Erschein» Montag, Mittwoch, Freitag. Bezugs-Prei«: 1K»rch Me Pest be-s^eu und d»rch *tm Brtefrröger m. unfere A«»tÄt-er frei in* H««s m»«atLich Gold««rL L.SO jret-teidend. O«k Deprzspreis ist im Aor«a» z» entrichte». A» NGLev von höherer Gewalt kt« !*4tketa Anspruch auf Lieferung d« Seißung »der auf ?rL»-ahtuug da» BezugrprrÜe». W»fchLst»-eil t'G—ü Uhr. StmtaO, gefchl-kfe». W«e»fpn«cha»fthl G Xf. U- Postfch«ck-Ko»'» 9tr. MM. andoote GmStzermer General-Anzeiger für das che y r ü a»« ISS» eitung Elsenz- und Schwarzbachtal Aelteste und verbreitetste Zeitung dieser Gegend. Laupt-Anzeigen-Vlatt 9*ä(4r>rfli6» Wn)l» ». <\*'m • ®><>r Anzetgen-Preis«: ttn^eigra: Die 42 mm Millimeier-ZeU« > D»Idpfg. 9amlltni,3U}rt»(n I Oottvft. Mekhuneai Die 27 ;svn fcn»r MMtmrier-Zeil« >4 K»,>>4a- air»»blchryt ta m*< repreü ist Petit. D»> WIei»«rha»»e«» Krtg^tm DUUxüt, der bet Sltch«t,him>I tmmm tz«U> I r<^e» »ech RechrnmM- detn« »der bei zerichelicher Ä». trewimz »ad bet ffoakai* erlischt Vlast»«tchetste«i »rede« »ich« «W. ttkamtt nab ffii But»«i,me» «*.. bestimmten T»ze» somte fite tet^ >»«>!che Austritt bei« « e » »h» iidentemme». A»»etg»»-A»itahm» bt» 8 Ntzr «ormittag»; grSstereAnzeige« «n oorstrr aufar^rdr» M 122. Freitag» den 12. Dezember 1924. 85. Jahrgang Rücktritt des Reichökabinetts Anfang nächster Woche. Der Beschluß des Ministerrais. Berlin, ll. Dez. Das RrichsKabmett faßte in seiner heutige» Stzrng den Beschluß, de.» Rrichspräsidraten zu Beginn der nächsten W:chr das Rücktrittes.such zu Lnterbreiten. Die heutige KabineitSsitzung dauerte etwa zwei Stunden. Da das Kabinett durch den Rücktrittsbeschluß vom Mittwoch den Charakter ein«; Geschäftsministeriums erhalten hat, herrschte Einmütigkeit darüber, daß eine aktionsfähige Regierung so schnell wie möglich gebildet werden müsse. Da die Fraktionen des neuen Reichstages erst in der nächsten Woche zusammew- tretcn, ist d» W chmansang für die Demission des Kabinetts der früheste Termin. Fn politischen Kreisen verlautet, daß Dr. Marx als Reichskanzler für ein Kabinett der Rechtskoalition nicht kandidieren werde. . Die Demission des R«:ch;kabi»etts und ihre Folgen. Berlin, II. Dez. In der Kadinettssitzung, die heute nachmittag stattgefunden hat, ist der Beschluß gefaßt worden, dem Reichspräsidenten mitzuteilen, daß das Reichskabinett in der nächsten Woche seine Demission eiareichrn wird. Ende dieser und Anfang nächster Woche treten in Berlin die neuen Fraktionen zusammen. Es werden dann die Besprechungen des Kanzlers mit den Fraktjonsführern einsetzen und hoffentlich recht schnell den Weg zeigen, den die Regierungsbildung nach der Demission der jetzigen Reichsregierung einschlagcn kann. Bis jetzt haben die innenpolitischen Vorgänge, die natürliche Folgen der Reichstagswahlen waren, ihren programmäßigen Verlauf genommen. Wir hat en schon bei der ersten Besprechung der Wahlergebnisse festgestellt, daß es bei der Deutschen Bolks- partei liegen würde, durch Festlegung gegen die Große Koalition und für die große bürgerliche Regierung das Zentrum vor die Frage zu stellen, ob e; die bürgerliche Regierung mi<- machen will oder nicht. Diese Festlegung ist erfoigt. Wie wsr hören, hat in der Kadinettssitzung vom Mittwoch Dr. Strese- mann klar und eindeutig festgestellt, daß ole Deutsche DolLS- partei sich nicht ei« zweitesmal mit der Sozialdemokratie einksssn werde und an der Bildung der bürgerlichen Regierung frsthalte. Auf diese Weise ist der Kabinettsbeschiuß zur Demission herbeigeführt Di« Entscheidung liegt nun beim Zentrum. Es ist festzustellen, daß die maßgebenden Organe des Zentrums durch den Hinweis auf die außerordentlichen Schwierigkeiten der Regierungsbildung besonders auf der Basis der Großen Koalition auf die Möglichkeit der Bildung einer großen bürgerlichen Regierung vorb ereilen. Es wird in diesen Zentrumsblättern auch schon gesagt, daß in einer bürgerlichen, vom Zentrum mitgestützten Regierung Dr. Marx nicht wieder Kanzler werden solle. Man bietet in diesen Kreisen Dr. Stresemana das Kanzleramt an. Dr. Marx soll in ft«er gestrigen Kabinettssitzung erklärt haben, er werde nach der Demission des Kabinetts nicht wieoer in das Kanzleramt zurückkehren. Das Ausland und die Reichstagswahlen. Berlin, 9. Dez. Das Urteil de; Auslands über den Ausfall der Rrichstagswahlen kann selbstverständlich für Deutsche kein sachlicher Wertmesser sein, denn in jedem Land sieht man die Berhä tnisse eines fremden Staats mehr ober weniger schief. Wenn man unter diesen Voraussetzungen das Urteil der französischen und englischen Presse über die ücutschen Reichstagswahlen näher ansieht, so «.gibt sich, daß die Pariser Zeitungen angesichts des für die rechts der Demokraten stehenden Parteien günstigen Wahlergebnisses enttäuscht sind. Zs versteht sich noch, daß die Franzosen nicht die wahren Gründe ihrer Enttäuschung angeden, sondern behaupte», sie seien deshalb enttäuscht, weil der neue Reichstag „keine absolute Mehrheit zu Gunsten einer Politik der internationalen Verständigung und repu-> blikanischen Verfassung besitzen werde." Unter der „internationalen Verständigung" verstehen die Pariser Zeitungen natürlich etwas anderes als wir. Fa England ist man etwas zurückhaltender. Die Londoner Blätter lassen ihre Ansicht zwischen den Zeilen lesen, indem sie oje verschiedenen Möglichkeiten der künftigen deutschen Regierungsbildung erörtern. Sie stellen den Gedanken einer große» Koalition in den Vordergrund, übergehen aber eine Regierungsbildung mit Einschluß der Deutschen Volkspartei. An 2. Stelle wird «ine Wirthkoa- litivn und an 3. Stelle die Beibehaltung des Kabinetts Marx unter wohlwollender Unterstützung der Sozialdemokraten erörtert. London. 9. Dez. Das Ergebnis der deutschen Wahlen wird in sämtlichen Morgcnblättern in Leitartikeln erörtert. Die liberalen Organe äußer» sich sehr befttedigt über die Niederlage der extremen Parteien. Der neue Reichstag werde fortscheittlicher sein als der alte. Die deutsche Wählerschaft habe sich übereinf stimmend mit der Auffassung Großbritanniens und der Bereinigten Staaten geäußert, als sie sich für Ruhe ausgesprochen habe und ruhige Zustände in Deutschlano seien die erste Vorbedingung für ein ruhiges Europa. Bon den konservativen Blätter» beurteilt der „Daily Telegraph" den Wahlausfall ziemlich skeptisch. Die Reaktion gegen oie Feinde der Repu. fei nicht so stark gewesen, wie man erwartete. Ein« stabile, in sich geschlossene Mehrheit, wäre im neuen Reichstag nicht vorhanden. Zum mindesten ab«r gebe es eine reaktionäre Mehr« heit. Vom internationalen Standpunkt aus scheine jedoch kein Grund zu Besorgnis zu bestehen. Paris, 9. Dez. Der Kabinettchef hat im Gespräch mit ftanzösischen auswärtigen Pressevertretern der Befriedigung amtlicher Kreise über den Ausfall der deutschen Wahlen Ausdruck gegeben. Die Wahlen würden nach Auffassung der französischen Regierung zur Befriedigung Europas wesentlich beitragen. Man müsse jetzt hoffen, daß Deutschland sich entschließen werde, sich an den Arbeiten de; Völkerbundes wirksam zu beteiligen. Mit besonderer Genugtuung habe Herriot festgestellt, daß die deutschen Kommunisten eine Niederlage erlitten hätten und die internationale kommunistische Bewegung mehr und mehr ins Stocken gerai«. Newy:rk, 9. Dez. In hiesigen Finanzkreisen betrachtet man den Wahlausfall als Sicherung für die Durchführung des Da- wesplanes auf der ursprünglichen Linie. Ein internationaler Bankier äußerte jedoch unserem Vertreter gegenüber die Ansicht, daß deutsche Interessenten infolge der noch bestehenden Unsicherheiten Privatkredite wahrscheinlich noch für längere Zeit nur durch Vermittlung führcnüer deutscher Banken, welche die Zahlung garantierten, erwirken können. Die Milttürkontrolle des Völkerbundes. Einstimmigkeit od:r Stimmenmehrheit? Rom, IO. Dez. In einer Grheimsitzung nach der öffentlichen Sitzung des Rates beschäftigte sich der Rat mit dem englischen Antrag, der am 19. November dem Bölkerbundsrat zugegangen ist und der vom Völkerbundsrot verlangt, er solle entscheiden, ob 1. die Zusammens tzung btt Kontrollkommissionen des Völkerbundes für Deutschland, Oesterreich, Ungarn und Bulgarien vom Rat ernannt werden soll und 2. ob für die infolge der Berichte dieser Kommissionen zu treffenden Maßnahmen einstimmige Entscheid:«gen des Rates notwendig sind oder ob Beschlüsse darüber mit Mehrheit gefaßt werden können. Chamberlain brachte in der geheimen Sitzung den Antrag der englischen Regierung ein und der Rat beschloß zum ersten Punkt ohne Debatte, daß über dir Zusammrnsetzung der Kommission mit Mehrheit beschlossen wird. Ueber den zweiten Punkt gab es eine längere Debatte, an der Chamberlain, Briand, Benesch, und Unde.r teilnahmen. Briand und Benesch vertraten, wie man hört, den Standpunkt, oaß es unmöglich und nach Artikel 213 des Friedensvcrtragcs unbegründet wäre, für die Ausführung der Kontrollmaßnahmen Einstimmigkeit vorzuschreiben, während die Kommissionen selbst durch Mehrheitsbeschluß des Rates zusammengesetzt werden. Chamberlain und Unüen verfochten die entgegengesetzte These, oaß nämlich der Rat sachliche Entscheidungen nach dem Völkerdundspakt sowohl wie nach seiner Geschäftsordnung nur mit Einstimmigkeit treffen könne. Briand erklärte dem entgegen, daß man sich durch den Widerspruch eine; einzigen Mitgliedes des Rates die Ausführung der von einer Kontrollkommission vorgeschlagenen Maßnahmen nicht unmöglich machen lassen könne, zumal oer Artikel 213 des Versailler Vertrages das offensichtlich nicht gewollt habe. Da die Frage vorerst keine praktische Bedeutung erlangen dürfte, weil die Bölkerbundskontrolle noch nicht begonnen hat, beschloß der Rat hrntr die zweite Frage der englischen Regierung auf die Märztagung zu verschiebe,. Ein Antrag Briands, ein Gutachten der ständigen Militärkommission des Völkerbundes über ocn Artikel 5 des Planes fiir die Bölkerbundskontrolle in den vier genannten Ländern einzuhvlen, wurde vom Rat angenommen. In dem genannten Artikel 5 werden die Präsidenten der Kontrollkommission ermächtigt, mit Genehmigung de; Völkerbundes in bestimmten entmilitarisierten Zonen «ine Art von dauernd« Kontrolle «in- zuführr». Auf Kosten Deutschlands? Rom, 10. Dez. Die Uebrrraschung über Briands rasches Nachgeben tn der Frage des Aufschubs oer Diskussion über de« Genfer Friedenspakt bleibt trotz der beruhigenden Erklärung in der gestrigen Ratsitzung so groß, daß man auch weiter über die wahre Ursache mannigfaltige Gründe äußern hört. Ganz allgemein ist man der Ansicht, daß der Gegenstand der Pariser Besprechungen zwischen Chamberlain und tzerriot in allererster Linie diesem Auffchub gegolten hätten, das heißt der Fesb- legung derjenigen politischen Kompensationen, auf die Frankreich seitens Englands Anspruch zu haben glaubt. Stellt man zusammen, was nach den hiesigen Blättern Frankreich alles dafür erhalten hätte, daß es sich mit dem Auffchub einveo- standen erklärt, so müßte man freilich sagen, daß die dabei abgeschlossenen Geschäfte die größte Aufmerksamkeit erfordern. Der Massagero zum Beispiel ist überzeugt, daß Frankreich ohne das, was ihm England dabei konzedierte, entschlossen gewesen wäre, sich hier in Rom mit Händen und Füßen gegen den Auffchub der Diskussion zu wehren. Aber England habe durch Chamberlain in Paris folgendes angedoten: 1. Die englische Regierung ist bereit, die Besetzung von KBM auch über den 10. Januar 1925 hinaus airszudeh ieu, da sie sich davon überzeugt habe, oaß Deutschland doch nicht allen seinen Verpflichtungen milftärischer Natur nachgekommen ei, was nach der Stellungnahme Macdvnalüs natürlich einer restlosen Kapitulation vor dem französischen Gesichtspunkte gleichkäme. 2. Das Berblttben der englischen Truppen in Köln würde aber auch bedeuten, daß Eng an) keine Einwendungen gegen dir eventuelle B-rlängerung der Ruhrbesetzung durch die französisch-belgischen Truppen erheben würde. 3. England wird de« französische Wunsch nach FühruiU der MiLtärkontrollkommiss on für Dentschland unterstützen. Bon diesen drei Punkten des Meffagero ist bis heut» nur der dritte nachweisbar erfüllt. Der Ruovo Paeso hat eine etwas abweichende Lesart über den Gesprächsstoff, der in Paris zwischen Chamberlain und Herriot erledigt sein soll. Danach wären folgende Fragen diskutiert woroen: 1. Der Wunsch Frankreich; »ach hinreichender Garant!« für seine Sicherheit, entweder auf dem Wege über das Genfer Protokoll oder eines englisch-belgisch-französischen Abkommens oder über ein System aus diesen beiden Elementen zusammengeschmolzen ist. 2. Die englischen Truppen verlassen Köln am 10. Januar nicht und bleiben wenigstens solange, wie die Ruhrbesetzung andauert. 3. Die Führung der Kontrollkommission i« Deutschland wird einem französischen General anvertraut. 4. Die Botschaft:» der Alliierrten in der Türkei werden nach Konstantinopel zurückverlegt. * 5. Freie Hand für Frankreich in Marokko für den Fat! der Räumung durch Spanien. England hätte darauf geantwortet: auf Punkt 1, oatz es sich bei den Dominions im Sinne der ftanzösischen Wünsche verwenden werde; auf Punkt 2, daß es freundschaftlich darauf bedacht sein würde, eine einheitliche Lösung zu finden. Auf Punkt 3 verpflichtet sich England, den ftanzösischen Standpunkt im Völkerbundsrat zu unterstützen. Auf Punkt 4 ist England bereit, den ständigen Sitz üer Botschaften nach Kon- stantinopel zu verlegen und in Angora nur eine Kolonialresidenz zurückzuhalten. Aus Punkt 5 hat England sich vorläufig daraus beschränkt, seinen Gesichtspunkt zu entwickeln. Italien und England. 10. Dez. „Popolo d'Ftalia" weist darauf hin, daß die Gespräch« zwischen Mussolini nnd Chamberlain unter vier Argen erfolgt seien, sodaß Einzelheiten nicht bekannt wäre». Auf Grund der offiziösen Eindrücke könne man jedoch sage», daß eine Einigung a lgemeinen Charakters erzielt worden sei, durch die ein Uebereinkommen über einzelne Fragen ermöglicht werde. „Epoca" befürchtet, daß Chamberlain in Paris mit Herriot ein weftergehendes Abkommen geschloffen habe. Italien werde als drittes, überzähliges Rao am Wagen betmchtet. Chamberlain beim Papst. Rmn, 10. Dez. Der Papst empfing heute vormittag in privater Eonderaudienz den englischen Siaatssekretär des Aeu- tzern, Chamberlain und den Generalsekretär des Völkerbundes. Sir Eric Drummond mit ihren Familien, sowie den spanischen Botschafter in Paris. Quinones de Leon. Die Audienz mit Chamberlain die im Bibliothekssaal stattsand, dauerte etwa 20 Minuten. Chamberlain besuchte alsdann den Kardinalstaatssekretär Gasparri. Ein neuer Reinfnll der Milttärkontrol Kommission. Cannstatt, 10. Dez. Die Interalliierte Militär-Kontrollkommission erschien am "Samstag vor einem Schuppen in der Taubenheimstraße in Cannstatt, in dem Waffen verborgen sein sollten. Der Besitzer war verreist. Noch in den Abendstunden sah man die Herren in strömendem Regen und mit Wasser gefüllten Stiefeln vor dem Schuppen stehen. Am Mos» tag nachmittag kam der Besitzer van der Reise zurück. Als der Schuppen geöffnet wurde, zeigte sich, daß oie ganze Denunziation Schwindel gewesen war. Beschluß des Dölkerbuudsratr. Rom, 10. Dez. Der Bölkerbundsrat hat belchloffra, auf den 4. Mai 1925 nach Genf eine internationale Konferenz zum Abschluß der Konvention über dre Kontrolle des im«, nationalen Handels mit Waffen, Munition und Kriegswa^ terial einzuberufen. An der Konferenz können auch diejenige« Staaten teilnehmen, die nicht Mitglieder oes Völkerbundes sind. Die Regierung der Bereinigten Staaten, die bereits an de» Vorarbeiten zum Konoentionse.ttwurf teilgenommen hat, hat dem Bölkcrbundsfekretariat auf dessen E.nladung mitgeteilt, daß sie der Einberufung dieser Konferenz zustimmen. Die im Oktober vom Rat ernannte Borbereitungskommission, die auch die Frage der Herstellung von Waffen, Munition und Kriegsmaterial zu prüfen hat. wird nach einem weiteren gestern gefaßten Beschluß des Bölkerdundsrates am 16. Februar 1925 zusammentreten. Sobald ihre Arbeiten genügend fortgeschritte» sind, soll diese Kommission den Rat davon in Kenntnis setze», damit die Regierung der Bereinigten Staaten zur weiteren Mitarbeit eingeladen werden kann. * Amerikas Teilnahme an der internationalen Abrüstungs- Konfrreuz. Nrwysrk. 10. Dez. Das Staatsdepartement in Washiiq- ton kündigt an, daß die amerikanische Regierung geneigt sei, an der internationalen Konferenz teilzunehmen, die im nächsten April oder Mai unter den Auspizien des Völkerbundes über ein internationales Uebereinkommen bezüglich Abrüstung und Munitionskontrolle stattfinden soll. Die erste ähnliche Ueber- einkunst. die schon seit den Beratungen in Et. Germain de- chlossen worden war. konnt« damals nicht in Wirkung treten, da die amerikanische Regierung einer Bestimmung Widerstand leistete, die die Lieferung von Waffen an bestimmte füdv amerikanische Staaten verbot. England und das Genfer Protokoll. Lvndo«, 10. Dez. Im Verlauf der heutigen Sitzung des Oberhauses stagte Ward Pannoor, ob «s der Regierung Rr. 122. Jahrgang 1024. möglich sei, einige Angaben über ihr; Stellung zum Genfer Protokoll zu machen. Lord Eurzon antwortete, daß die Regierung bis jetzt wenig Zeit gehabt habe, um sich mit dieser Krage zu befassen, und daß sie deshalb keine ausführlichen Erklärungen abgeben könn«. Soviel könne er aber sagen, daß das Genfer Protokoll kl vielen Punkten über den Dölker- bvndsvertrag hivausgrhe. während oieser letztere sich sehr elastisch ausdrückt, sei das Genfer Protokoll in festumfchriebcnen Ausdrücken abgefaßt. Es könne daher leicht zu Eventualitäten führen. Er sei mit Lord Parmoor ebenfalls der Ansicht, oaß die Frage mit den Daminions gemeinsam besprochen werden müsse, Auch der amerikanischen öffentlichen Meinung müsse Rechnung getragen werden, um die amerikanischen Sympathien für eine Institution zu erlangen, durch die der Völkerbund noch weitaus wirksamer gemacht werden könne, als er jetzt schon sei. Abrüstung. Singapur als Fkttrnstützpuukt. Roch ist in Australien die Fahrt des deutschen Kreuzergeschwaders in aller Erinnerung, noch haben die Engländer den Schaden nicht vergessen, den unsere tapfere „Emden" ihrem Handel und der Beförderung der Hilfstruppen aus Indien und Australien zugrfügt hat. Schon immer war die Absicht, ähnliche Borfälle dadurch zu verhindern, baß am Stillen Ozean der damals schmerzlich vermißte Truppenstützpunkt eingerich et würde. Nachdem nunmehr die Konservativen in England die Regierung übernommen haben, hat das australisch« Ministerium den dringenden Antrag gestellt, in Singapur ständig ein größeres Kreuzergeschwader zu belassen, dem vor allem der Schutz der Verbindung zwischen Australien und England durch den indischen Ozean zufallen soll. E- darf nach Ansicht der australischen hie australischen Truppentran-pvrie über zwei Monate verspätet Negierung nicht mehr Vorkommen, daß, wie im Herbst 1914, eintreffen und daß die Kolonien gänzlich von Kriegsschiffen qntblötzt sind, da diese zum Schutz der Transporte genommen «erden mußten. Die Märchen über die deutsch-russischen Marinemanöver. Moskau, 11. Dez. Anläßlich der Erklärungen des polnischen Kriegsministers über angebliche gemeinsame Manöver der Sowjetunion mit Deutschland in der Ostsee, äußert sich der Leiter der Eeestreitkräfte der Sowjetunion einem Korrespondenten der Nuss. Tel.-Agentur gegenüber folgendermaßen: Die Behaupt 1 u»g d« polnischen Kriegsministers ist eine völlig haltlose Erfindung, die meiner Meinung nach nicht ohne Hintergedanken kn Zeitpunkt der Anbahnung normaler Beziehungen zwischen Frankreich und der Sowjetunion in die Welt lanziert würbe. Diese Behauptung ist ebenso wie oie in einem Teil der englischen Presse besprochenen Gerüchte über die Hilfe, die Deutschland angeblich für den Ausbau der Roten Flotte geleistet haben soll, haltlos und unbegründet. Es steht zu hoffen, daß die öffentliche Meinung sich durch die Falschmeldungen über eine angeblich« rote Seegefahr nicht irreführen lassen wird. Gerechtigkeit für das Saargebiet. Eine italienische Stimme. Rvm, 9. Dez. Unter edr Uederschrist „Rheinland und Saar" schildert der „Popolo" die Borgrsch chte des diplomatische» Kampfes um das Saarg:bi«t auf der Pariser Konferenz. Bei diesem Kampfe war von Frankreich in der offenen und konsequenten Weise der Grundsatz verfochten worden, daß man über das Los der ganzen Bevölkerung ohne jede Rücksicht entscheiden könne. Frankreich treibe heute im Saargebiet ein« regelrechte Entnationalisierung und cs fei an der Zeit, daß der Bölker- bundsrat jetzt die Bestimmungen über oie saarländischen Schulen rückgängig mache. Auch wer trotz der Entdeutschun^spolitk im Saargebiet, die lebhaft an das rheinlänüifche Problem erinnere. und trotz der Berfchacherung feiner Bürger keine übertriebenen Befürchtungen hegen wolle, müsse daran denken, was die Rheialande und das Saargebiet fiir den künftigen Frieden Euvopas bedeut«. Die Gerechtigkeit unter den Staaten fei der einzige Weg, auf den der Völkerbund eine Ausschaltung oder wenigstens ein« Erleichterung für einige brennende Fragen erreichen könne und wozu die Schulfrage im Saargebiet gehöre. Die Schule, so schließt das Blatt, darf nicht als Mittel zur Entnationalisierung verwandt werden. Der Landbote * Einsheimer Zeitung. Eine neue deutsche Protestnote. Berlin, 3. Dez. In einen 83 Seiten starken Heft vev» öffeutlicht heut« das Auswärtige Amt feinen Notenwechsel mit im Drargebit. Besonders in der bisher noch nicht oeröffent- d« französischen Regierung über die französischen Schul«» lichte» Rote vom 1. Dezember wird entschieden gegen die Drniigsmieruag d.r deutsche« Bewohner des Saargeviets, die ihre Kinder nicht in ftanzösische Schulen schicken. Stellung genommen. Die Note ersucht schließlich, den Völkerbund zu veranlassen, daß Nachwahlen getroffen werden, um die Schul- oerhältniffe im Saargebiet mit den Bestimmungen des Versailler Friedensvertrages in Einklang zu bringen. Das Saargebiet appelliert an den BLlkerbund. Saarbrücken, 11. Dez. Wie die Blätter melden, haben die Landtagsftaktionen der Zentrumspartei und der deutschsaarländi- fchen Polkspartei infolge der in den letz.en Tagen erfo gten Enthüllungen der Saarbrücker Zeitung über den politischen Geheimdienst der Regierungskommission des Saargebietes, aus denen sich schwer« Vorwürfe gegen die Regierungskommission ergeben, an die in Rom weilende Delegation die Aufforderung gerichtet, beim Bölkerbundsrar den Antrag zu stellen, daß sobald wie möglich eine Untersuchungskommission des Völkerbundes ins Saargebiet entsandt werde. Die brutsche Industrie gegm das Washingtoner Abkommen. Berlin, 10. Dez. Der Hauptausschuß de; Deutschen Industrie -und Handelstages nahm in feiner heutigen Sitzung einstimmig eine Erklärung an, in der es u. a. heißt: Der Deutsche Industrie- und Handelstag lehnt die Ratifizierung des Washingtoner Arbeitszeitabkommens ab, weil es dem deutschen Wirtschaftsleben keinerlei Vorteile, sondern nur schwere Echäd'g ngen und Gefahren bringen würde. Das deutsche Volk muß fick die freie Verfügung Uber die Gestaltung der Arbeitszeit erhalten, damit es jederzeit-»feine Existenz sicher stellen kann. Deutschland lehnt die franz. Einladung ab. Berlin, 11. Dez. Das Relchskabinett hat den Beschluß gefaßt, die Einladung der französischen Regierung zur Teilnahme Deutschlands an der Pariser in «.'nationalen Kunstgewerbeausstellung abzulehnen. Begründet wird dies« Ablchnang mit der kurzen Zeit bis zur Ausstellung, die für die Vorbereitung eines so bedeutungsvollen Unternehmens nicht ausreiche, ferner damit, daß der erforderliche Aufwand von etwa 5 Millionen Mark einem Staate mit so gewaltigen Schuldverpflichtungen, wie dem Deutschen Reiche, nicht anstehen würde. Ausschlaggebend sei besonders der Einspruch des Reichsfinanzministers gewesen. Diesen Beschluß des Reichskabinetts wird man aus verschiedenen Gründen kaum als besonders klug bezeichnen können. So groß ist die Ausgabe von 5 Millionen für einen kulturellen Zweck und die werdende Anlage einer deutschen Kunstgewerbeausstellung im Ausland, nicht, die zu kommerziellen Beziehungen führt! Waffengewalt gegen eine deutsch" Versammlung in Auffig. Aussig, 9. Dez. Der Lese- und Redeocrein Germania der lehrer, die Hochschüler und oie deutsche Bevölkerung zu eurer deutschen Hochschüler in Prag hatte die deutschen Hochschul- Kundgebung eingeladen, um die Verlegung der deutschen Hochschulen in Prag in das deutsche Sprachgebiet Böhmens zu fordern. Bürgermeister Dr. Schoeppe versicherte, daß die ganze deutsche Bewohnerschaft der Staat Aussig wie ein Mann hinter der Studentenschaft stehe. Der Rektor der deutschen Universität Dr. Iatsch, Rektor Dr. Ing. Poefchel an der Technischen Hochschule und Joseph Griebach betonten ln mit Begeisterung ausgenommenen Reden, daß die 8000 deutschen Hochschüler in Prag mit dem deutschen Volk verbunocn sein und dem Haß des Tschechentums entzogen werden müßten. Als der Vertreter des Hochschulringes Deutscher Art, Dr. Dietrich, die Grüße der reichsdeutschen Studenten überbringen wollte, erklärte der tschechische Regierungsvcrtreter die Kundgebung für aufgelöst. Dem stürmischen Protest der Versammlung gab Abg. Dr. Lodge- mann beredten Ausdruck. Unter begeistertem Jubel ertönte das verbotene Lied: Wenn alle untreu werden, dann bleiben wir doch treu! Gendarmerie mit Bajonetten drang in den Saal. Die Kundgebung setzte sich auf der Straße fort. Biel: Deutsche sammelten sich am Marktplatz, bis auch hier die tschechische Gendarmerie mit gefälltem Bajonett die Demonstranten auseinandertrieb. Die Aufsiger Gendarmerie war durch Prager Polizisten verstärkt. Freitag, den 12. Dezember 1924. Die Dolfchew stengefahr in Frankreich. P«r!s, 10. Dez. Die Oppositionsparteien machen weiterhin alle Anstrnig ngen dir angeblich; bolschewistisch« Gefahr gegen das Kabinett Hrrrlot ««sznnützen. Diese Bemühungen, die bisher völlig ergebnislos geblieben sind, haben auch gestern wieder eine Ablehnung durch die Herriot ergebenen Parteien erfahren. Die Union Republicaine im Senat, die Partei Po>n- cares und Eherons, hatte gestern einen Antrag eingebracht, der scheinbar darauf hinauslief, rin: Einheitffrog; im Senat gegen dir Kommunisten herzusteilen, tatsächlich aber bezweckte, di« Senatsmehrheit Hrrrhots z« zerschlagen. Die Union Dema- cratique beschloß jedoch, es völlig der Regierung anheim zu stellen, welche Maßnahmen gegen die bolschewistische Agitation zu ergreifen seien. Die gestrige Abstimmung im Senat, die Herriot eine überwältigende Mehrheit brachte, ließ auch erkennen, daß die Nervosität, die eine Zcitlang wegen der kommunistischen Umtriebe geherrscht hatte, bereits wieder stark abgeschwächt ist und daß die Abgeordneten in ihrer großen Mehrheit die Aufbauschung der Angelegenheit erkennen, die aus inncrpolitischen Gründen di« Rechtsopposition vornimmt. Primo de Rivera vor dem Sturz. Paris, 11. Dez. Wie dem Matin aus Madrid gemeldet wird, scheint es sich zu bestätigen, daß das Direktorium Primo de Rivera vor seinem Sturz steht. Dieser Sturz verzögert sich nur deswegen, weil sich kein verantwortungsbewußter Politiker des Landes findet, der das Erbe Primo de Riveras antreten möchte. Bezeichnend für die Lage ist der Ausspruch eines bekannten Politikers, er scheue sich, an dem königlichen Palast vorbeizugehen ans Furcht, daß rr von der Palastj- wl-chr vrhaftrt, vor den König geschleppt «nd zur Bildung des Kabinetts befohlen würde. Zwischen den Monarchisten und den liberalen Parteien bestehen, wie der Matin weiter meldet, zudem Meinungsverschiedenheiten über das künftige Parlamentssy-. stem, wobei es sich um die Frage handelt, ob das künftige Parlament nur mit gesetzgebenoen oder auch mit versassungS- gebenden Rechten ausgestatiet werden soll. Furchtbare Mordtat in Hamburg. Hamburg, II. Dez. Gestern abend wurde hier der 40 jährige in Siam geboren« Kaufmann Fritz Westfeld verhaftet. Westfeld hat in einem im Knickweg Nr. 8 gelegenen Grün- warcngeschäst eine Frau Heinemann, ihre 21 Jahre alte Tochter Harrtet und ihren 14 Jahre alten Sohn durch Bauchschüsse schwer verletzt. Die Tochter ist bereits im Krankenhaus gestorben, während der Zustanü von Muter und Sohn besorgniserregend ist. Der Täter erklärte den Polizeibeamten, daß er seine Pflicht getan habe. In seiner Wohnung liege ein gewisser Daliska, dem er de» Schädel «ing schlagen und durch Messerstiche den Rest gegeben habe. Kriminalbeamte fanden in einem Hinterzimmer der Wohnung Westfelds den 37 jährigen, in Serres geborenen Thomas Daliska ermordet auf. Die Leiche wies tiefe Schnittwunden am Hals auf. In der Brust steckte ein Dolchmesser. Westfeld hatte Daliska am Bormittag ermordet. Er verschloß dann sämtliche Türen »nd begab sich in das Grünwarengeschäft. Westseld stand mit der Familie Heinemann in Geschäftsverbindung. Der Ermordete war der Bräutigam der ermordeten Harrtet. Der Mörder sprach seine Befriedigung darüber aus, daß ihm seine Rache gelungen sei. Erdbeben in Baden, Württemberg und der Schweiz. Freiburg, i. Br., 11. Dez. Um 5.34 Uhr nachmittags wurde hier ei» kurzer Erdstoß verspürt. Man beobachtete ein Klirren der Fenster und Rütteln der Türen, teilweise gingen die Lichter in den Häusern aus. Das Beben dauerte etwa 3—5 Sekunden. Die gleichen Beobachtungen machte man auch in der näheren Umgebung Freiburgs und, soweit bisher feflgestellt werden konnte, auch auf dem Hochschwarzwalde auf der Linie Neustadt, Schwenningen nach Stuttgart hin, sowie in Singen a. H. und Konstanz. Die Erdbebenwarte Heidelberg oerzeichnete in der Zeit von 5,34 bis 5,35 Uhr einen kurzen, aber kräftigen Erdstoß. Das Beden auch in der Schweiz verspürt. Zürich, 11. Dez. Am Donnerstag abend 5 Uhr 33 Minuten 30 Sekunden wurde in einem großen Teil der Ostschweiz ein ziemlich starkes Erdbeben verspürt, weiches auf der Erdbebenwarte in Zürich registriert wurde. Nach einer weiteren Mel- i li ! I; : i : ii »' > ; i 4 , i ä H f' 5! I! s ä 3 ■ 2? ! S! I! M i : • ! - 3t Gundula. Roman von A. von Tr y st e d t. 45) Ha.nvrucs verboten. Warum ließ er sich von ihr die Bergißmeinicht geben, warum? Liebte er Bera nicht mehr, oder hatte sie seinem .Interesse für die Stiefschwester zu viel Bedeutung beige» 'messen? Ach, wer ihr auf diese Fragen ein« Antwort gegeben hätte; sie fand kein«. Seufzend wandt« sie dem schmalen, geheimnisvoll flüstern-, den Bach den Rücken und betrat den zur Billa gehörenden Garten. Gern hätte sie ihr« Gedanken abgelenkt, aber die^Sehnsucht blieb neben ihr — die Sehnsucht nach Baron Stefany, dessen Haus verödet stand, und doch innen so geschmackvoll und vornehm ausgestattet war, als wart« es auf eine junge Herrin mit verwöhnten Ansprüchen. Dera würde hier nicht wohnen, das wußte Gundula ganz bestimmt, und an sie haste Stafany doch wohl nur gedacht, als er vor einiger Zeit neue, sehr kostbare Teppiche und Portieren, sowie manches wertvoll« Kunstwerk kauft«. Als Gundula vor der Billa angeiangt war, traf sie mit r icr Herrn zusammen, welcher ihren Onkel zu sprechen wünschte. Sir bat ihn. mit ins Haus zu kommen und rief ihrem Oheim. Der Fremde stellte sich als der Vertreter der Automobil- ftnna Welsenhagen vor. Düren nötigte ihn zuvorkommend, Platz zu nehmen. „Vermutlich wollen Sie sich erkundigen, ob ich mit dem Auto zufrieden bin," meinte er freundlich, „oder wünschen Sie eine Empfehlung von mir?" Der Fremde schien über diese Anrede erstaunt, beeilte sich aber, eine verbindliche Miene zu zeigen. „Ich bin überzeugt, daß Sie mit dem Kauf zufrieden sind, verehrter Herr", äußerte rr, „was mich aber heute speziell zu Ihnen führt, ist der Auftrag meines Ehefs, Sie um fteundlichc Erledigung der Restzahlung von sechstausend Mark zu ersuchen, oder uns «inen bestimmten Zahlungstermin gütigst angeben zu wollen." Düren machte große Augen. „Hier muß ein Irrtum walten", sagte er, „ich habe das Auto vom Conte Bethoni gekauft und bare zwölftausend Mark dafür gezahlt." Der Vertreter schüttelte den Kopf. „Das verstehe ich nicht. Der Conte haste auf das Auto eine Anzahlung von dreitauseno Mark gemacht und vor zirka vier Wochen wieder dreitausend eingesandt mit dem Bescheide, daß Sie das Auto übernommen haben und den Rest von sechstausend auf einmal zu zahlen wünschen." Düren musterte den Fremden jetzt mit mißtrauischen Blicken. „Ich kann Ihnen den Kaufvertrag, weichen ich mit dem Conte abgeschlossen habe, oorlegen, Herr.... Bethoni hat über zwölftausend Mark quittiert. Auch die Quittung will ich Ihnen zeigen." „Ich bitte darum." Auf einen Wink ihres Onkels klingelte Gundula nach dem Diener, und als dieser erschien, wurde er beauftragt, einen verschlossenen Eisenkasten herbe'.zuschaffen. Fünf Minuten später lag die von Bethoni unterschriebe re und gestempelte Quittung vor dem Vertreter der Firma. Er nahm das Papier in die Hand und prüfte es sorgfältig. „Es ist zweifellos Bethonls Handschrift", sagte er endlich. „Demnach ist der Conte «in Betrüger, verehrter Herr, und Eie sind sein Opfer. Denn von den Zwälstausend, die Sie gezahlt haben, hat Bethoni dreitausend an uns abgegeben. Neuntausend hat er eingesteckt und ist oamit vermutlich auf Nimmer- wiederkehr verschwunden. Uns wenigstens ist sein Aufenthalt unbekannt." „Und Sie wollen behaupten, daß das Auto erst zur Halste bezahlt ist?", ftagte Düren. „Ich kann es beweisen, denn auch ich habe unseren Vertrag in der Tasche." Der Fremde überreichte Düren ein Dokument. Dieser erkannte sogleich Bethonis Hanoschrist und las es aufmerksam durch. „Sie sehen mich ganz unvorbereitet, mein Herr. Wenn es mit dem Doppelvertrag seine Richtigkeit hat, habe ich mein schönes Geld an einen Hochstapler verloren. Noch kann ich es mlr nicht denken. Sollte es aber doch so sein, dann möchte ich das Auto gar nicht behalten, sondern Ihnen wieder zur Verfügung stellen. „Ach ja. liebster Onkel!" rief Gundula eifrig, schaff das Auto wieder ab. Keine Stunde bin ich ruhig, solang« das Ungetüm in der Remis« steht! Sa sehr ich mir früher ein Auto gewünscht, so unangenehm ist es mir jetzt. Ach wie froh will ich fein, wenn es erst wieder fort ist." ) „Wir find gern bereit, Ihnen nach Möglichkeit entgegen- zukommen, Herr Düren," ve.sicherte der Vertreter. „Ich danke Ihnen. Sobald ich mich über die Richtigkeit Ihrer Angaben orientiert habe, was in wenigen Tagen der Fall sein kann, steht der Kraftwagen zu Ihrer Disposition." „Gut. Wir werden über die Beüingungen bald einig sei». Ich bedauere aufrichtig, daß Ei« oas Opfer eines solchen Gauners geworden sind." Düren verneigte sich stumm, zum Zeichen, daß er die Unterredung für beendet ansah. > Der Vertreter der Automobilfirma empfahl sich. Gundula war mit größter Spannung der Unterredung ge» fotgt, ohne sich mit einem Worte an derselben zu beteiligen. „Der freche Gauner!" stieß Düren jetzt aufgebracht hervor, „um das Geld gräme ich mich nicht, ou wirst nach meinem Tode im Ueberftuß haben, aber daß ich nahe daran war, dich mit dem Abenteuerer zu verheiraten, kann ich mir kaum verzeihen.*' „Aergere dich nicht weiter, Onkelchcn, laß die Sache abgetan sein," schmeichelte Gundula. „eines Tages wird den verwegenen Betrüger sicher sein Schicksal ereilen, solche Gauner entgehen ihrer Strafe nicht." „Das mag schon sein. Und treffe ich den Bösewicht, so mache ich ihn unschädlich, darauf kannst du dich verlassen." Gundula klammerte sich ängstlich an ihren vü erlichen Beschützer. „Laß den Bösewicht laufen. Onkelchen, wer weiß, was üir passiert, wenn du ihn zur Rechenschaft ziehst. Der ist doch mit allen Hunden gehetzt und scheut vor keiner Gewalttat zurück." Nr. 122. Jahrgang 1924. Der Lanvbote * Sinsheim« Ze.ulvi Are ta^k. den 12. Dezember 192«. düng aus Frauenfeld ging der Erdstoß, der von ziemlicher Heftig, beit war. in der Richtung Ost-West. Der zweite Stoß war stärker ^ls der erste. Die Verhandlungen über die Kirchenverträge in Bayern. München, 10. Dez. Im Berfassungsausschuß des bayerischen Landtages wurde am Dienstag nachmittag das Konkordat «nd die Staatsverirüge mit den evangelischen Landeskirchen verhandelt. Ein Antrag des Völkischen Blockes auf Vertagung wurde adgelehnt. Der Ministerpräsident Dr. Held betonte in der Aussprache über den Vertagungsantrag, daß das Konkordat im März dieses Jahres der Reichsregierung zur Vorlage gebracht worden fei und daß Reichskanzler Marx im Namen der Reichsregierung mitgeteilt habe, daß Einwendungen auf Grund der Reichsverfassung nicht erhoben werden. Die Mitteilung an die Reichsregierung sei übrigens nur ein bloßer Akt der Höflichkeit gewesen, denn es sei ein gutes Recht Bayerns, solche Verträge auch ohne Mitteilung an die Reichs- rcgierung abzuschließen. In der Generaldebatte betonte der Berichterstatter Landtags- adgeordneter Scharnagei (Bayr. Bp.) di« RotweMgkrit einer vertragsmäßigen Regelung des Verhältnisses zwischen Waat und Kirche. Der Mitbcrich'erstalter Dr. Lentz von den Vereinigten Rechtsparteien glaubt nicht, daß der Abschluß des Konkordats an sich mit der Reichsverfassung im Widerspruch stehe, ob dies aber bei einzelnen Vertragspunkten der Fall sei.« unterliege besonderer Prüfung. Das Konkordat sei nicht als verfassungsändernd nach dem Gesetz, anzusehen. Eine Neureglung sei besonders bei den evangelischen Landeskirchen notwendig gewesen. Bayern habe das Recht, solche Verträge ab- zuschließen, die katholische Kirche sei kein auswärtiger Staat, Paragraph 48 der Reichsverfassung komme daher nicht in Frage, das alte Konkordat und die Bestimmungen durch den Reichsdeputationshauptschluß über die Entschädigung der Kirche für die säkularisierten Kirchengütcr seien ReAsquellen für das neue Konkordat. Man dürfe nicht engherzig fein, man müsse jedoch die gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnisse berücksichtigen. Wmfessionelle Streitigkeiten seien vor al.em zu vermeiden, sachliche Verhandlungen und baldigste Erledigung im Landtage seien wünschenswert. Der Kultusminister Dr. Matt, der trotz seines schlechten Gesundheitszustandes an den Beratungen teilnimmt, legte sein Hauptgewicht auf die Hervorhebung der Schulstage. Bis zur Erledigung des Reichsschulgesctzes sei in Bayern die konfessionelle Schule ordnungsmäßig. Alles müsse geschehen, um die christliche Schule zu erhalten. Deshalb seien die Bestimmungen über die Schulen in das Konkordat ausgenommen worden. Finanzminister Dr. Kraujcck behandelte di« finanziellen Seit:n der Verträge. Neue Leistungen würden nicht gefordert, der Staat sei aber heute nicht in der Lage, die früher zuga- standenen Dotierungen der Kirche mit wertbeständigen Gütern durchzuführen. Dafür werde ihr eine Jahresleistung, die der jeweiligen wirtschaftlichen Lage angemessen sein werde, zugestanden. Eiye weitgehende Debatte möge man aus staatspoiiti- fchen Gründen zurückstellen. Das Konkordat stehe bereits auf der Tagesordnung der Plenarsitzung. Dir Kritik am bayerischen Konkordat. München, 9. Dez. Den Beginn der Beratung der Koukor- datsvorlage im Berfassungsausschuß benützt die sozialdemokratische Münchener Post zu einer scharstn Kritik der Regierung. Die Annahme des Konkordats würde dem Geiste der Verfassung widersprechen. Das beabsichtigte Uedereinkommen mit der Kirche bedeute eine Preis gäbe des deutschen Rechtes. Bayerische Minister seien es, die mit Annahme des Konkordats die Reichsverfassung und die Verfassung des bayerischen Freisten tes zerbrochen hätten. Dle Annahme des Konkordats würde eine Lvslöswng Bayerns vom Reich und die Auslieferung Bayerns an die Kirche bedeuten. Vom bayerischen Landtag und vom Deutschen Reichstag müsse ein energischer Einspruch gegen ein« derartige Zerstörungspolitik gefordert werden. Der Widerstand gegen aas bayerische Konkordat Münch«,, 11. Dez. Die durch die Widerstände gegen das Konkordat auf die Staatsverträge mit den evangelischen Kirchen geschaffene parlamentarische Lage in Bayern wird in parla mentarischen Kreisen als kritisch beurteilt. Für das Konkordat werden voraussichtlich die Bayrische Bolkspartei, der Bauernbund und die Zentrumsabgeordneien der steien Bereinigung ge schlossen cintre'en. Sollten die Deutschnationalen nicht zu einer .geschlossenen Stimmabgabe für das Konkordat und die Staatsverträge gelangen, so wäre die Annahme der Verträge stark in Frage gestellt. Für drn Fall der Ablehnung des Konkordats und der Verträge mic den evangelischen Landeskirchen rechnet .man in parlamentarischen Kreisen damit, da die Bayerische Bolkspartei ihre MÄUst« aus dem Kabinett zurückziehen würde. Da eine Regierungsbildung ohne die Bayerische Volks- Partei unter den gegenwärtigen Mehrheitsverhältnissen als un möglich erscheinen muß, wäre damit eine Lage geschaffen, die zwangsläufig zur Selbstauslösung oes Landtags führen müßt«. Baden. Karlsruhe 8. Dez. Noch selten war eine Landesver- fammlung der b.rchl.-lib. Vereinigung so stark besucht, wie die heut'ge. Galt es doch einer einführenden Andacht, in die durch .die letzte Landcssynod- geschaffene Lage Einblick und Stellung dazu zu nehmen. Geleitet wurde die Aussprache durch den Landecvorsitzenden Pfr. E. Schulz von hier, der wieder einem ausführlichen Vortrag über die Lag« bot. In ebenso ausführlicher Ausspracke kamen die Einzelheiten bei den bekannten Vorgängen der Synode zur Sprache und manche Kritik mußte vor der Wucht der Verhältnisse und Tatsachen verstümmln. Geschlossen stellte man sich zur Führung der lib. Synodalfraktion und Vereinigung. Der spätere Nachmittag brachte einen tief angelegten Vortrag von Pst. Liz. Lehmann aus Neuenweg über die Grundlagen der heutigen Frömmigkeit und ihre Folgen für unsere Bereinigung und Kirche. Pfr. Epics in Neckarzimmern besprach einen von Freiburger Freunden vorgelegten Arbeitsentwurf und forderte ein grundlegendes Programm besonders für die bevorstehenden kirchlichen Wahl- Kämpfe, von diesem neuen Streben verlangte besonders per bekannte Freiburger Pfr. D. Jäger Nachdruck. In absehbarer Zeit wird sich unser Kirchl.-lib. Bereinigung auf Grund dieser Bedürfnisse umstellen. Zum Schluß der gehaltvollen Tagung wurde der neue Katechismuscntwurf besprochen, aber als Grundlage einer Einführung trotz gewissen Vorzügen nicht für geeignet bezeichnet. Aus Nah und Fern. * Sinsheim, 12. Dez. (Kasino.) Die Kasinogesellschafi hielt gestern Abend ihre Generalversammlung ad. Der Kassenstand ist ein guter, der Bibliothek sind im Laufe der letzten Zeit eine Reihe neue Bücher zugeführt worden. Wettere Bisher- beschaffungm si»d in Aussicht genommen Am zweiten Weih nachtsfeiertage wird ein Familienadeio abgehalten. Im Laufe des nächsten Jahres sollen wettere Veranstaltungen so gen, um das gesellschaftlich« Leben zu heben. Der Gesamtvorstand wurde wiedergcwählt. * Sinsheim» 12. Dez. (Frühzeitig «inkaufen!) Es ist eine altbekanni« Tatsache, daß selbst Leute, die das Geld zuhause liegen haben, den Einkauf von Waren und Grschrnk- artikeln bis auf die letz « Stunde hinauszögern. Diese Beobachtung läßt sich insbesondre im Weihnachtsmonat machen wo sich in den letzten Tagen und Stunoen vor dem Feste das kaufende Publikum in manchen Geschäften beinahe totdrückt, wä rend noch wenige Tag« vorher der normale Verkauf kaum über schritten wurde. Daß eine derartige Zeiteinteilung in mehr als einer Hinsicht unklug und schädigend ist, liegt auf der Hand. Zunächst schädigt sich das kaufende Publikum selbst, denn es ist klar, daß die Auswahl unter den Verkaufsgegenständen und die Bedienung eine weit bessere sein kann, wenn der Verkäufe, nur eine oder nur wenige Personen zu bedienen hat, als wenn er seine Aufmerksamkeit nach allen Seiten hin richten soll. Das Publikum braucht in ersterem Fall« auch nicht lange zu warten und es kann bei Sonderwünschen mit Sicherheit darauf rechnen, dieselben erfüllt zu bekommen, selbst wenn es notwendig sein sollte, das gewünscht Stück erst auswärts zu beschaffen. Dies alles fällt naturgemäß weg, wenn der Einkauf erst in den letzten Tagen oder gar erst in den letzten Stunden vor dem Fest vollzogen werden soll. Dazu kommt ferner noch, daß durch die Verzögerung der Einkäufe auf die letzten Tage und Stunden das Personal der Geschäfte in einer Weise überlastet wird, die nach keiner Richtung hin wünscheaswert er scheint. Es ist nur natürlich, daß die Tage vor Weihnachten für das Personal besondere Anstrengungen bringen, aber das Publikum sollte sich doch mehr überlegen, daß die Leistung^ fähigkeit jedes Menschen eine Grenze hat und daß auch ein Verkäufer oder eine Verkäuferin nicht über diese Grenzen hinaus kann, ohne ihre Gesundheit zu schädigen. Darum möge jeder, der es nur einigermaßen machen kann, in seinem und in des Personals Interesse seine Einkäufe möglichst frühzeitig vor dem Feste erledigen und insbesondere die Vormittagsstunden dazu benutzen, da am Nachmittag uno gegen Abend der Ber kauf bekanntlich auch in normalen Zeilen viel lebhafter ist. Gute Uebersicht, reichhaltige Auswahl, prompte und aufmcrk- same Bedienung und Zustiedenheit auf beiden Seiten werden die unmittelbare Folge einer oerart klugen Zeiteinteilu.ig sein. * Sinsheim, 12. Dez. (Vorweihnachtliches.) Immer kürzer werden die Tage, immer länger die Nächte. Ein eigenartiger Reiz bricht über diesen letzten Wochen vor Weihnachten. Weder Ostern noch Pfingsten geht eine so lange ^eit der Vorbereitung voraus, wie Weihnachten, dem Fest der Liebe, der ftohen Erwartung und Erfüllung. Ein heimatliches Schaffen und freudiges Hasten breitet seinen Zauber über die vorweihnachtliche Zeit. Flüstern und tuscheln unter den Kindern und die Ettern sitzen bis in die tiefe Nacht hinein ,chem. Christkindlein zu helfen". Gerade der Vorgeschmack des Festes, der in diesen Abenden und Arbeiten liegt, ist von so wundep- barer Innigkeit erfüllt, daß er den seligen Augenblick des Ge-, bens oft noch übertrifft. Die Schaufenster der Spielwarenhandlungen sind dicht umlagert von Kleinen und Allerkleinsten, sodaß es den Großen fast unmöglich ist. «inen Blick auf all die Herrlichkeiten zu erhaschen. Da steht kein Mäulchen still. Und alle im Lichte der Lampen strahlenden Dinge erhalten ihre kleine Herrin oder Herrn. Wer erinnerte sich nicht aus seiner Jugendzeit, wie süß es war, im Borgenusfe des Besitzes zu schwelgen, der vielleicht eine Wirklichkeit wurde. Und es war kein Schmerz, wenn das «ine.oder andere Erwartete ausblieb, gab es doch dann so viel des Unerwarteten, und der im Lichtett- glanz strahlende Baum war immer wieder «in so großes Erlebnis, daß alles ander« verschwand. Eo rückt das Fest der Feste auf heimlichen, lautlosen Schwingen näher und näher, bis es uns selige Wirklichkeit ist. I Sinsheim. 1l. Dez. (Landwirt. Büchführungskurs.) Der Verband bad. landw. Genosseuschasten (Körperschaft in KarlsrÜhe hielt am letzten Dienstag und Mittwoch in der Bahnhofrestauration Lackner, hier, seinen 72. Buchj- führungskurs ad. Dieser Kurs war diesesmal als Spezialkurs für dle Rechner und Borstäno« der Spar- und Darlehenskassen und Kreditvereine der Bezirke Sinsheim—Eppingen Vorbehalten. Die Leitung des Kurses oblag dem Berbands-Oberre- visor Hafmann. welcher unter Assistenz 3 weiterer Berbands- beamten den Buchführungskurs erfolgreich durchführte. Die Teilnehmer wurden anhand reichhaltiger, praktischer Muster- geschäftsvorfälle in die seit Jahren bestens bewährte und zeitersparende Spaltenbuchführung eingeführt. Der Kurs selbst war von 33 Teilnehmern besucht, ein Beweis dafür, welcher Beliebtheit sich diese alljährlich vom Genossenschaftsverband Karlsruhe aügchaltenen Buchführungskurfcn zentral gelegenen Orten erstellen. In Mosbach, Wertheim und Schweigern finden in Kürze weitere Kurse derselben Art statt. Der vorige Woche zu Heidelberg im Fuchsbau abgehaltene Sparkossenbuchführungskurs war von 37 Rechnern besucht. — Eppingen, 9. Dez. (Der Gemeinderat) hat den Altoeteranen von 1866 und 1870—71 und den Witwen der Altveteranen «ine Ehrengabe von je 20 Mark bewilligt. k Helmstadt, II. Dez. (Populär-wissenschaftliche Vorträge.) Hauptlehrer a D. Kasper aus Durlach (früher in Flinsbach, dann 30 Jahre lang Lehrer an der Mädchenbürgerschule in Durlach) hat schon in verschiedenen Städten und Landorten Borträge aus dem Gebiete des Akkultismus (des Geheimnisvollen. Rätselhaflen oder Unerklärlichen) gehalten, die überall gut besucht waren und großem Interesse begegneten. Er beabsichtigt, wie wir hören, am nächsten Samstag und Sonntag auch hier zu sprechen und zwar über: „Wunder, Rätsel und Geheimnisvolles in der Natur und dem Seelenleben des Menschen". „Seele" und „Geist". Das Anmeloen oder Erzeigen Sterbender. Der Materialismus eine falsche Weltan- schauung. Ahnungen, Visionen, zweites Gesicht. Traumwandcln. Mondsucht, Somnambulismus. Wenn Interesse vorhanden ist, würde sich Redner entschließen, auch noch über ein anderes Thema: „Prophetin im allg. und inbezug auf den Weltkrieg" zu sprechen. Diese Borträge stützen sich auf Werke namhafter Forscher. Werke wissenschaftlicher Art. sowie auf selbsterlcbte merkwürdige Dinge. Jedermann, oer Aufklärung über diese geheimnisvollen Tatsachen wünscht, kann der Besuch besten» empfohlen werden. Heppenheim a. d. Bergstr., 10. Dez. Der Wiederaufbau des B u r g f r i e d s auf der Starkenburg hat begonnen. Eine unzayl Arbeitsloser ist mit dem Austäumen der gesprengte» Reste beschäftigt und deren Drarbettung zur Wiederverwendung -eim Bau. Im Frühjahr wird oann mit den Bauarbeilea selbst begonnen werden können. Ofthcfen in Hessen. 9. Dezember. (Ein modernerRo- b i n so n) ist ein hoch in den sechziger Jahren stehender Ost- hofener Bürger aus mißlichen Familicnverhältnjssen heraus geworden. Der alte Mann, der bei seinen verheirateten Kinder« nicht zum besten behandelt wurde, zog aus und richtete sich auf einem kleinen Grundstück außerhalb des Ortes, das ihm tt«ch gehörte, eine richtige Einsiedelei ein. Er errichtete sich zuerst ein primitives, aber wetterfestes Lehmfachhäuschen. Dann zieht er auf seinem Grundstück fast aller, was er zum Leben i»t- wendig hat. Er verstand es sogar, ganz allein einen eigene» Weiher anzulegen, der jetzt reich mit Fischen bevölkert ist. Die Fische tauschte er gegen Brot. Fleisch und sonstige kleine Lebensbedürfnisse um. Das Ganze mutet wie ein Märchen aus tausend und einer Nacht an. Der Mann lebt aber mit seiner alten Gästin fern ab vom Strom des Lebens, in beschaulicher einsamer Zweisamkeit. Evangelischer Gottesdienst. Sonntag, 14. Dezember. S. Advent. Ittio Ahr: Gottesdienst. Etadtvikar Meerwein. i/a2 Ahr: Christenlehre Dekan Eisen. 2'Ai Ahr: Kindergottesdielist Etadtvikar Meerwein. das beste und sparsamere Bohner wachs , erhält Ihre F ißböde d uernd schön well au* b st n Ed l\*achs n u d m t amriik. Terpentin * her* st llt. Zu haben Engel-Drogerie. Kaufen -Sie; kein Piano oder Harmonium ohne mein Laser bestätigt zu linden. Großes Laser alt bewährter Fabrikate wie Berdux, Scbiedmayer & Söime, Seiler, Hebel & Leilüeiter, Ackermann, Lipp, Sei er und Winkelmaun, Mauiibers — Liebmann, Midier und andere. 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Dezember einschl. und nur solange der Vorrat reicht. Ausverkäufe Ar Ifcel sind nicht m hr nachzuliefern. Besichtigung der ausgelegten Waren ohne Kaufzwang gest.ttet! Mengenabgabe Vorbehalten I Weihnächte - Sonderverkauf I zu ermäOigten Preisen 1 Kleider* und Blusen-Stoffe | i p...« Heramr Blmesstreilw m"",,*"“: 81 “ U Einfarbige Cheviots f? r " ^ 1 Posten i Posten Ir. Hacskleiderstoffe dunkl : u 1 Posten Kostümstoffe 150 cm breit, sehr preiswert 2.1 i pos en Haitiseidene Blusenstoffe Jä 1 Posten Adlerseids bekannte Ia. Qualitäten i Posten Reinseiden) i Posten !a. Kleidsrsammt, Rips 1 Posten Blusenstoffe Velveteen, 70 cm breit i Posten Schotten f m a us S u c “ breit - in großer Aus ca. 45 cm breit enorm billig . 70 cm breit Restposten 1.1 50 „90 1.50 1.75 1.50 4.50 0.95 1.45 von Mittwoch, 10. Dez. bis Mittwoch, 24. Dez. 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Heißt das nicht einen sicheren Krieg wollen, wenn man einem Volk von 60 Millionen einen vierzigjährigen Tribut auferlcgen will? Einem Volk das sich zusammensetzt aus einer Masse von Herdentieren, die man nach Wunsch zum Frieden oder zum Kriege lenken kann. Eine servile Masse, im ganzen aber des Bösen sich nicht bewußt, das es getan hat, und von dem es nicht glaubt, es getan zu haben, da man ihm i>as Ec--' genteil gesagt hat. Darum wird durch unsere Kontrolle sein Chauvinismus geweckt, der fönst untätig wäre. Deutschland sollte bezahlen, aber binnen einer kurzen Frist, und es konnte bezahlen, ehe man ihm die Organisation seiner Kapitalflucht gestattete. Alles mußte in den fünf oder sechs Jahren nach dem Krieg« liquidiert sein. Wir haben im Gegenteil den Krieg verlängert und unsere Politik hat den deutschen, Nationalisten die besten Unterlagen für ihre Propaganda geliefert. Und ist mit der närrischen Erfindung des Danziger Korridors, welcher die deutschen Völker in zwei Teile trennt, nicht die sichere Ursache für den nächsten Krieg geliefert? Das alles ist wirklich stupid und dieser Vertrag der Narrheit macht uns viel zu schaffen. Der Krieg liegt in der Lust. Man hat alles getan, um den deutschen Imperialisten die Gefühlsargumente in die Hand zu geben, mit denen man Millionen Menschen elektrisiert. Frankreich will den Krieg nicht. Große franözsische Redner, die Herren Poincare uno tzer- riot, haben dies in prächtigen Ansprachen verkündet. Genügt dies? Wie stellt sich di« europäische Politik dar? Als eine Politik des Wirtschaftskrieges. Ist es nicht der Zollkrieg, welcher den andern Hervorrust? Ein Franzose, Herr Iouhaux, hat in Genf vergeblich gefordert, daß oie Völker ihre Zollgrenzen abbauen sollen. Und doch ist dies die einzige Formel, die den Krieg verhindern und die Kosten der Lebenshaltung günstig beeinflussen könnt«. Die Einheit Frankreichs wurde an dem Tage gegründet, an dem der König die Herren zur Vernunft brachte, die in beständiger Fehde lebten, um Rechte auf das Eigentum des Nachbarn zu erwerben. Hat, in jüngerer Zeit, nicht Deutschland durch den „Zollverein" seine wirtschaftliche Einheit verwirklicht, welche die Einheit des deutschen Kaiserreichs ermöglicht hat? Die Abschaffung der Zölle allein wird die Begründung der Vereinigten Staaten von Europa ermöglichen. Es handelt sich nicht darum, sogleich alle Zollrechte abzubauen, sondern darum, ein gestaffeltes Programm aufzustellen, zum Beispiel für 20 Jahre, das besonderen Interessen Rechnung trüge und allen Industrien di« notwendigen Umstellungen und erforderlichen Aenderungen gestattete. Die Völker brauchen sich um Zolltarife nicht mehr zu schlagen. Eie mögen frei miteinander Handel treiben, dann werden sie lernen, einander zu schützen oder wenigstens sich weniger zu hassen. Die Großindustriellen aller Länder müssen sich sagen, ehe sie sich gegen dieses Programm auflehnen, daß der neue Krieg, dessen Keim in der Lust liegt, notwendigerweise die Revolution und den Bolschewismus erzeugen würoe, in dem sie ihren Untergang u nd ihren Tod finden würden. Es verlohnt sich, darüber nachzudenken und sich vorzunehmen, von der kriegerischen Zollpolitik zu einer neuen Politik überzugehen, die wirklich modern ist. einer Politik wirtschaftlicher Bereinigung, ohne die das alte Europa einem endgültigen Verfall entgegengehen wird. Die Bilanz der Wahlen. Obwohl noch immer aus allen Teilen deS Reiches Len- derungen des Wahlergebnisses gemeldet werden, vermögen sie doch nicht daS bereits am Montag gezeichnete Bild über die Bilan, der bisherigen Wahlen wesentlich zu ändern. Auch das amtliche Gesamtergebnis, das noch aussteht und voraus- ftchtlick auch noch mehrere Tage auf fich warten lassen wird, dürste etwas Grundsätzliches hieran nicht mehr ändern. Nach den neuesten Meldungen haben einige bürgerliche Parteien ihre Mandate noch etwas erhöben können. Danach verfügen die Deutschnationalen mit Einschluß des Landbundes bis jetzt über 111. die Deutsche Volksvartei über 51 und daS Zentrum über 69 Mandate. Die Mandatstärke der übrigen Parteien bat sich bis Dienstag nickt geändert. Das Charakteristikum dieser Wahlen, so wie es in der Geschickte der deutschen Reichstagswahlen einmal registriert werden dürste, ist dies, daß das deutsche Volk Gericht gehalten hat über den Radikalismus links und rechts. Diese Tatsache scheint uns bedeutungsvoller zu sein, als der Streit, der im deutschen Blätterwalde augenblicklich mit ko viel Leidenschaft ausgefockten wird, ob nämlich Sckwarz-rot-gold über Sckwarz-weiß-rot oder umgekehrt triumphiert hat. Diese Frage müßte doch zurücktreten hinter dem Gefühl der Genugtuung über die Schwächung der beiden Sabotagevarteien. die doch jeder anderen Partei daS Leben wirklich sauer gemacht haben. Wer denkt nickt mit Entrüstung an die widerlichen Szenen, die im vergangenen Reichstag immer wieder von den extremen Flüaelparteien provoziert worden sind, an die maßlose Verhetzung, die von ihnen betrieben wurde, an ihre systematische Minierarbeit, die es nur daraus absah. daS deutsche Volk in noch größeres Unglück zu stürzen, nur um daraus parteipolitische Vorteile ziehen und weiter im Trüben fischen zu können. Ter Reichstag wird ja nun Gott sei Dank von einer ganzen Anzahl dieser ..Helden,, verschont sein, und je mehr der wirtschaftliche und volitiiche Geiundungsprozeß. in dem wir uns befinden, kortickreitet, in um io höherem Maße werden - fick auch die Kreiie von ihnen abwenden, die fick auch jetzt noch von den Utopien und dem Vbrasengeklinael dieser Volksbeglücker blenden lassen. An den 7. Dezember 1921 werden jedenfalls sowohl die Herrschaften um v. Gräfe und Henning, als auch die deutschen Moskowiter, die nck um Iwan Katz scharen, nur mit gemischten Gefühlen denken. Dieier ZuiammenbruckdesRadikalismus. der nck bei den Teutickvölkischen in noch krasserer Weise auswirkt als bei den Kommunisten, ist ein nickt zu unter- sckätzendes Aktivum der deutschen Politik. Das Staatsschiff ist von einem schweren Ballast befreit. Darüber sollten fich olle Parteien und alle staatserhaltenden Teile des Volkes freuen. Allerdings ist — darüber dürfen wir uns keiner Täuschung hingeben — die komplizierte Frage der Regie» r u n g s h i l d u n g . die sa zur Auslösung des Reichstags geführt bat. auch nach diesem Wahlergebnis nickt einfacher geworden. Es werden ja jetzt mit dem Rechenstist eine ganze Reihe von Regierungsmöglichkeiten und Koalitionen erörtert, die theoretisch fick ganz gut vertreten lassen. Wenn man von der sogenannten alten Wirth-Koalition ab- fiebt. die eine Mehrheit nickt bat. io ist r e i n t b e o r e t i s ck die Große Koalition ebenso gut möglich wie der Bürgerblock Ob aber eine dieser beiden Kombinationen, die im Vordergrund der Diskussion stehen, eine gesickerte Basis kür die staatsvolitischen Ausgaben der Gegenwart und nächsten Zukunft sein wird, darüber dürsten die Meinungen wohl sehr, auseinander gehen. Soviel stebt schon fest daß auch diesmal wieder das Z e n t r u m. das fick überall behauptet bat. das Zünglein an der Waae bildet. Welche Haltung die'e Partei einnebmen wird läßt fick noch gar nickt saaen. Tie Zen- trumsvreffe übt eine auffallende Zurückhaltung, Feststeller» dürste es. daß das Zentrum fick nur an einer Regierung beteiligt, die aus der Politik der Mitte basiert uns die den bisherigen außenpolitischen Kurs weiter verfolgen will. Vielleicht wird man ickon in den nächsten Tagen darüber klarer seben. Denn die Parteien haben offenbar die Ab- fickt. kohald als möalick eine Klärung berbeizustibren. Tie Fraktionsführer der bisherigen Regierungsparteien treten bereit? am Donnerstag zusammen, und auch die Lbri- gen Fraktionen haben bereits Besprechungen für Mitte dieses Monats anaeietzt. Was die R e i ck s r e g i e r u n g tun wird, wird man erst erfahren, wenn das Kabinett zusammenaetreten ist. Für Mittwoch ist ein Ministerrat in Ausfickt genommen, in de-z-' Freitag, dea 12. Dezember 1924. zu dem vorläiffmen Ergebnis der W'bien ZtcTTnmi ae, nommen werden toll. Der R^ickskauffer »st °m Lanke d-Ä D'enstao nock Berlin zurückaekebrt Vorläufig neia' mift in Reaiernnaskre ken zu der Anfickr dik> dre tehige Rea-e». rnna bi? zum Zusammentritt de? Rei-k'-t i-'e? im A>»>e bleibt Zn einem norrestigen der Regierung besteht auch keine direkte Deranlastnng. - Verschiedenes. — Oppau, 11. Dez. (Der Wiederaufbau v »»Oppau vollendet.) Am "vergangenen Sonntag wurde Gs- legenheit genommen, den letzten großen Neubau, die Pestalozzi- schule, einzuweihen, und damit oas gesamte W!ederaufdauwer> zu Krönen. In dichten Scharen zog die Oppauer. Edighrimer. Frankenthaler und Ludwigshafener Bevölkerung hinaus i» das ehemalige Trümmerfeld, um dem feierlichen Weihrakt bei- zuwohnen. Die Schule wurde errichtet als Ersatz für die zev- störte Echillerschule und Gce'heschule. und zwar auf dem alte« erweiterten Platz der Goetheschule. Es ist anzuerkennen. daß der leitende Architekt es verstanden hat. vurch Hervorziehen vo» schule, einzuweihen, und damit das gesamte Wiederaufbau»»«» Seitenflügeln und Zurücklegung der Hauptpartie des Gs» bäudes ein Bild von großem Reiz in der Straße zu schaffen. Die Architektur des Gebäudes ist maßvoll modern und mutet mit seinem resedagrünen Putz und seinen roten Fenstern ungv- mein steundlich an. Ueberrascht ist man. wenn man in das Gebäude eintrist. mit welch einfachen Mitteln, unter ZuhilfN- nahme von Farben, hier eine freundliche Stimmung hervorgeru- fen wurde. An besonderen Neuerungen muß erwähnt werden, daß die Säle, jeder für sich, in einer besonderen Farbe abgetstü sind und daß dieselben auf der Rückseite ganz als Echrand ausgebaut sind, während die den Kindern zugewandte Stirnseite über die ganze Br^-te eine entsprechend eingeteiltr Tafel ausweist. Auch der Kinderschreck, das Katheder, ist verschwunden und mußte einem großen Tisch Platz machen, an welchem der Lehrer, wie ein Vater seine Kinder, die Schüler um sich sammelt, um ihnen abwechselnd, auch stehend, Unterricht zu es- teilen. Das ganze Gebäude in feinem Innern stimmt zur Freude; Lehrer und Schüler müssen sich oarin heimisch fühle» und alles ist dazu angetan, Anregungen für den Unterricht zu geben. Diesem Urteil gab auch der Ministerpräsident oo» Bayern gelegentlich seines kürzlichcn Besuches seine Zustimmung. Als ganz besonders ist noch hervorzuhebrn, daß im Keller des Gebäudes neben einem Schülerbad, in welche» jeweils eine ganze Klaffe zu gleicher Zeit baden kann, ei» Bolksbad mit Brausebädern, Wannenbädern und Medizinalbädern für Frauen und Männer untergebracht ist. und zwar in mustergültiger Anordnung uno mit den mooernsten hygienischen Einrichtungen ausgestattet. Eine einzigartige Ehescheidung. In einem ganz ungewöhnlichen Scheidungsprozeß hatte der Budapester Gerichtshof vor einigen Tagen das Urteil zu fällen. Ein ungarischer Graf. Sprv^ se eines der ältesten Adelsgeschlechter, ließ seine vor 22 Iahreff geschlossene Eh« mit seiner Gemahlin, einer geborenen Komtesse auflösen. Die beiden Ehehälften nahmen das Urteil — es lautete auf Scheidung — lächelnd zur Kenntnis und verließen Arm in Arm den Derhandlungssaal. Die Vorgeschichte dieses sonderbaren Falles ist fügende: Der Graf hatte «in Gut von 6000 Joch in jenem Teil« Ungarns, das durch den Friede» von Trianon Rumänien zufiel. Bei der ersten rumänischen Bodenreform wurden von diesem Besitz 2000 Joch abgetrennt, dir übrigen 4000 dem alten Eigentümer unter der Bedingung belassen, wenn er die rumänische Staatsbürgerschaft erwerbe. Da der Graf jedoch ein großes Interesse daran hatte, aus dem ungarischen Staatsverband nicht auszutreten und auch seine drei Kinder als ungarische Staatsbürger zu erziehen, konnte er sich zu diesem Schritt nicht entschließen. Es wurde versucht, im Wege internationaler Verbindungen bei der rumänischen Rv- gierung zu intervenieren, jedoch ohne Erfolg. Im Gegenteil Bukarest bestand darauf, daß der Wechsel der Staatsbürgerschaft je eher durchgeführt werde. Nun wollte man das Gut veräußern, doch fand sich dein geeigneter Käufer. Da kam dem Grafen der rettende Gedanke, den Besitz auf den Namen feinet» Frau umschreiben zu lassen. Das Ehepaar ließ sich scheide«, die Frau erwarb dann die rumänische Staatsbürgerschaft und das Gut wurde auf ihren Namen geschrieben. Der geschiedene Gatte begleitete als angestellter Güterdirektor seine ehemalig^ Gattin, die sich nach der Scheioung sofort auf das Hut begab. Im Zusammenleben der Familie hat sich äußerlich nichts verändert. In Dürens Gesicht stieg die Röte des Zorns, seine Hand glitt über die Tasche in seinen Rock, in der er den geladenen Revolver zu tragen pflegte. „Bor dem feigen Schurken fürchte ich mich nicht, Gundel, mit dem nehme ich es noch auf." In diesem Moment raschelte es unterm Fenster in den Blättern des wilden Weins, welcher die Mauer umspann. In jähem Erschrecken fuhr Gundula zusammen, Leichenblässe überzog ihr zartes Gesicht, ihre blauen Augen erschienen schwarz, so entsetzt starrten sie drein. „Kind, du bist ja krankhaft nervös, wie kann man nur so schreckhaft sein?" Er beugt« sich aus dem Fenster und winkte auch Gundula heran. Unten scharrte einer der Tackrl im Sande, jetzt verkündete er mit ungeduldigem Kläffen, daß er das Mäuschen noch nicht erwischt, welche seine Schnauze »schnuppert hatte. Da mußte Gundula so' herzlich lachen, daß ihr die Tränen aus den Augen drangen. Düren aber betrachtete sie 1» großer Besorgnis. „So geht das nicht weiter. Klein«, die Einsamkeit bekommt uns allen beiden nicht. Wir reifen. In drei Tagen mußt du fertig sein. Der Menschbraucht den Menschen, das ist «in wahres Wort. Heut abend überlegen wir. wohin es gehen soll." Gundula war sogleich einverstanden. „Du hast recht, wie immer, liebster Onkel. So sehr ich dieses stille Dahinlebrn liebe. Jo gern gebe ich es auf; denn es birgt die Gefahr für mich! daß ich schwermütig werde, trotzdem ich ein geradezu beneidenswertes Leben führe." Und so wurden die Koffer vom Boden geholt und in Eile gepackt. Es war rin hervorragend schöner Sommer, und das Blühen und Duften schien kein Ende nehmen zu wollen. Düren ging mit seiner Nich « nach der Schweiz, dann an die See und darauf in den Taunus. In Wiesbaden verbrachten sie mehrere Wochen, immer ln der Hoffnung, mit Stefany zusammenzutreffen. Doch er schien ihnen auszuweichen, und sie hörten nichts anderes von ihm. als daß er ihnen von Zeit zu Zeit einen Kartengruß sandte mit dem Bemerken, daß es ihm gut gehe. Mit Gunduias Eltern war er inzwischen nicht zusammengewesen: denn sie befanden sich mit Vera in Paris, Stefanys Briefe aber kamen aus Deutschiand. Auch er schien ruhelos von einem Ort zum anderen zu ziehen. Was mochte ihn so unstät umhertreiben? Warum hielt er sich geflissentlich fern von Gundula? Diese Fragen beschäftigten auch ihren Oheim, der bestimmt erwartet hatte, der Baron werde um Gundulas Hand bitten. Er konnte aus Stefanys seltsamem Verhalten nicht klug werden. Freilich war er zufrieden, wenn «r seinen Liebling noch für sich behalten konnte, aber er tat ihm auch weh, Gundula leiden zu sehen. Er hatte ja längst erkannt, daß ihr Herz sich nach dem fernen Freunde sehnte. Aus den herrlichen Sommer war ein milder, fieundlicher Herbst gefolgt, Langsam verblaß « das Grün der Bäume, nur wenig welke Blät er fielen zur Erde. Erst nachgerade färbten sich die Wälder mit den wundervollen Bronzeiönen. Otto Düren hatte in kleinen Tagestouren mit seiner Nichte das bayerische Hochgebirge durchwandert. Nun waren sie über den Starnberger See »ach Tutzing gefahren. Aber sie mochten sich von dea Bergen noch nicht trennen. Bon ftüheren Reisen her war ihnen das kleine, äußerst romantisch gelegen« Uhrfold am Walchensee bekannt. Dorthin zog es die beiden, ehe sie die Heimreise antraten, mit gehe>mniA° voller Gewalt. Stumm und andachtsvoll standen sie im sinkenden Tageslicht vor der dunklen Flut des Walchensees. Biauschwarze Schatten wehten über dem reglosen Wasser, indes die Sonne noch die hohen Spitzen der Berge mit ihren Strahlen vergoldete. Der Walchensee ist eines jener unberechenbaren Gewässer, die. friedlich und harmlos ausschauend, gefährliche Tücken in der Tiefe be.-gen. Einsam und traurig erscheint der Walchensee, hohe Berge umschließen ihn. Wie «in gebändigtes Tier ruht er in dem tiefen Best. Doch der Augenschein täuscht. Unter der glatten Oberfläche birgt sich ein leidenschaftlicher, aufrührerischer Charakter. Sobald der Walchensee in Bewegung kommt, ist er eins der furchtbarsten Bergwasser, dann entstehen Strömungen, die alte Tiefen aufrühren und keinen Nachen auf den gischtgekrönte» Wogen dulden. Leise erschauernd wendet Gundula sich von dem dnnklen, geheimnisvollen See ab. Der Oheim folgt ihr, ein Tiroler Lied auf den Lippen. Sie brauchen nicht lange zu suchen. Das schmucke Häuschen auf der Anhöhe dort hat sie schon öfter beherbergt, dort heißt man sie auch heut« herzlich willkommen. In der lichten Stille dieser Gebirgseinsamkeit fühlte» und Nichte sich unendlich wohl; sie unternahmen stundenlange Kahnfahrten auf der glatten Fläch« des tiefgrünen Sees, ebenst» weite Sparziergäng« durch den Gebirgswald. Ein köstlich« Frieden weht« hier, der auch oadurch nicht gestört wurde, daß täglich Touristen kamen und gingen. Gundula war stöhlich, und ihr Sesichtchen leutete in blühender Gesundheit: von Sentimentalität und zehrender Geh» sucht war nichts mehr an ihr zu bemerken. Das Essen schmeckte, und die größten Ansttengungen wuroen spielend von ihr überwunden. , Fast volle zwei Wochen waren so dahingegangen, da «- klärte Düren, daß er am nächsten Tage einmal nach Kochet hinüber »volle und zwar schon in aller Frühe. Gundula «dg« sich in ihrem Morgenschlaf nicht stören lassen. Er nahm beim Gutenachtsagen gleich Abschied von ihr. Gundula notierte ihm einige Aufträge in sein Rottzbvch. sie brauchte Parfüm und gute Toilettenseif«. hier in Uh», selb war nichts zu haben. 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Der Landbote * Sinsheim« Zeitung. Freitag, den 12. Dezember 1924. Polnische Dreistigkeit. Don Axel Schmidt. Je schärfer die innerpolitischen und wirtschaftlichen Vrr- hältnisse sich in Polen zuspitzen, um so ungezügelter wird die Haltung der polnischen Press« in außenpolitischen Dingen. Wie gewöhnlich richten sich die Angriff« wieder gegen Deutschland. Das Neueste auf diesem Gebiete ist der Aufruf eines Komitees für den Tag der „rmerlästrn (Seiht«", oas sich in der Woie wodschast Posen gebildet hat. Der Proklamation entnehmen wir folgenden Satz: „Zwei Millionen Polen sind durch den rücksichtslosen und dauernden Terwr der chauvinistischen deutschen Kampforganisationen der Entnationalisierung preisgegeben und der konse- antipolnischen deutschen Politik der amtlichen Kreise ausgeliefert." Das Unerhörteste an dieser Proklamation ist, daß der neu ernannte Minister de; Innern Ratajiski sie mit unterzeichnet hat. Die deutsche Regierung hat sofort durch ihren Gesandten in Warschau gegen diese polnische Dreistigkeit Protest einle- gen lassen. Die deutsche Oeffen.lichkeit sollte aber nicht verfehlen, auch ihrerseits Polen gründlich die Wahrheit zu sagen. Als der Abgeordnete Breiischeio in Genf auf die Unabhängigkeit des polnischm Korridors aufmerksam machte und eine friedliche Lösung dieser versehttM Konstruktion Vorschlag, flammte die gesamte polnische Presse in Empörung auf und erklärte den Versailler Vertrag für sakrosankt. Jetzt dagegen spricht sie von „unerlösten Brüdern", oie deutscherseits brutalisiert werden. Es ist wohl gestattet, zu stagen, wo in Deutschland die zwei Millionen unerlösten Brüder leben sollen. Bei den letzten Reichstagswahleu sind ensgesamt 125 000 Stimmen für polnische Kandidaten abgegeben woroen, was doch auf wesentlich kleinere polnische Minderheiten schließen läßt. Oder sollten von den Polen die Masuren noch immer zu den „unerlösten Brüdern" gerechnet werden, obgleich sie mit über 98 Prozent bei der Abstimmung für Deutschland sich ausgesprochen haben? Auch die sonstigen außenpolitischen Berhällnisse sind nichts weniger als geklärt. Je länger Herriot am Ruder ist, um so mehr fühlt Polen, daß das jchigr Frankreich nicht wie zu Poincares Zeit ein« stets offene Hand für po,Nische Geldnöte zur Aust echt'.«Haltung seines großen Heeres zeigen wird. Desgleichen macht das russische Gespenst Polen große Sorgen, zumal die Unzufriedenheit der wider Willen annektierten ukrainischen und weißruthenischen Gebiete ein gutes Saatfeld für bolschewistische Agitationen abgibt. Un!«r solchen Umständen wird die Meldung in Polen steudig begrüßt, daß die Kleine Entente nach der bevorstehenden Anerkennung Sowjet-Rußlands keinen Grund mehr findet, Polen den Eintritt in die Kleine Entente zu verwehre». ! Nicht weniger verworren wie die außenpolitischen Verhältnisse sind die inneren. Trotzdem niemand recht zufrieden mit des Ministerpräsidenten Grabski eiserner Faust ist, ist seine Position unerschüttert, weil all« Parlamentarier wissen, daß bei seinem Sturz sich niemand finden würde, die Nachfolge- schast anzutreten. Jetzt hat sich der Ministerpräsident im Abgeordneten Thugust. dem bisherigen Führer der radikalen Arbeiterpartei Wyswolenje, einen politischen Vizepräsidenten tzri- zugesellt, der die innerpolitischen, insbesondere die völlig verfahrenen Minderheitenfragen zurechtrücken soll. Die Aufgabe Parlament verfügt nämlich über «ine Rechte und Linke von fast Thugutts ist steilich eine überaus schwierige. Das polnische gleicher Stärke. Das Zünglein an der Wage bilden die 80 Vertreter der Minderheiten fDeutsche, Ukrainer, Juden und Weißruthenen). Die Schwierigkeit besteht darin, eine „rein polnische Majorität" zu beschaffen. Seitdem nämlich Präsident Narutowicz, zu dessen Majorität auch die Minderheiten gehörten. von einem polnischen chauvinistischen Fanatiker ermordet wurde, ist der Ruf nach einer rein polnischen Majorität zu einem innerpolitischen Schlagwort geworden, das zurückzuweisen keine Regierung den Mut fand. Der Hypnose dieses Wortes ist die Bauernpartei der Piasten unter Witos völlig erlegen. Sie lief nach rechts über, wodurch sie sich selbst zur Bedeutungs» «losigkeit verurteilt hat. Während Witos dis dahin als Ministerpräsident die gesamte Linke zu führen pflegte, ist er jetzt das fünfte Rad am Wagen der auf der Rechten vorherrschenden Partei der Nativnaldemokraten geworden. Seit dieser Kräfte- oerschiebung ist überhaupt keine feste Majorität mehr zu beschaffen gewesen. Die bisherigen Kabinette lebten von der Hand in den Mund, ohne jemals des morgigen Tages sicher zu sein. Unter solchen Umständen ist es verständlich, daß der Ruf nach Neuwahlen hin und wieder im Blätterwalde erschallt. Ich will hier ganz davon absehen, daß laut Verfassung die Auflösung nicht vom Staatspräsidenten vorgenommen werden, sondern nur das Parlament diesen Beschluß selbst, und zwar mit qualifizierter Mehrheit fassen kann, was natürlich an sich nicht einfach sein dürste. Dazu kommt noch, daß im Grunde genommen die polnischen Parteien Neuwahlen fürchten müßten, weil das nächste Mal die Zahl der Minderheitsvertreter stark ansteigen dürste. Mit Recht hat nämlich der polnische Abgeordnete Zamorski kürzlich darauf hingewiesen, daß sich bei den letzten Wahlen die dreieinhalb Miltdrnen Ukrainer in Ostgafi- zicn an der Wahl noch nicht beteiligt hätten. Die Zahl der Minderheitenvertreter dürste daher das nächste Mal gegen 130 betragen, wodurch die Herstellung einer rein polnischen Majorität fast zur Unmöglichkeit wird. Bon den Vertretern von Neuwahlen wird daher ein« Verfassungsänderung befürwortet, die natürlich auf nichts anderes hinauslaufen würde, als auf eine Entrechtung der Minderheiten. Der Abgeordnete Dubanowicz hat sogar die Befürchtung ausgesprochen, daß „ohne Aenderung des Wahlrechts Neuwahlen den polnischen Staat in den Abgrund stürzen würden." Unter solchen Umständen hat Deutschland wahrlich allen Grund, sich energisch die polnische« DreiftigkÄtea zu oerkt.en: jedoch die deutsche Regierung allein wird niemals genügende Erfolge erzielen, wenn sie nicht von der öffentlichen Meinung Deutschlands getragen wird. Der Niedergang des Faszismus. Von A. Targietti -Rom. Die politischen Berhältniss« in Italien haben sich Uit letzten Monat mit überraschender Schnelligkeit entwickelt. Augenblicklich sind s ie auf einem besonders spannenoen Punkt angelangt, dessen besondere Bedeutung in kurzer Zeit noch klarer in Erscheinung treten wird. Die Matteoiti-Affäre bot Mussolini di« Gelegenheit, wie- der zu einer normalen politischen Regierungsform zu gelangen. Der Leiter der italienischen Regierung hat durch Aenderungen in seinem Kabinett am Vorabend der Entdeckung des Verbrechens selbst den Versuch dazu gemacht. Er stieß dabei jedoch auf zwei miteinander in engem Zusammenhang stehende Erscheinungen: dir weil fortgeschrittr« Stärkung der Opposition and den verzweifelten Widerstand der überzeugten Faszisten, die sich darüber klar sind, daß mit dem Uebergang zu einer normalen Regierungsform ihr« Niederlage unvermeidlich sei. Mussolini griff die Opposition mit allem Nachdruck an. Er hob d ie Pressefreiheit auf, etwas später auch die Versammlungsfreiheit: schließlich setzte er einen Ausschuß zur Durchsicht der Verfassung ein. Die Wiederaufnahme der faszistischen Vergewaltigungen, der moralische Eindruck der Matteotti-Affäre, die drohende Verfassungsänderung hatten «inen vom Diktator nicht erwarteten Erfolg. Diese Maßnahmen schalteen die einzigen Verbündeten der Faszisten. die Kriegsteilnehmer und die Liberalen vollständig aus und machten die Opposition zu Märtyrern. Kürzlich wurden im Nationalverein der Kriegsteilnehmer Worte heftiger Kritik gegen die Regierung laut. Mussolini gab scharfe Antworten, die Oel ins Feuer gossen. Es kam so weit, daß man Viola, den Vorsitzenden der nationalen Vereinigung früherer Kriegsteilnehmer, aus der faszistischen Partei ausstieß, daß Ponzio di San Sebastiano, oer seit 25 Jahren faszistischer Abgeordneter war, Inhaber der Golocnen Medaille, Vorsitzender ehemaliger Kriegsteilnehmer des römischen Bezirks, aus der Partei ausschied. Das Schreiben, in dem Sebastiano seinen Austritt anzeigt, löste in Italien tiefe Bewegung aus: und hier liegt der Grund dafür, daß die mit den früheren Kriegsteilnehmern sympathisierenden Abgeordneten, trotzdem sie auch mit der Regierungsmehrheit auf gutem Fuße standen, sich kürzlich in der römiichen Kammer weigerten, Mussolini ihr Vertrauensvotum zu geben, und sich der Stimmabgabe enthielten. ' Bestellen Sie den Landbolen auf i. Januar. In keiner Familie sollte eine gutgeleitete Zeitung, besonders das Lokalblatt des Bezirks fehlen, das über alles aus Nah und Fern in Kürze berichtet. Der Landbote bringt in jeder Nummer eine sorgfältig redigierte Tagesüberficht aller wichtigen Ereignisse. Er unterrichtet seine Leser über alle Vorkommnisse auf politischem, sozialem und wirtschaftlichem Gebiet unter besonderer Berücksichtigung der ländlichen Interessen. Der Landbote bietet auch gediegene Unterhaltungslektüre. 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Ihre Abgeordneten lehnen die Teilnahme an den Kammersitzungen ab und unterstreichen durch ihre Abwesenheit die moralische Niederlage des Parlaments. Sie haben die Absicht, ihre Plätze erst dann wieder einzunehmen, wenn die faszistischen Milizen aufgelöst und die verfassungs- mäßigen Freiheiten wieder hergestellt sein werden. Noch bezeichnender ist das Verhalten der Liberalen: Die italienischen Liberalen haben sich der Einnahme Roms durch die Faszisten nie widersetzt. Als Vertreter einer Richtung, deren Mitglieder sich gewöhnlich nicht gerade durch Mut auszeichnen, haben sie sich vor der Macht gebeugt und sogar o«n Faszisten Gefolgschaft geleistet. Ihr Führer, Orlando, trat sogar in die Regierungsmehrheit ein, und die Liberalen haben die Regierung Mussolinis bisher oft mit ihren Stimmen unterstützt. Jetzt haben sie sie — ihn wachgerüttelt' von einer ihrer bedeutendsten Zeitungen, dem Corriere della Sera, dem sich viele andere, darunter auch das fiüher faszistifche Givrnale d'Italia, anschossen — schließlich gegen die fortwährend neuen Vergewaltigungen der Faszisten gerichtet. Besonders glauben sie, Einspruch gegen die Möglichkeit einer Verfassungsänderung erheben zu müssen. Deshalb weigerte sich bei der letzten Kammerabstimmung ein Teil von ihnen, der Regierung ejn Vertrauensvotum zu geben: er enthielt sich Orlando an der Spitze, der Stimmabgabe, während andere mit Giolitti geradezu gegen die Regierung stimmten. Zu erwähne« ist, daß Giolitti nich als Vertreter der Regierungspartei — jedoch auch keiner Oppositionspartei — gewählt wurde, daß er aber bisher stets für das faszistische Kabinett gesttmmt hatte. Der einzige liberale Klüngel, der Mussolini treu blieb, ist der Salandras. Dieser steht weiter rechs als die übrigen Liberalen und denkt viellrich an die wertvolle Mitarbeit, die ihm Mussolini gelegentlich der italienischen Kriegserklärung an Oesterreich-Ungarn im Jahre 1915 leistete. Es. ist also mit Mussolini dahin gekommen, daß er in einer Kammer, die sozusagen sein eigenstes Machwerk ist, für ich keine Mehrheit von 100 Stimmen aufbringen kann. Der Oppositionsblock kam zustande, der Mehrheitsblock fängt an abzubröckeln: die Ereignisse zernagen ihn. Wie lange wird es «ch dauern, bis er ganz dahinschwi.idet? Es besteht die Möglichkeit, daß Mussolini, wenn er dt« Mehrheit in der Kammer verliert, gestützt auf seine 300 000 Echwarzhemden, u«gesetzmäßig ohne Parlament weiterregiert und ruhig wartet, dis man ihn vertreibt, was vorläufig schwierig sein dürste. « Verschiedenes. Die Fädm btt Spinnengewebe werden wegen ihrer außerordentlichen Dünne und tzalibarkeit für besonders feine Meßinstrumente verwendet. In neuester Zeit aber ist man auch zur Herstellung von Strümpfen aus Spinngeweben übergegangen. Dazu braucht man große Mengen dieses Gewebes, wie sie in der Natur nicht vorhanden sind und man kam auf de» Gedanken, Spinnen künstlich zu züchten und besondere Spim»- Formen anzulegen. In einer englischen Zeitschrift wird dies» merkwürdige Industrie geschildert. Es ist durchaus keine leicht« Arbeit die Spinnen zu züchien und zu füttern, sie von tödlichen Kämpfen, in die sie miteinander geraten, abzuhaltev und ihre Gewebe unverletzt zu sammeln. Um die Spinnen zum Verfertigen möglichst langer Fäden anzuregeln, spielt man mit ihne» „Ball". Sie werden nämlich durch die Lust geworfen und spinnen dabei instinktiv Fäden. Auf diese Weis« könne« Fäden dis zu IM Meter erzielt werden, die für die Verarbeitung vs» Strümpfen besonders wertvoll sind. Da «aber die Pariser Mode den Florstrumps zu Gunsten der Wollstrumpes in de» Bann getan hat. kommt man mit dem Spinnengewebestrumpf zu spät. Ei» „Dom des Wissens". Der Kanzler der Universität Pittsburg gibt jetzt, wie aus Newyork gemeldet wird, d» Oeffentlichkeit den Bauplan des „Doms des Wissens" bekannt, der Hochschule, die im Riesenformat der Wolkenkratzer erbaut werden soll. Er wird 207 Meter in der Höhe weisen und damit höher als alle bestehenden Wolkenkratzer Amerikas sein. Di» Länge wird auf 110 und die Breit« auf 80 Meter berechnet. Dieser Dom des Wissens wird mit einem Kostenaufwand von Millionen Dollars im gotischen Stil ausgeführt. 16 Expreß- fahrstühle sollen dazu dienen, die 12M Hörer der Universität in die verschiedenen Stockwerke zu befördern, in Denen die Hörsäle, Bibliotheken und Laboratorien untergebracht werden. Chaplin heiratet inergnito. Die Dementis haben also doch nicht Recht gehabt. Charlie Chaplin hat dieser Tage um fünf Uhr morgens zu Empalme in Mexiko Miß Gray geheiratet, die, wie es heißt, aus einer spanischen Familie stammt. D»e. Zeremonie fand unmittelbar, nachdem Chaplin die Grenze überschritten hatte, statt. Man weiß nicht, welche Pläne die Jung- vermählten gefaßt haben: es ist nur bekannt geworden, daß sie auf einem Dampfer, der über den Stillen Ozean fährt, Kabinen belegt haben. Die ganze Angelegenheit ist streng geheim gehalten worden. Noch in Los Angelas stellte Chaplin die ihm unterschobene Absicht, zu heiraten, entschieden in Abrede. Warum der große Filmkomiker dazu ausgerechnet Mexiko aus- ersehen hat, ist nicht bekannt geworden. Vielleicht sind es die besonderen Erleichterungen, die dieses Land für den Fall der Ehescheidungen gewährt. Das größte Hotel der Wett. Wie die Blätter berichten, wird die Stadt Chicago das größte Hotel der Welt dinne» kurzem ihr eigen nennen und auf diesem Gebiet sogar Newyork schlagen. Das Hotel in Chicago soll durch ein 45 Stockwerke hohes Annexgebüude vergrößert werden. Die Höhe dieses Ho- -telwolkenkratzers wird 506 Fuß, das sind 170 Meter, betragen. Die Baukosteii sind mit 17 Millionen Dollars veranschlagt. Der Wolkenkratzer wird »ach seiner Vollendung in etwa einem Jahr 34M Hotelzimmer enthalten, um 10M mehr als das Hotel Pennsylvania in Newyork. welches bisher den Ruhm genoß, das grüßte Hotel der Welt zu sein. 3000 Dollar auf jedr» Amerikaner. Die Amerikaner schwimmen in einem Meer von Wohlstand, der sehr im Gegensatz zu der wachsenden Verarmung Europas steht. Die Natur hat ihnen in diesem Jahr eine glänzende Weizenernte bescheert, die einen Ertrag von 830 Millionen Bushels von vorzüglicher Qualität bracht«, während alle anderen Wrizenländer, wie Kanada, Australien und Argentinien, nur sehr spärliche Ernte» haken. Statistiken, di« aus diesem Anlaß in Newyork« Blättern veröffentlicht werden, erklären, daß der Reichtum Amerikas feit Beginn des Weltkrieges um so viel angewachsen ist. wie das gesamte Volksvermögen von Großbritannien und Frankreich zusammen beträgt. Die Erzeugnisse der amerikanischen Fabriken haben sich seit dem Kriege verdoppelt, und während die Zahl der Bevölkerung um fast 15 Millionen angewachsen ist. hat der nationale Reichtum so zugenommcn, daß auf jeden Amerikaner. Mann, Frau oder Kind, durchschnittlich entfallende Vermögen von 20M auf 30M Dollar pro Kopf gestiegen ist. Illlllllllllllllllllllll Rr. 122. Jahrgang 1924. Der Landdott * Sissheimer Zeitung. Sretlag. den 12. Dezember 1924. mm. ggSSr-a Visitkarten * Neujahrskarten * Glückwunschkarten * Verlobungskarten Eine Partie Karten verschiedener Art u. Größe, die von der Fabrik nicht mehr nachbezogen werden können, werden zu bedeutend ermäßigten Preisen abgegeben. ::: Günstige Gelegenheit für Weihnachtsgeschenke. G. Becker’fche Buchdruckerei Sinsheim Vereinsbank Sinsheim (vormals Vorschuß-Verein) gegründet 1868 eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht auf genossenschaftlicher Grundlage. 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