aniitaft. Verkündungsblatt -der Großherzogl. Bezirksämter und Amtsgerichte Sinsheim und Neckarbischofsheim. Jfs 104. Oienstag, den 30. August 1864. «4732] Die Wahlen in den Ortsschulrath betr. A» die Gemeinderäkhe des Bezirks: Rr. 9115. Dieselben werden unter Hinweisung auf die Verordnung vom 20. d. M., im Reg.«Blatt Nr. 38, aufgefordert, unverzüglich genau nach den hierin errheilten Voricliriften die Wahlen der Mitglieder des Ortsschulrathes vorzunehmen, und die Wahlacrcn binnen 3 Wochen vorzulegen. Sinsheim, den 27. Augujt 1864. , Grvßherzoglich bad. Bezirksamt. Otto. 1734] Die provisorische Ernennung der Bczirksräthe betr. Nr. 8816. Sämmtliche Bürgermeister des Bezirks haben sich zur Ausstellung der engern Wahlliste am Dienstag den 6. September l. I., Vormittags präeis 9 Uhr, dahier einzufinden. Sinsheim, den 20. August 1864. Großhcrzoglich bad. Bezirksamt. Otto. 1733] Die Wahlen in den Ortsschulrath betr. Nr. 7386. Die Gemeinderäkhe des Amtsbezirkes werden unter Hinweisung auf die Verordnung Großh. Ministeriums des Innern vom 20. d. M., Reg .Blatt Nr. 38, beauftragt, sofort zum Vollzüge der Wahlen in den Ortsschulrath zu schreiten und die Wahlakten innerhalb 3 Wochen anher eiiijufeiite». Die Bestimmungen der Wahlordnung sind pünktlich einzuhalten und, wo Zweifel entstehen, ist unser Rath nachzusucken. Neckarbischofsheim, den 27. August 1864. Großhcrzoglich bad. Bezirksamt. Schlipp. 1735) Die provisorische Ernennung der Bezirksräthe betr. Nr. 7385. Sämmtliche Bürgermeister des Amtsbezirkes, mir Ausnahme deö Bürgermeisters von Hüffenhardt, werden angewiesen, sich zum Zwecke der Ausstellung der Liste der BezirkSrätbe am Dienstag den 6. September, Vormittags 9 Uhr, bei Großh. Bezirksamte Sinsheim tiiizufinden. Im Vervinoerungsfalle ist ein Stellvertreter zu senden. Neckarbischofsheim, den 27. August 1864. Großherzoglich bad. Bezirksamt. __Schupp.__ n^O] Die Conscription pro 1865 betr. 'U Beschluß. - An die Bürgermeisterämter des Amtsbezirks: Nr. 7398. Die Loosziehung der ConscriptiouSpflichkigen deö diesseitigen Bezirkes wird am Freitag de nt 6. September d. Jö., Morgens 8 Uhr, sthhanSsaale dahier stattfinden. '^lbdem wir dies zur öffentlichen Kenntniß bringen, beauftragen wir die Bürgermeister des Bezirks: ^'in der genauilten Tagfahrt selbst dahier zu erscheinen oder bei unvermeidlicher Verhinderung sich durch den dienstältesten -d'erath, welchem eine schriftliche Vollmacht auszustellen wäre, dahier vertreten zu lassen, 'G. sämmtliche Conscriptionspflichtigen, also auch diejenigen, welche Anspruch auf Loosbefreiung machen, auf obigen Tag und Stuiftlb mit dem Bemerken vorzuladen, daß für dje Avwesenden deren Eltern, oder schriftlich Bevollmächtigte, oder daS nach §30 des Comscr.-Ges. beim Loosen verwendete Kind zu ziehen haben, den Eonscriptionspflichtigen zu eröffnen, daß sie sich sowohl hier, als auf dem Her« und Hinwege ruhig und gesittet zu )ft habe», <1. über die hiernach geschehene Eröffnung und Vorladung der Pflichtigen innerhalb 6 Tagen Bescheinigung anher vorzulegen. ^ Die Verzeichnisse der vorzuladenden Pflichtigen werten Nachfolgen. Dieselben sind in der Gemeindcregistratur sorgfältig auf« wahren, weil sic bei Vorladung der Pflichtigen zur Aushebung wieder benutzt werden müssen und dann keine weiteren von uns hinaus gegeben werden. NeckarbischosSheim, den 27. August 1864. Großherzoglich bad. Bezirksamt. _ Schupp. _ ,>ze Vormerkung der Besitzveränderungen bei Gebäuden durch Kauf, Tausch oder Erbgang in den Brandvcrsicherungsbüchern betr. Beschluß. Nr. 5089. Sämmtlicke Gemeinderäkhe des Amtsbezirks werden aufgefordert, die nach § 19 der Instruction über daS Feuer« Acherungswesen vom 2. August 1852" vorgesckricbenen Anzeigen über die sich ergebenen, rubricirten Veränderungen seit dem een Abschluß der Feuerversicherungöbücher binnen 8 Tagen unfehlbar anber zu erstatten, insoweit eS nicht schon geschehe» ist. „Neckarbischofsheim, den 22. August 1864. Großherzoglich bad. Amtsrevisorat. [731] Meyer. — 416 — Ausschlußerkenntniß. [729] Nr. 7448. Sinsheim. Inder Gant des 1 Pächters Franz Jmhoff zu Daisbach werden alle heule nicht angemeldeten Forderungen andurch von der Gantmasse ausgeschlossen. Sinsheim, am 23. August 1864. Grvßherzoglich bad. Amtsgericht. B e ck. Denk. [737] Daisbach. Bekanntmachung. Aus der Gantmasse des 1 Pächters Imhoff hier werden wir im Wege gerichtliche» Zugriffs nachstehende Fahrnisse gegen gleich baare Zahlung versteigern: 1) Montag den 12. September, Morgens 8 Uhr im Schloß dahier, männliche Kleidung, Betiwerk, Weißzeug, leinen Tuch und Schreinwerk, 2) Dienstag den 13. September, Morgens 8 Uhr daselbst, allgemeinen Hausrath, Faß- und Bandgeschirr und Fuhr- und Bauerngeschirr, wozu die Steiglustigcn hiermit cingeladcn werden. Daisbach, den 27. August 1864. Der Gerichtsvollzieher Der Maffepfleger Jekel. GlaSbrenn er, Rthschr. Danksagung. [730] Ich Unterzeichneter fühle mich veranlaßt, der Cölner Hagelversicherungs- Gesellschaft, und insbesondere dem Be- zirksagentcn Herrn Gerichtsvollzieher Pfeiffer von hier, für die prompte Ausbezah- luäg meiner am 26. Juli durch Hagelschlag verdorbenen Halmfrüchte meinen verbindlichsten Dank auszusprechcn. Ncckarbischofsheim, den 28. Aug. 1864. £$l. Faller, Buchbinder. [739] Ein Obstmahltrog mit Zugchör ist wegen Mangel an Platz billig zu verkaufen bei M. Detsch zur Sonne in Sinsheim. &**•**- Mch Nor-. & Süd- Amerika. Der Unterzeichnete erpe- dirt jede Woche über Antwerpen. Bremen, Hamburg,! Havre, London „nd Rotterdam, sowohl per-Postsegeljchiffen, altz auch per Dampfschiffen, Passagiere zu billigen Preisen, Der Bezirksagent Die Generalagentur I. Jefelfohn in Mannheim in Neckarbischofsheim. Mich. Wirfching. _ Erklärung. [738] Der Unterzeichnete ist bereit, die von ihm dem Metzgermeister Ludwig Schick von Sinsheim und seinen Schwiegereltern, den Gg. Adam Müller'schen Eheleuten von Daisbach, unterm 23. d. M. auf dem Weg von Sinsheim nach Daisbach zugefügte Beleidigung zu widerrufen, da ich einfehe daß ich unrecht gethan habe. Daisbach, den 28. Aug. 1864. David Burkhard. Am 31. August d. I. « sindek eine große Ziehung veS || Großherzoglich Badischen § Staats - Eisenbahn - Anlehens f im Gesammtbelrage von 36 Mill. L Gulden statt. Hauptpreise dieses j§ Anlehenö sind: 54 mal fl. 40,000, j" 15 mal 38,000, 23 mal 18,000, ff 2 mal 12,000, 55 mal 10,000, f 40 mal 3,000, 58 mal 4,000, I 366 mal 2 , 000 , 1944 mal 1 , 000 , Jf 1770 mal 230 u. s. w. |§ Niedrigster Gewinn ist fl. 48. » f Der Unterzeichnete versendet Loose L § mit Serie- und Gewinn-Nummer sh || zu obiger Ziehung, als: 1 Loos zu « W fl. 3. — 3 Loose zu fl. 8. — 6 Loose » » zu fl. 15. — gegen Einsendung dcö |f 1 Betrages, Postnachnahme oder Post- » § elnzahtung. i 1 Die Gewinnlisten werden den Theil- R |? nehmern |ofott nach der Ziehung un- ^ D enrgeldlich zUgejandt, sowie jede ge- * I wünschte Auskunft gerne erthcill, | 1 wenn man sich direct wendet an. $ I Heinrich Itacfi, 1 D Skaarseffeclen-Hundiuiig D P [654] i» Frankfurt a.M. P Steinkohlen- sowie Pflanzen- theer eil Arv8 ch NN detail billigst bei 1673] I. £. Marr in Walbstadt. Neue Häringe u. Sardellen eingetroffen bei [fi96j Ernst 3ac. Stuhmann. 0 Kaiserl.Königl. österreichische 1864er Loose. ' Gewinnziehung am 1. September 1864. - Hauptgewinn: fl. 200,000, niedrigster Gewinn fl. 135. Das Bankhaus B. Schottenfels in Frankfurt a. M. erläßt gegen Einsendung des Betrags oder Postnachnahme : 1 Loos zu fl. 3. 5 Loose zu fl. 14. 11 Loose zu fl. 30. Gewinnliste erhält jeder Theil- nehmer unentgeldlicl). [648] « ■; ^£3 0pS m .«'S y üL - ! ---n ■■ Impressen über Liegenschaftsveränderungen sind zu haben in der Buchdruckerei von D. Pfisterer in Heioelberg. Ein päpstliches Sendschreiben übest die Schulfrage in Baden. Karlsruhe, 25. Aug. In Nr. 14 des "Anzeigeblaiks für die Erzdiözese Freiburg" wird von dem Erzbischof zu Freiburg daS an denselben gerichtete "Sendschreiben Sr. Heiligkeit deö Papstes mitgelheilt, worin bas Oberhaupt der katholischen Kirche sich über die Schulfrage in Baden ausspricht". Der Kuratklerus wird beauftragt, dieses Sendschreiben von den Kanzeln zu verkündigen. Es ist sehr zu wünschen, daß die Katholiken des Landes dieses päpstliche Sendschreiben, wenn es sich auch nur auf eine vor dem Erlaß deö Schulgesetzes liegende Zeit bezieht, nicht blos vorlesen hören, vielleicht sogar nur begleitet von mancherlei freien Zuthatcn erregter Kanzelredner verlesen hören, sie mögen es auch selbst wiederholt und mit ernstem Nachdenken lesen. Dieses Sendschreiben ist — Alles in Allem genommen — in der gegenwärtigen Lage der Dinge für die Freunde des Schulgesetzes in der katholischen Bevölkerung und Geistlichkeit eben so erfreulich, als niederschlagend und beschämend für jene Eiferer, welche eS alS selbstverständlich betrachteten, daß die katholischen Geistlichen sich an dem neuen Ortsschulrath nicht betheiligen sollten. Dieser letztere Vorschlag ist so scharf wie möglich in dem päpstlichen Sendschreiben verurtheilt, während, wie sich ganz zweifellos Nachweisen läßt, die Volksschulen, über welche der Papst klagt, in Baben gar nicht vorhanden sind. Man darf freilich — wie Jedermann weiß — an päpstliche Sendschreiben und dgl. nicht denselben Maßstab anlegen, wie an öffentliche Dokumente andern Ursprungs. Eine allge» meine Atmosphäre weitgehender Ansprüche in irdischen und himmlischen Dingen ist da immer verbreitet, und man muß einen Styl in der Behandlung der Thatsacheo in Vergangen» heit und Gegenwart hinnehme», gegen welcken sich — sobald deßhalb etwas wirklich aus dem Spiel stehen würde — die Kritik sofort erheben würbe. Dieses einmal zugelaffen, wird man vor Allem sich durch den gemäßigten Ton in dem vorliegenden Sendschreiben freundlich angesprocken fühlen. Wir, die wir in Baden gelegentlich der Schulfrage an die Todesqualen der ersten Christen unter der Verfolgung der Heiden, und an die Schand- thatcn deö Renegaten Kaisers Julian gemahnt wurden; wir, denen die wilden Raubthiere vorgeführt wurde», wie selbst sie ihre Jungen gegen blutdürstige Feinde zu verkheidtgen bereit sind — wir lesen mit zugeneigtcr Verwunderung die von solchen Wuthbildern gänzlich freie einfache Sprocke in diesem Sendschreiben, das selbst seine Klagen und seine Verurthcilung feindlicher Gegensätze unter Hinweis auf die Quelle seiner Nachrichten und bedingt durch klargestellte Voraussetzungen ausspricht. Man wird daran erinnert, baß hier ein Greis spricht, der wirklich «von großen Bitterkeiten des Lebens um- drängl ist«. Eö mag ihm, dem der katholische König Italiens Land und Leute abgenommen hat, den Rest fortwährend bedroht, der die bittere Hilfe Frankreichs schwer erkaufen muß, in dessen Nähe Bischöfe, die der weltlichen Gewalt nicht pa» riren wollen, mit Gelb gestraft und ins Gefängniß gebracht, Klöster aufgehoben, Kirchengüter eingezogcn wurden, der vernimmt, daß man in Polen und Rußland die katholische Kirche in allen Grundfesten bedroht u. s. w. — ihm mag vieles Andere als weit schwerer für baö Heil der katholische» Kirche erschienen sein, als die Vorgänge in Baden, trotzdem, daß sie ihm nur durch ganz eyiseilige und unrichtige Schilderungen nahe gebracht wurden. (Fortsetzung folgt.) Iur Geschichte des Cages. Karlsruhe, 26. Aug. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben gnädigst geruht, die Amtörevisoren Bonavenlura Mader in Konstanz, RechuungSrakh Michael Schuster in Karlsruhe, Adam Donsbach in Kork, Joseph Gantner in Haslach, Wilhelm Knaus in Eberbach, Franz Joseph Rothmund in Wolfach, Matihäuö Engeffcr in Enge», und Christoph Steinmetz in Sinsheim — den Letzter« auf sein Ansuchen und diö zur Wiederherstellung seiyer Gesundheit — in den Ruhestand zu versetzen. Seine Königliche Hoheit der Großhcrzog haben Sich ferner gnädigst bewogen gefunden, aiit dem 1. Oktober l. I. die Nachfolgenden als Gerichtenvlaec zu ernennen: bei dem Amtsgericht Konstanz den Amtörevisor Jakob Anton Stoll in Staufen, bei dem Amtsgericht Radolfzell den Amtsrevisor Bartholomäus Leonhard daselbst, bei dem Amtsgericht Meßkirch den Amtsrevisor Karl Merket daselbst, bei dem Amtsgericht Stockach den Amtsrevisor Christian Walker daselbst, bei dem Amtsgericht Engen den Amtsrevisor Hermann Bodcmüller in Ueberlingen, bei dem Amtsgericht Waldshut den Amtsrevisor Friedrich Schrott daselbst, bei dem Amtsgericht Donaueschingen den Amtsrevisor Joseph Zamponi daselbst, unter Bclaffung seines Charakters als Rcchnungörarh, bei dem Amtsgericht Staufen den Kommunrevisor Johann Friedrich Scvin in Freiburg, bei dem Amtsgericht Breisach den Amtsrevisor Wilhelm Schlachter daselbst, bei dem Amtsgericht Freiburg den Stadtamts-Revisor Norbert Hermanuz daselbst, unter Belastung seines Charakters als Rcchnungsrath, und den Landamts-Rcvisor Christian Aberle daselbst, unter Belassung seines Charakters als Rechnungsrath, bei dem Amtsgericht Neustadt den Amtsrevisor Gabriel Reichert daselbst, unter Belastung seines Charakters als Rcch- nungörath, bei dem Amtsgericht Walbkirch den Amtsrevisor Heinrich Kaiser daselbst, bei dem Amtsgericht Emmendingen den Amtsrevisor Theodor Hitzig daselbst, bei dem Amtsgericht Kcnzingen den Amtörevisor Karl Theodor Müller in St. Blasien, bei dem Amtegericht Schopfhcim den Amtsrevisor Ludwig Wilhelm Gmelin daselbst, bei dem Amtsgericht Lörrach den Amtsrevisor Friedrich Kiefer daselbst, bei dem Amtsgericht Müllheim den Amtsrevisor Gustav Hammetlcr daselbst, bei dem Amtsgericht Lahr de» Amtsrevisor Ludwig Karl Glaßner in Keiizingen, bei dem Amtsgericht Offcnburg den Amtörevisor Philipp Jakob Schmitt daselbst, bei dem Amtsgericht Gengen- bach den Amtörevisor Joseph Anton Provence daselbst, bei dem Amtsgericht Oberkirch den Amtsrevisor Alois Vogel daselbst, bei dem Amtsgericht Ackern den Amtörevisor Hermann Höscr daselbst, bei dem Amtegericht Bühl den Amtörevisor Franz Blaker daselbst, bei dem Amtsgericht Baden den Amtsrevisor Wilhelm.Grimm daselbst, bei dem Amtsgericht Gernsbach den Amtörevisor Karl Friedrich Vollrath daselbst, bei dem Amtsgericht Rastatt een Amtörevisor Ludwig Greiffenberg daselbst, bei dem Amtsgericht Karlsruhe den Stadtamts-Revisor Georg Gerhard daselbst, unter Belassung seines Charakters als Recknungsralh, und den Amtsrevisor August Wilhelm Mayer in Rheinbischosöheim, bei dem Amtsgericht Ettlingen den Amtsrevisor Jakob Laumann daselbst, bei dem Amtsgericht Durlach den Amtörevisor Karl Gottfried Reiff daselbst, bei dem Amtsgericht Bruchsal den Amtsrevisor Georg Jauch daselbst, bei dem Amlögerickt Brette» den Amtsrevisor Karl Friedrich Ar- ropäuö in Sckönau, bei dem Amtsgericht Pforzheim den Amtsrevisor Christian Sauer daselbst, bei dem Amtsgericht Mannheim den Amtörevisor Wilhelm Friedrich Winther daselbst, unter Bclaffung seines Charakters als Rechnungsrath, bei dem Amtsgericht Ladenburg den Amtsrevisor Karl Bayer daselbst, bei dem Amtsgericht Weinheim den Amtsrevisor Mar Hecht daselbst, bei dem Amtsgericht Heidelberg den Amtsrevisor Karl Stark in Mosbach, bei dem Amtsgericht Neckargemünd den Amtsrevisor Karl Dufner daselbst, bei dem Amtsgericht Neckar- bischosshcim den Amtsrevisor Johann Ludwig Meyer daselbst, bei dem Amtsgericht Eberbach den Amtsrevisor Mar Schwarz in Walldürn, bei dem Amtsgericht Mosbach den Amtsrevisor Valentin Heisch in Schwetzingen, bei dem Amtsgericht Tauber- bischofSbeim den Amtsrevisor Johann Höge daselbst, bei dem Amtsgericht Gerlachöheim den Amtsrevisor Franz Kubn daselbst, bei dem Amtsgericht Wertheim den Amtörevisor Heinrich Moser daselbst. Heidelberg, 24. Aug. Die diesjährige Versammlung deutscher Architekten und Ingenieure wird in den ersten Tagen des September hier statkfinden, und werben, wie wir vernehmen, Männer hier eintreffen, die in den genannten Fächern als bedeutende Autoritären rühmlich bekannt sind. Von Seiten der Sradt wird eine ehrende Begrüßung erfolgen und der Ge- meinderath hat bereits erwogen, in welcher Weise man sich bei dem Feste und Festmahl betheiligen will, welches den wer- thcn Gästen veranstaltet werden soll. Mannheim, 26. Aug. Nach dem dieser Tage ausge« gebenen Jahresberichte des Vororts des badischen Landes- Schützenvereinö gehören 66 badische Schützengesellschaflen zu - 418 — dieser Vereinigung. Dieselben hatten am 1. Juli d. I 2866 Mitglieder und waren darunter 1087 Mitglieder trö Deutschen SckützenbundcS, welcher außerdem »och 52 weitere Mitglieder in Baden zählt. Diese starke Betheiligung ist der beste Be, weiS dafür, welchen Anklang daö Schützenweien in unscrm Lande findet und muß solche von jedem Vakerlandsfreunoe mit Freude begrüßt werben. Der Landesverein hakte im Jahre 1863/64 eine Einnahme ans den laufenden Beiträgen der Mitglieder zu 12 kr. pr. Kops von fl 573. 12 kr., sonstige Einnahmen und bezahlte Rückstände fl. 10. 36, einen Caffen-Vor- rath von voriger Rechnung von fl. 31. 8 kr., zusammen fl. 614. 56 kr. Die Auslagen beliefe» sich auf fl. 261. 12 kr., so daß ein Casscn-Rest von fl. 353. 44 kr. verblieb. Die von S. St. H. dem Großherzog Friedrich zu Gunsten unbemittelter Schützen gewachte Stiftung beläuft sich augenblicklich auf fl. 1708. Mannheim, 25. Aug. Herr L. Mergenthau hier bat nun auch ein Pareiit von der herzoglich Sachsen-Meiningen- schen Regierung auf die Fabrikation der Fichtennaeel-Cigarrcn erhalten. Amberg, 23. Aug. Gestern Abends zwischen 9 und 10 Uhr entstand in VilSeck Feuer, welches bis zur Stunde (Vormittags 10 Uhr) noch forkdauern soll. 23 Gebäude, die Nebengebäude nicht eingerechnet, sollen schon ein Raub der Flammen firn, darunter daö Forstamtsgebäuee und daö Rath» haus. Berlin, 24. Aug. Nach der Wiener Correspvndcnz der „Bank- und Hdls.-Ztg." ist man in Wien über einen Antrag beim Bundestage, betreffend die Zurückziehung der Ere- kutionstruppen, einig geworden. Die Oesterreicher gehen »ach dem Abschluß deS Friedens ganz aus den Herzogthümern zu« rück; die Preußen werden in reduzirter Stärke gewisse Post» tionen zur Sicherheit des Landes beseht halten. Berlin, 24. Aug. Die „Kreuzztg." tbcilt mit, daß der Kriegsminister v. Roon auf Einladung des Kaisers der Franzosen sich in daö Lager von Chalvns begeben wird. — Der König von Hannover soll leidend sein. Wien, 26. Aug. Die „Gcneralkvrrcspondenz" vernimmt, daß gestern die Friedcnökönferenz zwischen den deutschen Großmächten und Dänemark begonnen und heute bereits die zweite Sitzung stattgelunden hat. Hamburg, 26. Aug. Den »Nachrichten" wird aus Lübeck vom 25. mitgethcilt, daß der preußische Avisodampfer »Gr>ll(» gestern auf der Trave festgerathen und noch nicht wieder flott geworden sei. Lübeck, 23. Aug. Die preußische Flotille, welche im Hafen von Travemünde erwartet wurde, ist heute Nachmittag um 4 Ubr 12 Minuten daselbst augekommen; sie besteht aus drei Korvetten und fünf Kanonenbooten. Aus S chleS wig.Hol stein, 21. Aug. Die in Jül- land und den Herzogthümern jetzt befindliche preußische Armee ist durch die Entlassung aller Landwehr-Soldaten und vieler Reservisten in der ietzken Woche um etwa 5000 Mann verringert worden. Alle Bahnzüge aus dem Norde» bringen Hunderte zurückkehrender Soldaten, und gestern marschirten zwei Kolonnen von ungefähr 2500 Mann Stärke, ouö den verschiedensten Waffengatiuiigen zusammengesetzt, durch Altona, um die Nacht in Hamburg cniquartirk zu bleiben und heute den Rückmarsch in die Heimath anzutreten. Weitere derartige Marschkolonnen werben in den nächsten Tagen Nachfolgen, da die Entlassenen von den oben in Jütland stehenden Trup- pentheilen noch zurück sind. Sonder bürg, 22. Aug. Daö erste Verzcichniß der bei dem hiesigen Komitee zur Unterstützung der kriegöbefchädigtcn Alseuer eingegangenen Gaben weist bis zum 3. August eine Totalsumme von 107,255 Mk. Crt. 6'/« Sch. auf. Hierunter befinden sich 35,000 Mk., die vom schleöwig-bolsteinilchcn Verein in Hamburg zu Unterstützungen, und 25,000 Mk., die von demselben Verein alö Darlehen aus der Herzog-Fr,cdrich» Stiftung eingcschickt worben sind. Kopenhagen, 23. Aug. Der Bericht des Kriegsmi- nisteriumö über de» Angriff auf Alsen, am 29. Juni, ist j-tzt veröffentlicht. Danach betrug der Verlust der Besatzung Ä!- senö im Ganzen 75 Offiziere und 3126 Unteroffiziere und Gemeine. Sämmtliches Positionsgeschütz, mit Ausnahme von 3 Stück, sowie 30 Pferde und 20 Wagen gingen verloren. Newyork, 12. Aug. Die Rebellen übergaben dos Fort Gaines und sprengten Fort Powell in die Luft. Die Reb-Ben- flolte wurde theilö in den Grund gebohrt, thrils genomu:.en. Miszellen. * Ein interessantes Beispiel von der Klugheit seiner Race lieferte diesen Sommer den Einwohnern Rostocks ein dortiger Hund. Derselbe war nämlich schon seit Jahren regelmäßig mitgenommen worden, wenii sein Herr die Badezeit hindurch täglich auf einem Dampfer nach Warriemüttte hinausfuhr, um am Abend wieder zurückzukeyrcn. In einer Restauration in Warnemünde, welche der Herr ausschließlich srequentirle, war nun auch der Hund ein aller Bekannrer und Stammgast geworden, der in der Küche derartig tradtirl wurde, daß die Badesaison aus sein körperliches Befinde» jedesmal den wohl- thäligsten Einfluß ausübte. Nun begab sich'S in diesem Sommer, daß der Herr genöthigt war, seine Badesahrtcn auszu- setzen, worüber der Hund außerorteiitlich unglücklich war. Am ersten Tage begnügte sich daö Thier damit, ungeduldig umhcr- zurcnnen, den Herrn aufzusuchen und alles aufzubieren, um ihn förmlich zur Reise zu drängen. Alö dieß jedoch nichts fruchtete, beschloß er auf eigne Gefahr nnd-Hosien die Badereise zu machen. Er ging von nun an täglich um die gewöhnliche Zeit der Abfahrt »ach dem Hafen hinab, lauerte hier an dec Stelle, wo der Dampfer angelegt halte, bis zum dritten Mül geläutet worden war, und schlich sich jetzt, wenn gerate da» größte Gedränge auf der Brücke war, im Anschluß an > -» ersten besten Passagier an Bord. Hier versteckte er sich leiwt, stieg in Warnewüttde vorsichtig aus, restouririe sich am bekannten Orte aus's beste, und fuhr kann ebenso selbstständig zur Nacht wieder nach Hause. So halte er eS längere Zeit getrieben, ohne daß sein herrenloses Thun und Treiben bemerkt uud bekannt wurde. Später legte man ihm mancherlei Hindernisse in den Weg, die er aber alle auf die meisterhafteste Art, manchmal in höchst komischer Weise, zu überwinden wußte, bis man ihn endlich ungehindert vbnc Billet reisen ließ. Er ist jetzt ein bekannter Liebling teö Rostocker Publikums. Mannheim, 25. Aug. (Mannb. Börse.) I» Weizen und Roggen waren die Umsätze beschräukl bei unveränderten Preisen. Gerste in schöner neuer Waare blieb gut gefragt und wurde lebhaft gchaiidelc. Mehl fand nur in kleinen Posten Abzug. In eff. Rüböl kam es zu keinen bedeukenkeii Umsätzen; per Oktober besser beachtet. Leinöl ziemlich geschästs» loS, doch preishaltend. Spiritus ruhig. Petroleum unverändert Hcilbronn, Spelz 3 fl. 47 kr. t Pistolen Mo. Preuß. Holl. lyfl.-Stücke Rauvk-nkaren Leucht - Mittel pr eise. 24. August. Korn 3 fl. 15 kr. Gerste 3 fl. 18 kr. Walze» 5 fl. Hafer 3 fl. 4l kr. eankfurter /, Engl. Sonoeraiufl >i. 49-53 9. 49-50 Nusstjche Imperialen 9. 43 45 5. 34-35 Dvjlars in Gold 2. 27'/,-28'/z Ncdigirt, Druck und Verlag von D. Pfisterer in Heidelberg.