwässerke Stockfische bei Ernst Lac. Stuhmann. 12581 Webbaumwolle und leinen Maschineugaru billigst bei Ernst Lac. Stuhmann. 12571 Kleesaamen blauen und dreiblättcrigen, Dühler Hauf- sa^ .en, empfiehlt unter Garantie ' • Ernst Lac. Stutzmann. Löschungsschein sind z» haben in der Bnchdruckerel von D. Pfisterer in Heidelberg. 7831 Gichtmttk, Heil« und Präservativ-Mittel gegen Gicht und Rheumatismen aller' Art, als gegen Gestwls-, Brust», Hals» und Zahn- lchmerze», Kops-, Hand- und Kniegicht, Seitenstechen, Gliederreißen, Rücken- und Lendenschmerz rc. rc. Ganze Pakete zu 30 kr., halbe zu 16 kr. bei C. Weifiger- ber. Haspelgaffe Nr. 1 in Hcldelberg. Zeugnisse. Ich sage Ihnen meinen innigsten Dank für dtc übersandten zwei Paqucke Gichr- watte; ich konnte für wein zehnjähriges Kreuzleiden von keiner Seile Hülfe erlangen und durfte an keine Hciluug mehr l denken, da wurde mir so schnell durch die i'Gichtwatte geholfen; um 12 Uhr legte ich die zwei Stücke auf, Nachmltkags 4 Uhr waren meine Schmerzen verschwunden und hatte nur »och einige Steifheit 14 Tage lang. Wiobitz bei Calbe, 10. Jan. 1863. Christoph Koppner. Senden Sie nur wieder zwei Paquete Or. Palkisoii's Glchtwarke; die letztgesandke thal große Wirkung, schon in der ersten Nacht konnte ich wieder schlafen, was seit fünf Wochen nicht mehr der Fall war; sch kann hcute schon im Zimmer wieder aus» lind abgchen und ich hoffe ein vollständiges Ende. Walpertskirchen (Baiern), 26. Fe» bruar 1863. G. Sihn, Schreinermrister. Neun Wochen fesselten mich die bitter» stcn Schmerzen am rechten Bein und im Rücken an mein Bett und trotz ich mit großem Kostenaufwand behandelt wurde, blieb mir mein Leiden und gestattete mir keinen Augenblick Ruhe, weder bei Tag noch bei Nacht, bis ich endlich die ange, zeigte Gichtwatte in Gebrauch nahm, die mich erstaunenewürdig innerhalb 4 Tagen ohne zurückgebliebenen Schmerz gesund ans meinem Bette gehen ließ. Frankenbach, Kreis Gießen, 10. April 1863. Ludwig Schmäht, Oekonom. [270] Bei Unterzeichne, tem werben verschiedene Mühigerätüscliaften: Beurel, Schäl-Säu« derer und Vorkästcn, Tremmen und Trew» mcngestelle. Sargen, Mühkcisen, Mahl«, Schal- und Schrotsteine billig abgegeben. Heidelberg, den 22. März 1864. Fried. A. Werte. [H7j Selbst verfertigtes Matz iit nutadelhafter D ualität und zu möglichst billigstem Preise empfiehlt Beruh. Vaer, Schiffgasse 13, Hcldelberg. Quittungsbüchlein Anzeigebüchlein A »"W" sind von'äthig tu der Buchdruckerei von D. Pfift«r«r lll Heidelberg. ■ 150 Jur Geschichte des Tages. Mannheim, 23. März. Heute fand auf kiesigem Rath, hause durch einen Beamten des Stadtamtö die Eivil-Trauung eines Israeliten mit einer Christin statt. Wien, 22. März. Die Kabinete von Wien und Berlin erklärten, wie früher, ihre Einwilligung zu einer Konferenz auch ohne Waffenstillstand, jedoch auch ohne eine feststehende LasiS. England ist damit einverstanden. Nach Berliner Blättern soll die Zahl der bis jetzt von den Aüiirten in Schleswig und Jütland gefangen genommenen Dänen nicht weniger als 2200 derragen. Wien, 24. März. Die Gcneralcorrefpondenz meldet von der unteren Donau: Klapka und Türr feien in den Donau- fürstcnthümern befindlich, und ständen an der Spitze einer wohl vrgauisirlen Bewegung. Rendsburg, 20. März. In den letzte» Tagen kamen täglich große Ertrazüge an, darunter ein Riesenzug mit Pulver und Fourage. Eine neue Munitionskolonne wird heute erwartet. Viele Rekonvaleszenten gehen wieder nordwärkö. Demnächst wird die Ankunft und Weiterbeförderung einer weitern, 8000 Mann starken preußischen Division erwartet. Nachschrift. Soeben kommen 2 große Ertrazüge, der erste mit 8 Stück 24-Psündern und Munition, der zweite mit Fourage und anderen Bedürfniffen für die Armee. Flensburg, 18. März. Man schreibt der „Köln. Ztg « Folgendes über die neuesten Ereignisse auf dem Kriegsschauplatz: Am 17. März, Vormittags, versuchten die Dünen die am 15. für sie verloren gegangene Stellung bei Slcnderup wieder zu erobern und machten gegen 10 Ubr Morgens ihren Angriff. Sie stießen auf kräftigen Widerstand Seitens der Preußen; Se. Königl. Hoheit Prinz Friedrich Karl befahl einen gleichzeitigen Angriff auf Düppel. Die Dänen hakten sich dort festgesetzt, wurden daraus vertrieben, drangen aber, nachdem Verstärkung aus den Schanzen gekommen, wieder vor und besetzten Düppel abermals. Trotz der mannigfache» Hindernisse, welche die Dänen in den Dorfstraße» hingestellt, und trotzdem, daß sie sich mit großer Uebcrmachl in den Häusern verbarrikadirt batten, drangen das 24. und 64. preußilchc Regiment mit bewunderungswürdiger Ruhe vor und vertrieben die Dänen wiederum aus ihrer für sie so wichtigen Position. Dabei wurden in Summa 265 Dänen mit den Waffen in der Hand gefangen genommen, die fast alle in Abtheilungen von 35 bis 40 Mann in den Häusern abgeschnitieu wurde». Die Verluste an Verwundeten und Tvkle» sind auf beiden Seiten ziemlich bedeutend; beide Thcile kämpften mit erstauurnewerther Tapferkeit. Der Kampf dauerte bis Abends 7 Uhr mit kleinen Unterbrechungen. In Rackebüll blieben schließlich die Preußen ebenfalls Herr und sind die Dänen bis in ihre Schanzen zurückgcworfen, wo sie dicht davor ihre Vorposten nunmehr ausgestellt haben. Sobald preußischer Seils die genannten Dörfer besetzt waren, wurden diese von den Schanzen auS in Brand geschossen und wüthete das Feuer in der Nacht zum 18. unaufhörlich fort. Daß gleichzeitig von den bei Gammelmark angelegten Batterien die Schanzen des linken Flügels der Position tüchtig bearbeitet wurden, bedarf wohl keiner Erwähnung. Uebcr die Wirkung einer Granate, die ans den Gawmclmarker Bakterien am 16. nach Schanze Nr. 2, wie man von den Batterien aus deutlich sehen konnte, in das Blockhaus einschlug, erzählt ein gefangener dänischer Soldat, der viel auf seine Kokarde hält und durchaus unzufrieden mit seiner Gefangennahme war und sich zum öfter» entschuldigte, daß er nicht gefangen genommen worden wäre, wenn er nicht einen Streifschuß erhalten hätte, kurz, wie folgt: "Wenn man ein Thier von der Schlachtbank bringt, kann eö nicht schlimmer aussehen, wie die in dem Blockbaus befindlichen 4 Offiziere und 32 Mann auSgesehen haben; der größte Theil ist todt, alle anderen kampfunfähig geworden, und dies durch Eine Granake." Kopcn Hagen, 20. März. Heute Morgen um 5% Uhr hak die Beschießung deS verschanzten Lagers und das Bombardement Fridericia's aus mehreren Bakterien begonnen. Vor der Festung fand gestern ein -mehrstündiges Gefecht statt, nach welchem unsere Truppen ihre früheren Vorpostenstellungen ein- nahmen. Unser Verlust betrug 1 lodtcn und 1 verwundeten Offizier und 11 verwundete Gemeine. Land- nnd Hauswirthschaft. — DaS beste Bindematerial in der Gärtnerei sind die neulich in England erfundenen Fäden auS Kaurschuck, welche nicht allein bei allen Arten von Veredlungen der Obstbäume, sondern auch als Schnur und Bast bei Topf- und andere» Pflanzen treffliche Dienste leisten, indem sie sich fest anlegc», ohne rinzuschneiden, jeder Ausdehnung nächgcdc», sich leicht oblösen lassen und dem Verderben nicht unterworfen sind.' Die Kautschukfäden sollen sehr billig im Preise sein u»d cö dürfte deßhalb und ihrer großen Vorzüge wegen nicht lange mehr anstehen, daß sie in Deutschland allgemein verwendet werden. Miszellen. * Die preußische Artillerie vor Düppel. Aus Al uv er, 16. d. M., schreibt man den »Hamb. Nachr.»: Freude gewährt eö, das Vertrauen der Artilleristen zu ihre» gezogenen Geschützen zu gewahren. Mit förmlicher Zärtlichkeit wird ein solches Bronzegesckütz bedient. Auch wissen die Leute eben so gut wie die Offiziere, welche sich selten taö Richten nehmen lassen, was ein Geschoß dem Staate kostet; daher die Vorsicht in dem Umgehen mit der Munition. Ihren Lesern ist eö vielleicht von Interesse, wenn ich, um einen kleinen Einblick in die Kostspieligkeit eines Fcstuugskriegrs rhu» zu lassen, die Preise der kompleten Geschosse aus 12.Pfündcrn und 24-Pfündern hier anführe. Beim gezogeuen 12-Pfü»dcr kostet Geschoß und Kartusche zusammen für den Granaischuß 2 Thlr. 17 Sgr. 10 Pf. preußisch, für den Schrapnelschuß 3 Thlr. 17 Sgr. preußisch; das Gewicht des ersteren ohne Kartusche beträgt 29 Pfd. 6 Loth, das des letzicrcn 34 Pfd. 4 Lth. Beim gezogenen 24>Pfünder kostet (ebenfalls Geschoß und Kartusche zusammen) der Granatschuß 4 Thlr. 10 Sgr., der Schrapnelschuß 5 Thlr. 20 Sgr. (netto einen preußischen Frkedrichsd'or), das Vollgcschoß 4 Thlr. 6 Sgr. 7 Pf.; das Gewicht des ersten ohne Kartusche beträgt 54 Pfd. 21 Lth., das des zweiten 64 Pfd. 15 Lth., das deS dritten 66 Piunä 12 Lth. Die Sicherheit, mir welcher die Leute schießen, grenzt an das Fabelhafte. War der erste Schuß zu kurz, der zweite zu weit gegangen, so kann man sicher sein, daß nach geschehener Korrektur der Elevation der dritte Schuß trifft und dann kommt Treffer auf Treffer. Die Elevoiio» auf 5000 Schritt ist gar nicht so bedeutend, als man glaubt; sie beträgt etwa 17% Grad. Die Wirkung der Geschosse ist außerordentlich. Die Dänen müsse» angestrengt arbeite», um in der Nacht den Schaden auüzubcffern, der durch das Flankenfeucr vom Wcn- ningbunb aus am Tage angerichtel worden ist. Heidelberg. Auf dem am 21. März dahier abgehalteueu Viehoiarlt kamen 59 Stück Schlacht-Dieh zum Verkauf. Lrucht - Mittelpreife. Heidelberg, 22. März. (pr. Zntnr.) Hafer 3 fl. 30 kr., Korustroh 25 fl., Spelzstroh 15 fl., Heu 1 fl. 20 kr. , Druck und Vertag rorr D. Pfisterer in Heidelberg. VteNgrr!