für den Amtsbezirk Siushcim und llmgcbunst. \o Q"7 Erscheint Zmal wöchentlich, %JJt§ O / « Dienstag, Donnerstag, Zainstag. Samstag den 23. Juli EinriichnngSgebiihr: die einspaltige Zeile 3 kr. 1870. O Der Krieg. Unsere Leser wissen, welche Stellung die preußische Regierung gegenüber der Bewerbung des Prinzen Leopold von Hohen- zollern um den spanischen Königsthron von vornherein eingenommen hat: sie ist derselben durchaus fern geblieben. Eine ganze Reihe der untrüglichsten Beweise ist hierfür erbracht. Unter diesen Uinständcn hätte eine vernünftige Erwägung die französische Regierung von ihrer so geräuschvoll in die Welt geschleuderten Beschuldigung, daß die hohenzollernsche Kandidatur nur eine Intrigne Preußens gegen Frankreich sei, billig zurückführen sollen. Aber nein, man verlangte die Beseitigung der Kandidatur; wenn nicht, so bot man den Krieg. Prinz Leopold war nicht gesonnen, um seiner Persoll willen sein Vaterland in einen furchtbaren Kampf zu stürzen; er verzichtete auf die Thronbewerbung. Damit schien Alles geschlichtet; Ollivier, der französische Ministerpräsident, erklärte den Frieden wiederum für gesichert, alle Welt athmete auf von dem Alp der schweren Befürchtungen. Was aber thut das französische Kabinet? Es verlangt vom König von Preußen, daß er sich für alle Folgezeit verpflichte, den Prinzen des fürstlich hohcnzollernschen Hauses die Annahme einer spanischen Thronkandidatur zu verbieten, falls sie auf dieselbe zurückkoinmcn sollten! Ist jemals eine solche Forderung an einen selbstständigen Staat gestellt worden? Preußen soll sich dein Napoleoniden verpflichten zu Polizeidiensten, zu denen es seiner Verfassung nach gar nicht berechtigt ist, ja zu Potizeidiensteli, mittelst deren es das Völkerrecht verletzen, in die Selbstbestimmung einer befreundeten Macht eingreifen würde! König Wilhelm hat auf diese maßlose Unverschämtheit die einzig mögliche Antwort gegeben: er hat den französischen Gesandten nicht mehr empfangen, sondern ihm durch seinen Adjutanten mittheilen lassen, er habe ihin nichts mehr zu sagen. Damit war das Weitere enschieden ; Napoleon erklärte den Krieg. Wo ist ein Mann von gesunden Sinnen, der jetzt nicht erkennte, daß Frankreich den Krieg gewollt hat, gewollt um jeden Preis? Man rede uns nicht von den tausend Friedensversicherungen eines Ollivier! Blag er, der stets Dügirte, stets Mißbrauchte, hundertmal eine ehrliche Haut sein — die, welche ihm die Friedenspsalmcn eingeblaseu, haben nichts getrieben als Lug und Trug. Längst war man in den Tuilerien zum Kriege gegen Deutschland entschlossen; jetzt glaubte man auch den richtigen Vorwand gefunden zu haben. Eine ausschließlich preußisch- dynastische Frage — wo hätte man denn eine bessere Gelegenheit treffen können, Preußen die Herzen des übrigen Deursch- lands abwendig zu machen? Aber falsch gerechnet, ihr Herren, grundfalsch! Wenn immer an dieser spanischen Thronfrage ein dynastischer Beigeschmack hätte kleben mögen — sie ist abgethan. Heute handelt es sich nicht um Spanien, nicht um Hohenzollern, nicht eimnal um Preußen — nein, um Deutschland, um die Ehre der deutschen Nation! Was ist denn diese Eifersucht Frankreichs gegen Preußen anders, als der Groll, daß der Staat Friedrichs des Großen, der feste Kern, der in Jahrhunderten harter Arbeit sich zur deutschen Großmacht emporgerungen, endlich begonnen hat, unserm großen Volke zu schaffen, wonach es so lange vergebens sich sehnte: den starken und in aller Welt geachteten deutschen Staat? So weit die Weltgeschichte reicht, ist ein Urrecht gewesen, daß sich die Aienscheu von gleicher Sprache und Sitte verbanden, um in gemeinsamer Arbeit das Höchste an irdischer Wohlfahrt und sittlicher Größe zu erreichen. Und dieses Urrecht will man uns verwehren! Man hat es gewollt, da der vierzehnte Ludwig die gesegnete Pfalz in einen rauchenden Trümmerhaufen verwandelte; man hat es gewollt, da der erste Bonaparte das Land unserer Väter unter seine Füße trat; man will es heute, da man uns zumuthet, uns vor dem wälschen Cäsar im Staube zu wälzen! Wer, dem die Feigheit noch die Faust nicht lähmte, will da noch reden von einer preußisch-dynastischen Frage? Hier ist nicht Preußen, nicht Bayern, nicht Sachsen, nicht Schwaben, nicht Nord- und nicht Süddeutschland — nein, die Sache unseres ganzen, großen Vaterlandes ist es, die wir vertheidigen. Vor dem Richterstuhle aller Welt liegt es offenbar, daß nicht wir Deutsche es sind, die des Krieges Fackel angezündet; gerechte Nothwehr ist's, zu der wir greifen. Und so mögen sie denn kommen, die Legionen des Franzosenkaisers ! Ans die Erneuerung der Tage von Austerlitz und Jena hoffen sie in hockmüthiger Verblendung. Das deutsche Volk, kämpfend für seine Ehre und sein staatliches Dasein, es wird ihnen in einhelliger Kraft und Entschlossenheit zu begegnen wissen. Das tapfere Preußen wird die deutschen Heere führen, wird in gewaltig aufflammender Begeisterung seines großen Friedrich, seiner Scharnhorst, Blücher, Park und Gneisenau sich erinnern — wir Alle, die Stämme des Nordens und des Südens, werden in diesem heiligen Kriege kämpfen als treue Waffenbrüder, unzerreißbar verbunden unter der Fahne Deutschlands. Und dem deutschen Volke wird der Sieg verbleiben. Denn es ringt, wie die edlen Schaaren der Freiheitskriege, um sein Höchstes — die Ehre und Freiheit des Vaterlandes! Deutschland stark und stegesgewiß. K. Bereits ruht über Land und Volk jener tiefer schwere Ernst, welcher vcrhängnißvollen Entscheidungen im Gemüthe guter und gesitteter Menschen vorangeht. Ferne liegt den Badenern und den Deutschen jenes wüste Toben entfesselter Pöbelhausen, wie sie der beginnende Sturm der Revolution oder die heiße Begehrlichkeit der Kriegslust bei den Franzosen in den Vordergrund treten läßt. Eine fast feierlich gehobene Stimmung erfüllt die Herzen unseres treugesinnten, vaterlandsliebenden Volkes. Wohl ruht mancher schwere Kummer, manche bange Sorge in der Milte der Familien, wo der Sohn und auch mancher junge Gatte und Vater sich losreißt aus den Annen der Seinigen, um dem Rufe des Fürsten „zu den Waffen!" Folge zu leisten. So ziemt es einem braven und ehrenwerthen, die redliche Arbeit des Friedens und die Sitte des Hauses über Alles hochhaltendcn Volke. Aber nur der stille Hintergrund unseres heutigen Lebens ist von diesem schmerzlich-wehmnthvollen Bilde erfüllt. In der breiten Bewegung unserer städtischen Straßen, draußen in den Dörfern und überall, wo die Strömung des öffentlichen Lebens hervortritt, sehen wir eine hocherhebende, jedes Bangen und jeden Schmerz zurückdrängende Erscheinung. „Der Feind steht vor den Thoren, in wenigen Tagen können seine Schaaren unser in den Arbeiten des Friedens aufgeblühies Land über- fluthen!" ruft die Gewißheit der drohenden Gefahr, wie sie uns alle erfüllt. „Dieser Feind will sich aumaßen, unser Herr zu sein, wir Deutsche sollen uns gehorsam fügen unter die Launen der Pöbelmassen von Paris und seiner Despoten — das wäre unseres Volkes, seiner ruhmvollen Geschichte, seiner reichen Geistesbildung, seiner hohen und edlen Bestimmung unwürdig — wir werden mit einträchtiger Treue und deutscher Tapferkeit, wetteifernd der Süden mit dem wasfenstrahlenden Norden, diesen Kampf führen als die Vertheidiger der Gerechtigkeit, der Ehre und der Unabhängigkeit des großen Vaterlandes!" So ruft es aus allen Lebenskreisen, so blitzt es uns - 354 - entgegen aus den Angen der Männer, so trägt es der begeisternde Wiederhall von Gau zu Gau, von Land zu Land, wo Deutsche wohnen und ihre Seele erfüllt haben mit dem unver- lilgbaren ©Imtbm an die Tapferkeit und die mannhafte Treue unseres hochherzigen Volkes. Wunder bewirkt haben die anmaßenden Forderungen und Drohungen des Erbfeindes. Was bisher in tiefem Groll zerrisseit und feindselig einander entgegenstand, ist heute geeinigt im Aufblick zu den heiligen Pflichten gegen das Vaterland. Wer aus staatlichen Grundsätzen einer demokratischen Auffassung oder aus Gründen vorwiegend kirchlich-katholischer Natur dem starken, waffenmächtigen Preußen grollend entgegenstand, läßt heute seine Zweifel und Bedenken schwinden und vertagt seinen grundsätzlichen Widerspruch. Wie Ein großes, stattlich geordnetes Volk erhebt sich die Nation unter dem Kriegsbamter des Norddeutschen Bundes. Noch wenige Tage und weithin wird das Vaterland ge- wappnet stehen in dem Waffenglanze der deutschen Heere. Sie kämpfen für unser Höchstes und Heiligstes — die Kraft der Eintracht erfüllt uns mit unbesiegbarer Stärke. Einen gewaltigen Volkskrieg wird der fremde Eindringling finden. Der Wucht der deutschen Waffen wird das Blendwerk seiner Herrschergelüste in schwerem und vernichtendem Sturze unterliegen. C a,senge schichte. Sinsheim, 18. Juli Das Eomilo für Unterstützung verwundeter und hnlssbedllrjliger Krieger hat einen geschafts- führenden Ausschuß bestellt mit folgenden Mitgliedern: Hr. Vi. Frank, Kaufmann — Hack, Med Rath — Jnngmann, Bürgermeister — Otto, Oberamlmann — Nippmann, Pfarrer — Rochels, Pfarrer — eitler, Handelsmann. Dieser Ausschuß ist ermächtigt nölhigenfalls nach eigener W hl sich zu verstärken. Hr. Eitler ist als Schriftführer bestimmt. Karlsruhe, 16. Juli. Die eingezogenen Landwehrmänner, irelche verheirathet sind, kommen nicht i»'ö Feld, sondern versehen nur Sicherheitsdienste im Inlaute. Karlsruhe, 20. Juli. Der »Bad. Laudesztg» zufolge ist die Kriegserklärung Frankreichs au Baden hier eingetroffen. Heidelberg, 18. Juli. Heute Pormittag große Bewegung ui len Straßen. In das Universitätsgebäude wird ein Theil des hier zu errichtenden Kriegslazareths verlegt und werden daselbst einstweilen >50 Betten ausgestellt. Einige weitere Lo- kalitäten sind — neben dem Spital — zu dem gleichen Zweck vorgesehen. Rastatt, 17. Juli. Auf Verfügung des Großh. Justiz- Ministeriums wurden die HH. Pfarrer Hummel und Redakteur Berber ich mit Rücksicht auf die eingetretenen Verhältnisse ihrer Festungshaft in Urlaub entlassen. Freiburg, 18. Juli. Tie hiesige Freimaurerloge «zur edlen Aussicht« hat den Behörden ihre sämmtlichen Lokalitäten im Falle der Roth zur Unterbringung von Verwundeten zur Verfügung gestellt. Das hockherzige Anerbieten wurde selbstverständlich anerkennend entgegengenommen. (Frb. Z.) Stuttgart, 19. Juli. Der Mii'ister des Aeußern v. Varubüler ist hierher zurückgekehrt. Das vollste Einverstänviiiß zwischen Württemberg und Bayern ist erpelt. Darm st ad t, 19. Juli. Ein aus rem Lager von Ehalons zurücklehrenoer belgischer Offizier meldet von großer Bestürzung der Franzosen über die patriotische Haltung Sürreutschlaudö. Man hat erwartet, mit offenen Armen in Süddeutschland aufgenommen zu werden!! Die Franzosen haben bis jetzt höchstens 150,oOO Mann mobil (Pf. Kur) Darmstadt, 20. Juli. In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer erklärte Herr v. Dalwigk die deutschen Grenzen unter einem frivolen Vorwand bedroht und bittet, die Parteirücksichten schwinden zu lassen und einstimmig die Regie- rnngSanträge zu bewilligen. Der Kriegsminister verlangt einen 'Kredit von 3,376,000 Gulden. Der Finanzminister erklärt, kaum eine Million zur Verfügung stellen zu können, der Rest sei durch die Kammer zu decken. Der Gegenstand wird für dringlich erklärt und sogleich von dem Ausschuß in Berathung genommen. Darmstadt, 20. Juli. Die Abgeordnetenkammer hat den Anträgen des Finanzausschusses gemäß die Regierungsvorschläge einstimmig genehmigt. Der Präsident Buff bringt ein Hoch auf das einige, starke Deutschland, den deutschen Bundesfeldherrn und den Großherzog aus, welches die Kammer dreimal erwiedert. Darmstadt, 20. Juli. Die »Mainztg.« schreibt nachträglich zu ihrem heutigen Kommerbericht: Herr v. Dalwigk sprach mit tonloser Stimme einige kaum verständliche Worte über die Gefahr des Krieges und die Nothwenigkeit der Einigkeit. Niemand antwortete ihm, Niemand wollte auch von dem Inhalt der Papiere etwas wisse», die er vor sich ansgebreitet hatte und aus denen er offenbar bereit war der Kammer Mittheilungen zu machen. Wir haben Grund zur Annahme, daß Herr v. Dal- wigk in einer hessische» Kammer nicht mehr erscheinen wird. München, 17. Juli. Der »Volksbote«, das »Vaterland« und die »Süddeusche Post« sind heute Nachmittag konfiszirt worden. — Nach der ersten Konfiszirung des »Vaterland« hat die Redaktion drei neue Auflagen veranstaltet, die aber gleichfalls konfiszirt wmden, und außerdem ist die dem schmachvollen Blatt bewilligte Colpor-age zurückaeuomiueu worden. München, 19. Juli. Die Abgeordneten-Kammer hat den geforderten Militärkredit von 18,200,000 Gulden bewilligt. München, 19. Juli. Der Abgeordnetenkammer-Ausschuß beantragt, die verlangten Summen zn bewilligen, doch nur für bewaffnete Neutralität. Für diese und gegen den Krieg sprechen in sehr heftiger Diskussion Referent Jörg, Ruland, Westermayer (bei diesetu stürmische Unterbrechung). Gegen und für casus foederis Fischer, Sepp, Volk, Hörmann, Gerstner, Edel, die Minister des Aeußern und des Kriegs. Graf Bray stellt Ministerwechsel in Aussicht, wenn die Kammer an die Zustimmung Bedingungen (d. i. Neutralität) knüpfe. Zuletzt wird der Ausschußantrag abgelehnt, der Regiernngsentwnrf, jedoch mit Beschränkung der Kosten der Molülisirung bis Ende Oktober (statt des Jahres) mit 101 gegen 47 Stimmen angenommen. Ende der Sitzung o*11 Uhr. Großer Jubel auf den Straßen vor dem Ständehause. Köln, 18. Juli, Nachm. Der Saarbrückener Zollinspektor meldet: Die Franzosen fielen heute in preußisches Gebiet ein, durchsuchten die Räumlichkeiten des Nebenzollamtes Solsterhöhe und nahmen zwei Grenzaufseher gefangen. Köln, 19. Juli. Hier ist ein junger französischer Ingenieur festgenommen worden, der, in einen steiualteu Mönch me- tamorphosirt, einen Plan der Festungsivcrke anfgenommen hatte. Berlin, 17. Juli. Aus »bester Quelle« erhält die »Magdeb. Ztg.« folgende Notiz: »General v. Molke hat am 13. Abends in Uebereinstimmung mit dem Minister v. Roon erklärt, daß Pieußen hinsichtlich seiner Heeresoerfassung, Ausrüstungen, Hilfsmittel re. noch nie in der Lage gewesen wäre, mit solchen Aussichten auf Erfolg einen Krieg anzunehmen, wie gegenwärtig. Er fei genau über den Fortschritt der französischen Rüstungen informirt, und darnach wäre eine militärische Ueber- rninpelnng von Seiten Frankreichs nicht zu fürchten« Die »Bank.Ztg.« kann versichern, daß Graf Bismarck sich eben so zuversichtlich ansspreche. Vertilg, >8. Juli. Der König nahm heute Mittag die Adresse der städtischen Behörde entgegen. Die Auwort Sr. Maj. ces Königs auf die Adresse lautet: »Es ist M>r, meine Herren, außerordentlich wohlthuend, Sie in diesem ernsten Augenblicke hier versammelt zn sehen. Die Adresse, welche Sie im Namen Meiner Residenzstadt Mir überreicht haben, gibt den großen Empfindungen, die uns bewegen, in ergreifender Weise Ausdruck. Sie hat Mich durch ihre Wahrheit tief gerührt. Sie haben Recht, Ich habe diesen Krieg nicht zu verantworten. Gott weiß es, Ich trage keine Schuld. Eine Herausforderung war an Blich gerichtet worden. Ich mußte sie zurückweifen. Die Antwort zündete. Der Empfang, der Mir überall in Städten und Landen, durch die Ich gekommen, bereitet wurde; die Zn- stimmung, tie Ich von allen Seiten aus Deutschland, selbst von Deutschen jenseits des Meeres empfangen habe; die Begrüßung, welche Mir am Freitag Abend hier zn Theil wurde, haben M ch erhoben und mit Zuversicht erfüllt. Es werden schwere Opfer von Meinem Volke gefordert werden, Wir wollen es Uns nicht verhehlen, Wir sind durch den unter Gottes Beistand erlangten raschen Sieg in zwei glücklichen Kriegen verwöhnt. So leichten Kaufes werden Wir dieses Mal nicht davon kommen; aber Ich weiß, was Ich von meiner Armee, von denen, die zu den Fahnen eilen, erwarten darf, das Instrument ist scharf und schneidig; der Erfolg, mit dem es geführt werden wird, steht bei Gott. Ich weiß auch, was Ich von denen erwarten darf, die, wie Sie es in Ihrer Adresse so schön betonen, berufen sein werden, die Wunden, die geschlagen, die Leiden und Schmerzen, die der Krieg bereitet, z» stillen und zu lindern. Noch einmal Meine Herren, was Sie Mir im Namen Meiner Residenz aussprachen, hat Mir innig wohlgethan. Ich danke Ihnen herzlich dafür und bitte Sie zugleich der Bürgerschaft Meinen aufrichtigen Dank - 355 - auszufpreche» für den überraschenden Empfang den Sie Mir bei meiner Rückkehr bereitet und von dein Ich keine Ahnung hatte.» — Die tief ergriffene Versammlung stimmte begeistert in den Ruf ein: »Seine Majestät der Königs-Wilhelm, lebe hoch!» Berlin, 19. Juli. Die heute im Reichstage eingebrachte KrediN'orderung beträgt 120 Millionen. Berlin, 19. Juli. Bei der Reichstags-Eröffnung war die Diplomatenloge überfüllt. Gegen 12 Uhr trat der Bundesrath ein, darunter der Bundeskanzler Graf Bismarck, der königl. sächsische Staatsminister Frhr. v. Friesen, der Geh. Legationsrath Hofmann, Kriegsminister v. Roon, die Minister v. Leonhardt, Cainphausen und Delbrück. Präsident Simson brachte das Lebehoch auf den Schirmhcrrn des Norddeutschen Bundes ails, welches dreimal stürmisch beantwortet wurde. Se. Mas. der König verlas fest, aber oft mit Bewegung die Thronrede, welche elfmal durch stürmische Bravos unterbrochen wurde, namentlich bei Bezugnahme auf die Theilnahme des Südens, ans das Aufhören der deutschen Zerrissenheit; dann bei Bezugnahme auf die Friedensliebe der Deutschen, „die berechnete Miß- leitnng des französischen Lölkes", die erneute französische Ge- waltthat". Staatsminister v. Friesen brachte am Schluß der Thronrede ein vierfaches Hoch auf König Wilhelm ans. Der ganze Erösfunngsakt wurde getragen von der tief ernsten und der großen Aufgabe bewußten Ueberzeugung des Königs und der Volksvertreter. (K. Z. Berlin, 19. Juli. Die Thronrede, mit der heute der Reichstag eröffnet wordcn^ist, trägt den Charakter der Entschiedenheit und Ruhe. Sie hat einen günstigen mrd tiefen Eindruck sowohl in Abgeordneten-, als diplomatischen Kreisen gemacht. St. Jubert, 19. Juli, Morgens. Reisende, welche von Saarbrücken kommen, bringen die Nachricbt, daß man die Ueber- schreitnng der Grenze Seitens der Franzosen unmittelbar erwartet. Bei St. Avold bivouakire» 20,000 Franzosen, darunter viele Korsikaner. Saarlouis ist von den meisten Einwohnern verlassen. (Fr. Ztg.) Hannover, 17. Juli. So eben hat hier eine große Volksversammlung, an der mindestens 6000 Menschen theil- nahmen, einstimmig und enthusiastisch beschlossen: „Wir Bürger und Einwohner der Stadt Hannover erklären hierdurch, daß wir in den: imgerechten Kriege Frankreichs gegen Deutschland mit Wort und That, mit Gut und Blut für die deutsche Sache entstehen werden." Dresden, 20. Juli. Die sächsische Gesandtschaft zu Paris ist abbernfen worden; den Schutz der sächsischen Unter- thanen in Frankreich überuiuimt der amerikanische Gesandte. Schleswig, 16. Juli. Ein Extrablatt des »Schleowiger Nachrichten» bringt heute eine 'Nachricht, die, falls sie sich bestätigen sollte, von großer Bedeutung wäre. Sie lautet: »Die Großmächte Rußland, England und die Vereinigten Staaten Nordamerikas haben in Folge der französischen Kriegserklärung die Oi'lsee und 'Nordsee für neutral erklärt» Hadersleben, 16. Juli. Nach der »Dannewirke« sind gestern Abend mehrere französische Offiziere die Station Woyens passirt, um sich ins dänische Lager bei Hald zu begeben. (Kiel.Z.) Wien, 17. Juli. ES verdient hervorgehoben zu werden, daß alle deutsch-österreichischen Plätter in zwei Punkten voltkom- men nberciusli'mmen: 1) in der Verurtheiluug Frankreichs als Urheber des Kriegs, 2) in dem Verlangen nach strengster Neutralität Oesterreichs. In beider Beziehung drücken sie sich nicht selten mit einer Energie der Sprache, die kaum noch einer Steigerung fähig ist. Wien, 19. Juli. Im vollen Ministerrath, den der Kaiser präsidirte, ist gestern die vollständige und unbewaffnete Neutralität definitiv beschlossen worden. Gleichzeitig aber dürften die Eventualitäten in Erwägung gezogen worden sein, unter welchen es für Oesterreich geboten erscheine, ganz oder theilweise aus seiner Enthaltung herauszutreten. Rom, 19. Juli. Die Opposition in der Stärke von 115 Mann hat gestern unter Protest die Stadt verlassen, nachdem sie in einem Brief an den Papst ihr »on placet wiederholt. Bei dem heutigen Votum stimmten 547 mit placet und 2 mit non placet. Der Tag ging ohne irgendwelche Spuren von Enthusiasmus vorüber. Paris, 18. Juli. Am 16. Abends wurde Herr Thiers in seinem Hotel insultirt. Der Pöbel schrie: »Nieder mit dem kleine» Preußen!» Paris, 18 Juli. Der Kaiser wird die Kaiserin zur Regentin ernennen und sich in 5 bis 6 Tagen zur Armee begeben, nachdem alle Armeekorps ihre betreffende Stellung genommen. Die Haltung der süddeutschen Negierungen und die Sprache der süddeutschen Blätter hat hier überrascht; es hat aber nicht an diplomatischen Meldungen gefehlt, und es befand sich eine darunter. welche der französischen Regierung Hoffnung machte, Württemberg und Bayern würden Preußen im Stich lassen. Nun sieht man die Täuschung ein. Hr. v. Quadt, der bayrische Gesandte am hiesigen Hole, hat Paris heute verlassen; er hatzwar bloS von einem "Urlaub» gesprochen, allein diese Reise darf als ein Vorläufer des Abbruchs der diplomatischen Beziehungen zwischen Frankreich und Bayern angesehen werden. Die Stimmung in Paris und im Lande wird eine so ernste, wie sie daS welthistorische Ereigniß, dem Europa entgegen geht, verdient. Der Patriotismus hat mit dem Geschrei von Gassenjungen nichts zu thun. Der Polizeipräfekt hat das jetzt eingesehen und die Bevölkerung ersucht, sich in Zukunft der Kundgebungen zu enthalten. ES ist gestern Abend abermals zu kleinen Raufereien zwischen den Anhängern deö Friedens und der Menge gekommen. Die diplomatischen Verhandlungen mit Wien und Florenz dauern fort. England arbeitet an der Lokalisirnng des Kampfes und hat sich zunächst an Rußland gewandt. Die Trnppenzüge nachdem Osten gehen ungestört ihren Gang; ein großer Theil der Garnison von Paris und das Lager von EhalonS sind bereits abgegangen, und man schätzt die Truppen, die jetzt an der Grenze stehen, auf nahe an 150,000 Mann. Marschall Bazaine, der ein Oberkommando hat, befindet sich bereits in Metz. Aus Cherbourg soll schon dieser Tage eine gepanzerte Flotte auslaufen. — Ein Gesetz, welches die Regierung heute der Kammer vorlegt, wird derselben die Ermächtigung erlheilen, nach ihrem Gutdünken den Zcktungen die Veröffentlichung der Nachrichten vom Kriegsschauplatz zu untersagen oder zu gestatten. Brüssel, 19. Juli. Der bayerische Gesandte v. Quadt hat Paris verlassen, einen Urlaub vorschützeud. Man betrachtet dies allgemein als ein Zeichen des vollständigen Bruchs. Haag, 19. Juli. Das Ministerium gab der ersten Kammer lue bestätigende Erklärung, daß Frankreich und Preußen sich schriftlich verpflichteten, die holländische Neutralität zu respcktiren. Madrid, 16. Juli. Prim wird nach Vichy gehen. Mau versichert, die königlichen Befugnisse werden dem Regenten auf 3 Jahre übertragen werden. (I. Fol.) Madrid, 17. Juli. Die Nachricht, daß die Verleihung der königlichen Attribute für die Dauer von drei Jahren an den Regenten Serrano beabsichtigt sei, ist unrichtig. Chicago, 19. Juli. (Per atlant. Kabel.) Die »Illinois- Staatsanzeiger» hat an den Grafen Bismarck folgendes Telegramm gerichtet: »Zweihundert Thaler dem deutschen Soldaten, der zuerst eine französische Fahnenstange (flag-poster) erobert. Verschiedenes. — Die beabsichte Volksversammlung in Gengenbach ist in Rücksicht ans die obwaltenden Zeitumstände von dem Lokalkomitee abbestellt worden. — In Lahr wurde ein Franzose (wahrscheinlich ei» Offizier), der an verschiedenen Plätzen Aufzeichnungen machte, verhaftet. — Mainz, 18. Juli. Mau wird hier drei große KriegS- lazarethe errichten, in welchen die Pflege größtentheils von Bür- gerssrauen und Bürgerstöchtern übernommen wird, wozu bereits zahlreiche Anmeldungen vorliegen. Ebenso ist die Errichtung vow freiwilligen SanitätskorpS im Gange. — Von Ems sind am 16. Juli 2740 Badegäste abzereist. Auf dem Bahnhöfe war ein solches Gedränge, daß die Polizei mit blanker Waffe Ordnung halten mußte. Die abreisenden Franzosen hatten an ihren Stöcken und Schirmen weiße Taschentücher angebunden. Odenkircheu (Rheinpreußen), 16. Juli. Heute sandten einige Bürger der Stadt Obenkirchen a» den Kriegsminister v. Roon die Summe von 100 Thlr. ab als Beitrag znr Anerkennung für denjenigen Soldaten, der die erste französische Fahne erobert. — Köln, 18. Juli. 80 Pfund Sterling werden demjenigen Truppentheile der deutschen Heere zugesichert, welcher dem Feinde die erste Mitrailleuse abnimmt. 200 Thaler (Erlös für einen Diamantknopf) werden denjenigen Kämpfern der deutschen Heere zugesagt, welche die zweite französische Kanone erobern. — Man erzählt sich, der königl sächsit-'-- Kriegsmimu-r — 356 — General v. Fabrice, habe nach dem Eintreffen des Königs Wilhelm in Berlin am 15. Abends in einer Audienz bei demselbem die Meldung gemacht, daß sein hoher Souverän im Namen der kgl. sächsischen Armee bitte, dieselbe im Kriege mit Frankreich in erste Linie zu verwenden. — Basel, 18. Juli. Der Strike von Mühlhausen ist als beendigt zu betrachten. Nur wenige Arbeiter sind noch nicht zur Arbeit zurückgekehrt. In der Umgegend hat die Furcht vorder Arbeitslosigkeit während des nahenden Krieges eine große Niedergeschlagenheit hervorgerufen. Neueste Nachrichten. Saarbrücken, 19. Juli. Seit Freitag leben wir hierin fortwährender Aufregung. Jeden Tag, ja jede Stunde erwarten wir die Nachricht, daß die Franzose» im Anrücken sind. Unsere Garnison steht in voller Kriegsrüsliing bereit, sie zu empfangen, und wie eS scheint, wird sie Saarbrücken nicht verlassen , ohne sich vorher- mit dem Feinde gemessen zu haben. Als nämlich gestern Nachmittag ein Förster die -Nachricht brachte, die Franzosen zeigten sich auf den Höhen von Forbach, mar» schirte eine Kompagnie der Unfern im Sturmmarsch die Höhe hinan; die Uhlanen rückten gleichfalls von St Johann über die Saar der französischen Grenze zu. Der übrige Theil der Besatzung aber setzte sich in den Neubauten in St. Johann fest. Es war eine schreckliche Stunde, die wir verlebten, — Alles schloß die Läden, Kinder und Frauen flüchteten in die Keller, und jeden Augenblick dachten wir, werte der Kampf in den Straßen beginnen. ES ivar jedoch nur blinrer Lärm. Gegen 5 Uhr kehrten unsere Truppen zurück, ohne einen Feind gesehen zu haben. Heute Morgen drei Uhr wurde abermals Generalmarsch geschlagen, Ordonnanzen über Ordonnanzen flogen durch die Straßen. Bald auch zogen die Uhlanen zur Statt hinaus, während die Infanterie die Ausgänge der Hauptstraßen besetzte. Dießmat war es kein blinder Lärm. Bei der goldenen Bremm, einer mit Ginster bewachsenen Höhe vor der Stadt, erblickten die Uhlanen mehrere Schwadronen sranzösifchcr Jäger zu Pferde (Chasseurs d’Afrique). Mit Hnrrah ging es ihnen entgegen. Die Jäger zogen sich jedoch, nachdem sie einige Schüsse abgefeuert, von denen einer daö Pferd eines Uhlanenoffiziers im Hinterschenkel traf, schleunigst über die Grenze zurück, wohin ihnen zu folgen die Uhlanen keine Ordre hakten. (Fr. Z) Bremen, 20. Juli. Die Bürgerschaft hat einen Kredit von 100,000 Tyalern bewilligt. Wien, 20. Juli. Es verlautet ziemlich allgemein, Oesterreich werde nach beiden Seiten Neutralität beobachten und ohne jede Mobilisirung eine passive Stellung bewahren. Haag, 19. Juli. Gestern strandete ein französisches Kriegsschiff bei der Insel Blieland. Heute Nachmittag hörte man in Scheveningen Kanonendonner aus Nord-Nordwest. Die zwangsweise Remontirung der Militärpferde betr. Nr. 7964. Nach Erlaß Gr. Kriegsministeriums vom 15. d. Mts. wird diezwangsweise Remontirung der Militärpferde sofort vorgenommen werden. Die Musterung und der Ankauf der Pferde aus den Gemeinden des Amtsbezirks Sinsheim findet am nächsten Sonntag den 24. d. Mts., Morgens 8 Uhr, dahier statt. Der Musterungsplatz ist vor dem AmthauS. Die Musterung und der Ankauf der Pferde aus den Gemeinden deS Amtsgerichtsbezirks Neckarbischofsheim findet Montag den 25. d. Mts., früh 8 Uhr, in Neckarbischoföheim statt. Der Mnsterungsplatz ist vor dem Amtsgerichts« ge bä ud e. Zur Musterung sind sämmtliche in der Militärpfcrdeliste eingetragenen Pferde vorzn- führen, und haben deren Besitzer mit denselben schon um *48 Uhr M 0 rgenS auf dem Musterungsplatz zu erscheinen, um die Pferde vor der Musterung noch Ort« jchaftenweise aufstellcn zu können. Die Bürgermeisterämter haben den Besitzern der in der Pferdeliste eingetragenen Pferde sofort hievon Eröffnung zu machen, mit dem Anfügen, daß wer seine in der Liste eingetragenen Pferde nicht vorführt, eine Strafe bis zu 100 fl. zu gewärtigen hat. Denselben ist gleichfalls zu eröffnen, daß sie bei Vermeidung gleicher Strafe und Nichtigkeit des abgeschlossenen Vertrags keines dieser Pferde von jetzt ab, ohne Erlaub« niß der Remontirungskommission veräußern dürfen. Die Bürgermeister haben sich an dem Musterungsplatz, wo die P-'erde ihrer Gemeinde vorgeführt werde», ebenfalls und zwar schon fr üb '/.,8 ll h r ei»znfi»den, die Pferdeliste mitzubringen und die Bescheinigung über obige Eröffnung an die betreffenden Pferdebesitzer der Remoniiruugskommissiou vorzulegen. Sinsheim, den 19. Juli 1870. Großh. Bezirksamt. _ Otto. __ ür Bürgermeisterämter! tzinquartierungsöllkete, Ginquartierungsttjten, sind zu haben in der Buchdruckerei von G. Becker in Sinsheim. Die Aushebung von Militär- Pferden betr. Die Bürgermeisterämter deS Bezirks werden beauftragt, sofort in der Gemeinde öffentlich bekannt machen zu laffen, daß die Eigenihümer von Pferden, welche nicht in der Pferdeliste ausgenommen, aber freiwillig verkäuflich sind, solche ebenfalls in den bereits bekannt gemachten Musterungstagfahrten der Remon- tirungskommission vorführen sollen. Sinsheim, den 20. Juli 1870. Großh. Bezirksamt. Otto. Bekanntmachung. [503] Die Gant über die Verlassenschaft des Müllers Georg Schuhmann von Sinsheim betr. Nr. 7483. Der Borg- und Nachlaßvergleich vom 5. Mai d. I. wird hiemit Gantrichterlich bestätigt und werden sämmtliche in dieser Sache erlassenen Sicherheitsarreste mit dem Bemerken wieder aufgehoben, daß die Zahlungen der Schuldbeträge nunmehr an die Wtb. des Georg Schuhmami dahier zu leisten sind. Sinsheim, 19. Juli 1870. Großh. Amtsgericht. M 0 r s. Hirsch, a. j. Alle Frauen und Jungfrauen Sinsheims, die geneigt sind, sich an einer gemeinschaftlichen Anfertigung der zu dem bevorstehenden Kriege nöthigen Gegenstände zu betheiligen, sind gebeten, sich Sonntag Mittags 3 Uhr zu einer Besprechung im Klostersaale einzufinden. M. Schmitt. Mslunnen-Verkauf. [504] Unterzeichneter verkauft selbstgezogenen Rübsaamen per Schoppen 30 kr. Ursenbacherhof, den 22. Juli 187'0. David Muffelmann. [719] Der Unterzeichnete bescheinigt hiermit, daß die Chccoladenfabrik von £vai\$ Stallwerck und Söhne in Köln sich für die Reinheit ihrer Waaren verbürgt und ihre Fabrikation unter fanitatspo- lizeiliche Eontrole freiwillig gestellt hat, daß die zur Verwendung kommenden Rohmaterialien und Ingredienzien sowie auch die fertige Waare analysirt werden und dadurch dem Consmnentcn eine reine Eho- colade, d. h. pure Cacao und Zucker garan- tirt wird. Köln I. September 1869. irr. Herm. Bohl, König!. RegierungScommissär und vereidigter Chemiker. Obige mit Recht empfehlenswerthen Cho- coladeu sind stets vorräthig in Sinsheim bei E. I. Stutzmann, in Eichters- heim bei I. F. Landes, in Rappenau bei Ferd. Niebergall und Apoth. H. L. Niederlieifer sowie in Wiesloch bei P. I. Wipster. itf/lair' Redrgirt, Druck und Verlag von G. Becker (vormals D. Pfisterer) m Süisherm.