er KrnLbote ♦ Verkündungsblatl der Großherzogl. Bezirksämter Sinsheim und Eppingen und der Großherzogl. Amtsgerichte Sinsheim, Neckarbischofsheim und Eppingen. Jis 14. Ommerstag. den 1. Februar 1866. [126] Belehrung. Nr. 109. Den Keuchhusten (oder blauen Husten) betr. 1) Zufälle und Verlauf. Im Anfänge find die Zeichen eines gewöhnlichen CatarrheS, Husten, Schnupfen, Mattigkeit, gelindes Fieber, wobei ein schärferer Ton den Husten vom gewöhnlichen unterscheidet. Nack einer Zeit von 2—4 Wochen erscheint der eigenthümlichr Keuchhusten. Der anfängliche Husten wird seltener aber heftiger und anhaltender mit pfeifendem, keuchendem Tone. Der Anfall kündigt sich dem Kinde mit Aengstlichkeit und Beengung der Brust an, so daß eö sich schon vor dem Husten irgendwo anzustemmen oder festzuhallen sucht. Während des Hustens röthet sich das Gesicht, cs kann Nasenbluten und Erbrechen von Schleim und Speisen cintretrn. 2) VorbauungSmittel. Der Keuchhusten kann durch besondere Luftbeschaffenheil entstehen, verbreitet sich aber mehr durch Ansteckung, weßhalb gesunde Kinder möglichst vou den kranken zu entfernen sind. — Wo der Keuchhusten herrscht, kleide man die Kinder mit Rücksicht auf die Jahreszeit warm, hüte sie vor Zugluft, halte sie bei naßkalter windiger Witterung zu Hause; bei guter Witterung ist dir freie Luft zu genießen; aber ohne schnellen Wechsel vom geheizten Zimmer in die kalte Luft. 3) Wartung und Pflege der kranken Kinder. Das beschriebene Verhalten ist fort- zusetzen, kaltes Getränke zu meiden, dagegen überschlagenes Zuckerwaffer ober Brustkhce zu geben. Zu große Wärme im Zimmer ist schädlich, das Zimmer mit dem Weißzeug werde fleißig gereinigt, daS Zimmer oft aber mit Vorsicht gelüstet, der Körper Morgens und Abends mit lauem Wasser gewaschen und gut abgelrocknet. Bei trockener, warmer und windstiller Witterung ist der tägliche Genuß der freien Luft sehr zuträglich, im entgegengesetzten Falle schädlich. Die Nahrung bestehe aus leicht verdaulichen Speisen und Getränken, Kaffee und andere erhitzende Get'äiike wie Bier, Wein sind gänzlich zu meiden. Ist der Hustenansall so heftig, daß Erstickungsgcfahr droht, so hilft gelindes Klopsen auf den Rücken oder Besprengen des Gesichts mit etwas kaltem Wasser; ganz junge Kinder hebt man im Bett in die Höhe während r-S Hustens. Bei gelindem Verlauf ist im Allgemeinen Arzneigebrauch nicht nörhig. Wenn sich aber zu dem Keuchhusten noch andere Krankheit z. B. Brustschmerzen, an- anhaltenke Engigkeit, trockener Husten, wiederholtes Fieber im Anfang oder im späterem Verlaufe der Krankheit gesellt, dann kann der Zustand gefährlich sein und ist unverzüglich ärztliche Hilfe zu suchen. Sinsheim, een 27. Januar 1866. Der Grvßherzvglichc Bezirköarzt. __ Hack. _ [128] Bekanntmachung. Die Vorbildung der Schulaspiranten betr. Nr. 268. Im Hinblick auf di« Verordnung Großherzoglichen Ministeriums des Innern vom 13. Dezember 1836, I, 3) werden diejenigen Lehrer des SchulkreiseS, welche nicht schon im Laufe dieses Monalö über ihre dem Schulfache sich widmenden Zöglinge berichtet haben, hiermit aufgefordert, binnen 3 Wochen über die Fortschritte und das sittliche Verhalten der ihrer Leitung untergebenen Schulaspiranten unter Angabe des Tages der Geburt, der Heimalh, Dauer der Vorbildung und der Vermögensverhältnisse derselben Bericht hierher zu erstatten. Mosbach, den 29. Januar 1866. Großherzogliche Kreisschulvisttakur. Fries. eueranzünder billigst bei [119] | Earl Fischer, Sinsheim, j [127J Mtchelfeld. Fahrnißversteigerung. Montag den ü. Februar l. Js., 9 Uhr Vormittags an- _ __ ifangeud, läßt der hiesige Bürger Jakob Freitag, in Folge Erbtheilung öffentlich versteigern: 1) Ein Pferd (6jährig Wallache), 2) zwei Kühe, zwei Rinder, rin Räup- ling, 3) zwei Schweine, 4) zwei Wagen, Pflüge, Egge und Walze, 5) 100 Ctr. Stroh, 6) 50 -- Heu, 7) 250 - chenregiment von Leuten mißbraucht wird, die unter dessen Nam>» ihre antisoclalen und anlinalionalen Bestrebungen auch in Baden zur Geltung bringen wollten. Wir haben es d»n hispanischen, hebräischen und mittelalterlichen Politikern dieser Clique zu verdanken, daß cS trotz der gesunden und bessern Naiur eines guten Theils unserer Geistlichkeit dahin kommen konnte, wohin unS der wilde kirchliche Fanatismus geführt hat. Um so mehr freuen wir unö, daß endlich auS der Mine der einsichtsvollen besonnenen Angehörigen deö geistlichen Standes selbst dem unheilvollen Streben jener Clique ei» Absagr» bries zugesandl wird, und daß wenigstens einige sich crmutyi» gen, zur Rückkehr, zur Besonnenheit zu mahnen. Einer dieser würdigen Geistlichen har dies an heiliger Stelle, im Freiburger Münster, in seiner Predigt am Vorabend des neuen Jahres in würdiger Weise ausgesprochen, indem er erklärte, daß cS in der bisherigen Weise nicht forkgehen könne; eS sei beider, seits gefehlt worden, und er bitie daher für das, waS die Kirche gefehlt, um Nachsicht und Verzeihung. Dieser würdige Geistliche, durch Milde und Versöhnlichkeit seiner Ansichten längst bekannt, ist cm Neffe des greisen Erzbischofs, der ihm neueidingö sei» ganzes Vertrauen schenkt. Aber nicht blos ? dicS; wir vernehmen auch auö guter Quelle, daß in der Milte deö erzbischöflichen Ordinariats eine Wendung zum Bessern nach Geltung strebe, indem einzelne besonnene Mitglieder die Rothwendigkeit erkennen, dem Staate entgegen zu kommen, 55 — und unter annehmbaren Bedingungen eine Verständigung an« zubahnen. Wir glauben nickt zu irren, wenn wir annehmc», daß das im Ganzen befriedigende Resultat der vor wenigen Tagen in Karlsruhe staltgehablen Berathungen über den Ent» wurf des Sckulgesetzes, denen auch ein Vertreter des Frei» burger KirchenrcgimentS beiwohnte, dem berührten Umstande zuzuschreiben ist. — Se. kais. Hoh. der Herzog von Leuchtenberg ist zum Besuche hier angekommcn. — Wie man vernimmt, ist die Budgetkommission der 2. Kammer der Stände auf den 5. Fcbr. »lnberufen. Voraussichtlich werden dann in nächstfolgender Woche die Kammern wieder ihre Arbeiten aufnehmcn. , - — Die dahier versammelte Postkouferenz hat sich insofern für eine Ermäßigung der Briefportos erklärt, als die dritte Zone ganz wegfallen und die erste auf 20 Meilen erweitert werden soll. Demnach würde der einfache Brief bis auf 20 Meilen 3 kr. und auf jede weitere Entfernung 6 kr. kosten, p In Wcilcrsbach, Amts Villmgen brannte am 25. d. ein Wohnhaus mitOekonomiegebäude» nieder, ebenso in Schluchsee bei St. Blasien und am 26. in Heppach bet Ueberlingcn. In der Nacht vom 22. aus 23. b. ist ein Wolf in den unbewachten Pferch des Schäfers Volk zu Wind, sch buch unweit Borberg eingedrungen und hat die ganze Sckafheerde zersprengt. 5 Stück waren so verletzt, daß sie geschlachtet werden mußten. 3 Stück fand man todt, wovon eines fast ganz aufgezehrt war. Radolfzell, 26. Jan. Heute wurde ein Mädchen ein. gebracht, das sein Kind, welches eö in Singen geboren, gleich nach der Geburt in den Abtritt geworfen. — Heute versuchte rin Bahnwärtcrsfrau ihr schon ein halb Jahr altes Kind durch die Lokomotive tödtcn zu lassen. Glücklicher Weise wurde bas Kleine gerettet, die unmenschliche Mutter aber verhaftet. ^ Dieselbe steht im Verdacht vor 4 Jahren, damals noch ledig, ihr »eugeborncs Kind in den Mühlbach geworfen zu haben, die Geschickte drang damals nicht in die Oeffentlichkeit und wird sich wohl jetzt etwas lichten. In München zirkulirt das Gerücht, welches aber sehr unwahrscheinlich klingt, Prof. Blunischli in Heidelberg daS Portefeuille des Ministeriums des Innern anzutragen. Würz bürg. Wie die Wölfe im Odenwald und bei Miltenberg es auf Schafe abgesehen haben, so scheint ein anderes Raubtbier sein Augenmerk aus Hunde zu legen. In einer der letzten Näckte wurden bei Theilheim deren 4 zerrissen und ein großer Schäferhund fast ganz ausgefressen, einen weiteren fand man theilweise aufgefressen bei Gerolzhosen im Walde. Was für ein Tdier der Tbäker war ist noch nicht ermittelt. Der Kaiser und die Kaiserin von Oesterreich sind am 29. Jan. in Pesth angekommrn und mit Begeisterung em« psangen worden. London, 25. Jan. In den Kohlenwerken bei Wigau haben wieder 30 Arbcirer durch eine Gasexplosion das Leben verloren; die Ursache ist noch nicht ermittelt, da man an den Lampen keinen Fehler entdeckte. Neuyork. Eine Räuberbande hat sich auf dem Flusse Alabama eines SchisieS bemächtigt, das mit 1000 Ballen Baumwolle belade» war. Die deutsche Feuerversicherung auf Gegenseitigkeit. Die -»Mannheimer Familienblätter-- schreiben: Eine der wichtigsten Fragen für jeden Familienvater bleibt wohl immer die, wie und bei welcher Gesellschaft versickere ich mein Eigenthum gegen Feuerögcsahr und wo finde ich die Interessen meines Hauses und meiner Familie im Unglücksfalle am Besten gewahrt? Versichert Euch! ruft der Lahrer hinkende Bote zu. Betrachten wir deshalb die Versicherungsverhältnisse in Baden vom unparteiischen Standpunkte, aber mit ehrlichem, offenen Visir, etwas genauer. Im Mannheimer Adreßkalender stehen nicht weniger als 20 ausländische Spekulativ»«. Feucrversichrrungs-Gesellschaflen und darunter 8 preußische, der Reihe nach aufgeführt, welche zusammen durch etwa 6000 Agenten und Unteragenien im Lande die Lorthcile, di» sie angeblich den bei ihnen Versicherten bieten, im rosigsten Licht auszumalen suchen und ihr für bas Volkswohl, in ehrlichem Mannheimer Deutsch aber gesagt, für ihren Geldbeutel — so sehr eingenommenes Herz, dem Bürger gerne entgegen getragen sehen möchten. Da prangt die eine, mit einer surchlba. ren langen Zahlenreihe von Grundkapital, was sich auf dem Papier sehr schön gedruckt, auch sehr schön ausnimmt, die andere mit kolossalen Reservefonds, die natürlich die Versi. chertcn alle haben bezahlen müssen, von den bedeutenden Dividenden, welche die Aktionäre nebst Zinsen jährlich beziehen, noch gor nicht zu reden, so daß jede in den Augen deö Pub. likumS gerne als die Beste angesehen sein möchte. Daß auf diese Weise aus unserem schönen Lande Baden jährlich ungeheure Summen ins Ausland fließen und sich die Herren Aktionäre bei Austern und Champagner ganz wohl sein lassen, daS Adschneiden der hohen Dividendencoupons, namentlich bei stürmischem trübem Wetter, am warmen Por- zellanvfen sitzend, für durchaus keine beschwerliche Arbeit an» sehen, wird selbst der Befangenste leicht begreifen können. Diesen gewinnsüchligeu SpekuIationSgeseUschasten gegenüber, hat sich nun zu Luowigshafcn a. Rh. vor etwa zwei Jahren eine auf den richtigsten volkswirthschaftlichen Grund, satzen basiere FeuerversicherungSgenossenschast, d. h. ei» Der, rin, in dem jeder Beigetretcnc --Aktionär« mit seinem Ver. sicherungskapital ist und den Gewinn selbst wieder rinstreicht, gebildet, und wie sehr derselbe, seit seinem kurzen Bestehen, sich der Gunst des Publikums zu erfreuen Hane, mag man leicht daraus ersehen, baß bereits über 15,000 Mitglieder mit ihrem VersicherungSkapital ihm beigetreten und derselbe von Tag zu Tag in der progressivsten Weise an Ausdehnung gewinnt. Daß der Neid, die Mißgunst wie Bosheit nun alles Mögliche ersinnt, um die deutsche Genossenschaft in den Augen des zu versichernden, über die VersicherungS-Verhält. niffe aber durchaus noch im Unklaren sich befindenden Publi» kums, herabzusetzen und zu verlaumden, mag die, in den ba. bischen Blättern in letzter Zeit gezeigte feindliche Thätigkeit am Klarsten beweisen. Die schlechtsten Früchte sind eö nicht Woran die Wespen nagen. — Der badische Bürger wöge übrigens diesem Getreide keinen Glauben schenken, die au dem Vereine bereits Betheilig, len, mögen sich vollkommen beruhigt fühlen, und den Wau- Wau, ren man ihnen bezüglich der Nachzahlungen rc. vorzu« gauleln sucht, als das betrachten, waö es eigentlich ist: Kampf tes vermoderten Alten mit dem besseren Neuen. — Daß jedes Verstchcrungsgeschäft, bei halbwegs guter Leitung, rin lukra. tiveö ist, wird der hohe Stand der Gesellschafts-Aktien am Besten zu erklären im Stande sein. Nehmen wir nun einen Brandschadenfall an und fragen wir uns, welche Vorlheile gewährt hier dem Beschädigten die deutsche Feuerversicherung a. G. gegenüber einer Spekulationö, gejcllschasl. Bei einer auf Gewinn gegründeten SpekulationS, gcselljchaft wird derselbe rein objektiv behandelt — gibt die Kuh Milch, wird sie gemolken, ist sie ausgcmolken, wird sie geschlachtet — denn waö liegt den Aktionären, die in Köln, Belgien, Batavia oder Gott weiß wo wohnen, daran, ob z. B. der Hans-Jörg in Neckarau im Unglückssall seinen Schaden erhält oder nicht, wenn ihm nur die Direktion recht viele Dividenden auszahlt, sind sie mit derselben zufrieden und — 56 drücken derselben ihren Dank für das gute Geschäft aus — armer HanS-Jörg! — während derselbe bei der Genossenschaft — gleiche Brüder, gleiche Kappen, — auch ein Wort mitzu- reden hat. Entspricht ihm die Schadenermittlung durch den Beamten nicht, so weiß er wa« er zu tbun hat, nämlich mit reiner Police, die zugleich Eintrittskarte ist, auf die alljährlich zu LudwigShafcn am Montag nach dem ersten Sonntage nach Pfingsten abzuhaltende Versammlung des Vereins zu gehen und seine Beschwerde öffentlich vorziikragen oder vortragen zu lassen und diese, da ihr Interesse mit dem seinigen Hand lu Hand geht, wird ihm schon sein Recht zu verschaffen wissen, im Falle ein Beamter sich eines Fehlers hätte zu Schulden kommen lassen. Die Verwaltung der Genoffenschask muß und kann daher aber auch kein anderes Ziel iw Äuge haben, als die Interessen ihrer Genossen, da sie ja keinen großen Gewinn von denselben machen kann und Älleö dem großen Ganzen ja wieder anhcimsällt, »n der uneigennützigsten und loyalsten Weise zu wahren und somit auch beireffenden Falle« unserm Hans-Jörg feinen vollen Schaken wieder ersetzen zu helfe». Die Genossenschaft gleicht hierin ganz einem Kranken» verein, hier bekömmt der Kranke Doktor und Apotheker bi« zu seiner Genesung, und dort rm UnglückSsalle seinen vollen Schaven bezahlt, was übrig bleibt gehört wieder dem Verein. Denken wir unS nun sämmtliches Vermögen in Baden befände sich bei der Genossenschaft »> Versicherung, was wäre die Folge? — Nicht nur, daß daö Land Huncerlrausrnde jähr- lich ersparen könnte, nein, daß nach Abzug aller Verwaltung«- kosten, Entschädigungen, der badische Bürger noch nicht den zehnten Theil, waS er gegenwärtig bezahlt, zu entrichten hätte und sämmtliche Feuerwehren Badens zu dem noch auj Vereins- kosten erhalten werden könnten. Die Stabt Mannheim würde jährlich gewiß über fl. 50,000 ersparen können und bei der großen Zukunft die daö Genossenschaftswesen in sich birgt, alö Genossin im großen Bunde, so den sehnlichsten ihrer Wünsche, eine Feuerversicherung für sich zu bilden, mit der Zeü erfüllt sehen. So wie wir es für unsere heilige Pflicht ansehen, überall das Neue, wenn eö wirklich gut ist, aus'« Wärmste zu empfehlen, ebenso erwarten wir zum Wöhle unsere» HeimathlandeS von der freien badischen Presse, daß sie bleiem gemeinnützigen Vereine und seinem schönen Wahlspruchc »Einer für Alle und Alle für Einen!« ihren vollen Beistand zu Theil werden lassen möge. Land- und Hauswirthschaft. — Mittel gegen Zahnweh. DaS folgende Mittel wird nicht leicht seinen Dienst versagen, wenn e» nach folgender Vorschrift angewendet wird. In ein >og. Stengelglaö oder irgend ein Glaö von nicht zu großer Weite wirft man ein Bäuschchen Baumwolle, das man aut Schwefelkohlenstoff getränkt hat und hält daö Glas auf die Stelle des Gesichts, die den schmerzhaften Zahn bedeckt. Nach wenigen Sekunden entsteht ein lebhaftes brennendes Gefühl, wobei die Haut leicht geröthek wird. In den meisten Fällen ist eine 10—15 Sekunden dauernde Einwirkung nach Beginn des brennenden Gefühls hinreichend, um den Schmerz zu beseitigen. Stellt sich das Zahnweh wieder ein, so ist eine nochmalige Anwendung nolhwendig. Der üble Geruch desselben ist leicht zu vertreiben, durch Auöluften deö Zimmers während wenigen Minuten. Miszellen. * In Kiel, Königsberg, Langfuhr bei Danzig, Schönrade, Grünwlese, Nonnenhausen und Tübingen hat man trichinen» kranke Schweine gesunden. In Langfuhr und Nonnenhausen sind mehrere Personen trichinenkrank. * In einem Dorfe in der Nähe von Halberstadt wurden in einem Schweine, welches einem Bauer gehörte, Trichinen oufgefunden. Dem Bauer wurde von der Gemeinde daö Schwein zum vollen Werche obgekauft und darauf daö trichinöse Thier eingcgraben. Am nächsten Morgen war daö Schwein auögegrabea und gestohlen. Es war verabsäumt worden, wie daö sonst in solchen Fallen zu geschehen pflegt, den Kadaver mit Kalk zu bedecken. Ob daS gestohlene Fleisch anderweit verkauft worden ist, hat nicht ermittelt werden können. Ne »York, 9. Jan. Gestern war hier der kälteste Tag seit 60 Jahren.^ Um Mitternacht stand das Reaumür'iche Thermometer auf 20° unter Null, um 7 Uhr Morgens noch aus 19°. In Ulica (Staat Neuyork) hatte man 28° unter Null R. Mannheim, 29. Jan. (Mannh. Börse.) Weizen und Gerste verkehrten in lebhafter Stimmung und haben im Lause der Vorwoche, namentlich in Gerste, die Zufuhren aus den Platz und die Verladungen nach dem Niederrhein sehr bedeutende Dimensionen angenommen. Auch Haber war gut gefragt u,Nd finden fortwährend belangreiche Umsätze nach Frankreich statt; Roggen dagegen weniger beachtet. Preise fest. Mehl wurde nur für den nächsten Konsum gekauft zu seitherigen Preisen. Rüböl und Leinöl ziemlich ruhig. Für Kleesaamen mehr Nachfrage. Preise behauptend. — Weizen, hiesiger Gegend, fl. 10. 15 G., fl 10. 30 P-, fränkischer, fl. 10. 30 P., ungarilcher, fl. 10. 15 P., Roggen, eff., fl. 8. G-, fl. 8. 15 P., ans Lieferung per März fl. 8. 30 P., Gerste, effektiv, hiesiger Gegend, fl. 8. 50 G., fl. 9. 15 P., fränkische, fl. 8. 45 P., Württemberg., fl. 8. 20 G-, fl. 8. 24 P., französiiche, fl. 9. 30 P., Hafer, eff., fl. 3. 50 G., st. 3. 54 P-, Kernen, fl. 10. 45 P., Kohlrepö, hierländ., fl. 29 P., Bohnen, fl. 12. G-, fl. 13. P., Linsen, fl. 13. biö fl. 15. P., Wicken, fl. 10. 30 G., fl. 12 P.. Erbsen, fl. 10 P, Kleesaamen, deutscher, prima, fl. 31. 30 G., fl. 33. P., Secunda, fl. 30. P., Luzerner, französischer, fl. 28. bis fl. 31 P., Esparsette, st. 9. P., Leinöl, effektiv, in Parthieen, Inland, fl. 25. P., faßweise, fl. 25. 30 P., Rüböl, eff., in Partbieen, st. 32. 30 P., Weizenmehl, No. 0, fl. 11. P., No. 1 fl. 9. 15 P., No. 2, fl. 8. 15 P., Branntwein, eff., transit, fl. 17. P., Sprit, transit, st. 39 bi« 40 P. Durlach, 27. Jan. Weizen 4 fl. 39 kr., Kernen 4 fl. 59 kr., Gerste 3 fl. 48 kr., Haber 3 fl. 41 kr., Erbsen 10, Linsen 8, Bohnen 9 kr. das Meßlein, Butter 29 kr., 5 Eier 8 kr., 1 Sester Kartoffeln 18 kr., 1 Ztnr. Heu 3 fl. 12 kr. 100 Bund Stroh 30 fl. Goldkörner. Brichst Du Dir ab in kleinen Dingen, So wird auch Größ're» Dir gelingen, Und weißt Du das Erlaubte selbst zu meiden, So wirst Du leichter vom Verbot'nen scheiden. frankfurter Eourse. Pistolen 9. 43"/--44'/. dto. Prenß. 9. 56-57 Holl. lOfl.-Stücke 9. 50-51 Randdukaten 5. 36 20-Frank-Stücke 9. 28^-29'/, Engl. Souveräns 11. 51-53 Russtsche Imperialen 9. 45,-46 Dollars in Gold 2. 26-27 Itedigirt, Druck ut» Verlag von D. P fl-er er in Sinsheim.