Erschein» Montag, Mittwoch, Freitag. Bezugs-Preis: »»« bl« P,y tttjzqrv mk kOH» km 'Brifflrjfirc u. unfrrr Ä,»trL«n« ff «i in* H»»» mmamttUb »olbmori. l.kk irttMtlktno. %tt V* 4 »g*p r»i» ii: im V*nm |» entrichten. P» 9Hct »,n höherer Semit ke» hehtkeiM A-I^rnch »nf Lieserim« der Mfauqi -ker «nf R»iiq«hlim, km SeiKgtimif«*. G-schk!»««,, '•»8—a Uhr, <3 i»»Up z^chlkffe». 0ee»s^re«hauschi tG ttx. II. P»ftse I ToldPsg. S«n>IIien-N»kei«e» » »olhpsA. Urtimmil Di« IT mm bcaM* MMtmeter-Zeil« M «»»kkfc. girnnkschrist Im AnHei««»- mo »«««ii ist Petit. Bei Wiederheinngen lnrtsseftk» Jtaimtt, der bei Richtinhüm, im» tzalk I Lege» »ach RechmMW» ketnin »ker bei gerichtliche» PH» treibung u»k bei Konbltr« eritscht. Platzaarschrist«» merk«» »ich« »M erkannt and für Ausnahme» «» bestimmten Tage» sawi« für t«to- soniiche Austrüge »ei,« «ernich» Lbernonnnen. Ä»tejgen»?k»natimr di, % Uhr Größere Anzeigen »»GM am T«g« vorder«ufge-rvaü «rrrve». M 111 . Montag, den 17. November 1924. 85. Jahrgang Der Streit um die Neparationöabgabe. Erklänmgs« »es Botschafters in Paris. Paris, 14. Nov Der deutsche Botschafter o. Hoesch empfing gestern die Vertreter der Presse in Paris und machte ihnen Mitteilungen über die Unterbrechung der deutsch-französischen Wirtschaftsverhandlungen. Diese Unterbrechung rührt von einer Meinungsverschiedenheit über die 26prozentige Abgabe, die kürzlich von Frankreich «ingeführt wurde, her. Die deutsche Regierung hat gegen die Einführung dieser Abgabe schon Ende September mit Rechtsargumenten bei der ftanzösischen Regierung Einspruch erhoben. Gleichzeitig hat die deutsche Regierung bei dem Generalagenten für die Reparationszahlungen in Berlin gegen bie'wm Frankreich einseitig statuierte Abgabe aus Gründen der Transfervereinbarung Widerspruch erhoben. Letzterer Widerspruch ,ist noch anhängig und eine Antwort des Generalagenten ist zurzeit noch nicht erfolgt. Da zwischen haben die Handelsvertragsverhanolungen in Paris begonnen. Der Leiter der deutschen Delegation wies gleich zu Beginn darauf hin. daß die von Frankreich geforderte Abgabe sich auch auf dem Gebiete des Handelsvertrages und der deutschen Exportwirtschast überaus störend bemerkbar machte. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen am 5. November sprach der deutsche Vertreter, Staatssekretär von Trendelenburg, noch einmal mit dem französischen Handelsminister über diesen Punkt, über den eine Einigung nicht erzielt werden konnte. Es kam infolgedessen zu der Konferenz mit tzerriot, die letzten Montag stlattfand und auf der von deutscher Seite der Botschafter von Hoesch und Herr von Trenüelenburg teilnahmen. Diese Aussprache dauerte nahezu eine Stunde, hatte aber keinen anderen Erfolg, als daß Herriot das deutsche Verlangen nach Aufhebung der 26prozentigen Abgabe als einen Eingriff in das Reparationsgebiet ablehnte. Weitere Wirtschastsverhandlungen zwischen den beiden Delegationen haben darauf nicht mehr stattgefunden. Es wurde vielmehr als richtig angesehen, eine Pause eintreten zu lassen. Herr v. Trendelxnburg ist nach Berlin gefahren, um den Stand der Angelegenheiten darzulegen. Auf deutscher Seite wird daran festgehalten, daß eine Fortführung der französischen Recovery- Maßnahmen, die überdies von allen anderen reparationsberech- tigten Staaten übernommen werden könnte, eine unerträgliche Belastung des deutschen Exporthandels darstellen würde. Der deutsche Botschafter fügte hinzu, daß er mit dem Leiter der Wirtschaftsabteilung im Quai d'Orsay, Seydoux, weiter in Verbindung bleibe, jedoch könne er keinerlei Aender- ungen über eine eventuelle Lösung des Konflikts machen. Daß eine Lösung gesunden wird, erscheine jedoch nicht ausgeschlossen. Eine offizielle französische Auslassung. Berlin, 14. Nov. Havas verbreitet wie die Abendblätter aus Paris melden, folgende offiziell beeinflußte Mitteilung, über den gegenwärtigen Stand der deutsch-französischen Handelsbesprechungen: „Die deutsch-französischen Handelsvertragsverhandlungen erleiden eine Pause, aber es wäre durchaus unrichtig, zu sagen, daß sie abgebrochen wären. Die ftanzösische Regierung kann nicht darin einwilligen, daß die Reparationsfrage m't dem Handelsvertrag verbunden wird, wie es die deutschen Unterhändler zu tun sich bemüht haben, denn sie verlangten, daß Frankreich gegen Gewährung von Zollvorteilen darauf verzichte, die 26prozentige Abgabe zu erheben. Die Delegierten des Deutschen Reiches haben die französischen Einwendungen ihrer Regierung mitgeteilt und erwarten gegenwärtig, neue Instruktionen, um die Verhandlungen wieder aufzunehmen." Trrndelenburgs Bericht. Berlin, 15. Nov. Der gestern abend aus Paris zurückgekehrte Staatssekretär Trendelenburg erstattete hmte vormittag dem Reichskabinett Bericht über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen. Die französische Stellungnahme, die durch eine offenbar von Interessentenkreisen beeinflußte Havasmeldung deutlich gemacht wird geht dahin, daß die Berechtigung zur Einführung der Exportabgabe von 26 Prozent aus dem Versailler Vertrag hergeleitet werde, also politischer Natur sei. Dieser Sachverhalt ist nach deutscher Auffassung unzutreffend, denn keine Bestimmung des Versailler Vertrages rechtfertigt diese Belastung. Sie stützt sich vielmehr auf den diktierten Londoner Plan von 1921, der durch das Davesabkommen nun rechtlich hinfällig geworden ist. Das Reichskabinett befaßte sich im Anschluß an Trrndelenburgs Beruht mit der durch die französische Haltung geschaffenen Lage, die jedoch auch in materieller Hinsicht nur provisorisch geregelt ist, da di« Rückver» gütung der Abgabe« durch den Reparationsage.rten ,on der Entscheidung des Transferkomitees vom 28. November abhängig gemacht »norden ist. Zum Schreibe« M. Gilberts an Dr. Luther. Der Generalagent für Entschädigungszahlungen, S. Parker Gilbert, hat dem Reichsfinanzminister Dr. Luther in einem Schreiben mitgeteilt, daß er der deutschen Regierung für Rechnung der Jahresleistungen nicht irgendwelche Summen gutschreiben wird, die seitens der Regierung am und nach dem ersten Dezember 1924 an die Exporteure als Rückzahlungen für die von ihren Fakturen gemachten Abzüge geleistet werden. Diese Mitteilungen bedeuten nicht mehr und nicht weniger als eine Stellungnahme gegen di« französische Forderuag auf Weiter- bestehe« der 28p«ozeutig«n Abgabe. Rach den vorliegenden Dlätterstimmen aus Paris besteht zur Zeit keine Aussicht auf Verständigung dieser Frage. Zwar hat di« mit Vorsicht zu de- I wertende Agance Föurnier gemeldet, daß die deutsche Regierung bereit fei, nicht länger den Abschluß eines Wirtschaftsvertrages mit Frankreich davon abhängig zu machen, daß Frankreich auf die Erhebung seiner 26proz. Abgabe verzichte, und zwar sei dies die Folge gewisser Sondierungen der deutschen Regierung in London, die zu dem Ergebnis geführt hätten, daß England durchaus entschlossen sei. am Recoveryakt festzuhalten. Dies« Mitteilungen des französischen Nachrichtenbüros entsprechen jedoch in keiner Weise den Tatsachen. Dir deutschfranzösischen Wirtschaftsverhandlungen stocken jetzt also solange bis das Hindernis der ftanzösischen Hartnäckigkeit in der Frage der Abgabe aus dem Wege geräumt ist. Ob der erwähnte Brief der Generalagenten den Hebel bilden wird, der das Hindernis beseitigt, dürste schon die nächste Zukunft zeigen, denn die deutsch-französischen Verhandlungen können nicht lange auf dem toten Punkt, auf dem sie gegenwärtig sich befinden, bleiben. Frankreichs Stellungnahme. Paris, 16. Nov. Der Brief des Generalagenten für Ent- fchädigungszahlungen, Gilbert, an den Reichsfinanzminister Dr. Luther hat hier beträchtliches Aufsehen erregt und bildet in amtlichen Kreisen den Gegenstand lebhafter Auseinandersetzungen. Auf eine Anstage am Quai d'Orsay wurde dem Vertreter der T. U. mitgeteilt, daß. die französische Regierung; sich durch die Stellungnahme des Generalagenten nicht beein- fiuffen lassen wird und es auch fernerhin ablehnt, die Erhebung der 26pr0zentigeN Ausfuhrabgabe, die systematisch fortgesetzt werden soll, mit dem Abschluß eines deutsch-französischen Handelsvertrags in Verbindung zu bringen. Die Möglichkeit eiNes Konflikts zwischen der französischen Regierung und oem Transferausschuß ist damit in unmittelbare Nähe gerückt. In einem solchen Fall müßte das im Dawesgutachten vorgesehene Schiedsgericht in Tätigkeit treten. Auf französischer Seite besteht aber die Absicht, nur die Entscheidung des Entschädigungsausschusses gelten zu lassen und zwar mit der Begründung, daß es sich bei deck Recovery-act um eine politische, aus dem Versailler Vertrag sich ergebende Maßnahme handle. Aus dem Wahlkampf. Di« Vorbereitung der Reichstagswahlen. Berlin, 13. Nov. Aus der Verfügung des preußischen Ministers des Innern über die Vorbereitung der Reichstags-, Und preußischen Landtagswahlen wird noch mitgeteilt: Wie schon früher betont, sollen als Wahlräume in erster Linie Schulräume benutzt werden. Neu angeordnet wird jetzt, daß im Interesse der Aufrechterhaltung von Ruhe, Sicherheit und Ordnung Gastwirtschaften möglichst nicht als Wahlräume heran- gezvgen werden. Ebenso war in einem ftüheren Erlasse schon darauf hingewiesen, daß die Wahlbezirke nicht zu klein ab- gekrenzt werden sollen. Dieser Bestimmung wird jetzt hinzugefügt, daß insbesondere auch dafür Sorge zu tragen sein wird, daß nicht wie dies in manchen Gegenden bei der letzten Reichs- tagswahl geschehen zu sein scheint, die Abgrenzung der Wahlbezirke dergestalt erfolgt, daß aus den Wahlergebnissen auf die Stimmenabgabe bestimmter Kreise oder Klassen der Bevölkerung geschlossen werden kann. Die deutsche Bolkspartej geht selbständig i» den Wahlkampf. Berlin, 13. Nov. Im Verlause der Sitzung des Zentral- ausschuffes der Deutschen Polkspartei gab Reichsminister Dr. Streftmann die Losung aus, daß die Deutsche Bolkspattei unabhängig nach allen Seiten und selbständig in jeder Beziehung in den Wahlkampf eintrete. Die Versammlung nahm diese Erklärung mit langanhaltendem Beifall auf. Dann wurde der Wahlkampf besprochen. An der Aussprache beteiligten sich auch Vertreter der Jugend und der Presse. Der Entwurf wurde einstimmig zur Vorlage an den Partcivorstand genehmigt. Der Mittelstand gehört i« di« demokratische Partei! Berlin, 14. Nov. Die zwei Jahre bestehende Ortsgruppe Buckow (Kreis Lebus) der Wirtschaftspartei des deutschen Mittelstandes hat gestern einstimmig den Austritt aus der Partei beschlossen und ist geschlossen zur demokratischen Partei ubergegangen. Der Grund liegt darin, daß die Führer der Wirtschaftspartei vollkommen nach rechts umgeschwenkt sind, während sich die übergroße Mehrzahl der Mittelständler aus Republikanern zusammensetzt. Die badischen Deuffchnationalrn. In einer Landesausschußsitzung der Deutschnationalen Bolkspartei Badens wurde die Kandidatenliste ausgestellt, die gegenüber der Liste für die Reichstagswahlen im Mai ds. Is. nur unwesentliche Veränderungen aufweist. Spitzenkandidat bleibt Landtagsabgeordneter Dr. Hanemann-Mannheim und als zweiter folgt der kaufmännische Angestellte und Lanotagsabge- ornet« Schneider von Mannheim. — In einer Besprechung zwischen Vorstandsmitgliedern der badischen und der nnirttem- bergischen Deutschnattonalen Bolkspattei nmrde beschlossen, den badischen deutschnationalen Wahlvorschlag mit dem wütttem- bergischen zur Aufrechnung der beiderseitigen Resfftimmen zu verbinden. Die wütttembeftgische Liste, die das letztemal den Namen „Vaterländisch-Völkischer Rechtsblvck" trug, wird diesmal die Bezeichnung „Deutschnationale Bolkspattei" führen. Der badisch« Landbund. Der Landesausfchuß des badischen Landbundes hat die Kandidatenliste für die Reichstagswahl genau so belassen, wie zu den Wahlen am 4. Mai. Der bisherige Reichstagsabgeordncte I Landwirt Iulier steht demnach an erster Stelle! es folgen ‘ Landwitt Zimmer aus Linx. Lagerhausdirektvr Köhler aus Reicholzheim und Bürgermeister Kaiser aus Behla. 'Die R«ichswahMst« der Nationalsozialisten. Berlin, 14. Nov. Der Reichswahloorschlag der nationalsozialistischen Frecheitspattei beginnt mit folgenden Namen: 1. Ludrndorff, 2. von Griffe, 3. Straffer und 4. Graf Rei- vxntlow. > Di« Reichslist« des Zentrums. ! Berlin, 13. Nov. Der Patteivorstand des Zentrums stellte für die Reichstagswahl die Reichsliste auf, an deren Spitze sich folgende Namen befinden: 1. Staatsminister a. D. Dr. Spahn- Berlin, 2. Frau Dransfeld-Werl i. Wefff., 3. tzauptfchrfft- leiter Adam Röder-Karlsruhe, 4. Frau Ministerialrat Weber Berlin, 5. Oberlehrer tzvfmann-Lndwigshafen, 6. Ministerialrat Wegmann-Oldenburg. Di« Rejchsliftr der Demokraten. Berlin, 13. Nov. Die Reichsliste der Deutschen Demokratischen Partei enthält 33 Namen. An der Spitze sichen: 1. Bäumer, Frau Dr. Gertrud, Ministerialrat, Berlin, 2. Erkelenz Ant., Schriftleiter, Düsseldorf, 3. Fischer Hermann, Rechtsanwalt und Notar, Berlin, 4. Haas Ludwig, Staatsrat a. D-; Karlsruhe. 5. Schneider Gust., Bundesvorsitzender des G- d. A.. Berlin-Zehlendorf, 6. Meyer Oskar, Staatssekretär a. D., Syndikus der Industrie und Handelskammer, Berlin-Ehar- lottenburg. 7. Echuldt Otto, Eisenbahninspektor, Berlin-Steglitz, 8. Fischdeck Otto, Preuß. Handelsminister a. D. Berlin, 9. Lüders, Frau Dr. Maria Elisabeth, Berlin, 10. Bartschat Franz, Klempnermeister, Königsberg, II. Ronneburg, Staatsminister, Braunschweig, 12. Raschig, Dr. ing., Fabrikbesitzer, Ludwigshaftn. Eine bedeutsame Rede Dr. Strefemanns. ^ Stuf der ZentralvorstandSvorsttzung der Deutschen Volks- Partei in Dortmund hat Reichsaußenminister Dr. Strese- mann am Donnerstag eine vielbeachtete außenpolitische Rede gehalten. Diesmal war es das Forum eines Parteitages das der Außenminister dazu benutzte, um seine Politik vor der Öffentlichkeit zU rechtfertigen. Einleitend beschäftigte ei sich mit deN Auswirkungen des Londoner Abkommens. Die Frage. ob die Haltung der deutschen Delegotior in London die richtige war. beantwortete er in der Form daß er die politischen und wirtschaftlichen Entspannungen, die London uns fraglos gebracht hat. in geschickter Weise seinen Zubörern vor Augen führte. Wenn dann der Ministei be, der Besprechung der Lage in den besetzten Gebie- t e n sich auch einmal ausführlicher als dies bisher bei Re- gierunaskundgebungen der Fall war. dem Saargebiel ziiwandte. so wird man ihm dafür ganz besonders danken muffen. Unsere Brüder und Schwestern an der Saar dürren nicht das Gefühl bekommen, daß ihre Sorgen nicht auch die des Reiches find. Das Kernstück der Rede bildeten die Ausführungen. die Dr. Streftmann über die gegenwärtigen Handelsvertragsverhandlungen machte. EZ ist fa eine staunenswerte Reihe von Ländern, die das Bedürfnis haben, mit Deutschland wieder in einem engeren wirtschaftlichen Konnex zu kommen, und das Auswärtige Amt ist wirklich in Not. woher es leine Vertreter für all die. meist gleichzeitia laufenden Verhandlungen nehmen soll. Der Mittelpunkt dieser Verhandlungen wird, wie aus dev Ausführungen des Ministers zu entnehmen ist. das System der Meistbegünstigung sein. Am l0. Januar IM läuft bekanntlich die uns im Vertrage von Versailles auf- erlegte einseitige Meistbegünstigung ab und wir stehen vor diesem Zeitpunkt ab wieder dem Ausland als aleichberech tigte Vertragsgegner gegenüber. Dieses Datum wird als, von historischer Bedeutuna für unsere künftigen Beziehung« zu den anderen Völkern lein. Ganz kurz ging Dr. Strese mann zum Schluß seiner Rede auf den V ö l k e r b u n - ein §r machte dabei seinen Zuhörern die Mitteilung. datz die Zchritte. die die Negierung bisher unternommen hat. um len Eintritt Deutschlands in den Völkerbund vorzubereiten, «der noch nicht den gewünschten Erfolg gehabt haben. Die ffegieruna hat bekanntlich vor etwa 2 Monaten den iw Lölkerbundsrat vertretenen Mächten ein Memorandum zu> reden lasten, in dem um Beantwortung einiger, die Stelluno Deutschlands im Völkerbund betreffenden fragen aebetev wurde. Bisher haben überhaupt nur 4 Staaten darauf ge- rntwortet. Es hat sich aber auch die überraschende Tatsache rerausaestellt. daß auch dieieniaen Länder, die den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund vor einiger Zeit noch ft rurkallend sehnsüchtig aewünlcht haben, sich nun oftenbai ;ar keine Mühe mehr aeben. Deutschland den Eintritt zu er» leichtern. Tie besondere Lage, in der sich Deutschland befindet. hat der ihnen ^oenig Verständnis gesunden. Jedenfalls liegt die Schuld daran, daß Deutschland, nicht schon iw Dezember im Völkerbund vertreten sein kann, an den an- deren und nicht an uns. Helds Besuch tu Berlin. Berlin, 14. Nov. D«r bayerische Ministerpräsident Dr. Held, der sich zu Besprechungen mtt der Reichsregiening in Berlin aufhält, hat mit einem Mitarbeiter der Deutschen Allgemeinen Zeitung ein« Unterredung gehabt. Dr. Held fühtt« aus, daß sein Besuch in Berlin nicht allein der Erörterung der Finanzstage gelte, sondern der gründlichen Aussprache über «ine ganze Reihe von Punkten, die das Verhältnis Bayerns zum Reiche betreffe. Starke Bedenken äußette Held gegen die Anwendung des sfftragraphen 48 der Verfassung bei 'it a * Der Landbote * Sinsheimer Zeitung. Montag, den 17. November 1924. Die Regie verschwindet. Der kommende Sonntagmorgen wird im Rheinland nn besonderer Freude begrüßt werden. Tenn vom Sonntag al gibt es in den besetzten Gebieten keine fremde Eisenbahn regte mehr. In der Nacht vom 15. auf den 16. No o e m b e r . Schlag 12 Uhr. geht der gesamte Betrieb bei französisch-belgischen Eisenbahnregie an die deutsche Reichs bahngesellschaft über. E'n neues Gefühl der Erlcichterunx wird durch die rheinische Bevölkerung gehen. Wer öfter! genötigt war. die Regiebahnen zu benutzen, wer Zeuge wa» der täglichen Verspätungen, der Unregelmäßigkeiten irr Personen- und Güterverkehr, wer die verschmutzten Abteil« und Bahnhöfe gesehen Hai. der wird begreifen, daß der 15 November in der Chronik des Rheinlandes eine besonder« Bedeutung haben wird. Besonders groß wird die Freud« der deutschen Eisenbahner sein, die nunmehr wieder in des seren materiellen Verhältnissen und unter deutscher Leitung ihren Dienst versehen können. Unter derRegie hatt« das deutsche Personal nichts zu bedeuten Etwa 20 000 französisch-belgische Eisenbahner waren in de« Dienst gestellt worden. Sämtliche leitenden Stellen, auck bei Nachgeordneten Dienststellen, waren von Franzosen uni> Belgiern besetzt. Der erfahrene und ortskundige deutsch« Eisenbahner hatte nur zu gehorchen, seine Ratschläge wur den nicht gehört. Die Lei st ungen der Regie Ware« auch entsprechend. Im Personenverkehr sind etwa 50 % bet Versonenzugkilometer geleistet worden, die vor der Ruhrbesetzung von der Reichsbahn auf den gleichen Strecken ge fahren worden waren. Auch im Güterverkehr betrug di« Leistung der Regie im Durchschnitt höchstens die Hälfte dei früheren deutschen Leistungen. Wenn man wissen will, was die Rückkehr der rheinisch westfälischen Bahnen zur deutschen Reichsbahngesellschaft bedeutet. so braucht man nur daran zu erinnern, daß 30 % bet im gesamten Reichsbahngebiet benötigten Güterwagen in» Khein-Ruhrnetz gestellt werden. Fast die Hälfte (49 %) dei gesamten von der Reichsbahn beförderten Gütermenge« stammt aus diesem Gebiet oder läuft dorthin. 150 000 Eisenbahner werden durch die Rückgabe ihrer Arbeit unter beut- cher Leitung ihrer Heimat und ihrer Familie wiedergegeben Der Uebergang der Regiebahnen an die deutsche Reichsbahngesellschaft ist der letzte Schritt zu der im Londonet Pakt vorgesehenen Wiederherstellung der fiskalischen und wirtschaftlichen Einheit Deutschlands. Die Regelung der Eisenbahnfrage war eines der schwierigsten Probleme der Londoner Konferenz Es ist noch in guter Erinnerung, daß Frankreich sich starl dafür einsetzte. 4000 französische und belgische Eisenbahner im Betrieb der rheinischen Eisenbahnen ständig zurückzulasten. Die deutsche Delegation in London hat diesen Plänen schärfsten Widerstand entgegengesetzt und sie hat es er- ceicht. daß Frankreich und Belgien diese Pläne fallen ließen Ursprünglich war für die Uebergabe als spätester Zeitpunkt rer 17. Dezember in Aussicht genommen. Es ist ein weiteres Verdienst der deutschen Unterhändler, daß dieser Termin rorverlegt worden ist. Mit dem Ende der Regie fallen eine Reihe von Hindernissen fort und zahlreiche Erleichterungen und Verbesserungen werden Platz greifen. Für eine ganz kurze Uebergangszeit bleibt zwar noch der Regiefahrplan in Kraft, die deutschen Tarife werden aber überall sofort wieder eingeführt. Ein neuer Fahrplan mit wesentlichen Verbesserungen wird am 30. November in Kraft tttten. Die seinerzeit im Ruhrgebiet verloren gegangenen Züge, i. B. nach Süddeutschland, Berlin. Hamburg, Altona. Frankfurt a. M.. Ulm. Basel, werden größtenteils zum 1. De- iember auf den alten Linien wiedergefahren, zum Teil mit großen fahrplantechnischen Verbesserungen. Die Bezahlung les Fahrgeldes in Franken kommt selbstverständlich sofort in Wegfall. Leider konnte es nicht durchgesetzt werden, daß )ie von der Regie eingestellten Nichteisenbahner, unter denen ich bekanntlich auch verschiedene übelbeleumundete Separatisten befinden, mit übernommen werden müssen. Ihre Abstoßung wird jedoch in absehbarer Zeit erfolgen. In dem Augenblick, da die franko-belgische Eisenbahn- cegie verschwindet, gedenkt das deutsche Volk mit besonderer Bewunderung der Männer und insbesondere der Eisenbahner. die während des Ruhrkampses ein Ovier ihrer deutschen Gesinnung wurden. Von den 41 303 ÄnSoewi"i<'Nk>n waren nabezi, die Hälrte von Hof und Hdrd vertrieben worden sind. In den Annale» des besetzten Gebietes werden ihr« Namen allezeit mit goldenen Lettern verzeichnet sein. Abschledsfeier für Dr. Eckener. Ikewyork, 14. Nov. An dem Abschiedsbankett Ser deutschamerikanischen Verbände zu Ehren Dr. Eckener nahm auch der N«wyorker Bürgermeister Hylan teil, Hylan hob in seiner Ansprache di« Leistungen der Dmtschen hervor, während Eckener Gewicht auf die Feststellung legte, daß in ganz Amerika ei» großer Sttmmmigsumschwung zugunsten Deutschlands eingetreteu sei. Stürmischer Beifall wurde ausgelöst, als Dr. Eckener und Hylan Fahnen in de» alte« Rejchsfarbea und amerß» konischen Farben überreicht wurden. Berlin, 14. Nov. Dr. Eckener der Führer des Z. % 3 gewährte nach Rückkehr von einer amerikanischen Rundreise nach Newyork dem heutigen Berichterstatter des „B. Z." eine Unterredung in der er u. a. folgendes aussagte: „Ich versuchte beizahl-- reichen Begegnungen mit führenden Amerikanern heraus zu finden, ob es sich mir um eine momentane Sympathie oder um «in« dauernde' Freundschaft handelt, ob man gewillt ist, Deutschlands Aufrichtigkeit nicht mehr zu mißtrauen, sondern objektiv darüber zu denken. Derartige Fragen wurden mir stets üb«r-> zeugend posttto beantwortet. Die Gerüchte, daß ich dauernd nach Amerika übersiedeln wolle, sind unrichtig. Ich gehe nach Amerika schon im Frühjahr zurück und werde als Direktor der neuen „Goodyear Compagie" überhaupt oft herüber kommen, wie jeder andere Geschäftsmann, der seine Geschäfte hier zu erledigen hat. Ader mein Wohnsitz bleibt Friedrichshafen, dessen Erhaltung meine einzige Lebensaufgabe ist. Die Taufe des Z. R. 3. — Frau Coolidge als Taufpatin Washington, 15. Nov. 3. R. 3 wird in der nächsten Woche nach dem Flugplatz von Bölling fliegen, wo das Luftschiff von Frau Coolidge auf den Namen „Los Angeles" getauft wird. Der genaue Termin der Abfahrt des Luftschiffes hängt von den Witterungsverhästnissen ab. Die tendenziöse Militärkontrolle. London, 14. Nov. Die Times veröffentlichen lange Aus« fühmngen eines Sonderberichterstatters, deren offenbarer Zweck ist, das Publikum auf den Bericht der Militärkontrollkony- missron vorzubereitm in dem Sinn«, daß «ine deutsche Verlängerung der Besetzung der Kölner Zone gestatten würde. Die Kommission sei überall auf gut organisierte passive Widerstände gestoßen, hinter denen das Reichswehrministerium und die illegalen militärischen Organisationen steckten. Besonders «ruft sei die Entdeckung, daß die Kruppwerke die Herstellung von Gewehren wieder ausgenommen hätten. Bor einigen Tagen seien 20000 falsch deklarierte Gewehrläufe beim Verlassen der Fabrik abgefaßt worden. In Königsberg habe man gefunden, daß die Festungsartillerie durch Plazieren auf Eisenbahnwagen mobil gemacht werde. Die Reichswehr besitz« immer noch Waffen und Uniformen, die für eine fünfmal so große Armee genügen würden. Ernster noch aber als alles dieses sei. daß Deutschland durch die Anwendung einer neuen Methode die ihm auferlegten Bedingungen zu umgehen sucht: Im Anschluß an das Kaifer-Wilhem-Znstitut in Berlin sei ein großes Laboratorium gegründet worden, um den Krieg vom wissenschaftlichen Gesichtspunkt aus zu studieren. Er stehe mit verschiedenen anderen derartigen Anstalten in Deutschland in Verbindung, besonders auch mit der Hannoveranischen Anstalt für das Studium der Giftgas«. Zum Schluß wird der deutschen Regierung sowie der Mehrheit des deutschen Volkes das Zeugnis ausgestellt, sie arbeite für den Frieden: aber mit Bedauern werde entdeckt, daß sie bisher die militärische Kaste, die eine gefährliche Allianz mit industriellen Kriegsgewinnlern und Chauvinisten bilde, nicht habe zügeln können. Man erweise der deutschen Republik nur einen Dienst, wenn man offen über die Gefahr der deutschen Reaktion rede, die sich nur in kriegerischen Vorbereitungen ausdrücke. Ein« neue Abriiftungykonferenz? London, 13. Nov. „Daily News" meldet aus Washington: Cs wird jetzt allgemein erwartet, daß Coolidge in naher Zukunft ein« neue Konferenz zur Einschränkung der Rüstungen einberufen werde. Nach ben diplomatischen Sondierungen, die bereits vorgenommen seien, werde Großbritannien den Vorschlag des Präsidenten unterstützen. Bezüglich der Haltung Frankreichs und auch Rußlands bestehen noch einige Zweifel, be- Angehörige der deutschen Reichsbahn, die mit Frau und Kind sonders hinsichtlich der Rüstungen zu Lande. Rr. 111. Jahrgang 1924. der Regelung der Finanzfrage. Dieser Artikel dürfte nicht zu einer Art Staatsstreichartikel werden. In diesem Zusammenhang bezeichnete Dr. Held den jetzigen Zustand der Steucr- verteilung zwischen Reich und Ländern als unhaltbar. Notwendig sei die Aufbesserung der Beamtenbezüge, die bei den unteren und mittleren Beamten größer sein müsse, als bei den oberen. Besonders unzufrieden ist Bayern mit der Lösung der Eisendahnfrage. Hier seien wichtige Zusagen nicht eingehalten worden. Weitere Einengung der Selbständigkeit Bayerns müsse unbedingt vermieden werden. Dazu treten Fragen der Post und des Verkehrs zwischen Reich und Ländern, die allgemein Klagen, daß sie häufig in wichtigen Angelegenheiten vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Es geht doch nicht an, so sagte Held, daß die einzelnen Länderregierungen in Frage« von vitalstem Interesse durch Einrichtungen verständigt werden, die man nicht als offizielle Mittel betrachten kann. So hat der Pressechef der Reichsregierung mehr als einmal in den Pressekonferenzen Mitteilungen über Dinge und Beschlüsse gemacht. von denen die Regierungen der Länder nicht das Geringste wußten. Held wies noch auf die Notwendigkeit hin, die in der Verfassung klaffenden Lücken auszufüllen, aber auch den Geist der D«rfassimg zu revidieren: .sie habe unter den damaligen Ver«- hältnissen notwendigerweise einen Geist erhalten, der in vielen Teilen Deutschlands und so auch in Bayern nicht mehr der Geist der Bevölkerung. Heber den voraussichtlichen Ausfall der Wahlen äußerte sich Dr. Held zurückhaltend. Wir Bayern erwarten, kein« wesentlichen Veränderungen im Stärkrperhättnis der Parteien mit Ausnahme der Nationalsozialistischen, die kaum wieder emporkommen dürsten; das gleiche gelte von den Kommunisten. Schließlich zeigte sich Dr. Held sehr optimistisch in Bezug auf den Erfolg seines Berliner Besuches. Man will bei uns, so schloß «r, nur Ellenbogenfreiheit im Rahmen des Reiches; man will nicht in allem von Berlin reglementiert und kommandiert werden. Ellenbogenfreiheit und gesundes Eigenleben — das ist es, was oie Länder brauchen und was sie haben müssen um des Reichs willen! Bayern für Schaffung einer Erwerbslosrnversicheruag. München, 13. Nov. Vom Haushaltungsausschuß des Bayerischen Landtags wurde ein Sammelantrag angenommen, der die Staatsregierung ersucht, bei der Reichsregierung und dem Reichsrat dahin zu wirken, daß die derzeitige Erwerbslosen- fürforge in «ine Erwerbslosenversicherung umgewandelt werde. .Sozialminister Oswald erklärte sich mit diesem Sammelantrag einverstanden. Me Regierung teilte in der Aussprache mit, daß von den insgesamt 72000 Schwerkriegsbeschädigten gegen- wärttz nur etwa 0,5 Prozent ohne Arbeit seien. Steuerwimsche der dmtschen Industrie. Berlin, 14. Nov. Der Reichsverband der deutschen Industrie und die Bereinigung der Arbeitgeberverbände haben nach eingehender Erörterung in einer gemeinsamen Sitzung Ihrer Hauptausschüsse di« Forderung ausgestellt, daß die Umsatzsteuer, die Luxussteuer und ähnliche Steuerarten noch mehr ermäßigt werden müssen und daß der Export noch viel mehr gefördert -werden muß. Die Einkommen- und Körperschastssteuer müßten nach Ablauf des Jahres 1924 richtig veranlagt werden. Im Jahr« 1925 dürsten die Vorauszahlungen nicht mehr in der bisherigen Art erhoben werden. Forderungm der Beamten. Berlin, 14. Nov. Der Gesamtvorstand des Deutschen Beamtenbundes hat sich am gestrigen Donnerstag mit dem Schreiben des Reichsfinanzministers beschäftigt und eine Entschließung gefaßt, «ine Aufbesserung der Bezüge im Sinne einer Annäherung an die Nominalgehälter der Friedenszeit sei zu -gewähren. Es müsse eine sofortige Neuregelung der Beamtengehälter verlangt werden, die allen Beamten ein angemessenes Realeinkommen gewähre und ferner eine Wiedergutmachung des Besoldungsunrechts vom Juni 1924 durch starke Aufbesserungen der Bezüge der untersten Beamtengruppen enthalte. Die Arbeitsgemeinschaft der höheren Beamten, die dem Deutschen Beamtenbund angeschlossen ist, hat dem Gesamtvorstanid ihrerseits von einer Entschließung Kenntnis gegeben, in der sie es als die selbstverständliche kollegiale und solidarische Pflicht der höheren Beamten bezeichnet, ihre Stimmen zu Gunsten der Kollegen in den unteren Besoldungsgruppen zu erheben. Berlin, 14. Nov. Me schon vor einiger Zeit eingeleiteten Lvhnverhandlungen bei der Reichspost sino heute vormittag im Reichspostministerium wieder ausgenommen worden. Gundula. Roman von A. von Tr ysted 1. 34) yiadiDvutf verboten. Diese nichte dem Kinde fteundlich zu und stellte die tolle Fahrt ein. Nach wenigen Minuten hatte sie die Schaukel zum Halten gebracht. „Du, laß mich auch mal," sagte drüben die Kleine, vor Eifer auf dem Gartenstuhl herumhüpfend, „darf ich kommen? Weiter unten bei der großen Tanne ist ein Loch, da kann ich bequem durch!" „Das hast du schon heraus?" lachte Gundel, „na, komm nur, hoffentlich wirst du nicht schwindlig." „No", nicht im geringsten, unsere Frjedrike sagt immer: ^Der Irrwisch hatte Gummiglieder, die kann sie wenigstens nicht brechen!" Dabei flatterten die blonden Locken schon in einiger Entfernung, und schelmisches Gelächter tönte zu dem jungen Mäo- chrn herüber. Mit einer Gewandtheit, die darauf schließen ließ, daß das kleine Mädchen diesen Weg nicht zum ersten Male machte, kroch sie durch die Hecke und flog dann mit ausgebreiteten Armen auf Gundel zu. „Ich Hab' dich lieb." sagte sie, das schöne Mädchen umfassend. „fiirchtbar lieb, und möchte dich küssen." Es war ein reizendes Geschöpf, und Gundula so entzückt, daß sie sich niederbeugte und jede Liebkosung der Kleinen zärtlich erwiderte. „Wie heißt du?" fragte sie dann. „Hilde von Gronwald", antwortete dir Kleine, „und alle Tage habe ich schon auf dich gelauert, aber niemals kamst du bis zur Schaukel. Heute bist du wohl sehr vergnügt?" „Ja, sehr, meine süße, kleine Hilde, ich könnte die ganze -Welt umarmen!" rief Gundula, „komm, gib mir noch einen Kuß und dann setz' dich in die Schaukel! Halte dich aber jo recht fest, damit du nicht hinuntersällst! „Ich falle nicht", sagte Hilde ungeduloig. „los!" Estmdula war sehr vorsichtig und oacht« nicht daran, die Klein« hoch zu schaukeln. Hilde aber war sehr wild uno wurde unartig. Sie riß gewaltsam an den Stricken und brachte sich plötzlich so in Schwung, daß Gundel nicht ausweichen konnte uno die scharfe Kante der Rücklehne hart gegen ihre Schulter stieß. Es tat nieh, und sie konnte einen Echmerzenslaut nicht unterdrücken. In demselben Moment tauchte auf der anderen Seite der Hecke im Nachbargarten das dunkelbärtige Gesicht des Barons Etefany auf. Er mochte dort schon längere Zeit gestanden haben und ungesehener Zuschauer des lustigen Treibens gewesen sein. Nun drohte «r, die Stirn finster gefaltet, herüber. „Bitte die Dame sofort um Entschuldigung, und dann komm!" rief er barsch. Das Kind gehorchte ohne weiteres, scheu huschte es davon, nachdem es eine Entschuldigung gestammelt. „Es war ja nicht so schlimm," beschwichtigte Gundula, „und die Kleine konnte nichts dafür." „Verteidigen Sie die Ungezogenheit nicht noch!" widersprach Stefany streng. „Fehler muß man bei der Wurzel aus- rvtten, sonst wachsen sie mit dem Menschen, Ungezogenheiten arten in Untugenden aus. Dann ist es zu spät zur Umkehr." Gundula sah den Fremden groß an. Sie dachte an ihre eigene Kindheit, an Erwins Gehässigkeiten, an seine Manier, sie absichtlich zu kränken und zu peinigen. „Auf Hildchens treuherzigen Sinn würde ich schworen," sagte sie überzeugungsvoll, „ein rasches, unbedachtes Wort, eine unüberlegte Handlung, auch wenn sie Schaden anstiftet, sollt« bei Kindern, die ein gutes Herz haben, gar nicht beachtet werden. Und eindringlich ftagte sie: „Sie werden doch das kleine Mädchen dieser Nichtigkeit wegen nicht strafen?" „Verdient hat sie es," sagte der Baron kühl überlegen. „Nein, absolut nicht!" widersprach Gundula mit einer Heftigkeit, die ihr sonst fernlag. Doch ein Etwas in dem Wesen jenes Mannes forderte ihren Widerspruch heraus. „Würde jeder Vater so denken, wie Sie, dann würde einem Kind jede Freude zum Leide werden," fuhr sie fort, „ein Kind aber, welches Worte und Handlungen ängstlich abwägt und korrekt handelt, ist ein unglückliches Geschöpf; denn nur die Furcht kann seinen Uebermut dämpfen, das rasche Wesen, dieses goldige Vorrecht der Kindheit in unnatürliche Schm und Bedächtigkeit umwandeln." „Wie kommen Sie, ein noch so junges Mädchen, zu diesen Anschauungen?" fragte der Baron, aus feinen dunklen Augen Gundula forschend anblickend. Sie konnte dem Blick dieser düsteren, schwermütigen Augen nicht standhalten und senkte, unwillkürlich erröternd, die Wimpern. „Ich spreche aus Erfahrung," sagte sie ernst, „ich habe ein paar sehr traurige Kinderjahre durchlebt. Schon von Natur still und sanft, wurde ich durch dir Lieblosigkeit meiner Umgebung so verschüchtert, daß ich tagelang außerhalb der Schule fast kein Wort sprach. Und doch wurde jeder meiner Amßerungen und Handlungen ein böses Motiv unterlegt. Da lernt auch ein Kind schweigen und vorsichtig sein. Aber wie traurig sieht es in einem solchen jungen Herzen aus, und wie qualvoll muß es erst leiden, ehe es dahin kommt, feine stürmische» Regungen verbergen zu können. Ich war ein ruhiges, versonnenes Kind, unb„hätte doch Freude und Schmerz gern geäußert. Ehe ich alles in mir verschloß, habe ich viel Trauriges in mir durchlebt. Und als ich dahin gelangt war, mich zu beherrschen, da war ich gar kein Kind mehr in meinem Sinn, sondern meinen Jahren weit voraus." „Das war eine harte, steudenarme Kindheit," bestätigte der Nachbar teilnahmsvoll, „und doch eine vorzügliche Schule für Sie. Jetzt find Sie doch glücklich? Die Freude am Leben strahlt ja förmlich aus Ihren schönen Augen!" Das Mädchen erschrak. Wie konnte ein verheirateter Mann so zu ihr sprechen? Unsicher sah sie ihn an. Da begegnete ihr Auge einem Blick so unbedingter Güte, daß sie sich ihres leisen Mißtrauens schämte und rückhaltlos weitersprach: „All mein Glück danke ich meinem guten, treuen Onkel. Bon der Stunde an, wo er sich meiner annahm, wandte sich mein Geschick zum Guten. Er umhegte mich mit all der Liebe und Zärtlichkeit, deren mein armes, verkümmertes Gemüt bedurfte. Unter seiner klugen Fürsorge habe ich mich geistig und seelisch entfaltet. In der Nähe meiner Stiefmutter wäre ich an Leib und Seele langsam zugrunde gegangen." Nr. 111. Jahrgang 1924. Der Landbote * Sinsheim« Zeitung. Montag, den 17. November 1924. Der Prozeß um die deutsche» Patent«. Mewyork, 14. Nov. Der Prozeß, den, wie bereits gemeldet die Regierung der Bereinigten Staaten wegen der Rückgabe der an «in Konsortium verkauften deutschen chemischen Pa teilte angestrengt hat, kam gestern zur Verhandlung. Der Verteidiger des unter Fühmng des Milliardärs Dupont stehenden 'Syndikats behauptet, der Prozeß sei unter deutschem Einfluß angestrengt worden, um die Patente wieder an Deutschland zurückzugeben. Der Vertreter der Regierung Stone, erwiderte in seinem Schlußwort, der Prozeß sei deshalb angestrengt worden, weil Beamte der Vereinigten Staaten die Patente an eine Gesellschaft verkauft hätten, deren Mitglieder sie selber waren; sie hätten also Staatsbesitz an sich selbst verkauft und damit eine schwere Verletzung der Amtstreue begangen. Weiter erklärte er, daß, wenn der Staat obsiege, die Rückgabe der Patente an die ersten deutschen Inhaber allerdings durchaus im Bereich der Möglichkeit liege. Die Entscheidung darüber stehe jedoch allein dem Kongreß zu. Das Gericht erkannte, daß das Urteil später gefällt werden würde. Eine Rede des englischen Handelsministers. London, 14. Nov. Handelsminister Sir Philipp Greame Hielt gestern bei einem Essen der Bereinigung britischer Handels Kammern «ine Rede, worin er erklärte, der Ausblick in die Zu Kunst fei zweifellos heller als vor wenigen Monaten. Es sei nicht seines Amtes, Erörterungen darüber anzustellen, in welchem Umfang das etwa politischen Ereignissen zu verdanken sei, die sich in den letzten Wochen vollzogen hätten. Die alten Märkte der Welt seien heute aufnahmefähiger als bisher. Sie litten an Warenknappheit. Ausgabe Englands sei es sich gebührenden Anteil auf diesen Märkten zu sichern. Dies wiederum sei nur durch sparsame Wirtschaft in der öffentlichen Verwaltung durch größer« Produktion und durch größere Erträge möglich Der Präsident der Bereinigung, Stanley Machin, erklärte in seiner Erwiderung, di« Geschäftsleute könnten die Forderung nach Sparsamkeit nicht stark genug wiederholen. Nichts werde mehr dazu beitragen, den Handel zu entwickeln und Vertrauen und Unternehmungsgeist zu wecken als die Ermäßigung der Einkommensteuer. Der Redner forderte schließlich die Wiedereinführung des Pfennigtarifs für Briefe. Danzig zum Ausbau des Gdingrr Hafens. Danzig, 13. Nov. Die „Danziger Neuesten Nachrichten" veröffentlichen einen inspirierten Artikel über den vom polnischen Kriegsminister Sikorski beabsichtigten Ausbau des Hafens von Gdingen zu einem polnisch-französischen Kriegshafen. Si- korski hält den Ausbau für eine strategische Notwendigkeit und durch den Widerstand Danzigs begründet. Dieser Widerstand bestand jdarin, daß Danzig sich weigerte, ein polnischer Flottenstützpunkt zu werden. Danzig will alles vermeiden,, um der Schauplatz kriegerischer Operationen zu werden. Diese Gefahr wird durch den Ausbau eines benachbarten Kriegs- Hafens gesteigert. Das Blatt fragt, ob der Völkerbund dem französisch-polnischen Flottenplane beistimme, oder ob er schweige, weil er ohnmächtig sei. Hoffentlich reiche der Einfluß des Völkerbundes aus, um durch seinen Schutz den ihm anoertrauten Freistaat Danzig vor kriegerischen Gefahren zu bewahren. Zum Fall Rachusius. Paris, 14. Nov. Havas meldet aus Lille: Rechtsanwalt Nicolai aus Metz, der Verteidiger des Generals Rathusius, hat gestern mit diesem mit Erlaubnis der Militörbehörüen eine einstündige Unterredung gehabt. Der General beteuerte feine Unschuld und erklärte, daß er die.feste Hoffnung habe, sich von der Anklage, die auf ihm laste, vor dem Kriegsgericht vollständig reinigen zu können. Nicolai ist gestern abend wieder nach Paris zurückgekehrt. Die Verwendung deutscher Arbeiter in Frankreich. Paris, 13. Nov. Der frühere Minister fiir öffentliche Arbeiten Le Trocquer betonte in der Kammer die Zweckmäßigkeit der Verwendung deutscher Arbeitskräfte in Frankreich und erinnerte Herriot an die nach der Londoner Konferenz erteilt« Zusage. Der Berichterstatter äußerte sich zustimmend. Der Mi nister für öffentliche Arbeiten gab dann die Erklärung ab, daß die Regierung di« Heranziehung deutscher Arbefter zu Wegeausbessenmgen bereits in Betracht ziche. Deutsch-schweizerische Wirtschaftsverhandlungen. Berlin, 14. Nov. Di« seit Wochen schwebenden Verhandlungen zwischen Deutschland unü der Schweiz betreffend den Abbau der beiderseitigen Einfuhrbeschränkungen stehen vor dem Abschluß, nachdem über die wesentlichen Grundsätze eine Einigung erzielt wurde. Der völlige Abbau wurde für den -30. September 1925 vereinbart. Di« Zahl der Waren, hinsichtlich deren sich die Regierung für die Uebergangszeit Einfuhrbeschränkungen noch Vorbehalten hat, erfuhr eine wesentliche Verminderung. Um die Beschleunigung des Abbaues schon während der Uebergangszeit zu ermöglichen, erklärten sich beide Teile bereit, in Besprechungen über die Revision der Kontingentslisten einzutreten. Das Abkommen kann auf den 30. September 1925-gekündigt werden. Der Abschluß oer Vereinbarung durch die Delegationen hängt von der Verständigung über die Kontingentsliste ad, worüber noch verhandelt wird. Die Vereinbarung soll 14 Tage nach der Genehmigung durch beide Regierungen in Kraft treten. Was geht in Spanien vor? R««« Verhaftungen spanischer Anarchisten. Paris, 14. Nov. Die Blätter melden neue Verhaftungen spanischer Anarchisten. In einer Pariser Dorstadt ist ein Anarchist verhaftet worden, der einen Revolver bei sich trug. Spanische Revolutionäre, die von Paris über Lyon, Marseille, Boulogne und Orleans versuchten, die spanische Grenze zu erreichen, sind daran verhinoert worden. Heber di« Borgäugr in Omnien, erfährt der Kvrrespondet oes „Daily Expreß" in San Sebastian folgende Einzelheiten: Trotz der überaus scharfen Zensur beginne man allmählich klar zu sehen. Die Erklärung in der König Alfons behauptet, daß er die Diktatur angenommen habe, um den Bürgerkrieg zu vermeiden, findet keinen Glauben mehr. In Katalonien und Navarra gärt es in einem großen Teil der Armee, die im Begriffe ist, die Front zu wechseln. Die Befreiung des Generals Berenger, der bekanntlich eine Festungsstrafe verbüßt, steht bevor. Trotz der Hinrichtungen di« in Barcelona erfolgten, ist di« Aufstandsbr- wegung nicht unterdrückt. Zahlreich« Sozialisten, Republikaner und Liberale sind in Barcelona, Saragossa und Madrid verhaftet worden. Am letzten Montag und Dienstag wurden 152 Personen ins Gefängnis gesetzt. Die reaktionären Elemente behaupten, daß die Diktatur weiter bestehen müsse, da sonst der Sturz der Monarchie unvermeidlich sei. Die italienische Krifis. Paris, 12. Nov. Der linksliberale „Parisien" bringt heut« abend einen ziemlich pessimistischen Artikel über die italienisch« Krisis mit der Ueberschrift: „Die saszistische Diktatur mitten in der Krise." Der „Parisen" schreibt u. a. folgendes: Mussolini wisse jetzt sehr wohl, daß sein Sturz nahe beoorsteht. Die Eröffnung des italienischen Parlaments hat die italienische Krisis nicht beendet, sondern nur noch verschlimmert, so Haß jetzt der Sturz d «s Diktators unvermeidlich erscheine. Die Frage ist nur noch dies«: durch welches andere Regime Mussolinis Regime ersetzt werden wird. Jedoch scheint die Opposition durchaus nicht einzig, sondern vielfach geteilter Ansicht zu sein. Da aber sämtliche Oppositionsparteien gegen das faszistische Regime ankämpfon, fühle dieses seine Stellung stark erschüttert und es genüge nun mehr ein kleiner Funke, um das Pulver-, faß zur Explosion zu bringen. Mussolini dementiert seine Diktaturabsichtrn. Rvm, 14. Nov. Die über Paris verbreitete Unterredung mit einem Vertreter d«r „Chicago Tribüne", wonach Mussolini erklärt haben soll, er werde das Parlament auflösen, wenn ihm dort Schwierigkeiten berettet würden und die Diktatur proklamieren, wird von Mussolini dementiert. Baden. Der Freiburger Kommunistenprozeß. Freiburg. 14. Nov. Gestern war die erste Sitzung des Südd. Senats des Staatsgerichtshofs im Schwurgerichtssaal des Landgerichts Freiburg. Von den Angeklagten, die teilweise schon seit Oktober 1923 in Untersuchungshaft sitzen, waren mit Ausnahme des Reichstagsabg. Bock und Frau Unger alle zugegen. Frau Unger ist flüchttg; für Bock legte die Verteidigung ein ärztliches Zeugnis vor, wonach er wegen Tuberkulose weder hast -noch vernehmungsfähig sei. Oberreichsanwalt Dr. Ebcr- mayer bezweifelte zwar nicht die Hast-, wohl aber die Ber- nehmungsunfähigkeit. Nach kurzer Beratung des Gerichtshofes wurde indessen beschlossen, das Verfahren gegen Bock abzutrennen. Rechtsanwalt Dr. Wacker lehnte darauf den Präsidenten des Gerichtshofes, Dr. Niedner, wegen Befangenheit ad. Oberreichsanwalt Dr. Ebermayer sprach sein Bedauern darüber aus, daß sich bei derartigen Protesten vor dem Staatsgerichtshof immer das gleiche Schauspiel wiederhole. Gehe der Protest gegen links, dann sei es die Links- gegen rechts, dann sei es die Rechtspresse, die gegen die Persönlichkeiten der Richter den Vorwurf der Parteilichkeit erhebe. Nach einer neuerlichen Bewegung der Verteidiger gegen den Oberreichsanwalt zog f ich der Gerichtshof zur Beratung über die Besetzung von 3 Richterposten zurück. Nach etwa einer halben Stunde wurde das Ergebnis bekanntgegeben, daß der Antrag der Verteidigung wegen Befangenheit des Gerichtsvorsitzenden abgelehnt sei. Im weiteren Verlauf wurde die sehr umfangreich« Anklage verlesen, die den Angeklagten verschiedene Vergehen gegen das Gesetz zum Schutz der Republik, den Versuch zur Beseitigung bezw. Aenderung der Staatsverfassung unerlaubten Waffenbesitz, Verabredung zur gewaltsamen Beschaffung von Waffen usw., zur Last legt. Dann begann die Vernehmung der Angeklagten, und zwar zunächst des Stadtrats Herbster aus Lörrach, der als Unterbezirksleiter der K.P.D. tätig gewesen ist. Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 17. Nov. (Wohltätigkeits-Konzert.) Zugunsten der beiden hiesigen Kinderschulen findet am nächsten Samstag Abend im Löwensaal rin Künstlerkonzert statt. Herr Leonhard Papsdorf hier, der vor seiner Kriegsinvalidität dem Sängerberufe angehörte, hat sich in den Dienst der Wohltätigkeit gestellt und den Kvnzcrtabend arrangiert. Die Opernsängerin Frl. E. Krug und Opernsänger W. Rothaar vom National-- theater Mannheim haben ihre Mitwirkung zugesagt, beide namhafte Künstler, die schon vielfach mit besten Erfolgen aufgetreten sind. Das Programm weist eine geschmackvolle Zusammenstellung auf. Lieder von Brahms und Schubert, Arien aus den Opern von Mozart und Wagner bilden seinen Histiptbestanöteil. Sv steht uns «in genußreicher und künstlerisch wertvoller Abend in Aussicht, dem man, auch im Hinblick auf d«n wohltätigen Zweck, einen guten Besuch wünschen darf. lc Sinsheim, 17. Nov. D«r gestrige Sonntag war für die hiesige kath. Gemeinde ein besonders freudiger Tag. Galt es doch die Investttur des seitherigen Pfarrverwesers Joseph Honickel, der vom hiesigen Patronatsherrn, dem Fürsten von Leiningen. präsentierten und vom Herrn Erzbischof zum Stadtpfarrer von Sinsheim ernannt wurde, festlich zu begehen. An der Kirchentür brachi« Fr. Maria Herrmann in einem sinnreichen Gedichte dem Herrn Stadtpfarrer die Freude der kath. Gemeind« über seine Ernennung zum Ausdmck. Nach dem Gesang „Veui, Creator Spiritus" (Komm, Schöpfer Geist), hielt Herr Dekan Eck von Zuzenhausen die Festpredigt. In herrlichen Worten sprach der gewandte Kanzlexredner über die Pflichten des Hirten und seiner Herde und empfahl die Seelen der Gemeinde seiner Obhut. Als äußeres Zeichen der Uedergabe der Gemeinde in seine Seelsorge wurden dem neuen Herrn Stadtpfarrer die Kirchenschlüssel feierlichst überreicht. Hieran schloß sich ein levitiertes Hochamt für die hiesige kath. Gemeinde an, das der Kirchenchor ourch seinen Gesang verschönte. Das „Te D«um landamus", von den überaus zahlreich erschienenen Gläubigen gesungen, schloß die erhebende Feier. Möge der neu ernannte Herr Stadtpfarrer m edler Toleranz seines Amtes zum Wähle der ganzen Stadtgemeinüe walten. » Sinsheim» 17. Nov. (Versetzung.) Herr Zollinspektor Hochadel hier wurde zum Hauptzollamt Lahr versetzt. Nur ungern sieht man den pflichtgetreuen Beamten, der seine neue Stelle schon demnächst antritt, von hier scheiden. t Sinsheim, 17. Novbr. Es dürfte von allgemeinem In- terefle sein, zu wisien, daß sich Herr Zollamtmann David Sauter aus Dühren, der als einer der besten Kenner unserer Zolltarife gilt, sich bei den Bettretern des Reichsfinanzministers bei den deutschfranzösischen Wittschaftsoerhandlungen, die zur Zeit in Paris stattfinden. befindet. * Sinsheim, 17, Nov. (Eis.) In den letzten Nächten sank das Thermometer auf den winterlichen Stand herab, sodaß am Morgen Kältegrade und Reis eingetreten war. In den letzten beiden Nächten hatten wir 6 Grad unter Null, sodaß stehendes Wafirr eine dicke Eisschichte zeigte. Die Kälte scheint im ganzen Reich zu herrschen und dürste nach dem Stande der Wetterkatte die nächsten Tage anhalten. -o Sinsheim, 17. Nov. (Geburtstagsfeier.) Morgen feiern wird den 100. Geburtstag des badischen Freiheitskämpfers und späteren amerik. Generals Franz Sigel, eines geborenen Sinsheimers. Wir werden in der nächsten Nummer unseres Blattes eine Lebensbeschreibung folgen lassen. )( Sinsheim, 15. Nov. (Elektrische Starkstromanlagen.) In letzter Zeit mehren sich die Fälle, wo Kinder und auch Erwachsene Papierdrachen unvorsichtigerweise in die elektrischen Freileitungen steigen lassen, wodurch sich die Betreffenden einer großen Lebensgefahr aussetzen und zum Teil recht erhebliche Störungen in der Versorgung des Landes mit elektrischer Energie verursachen. Schwere elektrische Schläge, vielfach sogar der Tod sind die Folgen für diejenigen, welche die Drachenschnur festhalten, umsomehr, bei feuchtem und nebligem Wetter. Es wird daher die bezirkspolizeiliche Vorschrift vom 5. 7. 1915, die elektrischen Stromlcitungen betr., in Erinnerung gebracht, wonach es bei Strafe verboten, Papierdrachen im Bereiche der elektrischen Leitungen auffteigen zu lassen. Die Bürgermeisterämter sind mit der strengen Durchführung der genannten bezirkspolizeilichen Vorschrift beauftragt worden. * Hoffenheim, J4. Nov. (Vermißt.) Seit über acht Tagen wird der Ende der 60er Jahr« stehende kränkliche Zimmermann Johannes Salzgeber von Daisbach, der sich zuletzt bei seinem Bruder hier aufhielt, vermißt. Er sollte in der Kreispflegeanstalt Sinsheim Aufnahme finden. l Eppingen, 12. Novbr. (Oberkurs.) Die landw. Kceis- winterschule eröffnet« am II. ds. Mts. de« diesjährigen Oberkurs. 28 junge Landwirte meldeten sich zu diesem Lehrgang. Damit wird die Anstalt von insgesamt 103 Kursisten besucht. --- Reckargemidid, 13. Nov. (Wichtige Tonfunde). Heut« wurde der erste Eisenbahnwagen Ton aus der hiesigen Gemarkung nach Der Friedrichsfelder Tonwarenfabrik verladen. Schon seit einem Jahr hat diese Fabrik vom Gemeinderat die Erlaubnis erhalten, Bohrungen nach Ton im Gemeindewald vornehmen zu dürfen, da'man vermutete, daß sich die Tonlager auf Waldhilsbacher Gemarkung auch in den Neckargemünder Gemeindewald erstrecken. Die Borungen waren von Erfolg gekrönt, es wurden z. T. mächtige Lager in verschiedener Tiefe festgestellt. Der Ton ist von ausgezeichneter Güte; er über- trifft den von Waldhilsbach und Aglasterhausen. Im Vettrag. den die Tonwarenfabttk mit der Gemeinde abschloß, wurde festgelegt. daß zu den Grabarbeiten nur hiesige Arbeiter benützt iverden dürfen und die Fabttk für jeden gelieferten Eisenbahnwagen Ton eine angemessene Summe an die Gemeindekasse abliefern muß. Bis jetzt wird der Ton mittelst Lastautos an den hiesigen Bahnhof befördert, für später ist eine Drahtseilbahn in Aussicht genommen. Der hierdurch entstehende Verdienst ist der hiesigen Arbeiterschaft sehr zu gönnen; die Arbeitslosenzahl wird dadurch herabgedrückt werde». -- Weinheim, 14. Nov. (Die Maus in der Umformer st a t i o n.) Durch «ine Störung im Leitungsnetz wurde eine Stromunterbrechung herbeigefühtt. so daß die ganze Stadt stundenlang ohne Strom war und die Betriebe stillstanden. Und die ganze Sache war dadurch verursacht worden, daß eine Maus in die Umformerstation geriet. = Mannheim, 13. Nov. (Erhebung von Brü ck enge l d.) Mit der Rückkehr der Deutschen Reichsbahnverwaltung in die Pfalz kommt das für Fuhrwerke und Tiere früher stets erhobene Brückengeld auf der Straßenbrücke Ludwigs- hafen-Mannheim zur Deckung der Unterhaltungskosten wieder zur Erhebung. Es ist aber zu hoffen, daß diese oft als lästig und oerkehrsstörend empfundene Einrichtung verschwinden kann, w«nn dies bisher der Eisenbahn obliegende Unterhaltungs- und Erneuerungspflicht der Brücke von anderen Stellen, sei es von den meist interessierten Städten Ludwigshafen und Mannheim, sei cs von den Ländern Bayern und Baden, übernommen wird. --- Ladenburg, 13. Nov. (Tödlicher Unfall.) Auf dem hiesigen Bahnhof wurde Oie 35 Jahre alte Ehefrau Schreckenberger aus Neckarhausen überfahren und getötet. = Boxbrrg, 12. Nov. (Iagderlebnis.) Bor einigen Tage» töteten Nimrode auf der Rehjagd eine Rehkitz und verwundeten ein zweites schwer. Erbost über den Fall ihrer Kinder stürzte sich die Mutter der Rehkitze auf einen jungen Schützen, der eines der Tiere erlegt hatte und überrannt« ihn so heftig, daß der junge Mann erst nach einigen Tagen wieder zum Bewußtsein kam. Erheblichen Schaden hat er allerdings nicht erlitten. = Karlsruhe, 14. Nov (Todesfall.) Gestern ist hier im Alter von 68 Jahren nach längerem schweren Leiden der Direktor der bekannten Bierbrauerei Hopfner, Max Hoepf- ner, gestorben. Der Verstorbene war Mitbegründer der bekannten Brauerei .und eine in weiten Kreisen geschätzte und beliebte Persönlichkeit. An dem Aufblühen der rennomierten Firma hatte der Dahingeschiedene großen Anteil. Sein freundliches Wesen und seine vornehme Att hatten ihm einen großen Kreis von Freunden und Bekannten geschaffen, die den Heimgang oes verdienten Mannes schmerzlich bedauern. Ein Schlaganfall warf den alten Herrn aufs Krankenlager und oer Tod erlöst« ihn so von den als Folge eingetretenen längeren Leiden -- Karlsruhe, 13. Nov. (Senkung der Fleischpreise.) Die Metzger-Innung hat den Preis des Schweinefleisches um 6 Pfg. pro Pfund ermäßigt. = Dietlingen (Amt Pforzheim), 11. Nov. (Feldfrevel.) Nachts wurden auf den Grundstücken dreier mit der Feldarbeit Md. 1,0vs 698 Neueste amtliche Kurse vom 15. November 1924 mitgeteilt von der Vcreinsbank, e. G. m. b. H. Sinsheim. (M hinter einem Kurs bedeutet Million. Md Milliarde, Bn Billion-Prozents Lementwert Heidelberg . 20,45 ßöem. Griesheim . . . la'-M Daimler Motoren . . 2,8 Dtfch. Gold- m»a Silberschetde u,i Elettr. Licht und Kraft . . 7,35 Emaill. und Stanzwerk Ullrich z,e Fua>s Waggon Stammaktien i Gritzner Maschinen Durlach . a, Heddernheimer Kupfer und Südd Kabelwerke... 6,3 Höchster Farbwerke . . . 18% Karlsruher Maschinen . . s,is Kuorr tzeilbronn . . . 3,35 Matnkrastwerkc Höchst . . 8,5 Neclarsulmer Fahrzeugwerke . 6,5 Schnarrt Eiektr. Nürnberg . 41 SeUtnduftrte Wolfs . .. 5 Vs t eüftoff Waldbof Stammaktien 8,76 uckersabrtk Waghäusel . . 8,7 „ Hellbraun . . 8,« Aktie« deutscher Tran»port»»st»ltr» : Bn. Hamburg. Ameri». Paketfahrt 8» «idelberger Straßen-u.Bergbnhn 8,1 Ae-rihe»: ä«/o Deutsche R-rchsanleihe . Deutsche Sparprämienanleihe Bankaktie»: Bad. Bank .... Darmstädter »nd Naiionalbank Deutsche Batik .... D utsche Vereinsbank Dresdner Bank MUteldeutsche Lrcditbauk Reichsbauk .... Rhein. Ereditbank . Südd. Diseonw Ges. Bergwerk »-Aktie»: Harpener Bergbau . . . 87,5 »alt West.regeln ... 1« Mannesn-onnröhrenwerle . 48 Mansfeld« «crgb. ». Hüttenw 3,5 Oberfchl. Eifenb. Bedarf. . 10 Phönix Bergbau u. Hüttenbetrieb «8,5 Salzwert Hetlbronn. 83,1 Vereinigte Königs-u. Laurahütte iVa Aktien indmftr. Unternehmungen: «u Allg. Eleltr. Stammaktien . 3,5 Badenta Wetnhetm . . 0,35 Bad. Anilin und Soda . . 20 Bad. Elektrizität Mannheim . o,3 Bad. Maschinen Durlach . . 15 storddeurs »er Lloyd. Denise»: Geld New-Jork 1 Dollar 4 18 London 1 Pfund >9.485 t olland KV Gulden l«8.i« chweiz lvo FraneS 8».74 Paris 100 Francs 28.18 3,85 Brief 4.81 18 885 169.02 81.1« 88.31 rlf X 1*7 < 1 t -. Ü Rr. 111. Jahrgang 1924. Der Landbot« * Sinsheim« Zeitung. Montag, u. uivoemoer iyz4. ihkJ) im Rückstand befindlichen Geschwister W Garben Gerste angezündet, die völlig in Flammen aufgingen. Bon den Frevlern hat man noch keine Spur. Berlin, 13. Noo (Ein gefährlicher F und.) Unweit des Feldes in der Nähe von Stralau fanden Schüler zwei verlötete Büchsen, von denen eine beim Fortwerfen explodierte. Die Kriminalpolizei stellte fest, daß der Inhalt der Büchsen aus Sprengstoff bestand. Wim. 13. Nvv. (D«r Wiener Attentatsprozeß.) Die Verhandlung gegen Karl Iaworek, der das Attentat auf den Bundeskanzler Seipel verübte, wurde für den 1. Dezember vor dem Schöffensenat anberaumt. Bezteres, 18. Nvv. (U e b e r f a h r «n.) Bei einem Schausliegen setzte sich eine Anzahl Zuschauer auf den Bahndamm. Sie scheinen einen anbrausenden Zug überhört zu haben. Pier Personen wurden überfahren und getötet, fünf verletzt. Ram, 14. Nov. (Ein politischer Mord in Italien). In Castellamare bei Neapel erschoß gestern der ehemalige Abgeordnete und stüere Faszist Imperato im Laufe eines politischen Wortwechsels ein faszistisches Patteiratsmitglied auf offener Straße. Der Mörder ist flüchtig. 9tom, 15. Noo. (Das vertriebene Schiff aufgefunden.) Das auf der Aoria umhettrrende Schiff mit 32 Arbeitern wurde von 2 Schleppern, die nach ihm ausgesanot worden waren, an der Po-Mündung aufgefunden, wo es auf einer Sandbank festlag. Zuerst wurden die Insassen gerettet. Schließlich gelang es auch, das Schiff wieder flott zu machen. Schweres Erdbeben in Java. Batavia, 13. Nov. Heute nachmittag um halb 2 Uhr wurde in Wonosola (Java) ein heftiges Erdbeben verspürt. Einige Städte sind vollständig vom Erdboden verschwunden. Im Bezirke Lexono sind 45 Häuser verschwunden. Der Erdboden schwankte während des Bebens in starken Wellenbewegungen. Zahlreiche Familien haben sich ins Freie geflüchtet. Die Zahl der Opfer soll sehr groß sein, doch stehen nähere Berichte darüber noch aus. ' Riesenfeuer in Rewjersey. Ein großer Teil von New- jersey ist am Freitag morgen von einem großen Brande heimgesucht worden, wie er 'in der Geschichte der Stadt einzig dasteht. Das Feuer brach um 9 Uhr morgens in einer Sai- petermühle aus und verbreitete sich rasch über 4 Stadtteile hin. Durch die durch zahlreiche Explosinen in die Lust ge- schleudetten Trümmerstücke wurde der Brand noch weiter verbreitet. Einige Stücke fielen in eine Schar Schulkinder, von denen viele vermißt werden. Ueber 900 Familien sino obdachlos geworden, über 35 Fabriken sind dem Brande zum Opfer gefallen. 10 Feuerwehrleute werden noch vermißt. Nach den bishettgen Feststellungen wurden 15 Personen schwer verletzt in das Hospital gebracht. Der Sachschaden wird auf Millionen Dollars geschätzt. Turnen. Sport und Spiel. s Efchrlbromi, 12. Nov. Ueber die Bestellung der Schiedsrichter bei den Spielen des Südd. Fußballverbandes im Elsenz- gau ist schon manche Erötterung gepflogen worden. Es wirb von vielen kleineren Vereinen der Beizug der Schiedsrichter aus der Ferne, statt der nächsten Umgebung, als große Belastung empfunden, weil er stets mit großen Spesen verbunden ist. Nicht jeder kleine Verein verfügt aber über die nötige große Kasse, diese tragen zu können. Er verzichtet dann lieber auf ein Wettspiel, aber dadurch wird die Spieltätigkeit beeinträchtigt. Da sich unsere ersten Elf der Schiedsrichter-Bereinigung (Elsrnzgau) lediglich gegen Vergütung der Fahrtkosten zur Perfügung stellen, so sollte man davon Gebrauch machen. Das wurde dem Spiel der kleinen 'Vereine förderlich sein. Wir hoffen, daß diese Anregung genügt, unsern Wünschen Rechnung zu t ragen. das beste und sparsamere äOHNBR WACHS . erhält Ihre Fußböden dauernd schön, weit aus besten Ed.lwachsen und mit amertk. 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Für die vielen Beweise, herzlicher Anteilnahme, heim Hinscheiden unseres nun in Gott ruhenden, liehen Bruders ui d Onkels Josef Rubel für die zahlreiche Begleitung zur letzten Ruhestätte, sowie für die schönen Kranzspenden sagen herzlichen Hank. Besonderen Pank der Familie Hagmaier, für ihre jederzeit erwiesenen Wohltaten. Familie Rübel. Sinsheim, den 1B. November 1924. O Spezial 0 JAriil O Brotmehl 2 jfortvrizengries $ Linsen Q ünkern fl) Zocker O $alinenspeisesalz O futtermehl % ** S Jfau (j) Jtfaismehl fl) Sesamkuchen S Rapskuchen €rdnosskochen ^ Fischmehl Viehsalz Thomasmehl Kalisalz Kainit Kalkstickstoff Luzerne und A Kbtkleesamen $ W-- L €ggen g Diverse Kleingeräte H Ruhr fettnass II Ä fl) Union Braukohlen- fl) Brikets 0 #ithracit€iformbrikets g fl) zu besonders billigen Preisen in nur prima Qualitäten (J) H abzugeben. 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