Der Lan-bote. Verkündigungsblatt der Großherzoglichen Bezirksämter Sinsheim und Neckarbischofsheim. M r0, 71. Slimstaq. Äcn 13. Juni 1857. ten öffentlich unter Vurbebalt obervvrmundschaftli- cher Genehmigung versteigert, als: Gebäude: Die Hälfte an einer zweistöckigen Behausung sanimt Scheuer und Plätzchen an der Heidelberger Straße, neben Wilhelm Hauck und Simvn Eisele, Tar 350 ff, Ackerland: Nro. 4405. t Viertel 62%, Ruthen Schmerlink, neben Georg Ad. Lauer und Seb. Schleichauf, Tar 248 fl. Helmstadt, den 8. Juni 1857. Das Waisengericht. Brgrmstr. Winter baue r. vät. Senges. (3781 Helmstadt (Bezirksamt Neckarbischvfs- heim) im Grvßherzogthum Baden. Guts-Verpachtung. Das Freiherrlich von Berlichingen'sche .Maierei- Gut daselbst, dessen bisheriger Pacht mit Lichtmeß 1859 sich endiget, soll auf eine längere Reihe von Jahren und zwar im Svumissions-Wege wieder verpachtet werden. Dieses im besten Zustande sich bestndende und zu jeder Kultur fähige Gut, welche«, da es nicht entfernt vom Neckar und nur 5 Stunden von Heidelberg liegt, seine Erzeugnisse jederzeit vortheilhaft absetzen kann, insbesondere da auch Aussicht vorhanden ist, daß die bereits unmittelbar neben dem Maierhofe abgesteckte Heidelberg Würzburger Eisenbahn zu Stande kommt, enthält nach einer im Jahre 1846 vorgenvmmenen speziellen Vermessung im neu badischen Maaße: 1) an Wohn- und Oekonomiegebäuden, Hofraum und Gartenland 5 Mrg. 1 Vrtl. 2 Rth. 2) an Ackerland in 3 Flure» 353 - 2 - 16 - 3) an Wiesen 71 - — - 15 - zusammen 429 Mrg. 3 Vrtl. 33 Rth. (in würtembergisches Maaß rednzirt circa 490 Morgen ausmachend.) Auf diesen Güter» stehen über 1200 Stück Kern- und Steinobstbäume, welche bei weitem zum größeren Theile bereits tragbar sind. Die Pachtbedingungen liegen bei dem Unterzeichneten, Rentamts zur Einsicht bereit. Die Pachtliebhaber werden eisucht, ihre Pachtofferte unter Beifügung gerichtlich beglaubigter Zeugnisse über ihre VermögenSverhältniffe und Befähigung zum Betriebe einer größern Landwirthschaft, in verschlossenen Umschlägen mit der Aufschrift „Pachtoffert für das Freiherrlich von Berlichingen'sche Maierei-Gut zu Helmstadt" längstens bis zum 1. August d. I. bei dem Unterzeichneten Rentamte in Neunkirchen (Post Aglaster- hansen) abzugeben und gleichzeitig eine gleichlautende Abschrift dieses Offerts an das Freiherrlich von Berlichingen'sche Condominat unter Adresse an den Freiherr» Fritz von Berlichingen in Stuttgart (Büch- scnstraße Nro. 26) cinznsenden. Neunkirchen, den 1. Juni 1857. Freiherr!, von Berlichingen'sches Reuamt Helmstadt. W e s ch. Musikalische Justrumeutenhandluug von MM. Saul in Heidelberg zeigt hiermit ergebenst an, daß ein Lager von Instrumenten als: Trompeten, Horn, Althorn, Flü- gelhorn, Bombardon, Posaune, Flöten, Clarinet- ten, Violinen, Eo»tra-Baß nebst Saiten, von den besten Meistern, zu billigsten Preisen zur Abnahme bereit liegen. Heidelberg, im Juni 1857. [397] [391] Kirchardt. Weinverkauf. Bei der herannahenden Heuernte erlauben wir uns, unsere reingehaltene Oberländer Weine k st. 22 per Ohm, sowie die bessern Weine ü st. 26, 28, 30 bis 60 und feine Affenthaler Rothweine k st. 80 bis 120 zur gefälligen Abnahme in Erinnerung zu bringe». Zeitliche Einkäufe setzen uns in den Stand, jeder billigen Anforderung zu entsprechen, und sicher» unser» verehrten Abnehmern eine prompte und reelle Bedienung zu. Kiichardt, den 8. Juni 1857. ISaumaii» - §toerner. Kapital auszuleihe». [395] Bei dem Unterzeichneten liegen 192 ff. zu fünf Prozent auf gerichtliche Versicherung zum Ausleihen bereit. Reihen, den 10. Juni 1857. Sebastian Fuchs. Entmündigung. [396] Nr. 6950. Neckarbischofsheim. Der ledige und großjährige Christian Zeller von Treschklingen wurde wegen Geistesschwäche entmündigt und Ihm Balthasar Herbvlv von da als Vormund beigegeben, was hiermit veröffentlicht wird. NeckarbischokSheim, den 10. Juni 1857. Großherzoglich bad. Bezirksamt. Benitz. (390] Sinsheim. Fahrnisversteigerung. Die Erben des f Großh. Dekans und Stadtpfarrers W il- hrlmi dahier, lassen nachfolgende Gegenstände gegen Baarzahluug versteigern, und zwar: auf Dienstag den 16. Juni: Bettung, Weißzeug, Schreinwerk und Halisrath; auf Mittwoch den 17. Juni: die in 1500 Bänden, theologischen, geschichtlichen und schönwiffenschaftlichen Werken, bestehende Bibliothek; auf Donnerstag den 18. Juni: Gold, Silber und Präziose», Zinn, Porzellan, 1 feuerfester Kossenichrank, 1 eiserner Kochheerd, Faß - und Bandgeschirr, Brennholz, ffücheugcräthe u. s. w. Die Versteigerung beginnt an den obeubestimmten Tagen um 8 Uhr des Vor- und um 2 Uhr des Nachmittags im Sterbhanse. Sinsheim, den 4. Jnni 1857. Das Bürgermeisteramt. B. V. d. B. Schick. _Besch. [394] Helmstadt, Amt Neckar bischofsheim. Liegenschaftsversteigerung. In Folge ertheilter obervormundschaftlicher Ermächtigung vom 30. v. M., Nro. 6430, werden den Gg. Philipp Dol- linger'schcn Kinder dahier Donnerstag den 25. d. M.. Nachmittags 1 Uhr, auf hiesigem Rathhause nachbeschriebene Liegenschaf- Iur Geschichte des Tages. Karlsruhe, 10. Juni. Se. Königs. Hoheit der Großherzog haben Sich nach allerhöchster Entschließung st. st. Schloß Baben, 4. d. M., gnädigst bewogen gefunden, den Amtsrevi- sor Bittmann zu Offenburg in den Ruhestand zu versetzen. Karlsruhe, 10. Juni. Heute Vormittag V 2 12 Uhr traf Se. Maj. der König Maximilian von Bayern nebst hohem Gefolge mittelst Ertrazugs hier ein. Auf dem Bahnhof, wo eine Kompagnie des großh. Grenadierregiments mit der Fahne und Musik als Ehrenwache aufgestellt war, feierlich empfangen, setzte der König nach kurzem Aufenthalt seine Reise nach Bruchsal und Stuttgart weiter fort. Mannheim, 10. Juni. (Mb. I.) Die Sitzung dcS Schwurgerichts für das 2. Quartal beginnt dahier am 18. d. M. In dieser Sitzung werden 7 Fälle zur Verhandlung kommen, nämlich die Anklagen: 1) Gegen Lorenz Blvtz von Jm- pfingen wegen Raubs, am Donnerstag, 18. d. M., Vormittags 8 Uhr; 2) gegen Martin Angcloch von Mittclschcfflenz wegen gefährlichen Diebstahls, am Donnerstag, den 18. d. M., Nackmittags 3 Uhr; 3) gegen Magdalena Busch von Uisingcn wegen Kindsmords, am Freitag, 19. d. M., Vormittags 8 Uhr; 4) gegen Michael Ulrich und Karl Vollmar von Rauenberg wegen gefährlichen Diebstahls, am Samstag, den 20 . d. M., Vorm. 8 Uhr; 5) gegen Barbara Statz von Eichtersheim wegen Kindsmords, am Montag, den 22 d. M., mm — 272 — Vormittags 8 Uhr; 6) gegen Elisabctha Graser von Ladenburg wegen Kindsmords, am Dienstag, den 23. d. M., Vormittags 8 Uhr, und 7) gegen Jakob Stroh von Eichtersheim wegen Meineids, am Mittwoch, den 24. d. M., Vorm. 8 Uhr. Baden, 10. Juni. Gestern gegen 12 Uhr Mittags kam Se. Mas. der König Marimilian von Bayern auf der Reise von Paris nach München mit zahlreichem Gefolge hier an. Von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog war Höchsttemsel- ben der Generalmajor Schüler bis Straßburg entgegengesen- det worben. Am hiesigen Bahnhofe wurde Se. Majestät von Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog erwartet, worauf der König sich nach den für ihn in Bereitschaft gehaltenen Appartements im Hotel Victoria begab. Bald darnach stattete Se. Majestät Ihren Königl. Hoheiten dem Großherzog und der Frau Großherzogin einen Besuch ab und wohnte lpäter der großh. Tafel bei. Am Abend besah der König in Begleitung Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs die Säle des Konversationshauscs. Gegen Mitternacht traf dann noch Ihre Königl. Hoheit die Großherzogin von Hessen-Darmstadt, die durchlauchtigste Schwester des Königs, hier ein, und nahm gleichfalls ihr Absteigequartier im Hotel Victoria. Am Bahnhofe waren Ihre Königl. Hoheit von Sr. Maj. dem König Marimilian und Sr. Königl. Hoheit dem Großherzog empfangen worden. Frciburg, 9. Juni. (F. Z.) Im gegenwärtigen Sommer-Semester studiren hier: Theologen 136 Inländer, 29 Ausländer, zusammen 165; Juristen und Notanatskanditaten 43 Jnl., 4 Ausl., zusammen 47; Mediziner, Pharmazeuten und höhere Chirurgen 46 Jnl., 1 Ausl., zusammen 47; Kamcra- listen, Philosophen und Philologen 43 Jnl., 2 Ausl., zusammen 45. Zusammen Jmmatriknlirte: 268 Jnl., 36 Ausl., zusammen 304; dazu kommen Hospitanten 8, niedere Chirurgen 6. Es nehmen folglich an den Vorlesungen Theil im Ganzen 318. Wildbad, 8. Juni. Heule Abend um 6 Uhr traf Ihre Majestät die Kaiserin-Wittwc von Rußland wohlbehalten hier ein. Von Interesse dürfte cs sein, zu erfahren, daß sänimt- lichc Appartements der Kaiserin nach dem eigenen Wunsche der hohen Frau bis in'ö kleinste Detail ebenso eingerichtet sind, wie im vorigen Jahre, damit Sie Sich in unserm schönen Wildbad ganz heimisch fühlen könne. Unmittelbar unter den Zimmern der Kaiserin befinden sich die Gemächer der Frau Kronprinzessin und an diese stoßen wiederum die Appartements, welche Ihre Königl. Hoheit die Frau Großhcr- zogin von Baden und die Prinzessin Cacilic, die liebliche Braut des Großfürsten Michael, bewohnen werden. Ulm, 10. Juni. Letzten Sonntag wurde einem Soldaten des k. 7. Jnf.-Regiments, während er sich in der Wengen- kirche befand, sein ledernes Geldbcntelchen, in welchem vier halbe Guldcnstücke nebst dem Schlüssel zu feinem Kistchen waren, entwendet. Gewiß eine seltene Frechheit, während des Gottesdienstes einen Diebstahl z» begehen. Stuttgart, 9. Juni. Was den erwarteten Besuch des Kaisers der Franzosen betrifft, so ist derselbe am hiesigen Hof in nahe Aussicht gestellt, doch soll derselbe nach hier cinge- langten Schreiben noch nicht so ganz sicher für die Zeit sein, wo der Kaiser von Rußland und einige andere Monarchen hier zu erwarten sein werden. Worms, 8. Juni. Für das Lntkcrdenkmal sind bereits 11,89t fl. 11 kr. eingegangen; die Sanimlnngen haben immer noch einen erfreulichen Fortgang. Kastei, 10. Juni. Ein gestern von Wiesbaden nach Kastel fahrender Eisenbahnarbeitcr sprang in der Nahe von Kaste! aus dem Zug, wurde von den Rädern ergriffen und eine Strecke fortgcschleist, wobei er das eine Bein mehrerc- mal brach; man zweifelt an seinem Anskommen. Frankfurt. Man sieht bereits hier neue deutsche Ver« einsthaler ä fl. 1. 45 kr., sowohl hannövrische als großherzoglich hessische, welche aber wegen ihrer Seltenheit, und als Erstlinge der Vereins-Münzkonventioii noch als Schaustücke in festen Händen zu sein scheinen. München, 9. Juni. Die Filiale der Hypotheken - und Wechselbank in Lindau wird am 1. k. M. eröffnet. — In der Münze dahier sind von den neuen Vereinsmünzen bereits sehr große Summen geprägt, mit deren Ausgabe begonnen werden wird, sobald Muster davon dem König vorgelegt worden. Koburg, 8. Juni. In Folge der großen Ausdehnung, welche die Ausfuhr von Butter aus Süddcutschland nach Nord- deutschland erhalten hat, haben sich namentlich in Magdeburg und Berlin solche Massen von Butter aufgehäuft, daß dieselben unter dem Preis verkauft werken müssen. Der Rückschlag für daö produzirende Süddeutschland ist nicht ausgebliebcn und so ist z. B. auf unserm letzten Buttermarkte das Pfund Butter um 22 Kreuzer verkauft worden, während es vorher 36 Kreuzer kostete. Köln, 9. Juni. Gestern ist der Männcrgesangvcrein von seiner Licderfahrt nach England wieder hier angelangt. Berlin, 8. Juni. Durch eine Explosion wurden gestern die beiden Laboratorien des Theater-Feuerwerkers Dobermont zerstört und glatt vom Boden wegrasirt. Hinter der Stelle des größeren Arbeirshauses fand man die Leiche des Pyrotechnikers Dobermont auf dem Gesichte liegend mit geipalte- ncm Hinkertopf, aus dem die Hirnmasse ausgetreten war, einige Schritte davon lag die Leiche seines Schwiegersohnes, ebenfalls mit gespaltenem Kopfe und noch andere zwei Leichen in dessen Nähe; die eine davon war Dobermonl's Tochter, welche bei großer Sachkenntniß immer dem Vater zur Hand war. Der treue Begleiter Dobermonts, ein riesiger Neu- souttbländcr Hund, lag mit fürchterlich verstümmeltem Kopf aus der Unglücksstätte im Todeskampfc. Eine schwer verletzte Fraucnsper>on ist unter ärztlicher Behandlung. Hamburg, 10. Juni. Die direkte Auswanderung im verflossenen Monat Mai über hier betrug 6115 Personen in 29 Schiffen; indirekt wurden befördert 1442, mithin im Ganzen 6457 Emigranten gegen 4882 im Mai 1856. Seit Anfang dieses JahreS bis ultimo Mai wurden von hier aus befördert 13,801 Personen gegen 9640 während desselben Zeitraums im verflossenen Jahre, mithin mehr in diesem Jahre 4151 Personen. Pesth, 6. Juni. Das Pferd, welches die sechs Haydn« kenstädte als ein für die Kaiserin bestimmtes Huldigungsge- schcnk dem Erzherzog General-Gouverneur überreichten, ist ein vierjähriger Hengst, ein Eisenschimmel von rein ungarischer Abkunft. Das Geschirr war aus geschlagenem Silber und mit dem Wappen des ehemaligen Haydnken-Bczirkcs versehen, der Sattel aus blauem weißauögcnähtem Leder, die Schabrake zeigte gleichfalls die bayerischen Farben und das Wappen der Hapdukcnstädtc, die Hufeisen waren gleichfalls aus geschlagenem Silber. Schweiz. Bei Löcle kamen vor wenigen Tagen Nachts zwischen 10 üiid 11 Uhr junge, wahrscheinlich betrunkene Leute auf die Bahnlinien und »öthigten einen Aufseher, ihnen einen Wagen zu überlassen, auf welchem sie am Abhang des Cret du Locle ein muthwilligcs Spiel trieben. Zuletzt riß oder entglitt der Aufhalt und nun gerieth der Wagen in furchtbar schnelles Rollen. Die einen sprangen heraus, die andern wollten aushalten und wurden unter die Schienen geworfen, wieder andere im Stehen ereilt, alles dicS in finsterer Nacht. Die nächste Folge dieser Tollheit waren zwei Todte, sowie eine beträchtliche Zahl von Arm- und Beinbrüchen, Kopfwunden und verstümmelten Gliedern. Hauenstein-Tunnel. Ueber die Veranlassung des Brandes im Schacht machen die --Basler Nachr.-- heute fol- — 273 — gende, so gut als erwiesene Angabe: »Im Lauf dieses Frühjahrs wurden die von Bückten gelieferten Gewölbsteine an den Schacht geführt, von da Herabgelaffen auf einen 10 Fuß über den Schienen im Tunnel angebrachten Boden, und von da im Tunnel verführt. Mit dem Eintritt der heißen Tage stellte man Dies ein und richtete die Ventilation mittelst eines kleinen Feuers her. Durch eine bcklagenSwerthe Nachlässigkeit wurde vergessen, das Seil, das zum yerablasscn der Steine gebient hatte, aufzuziehen. Das Ende desselben lag auf cmem 20 Fuß über der untern Oeffnung des Schachtes angebrachten Boden, durch welchen der Rauchfang hinturchglng. Das Seil, 3 Zoll dick, war gctheert; es fing Feuer oberhalb des Rauchfangs und brannte hinauf. Dabei muß eö in'S Schwanken gekommen sein und den hölzernen Einbau des Schachtes entzündet haben. Dieser mit dem Terrain dahinter fiel hinunter und schlug die beiden Böden im Schacht und im Tunnel durch. Das unvcrbrannte Ende des über 600' langen Seils wurde mit dem Haken, der zum Herablassen der Steine diente, ganz unten im Schutt an der Seite des Reltuugsstol- lcns gefunden, und wurde von dem Herrn GenchtSpräsioenten von Olten zur Hand genommen. Die zwei Böden liegen un- verbrannt unter dem daraufgefallcucn Schutt. Alle Leute, welche bei ihrer Flucht den Schacht passtrtcu, haben wohl ein Knistern gehört, aber kein Feuer gesehen. Das Feuer hatte weiter oben begonnen. Eö ist zu bemerken, daß die hölzerne Verschalung des Schachtes erst in einer Höhe von 70 Fuß anfing, das untere Ende aber durch den Felsen getrieben war, wo kein hölzerner Einbau nöthig war." Wahr,cheiiillch haben Einige der Verunglückten noch am Mittwoch gelebt; ,o sagen wenigstens die Aerzte. Die Unterstützung, welche das Direktorium für die Hin- terlassencn der Opfer des entsetzlichen Unglücks im Hauenstein- Tunnel sofort angcordnct hat, besteht, wie wir vernehmen: a. in 1000 Fr. für jede Wittwe; t>. in 100 Fr. Einlage in eine Ersparnißkasse für jedes Kind unter 18 Jahre»; c. in einem jährlichen Kostgelde für alle Kinder bis zum zurückgc- legten 18. Jahre, das für 1 Kind 80 Fr., für z Geschwister 150 Fr., für 3 Geschwister 210 Fr. beträgt;